Rechtssatz für 7Ob314/00b 7Ob67/02g 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0114944

Geschäftszahl

7Ob314/00b; 7Ob67/02g; 7Ob9/12t; 7Ob13/20t

Entscheidungsdatum

24.06.2020

Rechtssatz

Die Berechnung der Versicherungsleistung nach Paragraph 56, VersVG erfolgt nach der Formel: Entschädigung = Versicherungssumme x Schaden, dividiert durch den Versicherungswert (Versicherungsersatzwert).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 314/00b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 314/00b
  • 7 Ob 67/02g
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 67/02g
    Vgl auch; Beisatz: Den Versicherer trifft einschließlich der Wertverhältnisse und Summenverhältnisse die Behauptungslast und Beweislast für das Vorliegen der diesbezüglichen Voraussetzungen. (T1)
  • 7 Ob 9/12t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 9/12t
    Veröff: SZ 2012/22
  • 7 Ob 13/20t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 7 Ob 13/20t
    Vgl; Beisatz: Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114944

Im RIS seit

22.02.2001

Zuletzt aktualisiert am

28.08.2020

Dokumentnummer

JJR_20010123_OGH0002_0070OB00314_00B0000_001

Rechtssatz für 2Ob612/59; 6Ob86/63; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027043

Geschäftszahl

2Ob612/59; 6Ob86/63; 1Ob14/70; 5Ob39/71; 1Ob49/73; 2Ob266/76; 4Ob120/76 (4Ob121/76); 2Ob56/77; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 6Ob677/78; 8Ob177/78; 4Ob42/79; 8Ob115/79; 1Ob570/80 (1Ob571/80); 8Ob206/80; 1Ob35/80; 8Ob24/81; 2Ob105/81; 1Ob588/83; 8Ob97/83; 8Ob29/85; 7Ob572/85; 2Ob19/87; 1Ob578/88; 2Ob2/89; 1Ob704/89; 4Ob41/95; 4Ob127/97y; 1Ob367/97w; 3Ob286/99a; 9Ob66/04b; 7Ob298/04f; 6Ob31/08i; 2Ob4/08i; 2Ob205/08y; 2Ob249/08v; 9Ob26/09b; 2Ob135/10g; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 4Ob137/11t; 2Ob74/12i; 1Ob97/13s; 4Ob21/14p; 4Ob14/16m; 2Ob148/15a; 10Ob5/17h; 1Ob231/16a; 2Ob40/19z; 3Ob30/19m; 3Ob126/19d; 4Ob146/19b; 7Ob13/20t; 7Ob105/20x; 1Ob206/21g; 9Ob13/22k; 3Ob117/22k; 5Ob70/23i; 6Ob127/24f; 1Ob149/24d

Entscheidungsdatum

21.01.2025

Rechtssatz

Aus dieser Gesetzesstelle ergibt sich die Verpflichtung des Geschädigten, den Schaden möglichst gering zu halten.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 612/59
    Entscheidungstext OGH 25.11.1959 2 Ob 612/59
    Veröff: RZ 1960,45
  • 6 Ob 86/63
    Entscheidungstext OGH 25.04.1963 6 Ob 86/63
    Beisatz: Bekämpfung der Vorschreibung einer Steuer, zu deren Tragung sich ein Dritter verpflichtete, im Interesse dieses Dritten. (T1)
  • 1 Ob 14/70
    Entscheidungstext OGH 12.02.1970 1 Ob 14/70
  • 5 Ob 39/71
    Entscheidungstext OGH 03.03.1971 5 Ob 39/71
  • 1 Ob 49/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 49/73
    Auch; Beisatz: Verpflichtung, einen zur Mittragung der zu entrichtenden Grundsteuer verpflichteten Vertragspartner durch Erhebung von Rechtsmitteln vor Zahlungen zu schützen, die nach eigenen Dafürhalten einer sachlichen Berechtigung entbehren. (T2)
  • 2 Ob 266/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 266/76
    Beisatz: Entgegen Koziol; Haftpflichtrecht I 203 ff. (T3)
  • 4 Ob 120/76
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 120/76
    Veröff: Arb 9560 = DRdA 1977,236 = SozM IE,133 = ZAS 1978/17 S 107 (Schuhmacher)
  • 2 Ob 56/77
    Entscheidungstext OGH 29.04.1977 2 Ob 56/77
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Beisatz: §§ 403, 1036, 1043, 1304, ABGB ua. (T4) Veröff: SZ 51/7
  • 6 Ob 677/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 6 Ob 677/78
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    Beis wie T4; Veröff: ZVR 1980/15 S 21
  • 4 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 42/79
    Beis wie T4
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 1 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 570/80
    Beis wie T4
  • 8 Ob 206/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 206/80
  • 1 Ob 35/80
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 15.07.1981 1 Ob 35/80
    Auch; Veröff: SZ 54/108 = JBl 1982,259
  • 8 Ob 24/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 24/81
    Veröff: ZVR 1982/137 S 110
  • 2 Ob 105/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 2 Ob 105/81
  • 1 Ob 588/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 588/83
  • 8 Ob 97/83
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 97/83
    Veröff: ZVR 1984/281 S 284
  • 8 Ob 29/85
    Entscheidungstext OGH 23.05.1985 8 Ob 29/85
  • 7 Ob 572/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 7 Ob 572/85
    Auch; Veröff: SZ 58/127
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
  • 1 Ob 578/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 1 Ob 578/88
  • 2 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 2/89
    Auch
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587
  • 4 Ob 41/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 41/95
    Beisatz: Der den Differenzschaden nach § 921 ABGB geltend machende Gläubiger hat die Obliegenheit, den Schaden möglichst gering zu halten. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Verspätungsschäden (oder Mangelfolgeschäden). (T4a)
  • 4 Ob 127/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 127/97y
    Veröff: SZ 70/108
  • 1 Ob 367/97w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 367/97w
    Auch
  • 3 Ob 286/99a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2000 3 Ob 286/99a
    Vgl; Beisatz: Schadensminderungspflicht ist die Obliegenheit des Geschädigten, alles vorzukehren, um eine unnötige Vergrößerung des Schadens hintanzuhalten. (T5)
  • 9 Ob 66/04b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 66/04b
    Auch; Beisatz: Die Beweislast für die Verletzung der Schadensminderungspflicht trifft den Schädiger. (T6)
  • 7 Ob 298/04f
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 298/04f
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
    Vgl; Beisatz: Der Geschädigte ist nicht zu Verfahrensschritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T7)
    Beisatz: Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn der Rechtsweg nicht beschritten wird. (T8)
  • 2 Ob 4/08i
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 4/08i
  • 2 Ob 205/08y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 205/08y
    Beisatz: Wenn und soweit ihm ein entsprechendes Verhalten möglich und zumutbar ist. (T9)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Beis wie T9
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/76
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T9a)
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Beis wie T9
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    Veröff: SZ 2013/42
  • 1 Ob 97/13s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 97/13s
    Auch
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
    Auch
  • 4 Ob 14/16m
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 14/16m
    Auch
  • 2 Ob 148/15a
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 148/15a
    Auch; Beisatz: Hier: Ablehnung medizinisch indizierter, lebenserhaltender Maßnahmen. (T10)
    Bem: Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 219/10k. (T11)
    Veröff: SZ 2016/85
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    Beis wie T9; Beisatz: Diese Obliegenheit besteht auch bei Verletzung vertraglicher Pflichten. (T12)
  • 1 Ob 231/16a
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 231/16a
    Beisatz: Es kann der Schädiger grundsätzlich verlangen, dass er Ersatz (nur) in angemessener Höhe leisten muss. (T13)
    Beisatz: Hier: Rettungsaufwand; Anwaltskosten nach Stundensatzvereinbarung übersteigen im konkreten Einzelfall den angemessenen Aufwand (nach den AHK) und sind daher im Rahmen der Schadensminderungspflicht zu kürzen. (T14)
  • 2 Ob 40/19z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 40/19z
    Beis wie T9
  • 3 Ob 30/19m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 30/19m
    Auch; Beis wie T13
  • 3 Ob 126/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 126/19d
    Vgl; Beis wie T9
  • 4 Ob 146/19b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2020 4 Ob 146/19b
  • 7 Ob 13/20t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 7 Ob 13/20t
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen. (T15)
  • 7 Ob 105/20x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 105/20x
    vgl; Beisatz: Hier: Rückforderung der Versicherungssteuer aus dem Titel Schadenersatz nach Spätrücktritt vom Lebensversicherungsvertrag. (T16)
    Anm: Veröff: SZ 2020/83
  • 1 Ob 206/21g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2021 1 Ob 206/21g
    Beis wie T13; Beis wie T14
  • 9 Ob 13/22k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 Ob 13/22k
  • 3 Ob 117/22k
    Entscheidungstext OGH 08.09.2022 3 Ob 117/22k
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Verhalten eines verständigen Bankkunden. (T17)
  • 5 Ob 70/23i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.10.2023 5 Ob 70/23i
    Beisatz nur wie T6
  • 6 Ob 127/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.09.2024 6 Ob 127/24f
    vgl
  • 1 Ob 149/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2025 1 Ob 149/24d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0027043

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2025

Dokumentnummer

JJR_19591125_OGH0002_0020OB00612_5900000_001

Rechtssatz für 2Ob210/70; 2Ob297/71; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027787

Geschäftszahl

2Ob210/70; 2Ob297/71; 2Ob140/72; 2Ob177/72 (2Ob178/72); 1Ob173/73; 2Ob118/74; 1Ob40/74; 2Ob115/74 (2Ob116/74); 2Ob230/74; 2Ob254/74; 2Ob242/74; 2Ob291/74; 2Ob45/75; 7Ob83/75; 5Ob501/76; 2Ob139/76; 2Ob129/76; 2Ob176/76; 8Ob188/76; 2Ob266/76; 5Ob884/76; 8Ob244/76; 4Ob120/76 (4Ob121/76); 1Ob556/77; 2Ob56/77; 8Ob49/77; 8Ob80/77; 7Ob586/77; 2Ob130/77; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 8Ob18/78; 8Ob69/78; 2Ob540/78; 6Ob677/78; 2Ob180/78; 8Ob177/78; 2Ob167/78; 1Ob628/78; 4Ob42/79; 2Ob528/79; 8Ob115/79; 8Ob126/79 (8Ob127/79); 2Ob131/79; 1Ob570/80 (1Ob571/80); 8Ob206/80; 8Ob232/80; 8Ob24/81; 2Ob105/81; 4Ob29/82 (4Ob30/82); 8Ob148/82; 2Ob155/82; 1Ob737/82; 5Ob725/81; 7Ob582/83 (7Ob583/83); 8Ob198/83; 8Ob220/83; 8Ob40/84; 8Ob67/84; 8Ob29/85; 2Ob59/86; 8Ob33/87; 8Ob78/86; 2Ob19/87; 2Ob94/88; 2Ob2/89; 1Ob626/89; 1Ob704/89; 2Ob74/90; 1Ob601/92; 8Ob504/94; 2Ob71/94; 4Ob127/97y; 2Ob147/98a; 1Ob9/00f; 2Ob288/00t; 2Ob324/00m; 8Ob93/01m; 3Ob17/02z; 7Ob247/02b; 6Ob2/03t; 2Ob143/03y; 3Ob120/05a; 9Ob50/06b; 8Ob85/06t; 7Ob131/07a; 6Ob31/08i; 10Ob94/08h; 2Ob51/09b; 2Ob249/08v; 1Ob141/09f; 9Ob26/09b; 1Ob192/09f; 2Ob100/10k; 8Ob6/10f; 4Ob214/10i; 2Ob135/10g; 8Ob118/10a; 2Ob219/10k; 2Ob144/11g; 6Ob201/11v; 3Ob115/12a; 7Ob122/12k; 2Ob74/12i; 4Ob230/13x; 4Ob21/14p; 9Ob22/15y; 4Ob167/15k; 10Ob5/17h; 6Ob4/17g; 4Ob24/18k; 10Ob73/19m; 7Ob13/20t; 7Ob105/20x; 9Ob13/22k; 9ObA31/22g; 2Ob172/22s; 1Ob106/23d; 1Ob132/23b; 9Ob47/23m; 8ob125/23z; 7Ob98/24y; 2Ob215/24t; 9Ob16/25f; 1Ob97/24g; 1Ob149/24d; 1Ob10/25i; 2Ob176/25h

Entscheidungsdatum

23.10.2025

Rechtssatz

Was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs. Es kommt daher wesentlich auf die Umstände des Einzelfalles an.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 210/70
    Entscheidungstext OGH 25.06.1970 2 Ob 210/70
  • 2 Ob 297/71
    Entscheidungstext OGH 25.05.1972 2 Ob 297/71
    Veröff: EvBl 1972/318 S 605
  • 2 Ob 140/72
    Entscheidungstext OGH 27.10.1972 2 Ob 140/72
  • 2 Ob 177/72
    Entscheidungstext OGH 11.01.1973 2 Ob 177/72
    nur: Was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs. (T1)
    Veröff: ZVR 1973/110 S 144
  • 1 Ob 173/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 1 Ob 173/73
  • 2 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 2 Ob 118/74
    Veröff: ZVR 1975/61 S 81
  • 1 Ob 40/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 40/74
  • 2 Ob 115/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 2 Ob 115/74
    Veröff: SZ 47/69 = EvBl 1975/45 S 96 = ZVR 1975/145 S 207
  • 2 Ob 230/74
    Entscheidungstext OGH 03.10.1974 2 Ob 230/74
    Beisatz: Keine Verletzung der Schadenminderungspflicht, wenn sich die Verletzte statt eines zweckmäßigen achttägigen stationären Krankenhausaufenthaltes der Pflege ihrer Kinder widmet und hiedurch länger dauernde Schmerzen erleidet. (T2)
  • 2 Ob 254/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 2 Ob 254/74
  • 2 Ob 242/74
    Entscheidungstext OGH 28.11.1974 2 Ob 242/74
  • 2 Ob 291/74
    Entscheidungstext OGH 16.01.1975 2 Ob 291/74
    nur T1; Veröff: ZVR 1975/165 S 242
  • 2 Ob 45/75
    Entscheidungstext OGH 20.03.1975 2 Ob 45/75
    Veröff: ZVR 1976/12 S 16
  • 7 Ob 83/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1975 7 Ob 83/75
  • 5 Ob 501/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 501/76
  • 2 Ob 139/76
    Entscheidungstext OGH 11.06.1976 2 Ob 139/76
  • 2 Ob 129/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 2 Ob 129/76
    Veröff: ZVR 1977/43 S 52
  • 2 Ob 176/76
    Entscheidungstext OGH 08.10.1976 2 Ob 176/76
    Beisatz: Umschulung von Verkäuferin auf Heimarbeiterin unzumutbar. (T3)
    Veröff: ZVR 1977/132 S 181
  • 8 Ob 188/76
    Entscheidungstext OGH 10.11.1876 8 Ob 188/76
    Veröff: ZVR 1978/77 S 114
  • 2 Ob 266/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 266/76
  • 5 Ob 884/76
    Entscheidungstext OGH 18.01.1977 5 Ob 884/76
    Veröff: EvBl 1977/159 S 353 = JBl 1978,377
  • 8 Ob 244/76
    Entscheidungstext OGH 16.02.1977 8 Ob 244/76
  • 4 Ob 120/76
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 120/76
    Veröff: SZ 50/29 = ZAS 1978/17 S 107 (Schuhmacher) = Arb 9560 = DRdA 1977,236 (Apathy) = SozM IE,133
  • 1 Ob 556/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 556/77
    nur T1
  • 2 Ob 56/77
    Entscheidungstext OGH 29.04.1977 2 Ob 56/77
  • 8 Ob 49/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 8 Ob 49/77
    nur T1; Beisatz: Auf die bisherige berufliche Tätigkeit und die persönlichen Verhältnisse des Geschädigten ist Betracht zu nehmen. (T4)
  • 8 Ob 80/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 80/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/45 S 49
  • 7 Ob 586/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 7 Ob 586/77
    Veröff: ZVR 1978/20 S 19
  • 2 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 14.10.1977 2 Ob 130/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/197 S 221
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Veröff: SZ 51/7
  • 8 Ob 18/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 18/78
    Veröff: ZVR 1978/325 S 374
  • 8 Ob 69/78
    Entscheidungstext OGH 14.06.1978 8 Ob 69/78
    nur T1; Veröff: SZ 51/91
  • 2 Ob 540/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 540/78
  • 6 Ob 677/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 6 Ob 677/78
  • 2 Ob 180/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 180/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1979/305 S 367
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1980/15 S 21
  • 2 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 167/78
    nur T1
  • 1 Ob 628/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 628/78
    Veröff: EFSlg 33801
  • 4 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 42/79
    Veröff: Arb 9799 = ZAS 1981,23 (mit Anmerkung von Schrank)
  • 2 Ob 528/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1979 2 Ob 528/79
    nur T1
  • 8 Ob 115/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 115/79
    Veröff: ZVR 1980/153 S 154
  • 8 Ob 126/79
    Entscheidungstext OGH 27.09.1979 8 Ob 126/79
  • 2 Ob 131/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 131/79
    nur T1
  • 1 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 570/80
    Veröff: SZ 53/148
  • 8 Ob 206/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 206/80
  • 8 Ob 232/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 8 Ob 232/80
  • 8 Ob 24/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 24/81
    Veröff: ZVR 1982/137 S 110
  • 2 Ob 105/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 2 Ob 105/81
  • 4 Ob 29/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 29/82
    nur T1
  • 8 Ob 148/82
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 148/82
    Veröff: SZ 55/104 = ZVR 1983/36 S 49
  • 2 Ob 155/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 155/82
  • 1 Ob 737/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 1 Ob 737/82
  • 5 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 725/81
  • 7 Ob 582/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 582/83
  • 8 Ob 198/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 198/83
  • 8 Ob 220/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 220/83
  • 8 Ob 40/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 40/84
    nur T1
  • 8 Ob 67/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 67/84
    nur T1; Beisatz: Keine Pflicht eines Taxiunternehmers, der für sein Unternehmen immer nur Neufahrzeuge angeschafft hatte, entgegen dieser Gepflogenheit das Risiko eines Gebrauchtwagenkaufes auf sich zu nehmen, um den Schädiger den Ersatz des Verdienstentganges infolge einer längeren Zeit bis zur Lieferung des Neuwagens zu ersparen. (T5)
    Veröff: ZVR 1985/114 S 212 = JBl 1985,426
  • 8 Ob 29/85
    Entscheidungstext OGH 23.05.1985 8 Ob 29/85
  • 2 Ob 59/86
    Entscheidungstext OGH 10.02.1987 2 Ob 59/86
    nur T1
  • 8 Ob 33/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 33/87
    Beisatz: Keine Pflicht des Geschädigten, sich vor Abwicklung seines Schadens mit seinem Kaskoversicherer mit dem Bestehen und allenfalls dem Umfang der Haftung der Lenker, Halter und damit auch Haftpflichtversicherer der anderen am Unfall beteiligten ausländischen Kraftfahrzeuge bis ins Detail auseinanderzusetzen. (T6)
    Veröff: JBl 1987,723 = ZVR 1988/55 S 119
  • 8 Ob 78/86
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 78/86
    Beisatz: Voraussetzung der Schadensminderungspflicht ist Zumutbarkeit der Schadensabwehr. (T7)
  • 2 Ob 19/87
    Entscheidungstext OGH 08.09.1987 2 Ob 19/87
    nur T1
  • 2 Ob 94/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 94/88
    Auch; Beisatz: Die Beförderung mit einem Personenkraftwagen eines infolge eines Unfalles pflegebedürftigen Minderjährigen zur Behandlung ins Krankenhaus und zurück zu den Eltern kann unter Berücksichtigung der allgemeinen Üblichkeit dieses Verkehrsmittels nicht als Verletzung einer Schadensminderungspflicht beurteilt werden. (T8)
  • 2 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 2/89
  • 1 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 626/89
  • 1 Ob 704/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
    nur T1; Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587
  • 2 Ob 74/90
    Entscheidungstext OGH 21.11.1990 2 Ob 74/90
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch
  • 8 Ob 504/94
    Entscheidungstext OGH 25.11.1994 8 Ob 504/94
    Auch; Beisatz: Hier: Frage, inwieweit im Unterlassen einer Prozessführung oder im Nichtergreifen eines Rechtsmittels eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegt. (T9)
  • 2 Ob 71/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 71/94
  • 4 Ob 127/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 127/97y
    nur T1; Beisatz: Das Nichtergreifen eines Rechtsmittels kann Verletzung der Schadensminderungspflicht sein. Der Geschädigte ist aber nicht zu gerichtlichen Schritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T10)
    Veröff: SZ 70/108
  • 2 Ob 147/98a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 147/98a
    nur T1; Beisatz: Ist die konkret vom Schädiger angebotene Beschäftigung nicht offensichtlich unzumutbar, hat der Geschädigte darzutun, weshalb dies der Fall sein soll. (T11)
  • 1 Ob 9/00f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
    Beisatz: Der Geschädigte verletzt seine Schadensminderungspflicht, wenn er schuldhaft Handlungen unterlässt, die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden und geeignet wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern. (T12)
  • 2 Ob 288/00t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 2 Ob 288/00t
    Beis wie T12
  • 2 Ob 324/00m
    Entscheidungstext OGH 07.12.2000 2 Ob 324/00m
    nur T1; Beisatz: Die Verletzung der Schadensminderungspflicht muss schuldhaft erfolgen, damit dies zum Nachteil des Geschädigten führen kann. (T13)
  • 8 Ob 93/01m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2001 8 Ob 93/01m
    Beisatz: Hier: Kosten der versuchten Heilung eines auch für die Zucht verwendeten Rasse-Jagdhundes (kein Nutztier). (T14)
  • 3 Ob 17/02z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 17/02z
    Auch
  • 7 Ob 247/02b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 247/02b
    Auch
  • 6 Ob 2/03t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 2/03t
  • 2 Ob 143/03y
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 143/03y
    Veröff: SZ 2003/106
  • 3 Ob 120/05a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 120/05a
    Beis wie T10 nur: Der Geschädigte ist nicht zu gerichtlichen Schritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben. (T15)
  • 9 Ob 50/06b
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 Ob 50/06b
  • 8 Ob 85/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 85/06t
    Beisatz: Im Nichtergreifen eines Rechtsmittels oder der Unterlassung einer Prozessführung kann eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegen. (T16)
    Beisatz: Hier: Unterlassung einer erfolgversprechenden Löschungsklage. (T17)
  • 7 Ob 131/07a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 131/07a
  • 6 Ob 31/08i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
  • 10 Ob 94/08h
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 10 Ob 94/08h
    Auch; Beisatz: Die Frage, was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, hängt grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls ab und ist daher keine erhebliche Rechtsfrage. (T18)
  • 2 Ob 51/09b
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 51/09b
    Auch; Beis wie T18; Vgl Beis wie T9; Vgl Beis wie T15
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    nur T1
  • 1 Ob 141/09f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 141/09f
    Auch
  • 9 Ob 26/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 26/09b
    Auch
  • 1 Ob 192/09f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 192/09f
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 2 Ob 100/10k
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 100/10k
    Beisatz: Hier: Die Prüfung der Zumutbarkeit einer Umschulung oder der Annahme einer anderen als der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit (als Spezialfall der Schadensminderungspflicht) kann nur einzelfallbezogen erfolgen. (T19)
  • 8 Ob 6/10f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 6/10f
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Voraussetzung für die Bejahung einer Schadenminderungspflicht ist die Zumutbarkeit der Schadensabwehr, die sich nach den Interessen beider Teile im Einzelfall und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs bestimmt. (T20)
    Veröff: SZ 2010/160
  • 4 Ob 214/10i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 214/10i
    Auch
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    nur T1; Veröff: SZ 2011/45
  • 8 Ob 118/10a
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 Ob 118/10a
    Beis wie T12; Beis wie T18
  • 2 Ob 219/10k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 219/10k
    Vgl; Veröff: SZ 2011/76
    Bem: Zum 2. Rechtsgang siehe 2 Ob 148/15a. (T20a)
  • 2 Ob 144/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 144/11g
    nur T1
  • 6 Ob 201/11v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 201/11v
  • 3 Ob 115/12a
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 115/12a
    Auch; Beis wie T18
  • 7 Ob 122/12k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2012 7 Ob 122/12k
    Beis wie T15
  • 2 Ob 74/12i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 74/12i
    nur T1; Veröff: SZ 2013/42
  • 4 Ob 230/13x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 230/13x
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
    Vgl auch; Beis wie T4; nur: Der Geschädigte verletzt seine Schadensminderungspflicht, wenn er schuldhaft Handlungen unterlässt, die von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden und geeignet wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern. (T21)
    Beisatz: Maßgebend ist, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die ein verständiger Betroffener in seiner Lage angewendet hätte, um eine Schädigung nach Möglichkeit abzuwenden. (T22)
    Beisatz: Ergreift der Geschädigte kein Rechtsmittel obwohl es geeignet gewesen wäre, den Schaden ganz oder teilweise abzuwenden, so handelt er sorglos in eigenen Angelegenheiten und verletzt die ihm obliegende Rettungspflicht. (T23)
  • 4 Ob 167/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 167/15k
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T18
  • 10 Ob 5/17h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 10 Ob 5/17h
    nur T21
  • 6 Ob 4/17g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 4/17g
    Beis wie T18
  • 4 Ob 24/18k
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 24/18k
    Beis wie T23; Beisatz: Im Nichtergreifen eines Rechtsbehelfs liegt aber dann keine Verletzung der Schadensminderungsobliegenheit, wenn der Entschluss des Verletzten durch den haftungsbegründenden Vorgang herausgefordert wurde, er also erst durch das pflichtwidrige Verhalten des Schädigers in die Lage kam, eine solche Entscheidung treffen zu müssen. (T24)
    Beisatz: Hier: Umschuldung eines rechtswidrig aufgekündigten Kredits vor Entscheidung über die Darlehensklage. (T25)
  • 10 Ob 73/19m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 10 Ob 73/19m
    Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Nichterhebung eines Rekurses gegen den Kostenvorbehalt bis zur rechtskräftigen Erledigung der Streitsache ist keine Verletzung der Schadensminderungspflicht. (T26)
  • 7 Ob 13/20t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2020 7 Ob 13/20t
    Beisatz: Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen. (T27)
  • 7 Ob 105/20x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 105/20x
    vgl; Beisatz: Hier: Rückforderung der Versicherungssteuer aus dem Titel Schadenersatz nach Spätrücktritt vom Lebensversicherungsvertrag. (T28)
    Anm: Veröff: SZ 2020/83
  • 9 Ob 13/22k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 Ob 13/22k
    Beis nur wie T21
  • 9 ObA 31/22g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2022 9 ObA 31/22g
    Beis wie T9; Beis wie T16; Beis wie T23; Beis wie T24
  • 2 Ob 172/22s
    Entscheidungstext OGH 25.10.2022 2 Ob 172/22s
    Beis wie T12; Beis wie T13
  • 1 Ob 106/23d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2023 1 Ob 106/23d
    Beisatz: Hier: Sich trotz gültigem Kaufvertrag an einem gegen den erklärten Willen durchgeführten Bieterverfahren zu beteiligen und die Liegenschaft zu einem allenfalls weit über dem eigentlichen Kaufpreis liegenden Preis (nochmals von der Beklagten) zu erwerben, unzumutbar. Beurteilung der Vorinstanzen nicht zu beanstanden. (T29)
  • 1 Ob 132/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.09.2023 1 Ob 132/23b
    Beisatz wie T10; Beisatz wie T18
    Beisatz: Hier: Zur Bekämpfung der rechtlichen Beurteilung eines groben Verschuldens in einem außerordentlichen Rechtsmittel. (T30)
  • 9 Ob 47/23m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.09.2023 9 Ob 47/23m
    Beisatz wie T18
  • 8 ob 125/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 ob 125/23z
  • 7 Ob 98/24y
    Entscheidungstext OGH 28.08.2024 7 Ob 98/24y
    vgl
  • 2 Ob 215/24t
    Entscheidungstext OGH 21.01.2025 2 Ob 215/24t
    Beisatz: Hier: Keine Verletzung der Schadensminderungsobliegenheit durch die unterbliebene Vorziehung einer Reparatur aufgrund der Blockierung eines Reparaturgleises. (T31)
  • 9 Ob 16/25f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.02.2025 9 Ob 16/25f
  • 1 Ob 97/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.03.2025 1 Ob 97/24g
    Beisatz nur wie T18; Beisatz nur wie T20
  • 1 Ob 149/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2025 1 Ob 149/24d
    Beisatz wie T18; Beisatz wie T20
  • 1 Ob 10/25i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 1 Ob 10/25i
  • 2 Ob 176/25h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2025 2 Ob 176/25h
    Beisatz wie T18: Hier: Ausstattung der Klägerin an Reparaturgleisen und Personal. (T32)

Schlagworte

Auto Pkw Kfz

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0027787

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19700625_OGH0002_0020OB00210_7000000_002

Entscheidungstext 7Ob13/20t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Burtscher, ecolex 2021/72 S 103 - Burtscher, ecolex 2021,103

Geschäftszahl

7Ob13/20t

Entscheidungsdatum

24.06.2020

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Kalivoda als Vorsitzende sowie die Hofrätinnen und Hofräte Hon.-Prof. Dr. Höllwerth, Dr. Solé, Mag. Malesich und MMag. Matzka als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ing. E* L*, vertreten durch Mag. Ernst Lehenbauer, Rechtsanwalt in Enns, gegen die beklagte Partei I* GmbH, *, vertreten durch Mag. Klaudia Reißner, Rechtsanwältin in Graz, wegen 39.464,42 EUR sA, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 30. September 2019, GZ 5 R 88/19a-75, mit dem das Urteil des Landesgerichts Sankt Pölten vom 13. Juni 2019, GZ 4 Cg 11/19x-71, teilweise abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Entscheidungen der Vorinstanzen, die hinsichtlich der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Abweisung eines Teilbetrags von 12.513,60 EUR sA unberührt bleiben, werden im Umfang des Zuspruchs von 26.950,82 EUR samt 4 % Zinsen seit 8. 8. 2013 aufgehoben. Die Rechtssache wird in diesem Umfang an das Erstgericht zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung zurückverwiesen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens bilden weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Die beklagte Versicherungsmaklerin beriet den Kläger beim Abschluss eines Haushaltsversicherungsvertrags (mit Feuerversicherung), dem die Besonderen Bedingungen für die Haushaltsversicherung mit Premiumschutz zugrunde lagen, die auszugsweise folgenden Inhalt hatten:

„31 GH 072 2

Unterversicherungsverzicht und Ausstattungs-variante

[…]

4. Unrichtige Quadratmeterzahl

Ist die Nutzfläche der Wohnung größer als die Fläche, die der Berechnung der Versicherungssumme zugrunde liegt, wird die Ersatzleistung in diesem Verhältnis gekürzt.

Diese Bestimmung findet keine Anwendung, sofern die Abweichung nicht mehr als 10 % der in der Polizze angegebenen Fläche beträgt. [...]

Aufgrund eines Beurteilungsfehlers der Angestellten der Beklagten wurden im – vom Versicherer angenommenen – Versicherungsantrag die Grundfläche des Hauses statt mit 280 m² mit nur 120 m² (= ca 43 %) und daher die Versicherungssumme mit 177.000 EUR (= ca 43 % von 414.000 EUR, die 280 m² entsprächen) angegeben; die Jahresprämie betrug 283,32 EUR (= ca 43 % von 660 EUR, die 280 m² entsprächen).

Durch einen von einem am Gebäude arbeitenden Drittunternehmen verursachten Brand erlitt der Kläger einen (Neuwert-)Schaden, der – soweit für das Revisionsverfahren noch von Interesse – 133.327,50 EUR betrug; der Versicherer ersetzte davon unter Berufung auf die oben wiedergegebene Unterversicherungsklausel nur 57.040,36 EUR (= ca 43 % des Schadens). Wäre dem Versicherungsvertrag die besehende Nutzfläche zu Grunde gelegt worden, hätte der Feuerversicherer eine Unterversicherung nicht eingewendet. Der Haftpflichtversicherer des Brandverursachers zahlte dem Kläger in der Folge weitere 48.959,64 EUR, die Differenz zwischen der Leistung des Haushaltsversicherers und dem Zeitwertschaden von 106.000 EUR.

Der Kläger begehrte – soweit noch relevant – 26.950,82 EUR für zerstörte Fahrnisse. Wäre er nicht unrichtig und unvollständig beraten worden, hätte er einen Versicherungsvertrag mit der richtigen Nutzfläche, mit gesondert vereinbarter Versicherungssumme oder mit Verzicht auf die Unterversicherungsklausel geschlossen. Die Rechtslage sei nicht unproblematisch und das Kostenrisiko unüberschaubar gewesen, sodass es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht sei, den Feuerversicherer nicht geklagt zu haben. Zudem stehe es dem Geschädigten frei, bei kumulativen Ansprüchen auszuwählen, gegen wen er Ansprüche erhebe.

Die Beklagte wandte – soweit für das Revisionsverfahren noch von Interesse – ein, die Berufung auf die Unterversicherungsklausel durch den Feuerversicherer sei unzulässig. Der Kläger habe es verabsäumt, den Feuerversicherer auf Zahlung der gesamten Neuwert-Schadenssumme auch gerichtlich in Anspruch zu nehmen. Es sei nicht erkennbar, warum der Haftpflichtversicherer des Brandverursachers nicht den gesamten Zeitwertschaden, sondern nur einen Teil ersetzt habe. Der Kläger habe die Schadensabwicklung im Hinblick auf das Quotenvorrecht des Versicherungsnehmers nach Paragraph 67, VersVG unrichtig durchgeführt; selbst bei Unterversicherung hätte der Feuerversicherer einen Betrag zur Verfügung stellen müssen, durch den der Differenzschaden zwischen Zeitwert und Neuwert in Höhe des Klagsbetrags jedenfalls gedeckt sei.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren zur Gänze ab, weil der Beklagten keine schadenskausalen Beratungsfehler vorzuwerfen seien.

Das Berufungsgericht gab jedoch – soweit hier relevant nach teilweiser Abänderung der Feststellungen zum Fehler der Beklagten – der Klage im Umfang von 26.950,82 EUR statt. Der Beklagten sei anzulasten, eine viel zu geringe Nutzfläche im Versicherungsantrag angeführt zu haben. Wäre der Antrag korrekt ausgefüllt worden, hätte der Kläger mehr als den Zeitwertschaden erhalten. Eine Verletzung der Schadensminderungspflicht im Zusammenhang mit unterlassener Klagsführung gegen den Feuerversicherer sei zu verneinen, weil ein Fall kumulativer Kausalität und damit solidarischer Haftung beider Schädiger vorliege und die Nichtverfolgung eines Anspruchs gegen einen Schädiger keine Verletzung der Schadensminderungspflicht gegenüber dem anderen Schädiger sei. Zudem sei eine solche dann nicht anzunehmen, wenn der Geschädigte erst durch das pflichtwidrige Verhalten des Schädigers in die Lage gekommen sei, die ihm nunmehr zum Vorwurf gemachte Entscheidung zu treffen. Selbst bei Unwirksamkeit der Unterversicherungsklausel hätte der Haushaltsversicherer den Einwand der Unterversicherung auf Basis des Paragraph 56, VersVG erheben können; gehe man hier vom Vorbringen der Beklagten aus, die auf das Verhältnis der Ist- zur Soll-Prämie abstelle, hätte der Feuerversicherer im Ergebnis trotz Wegfalls der Klausel im beinahe gleichen Umfang Unterversicherung einwenden können. Eine Verletzung der Schadensminderungspflicht im Zusammenhang mit einer angeblich mangelhaften Abwicklung liege nicht vor. Ersetze der Versicherer dem Geschädigten nur einen Teil des Schadens, bleibe der Versicherte Gläubiger des Schadenersatzanspruchs in der Höhe des Unterschieds zwischen seinem Schaden und der erhaltenen Versicherungsleistung; diesbezüglich habe er Vorrang vor dem nach Paragraph 67, VersVG auf den Versicherer übergegangenen Anspruch gegen den Schädiger. Die Beklagte habe nicht dargelegt, wie der Kläger mehr als den Zeitwert erlangen hätte sollen.

Die ordentliche Revision wurde nicht zugelassen.

Mit ihrer Revision beantragt die Beklagte die Klagsabweisung auch im Umfang von 26.950,82 EUR; hilfsweise stellt sie einen Aufhebungsantrag.

Rechtliche Beurteilung

Der Kläger hat bereits vor der Mitteilung, dass ihm eine Beantwortung der Revision freistehe, zulässigerweise eine Revisionsbeantwortung eingebracht. Darin beantragt er, die Revision der Beklagten zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben. Da dem Revisionsgegner nur eine Beantwortung zusteht, war von einer Mitteilung gemäß Paragraph 508 a, Absatz 2, ZPO Abstand zu nehmen und es konnte sogleich über die Revision entschieden werden (RS0007546 [T1]; vergleiche RS0043659).

Die Revision ist zur Wahrung der Rechtssicherheit und Klarstellung der Rechtslage zulässig und im Sinne des Aufhebungsantrags auch berechtigt.

Die Beklagte führt in ihrem Rechtsmittel nur noch Aspekte der Verletzung der Schadensminderungspflicht ins Treffen: Einerseits sei die Kürzung der Leistung des Haushaltsversicherers wegen Unterversicherung zu Unrecht erfolgt und dieser wäre daher verpflichtet gewesen, dem Kläger den gesamten Neuwertschaden zu ersetzen, wogegen vorzugehen der Kläger unterlassen und er dadurch die Schadensminderungspflicht verletzt habe. Andererseits wäre dem Kläger, selbst wenn eine Unterversicherung vorläge, kein Schaden entstanden, wenn er die Schadensabwicklung rechtskonform durchgeführt hätte; er hätte im Hinblick auf das Quotenvorrecht des Versicherungsnehmers nicht akzeptieren dürfen, dass der Haftpflichtversicherer des Brandverursachers nur die Differenz zwischen der Zahlung des Haushaltsversicherers und dem Zeitwertschaden zahle, sondern hätte auf der Bezahlung des gesamten Zeitwertschadens bestehen müssen.

Dazu wurde erwogen:

1.1. Ist die Versicherungssumme niedriger als der Versicherungswert zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalls (Unterversicherung), so haftet der Versicherer gemäß Paragraph 56, VersVG für den Schaden nur nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zum Versicherungswert. Gemäß dieser Bestimmung erfolgt die Berechnung der Versicherungsleistung nach der Formel: Entschädigung = Versicherungssumme x Schaden, dividiert durch den Versicherungs-(Ersatz-)Wert (RS0114944). Der Versicherungswert findet aus Gründen der Vereinfachung der Prämienkalkulation grundsätzlich keine Berücksichtigung. Dessen ungeachtet hat er dennoch Einfluss auf das versicherte Risiko, denn unabhängig von der Versicherungssumme führt ein größerer Versicherungswert grundsätzlich auch zu einer Erhöhung des versicherten Risikos. Typischerweise treten Teilschäden häufiger als Folgeschäden auf. Ebenso sind im Verhältnis zum Sachwert niedrigere Teilschäden wahrscheinlicher als höhere. Dieses mit dem Steigen des Versicherungswerts einhergehende Wachsen des Risikos ist somit von der Höhe der Versicherungssumme unabhängig. Daher bleibt diese Risikoerhöhung bei der Prämienbemessung im Regelfall unberücksichtigt. Dadurch erscheint im Fall der Unterversicherung die Prämie im Verhältnis zum versicherten Risiko als zu gering bemessen. Ratio des Paragraph 56, VersVG ist es, im Fall eines Teilschadens diese Äquivalenzstörung auszugleichen (7 Ob 9/12t).

1.2. Die Quadratmeteranzahl ist lediglich Ermittlungshilfe, aus der auf einen bestimmten Versicherungswert geschlossen wird, der in die Ermittlung der Versicherungssumme und damit letztlich auch in die Berechnung der Prämie einfließt. Über den tatsächlichen Versicherungswert sagt die Quadratmeteranzahl aber nichts aus, vielmehr wird ein Versicherungswert aufgrund einer bestimmten Quadratmeteranzahl lediglich vermutet. Die Bemessung der Höhe der Entschädigung für den Fall der Unterversicherung ausschließlich über die Ermittlungshilfe „Quadratmeteranzahl“ vorzunehmen, ist sachlich nicht gerechtfertigt und benachteiligt den Versicherungsnehmer gröblich. Diese Vorgehensweise ist nämlich insoweit eine wesentliche Einschränkung gegenüber dem in Paragraph 56, VersVG festgelegten Standard, den der Versicherungsnehmer von einer Versicherung dieser Art erwarten kann, als eine Unterversicherung ausschließlich aufgrund des Vorliegens einer unrichtigen Ermittlungshilfe „Quadratmeteranzahl“ angenommen wird, ohne aber den tatsächlichen Versicherungswert als Risikofaktor in Bezug zur prämienbildenden Versicherungssumme zu bringen (7 Ob 227/12a).

2.1. Hier steht fest, dass die beklagte Versicherungsmaklerin den Kläger schuldhaft falsch beraten und dieser deshalb einen Haushaltsversicherungsvertrag abgeschlossen hat, der aufgrund der unrichtig angegebenen Gebäudegröße von 120 m² (statt richtig 280 m²) eine Versicherungssumme aufwies, die lediglich knapp 43 % der Versicherungssumme betrug, die sich bei Angabe der richtigen Gebäudegröße ergeben hätte. Es steht auch fest, dass sein Schaden bei Angabe der richtigen Gebäudegröße vom Versicherer gedeckt worden wäre.

2.2. Der Versicherer berief sich zur Begründung der Unterversicherung zu Unrecht (wie unter Punkt 1.2. dargelegt) auf die unwirksame Klausel 31 GH 072 2 Punkt 4. Die Fehlberatung der Beklagten ist für den geltend gemachten Schaden aber nicht jedenfalls, sondern nur so weit kausal, als der Versicherer deshalb aus dem vermittelten Vertrag im Gegensatz zum gewünschten nicht zur Deckung verpflichtet ist. Die Kausalität kann zur Zeit nicht beurteilt werden, steht doch der für die Beurteilung einer Unterversicherung entscheidende Versicherungswert vergleiche Punkt 1.1.) nicht fest.

2.3. Die Beklagte hat sich zwar darauf gestützt, dass keine Unterversicherung vorgelegen sei, weil der Versicherungswert 177.000 EUR (und damit weniger als die Versicherungssumme) betrage. Für den Kausalzusammenhang trifft aber den Geschädigten die Beweislast (RS0022686). Das Erstgericht wird daher mit dem Kläger im fortzusetzenden Verfahren die Höhe des Versicherungswerts im Schadenszeitpunkt zu erörtern und entsprechende Feststellungen zu treffen haben. Dann gilt Folgendes:

2.3.1. Beträgt der Versicherungswert weniger als die Versicherungssumme von 177.600 EUR oder ist er gleich hoch, liegt keine Unterversicherung vor. In diesem Fall hat die fehlerhafte Beratung der Beklagten keinen Schaden verursacht. Die Frage einer Schadensminderungspflicht stellt sich nicht. Die Klage ist abzuweisen.

2.3.2. Ist der Versicherungswert höher als die Versicherungssumme, liegt Unterversicherung vor und die Fehlberatung durch die Beklagte hat einen Schaden des Klägers in einer Höhe verursacht, die der Differenz zwischen der tatsächlich zu erbringenden Leistung des Haushaltsversicherers (Berechnung mit der zu Punkt 1.1. dargelegten Formel) und der Leistung entspricht, die dieser bei richtiger Angabe der Quadratmeteranzahl erbracht hätte.

2.4. Eine von Kläger und Berufungsgericht ins Treffen geführte kumulative Schädigung durch Haushaltsversicherer und Beklagte kann nicht vorliegen, weil bei Bejahung einer Unterversicherung, die Voraussetzung der geltend gemachten Haftung der Beklagten ist, dem Haushaltsversicherer kein vertragswidriges Verhalten anzulasten wäre; liegt keine Unterversicherung vor, kommt auch keine Haftung der Beklagten in Betracht.

2.5. Nur für den Fall, dass eine Unterversicherung und grundsätzliche Haftung der Beklagten zu bejahen ist, stellt sich die Frage der Schadensminderungspflicht, nämlich, ob die Beklagte dem Kläger entgegenhalten kann, dass dieser den Brandverursacher zur Bezahlung seines Schadens im Klageweg hätte verhalten müssen. Selbst das und einen vollen Prozesserfolg des Klägers gegen den Schädiger unterstellt, wäre die Beklagte aber nicht von der Haftung gänzlich befreit. Sie müsste jedenfalls die Differenz zwischen Zeitwert und Neuwert ersetzen, weil in Fällen, in denen der versicherungsrechtliche Schaden höher vergütet wird als bürgerlich-rechtlich eine Ersatzforderung entstehen kann (Neuwertversicherung), der Schädiger stets nur den Zeitwert zu ersetzen hat (RS0022553) und nicht – wie im Rahmen des Haushaltsversicherungsvertrags – den Neuwert.

3. Zu prüfen ist nun, ob überhaupt eine Schadensminderungspflicht des Versicherungsnehmers besteht.

3.1. Der beklagte Schädiger hat zu behaupten und zu beweisen, dass der Geschädigte den eingetretenen Schaden hätte mindern können (RS0027129; RS0026909), also dem Geschädigten bestimmte Maßnahmen möglich und objektiv zumutbar (RS0027043 [insb T9]; RS0023573) gewesen wären und er diese schuldhaft (RS0027062) nicht ergriffen hat (7 Ob 187/18b).

Sind Maßnahmen der Schadensminderung objektiv zumutbar, so hat der Geschädigte zu beweisen, dass ihm subjektiv die Maßnahme unzumutbar war oder ist (RS0026909).

3.2. Was dem Geschädigten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zumutbar ist, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile und den Grundsätzen des redlichen Verkehrs (RS0027787).

Im Nichtergreifen eines Rechtsmittels oder der Unterlassung einer Prozessführung kann eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegen (RS0027787 [T16]). Der Geschädigte ist aber nicht zu gerichtlichen Schritten verpflichtet, die mit einem bedeutenden Kostenrisiko verbunden sind oder geringe Aussicht auf Erfolg haben; ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn der Rechtsweg nicht beschritten wird (RS0018766 [T2]; RS0027043 [T7, T8]).

3.3. Bei Abschluss einer (Haushalts-)Versicherung erhält der Versicherungsnehmer im Falle eines von einem Dritten verursachten Schadens von seinem Versicherer (auf den der Ersatzanspruch gegen den Schädiger nach Maßgabe des Paragraph 67, VersVG übergeht) Ersatz, ohne sich vorher mit dem Schädiger auseinandersetzen zu müssen, was eine Beweis- und Klagsführung von ihm abwendet. Er erhält nach Maßgabe des Versicherungsvertrags auch für Schäden Deckung, für die der Schädiger nicht haftet. Es ist dem Versicherungsnehmer objektiv nicht zumutbar, bei einem Vermittlungsfehler des Maklers gegen einen Dritten, der den Schaden verursachte, selbst vorgehen zu müssen, wäre damit nämlich die Bedeutung der vermittelten Versicherung erheblich entwertet. Der Versicherungsnehmer müsste nicht nur den Aufwand eines Prozesses gegen den Schädiger auf sich nehmen, sondern auch das Beweis- und Kostenrisiko tragen. Eine Obliegenheit des Klägers zur Schadensminderung ist zu verneinen.

4. Es ist daher der Revision Folge zu geben.

Der Kostenvorbehalt beruht auf Paragraph 52, ZPO.

Textnummer

E128808

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2020:E128808

Im RIS seit

14.08.2020

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2022

Dokumentnummer

JJT_20200624_OGH0002_0070OB00013_20T0000_000