Rechtssatz für 5Ob134/19w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0132786

Geschäftszahl

5Ob134/19w

Entscheidungsdatum

24.09.2019

Rechtssatz

Wenn die im Grundbuch als Eigentümerin der Liegenschaft aufscheinende Person nicht diejenige ist, die unmittelbar von Sanktionsmaßnahmen betroffen ist, muss die amtliche Mitteilung an das Grundbuchsgericht konkrete Ausführungen enthalten, inwiefern der Vermögenswert dennoch – also auch ohne offenkundigen Konnex – der sanktionierten Person zuzuordnen und daher von den Sanktionsmaßnahmen umfasst ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 134/19w
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 134/19w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132786

Im RIS seit

29.10.2019

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2019

Dokumentnummer

JJR_20190924_OGH0002_0050OB00134_19W0000_001

Rechtssatz für 2Ob425/53 1Ob82/38 1Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0006693

Geschäftszahl

2Ob425/53; 1Ob82/38; 1Ob420/51 (1Ob421 -1Ob431/51); 5Ob417/60; 5Ob137/62; 5Ob132/65 (5Ob133/65 -5Ob144/65); 5Ob129/66; 5Ob21/68; 5Ob48/69; 5Ob132/69; 5Ob267/69; 5Ob118/72 (5Ob119/72); 5Ob7/73; 5Ob189/73; 5Ob118/74; 5Ob156/74; 5Ob159/74; 5Ob261/74 (5Ob262/74 -5Ob266/74); 5Ob7/76; 5Ob12/76; 5Ob14/76; 5Ob20/78; 5Ob26/81; 5Ob58/82; 5Ob55/83; 5Ob17/84; 5Ob72/85; 5Ob48/91; 5Ob47/92; 5Ob27/92; 5Ob28/92; 5Ob29/92; 5Ob41/92; 5Ob50/92; 5Ob54/92; 5Ob55/92; 5Ob56/92; 5Ob51/92; 5Ob122/92; 5Ob1162/95; 5Ob406/97k; 5Ob2352/96k; 5Ob407/97g; 4Ob130/98s; 2Ob67/99p; 7Ob71/00t; 6Ob180/04w; 5Ob163/06s; 5Ob259/06h; 8Ob116/06a; 5Ob53/08t; 5Ob128/08x; 5Ob158/10m; 5Ob132/10p; 5Ob102/11b; 5Ob46/11t; 5Ob130/11w; 5Ob241/11v; 5Ob242/11s; 5Ob135/13h; 5Ob219/13m; 5Ob57/16t; 5Ob58/16i; 5Ob59/16m; 5Ob165/17a; 5Ob48/18x; 5Ob222/18k; 5Ob134/19w; 5Ob123/21f

Entscheidungsdatum

10.02.2022

Norm

AußStrG 2005 §2 Abs1 Z3 IA
AußStrG 2005 §2 Abs1 Z3 IE4
AußStrG §9 I
AußStrG 2005 §45 IC2
AußStrG 2005 §45 IC3
AußStrG 2005 §45 IIH
GBG §122 B
GBG §122 C
PSG allg

Rechtssatz

In Grundbuchssachen ist die Rekurslegitimation nach § 9 AußStrG zu beurteilen. Ohne Rechtsschutzinteresse gibt es kein Rekursrecht. Die bekämpfte Anordnung einer Zustellung gibt kein Rekursrecht, da die Zustellung eines Gerichtsbeschlusses für den Empfänger Rechte nicht begründet. Sie setzt nur allenfalls zu Lasten des Empfängers eine Rechtsmittelfrist in Lauf. Die Zustellung kann daher allenfalls Anlass zu einer Beschwerde gegen das sie verfügende Gericht (zum Beispiel wegen Verletzung der Amtsverschwiegenheit) geben, kann aber nicht mit einem Rechtsmittel bekämpft werden, das ja in der Regel auch zu spät kommen würde.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 425/53
    Entscheidungstext OGH 29.07.1953 2 Ob 425/53
    Veröff: SZ 26/203
  • 1 Ob 82/38
    Entscheidungstext OGH 09.02.1938 1 Ob 82/38
    nur: In Grundbuchssachen ist die Rekurslegitimation nach § 9 AußStrG zu beurteilen. (T1)
    Veröff: SZ 20/35; ebenso bereits: SZ 10/195
  • 1 Ob 420/51
    Entscheidungstext OGH 20.06.1951 1 Ob 420/51
    nur T1; Veröff: EvBl 1951/368 S 440 = NZ 1952,94
  • 5 Ob 417/60
    Entscheidungstext OGH 16.11.1960 5 Ob 417/60
  • 5 Ob 137/62
    Entscheidungstext OGH 07.07.1962 5 Ob 137/62
    Beisatz: Der Schriftenempfänger des Rangordnungsbescheides ist nicht Beteiligter. (T2)
  • 5 Ob 132/65
    Entscheidungstext OGH 15.06.1965 5 Ob 132/65
    nur T1
  • 5 Ob 129/66
    Entscheidungstext OGH 08.06.1966 5 Ob 129/66
    nur T1
  • 5 Ob 21/68
    Entscheidungstext OGH 14.02.1968 5 Ob 21/68
  • 5 Ob 48/69
    Entscheidungstext OGH 05.03.1969 5 Ob 48/69
    nur T1; Veröff: SZ 42/38 = EvBl 1969/244 S 355 = NZ 1969,141
  • 5 Ob 132/69
    Entscheidungstext OGH 03.09.1969 5 Ob 132/69
    nur T1
  • 5 Ob 267/69
    Entscheidungstext OGH 10.12.1969 5 Ob 267/69
    nur T1
  • 5 Ob 118/72
    Entscheidungstext OGH 27.06.1972 5 Ob 118/72
    nur T1; Veröff: SZ 45/74 = EvBl 1973/19 S 47
  • 5 Ob 7/73
    Entscheidungstext OGH 02.02.1973 5 Ob 7/73
    nur T1; Veröff: NZ 1973,186 = NZ 1974,74
  • 5 Ob 189/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 5 Ob 189/73
    nur T1; Beisatz: Demnach hat ein Rekursrecht nur der, dessen Interessensphäre durch eine Verfügung beschwert wird. (T3)
    Veröff: MietSlg 25459
  • 5 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 118/74
  • 5 Ob 156/74
    Entscheidungstext OGH 10.07.1974 5 Ob 156/74
    nur T1
  • 5 Ob 159/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 5 Ob 159/74
    nur T1
  • 5 Ob 261/74
    Entscheidungstext OGH 13.11.1974 5 Ob 261/74
    nur T1
  • 5 Ob 7/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 5 Ob 7/76
    nur T1
  • 5 Ob 12/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 5 Ob 12/76
    nur T1; Beisatz: Gemäß § 32 LiegTeilG auch im Rekursverfahren nach diesem Gesetz. (T4)
  • 5 Ob 14/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 5 Ob 14/76
    nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 20/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 5 Ob 20/78
    nur T1
  • 5 Ob 26/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 5 Ob 26/81
    nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 58/82
    Entscheidungstext OGH 01.02.1983 5 Ob 58/82
    nur T1; Beisatz: Hier: Verfahren nach UHG. (T5)
    Veröff: SZ 56/18 = EvBl 1983/104 S 398
  • 5 Ob 55/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1983 5 Ob 55/83
    nur T1; Beisatz: Hier: § 312 LiegTeilG (T6)
  • 5 Ob 17/84
    Entscheidungstext OGH 15.05.1984 5 Ob 17/84
    nur T1; Veröff: NZ 1985,33
  • 5 Ob 72/85
    Entscheidungstext OGH 06.09.1985 5 Ob 72/85
    nur T1
  • 5 Ob 48/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 48/91
    nur: In Grundbuchssachen ist die Rekurslegitimation nach § 9 AußStrG zu beurteilen. Ohne Rechtsschutzinteresse gibt es kein Rekursrecht. (T7)
    Veröff: NZ 1991,321 (Hofmeister, 323)
  • 5 Ob 47/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 47/92
    nur T7
  • 5 Ob 27/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 27/92
    Auch; nur T7
  • 5 Ob 28/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 28/92
    nur T7
  • 5 Ob 29/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 29/92
    nur T7
  • 5 Ob 41/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 41/92
    nur T7
  • 5 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 50/92
    nur T7
  • 5 Ob 54/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 54/92
    nur T7
  • 5 Ob 55/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 55/92
    nur T7
  • 5 Ob 56/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 5 Ob 56/92
    nur T7
  • 5 Ob 51/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 5 Ob 51/92
    nur T7
  • 5 Ob 122/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1992 5 Ob 122/92
    Vgl; nur T7; Beisatz: Bei einer Eigentumseinverleibung im laufenden Rang gibt es keine Anfechtung durch einen Pfandgläubiger, weil dieser nur durch die Inanspruchnahme eines besseren Ranges und die deshalb drohende Löschung seines Pfandrechtes nach § 57 GBG beschwert sein könnte. (T8)
    Veröff: SZ 65/128 = ÖBA 1993,412
  • 5 Ob 1162/95
    Entscheidungstext OGH 17.11.1995 5 Ob 1162/95
    nur T7; Beisatz: Diese Beschwer fehlt bei antragsgemäßer Entscheidung. (T9)
  • 5 Ob 406/97k
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 406/97k
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Rekursberechtigung der Eigentümerin gegen die Ersichtlichmachung der Liegenschaft als Naturschutzgebiet. (T10)
  • 5 Ob 2352/96k
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 2352/96k
    Vgl auch; Beisatz: Die Zustellung eines Grundbuchsbeschlusses begründet für sich allein kein Anfechtungsrecht. (T11)
  • 5 Ob 407/97g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 5 Ob 407/97g
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T10
  • 4 Ob 130/98s
    Entscheidungstext OGH 26.05.1998 4 Ob 130/98s
    nur T1
  • 2 Ob 67/99p
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 2 Ob 67/99p
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 71/00t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 7 Ob 71/00t
    nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 180/04w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 180/04w
    Vgl auch; Beisatz: Sind dritte Personen berechtigt, Anregungen an das Gericht zu richten, die diese im Rahmen eines amtswegigen Verfahrens sachgerecht zu berücksichtigen hatte, erlangen sie dadurch noch nicht Parteistellung. Auch die Zustellung eines Beschlusses verleiht einem Rekurswerber noch nicht Parteistellung oder sonst ein Recht auf Verfahrensbeteiligung und insbesondere auch keine Rekurslegitimation. (T12)
    Beisatz: Hier: PSG. (T13)
    Veröff: SZ 2004/177
  • 5 Ob 163/06s
    Entscheidungstext OGH 03.10.2006 5 Ob 163/06s
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Hier: § 138 EO idF EONov 2000. (T14)
    Veröff: SZ 2006/145
  • 5 Ob 259/06h
    Entscheidungstext OGH 29.12.2006 5 Ob 259/06h
    Beis wie T9; Veröff: SZ 2006/194
  • 8 Ob 116/06a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 8 Ob 116/06a
    Vgl auch; Beisatz: Auch für die Rekurslegitimation wird ein eigenes Rechtsschutzinteresse vorausgesetzt. (T15)
  • 5 Ob 53/08t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 53/08t
    Vgl; Beisatz: Auch in Grundbuchssachen gibt es ohne Rechtsschutzinteresse kein Rekursrecht. (T16)
  • 5 Ob 128/08x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 128/08x
    Vgl; Beisatz: Demnach steht ein Rechtsmittel nur demjenigen zu, der durch die Entscheidung in seinen rechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt ist. (T17)
  • 5 Ob 158/10m
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 158/10m
    Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T16
  • 5 Ob 132/10p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 132/10p
    Vgl auch; auch Beis wie T3; Beis wie T9; auch Beis wie T15; auch Beis wie T16; auch Beis wie T17
  • 5 Ob 102/11b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 102/11b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 46/11t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 46/11t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 130/11w
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 130/11w
    Vgl auch; Beis auch wie T3
  • 5 Ob 241/11v
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 241/11v
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 242/11s
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 242/11s
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 135/13h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 135/13h
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 219/13m
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 219/13m
    Auch; Beis ähnlich wie T17; Veröff: SZ 2014/54
  • 5 Ob 57/16t
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 57/16t
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 58/16i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 58/16i
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 59/16m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 59/16m
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 165/17a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 165/17a
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 48/18x
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 48/18x
    Auch; Beisatz: Hier: Rechtsmittellegitimation des Eigentümers zur Abwehr einer angeblich unzulässigen (weil auf angeblich verfassungs- und unionsrechtswidriger Grundlage beruhenden) Anmerkung bejaht. (T18)
  • 5 Ob 222/18k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 222/18k
    Vgl
  • 5 Ob 134/19w
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 134/19w
    nur T1; Beisatz: Hier: Anmerkung, dass das Vermögen gemäß § 6 SanktG eingefroren ist. (T19)
  • 5 Ob 123/21f
    Entscheidungstext OGH 10.02.2022 5 Ob 123/21f
    nur T1; Beis wie T3; nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0006693

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.05.2022

Dokumentnummer

JJR_19530729_OGH0002_0020OB00425_5300000_001

Rechtssatz für 5Ob129/66 5Ob257/68 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0006710

Geschäftszahl

5Ob129/66; 5Ob257/68; 5Ob324/68; 5Ob48/69; 5Ob65/69 (5Ob82/69); 5Ob267/69; 5Ob96/70; 5Ob132/71; 5Ob118/72 (5Ob119/72); 5Ob192/72; 5Ob7/73; 5Ob65/74; 5Ob66/74; 5Ob118/74; 5Ob159/74; 5Ob206/74; 5Ob194/74 (5Ob195/74); 5Ob261/74 (5Ob262/74 -5Ob266/74); 5Ob225/75; 5Ob1/76; 5Ob2/76; 5Ob12/76; 5Ob13/76; 5Ob15/76; 5Ob1/78; 5Ob7/78; 5Ob11/78; 5Ob20/78; 5Ob23/78; 5Ob31/79 (5Ob32/79); 5Ob37/79; 5Ob40/79; 5Ob42/79; 5Ob11/80; 5Ob4/81; 5Ob3/81; 5Ob26/81; 5Ob31/81; 5Ob5/82; 5Ob58/82; 5Ob11/83; 5Ob55/83; 5Ob17/84; 3Ob88/84; 5Ob59/85; 5Ob30/88; 5Ob32/88; 5Ob31/88; 5Ob79/88; 5Ob44/89; 5Ob47/89; 5Ob60/89; 5Ob21/90; 5Ob1006/91; 5Ob48/91; 5Ob115/91; 5Ob47/92; 5Ob28/92; 5Ob29/92; 5Ob41/92; 5Ob50/92; 5Ob55/92; 5Ob56/92; 5Ob51/92; 5Ob77/94; 5Ob108/95; 6Ob1636/95; 5Ob2168/96a; 5Ob2416/96x; 5Ob406/97k; 5Ob2352/96k; 5Ob407/97g; 4Ob130/98s; 5Ob198/99z; 5Ob166/99v; 7Ob71/00t; 5Ob119/00m; 5Ob153/01p; 5Ob117/01v; 5Ob182/01b; 5Ob61/02k; 5Ob141/02z; 5Ob163/02k; 5Ob210/02x; 6Ob180/04w; 5Ob93/05w; 5Ob279/05y; 5Ob163/06s; 2Ob132/06k; 5Ob157/07k; 5Ob101/08a; 5Ob128/08x; 5Ob102/08y; 5Ob206/08t; 5Ob117/09f; 1Ob56/10g; 5Ob102/11b; 5Ob225/11s; 5Ob241/11v; 5Ob242/11s; 5Ob13/12s; 5Ob20/12w; 5Ob161/12f; 5Ob20/13x; 5Ob52/13b; 5Ob157/13v; 5Ob219/13m; 5Ob21/14w; 5Ob96/14z; 5Ob87/14a; 5Ob70/15b; 5Ob57/16t; 5Ob58/16i; 5Ob59/16m; 5Ob97/16z; 5Ob96/16b; 5Ob131/17a; 5Ob151/17t; 5Ob24/18t; 5Ob48/18x; 8Ob63/18z; 5Ob134/19w; 5Ob31/20z; 5Ob123/21f

Entscheidungsdatum

10.02.2022

Norm

AußStrG 2005 §2 Abs1 Z3 IE4
AußStrG §9 I
AußStrG 2005 §45 IC3
AußStrG 2005 §45 IIH
GBG §122 B
PSG allg

Rechtssatz

Als zum Rekurs in Grundbuchsachen gemäß § 9 AußStrG (SZ 10/195, SZ 20/35, SZ 26/203) berechtigte Personen kommen nur diejenigen Beteiligten in Betracht, deren grundbücherliche Rechte durch die Eintragung beeinträchtigt werden, sei es, dass diese Rechte belastet, abgetreten, beschränkt oder aufgehoben werden. Die Verletzung schuldrechtlicher Interessen und Ansprüche berechtigt noch nicht zum Rekurs gegen eine grundbücherliche Eintragung (1 Ob 530/50, SZ 3/101).

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 129/66
    Entscheidungstext OGH 08.06.1966 5 Ob 129/66
  • 5 Ob 257/68
    Entscheidungstext OGH 25.09.1968 5 Ob 257/68
    Veröff: JBl 1969,561 = NZ 1969,122
  • 5 Ob 324/68
    Entscheidungstext OGH 18.12.1968 5 Ob 324/68
  • 5 Ob 48/69
    Entscheidungstext OGH 05.03.1969 5 Ob 48/69
    Beisatz: Der Käufer, der durch die angefochtene Entscheidung berührten Liegenschaft hat kein Rekursrecht, wenn er diese erst nachträglich erworben hat. (T1)
    Veröff: SZ 42/38 = EvBl 1969/244 S 355
  • 5 Ob 65/69
    Entscheidungstext OGH 17.04.1969 5 Ob 65/69
    Veröff: NZ 1970,45
  • 5 Ob 267/69
    Entscheidungstext OGH 10.12.1969 5 Ob 267/69
  • 5 Ob 96/70
    Entscheidungstext OGH 17.06.1970 5 Ob 96/70
    nur: Als zum Rekurs in Grundbuchsachen gemäß § 9 AußStrG (SZ 10/195, SZ 20/35, SZ 26/203) berechtigte Personen kommen nur diejenigen Beteiligten in Betracht, deren grundbücherliche Rechte durch die Eintragung beeinträchtigt werden. (T2)
    Veröff: SZ 43/102 = NZ 1972,78 = MietSlg 22027, 22537, 22553
  • 5 Ob 132/71
    Entscheidungstext OGH 07.07.1971 5 Ob 132/71
    nur T2; Veröff: SZ 44/110
  • 5 Ob 118/72
    Entscheidungstext OGH 27.06.1972 5 Ob 118/72
    nur T2; Veröff: SZ 45/74 = EvBl 1973/19 S 47
  • 5 Ob 192/72
    Entscheidungstext OGH 10.10.1972 5 Ob 192/72
    nur T2; Beis wie T1
  • 5 Ob 7/73
    Entscheidungstext OGH 21.02.1973 5 Ob 7/73
    Beisatz: Wurde durch die Entscheidung eine Belastung einer Liegenschaft bewilligt, so sind zum Rekurs dagegen nur der Eigentümer dieser Liegenschaft beziehungsweise jene Personen legitimiert, die an dieser Liegenschaft bücherliche Rechte besitzen. (T3)
    Veröff: NZ 1973,186 = NZ 1974,74
  • 5 Ob 65/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 5 Ob 65/74
    nur T2
  • 5 Ob 66/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 66/74
    nur T2; Beisatz: Es ist Sache des Rekurswerbers, aufzuzeigen, welche seiner bücherlichen Rechte durch den angefochtenen Beschluss verletzt werden. Aus dem Umstand der Zustellung des erstgerichtlichen Beschlusses allein kann noch kein Anfechtungsrecht abgeleitet werden. (T4)
  • 5 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 118/74
    nur: Als zum Rekurs in Grundbuchsachen gemäß § 9 AußStrG (SZ 10/195, SZ 20/35, SZ 26/203) berechtigte Personen kommen nur diejenigen Beteiligten in Betracht, deren grundbücherliche Rechte durch die Eintragung beeinträchtigt werden, sei es, dass diese Rechte belastet, abgetreten, beschränkt oder aufgehoben werden. (T5)
  • 5 Ob 159/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 5 Ob 159/74
    nur T5
  • 5 Ob 206/74
    Entscheidungstext OGH 25.09.1974 5 Ob 206/74
    nur T2
  • 5 Ob 194/74
    Entscheidungstext OGH 25.09.1974 5 Ob 194/74
  • 5 Ob 261/74
    Entscheidungstext OGH 13.11.1974 5 Ob 261/74
    nur T5
  • 5 Ob 225/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 5 Ob 225/75
    nur T2
  • 5 Ob 1/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 5 Ob 1/76
    nur T5; Beis wie T4
  • 5 Ob 2/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 5 Ob 2/76
    nur T2
  • 5 Ob 12/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 5 Ob 12/76
    nur T2; Beis wie T1
  • 5 Ob 13/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 13/76
    nur T5; Veröff: NZ 1977,42
  • 5 Ob 15/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 15/76
    Vgl; nur T2
  • 5 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 14.02.1978 5 Ob 1/78
    Beisatz: Mit der Anmerkung oder Löschung des Kautionsbandes werden bücherliche Rechte der Pfandbriefgläubiger oder des Liegenschaftseigentümers nicht begründet oder berührt. (T6)
  • 5 Ob 7/78
    Entscheidungstext OGH 18.04.1978 5 Ob 7/78
    Veröff: ImmZ 1978,270
  • 5 Ob 11/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 5 Ob 11/78
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 20/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 5 Ob 20/78
    nur T5; Beisatz: Keine Veränderung der für ihm eingetragenen Rechte beim Eigentümer des Pfandgutes, wenn eine auf diesem haftende Hypothekarforderung übertragen wird. (T7)
  • 5 Ob 23/78
    Entscheidungstext OGH 01.12.1978 5 Ob 23/78
    nur T2
  • 5 Ob 31/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 5 Ob 31/79
    nur T5; Beisatz: Grundbücherliche Eintragungen nach dem grundbücherlichen Interessenstand zur Zeit der angefochten Entscheidung (hier: Exekution gemäß § 331 EO). (T8)
  • 5 Ob 37/79
    Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 37/79
    nur T2
  • 5 Ob 40/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 40/79
    Auch; nur T2; Beisatz: Die Beschwer ergibt sich daraus, dass jemand in seinen bücherlichen Rechten beeinträchtigt worden sein könnte. Ob die tatsächlich der Fall ist, ist eine Frage der meritorischen Berechtigung des Rekurses. (T9)
  • 5 Ob 42/79
    Entscheidungstext OGH 26.02.1980 5 Ob 42/79
  • 5 Ob 11/80
    Entscheidungstext OGH 10.06.1980 5 Ob 11/80
    nur T2; nur: Die Verletzung schuldrechtlicher Interessen und Ansprüche berechtigt noch nicht zum Rekurs gegen eine grundbücherliche Eintragung. (T10)
  • 5 Ob 4/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1981 5 Ob 4/81
    nur T5; Beisatz: Dazu kommen, auch wenn diese Voraussetzung auf sie nicht zutreffen sollte, in einem Antragsverfahren die Antragsteller (Bartsch, GBG 7. Auflage, 602) und in einem von Amts wegen durchzuführenden Verfahren allenfalls jene Personen, deren verbücherungsfähige Rechte das Grundbuchsgericht bei der Anordnung bücherlicher Eintragungen von Amts wegen zu berücksichtigen hat. (T11)
  • 5 Ob 3/81
    Entscheidungstext OGH 03.03.1981 5 Ob 3/81
    nur T5; Beis wie T11
  • 5 Ob 26/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 5 Ob 26/81
    nur T5; Veröff: NZ 1982,188
  • 5 Ob 31/81
    Entscheidungstext OGH 22.09.1981 5 Ob 31/81
    nur T5; Beis wie T7
  • 5 Ob 5/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1982 5 Ob 5/82
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 58/82
    Entscheidungstext OGH 01.02.1983 5 Ob 58/82
    nur T2; Beisatz: Verfahren nach UHG (T12)
    Veröff: SZ 56/18
  • 5 Ob 11/83
    Entscheidungstext OGH 19.04.1983 5 Ob 11/83
    Auch; nur T2; Beis wie T9
  • 5 Ob 55/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1983 5 Ob 55/83
    nur T5
  • 5 Ob 17/84
    Entscheidungstext OGH 15.05.1984 5 Ob 17/84
    nur T5; Veröff: NZ 1985,33
  • 3 Ob 88/84
    Entscheidungstext OGH 10.10.1984 3 Ob 88/84
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Gültigkeit des Belastungsverbotes (§ 364c ABGB) umstritten. (T13)
    Veröff: NZ 1985,115 (zustimmend Hofmeister) = NZ 1985,116
  • 5 Ob 59/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 59/85
    nur T2; Beisatz: Hier: Ein von einem Löschungsantrag nach § 57 GBG Betroffener. (T14)
    Veröff: NZ 1986,136
  • 5 Ob 30/88
    Entscheidungstext OGH 05.04.1988 5 Ob 30/88
    Beisatz: Hier: Verbücherter Nacherbe. (T15)
    Veröff: SZ 61/82
  • 5 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 05.04.1988 5 Ob 32/88
  • 5 Ob 31/88
    Entscheidungstext OGH 05.04.1988 5 Ob 31/88
    Beisatz: Hier: Verbücherter Nacherbe auf den Überrest. (T16)
    Veröff: EvBl 1989/14 S 52
  • 5 Ob 79/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 5 Ob 79/88
  • 5 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 44/89
    nur T2; Beisatz: Beziehungsweise verletzt werden könnten. (T17)
    Veröff: NZ 1989,274
  • 5 Ob 47/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 47/89
    Veröff: NZ 1989,273 (Hofmeister)
  • 5 Ob 60/89
    Entscheidungstext OGH 14.07.1989 5 Ob 60/89
  • 5 Ob 21/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 5 Ob 21/90
    Veröff: NZ 1991/110; hiezu Hofmeister NZ 1991/111
  • 5 Ob 1006/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 5 Ob 1006/91
    Beisatz: Daher besteht kein Rekursrecht des im Rangordnungsbeschluss bezeichneten Schriftenempfängers und des präsumptiven Käufers der Liegenschaft gegen den Beschluss, mit dem später die Zustellung der einzigen Ausfertigung des Rangordnungsbeschlusses an eine andere Person angeordnet wird. (T18)
  • 5 Ob 48/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 48/91
    nur T2; Veröff: NZ 1991,321; hiezu Hofmeister NZ 1991,323
  • 5 Ob 115/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 115/91
    nur T10; Beisatz: Die weitergehende Auffassung, auch der an der Verbücherung des ihm zugesagten Pfandrechts interessierte Gläubiger könne Rekurs erheben, wenn das Gesuch des Liegenschaftseigentümers um Pfandrechtseinverleibung abgewiesen wurde ist abzulehnen. (T19)
    Veröff: NZ 1992,158; hiezu Hofmeister NZ 1992,160
  • 5 Ob 47/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 47/92
    nur T5
  • 5 Ob 28/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 28/92
    nur T5
  • 5 Ob 29/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 29/92
    nur T5
  • 5 Ob 41/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 41/92
    nur T5
  • 5 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 50/92
    nur T5
  • 5 Ob 55/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 55/92
    nur T5
  • 5 Ob 56/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 5 Ob 56/92
    nur T5
  • 5 Ob 51/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 5 Ob 51/92
    nur T5
  • 5 Ob 77/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 5 Ob 77/94
    nur T5; Veröff: SZ 67/192
  • 5 Ob 108/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 108/95
    Beisatz: Hier: Rekurslegitimation des Fruchtgenussberechtigten; wer selbst zur Antragstellung legitimiert wäre, um ein bücherliches Recht zu erhalten oder von einer bücherlichen Last befreit zu werden, und durch den Verbücherungsantrag eines anderen einen bestimmten Rang für die begehrte Eintragung beanspruchen kann, ist daher zur Wahrung dieses Ranges im Rechtsmittelweg legitimiert. (T20)
    Veröff: SZ 68/150
  • 6 Ob 1636/95
    Entscheidungstext OGH 28.09.1995 6 Ob 1636/95
  • 5 Ob 2168/96a
    Entscheidungstext OGH 28.08.1996 5 Ob 2168/96a
    Vgl auch; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Keine Rechtsmittellegitimation, wenn der Rechtsmittelwerber weder Antragsteller ist noch durch die Versagung der Eintragung in seinen bücherlichen Rechten verletzt sein könnte. (T21)
    Veröff: SZ 69/194
  • 5 Ob 2416/96x
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2416/96x
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 5 Ob 406/97k
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 406/97k
    nur T2; Beisatz: Rekursberechtigung der Eigentümerin gegen die Ersichtlichmachung der Liegenschaft als Naturschutzgebiet. (T22)
  • 5 Ob 2352/96k
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 2352/96k
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 5 Ob 407/97g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 5 Ob 407/97g
    nur T2; Beis wie T22
  • 4 Ob 130/98s
    Entscheidungstext OGH 26.05.1998 4 Ob 130/98s
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 198/99z
    Entscheidungstext OGH 31.08.1999 5 Ob 198/99z
    Beisatz: Dieser Grundsatz hat auch für die in § 32 zweiter Satz LiegTeilG verwendeten Verfahren zu gelten. Dieser Grundsatz hat auch für die in § 32 zweiter Satz LiegTeilG verwendeten Verfahren zu gelten. (T23)
    Beisatz: Weitere Voraussetzung der Rekurslegitimation ist, dass der Rekurswerber durch den angefochtenen Beschluss in seinen bücherlichen Rechten verletzt sein könnte, sei es auch, dass es sich dabei um verbücherungsfähige Rechte von Personen handelt, auf welche das Grundbuchsgericht bei der Anordnung bücherlicher Eintragungen von Amts wegen Rücksicht zu nehmen hat (5 Ob 3/81, 5 Ob 4/81). (T24)
  • 5 Ob 166/99v
    Entscheidungstext OGH 07.04.2000 5 Ob 166/99v
    nur T5; Beisatz: Daran hat sich auch durch den in § 31 Abs 1 GBG idF des GUG eingefügten Begriff von "Parteien" des Grundbuchsverfahrens nichts geändert, weil eine Erweiterung der Rekurslegitimation nicht beabsichtigt war. Das rechtlich geschützte Interesse muss nach wie vor auf einem bücherlichen Recht beruhen. (T25)
  • 7 Ob 71/00t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 7 Ob 71/00t
    nur T5; Beis wie T11
  • 5 Ob 119/00m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2000 5 Ob 119/00m
    nur T2; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Rekurslegitimation der Superädifikatseigentümerin. (T26)
  • 5 Ob 153/01p
    Entscheidungstext OGH 26.06.2001 5 Ob 153/01p
    nur T5
  • 5 Ob 117/01v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 5 Ob 117/01v
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 182/01b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2001 5 Ob 182/01b
    nur T5
  • 5 Ob 61/02k
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 61/02k
    Auch; Beisatz: Eine Rechtsmittellegitimation der Agrarbehörde wird bejaht, wenn das Rechtsmittel auf die Einhaltung von bundesgesetzlichen und landesgesetzlichen Flurverfassungsbestimmungen abzielt, deren Einhaltung die Agrarbehörde mit ihrem Rechtsmittel gewährleisten will (so schon 5 Ob 25/02s). (T27)
  • 5 Ob 141/02z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 141/02z
    Vgl auch; Beisatz: Zur Anfechtung von Grundbuchsbeschlüssen sind Personen legitimiert, die mit ihrem Antrag nicht oder doch nicht vollständig durchgedrungen sind. (T28)
  • 5 Ob 163/02k
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 163/02k
    Auch; nur T2; Beisatz: Die Rechtsmittellegitimation eines eingetragenen Buchberechtigten ist schon dann zu bejahen, wenn er behauptet, durch die angefochtene Eintragung in seinen bücherlichen Rechten verletzt zu sein. (T29)
    Veröff: SZ 2002/115
  • 5 Ob 210/02x
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 5 Ob 210/02x
    Auch; nur T2; Beisatz: Ob der Rekurswerber in seinen bücherlichen Rechten verletzt sein kann, ist nach dem aktuellen Grundbuchsstand zu beurteilen, ohne auf die Wirksamkeit oder Zulässigkeit der betreffenden Eintragung abzustellen. (T30)
    Beis wie T29
  • 6 Ob 180/04w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 180/04w
    Vgl auch; Beisatz: Sind dritte Personen berechtigt, Anregungen an das Gericht zu richten, die diese im Rahmen eines amtswegigen Verfahrens sachgerecht zu berücksichtigen hatte, erlangen sie dadurch noch nicht Parteistellung. Auch die Zustellung eines Beschlusses verleiht einem Rekurswerber noch nicht Parteistellung oder sonst ein Recht auf Verfahrensbeteiligung und insbesondere auch keine Rekurslegitimation. (T31)
    Beisatz: Hier: PSG. (T32)
    Veröff: SZ 2004/177
  • 5 Ob 93/05w
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 5 Ob 93/05w
    Beisatz: Eine Liegenschaftseigentümerin kann durch die Löschung von Dienstbarkeiten auf Teilflächen ihrer Liegenschaft in ihrem bücherlichen Eigentum nicht verletzt werden; dieses wird hiedurch nicht belastet, sondern entlastet. (T33)
  • 5 Ob 279/05y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 279/05y
    Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T17; Beisatz: Interessen oder Rechte, die noch nicht Gegenstand einer bücherlichen Eintragung geworden sind, fehlt der Rechtsmittelschutz. Demjenigen, der nur einen bloß schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentumsrechts hat, steht noch kein Rekursrecht zu. (T34)
  • 5 Ob 163/06s
    Entscheidungstext OGH 03.10.2006 5 Ob 163/06s
    nur T2; Beisatz: Hier: § 138 EO idF EONov 2000. (T35)
    Veröff: SZ 2006/145
  • 2 Ob 132/06k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 2 Ob 132/06k
    Auch; Beisatz: Rechtsmittellegitimation eines die Verletzung seiner bücherlichen Rechte behauptenden Vorkaufsberechtigten. (T36)
  • 5 Ob 157/07k
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 157/07k
    nur T2; Beis wie T9
    Veröff: SZ 2007/130
  • 5 Ob 101/08a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 101/08a
    Beisatz: Die Beschwer in Grundbuchsachen setzt voraus, dass der Betroffene in seinen bücherlichen Rechten verletzt sein könnte, indem bücherliche Rechte durch die bekämpfte Entscheidung belastet, abgetreten, beschränkt oder aufgehoben werden. (T37)
  • 5 Ob 128/08x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 128/08x
    Vgl; Beis wie T28; Beisatz: Auf Ersichtlichmachungen trifft es jedenfalls nicht generell zu, dass sie auch tatsächlich bücherliche Rechte anderer Personen beeinträchtigen können. In derartigen Fällen steht ein Rechtsmittel demjenigen zu, der durch die Entscheidung in seinen rechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt ist. (T38)
    Bem: Zur Rechtsmittellegitimation von Wohnungseigentümern und Verwalter im Zusammenhang mit der Ersichtlichmachung nach § 19 Satz 2 WEG 2002 siehe RS0124072. (T39)
  • 5 Ob 102/08y
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 102/08y
    Vgl auch; Beis wie T36
  • 5 Ob 206/08t
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 206/08t
    Vgl; Beisatz: War die Antragstellerin, für die bereits ein Sachwalter zu ihrer Vertretung vor Gerichten bestellt war, bei Einbringung des Grundbuchsgesuchs nicht durch ihren Sachwalter vertreten und auch der einschreitende Notar nicht von diesem bevollmächtigt, dann folgen daraus Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 GBG sowie die Rekurslegitimation der Antragstellerin trotz „antragsgemäßer Bewilligung" des Grundbuchsgesuchs durch das Erstgericht. (T40)
    Bem: Hier: Schenkung von Grundstücken der Antragstellerin. (T41)
  • 5 Ob 117/09f
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 117/09f
    Vgl; Beis wie T9; Veröff: SZ 2009/138
  • 1 Ob 56/10g
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 1 Ob 56/10g
    nur T2
  • 5 Ob 102/11b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 102/11b
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 225/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 225/11s
    Auch; Beisatz: Keine Beschwer durch Einverleibung im laufenden Rang, wenn keine nachteilige Rangverschiebung bewirkt wird, oder vor Rekurs erreichte Einverleibung aufgrund neuen Antrags ohne Rangverschiebung; hier: Eigentumsrecht. (T42)
  • 5 Ob 241/11v
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 241/11v
    Auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 242/11s
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 242/11s
    Auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 13/12s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 13/12s
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 20/12w
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 5 Ob 20/12w
    Auch; Beis wie T36
  • 5 Ob 161/12f
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 161/12f
    Auch; Auch Beis wie T37; Beis ähnlich wie T22; Beisatz: Hier: Ersichtlichmachung eines Einforstungsrechts. (T43)
  • 5 Ob 20/13x
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 20/13x
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 52/13b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 52/13b
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 157/13v
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 157/13v
    Beis wie T9; Veröff: SZ 2014/13
  • 5 Ob 219/13m
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 219/13m
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2014/54
  • 5 Ob 21/14w
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 21/14w
    Vgl; Beisatz: Hier: Rechtsmittellegitimation einer Gemeinde als Abgabenbehörde mangels des für das Grundbuchsverfahren erforderlichen Nachweises, ob der Wegfall einer Widmung einer Straße als Privatstraße erfolgte, verneint. (T44)
  • 5 Ob 96/14z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 96/14z
    Vgl auch
  • 5 Ob 87/14a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 87/14a
    Auch; Beis wie T37; Beisatz: Im vorliegenden Fall bezieht sich die Entscheidung der Parifizierungsstelle nicht erkennbar auf § 56 Abs 1 Satz 3 WEG 2002, sondern auf hier nicht evidente Fälle des § 9 Abs 2 Z 5 WEG 2002 und nach dem für die Gesuchsbeurteilung maßgeblichen Grundbuchstand ist ein dem Miteigentumsanteil des Antragstellers zuzurechnender, im Zubehör-Wohnungseigentum stehender Abstellplatz bücherlich nicht ausgewiesen. Bei dieser Sachlage ist ein durch die Gesuchsbewilligung möglicher Eingriff in bücherliche Rechte der Miteigentümer durch Inanspruchnahme von rechtlich als Allgemeinflächen zu wertenden Liegenschaftsteilen jedenfalls nicht auszuschließen. (T45)
  • 5 Ob 70/15b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 70/15b
    Auch; Beis wie T34
  • 5 Ob 57/16t
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 57/16t
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 58/16i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 58/16i
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 59/16m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 59/16m
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 5 Ob 97/16z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 97/16z
  • 5 Ob 96/16b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 96/16b
  • 5 Ob 131/17a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 131/17a
    Auch
  • 5 Ob 151/17t
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 151/17t
    Auch; nur T10
  • 5 Ob 24/18t
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 24/18t
    Beisatz: Die gemäß § 40 Abs 2 WEG 2002 angemerkten Wohnungseigentumsbewerber sind noch nicht Buchberechtigte und können durch Eintragungen, die die zu ihren Gunsten erfolgte Anmerkung gemäß § 40 Abs 2 WEG 2002 unberührt lassen, nicht in ihrem bücherlichen Recht beeinträchtigt sein (so bereits 5 Ob 279/05y, 5 Ob 70/15b). (T46)
  • 5 Ob 48/18x
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 48/18x
    Auch; Beisatz: Hier: Rechtsmittellegitimation des Eigentümers zur Abwehr einer angeblich unzulässigen (weil auf angeblich verfassungs- und unionsrechtswidriger Grundlage beruhenden) Anmerkung bejaht. (T47)
  • 8 Ob 63/18z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2018 8 Ob 63/18z
    Auch; Beis wie T34
  • 5 Ob 134/19w
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 134/19w
    Vgl; Beis wie T38; Beisatz: Hier: Anmerkung, dass das Vermögen gemäß § 6 SanktG eingefroren ist. (T48)
  • 5 Ob 31/20z
    Entscheidungstext OGH 13.07.2020 5 Ob 31/20z
    nur T5; nur T10; Beis wie T34
  • 5 Ob 123/21f
    Entscheidungstext OGH 10.02.2022 5 Ob 123/21f
    Beis wie T9; Beis wie T28

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0006710

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.05.2022

Dokumentnummer

JJR_19660608_OGH0002_0050OB00129_6600000_001

Entscheidungstext 5Ob134/19w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2019/762 S 418 - Zak 2019,418 = NZ 2020/27 S 94 (Bittner) - NZ 2020,94 (Bittner) = EvBl 2020/58 S 409 - EvBl 2020,409 = RZ 2020,42 EÜ31 - RZ 2020 EÜ31

Geschäftszahl

5Ob134/19w

Entscheidungsdatum

24.09.2019

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Jensik als Vorsitzenden sowie die Hofrätin Dr. Grohmann und die Hofräte Mag. Wurzer, Mag. Painsi und Dr. Steger als weitere Richter in der Grundbuchsache betreffend die Anmerkung der Einfrierung des Vermögens gemäß § 6 SanktG ob der EZ ***** über den Revisionsrekurs der Liegenschaftseigentümerin A***** GmbH, *****, vertreten durch Ehrlich-Rogner & Schlögl Rechtsanwalts-Partnerschaft in Wien, gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 7. Juni 2019, AZ 47 R 86/19y, mit dem der Beschluss des Bezirksgerichts Döbling vom 12. Februar 2019, TZ 856/2019, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird dahin abgeändert, dass der Beschluss des Erstgerichts ersatzlos behoben wird.

Hievon werden verständigt:

1. Ehrlich-Rogner & Schlögl Rechtsanwalts-Partnerschaft, *****, als Vertreter der A***** GmbH, *****

2. Bundesministerium für Inneres, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, AZ BVT-2-3/2550/2019, *****

3. Finanzprokuratur, *****

Die aufgrund dieses Beschlusses erforderlichen grundbücherlichen Eintragungen und die Verständigung der Beteiligten obliegen dem Erstgericht.

Text

Begründung:

Die Revisionsrekurswerberin ist Alleineigentümerin einer in Österreich gelegenen Liegenschaft. Aus dem Firmenbuch ergibt sich, dass ihre Alleingesellschafterin die C***** GmbH mit einer zur Gänze geleisteten Stammeinlage ist (FN *****). Gesellschafter der Alleingesellschafterin sind M***** und – seit 1. 8. 2017 – B*****, beide sind auch selbständig vertretungsbefugte Geschäftsführer. Zuvor war auch N***** bis 1. 8. 2017 zu 90 % Gesellschafter und bis 23. 5. 2017 selbständig vertretungsbefugter Geschäftsführer der C***** GmbH. Selbständig vertretungsbefugte Geschäftsführer der Revisionsrekurswerberin sind ebenfalls M***** und seit 20. 5. 2017 B*****; bis zum letztgenannten Zeitpunkt war N***** auch noch deren selbständig vertretungsbefugter Geschäftsführer.

Am 8. 2. 2019 meldete das Bundesministerium für Inneres, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (in der Folge kurz: BVT) gemäß § 6 SanktG in einem an das Grundbuchsgericht erster Instanz gerichteten Schreiben folgenden Sachverhalt „zur weiteren Veranlassung“:

„Mit Durchführungsbeschluss (GASP) 2019/87 des Rates vom 21. 1. 2019 und Durchführungsverordnung (EU) 2019/85 des Rates wurde K***** D*****/Syrien geboren, in die Liste in Abschnitt A des Anhangs II der Verordnung (EU) Nr 36/2012 aufgenommen. (…) Dem BVT ist bekannt, dass K***** nach wie vor Kontrolle über die in Österreich etablierten Firmen A***** GmbH (FN *****) ausübt. Die A***** GmbH ist wiederum Eigentümerin der Liegenschaft in *****. Das BVT regt daher im Sinn des § 6 SanktG an, erforderliche Eintragungen zu oben angeführten Firmen im Firmenbuch vorzunehmen.“

Angeschlossen war dieser Anregung nur ein Grundbuchsauszug betreffend die EZ *****.

Das Erstgericht ordnete aufgrund dieser Mitteilung ob der genannten Liegenschaft im Eigentumsblatt die Anmerkung „Vermögen ist eingefroren gemäß § 6 SanktG in Bezug auf die Verordnung (EU) Nr 36/2012, Durchführungsbeschluss (GASP) 2019/87 des Rates vom 21. 1. 2019 und Durchführungsverordnung (EU) 2019/85“ an.

Das Rekursgericht gab dem dagegen erhobenen Rekurs der Liegenschaftseigentümerin nicht Folge.

Dem Bundesministerium für Inneres komme nach § 6 Abs 1 SanktG die Verpflichtung zu, das zuständige Gericht zu verständigen, wenn es feststelle, dass eine rechtswirksam mit Sanktionen belegte Person über im Grundbuch eingetragene Vermögenswerte verfüge. Das zuständige Gericht habe von Amts wegen infolge einer derartigen Mitteilung eine Eintragung vorzunehmen, die lediglich deklarativ sei, weil der im Grundbuch eingetragene Vermögenswert bereits unmittelbar aufgrund der betreffenden Maßnahme eingefroren worden sei. § 6 SanktG verlange bloß eine Mitteilung, nicht jedoch die Vorlage von Urkunden, woraus sich ergebe, dass das Grundbuchsgericht keine inhaltliche Prüfung vorzunehmen habe. Die Eintragung gemäß § 6 Abs 2 SanktG sei eine bloße Anmerkung iSd § 8 Z 3 GBG, Grundlage dafür sei lediglich die Mitteilung des BVT. Die dort bekanntgegebene Tatsache der Einfrierung des Vermögenswerts entziehe sich einer Prüfung durch das Grundbuchsgericht. Der Verweis auf den Beschluss des Rates, die Durchführungsverordnung und die von N***** nach wie vor ausgeübte Kontrolle über die Liegenschaftseigentümerin reiche für die Anmerkung aus. Eine Prüfungspflicht des Grundbuchsgerichts, in welcher Art und Weise die Kontrolle erfolge, enthalte § 6 SanktG nicht.

Den ordentlichen Revisionsrekurs ließ das Rekursgericht wegen fehlender höchstgerichtlicher Rechtsprechung zu der über den Einzelfall hinaus bedeutsamen Frage zu, ob eine inhaltliche Prüfung der Mitteilung nach § 6 SanktG zu erfolgen habe und nach welchen Kriterien diese vorzunehmen sei.

Dagegen richtet sich der Revisionsrekurs der Liegenschaftseigentümerin aus den Gründen der Mangelhaftigkeit des Rekursverfahrens und der unrichtigen rechtlichen Beurteilung mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss des Rekursgerichts und des Erstgerichts ersatzlos aufzuheben.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist aus dem vom Rekursgericht genannten Grund zulässig, er ist auch berechtigt.

1. Zwar ist im Grundbuchsverfahren im Regelfall (neben dem mit seinem Rechtsschutzbegehren gescheiterten Antragsteller) nur derjenige zum Rekurs legitimiert, der geltend machen kann, durch die bekämpfte Entscheidung in seinen bücherlichen Rechten verletzt worden zu sein (RIS-Justiz RS0006710). Allerdings verlangt der Fachsenat in Fällen von bloßen Ersichtlichmachungen nicht grundsätzlich eine unmittelbar aus dieser Eintragung erfolgende Verletzung bücherlicher Rechte (vgl 5 Ob 128/08x mwN; 5 Ob 239/17h; 5 Ob 48/18x). Eine Ersichtlichmachung – wie sie auch hier zu beurteilen ist – ist nicht generell geeignet, tatsächlich bücherliche Rechte anderer Personen zu beeinträchtigen, wird doch damit in der Regel nur auf bestimmte persönliche Verhältnisse iSd § 20 lit a GBG hingewiesen oder sie dient zur Begründung spezifischer Rechtswirkungen entsprechend § 20 lit b GBG. In derartigen Fällen ist auf die Grundwertungen des AußStrG für die Rechtsmittellegitimation abzustellen, wonach das Rechtsmittel demjenigen zusteht, der durch die Entscheidung in seinen rechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt ist (5 Ob 128/08x; RS0006693). Demgemäß wird der Eigentümer für berechtigt gehalten, sich gegen unzulässige Eintragungen auf der ihm zugeschriebenen Grundbuchseinlage zur Wehr zu setzen (5 Ob 407/97g zur Ersichtlichmachung eines Naturschutzgebiets nach dem NÖ NaturschutzG; 5 Ob 48/18x zu einer Anmerkung der Einleitung eines Prüfungsverfahrens gemäß § 33 TirGVG). Die Unzulässigkeit der angeordneten Anmerkung behauptet die Revisionsrekurswerberin auch hier, ihre Rechtsmittellegitimation ist daher zu bejahen.

2. Die behauptete Mangelhaftigkeit des Rekursverfahrens wurde geprüft, sie liegt nicht vor. Aus der Entscheidung des Rekursgerichts (vgl Beschlussausfertigung Seite 2, erster Absatz) ergibt sich eindeutig, dass es davon ausging, dass dem BVT bei seiner Anregung, Eintragungen „im Firmenbuch“ vorzunehmen, ein offensichtlicher Schreibfehler unterlaufen und tatsächlich das Grundbuch gemeint gewesen war. Dies begegnet keinen Bedenken, weil die Mitteilung des BVT an das Grundbuchsgericht gerichtet war und nicht nur den Hinweis auf die Liegenschaft, sondern auch einen Grundbuchsauszug enthielt.

3. In ihrer Rechtsrüge macht die Revisionsrekurswerberin geltend, sie sei weder Person noch Unternehmen iSv § 2 Abs 1 SanktG. Sie habe im Rahmen ihres Rekurses durch Unterlagen offengelegt, dass sie selbst und auch ihre Alleingesellschafterin weder im Eigentum von N***** stünden, noch diesem Kontrollrechte zukämen. Die bloß familiäre Verbindung der Gesellschafter und des Geschäftsführers zu ihm begründeten keinen Einfluss oder eine Kontrolle des Sanktionsbehafteten. Obwohl die nationalen Sanktionsbestimmungen keine Angaben zu besonderen (inhaltlichen) Anforderungen an Mitteilungen des BVT enthielten, müssten diese im Einklang mit den EU-Rechtsakten umgesetzt werden, sodass die bloße Behauptung einer „Kontrolle“ der Liegenschaftseigentümerin durch den unter Sanktion Stehenden nicht ausreiche. Das Grundbuchs- bzw Firmenbuchgericht habe daher Überprüfungsmöglichkeiten.

Diesen Ausführungen ist im Wesentlichen zu folgen.

4.1. Grundlage für die hier bekämpfte Anmerkung ist das Sanktionengesetz 2010, BGBl I 36/2010, das die Durchführung völkerrechtlich verpflichtender Sanktionsmaßnahmen der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union einschließlich unmittelbar anwendbarer Sanktionsmaßnahmen der Europäischen Union regelt, soweit diese nicht in einem anderen Bundesgesetz geregelt sind (§ 1 leg cit). § 2 Abs 1 SanktG sieht eine Kompetenz der Österreichischen Nationalbank vor, zur Erfüllung von völkerrechtlich verpflichtenden Sanktionsmaßnahmen durch Verordnung oder Bescheid die dort näher beschriebenen Maßnahmen wie etwa das Einfrieren von Vermögenswerten oder die Untersagung der direkten oder indirekten Bereitstellung von Vermögenswerten für Personen und Einrichtungen anzuordnen. Ein derartiger Rechtsakt der Österreichischen Nationalbank ist hier nicht aktenkundig und wird auch in der Anregung des BVT nicht behauptet.

4.2. Nach § 6 Abs 1 SanktG hat der Bundesminister für Inneres, wenn im Grundbuch oder im Firmenbuch Vermögenswerte ersichtlich sind, die aufgrund eines Rechtsakts nach § 2 Abs 1 SanktG oder aufgrund unmittelbar anwendbarer Sanktionsmaßnahmen der Europäischen Union eingefroren sind, diesen Umstand dem für die Liegenschaft oder den Rechtsträger zuständigen Gericht (...) mitzuteilen. In dieser Mitteilung sind der Rechtsakt oder die Sanktionsmaßnahme, die betroffene Person oder Einrichtung sowie der Vermögenswert bestimmt zu bezeichnen. Aufgrund einer solchen Mitteilung hat das Gericht nach § 6 Abs 2 SanktG von Amts wegen im Grundbuch oder im Firmenbuch einzutragen, dass das Vermögen der betreffenden Person oder Einrichtung eingefroren ist. Dabei ist auch der zugrunde liegende Rechtsakt nach § 2 Abs 1 SanktG oder die zugrunde liegende unmittelbar anwendbare Sanktionsmaßnahme der Europäischen Union anzuführen. Wird der Rechtsakt nach § 2 Abs 1 SanktG oder die unmittelbare Sanktionsmaßnahme der Europäischen Union in weiterer Folge aufgehoben, so hat der Bundesminister für Inneres das zuständige Gericht auch davon zu verständigen; in diesem Fall hat das Gericht die Eintragung gemäß § 6 Abs 3 SanktG von Amts wegen zu löschen.

4.3. Im Grundbuch handelt es sich bei einer solchen Eintragung um eine Anmerkung iSd § 8 Z 3 GBG. Die Eintragung ist – da das gesamte Vermögen und damit auch der im Grund- bzw Firmenbuch eingetragene Vermögenswert bereits unmittelbar aufgrund der betreffenden Maßnahme eingefroren wurde – lediglich deklarativ (ErlRV 656 BlgNR 24. GP 8).

5.1. Grundlage der hier zu beurteilenden Mitteilung war der Durchführungsbeschluss (GASP) 2019/87 des Rates vom 21. 1. 2019 zur Durchführung des Beschlusses 2013/255 (GASP) über restriktive Maßnahmen gegen Syrien, mit dem N***** in die Liste der natürlichen und juristischen Personen, Organisationen und Einrichtungen, die restriktiven Maßnahmen unterliegen, aufgenommen wurde, weil er im Verdacht steht, durch seine Beziehungen zum Assad-Regime bedeutende Gewinne zu erwirtschaften und das Regime im Gegenzug zu finanzieren (VO [EU] Nr 36/2012 des Rates über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Syrien Anh II.A *****). Nach Art 28 Abs 1 des Beschlusses 2013/255 (GASP) über restriktive Maßnahmen gegen Syrien (zuletzt verlängert um ein weiteres Jahr mit Beschluss [GASP] 2019/806 des Rates vom 17. 5. 2019) und Art 14 der Verordnung (EU) Nr 36/2012 werden sämtliche Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die im Besitz oder im Eigentum (...) der in den Anh I, II (und IIa) aufgeführten Personen und Organisationen stehen oder von diesen gehalten oder kontrolliert werden, eingefroren.

5.2. Die Begriffe „Eigentum“ und „Kontrolle“ sind in der Verordnung (EU) Nr 36/2012 selbst nicht definiert. Allerdings wird in den Leitlinien zur Umsetzung und Evaluierung restriktiver Maßnahmen (Sanktionen) im Rahmen der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU (Doc 5664/18) dazu auf die Verordnung (EG) Nr 2580/2001 über spezifische, gegen bestimmte Personen oder Organisationen gerichtete restriktive Maßnahme zur Bekämpfung des Terrorismus verwiesen. Auch der österreichische Gesetzgeber verweist in den Materialien zum SanktG hinsichtlich der in § 2 Abs 1 Z 1 lit b leg cit verwendeten Begriffe „Eigentum“ und „Kontrolle“ auf die Definition in Art 1 Z 5 und 6 der Verordnung (EG) Nr 2580/2001. Unter „Eigentum an einer juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft“ wird danach (Z 5) der Besitz von mindestens 50 % der Eigentumsrechte oder eine Mehrheitsbeteiligung an der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft verstanden.

In Z 6 wird die „Kontrolle über eine juristische Person, Vereinigung oder Körperschaft“ wie folgt definiert:

a) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft zu bestellen oder abzuberufen;

b) die Tatsache, allein durch die Ausübung seiner Stimmrechte die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft für das laufende oder das vorhergehende Geschäftsjahr bestellt zu haben;

c) die alleinige Verfügung über die Mehrheit der Stimmrechte der Anteilseigner bzw Mitglieder der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft aufgrund einer Vereinbarung mit anderen Anteilseignern bzw Mitgliedern derselben;

d) das Recht, auf die juristische Person, Vereinigung oder Körperschaft einen beherrschenden Einfluss aufgrund eines mit dieser juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft geschlossenen Vertrags oder aufgrund einer in ihrer Gründungsurkunde oder Satzung niedergelegten Bestimmung auszuüben, sofern das Recht, dem die juristische Person, Vereinigung oder Körperschaft unterliegt, es zulässt, dass diese solchen Verträgen oder Bestimmungen unterworfen wird;

e) die Befugnis, von dem Recht zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses im Sinn des Buchstaben d) Gebrauch zu machen, ohne dieses Recht selbst innezuhaben;

f) das Recht, alle oder einen Teil der Vermögenswerte der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft zu verwenden;

g) die Führung der Geschäfte der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft auf einer einheitlichen Grundlage mit Erstellung eines konsolidierten Abschlusses;

h) die gesamtschuldnerische Erfüllung der finanziellen Verbindlichkeiten der juristischen Person, Vereinigung oder Körperschaft oder das Bürgen für sie.

5.3. An sich zutreffend verweist das Rekursgericht auf die ständige Rechtsprechung etwa zum LFG (RIS-Justiz RS0060638), dass die Ersichtlichmachung aufgrund der Mitteilung der zuständigen Behörde amtswegig durchzuführen und das Grundbuchsgericht an die Entscheidung der zuständigen Behörde gebunden ist (vgl auch Kodek in Kodek, Grundbuchsrecht2 § 20 GBG Rz 114). Soweit Anmerkungen – wie hier – aus Anlass von Mitteilungen anderer Behörden erfolgen, ist vielfach das Tätigwerden des Grundbuchsgerichts von Amts wegen vorgesehen, die Mitteilung der Behörde bildet dafür den äußeren Anlass, wobei die Gerichte an rechtskräftige Verwaltungsbescheide gebunden sind, deren Richtigkeit sie nicht zu überprüfen haben (Kodek aaO Rz 140 mwN).

5.4. Daraus ist aber nicht abzuleiten, dass das Grundbuchsgericht nicht sowohl berechtigt als auch verpflichtet wäre, eine Mitteilung einer anderen Behörde im amtswegigen Verfahren auf deren Schlüssigkeit zu überprüfen. Dies gilt insbesondere in einem Fall wie hier, wo diese Mitteilung, die zur grundbücherlichen Anmerkung führen soll, nur zum Gegenstand hat, dass eine unmittelbar verbindliche Sanktionsmaßnahme der Europäischen Union einen im Grundbuch eingetragenen Vermögenswert tatsächlich betrifft. Aus diesem Grund sieht § 6 Abs 1 letzter Satz SanktG konkrete Inhaltserfordernisse für die Mitteilung vor; in ihr sind der Rechtsakt oder die Sanktionsmaßnahme, die betroffene Person oder Einrichtung sowie der Vermögenswert bestimmt zu bezeichnen.

5.5. Der erkennende Senat teilt die bereits vom Oberlandesgericht Wien im Firmenbuchverfahren betreffend die Revisionsrekurswerberin (6 R 138/19m) vertretene, aus dieser Gesetzeslage abgeleitete Rechtsauffassung, dass in den Fällen, in denen die im Grundbuch als Eigentümerin der Liegenschaft aufscheinende Person nicht diejenige ist, die unmittelbar von Sanktionsmaßnahmen betroffen ist, die Mitteilung sich nicht in der nicht näher begründeten Behauptung erschöpfen darf, dass die Liegenschaftseigentümerin von der unmittelbar betroffenen Person kontrolliert wird, sondern es konkreter Ausführungen bedarf, inwiefern der Vermögenswert dennoch – also auch ohne offenkundigen Konnex – der sanktionierten Person zuzuordnen und daher von den Sanktionsmaßnahmen umfasst ist. Dies ist insbesondere im Grundbuchsverfahren als bloßem Urkundenverfahren mit striktem Neuerungsverbot (§ 122 GBG) zu fordern, weil andernfalls – wie auch der hier zu beurteilende Fall anschaulich zeigt – der von einer derartigen Anmerkung betroffenen Liegenschaftseigentümerin jedwede Rechtsschutzmöglichkeit genommen wäre. Sie hätte keine Möglichkeit darzutun, dass die ihr gehörige Liegenschaft mangels Kontrolle durch die sanktionierte Person gar nicht sanktionsunterworfen ist. Da nach Art 1 Z 6 der Verordnung (EG) 2580/2001 eine Vielzahl von Tatbeständen der „Kontrolle“ in Betracht kommt, von denen aber keiner aus den im Firmenbuch ersichtlichen Beteiligungsverhältnissen ableitbar ist, wäre es daher Sache des BVT gewesen, in seiner Mitteilung konkret darzulegen, aus welchen Gründen von einer Kontrolle der Revisionsrekurswerberin durch N***** im Sinn dieser Verordnungsbestimmung auszugehen ist. Dass es eine – diesfalls auf inhaltliche Richtigkeit nicht überprüfbare – Sanktionsmaßnahme der Europäischen Union in Bezug auf die Revisionsrekurswerberin selbst gäbe, wird in der Mitteilung nicht behauptet und ist auch nicht aktenkundig.

6. Damit war in Stattgebung des Revisionsrekurses die Entscheidung der Vorinstanzen ersatzlos aufzuheben.

Textnummer

E126624

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:0050OB00134.19W.0924.000

Im RIS seit

17.11.2019

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2020

Dokumentnummer

JJT_20190924_OGH0002_0050OB00134_19W0000_000