Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob26/78 7Ob11/89 1Ob54...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016824

Geschäftszahl

7Ob26/78; 7Ob11/89; 1Ob542/90; 7Ob31/94; 7Ob2156/96a; 1Ob154/99z; 8ObA245/01i; 4Ob285/01t; 2Ob6/04b; 1Ob45/05g; 2Ob46/05m; 3Ob40/07i; 7Ob147/09g; 6Ob66/10i; 4Ob44/10i; 7Ob201/12b; 3Ob157/13d; 7Ob139/17t; 7Ob124/17m; 6Ob61/18s; 7Ob47/19s

Entscheidungsdatum

11.05.1978

Norm

ABGB §879 BIIo
ABGB §1491
ABGB §1502

Rechtssatz

Eine gegen Treu und Glauben verstoßende Berufung auf den Ablauf einer Ausschlussfrist liegt nicht schon dann vor, wenn die Frist unverschuldet versäumt wurde. Erforderlich ist vielmehr ein solches Verhalten des Anspruchsgegners, durch das der Anspruchsberechtigte veranlasst wurde, seine Forderung nicht fristgerecht geltend zu machen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 26/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 26/78
    Veröff: VersR 1979,169 = ZVR 1979/44 S 52
  • 7 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 11/89
    Auch; Beisatz: Anders als die Rechtsprechung in der Bundesrepublik Deutschland hat der Oberste Gerichtshof den Rechtsverlust als Folge der Versäumung einer Ausschlussfrist nicht davon abhängig gemacht, ob die Frist schuldhaft versäumt wurde. (T1)
    Veröff: VersRdSch 1990,88
  • 1 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 542/90
    Beisatz: Hier: Vergleichsverhandlungen (T2)
  • 7 Ob 31/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 31/94
    Auch; Beisatz: Etwa wenn sich der Versicherer nach Fristablauf noch auf Verhandlungen einlässt und neue Gutachten anfordert. (T3)
  • 7 Ob 2156/96a
    Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 2156/96a
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 154/99z
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 154/99z
  • 8 ObA 245/01i
    Entscheidungstext OGH 11.10.2001 8 ObA 245/01i
    Vgl; Beisatz: Inwieweit die Erhebung eines Präklusionseinwandes wegen außergerichtlicher Vergleichs- und Schlichtungsgespräche gegen Treu und Glauben verstößt, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab und stellt damit regelmäßig keine Rechtsfrage im Sinne des § 502 ZPO dar. (T4)
  • 4 Ob 285/01t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2001 4 Ob 285/01t
  • 2 Ob 6/04b
    Entscheidungstext OGH 12.02.2004 2 Ob 6/04b
    Auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen Treu und Glauben liegt etwa dann vor, wenn der eine Ehegatte beim anderen nach objektiven Maßstäben den Eindruck erweckte, es würden dessen Ansprüche auch ohne gerichtliches Aufteilungsverfahren befriedigt, oder wenn ein Ehegatte das Vorhandensein von Vermögenswerten verheimlicht. (T5)
  • 1 Ob 45/05g
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 45/05g
    Beisatz: Hier: Frist des § 95 EheG. (T6)
    Beis wie T5
  • 2 Ob 46/05m
    Entscheidungstext OGH 22.09.2005 2 Ob 46/05m
    Auch
  • 3 Ob 40/07i
    Entscheidungstext OGH 29.03.2007 3 Ob 40/07i
    Auch; Beisatz: Hier: Anlageberater teilt Anleger während der Laufzeit der Anleihe mit, dass Staaten „nicht Pleite gehen" könnten und bei Länderanleihen „bei Fälligkeit doch wieder 100 % ausbezahlt werden". (T7)
  • 7 Ob 147/09g
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 147/09g
    Beisatz: Hier: § 12 Abs 3 VersVG. (T8)
  • 6 Ob 66/10i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 66/10i
    Vgl auch; Beis wie T5 nur: Ein Verstoß gegen Treu und Glauben liegt etwa dann vor, wenn der eine Ehegatte beim anderen nach objektiven Maßstäben den Eindruck erweckte, es würden dessen Ansprüche auch ohne gerichtliches Aufteilungsverfahren befriedigt. (T9)
  • 4 Ob 44/10i
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 44/10i
    Auch
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    Auch; Beisatz: Hat der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Ausschlussfrist keine wie immer gearteten Hinweise darauf, dass sich ein Versicherungsfall während der Vertragszeit ereignet haben könnte, so ist der Anspruchsverlust auch im Fall der unverzüglichen Meldung nach § 33 Abs 1 VersVG als objektiv und subjektiv ungewöhnlich nach § 864a ABGB zu beurteilen. Die Vertragsbestimmung ist insoweit nichtig. (T10)
    Beisatz: Hier: Art 3.3. ARB 2010. (T11); Veröff: SZ 2013/5
  • 3 Ob 157/13d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 157/13d
    Auch
  • 7 Ob 139/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 139/17t
  • 7 Ob 124/17m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 124/17m
  • 6 Ob 61/18s
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 61/18s
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.1.1 AUVB 2012. (T12)

Schlagworte

replicatio doli

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0016824

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19780511_OGH0002_0070OB00026_7800000_002

Rechtssatz für 7Ob26/78 6Ob696/78 7Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034591

Geschäftszahl

7Ob26/78; 6Ob696/78; 7Ob651/78 (7Ob652/78); 4Ob561/78; 6Ob756/78; 6Ob757/78; 6Ob758/78; 8Ob578/78; 3Ob504/79; 1Ob738/81; 9ObA180/88; 7Ob250/01t; 1Ob45/05g; 7Ob259/05x; 7Ob274/05b; 7Ob156/06a; 7Ob22/10a; 7Ob9/11s; 7Ob201/12b; 7Ob225/14k; 7Ob161/15z; 7Ob222/15w; 3Ob251/15f; 7Ob139/17t; 7Ob47/19s; 7Ob156/20x; 7Ob115/21v

Entscheidungsdatum

11.05.1978

Norm

ABGB §1491
AUVB 2012 Art7.1.1
AUVB 2013 Art7.1

Rechtssatz

Der Rechtsverlust tritt bei einer Präklusivfrist auch dann ein, wenn die Geltendmachung des Rechtes während ihrer Laufzeit unverschuldet unterbleiben ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 26/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 26/78
    Veröff: VersR 1979,169 = ZVR 1979/44 S 52
  • 6 Ob 696/78
    Entscheidungstext OGH 31.08.1978 6 Ob 696/78
    Beisatz: Eine allfällige mangelnde Kenntnis des Anmeldenden von dieser Fallfrist beziehungsweise ihre schuldlose Versäumung ändert an dieser ihrer materiellrechtlichen Wirkung nichts. (T1)
  • 7 Ob 651/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 651/78
  • 4 Ob 561/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1978 4 Ob 561/78
  • 6 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 6 Ob 756/78
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 757/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 6 Ob 757/78
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 758/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 6 Ob 758/78
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 578/78
    Entscheidungstext OGH 20.12.1978 8 Ob 578/78
    Beis wie T1
  • 3 Ob 504/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 504/79
    Beis wie T1
  • 1 Ob 738/81
    Entscheidungstext OGH 02.12.1981 1 Ob 738/81
    Vgl; Veröff: SZ 54/181 = JBl 1982,537 = ZVR 1983/10 S 17
  • 9 ObA 180/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 9 ObA 180/88
    Vgl auch
  • 7 Ob 250/01t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 250/01t
  • 1 Ob 45/05g
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 45/05g
  • 7 Ob 259/05x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 259/05x
  • 7 Ob 274/05b
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 7 Ob 274/05b
  • 7 Ob 156/06a
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 156/06a
  • 7 Ob 22/10a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 22/10a
    Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.2.5. ARB 1988. (T2)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist des Art 7.1. zweiter Satz AUVB 2001. (T3)
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    Beisatz: Hat der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Ausschlussfrist keine wie immer gearteten Hinweise darauf, dass sich ein Versicherungsfall während der Vertragszeit ereignet haben könnte, so ist der Anspruchsverlust auch im Fall der unverzüglichen Meldung nach § 33 Abs 1 VersVG als objektiv und subjektiv ungewöhnlich nach § 864a ABGB zu beurteilen. Die Vertragsbestimmung ist insoweit nichtig. (T4)
    Beisatz: Hier: Art 3.3. ARB 2010. (T5)
    Veröff: SZ 2013/5
  • 7 Ob 225/14k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 225/14k
    Beis wie T3
  • 7 Ob 161/15z
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 161/15z
    Auch
  • 7 Ob 222/15w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 222/15w
  • 3 Ob 251/15f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 251/15f
    Auch
  • 7 Ob 139/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 139/17t
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Beisatz: Gegenüber schutzberechtigten Personen widerspricht die Berufung auf eine Ausschlussfrist ganz evident dem Grundsatz gegen Treu und Glauben. (T6)
  • 7 Ob 156/20x
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 7 Ob 156/20x
    Vgl; Beisatz: Hier: Die langjährige Rechtsprechung, wonach die 15-Monats-Klausel in der Unfallversicherung weder gegen § 864a ABGB noch § 879 Abs 3 ABGB verstößt, wird ausnahmslos aufrecht erhalten. (T7)
  • 7 Ob 115/21v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2021 7 Ob 115/21v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0034591

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19780511_OGH0002_0070OB00026_7800000_006

Rechtssatz für 7Ob48/81 7Ob9/85 7Ob52/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082292

Geschäftszahl

7Ob48/81; 7Ob9/85; 7Ob52/87; 7Ob3/88; 7Ob15/88; 7Ob11/89; 7Ob34/89; 7Ob1015/90 (7Ob1016/90); 7Ob29/90; 7Ob17/92 (7Ob18/92); 7Ob2362/96w; 7Ob2167/96v; 7Ob370/97f; 7Ob250/01t; 7Ob37/05z; 7Ob281/05g; 7Ob156/06a; 7Ob63/07a; 7Ob22/10a; 7Ob9/11s; 7Ob201/12b; 7Ob225/14k; 7Ob117/15d; 7Ob161/15z; 7Ob222/15w; 7Ob102/15y; 7Ob47/16m; 7Ob139/17t; 7Ob169/17d; 7Ob173/18v; 7Ob47/19s; 7Ob31/20i; 7Ob187/20f; 7Ob156/20x; 7Ob115/21v

Entscheidungsdatum

03.12.1981

Norm

AUVB 1965 Art8
AUVB 1999 Art7.8.
AUVB 2010
AUVB 2012 Art7.1.1
AUVB 2013 Art7.1

Rechtssatz

Ein Anspruch auf Leistung für dauernde Invalidität nach Art 8 II 2 AUVB 1965 (Art 7 II 2 AVoB) ist innerhalb von fünfzehn Monaten vom Unfallstag geltend zu machen. Es handelt sich hiebei um eine Ausschlussfrist; wird sie versäumt, so erlischt der Entschädigungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 48/81
    Entscheidungstext OGH 03.12.1981 7 Ob 48/81
  • 7 Ob 9/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 9/85
    Auch
  • 7 Ob 52/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 52/87
    Beisatz: Die erwähnten fünfzehn Monate beziehen sich auch auf die Vorlage des ärztlichen Befundberichtes. (T1)
    Veröff: ZVR 1988/157 S 342 = VersR 1989,419
  • 7 Ob 3/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 3/88
    Beis wie T1; Beisatz: JBl 1969,559 = VersR 1970,47 nicht aufrecht erhalten). (T2)
    Veröff: SZ 61/58 = VersRdSch 1989,90 = VersR 1979,421
  • 7 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 15/88
    nur: Es handelt sich hiebei um eine Ausschlussfrist. (T3)
    Veröff: SZ 61/130 = VersRdSch 1989,22 = VersR 1989,422
  • 7 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 11/89
    nur T3; Beisatz: Obwohl es sich um eine Ausschlussfrist handelt, kann der Versicherer jedoch dadurch, dass er sich auf diese Frist beruft, gegen Treu und Glauben verstoßen. (T4)
    Veröff: VersRdSch 1990,88
  • 7 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 34/89
    nur T3; nur: Wird sie versäumt, so erlischt der Entschädigungsanspruch. (T5)
    Beis wie T1
    Veröff: VersRdSch 1990,184 = ZVR 1991/19 S 54 = VersR 1990,1139
  • 7 Ob 1015/90
    Entscheidungstext OGH 20.07.1990 7 Ob 1015/90
    Beis wie T4
  • 7 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 29/90
    Beis wie T4; Veröff: VersRdSch 1991,142 = VersR 1991,835
  • 7 Ob 17/92
    Entscheidungstext OGH 17.09.1992 7 Ob 17/92
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1993,462 = VersRdSch 1993,196 = VersR 1993,1039
  • 7 Ob 2362/96w
    Entscheidungstext OGH 04.12.1996 7 Ob 2362/96w
    nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Die zB dann, wenn die Fristversäumnis durch ein Verhalten des Versicherers verursacht worden ist. (T6)
  • 7 Ob 2167/96v
    Entscheidungstext OGH 23.10.1996 7 Ob 2167/96v
    nur T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 370/97f
    Entscheidungstext OGH 15.01.1998 7 Ob 370/97f
    Vgl aber; Beisatz: Anders als Art 8.II.2 AUVB 1965 (1976 und 1984) enthalten die AUVB 1989 nicht mehr die Bestimmung, dass ein Anspruch auf Leistung für dauernde Invalidität innerhalb von 15 Monaten vom Unfalltag an geltend zu machen und unter Vorlage eines ärztlichen Befundberichts zu begründen ist. (T7)
  • 7 Ob 250/01t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 250/01t
    Beis wie T4; Beisatz: Die allein auf den "Unfalltag" als fristauslösenden Zeitpunkt abstellende Versicherungsbedingung des Art 8 II 2 AUVB kann jedoch im Lichte eines systemgerechten Verständnisses und im Zusammenhalt mit der Bestimmung des § 33 Abs1 VersVG - demnach muss der Versicherungsnehmer positiv wissen, dass ein die Leistungspflicht des Versicherers möglicherweise auslösendes Ereignis eingetreten ist - im Einzelfall als tatsächlich für den Versicherungsnehmer objektiv wie subjektiv ungewöhnlich und damit unbeachtlich werden. (T8)
  • 7 Ob 37/05z
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 37/05z
    Auch
  • 7 Ob 281/05g
    Entscheidungstext OGH 31.05.2006 7 Ob 281/05g
    Beisatz: Hier: § 7 I. 1. AUVB 1994 iVm Pkt 19 BBM. (T9)
  • 7 Ob 156/06a
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 156/06a
    Auch; Beisatz: Hier: § 7 I Abs 1 AUVB 1994. (T10)
  • 7 Ob 63/07a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 7 Ob 63/07a
    Auch; Beisatz: Auch die in Art 7.7 AUVB 1995 genannte Vierjahresfrist ist insofern eine Ausschlussfrist, weil ein allenfalls von der Erstbemessung abweichender Invaliditätsgrad nur dann zu bemessen und zu berücksichtigen ist, wenn dies bis zu vier Jahre ab dem Unfalltag vom Versicherten oder den Versicherer begehrt wird. (T11)
  • 7 Ob 22/10a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 22/10a
    Auch; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.2.5. ARB 1988. (T12)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.1. zweiter Satz AUVB 2001. (T13)
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    nur T5; Beisatz: Hat der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Ausschlussfrist keine wie immer gearteten Hinweise darauf, dass sich ein Versicherungsfall während der Vertragszeit ereignet haben könnte, so ist der Anspruchsverlust auch im Fall der unverzüglichen Meldung nach § 33 Abs 1 VersVG als objektiv und subjektiv ungewöhnlich nach § 864a ABGB zu beurteilen. Die Vertragsbestimmung ist insoweit nichtig. (T14)
    Beisatz: Hier: Art 3.3. ARB 2010. (T15)
    Veröff: SZ 2013/5
  • 7 Ob 225/14k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 225/14k
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
    Auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 161/15z
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 161/15z
    Auch
  • 7 Ob 222/15w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 222/15w
    Auch
  • 7 Ob 102/15y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 102/15y
    Auch
  • 7 Ob 47/16m
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 47/16m
    Auch; Beis wie T11
  • 7 Ob 139/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 139/17t
    Auch
  • 7 Ob 169/17d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 169/17d
    Vgl; Beisatz: Die Gleichschaltung der Frist für den Eintritt der dauernden Invalidität und deren Geltendmachung auf 1 Jahr verstößt weder gegen § 864a ABGB noch § 879 Abs 3 ABGB. (T16)
  • 7 Ob 173/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 173/18v
    Auch; Beisatz: Eine (weitere) Neubemessung für einen Zeitpunkt nach Fristablauf ist ausgeschlossen (T17)
    Beis wie T11
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beisatz: Gegenüber schutzberechtigten Personen widerspricht die Berufung auf eine Ausschlussfrist ganz evident dem Grundsatz gegen Treu und Glauben. (T18)
  • 7 Ob 31/20i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 7 Ob 31/20i
    Vgl
  • 7 Ob 187/20f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 7 Ob 187/20f
    Vgl
  • 7 Ob 156/20x
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 7 Ob 156/20x
    Beisatz: Hier: Judikaturänderung zu T8! Die langjährige Rechtsprechung, wonach die 15-Monats-Klausel in der Unfallversicherung weder gegen § 864a ABGB noch § 879 Abs 3 ABGB verstößt, wird ausnahmslos aufrecht erhalten. (T19)
  • 7 Ob 115/21v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2021 7 Ob 115/21v
    Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0082292

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19811203_OGH0002_0070OB00048_8100000_002

Rechtssatz für 7Ob9/85 7Ob52/87 7Ob3/8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082179

Geschäftszahl

7Ob9/85; 7Ob52/87; 7Ob3/88; 7Ob11/89; 7Ob34/89; 7Ob1015/90 (7Ob1016/90); 7Ob29/90; 7Ob17/92 (7Ob18/92); 7Ob18/93; 7Ob1029/95; 7Ob2156/96a; 7Ob2362/96w; 7Ob2167/96v; 7Ob147/09g; 7Ob22/10a; 7Ob47/19s

Entscheidungsdatum

28.03.1985

Norm

AUVB 1976 Art8 II Z2
VersVG §12 Abs3

Rechtssatz

Die Berufung des Versicherers auf die mangelnde Fristwahrung kann treuwidrig sein, und zwar vor allen dann, wenn die Fristversäumnis durch sein Verhalten begründet worden ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 9/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 9/85
  • 7 Ob 52/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 52/87
    Veröff: ZVR 1988/157 S 342 = VersR 1989,419
  • 7 Ob 3/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 3/88
    Auch; Veröff: SZ 61/48 = VersR 1989,421 = VersRdSch 1989,90
  • 7 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 11/89
    Auch; Beisatz: Außerdem kann die Berufung auf den Fristablauf treuwidrig sein, wenn sich der Versicherer nach Fristablauf noch auf Verhandlungen einläßt und neue Gutachten anfordert. (T1) Veröff: VersRdSch 1990,88
  • 7 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 34/89
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1991/19 S 54 = VersRdSch 1990,184 = VersR 1990,1139
  • 7 Ob 1015/90
    Entscheidungstext OGH 20.07.1990 7 Ob 1015/90
    Beis wie T1; Beisatz: Um annehmen zu können, der Versicherer habe sich "in Verhandlungen eingelassen", bedarf es mehr als seines Ersuchens an den Versicherten, angekündigte, aber fehlende Urkunden nachzureichen. (T2)
  • 7 Ob 29/90
    Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 29/90
    Beis wie T1; Beisatz: Oder wenn sich aus der Unfallsanzeige ein Hinweis auf Dauerfolgen ergibt. (T3) Veröff: VersRdSch 1991,142 = VersR 1991,835
  • 7 Ob 17/92
    Entscheidungstext OGH 17.09.1992 7 Ob 17/92
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Im letzteren Fall ist der Versicherer verpflichtet, auf die Notwendigkeit zur fristgerechten Geltendmachung eines Invaliditätsanspruches hinzuweisen. (T4) Veröff: JBl 1993,462 = VersRdSch 1993,196 = VersR 1993,1039
  • 7 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 06.10.1993 7 Ob 18/93
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 1029/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 7 Ob 1029/95
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 2156/96a
    Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 2156/96a
    Beis wie T1
  • 7 Ob 2362/96w
    Entscheidungstext OGH 04.12.1996 7 Ob 2362/96w
    Beisatz: Die Beweispflicht für die Treuwidrigkeit des Versicherers trifft den dies behauptenden Versicherungsnehmer. (T5)
  • 7 Ob 2167/96v
    Entscheidungstext OGH 23.10.1996 7 Ob 2167/96v
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 147/09g
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 147/09g
    Beisatz: In den Entscheidungen 7 Ob 31/94, 7 Ob 11/89 und 7 Ob 34/89 hat der Oberste Gerichtshof dargelegt, dass die Berufung auf den Fristablauf treuwidrig sein kann, wenn sich der Versicherer nach Fristablauf noch auf Verhandlungen einlässt und neue Gutachten anfordert. Dies bedeutet, dass diese Vorgehensweisen des Versicherers Indizien für einen im Gesamtkontext zu beurteilenden Verzicht auf die Verjährungseinrede darstellen könnten. Es kann aber nur bei Würdigung aller Umstände des festgestellten Sachverhalts beurteilt werden, ob der Versicherer mit seinen die Gutachtenseinholung nach Ablauf der Verjährungsfrist begleitenden Verhaltensweisen auf die bereits eingetretene Verjährung konkludent verzichtete oder nicht. (T6)
  • 7 Ob 22/10a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 22/10a
    Auch; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.2.5. ARB 1988. (T7)
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.1.1 AUVB 2012. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0082179

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19850328_OGH0002_0070OB00009_8500000_001

Rechtssatz für 7Ob3/88 7Ob15/88 7Ob18/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082216

Geschäftszahl

7Ob3/88; 7Ob15/88; 7Ob18/93; 7Ob250/01t; 7Ob259/05x; 7Ob22/10a; 7Ob9/11s; 7Ob225/14k; 7Ob117/15d; 7Ob161/15z; 7Ob222/15w; 7Ob102/15y; 7Ob47/16m; 7Ob139/17t; 7Ob169/17d; 7Ob173/18v; 7Ob47/19s; 7Ob31/20i; 7Ob213/20d; 7Ob115/21v

Entscheidungsdatum

23.02.1988

Norm

AUVB 1965 Art8
AUVB 2012 Art7.1.1

Rechtssatz

Zweck der Bestimmung ist es, zweifelhafte Spätschäden vom Versicherungsschutz auszunehmen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 3/88
    Entscheidungstext OGH 23.02.1988 7 Ob 3/88
    Veröff: SZ 61/48 = VersRdSch 1989,90 = VersR 1989,421
  • 7 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 15/88
    Veröff: SZ 61/130 = VersRdSch 1989,22 = VersR 1989,422
  • 7 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 06.10.1993 7 Ob 18/93
    Veröff: VersRdSch 1994,251
  • 7 Ob 250/01t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 250/01t
    Auch; Beisatz: Die Zweckrichtung der genannten Regelung der Versicherungsbedingung liegt in der Herstellung von möglichst rascher Rechtssicherheit und Rechtsfrieden, also den (verspätet in Anspruch genommenen) Schuldner (= Versicherer) vor Beweisschwierigkeiten infolge Zeitablaufes zu schützen und eine alsbaldige Klärung der Ansprüche herbeizuführen. (T1)
  • 7 Ob 259/05x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 259/05x
  • 7 Ob 22/10a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 22/10a
    Vgl; Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.2.5. ARB 1988. (T2)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.1. zweiter Satz AUVB 2001. (T3)
  • 7 Ob 225/14k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 225/14k
    Beis wie T3
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 161/15z
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 161/15z
    Auch
  • 7 Ob 222/15w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 222/15w
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 102/15y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 102/15y
    Veröff: SZ 2016/33
  • 7 Ob 47/16m
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 47/16m
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 139/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 139/17t
    Beis wie T1
  • 7 Ob 169/17d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 169/17d
    Auch; Beisatz: Die Gleichschaltung der Frist für den Eintritt der dauernden Invalidität und deren Geltendmachung auf 1 Jahr verstößt weder gegen § 864a ABGB noch § 879 Abs 3 ABGB. (T4)
  • 7 Ob 173/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 173/18v
    Beis wie T1
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beis wie T1
  • 7 Ob 31/20i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 7 Ob 31/20i
    Beisatz: Hier: Art 3.3 ARB 2000. (T5)
  • 7 Ob 213/20d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 213/20d
    Beis wie T1
  • 7 Ob 115/21v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2021 7 Ob 115/21v
    Bei wie T1 nur: Die Zweckrichtung der genannten Regelung der Versicherungsbedingung liegt in der Herstellung von möglichst rascher Rechtssicherheit und Rechtsfrieden. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0082216

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19880223_OGH0002_0070OB00003_8800000_001

Rechtssatz für 1Ob32/88 1Ob30/92 1Ob7/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009084

Geschäftszahl

1Ob32/88; 1Ob30/92; 1Ob7/94; 2Ob116/98t; 1Ob156/01z; 1Ob298/00f; 6Ob196/01v; 6Ob286/05k; 7Ob36/11m; 7Ob47/19s

Entscheidungsdatum

09.11.1988

Norm

ABGB §21 Abs1

Rechtssatz

§ 21 Abs 1 ABGB enthält nicht bloß eine programmatische Erklärung, die erst ihrer Konkretisierung durch andere gesetzliche Bestimmungen bedürfte. Diese Bestimmung ist vielmehr eine Fürsorgemaßnehme für schutzbedürftige Personen, die vor allem vor Übervorteilung im Geschäftsverkehr bewahrt werden sollen, und positiviert generell den hohen Rang des Schutzinteresses nicht voll handlungsfähiger Personen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 32/88
    Veröff: SZ 61/231 = EvBl 1989/88 S 338
  • 1 Ob 30/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 30/92
    nur: Diese Bestimmung ist vielmehr eine Fürsorgemaßnehme für schutzbedürftige Personen, die vor allem vor Übervorteilung im Geschäftsverkehr bewahrt werden sollen. (T1) Veröff: SZ 65/108
  • 1 Ob 7/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 7/94
    Vgl; nur T1; Beisatz: Aus § 21 Abs 1 ABGB ist eine umfassende Fürsorgepflicht des Gerichts für Minderjährige und andere Pflegebefohlene abzuleiten. (T2)
  • 2 Ob 116/98t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 116/98t
    Auch
  • 1 Ob 156/01z
    Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 156/01z
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 298/00f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 298/00f
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 196/01v
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 196/01v
    Auch; Beisatz: Dies muss einem Testamentsvollstrecker als Rechtskundigem klar sein. (T3)
  • 6 Ob 286/05k
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 286/05k
    Vgl auch; Beisatz: Das Pflegschaftsgericht kann auch, wenn es von einem genehmigungsbedürftigen, vom Sachwalter bereits abgeschlossenen Geschäft erfährt, über die Genehmigung des Geschäftes von Amts wegen im Sinne des § 154 ABGB entscheiden. §8 AußStrG 2005, wonach, sofern nichts anderes angeordnet ist, ein Verfahren nur auf Antrag einzuleiten ist, schließt die amtswegige Ausübung von nach dem Schutzzweck des materiellen Rechtes gebotenen Überwachungsaufgaben durch das Pflegschaftsgericht nicht aus. (T4)
  • 7 Ob 36/11m
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 36/11m
    Auch; Veröff: SZ 2011/42
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Beisatz: Gerade gegenüber solchen schutzberechtigten Personen widerspricht die Berufung auf eine Ausschlussfrist ganz evident dem Grundsatz gegen Treu und Glauben. (T5); Beisatz: Hier: Ausschlussfrist nach Art 7.1.1 AUVB 2012. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0009084

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19881109_OGH0002_0010OB00032_8800000_002

Rechtssatz für 7Ob19/94 5Ob119/01p 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080863

Geschäftszahl

7Ob19/94; 5Ob119/01p; 7Ob147/03y; 7Ob101/05m; 7Ob74/05s; 7Ob260/05v; 7Ob234/06x; 7Ob290/06g; 7Ob53/07f; 7Ob84/08s; 7Ob123/09b; 7Ob111/09p; 7Ob39/11b; 7Ob67/12x; 7Ob38/12g; 7Ob132/12f; 7Ob192/13f; 7Ob96/16t; 7Ob22/17m; 7Ob206/16v; 7Ob176/17h; 7Ob47/19s; 2Ob1/21t; 7Ob220/20h

Entscheidungsdatum

11.05.1994

Norm

VersVG §75
VersVG §76 Abs1

Rechtssatz

Bei der Versicherung für fremde Rechnung hat der Versicherungsnehmer das formelle Verfügungsrecht über die sachlich dem Versicherten zustehenden Forderung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 19/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 7 Ob 19/94
    Veröff: SZ 67/88
  • 5 Ob 119/01p
    Entscheidungstext OGH 23.10.2001 5 Ob 119/01p
    Vgl; Beisatz: Der Versicherte aus einer Versicherung für fremde Rechnung kann die Rechte aus dem Versicherungsvertrag geltend machen, wenn er im Besitz des Versicherungsscheins ist. Überdies hat der Versicherungsnehmer die Leistung des Versicherers in diesem Fall dem Versicherten gemäß § 1017 ABGB herauszugeben. (T1)
  • 7 Ob 147/03y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 147/03y
    Vgl; Veröff: SZ 2003/86
  • 7 Ob 101/05m
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 101/05m
    Vgl; Beisatz: Ab Fälligkeit des Anspruches folgt die Klagelegitimation des Versicherten aus seiner Stellung als Mitversicherter. (T2)
  • 7 Ob 74/05s
    Entscheidungstext OGH 02.09.2005 7 Ob 74/05s
    Auch
  • 7 Ob 260/05v
    Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 260/05v
    Vgl; Beisatz: Eigenes Klage- beziehungsweise Verfügungsrecht des Versicherten nur in den Fällen, wo Versicherter Versicherungsschein besitzt, der Versicherungsnehmer zustimmt oder dieser den Anspruch erkennbar nicht weiterverfolgen will. Im letztgenannten Fall ist eine Berufung des Versicherers auf die fehlende Verfügungsmacht dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Versicherungsnehmer keine „billigenswerten Gründe" hat, die Zustimmung zu verweigern. (T3)
  • 7 Ob 234/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 234/06x
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Steht für den Versicherer der Versicherte namentlich fest und sind auch sonst keine billigenswerten Gründe für den Versicherer erkennbar, trotz Zustimmung des Versicherungsnehmers eine direkte Auseinandersetzung mit dem Versicherten abzulehnen, erscheint eine Berufung des Versicherers auf ein betreffendes „Abtretungsverbot" rechtsmissbräuchlich. (Hier: ZessRÄG 2005 noch nicht anwendbar) (T4)
  • 7 Ob 290/06g
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 7 Ob 290/06g
    Beisatz: Hier: Töchterausstattungsversicherung. (T5)
  • 7 Ob 53/07f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 53/07f
    Beisatz: Der Versicherungsnehmer ist also bei einer Versicherung für fremde Rechnung gegenüber dem Versicherer im eigenen Namen allein verfügungsberechtigt. Dies gilt auch für einen durch eine von einem Elternteil abgeschlossene Unfallversicherung für fremde Rechnung nach § 176 Abs 2 VersVG (mit-)versicherten Minderjährigen. Für diesen als „Gefahrperson" bestehen bei einer Versicherung für fremde Rechnung keine Besonderheiten. (T6)
  • 7 Ob 84/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 84/08s
    Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Ein eigenes Klage- beziehungsweise Verfügungsrecht des Versicherten besteht nur in den Fällen, in denen der Versicherte den Versicherungsschein besitzt, der Versicherungsnehmer zustimmt oder dieser den Anspruch erkennbar nicht weiter verfolgen will. (T7)
  • 7 Ob 123/09b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 123/09b
    Veröff: SZ 2009/90
  • 7 Ob 111/09p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 7 Ob 111/09p
    Beis ähnlich wie T3; Beis wie T7
  • 7 Ob 39/11b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 39/11b
  • 7 Ob 67/12x
    Entscheidungstext OGH 09.05.2012 7 Ob 67/12x
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 38/12g
    Entscheidungstext OGH 09.05.2012 7 Ob 38/12g
    Beisatz: Hier: Wohnungseigentümergemeinschaft / einzelner Wohnungseigentümer. (T8)
  • 7 Ob 132/12f
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 132/12f
    Beisatz: Hier: Kaskoversicherung, die vom Leasingnehmer zu Gunsten des Leasinggebers „vinkuliert“ wurde. (T9); Veröff: SZ 2012/97
  • 7 Ob 192/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 192/13f
    Auch; Beisatz: Ein eigenes Klage‑ oder Verfügungsrecht des Versicherten besteht nur in den Fällen, in denen der Versicherte den Versicherungsschein besitzt, der Versicherungsnehmer zustimmt oder dieser den Anspruch erkennbar nicht weiter verfolgen will. (T10)
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Auch; Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T11)
  • 7 Ob 22/17m
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 22/17m
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 206/16v
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 206/16v
  • 7 Ob 176/17h
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 176/17h
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beis wie T3
  • 2 Ob 1/21t
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 1/21t
  • 7 Ob 220/20h
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 7 Ob 220/20h
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Klage einer Versicherten auf Deckung hinsichtlich einer anderen Mitversicherung. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0080863

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19940511_OGH0002_0070OB00019_9400000_003

Rechtssatz für 7Ob39/94 7Ob147/03y 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080792

Geschäftszahl

7Ob39/94; 7Ob147/03y; 7Ob74/05s; 9ObA104/05t; 7Ob260/05v; 7Ob234/06x; 7Ob290/06g; 7Ob53/07f; 7Ob84/08s; 7Ob123/09b; 7Ob111/09p; 7Ob39/11b; 7Ob67/12x; 7Ob38/12g; 7Ob192/13f; 7Ob184/14f; 5Ob21/16y; 7Ob96/16t; 7Ob22/17m; 7Ob206/16v; 7Ob176/17h; 7Ob47/19s; 2Ob1/21t; 7Ob220/20h

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Norm

U500 AUB Art 27 Abs2
VersVG §74
VersVG §75

Rechtssatz

Bei einer Versicherung für fremde Rechnung im Sinne der §§ 74 ff VersVG hat der Versicherungsnehmer das formelle Verfügungsrecht über die sachlich dem Versicherten zustehende Forderung; es handelt sich um eine Art gesetzliche Treuhandverhältnis. Der Versicherte kann daher nicht über seine Ansprüche verfügen oder sie gerichtlich geltend machen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 39/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 39/94
    Veröff: SZ 67/213
  • 7 Ob 147/03y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 147/03y
    Auch; Veröff: SZ 2003/86
  • 7 Ob 74/05s
    Entscheidungstext OGH 02.09.2005 7 Ob 74/05s
    Auch; Beisatz: Als Verfügung im Sinne des Gesetzes ist jeder Rechtsakt anzusehen, durch den unmittelbar oder mittelbar auf den Bestand oder die Ausgestaltung der Forderung eingewirkt wird. (T1)
    Beisatz: Ersatz des Schadens, der durch (abrede-)treuwidrige Ausübung des Kündigungsrechtes durch den Versicherten dem Rechtsnachfolger des Versicherungsnehmers entstand. (T2)
  • 9 ObA 104/05t
    Entscheidungstext OGH 30.09.2005 9 ObA 104/05t
    Auch
  • 7 Ob 260/05v
    Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 260/05v
    Auch; Beisatz: Eigenes Klage- beziehungsweise Verfügungsrecht des Versicherten nur in den Fällen, wo Versicherter Versicherungsschein besitzt, der Versicherungsnehmer zustimmt oder dieser den Anspruch erkennbar nicht weiterverfolgen will. Im letztgenannten Fall ist eine Berufung des Versicherers auf die fehlende Verfügungsmacht dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Versicherungsnehmer keine „billigenswerten Gründe" hat, die Zustimmung zu verweigern. (T3)
  • 7 Ob 234/06x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 234/06x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Steht für den Versicherer der Versicherte namentlich fest und sind auch sonst keine billigenswerten Gründe für den Versicherer erkennbar, trotz Zustimmung des Versicherungsnehmers eine direkte Auseinandersetzung mit dem Versicherten abzulehnen, erscheint eine Berufung des Versicherers auf ein betreffendes „Abtretungsverbot" rechtsmissbräuchlich. (Hier: ZessRÄG 2005 noch nicht anwendbar) (T4)
  • 7 Ob 290/06g
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 7 Ob 290/06g
    Beisatz: Hier: Töchterausstattungsversicherung. (T5)
  • 7 Ob 53/07f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 53/07f
    Auch; nur: Bei einer Versicherung für fremde Rechnung im Sinne der §§ 74 ff VersVG hat der Versicherungsnehmer das formelle Verfügungsrecht über die sachlich dem Versicherten zustehende Forderung. (T6)
    Beisatz: Der Versicherungsnehmer ist also bei einer Versicherung für fremde Rechnung gegenüber dem Versicherer im eigenen Namen allein verfügungsberechtigt. Dies gilt auch für einen durch eine von einem Elternteil abgeschlossene Unfallversicherung für fremde Rechnung nach § 176 Abs 2 VersVG (mit-)versicherten Minderjährigen. Für diesen als „Gefahrperson" bestehen bei einer Versicherung für fremde Rechnung keine Besonderheiten. (T7)
  • 7 Ob 84/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 84/08s
    Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Ein eigenes Klage- beziehungsweise Verfügungsrecht des Versicherten besteht nur in den Fällen, in denen der Versicherte den Versicherungsschein besitzt, der Versicherungsnehmer zustimmt oder dieser den Anspruch erkennbar nicht weiter verfolgen will. (T8)
  • 7 Ob 123/09b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 123/09b
    Auch; Veröff: SZ 2009/90
  • 7 Ob 111/09p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 7 Ob 111/09p
    Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8
  • 7 Ob 39/11b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 39/11b
    Auch
  • 7 Ob 67/12x
    Entscheidungstext OGH 09.05.2012 7 Ob 67/12x
    Auch; Beisatz: Die Versicherung für fremde Rechnung entspricht damit eher dem Modell eines unechten Vertrags zu Gunsten Dritter (von diesem wird gesprochen, wenn kein eigenständiger Anspruch des Dritten [Versicherten] selbst gegen den Versprechenden [Versicherer] entsteht; P. Bydlinski in KBB³ § 881 Rz 1). (T9)
    Beisatz: Dass dem Versicherungsnehmer die Ausübung der Rechte aus dem Versicherungsvertrag ausschließlich zusteht (Art 27 Abs 2 U500 AUB), bedeutet seine unbeschränkte Verfügungsbefugnis nach außen. Er kann nicht nur Leistungsansprüche geltend machen und über sie verfügen, sondern auch alle Gestaltungsrechte wie etwa Kündigung, Anfechtung, Rücktritt ausüben. (T10) Beisatz: Begehrt der ‑ nach den Verischerungsbedingungen allein verfügungsberechtigte ‑ Versicherungsnehmer im eigenen Namen die Versicherungsleistung für seinen mitversicherten minderjährigen Sohn an sich, kann die beklagte Versicherung ohne weitere Voraussetzungen mit schuldbefreiender Wirkung die Zahlung an den Versicherungsnehmer vornehmen (vgl 9 ObA 178/02w). § 234 ABGB kann nicht zur Anwendung kommen, weil diese Bestimmung voraussetzt, dass der gesetzliche Vertreter eine 10.000 EUR übersteigende Zahlung an das minderjährige Kind entgegennimmt und darüber quittiert. Der Versicherungsnehmer schreitet aber nicht als gesetzlicher Vertreter des minderjährigen Versicherten ein. (T11)
  • 7 Ob 38/12g
    Entscheidungstext OGH 09.05.2012 7 Ob 38/12g
    Auch; Beisatz: Eine Abtretung des Versicherungsanspruchs an den Fremdversicherten gibt es insofern gar nicht, als der Versicherte ja gemäß § 75 Abs 1 VersVG Gläubiger des Anspruchs ist. Überträgt der Versicherungsnehmer seine Rechte an den Versicherten, handelt es sich nicht um eine „echte“ Abtretung, sondern um einen Verzicht auf die Verfügungsrechte zugunsten des Versicherten. Vereinbaren Versicherungsnehmer und Versicherer ‑ wie hier ‑, dass eine Zession ausgeschlossen ist, wird in der Regel anzunehmen sein, dass auch dieser Verzicht des Versicherungsnehmers ausgeschlossen ist. (T12)
    Beisatz: Hier: Wohnungseigentümergemeinschaft / einzelner Wohnungseigentümer. (T13)
  • 7 Ob 192/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 192/13f
  • 7 Ob 184/14f
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 184/14f
  • 5 Ob 21/16y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 21/16y
    Vgl auch
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Auch; Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T14)
    Beis wie T9
  • 7 Ob 22/17m
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 22/17m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 7 Ob 206/16v
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 206/16v
  • 7 Ob 176/17h
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 176/17h
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    Vgl; Beis wie T3
  • 2 Ob 1/21t
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 1/21t
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 7 Ob 220/20h
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 7 Ob 220/20h
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Klage einer Versicherten auf Deckung hinsichtlich einer anderen Mitversicherung. (T15)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0080792

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0070OB00039_9400000_001

Rechtssatz für 7Ob250/01t 9Ob142/03b 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0116097

Geschäftszahl

7Ob250/01t; 9Ob142/03b; 7Ob156/06a; 7Ob63/07a; 7Ob22/10a; 7Ob9/11s; 7Ob153/12v; 7Ob201/12b; 7Ob117/15d; 7Ob173/18v; 7Ob47/19s; 7Ob115/21v

Entscheidungsdatum

17.10.2001

Norm

AUVB 1976 Art 8
AUVB 2012 Art 7.1.1
VersVG §12 Abs1

Rechtssatz

Wenngleich sich neuerdings eine Tendenz der Angleichung von Verjährungsfristen und Präklusivfristen bemerkbar macht, lässt sich daraus nicht ableiten, dass die Ausschlussfrist des Art 8 II 2 AUVB auf die zwei-(nunmehr sogar drei-)jährige (und vom Gesetzgeber auch in der Novelle BGBl 1994/509 ausdrücklich nur als Verjährungsfrist statuierte) Frist des § 12 Abs 1 VersVG zu verlängern sei. Eine derartige (generelle) Fristkorrektur nach Maßgabe des § 12 Abs 1 VersVG erscheint nicht sachgerecht. Der richtige Ansatz für die Kontrolle derartiger Risikoabgrenzungen durch Ausschlussfristen wie die hier verfahrensgegenständliche ist daher nicht in den Verjährungsvorschriften, sondern in der Inhaltskontrolle, Geltungskontrolle und Transparenzkontrolle zu suchen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 250/01t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 250/01t
  • 9 Ob 142/03b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 Ob 142/03b
    Vgl auch; nur: Der richtige Ansatz für die Kontrolle derartiger Risikoabgrenzungen durch Ausschlussfristen wie die hier verfahrensgegenständliche ist daher nicht in den Verjährungsvorschriften, sondern in der Inhaltskontrolle, Geltungskontrolleund Transparenzkontrolle zu suchen. (T1)
  • 7 Ob 156/06a
    Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 156/06a
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 7 I Abs 1 AUVB 1994. (T2)
  • 7 Ob 63/07a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 7 Ob 63/07a
    Auch; nur T1; Beisatz: Auch die in Art 7.7 AUVB 1995 genannte Vierjahresfrist ist insofern eine Ausschlussfrist, weil ein allenfalls von der Erstbemessung abweichender Invaliditätsgrad nur dann zu bemessen und zu berücksichtigen ist, wenn dies bis zu vier Jahre ab dem Unfalltag vom Versicherten oder den Versicherer begehrt wird. (T3)
  • 7 Ob 22/10a
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 22/10a
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.2.5. ARB 1988. (T4)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.1. zweiter Satz AUVB 2001. (T5)
  • 7 Ob 153/12v
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 153/12v
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    nur: Der richtige Ansatz für die Kontrolle von Risikoabgrenzungen durch Ausschlussfristen sind nicht Verjährungsvorschriften, sondern die Inhalts‑, Geltungs‑ und Transparenzkontrolle. (T6)
    Beisatz: Hat der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Ausschlussfrist keine wie immer gearteten Hinweise darauf, dass sich ein Versicherungsfall während der Vertragszeit ereignet haben könnte, so ist der Anspruchsverlust auch im Fall der unverzüglichen Meldung nach § 33 Abs 1 VersVG als objektiv und subjektiv ungewöhnlich nach § 864a ABGB zu beurteilen. Die Vertragsbestimmung ist insoweit nichtig. (T7)
    Beisatz: Hier: Art 3.3. ARB 2010. (T8); Veröff: SZ 2013/5
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 173/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 173/18v
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Eine (weitere) Neubemessung für einen Zeitpunkt nach Fristablauf ist ausgeschlossen. (T8)
  • 7 Ob 47/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 47/19s
    nur T1
  • 7 Ob 115/21v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2021 7 Ob 115/21v
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0116097

Im RIS seit

16.11.2001

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2021

Dokumentnummer

JJR_20011017_OGH0002_0070OB00250_01T0000_001