Rechtssatz für 1Ob12/78; 1Ob18/79; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081378

Geschäftszahl

1Ob12/78; 1Ob18/79; 1Ob36/79; 1Ob39/80; 1Ob6/82; 1Ob33/82; 1Ob5/86; 1Ob13/87; 1Ob5/89; 1Ob7/89; 1Ob17/90; 1Ob24/90; 1Ob44/89; 1Ob41/90; 1Ob19/91; 1Ob13/91; 1Ob38/90; 1Ob25/91; 1Ob9/92; 1Ob17/92; 1Ob15/92; 1Ob31/92; 1Ob5/92; 1Ob22/92; 1Ob5/93; 1Ob40/93; 1Ob28/94; 1Ob15/95; 1Ob43/95; 1Ob10/95; 1Ob22/95; 1Ob2192/96a; 1Ob2184/96z; 1Ob2309/96g; 1Ob6/97g; 1Ob373/97b; 1Ob320/97h; 1Ob247/98z; 1Ob40/99k; 1Ob41/99g; 1Ob95/00b; 1Ob282/00b; 1Ob73/01v; 1Ob310/01x; 1Ob14/03w; 1Ob9/03k; 1Ob231/03g; 1Ob285/04z; 1Ob68/09w; 1Ob129/12w; 1Ob208/12p; 1Ob252/12h; 1Ob109/13f; 1Ob105/13t; 1Ob105/15w; 1Ob164/15x; 1Ob128/15b; 1Ob125/17i; 1Ob129/17b; 1Ob236/17p; 1Ob220/19p; 1Ob215/21f; 1Ob251/22a; 1Ob15/23x; 1Ob20/23g; 1Ob232/22g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Norm

AHG §1 Ca
AHG §1 Cc
AHG §1 H
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989

Rechtssatz

Auch eine Unterlassung kann eine Behörde zur Haftung verpflichten, wenn sie schuldhaft erfolgt ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 12/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 12/78
  • 1 Ob 18/79
    Entscheidungstext OGH 15.05.1979 1 Ob 18/79
    Veröff: SZ 52/79
  • 1 Ob 36/79
    Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 36/79
    Veröff: SZ 52/186 = EvBl 1980/100 S 322 = JBl 1980,539 (größtenteils zustimmend Koziol) = ÖZW 1980,85 (Glosse von Frotz) = ÖBA 1980,258 (Glosse von Schinnerer)
  • 1 Ob 39/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 39/80
    Auch; Beisatz: Wenn eine Pflicht des Organs zum Tätigwerden bestand und pflichtgemäßes Handeln den Schaden abgewendet hätte. Eine Rechtspflicht zum Handeln der Behörde besteht in den Fällen, in denen eine Entscheidungspflicht normiert ist. (T1)
    Veröff: SZ 54/86 = JBl 1982,658
  • 1 Ob 6/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 6/82
    Auch; Veröff: RZ 1983/45 S 190
  • 1 Ob 33/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 33/82
    Beis wie T1; Veröff: SZ 55/161 = JBl 1984,259
  • 1 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 5/86
    Beis wie T1 nur: Wenn eine Pflicht des Organs zum Tätigwerden bestand. (T2)
    Veröff: SZ 59/68
  • 1 Ob 13/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 13/87
    Beis wie T1 nur: Wenn eine Pflicht des Organs zum Tätigwerden bestand und pflichtgemäßes Handeln den Schaden abgewendet hätte. (T3)
    Veröff: SZ 60/130 = EvBl 1988/140 S 691; hiezu Volze-Zechner, ÖJZ 682
  • 1 Ob 5/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 1 Ob 5/89
    Beis wie T1; Veröff: SZ 62/98 = EvBl 1989/157 S 622
  • 1 Ob 7/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 7/89
    Beis wie T3; Veröff: SZ 62/73
  • 1 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 17/90
    Beis wie T3
  • 1 Ob 24/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 24/90
    Beis wie T1
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    Beis wie T3; Veröff: SZ 63/166 = EvBl 1991/73 S 344
  • 1 Ob 41/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 1 Ob 41/90
    Beis wie T3
  • 1 Ob 19/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 19/91
    Beis wie T3; Veröff: SZ 64/86
  • 1 Ob 13/91
    Entscheidungstext OGH 10.07.1991 1 Ob 13/91
    Veröff: EvBl 1991/172 S 740 = JBl 1992,47
  • 1 Ob 38/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 38/90
    Beis wie T3; Veröff: SZ 64/126 = JBl 1992,327
  • 1 Ob 25/91
    Entscheidungstext OGH 30.10.1991 1 Ob 25/91
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1992,253
  • 1 Ob 9/92
    Entscheidungstext OGH 01.04.1992 1 Ob 9/92
    Veröff: SZ 65/2 = JBl 1992,649 (Apathy) ZfRV 1993,125 = ZVR 1993/126 S 281
  • 1 Ob 17/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 17/92
    Beis wie T3
  • 1 Ob 15/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 15/92
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 65/94 = JBl 1993,399
  • 1 Ob 31/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 31/92
    Auch; Beis wie T3; Veröff: EvBl 1993/57 S 276
  • 1 Ob 5/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 5/92
    Beis wie T3; Veröff: JBl 1993,532 ff (Kerschner)
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Beis wie T3; Veröff: SZ 66/77 = JBl 1993,788
  • 1 Ob 5/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 5/93
    Beis wie T3
  • 1 Ob 40/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 40/93
    Auch; Beis wie T1; Veröff. SZ 67/39
  • 1 Ob 28/94
    Entscheidungstext OGH 27.01.1995 1 Ob 28/94
    Beis wie T3
  • 1 Ob 15/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 15/95
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 43/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 43/95
    Beis wie T3
  • 1 Ob 10/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 10/95
    Beis wie T3
  • 1 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 68/156
  • 1 Ob 2192/96a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/148
  • 1 Ob 2184/96z
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2184/96z
    Beis wie T3
  • 1 Ob 2309/96g
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2309/96g
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 70/46
  • 1 Ob 6/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 6/97g
    Beis wie T3; Veröff: SZ 70/95
  • 1 Ob 373/97b
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 373/97b
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 320/97h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 320/97h
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 247/98z
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 247/98z
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 71/196
  • 1 Ob 40/99k
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 40/99k
    Auch; Beisatz: Die Haftung für die Folgen einer rechtswidrigen Unterlassung ist wegen fehlender Kausalität zu verneinen, wenn der Nachteil, auf dessen Ersatz jemand in Anspruch genommen wird, auch bei dessen pflichtgemäßem positiven Tun eingetreten wäre. (T4)
  • 1 Ob 41/99g
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 41/99g
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 72/75
  • 1 Ob 95/00b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 95/00b
    Beisatz: Hier: Unterlassung der fristgerechten Weiterleitung eines Gesuchs um Registrierung durch das österreichische Patentamt an das Internationale Büro für geistiges Eigentum. (T5)
    Beisatz: Das Verschulden des Organs ergibt sich schon daraus, dass dieses keinerlei Vorkehrungen zur Einhaltung der Frist getroffen hat. (T6)
  • 1 Ob 282/00b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 282/00b
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Ordnungsgemäßes Weiterleiten einer Anzeige. (T7)
  • 1 Ob 73/01v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 73/01v
    nur T3; Beisatz: Haftung jedoch mangels Pflichtwidrigkeit des Unterlassens zu verneinen. (T8)
  • 1 Ob 310/01x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 310/01x
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2002/27
  • 1 Ob 14/03w
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 14/03w
    Beisatz: Steht die Übertretung des Schutzgesetzes fest, so kann sich der Ersatzpflichtige von seiner Haftung nur dadurch befreien, dass er mangelndes Verschulden seiner Organe nachweist oder die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ernstlich zweifelhaft macht. (T9)
  • 1 Ob 9/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 9/03k
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterlassung, der Rechtspflicht zur Manuduktion zu entsprechen. (T10)
    Veröff: SZ 2003/29
  • 1 Ob 231/03g
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 231/03g
    Beisatz: Hier: Unterlassung der Belehrungspflicht (Anleitungspflicht) der Behörden iSd § 12a AVG bzw § 61 AVG. (T11)
    Veröff: SZ 2004/118
  • 1 Ob 285/04z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 285/04z
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Amtshaftung wegen fehlender Gefahrenabwehr setzt voraus, dass die behördliche Unterlassung rechtswidrig ist. Voraussetzung für eine Haftung ist, dass amtswegig zu treffende Maßnahmen vorzunehmen gewesen wären, die schuldhaft von den Organen nicht gesetzt wurden. (T12)
    Beisatz: Hier: Die Bestimmungen des WRG bieten keine Grundlage für eine Pflicht der Behörden, präventive Maßnahmen zwecks gänzlicher Verhinderung von Schäden infolge eines nur einmal in 1000 bis 2000 Jahren auftretenden Hochwassers zu treffen. (T13)
  • 1 Ob 68/09w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 1 Ob 68/09w
    Auch
  • 1 Ob 129/12w
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 129/12w
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 208/12p
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 208/12p
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2012/137
  • 1 Ob 252/12h
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 252/12h
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Keine rechtswidrige Unterlassung der Behörde bei Bachabkehr ohne Belassung von Restwasser. (T14)
  • 1 Ob 109/13f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 109/13f
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 105/13t
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 105/13t
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 105/15w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 105/15w
    Vgl
  • 1 Ob 164/15x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 164/15x
    Vgl; Vgl auch Beis wie T12
  • 1 Ob 128/15b
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 128/15b
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T12
  • 1 Ob 125/17i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 125/17i
    Beis wie T12
  • 1 Ob 129/17b
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 129/17b
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Überlange Verfahrensdauer. (T15)
  • 1 Ob 236/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 236/17p
    Auch
  • 1 Ob 220/19p
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 1 Ob 220/19p
    Beis wie T3; Beis wie T12
  • 1 Ob 215/21f
    Entscheidungstext OGH 14.12.2021 1 Ob 215/21f
    Beis wie T3; Beis wie T12
  • 1 Ob 251/22a
    Entscheidungstext OGH 27.01.2023 1 Ob 251/22a
    Beis wie T3; Beis wie T12
  • 1 Ob 15/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 1 Ob 15/23x
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T12
    Beisatz: Hier: Unterlassung der Verlegung des Opfers in einen anderen Haftraum, obwohl die Justizwacheorgane von bereits erfolgten körperliche Auseinandersetzungen wussten. (T16)
  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    Beisatz: Hier: zur unterlassenen Verständigung nach §194 Abs 1 StPO. (T17)
    Anm: Vgl RS0134435
  • 1 Ob 232/22g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 232/22g
    Beisatz wie T12; Beisatz wie T3; Beisatz wie T15
    Beisatz: Hier: verspätete Ausstellung einer Aufenthaltskarte nach § 54 NAG; (T18)
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    vgl; Beisatz: Ein rechtswidriges und schuldhaftes Organhandeln in Vollziehung der Gesetze, das den Rechtsträger gemäß § 1 AHG zum Schadenersatz verpflichtet, kann auch in einer Unterlassung liegen, wenn eine Pflicht des Organs zum Tätigwerden bestand und pflichtgemäßes Handeln den Schadenseintritt verhindert hätte. (T19)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0081378

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19780426_OGH0002_0010OB00012_7800000_004

Rechtssatz für 1Ob40/93; 1Ob2331/96t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022886

Geschäftszahl

1Ob40/93; 1Ob2331/96t; 1Ob8/03p; 1Ob255/06s; 12Os170/08d; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Norm

ABGB §1295 Ia9
ABGB §1311 IIb
KFG §4 Abs2
KFG §55
KFG §57
KFG §57a Abs1

Rechtssatz

Bei der Frage des Schutzbereichs der Paragraphen 55,, 57 KFG kommt der Bestimmung des Paragraph 4, KFG insofern Bedeutung zu, als bei wiederkehrenden Überprüfungen auf Grund des Verfahrens nach Paragraph 57, KFG zu entscheiden ist, ob das Fahrzeug auch dieser - wie auch den anderen Vorschriften des KFG - entspricht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 40/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 40/93
    Veröff. SZ 67/39
  • 1 Ob 2331/96t
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2331/96t
    Vgl
  • 1 Ob 8/03p
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 8/03p
    Auch; Beisatz: Durch die (wiederkehrende) Begutachtung nach § 57a KFG sollen ganz allgemein Schäden verhindert werden, die sich aus einer allenfalls fehlenden Verkehrs- und Betriebssicherheit des Kraftfahrzeugs ergeben. (T1); Veröff: SZ 2003/9
  • 1 Ob 255/06s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 1 Ob 255/06s
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Die wiederkehrende Begutachtung nach § 57a KFG dient dem staatlichen Recht auf Überprüfung der Verkehrs- und Betriebssicherheit von Kraftfahrzeugen. (T2); Veröff: SZ 2007/5
  • 12 Os 170/08d
    Entscheidungstext OGH 24.09.2009 12 Os 170/08d
    Vgl; Beisatz: Schutzzweck des § 57a KFG ist es, durch (wiederkehrende) Begutachtung nicht den Anforderungen an Verkehrssicherheit und Betriebssicherheit entsprechende Kraftfahrzeuge vom öffentlichen Verkehr auszuschließen. (T3)
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0022886

Im RIS seit

11.03.1994

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19940311_OGH0002_0010OB00040_9300000_001

Rechtssatz für 1Ob20/23g; 1Ob39/24b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134435

Geschäftszahl

1Ob20/23g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Norm

AHG §1
StPO §194 Abs1
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989
  1. StPO § 194 heute
  2. StPO § 194 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  3. StPO § 194 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2012
  4. StPO § 194 gültig von 01.01.2011 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  5. StPO § 194 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. StPO § 194 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  7. StPO § 194 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 194 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die Verständigung nach Paragraph 194, Absatz eins, StPO hat den Zweck, dem Opfer einer Straftat die Möglichkeit zu geben, die Fortführung der Ermittlungen zu bereits verwirklichten Delikten zu bewirken. Sie soll das Opfer nicht davor schützen, dass ihm durch künftige Straftaten des Beschuldigten ein weiterer Vermögensschaden entsteht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    § 194 StPO schützt die verfahrensrechtliche Stellung einer Person als Opfer einer bereits verwirklichten Straftat. (T1)
    Auch mit einem Verweis auf die durch das Strafrecht allgemein verfolgten Zwecke der General- und Spezialprävention lässt sich der für eine Haftung erforderliche Rechtswidrigkeitszusammenhang nicht begründen. Dabei handelt es sich um Strafzwecke, die nicht unmittelbar auf den Zweck des Ermittlungsverfahrens umgelegt werden können. (T2)
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y

Schlagworte

Amtshaftung, Verständigungspflicht, Einstellung, Ermittlungsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2023:RS0134435

Im RIS seit

05.09.2023

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2024

Dokumentnummer

JJR_20230713_OGH0002_0010OB00020_23G0000_000

Rechtssatz für 1Ob39/24b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134857

Geschäftszahl

1Ob39/24b

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Rechtssatz

Wird ein Betretungs- oder Annäherungsverbot nach Paragraph 38 a, SPG erlassen, spricht der erste Anschein dafür, dass sich der Gefährder an diese Anordnung hält.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:RS0134857

Im RIS seit

09.08.2024

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2024

Dokumentnummer

JJR_20240527_OGH0002_0010OB00039_24B0000_000

Rechtssatz für 1Ob39/24b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134858

Geschäftszahl

1Ob39/24b

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Norm

AHG §1
SicherheitspolG §38a
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989

Rechtssatz

Betretungs- und Annäherungsverbote nach Paragraph 38 a, SPG dienen dem Schutz des Gefährdeten. Das schuldhafte Unterlassen solcher Anordnungen kann daher Amtshaftungsansprüche begründen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:RS0134858

Im RIS seit

09.08.2024

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2024

Dokumentnummer

JJR_20240527_OGH0002_0010OB00039_24B0000_001

Rechtssatz für 3Ob687/52; 2Ob93/56; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027640

Geschäftszahl

3Ob687/52; 2Ob93/56; 2Ob285/56; 7Ob648/56; 2Ob350/57; 3Ob224/55; 2Ob280/58 (2Ob281/58); 2Ob535/50; 2Ob125/56; 2Ob311/60; 7Ob5/57; 5Ob156/61; 6Ob22/61; 5Ob361/61; 6Ob15/64; 2Ob164/65; 2Ob377/65; 2Ob154/66; 8Ob259/66; 2Ob345/68; 2Ob310/69; 2Ob44/71; 2Ob359/74; 8Ob64/76; 2Ob284/76; 6Ob760/77; 2Ob83/78; 2Ob95/78; 2Ob101/78; 2Ob202/78; 5Ob653/79; 8Ob116/79; 2Ob50/80; 8Ob101/80; 8Ob183/80; 2Ob204/80; 1Ob35/80; 2Ob107/81; 5Ob680/81; 5Ob611/81; 8Ob305/81; 1Ob527/82; 8Ob53/83; 2Ob12/85; 8Ob48/85; 8Ob76/86; 2Ob28/87; 2Ob53/88; 8Ob705/89; 1Ob39/95; 1Ob2191/96d; 4Ob351/98s; 1Ob214/98x; 1Ob9/00f; 1Ob14/03w; 2Ob141/02b; 3Ob37/04v; 7Ob258/05z; 6Ob303/05k; 4Ob113/10m; 7Ob237/12x; 7Ob106/13h; 2Ob213/13g; 1Ob79/15x; 3Ob24/16z; 2Ob181/16f; 1Ob138/23k; 5Ob33/23y; 1Ob39/24b; 9Ob47/24p

Entscheidungsdatum

26.06.2024

Rechtssatz

Wenn auch in dem Falle, als ein Schutzgesetz übertreten wurde, das zufälligen Beschädigungen vorzubeugen sucht, keine Notwendigkeit besteht, die Unfallskausalität mit voller Strenge nachzuweisen, vielmehr derjenige, der das Schutzgesetz übertreten hat, für jeden Schaden haftet, dem das Schutzgesetz vorzubeugen sucht, so besteht doch in allen drei Fällen des Paragraph 1311, ABGB eine Einschränkung der Haftung dadurch, dass sie auf jeden Fall entfällt, wenn der Schade, wenngleich auf anderem Wege und in anderer Weise, auch sonst eingetreten wäre; die Beweispflicht dafür, dass der Schade auch ohne das rechtswidrige Verhalten eingetreten wäre, obliegt dem Schädiger.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 687/52
    Entscheidungstext OGH 13.11.1952 3 Ob 687/52
    Veröff: SZ 25/303 = EvBl 1953/86 S 129
  • 2 Ob 93/56
    Entscheidungstext OGH 09.05.1956 2 Ob 93/56
    Ähnlich
  • 2 Ob 285/56
    Entscheidungstext OGH 04.09.1956 2 Ob 285/56
  • 7 Ob 648/56
    Entscheidungstext OGH 07.02.1957 7 Ob 648/56
    nur: Wenn auch in dem Falle, als ein Schutzgesetz übertreten wurde, das zufälligen Beschädigungen vorzubeugen sucht, keine Notwendigkeit besteht, die Unfallskausalität mit voller Strenge nachzuweisen, vielmehr derjenige, der das Schutzgesetz übertreten hat, für jeden Schaden haftet, dem das Schutzgesetz vorzubeugen sucht. (T1)
  • 2 Ob 350/57
    Entscheidungstext OGH 06.09.1957 2 Ob 350/57
    nur T1; Veröff: ZVR 1958/59 S 74
  • 3 Ob 224/55
    Entscheidungstext OGH 18.05.1955 3 Ob 224/55
  • 2 Ob 280/58
    Entscheidungstext OGH 17.09.1958 2 Ob 280/58
  • 2 Ob 535/50
    Entscheidungstext OGH 15.12.1950 2 Ob 535/50
  • 2 Ob 125/56
    Entscheidungstext OGH 02.03.1956 2 Ob 125/56
  • 2 Ob 311/60
    Entscheidungstext OGH 28.10.1960 2 Ob 311/60
  • 7 Ob 5/57
    Entscheidungstext OGH 13.02.1957 7 Ob 5/57
  • 5 Ob 156/61
    Entscheidungstext OGH 10.05.1961 5 Ob 156/61
  • 6 Ob 22/61
    Entscheidungstext OGH 05.07.1961 6 Ob 22/61
  • 5 Ob 361/61
    Entscheidungstext OGH 08.11.1961 5 Ob 361/61
  • 6 Ob 15/64
    Entscheidungstext OGH 22.04.1964 6 Ob 15/64
    nur T1
  • 2 Ob 164/65
    Entscheidungstext OGH 20.05.1965 2 Ob 164/65
    Ähnlich; Veröff: ZVR 1966/30 S 45
  • 2 Ob 377/65
    Entscheidungstext OGH 16.12.1965 2 Ob 377/65
    nur T1
  • 2 Ob 154/66
    Entscheidungstext OGH 10.06.1966 2 Ob 154/66
  • 8 Ob 259/66
    Entscheidungstext OGH 11.10.1966 8 Ob 259/66
    Ähnlich; Beisatz: Schadenersatzpflicht bei Böllerschießen ohne die vorgeschriebene Anzeige. (T2)
  • 2 Ob 345/68
    Entscheidungstext OGH 16.12.1968 2 Ob 345/68
    Vgl
  • 2 Ob 310/69
    Entscheidungstext OGH 20.11.1969 2 Ob 310/69
    Veröff: ZVR 1970/86 S 126
  • 2 Ob 44/71
    Entscheidungstext OGH 13.01.1972 2 Ob 44/71
    nur T1
  • 2 Ob 359/74
    Entscheidungstext OGH 06.03.1975 2 Ob 359/74
    Auch
  • 8 Ob 64/76
    Entscheidungstext OGH 16.06.1976 8 Ob 64/76
    Vgl auch
  • 2 Ob 284/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 284/76
    nur T1; Beisatz: Dieser Satz darf aber nicht dahin verstanden werden, dass im Falle einer Verletzung eines Schutzgesetzes im Sinne des § 1311 ABGB die Vermutung bestehe, die Verletzung des Schutzgesetzes sei für den Eintritt des Schadens ursächlich gewesen (keine Umkehrung der Beweislast). (T3)
    Veröff: EvBl 1977/246 S 583 = ZVR 1978/89 S 147
  • 6 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 02.02.1978 6 Ob 760/77
    nur: Die Beweispflicht dafür, dass der Schaden auch ohne das rechtswidrige Verhalten eingetreten wäre, obliegt dem Schädiger. (T4)
  • 2 Ob 83/78
    Entscheidungstext OGH 08.06.1978 2 Ob 83/78
    nur T4
  • 2 Ob 95/78
    Entscheidungstext OGH 08.06.1978 2 Ob 95/78
    nur T4; Veröff: ZVR 1979/38 S 50
  • 2 Ob 101/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 2 Ob 101/78
    Vgl; Beis wie T3
  • 2 Ob 202/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 2 Ob 202/78
    nur T4; Veröff: ZVR 1980/16 S 22
  • 5 Ob 653/79
    Entscheidungstext OGH 28.08.1979 5 Ob 653/79
    nur T4; Beisatz: Hier: Organ einer juristischen Person, das ohne erforderliche Zustimmung eines anderen Organs dieser juristischen Person unter Verletzung der Satzung (Schutznorm) handelt. (T5)
  • 8 Ob 116/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 116/79
    nur T4
  • 2 Ob 50/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 2 Ob 50/80
    nur T4
  • 8 Ob 101/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 101/80
    Auch; Veröff: ZVR 1981/116 S 151
  • 8 Ob 183/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 8 Ob 183/80
    nur T4
  • 2 Ob 204/80
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 2 Ob 204/80
    Auch
  • 1 Ob 35/80
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 15.07.1981 1 Ob 35/80
    nur T4; Beisatz: Den Geschädigten trifft die volle Beweislast für die Verletzung des Schutzgesetzes und den Schadenseintritt. Sache des Schädigers ist es, die Handlungskausalität oder die Kausalität des Pflichtwidrigkeitszusammenhanges ernsthaft in Zweifel zu ziehen. (T6)
    Veröff: SZ 54/108 = EuGRZ 1981,573 = JBl 1982,259
  • 2 Ob 107/81
    Entscheidungstext OGH 26.05.1981 2 Ob 107/81
  • 5 Ob 680/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 5 Ob 680/81
    Auch; Veröff: SZ 54/142 = JBl 1983,208 (kritisch Wilhelm)
  • 5 Ob 611/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 611/81
    Auch
  • 8 Ob 305/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 305/81
    nur T4; Veröff: ZVR 1983/26 S 41
  • 1 Ob 527/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 527/82
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 53/83
    Entscheidungstext OGH 01.04.1984 8 Ob 53/83
    nur T4
  • 2 Ob 12/85
    Entscheidungstext OGH 16.04.1985 2 Ob 12/85
    nur T4
  • 8 Ob 48/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 48/85
    nur T4
  • 8 Ob 76/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 76/86
    Auch; nur T4
  • 2 Ob 28/87
    Entscheidungstext OGH 17.05.1988 2 Ob 28/87
    nur T4; Beisatz: Der Geschädigte hat im Sinne des § 1311 ABGB nur die Übertretung zu beweisen, dem Halter obliegt der Beweis, daß er sich vorschriftsmäßig verhalten hat oder daß der Schaden auch bei vorschriftsmäßigem Verhalten eingetreten wäre. (T7)
  • 2 Ob 53/88
    Entscheidungstext OGH 08.11.1988 2 Ob 53/88
    Veröff: ZVR 1989/129 S 216
  • 8 Ob 705/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 8 Ob 705/89
    nur T4; Veröff: SZ 63/217 = ZVR 1991/122 S 308
  • 1 Ob 39/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 39/95
    Auch; nur T4; Beis wie T6
  • 1 Ob 2191/96d
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2191/96d
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 69/147
  • 4 Ob 351/98s
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 351/98s
    Vgl auch; Beis wie T6 nur: Sache des Schädigers ist es, die Handlungskausalität oder die Kausalität des Pflichtwidrigkeitszusammenhanges ernsthaft in Zweifel zu ziehen. (T8)
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei Verletzung einer Schutznorm hat der Geschädigte nur den Eintritt des Schadens, dessen Höhe und die Normverletzung zu beweisen, es bedarf hingegen von seiner Seite keines strikten Nachweises des Kausalzusammenhangs, weil die Pflichtwidrigkeit vermutet wird. Steht die Übertretung des Schutzgesetzes fest, kann sich der Schädiger von seiner Haftung nur dadurch befreien, dass er mangelndes Verschulden seiner Leute nachweist oder die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ernstlich zweifelhaft macht. (T9)
    Veröff: SZ 72/4
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
    Auch; Beisatz: Hier: Schutzvorschrift ist das Zustellgesetz, Amtshaftung. (T10)
  • 1 Ob 14/03w
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 14/03w
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 141/02b
    Entscheidungstext OGH 12.02.2004 2 Ob 141/02b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9
  • 3 Ob 37/04v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 37/04v
    Vgl auch; Beis wie T6 nur: Den Geschädigten trifft die volle Beweislast für die Verletzung des Schutzgesetzes und den Schadenseintritt. (T11)
  • 7 Ob 258/05z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 258/05z
    Vgl auch
  • 6 Ob 303/05k
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 303/05k
    Vgl; Beisatz: Bei Verletzung eines Schutzgesetzes ist kein strenger Beweis des Kausalzusammenhangs erforderlich, spricht doch in diesen Fällen der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der von der Norm zu verhindernde Schaden durch das verbotene Verhalten verursacht wurde. Es obliegt dann dem Beklagten, die Kausalität der Pflichtwidrigkeit - durch Außerkraftsetzung des ihn belastenden Anscheinsbeweises - ernstlich zweifelhaft zu machen. (T12)
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Vgl; Beis wie T12
  • 7 Ob 237/12x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 237/12x
    nur T4
  • 7 Ob 106/13h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 106/13h
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Auch; nur T4; Beis wie T12
  • 3 Ob 24/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 24/16z
    Auch; Beisatz: Hier: Kausalzusammenhang nicht erwiesen. (T13)
  • 2 Ob 181/16f
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 181/16f
    Auch
  • 1 Ob 138/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.09.2023 1 Ob 138/23k
    vgl aber; Beisatz: Wohl aber muss der Beweis des ersten Anscheins dafür sprechen, dass der von der Norm zu verhindernde Schaden durch das verbotene Verhalten verursacht wurde. (T14)
    Beisatz: Eine Beweislastumkehr ist damit nicht verbunden. (T15)
    Anm: Vgl RS0027517.
  • 5 Ob 33/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.02.2024 5 Ob 33/23y
    vgl
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 9 Ob 47/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 9 Ob 47/24p
    Beisatz wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0027640

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19521113_OGH0002_0030OB00687_5200000_001

Rechtssatz für 2Ob284/76; 5Ob573/77; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027517

Geschäftszahl

2Ob284/76; 5Ob573/77; 2Ob163/77; 2Ob101/78; 2Ob556/79; 5Ob508/80; 7Ob754/82; 3Ob512/86; 8Ob61/87 (8Ob62/87); 3Ob2120/96b; 6Ob147/99g; 10Ob26/01y; 6Ob303/05k; 8Ob42/07w; 8Ob144/06v; 1Ob172/12v; 7Ob237/12x; 7Ob106/13h; 3Ob212/13t; 2Ob213/13g; 6Ob32/14w; 8Ob68/14d; 9Ob26/14k; 1Ob79/15x; 4Ob22/16p; 2Ob181/16f; 1Ob189/23k; 5Ob33/23y; 1Ob39/24b; 9Ob47/24p

Entscheidungsdatum

26.06.2024

Rechtssatz

Der wiederholt ausgesprochene Satz, dass es bei Verletzung eines Schutzgesetzes des strengen Beweises des Kausalzusammenhanges nicht bedürfe, darf nicht dahin verstanden werden, dass im Falle einer Verletzung eines Schutzgesetzes im Sinne des Paragraph 1311, ABGB die Vermutung bestehe, die Verletzung des Schutzgesetzes sei für den Eintritt des Schadens ursächlich gewesen (keine Umkehrung der Beweislast). Doch kann ein Beweis des ersten Anscheins dafür sprechen, dass der von dieser Norm zu verhindernde Schaden durch dieses Verhalten verursacht wurde.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 284/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 284/76
    Veröff: EvBl 1977/246 S 583 = ZVR 1978/89 S 147
  • 5 Ob 573/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 5 Ob 573/77
  • 2 Ob 163/77
    Entscheidungstext OGH 01.09.1977 2 Ob 163/77
    Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 284/76
  • 2 Ob 101/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 2 Ob 101/78
  • 2 Ob 556/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 556/79
  • 5 Ob 508/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 5 Ob 508/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 573/77
  • 7 Ob 754/82
    Entscheidungstext OGH 28.10.1982 7 Ob 754/82
  • 3 Ob 512/86
    Entscheidungstext OGH 09.04.1986 3 Ob 512/86
    Auch; nur: Doch kann ein Beweis des ersten Anscheins dafür sprechen, dass der von dieser Norm zu verhindernde Schaden durch dieses Verhalten verursacht wurde. (T1)
  • 8 Ob 61/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 8 Ob 61/87
    Veröff: ZVR 1988/174 S 375
  • 3 Ob 2120/96b
    Entscheidungstext OGH 26.06.1996 3 Ob 2120/96b
  • 6 Ob 147/99g
    Entscheidungstext OGH 16.09.1999 6 Ob 147/99g
    Vgl auch; Beisatz: Es obliegt dem Beklagten, andere - gleichfalls in Betracht zu ziehende - Schadensursachen darzulegen. (T2)
  • 10 Ob 26/01y
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 Ob 26/01y
  • 6 Ob 303/05k
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 303/05k
    Vgl; Beisatz: Bei Verletzung eines Schutzgesetzes ist kein strenger Beweis des Kausalzusammenhangs erforderlich, spricht doch in diesen Fällen der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der von der Norm zu verhindernde Schaden durch das verbotene Verhalten verursacht wurde. Es obliegt dann dem Beklagten, die Kausalität der Pflichtwidrigkeit - durch Außerkraftsetzung des ihn belastenden Anscheinsbeweises - ernstlich zweifelhaft zu machen. (T3)
  • 8 Ob 42/07w
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 42/07w
  • 8 Ob 144/06v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 144/06v
    Vgl; Beisatz: § 1157 iVm § 1168 ABGB und die technischen Standards sind als „Schutzgesetze" zu qualifizieren. Bei Verletzung eines Schutzgesetzes durch einen Schädiger wird dem Geschädigten regelmäßig hinsichtlich des Nachweises der Kausalität der Schutzgesetzverletzung für den Schaden zumindest eine Beweiserleichterung im Sinne des Ausreichens eines prima facies Beweises zugebilligt, wenn der Schaden eingetreten ist, den das Schutzgesetz verhindern wollte. (T4)
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Auch
  • 7 Ob 237/12x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 237/12x
    Vgl auch
  • 7 Ob 106/13h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 106/13h
    Auch
  • 3 Ob 212/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 212/13t
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 32/14w
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 32/14w
    Auch
  • 8 Ob 68/14d
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 8 Ob 68/14d
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Beisatz: Hier: Zur Frage des erforderlichen Kausalzusammenhangs zwischen Ad‑hoc‑Meldung und Anlageentscheidung. (T5)
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Beis wie T3
  • 4 Ob 22/16p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 22/16p
    Vgl
  • 2 Ob 181/16f
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 181/16f
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
  • 5 Ob 33/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.02.2024 5 Ob 33/23y
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 9 Ob 47/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 9 Ob 47/24p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0027517

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19770113_OGH0002_0020OB00284_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob7/89; 1Ob39/24b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027722

Geschäftszahl

1Ob7/89; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 1Ob76/24v

Entscheidungsdatum

24.07.2024

Norm

ABGB §1311 IIc
StPO §175 Abs1 Z4 G
StPO §180 Abs2 Z3
  1. StPO § 175 heute
  2. StPO § 175 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 175 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 175 gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  5. StPO § 175 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  6. StPO § 175 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 175 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 168/1983
  1. StPO § 180 heute
  2. StPO § 180 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 180 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StPO § 180 gültig von 01.01.1998 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/1997
  5. StPO § 180 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 180 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 180 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr und Ausführungsgefahr bezweckt auch den Schutz des Bedrohten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 7/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 7/89
    Veröff: JBl 1991,172 = SZ 62/73
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
  • 1 Ob 76/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.07.2024 1 Ob 76/24v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0027722

Im RIS seit

26.04.1989

Zuletzt aktualisiert am

27.11.2024

Dokumentnummer

JJR_19890426_OGH0002_0010OB00007_8900000_001

Rechtssatz für 1Ob73/16s; 1Ob20/23g; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0131321

Geschäftszahl

1Ob73/16s; 1Ob20/23g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 1Ob77/24s

Entscheidungsdatum

25.09.2024

Rechtssatz

Die Anzeigepflicht nach Paragraph 84, StPO in der Fassung BGBl römisch eins Nr 2000/108 verfolgte nicht den Zweck, den Eintritt von nach dem Zeitpunkt der unterlassenen Strafanzeige eintretenden Vermögensschäden zu hindern, weshalb potentiell künftig am Vermögen Geschädigte vom Schutzzweck dieser Bestimmung nicht erfasst sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 73/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 73/16s
    Beisatz: Hier: Rechtswidrigkeitszusammenhang der dem beklagten Rechtsträger angelasteten unterlassenen Anzeige wegen der den Organen der Bundeswertpapieraufsicht (BWA) bei der Vor‑Ort‑Prüfung bekanntgewordenen Umstände mit von den klagenden Anlegern aus nachfolgenden Investitionen abgeleiteten Vermögensschäden verneint. (T1); Veröff: SZ 2017/12
  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    Beisatz: Hier: Die Verständigung nach § 194 Abs 1 StPO hat nicht den Zweck, das Opfer davor zu schützen, dass ihm durch künftige Straftaten des Beschuldigten ein weiterer Vermögensschaden entsteht. (T2)
    Anm: Vgl dazu RS0134435.
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
  • 1 Ob 77/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 77/24s
    vgl; Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der Strafbestimmungen des § 52 GSpG. (T3)

Schlagworte

Schutzzweck Normzweck Reflexwirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131321

Im RIS seit

05.05.2017

Zuletzt aktualisiert am

16.12.2024

Dokumentnummer

JJR_20170210_OGH0002_0010OB00073_16S0000_001

Rechtssatz für 1Ob91/22x; 1Ob104/22h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134027

Geschäftszahl

1Ob91/22x; 1Ob104/22h; 1Ob140/22b; 1Ob20/23g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 1Ob77/24s

Entscheidungsdatum

25.09.2024

Norm

AHG §1
StPO §2 Abs1
StAG §35c
  1. AHG § 1 heute
  2. AHG § 1 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AHG § 1 gültig von 01.08.1989 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  4. AHG § 1 gültig von 01.02.1949 bis 31.07.1989
  1. StPO § 2 heute
  2. StPO § 2 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  3. StPO § 2 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 2 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StAG § 35c gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2024 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 157/2024

Rechtssatz

Die Bestimmungen über die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens sollen Gläubiger einer Bank nicht davor schützen, dass ihnen aufgrund der unterbliebenen Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens durch künftige Straftaten der Organe dieser Bank ein Vermögensschaden entsteht. Dass ein solcher Schaden durch die frühere Einleitung eines Ermittlungsverfahrens uU verhindert werden hätte können, kann als bloße Reflexwirkung pflichtgemäßen Verhaltens keinen Amtshaftungsanspruch begründen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 91/22x
    Entscheidungstext OGH 14.07.2022 1 Ob 91/22x
  • 1 Ob 104/22h
    Entscheidungstext OGH 12.10.2022 1 Ob 104/22h
    Beisatz: Auch die Verständigungspflicht gemäß § 194 Abs 3 StPO dient nicht dem Schutz künftiger Gläubiger der Bank, deren Organe bestimmter Straftaten bezichtigt wurden, davor, durch weitere Straftaten allenfalls einen Vermögensschaden zu erleiden. (T1)
  • 1 Ob 140/22b
    Entscheidungstext OGH 12.10.2022 1 Ob 140/22b
  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    Beisatz: Hier: Die Verständigung nach § 194 Abs 1 StPO hat nicht den Zweck, das Opfer davor zu schützen, dass ihm durch künftige Straftaten des Beschuldigten ein weiterer Vermögensschaden entsteht. (T2)
    Anm: Vgl dazu RS0134435.
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    vgl
  • 1 Ob 77/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 77/24s
    vgl; Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der Strafbestimmungen des § 52 GSpG. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2022:RS0134027

Im RIS seit

09.08.2022

Zuletzt aktualisiert am

16.12.2024

Dokumentnummer

JJR_20220714_OGH0002_0010OB00091_22X0000_004

Rechtssatz für 1Ob502/84; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040288

Geschäftszahl

1Ob502/84; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob119/88; 10ObS56/90; 8Ob615/92; 5Ob133/92; 1Ob5/96; 1Ob2029/96f; 1Ob2051/96s; 8Ob174/97i; 6Ob2100/96h; 6Ob226/97x; 9Ob114/98z; 7Ob237/01f; 10ObS343/02t; 10ObS70/03x; 10ObS125/04m; 7Ob220/04k; 4Ob110/06i; 2Ob108/07g; 6Ob58/08k; 9ObA177/07f; 10Ob13/13d; 9Ob26/14k; 6Ob216/15f; 6Ob98/15b; 10ObS38/18p; 10ObS134/19g; 2Ob95/19p; 5Ob239/21i; 6Ob173/22t; 2Ob76/23z; 9Ob48/23h; 1Ob39/24b; 10Ob35/24f; 2Ob248/23v

Entscheidungsdatum

19.11.2024

Rechtssatz

Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 502/84
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 1 Ob 502/84
    Veröff: SZ 57/20 = EvBl 1984/129 S 514 = JBl 1985,36
  • 8 Ob 22/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
    Auch
  • 2 Ob 119/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 119/88
  • 10 ObS 56/90
    Entscheidungstext OGH 27.03.1990 10 ObS 56/90
    nur: Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. (T1) Veröff: SSV-NF 4/50
  • 8 Ob 615/92
    Entscheidungstext OGH 15.10.1992 8 Ob 615/92
    nur T1; Veröff: SZ 65/132
  • 5 Ob 133/92
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 5 Ob 133/92
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/29 = WoBl 1993,187 (Strobl)
  • 1 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 5/96
    nur T1; Beisatz: Hier: Inbesitznahme eines soeben verlandeten Grundstreifens durch den Anrainer. (T2)
  • 1 Ob 2029/96f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
    nur T1
  • 1 Ob 2051/96s
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2051/96s
    nur: Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum. (T3)
  • 8 Ob 174/97i
    Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 Ob 174/97i
    nur T3
  • 6 Ob 2100/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 2100/96h
    nur T1; Veröff SZ 70/179
  • 6 Ob 226/97x
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 6 Ob 226/97x
    nur T1; Beisatz: Hier: Kein Anscheinsbeweis in der Frage des Kausalitätszusammenhanges zwischen der unterlassenen Rückfrage des Rechtsanwaltes nach einem Ersuchen um Weisung und der entsprechenden Weisung des Sachwalters des Mandanten zur Erstattung eines Rechtsmittels. (T4)
  • 9 Ob 114/98z
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 114/98z
    Beisatz: Unaufgeklärt bleibende Umstände gehen dann zu Lasten des Geschädigten. (T5)
  • 7 Ob 237/01f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 237/01f
    nur T3
  • 10 ObS 343/02t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 343/02t
    Auch; nur T3
  • 10 ObS 70/03x
    Entscheidungstext OGH 18.03.2003 10 ObS 70/03x
    nur T3
  • 10 ObS 125/04m
    Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 ObS 125/04m
  • 7 Ob 220/04k
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 220/04k
  • 4 Ob 110/06i
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 110/06i
  • 2 Ob 108/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 108/07g
    Veröff: SZ 2007/190
  • 6 Ob 58/08k
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 6 Ob 58/08k
  • 9 ObA 177/07f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
    nur T1; Veröff: SZ 2008/101
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Auch; Beisatz: Ein Anleger befindet sich in Bezug auf seine Willensentscheidung in keinem ein herabgesetztes Beweismaß rechtfertigenden Beweisnotstand. (T6)
  • 6 Ob 216/15f
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 216/15f
    Beisatz: Hier: Zudem Vorliegen ausdrücklicher Feststellungen zu den Gründen der Nichtverlängerung des Arbeitsvertrags des Klägers, sodass schon deshalb kein Raum für einen Anscheinsbeweis einer Diskriminierung besteht. (T7)
  • 6 Ob 98/15b
    Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 98/15b
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Die Feststellung zur Willensentscheidung des Anlegers ist nach dem Regelbeweismaß zu treffen. (T8)
  • 10 ObS 38/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 ObS 38/18p
    Beis wie T5
  • 10 ObS 134/19g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2020 10 ObS 134/19g
    Vgl; nur T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 95/19p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 95/19p
    Beisatz: Hier: Abhängigkeit des Kausalablaufs von der Willensbildung eines Entscheidungsträgers einer Behörde. (T9)
  • 5 Ob 239/21i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2022 5 Ob 239/21i
    nur T3
  • 6 Ob 173/22t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2022 6 Ob 173/22t
    Vgl; nur T3
  • 2 Ob 76/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.04.2023 2 Ob 76/23z
    vgl; Beisatz: Die Ausführungen im Rechtsmittel zum Anscheinsbeweis gehen schon deshalb ins Leere, weil sie an eine hier verneinte Pflicht der Beklagten anknüpfen. (T10)
  • 9 Ob 48/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2023 9 Ob 48/23h
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl aber; Beisatz: Das gilt jedoch nicht bei der Beurteilung der Frage, ob sich ein Gefährder an ein Betretungs- oder Annäherungsverbot nach § 38a SPG gehalten hätte. (T10a)
  • 10 Ob 35/24f
    Entscheidungstext OGH 10.09.2024 10 Ob 35/24f
  • 2 Ob 248/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 2 Ob 248/23v
    vgl aber; Beisatz: Bejaht zugunsten des Pflichtteilsberechtigten für das Vorliegen von Schenkungsabsicht bei krassem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. (T11)

Schlagworte

prima facie-Beweis

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040288

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.07.2025

Dokumentnummer

JJR_19840125_OGH0002_0010OB00502_8400000_003

Rechtssatz für 1Ob10/93; 1Ob39/95; ...

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022474

Geschäftszahl

1Ob10/93; 1Ob39/95; 1Ob2192/96a; 1Ob2191/96d; 1Ob2047/96b; 1Ob2184/96z; 1Ob267/98s; 1Ob52/00d; 1Ob9/00f; 1Ob306/99b; 1Ob178/00h; 1Ob262/00m; 1Ob138/01b; 1Ob173/02a; 1Ob220/03i; 6Ob303/05k; 4Ob113/10m; 8Ob52/12y; 8Ob104/12w; 7Ob237/12x; 2Ob213/13g; 1Ob79/15x; 3Ob24/16z; 2Ob181/16f; 8Ob57/17s; 10Ob64/17k; 1Ob189/23k; 5Ob33/23y; 1Ob39/24b; 7Ob164/24d; 7Ob165/24a; 16Ok1/24v; 16Ok2/24s

Entscheidungsdatum

21.01.2025

Rechtssatz

Der Geschädigte muss nur den Eintritt des Schadens sowie die Übertretung eines Schutzgesetzes durch das Organverhalten beweisen, sofern er seinen Anspruch auf die Verletzung einer solchen Norm stützt; dagegen bedarf es keines strikten Nachweises des Kausalzusammenhanges, weil die Pflichtwidrigkeit vermutet wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 10/93
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 25.08.1993 1 Ob 10/93
    Veröff: SZ 66/97 = JBl 1994,185
  • 1 Ob 39/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 39/95
  • 1 Ob 2192/96a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
    Veröff: SZ 69/148
  • 1 Ob 2191/96d
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2191/96d
    Veröff: SZ 69/147
  • 1 Ob 2047/96b
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2047/96b
    Veröff: SZ 69/188
  • 1 Ob 2184/96z
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2184/96z
    Auch
  • 1 Ob 267/98s
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 267/98s
    Beisatz: Steht die Übertretung eines Schutzgesetzes fest, kann sich der Rechtsträger von seiner Haftung nur dadurch befreien, dass er mangelndes Verschulden seiner Organe nachweist oder die Kausalität der Pflichtverletzung ernsthaft zweifelhaft macht. (T1)
  • 1 Ob 52/00d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 52/00d
    Beis wie T1
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    nur: Der Geschädigte muss nur den Eintritt des Schadens sowie die Übertretung eines Schutzgesetzes durch das Organverhalten beweisen, sofern er seinen Anspruch auf die Verletzung einer solchen Norm stützt. (T2)
    Beisatz: Der Geschädigte hat den vom Schutzgesetz erfassten Tatbestand, hier also den konkreten Verstoß gegen Bestimmungen des SchießmittelG und SprengmittelG beziehungsweise der SchießmonopolsV und SprengmittelmonopolsV, zu behaupten und zu beweisen. (T3)
    Veröff: SZ 73/118
  • 1 Ob 178/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 178/00h
    Auch; Beisatz: Wer Schutzgesetze verletzt, kann sich von seiner Haftung nur dadurch befreien, dass er sein mangelndes Verschulden nachweist oder die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ernstlich in Zweifel zieht. (T4)
  • 1 Ob 262/00m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 262/00m
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 138/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 138/01b
  • 1 Ob 173/02a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 173/02a
  • 1 Ob 220/03i
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 1 Ob 220/03i
    Beis wie T4
  • 6 Ob 303/05k
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 303/05k
    Vgl; Beisatz: Bei Verletzung eines Schutzgesetzes ist kein strenger Beweis des Kausalzusammenhangs erforderlich, spricht doch in diesen Fällen der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der von der Norm zu verhindernde Schaden durch das verbotene Verhalten verursacht wurde. Es obliegt dann dem Beklagten, die Kausalität der Pflichtwidrigkeit - durch Außerkraftsetzung des ihn belastenden Anscheinsbeweises - ernstlich zweifelhaft zu machen. (T5)
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 52/12y
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 Ob 52/12y
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 8 Ob 104/12w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 8 Ob 104/12w
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/9
  • 7 Ob 237/12x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 237/12x
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 3 Ob 24/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 24/16z
    Auch; Beisatz: Hier: Anscheinsbeweis nicht erbracht. (T6)
  • 2 Ob 181/16f
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 181/16f
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 57/17s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 57/17s
    Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 2017/111
  • 10 Ob 64/17k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 Ob 64/17k
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T4
  • 5 Ob 33/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.02.2024 5 Ob 33/23y
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T5
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    nur T5
  • 7 Ob 164/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2024 7 Ob 164/24d
    Beisatz wie T5
  • 7 Ob 165/24a
    Entscheidungstext OGH 20.11.2024 7 Ob 165/24a
    vgl; Beisatz nur wie T5
  • 16 Ok 1/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.12.2024 16 Ok 1/24v
    vgl; Beisatz: In einem Haftungsprozess muss der Geschädigte nur die Verletzung des Schutzgesetzes und den Eintritt ihres Schadens behaupten und beweisen. (T7)
    Anm: Hier: Kartellverstoß
  • 16 Ok 2/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.01.2025 16 Ok 2/24s
    vgl; Beisatz wie T7
    Anm: Hier: Kartellverstoß

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0022474

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2025

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0010OB00010_9300000_002

Rechtssatz für 2Ob185/98i; 3Ob314/97s; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110701

Geschäftszahl

2Ob185/98i; 3Ob314/97s; 2Ob17/00i; 10Ob98/02p; 8Ob236/02t; 7Ob260/04t; 9ObA23/05f; 4Ob46/06b; 7Ob286/06v; 7Ob255/07m; 5Ob84/08a; 2Ob120/08y; 2Ob39/09p; 2Ob27/09y; 7Ob224/09f; 8ObA53/10t; 2Ob100/10k; 2Ob141/10i; 4Ob146/10i; 2Ob97/11w; 3Ob90/11y; 4Ob145/11v; 7Ob183/11d; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 10Ob13/13d; 4Ob190/13i; 3Ob233/13f; 3Ob191/13d; 2Ob17/13h; 7Ob221/13w; 9Ob26/14k; 1Ob39/15i; 4Ob208/15i; 10ObS29/17p; 2Ob78/17k; 8Ob18/18g; 7Ob210/17h; 2Ob25/19v; 10ObS127/20d; 7Ob140/21w; 8Ob9/23s; 8Ob29/24h; 7Ob56/24x; 1Ob39/24b; 4Ob233/23b; 4Ob56/24z; 17Ob17/24k

Entscheidungsdatum

03.03.2025

Rechtssatz

Das Regelbeweismaß der ZPO ist die hohe und nicht eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit; eine solche ist nur in den Fällen eines erhöhten Regelbeweismaßes erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 185/98i
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 185/98i
  • 3 Ob 314/97s
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 3 Ob 314/97s
    Vgl auch; Beisatz: In den Tatsachenfeststellungen eines Urteils muss aber eindeutig zum Ausdruck kommen, ob ein bestimmter, für die Entscheidung wesentlicher Umstand festgestellt wird oder dass eine solche Feststellung nicht möglich ist, weil der Umstand nicht mit dieser hohen Wahrscheinlichkeit als erwiesen angenommen werden kann. (T1)
  • 2 Ob 17/00i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 17/00i
    Auch
  • 10 Ob 98/02p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 98/02p
    Vgl auch; Beisatz: Eine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" reicht für die Erbringung eines Beweises jedenfalls aus (SZ 23/26; SZ 21/25; Fasching, LB2 Rz 815). (T2)
  • 8 Ob 236/02t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 8 Ob 236/02t
  • 7 Ob 260/04t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 260/04t
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hohe Wahrscheinlichkeit stellt keine objektive Größe dar. Einem solchen Regelbeweismaß wohnt eine gewisse Bandbreite inne, sodass es sowohl von den objektiven Umständen des Anlassfalles als auch von der subjektiven Einschätzung des Richters abhängt, wann er diese "hohe" Wahrscheinlichkeit als gegeben sieht. (T3)
  • 9 ObA 23/05f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2005 9 ObA 23/05f
    Beis wie T2
  • 4 Ob 46/06b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2006 4 Ob 46/06b
    Beis wie T1
  • 7 Ob 286/06v
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 286/06v
    Beis wie T3
  • 7 Ob 255/07m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 7 Ob 255/07m
  • 5 Ob 84/08a
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 84/08a
    Vgl auch; Beis: Hier: Nachweis der Tatsache der Zustellung eines Beschlusses. (T4)
  • 2 Ob 120/08y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 120/08y
    Beis wie T1; Beisatz: Bei einem Unfall ist entscheidend, dass der Richter die Überzeugung gewinnt, es bestehe (jedenfalls) eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Unfall zu einem bestimmten Schaden geführt hat. (T5)
  • 2 Ob 39/09p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 39/09p
    nur: Das Regelbeweismaß der ZPO ist die hohe und nicht eine an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit. (T6)
  • 2 Ob 27/09y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 27/09y
    Vgl auch
  • 7 Ob 224/09f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 224/09f
    Auch
  • 8 ObA 53/10t
    Entscheidungstext OGH 18.08.2010 8 ObA 53/10t
    Auch
  • 2 Ob 100/10k
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 100/10k
    nur T6; Beis wie T3
  • 2 Ob 141/10i
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 141/10i
    Auch; nur T6
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 97/11w
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 97/11w
    Auch; Beisatz: Das Regelbeweismaß der ZPO ist nicht die (bloß) überwiegende, sondern die hohe Wahrscheinlichkeit. (T7)
  • 3 Ob 90/11y
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 90/11y
    nur T6; Beisatz: Das gilt auch für den Nachweis des Anfechtungsgegners, dass eine Benachteiligungsabsicht des Gemeinschuldners iSd § 28 KO (nunmehr IO) nicht vorlag. (T8)
  • 4 Ob 145/11v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 145/11v
    Vgl auch
  • 7 Ob 183/11d
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 183/11d
    Vgl auch
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl auch
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Auch; Beis wie T7
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Auch
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    nur T6
  • 3 Ob 233/13f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 233/13f
    Beisatz: Hier: Behauptete Verletzung im Zuge einer Fußpflege. (T9)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
    Auch
  • 2 Ob 17/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 17/13h
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Beweispflicht des geschädigten Anlegers für die im Falle richtiger Beratung gewählte Alternativveranlagung im „Verkaufsfall“, also bei Abraten vom Verkauf von Wertpapieren. (T10)
    Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt demnach unter jenem des Regelbeweismaßes der ZPO. Anleger haben daher nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs (vgl auch 6 Ob 231/10d, 6 Ob 8/11m und 7 Ob 77/10i) den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dagegen der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei (vgl auch 10 Ob 61/11k). Gerade in „Verkaufsfällen“, in denen aufgrund des erfolgreichen Abratens vom Verkauf der nicht mehr gewollten Papiere eine Beratung über alternative Anlagemöglichkeiten nicht stattgefunden hat, wird es dem Anleger besonders schwer fallen, eine konkrete Alternativveranlagung nachzuweisen. Insbesondere in solchen Fällen ist daher mit den Erwägungen der Entscheidung 4 Ob 67/12z davon auszugehen, dass es ausreicht, festzustellen, welche Anlagegattung der Geschädigte bei ordnungsgemäßer Beratung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewählt hätte. Maßgebend können hier in weiterer Folge auch die typischen, etwa durch Indizes belegten Entwicklungen solcher Anlagen (der gewöhnliche Lauf der Dinge iSv § 1293 ABGB) sein. (T11)
  • 7 Ob 221/13w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 221/13w
    Auch; Beisatz: Die „überwiegende“ Wahrscheinlichkeit liegt unter der „hohen“ Wahrscheinlichkeit. (T12)
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Vgl auch; Beisatz: Es genügt daher die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T13)
    Beisatz: Es müsste daher nach dem Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen, dass dem Kläger der Inhalt der unterlassenen Ad-hoc-Meldung bei Publikation zur Kenntnis gelangt wäre. (T14)
    Beis wie T12
  • 1 Ob 39/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 39/15i
    Beis wie T13; Beis wie T14; Veröff: SZ 2015/115
  • 4 Ob 208/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 208/15i
    nur T6
  • 10 ObS 29/17p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 ObS 29/17p
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 78/17k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 78/17k
    Veröff: SZ 2017/109
  • 8 Ob 18/18g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 18/18g
    Auch
  • 7 Ob 210/17h
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 210/17h
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 25/19v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 25/19v
    nur T6; Beisatz: In Bezug auf einen Willensentschluss in der eigenen Sphäre kann sich eine Partei nicht auf ein herabgesetztes Beweismaß berufen. (T15)
    Bem.: So schon 9 Ob 26/14k, 6 Ob 98/15b, 10 Ob 57/16d und 6 Ob 59/17w. (T16)
  • 10 ObS 127/20d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2020 10 ObS 127/20d
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 7 Ob 140/21w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
    Beis wie T13
  • 8 Ob 9/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.10.2023 8 Ob 9/23s
    vgl; Beisatz wie T1: Die Feststellung, "dass 'mit hoher Wahrscheinlichkeit' davon auszugehen (ist)" ist nicht hinreichend deutlich, um eine um eine abschließende rechtliche Beurteilung darauf zu gründen. (T17)
  • 8 Ob 29/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.03.2024 8 Ob 29/24h
    vgl; Beisatz: Das Regelbeweismaß nicht nur der ZPO, sondern auch des AußStrG ist die hohe und nicht eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit; eine solche ist nur in den Fällen eines erhöhten Regelbeweismaßes erforderlich. (T18)
  • 7 Ob 56/24x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.04.2024 7 Ob 56/24x
    vgl
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl; Beisatz wie T11
  • 4 Ob 233/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 233/23b
    vgl
  • 4 Ob 56/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 56/24z
    vgl
  • 17 Ob 17/24k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.03.2025 17 Ob 17/24k
    Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110701

Im RIS seit

22.11.2017

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19980924_OGH0002_0020OB00185_98I0000_001

Rechtssatz für 1Ob502/77; 1Ob563/79; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022913

Geschäftszahl

1Ob502/77; 1Ob563/79; 7Ob763/81; 7Ob825/82; 1Ob785/82; 7Ob531/85; 3Ob560/84; 5Ob608/84; 7Ob521/86; 1Ob518/86; 1Ob28/86; 2Ob554/86; 5Ob643/88; 5Ob579/89; 7Ob629/89; 7Ob648/89; 2Ob596/89; 1Ob548/90; 1Ob17/90; 7Ob526/91; 1Ob31/92; 1Ob520/93 (1Ob521/93); 1Ob15/95; 1Ob18/95 (1Ob19/95); 1Ob2051/96s; 1Ob2047/96b; 1Ob33/97b; 1Ob6/97g; 3Ob51/98s; 1Ob278/99k; 6Ob220/99t; 2Ob226/99w; 6Ob242/00g; 10Ob61/01w; 1Ob151/01i; 6Ob322/02z; 10Ob76/05g; 4Ob230/06m; 1Ob138/07m; 6Ob104/06x; 10Ob103/07f; 7Ob238/07m; 6Ob72/08v; 4Ob98/08b; 2Ob178/07a; 2Ob285/08p; 5Ob38/05g; 4Ob28/09k; 7Ob136/09i; 4Ob130/09k; 2Ob277/08m; 4Ob36/10p; 4Ob71/10k; 4Ob145/10t; 6Ob245/10p; 4Ob50/11y; 17Ob11/11h; 2Ob176/10m; 1Ob63/11p; 4Ob137/11t; 4Ob145/11v; 10ObS157/11b; 7Ob170/11t; 3Ob76/12s; 7Ob162/12t; 10Ob13/13d; 10ObS50/13w; 3Ob191/13d; 8Ob53/14y; 8Ob95/14z; 7Ob172/14s; 1Ob199/14t; 5Ob143/15p; 9ObA161/16s; 5Ob176/16t; 7Ob88/17t; 6Ob234/17f; 4Ob52/18b; 7Ob164/18w; 8Ob70/19f; 2Ob124/19b; 7Ob140/21w; 5Ob231/21p; 9Ob61/22v; 8Ob136/22s; 9Ob69/22w; 7Ob105/23a; 1Ob189/23k; 1Ob39/24b; 6Ob142/23k; 10Ob52/24f; 1Ob176/24z

Entscheidungsdatum

25.03.2025

Norm

ABGB §1295 Ia3a
ABGB §1295 Ia3b
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine Unterlassung ist dann für den Schadenserfolg kausal, wenn die Vornahme einer bestimmten aktiven Handlung das Eintreten des Erfolges verhindert hätte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 502/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 502/77
    Veröff: NZ 1980,73
  • 1 Ob 563/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 563/79
  • 7 Ob 763/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 763/81
  • 7 Ob 825/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 825/82
    Auch; Beisatz: Die Kausalität fehlt wenn derselbe Nachteil auch bei pflichtmäßigem positivem Tun entstanden wäre. (T1)
    Veröff: EvBl 1984/3 S 18
  • 1 Ob 785/82
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 785/82
    Beis wie T1; Veröff: SZ 56/181 = JBl 1984,554
  • 7 Ob 531/85
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 7 Ob 531/85
    Beis wie T1
  • 3 Ob 560/84
    Entscheidungstext OGH 02.10.1985 3 Ob 560/84
    Beisatz: Schadenseintritt muss weniger wahrscheinlich sein. (T2)
  • 5 Ob 608/84
    Entscheidungstext OGH 03.12.1985 5 Ob 608/84
    Beisatz: Wenn die pflichtgemäße Handlung den Eintritt des Schadens weniger wahrscheinlich gemacht hätte als deren Unterlassung. (T3)
  • 7 Ob 521/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 521/86
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 518/86
    Entscheidungstext OGH 09.04.1986 1 Ob 518/86
    Beis wie T1; Veröff: RdW 1986,268 = NZ 1987,42 = GesRZ 1987,149
  • 1 Ob 28/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 28/86
    Veröff: SZ 59/93 = EvBl 1987/1 S 14 = JBl 1986,583
  • 2 Ob 554/86
    Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 554/86
    Beis wie T1; Veröff: RdW 1987,96 = DRdA 1988,229 (Floretta)
  • 5 Ob 643/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 5 Ob 643/88
    Beis wie T2
  • 5 Ob 579/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 5 Ob 579/89
    Bei wie T3
  • 7 Ob 629/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 629/89
    Beis wie T1
  • 7 Ob 648/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 648/89
    Veröff: JBl 1990,524 (Holzer) = VersR 1991,207
  • 2 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 596/89
    Beis wie T1
  • 1 Ob 548/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 548/90
    Beis wie T1
  • 1 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 17/90
    Beis wie T1
  • 7 Ob 526/91
    Entscheidungstext OGH 18.04.1991 7 Ob 526/91
  • 1 Ob 31/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 31/92
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Und diese Handlung auch möglich gewesen wäre. (T4)
    Veröff: EvBl 1993/57 S 276
  • 1 Ob 520/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 520/93
    Beis wie T1; Beisatz: Eine Haftungsbefreiung kann aber insoweit nicht eintreten, als gerade durch das rechtswidrige Verhalten der Schaden vergrößert wurde. (T5)
    Veröff: ZfRV 1994,249; hiezu Kletecka ZfRV 1994,232
  • 1 Ob 15/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 15/95
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 18/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 18/95
    Beis wie T1; Veröff: SZ 68/133
  • 1 Ob 2051/96s
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2051/96s
    Beis wie T1
  • 1 Ob 2047/96b
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2047/96b
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/188
  • 1 Ob 33/97b
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 33/97b
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 6/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 6/97g
    Beis wie T3; Veröff: SZ 70/95
  • 3 Ob 51/98s
    Entscheidungstext OGH 15.09.1999 3 Ob 51/98s
    Beis wie T1
  • 1 Ob 278/99k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 278/99k
    Auch; Beisatz: Wäre bei pflichtgemäßem Verhalten der Schaden nicht eingetreten, so ist die Unterlassung kausal. (T6)
  • 6 Ob 220/99t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 220/99t
  • 2 Ob 226/99w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 226/99w
  • 6 Ob 242/00g
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 242/00g
    Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4
  • 10 Ob 61/01w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2001 10 Ob 61/01w
    Beis wie T1; Beis ähnlich wie T4
  • 1 Ob 151/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
    Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 74/159
  • 6 Ob 322/02z
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 322/02z
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 76/05g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 76/05g
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 230/06m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 230/06m
  • 1 Ob 138/07m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 138/07m
    Auch
  • 6 Ob 104/06x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 104/06x
    Auch; Beisatz: Allein damit, dass sich jemand so verhalten hat, wie es dem Rat (Empfehlung) oder der Auskunft entsprach, und dadurch zu Schaden gekommen ist, steht der ursächliche Zusammenhang zwischen Auskunft (Rat) und Schaden noch nicht fest. Die Kausalität der Unterlassung (hier: der gebotenen Aufklärung) für den Schaden ist nicht gegeben, wenn derselbe Nachteil auch bei pflichtgemäßem Tun entstanden wäre. (T7)
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 7 Ob 238/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 7 Ob 238/07m
    Auch; Beis wie T7 nur: Die Kausalität der Unterlassung für den Schaden ist nicht gegeben, wenn derselbe Nachteil auch bei pflichtgemäßem Tun entstanden wäre. (T8)
    Beisatz: Bei Schädigung durch Unterlassung kann sich die Frage eines rechtmäßigen Alternativverhaltens nicht stellen, weil eine Unterlassung ohnehin nicht kausal ist, wenn auch das pflichtgemäße Verhalten den Schaden nicht verhindert. (T9)
  • 6 Ob 72/08v
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 72/08v
    Vgl; Beisatz: Die Haftung für die Folgen einer rechtswidrigen Unterlassung ist wegen fehlender Kausalität zu verneinen, wenn der Nachteil, auf dessen Ersatz jemand in Anspruch genommen wird, auch bei dessen pflichtgemäßem positivem Tun eingetreten wäre. Dafür ist der Schädiger beweispflichtig. (T10)
  • 4 Ob 98/08b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 98/08b
    Auch; Beis wie T6
  • 2 Ob 178/07a
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 178/07a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Unterlassene Auskunftserteilung. (T11)
  • 2 Ob 285/08p
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 2 Ob 285/08p
    Vgl
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    Beis wie T1; Beis wie T8
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Beisatz: Es muss daher versucht werden, den hypothetischen Ablauf bei Vermeiden der Unterlassung durch Setzen des gebotenen Verhaltens herauszufinden. Das gebotene Verhalten ist hinzuzudenken. (T12)
    Veröff: SZ 2009/48
  • 7 Ob 136/09i
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 136/09i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Beis wie T12; Beisatz: Hier: Entgangene Urlaubsfreude der hypothetischen Ersatzreise. (T13)
    Veröff: SZ 2009/127
  • 2 Ob 277/08m
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 2 Ob 277/08m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 4 Ob 36/10p
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 36/10p
    Veröff: SZ 2010/52
  • 4 Ob 71/10k
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 71/10k
    Beis wie T12
  • 4 Ob 145/10t
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 145/10t
    Beis wie T12
  • 6 Ob 245/10p
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 245/10p
  • 4 Ob 50/11y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 50/11y
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassene Aufklärung bei Anlagegeschäft. (T14)
  • 17 Ob 11/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
    Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 2011/105
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 1 Ob 63/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 63/11p
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Unterlassene Warnung des Werkunternehmers (trotz vertraglich übernommener Prüfpflicht) bei Untauglichkeit der vom Werkbesteller beigestellten Pläne. (T15)
  • 4 Ob 145/11v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 145/11v
    Auch; Beis wie T12
  • 10 ObS 157/11b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 157/11b
    Auch
    Veröff: SZ 2012/44
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
  • 3 Ob 76/12s
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 76/12s
  • 7 Ob 162/12t
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 162/12t
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/116
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 50/13w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 50/13w
    Beis wie T1
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Auch; Beisatz: Bei einer Schädigung durch Unterlassung ist die Unterlassung nicht kausal, wenn auch das pflichtgemäße Verhalten den Schaden nicht verhindert hätte. (T16)
  • 8 Ob 95/14z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 95/14z
    Auch; Beis wie T16
  • 7 Ob 172/14s
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 172/14s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 143/15p
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 143/15p
  • 9 ObA 161/16s
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 9 ObA 161/16s
    Auch
  • 5 Ob 176/16t
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 176/16t
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 7 Ob 88/17t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 88/17t
  • 6 Ob 234/17f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 234/17f
    Beis wie T9; Beis wie T12
  • 4 Ob 52/18b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 52/18b
    Auch
  • 7 Ob 164/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 8 Ob 70/19f
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 Ob 70/19f
    Beis wie T16
  • 2 Ob 124/19b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 2 Ob 124/19b
  • 7 Ob 140/21w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
    Beis auch wie T12
  • 5 Ob 231/21p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2022 5 Ob 231/21p
  • 9 Ob 61/22v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2022 9 Ob 61/22v
  • 8 Ob 136/22s
    Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 Ob 136/22s
    Vgl; Beisatz: Hier: Unterlassene Anbringung von – die Verwendung einer Absturzsicherung ermöglichenden – Anschlagpunkten auf einem Steildach; Absturz des das Dach zwecks Reparatur ungesichert betretenden Klägers mit Schadensfolge. (T17)
  • 9 Ob 69/22w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2023 9 Ob 69/22w
    Beisatz wie T6; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9
  • 7 Ob 105/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.10.2023 7 Ob 105/23a
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
    Beisatz wie T9; Beisatz wie T10
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 6 Ob 142/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.08.2024 6 Ob 142/23k
    vgl; Beisatz wie T9
  • 10 Ob 52/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.12.2024 10 Ob 52/24f
    vgl; Beisatz nur wie T1; Beisatz nur wie T8; Beisatz nur wie T9; Beisatz nur wie T12
  • 1 Ob 176/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2025 1 Ob 176/24z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0022913

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2025

Dokumentnummer

JJR_19770302_OGH0002_0010OB00502_7700000_006

Rechtssatz für 1Ob10/93; 1Ob39/95; ...

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022469

Geschäftszahl

1Ob10/93; 1Ob39/95; 1Ob220/03i; 1Ob68/09w; 1Ob139/10p; 1Ob129/12w; 1Ob216/16w; 1Ob85/18h; 1Ob184/18t; 1Ob232/22g; 1Ob39/24b; 1Ob71/25k

Entscheidungsdatum

24.06.2025

Rechtssatz

Der Amtshaftungskläger hat nicht bloß die Rechtsverletzung durch das Organ, sondern auch zu behaupten und zu beweisen, dass ihm der geltend gemachte Schaden ohne diese Rechtsverletzung nicht erwachsen wäre.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 10/93
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 25.08.1993 1 Ob 10/93
    Veröff: SZ 66/97 = JBl 1994,185
  • 1 Ob 39/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 39/95
    Vgl
  • 1 Ob 220/03i
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 1 Ob 220/03i
    Beisatz: Wird aber eine Schutznorm verletzt, so hat der Geschädigte - auch bei rechtswidriger Unterlassung als behaupteter Schadensursache - nur den Eintritt des Schadens, dessen Höhe und die Normverletzung zu beweisen; die Pflichtwidrigkeit wird hingegen vermutet. Der Schädiger kann sich von seiner Haftung nur dann befreien, wenn er beweist, dass weder ihn noch jene Personen für die er einzustehen hat, ein Verschulden trifft oder wenn er die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ernstlich zweifelhaft macht (so schon SZ72/4 ua). (T1)
  • 1 Ob 68/09w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2009 1 Ob 68/09w
    Auch; Beisatz: Den Geschädigten trifft auch im Amtshaftungsverfahren grundsätzlich die Beweislast für den Kausalzusammenhang zwischen dem haftungsbegründenden Ereignis und dem eingetretenen Schaden. (T2)
  • 1 Ob 139/10p
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 139/10p
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Vorwurf der Unterlassung (hoheitlicher) Maßnahmen zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung (insbesondere der Verkehrsüberwachung im Rahmen der Verkehrspolizei). (T3)
  • 1 Ob 129/12w
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 129/12w
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 216/16w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 216/16w
    Beis wie T2
  • 1 Ob 85/18h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 85/18h
    Auch
  • 1 Ob 184/18t
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 184/18t
    Auch
  • 1 Ob 232/22g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 232/22g
    Beisatz wie T2
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    Beisatz wie T2
  • 1 Ob 71/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.06.2025 1 Ob 71/25k
    vgl

Schlagworte

Beweislast

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0022469

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2025

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0010OB00010_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob533/88; 4Ob512/90; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022700

Geschäftszahl

5Ob533/88; 4Ob512/90; 8Ob555/91; 2Ob2422/96g; 6Ob226/97x; 1Ob333/98x; 6Ob262/99v; 5Ob1/00h; 9Ob76/00t; 1Ob278/99k; 6Ob292/00k; 1Ob151/01i; 7Ob274/01x; 7Ob316/01y; 4Ob83/02p; 1Ob218/02v; 9Ob116/03d; 6Ob131/03p; 3Ob286/03k; 6Ob34/04z; 6Ob12/05s; 7Ob23/06t; 2Ob133/06g; 2Ob170/06y; 6Ob185/07k; 1Ob233/07g; 3Ob134/08i; 4Ob197/08m; 9Ob22/08p; 5Ob38/05g; 4Ob28/09k; 2Ob266/08v; 1Ob213/09v; 9Ob7/10k; 4Ob36/10p; 4Ob71/10k; 3Ob39/11y; 6Ob245/10p; 17Ob11/11h; 4Ob137/11t; 4Ob145/11v; 7Ob61/12i; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 4Ob201/12f; 10Ob13/13d; 8Ob125/13k; 3Ob191/13d; 1Ob199/14t; 9Ob26/14k; 7Ob59/15z; 9Ob22/15y; 2Ob36/15f; 8Ob140/15v; 7Ob197/16w; 5Ob176/16t; 6Ob39/17d; 6Ob59/17w; 5Ob182/17a; 5Ob9/18m; 3Ob191/17k; 5Ob78/18h; 5Ob91/18w; 1Ob63/18y; 8Ob136/18k; 7Ob164/18w; 4Ob118/19k; 8Ob121/19f; 8Ob61/20h; 5Ob231/21p; 8ObA102/21i; 10Ob48/22i; 8Ob23/23z; 1Ob189/23k; 1Ob200/23b; 1Ob39/24b; 1Ob8/24v; 1Ob114/24g; 10Ob38/25y

Entscheidungsdatum

10.07.2025

Rechtssatz

Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten und möglichen pflichtmäßigen Handeln des Rechtsanwaltes nicht eingetreten wäre.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 533/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 5 Ob 533/88
  • 4 Ob 512/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 512/90
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kausalität der Versagung der ausländergrundverkehrsbehördlichen Genehmigung. (T1)
  • 8 Ob 555/91
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 555/91
    Auch
  • 2 Ob 2422/96g
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 2422/96g
    Auch
  • 6 Ob 226/97x
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 6 Ob 226/97x
  • 1 Ob 333/98x
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 333/98x
  • 6 Ob 262/99v
    Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 262/99v
    Vgl auch
  • 5 Ob 1/00h
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 1/00h
    Auch; nur: Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten pflichtmäßigen Handeln des Rechtsanwaltes nicht eingetreten wäre. (T2)
  • 9 Ob 76/00t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 Ob 76/00t
    Auch; Beisatz: Der Kläger ist beweispflichtig, dass der Schaden bei Erfüllung der die Beklagte treffenden Warnpflicht und Aufklärungspflicht nicht eingetreten wäre. (T3)
  • 1 Ob 278/99k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 278/99k
  • 6 Ob 292/00k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
    Beisatz: Bei erwiesenem schuldhaften Unterlassen einer Belehrung wird ein Anwalt dem Mandanten gegenüber nur schadenersatzpflichtig, wenn dieser beweisen kann, dass das schuldhafte rechtswidrige Verhalten des Rechtsanwaltes kausal für den eingetretenen Schaden war (so bereits 2 Ob 224/97y). (T4)
  • 1 Ob 151/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
    Auch; Beisatz: Den Kläger trifft die Behauptungslast und Beweislast dafür, dass der Schaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eingetreten wäre. (T5)
    Veröff: SZ 74/159
  • 7 Ob 274/01x
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 274/01x
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 83/02p
    Entscheidungstext OGH 09.04.2002 4 Ob 83/02p
    nur T2; Beisatz: Der Rechtsanwalt hat keinen Anspruch auf Honorar, wenn der Mandant beweist, dass und aus welchen Gründen die Leistung wertlos ist. Weist der Mandant nach, dass der Rechtsanwalt eine für den Prozessausgang wesentliche Weisung nicht befolgt hat, so ist bereits damit die einer Nichterfüllung des Anwaltsvertrags gleichkommende Schlechterfüllung bewiesen, weil es zu den Hauptpflichten des Rechtsanwalts gehört, (gesetzmäßige) Weisungen seines Mandanten zu befolgen. In einem solchen Fall verliert der Rechtsanwalt seinen Honoraranspruch, wenn er nicht beweist, dass sein weisungswidriges Handeln für den Prozesserfolg unschädlich war. (T6)
    Veröff: SZ 2002/46
  • 1 Ob 218/02v
    Entscheidungstext OGH 28.10.2002 1 Ob 218/02v
  • 9 Ob 116/03d
    Entscheidungstext OGH 08.10.2003 9 Ob 116/03d
  • 6 Ob 131/03p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 131/03p
  • 3 Ob 286/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 286/03k
    nur: Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten und möglichen pflichtmäßigen Handeln nicht eingetreten wäre. (T7)
  • 6 Ob 34/04z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 34/04z
  • 6 Ob 12/05s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 12/05s
  • 7 Ob 23/06t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2006 7 Ob 23/06t
  • 2 Ob 133/06g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2006 2 Ob 133/06g
    Auch
  • 2 Ob 170/06y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 170/06y
  • 6 Ob 185/07k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 185/07k
  • 1 Ob 233/07g
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 233/07g
    Beisatz: Hier: Steuerberater. (T8)
  • 3 Ob 134/08i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 134/08i
    Auch
  • 4 Ob 197/08m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 197/08m
  • 9 Ob 22/08p
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 22/08p
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    Vgl; Beisatz: Bei pflichtwidriger Unterlassung eines Rechtsanwalts wird dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden zugemutet. (T9)
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Vgl; Veröff: SZ 2009/48
  • 2 Ob 266/08v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 213/09v
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 213/09v
  • 9 Ob 7/10k
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 7/10k
    Vgl auch
  • 4 Ob 36/10p
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 36/10p
    Auch; Veröff: SZ 2010/52
  • 4 Ob 71/10k
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 71/10k
    Auch; nur T7
  • 3 Ob 39/11y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 39/11y
    Auch
  • 6 Ob 245/10p
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 245/10p
  • 17 Ob 11/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2011/105
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Vgl auch; nur T7; Beisatz: Hier: Unterlassene Warnung des Werkunternehmers (trotz vertraglich übernommener Prüfpflicht) bei Untauglichkeit der vom Werkbesteller beigestellten Pläne. (T10)
  • 4 Ob 145/11v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 145/11v
    Auch; nur T7; Beis wie T5
  • 7 Ob 61/12i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 61/12i
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: fehlerhafte Anlageberatung. (T11)
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Vgl
  • 4 Ob 201/12f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 201/12f
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Ähnlich; nur T7; Beis wie T5; Beisatz: Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO, wonach für eine (Positiv‑)Feststellung eine „hohe“ Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. (T12)
  • 8 Ob 125/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 125/13k
    Auch; Beisatz: Auch im Rahmen der Anwaltshaftung muss die Pflichtverletzung sowie der Kausalzusammenhang zwischen pflichtwidrigem Verhalten und schadensbegründendem Prozessverlust vom Geschädigten dargelegt und bewiesen werden. (T13)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
    Auch; nur T7; Beis wie T5
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Auch; Beis wie T13
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Auch; nur T7; Beisatz: Es müsste daher nach dem Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen, dass dem Kläger der Inhalt der unterlassenen Ad-hoc-Meldung bei Publikation zur Kenntnis gelangt wäre. (T14)
    Beis wie T5
  • 7 Ob 59/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
  • 2 Ob 36/15f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 2 Ob 36/15f
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 140/15v
    Entscheidungstext OGH 17.08.2016 8 Ob 140/15v
    Auch; nur T7; Beis wie T5; Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T15)
  • 7 Ob 197/16w
    Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 197/16w
    Auch
  • 5 Ob 176/16t
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 176/16t
    nur T7
  • 6 Ob 39/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T15
  • 6 Ob 59/17w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 59/17w
    Vgl auch; Beisatz: Bei einer unterlassenen oder unrichtigen Ad-Hoc-Meldung stellt sich die Kausalitätsprüfung so dar, dass zu fragen ist, ob der Kläger 1. bei Einhaltung der gebotenen Ad-Hoc-Meldepflicht vom Inhalt der Meldung erfahren hätte und 2. dann eine andere (oder keine) Veranlagungsentscheidung getroffen hätte. Beide Fragen sind auf der Tatsachenebene zu beantworten. (T16)
    Beisatz: Dafür, dass fehlende oder unrichtige Ad-Hoc-Meldungen ganz grundsätzlich nur für Anlegerentscheidungen kausal sein könnten, die binnen sechs Monaten getroffen werden, bestehen keine gesetzlichen Grundlagen. Auch die Frage, wie lange eine Ad-Hoc-Meldung auf der Website des Emittenten abrufbar sein muss, sagt noch nichts darüber aus, wie lange sie für die Investitionsentscheidung des Anlegers relevant sein kann. (T17)
  • 5 Ob 182/17a
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 182/17a
  • 5 Ob 9/18m
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 9/18m
    Auch; Beis wie T13
  • 3 Ob 191/17k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 191/17k
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2018/39
  • 5 Ob 78/18h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 78/18h
    Vgl; Beis wie T6
  • 5 Ob 91/18w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 91/18w
    Vgl auch
  • 1 Ob 63/18y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 63/18y
    Beis wie T13; Beisatz: Hier: Unterlassung der Ablehnung eines Auftrags bzw der Geltendmachung von Ansprüchen durch einen Rechtsanwalt. (T18)
  • 8 Ob 136/18k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 136/18k
  • 7 Ob 164/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
    nur T7
  • 4 Ob 118/19k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 118/19k
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Der Beklagte hatte der Klägerin ein heißes Getränk übergeben. Der Becher fiel um, die Klägerin wurde von der auslaufenden Flüssigkeit am Bein verbrüht. Sie war vor der Gefahr eines heißen Getränks jedoch bereits von einer Dritten gewarnt worden und gab durch ihr Verhalten (Zurückstellen des heißen Bechers vor dem Umfallen) zu erkennen, die Gefahr erkannt zu haben. (T19)
  • 8 Ob 121/19f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 8 Ob 121/19f
    Beis wie T13
  • 8 Ob 61/20h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 Ob 61/20h
    Vgl
  • 5 Ob 231/21p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2022 5 Ob 231/21p
    Beis wie T13; Beis wie T15
  • 8 ObA 102/21i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 8 ObA 102/21i
    Vgl; nur T7
  • 10 Ob 48/22i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2023 10 Ob 48/22i
    vgl; Beisatz wie T8
  • 8 Ob 23/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.04.2023 8 Ob 23/23z
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
    vgl
  • 1 Ob 200/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2024 1 Ob 200/23b
    Beisatz: Hier: Zur Haftung für eine verhängte Verbandsgeldbuße, wenn diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht verhängt worden wäre, weil die Klägerin bei richtiger (vollständiger) Beratung durch die Beklagte die Möglichkeit einer tätigen Reue oder des § 209a StPO ergriffen und auch die Voraussetzungen dafür erfüllt hätte. (T20)
    Anm: Vgl zur Ersatzfähigkeit auch der Verbandsgeldbuße RS0134760.
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 1 Ob 8/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.07.2024 1 Ob 8/24v
    Beisatz: Hier: Vorwurf eines rechtswidrig erklärten Anerkenntnisses sowie des unterlassenen Einwands eines Scheingeschäfts und Betriebsübergangs. (T21)
    Beisatz: Da die Vorinstanzen vertretbar davon ausgegangen sind, dass das Vorverfahren auch bei dem nach Ansicht des Klägers pflichtgemäßen Verhalten des Beklagten verlorengegangen wäre, ist auch nicht zu erkennen, inwieweit das von ihm abgegebene Anerkenntnis für den behaupteten Schaden kausal sein soll. (T22)
  • 1 Ob 114/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 1 Ob 114/24g
    Beisatz: Liegt der Schaden in den Kosten eines verlorenen Prozesses, muss vom Geschädigten behauptet werden, er hätte den Prozess nicht geführt, hätte der Rechtsanwalt ihn gehörig aufgeklärt. (T23)
  • 10 Ob 38/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 10.07.2025 10 Ob 38/25y
    vgl; Beisatz wie T23

Schlagworte

RA, hypothetischer Inzidentprozess

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0022700

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2025

Dokumentnummer

JJR_19880426_OGH0002_0050OB00533_8800000_001

Rechtssatz für 1Ob4/76 (1Ob5/76); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0031143

Geschäftszahl

1Ob4/76 (1Ob5/76); 1Ob42/79; 1Ob46/81; 1Ob6/82; 1Ob22/84; 7Ob602/85; 1Ob5/86; 1Ob23/87; 1Ob54/87; 1Ob24/88; 1Ob7/89; 1Ob44/89; 1Ob16/91; 7Ob544/92; 1Ob15/92; 1Ob5/92; 1Ob22/92; 1Ob5/93; 1Ob10/93; 1Ob20/93; 1Ob40/93; 1Ob15/95; 1Ob8/95; 1Ob43/95; 1Ob13/95; 1Ob22/95; 1Ob6/95; 2Ob2028/96s; 1Ob55/95; 1Ob2312/96y; 1Ob2331/96t; 1Ob214/98x; 1Ob95/99y; 1Ob30/99i; 1Ob103/99z; 1Ob272/99b; 1Ob48/00s; 1Ob79/00z; 1Ob257/00a; 1Ob32/02s; 1Ob313/01p; 4Ob236/02p; 1Ob148/02z; 2Ob110/03w; 6Ob39/06p; 2Ob7/07d; 1Ob220/07w; 1Ob97/07g; 1Ob143/07x; 1Ob187/08v; 1Ob232/08m; 2Ob270/08g; 1Ob28/09p; 6Ob197/08a; 2Ob165/09t; 5Ob171/09x; 2Ob140/11v; 1Ob232/11s; 1Ob95/12w; 7Ob48/12b; 1Ob208/12p; 3Ob235/12y; 1Ob101/13d; 3Ob216/13f; 1Ob222/13y; 2Ob213/13g; 1Ob218/14m; 1Ob171/14z; 1Ob97/15v; 1Ob106/15t; 1Ob73/16s; 8Ob57/17s; 1Ob212/19m; 4Ob128/20g; 10Ob2/23a; 1Ob199/22d; 1Ob39/23a; 1Ob223/22h; 10Ob17/23g; 1Ob20/23g; 1Ob102/23s; 1Ob148/23f; 6Ob217/22p; 6Ob161/22b; 6Ob84/23f; 6Ob16/23f; 5Ob159/23b; 10Ob31/23s; 1Ob146/23m; 4Ob202/23v; 6Ob19/24y; 6Ob175/23p; 10Ob33/23k; 4Ob229/23i; 10Ob36/23a; 6Ob67/24g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 1Ob76/24v; 1Ob77/24s; 8Ob144/24w; 1Ob68/25v

Entscheidungsdatum

31.07.2025

Rechtssatz

Soll das Zuwiderhandeln gegen einen Rechtssatz einen Schadenersatzanspruch auslösen, so muss es jene Interessen verletzen, deren Schutz die Rechtsnorm bezweckt (siehe hiezu Ehrenzweig 2.Auflage II/1, S 47, Loebenstein - Kaniak Kommentar zum AHG S 53 f, 1 Ob 839/54, 1 Ob 294/54, SZ 28/127).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 4/76
    Entscheidungstext OGH 17.03.1976 1 Ob 4/76
    Veröff: EvBl 1976/233 S 493
  • 1 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 1 Ob 42/79
    Beisatz: Die Haftpflicht des Rechtsträgers nach dem AHG erstreckt sich auf jeden, dessen Schutz die verletzte Rechtsnorm bezweckt. (T1)
    Veröff: SZ 53/12 = EvBl 1980/200 S 606 = JBl 1981,268
  • 1 Ob 46/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 46/81
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: EvBl 1982/51 S 181
  • 1 Ob 6/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 6/82
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: RZ 1983/45 S 190 = ZVR 1982/334 S 282 = JBl 1984,373; hiezu kritisch Kerschner JBl 1984,355
  • 1 Ob 22/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 22/84
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 57/149 = EvBl 1985/21 S 81
  • 7 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 30.07.1985 7 Ob 602/85
    Auch; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt nicht nur, wenn ein Verstoß gegen eine Schutznorm vorliegt, sondern auch dann, wenn in absolute Rechte eingegriffen wurde. (T2)
  • 1 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 5/86
    Beis wie T1; Veröff: SZ 59/68
  • 1 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 23.09.1987 1 Ob 23/87
    Veröff: SZ 60/177 = ImmZ 1988,36
  • 1 Ob 54/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1988 1 Ob 54/87
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/43 = NZ 1989,95 = JBl 1989,43
  • 1 Ob 24/88
    Entscheidungstext OGH 07.09.1988 1 Ob 24/88
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/189
  • 1 Ob 7/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 7/89
    Beis wie T1; Veröff: SZ 62/73 = JBl 1991,172
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    Beis wie T1; Veröff: SZ 63/166
  • 1 Ob 16/91
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 16/91
    Beis wie T1
  • 7 Ob 544/92
    Entscheidungstext OGH 23.04.1992 7 Ob 544/92
    Beisatz: Der maßgebliche Normzweck bestimmt sich nach objektiv - teleologischen Gesichtspunkten. (T3)
  • 1 Ob 15/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 15/92
    Auch; Beisatz: Es muss geprüft werden, ob Pflichten der Rechtsträger nur im Interesse der Allgemeinheit oder auch im Interesse einzelner Betroffener normiert sind. Daraus allein, dass eine Amtshandlung, die dem öffentlichen Interesse dient, ihm zugute kommt und ihm damit als Reflexwirkung pflichtgemäßen Handelns einen Vorteil verschafft, lässt sich noch nicht auf das Vorliegen einer Amtspflicht gerade diesem Geschädigten gegenüber schließen. (T4)
    Veröff: SZ 65/94 = JBl 1993,399
  • 1 Ob 5/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 5/92
    Auch; Beisatz: Der Normzweck ergibt sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift. Maßgeblich ist der Zweck, dem die verletzte Amtspflicht dient. Für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhanges genügt angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlichrechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens beim Dritten bloß mitbezweckt ist, die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T5)
    Veröff: JBl 1993,532 (Kerschner)
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Veröff: SZ 66/77
  • 1 Ob 5/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 5/93
    Auch; Beisatz: Es wird für solche Schäden gehaftet, die sich als Verwirklichung derjenigen Gefahr darstellen, derentwegen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten gefordert oder untersagt hat. Die verletzte Amtspflicht muss gerade dem Geschädigten gegenüber oblegen sein. (T6)
  • 1 Ob 10/93
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 25.08.1993 1 Ob 10/93
    Auch; Veröff: SZ 66/97
  • 1 Ob 20/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 20/93
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Beisatz: Die Nichtberücksichtigung der eingrenzenden Wirkung des Rechtswidrigkeitszusammenhanges hätte gerade auch im Gebiet des Amtshaftungsrechts eine Uferlosigkeit der Haftpflicht der Rechtsträger zur Folge. (T7)
  • 1 Ob 40/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 40/93
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Veröff: SZ 67/39
  • 1 Ob 15/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 15/95
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das gilt auch für die schädigenden Folgen von Unterlassungen. (T8)
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7 Veröff: SZ 68/191
  • 1 Ob 43/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 43/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8
  • 1 Ob 13/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 13/95
    Auch
  • 1 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T5 nur: Der Normzweck ergibt sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift. (T9)
    Veröff: SZ 68/156
  • 1 Ob 6/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 6/95
    Auch; Veröff: SZ 69/15
  • 2 Ob 2028/96s
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 2 Ob 2028/96s
    Auch; Beis wie T5 nur: Die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T10)
  • 1 Ob 55/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 55/95
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4 nur: Es muss geprüft werden, ob Pflichten der Rechtsträger nur im Interesse der Allgemeinheit oder auch im Interesse einzelner Betroffener normiert sind. (T11)
    Beis wie T5; Beis wie T7;
    Veröff: SZ 69/145
  • 1 Ob 2312/96y
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2312/96y
    Auch; Beis wie T4 nur: Daraus allein, dass eine Amtshandlung, die dem öffentlichen Interesse dient, ihm zugute kommt und ihm damit als Reflexwirkung pflichtgemäßen Handelns einen Vorteil verschafft, lässt sich noch nicht auf das Vorliegen einer Amtspflicht gerade diesem Geschädigten gegenüber schließen. (T12)
    Beis wie T5 nur: Für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhanges genügt angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlichrechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens beim Dritten bloß mitbezweckt ist. (T13)
  • 1 Ob 2331/96t
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2331/96t
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T6 nur: Es wird für solche Schäden gehaftet, die sich als Verwirklichung derjenigen Gefahr darstellen, derentwegen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten gefordert oder untersagt hat. (T14)
    Veröff: SZ 72/4
  • 1 Ob 95/99y
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 95/99y
    Vgl auch
  • 1 Ob 30/99i
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 30/99i
    Auch
  • 1 Ob 103/99z
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 103/99z
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 1 Ob 272/99b
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 272/99b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Zweck der Raumplanung ist nicht die Regulierung gewerberechtlichen Bedarfs oder der Schutz bestehender Gewerbebetriebe vor unerwünschter Konkurrenz. Vielmehr geht es darum, vorausschauend und planmäßig - und somit nicht jeweils einzelfallbezogen - die Nutzung von Grundflächen zu gestalten. (T15)
  • 1 Ob 48/00s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 48/00s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T14; Beisatz: Zweck der Auskunftsgesetze kann es ohne jeden Zweifel nur sein, dass sich der Auskunftswerber richtige und vollständige Auskünfte über Angelegenheiten des Wirkungsbereichs des darum angegangenen Rechtsträgers verschaffen kann, um danach seine weiteren Dispositionen auszurichten. (T16)
    Veröff: SZ 73/90
  • 1 Ob 79/00z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2000 1 Ob 79/00z
    Beis wie T13; Veröff: SZ 73/96
  • 1 Ob 257/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 257/00a
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Verletzung von Rechtsvorschriften, die bestimmte Personen vor der Verletzung ihrer Rechtsgüter schützen sollen. (T17)
  • 1 Ob 32/02s
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 32/02s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T14; Veröff: SZ 2002/28
  • 1 Ob 313/01p
    Entscheidungstext OGH 08.10.2002 1 Ob 313/01p
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: § 24 Abs 3 NaturschutzG 1993 dient nicht auch dem Individualgüterschutz. (T18)
    Veröff: SZ 2002/128
  • 4 Ob 236/02p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 236/02p
    Auch; Beisatz: Der Rechtswidrigkeitszusammenhang ist Voraussetzung der Ersatzpflicht. Ob eine Norm einen bestimmten Schaden verhindern will, ist durch teleologische Auslegung zu ermitteln. (T19)
  • 1 Ob 148/02z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 148/02z
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 2 Ob 110/03w
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 110/03w
    Beis wie T7
  • 6 Ob 39/06p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 39/06p
    Vgl; Beisatz: Die Prüfung der Sacheinlage dient nur den Interessen der Gesellschaft, deren Gläubiger und allenfalls Dritter, nicht aber auch derjenigen des Einbringers. Aus diesem Grund kommt auch eine Haftung des Sacheinlageprüfers gegenüber dem Sacheinleger nicht in Betracht. (T20)
    Beisatz: Hier: § 150 Abs 3 AktG, § 275 HGB. (T21)
    Veröff: SZ 2006/35
  • 2 Ob 7/07d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 7/07d
    Auch
  • 1 Ob 220/07w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 1 Ob 220/07w
    Vgl auch
  • 1 Ob 97/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 97/07g
    Vgl auch; Beisatz: Die Fragestellung der Normzweckprüfung ist teleologisch ausgerichtet und stellt primär darauf ab, welcher Zweck mit der in ihrem primären Normgehalt feststehenden Anordnung verfolgt wird; soll nicht die Schutzzweckprüfung jeglichen Aussagegehalt verlieren, darf sie keinesfalls bei einer bloßen Paraphrasierung des Gesetzeswortlauts stehen bleiben: Nicht jeder Schutz, den die Verhaltensnorm tatsächlich bewirkt, ist auch von deren Schutzzweck erfasst. (T22)
    Beisatz: Hier: Schutzzweck der vom Gericht zu beachtenden Vorschriften über die Bestellung und Überwachung eines Sachwalters. (T23)
  • 1 Ob 143/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 143/07x
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Schutzzweck des § 24 StPO. (T24)
  • 1 Ob 187/08v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 187/08v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier: Zur Frage des Schutzzwecks der Aufsichtsbestimmungen des § 24 Abs 1 WAG in der bis 31. Oktober 2007 geltenden Fassung. (T25)
    Bem: Siehe dazu RS0124469. (T26)
  • 1 Ob 232/08m
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 232/08m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T25; Bem wie T26
  • 2 Ob 270/08g
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 2 Ob 270/08g
  • 1 Ob 28/09p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 28/09p
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage des Schutzzwecks der Bestimmungen des SchiffahrtsG über die Zulassung von Wasserfahrzeugen. (T27)
    Bem: Siehe dazu RS0124674. (T28)
  • 6 Ob 197/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 6 Ob 197/08a
    Beisatz: Das Informationsrecht des § 178 Abs 1 ABGB bezweckt nicht den Schutz vermögensrechtlicher Interessen des nicht obsorgeberechtigten Elternteils und bezieht sich daher nicht auf das Unterhaltsrechtsverhältnis. (T29)
  • 2 Ob 165/09t
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 165/09t
    Auch; Veröff: SZ 2009/158
  • 5 Ob 171/09x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 171/09x
    Auch; Bem: Hier: Zum Schutzzweck der Verpflichtung zur Bildung einer Rücklage gemäß § 31 Abs 1 WEG 2002. (T30)
    Veröff: SZ 2009/162
  • 2 Ob 140/11v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 140/11v
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 232/11s
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 232/11s
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Vlbg RaumplanungsG 2006. (T31)
  • 1 Ob 95/12w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 95/12w
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T19; Beis wie T22; Beis wie T23
  • 7 Ob 48/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 7 Ob 48/12b
  • 1 Ob 208/12p
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 208/12p
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 2012/137
  • 3 Ob 235/12y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 235/12y
    Beisatz: Hier: §§ 109 Abs 1 und 113 Abs 1 KFG. (T32)
  • 1 Ob 101/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 101/13d
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/77
  • 3 Ob 216/13f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 3 Ob 216/13f
    Auch
  • 1 Ob 222/13y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 222/13y
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/20
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
    nur: Soll das Zuwiderhandeln gegen einen Rechtssatz einen Schadenersatzanspruch auslösen, so muss es jene Interessen verletzen, deren Schutz die Rechtsnorm bezweckt. (T33)
  • 1 Ob 218/14m
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 218/14m
    Vgl; Beisatz: Ungeachtet des Umstands, dass das StellenbesetzungsG keinen subjektiven Anspruch auf Einstellung vermittelt und es jedenfalls öffentlichen Interessen (Transparenz bei der Stellenbesetzung im staatsnahen Unternehmensbereich) dient, schützt das StellenbesetzungsG auch die Interessen von Bewerbern, um diese ua vor unsachlichen Besetzungsentscheidungen zu bewahren. Der Schutzzweck der Norm kann damit einen Schadenersatzanspruch zugunsten des bestqualifizierten Bewerbers auslösen, wenn die Stelle aus unsachlichen Gründen mit einem anderen Kandidaten besetzt wurde. (T34)
    Veröff: SZ 2014/134
  • 1 Ob 171/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 171/14z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Soweit sich der Schutzzweck nur auf Interessen der Allgemeinheit erstreckt, können Einflüsse des Verfahrensausgangs auf individuelle Interessenslagen nur als ‑ die Amtshaftung des belangten Rechtsträgers nicht begründende ‑ Reflexwirkung beurteilt werden. (T35)
  • 1 Ob 97/15v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 97/15v
    Beis wie T19; Beis wie T33; Beisatz: Der Schutzzweck sicherheitspolizeilicher‑ bzw kriminalpolizeilicher Bestimmungen über die Identitätsfeststellung ist nicht darin gelegen, Organe der Sicherheitsbehörden, die zur Sicherung der Identitätsfeststellung die Verfolgung von Flüchtenden aufnehmen, vor Verletzungen im Zuge solcher Verfolgungshandlungen zu bewahren. (Verfolgungsschaden). (T36)
  • 1 Ob 106/15t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 106/15t
  • 1 Ob 73/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 73/16s
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T19; Beis wie T22; Beis wie T35; Beisatz: Hier: Schutzzweck der Anzeigepflicht nach § 84 StPO idF BGBl I Nr 2000/108; Unterlassungen der Bundeswertpapieraufsicht (BWA); Rechtswidrigkeitszusammenhang verneint. (T37)
    Veröff: SZ 2017/12
  • 8 Ob 57/17s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 57/17s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Maßgeblich ist, dass der Schutz des Einzelnen im beabsichtigten Aufgabenbereich der Norm gelegen ist. Ist die Norm in diesem Sinn auf den Schutz des Einzelnen ausgerichtet, so schadet es nicht, wenn primär der Schutz allgemeiner Interessen bezweckt wird. Nicht ausreichend ist aber, dass der Individualschutz durch die Befolgung der Norm nur objektiv gleichsam als Reflex erreicht wird. (T38)
    Veröff: SZ 2017/111
  • 1 Ob 212/19m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2020 1 Ob 212/19m
    Beisatz wie T22; Beisatz wie T19; Beisatz wie T7
    Anm: Veröff: SZ 2020/26
  • 4 Ob 128/20g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2020 4 Ob 128/20g
  • 10 Ob 2/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 10 Ob 2/23a
    Beisatz: Hier: Art 5 Abs 2 VO 715/2007/EG bezweckt auch den Schutz des Vertrauens eines Käufers auf die Richtigkeit der vom Hersteller ausgestellten Übereinstimmungsbescheinigung. Ein Schaden, der darin besteht, dass die Nutzungsmöglichkeit des Fahrzeugs eingeschränkt ist und sich das Vermögen des Erwerbers mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs infolge unrichtiger Übereinstimmungsbescheinigung nicht entsprechend den objektiv berechtigten Verkehrserwartungen oder einem von diesen Verkehrserwartungen abweichenden Willen des Erwerbers zusammensetzt, steht im Rechtswidrigkeitszusammenhang. (T39)
  • 1 Ob 199/22d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.05.2023 1 Ob 199/22d
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T13; Beisatz wie T7; Beisatz wie T4; Beisatz wie T11; Beisatz wie T19; Beisatz wie T22
    Anm: Hier: Zum Schutzzweck des Epidemiegesetzes.
  • 1 Ob 39/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 1 Ob 39/23a
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) treffenden Aufsichts-, Überwachungs- und Informationspflichten nach dem MPG 1996. (T40); Beisatz wie T14; Beisatz wie T5; Beisatz wie T7; Beisatz wie T11
  • 1 Ob 223/22h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 1 Ob 223/22h
    Beisatz wie T4; Beisatz wie T11; Beisatz wie T7; Beisatz wie T19; Beisatz wie T22; Beisatz wie T35; Beisatz wie T5; Beisatz wie T13; Beisatz wie T6
  • 10 Ob 17/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 10 Ob 17/23g
  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T13; Beisatz wie T19; Beisatz wie T38
    Beisatz: Hier: zum Schutzzweck der Verständigungspflicht der Staatsanwaltschaft nach § 194 Abs 1 StPO. (T41)
    Anm: Vgl dazu RS0134435.
  • 1 Ob 102/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2023 1 Ob 102/23s
    Beisatz wie T4; Beisatz wie T12
    Beisatz: § 157 Abs 1 AußStrG ist eine Schutzbestimmung zugunsten der potentiellen Erben. (T42)
    Beisatz: Geschützt sind nach dem Wortlaut der Bestimmung jedoch nur „die nach der Aktenlage als Erben in Frage kommenden Personen“. Gegenüber unbekannten Erben bestehen daher keine Verpflichtungen nach § 157 Abs 1 AußStrG. (T43)
  • 1 Ob 148/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2023 1 Ob 148/23f
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T38
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck von § 45 Abs 1 letzter Satz BDG. (T44)
    Anm: Vgl RS0134509.
  • 6 Ob 217/22p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.08.2023 6 Ob 217/22p
    vgl; Beisatz: Hier: Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen einem als unrichtig bekannten Gutachten, mit dem unberechtigte zoll- und steuerrechtliche Vorteile erlangt werden sollten, und den nachträglich vorgeschriebenen Abgaben sowie den Vertretungskosten im Abgaben- und Finanzstrafverfahren verneint; (T45)
  • 6 Ob 161/22b
    Entscheidungstext OGH 23.10.2023 6 Ob 161/22b
    Beisatz wie T39: Hier: Ein individueller Fahrzeugkäufer kann nur die Person oder Stelle für einen deliktischen Schadenersatzanspruch aus der Verletzung des Art 5 Abs 2 VO 715/2007/EG in Anspruch nehmen, die im Typengenehmigungsvefahren als Herstellerin des Fahrzeugs auftrat und die Übereinstimmungsbescheinigung ausstellte. (T46)
  • 6 Ob 84/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 6 Ob 84/23f
    vgl; Beisatz wie T39
  • 6 Ob 16/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2023 6 Ob 16/23f
    vgl; Beisatz wie T46
  • 5 Ob 159/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.11.2023 5 Ob 159/23b
    vgl; Beisatz wie T39: Hier: Gebrauchtwagenkauf (T47)
  • 10 Ob 31/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.12.2023 10 Ob 31/23s
    Beisatz wie T46
  • 1 Ob 146/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 1 Ob 146/23m
    Beisatz wie T7; Beisatz wie T19; Beisatz wie T22; Beisatz wie T4; Beisatz wie T11; Beisatz wie T5; Beisatz wie T13; Beisatz wie T6
  • 4 Ob 202/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.01.2024 4 Ob 202/23v
    Beisatz wie T39
  • 6 Ob 19/24y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2024 6 Ob 19/24y
    Beisatz wie T46
  • 6 Ob 175/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2024 6 Ob 175/23p
    Beisatz wie T46
  • 10 Ob 33/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 12.03.2024 10 Ob 33/23k
    Beisatz wie T39 nur: Es bedarf daher Feststellungen, aus denen sich ergibt, ob der Käufer das Fahrzeug auch dann gekauft hätte, wenn er gewusst hätte, dass darin eine unzulässige Abschalteinrichtung eingesetzt wird, die der Typengenehmigungsbehörde nicht offen gelegt wurde, sodass nur deshalb die EG-Typengenehmigung erteilt wurde, und ob der Käufer die daraus resultierende Unsicherheit über die Nutzungsmöglichkeit in Kauf genommen und des dennoch erworben hätte. (T49)
  • 4 Ob 229/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2024 4 Ob 229/23i
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck des § 53 NO (T48)
  • 10 Ob 36/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.04.2024 10 Ob 36/23a
    Beisatz wie T49
  • 6 Ob 67/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 6 Ob 67/24g
    vgl; nur T46
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T14
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T7; Beisatz wie T11; Beisatz wie T14; Beisatz wie T19; Beisatz wie T22
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck des § 100 StPO (T50)
  • 1 Ob 76/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.07.2024 1 Ob 76/24v
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T14; Beisatz wie T38
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der vorläufigen Anhaltung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher oder Einweisung in eine öffentliche Krankenanstalt für Geisteskrankheiten nach § 429 Abs 4 StPO aF. (T51)
    Beisatz: Hier: Zum Schutzzweck der getrennten Anhaltung und Verwahrung bestimmter Gefangener nach den §§ 185 Abs 1 StPO und 129 StVG. (T52)
  • 1 Ob 77/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 77/24s
    Beisatz wie T14; Beisatz wie T35
    Beisatz: Hier: kein Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen behauptetem mangelhaften Vollzug der Strafbestimmungen des Glücksspielgesetzes und Schäden einzelner Spieler. (T53)
    Anm: Vgl RS0135233.
  • 8 Ob 144/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.02.2025 8 Ob 144/24w
    Beisatz: Hier: Zur Haftung des Prospektkontrollors nach dem KMG. (T54)
  • 1 Ob 68/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 31.07.2025 1 Ob 68/25v
    Beisatz wie T19; Beisatz wie T7; Beisatz wie T11; Beisatz wie T5; Beisatz wie T14; Beisatz wie T19; Beisatz wie T22; Beisatz wie T35

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0031143

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2025

Dokumentnummer

JJR_19760317_OGH0002_0010OB00004_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob15/92; 1Ob8/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0049993

Geschäftszahl

1Ob15/92; 1Ob8/95; 1Ob48/00s; 1Ob232/11s; 1Ob171/14z; 1Ob73/16s; 1Ob198/18a; 1Ob91/22x; 1Ob199/22d; 1Ob39/24b; 1Ob118/23v; 1Ob193/23y; 1Ob68/25v

Entscheidungsdatum

31.07.2025

Rechtssatz

Ob im Rahmen der Amtshaftung eine Norm gerade auch den Schutz des Geschädigten intendiert, wird maßgeblich davon abhängen, ob bereits eine rechtliche Sonderverbindung zwischen dem Geschädigten und dem Rechtsträger, dessen Organe eine Amtspflicht verletzen, besteht und ob die Erfüllung der öffentlichen Aufgaben eine so große und unbestimmte Zahl von Personen betrifft, dass diese der Allgemeinheit gleichzusetzen sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 15/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 15/92
    Veröff: SZ 65/94 = JBl 1993,399
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Veröff: SZ 68/191
  • 1 Ob 48/00s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 48/00s
    Veröff: SZ 73/90
  • 1 Ob 232/11s
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 232/11s
  • 1 Ob 171/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 171/14z
  • 1 Ob 73/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 73/16s
    Beisatz: Hier: Schutzzweck der Anzeigepflicht nach § 84 StPO idF BGBl I Nr 2000/108; Rechtswidrigkeitszusammenhang verneint. (T1); Veröff: SZ 2017/12
  • 1 Ob 198/18a
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 198/18a
    Veröff: SZ 2019/21
  • 1 Ob 91/22x
    Entscheidungstext OGH 14.07.2022 1 Ob 91/22x
  • 1 Ob 199/22d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.05.2023 1 Ob 199/22d
    vgl
    Anm: Hier: Zum Schutzzweck des Epidemiegesetzes.
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 1 Ob 118/23v
    Entscheidungstext OGH 27.05.2024 1 Ob 118/23v
    Beisatz: Hier: Vorabentscheidungsersuchen zum Schutzzweck der unionsrechtlichen Regelungen zu Flugverkehrsdiensten. (T2)
    Anm: Siehe RS0134850.
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    vgl; Beisatz: Der Begriff „Allgemeinheit“ beschreibt „eine große und unbestimmte Zahl von Personen“ (T3)
  • 1 Ob 68/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 31.07.2025 1 Ob 68/25v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0049993

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2025

Dokumentnummer

JJR_19920624_OGH0002_0010OB00015_9200000_005

Rechtssatz für 7Ob23/83; 7Ob679/83; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040196

Geschäftszahl

7Ob23/83; 7Ob679/83; 7Ob44/83; 1Ob37/83; 7Ob60/83; 6Ob1532/86; 4Ob175/85; 3Ob572/87; 1Ob1/88; 4Ob7/88; 2Ob119/88; 7Ob41/88; 2Ob36/89; 8Ob518/90; 7Ob732/89; 4Ob3/90; 4Ob52/90; 9ObA290/90; 4Ob538/91 (4Ob539/91); 1Ob513/92; 8Ob1579/92; 2Ob8/93; 4Ob169/93; 1Ob8/95; 1Ob45/95; 7Ob305/97x; 1Ob168/98g; 9ObA289/98k; 2Ob133/99v; 3Ob18/00v; 1Ob54/01z; 16Ok11/02; 5Ob246/02s; 4Ob104/04d; 10ObS60/05d; 6Ob83/05g; 6Ob303/05k; 3Ob106/06v; 6Ob93/07f; 2Ob108/07g; 8Ob121/07p; 2Ob56/08m; 9ObA177/07f; 9Ob70/08x; 10Ob66/09t; 4Ob113/10m; 5Ob27/11y; 2Ob173/11x; 5Ob244/11k; 2Ob227/12i; 7Ob237/12x; 7Ob106/13h; 4Ob109/13b; 8Ob68/14d; 6Ob100/15x; 7Ob67/15a; 3Ob24/16z; 2Ob181/16f; 2Ob206/16g; 6Ob54/19p; 4Ob44/20d; 4Ob89/20x; 2Ob78/20i; 7Ob27/22d; 6Ob173/22t; 1Ob138/23k; 9Ob48/23h; 1Ob39/24b; 9Ob47/24p; 10ObS51/24h; 1Ob81/24d; 7Ob140/24z; 1Ob50/25x; 1Ob51/25v; 2Ob187/25a

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Rechtssatz

1. Zur Frage des prima - facie - Beweises sind nur die Grundsätze revisibel, nicht aber die Frage, ob ein typischer Geschehensablauf für den Kläger spricht (EvBl 1978/206 ua; anderer Meinung Fasching römisch III 236 f, RZ 1979/24 ua) oder die Frage, ob ein anderer Geschehensablauf vom Beklagten wahrscheinlich gemacht werden konnte (anderer Meinung EvBl 1971/11). Diese Fragen gehören zur unanfechtbaren Beweiswürdigung (so auch Rechberger, EvBl 1972,425 ff, Welser, ZVR 1976,1 ff, Koziol, Haftpflichtrecht 2. Auflage römisch eins 324 ff).

2. Zur Widerlegung des ersten Anscheins genügt seine Entkräftung durch den Nachweis einer anderen ernstlich in Betracht zu ziehenden Möglichkeit; eine solche muss nicht noch wahrscheinlicher als der erste Anschein gemacht werden (ZVR 1977,231, RZ 1982/49; Koziol aaO 325 mit weiteren Nachweisen; anderer Meinung JBl 1972,426 ua).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 23/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 23/83
    Veröff: EvBl 1983,120 S 445
  • 7 Ob 679/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 7 Ob 679/83
    Auch; Veröff: RZ 1984/47 S 148
  • 7 Ob 44/83
    Entscheidungstext OGH 13.10.1983 7 Ob 44/83
    nur: Zur Widerlegung des ersten Anscheins genügt seine Entkräftung durch den Nachweis einer anderen ernstlich in Betracht zu ziehenden Möglichkeit; eine solche muss nicht noch wahrscheinlicher als der erste Anschein gemacht werden (ZVR 1977,231, RZ 1982/49; Koziol aaO 325 mit weiteren Nachweisen; anderer Meinung JBl 1972,426 ua). (T1)
    Veröff: SZ 56/145 = RZ 1984/75 S 234
  • 1 Ob 37/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 37/83
    Auch; nur: Zur Frage des prima - facie - Beweises sind nur die Grundsätze revisibel, nicht aber die Frage, ob ein typischer Geschehensablauf für den Kläger spricht (EvBl 1978/206 ua; anderer Meinung Fasching III 236 f, RZ 1979/24 ua) oder die Frage, ob ein anderer Geschehensablauf vom Beklagten wahrscheinlich gemacht werden konnte (anderer Meinung EvBl 1971/11). Diese Fragen gehören zur unanfechtbaren Beweiswürdigung (so auch Rechberger, EvBl 1972,425 ff, Welser, ZVR 1976,1 ff, Koziol, Haftpflichtrecht 2. Auflage I 324 ff). (T2)
  • 7 Ob 60/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1984 7 Ob 60/83
    Auch; nur T1; Beisatz: Zur Widerlegung eines Anscheinbeweises genügt es, einen anderen möglichen Sachverhalt als wenigstens ebenso wahrscheinlich nachzuweisen. (T3)
  • 6 Ob 1532/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 6 Ob 1532/86
    nur T2
  • 4 Ob 175/85
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 4 Ob 175/85
    Vgl auch; Veröff: WBl 1987,102
  • 3 Ob 572/87
    Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 572/87
    nur: Zur Widerlegung des ersten Anscheins genügt seine Entkräftung durch den Nachweis einer anderen ernstlich in Betracht zu ziehenden Möglichkeit. (T4)
  • 1 Ob 1/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 1/88
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob und nach welchen Grundsätzen der sogenannte Anscheinsbeweis möglich ist, ist revisibel. (T5) Veröff: SZ 61/61
  • 4 Ob 7/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 7/88
    Vgl; Beisatz: AKM - Vermutung (T6)
    Veröff: SZ 61/83 = JBl 1988,727 = RZ 1988/56 S 256 = RdW 1988,353 = MR 1988,90 = GRURInt 1989,153 = ÖBl 1988,165
  • 2 Ob 119/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 119/88
  • 7 Ob 41/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 41/88
    nur T2; Veröff: ZVR 1989/112 S 187 = VersRdSch 1989,252
  • 2 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 36/89
    nur T4
  • 8 Ob 518/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 8 Ob 518/90
    nur T4; Beisatz: Das bloße Aufzeigen anderer abstrakter Möglichkeiten reicht allerdings nicht aus. (T7)
    Veröff: RZ 1990/57 S 127
  • 7 Ob 732/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 732/89
    nur T2; Veröff: JBl 1990,655
  • 4 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 3/90
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 52/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 52/90
    Auch; nur T2
  • 9 ObA 290/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 9 ObA 290/90
    Auch
  • 4 Ob 538/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 538/91
    Auch; nur T4; Veröff: WBl 1992,21 (St Müller) = RdW 1992,108 = ecolex 1992,18
  • 1 Ob 513/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 513/92
    nur T4; Beisatz: Die Entkräftung des prima - facie - Beweises erfolgt (schon) durch den Beweis des Gegners, dass der typische formelhafte Geschehensablauf im konkreten Fall nicht zutrifft, sondern dass die ernstliche Möglichkeit eines atypischen Ablaufs besteht. Dem Gegner steht der volle Beweis des Gegenteils offen. (T8)
  • 8 Ob 1579/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 8 Ob 1579/92
    Vgl; Beisatz: Bei Bejahung des Gelingens des Anscheinsbeweises wird die Adäquanz des Schadens mitbejaht. (T9)
  • 2 Ob 8/93
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 8/93
    nur T2; Veröff: JBl 1994,123 = ZVR 1994/30 S 85
  • 4 Ob 169/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 169/93
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Umfang der einer Verwertungsgesellschaft übertragenen Nutzungsrechte. (T10)
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 68/191
  • 1 Ob 45/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 1 Ob 45/95
    Auch; nur T4; Beisatz: Hier: Anscheinsbeweis im Zusammenhang mit Ermessensmissbrauch bei Ernennung auf einen bestimmten Dienstposten. (T11)
  • 7 Ob 305/97x
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 7 Ob 305/97x
    Vgl auch; Beisatz: Zum Nachweis des Versicherungsfalls kommt dem Versicherungsnehmer der prima-facie-Beweis zustatten; dem Versicherer stehen zur Erschütterung desselben die gleichen Beweiserleichterungen zu. (T12)
  • 1 Ob 168/98g
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 168/98g
    Vgl auch
  • 9 ObA 289/98k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 9 ObA 289/98k
  • 2 Ob 133/99v
    Entscheidungstext OGH 29.06.2000 2 Ob 133/99v
    nur T2; Veröff: SZ 73/107
  • 3 Ob 18/00v
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 3 Ob 18/00v
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 54/01z
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 54/01z
    Auch; nur T2
  • 16 Ok 11/02
    Entscheidungstext OGH 16.12.2002 16 Ok 11/02
    Auch; Beisatz: Die Frage, ob ein typischer Geschehensablauf für den Kläger spricht oder ein anderer Geschehensablauf vom Beklagten wahrscheinlich gemacht werden konnte, ist eine solche der entsprechenden Tatsachenfeststellungen. (T13)
  • 5 Ob 246/02s
    Entscheidungstext OGH 31.03.2003 5 Ob 246/02s
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Auch im Falle des Anscheinsbeweises ist die Frage, ob der Beweis im konkreten Einzelfall erbracht werden konnte oder nicht, eine reine Frage der Beweiswürdigung und nicht revisibel. (T14)
  • 4 Ob 104/04d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 4 Ob 104/04d
  • 10 ObS 60/05d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 ObS 60/05d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T14
  • 6 Ob 83/05g
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 83/05g
    Vgl auch; Beisatz: Ob nach den festgestellten Umständen ein Tatbestand vorliegt, der eine Verschiebung des Beweisthemas und der Beweislast im Sinn des sogenannten Anscheinsbeweises zulässt, ist zwar nach herrschender Ansicht (auch) eine (revisible) Rechtsfrage. Der Lösung dieser Frage kommt allerdings im Hinblick auf die Vielzahl denkbarer Fälle keine erhebliche Bedeutung im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu. (T15)
    Beis wie T14
  • 6 Ob 303/05k
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 303/05k
    Vgl; Beisatz: Die Frage, ob der Anscheinsbeweis im konkreten Einzelfall erbracht werden konnte oder nicht, ist eine reine Frage der Beweiswürdigung und nicht revisibel. (T16)
  • 3 Ob 106/06v
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 106/06v
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 6 Ob 93/07f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 93/07f
    Vgl; Beis wie T16
  • 2 Ob 108/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 108/07g
    nur T2; Beis wie T15 nur: Ob nach den festgestellten Umständen ein Tatbestand vorliegt, der eine Verschiebung des Beweisthemas und der Beweislast im Sinn des sogenannten Anscheinsbeweises zulässt, ist nach herrschender Ansicht eine (revisible) Rechtsfrage. (T17)
    Veröff: SZ 2007/190
  • 8 Ob 121/07p
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 121/07p
    Auch; nur T2; Beisatz: Ob der Anscheinsbeweis im konkreten Einzelfall tatsächlich erbracht wurde, fällt nicht in den Bereich der rechtlichen Beurteilung, sondern ist eine reine Frage der Beweiswürdigung und damit nicht revisibel. (T18)
  • 2 Ob 56/08m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 56/08m
    Vgl auch; Auch Beis wie T15
  • 9 ObA 177/07f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
    Auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Sowohl für Indizienbeweis als auch Anscheinsbeweis (prima facie-Beweis). (T19)
    Veröff: SZ 2008/101
  • 9 Ob 70/08x
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 Ob 70/08x
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T16
  • 10 Ob 66/09t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 10 Ob 66/09t
    Auch; Beis wie T19
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Auch; Beis wie T13
  • 5 Ob 27/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 27/11y
    Vgl auch; nur ähnlich T2; Beis ähnlich wie T16
  • 2 Ob 173/11x
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 173/11x
    Auch; nur T2; Auch Beis wie T16; Auch Beis wie T18
  • 5 Ob 244/11k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 244/11k
    Auch
  • 2 Ob 227/12i
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 227/12i
    Vgl; nur T2; Auch Beis wie T15
  • 7 Ob 237/12x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 237/12x
  • 7 Ob 106/13h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 106/13h
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 109/13b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 109/13b
    Auch; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 8 Ob 68/14d
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 8 Ob 68/14d
    Auch
  • 6 Ob 100/15x
    Entscheidungstext OGH 29.06.2015 6 Ob 100/15x
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 67/15a
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 67/15a
    Beis wie T12
  • 3 Ob 24/16z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 24/16z
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Anscheinsbeweis nicht erbracht. (T20)
  • 2 Ob 181/16f
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 181/16f
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T16
  • 2 Ob 206/16g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 206/16g
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Die andere mögliche Schadensursache braucht (entgegen 7 Ob 553/19) nicht die nach dem typischen Geschehensablauf wahrscheinliche Schadensursache in den Hintergrund zu drängen. (T21)
  • 6 Ob 54/19p
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 54/19p
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 4 Ob 44/20d
    Entscheidungstext OGH 25.03.2020 4 Ob 44/20d
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T15
  • 4 Ob 89/20x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2020 4 Ob 89/20x
    Vgl
  • 2 Ob 78/20i
    Entscheidungstext OGH 06.08.2020 2 Ob 78/20i
    Vgl
  • 7 Ob 27/22d
    Entscheidungstext OGH 07.07.2022 7 Ob 27/22d
  • 6 Ob 173/22t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2022 6 Ob 173/22t
    Vgl; Beis nur wie T15
  • 1 Ob 138/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.09.2023 1 Ob 138/23k
    nur T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T21
    Beisatz: Hier: Das Erstgericht hat mehrere mögliche Schadensursachen festgestellt, die vom Berufungsgericht als gleich wahrscheinlich für das Brandgeschehen beurteilt wurden, und nicht (nur) auf die Verletzung eines Schutzgesetzes durch den Beklagten zurückgeführt werden können. (T22)
  • 9 Ob 48/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2023 9 Ob 48/23h
    vgl; Beisatz wie T15; Beisatz wie T17; Beisatz wie T18
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    Beisatz wie T7
  • 9 Ob 47/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 9 Ob 47/24p
    Beisatz wie T18
  • 10 ObS 51/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 04.06.2024 10 ObS 51/24h
    vgl
  • 1 Ob 81/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 81/24d
    vgl; Beisatz wie T18
  • 7 Ob 140/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2024 7 Ob 140/24z
    vgl; Beisatz: Hier: Beweiserleichterung bei Kfz-Diebstahl, wobei das Fahrzeug wiedergefunden wurde. (T23); Beisatz nur wie T8; Beisatz nur wie T12
  • 1 Ob 50/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.07.2025 1 Ob 50/25x
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T17
  • 1 Ob 51/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.07.2025 1 Ob 51/25v
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T17
    Beisatz: Hier: Verschiebung von Beweisthema und Beweislast in Ansehung der Fehlerhaftigkeit eines Intrauterinpessars („Spirale“), wenn diese aus einer vom Materialfehler betroffenen Charge stammt. (T24)
  • 2 Ob 187/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.11.2025 2 Ob 187/25a
    Beisatz: Hier: Die Rechtsansicht des Rekursgerichts, wonach im Fall der von der Erblasserin verlangten Rückstellung des zunächst dem eingesetzten Erben übergebenen und später nicht mehr auffindbaren Originaltestaments ein typischer, in Richtung eines Zufalls deutender Erfahrungszusammenhang fehle, ist nicht korrekturbedürftig. (T25)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0040196

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19830324_OGH0002_0070OB00023_8300000_001

Rechtssatz für 1Ob502/84; 4Ob150/83; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040266

Geschäftszahl

1Ob502/84; 4Ob150/83; 4Ob175/85; 3Ob572/87; 1Ob1/88; 3Ob45/88; 2Ob84/88 (2Ob85/88); 2Ob119/88; 2Ob36/89; 6Ob614/89; 8Ob518/90; 2Ob41/90; 2Ob64/90; 9ObA290/90; 1Ob513/92; 8Ob615/92; 1Ob45/95; 1Ob5/96; 1Ob2029/96f; 8Ob174/97i; 2Ob91/98s; 1Ob168/98g; 10ObS241/98h; 2Ob185/98i; 10ObS415/98x; 10ObS128/99t; 4Ob206/99v; 1Ob240/99x; 7Ob289/00a; 10ObS31/01h; 1Ob54/01z; 10ObS165/01i; 7Ob237/01f; 10ObS398/01d; 10ObS67/02d; 7Ob128/02b; 10ObS391/02a; 10ObS419/02v; 6Ob145/03x; 8Ob8/04s; 6Ob83/05g; 4Ob52/06k; 7Ob255/07m; 2Ob108/07g; 10ObS146/07d; 4Ob124/08a; 9ObA177/07f; 17Ob35/09k; 10ObS5/10y; 3Ob106/10z; 2Ob111/10b; 4Ob145/10t; 1Ob227/10d; 10ObS78/11k; 2Ob173/11x; 4Ob36/12s; 5Ob117/12k; 2Ob67/12k; 1Ob172/12v; 10Ob13/13d; 2Ob227/12i; 8Ob18/14a; 4Ob18/15y; 7Ob67/15a; 3Ob47/16g; 10ObS62/16i; 3Ob139/16m; 3Ob84/17z; 1Ob97/17x; 7Ob88/17t; 4Ob121/17y; 7Ob74/18k; 4Ob232/17x; 7Ob99/18m; 8Ob92/18i; 7Ob186/17d; 6Ob154/19v; 10ObS132/22t; 10ObS108/22p; 10ObS75/23m; 1Ob39/24b; 10ObS51/24h; 2Ob248/23v; 10ObS2/25d; 8Ob57/25b; 1Ob50/25x; 1Ob51/25v; 2Ob187/25a

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Rechtssatz

Der Anscheinsbeweis beruht darauf, dass bestimmte Geschehensabläufe typisch sind und es daher wahrscheinlich ist, dass auch im konkreten Fall ein derartiger gewöhnlicher Ablauf und nicht ein atypischer gegeben ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 502/84
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 1 Ob 502/84
    Veröff: SZ 57/20 = EvBl 1984/129 S 514 = JBl 1985,36
  • 4 Ob 150/83
    Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 150/83
    Auch
  • 4 Ob 175/85
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 4 Ob 175/85
    Auch; Veröff: WBl 1987,102
  • 3 Ob 572/87
    Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 572/87
  • 1 Ob 1/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 1/88
    Veröff: SZ 61/61
  • 3 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 45/88
    Veröff: SZ 61/126
  • 2 Ob 84/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 84/88
    Veröff: ZVR 1989/108 S 180
  • 2 Ob 119/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 119/88
  • 2 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 36/89
  • 6 Ob 614/89
    Entscheidungstext OGH 13.07.1989 6 Ob 614/89
    Beisatz: Bloße Verweisung auf die "allgemeine Lebenserfahrung" reicht zur Dartuung des typischen Geschehensablaufes keineswegs aus. (T1)
  • 8 Ob 518/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 8 Ob 518/90
    Veröff: RZ 1990/57 S 127
  • 2 Ob 41/90
    Entscheidungstext OGH 09.05.1990 2 Ob 41/90
  • 2 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 2 Ob 64/90
  • 9 ObA 290/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 9 ObA 290/90
  • 1 Ob 513/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 513/92
    Vgl auch; Beisatz: Zum Wesen des prima - facie - Beweises gehört es, dass der Beweisbelastete nur bestimmte Tatsachen beweisen muss, aus denen sich nach der Lebenserfahrung mit erheblicher Wahrscheinlichkeit auf andere Tatsachen schließen lässt. (T2)
  • 8 Ob 615/92
    Entscheidungstext OGH 15.10.1992 8 Ob 615/92
    Beisatz: Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind dort, wo formelhafte, typische Kausalabläufe bestehen oder wo typische Verhaltensweisen stets gleichartige und zuverlässige Schlüsse auf bestimmte innere Zustände eines Menschen zulassen, also beim Beweis des Kausalzusammenhanges oder des Verschuldens. (T3)
    Veröff: SZ 65/132
  • 1 Ob 45/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 1 Ob 45/95
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 5/96
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Seine wichtigsten Anwendungsgebiete liegen im Schadenersatzrecht. (T4)
  • 1 Ob 2029/96f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
    Vgl; Beis wie T3
  • 8 Ob 174/97i
    Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 Ob 174/97i
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 91/98s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 91/98s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Frage des Verschuldens. (T5)
    Beisatz: Die Lebenserfahrung spricht dafür, dass ein Schifahrer sich schuldhaft verhalten hat, wenn er die Herrschaft über seine Schier verliert. (T6)
  • 1 Ob 168/98g
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 168/98g
    Auch
  • 10 ObS 241/98h
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 10 ObS 241/98h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 185/98i
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 185/98i
    Vgl auch
  • 10 ObS 415/98x
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 10 ObS 415/98x
    Vgl auch
  • 10 ObS 128/99t
    Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 128/99t
    Vgl auch
  • 4 Ob 206/99v
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 206/99v
  • 1 Ob 240/99x
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 240/99x
    Auch
  • 7 Ob 289/00a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 289/00a
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T6
  • 10 ObS 31/01h
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 31/01h
    Beisatz: Steht ein typischer Geschehensablauf fest, der nach der Lebenserfahrung auf einen bestimmten Kausalzusammenhang hinweist, gelten diese Tatbestandsvoraussetzungen auch im Einzelfall auf Grund ersten Anscheins als erwiesen. (T7)
  • 1 Ob 54/01z
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 54/01z
    Auch; Beisatz: Der Anscheinsbeweis beruht auf typischen Geschehnisabläufen, deren Verwirklichung wahrscheinlich ist. Er dient demjenigen als Beweiserleichterung, der anspruchsbegründende Tatsachen darzutun hat, ermöglicht eine Verschiebung von Beweisthema und Beweislast und kann vom Gegner durch den Beweis eines ernsthaft in Betracht zu ziehenden atypischen Geschehnisablaufs entkräftet werden. (T8)
  • 10 ObS 165/01i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 ObS 165/01i
    Beis wie T7
  • 7 Ob 237/01f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 237/01f
    Beis wie T8; Beis wie T3
  • 10 ObS 398/01d
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 10 ObS 398/01d
    Beis wie T7; Beisatz: Die Entkräftung des Anscheinsbeweises geschieht durch den Beweis, dass der typische formelhafte Geschehensablauf im konkreten Fall nicht zwingend ist, sondern, dass die ernste Möglichkeit eines anderen Geschehensablaufes besteht. In Sozialrechtssachen ist der Anscheinsbeweis nur dann entkräftet, wenn dem atypischen Geschehensablauf zumindest die gleiche Wahrscheinlichkeit zukommt. (T9)
  • 10 ObS 67/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 67/02d
    Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Einen Grundsatz, dass im Zweifel zu Gunsten des Versicherten zu entscheiden ist, gibt es nicht. (T10)
  • 7 Ob 128/02b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 128/02b
    Auch
  • 10 ObS 391/02a
    Entscheidungstext OGH 14.01.2003 10 ObS 391/02a
    Beis wie T9
  • 10 ObS 419/02v
    Entscheidungstext OGH 13.01.2004 10 ObS 419/02v
    Beis wie T9 nur: In Sozialrechtssachen ist der Anscheinsbeweis nur dann entkräftet, wenn dem atypischen Geschehensablauf zumindest die gleiche Wahrscheinlichkeit zukommt. (T11)
    Beis wie T10
  • 6 Ob 145/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
    Beisatz: Der Anscheinsbeweis wird in Fällen als sachgerecht angesehen, in denen konkrete Beweise vom Beweispflichtigen billigerweise nicht erwartet werden können. In der Regel ist dies der Fall, wenn es sich um Umstände handelt, die allein in der Sphäre des Gegners liegen und daher nur ihm bekannt und auch nur durch ihn beweisbar sind. (T12); Beisatz wie T9
  • 8 Ob 8/04s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 8 Ob 8/04s
    Auch; Beisatz: Hier: Anscheinsbeweis für ein Treuhandverhältnis. (T13)
    Beisatz: Voraussetzung ist, dass nach außen vom Treugeber Verhaltensweisen gesetzt werden, aus denen typischerweise auf seine Treugebereigenschaft geschlossen werden kann. (T14)
  • 6 Ob 83/05g
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 83/05g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Hepatitis C-Infektion durch Bluttransfusion. (T15)
  • 4 Ob 52/06k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 52/06k
    Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Der Anscheinsbeweis für den Verdacht des Ehegatten auf Eheverfehlungen ist durch positive Beobachtungsergebnisse einer Detektivüberwachung erbracht. (T16)
  • 7 Ob 255/07m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 7 Ob 255/07m
    Beisatz: Hier: Klärung der Kausalität eines ärztlichen Kunstfehlers. (T17)
  • 2 Ob 108/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 108/07g
    Veröff: SZ 2007/190
  • 10 ObS 146/07d
    Entscheidungstext OGH 15.01.2008 10 ObS 146/07d
    Beis wie T9
  • 4 Ob 124/08a
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 124/08a
    Auch
  • 9 ObA 177/07f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
    Veröff: SZ 2008/101
  • 17 Ob 35/09k
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 17 Ob 35/09k
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T12
  • 10 ObS 5/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 ObS 5/10y
    Beis wie T10
  • 3 Ob 106/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 106/10z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 111/10b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 111/10b
  • 4 Ob 145/10t
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 145/10t
  • 1 Ob 227/10d
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 227/10d
    Auch
  • 10 ObS 78/11k
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 ObS 78/11k
    Auch
  • 2 Ob 173/11x
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 173/11x
    Beis wie T12
  • 4 Ob 36/12s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 36/12s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Typisches Vorliegen einer Anspruchsgefährdung iSd § 381 EO bei bloßem Bestreiten des Zustandekommens eines Kaufvertrags verneint. (T18)
  • 5 Ob 117/12k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 117/12k
    Beisatz: Hier: Anscheinsbeweis im Gewährleistungsrecht bei latentem Mangel. (T19)
    Beis ähnlich wie T12
  • 2 Ob 67/12k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 67/12k
    Beis wie T3
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Auch
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Auch; Beisatz: Er darf nicht dazu dienen, Lücken der Beweisführung durch bloße Vermutungen auszufüllen. (T20)
    Beisatz: Der Erfahrungssatz muss sich aus einem gleichmäßigen, sich immer wiederholenden Hergang ergeben („typischer Geschehensablauf“), dem neuesten Stand der Erfahrungen entsprechen sowie eindeutig und in jederzeit überprüfbarer Weise formuliert werden können. (T21)
  • 2 Ob 227/12i
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 227/12i
    Beisatz: Der Kausalzusammenhang kann Gegenstand eines Anscheinsbeweises sein. (T22)
  • 8 Ob 18/14a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 18/14a
    Beis wie T3; Beis wie T12
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
  • 7 Ob 67/15a
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 67/15a
  • 3 Ob 47/16g
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 47/16g
    Auch; Veröff: SZ 2016/53
  • 10 ObS 62/16i
    Entscheidungstext OGH 07.06.2016 10 ObS 62/16i
    Beisatz: Hier: Anspruch auf Unfallrente gemäß § 79 StVG. (T23)
  • 3 Ob 139/16m
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 3 Ob 139/16m
    Auch; Beis wie T21; Beisatz: Kein Erfahrungssatz zum Zusammenhang zwischen einer Verwendung von Tampons und dem Eintritt eines menstruellen toxischen Schocksyndroms (TSS). (T24)
  • 3 Ob 84/17z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 84/17z
  • 1 Ob 97/17x
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 97/17x
    Auch; Beisatz: Hier: Die Revisionswerberin ist aber nicht in der Lage, nachvollziehbar darzulegen, von welchen (von den Tatsacheninstanzen festgestellten) Sachverhaltselementen sie im Sinne eines typischen Geschehnisablaufs auf einen bestimmten Kausalverlauf schließen will. (T25)
  • 7 Ob 88/17t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 88/17t
  • 4 Ob 121/17y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 121/17y
    Veröff: SZ 2017/119
  • 7 Ob 74/18k
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 74/18k
  • 4 Ob 232/17x
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 232/17x
    Vgl
  • 7 Ob 99/18m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 99/18m
  • 8 Ob 92/18i
    Entscheidungstext OGH 19.07.2018 8 Ob 92/18i
  • 7 Ob 186/17d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 186/17d
    auch; Beisatz: Eine typische formelhafte Verknüpfung (Anscheinsbeweis) dahin, dass dem Versicherer ein Gutachten, das in einem von einem anderen Versicherer beauftragten Gutachten erwähnt wird, dauerhaft zur Verfügung steht, besteht nicht. Die Möglichkeit, dass sich der Versicherer ein solches Gutachten allenfalls beschaffen könnte, reicht für die Verpflichtung zur Einsichtsgewährung nicht aus. Der klagende Versicherungsnehmer ist grundsätzlich dafür beweispflichtig, dass der Versicherer über ein solches Gutachten verfügt, das eingesehen werden soll. (T26)
    Anm: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T12) auf (T26) - Juli 2024
    Veröff: SZ 2018/45
  • 6 Ob 154/19v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2020 6 Ob 154/19v
    Beisatz: Hier: Weisung gemäß § 9 EKEG. (T27)
    Anm: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T13) auf (T27) - Juli 2024
    Veröff: SZ 2020/32
  • 10 ObS 132/22t
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 10 ObS 132/22t
    Vgl; Beis nur wie T9
  • 10 ObS 108/22p
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 10 ObS 108/22p
    Beis wie T9
  • 10 ObS 75/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.07.2023 10 ObS 75/23m
    vgl; Beisatz nur wie T9
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
  • 10 ObS 51/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 04.06.2024 10 ObS 51/24h
    Beisatz nur wie T9; Beisatz wie T11
  • 2 Ob 248/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 2 Ob 248/23v
    Beisatz: Bejaht zugunsten des Pflichtteilsberechtigten für das Vorliegen von Schenkungsabsicht bei krassem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. (T28)
    Anm: Mit Abgrenzung zum bloßen Indizienbeweis.
  • 10 ObS 2/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.01.2025 10 ObS 2/25d
  • 8 Ob 57/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 57/25b
  • 1 Ob 50/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.07.2025 1 Ob 50/25x
  • 1 Ob 51/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.07.2025 1 Ob 51/25v
    Beisatz: Hier: Verschiebung von Beweisthema und Beweislast in Ansehung der Fehlerhaftigkeit eines Intrauterinpessars („Spirale“), wenn diese aus einer vom Materialfehler betroffenen Charge stammt. (T29)
  • 2 Ob 187/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.11.2025 2 Ob 187/25a
    Beisatz: Hier: Die Rechtsansicht des Rekursgerichts, wonach im Fall der von der Erblasserin verlangten Rückstellung des zunächst dem eingesetzten Erben übergebenen und später nicht mehr auffindbaren Originaltestaments ein typischer, in Richtung eines Zufalls deutender Erfahrungszusammenhang fehle, ist nicht korrekturbedürftig. (T30)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040266

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19840125_OGH0002_0010OB00502_8400000_002

Rechtssatz für 3Ob45/88; 2Ob119/88; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040287

Geschäftszahl

3Ob45/88; 2Ob119/88; 2Ob64/90; 9Ob1575/95; 10Ob1606/95; 1Ob160/99g; 3Ob18/00v; 10ObS31/01h; 10ObS97/01i; 10ObS195/01a; 7Ob237/01f; 10ObS168/02g; 10ObS67/02d; 7Ob128/02b; 10ObS96/03w; 10ObS419/02v; 4Ob110/06i; 10Ob57/07s; 2Ob108/07g; 2Ob250/07i; 9ObA177/07f; 2Ob127/08b; 7Ob24/09v; 10ObS5/10y; 8ObA20/10i; 2Ob111/10b; 9Ob59/10g; 1Ob227/10d; 4Ob36/12s; 7Ob94/12t; 2Ob67/12k; 7Ob26/13v; 10Ob13/13d; 2Ob227/12i; 7Ob237/12x; 1Ob218/13k; 8Ob18/14a; 2Ob213/13g; 8Ob53/14y; 4Ob132/14m; 4Ob18/15y; 2Ob1/15h; 8Ob117/15m; 10ObS62/16i; 3Ob139/16m; 3Ob84/17z; 1Ob97/17x; 4Ob121/17y; 4Ob232/17x; 7Ob99/18m; 8Ob92/18i; 7Ob186/17d; 2Ob95/19p; 2Ob78/20i; 6Ob173/22t; 1Ob189/23k; 1Ob39/24b; 9Ob47/24p; 2Ob248/23v; 10ObS2/25d; 8Ob57/25b; 2Ob187/25a

Entscheidungsdatum

18.11.2025

Rechtssatz

Der Anscheinsbeweis ist nur zulässig, wenn eine typische formelhafte Verknüpfung zwischen der tatsächlich bewiesenen Tatsache und dem gesetzlich geforderten Tatbestandselement besteht; er darf nicht dazu dienen, Lücken der Beweisführung durch bloße Vermutungen auszufüllen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 45/88
    Veröff: SZ 61/126
  • 2 Ob 119/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 119/88
  • 2 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 2 Ob 64/90
  • 9 Ob 1575/95
    Entscheidungstext OGH 25.10.1995 9 Ob 1575/95
    Auch
  • 10 Ob 1606/95
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 1606/95
    nur: Der Anscheinsbeweis darf nicht dazu dienen, Lücken der Beweisführung durch bloße Vermutungen auszufüllen. (T1)
  • 1 Ob 160/99g
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 160/99g
    nur T1
  • 3 Ob 18/00v
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 3 Ob 18/00v
    Vgl auch; Beisatz: Der Anscheinsbeweis wird in Fällen als sachgerecht empfunden, in denen konkrete Beweise von Beweispflichtigen billigerweise nicht erwartet werden können; in der Regel ist das der Fall, wenn es sich um Umstände handelt, die allein in der Sphäre des anderen liegen und daher nur ihm bekannt und auch nur durch ihn beweisbar sind. (T2)
  • 10 ObS 31/01h
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 31/01h
  • 10 ObS 97/01i
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 97/01i
    Vgl auch; Beisatz: Fehlt es an der Typizität eines Geschehensablaufs, ist ein Anscheinsbeweis nicht zulässig. (T3)
  • 10 ObS 195/01a
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 ObS 195/01a
    Vgl auch; nur: Der Anscheinsbeweis ist nur zulässig, wenn eine typische formelhafte Verknüpfung zwischen der tatsächlich bewiesenen Tatsache und dem gesetzlich geforderten Tatbestandselement besteht. (T4)
  • 7 Ob 237/01f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 237/01f
    Auch
  • 10 ObS 168/02g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 168/02g
    Beisatz: Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufs, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offen lässt, erlaubt die Anwendung des Anscheinsbeweises nicht. (T5)
  • 10 ObS 67/02d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 67/02d
  • 7 Ob 128/02b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 128/02b
    Vgl auch; nur T4
  • 10 ObS 96/03w
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 ObS 96/03w
    Auch
  • 10 ObS 419/02v
    Entscheidungstext OGH 13.01.2004 10 ObS 419/02v
  • 4 Ob 110/06i
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 110/06i
  • 10 Ob 57/07s
    Entscheidungstext OGH 05.06.2007 10 Ob 57/07s
    Auch
  • 2 Ob 108/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 108/07g
    Veröff: SZ 2007/190
  • 2 Ob 250/07i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 250/07i
    nur T1; Beis wie T2 nur: Der Anscheinsbeweis wird in Fällen als sachgerecht empfunden, in denen konkrete Beweise von Beweispflichtigen billigerweise nicht erwartet werden können. (T6)
  • 9 ObA 177/07f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
    Veröff: SZ 2008/101
  • 2 Ob 127/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 127/08b
    Beis wie T6
  • 7 Ob 24/09v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 24/09v
    Veröff: SZ 2009/42
  • 10 ObS 5/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2010 10 ObS 5/10y
    Beis wie T5
  • 8 ObA 20/10i
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 ObA 20/10i
  • 2 Ob 111/10b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 111/10b
  • 9 Ob 59/10g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 59/10g
  • 1 Ob 227/10d
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 227/10d
    nur T4
  • 4 Ob 36/12s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 36/12s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Typisches Vorliegen einer Anspruchsgefährdung iSd § 381 EO bei bloßem Bestreiten des Zustandekommens eines Kaufvertrags verneint. (T7)
  • 7 Ob 94/12t
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 7 Ob 94/12t
  • 2 Ob 67/12k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 67/12k
    Beis wie T2
  • 7 Ob 26/13v
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 26/13v
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Beisatz: Der Erfahrungssatz muss sich aus einem gleichmäßigen, sich immer wiederholenden Hergang ergeben („typischer Geschehensablauf“), dem neuesten Stand der Erfahrungen entsprechen sowie eindeutig und in jederzeit überprüfbarer Weise formuliert werden können. (T8)
  • 2 Ob 227/12i
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 227/12i
    Auch; nur T4; Auch Beis wie T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 237/12x
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 237/12x
  • 1 Ob 218/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 218/13k
    Vgl auch
  • 8 Ob 18/14a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 18/14a
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Beis wie T6
  • 4 Ob 132/14m
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 132/14m
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Auch
  • 2 Ob 1/15h
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 2 Ob 1/15h
  • 8 Ob 117/15m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 117/15m
  • 10 ObS 62/16i
    Entscheidungstext OGH 07.06.2016 10 ObS 62/16i
    Beisatz: Hier: Anspruch auf Unfallrente gemäß § 79 StVG. (T9)
  • 3 Ob 139/16m
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 3 Ob 139/16m
    Auch; Beisatz: Kein Erfahrungssatz zum Zusammenhang zwischen einer Verwendung von Tampons und dem Eintritt eines menstruellen toxischen Schocksyndroms (TSS). (T10)
  • 3 Ob 84/17z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 84/17z
  • 1 Ob 97/17x
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 97/17x
    Auch; Beisatz: Hier: Die Revisionswerberin ist aber nicht in der Lage, nachvollziehbar darzulegen, von welchen (von den Tatsacheninstanzen festgestellten) Sachverhaltselementen sie im Sinne eines typischen Geschehnisablaufs auf einen bestimmten Kausalverlauf schließen will. (T11)
  • 4 Ob 121/17y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 121/17y
    Veröff: SZ 2017/119
  • 4 Ob 232/17x
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 232/17x
    Auch
  • 7 Ob 99/18m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 99/18m
  • 8 Ob 92/18i
    Entscheidungstext OGH 19.07.2018 8 Ob 92/18i
  • 7 Ob 186/17d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 186/17d
    Beisatz: Eine typische formelhafte Verknüpfung (Anscheinsbeweis) dahin, dass dem Versicherer ein Gutachten, das in einem von einem anderen Versicherer beauftragten Gutachten erwähnt wird, dauerhaft zur Verfügung steht, besteht nicht. Die Möglichkeit, dass sich der Versicherer ein solches Gutachten allenfalls beschaffen könnte, reicht für die Verpflichtung zur Einsichtsgewährung nicht aus. Der klagende Versicherungsnehmer ist grundsätzlich dafür beweispflichtig, dass der Versicherer über ein solches Gutachten verfügt, das eingesehen werden soll. (T12)
    Veröff: SZ 2018/45
  • 2 Ob 95/19p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 95/19p
  • 2 Ob 78/20i
    Entscheidungstext OGH 06.08.2020 2 Ob 78/20i
  • 6 Ob 173/22t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2022 6 Ob 173/22t
    Vgl; Beis nur wie T5; Beisatz: Hier: Angebliche Umsatzrückgänge können auf vielerlei Ursachen zurückgehen. (T13)
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
    Beisatz wie T5
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    Beisatz: Vorausgesetzt ist, dass ein Geschehensablauf vorliegt, der nach der Lebenserfahrung für einen bestimmten Kausalzusammenhang typisch ist und deshalb auf die Kausalität der zu beweisenden Tatsache hinweist. (T14)
  • 9 Ob 47/24p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2024 9 Ob 47/24p
    Beisatz wie T5
  • 2 Ob 248/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 2 Ob 248/23v
    Beisatz: Bejaht zugunsten des Pflichtteilsberechtigten für das Vorliegen von Schenkungsabsicht bei krassem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. (T15)
    Anm: Mit Abgrenzung zum bloßen Indizienbeweis.
  • 10 ObS 2/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.01.2025 10 ObS 2/25d
    vgl
  • 8 Ob 57/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 57/25b
    nur T1
  • 2 Ob 187/25a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.11.2025 2 Ob 187/25a
    Beisatz: Hier: Die Rechtsansicht des Rekursgerichts, wonach im Fall der von der Erblasserin verlangten Rückstellung des zunächst dem eingesetzten Erben übergebenen und später nicht mehr auffindbaren Originaltestaments ein typischer, in Richtung eines Zufalls deutender Erfahrungszusammenhang fehle, ist nicht korrekturbedürftig. (T16)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0040287

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19880518_OGH0002_0030OB00045_8800000_001

Rechtssatz für 1Ob502/77; 1Ob692/77; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022900

Geschäftszahl

1Ob502/77; 1Ob692/77; 1Ob785/83; 7Ob531/85; 3Ob560/84; 5Ob608/84; 1Ob28/86; 2Ob554/86; 10Ob509/87; 8Ob593/87; 5Ob643/88; 7Ob677/89; 2Ob596/89; 4Ob607/89; 1Ob31/92; 1Ob520/93 (1Ob521/93); 1Ob2051/96s; 1Ob33/97b; 1Ob6/97g; 9Ob114/98z; 2Ob224/97y; 3Ob51/98s; 8Ob278/99m; 6Ob220/99t; 2Ob226/99w; 6Ob242/00g; 6Ob292/00k; 10Ob61/01w; 1Ob54/01z; 1Ob116/01t; 6Ob88/01m; 1Ob223/01b; 1Ob151/01i; 1Ob310/01x; 6Ob322/02z; 9Ob127/03x; 8Ob42/04s; 6Ob12/05s; 8Ob86/06i; 4Ob230/06m; 2Ob170/06y; 6Ob104/06x; 1Ob226/07b; 10Ob103/07f; 6Ob72/08v; 2Ob178/07a; 4Ob197/08m; 9Ob22/08p; 5Ob38/05g; 4Ob28/09k; 2Ob266/08v; 7Ob136/09i; 2Ob277/08m; 1Ob203/09y; 1Ob213/09v; 4Ob36/10p; 4Ob71/10k; 2Ob10/10z; 4Ob145/10t; 6Ob231/10d; 6Ob8/11m; 3Ob39/11y; 7Ob77/10i; 1Ob115/11k; 17Ob11/11h; 2Ob97/11w; 2Ob176/10m; 10Ob61/11k; 4Ob137/11t; 4Ob145/11v; 10ObS157/11b; 7Ob170/11t; 1Ob186/11a; 4Ob67/12z; 1Ob51/12z; 1Ob172/12v; 7Ob162/12t; 7Ob189/12p; 10Ob13/13d; 10Ob48/13a; 10Ob46/13g; 3Ob191/13d; 4Ob210/13f; 2Ob17/13h; 7Ob221/13w; 2Ob41/14i; 5Ob208/13v; 8Ob53/14y; 1Ob148/14t; 8Ob95/14z; 3Ob166/14d; 4Ob239/14x; 9Ob26/14k; 6Ob71/15g; 8Ob93/14f; 1Ob39/15i; 2Ob36/15f; 8Ob98/15t; 1Ob157/16v; 6Ob32/17z; 6Ob39/17d; 4Ob86/17a; 6Ob215/16k; 7Ob88/17t; 8Ob2/17b; 6Ob234/17f; 3Ob191/17k; 5Ob62/18f; 2Ob124/19b; 2Ob95/19p; 6Ob207/20i; 7Ob140/21w; 10Ob48/22i; 6Ob36/23x; 8Ob23/23z; 7Ob30/23x; 9Ob69/22w; 7Ob105/23a; 1Ob189/23k; 5Ob6/24d; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 10Ob35/24f; 1Ob81/24d; 7Ob164/24d; 1Ob114/24g; 7Ob165/24a; 9Ob105/24t; 1Ob176/24z; 1Ob162/25t

Entscheidungsdatum

16.12.2025

Norm

ABGB §1295 Ia3a
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine Beweisführung bezüglich der Kausalität einer Unterlassung kommt in der Regel nur unter Bedachtnahme auf die Wahrscheinlichkeit des Tatsachenzusammenhanges in Betracht. Der Geschädigte ist dafür beweispflichtig, dass überwiegende Gründe dafür vorliegen, der Schaden sei durch das Verhalten des Beklagten herbeigeführt worden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 502/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 502/77
    Veröff: NZ 1980,73
  • 1 Ob 692/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1978 1 Ob 692/77
    Vgl auch; Beisatz: Dem Schädiger obliegt sodann der Nachweis, einen anderen Tatsachenzusammenhang noch wahrscheinlicher zu machen. (T1)
  • 1 Ob 785/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 785/83
    Beis wie T1; Veröff: SZ 56/181 = JBl 1984,554
  • 7 Ob 531/85
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 7 Ob 531/85
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 560/84
    Entscheidungstext OGH 02.10.1985 3 Ob 560/84
    auch; nur: Eine Beweisführung bezüglich der Kausalität einer Unterlassung kommt in der Regel nur unter Bedachtnahme auf die Wahrscheinlichkeit des Tatsachenzusammenhanges in Betracht. (T2)
    Beisatz: Es genügt ein sehr hoher Grad von Wahrscheinlichkeit des Zusammenhanges für die Haftung. (T3)
  • 5 Ob 608/84
    Entscheidungstext OGH 03.12.1985 5 Ob 608/84
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 28/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 28/86
    Veröff: SZ 59/93 = EvBl 1987/1 S 14 = JBl 1986,583
  • 2 Ob 554/86
    Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 554/86
    Beis wie T1; Veröff: RdW 1987,96 = DRdA 1988,229 (Floretta)
  • 10 Ob 509/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 10 Ob 509/87
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 593/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 8 Ob 593/87
    Beis wie T1
  • 5 Ob 643/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 5 Ob 643/88
    Beis wie T1
  • 7 Ob 677/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 677/89
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: An einen für die Haftungsbegründung erforderlichen Kausalitätsbeweis dürfen keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden. (T4)
    Veröff: JBl 1990,458 = VersR 1991,207
  • 2 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 596/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 607/89
    Entscheidungstext OGH 27.02.1990 4 Ob 607/89
    Auch; Veröff: AnwBl 1991,51
  • 1 Ob 31/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 31/92
    Auch; Beisatz: Die Beweislast, dass bei gebotenem Verhalten der Schaden nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten. (T5) Veröff: EvBl 1993/57 S 276
  • 1 Ob 520/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 520/93
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: ZfRV 1994,249; hiezu Kletecka ZfRV 1994,249,232
  • 1 Ob 2051/96s
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2051/96s
    nur: Der Geschädigte ist dafür beweispflichtig, dass überwiegende Gründe dafür vorliegen, der Schaden sei durch das Verhalten des Beklagten herbeigeführt worden. (T6)
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Häufig genügt der Nachweis, dass die Sachlage typisch auf einen solchen Kausalzusammenhang hinweist. (T7)
  • 1 Ob 33/97b
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 33/97b
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 6/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 6/97g
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 70/95
  • 9 Ob 114/98z
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 114/98z
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 2 Ob 224/97y
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 2 Ob 224/97y
    Auch; nur T2; Beisatz: Bei erwiesenem schuldhaften Unterlassen einer Belehrung wird ein Anwalt dem Mandanten gegenüber nur dann schadenersatzpflichtig, wenn dieser beweisen kann, dass das schuldhafte rechtswidrige Verhalten des Rechtsanwaltes kausal für den eingetretenen Schaden war. (T8)
  • 3 Ob 51/98s
    Entscheidungstext OGH 15.09.1999 3 Ob 51/98s
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Haftung des Amtsvormundes. (T9)
  • 8 Ob 278/99m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 Ob 278/99m
    Auch
  • 6 Ob 220/99t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 220/99t
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 2 Ob 226/99w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 226/99w
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 242/00g
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 242/00g
    nur T6; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Rechtsanwalt, der pflichtwidrig eine Prozesshandlung unterlässt. (T10)
  • 6 Ob 292/00k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 10 Ob 61/01w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2001 10 Ob 61/01w
  • 1 Ob 54/01z
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 54/01z
    Auch; Beisatz: Die Beweislast dafür, dass der Schaden bei gebotenem Verhalten nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten. (T11)
  • 1 Ob 116/01t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 116/01t
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 88/01m
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 88/01m
    nur T6; Beis ähnlich wie T7
  • 1 Ob 223/01b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 223/01b
    Auch; Beisatz: Die mangelnde Schadenskausalität der Unterlassung gebotenen Verhaltens ist vom Beklagten zu beweisen. (T12)
  • 1 Ob 151/01i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T10; Beisatz: Auch im Fall der Anwendbarkeit des § 1298 ABGB. (T13)
    Veröff: SZ 74/159
  • 1 Ob 310/01x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 310/01x
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2002/27
  • 6 Ob 322/02z
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 322/02z
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T3
  • 9 Ob 127/03x
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 9 Ob 127/03x
    Auch; Beisatz: Auch wenn es richtig ist, dass auch im Falle der Schädigung durch Unterlassung der Geschädigte grundsätzlich den Kausalzusammenhang zu beweisen hat, ist doch anerkannt, dass an den Beweis des bloß hypothetischen Kausalverlaufs nicht so strenge Anforderungen gestellt werden können wie bei einer Schadenszufügung durch positives Tun. Die Frage, wie sich die Geschehnisse entwickelt hätten, wenn der Schädiger pflichtgemäß gehandelt hätte, lässt sich naturgemäß nie mit letzter Sicherheit beantworten, weil dieses Geschehen eben nicht tatsächlich stattgefunden hat. (T14)
  • 8 Ob 42/04s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 8 Ob 42/04s
    Auch; nur T6; Beis ähnlich wie T12
  • 6 Ob 12/05s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 12/05s
    Auch
  • 8 Ob 86/06i
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 86/06i
    Beisatz: Hier: Kausalität der Unterlassung einer Antragstellung nach § 20 Abs 2 ElWOG. (T15)
  • 4 Ob 230/06m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 230/06m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14
  • 2 Ob 170/06y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 170/06y
    Auch; nur T6; Beis wie T8
  • 6 Ob 104/06x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 104/06x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14
  • 1 Ob 226/07b
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 226/07b
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Arzthaftung - Unterlassen einer gebotenen Behandlung. (T16)
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T14
  • 6 Ob 72/08v
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 72/08v
    Vgl; Beisatz: Die Haftung für die Folgen einer rechtswidrigen Unterlassung ist wegen fehlender Kausalität zu verneinen, wenn der Nachteil, auf dessen Ersatz jemand in Anspruch genommen wird, auch bei dessen pflichtgemäßem positivem Tun eingetreten wäre. Dafür ist der Schädiger beweispflichtig. (T17)
  • 2 Ob 178/07a
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 178/07a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Möglichkeit der Ausforschung des Schädigers mit Hilfe der im Autobahn-Mautsystem gespeicherten Daten („GO-Box") rein spekulativ. (T18)
  • 4 Ob 197/08m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 197/08m
    Auch; nur T6
  • 9 Ob 22/08p
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 22/08p
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T13
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T14
    Veröff: SZ 2009/48
  • 2 Ob 266/08v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
    Auch; nur T6; Auch Beis wie T8
  • 7 Ob 136/09i
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 136/09i
    Auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T1
  • 2 Ob 277/08m
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 2 Ob 277/08m
    Auch; nur T6; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 1 Ob 203/09y
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 1 Ob 203/09y
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 213/09v
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 213/09v
    nur T6; Beis wie T14
  • 4 Ob 36/10p
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 36/10p
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
    Veröff: SZ 2010/52
  • 4 Ob 71/10k
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 71/10k
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 2 Ob 10/10z
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 10/10z
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 145/10t
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 145/10t
    Vgl; Beis wie T14
  • 6 Ob 231/10d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 231/10d
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T14
  • 6 Ob 8/11m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 8/11m
    Vgl
  • 3 Ob 39/11y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 39/11y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 7 Ob 77/10i
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 77/10i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Anlegerschaden wegen fehlerhafter Beratung. (T19)
    Beisatz: Den Geschädigten trifft daher die Behauptungs- und Beweislast nicht nur dafür, dass er bei korrekter Information die tatsächlich gezeichneten Wertpapiere nicht erworben hätte, sondern auch dafür, wie er sich bei korrekter Information hypothetisch alternativ verhalten und sich so sein Vermögen entwickelt hätte; auch dafür kommt ihm zugute, dass nicht so strenge Anforderungen an die Beweisbarkeit des bloß hypothetischen Kausalverlaufs zu stellen sind. (T20)
    Veröff: SZ 2011/40
  • 1 Ob 115/11k
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 115/11k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 17 Ob 11/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T13
    Veröff: SZ 2011/105
  • 2 Ob 97/11w
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 97/11w
    Vgl auch
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Unterlassene Warnung des Werkunternehmers (trotz vertraglich übernommener Prüfpflicht) bei Untauglichkeit der vom Werkbesteller beigestellten Pläne. (T21)
  • 4 Ob 145/11v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 145/11v
    Auch; nur T6; Beis wie T5; Beis wie T14
  • 10 ObS 157/11b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 157/11b
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze sind auch bei schuldhaft vom Versicherten unterlassener Meldung von für die Versicherungsleistung erheblichen Umständen gegenüber dem Sozialversicherungsträger anzuwenden. (T22)
    Veröff: SZ 2012/44
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    nur T6
  • 1 Ob 186/11a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 186/11a
    Auch
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl auch; nur ähnlich T6; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T19; Beis ähnlich wie T20; Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast für die Wahl und Entwicklung einer hypothetischen Alternativanlage trifft den klagenden Anleger unter der Voraussetzung, dass er bei korrekter Beratung überhaupt veranlagt hätte, wovon bei einem vorgefassten Anlageentschluss auszugehen ist. (T23)
    Beisatz: An diese sind keine zu strengen Anforderungen zu richten. (T24)
  • 1 Ob 51/12z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 51/12z
    Vgl auch; Beis wie T20
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Vgl
  • 7 Ob 162/12t
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 162/12t
    Auch; Auch Beis wie T13; Veröff: SZ 2012/116
  • 7 Ob 189/12p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 189/12p
    Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2013/4
  • 10 Ob 13/13d
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 13/13d
    Auch; nur T6; Beis wie T14; Beisatz: Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO, wonach für eine (Positiv‑)Feststellung eine „hohe“ Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. (T25)
  • 10 Ob 48/13a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 48/13a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 10 Ob 46/13g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 46/13g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beisatz: Allein der Umstand, dass die geschädigten Anleger (wie auch der Berater des WPDLU) die vom Abschlussprüfer erteilten Bestätigungsvermerke über die Gebarung der Aktiengesellschaft, deren Aktien erworben werden sollten, nicht kannten und daher der konkreten Anlageentscheidung nicht unmittelbar zugrunde legten, schließt die Kausalität eines zu Unrecht erteilten Bestätigungsvermerks nicht schon per se aus. Im Rahmen des erleichterten Kausalitätsbeweises ist den Anlegern nämlich zuzugestehen, dass sich die (teilweise) Verweigerung eines Bestätigungsvermerks auf dem Kapitalmarkt rasch herumgesprochen und bei den Anlageberatern dazu geführt hätte, potentiellen Anlegern von einer solchen Veranlagung abzuraten. (T26)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 210/13f
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 210/13f
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Bejahung der Kausalität zwischen den von der Beklagten erteilten Bestätigungsvermerken und dem Kaufentschluss der Anleger. (T27)
  • 2 Ob 17/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 17/13h
    Auch; Beis wie T19; Beis ähnlich wie T23; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt demnach unter jenem des Regelbeweismaßes der ZPO. Anleger haben daher nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs (vgl auch 6 Ob 231/10d, 6 Ob 8/11m und 7 Ob 77/10i) den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dagegen der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei (vgl auch 10 Ob 61/11k). Gerade in „Verkaufsfällen“, in denen aufgrund des erfolgreichen Abratens vom Verkauf der nicht mehr gewollten Papiere eine Beratung über alternative Anlagemöglichkeiten nicht stattgefunden hat, wird es dem Anleger besonders schwer fallen, eine konkrete Alternativveranlagung nachzuweisen. Insbesondere in solchen Fällen ist daher mit den Erwägungen der Entscheidung 4 Ob 67/12z davon auszugehen, dass es ausreicht, festzustellen, welche Anlagegattung der Geschädigte bei ordnungsgemäßer Beratung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewählt hätte. Maßgebend können hier in weiterer Folge auch die typischen, etwa durch Indizes belegten Entwicklungen solcher Anlagen (der gewöhnliche Lauf der Dinge iSv § 1293 ABGB) sein. (T28)
  • 7 Ob 221/13w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 221/13w
    Auch
  • 2 Ob 41/14i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 41/14i
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 208/13v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 208/13v
    Auch; nur T2; Beis wie T5
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 1 Ob 148/14t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 148/14t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsanwaltshaftung; non liquet hinsichtlich Kausalität der behaupteten Pflichtverletzung (Unterlassung der gebotenen Aufklärung). (T29)
  • 8 Ob 95/14z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 95/14z
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 3 Ob 166/14d
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 166/14d
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 239/14x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 239/14x
    Auch; Beis wie T20; Beis wie T24; Beisatz: Hypothetischer (negativer) Kursverlauf von Zertifikaten im Falle einer richtigen Ad‑hoc‑Meldung. (T30)
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Auch; Beis wie T14 nur: Die Frage, wie sich die Geschehnisse entwickelt hätten, wenn der Schädiger pflichtgemäß gehandelt hätte, lässt sich naturgemäß nie mit letzter Sicherheit beantworten, weil dieses Geschehen eben nicht tatsächlich stattgefunden hat. (T31)
    Beisatz: Es müsste daher nach dem Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen, dass dem Kläger der Inhalt der unterlassenen Ad-hoc-Meldung bei Publikation zur Kenntnis gelangt wäre. (T32)
  • 6 Ob 71/15g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 71/15g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T32; Beisatz: Auf die eigene Lektüre von Ad-hoc-Meldungen durch den Anleger kommt es nicht an, wird der Informationsgehalt derartiger Meldungen von Anlegern doch typischerweise nicht unmittelbar aus der Ad-hoc-Meldung, sondern über die an sie anknüpfenden Informationsquellen, wie Berater bezogen. (T33)
  • 8 Ob 93/14f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 93/14f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T14; Veröff: SZ 2015/105
  • 1 Ob 39/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 39/15i
    Beis wie T33; Veröff: SZ 2015/115
  • 2 Ob 36/15f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 2 Ob 36/15f
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 8 Ob 98/15t
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 98/15t
    Auch; Beis wie T32; Beis wie T33; Beisatz:Marktreaktionen auf tatsächlich unterlassene, also hypothetische frühere Ad-hoc-Mitteilungen,sind für einen Anleger schwer einschätzbar und mangels Kenntnis der Marktlage und der relevanten Faktoren für das Marktgeschehen kaum beweisbar. In dieser Hinsicht ist es gerechtfertigt, von einem Beweisnotstand des Anlegers auszugehen und zu seinen Gunsten den prima facie-Beweis zuzulassen. (T34)
    Beisatz: Hier: Es ist prima facie davon auszugehen, dass im Fall einer pflichtgemäßen (in Wahrheit aber unterlassenen) Ad-hoc-Mitteilung ein Verkauf der Wertpapiere durch den Anleger noch vor dem Eintritt des Kursverfalls hätte bewerkstelligt werden können. Diese Annahme kann der Schädiger entkräften. (T35); Veröff: SZ 2016/10
  • 1 Ob 157/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 157/16v
    Vgl; Beisatz: Die Tatsacheninstanzen haben die Feststellung getroffen, dass die richtige Kapitalmarktinformation zu einem signifikanten Nachgeben der Kurse geführt hätte und dass die Kläger nicht investiert hätten, wenn es vor ihrem Ankauf starke Kursschwankungen gegeben hätte (womit von einer haftungsbegründenden Kausalität auszugehen) war. (T36)
  • 6 Ob 32/17z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 32/17z
    Vgl; Beis ähnlich wie T20; Beis wie T23; Beis ähnlich wie T28;
    Beisatz: Im Begehren auf Zahlung des veranlagten Betrags Zug um Zug gegen Rückgabe der Papiere ist regelmäßig die (ausreichende) Behauptung enthalten, dass eine Alternativanlage (zumindest) das Kapital erhalten hätte (so bereits 4 Ob 67/12z). (T37)
    Beisatz: Hier: Der Kläger brachte vor, mit einem Investment in Gold hätte er sein Kapital jedenfalls erhalten, womit er sich konkret auf eine ganz bestimmte Alternativveranlagung berufen hat. Dies konnte das Erstgericht jedoch nicht feststellen. (T38)
  • 6 Ob 39/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
    Auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T14
  • 4 Ob 86/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 86/17a
    Vgl auch; Beis wie T20; Beis wie T30; Beisatz: Hier: Der Kläger legte weder dar, um wieviel sich der LIBOR durch die Manipulation der Beklagten im Vergleich zu einem nicht rechtswidrig beeinflussten Kursverlauf erhöht habe, noch in welcher konkreten Höhe sich dadurch seine Zinslast verändert habe. Behaupten müsste er einen derartigen hypothetischen Verlauf im Fall rechtmäßigen Marktverhaltens aber schon, weil genau darin sein Schaden besteht. (T39)
  • 6 Ob 215/16k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 6 Ob 215/16k
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 88/17t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 88/17t
    Vgl; Beis wie T14
  • 8 Ob 2/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 2/17b
    Auch; Beis wie T20; Beis wie T28; nur: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO. Der Anleger hat den Eintritt des Schadens nur „plausibel“ zu machen. Dem Berater steht dann der Nachweis offen, dass ein anderer Verlauf wahrscheinlicher sei. (T40)
  • 6 Ob 234/17f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 234/17f
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T14; Beis wie T17
  • 3 Ob 191/17k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 191/17k
    Auch; nur T6; Veröff: SZ 2018/39
  • 5 Ob 62/18f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 62/18f
    Auch
  • 2 Ob 124/19b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 2 Ob 124/19b
    Beis wie T5; Beis wie T11
  • 2 Ob 95/19p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 95/19p
    Beisatz: Es genügt der Nachweis, dass der Schaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T41)
    Beisatz: Dem kann der Gegner den Beweis der höheren Wahrscheinlichkeit eines anderen Verlaufs entgegenhalten. (T42)
  • 6 Ob 207/20i
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 207/20i
    vgl; Beisatz wie T41
    Beisatz: Hier: Zur Haftung des Abschlussprüfers für einen pflichtwidrig erteilten Bestätigungsvermerk. (T43)
    Anm: Veröff: SZ 2021/12
  • 7 Ob 140/21w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T28; Beis wie T40
  • 10 Ob 48/22i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2023 10 Ob 48/22i
    vgl
  • 6 Ob 36/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.03.2023 6 Ob 36/23x
    vgl; Beisatz: Auch ein geringeres Beweismaß für den Kausalitätsbeweis ändert nichts an der Beweislast hinsichtlich des Kausalzusammenhangs. (T44)
  • 8 Ob 23/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.04.2023 8 Ob 23/23z
    Beisatz wie T8; Beisatz wie T10
  • 7 Ob 30/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 7 Ob 30/23x
    Beisatz wie T17
  • 9 Ob 69/22w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2023 9 Ob 69/22w
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T41
  • 7 Ob 105/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.10.2023 7 Ob 105/23a
    Beisatz wie T14
  • 1 Ob 189/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 1 Ob 189/23k
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T42; Beisatz wie T17
  • 5 Ob 6/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 12.03.2024 5 Ob 6/24d
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T14; Beisatz wie T40; Beisatz wie T41
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T42
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    vgl
  • 10 Ob 35/24f
    Entscheidungstext OGH 10.09.2024 10 Ob 35/24f
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T14
  • 1 Ob 81/24d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.09.2024 1 Ob 81/24d
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T11
  • 7 Ob 164/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.11.2024 7 Ob 164/24d
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T14
  • 1 Ob 114/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 1 Ob 114/24g
    vgl; Beisatz nur wie T8; Beisatz nur wie T10
  • 7 Ob 165/24a
    Entscheidungstext OGH 20.11.2024 7 Ob 165/24a
    Beisatz wie T1
    Beisatz: Hier: Haftung einer Prospektkontrollorin. (T45)
  • 9 Ob 105/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2025 9 Ob 105/24t
    Beisatz wie T5; Beisatz wie T11; Beisatz wie T44
  • 1 Ob 176/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2025 1 Ob 176/24z
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T41; Beisatz wie T42
  • 1 Ob 162/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.12.2025 1 Ob 162/25t
    vgl; Beisatz wie T14; Beisatz wie T40; Beisatz wie T41

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0022900

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2026

Dokumentnummer

JJR_19770302_OGH0002_0010OB00502_7700000_005

Rechtssatz für 1Ob22/92; 1Ob40/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050078

Geschäftszahl

1Ob22/92; 1Ob40/93; 1Ob320/97h; 1Ob143/07x; 1Ob73/16s; 1Ob81/19x; 1Ob91/22x; 1Ob20/23g; 1Ob39/24b; 1Ob193/23y; 1Ob76/24v; 1Ob194/24x; 1Ob196/24s; 1Ob202/24y; 1Ob204/24t; 2Ob195/25b

Entscheidungsdatum

18.12.2025

Rechtssatz

Nicht alle Bestimmungen der StPO dienen bei der maßgebenden teleologischen Betrachtungsweise auch dem Schutz des durch eine Straftat Geschädigten. Vielmehr ist bei jeder einzelnen Norm der StPO der Normzweck zu erfragen, der sich aus der wertenden Beurteilung des Sinnes der Vorschrift ergibt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Veröff: SZ 66/77 = JBl 1993,788
  • 1 Ob 40/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 40/93
    nur: Vielmehr ist bei jeder einzelnen Norm der StPO der Normzweck zu erfragen, der sich aus der wertenden Beurteilung des Sinnes der Vorschrift ergibt. (T1)
    Veröff: SZ 67/39
  • 1 Ob 320/97h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 320/97h
    Auch
  • 1 Ob 143/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 143/07x
    Auch; Beisatz: Hier: Schutzzweck des § 24 StPO. (T2)
  • 1 Ob 73/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 73/16s
    Auch; Beisatz: Hier: Schutzzweck der Anzeigepflicht nach § 84 StPO idF BGBl I Nr 2000/108; Rechtswidrigkeitszusammenhang verneint. (T3); Veröff: SZ 2017/12
  • 1 Ob 81/19x
    Entscheidungstext OGH 27.05.2019 1 Ob 81/19x
    Beisatz: Die zivilrechtliche Anspruchsverfolgung eines Opfers gegenüber Dritten, die nicht in ein allfälliges Strafverfahren (etwa als Beschuldigte oder Anklagte) involviert sind, sind nicht vom Schutzzweck bestimmter Nornen des Strafverfahrensrechts erfasst. (T4)
  • 1 Ob 91/22x
    Entscheidungstext OGH 14.07.2022 1 Ob 91/22x
  • 1 Ob 20/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 13.07.2023 1 Ob 20/23g
    Beisatz: Hier: zum Schutzzweck der Verständigungspflicht der Staatsanwaltschaft nach § 194 Abs 1 StPO. (T5)
    Anm: Vgl dazu RS0134435.
  • 1 Ob 39/24b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 39/24b
    vgl
  • 1 Ob 193/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.05.2024 1 Ob 193/23y
    Beisatz: Hier: Schutzzweck des § 100 StPO (T6)
  • 1 Ob 76/24v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.07.2024 1 Ob 76/24v
    Beisatz: Hier: Schutzzweck der § 185 Abs 1 StPO und § 429 Abs 4 StPO aF (T7)
  • 1 Ob 194/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2025 1 Ob 194/24x
    Beisatz: Hier: Schutzzweck der § 190 StPO (T8)
  • 1 Ob 196/24s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2025 1 Ob 196/24s
  • 1 Ob 202/24y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2025 1 Ob 202/24y
  • 1 Ob 204/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2025 1 Ob 204/24t
  • 2 Ob 195/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2025 2 Ob 195/25b
    Beisatz: Die Einholung eines Obduktionsgutachtens in einem Strafverfahren bezweckt nicht den Schutz vermögensrechtlicher Interessen naher Angehöriger. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0050078

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19930622_OGH0002_0010OB00022_9200000_002

Entscheidungstext 1Ob39/24b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Entscheidungsart

Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung)

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fachgebiet

Amtshaftung inkl. StEG

Fundstelle

ZVR 2025/62 S 119 (Danzl, Rechtsprechungsübersicht) - ZVR 2025,119 (Danzl, Rechtsprechungsübersicht) = Greuter/Alessandri, ÖJZ 2025/81 S 532 - Greuter/Alessandri, ÖJZ 2025,532 = SZ 2024/41

Geschäftszahl

1Ob39/24b

Entscheidungsdatum

27.05.2024

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Musger als Vorsitzenden sowie die Hofräte und die Hofrätin Mag. Wurzer, Mag. Dr. Wurdinger, Mag. Wessely-Kristöfel und Dr. Parzmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei S*, vertreten durch Aziz Breitenecker Kolbitsch, Rechtsanwältinnen in Wien, gegen die beklagte Partei Republik Österreich (Bund), vertreten durch die Finanzprokuratur in Wien, wegen 95.000 EUR sA und Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 20. Dezember 2023, GZ 14 R 110/23h-45, mit dem das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien vom 23. Mai 2023, GZ 68 Cg 29/22t-33, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben. Die Rechtssache wird zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

[1]            Die damals 16jährige Klägerin wurde am 27. 2. 2020 in ihrer Wohnung Opfer eines Mordversuchs durch ihren ehemaligen Freund (in der Folge: Täter). Dieser versetzte ihr rund 50 Messerstiche sowie massive Schläge vor allem ins Gesicht, wodurch die Klägerin schwerst verletzt wurde. Der Täter wurde noch am selben Tag festgenommen und in der Folge wegen des Verbrechens des versuchten Mordes nach Paragraphen 15,, 75 StGB zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt, in ein forensischtherapeutisches Zentrum eingewiesen und schuldig erkannt, der Klägerin 166.500 EUR Schadenersatz zu zahlen.

[2]       Zur Vorgeschichte der Tat steht folgender Sachverhalt fest:

[3]       Die Klägerin und der Täter hatten zunächst rund ein Jahr eine Beziehung, die von der Eifersucht, dem Kontrollwahn, den Drohungen und der körperlicher Gewalt des Täters der Klägerin gegenüber geprägt war. So schlug er ihr mit der Faust ins Gesicht oder in den Bauch und drohte ihr damit, ihr oder ihrer Familie etwas anzutun. Die Klägerin vertraute sich weder ihrer Mutter an, noch zeigte sie den Täter bei der Polizei an. Im August 2019 beendete sie die Beziehung und brach für mehrere Monate den Kontakt zum Täter ab. Im September 2019 übersiedelte sie mit ihrer Familie in eine neue Wohnung.

[4]            Am 16. 11. 2019 nahm der Täter wieder Kontakt zur Klägerin auf und entschuldigte sich für sein Verhalten, woraufhin sie sich dazu überreden ließ, sich wieder mit ihm zu treffen; ihrer Familie erzählte sie nichts davon. Es folgten einige persönliche Treffen zwischen der Klägerin und dem Täter an öffentlichen Orten. Schon Anfang Jänner 2020 begann der Täter erneut, über WhatsApp Drohungen gegenüber der Klägerin auszusprechen, wie beispielsweise „messer rein messer raus blut rot s* [= Klägerin] tod))“,„oder willst du abgestochen werden“, „kann sein dass ich dich beim umarmen vlt absteche mit absicht“, „ich schwöre dir ich wird dich morgen vergewaltigen“, „Messer verdienst du“, „egal du wirst heute eh zahlen für deine taten“.

[5]       Anfang Februar 2020 brachte er sie einmal in ihre neue Wohnung nach Hause. Am 12. 2. 2020 kam es zu einem neuerlichen gewaltsamen Übergriff durch den Täter: Über sein Drängen traf sich die Klägerin an diesem Tag nach der Schule mit ihm im Park bei einer U-Bahn-Station. Gegen 19:00 Uhr entstand ein Streit zwischen ihnen, im Zuge dessen der Täter die Klägerin an den Haaren zog, sie nach unten drückte und ihr mit dem Fuß ins Gesicht trat, sodass sie kurz das Bewusstsein verlor und eine deutlich sichtbare Schwellung und Rötung im Bereich des rechten Auges erlitt. Danach entschuldigte er sich und bestand darauf, sie nach Hause zu begleiten, wobei er auf sie einredete, dass sie eine Erklärung für ihre Verletzungen erfinden und nicht die Polizei verständigen solle. Sie fuhren daraufhin gemeinsam mit dem Bus fast bis zum Wohnhaus der Klägerin, das sich in Sichtweite zur Busstation befindet. Erst dort entfernte sich der Täter, und die Klägerin begab sich allein in ihre Wohnung, wo sie ihrer Mutter von dem Vorfall und der Wiederaufnahme ihrer Beziehung zum Täter erzählte. Die Mutter verständigte die Polizei.

[6]       Um etwa 20:30 Uhr trafen zwei Polizeibeamte an der Adresse der Klägerin ein und führten zunächst getrennte Gespräche mit der Klägerin und ihrer Mutter. Die Klägerin schilderte den Polizeibeamten, was geschehen war, und gab ihnen die Daten des Täters bekannt. Sie gab an, dass er sie bereits davor während ihrer rund einjährigen Beziehung immer wieder, und zwar mindestens zehnmal, geschlagen und getreten und ihr dadurch Beulen sowie blaue Flecken im Gesicht und an den Armen und Beinen zugefügt habe; auch die Mutter bestätigte gegenüber den Polizeibeamten die blauen Flecken. Die Klägerin gab an, dass der Täter ihr in der Vergangenheit ständig gedroht habe, etwa damit, ihr das Kiefer zu brechen. Ob sie auch die aktuellen Todesdrohungen erwähnte, steht nicht fest. Sie teilte den Polizeibeamten mit, dass der Täter noch nie in ihrer neuen Wohnung gewesen sei, sie aber nach dem aktuellen Vorfall bis zur Busstation vor ihrem Wohnhaus begleitet habe. Sie versicherte im Zuge ihrer Befragung, dass sie sich künftig nicht mehr mit dem Täter treffen würde. Es steht nicht fest, dass die Polizeibeamten gezielt nachfragten, ob der Täter ihre genaue neue Adresse kenne.

[7]       Die Polizeibeamten fragten weder nach Beweismitteln für die behaupteten Drohungen noch danach, ob der Täter eine Waffe besitze. Die Klägerin hätte über Chatverläufe auf ihrem Handy verfügt, aus denen auch die aktuellen Drohungen des Täters ersichtlich gewesen wären. Sie wusste auch, dass er sich Ende 2019 ein Messer zugelegt hatte; von sich aus erwähnte sie dies jedoch nicht.

[8]            Die Polizeibeamten nahmen eine Anzeige wegen fortgesetzter Gewaltausübung gemäß Paragraph 107 b, StGB sowie – bezüglich des aktuellen Vorfalls – wegen Körperverletzung gemäß Paragraph 83, StGB auf. Über die Möglichkeit eines Betretungs- und Annäherungsverbots oder einer einstweiligen Verfügung informierten sie die Klägerin und ihre Mutter nicht; ebenso wenig händigten sie ihnen Informationsmaterial zum Thema Opfer- und Gewaltschutz aus.

[9]       Noch während des Einsatzes in der Wohnung der Klägerin wurde die Adresse des Täters ausgeforscht. In der Nacht von 12. auf den 13. 2. 2020 verfasste einer der Polizeibeamten einen Aktenvermerk über den Einsatz und setzte die Wiener Kinder- und Jugendhilfe per E-Mail davon in Kenntnis. Aus einer eingeholten Strafregisterauskunft ging hervor, dass der Täter zum Tatzeitpunkt gerichtlich unbescholten war.

[10]           Am 21. 2. 2020 wurde der Akt an die – aufgrund des Tatorts – zuständige Polizeiinspektion weitergeleitet. Diese übermittelte dem Täter eine vom 21. 2. 2020 datierte, an ihn persönlich adressierte Ladung zur Beschuldigtenvernehmung für den 5. 3. 2020 wegen des Verdachts der Körperverletzung und der fortgesetzten Gewaltausübung; auch die Klägerin und ihre Mutter erhielten jeweils vom 21. 2. 2020 datierte Ladungen für ihre Zeugenvernehmung am 5. 3. 2020.

[11]     Als Reaktion auf die Anzeige und den Kontaktabbruch der Klägerin fasste der Täter am 27. 2. 2020 den Entschluss, sie zu töten.

[12]     Das Erstgericht ging weiters davon aus, es könne nicht festgestellt werden, dass der Täter die Tat am 27. 2. 2020 nicht begangen hätte, wenn die Polizeibeamten wegen des Vorfalls vom 12. 2. 2020 ein Betretungs- und Annäherungsverbot über ihn verhängt, umgehend Kontakt mit ihm und seinen Eltern aufgenommen oder die Ladung zur Beschuldigtenvernehmung an seine Eltern zugestellt hätten.

[13]     Die Dienstanweisung der Landespolizeidirektion Wien vom 25. 2. 2015, AZ P4/436620/1/2014, mit dem Betreff „§ 38a SPG; Betretungsverbote bei Gewalt in der Privatsphäre“ (GiP) richtet sich an alle (Polizei-)Bediensteten, die Aufgaben in diesem Zusammenhang wahrzunehmen haben, und lautet auszugsweise wie folgt:

römisch VII. 1. Beschleunigte Bearbeitung von GiP-Fällen

Fälle von Gewalt in der Privatsphäre (Körperverletzungen, gefährliche Drohungen oder Straftaten nach dem 10. Abschnitt des StGB) sind vorrangig zu bearbeiten. Höchste Priorität hat dabei der Schutz der Opfer.

In Fällen, in denen eine Ausführung von Straftaten (insbesondere nach Drohungen) gegen das Opfer zu befürchten ist, oder die Anlasstat schwerwiegend ist, hat unverzüglich eine Kontaktaufnahme mit dem JStA [Journalstaatsanwalt] zur Prüfung der Anordnung der Festnahme zu erfolgen, sofern der Beschuldigte sich auf freiem Fuß befindet.

Wird in solchen Fällen vom JStA keine Festnahme angeordnet, ist der Akt umgehend schriftlich mit Anlassbericht im Wege des ERV der Staatsanwaltschaft zu übermitteln, wobei – nach Maßgabe der Umstände des Einzelfalls – eine Übermittlung als Abschlussbericht anzustreben ist. Wurde ein Anlassbericht übermittelt, hat die Finalisierung des Akts (Abschlussbericht) vorrangig zu erfolgen. […]

römisch VIII. Verständigungspflichten

Der Ersteinschreiter hat über eine Maßnahme gemäß Paragraph 38 a, zu verständigen: [...]

2. die Interventionsstelle

3. den zuständigen Kinder- und Jugendhilfeträger (sofern Kinder oder Jugendliche betroffen sind).

                  

[14]           Die Klägerin begehrt von der Beklagten (zur ungeteilten Hand mit dem Täter) aus dem Titel der Amtshaftung Schadenersatz von insgesamt 95.000 EUR (85.000 EUR Schmerzengeld, 10.000 EUR Verunstaltungsentschädigung) sowie die Feststellung der Haftung für künftige Schäden aus der Tat.

[15]           Die Polizeibeamten hätten es schuldhaft unterlassen, bereits aufgrund der Tat vom 12. 2. 2020 unverzüglich die folgenden Maßnahmen zu ergreifen, zu denen sie verpflichtet gewesen wären:

-   Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots für bzw an die (Wohnung der) Klägerin gegenüber dem Täter (§ 38a SPG);

-   Information der Klägerin über die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung nach §§ 382b und 382c EO und über geeignete Opferschutzeinrichtungen (§ 38a Abs 4 SPG);

-   Erstattung einer „Mitteilung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung“ an den örtlich zuständigen Kinder- und Jugendhilfeträger (§ 37 B-KJHG);

-   Kontaktaufnahme mit der StA, um ihr die Anordnung der Festnahme des Täters zu ermöglichen (§ 100 Abs 2 Z 2 StPO iVm der Dienstanweisung), zumal akute Tatbegehungs- bzw Tatausführungsgefahr bestanden habe;

-   falls keine Festnahme angeordnet worden wäre: Anlassbericht an die StA (§ 100 Abs 2 Z 2 StPO iVm der Dienstanweisung);

-   Aufklärung der Klägerin über ihre wesentlichen Opferrechte (§§ 66–70 StPO);

-   förmliche Zeugenvernehmung der Klägerin und ihrer Mutter (§§ 99 Abs 1, 151 Z 2, 153 ff StPO);

-   Kontaktaufnahme mit dem Täter und seinen Eltern;

- Beschuldigtenvernehmung des Täters (Paragraphen 99, Absatz eins,, 15 Ziffer 2,, 164 StPO).

[16]     Die Polizeibeamten hätten es weiters schuldhaft unterlassen, die mit 21. 2. 2020 datierte Ladung des Täters zur Beschuldigtenvernehmung an seine gesetzlichen Vertreter zuzustellen (Paragraph 38, Absatz 2, JGG).

[17]     Bei pflichtgemäßem Verhalten der Polizeibeamten wäre der Mordversuch an der Klägerin unterblieben. Die Klägerin sei durch die schuldhaften Unterlassungen der Polizeibeamten in ihren durch Artikel 2 und Artikel 8, EMRK geschützten Rechten verletzt worden.

[18]     Die Beklagte bestritt und wandte insbesondere ein, die von der Klägerin vorgebrachten Unterlassungen seien für die Tat vom 27. 2. 2020 nicht kausal gewesen. Die Tat hätte nur dadurch verhindert werden können, dass wegen der Tat vom 12. 2. 2020 die Untersuchungshaft über den Täter verhängt worden wäre; die Voraussetzungen dafür seien aber nicht vorgelegen. Die Polizeibeamten hätten rechtmäßig, jedenfalls aber vertretbar gehandelt.

[19]     Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab.

[20]     Ausgehend von den Feststellungen wäre der versuchte Mord an der Klägerin nur dadurch „mit Sicherheit“ zu verhindern gewesen, wenn sich der Täter zum Tatzeitpunkt in Untersuchungshaft befunden hätte. Andernfalls hätte er dennoch die faktische Möglichkeit gehabt, die Tat zu begehen. Die Voraussetzungen für die Verhängung der Untersuchungshaft seien vor der Tat nicht vorgelegen. Die von der Klägerin geltend gemachten Unterlassungen seien daher nicht kausal für ihren Schaden gewesen. Damit erübrige sich die Prüfung, ob das Verhalten der Polizeibeamten rechtswidrig und schuldhaft gewesen sei.

[21]     Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung und ließ die ordentliche Revision zu.

[22]           Die Klägerin treffe die Beweislast dafür, dass die Tat vom 27. 2. 2020 – und damit der geltend gemachte Schaden – unterblieben wäre, wären die Polizeibeamten wie von ihr gefordert tätig geworden. Auf die Beweiserleichterung des Anscheinsbeweises könne sie sich nicht berufen, weil es an der typischen formelhaften Verknüpfung zwischen den vorgebrachten Unterlassungen und der Tat fehle. Der Kausalablauf sei vielmehr durch den individuellen Willensentschluss des Täters bestimmt worden. Dagegen komme die Beweiserleichterung des auf überwiegende Wahrscheinlichkeit herabgesetzten Beweismaßes für die Kausalität zur Anwendung.

[23]           Zum Teil sei der Klägerin der Beweis des Kausalzusammenhangs zwischen den behaupteten Unterlassungen der Polizeibeamten und der Tat nicht gelungen. Dies gelte für die Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots (Paragraph 38 a, SPG), die Kontaktaufnahme mit dem Täter und seinen Eltern und die Zustellung der mit 21. 2. 2020 datierten Ladung des Täters zur Beschuldigtenvernehmung an seine gesetzlichen Vertreter (Paragraph 38, Absatz 2, JGG).

[24]           Zur Kausalität der weiteren von der Klägerin vorgebrachten Unterlassungen habe das Erstgericht zwar keine Feststellungen getroffen. Dies sei aber in rechtlicher Hinsicht irrelevant. Die Polizeibeamten hätten weder Paragraph 38 a, Absatz 4, SPG noch Paragraph 37, B-KJHG übertreten: Die Informationspflichten nach Paragraph 38 a, Absatz 4, SPG setzten die Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots nach Absatz eins, leg cit voraus. Ein solches sei im Fall der Klägerin aber nicht angeordnet worden. Die Berufung auf Paragraph 37, BKJHG gehe von vornherein ins Leere, weil die Ziele und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausschließlich den (hier nicht zur Debatte stehenden) Bereich der Pflege und Erziehung von Kindern und Jugendlichen durch die Eltern oder die sonst mit der Pflege und Erziehung betrauten Personen beträfen. Im Übrigen hätten die Polizeibeamten die Kinder- und Jugendhilfe vom Einsatz am 12. 2. 2020 ohnehin verständigt.

[25]     In Ansehung der übrigen Unterlassungsvorwürfe fehle es am Rechtswidrigkeitszusammenhang:

[26]           Die Berichtspflichten nach Paragraph 100, StPO gehörten zur Einleitung und Durchführung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens und dienten ausschließlich der Verwirklichung des staatlichen Strafanspruchs. Der Schutz allfälliger künftiger Opfer allfälliger künftiger Straftaten des Beschuldigten sei nicht einmal mitbezweckt. Dies gelte auch für die Dienstanweisung, die die Berichtspflichten konkretisiere.

[27]           Auch Zeugen- und Beschuldigtenvernehmungen gehörten zur Durchführung eines Strafverfahrens in Bezug auf eine dem Beschuldigten konkret vorgeworfene Tat. Ihr Zweck bestehe ebenfalls in der Verwirklichung des materiellen Strafrechts im Einzelfall mit der richtigen Bewertung von Tat und Täter zum Zweck der gerechten Bestimmung einer Sanktion oder einer anderen gesetzlich vorgesehenen Konsequenz. Sie dienten nicht dazu, künftige Straftaten des Beschuldigten zu verhindern und potenzielle (weitere) Opfer zu schützen.

[28]           Die Aufklärung des Opfers über seine wesentlichen Rechte (Paragraphen 66 –, 70, StPO) habe ausschließlich den Zweck, dem Opfer die effektive Durchsetzung seiner Rechte im anhängigen Ermittlungsverfahren zu ermöglichen. Es gebe keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Aufklärungspflicht gegenüber dem Opfer auch die Verhütung künftiger Straftaten des Beschuldigten mitbezwecke.

[29]           Die ordentliche Revision sei zulässig, weil – soweit ersichtlich – keine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zu Paragraph 38 a, Absatz 4, SPG und zu Paragraph 37, B-KJHG sowie zum Schutzzweck der hier relevanten Bestimmungen der StPO (Berichtspflicht nach Paragraph 100, StPO; Informationspflicht nach Paragraph 70, StPO; Unterbleiben bzw verzögerte Vornahme von nach Ansicht der Klägerin zweckmäßigen Ermittlungsmaßnahmen) vorliege.

Rechtliche Beurteilung

[30]     Die gegen diese Entscheidung von der Klägerin erhobene – von der Beklagten beantwortete – Revision ist aus dem vom Berufungsgericht genannten Grund zulässig. Sie ist im Sinn des hilfsweise gestellten Aufhebungsantrags auch berechtigt.

römisch eins. Vorbemerkung:

[31]           Die Klägerin wendet sich in ihrem Rechtsmittel einerseits gegen das Ergebnis der von den Vorinstanzen angestellten Kausalitätsprüfung, und zwar rügt sie das angelegte Beweismaß. Andererseits bekämpft sie die Annahme, ihr Schaden sei nicht vom Schutzzweck insbesondere der Paragraph 70, StPO in Verbindung mit Paragraphen 66, ff StPO und Paragraph 100, StPO erfasst. Dabei erklärt sie, aus der EMRK (Artikel 2 und 8 EMRK) keinen subjektiven direkt im Amtshaftungsverfahren durchsetzbaren Anspruch abzuleiten, fordert aber eine verfassungs- und EU-rechtskonforme Auslegung der auf die Verhinderung von Gewalt in der Privatsphäre gerichteten Bestimmungen bei Beurteilung des Rechtswidrigkeitszusammenhangs und des Kausalitätsnachweises. Inhaltlich kommt sie auf den Vorwurf nicht mehr zurück, die Organe der Beklagten hätten keine Mitteilung an den KJHT nach Paragraph 37, BKJHG erstattet. Dass keine förmliche Zeugenvernehmung der Klägerin und ihrer Mutter sowie keine Beschuldigtenvernehmung des Täters durchgeführt, kein Kontakt mit dem Täter bzw dessen Eltern aufgenommen und letzteren auch die Ladung zur Beschuldigtenvernehmung nicht zugestellt wurde, wird in der Revision zumindest nicht mehr als eigenständige Pflichtverletzung geltend gemacht.

[32]           Im Folgenden wird die Rechtsprechung zum Erfordernis des Rechtswidrigkeitszusammenhangs und der Kausalität im Amtshaftungsrecht dargestellt (Punkt römisch II.). Daraufhin werden die Bestimmungen analysiert, deren Verletzung die Klägerin den Organen der Beklagten (in dritter Instanz noch) anlastet (Punkt römisch III.), bevor die für den konkreten Fall daraus zu ziehenden Konsequenzen erörtert werden (Punkt römisch IV.).

römisch II.   Zur Rechtsprechung zum Rechtswidrigkeitszusammenhang und zur Kausalität im Amtshaftungsrecht:

[33]     1. Ein rechtswidriges und schuldhaftes Organhandeln in Vollziehung der Gesetze, das den Rechtsträger gemäß Paragraph eins, AHG zum Schadenersatz verpflichtet, kann auch in einer Unterlassung liegen, wenn eine Pflicht des Organs zum Tätigwerden bestand und pflichtgemäßes Handeln den Schadenseintritt verhindert hätte (RS0081378).

[34]     1.1. Auch bei Geltendmachung von Amtshaftungsansprüchen haftet der Rechtsträger für rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten seiner Organe nur dann, wenn die übertretene Verhaltensnorm nach ihrem Schutzzweck gerade auch den eingetretenen Schaden verhindern sollte (RS0031143). Für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhangs genügt angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens beim Dritten bloß mitbezweckt ist, die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben (RS0031143 [T5]). Es wird für solche Schäden gehaftet, die sich als Verwirklichung derjenigen Gefahr darstellen, derentwegen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten gefordert oder untersagt hat (RS0031143 [T14]).

[35]           1.2. Im Rahmen der Amtshaftung wird die Frage, ob eine Norm (auch) den Schutz des Geschädigten (mit-)bezweckt, im Allgemeinen dann bejaht, wenn bereits eine rechtliche Sonderverbindung zwischen dem Rechtsträger und dem Betroffenen bestand (RS0049993). Das Bestehen eines subjektiven öffentlichen Rechts oder einer rechtlichen Sonderbeziehung ist aber nicht unbedingt Voraussetzung für die Bejahung des Rechtswidrigkeitszusammenhangs. Maßgebend ist vielmehr der im Einzelfall durch Auslegung zu ermittelnde Zweck der übertretenen Norm, der sich aus historischer oder objektiv-teleologischer Interpretation ergeben kann (1 Ob 199/22d mwN).

[36]           Werden etwa Pflichten der Vollziehung zur Verhinderung von Schäden durch (konkret bezeichnete) gefährliche Sachen oder Menschen angeordnet, so ist anzunehmen, dass diese Pflichten jene Personen schützen sollen, die mit den jeweiligen Gefahrenquellen in Berührung kommen. Dieser Grundsatz betrifft so verschiedene Konstellationen wie die das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) treffenden Aufsichts-, Überwachungs- und Informationspflichten nach dem Medizinproduktegesetz (1 Ob 39/23a), die Überprüfung des Einhaltens von Auflagen nach Betriebsanlagenrecht (1 Ob 16/92), die Überprüfung von Kraftfahrzeugen nach Paragraph 57 a, KFG (RS0022886) oder die Unterbringung einer Person wegen Fremdgefährlichkeit (1 Ob 247/98z). Entscheidend ist in diesen Fällen, dass kein anderer Normzweck erkennbar ist als gerade der Schutz jener Personen oder Sachen, die mit den jeweiligen Gefahrenquellen in Berührung kommen; dass also gerade kein darüber hinausgehender, tatsächlich eine unbestimmte Zahl von Personen erfassender Gesetzeszweck vorliegt (1 Ob 199/22d). 

[37]           1.3. Nach der Rechtsprechung des Senats dienen nicht alle Bestimmungen der StPO bei der gebotenen teleologischen Betrachtungsweise auch dem Schutz des durch eine Straftat Geschädigten (RS0050078). Vielmehr liegt der primäre Zweck der Vorschriften über das Strafverfahren nach der Rechtsprechung des Fachsenats in der Verwirklichung des materiellen Strafrechts im Einzelfall mit der richtigen Bewertung von Tat und Täter zum Zweck der gerechten Bestimmung einer Sanktion oder einer anderen gesetzlich vorgesehenen Konsequenz (1 Ob 91/22x mwN).

[38]     Ob eine (konkrete) Bestimmung der StPO (auch) dem Schutz des durch eine Straftat Geschädigten dient, ist nach dem Zweck der Amtspflicht wertend zu beurteilen. Soweit er sich nur auf Interessen der Allgemeinheit erstreckt, können Einflüsse des Verfahrensausgangs auf individuelle Interessenslagen nur als – die Amtshaftung des belangten Rechtsträgers nicht begründende – Reflexwirkung pflichtgemäßen Verhaltens beurteilt werden. Auf eine Rechtspflicht gerade einem solchen Dritten gegenüber kann daraus noch nicht geschlossen werden (1 Ob 73/16s mwN). Jedenfalls die Bestimmungen über die Untersuchungshaft wegen Tatbegehungs- oder Wiederholungsgefahr dienen aber jedenfalls auch dem Schutz von (potentiellen) Opfern (1 Ob 7/89 = RS0027722; 1 Ob 193/23y mwN).

[39]     2. Im Amtshaftungsprozess muss der Geschädigte nicht bloß die Rechtsverletzung durch das Organ behaupten und beweisen, sondern auch, dass ihm der geltend gemachte Schaden ohne diese Rechtsverletzung nicht erwachsen wäre (RS0022469). Den Geschädigten trifft daher auch im Amtshaftungsverfahren grundsätzlich die Beweislast für den Kausalzusammenhang zwischen dem haftungsbegründenden Ereignis und dem eingetretenen Schaden (RS0022469 [T2]).

[40]     2.1. Eine Unterlassung ist dann für den Schadenserfolg kausal, wenn die Vornahme einer bestimmten aktiven Handlung das Eintreten des Erfolgs verhindert hätte. Die Kausalität fehlt, wenn derselbe Nachteil auch bei pflichtgemäßem Tun entstanden wäre (RS0022913). Die Beweislast, dass der Schaden bei pflichtgemäßem Verhalten nicht eingetreten wäre, trifft den Geschädigten (RS0022700; RS0022900 [T5, T11]). Lediglich die Anforderungen an den Beweis des bloß hypothetischen Kausalverlaufs sind geringer als die Anforderungen an den Nachweis der Verursachung bei einer Schadenszufügung durch positives Tun. Für die Kausalität einer Unterlassung gilt das Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (RS0022900). Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO, wonach für eine Feststellung eine „hohe“ Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (RS0110701). Verschiedentlich hat der Oberste Gerichtshofs im Zusammenhang mit sogenannten Anlegerschäden ausgesprochen, dass der Anleger den Schaden also nur „plausibel“ zu machen hat (RS0110701 [T11]; 7 Ob 221/13w mwN). Dem kann der Gegner den Beweis der höheren Wahrscheinlichkeit eines anderen Verlaufs entgegenhalten (RS0022900 [T42]).

[41]           2.2. Bei typischen Geschehensabläufen bietet der Anscheinsbeweis eine Beweiserleichterung, und zwar insbesondere auch im Hinblick auf die Kausalität (RS0040266). Der Anscheinsbeweis wird in Fällen als sachgerecht empfunden, in denen konkrete Beweise vom Beweispflichtigen billigerweise nicht erwartet werden können. Vorausgesetzt ist, dass ein Geschehensablauf vorliegt, der nach der Lebenserfahrung für einen bestimmten Kausalzusammenhang typisch ist und deshalb auf die Kausalität der zu beweisenden Tatsache hinweist (RS0040287).

[42]           Da der Anscheinsbeweis nichts an der Beweislastverteilung ändert, braucht der Schädiger zur Widerlegung nicht den Beweis des Gegenteils, sondern nur den Gegenbeweis zu führen. Dieser ist erbracht, wenn der typische Geschehensablauf im konkreten Fall nicht zwingend ist und die ernsthafte Möglichkeit eines anderen, atypischen Geschehensablaufs besteht (RS0040196).

[43]     Der Anscheinsbeweis ist grundsätzlich dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen, freien Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann (RS0040288). Insoweit fehlt es zB an einer typischen Verknüpfung zwischen mangelhaften Prospektangaben und dem Anlageentschluss eines Anlegers vergleiche etwa 6 Ob 2100/96h).

[44]           2.3. Bei Verletzung eines Schutzgesetzes ist nach ständiger Rechtsprechung kein strenger Beweis des Kausalzusammenhangs erforderlich, spricht doch in diesen Fällen der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der von der Norm zu verhindernde Schaden durch das verbotene Verhalten verursacht wurde. Es obliegt dann dem Beklagten, die Kausalität der Pflichtwidrigkeit – durch Außerkraftsetzung des ihn belastenden Anscheinsbeweises – ernstlich zweifelhaft zu machen (RS0022474 [T5]; RS0027640; RS0027517).

[45]                    Schutzgesetze würden nach Koziol, (Haftpflichtrecht I4 D/7 Rz 28 [Stand 1. 4. 2020, rdb.at]) ein abstrakt gefährliches Verhalten eben regelmäßig deshalb verbieten, weil es geeignet sei, derartige Schäden herbeizuführen.

[46]           Welser (Schutzgesetzverletzung, Verschulden, Beweislast, ZVR 1976, 7) führt aus, dass die Existenz eines Schutzgesetzes und seine Übertretung eine natürliche Gefahrengeneigtheit der Handlung „indizieren“ würden. Es bestehe der Verdacht, dass das verbotene Verhalten in bestimmten Richtungen gefährlich sei, weil es sonst vom Gesetzgeber kaum typisiert und verboten worden wäre.

[47]           F. Bydlinski (Zur Haftung der Dienstleistungsberufe in Österreich und nach dem EG-Richtlinienvorschlag, JBl 1992, 351) meint, dass in Zubilligung des Anscheinsbeweises bei einer Schutzgesetzverletzung ein betonter Rückgriff auf jene Erfahrungssätze liege, die bereits, gleichsam autoritativ, der gesetzlichen Verbotsvorschrift zugrundegelegt wurden.

[48]           Nach Baumgärtel (Beweislastpraxis im Privatrecht Rz 249 [1996] mwN zur dt Rsp) seien „Unfallverhütungs- und Schutzvorschriften“ „Ausdruck einer Erfahrung über die Gefährlichkeit bestimmter Handlungsweisen und den Nutzen vorgeschriebener Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr dieser Gefahren“, sodass die Typizität des Geschehensablaufs für das Eingreifen des Anscheinsbeweises in diesen Fällen nicht [gemeint wohl: zusätzlich oder darüber hinaus] vorausgesetzt werde.

[49]           In diesem Sinn bejahte die Entscheidung 7 Ob 215/68, dass die rechtswidrige Entfernung von Bäumen, die den Schutz gegen Lawinen bilden sollten, prima facie die Gefahr eines Lawinenabgangs erhöht habe. Man könne nicht davon ausgehen, dass eine gesetzliche oder behördliche Regelung zur Vermeidung von Schäden überflüssig sei.

römisch III. Zu den gesetzlichen Grundlagen für die den Organen der Beklagten angelasteten Versäumnisse:

1. Paragraph 38 a, SPG („Betretungs- und Annäherungsverbot zum Schutz vor Gewalt“)

[50]     1.1. Nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG sind die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes ermächtigt, einem Menschen, von dem aufgrund bestimmter Tatsachen, insbesondere wegen eines vorangegangenen gefährlichen Angriffs, anzunehmen ist, dass er einen gefährlichen Angriff auf Leben, Gesundheit oder Freiheit begehen werde (Gefährder), das Betreten einer Wohnung, in der ein Gefährdeter wohnt, samt einem Bereich im Umkreis von hundert Metern zu untersagen (Betretungsverbot). Mit dem Betretungsverbot verbunden ist das Verbot der Annäherung an den Gefährdeten im Umkreis von hundert Metern (Annäherungsverbot).

[51]           Nach Paragraph 38 a, Absatz 4, SPG sind die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes verpflichtet, den Gefährdeten über die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung nach Paragraphen 382 b und 382c EO und geeignete Opferschutzeinrichtungen (Paragraph 25, Absatz 3, SPG) zu informieren. Darüber hinaus sind sie nach dieser Bestimmung verpflichtet,

1. sofern der Gefährdete minderjährig ist und es im Einzelfall erforderlich erscheint, jene Menschen, in deren Obhut er sich regelmäßig befindet, sowie

2. sofern ein Minderjähriger in der vom Betretungsverbot erfassten Wohnung wohnt, unverzüglich den örtlich zuständigen Kinder- und Jugendhilfeträger

über die Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots zu informieren.

[52]     Nach Paragraph 38 a, Absatz 10, SPG endet ein Betretungs- und Annäherungsverbot zwei Wochen nach seiner Anordnung oder, wenn die Sicherheitsbehörde binnen dieser Frist vom ordentlichen Gericht über die Einbringung eines Antrags auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung nach Paragraphen 382 b und 382c EO informiert wird, mit dem Zeitpunkt der Zustellung der Entscheidung des ordentlichen Gerichts an den Antragsgegner, längstens jedoch vier Wochen nach seiner Anordnung.

[53]           1.2. Paragraph 38 a, SPG wurde mit dem Gewaltschutzgesetz BGBl 1996/759 eingeführt und inzwischen mehrfach mit dem Ziel novelliert, den Schutz gefährdeter Personen zu erweitern vergleiche VfGH
G 590–591/2023). Die Gesetzesmaterialien Regierungsvorlage 252 BlgNR 20. Gesetzgebungsperiode 11) führen unter anderem aus:

„Nach dem Sicherheitspolizeigesetz obliegt den Sicherheitsbehörden der vorbeugende Schutz von Rechtsgütern insbesondere dann, wenn nach den Umständen mit gefährlichen Angriffen gegen die körperliche Unversehrtheit von Menschen zu rechnen ist (Paragraph 22, Absatz 2 und 4 SPG). Dieser Aufgabenstellung wird von Paragraph 28, Absatz eins, SPG zudem ausdrücklich Priorität gegenüber der Erfüllung anderer Aufgaben eingeräumt. Die Realisierung dieses Zieles stößt jedoch bei Gewaltakten, die sich in der Abgeschlossenheit der häuslichen Sphäre ereignen, auf Schwierigkeiten. [...] Dies kann jedoch nicht bedeuten, dass der Anspruch des einzelnen auf staatlichen Schutz vor Straftaten schlechterdings an der Wohnungstür endet, sondern nur, dass präventiv-polizeiliche Maßnahmen in diesem Bereich mit besonderem Bedacht zu setzen sind. Dennoch ist es den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes aufgegeben, deutlich zu machen, dass Angriffe auf die körperliche Integrität anderer vom Staat auch dann nicht hingenommen werden, wenn sie sich in der häuslichen Sphäre ereignen.“

[54]           § 38a SPG dient somit dem vorbeugenden Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen, wie er in Paragraph 22, Absatz 2 und 4 SPG als Aufgabe der Sicherheitsbehörden konzipiert ist, bei Gewaltakten, die sich in der häuslichen Sphäre ereignen vergleiche dazu VfGH G 590–591/2023, Rz 40 ff), kann jedoch auch außerhalb dieses Bereichs zur Anwendung gelangen (Alessandri, Häusliche Gewalt – Eingriffe der Sicherheitsbehörden in den Privatbereich, ÖJZ 2021/85).

[55]           Bei der „Ermächtigung“ in Paragraph 38 a, SPG zur Verhängung eines Betretungs- und Annäherungsverbots handelt es sich nicht um die Einräumung eines freien Ermessensspielraums. Vielmehr muss von der Befugnis Gebrauch gemacht werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (Kepplinger/Pühringer, SPG20 [2021] Paragraph 38 a, SPG Anmerkung 4; VfGH G 590–591/2023, Rz 43).

[56]           1.3. Die Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG setzt die Annahme voraus, dass ein gefährlicher Angriff (Paragraph 16, Absatz 2 und Absatz 3, SPG) gegen Leben, Gesundheit oder Freiheit, insbesondere in der Wohnung, in der eine gefährdete Person wohnt, bevorstehe. Von den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes ist vor Ort ad hoc eine Gefahrenprognose (Gefährdungsprognose) zu erstellen (Kepplinger/Pühringer, SPG20 Paragraph 38 a, SPG Anmerkung 8; Alessandri, Häusliche Gewalt – Eingriffe der Sicherheitsbehörden in den Privatbereich, ÖJZ 2021/85). Dabei sind die einschreitenden Beamten zu einer eigenständigen, proaktiven und umfassenden Risikobewertung verpflichtet (VfGH G 590–591/2023, Rz 44; vergleiche auch EGMR 15. 6. 2021 [gK], Bsw 62903/15, Kurt gegen Österreich). Keine Voraussetzung für das Betretungs- und Annäherungsverbot ist, dass zwischen Gefährder und gefährdeter Person eine Beziehung ieS besteht oder dass der Gefährder selbst in der Wohnung wohnhaft ist.

[57]           Nach Verhängung sind sowohl der Gefährder als auch die gefährdete Person über das Betretungs- und Annäherungsverbot aufzuklären und ist ihnen der Schutzbereich zu erläutern. Auch die rechtlichen Folgen der Missachtung (Verwaltungsübertretung gemäß Paragraph 84, Absatz eins b, Ziffer eins und Ziffer 2, SPG; als ultima ratio auch verwaltungsstrafrechtliche Festnahme gemäß Paragraph 35, Ziffer 3, VStG) sind für einen Rechtslaien verständlich darzulegen. Die gefährdete Person ist über die Interventionsstelle, das Frauenhaus und weitere Opferschutzeinrichtungen zu informieren. Dadurch soll das Opfer professionelle Unterstützung, insbesondere bei Erwirkung einer gerichtlichen Entscheidung, erhalten (Löff in Thanner/Vogl, SPG² [2013] Paragraph 38 a, SPG Anmerkung 1). Die Einhaltung des Betretungsverbots ist binnen der ersten drei Tage seiner Geltung durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes zumindest einmal zu überprüfen. Bei erhöhter Gefährlichkeit oder mehrfacher Missachtung des Paragraph 38 a, SPG kann die zuständige Behörde auch Aufträge zur Hintanhaltung weiterer Gefährdungen erteilen, wie zB tägliche Kontrollen bis zum Ende des Betretungs- und Annäherungsverbots (zu all dem: Alessandri, Häusliche Gewalt- Eingriffe der Sicherheitsbehörden in den Privatbereich, ÖJZ 2021/85).

2. Paragraph 70, StPO („Recht auf Information“) in Verbindung mit Paragraphen 66, ff StPO

[58]           2.1. Nach Paragraph 70, StPO sind Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft zur aktiven Information des Opfers über den Stand der Ermittlungen und seine wesentlichen Rechte im Verfahren, nämlich primär nach Paragraphen 66 und 67 StPO, verpflichtet. Das Opfer soll damit in die Lage versetzt werden, über seine Beteiligung am Verfahren eigenverantwortlich zu entscheiden (Korn/Zöchbauer in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 70, Rz 2 [Stand 30. 10. 2021, rdb.at]). Außerdem sind alle Opfer darüber zu informieren, dass sie berechtigt sind, auf Antrag unverzüglich vom Eintritt einer der Fälle des Paragraph 70, Absatz eins, Ziffer eins bis 4 StPO verständigt zu werden, etwa von der Freilassung des Beschuldigten (Ziffer eins,). Gemäß Paragraph 70, Absatz 2, StPO sind besonders schutzbedürftige Opfer spätestens vor ihrer ersten Vernehmung über ihre Rechte nach Paragraph 66 a, StPO zu informieren.

[59]           2.2. Paragraph 66 a, Absatz eins, Ziffer eins bis 3 StPO stellt klar, welche Opfer jedenfalls besonders schutzbedürftig sind. Das sind unter anderem Personen, zu deren Schutz ein Betretungs- und Annäherungsverbot zum Schutz vor Gewalt nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG erteilt werden könnte (Ziffer 2,) oder die – wie damals die Klägerin – minderjährig (Paragraph 74, Absatz eins, Ziffer 3, StGB) sind (Ziffer 3,). Mit der besonderen Schutzbedürftigkeit des Opfers sind die in Absatz 2, leg cit genannten erweiterten Rechte verbunden, zB das Recht, im Ermittlungsverfahren nach Möglichkeit von einer Person des gleichen Geschlechts vernommen zu werden (Ziffer eins,) oder zu verlangen, die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung auszuschließen (Ziffer 4,). Mit der Bestimmung des Paragraph 66 a, StPO sollte den Artikel 22 bis 24 RL Opferschutz entsprochen werden, deren zentrales Anliegen es ist, Opfern mit besonderen Schutzbedürfnissen während des Strafverfahrens auch einen speziellen Schutzanspruch zu gewährleisten (Kier in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 66 a, Rz 1 [Stand 1. 5. 2022, rdb.at]).

3. Paragraph 100, StPO („Berichte“):

[60]           3.1. Paragraph 100, Absatz 2, StPO nennt abschließend vier Konstellationen, in welchen die Kriminalpolizei verpflichtend der Staatsanwaltschaft zu berichten hat (Vogl in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 100, Rz 9 [Stand 1. 5. 2022, rdb.at]). Nach Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer 2, StPO hat sie der Staatsanwaltschaft schriftlich oder im Wege automationsunterstützter Datenverarbeitung insbesondere zu berichten, wenn und sobald eine Anordnung oder Genehmigung der Staatsanwaltschaft oder eine Entscheidung des Gerichts erforderlich oder zweckmäßig ist oder die Staatsanwaltschaft einen Bericht verlangt (Anlassbericht). Ein solcher Anlassbericht dient der Kriminalpolizei auch zur Abklärung, ob ein Anfangsverdacht vorliegt (Paragraph 100, Absatz 3 a, StPO; Vogl in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 100, Rz 16 [Stand 1. 5. 2022, rdb.at]).

[61]           In den Fällen des Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer eins, StPO, das heißt, wenn die Kriminalpolizei vom (seit der Novelle BGBl römisch eins 2021/159: Anfangs)Verdacht eines schwerwiegenden Verbrechens oder einer sonstigen Straftat von besonderem öffentlichen Interesse (Paragraph 101, Absatz 2, Satz 2 StPO), Kenntnis erlangt, hat die Berichterstattung zu Beginn des Ermittlungsverfahrens zu erfolgen (Anfallsbericht). Damit soll der Staatsanwalt von Anfang an in die Lage versetzt werden, den Gang der Ermittlungen im Hinblick auf das Verfahrensziel zu beeinflussen und das Erforderliche zu veranlassen (Vogl in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 100, Rz 11 [Stand 1. 5. 2022, rdb.at]; Regierungsvorlage 25 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 133; JAB 406 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 14). Ein Verbrechen wiegt schwer, wenn es objektiv besonders wichtige Rechtsgüter verletzt (Vogl in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 100, Rz 12 [Stand 1. 5. 2022, rdb.at]).

[62]           § 100 StPO schafft ein institutionelles Informationssystem, das die Staatsanwaltschaft in die Lage versetzt, die Ermittlungen zu beeinflussen. Die Berichtspflicht der Kriminalpolizei ergänzt deren eigenständige Ermittlungsbefugnis und ermöglicht der Staatsanwaltschaft, ihre Leitungsbefugnis – welche die rechtzeitige und vollständige Kenntnis des Ermittlungsstands voraussetzt – überhaupt erst wahrnehmen zu können (Kirchbacher, StPO15 Paragraph 100, Rz 1 [Stand 15. 11. 2023, rdb.at] Rz 1; Regierungsvorlage 25 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 131 f).

[63]           3.2. In der (festgestellten) Dienstanweisung der Landespolizeidirektion Wien vom 25. 2. 2015 wird angeordnet, dass in sogenannten GiP-Fällen, in denen eine Ausführung von Straftaten (insbesondere nach Drohungen) gegen das Opfer zu befürchten ist, unverzüglich eine Kontaktaufnahme mit der Journalstaatsanwaltschaft zur Prüfung der Anordnung der Festnahme des auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten zu erfolgen hat. Wird keine Festnahme angeordnet, ist der Akt umgehend schriftlich mit Anlassbericht im Weg des ERV der Staatsanwaltschaft zu übermitteln.

[64]           Diese (interne; vergleiche SZ 25/14) Dienstanweisung konkretisiert und verstärkt die sich bereits aus Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer eins und Ziffer 2, StPO ergebende Verpflichtung der Polizei, die Staatsanwaltschaft in GiPFällen einzubinden und zu informieren.

römisch IV. Schlussfolgerungen für das vorliegende Verfahren:

1. Zu Paragraph 38 a, Absatz eins, StPO

[65]           1.1. Es besteht kein Zweifel, dass die Verhängung eines Betretungs- und Annäherungsverbots nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG den (vorbeugenden) Schutz potentieller Gewaltopfer bezweckt. Gerade die Verletzung der Rechtsgüter Leben und Gesundheit einzelner Betroffener soll durch diese Bestimmung hintangehalten werden. Zu beachten ist, dass durch das Einschreiten der Beamten und gegebenenfalls – wie hier – Anzeigeerstattung durch das Opfer gegen den Täter regelmäßig auch eine rechtliche Sonderverbindung zur individuellen gefährdeten Person begründet wird. Der geltend gemachte Schaden wäre vom Schutzzweck des Paragraph 38 a, SPG erfasst.

[66]           1.2. Die Voraussetzungen für eine Anordnung nach Paragraph 38 a, SPG lagen im konkreten Fall auch vor: Nach den Feststellungen war den Beamten vor Ort erkennbar, dass der Täter bereits einen gefährlichen Angriff gegen die Klägerin verübt hatte („deutlich sichtbare Schwellung und Rötung im Bereich des rechten Auges“). Des Weiteren hätte ihnen, wenn sie ihrer Verpflichtung zu einer eigenständigen, proaktiven und umfassenden Risikobewertung ausreichend nachgekommen wären, auch erkennbar sein müssen, dass sich der Täter vor kurzem ein Messer angeschafft hatte, die Klägerin per WhatsApp beginnend schon seit Anfang Jänner 2020 mehrfach mit dem Tod bzw konkret mit dem Abstechen bedroht hatte, wobei aus den Chatverläufen auf ihrem Handy auch die aktuellen Drohungen des Täters ersichtlich gewesen wären, und der Täter die (neue) Adresse der Klägerin kannte, weil er sie im Februar einmal nach Hause gebracht hatte. Die Polizeibeamten wären daher zur Verhängung eines Betretungs- und Annäherungsverbots und demgemäß auch zur Information der Klägerin über die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung nach Paragraphen 382 b und 382e EO und geeignete Opferschutzeinrichtungen (Paragraph 38 a, Absatz 4, SPG) verpflichtet gewesen. Dass die einschreitenden Beamten an der Pflichtverletzung kein Verschulden träfe, ist nicht erkennbar.

[67]           1.3. Es stellt sich daher die Frage der Kausalität zwischen dem Unterlassen der Anordnung nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG (und der damit verbundenen weiteren Schritte etwa nach Paragraph 38, Absatz 4, SPG) und dem Schaden der Klägerin. Zu Recht macht die Klägerin insofern geltend, dass ihr hierfür eine Beweiserleichterung in Form eines Anscheinsbeweises zu Hilfe kommt:

[68]           1.3.1. Der Klägerin ist gerade jener Schaden entstanden, dessen Eintritt durch die Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots hätte hintangehalten werden sollen.

[69]           Der Gesetzgeber betrachtet die Verhängung eines Betretungs- und Annäherungsverbots (und die Erlassung einer entsprechenden einstweiligen Verfügung durch das Gericht) grundsätzlich als effektive und angemessene Maßnahme, um den vorbeugenden Schutz gefährdeter Menschen vor Gewalt in der Privatsphäre zu gewährleisten, auch wenn dadurch eine künftige Rechtsgutbeeinträchtigung nicht in jedem Einzelfall verhindert werden kann. Denn es kann dem Gesetzgeber nicht unterstellt werden, dass er eine Regelung geschaffen hätte, die er in der überwiegenden Zahl der Fälle für wirkungslos hielte vergleiche 7 Ob 215/68). Vielmehr ist in der gesetzlichen Ausgestaltung der behördlichen Schutzmaßnahme zur Gewaltprävention ihr Nutzen schon „typisiert“ (oben römisch II.2.3.). Damit berechtigt aber schon die Existenz der Regelung zur Annahme, dass sich ein Normunterworfener im Regelfall an die auf dieser Grundlage erlassenen – und durch begleitende Kontrollen und Androhung von Konsequenzen bei Missachtung abgesicherten – behördlichen Anordnungen hält, diese also Gefahren typischerweise wirksam abzuwehren vermögen.

[70]           Auf dieser Grundlage spricht der erste Anschein sehr wohl dafür, dass der Täter auch im konkreten Fall ein Betretungs- und Annäherungsverbot befolgt hätte und es damit zu einem für die Klägerin günstigeren Kausalverlauf gekommen wäre, wenn die Organe der Beklagten diese Schutzmaßnahme zu ihren Gunsten ergriffen hätten. Den Anscheinsbeweis hätte die Beklagte zu widerlegen, indem sie ernstlich zweifelhaft macht, dass sich der Täter an ein Betretungs- und Annäherungsverbot gehalten hätte, wodurch der Mordversuch unterblieben wäre. Dafür reicht nicht aus, dass er trotz Erlassung eines Betretungs- und Annäherungsverbots weiterhin – worauf das Erstgericht mehrfach verwiesen hat – die faktische Möglichkeit gehabt hätte, die Tat zu begehen vergleiche RS0040196 [T7]). Vielmehr haben die Tatsacheninstanzen – also nicht der Oberste Gerichtshof – zu beurteilen, ob diese (nie auszuschließende) Möglichkeit, allenfalls im Zusammenhang mit anderen Sachverhaltselementen, tatsächlich zu ernsten Zweifeln daran führt, dass sich der Täter an ein Verbot gehalten hätte.

[71]           1.3.2. An der Zulässigkeit des Anscheinsbeweises im vorliegenden Fall ändert der – vom Berufungsgericht herangezogene – Rechtssatz nichts, dass der Anscheinsbeweis dort ausgeschlossen ist, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann (RS0040288). Die einschlägigen Entscheidungen betreffen Konstellationen, in denen es gar keinen Tatbestand mit typischem Geschehensablauf gab, weil dieser ausschließlich von individuellen Entschlüssen bestimmt war (1 Ob 502/84: Grund für Abhandenkommen eines Schmuckstücks aus einem Hotelzimmer; 10 ObS 56/90: berufliche oder private Tätigkeiten als Grund für den zurückgelegten Weg, auf dem sich ein Unfall ereignet hat; 2 Ob 119/88: die Frage, wer von zwei möglichen Personen zum Unfallzeitpunkt ein Motorrad gelenkt hat; 5 Ob 133/92: die Frage, ob die idente Geschäftsadresse zweier Personen auch deren persönliche oder wirtschaftliche Verflechtung zur Folge hat; 1 Ob 2029/96f: mangelhafte Belehrung eines Klienten durch einen Rechtsanwalt und Nichtabschluss eines Kaufvertrags; 1 Ob 5/96: Inbesitznahme eines verlandeten Grundstreifens durch einen Anrainer; 6 Ob 2100/96h: mangelhafte Prospektangaben und Anlageentschluss eines Anlegers). Nicht Gegenstand dieser Entscheidungen war das hier zu beurteilende Einwirken einer – wie hier vom Gesetzgeber ganz konkret als effektive Schutzmaßnahme zugunsten einzelner gefährdeter Personen vor Gewalt in der Privatsphäre vorgesehenen – hoheitlichen Anordnung auf das Verhalten eines Normunterworfenen.

[72]           1.4. Die Vorinstanzen trafen die Negativfeststellung, wonach nicht festgestellt werden könne, dass der Täter die Tat am 27. 2. 2020 nicht begangen hätte, wenn die Polizeibeamten wegen des Vorfalls am 12. 2. 2020 ein Betretungs- und Annäherungsverbot über ihn verhängt hätten, ohne Berücksichtigung des der Klägerin bei Unterlassung der Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots zum Schutz vor Gewalt zuzubilligenden Anscheinsbeweises.

[73]           Die Entscheidungen der Vorinstanzen sind aus diesem Grund zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung aufzuheben. Das Erstgericht wird noch einmal zu beurteilen haben, ob der Mordversuch an der Klägerin unterblieben wäre, wäre ein Betretungs- und Annäherungsverbot nach Paragraph 38 a, Absatz eins, SPG über den Täter verhängt worden und daraufhin die weiteren Maßnahmen im Sinn dieser Bestimmung (Betreuung durch geeignete Opferschutzeinrichtungen bis hin zur Beantragung einer einstweiligen Verfügung bei Gericht) in Gang gesetzt worden. Dabei wird es aber davon auszugehen haben, dass der erste Anschein dafür spricht, dass sich der Täter im Weiteren gesetzestreu verhalten hätte, solange dieser Anscheinsbeweis nicht von der Beklagten außer Kraft gesetzt wird. Dies wird mit den Parteien noch zu erörtern sein.

2. Zu Paragraph 70, StPO in Verbindung mit Paragraphen 66, ff StPO

[74]           Eine Haftung der Beklagten wegen Verletzung dieser Bestimmungen durch ihre Organe scheidet bereits deshalb aus, weil die Einhaltung dieser Informationspflichten schon abstrakt nicht geeignet war, den Mordversuch an der Klägerin zu verhindern. Die Informationspflichten zielen – wie gezeigt wurde – darauf ab, das Opfer detailliert über seine Verfahrensrechte in Kenntnis zu setzen. Der Klägerin ist aber kein Schaden im Zusammenhang mit ihren Verfahrensrechten entstanden. Die Versäumnisse der Organe der Beklagten im Zusammenhang mit der Aufklärung der Klägerin über ihre wesentlichen Opferrechte stehen daher nicht im Rechtswidrigkeitszusammenhang mit ihren durch den Mordversuch entstandenen Schäden. Einer der Fälle des Paragraph 70, Absatz eins, Ziffer eins bis 4 StPO lag nicht vor.

3. Zu Paragraph 100, StPO

[75]           Sollte sich die Haftung der Beklagten nicht schon aus den Erwägungen zu Paragraph 38 a, SPG ergeben, wäre noch das Unterbleiben eines Berichts nach Paragraph 100, StPO zu prüfen. Dazu ist Folgendes zu erwägen:

[76]           3.1. Der Oberste Gerichtshof hat bereits ausgesprochen, dass die Bestimmung über die Anzeigepflicht nach Paragraph 84, Absatz eins, StPO aF (nunmehr Paragraph 78, Absatz eins, StPO) nicht den Zweck verfolgt, den Eintritt von nach dem Zeitpunkt der unterlassenen Strafanzeige eintretenden Vermögensschäden zu hindern, weshalb potentiell künftig am Vermögen Geschädigte vom Schutzzweck dieser Bestimmung nicht erfasst sind (RS0131321; 1 Ob 163/16a).

[77]           Der Fachsenat hat auch bereits wiederholt die Ansicht vertreten, dass die Bestimmungen über die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens Gläubiger (in concreto einer Bank) nicht davor schützen sollen, dass ihnen aufgrund der unterbliebenen Einleitung eines solchen Verfahrens durch künftige Straftaten der Organe dieser Bank ein Vermögensschaden entsteht. Dass ein solcher Schaden durch die frühere Einleitung eines Ermittlungsverfahrens unter Umständen verhindert werden hätte können, kann als bloße Reflexwirkung pflichtgemäßen Verhaltens keine Amtshaftung begründen (RS0134027).

[78]           Schließlich hat auch die Verständigung nach Paragraph 194, Absatz eins, StPO nicht den Zweck, das Opfer davor zu schützen, dass ihm durch künftige Straftaten des Beschuldigten ein weiterer Vermögensschaden entsteht (RS0134435).

[79]           3.2.  Demgegenüber hat der Oberste Gerichtshof in der Entscheidung 1 Ob 282/00b den Amtshaftungsanspruch eines Angehörigen eines Gewaltopfers grundsätzlich bejaht, soweit die Sicherheitsbehörde zur Weiterleitung einer Anzeige des späteren Opfers an die Staatsanwaltschaft verpflichtet war und dieser Verpflichtung nicht entsprochen hatte, sodass der Staatsanwaltschaft insbesondere die Möglichkeit genommen wurde, einen Haftantrag wegen Ausführungsgefahr gegen den späteren Täter zu stellen. Auch zu 1 Ob 7/89 beurteilte der Senat es zugunsten des Opfers als amtshaftungsbegründend, dass die erhebenden Gendarmeriebeamten dem zuständigen Staatsanwalt gerade jene Tatsachen nicht mitteilten, die diesen verpflichtet hätten, den Antrag auf Verhängung der Verwahrungshaft nach Paragraph 175, Absatz eins, Ziffer 4, StPO aF über die spätere Gewalttäterin zu stellen. In diesem Sinn wurde klargestellt, dass der Haftgrund der Wiederholungsgefahr und Ausführungsgefahr auch den Schutz des Bedrohten bezweckt (RS0027722). Die Untersuchungshaft wegen Tatbegehungs- oder Tatausführungsgefahr ist ihrem Wesen nach eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz der Allgemeinheit vor weiteren (erheblichen) Straftaten (besonders) gefährlicher Straftäter (Kirchbacher/Rami in Fuchs/Ratz, WKStPO Paragraph 173, Rz 38 [Stand 1. 4. 2020, rdb.at]; 11 Os 9/14d: keine „Maßnahme zur Sicherung des Verfahrens“). Bestimmungen des Strafverfahrens können daher sehr wohl auch der konkreten Gefahrenabwehr dienen.

[80]           3.3. Im konkreten Fall haben die Organe der Beklagten der Staatsanwaltschaft und in der Folge dem Gericht die Möglichkeit genommen, über die Verhängung der Untersuchungshaft oder die Anwendung gelinderer Mittel zu entscheiden, indem sie entgegen Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer 2, StPO eine Berichterstattung an die Staatsanwaltschaft unterließen.

[81]           Auch wenn das Hauptaugenmerk der Berichtspflicht nach Paragraph 100, StPO auf dem Ziel liegen mag, das Ermittlungsverfahren möglichst rasch und effizient zu führen, ist vor dem Hintergrund der Entscheidungen 1 Ob 282/00b und 1 Ob 7/89 die Bestimmung des Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer 2, StPO so zu verstehen, dass damit auch die Verhinderung von Schäden an Individualrechtsgütern von potentiellen (hier sogar konkret bekannten) Opfern (mit-)bezweckt ist. Staatsanwaltschaft und Gericht können die Verhängung der Untersuchungshaft über den Täter wegen Tatbegehungs- oder Tatausführungsgefahr nur bei entsprechender Information durch die Sicherheitsbehörden beantragen bzw beschließen, sodass die Berichtspflicht der Kriminalpolizei unter Umständen auch dem Schutz eines späteren Opfers dient (1 Ob 193/23y).

[82]           Der Ansicht des Berufungsgerichts, es mangle schon am Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen den Schäden der Klägerin und den von ihr gegenüber den Organen der Beklagten wegen Verletzung des Paragraph 100, Absatz 2, Ziffer 2, StPO und Nichteinbindung der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfen ist daher nicht beizutreten.

[83]           Die einschreitenden Polizeibeamten wären – wie die festgestellte Dienstanweisung verdeutlicht – im vorliegenden GiPFall zu einer unverzüglichen Kontaktaufnahme mit der Journalstaatsanwaltschaft wegen einer allfälligen Festnahme des Täters, also der Erstattung eines Anlassberichts nach Paragraph 100, Absatz 2, StPO verpflichtet gewesen, zumal der Täter die Klägerin nicht nur mit dem Umbringen, ganz konkret mit dem Abstechen, bedroht hatte („Messer verdienst du“ etc), sondern schon mehrfach ihr gegenüber gewalttätig geworden war. Die Unterlassung der gebotenen Berichterstattung war rechtswidrig. Dass die Organe der Beklagten kein Verschulden träfe, ist vor allem vor dem Hintergrund der klaren Dienstanweisung nicht erkennbar.

[84]           3.4. Bereits das Berufungsgericht hat allerdings festgehalten, dass es an Feststellungen zum hypothetischen Kausalverlauf fehlt, soweit die Polizei eine Berichterstattung an die Staatsanwaltschaft unterlassen hat.

[85]           Das Erstgericht hat in diesem Zusammenhang in der rechtlichen Beurteilung lediglich ausgeführt, warum es die Haftgründe der Tatbegehungs- und Tatausführungsgefahr als nicht erfüllt ansieht, zumindest aber der Meinung ist, „dass der Haftgrund der Tatbegehungsgefahr – gegebenenfalls unter Berücksichtigung gelinderer Mittel (etwa Betretungs- und Annäherungsverbot, vorläufige Bewährungshilfe) – jedenfalls unverhältnismäßig gewesen“ wäre. Überlegungen zu einer Festnahmeanordnung nach Paragraphen 170, Absatz eins,, 171 Absatz eins, StPO in Verbindung mit Paragraph 35, JGG hat es nicht angestellt. Feststellungen dazu, wie sich eine allfällig gebotene Festnahme und – sollten die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft tatsächlich nicht vorgelegen sein – möglicherweise zu ergreifende gelindere Mittel nach Paragraph 173, Absatz 5, StPO auf den hypothetischen Kausalverlauf ausgewirkt hätten, fehlen.

[86]           Diese wird das Erstgericht nachzutragen haben. Dabei wird es zu beachten haben, dass mit der Feststellung, dass sich der Täter auch bei pflichtgemäßem Handeln der Polizeibeamten am 27. 2. 2020 auf freiem Fuß befunden hätte, sodass die Bluttat dadurch „nicht mit Sicherheit“ hätte verhindert werden können, nicht das Auslangen gefunden werden kann. Auch außerhalb des Anscheinsbeweises, der der Klägerin wiederum im Fall der (hypothetischen) Anordnung eines Betretungs- und Annäherungsverbots nach Paragraph 173, Absatz 5, Ziffer 3, StPO zuzubilligen wäre, kommt der Klägerin für den Beweis der Kausalität einer Unterlassung eine Beweiserleichterung zugute, nämlich das Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Das Erstgericht scheint mit der von ihm angesprochenen Sicherheit auf ein falsches Beweismaß abzustellen. Jedenfalls bedarf es konkreter Feststellungen, um die Auswirkungen des gebotenen Verhaltens der Organe der Beklagten, das den Täter theoretisch von seiner Tat hätte abschrecken können, auch wenn er am 27. 2. 2020 nicht in Haft gewesen wäre („Schuss vor den Bug“), auf den hypothetischen Kausalverlauf im Einzelnen beurteilen zu können.

römisch fünf. Ergebnis:

[87]           1. Aus den genannten Gründen sind die Urteile der Vorinstanzen aufzuheben, und die Rechtssache ist zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurückzuverweisen. Rechtswidrigkeit, Schutzzweck der Norm und Verschulden sind in Bezug auf das Unterlassen einer Anordnung nach Paragraph 38 a, SPG und eines Berichts nach Paragraph 100, StPO abschließend geklärt, Feststellungen zur Kausalität sind zu treffen. Davor ist die Frage des Beweismaßes mit den Parteien zu erörtern (Anscheinsbeweis, überwiegende Wahrscheinlichkeit). Ob diese Erörterung zur Notwendigkeit einer weiteren Beweisaufnahme führt, haben die Tatsacheninstanzen zu beurteilen.

[88]           2. Die diese Entscheidung tragenden Erwägungen können wie folgt zusammengefasst werden:

Betretungs- und Annäherungsverbote nach Paragraph 38 a, SPG dienen dem Schutz des Gefährdeten. Das schuldhafte Unterlassen solcher Anordnungen kann daher Amtshaftungsansprüche begründen.

Wird ein Betretungs- oder Annäherungsverbot nach Paragraph 38 a, SPG erlassen, spricht der erste Anschein dafür, dass sich der Gefährder an diese Anordnung hält.

[89]           3. Der Kostenvorbehalt beruht auf Paragraph 52, ZPO.

Textnummer

E141651

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:0010OB00039.24B.0527.000

Im RIS seit

02.07.2024

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJT_20240527_OGH0002_0010OB00039_24B0000_000