Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob432/59 6Ob181/17m 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0067226

Geschäftszahl

5Ob432/59; 6Ob181/17m; 6Ob226/18f

Entscheidungsdatum

16.09.1959

Norm

MG §2 Abs2 Z5 C5
MRG §21 Abs1 Z6

Rechtssatz

Nach dem Gesetz ist nicht die Zustimmung der Mieter zu einem bereits abgeschlossenen Vertrag zwischen Vermieter und Versicherer erforderlich. Es genügt vielmehr die Erklärung der Mieter einverstanden zu sein, daß das Haus gegen Wasserleitungsschäden angemessen versichert wird. Liegt eine Erklärung der Mieter in dieser allgemeinen Form vor, die als dem § 2 Abs 2 Z 5 MG entsprechend im Zweifel anzunehmen ist, dann sind die Vermieter berechtigt, auch bei späterer Änderung des Versicherungsvertrages oder Abschluß eines neuen Versicherungsvertrages die Prämien auf die Mieter zu überwälzen, soferne sich der geänderte oder neue Vertrag als eine angemessene Versicherung des Hauses gegen Wasserschäden erweist. Die Methode der Errechnung einer Versicherungssumme durch die Vervielfachung des Friedenszinses ist eine brauchbare Grundlage für die Errechnung einer angemessenen Versicherungssumme, wenn das Vielfache des Friedenszinses, das der Berechnung zugrunde gelegt wird, im Einvernehmen mit den Hausbesitzerverbänden und Mieterverbänden festgesetzt wurde und gewichtige Einwendungen dagegen nicht vorgebracht werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 432/59
    Entscheidungstext OGH 16.09.1959 5 Ob 432/59
  • 6 Ob 181/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 181/17m
    Beisatz: Hier: § 21 Abs 1 Z 6 MRG. (T1)
  • 6 Ob 226/18f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 226/18f
    nur: Nach dem Gesetz ist nicht die Zustimmung der Mieter zu einem bereits abgeschlossenen Vertrag zwischen Vermieter und Versicherer erforderlich. Es genügt vielmehr die Erklärung der Mieter einverstanden zu sein, daß das Haus gegen Wasserleitungsschäden angemessen versichert wird. (T2)
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0067226

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19590916_OGH0002_0050OB00432_5900000_001

Rechtssatz für 1Ob152/70 5Ob501/76 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020760

Geschäftszahl

1Ob152/70; 5Ob501/76; 5Ob547/76; 8Ob514/77; 1Ob782/79; 1Ob647/80; 7Ob624/87; 5Ob2217/96g; 10Ob79/07a; 8Ob44/09t; 6Ob104/09a; 6Ob81/09v; 2Ob73/10i; 2Ob215/10x; 8Ob141/18w; 6Ob226/18f; 5Ob79/19g

Entscheidungsdatum

03.09.1970

Norm

ABGB §1109

Rechtssatz

Der Bestandnehmer muss für die durch den vertragsmäßigen Gebrauch bewirkte Abnutzung des Bestandgegenstandes nicht aufkommen. Die Entschädigung des Bestandgebers für die gewöhnliche Abnutzung ist bei freier Zinsbildung in dem vereinbarten Mietzins inbegriffen. Nur für übermäßige Abnützung und Missbrauch hat also grundsätzlich der Bestandnehmer zu haften.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 152/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 1 Ob 152/70
    Veröff: SZ 43/142 = EvBl 1971/75 S 123 = MietSlg 22150
  • 5 Ob 501/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 501/76
  • 5 Ob 547/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 5 Ob 547/76
    Veröff: ImmZ 1977,22 = MietSlg 28155
  • 8 Ob 514/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 514/77
    Vgl auch
  • 1 Ob 782/79
    Entscheidungstext OGH 09.01.1980 1 Ob 782/79
    nur: Der Bestandnehmer muss für die durch den vertragsmäßigen Gebrauch bewirkte Abnutzung des Bestandgegenstandes nicht aufkommen. (T1)
  • 1 Ob 647/80
    Entscheidungstext OGH 17.09.1980 1 Ob 647/80
    nur T1; Veröff: SZ 53/116
  • 7 Ob 624/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 624/87
    nur T1
  • 5 Ob 2217/96g
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2217/96g
    nur T1; Veröff: SZ 69/243
  • 10 Ob 79/07a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2007 10 Ob 79/07a
    nur T1; Veröff: SZ 2007/154
  • 8 Ob 44/09t
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 44/09t
    Auch; Beisatz: § 1111 ABGB legt fest, dass der Mieter haftet, wenn ihn an der Beschädigung des Mietgegenstands oder der „missbräuchlichen" Abnutzung ein Verschulden trifft, erfasst also nicht die gewöhnliche Abnutzung. (T2)
  • 6 Ob 104/09a
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 104/09a
    Vgl; Bem: Hier: „Ausmalverpflichtung" bei Beendigung des Mietverhältnisses im Vollanwendungsbereich des MRG wurde als unzulässig iSd § 879 Abs 3 ABGB beurteilt. (T3)
  • 6 Ob 81/09v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 81/09v
    Vgl; nur T1; Bem: Hier: Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T4)
  • 2 Ob 73/10i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 73/10i
    Auch; Vgl Beis wie T2; Vgl Bem wie T3; Beisatz: Eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern, die eine Verpflichtung des Mieters zur Renovierung des Bestandgegenstands auch bei Abnützung durch bloß bestimmungsgemäßen Gebrauch enthält, ist für den Mieter gröblich benachteiligend iSd § 879 Abs 3 ABGB (Klausel 3). (T5)
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch; Vgl Bem wie T3; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Eine derartige Abnutzung ist zwingende Folge des bestimmungsgemäßen Gebrauchs, für den der Vermieter ohnedies ein Entgelt erhält. (T6);
    Beisatz: Unwesentliche Veränderungen gehören in der Regel zum bestimmungsgemäßen Gebrauch eines Bestandobjekts und stellen per se noch keine Zustandsverschlechterung dar. Im Regelfall sind sie daher der „gewöhnlichen Abnutzung“ im Sinne des der vorgenannten Rechtsprechung zu § 1109 ABGB gleichzuhalten, für die der Mieter nach § 1111 ABGB nicht haftet und für die keine Wiederherstellungspflicht besteht. (T7)
    Veröff: SZ 2012/20
  • 8 Ob 141/18w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 141/18w
    Auch
  • 6 Ob 226/18f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 226/18f
    Vgl auch; Beisatz: Die Abnutzung nimmt einer Wertsicherungsklausel für den Mietzins daher nicht die sachliche Rechtfertigung. (T8)
  • 5 Ob 79/19g
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 79/19g
    Vgl auch; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0020760

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19700903_OGH0002_0010OB00152_7000000_001

Rechtssatz für 6Ob226/18f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132652

Geschäftszahl

6Ob226/18f

Entscheidungsdatum

25.04.2019

Norm

KSchG §6 Abs1 Z5
MRG §16 Abs1

Rechtssatz

Eine Wertsicherungsklausel in einem Mietvertrag ist durch das legitime Bedürfnis des Vermieters gerechtfertigt, das Entgelt – insbesondere bei längeren Vertragslaufzeiten – an die tatsächliche Geldentwertung anzupassen und damit das Äquivalenzverhältnis zu wahren.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 226/18f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 226/18f
    Beisatz: Hier: Angemessener Mietzins nach § 16 Abs 1 MRG. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132652

Im RIS seit

29.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

29.07.2019

Dokumentnummer

JJR_20190425_OGH0002_0060OB00226_18F0000_001