Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob227/99x 5Ob135/07z 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112586

Geschäftszahl

6Ob227/99x; 5Ob135/07z; 5Ob40/16t; 9Ob96/18k; 6Ob98/19h; 5Ob125/19x

Entscheidungsdatum

21.10.1999

Norm

HVG §2
IMV §2
IMV §4 Abs1

Rechtssatz

Unzweifelhaft ist die Haftung für Fehlinformationen des Maklers zu bejahen, wenn ihn ein Verschulden trifft. Für die Richtigkeit einer bloß weitergegebenen Information eines Dritten, insbesondere eines von zwei Auftraggebern, haftet der Makler aber grundsätzlich nicht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 227/99x
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 227/99x
  • 5 Ob 135/07z
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 135/07z
  • 5 Ob 40/16t
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 40/16t
    Vgl auch
  • 9 Ob 96/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 96/18k
    nur: Für die Richtigkeit einer bloß weitergegebenen Information eines Dritten, insbesondere eines von zwei Auftraggebern, haftet der Makler aber grundsätzlich nicht. (T1)
    Beisatz: Den Makler trifft in der Regel keine besondere Nachforschungspflicht. Besteht für ihn keine Veranlassung, an der Richtigkeit der Information zu zweifeln, darf er sie weitergeben, ohne zu Nachforschungen und Prüfung ihrer Wahrheit verpflichtet zu sein. (T2)
  • 6 Ob 98/19h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 98/19h
    Auch
  • 5 Ob 125/19x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 125/19x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112586

Im RIS seit

20.11.1999

Zuletzt aktualisiert am

02.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19991021_OGH0002_0060OB00227_99X0000_001

Rechtssatz für 6Ob227/99x 10Ob89/04t 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112587

Geschäftszahl

6Ob227/99x; 10Ob89/04t; 5Ob135/07z; 7Ob27/09k; 4Ob186/10x; 2Ob176/10m; 2Ob202/11m; 4Ob88/13i; 7Ob156/14p; 4Ob245/15f; 5Ob93/16m; 5Ob40/16t; 2Ob48/17y; 7Ob63/18t; 9Ob96/18k; 6Ob98/19h; 5Ob125/19x; 4Ob242/19w

Entscheidungsdatum

21.10.1999

Norm

HVG §2
IMV §2

Rechtssatz

Aus der Lehre und der Judikatur ist eine besondere Nachforschungspflicht des Maklers nicht ableitbar. Wenn für den Makler keine Veranlassung besteht, an der Richtigkeit einer Information zu zweifeln, darf er sie weitergeben und ist zu Nachforschungen nicht verpflichtet (immolex 1998/178). Der Makler ist verpflichtet, sämtliche Informationen über das Geschäft, sowohl die günstigen wie die ungünstigen, weiterzugeben, er ist aber nicht verpflichtet, sich über die Wahrheit der ihm zugekommenen Informationen zu vergewissern. Er darf lediglich nicht den Eindruck erwecken, er habe den Wahrheitsgehalt überprüft. Eine Aufklärungspflicht, die einer anwaltlichen Beratungstätigkeit gleichkommt, trifft den Makler nicht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 227/99x
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 227/99x
  • 10 Ob 89/04t
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 10 Ob 89/04t
  • 5 Ob 135/07z
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 135/07z
  • 7 Ob 27/09k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 27/09k
  • 4 Ob 186/10x
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 186/10x
    Auch: nur: Aus der Lehre und der Judikatur ist eine besondere Nachforschungspflicht des Maklers nicht ableitbar. (T1)
    nur: Eine Aufklärungspflicht, die einer anwaltlichen Beratungstätigkeit gleichkommt, trifft den Makler nicht. (T2)
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Auch; Beisatz: Erhält der Immobilienmakler vom Verkäufer Informationen über das Errichtungsjahr, so ist er grundsätzlich nicht zu weiteren Nachforschungen verpflichtet, wenn es für ihn keine Gründe gibt, an der Richtigkeit der Information zu zweifeln. (T3)
    Beisatz: Keine Verpflichtung der Doppelmaklerin zu eigenen Nachforschungen über das Vorhandensein allfälliger nicht sichtbarer Mängel. (T4)
  • 2 Ob 202/11m
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 202/11m
    Auch; nur T1; nur: Wenn für den Makler keine Veranlassung besteht, an der Richtigkeit einer Information zu zweifeln, darf er sie weitergeben und ist zu Nachforschungen nicht verpflichtet. (T5)
    Veröff: SZ 2012/94
  • 4 Ob 88/13i
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 88/13i
    nur T1; nur T5
  • 7 Ob 156/14p
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 156/14p
    Auch
  • 4 Ob 245/15f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 245/15f
    Beisatz: Keine Pflicht des Versicherungsmaklers, medizinische Diagnosen dahingehend zu beurteilen, ob aus einem Unfallereignis entgegen den Angaben des Versicherten Dauerfolgen zu erwarten sind. (T6)
  • 5 Ob 93/16m
    Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 93/16m
    Auch
  • 5 Ob 40/16t
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 40/16t
    Auch
  • 2 Ob 48/17y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 48/17y
    nur T2; nur: Der Makler ist verpflichtet, sämtliche Informationen über das Geschäft, sowohl die günstigen wie die ungünstigen, weiterzugeben. (T7)
  • 7 Ob 63/18t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 63/18t
    Auch
  • 9 Ob 96/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 96/18k
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 98/19h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 98/19h
    nur T5
  • 5 Ob 125/19x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 125/19x
    nur: Er darf lediglich nicht den Eindruck erwecken, er habe den Wahrheitsgehalt überprüft. (T8); Beis wie T3
    Beisatz: Der Immobilienmakler darf keine Informationen erteilen und Zusagen tätigen, die seinen Kenntnisstand übersteigen. (T9)
  • 4 Ob 242/19w
    Entscheidungstext OGH 28.01.2020 4 Ob 242/19w
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112587

Im RIS seit

20.11.1999

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2020

Dokumentnummer

JJR_19991021_OGH0002_0060OB00227_99X0000_002