Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob7/77 5Ob20/83 5Ob4/8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035178

Geschäftszahl

5Ob7/77; 5Ob20/83; 5Ob4/84; 5Ob106/92; 5Ob50/94; 5Ob72/95; 5Ob71/95; 5Ob357/97d; 5Ob295/01w; 5Ob10/02k; 5Ob20/02f; 5Ob11/03h; 5Ob10/03m; 5Ob132/03b; 5Ob242/05g; 5Ob147/18f

Entscheidungsdatum

19.04.1977

Norm

GBG §26
GBG §27
GBG 77 Abs3
GBG §94 Abs1 Z2 C
ZPO §4

Rechtssatz

Nur dann, wenn Zweifel darüber aufkommt, ob der als Vertreter Einschreitende tatsächlich nach dem Gesetz die Vertretungsbefugnis besitzt, ist die Vorlage der notwendigen Urkunden aufzutragen und das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen zu klären (hier: auf Grund des Akteninhaltes keine Bedenken dagegen, dass die Unterschriften der Fertigung eines Grundbuchsgesuches und der Prozessvollmacht von den hiezu zeichnungsberechtigten Organen einer juristischen Person stammen).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 7/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 5 Ob 7/77
    Veröff: SZ 50/55 = NZ 1978,93 = NZ 1979,46
  • 5 Ob 20/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 5 Ob 20/83
    Beisatz: Der Wechsel von Organen einer juristischen Person ist auf den Bestand des Vollmachtsverhältnisses rechtlich ohne Einfluss. (T1)
  • 5 Ob 4/84
    Entscheidungstext OGH 14.02.1984 5 Ob 4/84
    Beisatz: Daran hat sich mit der Neufassung des § 31 Abs 1 GBG durch § 25 Z 2 GUG BGBl 1980/550 nichts geändert. (T2) Veröff: RdW 1984,109 (Rechberger) = NZ 1984,64; hiezu Hofmeister NZ 1984,70
  • 5 Ob 106/92
    Entscheidungstext OGH 30.06.1992 5 Ob 106/92
    Vgl auch; Beisatz: Zum Erwerbszeitpunkt im Jahre 1956 war nach der Rechtsprechung bei Eintragungen zugunsten einer juristischen Person der Nachweis der Zeichnungsberechtigung nicht erforderlich. (T3) Veröff: NZ 1993,133; hiezu Hofmeister NZ 1993,135
  • 5 Ob 50/94
    Entscheidungstext OGH 17.05.1994 5 Ob 50/94
    Beis wie T2
  • 5 Ob 72/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 5 Ob 72/95
    Vgl auch; Beisatz: Im Falle der Unterfertigung der Urkunde durch die Organe selbst muss neben der Beglaubigung ihrer Unterschrift auch ersichtlich sein, dass diese Personen als Organe der juristischen Person tätig wurden. Handelt es sich um die Erteilung einer Vollmacht, so muss darauf ersichtlich sein, dass die entsprechenden Personen als Organe der juristischen Person die Vollmacht erteilten, und zwar unabhängig davon, ob der Nachweis ihrer Organstellung erforderlich ist oder nicht. (T4)
  • 5 Ob 71/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 5 Ob 71/95
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 357/97d
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 357/97d
    Auch; Beisatz: Dass es sich beim Landesparteiobmann der mit Rechtspersönlichkeit ausgestatteten Landesorganisation einer schon seit Jahrzehnten im Nationalrat vertretenen politischen Partei (hier: SPÖ Kärnten) um ein Organ dieser juristischen Person handelt, ist gerichtsbekannt. Konkrete Bedenken, dass dieses Organ die Rechtsmacht besitzt, für die von ihm vertretene juristische Person einen Kaufvertrag abzuschließen, bestehen nicht. (T5)
  • 5 Ob 295/01w
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 5 Ob 295/01w
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/2
  • 5 Ob 10/02k
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 5 Ob 10/02k
    Auch; nur: Nur dann, wenn Zweifel darüber aufkommt, ob der als Vertreter Einschreitende tatsächlich nach dem Gesetz die Vertretungsbefugnis besitzt, ist die Vorlage der notwendigen Urkunden aufzutragen und das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen zu klären. (T6) Beisatz: Die Beibringung eines Firmenbuchsauszugs zum Nachweis der Zeichnungsberechtigung der einschreitenden Organe ist nur zu verlangen, wenn begründete Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 GBG bestehen. (T7)
  • 5 Ob 20/02f
    Entscheidungstext OGH 23.04.2002 5 Ob 20/02f
    Auch; nur T6; Beis wie T7
  • 5 Ob 11/03h
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 11/03h
    Vgl auch; nur T6; Beisatz: Gleich einer natürlichen Person ist auch einer juristischen Person im Rechtsverkehr die Handlungsfähigkeit zu unterstellen. Das Einschreiten eines Organs erweckt daher nicht per se gegründete Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 GBG. (T8)
  • 5 Ob 10/03m
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 10/03m
    Vgl auch; nur T6; Beis wie T8
  • 5 Ob 132/03b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 132/03b
    Vgl auch; nur T6; Beis wie T8 nur: Das Einschreiten eines Organs erweckt nicht per se gegründete Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 GBG. (T9); Beisatz: Hier: Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft. (T10)
  • 5 Ob 242/05g
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 242/05g
    nur T6; Beis wie T8; Beisatz: Die Berufung einer RA-GmbH auf § 30 Abs 2 ZPO ohne Benennung der organschaftlichen Vertreter der RA-GmbH und deren Vollmachtsnachweis zulässig und ausreichend. (T11)
  • 5 Ob 147/18f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 147/18f
    Auch; nur T6; Beis wie T7; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0035178

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19770419_OGH0002_0050OB00007_7700000_002

Rechtssatz für 1Ob650/78 4Ob528/79 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014561

Geschäftszahl

1Ob650/78; 4Ob528/79; 5Ob634/80; 1Ob664/80; 4Ob555/87; 8Ob1/94 (8Ob2/94); 1Ob538/95; 10Ob2119/96g; 8Ob232/97v; 6Ob244/15y; 5Ob147/18f

Entscheidungsdatum

28.06.1978

Norm

ABGB §863 I
ABGB §1017
GmbHG §5
GmbHG §18
HGB §344
PSG §16

Rechtssatz

Die Vorschrift des § 18 Abs 2 GmbHG über die Zeichnung des Geschäftsführers einer GmbH ist zwar nur eine Ordnungsvorschrift; werden aber nicht dem § 5 Abs 2 GmbHG entsprechende Abkürzungen der Firmenbezeichnung verwendet, muß der persönlich belangte Geschäftsführer beweisen, daß es dem Kläger nach den Umständen bekannt oder zumindest erkennbar war, daß er nur für die GmbH handeln wollte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 650/78
    Veröff: EvBl 1979/12 S 47 = GesRZ 1979,39 (hiezu Hügel, JBl 1983,449) = SZ 51/102
  • 4 Ob 528/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 528/79
  • 5 Ob 634/80
    Entscheidungstext OGH 02.09.1980 5 Ob 634/80
    Ähnlich; Veröff: HS 10136
  • 1 Ob 664/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 664/80
    Veröff: GesRZ 1981,42 (teilweise zustimmend Ostheim) = SZ 53/138
  • 4 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 4 Ob 555/87
    nur: Die Vorschrift des § 18 Abs 2 GmbHG über die Zeichnung des Geschäftsführers einer GmbH ist zwar nur eine Ordnungsvorschrift. (T1) Veröff: WBl 191987,277 = RdW 1987,411 = EvBl 1987/202 S 755
  • 8 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 16.06.1994 8 Ob 1/94
    Auch
  • 1 Ob 538/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 538/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Vorschriften über die Gesamtvertretung sind dagegen keine bloße Ordnungsvorschrift. (T2)
  • 10 Ob 2119/96g
    Entscheidungstext OGH 22.10.1996 10 Ob 2119/96g
    Auch
  • 8 Ob 232/97v
    Entscheidungstext OGH 11.12.1997 8 Ob 232/97v
    nur: Muß der persönlich belangte Geschäftsführer beweisen, dass es dem Kläger nach den Umständen bekannt oder zumindest erkennbar war, dass er nur für die GmbH handeln wollte. (T3); Beisatz: Hier: Wechselverpflichtung. (T4)
  • 6 Ob 244/15y
    Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 244/15y
    Vgl auch; Beisatz: Auch die gesetzliche Anordnung des § 16 PSG, wonach die Mitglieder des Stiftungsvorstands in der Weise zu zeichnen haben, dass sie dem Namen der Privatstiftung ihre Unterschrift beifügen, stellt eine bloße Ordnungsvorschrift dar, von deren Einhaltung die Wirksamkeit der Vertretungshandlung nicht abhängt. (T5)
  • 5 Ob 147/18f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 147/18f
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0014561

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19780628_OGH0002_0010OB00650_7800000_001

Rechtssatz für 5Ob634/80 5Ob555/82 (5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059724

Geschäftszahl

5Ob634/80; 5Ob555/82 (5Ob556/82); 5Ob504/82 (5Ob505/82); 5Ob580/82; 7Ob33/89; 8ObA192/97m; 2Ob281/05w; 5Ob147/18f

Entscheidungsdatum

02.09.1980

Norm

GmbHG §18
HGB §125

Rechtssatz

Das Zeichnungsrecht bei Handelsgesellschaften stellt bloßes Ordnungsrecht dar, das auf die Rechtsgültigkeit der Vertretungshandlung keinen Einfluss hat; konnte der klagende Vertragspartner keinen Zweifel haben, dass der Beklagte mit dem Willen handelt, die Gesellschaft (hier: GmbH & Co KG) zu vertreten, bleibt die formale Bezeichnung des Beklagten als Vertragspartner ohne rechtliche Relevanz.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 634/80
    Entscheidungstext OGH 02.09.1980 5 Ob 634/80
    Veröff: HS 10136
  • 5 Ob 555/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 5 Ob 555/82
    Auch; nur: Das Zeichnungsrecht bei Handelsgesellschaften stellt bloßes Ordnungsrecht dar, das auf die Rechtsgültigkeit der Vertretungshandlung keinen Einfluss hat; konnte der klagende Vertragspartner keinen Zweifel haben, dass der Beklagte mit dem Willen handelt, die Gesellschaft (hier: GmbH) zu vertreten, bleibt die formale Bezeichnung des Beklagten als Vertragspartner ohne rechtliche Relevanz. (T1) Veröff: SZ 55/35 = JBl 1983,485 (hiezu Hügel, 449)
  • 5 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 5 Ob 504/82
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 580/82
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 5 Ob 580/82
    Auch; nur T1; Veröff: RdW 1983,74
  • 7 Ob 33/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 33/89
    Auch; Beisatz: Wenn der Geschäftsführer einer GmbH in der dem Erwerber bekannten oder doch erkennbaren Absicht, eine Gesellschaft zu vertreten, mit seinem bürgerlichen Vornamen und Zunamen ohne Hinweis auf seine vertretungsrechtliche Stellung zeichnet, so ist nur die vertretene Gesellschaft verpflichtet (so schon SZ 55/35). (T2) Veröff: JBl 1990,519 = VersRdSch 1990,158 = VersR 1990,919
  • 8 ObA 192/97m
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 192/97m
    Auch; Beisatz: Hier: GmbH; Abschluss eines Lehrvertrags. (T3) Veröff: SZ 70/238
  • 2 Ob 281/05w
    Entscheidungstext OGH 13.07.2006 2 Ob 281/05w
    Auch
  • 5 Ob 147/18f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 147/18f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0059724

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19800902_OGH0002_0050OB00634_8000000_001