Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob444/53 2Ob16/56 2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011236

Geschäftszahl

3Ob444/53; 2Ob16/56; 2Ob123/56 (2Ob124/56); 2Ob524/56; 7Ob307/57; 2Ob182/57; 1Ob672/57; 3Ob12/58; 5Ob570/59; 1Ob87/60; 5Ob337/61; 8Ob63/64; 6Ob134/64; 5Ob333/64; 6Ob44/65; 6Ob137/66; 5Ob82/66; 5Ob98/70; 8Ob271/70; 3Ob150/74; 7Ob260/75; 1Ob570/76; 4Ob590/76; 1Ob501/78; 3Ob639/77; 8Ob508/79; 7Ob777/79; 1Ob668/80; 1Ob703/83; 3Ob579/85; 1Ob679/86; 4Ob605/87; 7Ob701/89; 6Ob691/89; 7Ob543/90; 5Ob1572/94; 8Ob645/93; 1Ob53/97v; 1Ob13/99i; 9Ob26/00i; 7Ob271/01f; 9Ob15/06f; 4Ob94/08i; 2Ob81/14x; 8Ob126/14h; 10Ob32/17d; 9Ob77/17i; 5Ob57/18w; 1Ob12/19z

Entscheidungsdatum

02.09.1953

Norm

ABGB §431
AllgGAG §3

Rechtssatz

Entscheidend für den Umfang des Eigentumserwerbes an einer Liegenschaft ist nicht die Grundbuchsmappe, sondern der Wille der Parteien, somit, in welchem Umfang das verkaufte Grundstück tatsächlich übergeben wurde.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 444/53
    Entscheidungstext OGH 02.09.1953 3 Ob 444/53
    Veröff: SZ 26/216 = JBl 1954,150
  • 2 Ob 16/56
    Entscheidungstext OGH 29.01.1956 2 Ob 16/56
  • 2 Ob 123/56
    Entscheidungstext OGH 11.07.1956 2 Ob 123/56
  • 2 Ob 524/56
    Entscheidungstext OGH 09.01.1957 2 Ob 524/56
  • 7 Ob 307/57
    Entscheidungstext OGH 03.07.1957 7 Ob 307/57
  • 2 Ob 182/57
    Entscheidungstext OGH 09.10.1957 2 Ob 182/57
    Veröff: JBl 1958,45
  • 1 Ob 672/57
    Entscheidungstext OGH 18.12.1957 1 Ob 672/57
  • 3 Ob 12/58
    Entscheidungstext OGH 13.02.1958 3 Ob 12/58
  • 5 Ob 570/59
    Entscheidungstext OGH 20.01.1960 5 Ob 570/59
  • 1 Ob 87/60
    Entscheidungstext OGH 18.05.1960 1 Ob 87/60
    Veröff: JBl 1961,233
  • 5 Ob 337/61
    Entscheidungstext OGH 22.11.1961 5 Ob 337/61
  • 8 Ob 63/64
    Entscheidungstext OGH 29.06.1964 8 Ob 63/64
  • 6 Ob 134/64
    Entscheidungstext OGH 30.09.1964 6 Ob 134/64
    Veröff: RZ 1965,9
  • 5 Ob 333/64
    Entscheidungstext OGH 21.01.1965 5 Ob 333/64
  • 6 Ob 44/65
    Entscheidungstext OGH 03.03.1965 6 Ob 44/65
    Veröff: SZ 38/32
  • 6 Ob 137/66
    Entscheidungstext OGH 13.05.1966 6 Ob 137/66
  • 5 Ob 82/66
    Entscheidungstext OGH 27.04.1966 5 Ob 82/66
    Veröff: RZ 1966,185 dort falsch als 2 Ob 27/66 = EvBl 1967/101 S 103
  • 5 Ob 98/70
    Entscheidungstext OGH 17.06.1970 5 Ob 98/70
  • 8 Ob 271/70
    Entscheidungstext OGH 15.12.1970 8 Ob 271/70
    nur: Entscheidend für den Umfang des Eigentumserwerbes an einer Liegenschaft ist nicht die Grundbuchsmappe. (T1); Beisatz: Dass ein Grenzkataster im Sinne des Vermessungsgesetzes vom 03.07.1968, BGBl 1968/306 vorliege, wurde nicht behauptet. (T2)
  • 3 Ob 150/74
    Entscheidungstext OGH 17.09.1974 3 Ob 150/74
    nur T1; Beisatz: (vor VermessungsG 1968) Die Grundbuchsmappe macht keinen Beweis für das Eigentum. (T3)
  • 7 Ob 260/75
    Entscheidungstext OGH 11.12.1975 7 Ob 260/75
    Beisatz: Anders nur, wenn das Grundstück nach dem übereinstimmenden Parteiwillen in dem aus der Mappe hervorgehenden Umfang ohne Bestimmung der Grenzen in der Natur verkauft und übergeben worden ist. (hier noch Grundkataster) (T4)
  • 1 Ob 570/76
    Entscheidungstext OGH 14.04.1976 1 Ob 570/76
  • 4 Ob 590/76
    Entscheidungstext OGH 30.11.1976 4 Ob 590/76
  • 1 Ob 501/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 1 Ob 501/78
    nur T1
  • 3 Ob 639/77
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 3 Ob 639/77
  • 8 Ob 508/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 508/79
  • 7 Ob 777/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 7 Ob 777/79
  • 1 Ob 668/80
    Entscheidungstext OGH 10.09.1980 1 Ob 668/80
  • 1 Ob 703/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 703/83
    Vgl; Beisatz: Erstreckt sich der Titel aber auf das gesamte Grundstück nach den dem Voreigentümer zustehenden rechtlichen Grenzen, dann kann einer vor Abschluss des Kaufvertrages vorgenommenen Grenzbegehung, bei der der Voreigentümer irrtümlich einen anderen als den wahren Grenzverlauf gezeigt haben mag, keine selbständige Bedeutung zu. Der tatsächliche Grenzverlauf ist für die Eigentumsübertragung maßgeblich. (T5) Veröff: SZ 56/141
  • 3 Ob 579/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 3 Ob 579/85
    Auch; Veröff: SZ 58/177 = JBl 1986,585 = NZ 1987,151 (Hofmeister)
  • 1 Ob 679/86
    Entscheidungstext OGH 14.01.1987 1 Ob 679/86
    Veröff: SZ 60/2 = EvBl 1987/117 S 441 = JBl 1987,308
  • 4 Ob 605/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 605/87
    Beisatz: Beim Erwerb richten sich daher die Grenzen und damit die Größe eines Grundstückes nicht nach dem Mappenplan, sondern nach den tatsächlichen Grundstücksgrenzen. (T6)
  • 7 Ob 701/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 701/89
    Auch; Beis wie T6; Veröff: RZ 1990/65 S 150
  • 6 Ob 691/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 691/89
    Beis wie T3
  • 7 Ob 543/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 543/90
    Auch; nur T1; Beisatz: Beim Erwerb richten sich die Grenzen und damit die Größe des Grundstückes nicht nach den Plänen der Grundbuchsmappe, sondern nach den tatsächlichen Grundstücksgrenzen. (T7) Veröff: NZ 1990,263; hiezu Hofmeister NZ 1990,262)
  • 5 Ob 1572/94
    Entscheidungstext OGH 21.10.1994 5 Ob 1572/94
    Auch; Beis wie T5 nur: Der tatsächliche Grenzverlauf ist für die Eigentumsübertragung maßgeblich. (T8) Beis wie T7
  • 8 Ob 645/93
    Entscheidungstext OGH 24.05.1995 8 Ob 645/93
    Beis wie T7; Beisatz: Somit ist ein Erwerber nicht verpflichtet, sich vom wahren Liegenschaftsumfang, der sich aus der Grundbuchsmappe ergibt, Kenntnis zu verschaffen. (T9)
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; nur: Entscheidend für den Umfang des Eigentumserwerbes an einer Liegenschaft ist nicht die Grundbuchsmappe, sondern der Wille der Parteien. (T10); Beisatz: Für den Umfang des Eigentumserwerbs ist der im Inhalt des Kaufvertrags Ausdruck findende Parteiwille ausschlaggebend. Eigentum wird nur am wirklich gewollten Gegenstand erworben. (T11)
  • 1 Ob 13/99i
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 13/99i
    Auch; Beis wie T11 nur: Für den Umfang des Eigentumserwerbs ist der im Inhalt des Kaufvertrags Ausdruck findende Parteiwille ausschlaggebend. (T12); Beisatz: Maßgeblich sind jedoch nicht die Papier-, sondern die Naturgrenzen. (T13)
  • 9 Ob 26/00i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 26/00i
  • 7 Ob 271/01f
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 271/01f
  • 9 Ob 15/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 15/06f
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Maßgeblich ist nur der zur Zeit der Grundbuchsanlegung in der Natur bestehende oder seither rechtswirksam in der Natur veränderte Grenzverlauf. (T14)
  • 2 Ob 81/14x
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 2 Ob 81/14x
    nur T10; Beisatz: Hier: Unterlagen mit Grenzverlaufsangaben (insbes. Ausdruck aus dem Rauminformationssystem) vorgelegt; Parteiwille richtete sich auf die daher für den Umfang der Eigentumsübertragung statt der „Naturgrenze“ maßgebliche Papiergrenze. (T15)
  • 8 Ob 126/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2015 8 Ob 126/14h
  • 10 Ob 32/17d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 32/17d
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T11
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Vgl; Beis wie T4
  • 5 Ob 57/18w
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 57/18w
    nur T10; Beis wie T11
  • 1 Ob 12/19z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 12/19z
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0011236

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19530902_OGH0002_0030OB00444_5300000_001

Rechtssatz für 2Ob831/53 3Ob44/56 8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013881

Geschäftszahl

2Ob831/53; 3Ob44/56; 8Ob31/67; 7Ob123/71; 3Ob150/74; 1Ob29/80; 1Ob193/98h; 1Ob24/05v; 9Ob30/08i; 6Ob256/10f; 6Ob273/11g; 7Ob62/13p; 7Ob27/13s; 1Ob202/13g; 2Ob22/17z; 9Ob77/17i; 1Ob12/19z

Entscheidungsdatum

07.04.1954

Norm

ABGB §851
ABGB §1380 A
ABGB §1385 A

Rechtssatz

In der Einigung, die Grenze gemäß dem Stande der Katastralmappe festzustellen und zu vermarken, liegt eine Vereinbarung über strittige Rechte an bestimmten Grundteilen, die als ein Vergleich iS des § 1380 ABGB anzusehen ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 831/53
    Entscheidungstext OGH 07.04.1954 2 Ob 831/53
  • 3 Ob 44/56
    Entscheidungstext OGH 22.02.1956 3 Ob 44/56
    Auch
  • 8 Ob 31/67
    Entscheidungstext OGH 28.02.1967 8 Ob 31/67
    Veröff: SZ 40/29
  • 7 Ob 123/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 123/71
  • 3 Ob 150/74
    Entscheidungstext OGH 17.09.1974 3 Ob 150/74
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
  • 1 Ob 193/98h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 193/98h
    Ähnlich
  • 1 Ob 24/05v
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 24/05v
    Auch; Beisatz: Für die Irrtumsanfechtung eines vor einem Zivilgeometer geschlossenen außergerichtlichen Vergleichs über den Grenzverlauf gelten die Grundsätze der §§ 1385 ff ABGB. (T1)
  • 9 Ob 30/08i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 Ob 30/08i
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 256/10f
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 256/10f
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Eine vergleichsweise vorgenommene Festlegung der Grenze hat unmittelbar Bedeutung für die Eigentumsverhältnisse. Es ist lediglich zu prüfen, ob ein wirklicher Streit über die Grenze vorlag oder die Parteien nur eine Eigentumsübertragung verschleiern wollten. (T2)
  • 6 Ob 273/11g
    Entscheidungstext OGH 12.01.2012 6 Ob 273/11g
  • 7 Ob 62/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 62/13p
    Beis wie T2; Beisatz: Die Zustimmungsfiktion des § 25 Abs 2 und 5 VermG greift immer dann, wenn ein Grundeigentümer nicht fristgerecht das Gericht anruft. Ein solcher Fall hat genauso wie eine vergleichsweise Grenzfestlegung unmittelbare Bedeutung für die Eigentumsverhältnisse. Bereits nach Fristablauf stehen die Eigentumsverhältnisse an der fraglichen Grenze kraft unwiderlegbar fingierter Zustimmung und mit unmittelbarer sachenrechtlicher Wirkung auf das Eigentumsrecht fest, ohne dass es auf eine Ersichtlichmachung im Grenzkataster, eine Verbücherung oder den Bescheid einer Behörde ankäme. Einer dem Eintragungsgrundsatz entsprechenden Einverleibung bedarf es nicht. Durch die unwiderlegbare Zustimmungsfiktion des § 25 Abs 5 VermG wird der Grenzverlauf neu in konstitutiver Weise festgelegt. (T3)
    Veröff: SZ 2013/39
  • 7 Ob 27/13s
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 27/13s
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/52
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Vgl; Beis wie T2
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Die Wirksamkeit des Vergleichs über den Verlauf der Grundstücksgrenze hängt nicht vom vorherigen Vermarken in der Natur ab. Nach dem Grundsatz der Privatautonomie steht es den Parteien frei, die strittige Grenze unter Hinweis auf die Katastralmappe festzulegen, ohne dass dies die Kenntnis voraussetzt, wie diese Grenze in der Natur tatsächlich verläuft. (T4)
    Beisatz: Ein Vergleich über den Grenzverlauf führt bei nicht in den Grenzkataster aufgenommenen Grundstücken zu einer Berichtigung der Grenze, ohne dass es weiterer Schritte bedürfte. (T5)
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 12/19z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 12/19z
    Vgl auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0013881

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19540407_OGH0002_0020OB00831_5300000_001

Rechtssatz für 7Ob650/56 1Ob29/80 1Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0049554

Geschäftszahl

7Ob650/56; 1Ob29/80; 1Ob703/83; 8Ob626/84; 1Ob583/85; 1Ob6/89; 7Ob628/89; 7Ob686/89; 7Ob701/89; 1Ob38/92 (1Ob39/92); 1Ob512/96; 1Ob53/97v; 6Ob230/98m; 1Ob13/99i; 9Ob26/00i; 7Ob271/01f; 1Ob295/03v; 7Ob239/04d; 10Ob18/05b; 9Ob18/08z; 4Ob94/08i; 9Ob46/10w; 1Ob100/13g; 8Ob39/13p; 4Ob253/16h; 1Ob14/17s; 9Ob77/17i; 4Ob53/18z; 3Ob40/18f; 5Ob57/18w; 4Ob21/19w

Entscheidungsdatum

09.01.1957

Norm

ABGB §523 A
ABGB §851 Abs2
AllgGAG §3

Rechtssatz

Der Mappendarstellung kommt nicht die Bedeutung einer bücherlichen Eintragung zu. Sie ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 650/56
    Entscheidungstext OGH 09.01.1957 7 Ob 650/56
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
  • 1 Ob 703/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 703/83
    Veröff: SZ 56/141
  • 8 Ob 626/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 626/84
  • 1 Ob 583/85
    Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 583/85
  • 1 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 6/89
    Veröff: SZ 62/59
  • 7 Ob 628/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 628/89
  • 7 Ob 686/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 686/89
    Beisatz: Das Vertrauen auf die Darstellung der Grenze wird daher nicht geschützt. Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf. (T1)
  • 7 Ob 701/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 701/89
    Auch; Beisatz: Maßgeblich sind nicht die Papiergrenzen, sondern die Naturgrenzen. (T2)
    Veröff: RZ 1990/65 S 150
  • 1 Ob 38/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 38/92
    Auch; Beis wie T1
    Veröff: SZ 66/11 = EvBl 1993/193 S 810
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 230/98m
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 230/98m
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf der Grenzen. Solche "natürlichen Grenzen" können in den Almregionen und im Gebirge beispielsweise ein Grat (Wasserscheide), ein Bach in der Talsohle oder, wie der Kläger im Verfahren erster Instanz selbst noch vorgebracht hat, sonstige auffällige Gegebenheiten in der Natur (Felsen, Bäume, Berggipfel, Bergrücken, unterschiedliche Kulturgattungen, Schlucht usw) bilden. Die Frage der rechtlichen Beurteilung der Mappengrenzen gehört zur rechtlichen Beurteilung. (T3)
  • 1 Ob 13/99i
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 13/99i
    nur: Die Mappendarstellung ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaft zu veranschaulichen. (T4)
    Beisatz: Die Grundbuchsmappe macht daher keinen Beweis über die Größe und die Grenzen der Grundstücke. (T5)
  • 9 Ob 26/00i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 26/00i
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 271/01f
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 271/01f
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 295/03v
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 295/03v
    Auch; Veröff: SZ 2004/120
  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
    Beis wie T1
  • 10 Ob 18/05b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 18/05b
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 9 Ob 46/10w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 46/10w
    Beis wie T1
  • 1 Ob 100/13g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 100/13g
    Auch
  • 8 Ob 39/13p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 39/13p
    Auch; Beisatz: Für den Grenzverlauf ist nicht die Grundbuchsmappe, sondern der Wille der Parteien, der sich vor allem in sichtbaren „natürlichen Grenzen“ manifestieren kann, entscheidend. (T6)
  • 4 Ob 253/16h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 253/16h
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Gilt nicht, wenn die betroffene Grenze im Grenzkataster eingetragen ist. (T7)
  • 1 Ob 14/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 14/17s
    Auch
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
  • 4 Ob 53/18z
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 53/18z
  • 3 Ob 40/18f
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 40/18f
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 5 Ob 57/18w
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 57/18w
    Beis wie T1; nur T4
  • 4 Ob 21/19w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 21/19w
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Für die Maßgeblichkeit der Naturgrenzen kommt es auf deren Akzeptanz durch die Parteien nicht an. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0049554

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19570109_OGH0002_0070OB00650_5600000_002

Rechtssatz für 3Ob394/61 7Ob305/62 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0049559

Geschäftszahl

3Ob394/61; 7Ob305/62; 5Ob333/64; 8Ob504/78; 1Ob29/80; 8Ob626/84; 6Ob656/87; 7Ob628/89; 1Ob38/92 (1Ob39/92); 1Ob512/96; 1Ob53/97v; 4Ob266/97i; 6Ob12/98b; 6Ob230/98m; 7Ob239/04d; 10Ob18/05b; 9Ob18/08z; 4Ob94/08i; 6Ob102/08f; 6Ob256/10f; 1Ob181/14w; 1Ob77/16d; 2Ob22/17z; 1Ob14/17s; 9Ob34/17s; 9Ob77/17i

Entscheidungsdatum

18.10.1961

Norm

ABGB §523 A
ZPO §272 A
AllgGAG §3

Rechtssatz

Die Grundbuchmappe beurkundet nicht die Grenze; sie ist nur ein Beweismittel wie jedes anderes.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 394/61
    Entscheidungstext OGH 18.10.1961 3 Ob 394/61
  • 7 Ob 305/62
    Entscheidungstext OGH 24.10.1962 7 Ob 305/62
  • 5 Ob 333/64
    Entscheidungstext OGH 21.01.1965 5 Ob 333/64
  • 8 Ob 504/78
    Entscheidungstext OGH 17.05.1978 8 Ob 504/78
    nur: Die Grundbuchmappe beurkundet nicht die Grenze. (T1)
    Veröff: SZ 51/64
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
    Auch
  • 8 Ob 626/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 626/84
    Auch
  • 6 Ob 656/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 6 Ob 656/87
    Beisatz: Erst durch die Eintragung der Grundstücke im Grenzkataster wird die "Papiergrenze" verbindlich. (T2)
  • 7 Ob 628/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 628/89
    nur T1
  • 1 Ob 38/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 38/92
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Behauptung eines bestimmten Grenzverlaufs kann weder durch Grundbuchsauszüge noch durch Mappenkopien bewiesen werden. (T3)
    Veröff: SZ 66/11 = EvBl 1993/193 S 810
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 266/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 266/97i
    Vgl auch; Veröff: SZ 70/185
  • 6 Ob 12/98b
    Entscheidungstext OGH 29.01.1998 6 Ob 12/98b
    Beis wie T3
  • 6 Ob 230/98m
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 230/98m
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, wo die natürliche Grenze verläuft, ist eine Frage der Würdigung aller Beweise einschließlich der Katastermappe und Grundbuchsmappe sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen. Dazu gehört auch die Frage der Kulturgattungen. (T4)
  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
    Auch
  • 10 Ob 18/05b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 18/05b
    Auch
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
    Beis wie T3
  • 6 Ob 102/08f
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 102/08f
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 256/10f
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 256/10f
    Vgl; nur T2
  • 1 Ob 181/14w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 181/14w
    Vgl auch; Beisatz: Nach § 8 Z 1 VermG erbringt der Grenzkataster den verbindlichen Nachweis für die darin enthaltenen Grundstücksgrenzen. (T5)
  • 1 Ob 77/16d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 77/16d
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    Vgl
  • 1 Ob 14/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 14/17s
  • 9 Ob 34/17s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 Ob 34/17s
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Die Frage, wo die natürliche Grenze verläuft, ist eine Frage der Würdigung aller Beweise sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen. (T6)
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Vgl auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0049559

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19611018_OGH0002_0030OB00394_6100000_001

Rechtssatz für 8Ob147/63 1Ob501/78 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0038593

Geschäftszahl

8Ob147/63; 1Ob501/78; 1Ob193/98h; 6Ob256/10f; 1Ob100/13g; 2Ob22/17z; 1Ob14/17s; 9Ob77/17i; 5Ob57/18w

Entscheidungsdatum

25.06.1963

Norm

ABGB §431
AllgGAG §3
GV §43

Rechtssatz

Da weder die Katastralmappe noch die Grundbuchsmappe einen Beweis über die Richtigkeit der eingezeichneten Grenzen machen, ist aus dem in den Mappen aufscheinenden Grenzverlauf nichts zu gewinnen, wenn feststeht, daß der Weg, der nach den Mappen die Grenze bildet, im Laufe der Jahre in den Grundbesitz eines Anrainers "hineingewandert" ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 147/63
    Entscheidungstext OGH 25.06.1963 8 Ob 147/63
  • 1 Ob 501/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 1 Ob 501/78
    Auch
  • 1 Ob 193/98h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 193/98h
    nur: Weder die Katastralmappe noch die Grundbuchsmappe machen einen Beweis über die Richtigkeit der eingezeichneten Grenzen. (T1)
  • 6 Ob 256/10f
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 256/10f
    nur T1
  • 1 Ob 100/13g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 100/13g
    Auch
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    nur T1; Beisatz: Die Katastralmappe des Grundsteuerkatasters ist für noch nicht in den Grenzkataster aufgenommene Grundstücke weiterzuführen (§ 52 VermG). (T2)
  • 1 Ob 14/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 14/17s
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 57/18w
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 57/18w
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0038593

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19630625_OGH0002_0080OB00147_6300000_001

Rechtssatz für 7Ob552/78 7Ob653/79 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012186

Geschäftszahl

7Ob552/78; 7Ob653/79; 1Ob29/80; 3Ob606/80; 7Ob614/84; 1Ob515/90; 1Ob24/91; 1Ob516/96; 1Ob512/96; 1Ob2003/96g; 10Ob69/98i; 6Ob80/98b; 4Ob288/99b; 5Ob157/03d; 6Ob95/04w; 4Ob94/08i; 5Ob262/08b; 5Ob281/08x; 8Ob126/12f; 8Ob69/12y; 1Ob185/13g; 1Ob210/15m; 1Ob218/15p; 1Ob226/16s; 2Ob22/17z; 6Ob52/17s; 9Ob34/17s; 8Ob48/17t; 9Ob77/17i; 1Ob12/19z; 8Ob41/19s

Entscheidungsdatum

20.04.1978

Norm

ABGB §523 Cd
ZPO §503 Z4 E4c/17

Rechtssatz

Bei der Negatorienklage hat der Kläger sein Eigentum und den Eingriff des Beklagten, dieser hingegen die Berechtigung seines Eingriffs zu beweisen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 7 Ob 552/78
  • 7 Ob 653/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 653/79
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
  • 3 Ob 606/80
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 3 Ob 606/80
  • 7 Ob 614/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 614/84
    Auch; nur: Dieser hingegen die Berechtigung seines Eingriffs zu beweisen. (T1)
    Veröff: SZ 57/183
  • 1 Ob 515/90
    Entscheidungstext OGH 02.05.1990 1 Ob 515/90
    Veröff: SZ 63/73 = JBl 1991, 446 (Hoyer/Pfersmann)
  • 1 Ob 24/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 24/91
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 516/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 516/96
    Veröff: SZ 69/135
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    Auch
  • 10 Ob 69/98i
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 10 Ob 69/98i
    Auch
  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 80/98b
    Auch; Beisatz: Wenn der ein Servitutsrecht behauptende Beklagte einen Titel nachzuweisen vermag, ist es Sache des Eigentumsfreiheitsklägers, eine dennoch vorliegende materielle Anspruchsvoraussetzung zur Begründung der Freiheit seines Eigentums nachzuweisen.. (T2)
  • 4 Ob 288/99b
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 288/99b
    Auch; Veröff: SZ 72/186
  • 5 Ob 157/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 157/03d
  • 6 Ob 95/04w
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 95/04w
    Vgl auch; Beisatz: Den Servitutsberechtigten, der sich auf eine auf der ersteigerten Liegenschaft zu seinen Gunsten lastende offenkundige, nichtverbücherte Servitut stützt, trifft, unabhängig davon, ob er den Ersteher mit Servitutenklage belangt oder von diesem mit Servitutenfreiheitsklage belangt wird, die Behauptungs- und Beweislast für alle das Aufrechtbleiben dieser Dienstbarkeit begründenden Tatsachen, insbesondere dass nach den im Zeitpunkt des Zuschlags gegebenen tatsächlichen Rang- und Belastungsverhältnissen die offenkundige Dienstbarkeit zu übernehmen war; Hier: Betrifft Rechtslage vor der EO-Novelle 2000. (T3)
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
  • 5 Ob 262/08b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 262/08b
  • 5 Ob 281/08x
    Entscheidungstext OGH 10.02.2009 5 Ob 281/08x
    Vgl; Beisatz: Den Servitutsberechtigten, der sich auf eine auf der ersteigerten Liegenschaft zu seinen Gunsten lastende, nicht verbücherte Servitut stützt, weil dem Erwerber Schlechtgläubigkeit anzulasten ist, trifft die Behauptungs- und Beweislast für alle das Aufrechtbleiben dieser Dienstbarkeit begründenden Tatsachen. (T4)
    Bem: Hier: Rechtslage nach der EO-Novelle 2000. (T5)
  • 8 Ob 126/12f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 126/12f
    Auch; Veröff: SZ 2012/129
  • 8 Ob 69/12y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 69/12y
    nur T1
  • 1 Ob 185/13g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 185/13g
  • 1 Ob 210/15m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 210/15m
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 218/15p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 218/15p
  • 1 Ob 226/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 226/16s
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    Beisatz: Gegenstand der Behauptungs- und Beweislast des Klägers ist auch die richtige Grenze, weil nur danach Eigentum und Eingriff geprüft werden können. Ist der Verlauf der richtigen Grenze strittig, ist darüber als Vorfrage im streitigen Verfahren zu entscheiden. (T6)
  • 6 Ob 52/17s
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 52/17s
    Beis wie T6 nur: Gegenstand der Behauptungs- und Beweislast des Klägers ist auch die richtige Grenze, weil nur danach Eigentum und Eingriff geprüft werden können. (T7)
  • 9 Ob 34/17s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 Ob 34/17s
    Beis wie T6
  • 8 Ob 48/17t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 48/17t
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Beis wie T6
  • 1 Ob 12/19z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 12/19z
    Beis wie T6
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0012186

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19780420_OGH0002_0070OB00552_7800000_001

Entscheidungstext 9Ob77/17i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2018/204 S 112 - Zak 2018,112

Geschäftszahl

9Ob77/17i

Entscheidungsdatum

30.01.2018

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden, die Hofrätinnen und Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Dehn, Dr. Hargassner, Mag. Korn und Dr. Stefula in der Rechtssache der klagenden Partei J***** B*****, vertreten durch Kinberger-Schuberth-Fischer Rechtsanwälte-GmbH in Zell am See, gegen die beklagten Parteien 1. R***** S*****, und 2. M***** S*****, beide vertreten durch Mag. Egon Stöger, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Entfernung eines Zauns (Streitwert: 9.900 EUR), über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Berufungsgericht vom 2. August 2017, GZ 53 R 91/17i-63, mit dem der Berufung der klagenden Partei gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zell am See vom 3. März 2017, GZ 16 C 70/15w-59, nicht Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision der klagenden Partei wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien die mit 917,02 EUR (darin 152,84 EUR USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die ordentliche Revision wurde vom Berufungsgericht – nachträglich (§ 508 Abs 3 ZPO) – zum einen zur Frage zugelassen, ob zur Feststellung des Eigentumsrechts an einer Liegenschaft beim Fehlen von Naturgrenzen die Mappengrenzen heranzuziehen sind, und zum anderen zu der in der Judikatur noch nicht beantworteten Frage der Festlegung einer verbindlichen Grenze durch den Eigentümer der benachbarten Grundstücke aus Anlass einer Grundstücksteilung. Dem schloss sich der Revisionswerber zwecks Begründung der Zulässigkeit seines Rechtsmittels nach § 502 Abs 1 ZPO an. Dem gegenüber bestritten die Revisionsgegner das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage und beantragten die Zurückweisung der Revision des Klägers.

Der Oberste Gerichtshof ist bei der Prüfung der Zulässigkeit der Revision an den Ausspruch des Berufungsgerichts nach § 500 Abs 2 Z 3 ZPO nicht gebunden (§ 508a Abs 1 ZPO). Gegen das Urteil des Berufungsgerichts ist die Revision nach § 502 Abs 1 ZPO nur dann zulässig, wenn die Entscheidung von der Lösung einer erheblichen, in ihrer Bedeutung über den Einzelfall hinausgehenden Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts abhängt. Dies ist hier nicht der Fall. Die Zurückweisung der ordentlichen Revision kann sich auf die Ausführung der Zurückweisungsgründe beschränken (§ 510 Abs 3 Satz 4 ZPO):

1. Bei der Eigentumsfreiheitsklage nach § 523 ABGB muss der Kläger sein Eigentum und den Eingriff des Beklagten, dieser hingegen die Berechtigung seines Eingriffs beweisen (RIS-Justiz RS0012186). Gegenstand der Behauptungs- und Beweislast des Klägers ist auch die richtige Grenze, weil nur danach Eigentum und Eingriff geprüft werden können (RIS-Justiz RS0012186 [T6]). Ist der Verlauf der richtigen Grenze strittig, ist darüber als Vorfrage im streitigen Verfahren zu entscheiden (9 Ob 34/17s).

Nach Lehre und herrschender Rechtsprechung bestimmt sich der eigentumsrechtliche Grenzverlauf eines nicht in den Grenzkataster eingetragenen Grundstücks nach den Naturgrenzen (Schmid, Zum Verhältnis von Natur- und Mappengrenzen, Zak 2017/294; 9 Ob 34/17s; 10 Ob 32/17d ua). Die Frage, wo die natürliche Grenze verläuft, ist eine Frage der Würdigung aller Beweise einschließlich der Kataster- und der Grundbuchsmappe sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen (RIS-Justiz RS0049559 [T4]; 1 Ob 14/17s; 9 Ob 34/17s). Weder die Kataster- noch die Grundbuchsmappe beurkundet die Grenze verbindlich (9 Ob 18/08z; 6 Ob 102/08f; 4 Ob 94/08i; 4 Ob 253/16h; 1 Ob 14/17s; 10 Ob 32/17d; RIS-Justiz RS0038593 [T1]; RS0049559). Die Mappendarstellung ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen (RIS-Justiz RS0049554).

Da der Kläger im Verfahren nicht nachweisen konnte, dass sich der Zaun, dessen Entfernung er von den Beklagten als Eigentümer des südlichen Nachbargrundstücks (580) begehrt, ganz oder teilweise auf seinem Grundstück (586/2) befindet, ergingen die klageabweisenden Entscheidungen der Vorinstanzen im Einklang mit der herrschenden Rechtsprechung.

An der Entscheidung 3 Ob 12/98f, auf die sich die Revision stützt, hat der Oberste Gerichtshof bereits in zahlreichen jüngeren – oben zitierten – Entscheidungen, wenn auch nicht ausdrücklich, nicht mehr festgehalten. Die Entscheidung 3 Ob 12/98f vertrat unter Bezugnahme auf Randa, Eigentumsrecht² [1893], 480, und ihm folgend Wegan, Die Bedeutung der Mappe im Grundbuchsverfahren und bei Grenzstreitigkeiten, ÖJZ 1953, 35, noch die Rechtsansicht, dass dann, wenn Naturgrenzen fehlen, der Käufer durch die Einverleibung Eigentum in jenen Grenzen erwirbt, die von der Grundbuchsmappe dargestellt werden. Die Lehrmeinung von Randa ist spätestens durch Einführung des Allgemeinen Grundbuchsanlegungsgesetzes (BGBl 1930/2) überholt. § 3 AllgGAG hält ausdrücklich fest, dass die Mappe lediglich zur Veranschaulichung der Lage der Liegenschaften dient (vgl auch RIS-Justiz RS0049554). Der erkennende Senat schließt sich daher der jüngeren einheitlichen Judikatur des Obersten Gerichtshofs an.

2. Wenn ein Grundstück jedoch nach dem übereinstimmenden Parteiwillen in dem aus der Mappe hervorgehenden Umfang ohne Bestimmung der Grenzen in der Natur verkauft und übergeben worden ist, dann ist für den Umfang des Eigentumserwerbs an einer Liegenschaft (ausnahmsweise) die Grundbuchsmappe maßgebend (RIS-Justiz RS0011236 [T4]; 10 Ob 32/17d). Nach dem Grundsatz der Privatautonomie steht es den Parteien nämlich frei, die strittige Grenze unter Hinweis auf die Katastralmappe festzulegen, ohne dass dies die Kenntnis voraussetzt, wie diese Grenze in der Natur tatsächlich verläuft (2 Ob 22/17z = RIS-Justiz RS0013881 [T4]).

Der Kläger sieht in der im Jahr 1985 auf Grundlage einer Vermessungsurkunde erfolgten Teilung des Grundstücks des Voreigentümers (586) in die Grundstücke 586/1 und 586/2 eine vom Voreigentümer beabsichtigte verbindliche Grenzfestlegung auch zum – damals noch im Eigentum desselben Voreigentümers gestandenen – südlichen Nachbargrundstück (580), die für die Beklagten als nunmehrige Eigentümer dieses Grundstücks bindend sei.

Die Rechtsauffassung des Berufungsgerichts, nach dem festgestellten Sachverhalt könne nicht davon ausgegangen werden, dass der damalige Eigentümer des Grundstücks 586 bereits anlässlich der Teilung des Grundstücks 586 in die Grundstücke 586/1 und 586/2 und des Verkaufs des Grundstücks 586/1 an den Rechtsvorgänger des Klägers (auch) die Grenze zwischen den Grundstücken 586/1 und 586/2 zum Grundstück 580 verbindlich festlegen wollte, ist nach der Lage des Falls vertretbar (RIS-Justiz RS0044298 [T43]). Für das Berufungsgericht war für diese Beurteilung ua entscheidend, dass zwar die zwischen den Grundstücken 586/1 und 586/2 festgesetzten Grenzpunkte 1 und 2 vermarkt wurden, nicht jedoch der Grenzpunkt 44, auf den sich der Kläger in der Revision stützt. Dieser unverbindliche Grenzpunkt wurde nach den Feststellungen lediglich im Zuge der Übertragung der Grundstücke in den Grundsteuerkataster dergestalt ermittelt, dass die beiden Grenzpunkte 1 und 2 zeichnerisch am Plan verlängert wurden und damit ein grafischer Schnittpunkt zum Grundstück 580 festgelegt wurde. Zudem steht fest, dass der strittige Zaun bereits seit dem Jahr 1950 vorhanden ist. Die Beurteilung des Berufungsgerichts ist daher nicht zu beanstanden. Die unrichtige Lösung einer im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage vermag der Revisionswerber auch in diesem Punkt nicht aufzuzeigen.

Die Kostenentscheidung beruht auf den §§ 41, 50 ZPO. Die Beklagten haben auf die Unzulässigkeit der Revision des Klägers in ihrer Revisionsbeantwortung hingewiesen (RIS-Justiz RS0035979 [T16]).

Textnummer

E120898

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:0090OB00077.17I.0130.000

Im RIS seit

16.03.2018

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2018

Dokumentnummer

JJT_20180130_OGH0002_0090OB00077_17I0000_000