Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob15/70 5Ob134/73 8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016665

Geschäftszahl

2Ob15/70; 5Ob134/73; 8Ob33/74; 8Ob20/74; 7Ob218/74; 8O88/75; 3Ob8/77; 5Ob662/78; 7Ob742/78; 2Ob47/81; 8Ob192/81; 2Ob180/82; 8Ob530/84; 7Ob600/86; 6Ob535/87; 1Ob648/90 (1Ob649/90); 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 7Ob199/06z; 9Ob34/10f; 8Ob118/12d; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

09.04.1970

Norm

ABGB §879 BIIl
4. DVEheG §18
IPRG §6

Rechtssatz

Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. Er ist nicht verletzt, wenn ein Anspruch nach dem anzuwendenden ausländischen Recht höher ist, als er bei Anwendung des inländischen Rechtes wäre (SZ 37/68).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 15/70
    Entscheidungstext OGH 09.04.1970 2 Ob 15/70
    Veröff: JBl 1971,93 = ZVR 1971/222 S 299 = SZ 43/70
  • 5 Ob 134/73
    Entscheidungstext OGH 11.07.1973 5 Ob 134/73
    nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung. (T1) Veröff: EvBl 1974/40 S 99
  • 8 Ob 33/74
    Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 33/74
    Beisatz: Die individuelle Rechtssphäre der Inländer ist nicht Schutzobjekt. (T2)
  • 8 Ob 20/74
    Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 20/74
    Veröff: SZ 47/10
  • 7 Ob 218/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 218/74
    Veröff: Schutz vor dem Eindringen mit ihr vollkommenen unvereinbarer Rechtsgedanken (Mänhardt, Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht 28; Köhler IPR 3. Auflage, 22 ähnlich Kegel IPR 3. Auflage, 208; EvBl 1974/40; SZ 43/70 ua) (T3) Veröff: EvBl 1975/161 S 323 = SZ 47/121 = JBl 1975,375 = RZ 1975/16 S 40
  • 8 O 88/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 O 88/75
    nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. (T4); Veröff: JBl 1986,142 = EvBl 1976/19 S 40 = ZVR 1976/71 S 79
  • 3 Ob 8/77
    Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 8/77
    Beis wie T3; Beisatz: Entscheidend ist, ob die Entscheidung eines ausländischen Gerichtes das inländische Rechtsempfinden in unerträglichem Masse verletzt. (T5); Veröff: EvBl 1977/257 S 638
  • 5 Ob 662/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 5 Ob 662/78
    nur T4
  • 7 Ob 742/78
    Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 742/78
  • 2 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 47/81
    nur T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 192/81
    Entscheidungstext OGH 01.10.1981 8 Ob 192/81
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 180/82
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 180/82
    Beis wie T3
  • 8 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 530/84
    nur T1; Beis wie T3; Veröff: ZfRV 1987,53 (Hoyer)
  • 7 Ob 600/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 600/86
    nur T4; Beis wie T3; Veröff: ZVR 1986,486 (Koziol); JBl 1987,115 = RdW 1986,341 = SZ 59/128 = IPRax 1988,33 (Morschner, 40)
  • 6 Ob 535/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 535/87
    nur T4
  • 1 Ob 648/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 1 Ob 648/90
    nur T4; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: IPRax 1992,47 (Posch 51) = JBl 1992,189 (Schwimann 192)
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2002/89
  • 3 Ob 221/04b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
    Auch; nur T4; Beis ähnlich T5; Veröff: SZ 2005/9
  • 7 Ob 199/06z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 199/06z
    Auch; nur T4
  • 9 Ob 34/10f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 34/10f
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 118/12d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 118/12d
    nur T1
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    nur T4; Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T6); Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0016665

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19700409_OGH0002_0020OB00015_7000000_002

Rechtssatz für 5Ob320/74 1Ob318/75 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041431

Geschäftszahl

5Ob320/74; 1Ob318/75; 5Ob242/75; 7Ob24/76; 1Ob516/77; 1Ob632/79; 1Ob753/79; 8Ob635/85; 7Ob723/87; 1Ob694/89; 1Ob541/93; 1Ob545/95; 1Ob2123/96d; 1Ob354/97h; 6Ob3/02p; 1Ob103/11w; 1Ob171/15a; 4Ob151/15g; 7Ob125/18k; 8ObA32/18s; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

04.03.1975

Norm

ZPO §411 Bf

Rechtssatz

Die Tatbestandswirkung tritt insbesondere dann ein, wenn das rechtskräftige Urteil als juristische Tatsache die Grundlage für den geltend gemachten Anspruch bildet, sei es für die Bildung neuer Privatrechtsansprüche, sei es für deren Änderung oder deren Erlöschen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 320/74
    Entscheidungstext OGH 04.03.1975 5 Ob 320/74
    Veröff: JBl 1976,90 (mit Anmerkung von Kralik)
  • 1 Ob 318/75
    Entscheidungstext OGH 22.12.1975 1 Ob 318/75
    Veröff: SZ 48/142
  • 5 Ob 242/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1976 5 Ob 242/75
  • 7 Ob 24/76
    Entscheidungstext OGH 08.04.1976 7 Ob 24/76
  • 1 Ob 516/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 516/77
    Vgl auch; Beisatz: Dasselbe muss auch für im Zuge eines gerichtlichen Zivilprozesses geschlossen Vergleich gelten. (T1)
  • 1 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 632/79
  • 1 Ob 753/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 1 Ob 753/79
    Veröff: JBl 1980,490
  • 8 Ob 635/85
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 635/85
  • 7 Ob 723/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 723/87
    Veröff: SZ 61/47 = JBl 1988,652
  • 1 Ob 694/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 694/89
    Auch; Veröff: SZ 63/4 = EvBl 1990/89 S 406 = JBl 1990,662
  • 1 Ob 541/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 541/93
    Auch
  • 1 Ob 545/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 545/95
    Veröff: SZ 68/103
    Auch
  • 1 Ob 2123/96d
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 1 Ob 2123/96d
    Verstärkter Senat; Auch; Beisatz: Das Urteil muss für die Tatfrage des Folgeverfahrens deshalb von Bedeutung sein, weil entweder schon das Gesetz oder doch mindestens ein Rechtsgeschäft an das Vorhandensein dieses Hoheitsakts besondere Rechtsfolgen knüpft oder die Existenz des Urteils einen Sachverhalt schafft, der selbst wieder das Merkmal eines bestimmten Tatbestands ist. (T2) Veröff: SZ 70/60
  • 1 Ob 354/97h
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 354/97h
    Auch; Veröff: SZ 70/262
  • 6 Ob 3/02p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 3/02p
    Vgl; Beisatz: Die Rechtskraft und die Bindungswirkung (als Ausfluss der materiellen Rechtskraft) einer Vorentscheidung über Ansprüche derselben Parteien im Nachfolgeprozess sind in der Lehre und Rechtsprechung sehr unterschiedlich behandelte, komplexe Themen. Bei der Lösung dieser Probleme spielt auch die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften über den Begriff des Streitgegenstandes eine wesentliche Rolle. (T3)
  • 1 Ob 103/11w
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 103/11w
    Vgl auch; Beis vgl auch wie T2
  • 1 Ob 171/15a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 171/15a
    Beisatz: Hier: Erst mit Rechtskraft eines freisprechenden Erkenntnisses liegt die Voraussetzung für einen Ersatzanspruch wegen ungerechtfertigter Haft nach § 2 Abs 1 Z 2 StEG 2005 vor. (T4)
  • 4 Ob 151/15g
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 151/15g
    Veröff: SZ 2015/100
  • 7 Ob 125/18k
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 125/18k
    Beisatz: Hier: Das Urteil im Haftpflichtprozess entfaltet Tatbestandswirkungen im Deckungsprozess in der privaten Haftpflichtversicherung. (T5)
  • 8 ObA 32/18s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 ObA 32/18s
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beisatz: Die Tatbestandswirkung gehört nicht zu den prozessualen, sondern zu den materiell-rechtlichen Urteilswirkungen. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0041431

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19750304_OGH0002_0050OB00320_7400000_002

Rechtssatz für 3Ob12/76 1Nd502/85 1Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0002322

Geschäftszahl

3Ob12/76; 1Nd502/85; 1Ob2095/96m; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

25.02.1976

Norm

EO §79

Rechtssatz

Fehlt es an der gem § 79 EO erforderlichen Verbürgung der Gegenseitigkeit, so rechtfertigt sebst der etwaige Nachweis, daß österrische Exekutionstitel in anderen Staat vollstreckt werden, nicht eine Exekutionsbewilligung im Inland.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 12/76
    Entscheidungstext OGH 25.02.1976 3 Ob 12/76
    EvBl 1976/197 S 401 = SZ 49/29
  • 1 Nd 502/85
    Entscheidungstext OGH 26.06.1985 1 Nd 502/85
    Vgl; SZ 58/109 = JBl 1986,191 (zust Pfersmann)
  • 1 Ob 2095/96m
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2095/96m
    Auch
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0002322

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19760225_OGH0002_0030OB00012_7600000_001

Rechtssatz für 3Ob4/80 7Ob525/86 5Ob67...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041401

Geschäftszahl

3Ob4/80; 7Ob525/86; 5Ob67/90; 1Ob541/93; 1Ob545/95; 1Ob2123/96d; 1Ob354/97h; 4Ob47/99m; 1Ob103/11w; 10Ob16/12v; 2Ob71/15b; 4Ob151/15g; 7Ob125/18k; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

12.03.1980

Norm

ZPO §411 Bf

Rechtssatz

Die Tatbestandswirkung oder Reflexwirkung des Urteils ist dann anzunehmen, wenn das historische Ereignis der Urteilsfällung für die Tatfrage des Folgeprozesses von Bedeutung ist, sei es, dass das Gesetz oder ein Rechtsgeschäft ausdrücklich an die Existenz eines Urteiles eine besondere (von der Rechtskraft, Gestaltungswirkung und Vollstreckbarkeit verschiedene) Rechtsfolge zB die Verjährungsfrist der Judikatsschulden knüpft oder sei es, dass die Existenz des Urteiles einen Sachverhalt schafft, der ein anders umschriebenes Tatbestandsmerkmal erfüllt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 4/80
    Entscheidungstext OGH 12.03.1980 3 Ob 4/80
    Veröff: SZ 53/42
  • 7 Ob 525/86
    Entscheidungstext OGH 26.06.1986 7 Ob 525/86
    Veröff: SZ 59/116 = JBl 1986,791
  • 5 Ob 67/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 5 Ob 67/90
  • 1 Ob 541/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 541/93
  • 1 Ob 545/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 545/95
    Auch; Veröff: SZ 68/103
  • 1 Ob 2123/96d
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 1 Ob 2123/96d
    Verstärkter Senat; Auch; Veröff: SZ 70/60
  • 1 Ob 354/97h
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 354/97h
    Veröff: SZ 70/262
  • 4 Ob 47/99m
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 4 Ob 47/99m
    Ähnlich; Veröff: SZ 72/52
  • 1 Ob 103/11w
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 103/11w
    Vgl auch
  • 10 Ob 16/12v
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 10 Ob 16/12v
    Vgl auch
  • 2 Ob 71/15b
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 71/15b
    Veröff: SZ 2015/55
  • 4 Ob 151/15g
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 151/15g
    Auch; Veröff: SZ 2015/100
  • 7 Ob 125/18k
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 125/18k
    Auch; Beisatz: Hier: Das Urteil im Haftpflichtprozess entfaltet Tatbestandswirkungen im Deckungsprozess in der privaten Haftpflichtversicherung. (T1)
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beisatz: Die Tatbestandswirkung gehört nicht zu den prozessualen, sondern zu den materiell-rechtlichen Urteilswirkungen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0041401

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19800312_OGH0002_0030OB00004_8000000_006

Rechtssatz für 7Ob525/86 1Ob694/89 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041374

Geschäftszahl

7Ob525/86; 1Ob694/89; 4Ob151/15g; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

26.06.1986

Norm

ZPO §411 Bf

Rechtssatz

Während die materielle Rechtskraft rein prozessual jede Neuaufrollung des bereits entschiedenen Anspruches zwischen den gleichen Parteien ausschließt, tritt eine Tatbestandswirkung nur in dem Umfang ein, den das materielle Recht in Ansehung des neu strittigen Anspruches festsetzt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 525/86
    Entscheidungstext OGH 26.06.1986 7 Ob 525/86
    Veröff: SZ 59/116 = JBl 1986,791
  • 1 Ob 694/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 694/89
    Veröff: SZ 63/4 = EvBl 1990/89 S 406 = JBl 1990,662
  • 4 Ob 151/15g
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 151/15g
    Veröff: SZ 2015/100
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0041374

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19860626_OGH0002_0070OB00525_8600000_002

Rechtssatz für 1Ob212/97a 8ObS208/98s...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109026

Geschäftszahl

1Ob212/97a; 8ObS208/98s; 8ObS207/98v; 9Ob312/00y; 5Ob198/01f; 2Ob153/02t; 6Ob159/02d; 1Ob135/02p; 8Ob139/03d; 5Ob156/03g; 2Ob184/05f; 10Ob41/07p; 6Ob243/15a; 7Ob219/16f; 10Ob65/17g; 4Ob237/17g; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

25.11.1997

Norm

ABGB §5
ABGB §12
B-VG Art49
StGG Art2

Rechtssatz

Für zivilgerichtliche Erkenntnisse besteht kein Rückwirkungsverbot. Änderungen der Judikatur erfassen auch davor verwirklichte Sachverhalte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 212/97a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 212/97a
    Veröff: SZ 70/245
  • 8 ObS 208/98s
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObS 208/98s
  • 8 ObS 207/98v
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObS 207/98v
    Auch
  • 9 Ob 312/00y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 Ob 312/00y
    Auch; Beisatz: Mit einer Judikaturänderung muss gerechnet werden. Das Gesetz verbietet nur die Rückwirkung von Gesetzen, nicht jedoch die von Entscheidungen. (T1)
  • 5 Ob 198/01f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 198/01f
    Auch; Beisatz: Das Streben nach bestmöglicher Rechtserkenntnis ist über den Vertrauensschutz zu stellen. (T2)
  • 2 Ob 153/02t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 153/02t
  • 6 Ob 159/02d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 159/02d
  • 1 Ob 135/02p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 135/02p
    Vgl; Beisatz: Hier: § 12a FamLAG. (T3); Beisatz: Jedenfalls in Verfahren über Unterhaltsherabsetzungsanträge, die im Zeitpunkt der Kundmachung des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs zu B 1285/00 bereits anhängig waren, ist die neue Rechtslage anzuwenden. (T4); Beisatz: Da der infolge des zweiten Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs eingetretenen Änderung der Gesetzeslage jedenfalls keine derart weitgehende rückwirkende Kraft beizumessen ist, dass sogar rechtskräftige Individualentscheidungen abgeändert werden könnten, erfasst die Anordnung des Verfassungsgerichtshofs über den zeitlichen Geltungsbereich der Aufhebung der gesetzlichen Bestimmung jedenfalls nicht die schon rechtskräftig erledigten Zeiträume bis zu den jeweiligen Entscheidungszeitpunkten. Für die Zeiträume nach dem Zeitpunkt der Vorentscheidung ist eine rückwirkende Änderung der Unterhaltsregelung auf Grund der Änderung der Verhältnisse infolge der neuen Rechtslage jedoch zulässig. (T5)
  • 8 Ob 139/03d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2004 8 Ob 139/03d
    Beis wie T3; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Das Erkenntnis des VfGH zu B-1285/00 ist jedoch nicht rückwirkend auf nachträgliche Geltendmachung der Unterhaltsherabsetzung für den Zeitraum vor der Kundmachung des Erkenntnisses anzuwenden. (T6)
  • 5 Ob 156/03g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 5 Ob 156/03g
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2003/127
  • 2 Ob 184/05f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2006 2 Ob 184/05f
  • 10 Ob 41/07p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 41/07p
  • 6 Ob 243/15a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 243/15a
    Auch
  • 7 Ob 219/16f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 219/16f
  • 10 Ob 65/17g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 10 Ob 65/17g
  • 4 Ob 237/17g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 237/17g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beis wie T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109026

Im RIS seit

25.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19971125_OGH0002_0010OB00212_97A0000_001

Rechtssatz für 6Ob242/98a 1Ob33/00k 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110743

Geschäftszahl

6Ob242/98a; 1Ob33/00k; 4Ob199/00v; 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 8Ob60/05i; 3Ob242/05t; 7Ob236/05i; 3Ob211/05h; 3Ob49/06m; 1Ob13/07d; 2Ob50/08d; 9Ob53/08x; 9Ob70/10z; 7Ob200/10b; 3Ob38/11a; 9Ob34/10f; 3Ob65/11x; 3Ob186/11s; 2Ob9/12f; 1Ob180/12w; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 6Ob138/13g; 2Ob238/13h; 2Ob22/14w; 8Ob28/15y; 8Ob53/15z; 18OCg2/15s; 7Ob142/15f; 3Ob208/15g; 18OCg3/15p; 18OCg2/16t; 18OCg6/16f; 3Ob10/17t; 1Ob24/18p; 18OCg2/18w; 7Ob145/18a; 3Ob153/18y; 3Ob249/18s; 3Ob251/18k; 2Ob170/18s; 4Ob230/18d; 18OCg1/19z

Entscheidungsdatum

24.09.1998

Norm

EuGVVO 2012 Art 45 Abs1 lita
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art34 Nr1
IPRG §6
Vollstreckungsvertrag Österreich - Jugoslawien betr Schiedssprüche und Schiedsvergleiche Art2 lite
UN-Übk über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche ArtV Abs2 litb
ZPO §595 Abs1 Z6
ZPO §611 Abs2 Z5

Rechtssatz

Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 242/98a
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 242/98a
  • 1 Ob 33/00k
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 33/00k
    Auch; Beisatz: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre (§ 6 IPRG). Schutzobjekt sind primär die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung und nicht subjektive Rechtspositionen von Inländern. (T1)
    Beisatz: Hier: Heilung der (Formunwirksamkeit) Unwirksamkeit der Anerkenntniserklärung durch Zeitablauf nach deutschen BGB. (T2)
  • 4 Ob 199/00v
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 199/00v
    Auch; nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht. (T3) Veröff: SZ 73/142
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur: Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T4)
    Veröff: SZ 2002/89
  • 3 Ob 221/04b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T5)
    Beisatz: Als vom ordre public erfasste Grundwertungen werden vor allem die tragenden Grundsätze der Bundesverfassung, aber auch des Strafrechts, des Privatrechts und des Prozessrechts verstanden werden müssen, wobei für die Vereinbarkeit nicht der Weg oder die Begründung, sondern das Ergebnis des Schiedsspruchs maßgeblich ist. (T6)
    Beisatz: Nicht ausreichend ist es, dass das Recht oder Rechtsverhältnis selbst dem ordre public widerspricht, es muss auch die Durchsetzung für die inländische Rechtsordnung untragbar sein. (T7)
    Veröff: SZ 2005/9
  • 8 Ob 60/05i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 60/05i
  • 3 Ob 242/05t
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 242/05t
    nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T8)
  • 7 Ob 236/05i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 236/05i
    nur T5
  • 3 Ob 211/05h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 211/05h
    nur T5; Veröff: SZ 2006/65
  • 3 Ob 49/06m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 49/06m
    Auch; nur T5; Beis wie T1 nur: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden wäre, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre. (T9)
  • 1 Ob 13/07d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 1 Ob 13/07d
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 50/08d
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 50/08d
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert. (T10)
  • 9 Ob 53/08x
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 53/08x
    Auch; Beisatz: Die „Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung" (ordre public) sind als Aufhebungsgrund äußerst sparsam einzusetzen: (T11)
    Beisatz: Hier: Aufhebung eines Schiedsspruchs nach § 595 Abs 1 Z 6 ZPO. (T12)
  • 9 Ob 70/10z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 70/10z
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T13)
    Beisatz: Die Unmöglichkeit der Adoption eines ausländischen Erwachsenen verstößt nicht schon per se gegen den ordre public. (T14)
  • 7 Ob 200/10b
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 200/10b
    Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist von der Anwendung der ordre‑public‑Klausel sparsamster Gebrauch zu machen, weil sie eine systemwidrige Ausnahme darstellt. Eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebenso wenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T15)
  • 3 Ob 38/11a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 38/11a
  • 9 Ob 34/10f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 34/10f
  • 3 Ob 65/11x
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 65/11x
    Auch; Veröff: SZ 2011/106
  • 3 Ob 186/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 186/11s
    Auch; Beisatz: Worin diese ausreichende Inlandsbeziehung liegt, kann nur im Einzelfall bestimmt werden. Anhaltspunkte sind etwa gewöhnlicher Aufenthalt, Geburt oder Eheschließung im Inland, oder die österreichische Staatsangehörigkeit. Je stärker die Inlandsbeziehung, desto weniger werden befremdliche Ergebnisse der Anwendung ausländischen Rechts hingenommen, und umgekehrt. (T16)
    Veröff: SZ 2011/124
  • 2 Ob 9/12f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 9/12f
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 180/12w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 180/12w
    Auch
  • 2 Ob 206/12a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 206/12a
    Vgl auch; nur T5
  • 9 Ob 27/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 27/12d
    nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Überschreitung der Prüfkompetenz durch das Berufungsgericht. (T17)
  • 6 Ob 138/13g
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 138/13g
  • 2 Ob 238/13h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 238/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Anerkennung eines kenianischen Gerichtsbeschlusses betreffend Vaterschaftsanerkenntnis; kein Widerspruch zu ordre public (§ 6 IPRG). (T18)
    Veröff: SZ 2014/122
  • 2 Ob 22/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 22/14w
    Vgl; Beisatz: Maßgebend ist das Ergebnis des Schiedsspruchs und nicht seine Begründung. (T19)
  • 8 Ob 28/15y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 28/15y
    Auch; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist eine besondere Ausprägung des verfahrensrechtlichen ordre public. (T20)
  • 8 Ob 53/15z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 53/15z
    Auch; Beis wie T14
  • 18 OCg 2/15s
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 18 OCg 2/15s
    Auch
  • 7 Ob 142/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 142/15f
  • 3 Ob 208/15g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 208/15g
    Auch
  • 18 OCg 3/15p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 18 OCg 3/15p
    Auch; Beisatz: Aufhebungsgrund des § 611 Abs 2 Z 2 ZPO nur verwirklicht, wenn Gehörverletzung im staatlichen Verfahren mit Nichtigkeit zu ahnden wäre oder wenn der Gehörentzug einem Nichtigkeitsgrund wertungsmäßig zumindest nahekommt. (T21)
  • 18 OCg 2/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 18 OCg 2/16t
    Auch
  • 18 OCg 6/16f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 18 OCg 6/16f
    Auch
  • 3 Ob 10/17t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 10/17t
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
  • 18 OCg 2/18w
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 18 OCg 2/18w
    Auch
  • 7 Ob 145/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 145/18a
  • 3 Ob 153/18y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 153/18y
    Auch
  • 3 Ob 249/18s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 249/18s
    Beisatz: Hier: Unterschiedliche Publizitätsvorschriften bei Sicherungseigentum. (T22)
  • 3 Ob 251/18k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 3 Ob 251/18k
    Auch; Beisatz: Es besteht auch keine Bindung, wenn ein Gericht eines anderen Mitgliedsstaats das Vorliegen eines ordre public-Verstoßes bejaht oder verneint hat. (T23)
    Beisatz: Zu bejahen wäre ein Verstoß gegen den ordre public also nur dann, wenn die Verfahrensrechte einer Partei in unerträglicher Weise beschnitten worden sind. Dafür ist stets das ausländische Verfahren als Ganzes und anhand sämtlicher Umstände zu beurteilen. (T24)
  • 2 Ob 170/18s
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 170/18s
    nur T3
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T25)
    Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T26)
  • 18 OCg 1/19z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 18 OCg 1/19z
    Auch; nur T5; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110743

Im RIS seit

24.10.1998

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19980924_OGH0002_0060OB00242_98A0000_001

Rechtssatz für 7Ob89/03v 1Ob63/03a 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117841

Geschäftszahl

7Ob89/03v; 1Ob63/03a; 5Ob313/03w; 3Ob201/05p; 3Ob34/08h; 5Ob201/08g; 3Ob140/17k; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

30.06.2003

Norm

Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art66 Abs1
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art66 Abs2
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art76

Rechtssatz

Gemäß Art 66 Abs 1 EuGVVO sind die Vorschriften dieser Verordnung nur auf solche Klagen anzuwenden, die erhoben wurden, nachdem diese Verordnung in Kraft getreten ist. Damit ist ausdrücklich als Übergangsbestimmung normiert, dass das EuGVVO nicht zurückwirkt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 89/03v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2003 7 Ob 89/03v
  • 1 Ob 63/03a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 63/03a
    Auch; nur: Gemäß Art 66 Abs 1 EuGVVO sind die Vorschriften dieser Verordnung nur auf solche Klagen anzuwenden, die erhoben wurden, nachdem diese Verordnung in Kraft getreten ist. (T1); Beisatz: Inkrafttreten gemäß Art 76 Abs 1 mit 1.3.2002. (T2)
  • 5 Ob 313/03w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 5 Ob 313/03w
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 3 Ob 201/05p
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 201/05p
    Vgl; Beisatz: Nach dem Grundsatz der Nichtrückwirkung gemäß Art 66 EuGVVO ist diese Verordnung u.a. nur auf öffentliche Urkunden anzuwenden, die nach deren In-Kraft-Treten im Ursprungs- und Vollstreckungsstaat errichtet wurden. (T3); Veröff: SZ 2005/154
  • 3 Ob 34/08h
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 34/08h
    Vgl auch; Beisatz: Aufgrund des EU-Beitrittsvertrags vom 16. April 2003 gilt die EuGVVO ab 1. Mai 2004 für die Tschechische Republik. (T4); Bem: Mit Darstellung der Voraussetzungen für die Anerkennung in Übergangsfällen (Art 66 Abs 2 EuGVVO). (T5); Veröff: SZ 2008/61
  • 5 Ob 201/08g
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 5 Ob 201/08g
    Vgl; Beisatz: Obwohl die Gerichtsstandsvereinbarung bereits vor dem Beitritt Sloweniens zur EU und damit vor dem Inkrafttreten der EuGVVO für den neuen Mitgliedstaat abgeschlossen wurde, sind, weil die Klage nach dem 1. 5. 2004 eingebracht wurde, die Bestimmungen der EuGVVO auf die gegenständliche Zuständigkeitsfrage anwendbar (vgl schon 8 Ob 92/04v). (T6)
  • 3 Ob 140/17k
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 140/17k
    Beisatz: Die EuGVVO alt kommt für die Anerkennung und Vollstreckung einer gerichtlichen Entscheidung nur dann zum Tragen, wenn sie zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Entscheidung sowohl im Ursprungsmitgliedstaat als auch im ersuchten Mitgliedstaat in Kraft war. (T7)
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117841

Im RIS seit

30.07.2003

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20030630_OGH0002_0070OB00089_03V0000_001

Rechtssatz für 7Ob6/04i 6Ob54/12b 4Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087797

Geschäftszahl

7Ob6/04i; 6Ob54/12b; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

06.07.2004

Norm

ABGB §1435
ZPO §505 Abs4

Rechtssatz

Im Fall einer außerordentlichen Revision fallen die Vollstreckbarkeit und Rechtskraft des Urteils nicht zusammen. In diesem Fall bestehen der materiellrechtliche, klagsweise geltend gemachte Anspruch und die vollstreckbare, noch nicht rechtskräftig festgestellte Judikatschuld auf Grund des Berufungsurteiles bis zur Rechtskraft der Entscheidung über den Klagsanspruch bzw Aufhebung des Berufungsurteiles durch den Obersten Gerichsthof nebeneinander. Zahlung der Judikatschuld während des Schwebezustandes führt somit nicht sofort zu einer Tilgung des materiellrechtlichen Anspruchs. Hebt der Oberste Gerichtshof die Entscheidung der Vorinstanzen auf, steht dem Leistenden noch vor Abschluss des fortzusetzenden Verfahrens ein Rückforderungsanspruch nach § 1435 ABGB zu, da der Grund der Bezahlung, nämlich das vollstreckbare Urteil, nachträglich weggefallen ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 6/04i
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 6/04i
  • 6 Ob 54/12b
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 54/12b
    Vgl; Beisatz: Aus dem Normzweck des § 505 Abs 4 Satz 2 ZPO ergibt sich ein schutzwürdiges Interesse an der effektiven Rückforderbarkeit des Geleisteten für den Fall, dass die außerordentliche Revision zum Erfolg führt. (T1); Beisatz: Daran vermag auch jene Rechtsprechungslinie nichts zu ändern, wonach § 1440 ABGB jedenfalls überall dort außer Betracht zu bleiben habe, wo von vornherein Ansprüche des Schuldners aus diesem Rechtsverhältnis zu erwarten sind. (T2)
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Vgl; Beisatz: Die aufhebende Entscheidung entfaltet Tatbestandswirkung für den Bereicherungsanspruch. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0087797

Im RIS seit

05.08.2004

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20040706_OGH0002_0070OB00006_04I0000_001

Rechtssatz für 2Ob258/05p 4Ob230/18d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0122292

Geschäftszahl

2Ob258/05p; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

12.06.2007

Norm

1.ZPMRK Art1 Abs1 I1
1.ZPMRK Art1 Abs1 II3

Rechtssatz

Der EGMR lehnt eine Rückwirkung von Art 1 des Protokolls Nr 1 zur EMRK auf vor dessen Inkrafttreten erfolgte Enteignungen ab. Rückforderungsansprüche sind nur dann geschützte Rechte iSd Protokolls, wenn sie eine „legitimate expectation of obtaining effective enjoyment of a property right" begründen. Die bloße Hoffnung „of recognition of the survival of an old property right which it has long been impossible to exercise effectively" kann nicht als legitime Erwartung im Sinn dieser Rsp angesehen werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 258/05p
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 2 Ob 258/05p
    Veröff: SZ 2007/94
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122292

Im RIS seit

12.07.2007

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20070612_OGH0002_0020OB00258_05P0000_005

Rechtssatz für 4Ob230/18d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132633

Geschäftszahl

4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

25.04.2019

Norm

ZPO §411 Bf
EO §406
EuGVVO 2012 Art36

Rechtssatz

Die Anerkennung der Tatbestandswirkung einer fremden Entscheidung  richtet sich nach dem anwendbaren Sachrecht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132633

Im RIS seit

12.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2019

Dokumentnummer

JJR_20190425_OGH0002_0040OB00230_18D0000_001