Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob3/11d 5Ob41/11g 3Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127207

Geschäftszahl

3Ob3/11d; 5Ob41/11g; 3Ob41/12v; 3Ob166/15f; 3Ob141/17g; 3Ob142/17d; 1Ob179/17f; 8Ob152/17m

Entscheidungsdatum

06.07.2011

Norm

ABGB §137a
ABGB §176 Abs1 C
ABGB §176b
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181 Abs1
AußStrG 2005 §107 Abs3

Rechtssatz

Ohne Gefährdung des Kindeswohls und eine dadurch bedingte Notwendigkeit der Änderung eines bestehenden Zustandes kommt eine Verfügung nach § 176 Abs 1 ABGB - und zwar unabhängig davon, ob sie eine (Teil)Entziehung der Obsorge oder eine "Auflage" mit inhaltlichen Vorgaben für die Ausübung des Obsorgerechts ausspricht, jedenfalls nicht in Betracht, auch wenn sie zweckmäßig bzw sinnvoll wäre.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 3/11d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 3/11d
  • 5 Ob 41/11g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 41/11g
    Vgl auch; Beisatz: Siehe auch RS0127236, RS0127247 und RS0127248. (T1)
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
  • 3 Ob 166/15f
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 166/15f
    Auch; Beisatz: Hier: § 181 Abs 1 ABGB idF KindNamRÄG 2013. (T2)
  • 3 Ob 141/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 141/17g
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 142/17d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 142/17d
    Auch
  • 1 Ob 179/17f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 179/17f
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Soll die Durchführung eines Hausbesuchs im Haushalt eines Elternteils nur zur Abklärung einer solchen Gefährdung erforderlich sein, kommt mangels Gefährdung des Kindeswohls und einer dadurch bedingten Notwendigkeit der Änderung eines bestehenden Zustands eine Verfügung nach § 181 Abs 1 ABGB nicht in Betracht. (T3)
  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Aber; Beisatz: Die nachträgliche Änderung einer bestehenden Obsorgeregelung setzt zwar anders als eine Sicherungsverfügung nach § 181 ABGB keine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Die Änderung der Verhältnisse muss aber derart gewichtig sein, dass das zu berücksichtigende Postulat der Erziehungskontinuität in den Hintergrund tritt. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127207

Im RIS seit

16.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2018

Dokumentnummer

JJR_20110706_OGH0002_0030OB00003_11D0000_002

Rechtssatz für 6Ob41/13t 4Ob32/13d 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128809

Geschäftszahl

6Ob41/13t; 4Ob32/13d; 10Ob53/13m; 3Ob212/14v; 1Ob46/15v; 3Ob37/16m; 7Ob174/16p; 6Ob19/17p; 9Ob20/17g; 5Ob10/18h; 8Ob152/17m; 7Ob115/18i; 8Ob17/18k; 7Ob77/19b; 6Ob148/19m

Entscheidungsdatum

08.05.2013

Norm

ABGB idF KindNamRÄG 2013 §180 Abs3

Rechtssatz

Im Hinblick auf § 180 Abs 3 ABGB kann die Obsorge bei maßgeblicher Änderung der Verhältnisse neu geregelt werden. Haben die Eltern nach ihrer Trennung vor Inkrafttreten des KindNamRÄG 2013 die Obsorge beider und die hauptsächliche Betreuung durch den Vater vereinbart, streben aber nunmehr beide die Alleinobsorge an, ist die maßgebliche Änderung seit der getroffenen Vereinbarung jedenfalls im Inkrafttreten des KindNamRÄG 2013 zu sehen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 41/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 41/13t
  • 4 Ob 32/13d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 32/13d
    Vgl auch
  • 10 Ob 53/13m
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 Ob 53/13m
    Ähnlich
  • 3 Ob 212/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 212/14v
    Auch; Beisatz: § 180 Abs 3 ABGB idF des Kindschafts‑ und Namensrechtsänderungsgesetzes 2013 (KindNamRÄG 2013 BGBl I 2013/15) ist auch anzuwenden, wenn die Eltern nach ihrer Trennung vor Inkrafttreten des KindNamRÄG 2013 die Obsorge beider und die hauptsächliche Betreuung bei einem Elternteil vereinbart haben. (T1)
  • 1 Ob 46/15v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 46/15v
    Vgl auch
  • 3 Ob 37/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 37/16m
    Auch
  • 7 Ob 174/16p
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 174/16p
    nur: Im Hinblick auf § 180 Abs 3 ABGB kann die Obsorge bei maßgeblicher Änderung der Verhältnisse neu geregelt werden. (T2)
  • 6 Ob 19/17p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 19/17p
    Auch; Beisatz: Selbst wenn die Eltern die gemeinsame Obsorge vereinbart haben, ist bei einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse ein Antrag auf Neuregelung der Obsorge zulässig. (T3)
    Beisatz: Hier: Die durch die Mutter beabsichtigte Verlegung des Wohnsitzes des Kindes an einen anderen mehr als 600 km entfernten Ort im Inland ist eine wesentliche Änderung der Verhältnisse. (T4)
  • 9 Ob 20/17g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 20/17g
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 10/18h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 10/18h
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Auch; Beisatz: Die nachträgliche Änderung einer bestehenden Obsorgeregelung setzt zwar anders als eine Sicherungsverfügung nach § 181 ABGB keine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Die Änderung der Verhältnisse muss aber derart gewichtig sein, dass das zu berücksichtigende Postulat der Erziehungskontinuität in den Hintergrund tritt. (T5)
  • 7 Ob 115/18i
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 115/18i
    Beis wie T5
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 77/19b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 77/19b
    Auch
  • 6 Ob 148/19m
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 148/19m
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128809

Im RIS seit

09.07.2013

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2019

Dokumentnummer

JJR_20130508_OGH0002_0060OB00041_13T0000_001

Rechtssatz für 6Ob41/13t 4Ob32/13d 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128811

Geschäftszahl

6Ob41/13t; 4Ob32/13d; 4Ob58/13b; 3Ob145/13i; 3Ob103/13p; 7Ob211/13z; 7Ob64/14h; 3Ob128/14s; 1Ob156/14v; 1Ob250/14t; 8Ob7/15k; 8Ob40/15p; 3Ob126/15y; 5Ob163/15d; 8Ob146/15a; 10Ob22/16g; 3Ob37/16m; 9Ob51/16i; 1Ob136/17g; 5Ob208/17z; 8Ob152/17m; 1Ob93/18k; 7Ob209/18p; 7Ob217/18i

Entscheidungsdatum

08.05.2013

Norm

ABGB idF KindNamRÄG 2013 §180

Rechtssatz

Im Gegensatz zur Rechtslage vor dem KindNamRÄG 2013 soll nunmehr die Obsorge beider Elternteile (eher) die Regel sein. Kommt eine Belassung der Obsorge beider Eltern in Betracht, so ist letztlich die Frage, in wessen Haushalt das Kind hauptsächlich betreut werden soll, entscheidungsrelevant. Auch die Bestimmung dieses Elternteils hat sich grundsätzlich am Kindeswohl zu orientieren.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 41/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 41/13t
  • 4 Ob 32/13d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 32/13d
    Auch
  • 4 Ob 58/13b
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 58/13b
    Vgl auch
  • 3 Ob 145/13i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 145/13i
    Auch
  • 3 Ob 103/13p
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 103/13p
  • 7 Ob 211/13z
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 211/13z
    nur: Im Gegensatz zur Rechtslage vor dem KindNamRÄG 2013 soll nunmehr die Obsorge beider Elternteile (eher) die Regel sein. (T1)
  • 7 Ob 64/14h
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 64/14h
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 128/14s
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 128/14s
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 156/14v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 156/14v
    nur T1
  • 1 Ob 250/14t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 250/14t
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 7/15k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 7/15k
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 40/15p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 40/15p
    Auch; nur T1; Beisatz: Nach der neuen Rechtslage soll die Obsorge beider Elternteile eher der Regelfall sein. Besteht also eine „normale“ familiäre Situation zwischen den Eltern und auch zwischen den Eltern und dem Kind, so gelangt dieser Grundsatz zur Anwendung. (T2); Veröff: SZ 2015/53
  • 3 Ob 126/15y
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 126/15y
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 163/15d
    Entscheidungstext OGH 23.09.2015 5 Ob 163/15d
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 146/15a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2016 8 Ob 146/15a
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/38
  • 10 Ob 22/16g
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 10 Ob 22/16g
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 37/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 37/16m
    Auch; Beisatz: Kommunikation der getrennt lebenden Eltern nur noch per SMS genügt nicht. (T3)
  • 9 Ob 51/16i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 Ob 51/16i
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 208/17z
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 5 Ob 208/17z
    Auch
  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Vgl auch
  • 1 Ob 93/18k
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 93/18k
    nur T1
  • 7 Ob 209/18p
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 209/18p
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 217/18i
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 217/18i
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128811

Im RIS seit

09.07.2013

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2019

Dokumentnummer

JJR_20130508_OGH0002_0060OB00041_13T0000_003

Rechtssatz für 6Ob41/13t 4Ob32/13d 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128812

Geschäftszahl

6Ob41/13t; 4Ob32/13d; 6Ob74/13w; 4Ob58/13b; 1Ob126/13f; 6Ob155/13g; 3Ob145/13i; 3Ob103/13p; 7Ob211/13z; 5Ob227/13p; 1Ob220/13d; 10Ob53/13m; 7Ob64/14h; 4Ob88/14s; 5Ob144/14h; 3Ob128/14s; 1Ob156/14v; 3Ob149/14d; 7Ob198/14i; 1Ob250/14t; 2Ob240/14d; 8Ob7/15k; 7Ob229/14y; 8Ob40/15p; 3Ob126/15y; 5Ob163/15d; 7Ob159/15f; 8Ob146/15a; 10Ob22/16g; 3Ob37/16m; 10Ob53/16s; 9Ob51/16i; 1Ob241/16x; 3Ob7/17a; 4Ob67/17g; 4Ob111/17b; 1Ob136/17g; 3Ob142/17d; 8Ob29/17y; 8Ob152/17m; 1Ob93/18k; 7Ob147/18w; 7Ob209/18p; 7Ob217/18i; 7Ob9/19b; 10Ob8/19b; 3Ob22/19k

Entscheidungsdatum

08.05.2013

Norm

ABGB idF KindNamRÄG 2013 §180

Rechtssatz

Auch wenn das Gesetz keine näheren Kriterien dafür aufstellt, ob eine Alleinobsorge eines Elternteils oder eine Obsorge beider Eltern anzuordnen ist, so kommt es doch darauf an, ob die Alleinobsorge eines Elternteils oder die Obsorge beider Eltern dem Wohl des Kindes besser entspricht. Eine sinnvolle Ausübung der Obsorge beider Eltern setzt dabei allerdings ein gewisses Mindestmaß an Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit beider voraus. Um Entscheidungen gemeinsam im Sinn des Kindeswohls treffen zu können, ist es erforderlich, in entsprechend sachlicher Form Informationen auszutauschen und einen Entschluss zu fassen. Es ist also eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob bereits jetzt eine entsprechende Gesprächsbasis zwischen den Eltern vorhanden ist oder ob zumindest in absehbarer Zeit mit einer solchen gerechnet werden kann.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 41/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 41/13t
  • 4 Ob 32/13d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 32/13d
    Auch
  • 6 Ob 74/13w
    Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 74/13w
    Vgl; nur: Um Entscheidungen gemeinsam im Sinn des Kindeswohls treffen zu können, ist es erforderlich, in entsprechend sachlicher Form Informationen auszutauschen und einen Entschluss zu fassen. (T1)
    Beisatz: Es kommt daher darauf an, ob zumindest in absehbarer Zeit mit einer entsprechenden Gesprächsbasis gerechnet werden kann. (T2)
  • 4 Ob 58/13b
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 58/13b
    Auch
  • 1 Ob 126/13f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 126/13f
    Vgl auch
  • 6 Ob 155/13g
    Entscheidungstext OGH 09.09.2013 6 Ob 155/13g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: In der Auffassung, die Möglichkeit einer Übernahme von Erziehungs‑ und Betreuungsaufgaben im Wege der Skype‑Telefonie über das Internet stelle keine taugliche, in Ansehung des noch kindlichen Alters der Minderjährigen in der Umsetzung noch dazu erst recht von einer konfliktentkleideten Kommunikations‑ und Mitwirkungsbereitschaft beider Eltern abhängige Beteiligungsmaßnahme an der Alltags‑ und Lernstoffbewältigung der Minderjährigen dar, ist keine vom Obersten Gerichtshof im Interesse der Rechtssicherheit aufzugreifende Fehlbeurteilung zu erblicken. (T3)
  • 3 Ob 145/13i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 145/13i
    Auch
  • 3 Ob 103/13p
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 103/13p
  • 7 Ob 211/13z
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 211/13z
  • 5 Ob 227/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 227/13p
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 220/13d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 220/13d
    Auch
  • 10 Ob 53/13m
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 Ob 53/13m
  • 7 Ob 64/14h
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 64/14h
  • 4 Ob 88/14s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 88/14s
    nur: Eine sinnvolle Ausübung der Obsorge beider Eltern setzt dabei allerdings ein gewisses Mindestmaß an Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit beider voraus. Um Entscheidungen gemeinsam im Sinn des Kindeswohls treffen zu können, ist es erforderlich, in entsprechend sachlicher Form Informationen auszutauschen und einen Entschluss zu fassen. Es ist also eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob bereits jetzt eine entsprechende Gesprächsbasis zwischen den Eltern vorhanden ist oder ob zumindest in absehbarer Zeit mit einer solchen gerechnet werden kann. (T4)
    Beisatz: Ob das zutrifft, hängt in hohem Maß von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher im Allgemeinen keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung. (T5)
  • 5 Ob 144/14h
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 144/14h
    Auch
  • 3 Ob 128/14s
    Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 128/14s
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 156/14v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 156/14v
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Ob beide Elternteile mit der Obsorge betraut werden sollen, hängt wesentlich davon ab, ob beide bereit und in der Lage sind, an der Erfüllung der mit der Obsorge verbundenen Aufgaben mitzuwirken. (T6)
  • 3 Ob 149/14d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 149/14d
  • 7 Ob 198/14i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 198/14i
    Beis wie T5
  • 1 Ob 250/14t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 250/14t
    Auch; nur T4; Beis wie T6
  • 2 Ob 240/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 240/14d
    Auch; Beisatz: Die Rechtsansicht, dass die zwischen den Eltern ausschließlich per SMS und E-Mail geführte Kommunikation keine Basis sei, um den Anforderungen einer gemeinsamen Obsorge gerecht zu werden, sodass diese nicht im Kindeswohl liege, ist nicht korrekturbedürftig. (T7)
  • 8 Ob 7/15k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 7/15k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Die Frage, ob die Obsorge beider Eltern dem Kindeswohl entspricht und ob mit einer sinnvollen Ausübung der beiderseitigen Obsorge zu rechnen ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T8)
    Beisatz: Eine gesetzliche Vorgabe dahin, dass die Obsorgeentscheidung in jedem Fall erst nach einer Anordnung von Maßnahmen nach § 107 Abs 3 AußStrG und Eintreten des angestrebten Ergebnisses getroffen werden dürfte, besteht nicht. (T9)
  • 7 Ob 229/14y
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 229/14y
    nur T4; nur T5
  • 8 Ob 40/15p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 40/15p
    Beisatz: Zur Herstellung der erforderlichen Gesprächsbasis ist bei begründeter Aussicht auf Erfolg auch auf die Mittel des § 107 Abs 3 AußStrG zurückzugreifen. (T10)
    Beisatz: Ein die Alleinobsorge anstrebender Elternteil darf die Kooperation und Kommunikation nicht schuldhaft verweigern oder erschweren, weil er es sonst in der Hand hätte, die Belassung bzw Anordnung der beiderseitigen Obsorge einseitig zu verhindern. (T11)
    Veröff: SZ 2015/53
  • 3 Ob 126/15y
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 126/15y
    Auch
  • 5 Ob 163/15d
    Entscheidungstext OGH 23.09.2015 5 Ob 163/15d
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 159/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 159/15f
    Auch; nur T4; Beis wie T5
  • 8 Ob 146/15a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2016 8 Ob 146/15a
    Auch; nur T4; Beis wie T10; Beis wie T11; Veröff: SZ 2016/38
  • 10 Ob 22/16g
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 10 Ob 22/16g
    Beis wie T5
  • 3 Ob 37/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 37/16m
    Auch; Beisatz: Kommunikation der getrennt lebenden Eltern nur noch per SMS genügt nicht. (T12)
  • 10 Ob 53/16s
    Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 Ob 53/16s
    Auch; nur: Für die Anordnung der beiderseitigen Obsorge kommt es darauf an, ob die Alleinobsorge eines Elternteils oder die Obsorge beider Eltern dem Wohl des Kindes besser entspricht. (T13)
    Beisatz: Zwischen den Eltern bestehende Kommunikationsprobleme sind kein Ausschlussgrund für die Anordnung der gemeinsamen Obsorge bei zeitlich gleichteiliger Betreuung des Kindes („Doppelresidenzmodell“). (T14)
  • 9 Ob 51/16i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 Ob 51/16i
    Auch; nur T4; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T10; Beisatz: Ob eine ausreichende Kommunikationsbasis besteht, kann nur nach den Umständen des Einzelfalls beurteilt werden. (T15)
    Beisatz: Inwieweit nach Art und Umfang der Kommunikation eine ausreichende Gesprächsbasis für eine gemeinsame Entscheidungsfindung anzunehmen ist, ist nicht verallgemeinerungsfähig. (T16)
    Beisatz: Es kommt nicht auf die Art der Nachrichtenübermittlung an, sondern auf die jeweilige Bereitschaft zum Informationsaustausch. (T17)
    Beisatz: Es ist zu klären, ob Aufträge an die Eltern nach § 107 Abs 3 AußStrG zweckmäßig sind. Ebenso wird das wechselseitige Bemühen der Eltern, auf den jeweiligen anderen Elternteil zuzugehen und dessen Beiträge bei der Wahrnehmung der elterlichen Verantwortung zuzulassen, festzustellen und allenfalls auch zu klären sein, welcher Beitrag dem jeweiligen Elternteil am Scheitern der Herstellung der nötigen Gesprächsbasis zukommt. (T18)
  • 1 Ob 241/16x
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 241/16x
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Die gemeinsame Obsorge beider Eltern kommt nur dann in Frage, wenn ein Mindestmaß an Kooperationsbereitschaft vorhanden ist und beide Elternteile bereit und in der Lage sind, an der gemeinsamen Erfüllung der mit der Obsorge verbundenen Aufgaben mitzuwirken. Ob ein solches Mindestmaß an Verständnis und Kooperation vorhanden ist, ist stets eine Frage des Einzelfalls. (T19)
  • 3 Ob 7/17a
    Entscheidungstext OGH 10.05.2017 3 Ob 7/17a
    Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 4 Ob 67/17g
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 67/17g
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 111/17b
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 111/17b
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 136/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 136/17g
    Auch
  • 3 Ob 142/17d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 142/17d
    Auch; Beis wie T19
  • 8 Ob 29/17y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 29/17y
    nur T4
  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Vgl auch; Beis abweichend zu T7; Beis wie T10; Beis wie T11;
    Beisatz: Bevor vom Regelfall der beiderseitigen Obsorge abgewichen werden darf, hat bei ausreichender Aussicht auf Erfolg eine fachkundige Beurteilung dahin zu erfolgen, ob die Anordnung von Maßnahmen iSd § 107 Abs 3 AußStrG eine Verbesserung der Gesprächssituation und die Herstellung einer ausreichenden Kommunikationsbasis erwarten lässt. (T20)
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob zwischen den Eltern eine ausreichende Kommunikationsbasis für die Ausübung der gemeinsamen Obsorge besteht, kommt es in erster Linie auf die jeweilige Bereitschaft zum Informationsaustausch und nicht auf die Art der Nachrichtenübermittlung an. (T21)
  • 1 Ob 93/18k
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 93/18k
    nur T4; Beis wie T10; Beis wie T20; Beis wie T15; Beis wie T5
  • 7 Ob 147/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 147/18w
  • 7 Ob 209/18p
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 209/18p
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T21
  • 7 Ob 217/18i
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 217/18i
    Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T21
  • 7 Ob 9/19b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 9/19b
    Auch
  • 10 Ob 8/19b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2019 10 Ob 8/19b
    Beis wie T15; Beisatz: Ein Grundsatz, wonach eine Kommunikation der Eltern per SMS und E‑Mail für eine sinnvolle Ausübung einer beiderseitigen Obsorge nicht genüge, besteht nicht. Vielmehr kommt es für eine verantwortungsvolle Kommunikation in erster Linie auf die jeweilige Bereitschaft zum Informationsaustausch an und nicht auf die Art der Nachrichtenübermittlung. (T22)
  • 3 Ob 22/19k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 22/19k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128812

Im RIS seit

09.07.2013

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2019

Dokumentnummer

JJR_20130508_OGH0002_0060OB00041_13T0000_004

Rechtssatz für 8Ob40/15p 3Ob37/16m 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130248

Geschäftszahl

8Ob40/15p; 3Ob37/16m; 1Ob241/16x; 8Ob29/17y; 8Ob152/17m; 7Ob147/18w

Entscheidungsdatum

27.05.2015

Norm

ABGB idF KindNamRÄG 2013 §179
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §180

Rechtssatz

Die beiderseitige Obsorge setzt eine Beteiligung beider Eltern an der Betreuung des Kindes voraus. Entscheidend ist daher, ob beide Elternteile bereit und in der Lage sind, an der Erfüllung der mit der Obsorge verbundenen Aufgaben mitzuwirken.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 40/15p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 40/15p
    Veröff: SZ 2015/53
  • 3 Ob 37/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 37/16m
    Auch; Beisatz: Kommunikation der getrennt lebenden Eltern nur noch per SMS genügt nicht. (T1)
  • 1 Ob 241/16x
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 241/16x
    Auch; Beisatz: Die gemeinsame Obsorge beider Eltern kommt nur dann in Frage, wenn ein Mindestmaß an Kooperationsbereitschaft vorhanden ist. Ob ein solches Mindestmaß an Verständnis und Kooperation vorhanden ist, ist stets eine Frage des Einzelfalls. (T2)
  • 8 Ob 29/17y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 29/17y
  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Vgl auch
  • 7 Ob 147/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 147/18w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130248

Im RIS seit

05.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2018

Dokumentnummer

JJR_20150527_OGH0002_0080OB00040_15P0000_002

Rechtssatz für 8Ob152/17m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132054

Geschäftszahl

8Ob152/17m

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Norm

ABGB §179
ABGB §180 Abs3
AußStrG 2005 §107 Abs3

Rechtssatz

Bevor vom Regelfall der beiderseitigen Obsorge abgewichen werden darf, hat bei ausreichender Aussicht auf Erfolg eine fachkundige Beurteilung dahin zu erfolgen, ob die Anordnung von Maßnahmen iSd § 107 Abs 3 AußStrG eine Verbesserung der Gesprächssituation und die Herstellung einer ausreichenden Kommunikationsbasis erwarten lässt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Beisatz: An die erforderliche Aussicht auf Erfolg sind keine strengen Anforderungen zu stellen; sie ist im Zweifel zu bejahen. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132054

Im RIS seit

12.07.2018

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2018

Dokumentnummer

JJR_20180126_OGH0002_0080OB00152_17M0000_001

Rechtssatz für 8Ob152/17m 1Ob124/19w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132055

Geschäftszahl

8Ob152/17m; 1Ob124/19w

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Norm

ABGB §179
ABGB §180 Abs3

Rechtssatz

Bei der Beurteilung, ob zwischen den Eltern eine ausreichende Kommunikationsbasis für die Ausübung der gemeinsamen Obsorge besteht, kommt es in erster Linie auf die jeweilige Bereitschaft zum Informationsaustausch und nicht auf die Art der Nachrichtenübermittlung an.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
    Beisatz: Auch mittels E‑Mails kann durchaus auf einer sachlichen Ebene miteinander kommuniziert werden. (T1)
  • 1 Ob 124/19w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2019 1 Ob 124/19w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132055

Im RIS seit

12.07.2018

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_20180126_OGH0002_0080OB00152_17M0000_002

Rechtssatz für 8Ob152/17m 6Ob8/19y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0132056

Geschäftszahl

8Ob152/17m; 6Ob8/19y

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Norm

ABGB §179
ABGB §180 Abs3

Rechtssatz

Die nachträgliche Änderung einer bestehenden Obsorgeregelung setzt zwar anders als eine Sicherungsverfügung nach § 181 ABGB keine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Die Änderung der Verhältnisse muss aber derart gewichtig sein, dass das zu berücksichtigende Postulat der Erziehungskontinuität in den Hintergrund tritt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 152/17m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 152/17m
  • 6 Ob 8/19y
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 8/19y
    Beisatz: Hier: Gemeinsame Obsorge; Doppelresidenzmodell; geplante Übersiedelung der Mutter nach Deutschland - keine vorsorgliche Änderung der hauptsächlichen Betreuung der Kinder. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132056

Im RIS seit

12.07.2018

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2019

Dokumentnummer

JJR_20180126_OGH0002_0080OB00152_17M0000_003

Entscheidungstext 8Ob152/17m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

iFamZ 2018/49 S 77 - iFamZ 2018,77 = Zak 2018/280 S 152 - Zak 2018,152 = EvBl‑LS 2018/97 = AnwBl 2018/171 S 495 - AnwBl 2018,495 = Jus-Extra OGH-Z 6415 = EF‑Z 2018/124 S 281 (Pfurtscheller) - EF‑Z 2018,281 (Pfurtscheller) = ZfG 2018,78

Geschäftszahl

8Ob152/17m

Entscheidungsdatum

26.01.2018

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsrekursgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Spenling als Vorsitzenden, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner, den Hofrat Hon.-Prof. Dr. Brenn, die Hofrätin Mag. Korn und den Hofrat Dr. Stefula als weitere Richter in der Pflegschaftssache der mj A***** G*****, und der mj C***** G*****, wohnhaft bei ihrer Mutter Mag. S***** G*****, vertreten durch die Piccolruaz & Müller Anwaltspartnerschaft in Bludenz, über den außerordentlichen Revisionsrekurs des Vaters Mag. C***** G*****, vertreten durch Birnbaum Toperczer Pfannhauser, Rechtsanwälte in Wien, wegen Obsorge, gegen den Beschluss des Landesgerichts Feldkirch als Rekursgericht vom 12. Oktober 2017, GZ 3 R 226/17h-114, mit dem der (angefochtene) Beschluss des Bezirksgerichts Bludenz vom 30. Juni 2017, GZ 5 Ps 251/14y-109, berichtigt durch den Beschluss vom 11. August 2017 (ON 110), bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Die Entscheidungen der Vorinstanzen werden aufgehoben; die Pflegschaftssache wird zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Text

Begründung:

Mit Beschluss des Bezirksgerichts Klosterneuburg vom 25. 6. 2014, GZ *****, wurde die Ehe der Eltern im Einvernehmen geschieden. Die beiden Kinder, die 12-jährige A***** und die 9-jährige C*****, entstammen der Ehe. Aufgrund der Regelung in der Scheidungsvereinbarung kommt die Obsorge für die beiden Kinder beiden Eltern zu, wobei sich der Ort der hauptsächlichen Betreuung im Haushalt der Mutter befindet. Anlässlich der Scheidung haben die Eltern auch die Ausübung der Kontakte durch den Vater vereinbart.

Nach dem Verkauf der ehemaligen Ehewohnung in Klosterneuburg (im November 2014) ist die Mutter mit den Kindern nach Bludenz übersiedelt. Aus diesem Grund trafen die Eltern in der Tagsatzung vom 16. 2. 2015 eine modifizierte vergleichsweise Regelung zur Ausübung der vorläufigen Kontakte durch den Vater. Zu den konkreten Modalitäten der Kontakte sowie zu den Herbstferien schlossen sie im Rahmen eines von der Familiengerichtshilfe durchgeführten Clearings einen Vergleich, der mit Beschluss vom 8. 8. 2016 pflegschaftsgerichtlich genehmigt wurde.

In der Tagsatzung vom 16. 2. 2015 beantragten beide Eltern jeweils die Übertragung der alleinigen Obsorge. Diese Anträge zogen sie in der Tagsatzung vom 19. 1. 2016 wieder zurück. Mit Eingabe vom 16. 9. 2016 beantragte die Mutter neuerlich die Aufhebung der beiderseitigen Obsorge und die Übertragung der alleinigen Obsorge an sie. Der Vater sprach sich gegen diesen Antrag aus.

Das Erstgericht gab dem Antrag der Mutter statt, hob die beiderseitige Obsorge der Eltern auf und sprach aus, dass mit Rechtskraft des Beschlusses die alleinige Obsorge für die beiden Kinder der Mutter zukomme (Pkt 2 des Spruchs). In den Spruchpunkten 3 bis 5 wurde die Ausübung der Kontakte durch den Vater in den Sommerferien, an den verlängerten Wochenenden sowie in den Weihnachtsferien festgelegt. Im Hinblick auf die mangelnde Gesprächsbasis der Eltern sei davon auszugehen, dass die beiderseitige Obsorge nicht mehr dem Kindeswohl entspreche. Dies folge auch aus der räumlichen Distanz zwischen den Eltern und der nur spärlichen Kontakte des Vaters mit den Kindern unter der Woche. Aus diesem Grund seien die Erziehungs- und Betreuungsmaßnahmen des Vaters nicht ausreichend gegeben. Eine Beteiligung der Eltern an der Betreuung über Skype, SMS und E-Mail sei nicht ausreichend. Die Festlegung der Kontakte beruhe auf dem grundsätzlichen Einvernehmen der Eltern.

Das Rekursgericht bestätigte diese Entscheidung. Die Voraussetzungen zur Ausübung der beiderseitigen Obsorge seien im Hinblick auf die räumliche Distanz zwischen den Wohnorten der Eltern nicht gegeben. Hinzu komme das hohe Konfliktniveau der Eltern und ihre Unfähigkeit zur direkten Kommunikation. Es fehlten auch Anzeichen dafür, dass sich die Kommunikations- bzw Kooperationsfähigkeit der Eltern innerhalb absehbarer Zeit wieder verbessern würde. Der Umstand, dass die Eltern in den vergangenen drei Jahren nur vor Gericht oder unter Beteiligung der Familiengerichtshilfe das Einvernehmen hätten finden können, rechtfertige die Beibehaltung der beiderseitigen Obsorge nicht. Es fehlten auch Anhaltspunkte dafür, dass die Weigerung der Mutter zur Kommunikation bzw Kooperation schuldhaft erfolge. Eine gesetzliche Vorgabe dahin, dass die Obsorgeentscheidung erst nach Anordnung von Maßnahmen nach § 107 Abs 3 AußStrG getroffen werden dürfe, bestehe nicht. Die ordentliche Revision sei nicht zulässig, weil die Frage, ob ein für die Ausübung der beiderseitigen Obsorge erforderliches Mindestmaß an Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern gegeben sei, den Einzelfall betreffe.

Gegen diese Entscheidung richtet sich der außerordentliche Revisionsrekurs des Vaters, mit dem er vor allem die Beibehaltung der beiderseitigen Obsorge und zudem eine Klarstellung hinsichtlich der Ausübung seiner Kontakte anstrebt.

Mit ihrer – vom Obersten Gerichtshof freigestellten – Revisionsrekursbeantwortung beantragt die Mutter, den Revisionsrekurs des Vaters zurückzuweisen, in eventu, diesem den Erfolg zu versagen.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist entgegen dem – den Obersten Gerichtshof nicht bindenden – Ausspruch des Rekursgerichts zulässig, weil sich die Entscheidung über den Antrag der Mutter auf Übertragung der alleinigen Obsorge als noch nicht spruchreif erweist. Dementsprechend ist der Revisionsrekurs im Sinn des subsidiären Aufhebungsantrags berechtigt.

1. Der Vater beschwert sich in seinem außerordentlichen Revisionsrekurs vor allem darüber, dass die Vorinstanzen die Frage, ob zwischen den Eltern künftig eine Gesprächsbasis hergestellt werden kann, nicht ausreichend geprüft hätten. Insbesondere sei verabsäumt worden, auf die Mittel des § 107 Abs 3 AußStrG Bedacht zu nehmen und derartige Maßnahmen in die Betrachtung miteinzubeziehen.

Damit ist der Vater im Recht. Für die Aufhebung der beiderseitigen Obsorge reicht die ermittelte Tatsachengrundlage nicht aus.

2.1 Nach der Rechtslage nach dem KindNamRÄG 2013 soll die Obsorge beider Eltern den Regelfall darstellen. Besteht eine halbwegs normale familiäre Situation zwischen den Eltern und auch zwischen den Eltern und dem Kind, so gelangt dieser Grundsatz zur Anwendung (8 Ob 7/15k; 8 Ob 40/15p; 8 Ob 146/15a).

Für die Anordnung der beiderseitigen Obsorge ist die Beurteilung maßgebend, ob die Interessen des Kindes auf diese Weise am besten gewahrt werden können. Die beiderseitige Obsorge setzt eine Beteiligung beider Eltern an der Betreuung des Kindes voraus. Dementsprechend erfordert die Teilnahme an den Betreuungsaufgaben einen Mindestkontakt des jeweiligen Elternteils zum Kind.

Zudem ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass eine sinnvolle Ausübung der Obsorge beider Eltern ein gewisses Mindestmaß an Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie an der entsprechenden Bereitschaft der Eltern voraussetzt. Um Entscheidungen möglichst übereinstimmend im Sinn des Kindeswohls treffen zu können, ist es erforderlich, in entsprechend sachlicher Form Informationen auszutauschen und Entschlüsse zu fassen. Es ist notwendig, dass Erziehungs- und Betreuungsmaßnahmen besprochen werden, die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes möglichst übereinstimmend beurteilt werden und sich die darauf beziehenden Entscheidungen der Elternteile nicht regelmäßig widersprechen (8 Ob 40/15p). Nach diesen Grundsätzen ist eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob bereits derzeit eine entsprechende Gesprächsbasis zwischen den Eltern vorhanden ist, oder ob in absehbarer Zeit mit einer solchen gerechnet oder eine solche hergestellt werden kann. Zur Herstellung der erforderlichen Gesprächsbasis ist bei ausreichender Aussicht auf Erfolg auch auf die vom Gesetzgeber zur Verfügung gestellten Mittel des § 107 Abs 3 AußStrG zurückzugreifen. Zudem ist zu beachten, dass vor allem ein die Alleinobsorge anstrebender Elternteil die Kooperation und Kommunikation nicht schuldhaft verweigern oder erschweren darf, weil er es ansonsten in der Hand hätte, die Belassung bzw Anordnung der beiderseitigen Obsorge einseitig zu verhindern (8 Ob 7/15k; 8 Ob 146/15a).

2.2 Im Anlassfall ist die regelmäßige Betreuung der Kinder durch den Vater gewährleistet. Die Beteiligung beider Eltern an der Betreuung der beiden Kinder ist damit gegeben. Der Hinweis des Rekursgerichts auf die Entscheidung 8 Ob 40/15p überzeugt nicht. Nach dem dort maßgebenden Sachverhalt fehlt es überhaupt an den persönlichen Mindestkontakten zwischen dem Vater und einem der beiden Kinder.

2.3 Im Anlassfall sind auch beide Eltern zur Ausübung der Obsorge geeignet und es entspricht die Obsorge beider Eltern dem Kindeswohl. Während das jüngere Kind lieber bei der Mutter leben möchte, konnte sich das ältere Kind nicht entscheiden.

Diese Gesichtspunkte sprechen klar für die Beibehaltung der beiderseitigen Obsorge.

2.4 Die direkte Kommunikation zwischen den Eltern ist derzeit schwierig und findet nur spärlich statt. Die Eltern kommunizieren aber über E-Mail. Auch Vereinbarungen zu den Betreuungswochenenden des Vaters erfolgten via E-Mail. Immerhin ist es unter Anleitung des Gerichts und der Familiengerichtshilfe bereits mehrfach gelungen, Vereinbarungen über die Obsorge und die Betreuung zustande zu bringen.

Diesem Tatsachensubstrat lässt sich ein Mindestmaß an Kommunikation zwischen den Eltern und deren Fähigkeit entnehmen, zumindest unter fachkundiger Begleitung und Anleitung im Interesse der Kinder einvernehmlich vorzugehen. Schwierigkeiten im gegenseitigen Umgang und Probleme in der Kommunikation sind für einen Obsorgestreit mehr oder weniger typisch (vgl 8 Ob 146/15a).

3.1 Zur künftigen Entwicklung hat das Erstgericht zwar festgestellt, es sei nicht zu erwarten, dass sich die Gesprächsbasis der Eltern in Zukunft verbessern würde. Dabei hat es das Erstgericht – und ebenso das Rekursgericht – jedoch unterlassen, auf die in § 107 Abs 3 AußStrG vorgesehenen Maßnahmen Bedacht zu nehmen und diese in die Beurteilung miteinzubeziehen.

Vor der Beantwortung der Frage, ob vom Regelfall der beiderseitigen Obsorge abgewichen werden darf, hat bei ausreichender Aussicht auf Erfolg eine fachkundige Beurteilung dahin zu erfolgen, ob die Anordnung von Maßnahmen iSd § 107 Abs 3 AußStrG eine Verbesserung der Gesprächssituation und die Herstellung einer ausreichenden Kommunikationsbasis erwarten lässt. An die angesprochene Aussicht auf Erfolg sind keine strengen Anforderungen zu stellen; sie ist im Zweifel – und so auch im Anlassfall – zu bejahen. Bei der in Rede stehenden fachkundigen Beurteilung ist auch auf die Einsichts- und Kommunikationsfähigkeit sowie auf die Bereitschaft des jeweiligen Elternteils, im Interesse der Kinder zu kooperieren, abzustellen. Ist die Kooperationsfähigkeit objektiv gegeben und scheitert die Kooperation vorwiegend an der Bereitschaft eines Elternteils, so kann dies im Allgemeinen nicht für die Übertragung der Alleinobsorge auf den die Kooperation verweigernden Elternteil ins Treffen geführt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn der andere Elternteil zur Kooperation fähig und auch ernsthaft gewillt ist.

3.2 In diesem Zusammenhang führte das Rekursgericht selbst an, dass während der letzten drei Jahre zumindest unter Beteiligung des Gerichts oder der Familiengerichtshilfe das Einvernehmen zwischen den Eltern gefunden werden konnte. Die Eltern sind fachkundiger Beratung im Interesse der Kinder somit offenbar zugänglich. Soweit das Rekursgericht weiters auf das (offenbar negative) Ergebnis angeblich erfolgter Interventionen von dritter Seite hinweist, mangelt es nicht nur an einer Begründung, sondern zudem an einer nachvollziehbaren Tatsachengrundlage.

3.3 Zum Thema der fehlenden direkten Besprechungen zwischen den Eltern ergibt sich aus der Beweiswürdigung des Erstgerichts, dass die Mutter Anrufe durch den Vater blockierte. Das Verweigern ihrer Mitwirkung kann nicht zugunsten der alleinigen Obsorge der Mutter ins Treffen geführt werden. Mit dem Hinweis, dass für die Beurteilung, ob die Weigerung der Mutter schuldhaft erfolge, Anhaltspunkte fehlten, legt das Rekursgericht selbst einen sekundären Feststellungsmangel offen.

4. Die Vorinstanzen begründeten ihre Entscheidung vor allem auch mit der großen räumlichen Distanz zwischen den Wohnorten der Eltern und damit, dass eine Kommunikation mittels SMS und E-Mail nicht ausreiche.

Richtig ist zwar, dass in der Entscheidung 2 Ob 240/14d (im Rahmen der Zurückweisung eines außerordentlichen Revisionsrekurses) ausgeführt wurde, die Rechtsansicht des Rekursgerichts, wonach die zwischen den Eltern ausschließlich per SMS und E-Mail geführte Kommunikation keine Basis sei, um den Anforderungen einer „gemeinsamen“ Obsorge gerecht zu werden, sodass diese nicht im Kindeswohl liege (vgl 4 Ob 88/14s), halte sich im Rahmen der Judikatur. Die darin zitierte Entscheidung 4 Ob 88/14s hatte jedoch die Unfähigkeit der Eltern, anders als durch gereizte E-Mails und Textnachrichten miteinander zu kommunizieren, zum Gegenstand.

Allgemein besteht kein Grundsatz, wonach eine Kommunikation der Eltern per SMS und E-Mail für eine sinnvolle Ausübung einer beiderseitigen Obsorge nicht genüge. Vielmehr kommt es in der Kommunikation zwischen den Eltern als Grundlage für eine verantwortungsvolle Kooperation in erster Linie auf die jeweilige Bereitschaft zum Informationsaustausch und nicht auf die Art der Nachrichtenübermittlung an. Auch mittels E-Mails kann durchaus auf einer sachlichen Ebene miteinander kommuniziert werden (vgl 10 Ob 22/16g).

5. Im Anlassfall ist weiters zu berücksichtigen, dass bereits bisher – aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Eltern – die beiderseitige Obsorge festgelegt ist und aufgrund des zugrunde liegenden Antrags der Mutter vom 16. 9. 2016 eine nachträgliche Änderung erfolgen soll. In einem solchen Fall ist ein Antrag auf Neuregelung der Obsorge gemäß § 180 Abs 3 ABGB nur bei einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse zulässig (RIS-Justiz RS0128809). Die nachträgliche Änderung einer bestehenden Obsorgeregelung, wie sie die Mutter nunmehr anstrebt, setzt zwar – entgegen RIS-Justiz RS0127207 und anders als eine Sicherungsverfügung nach § 181 ABGB – keine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Die Änderung der Verhältnisse muss aber derart gewichtig sein, dass das zu berücksichtigende Postulat der Erziehungskontinuität in den Hintergrund tritt (Hopf in KBB5 § 180 ABGB, Rz 15; vgl auch Weitzenböck in Schwimann/Kodek4 § 180 ABGB, Rz 44).

Mit dem Vorliegen eines gewichtigen Grundes für die Änderung der bisherigen Obsorgeregelung haben sich die Vorinstanzen ebenfalls nicht inhaltlich auseinandergesetzt.

6. Insgesamt mangelt es für die Beurteilung der Frage, ob mit einer für die Ausübung der Obsorge beider Eltern erforderlichen Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft in Erziehungs- und Betreuungsfragen in absehbarer Zeit gerechnet werden kann, an einer ausreichenden Tatsachengrundlage. Aufgrund sekundärer Feststellungsmängel müssen die Entscheidungen der Vorinstanzen daher aufgehoben werden.

Im fortgesetzten Verfahren ist – nach Einholung eines Sachverständigengutachtens – konkret festzustellen, ob zwischen den Eltern eine ausreichende Kooperations- und Kommunikationsbasis unter Heranziehung der Mittel des § 107 Abs 3 AußStrG hergestellt werden kann. Ebenso ist das wechselseitige Bemühen der Eltern, auf den jeweiligen anderen Elternteil zuzugehen und dessen Beitrag bei der Wahrnehmung der elterlichen Verantwortung zuzulassen, festzustellen und zu klären, welcher Beitrag dem jeweiligen Elternteil im Fall eines Scheiterns der Herstellung der nötigen Gesprächsbasis zukommt. Schließlich ist zu prüfen, ob ein
– dem Änderungsantrag der Mutter zugrunde liegender – gewichtiger Grund eingetreten ist, der sich im Interesse der Kinder derart gravierend auf die bisherige Obsorgeregelung auswirkt, dass diese nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

7. Zu den Kontakten strebt der Vater im Wesentlichen nur Klarstellungen zum Beginn und zum Ende der Kontakte an den verlängerten Wochenenden sowie während der Weihnachtsferien an. Diesem Bestreben kann nicht mit dem Hinweis auf mangelnde Beschwer oder auf die grundsätzliche Einigung der Eltern entgegengetreten werden. Vielmehr werden diese Anregungen mit den Eltern zu erörtern und im Fall eines Klarstellungsinteresses zu berücksichtigen sein.

Textnummer

E120753

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2018:0080OB00152.17M.0126.000

Im RIS seit

02.03.2018

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2018

Dokumentnummer

JJT_20180126_OGH0002_0080OB00152_17M0000_000