Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob829/34 3Ob190/53 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020451

Geschäftszahl

2Ob829/34; 3Ob190/53; 3Ob442/53; 2Ob975/54; 6Ob103/61; 1Ob470/61; 8Ob215/63; 8Ob152/66; 2Ob15/67; 5Ob22/69; 6Ob216/69; 1Ob183/69; 6Ob94/70; 1Ob276/70; 7Ob2/71; 1Ob342/71; 3Ob510/76; 1Ob539/78; 7Ob67/78; 1Ob551/79; 3Ob619/78; 3Ob569/79; 1Ob617/80; 1Ob598/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 5Ob775/81; 1Ob784/81; 1Ob694/84; 7Ob584/86; 1Ob626/86; 1Ob720/86; 7Ob502/87; 7Ob569/87; 1Ob581/87; 1Ob626/87; 1Ob559/88; 6Ob596/89; 8Ob636/89; 5Ob504/90 (5Ob505/90); 6Ob502/90; 7Ob529/90; 1Ob549/90; 8Ob556/90; 1Ob508/91; 1Ob583/91; 4Ob137/91; 7Ob531/92; 3Ob501/92; 1Ob584/92; 6Ob608/92; 8Ob1683/93; 8Ob1687/93; 1Ob548/94; 10Ob2033/96k; 1Ob637/95; 1Ob2315/96i; 1Ob255/97z; 4Ob249/97i; 6Ob293/98a; 6Ob106/99b; 10Ob11/00s; 7Ob270/00g; 10Ob188/00w; 6Ob33/02z; 3Ob274/02v; 6Ob36/03t; 10Ob5/03p; 7Ob179/04f; 6Ob182/04i; 3Ob253/05k; 7Ob260/07x; 3Ob145/08g; 7Ob131/09d; 6Ob141/09t; 6Ob74/10s; 3Ob208/10z; 5Ob212/10b; 3Ob115/11z; 3Ob74/12x; 8Ob14/14p; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

09.10.1934

Norm

ABGB §1091 A1

Rechtssatz

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Miete und Pacht ist die Betriebspflicht. Wurde eine solche vereinbart, dann liegt ein Pachtvertrag vor.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 829/34
    Entscheidungstext OGH 09.10.1934 2 Ob 829/34
    Veröff: SZ 16/208
  • 3 Ob 190/53
    Entscheidungstext OGH 25.03.1953 3 Ob 190/53
  • 3 Ob 442/53
    Entscheidungstext OGH 15.07.1953 3 Ob 442/53
    Beisatz: Wenn keine Betriebspflicht besteht, wird in der Regel eine Miete vorliegen, soweit nicht schon aus anderen Gründen der Vertrag als Pachtvertrag angesehen werden müsste. (T1)
  • 2 Ob 975/54
    Entscheidungstext OGH 19.01.1955 2 Ob 975/54
  • 6 Ob 103/61
    Entscheidungstext OGH 03.05.1961 6 Ob 103/61
  • 1 Ob 470/61
    Entscheidungstext OGH 29.11.1961 1 Ob 470/61
  • 8 Ob 215/63
    Entscheidungstext OGH 17.09.1963 8 Ob 215/63
    Veröff: MietSlg 15065
  • 8 Ob 152/66
    Entscheidungstext OGH 07.06.1966 8 Ob 152/66
    Veröff: MietSlg 18144
  • 2 Ob 15/67
    Entscheidungstext OGH 02.02.1967 2 Ob 15/67
    Veröff: MietSlg 19092
  • 5 Ob 22/69
    Entscheidungstext OGH 12.02.1969 5 Ob 22/69
    Veröff: MietSlg 21136
  • 6 Ob 216/69
    Entscheidungstext OGH 24.09.1969 6 Ob 216/69
    nur: Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Miete und Pacht ist die Betriebspflicht. (T2) Veröff: MietSlg 21135
  • 1 Ob 183/69
    Entscheidungstext OGH 16.10.1969 1 Ob 183/69
    Veröff: MietSlg 21138
  • 6 Ob 94/70
    Entscheidungstext OGH 09.09.1970 6 Ob 94/70
    Veröff: MietSlg 22114
  • 1 Ob 276/70
    Entscheidungstext OGH 26.11.1970 1 Ob 276/70
    nur T2; Beisatz: Vermietung eines Gasthauses ohne Betriebspflicht. (T3) Veröff: MietSlg 22113
  • 7 Ob 2/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 7 Ob 2/71
    Veröff: MietSlg 23116
  • 1 Ob 342/71
    Entscheidungstext OGH 02.02.1972 1 Ob 342/71
    Veröff: MietSlg 24129
  • 3 Ob 510/76
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 510/76
    Beisatz: Bestandzins mit Mindestfixum und Prozentsatz des Jahresumsatzes. (T4)
  • 1 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 1 Ob 539/78
    Beisatz: Bäckereibetrieb (T5)
  • 7 Ob 67/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 7 Ob 67/78
    nur T2
  • 1 Ob 551/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 551/79
  • 3 Ob 619/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 619/78
    nur T2
  • 3 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 569/79
  • 1 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 05.06.1980 1 Ob 617/80
    nur T2
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 5 Ob 775/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 775/81
    nur T2
  • 1 Ob 784/81
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 784/81
  • 1 Ob 694/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 694/84
    Beis wie T4; Veröff: SZ 58/8
  • 7 Ob 584/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 584/86
    nur T2; Veröff: RdW 1986,369
  • 1 Ob 626/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 626/86
    nur T2
  • 1 Ob 720/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 720/86
  • 7 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 502/87
    Auch
  • 7 Ob 569/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 7 Ob 569/87
    nur T2
  • 1 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 581/87
    nur T2
  • 1 Ob 626/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 626/87
  • 1 Ob 559/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 559/88
  • 6 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 596/89
    nur T2
  • 8 Ob 636/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 8 Ob 636/89
    Beisatz: Im Allgemeinen wird schon die Vereinbarung einer Betriebspflicht ein wesentliches Kriterium für die Annahme eines Pachtvertrages sein, sofern dies auf einem wirtschaftlichen Interesse des Bestandgebers am Bestehen und der Art des Betriebes beruht. (T6)
  • 5 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 504/90
    Beis wie T6
  • 6 Ob 502/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 502/90
  • 7 Ob 529/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 529/90
    Beis wie T6; Beisatz: Wirtschaftliches Interesse des Bestandgebers an der kontinuierlichen Weiterführung des übergebenen Unternehmens. (T7)
  • 1 Ob 549/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 549/90
    Beis wie T6
  • 8 Ob 556/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 556/90
    Beis wie T6
  • 1 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 508/91
    Beis wie T6
  • 1 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 583/91
    Auch; Beisatz: Eine Betriebspflicht des Bestandnehmers ist vor allem auch dann anzunehmen, wenn dieser nicht nur zum ordnungsgemäßen Betrieb während der Geschäftszeit verpflichtet ist, sondern die Geschäftszeiten vom Bestandgeber festgesetzt werden. (T8)
  • 4 Ob 137/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 137/91
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 64/177 = EvBl 1992/91 S 412 = ÖBl 1992,35 = WBl 1992,168 = ecolex 1992,250 f
  • 7 Ob 531/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 531/92
  • 3 Ob 501/92
    Entscheidungstext OGH 10.06.1992 3 Ob 501/92
    Auch; nur T2; Beis wie T7
  • 1 Ob 584/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1992 1 Ob 584/92
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Betriebspflicht gibt im Regelfall den Ausschlag. (T9)
  • 6 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 608/92
  • 8 Ob 1683/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 1683/93
    nur T2
  • 8 Ob 1687/93
    Entscheidungstext OGH 17.12.1993 8 Ob 1687/93
    Vgl auch; nur T2
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
    Beis wie T7; Beis wie T6
  • 10 Ob 2033/96k
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 637/95
    Auch
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
    Auch; nur T2; Beis wie T6
  • 1 Ob 255/97z
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 255/97z
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 249/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 249/97i
    Beis wie T6; Veröff: SZ 70/184
  • 6 Ob 293/98a
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 293/98a
    Beis wie T6
  • 6 Ob 106/99b
    Entscheidungstext OGH 10.06.1999 6 Ob 106/99b
    nur T2; Beisatz: Für die Annahme eines Pachtvertrages ist auch die Beibehaltung (oder zumindest eine weitgehende Übereinstimmung) des bisherigen Unternehmensgegenstandes von Bedeutung, sichert diese doch die Kontinuität des fortgeführten Geschäftsbetriebes. Eine eigene Gewerbeberechtigung des Bestandnehmers berührt dabei die Unternehmensidentität nicht. (T10)
  • 10 Ob 11/00s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 11/00s
    nur T2; Beis wie T6
  • 7 Ob 270/00g
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 270/00g
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10
  • 10 Ob 188/00w
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 188/00w
    nur T2; Beis ähnlich wie T6
  • 6 Ob 33/02z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 33/02z
    Auch; Beis wie T10
  • 3 Ob 274/02v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 3 Ob 274/02v
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2002/160
  • 6 Ob 36/03t
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 36/03t
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 5/03p
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 Ob 5/03p
    Beis wie T6
  • 7 Ob 179/04f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 179/04f
    Beis wie T6
  • 6 Ob 182/04i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 182/04i
    Beisatz: Aus der Vereinbarung eines umsatzabhängigen Bestandzinses ergibt sich schlüssig die Betriebspflicht (so schon 7 Ob 270/00g). (T11)
  • 3 Ob 253/05k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 253/05k
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Die Vereinbarung einer Betriebspflicht darf nicht überbewertet werden und führt jedenfalls nicht automatisch zur Beurteilung des Vertrags als Pachtvertrag. (T12)
  • 7 Ob 260/07x
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 260/07x
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Trotz Betriebspflicht wurde ein Mietverhältnis angenommen. (T13)
  • 3 Ob 145/08g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 145/08g
    nur T2; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 7 Ob 131/09d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 131/09d
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 141/09t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 141/09t
    Vgl aber; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Ein in Bestand gegebenes im „Edelrohbauzustand" befindliches Geschäftslokal in einem Einkaufszentrum - Mietverhältnis bejaht. (T14)
  • 6 Ob 74/10s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 74/10s
    Vgl aber; Beis wie T13; Beisatz: Bei der Abgrenzung von Geschäftsraummiete und Unternehmenspacht kommt es stets auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. (T15)
  • 3 Ob 208/10z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
    Auch; Beis wie T15
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Vgl auch
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T12; Beisatz: Im Allgemeinen ist die Vereinbarung einer Betriebspflicht das wesentlichste Kriterium für die Qualifikation als Pachtvertrag, sofern das auf einem wirtschaftlichen Interesse des Bestandgebers an der Art des Betriebs und an seinem Bestehen sowie seiner Weiterführung beruht, nicht aber schon dann, wenn eine solche in den Vertrag als Leerformel ohne echtes Substrat aufgenommen wird. (T16)
  • 3 Ob 74/12x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 74/12x
    Auch; Beis wie T1; Auch Beis wie T9; Beis auch wie T16
  • 8 Ob 14/14p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 14/14p
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Flugplatz. (T17)
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Auch; nur T6; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1934:RS0020451

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19341009_OGH0002_0020OB00829_3400000_001

Rechtssatz für 2Ob441/53 3Ob573/56 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020598

Geschäftszahl

2Ob441/53; 3Ob573/56; 4Ob535/92; 8Ob11/04g; 3Ob115/11z; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

30.09.1953

Norm

ABGB §1091 A1

Rechtssatz

Die Betriebspflicht ist nur dann als wesentliches Merkmal für einen Pachtvertrag anzusehen, wenn sie zu dem Zweck statuiert wird, daß der Bestandnehmer durch ordnungsgemäße Fortsetzung der Wirtschaft oder des Betriebes die Bestandsache als solche erhält, damit er sie seinerzeit in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben in der Lage ist (im gegenständlichen Fall wurde die Betriebspflicht nur zur Sicherung des als Umsatzzinses vereinbarten Pachtzinses festgelegt).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 441/53
    Entscheidungstext OGH 30.09.1953 2 Ob 441/53
    Veröff: SZ 26/242
  • 3 Ob 573/56
    Entscheidungstext OGH 21.11.1956 3 Ob 573/56
    Veröff: MietSlg 5140/54
  • 4 Ob 535/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 535/92
    Vgl auch
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
    nur: Die Betriebspflicht ist nur dann als wesentliches Merkmal für einen Pachtvertrag anzusehen, wenn sie zu dem Zweck statuiert wird, daß der Bestandnehmer durch ordnungsgemäße Fortsetzung der Wirtschaft oder des Betriebes die Bestandsache als solche erhält, damit er sie seinerzeit in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben in der Lage ist. (T1)
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0020598

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19530930_OGH0002_0020OB00441_5300000_001

Rechtssatz für 7Ob114/55 7Ob442/57 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020946

Geschäftszahl

7Ob114/55; 7Ob442/57; 6Ob64/64; 7Ob367/65; 8Ob212/67; 7Ob85/75; 6Ob584/77; 3Ob619/77; 2Ob503/81; 3Ob552/83; 3Ob22/84; 6Ob637/88; 3Ob551/90; 3Ob595/90; 6Ob671/94; 7Ob2424/96p; 6Ob157/07t; 6Ob119/08f; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

30.03.1955

Norm

ABGB §1118 A1

Rechtssatz

Da diese Bestimmung nachgiebiges Recht ist, können neben oder an Stelle der in dieser Gesetzesstelle festgelegten Aufhebungsgründe andere das Abstehen vom Vertrage rechtfertigende Gründe vereinbart werden. Bei einem Pachtverhältnis, das den Bestimmungen über den Kündigungsschutz nicht unterliegt, müssen überdies die von den Parteien vereinbarten Auflösungsgründe keineswegs die Bedeutung eines wichtigen Kündigungsgrundes im Sinne der Bestimmungen des Mietengesetzes haben.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 114/55
    Entscheidungstext OGH 30.03.1955 7 Ob 114/55
  • 7 Ob 442/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 7 Ob 442/57
    Beisatz: Da diese Bestimmung nachgiebiges Recht ist, können neben oder an Stelle der in dieser Gesetzesstelle festgelegten Aufhebungsgründe andere das Abstehen vom Vertrage rechtfertigende Gründe vereinbart werden. (T1); Beisatz: Sind derartige Vereinbarungen für den Bestandnehmer günstiger als die Bestimmungen des § 1118 ABGB kann der Bestandgeber nicht mehr auf das Gesetz zurückgreifen, sondern nur nach dem Vertrag vorgehen. (T2)
  • 6 Ob 64/64
    Entscheidungstext OGH 03.06.1964 6 Ob 64/64
    Veröff: MietSlg 16566
  • 7 Ob 367/65
    Entscheidungstext OGH 02.03.1966 7 Ob 367/65
    Veröff: MietSlg 18205
  • 8 Ob 212/67
    Entscheidungstext OGH 01.09.1967 8 Ob 212/67
    nur T1; Veröff: MietSlg 19155
  • 7 Ob 85/75
    Entscheidungstext OGH 16.05.1975 7 Ob 85/75
    nur T1; Veröff: MietSlg 27209
  • 6 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 6 Ob 584/77
    nur: Diese Bestimmung nachgiebiges Recht. (T3) Beis wie T1
  • 3 Ob 619/77
    Entscheidungstext OGH 29.03.1978 3 Ob 619/77
    nur T1
  • 2 Ob 503/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 2 Ob 503/81
    nur T1
  • 3 Ob 552/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 552/83
    nur T1; Beisatz: Diese können für den Bestandgeber günstiger sein, wenn das Bestandverhältnis keinen besonderen Schutzbestimmungen unterliegt. (T4)
  • 3 Ob 22/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 22/84
    nur T1; Beisatz: Auch: Die Aufhebungsgründe sind verzichtbar, und die Folgen der im Gesetz angeführten Auflösungstatbestände können auch anders geregelt werden. (T5)
  • 6 Ob 637/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 637/88
    nur T1
  • 3 Ob 551/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 3 Ob 551/90
    Beisatz: Diese Auflösungsmöglichkeit muss jedoch wegen der weitreichenden Folgen klar vereinbart werden. (T6)
  • 3 Ob 595/90
    Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 595/90
    nur T3; Veröff: WoBl 1991,137
  • 6 Ob 671/94
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 671/94
    nur T3
  • 7 Ob 2424/96p
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2424/96p
    Beis wie T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 157/07t
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 157/07t
    Beis wie T6
  • 6 Ob 119/08f
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 119/08f
    Auch
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0020946

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19550330_OGH0002_0070OB00114_5500000_001

Rechtssatz für 3Ob67/73 1Ob204/73 6Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020398

Geschäftszahl

3Ob67/73; 1Ob204/73; 6Ob552/76; 7Ob512/79; 7Ob67/78; 1Ob551/79; 3Ob569/79; 7Ob745/79; 1Ob617/80; 1Ob598/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 5Ob775/81; 7Ob729/82; 5Ob723/81; 6Ob858/82; 1Ob694/84; 2Ob575/85; 7Ob584/86; 1Ob626/86; 1Ob720/86; 7Ob502/87; 7Ob569/87; 6Ob671/85; 1Ob581/87; 1Ob626/87; 1Ob559/88; 6Ob612/89; 6Ob596/89; 8Ob667/89; 6Ob701/89; 3Ob581/87; 6Ob502/90; 2Ob591/89; 8Ob534/89; 1Ob549/90; 8Ob556/90; 1Ob567/90; 1Ob508/91; 1Ob583/91; 6Ob588/91; 7Ob531/92; 4Ob535/92; 1Ob584/92; 7Ob587/92 (7Ob588/92); 6Ob608/92; 1Ob548/94; 10Ob2033/96k; 3Ob536/95; 1Ob637/95; 6Ob2400/96a; 5Ob2383/96v; 5Ob46/97v; 7Ob141/97d; 1Ob2315/96i; 1Ob255/97z; 4Ob249/97i; 9Ob377/97z; 6Ob293/98a; 10Ob11/00s; 7Ob270/00g; 10Ob188/00w; 9Ob31/02b; 3Ob274/02v; 10Ob5/03p; 10Ob7/03g; 8Ob11/04g; 7Ob87/04a; 3Ob253/05k; 7Ob260/07x; 1Ob25/08w; 3Ob145/08g; 7Ob131/09d; 6Ob141/09t; 6Ob74/10s; 3Ob208/10z; 8Ob18/11x; 5Ob212/10b; 3Ob115/11z; 2Ob133/11i; 3Ob74/12x; 8Ob20/13v; 8Ob14/14p; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

10.04.1973

Norm

ABGB §1091 A1

Rechtssatz

Eine Unternehmenspacht liegt im Allgemeinen vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrages ist. Neben den Räumen muss dem Bestandnehmer vom Bestandgeber auch das beigestellt werden, was wesentlich zum Betrieb des Unternehmens und dessen wirtschaftlichen Fortbestand gehört: Betriebsmittel (Einrichtung und Warenlager), Kundenstock und Gewerbeberechtigung. Dies bedeutet aber nicht, dass im Einzelfall alle diese Merkmale gleichzeitig gegeben sein müssten. Das Fehlen einzelner Betriebsgrundlagen lässt noch nicht darauf schließen, dass Miete und nicht Pacht vorliegt, wenn nur die übrigen Betriebsgrundlagen vom Bestandgeber beigestellt werden und das lebende Unternehmen als rechtliche und wirtschaftliche Einheit fortbesteht (Ehrenzweig 2. Auflage II/1 434, Klang 2. Auflage V 28, MietSlg 23116, EvBl 1972/282).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 67/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 3 Ob 67/73
    Veröff: MietSlg 25112 = HS 8059
  • 1 Ob 204/73
    Entscheidungstext OGH 05.12.1973 1 Ob 204/73
  • 6 Ob 552/76
    Entscheidungstext OGH 25.03.1976 6 Ob 552/76
    nur: Das Fehlen einzelner Betriebsgrundlagen lässt noch nicht darauf schließen, dass Miete und nicht Pacht vorliegt, wenn nur die übrigen Betriebsgrundlagen vom Bestandgeber beigestellt werden und das lebende Unternehmen als rechtliche und wirtschaftliche Einheit fortbesteht. (T1)
  • 7 Ob 512/79
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 7 Ob 512/79
  • 7 Ob 67/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 7 Ob 67/78
  • 1 Ob 551/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 551/79
  • 3 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 569/79
    nur T1
  • 7 Ob 745/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 745/79
  • 1 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 04.06.1980 1 Ob 617/80
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 5 Ob 775/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 775/81
    nur: Eine Unternehmenspacht liegt im allgemeinen vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrages ist. Neben den Räumen muss dem Bestandnehmer vom Bestandgeber auch das beigestellt werden, was wesentlich zum Betrieb des Unternehmens und dessen wirtschaftlichen Fortbestand gehört: Betriebsmittel (Einrichtung und Warenlager), Kundenstock und Gewerbeberechtigung. Dies bedeutet aber nicht, dass im Einzelfall alle diese Merkmale gleichzeitig gegeben sein müssten. (T2)
  • 7 Ob 729/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 729/82
  • 5 Ob 723/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 723/81
    nur: Eine Unternehmenspacht liegt im allgemeinen vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrages ist. Neben den Räumen muss dem Bestandnehmer vom Bestandgeber auch das beigestellt werden, was wesentlich zum Betrieb des Unternehmens und dessen wirtschaftlichen Fortbestand gehört: Betriebsmittel (Einrichtung und Warenlager), Kundenstock und Gewerbeberechtigung. (T3)
  • 6 Ob 858/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 858/82
    nur T2
  • 1 Ob 694/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 694/84
    nur T2; Veröff: SZ 58/8
  • 2 Ob 575/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 2 Ob 575/85
  • 7 Ob 584/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 584/86
    Veröff: RdW 1986,369
  • 1 Ob 626/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 626/86
    nur T3
  • 1 Ob 720/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 720/86
  • 7 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 502/87
    nur T3
  • 7 Ob 569/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 7 Ob 569/87
  • 6 Ob 671/85
    Entscheidungstext OGH 27.08.1987 6 Ob 671/85
    nur T1
  • 1 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 581/87
    nur T2
  • 1 Ob 626/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 626/87
  • 1 Ob 559/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 559/88
  • 6 Ob 612/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 612/89
  • 6 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 596/89
  • 8 Ob 667/89
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 667/89
    Auch
  • 6 Ob 701/89
    Entscheidungstext OGH 16.11.1989 6 Ob 701/89
  • 3 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 27.05.1988 3 Ob 581/87
  • 6 Ob 502/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 502/90
  • 2 Ob 591/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 591/89
  • 8 Ob 534/89
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 8 Ob 534/89
    nur T3
  • 1 Ob 549/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 549/90
    nur T2
  • 8 Ob 556/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 556/90
    nur T3; Beisatz: Ein Unternehmenspachtvertrag liegt vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrages ist, also eine organisierte Erwerbsgelegenheit mit allem was zum Begriff des "good will" gehört, übergeben wird (Würth in Rummel; ABGB, RdZ 2 zu § 1091). (T4)
  • 1 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 21.05.1990 1 Ob 567/90
    Beis wie T4; Veröff: GesRZ 1992,44
  • 1 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 508/91
    Beis wie T4
  • 1 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 583/91
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 588/91
    Entscheidungstext OGH 05.09.1991 6 Ob 588/91
  • 7 Ob 531/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 531/92
  • 4 Ob 535/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 535/92
  • 1 Ob 584/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1992 1 Ob 584/92
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 587/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 587/92
  • 6 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 608/92
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
    nur T2
  • 10 Ob 2033/96k
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Geschäftsraummiete: Es wurde ein Objekt in Bestand gegeben, das vorher lediglich als Wartehäuschen diente und nie einen gewerblichen Betrieb beherbergt hatte. Das Bestandobjekt eignete sich zunächst auch überhaupt nicht für die Einrichtung eines Lebensmittelgeschäftes oder Buffets und musste von der Beklagten erst durch kostspielige Umbau- und Sanierungsarbeiten in einen entsprechenden Zustand gebracht werden. Auch sämtliche Einrichtungsgegenstände mussten von der Beklagten angeschafft werden. Die Klägerin stellte auch keinen Gewerbeschein zur Verfügung, vielmehr war die Gewerbeberechtigung vertragsgemäß vom Bestandnehmer beizubringen. Da es an diesem Standort (Krankenhauseingang) bisher weder ein Lebensmittelgeschäft noch einen Buffetbetrieb gegeben hatte, kann auch nicht von einem "vorhandenen Kundenstock" gesprochen werden, auch wenn sich ein Großteil der künftigen Kunden aus Bediensteten, Patienten und Besuchern des Krankenhauses zusammensetzen wird. (T5)
  • 3 Ob 536/95
    Entscheidungstext OGH 10.09.1996 3 Ob 536/95
    nur T2; nur: Eine Unternehmenspacht liegt im allgemeinen vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrages ist. (T6); Beis wie T4
  • 1 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 637/95
    Auch; nur T3; Beis wie T4
  • 6 Ob 2400/96a
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 6 Ob 2400/96a
    nur T3
  • 5 Ob 2383/96v
    Entscheidungstext OGH 10.12.1996 5 Ob 2383/96v
    Vgl auch; Beisatz: Ein wesentliches Begriffsmerkmal der Unternehmensveräußerung bzw Unternehmensverpachtung ist, dass das vom Erwerber betriebene Unternehmen mit dem des Veräußerers ident ist, es kommt aber immer nur auf die Umstände des Einzelfalls und ihre Gewichtung an, ob Unternehmenspacht oder Geschäftsraummiete anzunehmen ist. (T7)
  • 5 Ob 46/97v
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 5 Ob 46/97v
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Vorliegen deutlicher Indizien für eine Unternehmenspacht, wenn ein lebendes Unternehmen mit einem zwar nicht bedeutsamen, aber doch vorhandenen Kundenstock und der Vereinbarung einer Betriebspflicht übergeben wurde; dass die Betriebspflicht für ein früher vernachlässigtes Gasthaus nur die Erzielung höherer Mietzinseinnahmen verschleiern soll, ist keineswegs zwingend, weil dem Eigentümer eines Hauses an der Erhaltung eines Gaststättenstandortes gelegen sein kann. (T8)
  • 7 Ob 141/97d
    Entscheidungstext OGH 14.05.1997 7 Ob 141/97d
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 255/97z
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 255/97z
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 249/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 249/97i
    Vgl auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/184
  • 9 Ob 377/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 377/97z
    Beisatz: Hier: Im Vordergrund steht vielmehr die Lage des Lokals (in einem Schloss) und der vorhandene Kundenstock. (T9)
  • 6 Ob 293/98a
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 293/98a
    Beis wie T4
  • 10 Ob 11/00s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 11/00s
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 7 Ob 270/00g
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 270/00g
    nur T2; Beis wie T4
  • 10 Ob 188/00w
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 188/00w
    Beis wie T4; Beis wie T7 nur: Ein wesentliches Begriffsmerkmal der Unternehmensverpachtung ist, dass das vom Erwerber betriebene Unternehmen mit dem des Veräußerers ident ist. (T10)
  • 9 Ob 31/02b
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 31/02b
    Vgl auch
  • 3 Ob 274/02v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 3 Ob 274/02v
    Auch; nur T2; Beis wie T4; Veröff: SZ 2002/160
  • 10 Ob 5/03p
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 Ob 5/03p
    Beis wie T4
  • 10 Ob 7/03g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 10 Ob 7/03g
    Vgl auch
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
  • 7 Ob 87/04a
    Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 87/04a
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 253/05k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 253/05k
  • 7 Ob 260/07x
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 260/07x
  • 1 Ob 25/08w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 25/08w
    Vgl auch; Beisatz: Bestandvertrag zum Betrieb einer Tabaktrafik in einem Krankenhaus - Geschäftsraummiete. (T11)
  • 3 Ob 145/08g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 145/08g
  • 7 Ob 131/09d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 131/09d
    Auch
  • 6 Ob 141/09t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 141/09t
    Vgl; Beisatz: Nimmt jemand ein im „Edelrohbauzustand" befindliches Geschäftslokal in einem Einkaufszentrum zu einem nicht umsatzabhängigen Bestandzins in Bestand, das er unter beträchtlichem Aufwand und mit erheblichen Investitionen fertigstellt und bei Beendigung des Bestandverhältnisses wieder in den Zustand zu versetzen haben wird, in dem es sich zum Zeitpunkt der Übergabe befunden hat, und stellt ihm der Bestandgeber auch sonst keine Betriebsmittel wie etwa Einrichtung, Warenlager, Kundenstock oder Gewerbeberechtigung zur Verfügung, ist selbst dann von einem Miet- und nicht von einem Pachtverhältnis auszugehen, wenn die Vertragsparteien die Anwendbarkeit des Mietrechtsgesetzes ausgeschlossen haben, den Bestandnehmer gewisse Gemeinschaftsverpflichtungen wie etwa die Wahrung des Gesamtinteresses des Einkaufszentrums oder die Bezahlung eines Werbekostenbeitrags für Gemeinschaftswerbung treffen und der Bestandgeber dem Bestandnehmer die Infrastruktur des Einkaufszentrums und Kundenparkplätze zur Verfügung stellt. (T12)
  • 6 Ob 74/10s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 74/10s
    Vgl auch; Beis wie T7 nur: Es kommt aber immer nur auf die Umstände des Einzelfalls und ihre Gewichtung an, ob Unternehmenspacht oder Geschäftsraummiete anzunehmen ist. (T13); Beisatz: Die Vereinbarung eines umsatzorientierten Bestandzinses kann für sich allein jedenfalls keine ausschlaggebende Bedeutung haben. (T14)
  • 3 Ob 208/10z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
    Auch; Beis wie T8 nur: Vorliegen deutlicher Indizien für eine Unternehmenspacht, wenn ein lebendes Unternehmen mit einem zwar nicht bedeutsamen, aber doch vorhandenen Kundenstock und der Vereinbarung einer Betriebspflicht übergeben wurde. (T15)
  • 8 Ob 18/11x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 18/11x
    nur T3
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Vgl auch
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
    Auch
  • 2 Ob 133/11i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 133/11i
  • 3 Ob 74/12x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 74/12x
  • 8 Ob 20/13v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 20/13v
    Auch
  • 8 Ob 14/14p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 14/14p
    Auch
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Beis wie T7; Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0020398

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19730410_OGH0002_0030OB00067_7300000_002

Rechtssatz für 3Ob67/73 3Ob581/76 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031183

Geschäftszahl

3Ob67/73; 3Ob581/76; 7Ob591/78; 7Ob512/79; 7Ob67/78; 1Ob551/79; 3Ob610/78; 3Ob569/79; 5Ob602/79; 7Ob745/79; 1Ob617/80; 1Ob598/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 5Ob775/81; 7Ob729/82; 5Ob723/81; 1Ob694/84; 2Ob575/85; 7Ob584/86; 1Ob626/86; 1Ob720/86; 1Ob581/87; 1Ob626/87; 1Ob559/88; 4Ob618/88; 8Ob636/89; 8Ob667/89; 8Ob659/89; 3Ob581/87; 6Ob502/90; 8Ob534/89; 7Ob529/90; 1Ob549/90; 8Ob556/90; 1Ob567/90; 8Ob577/89; 1Ob508/91; 6Ob595/91; 1Ob583/91; 5Ob1079/91; 3Ob1567/91; 3Ob1582/91; 7Ob531/92; 3Ob501/92; 1Ob584/92; 6Ob608/92; 8Ob1683/93; 7Ob595/94; 7Ob506/95; 1Ob548/94; 10Ob2033/96k; 1Ob637/95; 6Ob2400/96a; 7Ob141/97d; 1Ob255/97z; 4Ob249/97i; 9Ob377/97z; 6Ob293/98a; 6Ob106/99b; 10Ob11/00s; 7Ob120/00y; 7Ob270/00g; 10Ob188/00w; 6Ob33/02z; 9Ob31/02b; 3Ob274/02v; 6Ob36/03t; 10Ob5/03p; 10Ob7/03g; 8Ob11/04g; 7Ob87/04a; 7Ob179/04f; 6Ob182/04i; 3Ob324/04z; 7Ob267/05y; 3Ob253/05k; 6Ob123/05i; 7Ob137/06g; 10Ob30/07w; 7Ob260/07x; 6Ob119/08f; 7Ob131/09d; 3Ob208/10z; 8Ob18/11x; 5Ob212/10b; 5Ob76/11d; 3Ob115/11z; 2Ob129/11a; 2Ob133/11i; 3Ob74/12x; 8Ob20/13v; 1Ob177/16k; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

10.04.1973

Norm

ABGB §1091 A1
ZPO §502 Abs1 HI2
ZPO §502 Abs1 HIII4

Rechtssatz

Bei der Unterscheidung zwischen Geschäftslokalmiete und Unternehmenspacht kommt es immer auf die Gesamtheit der Umstände des Einzelfalles an.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 67/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 3 Ob 67/73
    Veröff: HS 8059 = MietSlg 25112
  • 3 Ob 581/76
    Entscheidungstext OGH 29.06.1976 3 Ob 581/76
    Veröff: MietSlg 28121
  • 7 Ob 591/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 7 Ob 591/78
    Beisatz: Allgemeine Regeln lassen sich nicht aufstellen. (T1)
  • 7 Ob 512/79
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 7 Ob 512/79
  • 7 Ob 67/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 7 Ob 67/78
  • 1 Ob 551/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 551/79
  • 3 Ob 610/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 610/78
  • 3 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 569/79
  • 5 Ob 602/79
    Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 602/79
    Beisatz: Inbestandnahme weiterer Räumlichkeiten. (T2)
  • 7 Ob 745/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 745/79
  • 1 Ob 617/80
    Entscheidungstext OGH 04.06.1980 1 Ob 617/80
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 5 Ob 775/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 775/81
  • 7 Ob 729/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 729/82
  • 5 Ob 723/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 723/81
    Beis wie T1
  • 1 Ob 694/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 694/84
    Beis wie T1; Veröff: SZ 58/8 = MietSlg 37125 = MietSlg 37762 = MietSlg 37775(7)
  • 2 Ob 575/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 2 Ob 575/85
    Beis wie T1
  • 7 Ob 584/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 584/86
    Veröff: RdW 1986,369
  • 1 Ob 626/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 626/86
    Beis wie T1
  • 1 Ob 720/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 720/86
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 581/87
  • 1 Ob 626/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 626/87
  • 1 Ob 559/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 559/88
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1989,310
  • 4 Ob 618/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 618/88
    Beis wie T1
  • 8 Ob 636/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 8 Ob 636/89
  • 8 Ob 667/89
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 667/89
  • 8 Ob 659/89
    Entscheidungstext OGH 23.11.1989 8 Ob 659/89
    Beisatz: Hier: Fußpflegesalon in Kurhaus. (T3)
  • 3 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 27.05.1988 3 Ob 581/87
  • 6 Ob 502/90
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 502/90
  • 8 Ob 534/89
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 8 Ob 534/89
  • 7 Ob 529/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 529/90
  • 1 Ob 549/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 549/90
    Beis wie T1
  • 8 Ob 556/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 556/90
  • 1 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 21.05.1990 1 Ob 567/90
    Beis wie T1; Veröff: GesRZ 1992,44
  • 8 Ob 577/89
    Entscheidungstext OGH 27.09.1990 8 Ob 577/89
    Veröff: EvBl 1991,163 (Würth)
  • 1 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 508/91
    Beis wie T1
  • 6 Ob 595/91
    Entscheidungstext OGH 12.09.1991 6 Ob 595/91
  • 1 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 583/91
    Beis wie T1
  • 5 Ob 1079/91
    Entscheidungstext OGH 12.11.1991 5 Ob 1079/91
    Beisatz: Für die Abgrenzung zwischen Geschäftsraummiete und Unternehmenspacht lassen sich keine festen, allgemein anwendbaren Regeln aufstellen, jeweils die Umstände des Einzelfalls geben in ihrer Gesamtheit den Ausschlag. (T4)
  • 3 Ob 1567/91
    Entscheidungstext OGH 13.11.1991 3 Ob 1567/91
  • 3 Ob 1582/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 3 Ob 1582/91
  • 7 Ob 531/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 531/92
  • 3 Ob 501/92
    Entscheidungstext OGH 10.06.1992 3 Ob 501/92
    Beisatz: Dies macht aber deutlich, dass der Lösung der Frage im allgemeinen keine erhebliche Bedeutung im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T5)
  • 1 Ob 584/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1992 1 Ob 584/92
    Beis wie T4
  • 6 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 608/92
  • 8 Ob 1683/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 1683/93
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 595/94
    Entscheidungstext OGH 05.10.1994 7 Ob 595/94
    Beis wie T5
  • 7 Ob 506/95
    Entscheidungstext OGH 18.01.1995 7 Ob 506/95
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
  • 10 Ob 2033/96k
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
    Beis wie T4; Beisatz: Von Grenzfällen abgesehen, ist die rechtliche Qualifikation durch die Parteien bedeutungslos. (T6)
  • 1 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 637/95
  • 6 Ob 2400/96a
    Entscheidungstext OGH 13.02.1996 6 Ob 2400/96a
  • 7 Ob 141/97d
    Entscheidungstext OGH 14.05.1997 7 Ob 141/97d
  • 1 Ob 255/97z
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 255/97z
    Beis wie T4
  • 4 Ob 249/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 249/97i
    Beis wie T1; Veröff: SZ 70/184
  • 9 Ob 377/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 377/97z
  • 6 Ob 293/98a
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 293/98a
    Beis wie T4
  • 6 Ob 106/99b
    Entscheidungstext OGH 10.06.1999 6 Ob 106/99b
    Beisatz: Das wirtschaftliche Interesse des Bestandgebers (hier einer Gebietskörperschaft im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung) an Bestehen und Art des Betriebes unterliegt - genauso wie die Frage, ob die Notwendigkeit von Investitionen des Bestandnehmers eine Unternehmenspacht hindert - der Beurteilung im Einzelfall. Eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO ist nicht zu erkennen. (T7)
  • 10 Ob 11/00s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 11/00s
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Die Notwendigkeit von Investitionen spricht nicht gegen ein Pachtverhältnis, weil ein solches auch dann vorliegen kann, wenn sich das Unternehmen bei Vertragsabschluss in einem sehr schlechten Zustand befindet. (T8)
  • 7 Ob 120/00y
    Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 120/00y
  • 7 Ob 270/00g
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 270/00g
    Beis ähnlich wie T8
  • 10 Ob 188/00w
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 188/00w
    Beis wie T4
  • 6 Ob 33/02z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 33/02z
    Beis wie T5
  • 9 Ob 31/02b
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 31/02b
    Beis wie T5
  • 3 Ob 274/02v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 3 Ob 274/02v
    Veröff: SZ 2002/160
  • 6 Ob 36/03t
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 36/03t
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 10 Ob 5/03p
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 Ob 5/03p
  • 10 Ob 7/03g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 10 Ob 7/03g
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Das wirtschaftliche Interesse des Bestandgebers an Bestehen und Art des Betriebes unterliegt genauso wie die Frage der Rückgabeverpflichtung der Beurteilung im Einzelfall. (T9)
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
    Beis wie T5
  • 7 Ob 87/04a
    Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 87/04a
  • 7 Ob 179/04f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 179/04f
  • 6 Ob 182/04i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 182/04i
  • 3 Ob 324/04z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 324/04z
  • 7 Ob 267/05y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 267/05y
    Beisatz: Die Bezeichnung als „Mietvertrag" (unter Verwendung eines „Standardmietvertrages") schließt die Qualifizierung als Pachtvertrag (auch im Rahmen eines Bestandvertrages in einem Einkaufszentrum) nicht aus. (T10)
  • 3 Ob 253/05k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 253/05k
    Beis wie T10; Beisatz: Jedenfalls können inhaltliche Regelungen in einem Bestandvertrag, die einen Zusammenhang mit dem MRG (früher MG) herstellen, einen wesentlichen Gesichtspunkt für die rechtliche Qualifikation eines Bestandvertrags als Miet- oder Pachtvertrag nach der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls bilden, weil in solchen nicht allein eine Rechtsvorstellung zum Ausdruck gebracht wird, sondern die Rechte und Pflichten der Vertragspartner bestimmt werden, etwa wenn bestimmte Kündigungsgründe nach dem MRG angesprochen werden. (T11); Beisatz: Ausführliche Darstellung von Judikatur und Literatur. (T12)
  • 6 Ob 123/05i
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 123/05i
    Beisatz: Spielhalle im Wiener Prater. (T13)
  • 7 Ob 137/06g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 137/06g
    Beisatz: Restaurantbetrieb im Prater - siehe auch 9 Ob 53/04s (Vorentscheidung dasselbe Objekt betreffend). (T14)
  • 10 Ob 30/07w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 30/07w
  • 7 Ob 260/07x
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 260/07x
    Beisatz: Hier: Wie in der Entscheidung 3 Ob 253/05k steht auch hier die Feststellung im Vordergrund, dass es dem Vertreter der Bestandnehmerin darauf ankam, dass die zwingenden Bestimmungen des MRG (zumindest in der jeweils gültigen Fassung) jetzt und auch in Zukunft Anwendung finden sollten. (T15)
  • 6 Ob 119/08f
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 119/08f
    Beis wie T7
  • 7 Ob 131/09d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 131/09d
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: „traditioneller" Hotelbetrieb. (T16)
  • 3 Ob 208/10z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 Ob 18/11x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 18/11x
    Beis wie T5
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Vgl auch
  • 5 Ob 76/11d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 76/11d
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Auch Beis wie T5
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
  • 2 Ob 129/11a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 129/11a
    Vgl; Beis wie T5
  • 2 Ob 133/11i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 133/11i
  • 3 Ob 74/12x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 74/12x
  • 8 Ob 20/13v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 20/13v
  • 1 Ob 177/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 177/16k
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0031183

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19730410_OGH0002_0030OB00067_7300000_003

Rechtssatz für 7Ob513/77 1Ob598/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020361

Geschäftszahl

7Ob513/77; 1Ob598/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 5Ob775/81; 1Ob694/84; 1Ob581/87; 1Ob626/87; 4Ob618/88; 6Ob596/89; 5Ob504/90 (5Ob505/90); 2Ob591/89; 8Ob577/89; 7Ob531/92; 4Ob535/92; 7Ob587/92 (7Ob588/92); 6Ob608/92; 1Ob548/94; 1Ob2315/96i; 6Ob293/98a; 10Ob188/00w; 1Ob25/08w; 3Ob115/11z; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

17.02.1977

Norm

ABGB §1091 A1
MG §19 Abs2 Z10 C

Rechtssatz

Von einer Betriebspflicht kann nur dann die Rede sein, wenn tatsächlich ein wirtschaftliches Interesse an der Weiterführung des Unternehmens besteht, nicht aber schon dann, wenn eine solche im Vertrag als Leerformel ohne echtes Substrat vereinbart wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 513/77
    Entscheidungstext OGH 17.02.1977 7 Ob 513/77
    Veröff: MietSlg 29334
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
    nur: Von einer Betriebspflicht kann nur dann die Rede sein, wenn tatsächlich ein wirtschaftliches Interesse an der Weiterführung des Unternehmens besteht. (T1
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 5 Ob 775/81
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 775/81
    nur T1
  • 1 Ob 694/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 694/84
    nur T1; Veröff: SZ 58/8 = MietSlg 37125 = MietSlg 37762 = MietSlg 37775(7)
  • 1 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 581/87
  • 1 Ob 626/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 626/87
    nur T1
  • 4 Ob 618/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 618/88
  • 6 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 596/89
  • 5 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 504/90
  • 2 Ob 591/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 591/89
  • 8 Ob 577/89
    Entscheidungstext OGH 27.09.1990 8 Ob 577/89
    Veröff: WoBl 1991,163 (Würth)
  • 7 Ob 531/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 531/92
    nur T1
  • 4 Ob 535/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 535/92
    Auch
  • 7 Ob 587/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 587/92
    nur T1; Beisatz: Hier: Gastbetrieb als China - Restaurant fortgeführt. (T2)
  • 6 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 608/92
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
    Auch
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
    Auch
  • 6 Ob 293/98a
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 293/98a
    Vgl auch; Beisatz: Die Betriebspflicht beruht auf einem wirtschaftlichen Interesse des Bestandgebers, an der Art des Betriebes und an dessen Bestehen. (T3)
  • 10 Ob 188/00w
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 188/00w
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 25/08w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 25/08w
    Vgl auch; Beisatz: Die Vereinbarung einer Betriebspflicht im Rahmen einer Unternehmenspacht dient in erster Linie dazu, zu gewährleisten, dass dem Verpächter bei Beendigung des Pachtverhältnisses ein lebendes und ertragsfähiges Unternehmen zurückgestellt wird. (T4)
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
    Beis wie T4
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0020361

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19770217_OGH0002_0070OB00513_7700000_002

Rechtssatz für 1Ob694/84 1Ob720/86 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020521

Geschäftszahl

1Ob694/84; 1Ob720/86; 7Ob502/87; 1Ob581/87; 1Ob626/87; 1Ob559/88; 4Ob618/88; 6Ob701/89; 8Ob659/89; 2Ob591/89; 1Ob549/90; 1Ob567/90; 1Ob508/91; 1Ob583/91; 7Ob531/92; 4Ob535/92; 1Ob584/92; 7Ob587/92 (7Ob588/92); 6Ob608/92; 8Ob1683/93; 1Ob548/94; 10Ob2033/96k; 1Ob637/95; 1Ob255/97z; 4Ob249/97i; 6Ob293/98a; 6Ob106/99b; 10Ob11/00s; 7Ob270/00g; 10Ob188/00w; 3Ob274/02v; 10Ob5/03p; 10Ob7/03g; 8Ob11/04g; 7Ob87/04a; 8Ob108/04x; 3Ob253/05k; 10Ob30/07w; 7Ob260/07x; 3Ob145/08g; 7Ob131/09d; 6Ob141/09t; 8Ob18/11x; 3Ob115/11z; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

16.01.1985

Norm

ABGB §1091 A1

Rechtssatz

Fehlt es an einzelnen für die Unternehmensüberlassung charakteristischen Merkmalen, so kommt es bei der Abgrenzung zwischen Unternehmenspacht und Geschäftsraummiete darauf an, welchen Umständen die größere wirtschaftliche Bedeutung zukommt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 694/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 694/84
    Veröff: SZ 58/8 = MietSlg 37125 = MietSlg 37762 = MietSlg 37775(7)
  • 1 Ob 720/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 720/86
  • 7 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 502/87
  • 1 Ob 581/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 581/87
  • 1 Ob 626/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 626/87
  • 1 Ob 559/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 559/88
    Veröff: JBl 1989,311
  • 4 Ob 618/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 618/88
  • 6 Ob 701/89
    Entscheidungstext OGH 16.11.1989 6 Ob 701/89
  • 8 Ob 659/89
    Entscheidungstext OGH 23.11.1989 8 Ob 659/89
  • 2 Ob 591/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 591/89
  • 1 Ob 549/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 549/90
  • 1 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 21.05.1990 1 Ob 567/90
    Veröff: GesRZ 1992,44
  • 1 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 508/91
  • 1 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 583/91
  • 7 Ob 531/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 531/92
  • 4 Ob 535/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 535/92
  • 1 Ob 584/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1992 1 Ob 584/92
    Auch
  • 7 Ob 587/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 587/92
  • 6 Ob 608/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 6 Ob 608/92
  • 8 Ob 1683/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 1683/93
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
    Beisatz: Es kann das Warenlager gänzlich fehlen, die Gewerbeberechtigung vom Bestandnehmer selbst zu besorgen oder der Kundenstock nur klein sein. (T1)
  • 10 Ob 2033/96k
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
  • 1 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 637/95
    Auch
  • 1 Ob 255/97z
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 1 Ob 255/97z
    Beis wie T1
  • 4 Ob 249/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 249/97i
    Veröff: SZ 70/184
  • 6 Ob 293/98a
    Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 293/98a
    Beis wie T1
  • 6 Ob 106/99b
    Entscheidungstext OGH 10.06.1999 6 Ob 106/99b
  • 10 Ob 11/00s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 11/00s
    Beis wie T1
  • 7 Ob 270/00g
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 270/00g
    Beis wie T1
  • 10 Ob 188/00w
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 188/00w
  • 3 Ob 274/02v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 3 Ob 274/02v
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2002/160
  • 10 Ob 5/03p
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 Ob 5/03p
    Beis wie T1
  • 10 Ob 7/03g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 10 Ob 7/03g
    Auch; Beisatz: (Fehlende Rückstellungsverpflichtung hier nicht ausschlaggebend). (T2)
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
  • 7 Ob 87/04a
    Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 87/04a
  • 8 Ob 108/04x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2005 8 Ob 108/04x
  • 3 Ob 253/05k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 253/05k
    nur: Es kommt bei der Abgrenzung zwischen Unternehmenspacht und Geschäftsraummiete darauf an, welchen Umständen die größere wirtschaftliche Bedeutung zukommt. (T3)
  • 10 Ob 30/07w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 30/07w
    Auch
  • 7 Ob 260/07x
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 260/07x
    nur T3
  • 3 Ob 145/08g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 145/08g
  • 7 Ob 131/09d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 131/09d
  • 6 Ob 141/09t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 141/09t
    Vgl aber; nur T3; Beisatz: Das Interesse der Klägerin an einem entsprechenden Branchenmix im Einkaufszentrum ist allein für sich nicht ausschlaggebend. (T4)
  • 8 Ob 18/11x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 18/11x
  • 3 Ob 115/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 115/11z
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0020521

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19850116_OGH0002_0010OB00694_8400000_002

Rechtssatz für 4Ob37/95 4Ob1043/95 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0075861

Geschäftszahl

4Ob37/95; 4Ob1043/95; 4Ob74/95; 4Ob2100/96v; 4Ob2206/96g; 4Ob2252/96x; 5Ob160/97h; 4Ob2386/96b; 4Ob168/97b; 5Ob229/97f; 4Ob2391/96p; 10ObS220/97v; 10ObS294/97a; 1Ob354/97h; 10ObS188/98i; 10ObS182/98p; 10ObS149/98d; 10ObS181/98k; 10Ob402/97h; 1Ob111/98z; 4Ob206/99v; 9ObA150/99w; 4Ob272/99z; 10ObS369/99h; 1Ob126/02i; 10ObS321/00d; 11Os23/04; Bkv8/05; 2Ob256/08y; 1Ob158/09f; 4Ob154/10s; 2Ob158/12t; 10ObS96/14m; 5Ob224/14y; 5Ob18/15f; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

09.05.1995

Norm

AEUV Lissabon Art267
EWGV Art177
EG Amsterdam Art234
EGV Maastricht Art177

Rechtssatz

Eine Pflicht, eine Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofes nach Art 177 EWGV einzuholen, besteht dann nicht, wenn die richtige Anwendung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass keinerlei Raum für einen vernünftigen Zweifel bleibt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 37/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 37/95
    Veröff: SZ 68/89
  • 4 Ob 1043/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 1043/95
  • 4 Ob 74/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 74/95
  • 4 Ob 2100/96v
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2100/96v
  • 4 Ob 2206/96g
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2206/96g
  • 4 Ob 2252/96x
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2252/96x
    Beisatz: Vom Vorliegen dieser Voraussetzung dürfen die Gerichte insbesondere dann nicht ausgehen, wenn ihnen bekannt ist, dass die Gerichte der übrigen Mitgliedstaaten die Vorschrift unterschiedlich auslegen. (T1)
  • 5 Ob 160/97h
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 5 Ob 160/97h
  • 4 Ob 2386/96b
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2386/96b
    Beisatz: Von der Vorlage kann aber nicht schon dann abgesehen werden, wenn die Frage Gegenstand eines anhängigen Vorabentscheidungsverfahrens ist. In einem solchen Fall ist - allenfalls unter Hinweis auf das bereits anhängige Verfahren - ein weiteres Vorabentscheidungsersuchen zu stellen. (T2)
  • 4 Ob 168/97b
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 168/97b
    Beis wie T1
  • 5 Ob 229/97f
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 5 Ob 229/97f
    Auch
  • 4 Ob 2391/96p
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2391/96p
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 70/1
  • 10 ObS 220/97v
    Entscheidungstext OGH 19.08.1997 10 ObS 220/97v
    Vgl; Beisatz: Der Europäische Gerichtshof kann nur um die Beurteilung einer einzelfallbezogenen Rechtsfrage ersucht werden, nicht jedoch um eine ausschließlich dem Tatsachenbereich zuzuordnende Frage. (T3)
  • 10 ObS 294/97a
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 10 ObS 294/97a
    Vgl auch; Beisatz: Der Zweck des Vorabentscheidungsverfahrens besteht in der Wahrung der gemeinschaftsrechtlichen Ordnung der Mitgliedsstaaten. Die Zulässigkeit eines Vorabentscheidungsersuchens ist nur gegeben, wenn es sich um eine vorlagefähige Frage aus dem Gemeinschaftsrecht handelt. Fragen der Vereinbarkeit innerstaatlichen Rechts mit Gemeinschaftsrecht begründen ebenso wie die Auslegung nationalen Rechts die Unzulässigkeit des Ersuchens. (T4)
  • 1 Ob 354/97h
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 354/97h
    Auch; Beisatz: Auch wenn die klärungsbedürftige Frage bereits in einem anderen, gleichgelagerten Fall Gegenstand einer Vorabentscheidung war, kann von einer Vorlage abgesehen werden. Eine Vorlage darf jedoch nicht unterbleiben, wenn jene Frage erst Gegenstand eines anhängigen Vorabentscheidungsverfahrens ist. Dann ist ein weiteres Vorabentscheidungsersuchen zu stellen. (T5)
    Beisatz: Zur Vorlage einer Auslegungs- oder Gültigkeitsfrage an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften sind alle Gerichte der Mitgliedstaaten berechtigt. Gerichte letzter Instanz sind dazu verpflichtet. (T6) Veröff: SZ 70/262
  • 10 ObS 188/98i
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 188/98i
    Vgl; Beis gegenteilig wie T2 und T5; Beisatz: Wenn dieselben Erwägungen betreffend Auslegungszweifel gemeinschaftsrelevanter Vorschriften auch für die vorliegende Rechtssache gelten, ist es zweckmäßig und geboten, mit der Entscheidung bis zu jener des Europäischen Gerichtshofes über das bereits gestellte Vorabentscheidungsersuchen zuzuwarten und das gegenständliche Revisionsverfahren zu unterbrechen. (T7)
    Beisatz: Hier: Oberster Gerichtshof stellt kein weiteres Vorabentscheidungsersuchen. (T8)
  • 10 ObS 182/98p
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 182/98p
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 10 ObS 149/98d
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 149/98d
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 10 ObS 181/98k
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 181/98k
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 10 Ob 402/97h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 10 Ob 402/97h
  • 1 Ob 111/98z
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 111/98z
  • 4 Ob 206/99v
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 206/99v
    Auch
  • 9 ObA 150/99w
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 ObA 150/99w
  • 4 Ob 272/99z
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 272/99z
    Auch
  • 10 ObS 369/99h
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 10 ObS 369/99h
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 1 Ob 126/02i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 126/02i
  • 10 ObS 321/00d
    Entscheidungstext OGH 23.07.2002 10 ObS 321/00d
    Auch
  • 11 Os 23/04
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 23/04
    Vgl; Beis wie T6 nur: Zur Vorlage einer Auslegungs- oder Gültigkeitsfrage an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften sind alle Gerichte der Mitgliedstaaten berechtigt. (T9)
    Beis wie T4 nur: Fragen der Vereinbarkeit innerstaatlichen Rechts mit Gemeinschaftsrecht begründen die Unzulässigkeit des Ersuchens. (T10)
  • Bkv 8/05
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 Bkv 8/05
    Beisatz: Die Vorlagepflicht entfällt auch dann, wenn die gemeinschaftsrechtliche Auslegungsfrage nicht entscheidungserheblich ist. (T11)
  • 2 Ob 256/08y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 256/08y
    Veröff: SZ 2009/72
  • 1 Ob 158/09f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 158/09f
    Veröff: SZ 2009/117
  • 4 Ob 154/10s
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 154/10s
    Vgl auch
  • 2 Ob 158/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 158/12t
    Auch
  • 10 ObS 96/14m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 96/14m
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 224/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 224/14y
  • 5 Ob 18/15f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 18/15f
    Auch
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Vgl; Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0075861

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19950509_OGH0002_0040OB00037_9500000_002

Rechtssatz für 10ObS118/95 10ObS263/98v...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053317

Geschäftszahl

10ObS118/95; 10ObS263/98v; 10ObS155/02w; 1Ob241/05f; 9Ob22/06k; 9ObA9/08a; 1Ob208/07f; 9ObA59/08d; 9Ob71/09w; 5Ob211/09d; 7Ob185/09w; 2Ob35/10a; 4Ob115/10f; 9ObA8/11h; 10ObS60/11p; 1Ob221/11y; 10ObS59/13v; 6Ob102/13p; 6Ob177/13t; 4Ob13/14m; 1Ob25/14d; 8ObA68/14d; 4Ob148/14i; 1Ob4/15t; 7Ob52/15w; 1Ob58/15h; 7Ob31/15g; 10ObS47/15g; 1Ob85/15d; 6Ob97/15f; 9ObA102/15p; 1Ob200/15s; 7Ob74/16g; 9ObA41/16v; 1Ob69/16b; 4Ob256/16z; 3Ob204/16w; 3Ob220/16y; 8Ob6/17s; 7Ob7/17f; 2Ob99/16x; 9ObA97/17f; 1Ob156/17y; 1Ob95/17b; 4Ob20/18x; 1Ob24/18p; 1Ob48/18t; 9ObA65/18a; 1Ob120/18f; 8Ob38/19z; 7Ob246/18d; 4Ob91/19i; 8ObA43/19k; 8ObA54/19b

Entscheidungsdatum

05.07.1995

Norm

ASGG §87 Abs1
ZPO §503 Z4 E4b

Rechtssatz

Die Feststellungsgrundlage ist nur dann mangelhaft, wenn Tatsachen fehlen, die für die rechtliche Beurteilung wesentlich sind und dies Umstände betrifft, die nach dem Vorbringen der Parteien und den Ergebnissen des Verfahrens zu prüfen waren.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 118/95
    Entscheidungstext OGH 05.07.1995 10 ObS 118/95
  • 10 ObS 263/98v
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 10 ObS 263/98v
    Vgl auch; Beisatz: Wenn zu einem bestimmten Thema Tatsachenfeststellungen getroffen wurden, mögen diese auch von den Vorstellungen des Rechtsmittelwerbers abweichen, können diesbezüglich auch keine rechtlichen Feststellungsmängel erfolgreich geltend gemacht werden (9 ObA 136/98k). (T1)
  • 10 ObS 155/02w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 10 ObS 155/02w
  • 1 Ob 241/05f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 241/05f
    Vgl; Beisatz: Feststellungsmängel setzen voraus, dass bereits im Verfahren erster Instanz ein entsprechendes Tatsachenvorbringen erstattet wurde. (T2)
  • 9 Ob 22/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 22/06k
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 208/07f
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 208/07f
    Vgl auch
  • 9 ObA 59/08d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 59/08d
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 71/09w
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 71/09w
  • 5 Ob 211/09d
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 211/09d
    Vgl; Beis wie T2
  • 7 Ob 185/09w
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 185/09w
  • 2 Ob 35/10a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 2 Ob 35/10a
    Auch; Vgl Beis wie T1; Beisatz: Werden aber zu einem bestimmten Thema (positive oder negative) Feststellungen getroffen, so ist es ein Akt der Beweiswürdigung, wenn die vom Rechtsmittelwerber gewünschten (abweichenden) Feststellungen nicht getroffen werden. (T3)
  • 4 Ob 115/10f
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 115/10f
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 8/11h
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 ObA 8/11h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 60/11p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 ObS 60/11p
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 221/11y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 221/11y
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 59/13v
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 59/13v
    Auch
  • 6 Ob 102/13p
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 102/13p
    Vgl; Beis wie T3
  • 6 Ob 177/13t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2013 6 Ob 177/13t
    Beis wie T3
  • 4 Ob 13/14m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 13/14m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 25/14d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 25/14d
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 68/14d
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 8 ObA 68/14d
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 148/14i
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 148/14i
  • 1 Ob 4/15t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 4/15t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 52/15w
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 52/15w
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 58/15h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 58/15h
    Vgl
  • 7 Ob 31/15g
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 31/15g
    Auch
  • 10 ObS 47/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 ObS 47/15g
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 85/15d
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 85/15d
    Auch
  • 6 Ob 97/15f
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 6 Ob 97/15f
    Vgl; Beis wie T1
  • 9 ObA 102/15p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 102/15p
    Auch
  • 1 Ob 200/15s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 200/15s
    Vgl
  • 7 Ob 74/16g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 74/16g
    Auch
  • 9 ObA 41/16v
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 41/16v
  • 1 Ob 69/16b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 69/16b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 256/16z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2017 4 Ob 256/16z
    Auch
  • 3 Ob 204/16w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 204/16w
    Vgl auch
  • 3 Ob 220/16y
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 220/16y
    Beis wie T1
  • 8 Ob 6/17s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 Ob 6/17s
    Auch; Beisatz: Sekundäre Feststellungsmängel kommen nur im Rahmen des Tatsachenvorbringens der jeweiligen Partei in Betracht. Ein sekundärer Feststellungsmangel ist daher nur dann denkbar, wenn die verfahrensrelevante Feststellung von einem ausreichend konkreten Tatsachenvorbringen der Partei erfasst ist. (T4)
  • 7 Ob 7/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 7/17f
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 99/16x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 99/16x
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2017/53
  • 9 ObA 97/17f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 97/17f
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 156/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 1 Ob 156/17y
    Vgl
  • 1 Ob 95/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 95/17b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 20/18x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 20/18x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 48/18t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 48/18t
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 65/18a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 65/18a
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 1 Ob 120/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 120/18f
    Auch; Beisatz: Sekundäre Feststellungsmängel liegen nur dann vor, wenn entscheidungserhebliche Tatsachen nicht festgestellt wurden. (T5); Beis wie T1
  • 8 Ob 38/19z
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 38/19z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 246/18d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 246/18d
    Beis wie T1
  • 4 Ob 91/19i
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 91/19i
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 8 ObA 43/19k
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 ObA 43/19k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 8 ObA 54/19b
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 ObA 54/19b
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0053317

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19950705_OGH0002_010OBS00118_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob354/97h 1Ob126/02i 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109025

Geschäftszahl

1Ob354/97h; 1Ob126/02i; 5Ob234/11i; 1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

15.12.1997

Norm

AEUV Lissabon Art267
EWGV Art177
EGV Maastricht Art177
EG Amsterdam Art234

Rechtssatz

Jedes Vorabentscheidungsersuchen voraus, daß die Vorlagefrage für die Entscheidung im Anlaßverfahren überhaupt präjudiziell ist. An einer solchen Präjudizialität mangelt es etwa dann, wenn die Abweisung des Klagebegehrens bereits durch Regelungen des inländischen Prozeßrechts geboten ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 354/97h
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 354/97h
    Veröff: SZ 70/262
  • 1 Ob 126/02i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 126/02i
    Auch; Beisatz: Die Vorlage zur Lösung einer gemeinschaftsrechtlichen Frage zu unterbleiben, wenn die aufgeworfene Frage nicht entscheidungswesentlich ist. (T1)
  • 5 Ob 234/11i
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 234/11i
    Vgl auch
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109025

Im RIS seit

14.01.1998

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19971215_OGH0002_0010OB00354_97H0000_002

Rechtssatz für 6Ob242/98a 1Ob33/00k 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110743

Geschäftszahl

6Ob242/98a; 1Ob33/00k; 4Ob199/00v; 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 8Ob60/05i; 3Ob242/05t; 7Ob236/05i; 3Ob211/05h; 3Ob49/06m; 1Ob13/07d; 2Ob50/08d; 9Ob53/08x; 9Ob70/10z; 7Ob200/10b; 3Ob38/11a; 9Ob34/10f; 3Ob65/11x; 3Ob186/11s; 2Ob9/12f; 1Ob180/12w; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 6Ob138/13g; 2Ob238/13h; 2Ob22/14w; 8Ob28/15y; 8Ob53/15z; 18OCg2/15s; 7Ob142/15f; 3Ob208/15g; 18OCg3/15p; 18OCg2/16t; 18OCg6/16f; 3Ob10/17t; 1Ob24/18p; 18OCg2/18w; 7Ob145/18a; 3Ob153/18y; 3Ob249/18s; 3Ob251/18k; 2Ob170/18s; 4Ob230/18d; 18OCg1/19z

Entscheidungsdatum

24.09.1998

Norm

EuGVVO 2012 Art 45 Abs1 lita
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art34 Nr1
IPRG §6
Vollstreckungsvertrag Österreich - Jugoslawien betr Schiedssprüche und Schiedsvergleiche Art2 lite
UN-Übk über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche ArtV Abs2 litb
ZPO §595 Abs1 Z6
ZPO §611 Abs2 Z5

Rechtssatz

Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 242/98a
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 242/98a
  • 1 Ob 33/00k
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 33/00k
    Auch; Beisatz: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre (§ 6 IPRG). Schutzobjekt sind primär die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung und nicht subjektive Rechtspositionen von Inländern. (T1)
    Beisatz: Hier: Heilung der (Formunwirksamkeit) Unwirksamkeit der Anerkenntniserklärung durch Zeitablauf nach deutschen BGB. (T2)
  • 4 Ob 199/00v
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 199/00v
    Auch; nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht. (T3) Veröff: SZ 73/142
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur: Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T4)
    Veröff: SZ 2002/89
  • 3 Ob 221/04b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T5)
    Beisatz: Als vom ordre public erfasste Grundwertungen werden vor allem die tragenden Grundsätze der Bundesverfassung, aber auch des Strafrechts, des Privatrechts und des Prozessrechts verstanden werden müssen, wobei für die Vereinbarkeit nicht der Weg oder die Begründung, sondern das Ergebnis des Schiedsspruchs maßgeblich ist. (T6)
    Beisatz: Nicht ausreichend ist es, dass das Recht oder Rechtsverhältnis selbst dem ordre public widerspricht, es muss auch die Durchsetzung für die inländische Rechtsordnung untragbar sein. (T7)
    Veröff: SZ 2005/9
  • 8 Ob 60/05i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 60/05i
  • 3 Ob 242/05t
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 242/05t
    nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T8)
  • 7 Ob 236/05i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 236/05i
    nur T5
  • 3 Ob 211/05h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 211/05h
    nur T5; Veröff: SZ 2006/65
  • 3 Ob 49/06m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 49/06m
    Auch; nur T5; Beis wie T1 nur: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden wäre, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre. (T9)
  • 1 Ob 13/07d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 1 Ob 13/07d
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 50/08d
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 50/08d
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert. (T10)
  • 9 Ob 53/08x
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 53/08x
    Auch; Beisatz: Die „Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung" (ordre public) sind als Aufhebungsgrund äußerst sparsam einzusetzen: (T11)
    Beisatz: Hier: Aufhebung eines Schiedsspruchs nach § 595 Abs 1 Z 6 ZPO. (T12)
  • 9 Ob 70/10z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 70/10z
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T13)
    Beisatz: Die Unmöglichkeit der Adoption eines ausländischen Erwachsenen verstößt nicht schon per se gegen den ordre public. (T14)
  • 7 Ob 200/10b
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 200/10b
    Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist von der Anwendung der ordre‑public‑Klausel sparsamster Gebrauch zu machen, weil sie eine systemwidrige Ausnahme darstellt. Eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebenso wenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T15)
  • 3 Ob 38/11a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 38/11a
  • 9 Ob 34/10f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 34/10f
  • 3 Ob 65/11x
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 65/11x
    Auch; Veröff: SZ 2011/106
  • 3 Ob 186/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 186/11s
    Auch; Beisatz: Worin diese ausreichende Inlandsbeziehung liegt, kann nur im Einzelfall bestimmt werden. Anhaltspunkte sind etwa gewöhnlicher Aufenthalt, Geburt oder Eheschließung im Inland, oder die österreichische Staatsangehörigkeit. Je stärker die Inlandsbeziehung, desto weniger werden befremdliche Ergebnisse der Anwendung ausländischen Rechts hingenommen, und umgekehrt. (T16)
    Veröff: SZ 2011/124
  • 2 Ob 9/12f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 9/12f
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 180/12w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 180/12w
    Auch
  • 2 Ob 206/12a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 206/12a
    Vgl auch; nur T5
  • 9 Ob 27/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 27/12d
    nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Überschreitung der Prüfkompetenz durch das Berufungsgericht. (T17)
  • 6 Ob 138/13g
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 138/13g
  • 2 Ob 238/13h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 238/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Anerkennung eines kenianischen Gerichtsbeschlusses betreffend Vaterschaftsanerkenntnis; kein Widerspruch zu ordre public (§ 6 IPRG). (T18)
    Veröff: SZ 2014/122
  • 2 Ob 22/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 22/14w
    Vgl; Beisatz: Maßgebend ist das Ergebnis des Schiedsspruchs und nicht seine Begründung. (T19)
  • 8 Ob 28/15y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 28/15y
    Auch; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist eine besondere Ausprägung des verfahrensrechtlichen ordre public. (T20)
  • 8 Ob 53/15z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 53/15z
    Auch; Beis wie T14
  • 18 OCg 2/15s
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 18 OCg 2/15s
    Auch
  • 7 Ob 142/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 142/15f
  • 3 Ob 208/15g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 208/15g
    Auch
  • 18 OCg 3/15p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 18 OCg 3/15p
    Auch; Beisatz: Aufhebungsgrund des § 611 Abs 2 Z 2 ZPO nur verwirklicht, wenn Gehörverletzung im staatlichen Verfahren mit Nichtigkeit zu ahnden wäre oder wenn der Gehörentzug einem Nichtigkeitsgrund wertungsmäßig zumindest nahekommt. (T21)
  • 18 OCg 2/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 18 OCg 2/16t
    Auch
  • 18 OCg 6/16f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 18 OCg 6/16f
    Auch
  • 3 Ob 10/17t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 10/17t
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
  • 18 OCg 2/18w
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 18 OCg 2/18w
    Auch
  • 7 Ob 145/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 145/18a
  • 3 Ob 153/18y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 153/18y
    Auch
  • 3 Ob 249/18s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 249/18s
    Beisatz: Hier: Unterschiedliche Publizitätsvorschriften bei Sicherungseigentum. (T22)
  • 3 Ob 251/18k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 3 Ob 251/18k
    Auch; Beisatz: Es besteht auch keine Bindung, wenn ein Gericht eines anderen Mitgliedsstaats das Vorliegen eines ordre public-Verstoßes bejaht oder verneint hat. (T23)
    Beisatz: Zu bejahen wäre ein Verstoß gegen den ordre public also nur dann, wenn die Verfahrensrechte einer Partei in unerträglicher Weise beschnitten worden sind. Dafür ist stets das ausländische Verfahren als Ganzes und anhand sämtlicher Umstände zu beurteilen. (T24)
  • 2 Ob 170/18s
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 170/18s
    nur T3
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T25)
    Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T26)
  • 18 OCg 1/19z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 18 OCg 1/19z
    Auch; nur T5; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110743

Im RIS seit

24.10.1998

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19980924_OGH0002_0060OB00242_98A0000_001

Rechtssatz für 1Ob24/18p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132101

Geschäftszahl

1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

21.03.2018

Norm

EuInsVO 2015 Art33
EuInsVO 32000R1346 Art26
IPRG §6

Rechtssatz

Eine Bestimmung, wonach im Fall der Insolvenz des Bestandgebers beide Parteien vom Vertrag über eine Betriebspacht zurücktreten können, wenn sie an die andere Partei eine angemessene Entschädigung zahlen, verstößt nicht gegen den österreichischen ordre public.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
    Beisatz: Hier: Art 79 des italienischen Konkursgesetzes (Legge Fallimentare). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132101

Im RIS seit

31.07.2018

Zuletzt aktualisiert am

31.07.2018

Dokumentnummer

JJR_20180321_OGH0002_0010OB00024_18P0000_001

Entscheidungstext 1Ob24/18p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZfRV‑LS 2018/28 (Ofner) = Maderbacher, ZIK 2018/163 S 130 - Maderbacher, ZIK 2018,130 = ZIK 2018/201 S 158 - ZIK 2018,158 = ÖBA 2018,666/2504 - ÖBA 2018/2504 = ecolex 2018/443 S 997 - ecolex 2018,997 = EvBl 2018/148 S 1018 (Trenker) - EvBl 2018,1018 (Trenker) = IPRax 2019,437/43 - IPRax 2019/43 = Schneider, IPRax 2019,446 = wobl 2019,404/98 - wobl 2019/98

Geschäftszahl

1Ob24/18p

Entscheidungsdatum

21.03.2018

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Mag. Wurzer, Mag. Dr. Wurdinger und die Hofrätin Dr. Hofer-Zeni-Rennhofer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Josef-Michael Danler, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen die beklagte Partei Dott. P***** B*****, Italien, als Masseverwalter im Konkursverfahren über das Vermögen der D***** S.R.L., Konkurs Nr ***** des Tribunale ordinario Treviso, vertreten durch Mag. Martin Corazza, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 14. November 2017, GZ 1 R 208/17w-19, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts Innsbruck vom 19. Juli 2017, GZ 17 C 351/16b-15, abgeändert wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 2.423,70 EUR (darin enthalten 403,95 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Gegenstand des Verfahrens ist die (außerordentliche) Kündigung des zwischen der italienischen Schuldnerin, über die mit Beschluss des Tribunale ordinario (Landesgerichts) Treviso vom 16. 3. 2016 in Italien ein Konkursverfahren eröffnet, für das der Beklagte zum Insolvenzverwalter bestellt wurde, und der österreichischen Klägerin als Bestandnehmerin abgeschlossenen Bestandvertrags. Die Parteien vereinbarten die Anwendung österreichischen Rechts.

Die Schuldnerin ist Eigentümerin einer Liegenschaft in Tirol, auf der sich zwei Hotelkomplexe – und im Untergeschoss des einen Hotels ein Handelsbetrieb mit eigenem Eingang – befinden. Die Gebäude bestehen aus Kellergeschoss, Erdgeschoss, drei Obergeschossen und Dachgeschoss und haben inklusive des Kellergeschosses eine Gesamtnutzfläche von ca 2.050 m² und eine Baumasse von ca 7.350 m³. Seit jeher wurde die Liegenschaft zur Führung zweier Hotelbetriebe mit den Bezeichnungen „Hotel T*****“ und „Hotel A*****“ genutzt und verwendet, dies auch unmittelbar vor Inbestandnahme durch die Klägerin.

Die Schuldnerin, deren Geschäftszweig die Führung und Verpachtung von Hotels und Hotelbetrieben bzw die Vermietung von eigenen Geschäftszweigen umfasste, und die Klägerin als Bestandnehmerin schlossen am 30. 6. 2014 einen schriftlichen Bestandvertrag, worin sie einleitend festhielten, dass die Schuldnerin Eigentümerin der Liegenschaft samt Einrichtungen sei; ebenso dass die Immobilien mit diversen Einrichtungen ausgestattet seien, wie verschiedene Anlagen, Verzierungen (Ornamente), Böden, Einrichtungsgegenstände sowie Zubehör. Dabei verwiesen sie weiter auf die für die Ausübung der Beherbergungstätigkeit erforderlichen „Verwaltungsermächtigungen“ und hielten fest, dass die Verpachtung der gesamten Unternehmensobjekte unter den nachfolgenden Detailvereinbarungen und Bedingungen erfolgt.

Gegenstand des Bestandvertrags bilden die beiden Hotelbetriebe sowie weiters der im Untergeschoss des einen Hauses liegende Handelsbetrieb. Die „Verwaltungsermächtigungen“, die für die Beherbergungstätigkeit als Ganzes erforderlich sind, seien Vertragsgegenstände, weiters die gesamten Einrichtungen und Ausstattungen sowie die vorhandenen Anlagen und Inventargegenstände. Nach den Vertragsbedingungen darf keinerlei den „Verwaltungsermächtigungen“ widersprechende geschäftliche Tätigkeit ausgeübt werden und es bildet die Nichtbeachtung dieser Verpflichtung durch den Pächter einen schwerwiegenden Verstoß, der zur sofortigen Vertragsauflösung führt. Zu der notwendigen behördlichen Bewilligung führten die Parteien spezifizierend aus, dass dem Verpächter die ausschließliche Pflicht obliege, dem Pächter die Einsetzung in die Hoteltätigkeit zu ermöglichen, sollten jedoch zusätzliche Genehmigungen für den erforderlichen Vertragszweck notwendig werden, treffe die diesbezügliche Pflicht den Pächter. Das Vertragsverhältnis begann mit 1. 11. 2014 und wurde ursprünglich auf die Dauer eines Jahres abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Unterfertigung des Bestandvertrags bestätigten die Parteien, dass der dem Vertrag zugrundeliegende Unternehmenszweig damals (und zwar bis 30. 9. 2014) an einen anderen Betreiber verpachtet war. „Spezifizierend“ hielten sie noch fest, dass die Geschäftsbetriebe in dem faktischen und rechtlichen Zustand in Bestand gegeben werden, „wie sie liegen und stehen, frei von jeglichen aktiven und passiven Verbindlichkeiten, einschließlich jener gegenüber Angestellten bzw Verbindlichkeiten aus Steuern und Beiträgen, ausgenommen jedoch solche, die nach der Geltung des gegenständlichen Vertrags entstehen“. In der allgemeinen Beschreibung des Bestandobjekts heißt es, dass die Räumlichkeiten im Dachgeschoss mit selbständiger Einheit an der Rückseite des einen Hotels (derzeit in Umbauphase als Kleinappartement) vom Pachtverhältnis ausgenommen blieben.

Die Vertragsteile legten dem Bestandvertrag noch folgende wesentliche Bedingungen zugrunde:

Artikel 5. Rückgabe des Unternehmenszweiges und Vertragsstrafe für die fehlende Überlassung.

Zum Zeitpunkt der Beendigung – wie auch immer diese eingetreten ist – des vorliegenden Vertrages verpflichtet sich der Pächter die Räumlichkeiten, Ausstattungen und Anlagen in gutem Gebrauchszustand, abgesehen von der normalen Abnützung, zurückzugeben und den Betrag für die in seine Zuständigkeit fallenden Reparaturen zu bezahlen. …

Artikel 6. Pachtzins und Bezahlung.

6.1. Der Pachtzins des gegenständlichen Unternehmenszweiges für das erste Jahr wird mit € 120.000 festgelegt, zuzüglich zu den gesetzlichen Steuern.

6.2. Besagter Pachtzins ist in vorgezogenen monatlichen Raten von € 10.000 (…) festgelegt, zuzüglich zu den gesetzlichen Steuern, zu zahlen und zwar jede mit Beginn ab Unterzeichnung des vorliegenden Vertrages.

Obwohl der Pachtvertrag des Unternehmenszweiges mit dem 1. November 2014 beginnt, verstehen sich sämtliche vor diesem Datum erfolgte Zahlungen als Anzahlungen auf den Pachtzins für das vereinbarte Vertragsjahr in Höhe von € 120.000 (...), zuzüglich der gesetzlichen Steuern.

...

Artikel 8. Betriebsvermögen.

Die Parteien erklären übereinstimmend, dass der Unternehmenszweig aus sämtlichen Elementen besteht, die das Betriebsvermögen bilden, und zwar aus den Räumlichkeiten, in denen die Tätigkeit ausgeübt wird, aus den Verzierungen/Ornamenten und aus den Ausstattungen, die im Güterinventar, welches von den Parteien in einer gesonderten Urkunde unterzeichnet worden ist, aufgelistet sind. …

Artikel 9. Führung des Unternehmenszweiges. Der Pächter verpflichtet sich, den Unternehmenszweig ohne Änderung der aktuellen Bestimmung und unter Beibehaltung der Effizienz der Organisation und der Ausstattungen zu führen …

Artikel 10. Zustimmung des Verpächters für Änderungen, Verbesserungen oder Umwandlungen der Güter.

Dem Pächter ist es untersagt, Änderungen, Verbesserungen oder Umwandlungen der verpachteten Güter ohne schriftlichem Einverständnis des Verpächters durchzuführen, der bei einem Verstoß den ursprünglichen Zustand auf Kosten des Pächters verlangen oder die neuen Güter ohne Entschädigungszahlung einbehalten kann. …

Artikel 13. Instandhaltung.

13.1. Der Pächter hat die Anlagen und die Ausstattungen in einem guten Zustand zu erhalten, die Teil des verpachteten Unternehmenszweiges bilden.

Die ordentliche Instandhaltung der verpachteten Räumlichkeiten und der Anlagen gehen ausschließlich zu Lasten des Pächters, während dem Verpächter die außerordentliche Instandhaltung obliegt.

Hingegen gehen zu Lasten des Pächters sowohl die ordentliche als auch die außerordentliche Instandhaltung aller Werke und sämtliche Anlagen, die in seinem ausschließlichen Eigentum stehen und die möglicherweise in das Innere der Räumlichkeiten eingebracht wurden.

Artikel 16. Forderungen und Verbindlichkeiten den Unternehmenszweig betreffend.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten den gegenständlichen Unternehmenszweig und Beziehungen betreffend, die vor der Wirkung des Pachtvertrages entstanden sind, stehen weiterhin dem Verpächter zu und gehen ausschließlich zu seinen Lasten.

Der Pächter erklärt ausdrücklich, den Verpächter von jeglichen möglichen Schulden infolge der Führung des gegenständlichen Unternehmenszweiges freizustellen, sowie für Kosten und/oder Lasten/Pflichten bezüglich des angestellten oder abhängigen Personals, und somit geht jedes Schuld- oder Forderungsrecht, das vom Pächter als Folge und im Zusammenhang mit der Hoteltätigkeit übernommen wurde, vollständig zu seinen Lasten und/oder Gunsten.

...

Artikel 18. Ausdrückliche Aufhebungsklausel.

18.1. Dem Verpächter bleibt das Recht vorbehalten, den vorliegenden Pachtvertrag des Unternehmenszweiges als aufgelöst zu erklären für den Fall, dass sich der Pächter – de facto oder schuldhaft – mindestens einer der folgenden Vertragsverletzung schuldig gemacht hat:

veränderte Zweckbestimmung des gegenständlichen Unternehmenszweiges;

- Nichtbezahlung, auch teilweise, egal welcher Nebenverpflichtungen (einschließlich Gebühren und Steuern) innerhalb der Vertragsfristen und/oder der gesetzlichen Fristen;

Beim Eintreten von einem der oben erwähnten Fälle steht es dem Verpächter zu – nach eigenem uneingeschränkten Ermessen – den Pachtvertrag für aufgelöst zu erklären mit oder ohne vorhergehender Säumnisstellung des Pächters. In jedem Fall hat die Erklärung der Auflösung seitens des Verpächters (ab dem Zeitpunkt des Erhalts der entsprechenden Mitteilung seitens des Pächters) die sofortige Wirkung einer Vertragsaufhebung, ohne dass es notwendig wird, irgendwelche gerichtlichen Schritte einzuleiten.

Artikel 19. Zuständigkeit – Gerichtsstand – Streitigkeiten.

19.1. Der vorliegende Vertrag wird nach österreichischem Recht geregelt.

Artikel 20. Übergabe.

Die Parteien bestätigen, dass die Immobilieneinheiten als Teil des gegenständlichen Unternehmenszweiges formell per 15-10-2014 dem Pächter übergeben werden.

Mit schriftlicher Ergänzung vom 20. 10. 2014 wurde für die Hotelbetriebe zuzüglich Zubehör die (ursprünglich einjährige) Vertragsdauer dahin geändert, dass der Endzeitpunkt mit 31. 10. 2019 festgelegt wurde. Weiters erfolgte eine Änderung bezüglich Pachtzins und Bezahlung wie folgt:

6.3 Ab dem zweiten Pachtjahr und für die folgenden vertraglichen Pachtjahre wird der vom Pächter geschuldete Pachtzins wie folgt bestimmt:

6.3.1.  Ein fixer Betrag in Höhe von € 120.000 [...] [mindestgarantierter Pachtzins] zzgl. den gesetzlichen Steuern auf Jahresbasis. Der besagte mindestgarantierte Pachtzins wird jeweils in vorgezogenen monatlichen Raten zu € 10.000 (...) zzgl. den gesetzlichen Steuern, zahlbar bis zum 05. eines jeden Monats mit Beginn 01. 11. 2015 bezahlt;

6.3.2. ein variabler Betrag, bestehend aus dem positiven Differenzbetrag, welcher sich aus dem mindestgarantierten Pachtzins und folgenden (zu addierenden) Errechnungsbestandteilen ergibt: 18 % (...) des Umsatzes, ohne gesetzliche Steuern (Aufenthaltsabgabe bzw Kurtaxe und USt), der vom Pächter durch die reine Vermietung der Hotelzimmer erwirtschaftet wird, zzgl. 3 % (…) des Umsatzes, ohne gesetzliche Steuer (USt), der vom Pächter aus den anderen Dienstleistungen innerhalb des Hotelbetriebes (wie zum Beispiel Restaurantbetrieb [inkl des Anteils für Frühstück und/oder Halbpension für die mit dieser Verpflegungsart verkauften Zimmer], Bar, Wellness-Bereich etc.) erwirtschaftet wird. Die Berechnung des variablen Betrages wird in halbjährlichen Teilbeträgen berechnet; der erste am 30. April und der zweite am 31. Oktober eines jeden Jahres. Die Zahlung des zu zahlenden Betrages zzgl. der gesetzlichen Steuern, wenn diese vorgeschrieben sind, muss innerhalb der nachfolgenden 30 Tage erfolgen;

6.3.3. Dem Verpächter oder einer von ihm beauftragten Person, wird die Möglichkeit erteilt, Einsicht in die Buchhaltung des Pächters zwecks Kenntnisnahme über die Entwicklung der Umsätze zu ermöglichen. Die Einsicht wird jederzeit erfolgen können, dies aber nach vorheriger angemessener Bekanntgabe.

In der Ergänzung hielten die Parteien fest, dass sämtliche sonstige Bedingungen des Pachtvertrags vom (richtig:) 30. 6. 2014 ihre volle Gültigkeit behielten.

Die Klägerin führte die Hotelbetriebe ab Übergabe weiter. Ob zu Beginn dieses Bestandverhältnisses bestehende Arbeits- und Angestelltenverhältnisse mitübernommen wurden, ist „nicht erweislich“.

Ab November 2014 bis einschließlich Mai 2017 zahlte die Klägerin den fixen monatlichen Bestandzins von (netto) 10.000 EUR nicht mehr. Insgesamt ergeben sich offene fixe Bestandzinse von brutto 420.000 EUR. Die Klägerin hatte die Hotelbetriebe entsprechend dem vereinbarten Vertragszweck am Standort geführt und während der Nutzungszeit umfangreiche Investitionen getätigt. Sie rechtfertigt ihre Minderzahlungen an Bestandzins und Betriebskosten mit umfangreich bestehenden Minderungsansprüchen und mit vorausgelegten notwendigen Instandhaltungsaufwendungen. Ob sie zu letzteren außerhalb des gegenständlichen Verfahrens konkrete Aufrechnungen erklärte, kann nicht festgestellt werden.

Die Klägerin begehrt vom Beklagten die Feststellung, dass das Bestandverhältnis sowohl unabhängig von der Konkurseröffnung über die Bestandgeberin und dem vom Beklagten darauf erklärten Rücktritt laut Schreiben vom 2. 5. 2016 als auch unabhängig von dessen im Schriftsatz vom 13. 12. 2016 wegen behaupteten Pachtzinsrückstands und Nichterlags der Kaution erklärten Aufhebung des Bestandvertrags weiterhin rechtswirksam bestehe. Der vom beklagten Insolvenzverwalter der Bestandgeberin gemäß Art 79 des italienischen Konkursgesetzes ausgesprochene Rücktritt vom befristet abgeschlossenen Bestandvertrag sei wegen der Ausnahmebestimmung des Art 8 der Verordnung (EG) Nr 1346/2000 über Insolvenzverfahren (EuInsVO) rechtsirrig erfolgt und unwirksam. Nach dieser Bestimmung sei für dessen Wirkungen auf einen bestehenden Vertrag ausschließlich das Recht des Mitgliedstaats maßgebend, in dessen Gebiet der unbewegliche Gegenstand gelegen sei, sodass für die Hotelliegenschaften ausschließlich österreichisches Insolvenzrecht gelte. Maßgeblich sei die bloße Liegenschaftspacht, denn sie habe bei Vertragsabschluss kein „lebendes Unternehmen“ übernommen, sodass keine Unternehmenspacht anzunehmen sei. Insbesondere habe sich ein früherer Kundenstamm verflüchtigt, sämtliche Arbeits- und Angestelltenverhältnisse sowie Lieferantenkontakte und Bezugsverträge seien neu geschaffen worden, der Bestandgegenstand habe sich in einem desolaten Zustand (bezüglich Brandschutztechnik, Schwimmbadtechnik, Treppen, Installationen, Grenzmauer, Dach- und Hotellift) befunden und es sei zudem auch keine „echte“ Betriebspflicht vereinbart worden. Die im italienischen Konkursgesetz vorgesehene sofortige Auflösung des Bestandverhältnisses verstoße außerdem gegen den „österreichischen ordre public“. Wegen der Bestreitung des Weiterbestands des Miet- bzw Pachtverhältnisses habe sie ein rechtliches Interesse an der Feststellung der Vertragsgeltung (bis jedenfalls zum 31. 10. 2019).

Soweit der Beklagte die Vertragsauflösung im laufenden Verfahren gestützt auf die Pachtzinsrückstände und den Nichterlag der Kaution erklärt habe, sei (auch) diese Aufhebungserklärung unberechtigt, weil sich gar kein vereinbarter gewinnabhängiger (zusätzlich zum Fixum zu entrichtender) variabler Bestandzins ergeben habe und der fixe Bestandzins wegen der Sanierungsbedürftigkeit der Anlage um 50 % zu mindern sei. Außerdem rechne sie mangels vertraglichem Aufrechnungsverbot mit den kompensablen Gegenforderungen aus umfangreichen Investitionen für (außerordentliche) Instandhaltungs-maßnahmen auf.

Der Beklagte wendete ein, er habe als im Insolvenzverfahren über die Bestandgeberin bestellter Masseverwalter von dem gemäß Art 79 des italienischen Konkursgesetzes bestehenden Recht, den laufenden Vertrag binnen einer angemessenen Frist vorzeitig zu beenden, mit Schreiben vom 2. 5. 2016 – rechtswirksam – Gebrauch gemacht; die Sondernorm des Art 8 EuInsVO sei restriktiv zu handhaben und auf das Bestandverhältnis nicht anzuwenden, weil ein Vertrag über den Betrieb bzw die Pacht eines (lebenden) Unternehmens (mit Inventar, vorhandenem Kundenstock, Unternehmensruf, Betriebsmitteln, Lizenzen und sonstigem Betriebsvermögen) abgeschlossen worden sei.

Im Laufe des Verfahrens brachte der Beklagte weiters vor, die Klägerin habe zudem bis auf die ersten drei Monate bis „dato“ weder den fixen noch den variablen Pachtzins noch die vereinbarte Kaution von (30.000 EUR) gezahlt, weshalb gemäß Art 18 der Vereinbarung (auch) aus diesem Grund die Vertragsauflösung erklärt werde.

Das Erstgericht gab dem Feststellungsbegehren statt. Nach der Gesamtheit der vertraglichen Regelungen liege ein Pachtvertrag über ein Gesamtunternehmen („Unternehmenspacht“), als einen beweglichen Gegenstand vor, er falle aber dennoch unter die (nicht mit Art 24 EuGVVO gleichzusetzende) Bestimmung des Art 8 EuInsVO. Der Vertrag berechtige im Sinn des Art 8 EuInsVO zur „Nutzung eines unbeweglichen Gegenstands“, weil er primär auf die Nutzung der Hotelliegenschaften mit (auch) unbeweglichem Zubehör gerichtet sei. Daher gelte österreichisches Insolvenzrecht, das kein außerordentliches Kündigungsrecht des Bestandgebers im Insolvenzfall kenne. Diese Auslegung korrespondiere auch mit der Rechtswahl der Parteien. Die auf die italienische Konkursordnung gestützte Auflösungserklärung des Beklagten habe daher keine vertragsbeendende Wirkung entfalten können.

Auch die „zweite“ Aufhebungserklärung (wegen Pachtzinsrückständen und Nichterlags der Kaution) sei nicht rechtswirksam, weil Art 18.1. des Bestandvertrags nicht dem von der österreichischen Rechtsprechung geforderten Bestimmtheitsgebot entspreche; die „Nichtzahlung“ als Vertragsverletzung erfahre darin keine detaillierte Konkretisierung.

Das Berufungsgericht gab der Berufung des Beklagten Folge und wies das Feststellungsbegehren ab. Rechtlich führte es aus, dass die Parteien die grundsätzliche Berechtigung des Masseverwalters, nach Art 79 des italienischen Konkursgesetzes die Auflösung des laufenden Bestandvertrags zu erklären, sodass der vorliegende Bestandvertrag aufgelöst sei, wenn Art 8 EuInsVO nicht zur Anwendung komme, nicht in Zweifel zögen. Der Begriff des „unbeweglichen Gegenstands“ in Art 8 EuInsVO sei verordnungsautonom auszulegen. Die Definition des „unbeweglichen Gegenstands“, auf den sich das (Erwerbs- bzw) Nutzungsrecht beziehen müsse, habe sich an der Rechtsprechung des EuGH zur Auslegung unionsrechtlicher Vorschriften zu orientieren und habe daher im Sinn einer „europäischen Durchschnittsbetrachtung“ zu erfolgen. Der unbedingte Vorrang des von der EuInsVO vorgegebenen Rechts bedeute, dass der von den Vertragsparteien getroffenen Rechtswahl des österreichischen Rechts als Vertragsstatut (lex causae) keine Bedeutung zukomme. Der Vertragsgegenstand des Bestandvertrags bestehe in einer geradezu typischen „Unternehmenspacht“. Da zwei Hotelbetriebe (samt Handelsbetrieb) einschließlich sämtlicher Einrichtungen und Zubehör übergeben worden seien, die Weiterführung der Beherbergungstätigkeit (im Sinne der dafür vorliegenden Verwaltungsermächtigungen) ausdrücklich als eine bei Nichtbeachtung der Verpflichtung zur sofortigen Vertragsauflösung führende Vertragsbedingung vereinbart und zudem auch der Pachtgegenstand seit jeher (und unmittelbar vor der Inbestandgabe) zur Führung der beiden Hotelbetriebe genutzt worden sei, damit tatsächlich der wirtschaftliche Schwerpunkt zweifelsfrei in der Fortführung eines lebenden Unternehmens gelegen sei, sei der Vertrag als einheitlicher Unternehmenspachtvertrag zu qualifizieren. Da ein einheitlicher Pachtgegenstand „Unternehmen“ vorliege, stelle sich die Frage der Teilbarkeit des unter Art 8 EuInsVO zu subsumierenden Bestandvertrags nicht, sondern es sei für die verordnungsautonome Auslegung entscheidend, ob der Schwerpunkt des – untrennbar – auf ein lebendes Unternehmen als Sachgesamtheit gerichteten Vertrags diesen als einen Vertrag über die Nutzung eines unbeweglichen Gegenstands ansehen lasse, was die Anwendbarkeit der Ausnahmebestimmung des Art 8 EuInsVO zur Folge hätte. Der Oberste Gerichtshof habe in der Entscheidung 2 Ob 63/13y einen Pachtvertrag wie den vorliegenden (von derselben Bestandgeberin über im Wesentlichen denselben Vertragsgegenstand) als Vertrag qualifiziert, dessen Hauptgegenstand (Geschäftsräumlichkeiten) anderer Natur als eine unbewegliche Sache sei, womit der Argumentation, im vorliegenden Fall wäre auf die Unbeweglichkeit der Immobilien abzustellen, nicht gefolgt werden könne. Damit sei Art 8 EuInsVO auf den vorliegenden Pachtvertrag (nicht) anwendbar. Es komme für die Beurteilung des Vertragsbeendigungsrechts des Insolvenzverwalters auf die lex fori concursus, daher italienisches Recht, an (Art 4 Abs 2 lit e EuInsVO), das diesem den (sofortigen) Rücktritt ermögliche, sodass dessen Erklärung vom 2. 5. 2016 rechtswirksam zur Auflösung des Bestandvertrags geführt habe.

Das Berufungsgericht sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands den Betrag von 30.000 EUR übersteige, und erklärte die ordentliche Revision für zulässig, weil einschlägige europäische bzw Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zu Art 8 EuInsVO fehle.

Dagegen richtet sich die Revision der Klägerin wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, dem Klagebegehren stattzugeben; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Der beklagte Insolvenzverwalter beantragt in der Revisionsbeantwortung die Zurückweisung des Rechtsmittels der Prozessgegnerin, in eventu dieses abzuweisen.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist aus dem vom Berufungsgericht genannten Grund zulässig, im Ergebnis jedoch nicht berechtigt.

1.1. Für Gesamtverfahren, welche die Insolvenz des Schuldners voraussetzen und den vollständigen oder teilweisen Vermögensbeschlag gegen den Schuldner sowie die Bestellung eines Verwalters zur Folge haben, gilt nach deren Art 1 Abs 1 die Verordnung (EG) Nr 1346/2000 des Rates vom 29. 5. 2000 über Insolvenzverfahren (ABl 30. 6. 2000, L 160/1 ff; Europäische Insolvenzverordnung – EuInsVO). Die Verordnung (EU) 2015/848 des Europäischen Parlaments und Rates vom 20. 5. 2015 über Insolvenzverfahren (EuInsVO 2015) ist aufgrund der Insolvenzeröffnung über das Vermögen der Schuldnerin am 16. 3. 2016 noch nicht anwendbar (vgl deren Art 84).

1.2. Nach Art 4 Abs 2 lit e EuInsVO [2000] regelt das Recht des Staates der Verfahrenseröffnung (lex fori concursus), wie sich das Insolvenzverfahren auf laufende Verträge des Schuldners auswirkt. Nach dieser Kollisionsnorm ist daher insofern grundsätzlich das Recht des Eröffnungsstaates (hier Italien) maßgeblich.

2. Eine Abweichung von dieser Grundsatzbestimmung zur Anwendung der lex fori concursus findet sich in Art 8 EuInsVO (identisch mit Art 11 Abs 1 EuInsVO 2015). Danach ist für die Wirkungen des Insolvenzverfahrens auf einen Vertrag, der zum Erwerb oder zur Nutzung eines unbeweglichen Gegenstands berechtigt, ausschließlich das Recht des Mitgliedstaats maßgebend, in dessen Gebiet dieser Gegenstand gelegen ist (lex rei sitae). Zu den hievon erfassten Verträgen gehören insbesondere Miet- und Pachtverträge (Burgstaller in Burgstaller/Neumayr/Geroldinger/Schmaranzer, Inter-nationales Zivilverfahrensrecht Art 8 InsVO Rz 1; Maderbacher in Konecny/Schubert, Insolvenzgesetze Art 8 EuInsVO Rz 12; Duursma-Kepplinger in Duursma-Kepplinger/Duursma/Chalupsky, Europäische Insolvenzverordnung [2002] Art 8 Rz 1).

Nach überwiegender Auffassung ist der Begriff des „unbeweglichen Gegenstands“ verordnungsautonom im Sinn einer „europäischen Durchschnittsbetrachtung“ oder einer „Gesamtschau“ auszulegen (Duursma-Kepplinger aaO Art 8 Rz 4; Reinhart in MüKo InsO3 [2016] Art 8 EuInsVO 2000 Rn 4; Nerlich/Hübler in Nerlich/Römermann, Insolvenzordnung Art 8 Rn 4; Lüer in Uhlenbruck/Hirte/Vallender, InsO14 Art 8 EuInsVO Rn 4; zweifelnd Mankowski in Mankowski/Müller/J. Schmidt, EuInsVO 2015 [2016] Art 11 Rn 11 f; aA Maderbacher aaO Art 8 EuInsVO Rz 10; Paulus, Europäische Insolvenzverordnung4 [2013] Art 8 Rn 5 [jeweils: lex rei sitae]). Darunter fallen jedenfalls Grundstücke und Gebäude (Reinhart aaO).

Fraglich ist, ob auch Unternehmen von Art 8 EuInsVO erfasst sind. Nach einer Ansicht muss die Gebrauchsüberlassung der Immobilie den Vertrag charakterisieren. Zum Beispiel werde die Überlassung eines Ladengeschäfts durch die Übertragung des Betriebs, der unternehmerischen Einheit, nicht durch die insoweit nicht prägende Überlassung der Ladenräume charakterisiert, sodass dieser Vertrag nicht Art 11 Abs 1 EuInsVO 2015 (Art 8 EuInsVO) unterfalle (Mankowski aaO Art 11 Rn 21 unter Bezugnahme auf das Urteil des EuGH in der Rechtssache Sanders, 73/77, ECLI:EU:C:97:1977:208, Slg 1977, 2383, 2391 Rn 19 zu Art 16 LGVÜ). Zu „typengemischten Verträgen“, die den Erwerb oder die Nutzung einer Immobilie mit einer weiteren Verpflichtung verbinden, wird vertreten, dass danach zu unterscheiden sei, ob der durch Art 8 EuInsVO geschützte Teil des Vertrags separierbar sei. Sei dies der Fall, sei eine separate Anknüpfung an die lex rei sitae für den unter Art 8 EuInsVO fallenden Teil des Vertrags und für den anderen Teil an die lex concursus vorzunehmen (Paulus aaO Art 8 Rn 3; Nerlich/Hübler aaO Art 8 EuInsVO Rn 8; Lüer aaO Art 8 EuInsVO Rn 10). Bei Unteilbarkeit wird der Vertrag teils nach der lex concursus behandelt, weil der Schutzzweck des Art 8 EuInsVO in diesem Fall ohnedies nicht erfüllt werden könne (Paulus aaO Art 8 Rn 3), teils wird das Gesamtgeschäft aufgrund der besonderen Bedeutung, die der Verordnungsgeber den grundstücksbezogenen Rechtsgeschäften zugeschrieben habe, der lex rei sitae unterworfen (Nerlich/Hübler aaO Art 8 EuInsVO Rn 8). Nach einer anderen Ansicht sollte dann, wenn sich der Vertrag als nicht teilbar erweist, eine Gesamtbetrachtung erfolgen und die Anwendbarkeit des Art 8 EuInsVO danach beurteilt werden, ob sich der Schwerpunkt des gesamten Vertrags auf die Berechtigung zum Erwerb bzw zur Nutzung des unbeweglichen Gegenstands richtet (Lüer aaO Art 8 EuInsVO Rn 10). Nach einer weiteren Ansicht hänge die Anwendung von Art 8 EuInsVO bei nicht teilbaren Sachgesamtheiten davon ab, was den Schwerpunkt des Erwerbs- oder Nutzungsrechts bilde. Bei einem Unternehmenskauf sei dies, auch wenn es sich um ein Betriebsgrundstück mit einem komplexen Maschinenpark handle, in der Regel nicht der unbewegliche Gegenstand selbst, sondern die Sachgesamtheit, sodass Art 8 EuInsVO nicht anwendbar wäre. Anderes gelte beispielsweise bei der Verpachtung eines Restaurants einschließlich des beweglichen Mobiliars, weil insoweit die Lage des unbeweglichen Gegenstands entscheidender sein dürfte als die bewegliche im Ergebnis ersetzbare Innenausstattung (Reinhart aaO Art 8 EuInsVO 2000 Rn 9).

3. Ob der gegenständliche Bestandvertrag gemäß Art 4 Abs 2 lit e EuInsVO dem Recht des Staats der Verfahrenseröffnung (Italien) unterliegt oder nach Art 8 leg cit dem Recht des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet die Liegenschaft liegt (Österreich), braucht allerdings nicht abschließend geklärt werden, weil der Vertrag bei Anwendung jedes der in Frage kommenden Rechte vom Beklagten rechtswirksam aufgelöst wurde.

Soweit die Klägerin die – von ihr in der Revision nicht näher ausgeführte – Auffassung vertritt, es handle sich nicht um eine Unternehmenspacht, sondern um eine Geschäftsraummiete, ist ihr entgegenzuhalten, dass es bei der Unterscheidung zwischen Geschäftslokalmiete und Unternehmenspacht immer auf die Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls ankommt (RIS-Justiz RS0031183). Unternehmenspacht liegt im Allgemeinen dann vor, wenn ein lebendes Unternehmen Gegenstand des Bestandvertrags ist. Neben den Räumen muss dem Bestandnehmer vom Bestandgeber auch das beigestellt werden, was wesentlich zum Betrieb des Unternehmens und dessen wirtschaftlichen Fortbestand gehört: Betriebsmittel (Einrichtung und Warenlager), Kundenstock und Gewerbeberechtigung. Das bedeutet aber nicht, dass im Einzelfall alle diese Merkmale gleichzeitig gegeben sein müssten. Das Fehlen einzelner Betriebsgrundlagen lässt noch nicht darauf schließen, dass Miete und nicht Pacht vorliegt, wenn nur die übrigen Betriebsgrundlagen vom Bestandgeber beigestellt werden und das lebende Unternehmen als rechtliche und wirtschaftliche Einheit fortbesteht (RIS-Justiz RS0020398). Es kommt bei der Abgrenzung darauf an, welchen Umständen die größere wirtschaftliche Bedeutung zukommt (RIS-Justiz RS0020521). Ein wesentliches Begriffsmerkmal der Unternehmensverpachtung ist, dass das vom Pächter betriebene Unternehmen mit dem des Verpächters identisch ist; es kommt aber immer auf die Umstände des Einzelfalls und ihre Gewichtung an, ob Unternehmenspacht oder Geschäftsraummiete anzunehmen ist. Deutliche Indizien für eine Unternehmenspacht liegen vor, wenn ein lebendes Unternehmen mit zwar nicht bedeutsamen, aber doch vorhandenem Kundenstock und der Vereinbarung einer Betriebspflicht übergeben wurde (RIS-Justiz RS0020398 [T7]), 3 Ob 208/10z = aaO [T15]). Im Allgemeinen ist die Vereinbarung einer Betriebspflicht das wesentlichste Kriterium für die Qualifikation als Pachtvertrag, sofern dies auf einem wirtschaftlichen Interesse des Bestandgebers an der Art des Betriebs und an seinem Bestehen (RIS-Justiz RS0020451 [T6]) sowie seiner Weiterführung beruht, nicht aber schon dann, wenn eine solche in den Vertrag als Leerformel ohne echtes Substrat aufgenommen wird (RIS-Justiz RS0020361). Die Vereinbarung einer Betriebspflicht im Rahmen einer Unternehmenspacht dient in erster Linie dazu, zu gewährleisten, dass dem Verpächter bei Beendigung des Pachtverhältnisses ein lebendes und ertragsfähiges Unternehmen zurückgestellt wird (1 Ob 25/08w = RIS-Justiz RS0020361 [T4]; RS0020598 [T1]). Ihre Vereinbarung gibt in der Regel den Ausschlag (RIS-Justiz RS0020451 [T9]), darf aber nicht überbewertet werden und führt jedenfalls nicht automatisch zur Beurteilung des Vertrags als Pachtvertrag (RIS-Justiz RS0020451 [T12]).

Nach den Feststellungen stellte die Schuldnerin sowohl die Betriebsmittel in Form der eingerichteten Hotelbetriebe als auch die notwendigen behördlichen Bewilligungen für den Betrieb der Hotels zur Verfügung. Zudem wurden auf der Liegenschaft die beiden Hotelbetriebe bis zur Übergabe an die Klägerin geführt. Schließlich vereinbarten die Parteien eine Betriebspflicht, die vor allem angesichts des Umstands, dass auf der Liegenschaft seit jeher Hotels betrieben wurden, nicht als Leerformel zu werten ist. Aufgrund der Gesamtheit der Umstände ist hier von einer Unternehmenspacht auszugehen, wofür auch die von den Parteien gewählte Bezeichnung spricht.

4. Sollte der Bestandvertrag nach Art 4 Abs 2 lit e EuInsVO italienischem Recht unterliegen, so bildete nach Art 79 des italienischen Konkursgesetzes (Legge Fallimentare – Del fallimento) der Konkurs keinen Grund für die Auflösung eines Vertrags über die Pacht eines Betriebs. Beide Parteien können aber innerhalb von 60 Tagen zurücktreten, wenn sie an die andere Partei eine angemessene Entschädigung zahlen, die bei fehlendem Einvernehmen der Parteien vom beauftragten Richter nach Anhörung der Betroffenen festgesetzt wird (Übersetzung nach Bauer/König/Kreuzer, Das neue Italienische Gesetz über Konkurs und andere Insolvenzverfahren [2006], 83 [damals noch Art 80bis]). Es besteht demnach im Fall der Betriebspacht ein beiderseitiges sechzigtägiges „Rücktrittsrecht“ [lt italienischem Recht „scioglimento“], dessen Ausübung zu einer angemessenen Entschädigung verpflichtet (Kindler/Conow in Kindler/Nachmann, Handbuch Insolvenzrecht in Europa, Italien I Rn 130). Der Beklagte konnte daher mit der gegenüber der Klägerin abgegebenen Erklärung vom 2. 5. 2016 rechtswirksam den Rücktritt vom Vertrag erklären, der zur Auflösung des Bestandvertrags führte.

Entgegen der Ansicht der Klägerin verstößt die auf Art 79 des italienischen Konkursgesetzes gestützte Auflösung der Betriebspacht im Fall der Insolvenz der Bestandgeberin (Schuldnerin) nicht gegen den „österreichischen ordre public“. Art 26 EuInsVO (gleichlautend Art 33 EuInsVO 2015) sieht lediglich im Zusammenhang mit der Anerkennung eines eröffneten Insolvenzverfahrens oder mit der Vollstreckung einer in einem solchen Verfahren ergangenen Entscheidung einen ordre-public-Vorbehalt vor (Klauser/Pogacar in Konecny, Insolvenzgesetze Art 26 EuInsVO Rz 5, 7 und 10). Zu den Art 4 bis 15 EuInsVO (nunmehr Art 7 bis 18 EuInsVO 2015) fehlt ein solcher ausdrücklicher Vorbehalt. „Der EuGH ist (so Tashiro in Braun, Insolvenzordnung7 [2017] Art 7 EuInsVO 2017 Rn 51) ohnehin sehr zurückhaltend und die Ausnahmen zu Art 7 [EuInsVO 2015] in den nachfolgenden Vorschriften gestatten bereits die Anwendung lokalen Rechts in vielen Konstellationen. Über den Vorbehalt in Art 33 und 32 hinaus besteht deshalb weder die Notwendigkeit noch der Raum für eine weitere ordre-public-Prüfung“.

Im Übrigen wird nach österreichischem Rechtsverständnis, weil eine ordre-public-Klausel (§ 6 S 1 IPRG) eine systemwidrige Ausnahme ist, allgemein sparsamster Gebrauch von einer solchen gefordert. Schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie bloßer Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechts und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht (RIS-Justiz RS0110743). Bereits der Umstand, dass die auf Art 79 Legge Fallimentare gestützte Auflösungerklärung die Bestandgeberin zu einer angemessenen Entschädigung verpflichtet, schließt den von der Klägerin (unbelegt) behaupteten Verstoß gegen den „österreichischen ordre public“ aus.

5. Sollte der Bestandvertrag – was die Klägerin anstrebt – gemäß Art 8 EuInsVO österreichischem Recht unterliegen (in diesem Sinn auch die Vereinbarung der Anwendung österreichischen Rechts durch die Parteien), wäre maßgeblich, dass § 1118 ABGB nachgiebiges Recht enthält. Unterliegt das Bestandverhältnis – hier der Unternehmenspachtvertrag über zwei Hotelbetriebe und einen Handelsbetrieb – keinen besonderen Schutzbestimmungen, dann können auch für den Bestandgeber günstigere Kündigungsbestimmungen vereinbart werden. Bei einem Pachtverhältnis müssen die von den Parteien vereinbarten Auflösungsgründe keineswegs die Bedeutung eines wichtigen Kündigungsgrundes im Sinn gesetzlicher Kündigungsschutzbestimmungen haben. Wegen der weitreichenden Folge muss jedoch eine solche Auflösungsmöglichkeit klar und deutlich vereinbart werden (RIS-Justiz RS0020946 [T1, T6] ua; 7 Ob 2424/96p mwN).

Nach Art 18.1. des zu beurteilenden Bestandvertrags ist der Verpächter zur Auflösung des Pachtvertrags bei „Nichtbezahlung, auch teilweise, egal welcher Nebenverpflichtungen (einschließlich Gebühren und Steuern) innerhalb der Vertragsfristen und/oder der gesetzlichen Fristen“ berechtigt. Die Bestandgeberin hat daher das Recht zur sofortigen Vertragsauflösung, wenn der monatliche Pachtzins nicht fristgerecht gezahlt wird. Diese Vertragsklausel ist ausreichend klar und entspricht – anders als das Erstgericht meint – dem Bestimmtheitsgebot. Sie ist auch nicht undeutlich. Vereinbart wurde somit, dass es eines qualifizierten Pachtzinsrückstands im Sinn des § 1118 ABGB nicht bedarf.

Nach den erstgerichtlichen Feststellungen bestehen offene Bestandzinsforderungen gegen die Klägerin von brutto 420.000 EUR. Sie führt die gegenständlichen Hotelbetriebe und leitet aus der behaupteten Sanierungsbedürftigkeit der Anlage eine Mietzinsreduktion des fixen Bestandzinses um 50 % ab. Hinsichtlich der von ihr getätigten Instandhaltungsaufwendungen konnte nicht festgestellt werden, ob sie außergerichtlich eine Aufrechnungserklärung gegenüber der Schuldnerin oder dem Beklagten abgegeben hat. Damit war aber der Beklagte entsprechend Art 18.1. zur Auflösung des Bestandvertrags wegen des jedenfalls bestehenden Pachtzinsrückstands berechtigt.

Die von der Klägerin in der Berufungsbeantwortung behaupteten sekundären Feststellungsmängel („ergänzende Urteilsfeststellungen“) zur außerprozessual erklärten Aufrechnung liegen nicht vor, traf doch das Erstgericht dazu – wenn auch negative – Feststellungen. Wurden zu einem bestimmten Thema Tatsachenfeststellungen getroffen, mögen diese auch von den Vorstellungen der Klägerin abweichen, können dazu keine rechtlichen Feststellungsmängel erfolgreich geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0053317 [T1]; vgl RS0043320 [T16, T18]; RS0043480 [T15]).

6. Entgegen der Anregung der Klägerin braucht kein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zur Auslegung des Art 8 EuInsVO gestellt werden, hat doch die Vorlage zur Lösung einer unionsrechtlichen Frage zu unterbleiben, wenn – wie hier – die aufgeworfene Frage nicht entscheidungswesentlich ist (1 Ob 126/02i = RIS-Justiz RS0109025 [T1]; Bkv 8/05 = RS0075861 [T11]).

7. Der Revision ist aus den dargelegten Gründen ein Erfolg zu versagen.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 41 und § 50 ZPO.

Textnummer

E121339

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:0010OB00024.18P.0321.000

Im RIS seit

09.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2019

Dokumentnummer

JJT_20180321_OGH0002_0010OB00024_18P0000_000