Landesrecht konsolidiert Tirol: Raumordnungsgesetz 2016 - TROG 2016, Tiroler § 13a, Fassung vom 22.07.2021

Raumordnungsgesetz 2016 - TROG 2016, Tiroler § 13a

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Raumordnungsgesetz 2016 - TROG 2016, Tiroler

Kundmachungsorgan

LGBl.Nr. 101/2016 aufgehoben durch LGBl.Nr. 43/2022

Typ

LG

§/Artikel/Anlage

§ 13a

Inkrafttretensdatum

07.04.2020

Außerkrafttretensdatum

30.04.2022

Abkürzung

TROG 2016

Index

8000 Raumordnung

Text

Paragraph 13 a,

Strafbestimmungen bezüglich Freizeitwohnsitze

  1. Absatz einsEine Verwaltungsübertretung begeht, wer
    1. Litera a
      einen Wohnsitz als Freizeitwohnsitz verwendet oder anderen zur Verwendung als Freizeitwohnsitz überlässt, ohne dass eine Feststellung über die Zulässigkeit der Verwendung des betreffenden Wohnsitzes als Freizeitwohnsitz im Sinn des Paragraph 13, Absatz 3, Litera a,, eine Baubewilligung im Sinn des Paragraph 13, Absatz 5, erster Satz oder eine Ausnahmebewilligung im Sinn des Paragraph 13, Absatz 7, erster Satz vorliegt; dies gilt nicht, wenn der betreffende Wohnsitz am 31. Dezember 1993 nach den raumordnungsrechtlichen Vorschriften rechtmäßig als Freizeitwohnsitz verwendet worden ist oder wenn sich der Verwendungszweck des betreffenden Wohnsitzes als Freizeitwohnsitz aufgrund der Baubewilligung ergibt, sofern dieser entsprechend dem Paragraph 13, Absatz 3, Litera a, als Freizeitwohnsitz angemeldet worden ist und das Verfahren darüber noch nicht abgeschlossen ist;
    2. Litera b
      einen Wohnsitz, dessen Eigenschaft als Freizeitwohnsitz aufgrund des Paragraph 16, Absatz eins, Litera a und 2 erloschen ist oder aufgrund des Paragraph 16, Absatz eins, Litera b, oder c und 3 als erloschen festgestellt worden ist, weiterhin als Freizeitwohnsitz verwendet oder anderen zur Verwendung als Freizeitwohnsitz überlässt oder
    3. Litera c
      einen Freizeitwohnsitz, für den eine Ausnahmebewilligung im Sinn des Paragraph 13, Absatz 7, erster Satz vorliegt, anderen als den im Paragraph 13, Absatz 8, genannten Personen entgeltlich zur Verwendung als Freizeitwohnsitz überlässt.
  2. Absatz 2Eine Verwaltungsübertretung begeht weiters, wer von der Behörde verlangte Angaben im Sinn des Absatz 5, nicht, nicht wahrheitsgemäß oder nicht vollständig macht.
  3. Absatz 3Verwaltungsübertretungen nach Absatz eins, sind von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 40.000,– Euro, Verwaltungsübertretungen nach Absatz 2, mit einer Geldstrafe bis zu 3.000,- Euro zu bestrafen.
  4. Absatz 4Im Fall der unzulässigen Überlassung von Wohnsitzen als Freizeitwohnsitze gilt die Verwaltungsübertretung nach Absatz eins, als an jenem Ort begangen, an dem sich der betreffende Freizeitwohnsitz befindet.
  5. Absatz 5In Verfahren wegen Verwaltungsübertretungen nach Absatz eins, hat der Eigentümer des Wohnsitzes oder der sonst hierüber Verfügungsberechtigte auf schriftliches Verlangen der Behörde binnen einer angemessen festzusetzenden Frist den Nachweis über die Nutzung des betreffenden Wohnsitzes zu erbringen. Paragraph 13, Absatz 10, ist sinngemäß auf Organe der Bezirksverwaltungsbehörde anzuwenden.
  6. Absatz 6In Verfahren wegen Verwaltungsübertretungen nach Absatz eins, ist die Gemeinde, die Anzeige wegen einer solchen Übertretung erstattet hat, Partei und berechtigt, Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht zu erheben. Sie ist Partei des Verfahrens vor dem Landesverwaltungsgericht und weiters berechtigt, Revision an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben. Die Parteistellung der Gemeinde erstreckt sich nicht auf die Strafbemessung.

Im RIS seit

10.04.2020

Zuletzt aktualisiert am

22.04.2022

Gesetzesnummer

20000647

Dokumentnummer

LTI40043865