Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob51/23 1Ob530/76 (1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059939

Geschäftszahl

2Ob51/23; 1Ob530/76 (1Ob531/76); 1Ob706/78; 4Ob517/80; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

30.01.1923

Norm

GmbHG §76

Rechtssatz

Zur Rechtswirksamkeit des Vertrages über die Abtretung eines Geschäftsanteiles an einer GmbH ist die Beurkundung der Abtretungserklärung des Abtretenden und der Übernahmeerklärung des Erwerbers in einem Notariatsakte erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 51/23
    Entscheidungstext OGH 30.01.1923 2 Ob 51/23
    Veröff: SZ 5/22
  • 1 Ob 530/76
    Entscheidungstext OGH 18.02.1976 1 Ob 530/76
    Beisatz: Erfolgt die Übertragung in zwei gesonderten Urkunden, bedürfen beide der Form des Notariatsaktes. (T1) Veröff: SZ 49/23 = GesRZ 1976,130
  • 1 Ob 706/78
    Entscheidungstext OGH 08.11.1978 1 Ob 706/78
    Beis wie T1; Veröff: GesRZ 1979,76
  • 4 Ob 517/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 517/80
    Beis wie T1; Veröff: SZ 53/60 = EvBl 1980/176 S 518 = GesRZ 1980,147
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1923:RS0059939

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19230130_OGH0002_0020OB00051_2300000_001

Rechtssatz für 3Ob433/26 1Ob109/63 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059900

Geschäftszahl

3Ob433/26; 1Ob109/63; 4Ob517/80; 6Ob542/90; 1Ob510/95; 4Ob52/95; 6Ob241/98d; 6Ob23/99x; 7Ob208/00i; 7Ob182/01t; 9Ob165/02h; 7Ob287/03m; 6Ob121/05w; 2Ob134/07f; 6Ob233/12a; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

23.06.1926

Norm

GmbHG §76

Rechtssatz

Die Formvorschrift des § 76 GmbHG bezieht sich auch auf alle Rechtsgeschäfte, die auf die künftige Abtretung von Geschäftsanteilen gerichtet sind, und gilt auch für Personen, die im Zeitpunkt der Vertragsschließung nicht Gesellschafter sind.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 433/26
    Entscheidungstext OGH 23.06.1926 3 Ob 433/26
    Veröff: SZ 8/204
  • 1 Ob 109/63
    Entscheidungstext OGH 10.07.1963 1 Ob 109/63
    Beisatz: Donauturm (T1)
  • 4 Ob 517/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 517/80
    nur: Die Formvorschrift des § 76 GmbHG bezieht sich auch auf alle Rechtsgeschäfte, die auf die künftige Abtretung von Geschäftsanteilen gerichtet sind. (T2) Veröff: SZ 53/60 = EvBl 1980/176 S 518 = GesRZ 1980,147
  • 6 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 26.04.1990 6 Ob 542/90
    nur T2; Veröff: ecolex 1990,551 = NZ 1990,276
  • 1 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 510/95
    Auch; Veröff: SZ 68/193
  • 4 Ob 52/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 52/95
    Auch; nur T2; Beisatz: Da die rechtsgeschäftliche Übertragung eines Geschäftsanteiles gemäß § 76 Abs 2 GmbHG notariatsaktpflichtig ist, sind formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteiles unwirksam; aus ihnen kann daher auch nicht auf Erfüllung, das heißt auf Errichtung eines Notariatsaktes über die Abtretung oder auf Unterfertigung einer dazu dienenden Spezialvollmacht geklagt werden. (T3) Veröff: SZ 68/178
  • 6 Ob 241/98d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 241/98d
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Aus einem formfrei geschlossenen Vertrag kann nicht auf Erfüllung, also auf Errichtung eines Notariatsaktes über die Abtretung, geklagt werden. (T4)
  • 6 Ob 23/99x
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 23/99x
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/88
  • 7 Ob 208/00i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 7 Ob 208/00i
    Vgl auch; nur T2
  • 7 Ob 182/01t
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 182/01t
    Auch; Beisatz: Ebenso bedarf die Verpflichtung, einen Geschäftsanteil künftig zu übernehmen, für ihre Wirksamkeit der Einhaltung der Form. (T5)
  • 9 Ob 165/02h
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 165/02h
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 287/03m
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 287/03m
    Auch
  • 6 Ob 121/05w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 121/05w
    Vgl; Beisatz: Formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteils sind unwirksam. (T6)
  • 2 Ob 134/07f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 134/07f
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 233/12a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 233/12a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Aufgriffsrechte. (T7)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Vgl; Beisatz: Bei einem Aufgriffsrecht muss auch die Ausübung wiederum in der vorgeschriebenen Form des Notariatsakts erfolgen. Es steht der Satzung auch nicht zu, diesbezüglich eine Erleichterung vorzusehen (so bereits 6 Ob 542/90). (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1926:RS0059900

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19260623_OGH0002_0030OB00433_2600000_001

Rechtssatz für 1Ob795/52 4Ob115/78 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059756

Geschäftszahl

1Ob795/52; 4Ob115/78; 5Ob615/79; 8Ob624/84 (8Ob625/84); 1Ob518/86; 8Ob565/87; 1Ob510/95; 9Ob42/98m; 7Ob208/00i; 7Ob182/01t; 8Ob259/02z; 7Ob287/03m; 7Ob110/04h; 6Ob121/05w; 7Ob203/06p; 6Ob214/16p; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

05.11.1952

Norm

GmbHG §4
GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Der Abschluss eines Vorvertrages, der den künftigen Abschluss eines GmbH - Gesellschaftsvertrages zum Gegenstand hat, oder die Vereinbarung über die künftige Abtretung von Gesellschaftsanteilen einer GmbH bedarf der Notariatsform.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 795/52
    Entscheidungstext OGH 05.11.1952 1 Ob 795/52
    Veröff: HS 2158
  • 4 Ob 115/78
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 115/78
    nur: Der Abschluss eines Vorvertrages, der den künftigen Abschluss eines GmbH - Gesellschaftsvertrages zum Gegenstand hat, bedarf der Notariatsform. (T1) Veröff: HS X/XI/18 = DRdA 1980,314 (mit Anmerkung von Ostheim)
  • 5 Ob 615/79
    Entscheidungstext OGH 11.09.1979 5 Ob 615/79
    nur T1
  • 8 Ob 624/84
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 8 Ob 624/84
    Veröff: NZ 1986,37
  • 1 Ob 518/86
    Entscheidungstext OGH 09.04.1986 1 Ob 518/86
    Beisatz: Gilt auch für Optionen. (T2) Veröff: RdW 1986,268 = NZ 1987,42 = GesRZ 1987,149
  • 8 Ob 565/87
    Entscheidungstext OGH 23.06.1988 8 Ob 565/87
    Auch; Veröff: SZ 61/153 = RdW 1988,384 = GesRZ 1988,229 (hiezu Lessiek, 217)
  • 1 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 510/95
    Auch; Veröff: SZ 68/193
  • 9 Ob 42/98m
    Entscheidungstext OGH 11.02.1998 9 Ob 42/98m
    Auch; Beisatz: Bei sonstiger Unwirksamkeit. (T3)
  • 7 Ob 208/00i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 7 Ob 208/00i
    Auch
  • 7 Ob 182/01t
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 182/01t
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Ebenso bedarf die Verpflichtung, einen Geschäftsanteil künftig zu übernehmen, für ihre Wirksamkeit der Einhaltung der Form. (T4)
  • 8 Ob 259/02z
    Entscheidungstext OGH 28.08.2003 8 Ob 259/02z
    Auch; Beisatz: Von der Formpflicht sind sowohl Verpflichtungsgeschäft als auch Verfügungsgeschäft erfasst. (T5); Beisatz: Ausnahme von der Notariatspflicht für die Treuhandbindung, wenn der Geschäftsanteil von vorneherein für den Treugeber erworben wird. (T6)
  • 7 Ob 287/03m
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 287/03m
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T6
  • 7 Ob 110/04h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 110/04h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 121/05w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 121/05w
    Vgl; Beisatz: Formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteils sind unwirksam. (T7)
  • 7 Ob 203/06p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 203/06p
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Dass die Verpflichtung des Treuhänders zur (Rück)übereignung beziehungsweise (Rück-)Zession keiner Notariatsaktform bedarf, ändert nichts daran, dass das Verfügungsgeschäft (also die (Rück)übertragung der Geschäftsanteile) eines Notariatsaktes oder eines diesen ersetzenden Urteiles bedarf. Für die Erfüllung der Übertragungsverpflichtung ist also auch im Treuhandverhältnis die Errichtung eines Notariatsaktes erforderlich. (T8)
  • 6 Ob 214/16p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 214/16p
    Vgl; Beisatz: Demgegenüber ist der Verzicht auf Ansprüche aus einem Abtretungsangebot formfrei möglich. Gleiches gilt für die Verkürzung einer vereinbarten Bindungsfrist. (T9)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0059756

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19521105_OGH0002_0010OB00795_5200000_001

Rechtssatz für Rkv8/56 4Ob517/80 5Ob69...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060256

Geschäftszahl

Rkv8/56; 4Ob517/80; 5Ob690/81; 8Ob663/86; 8Ob565/87; 6Ob640/91; 1Ob510/95; 4Ob52/95; 6Ob241/98d; 4Ob99/99h; 6Ob23/99x; 4Ob255/99z; 6Ob18/00s; 7Ob182/01t; 7Ob287/03m; 7Ob110/04h; 6Ob121/05w; 2Ob134/07f; 6Ob150/08i; 6Ob63/10y; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

28.01.1956

Norm

GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Nicht nur die Übertragung eines Geschäftsanteiles an einer GmbH durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden, sondern auch eine Vereinbarung oder Verpflichtung, einen solchen Geschäftsanteil (künftig) zu übertragen, bedarf zu ihrer Gültigkeit der Form eines Notariatsaktes. Ohne Notariatsform ist ein derartiges Rechtsgeschäft nicht rechtswirksam, ja gar nicht vorhanden und es kann auch durch einen derartigen Vorgang ein klagbarer Anspruch nicht erworben werden.

Entscheidungstexte

  • Rkv 8/56
    Entscheidungstext OGH 28.01.1956 Rkv 8/56
    Veröff: HS 2247
  • 4 Ob 517/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 517/80
    nur: Nicht nur die Übertragung eines Geschäftsanteiles an einer GmbH durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden, sondern auch eine Vereinbarung oder Verpflichtung, einen solchen Geschäftsanteil (künftig) zu übertragen, bedarf zu ihrer Gültigkeit der Form eines Notariatsaktes. (T1) Veröff: SZ 53/60 = EvBl 1980/176 S 518 = GesRZ 1980,147
  • 5 Ob 690/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 690/81
    Auch
  • 8 Ob 663/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 663/86
    nur T1; Beisatz: Somit auch Vereinbarungen über eine künftige Abtretung von Gesellschaftsanteilen einer GmbH im Rahmen einer Treuhandvereinbarung. (T2) Veröff: NZ 1988,20 = RdW 1987,229
  • 8 Ob 565/87
    Entscheidungstext OGH 23.06.1988 8 Ob 565/87
    Auch; Beis wie T2; Veröff: RdW 1988,384 = GesRZ 1988,229; hiezu Lessiak, 217
  • 6 Ob 640/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1992 6 Ob 640/91
  • 1 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 510/95
    Auch; Veröff: SZ 68/193
  • 4 Ob 52/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 52/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Da die rechtsgeschäftliche Übertragung eines Geschäftsanteiles gemäß § 76 Abs 2 GmbHG notariatsaktpflichtig ist, sind formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteiles unwirksam; aus ihnen kann daher auch nicht auf Erfüllung, d.h. auf Errichtung eines Notariatsaktes über die Abtretung oder auf Unterfertigung einer dazu dienenden Spezialvollmacht geklagt werden. (T3) Veröff: SZ 68/178
  • 6 Ob 241/98d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 241/98d
    Auch; Beisatz: Der Zweck der Formvorschrift liegt 1. in der Immobilisierung der Geschäftsanteile, 2. im Schutz der Parteien beim Erwerb einer Beteiligung und 3. in der Publizität. (T4)
  • 4 Ob 99/99h
    Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 99/99h
    Ähnlich; nur: Ohne Notariatsform ist ein derartiges Rechtsgeschäft nicht rechtswirksam, ja gar nicht vorhanden und es kann auch durch einen derartigen Vorgang ein klagbarer Anspruch nicht erworben werden. (T5); Beisatz: Selbst wenn der Abtretungspreis gezahlt wurde. (T6)
  • 6 Ob 23/99x
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 23/99x
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Somit auch Vereinbarungen über eine künftige Abtretung von Gesellschaftsanteilen einer GmbH. (T7); Veröff: SZ 72/88
  • 4 Ob 255/99z
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 255/99z
    Auch; Veröff: SZ 72/149
  • 6 Ob 18/00s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 18/00s
    Ähnlich; Beis wie T4; Beisatz: Es besteht auch bei Berücksichtigung des Zweckes der Formvorschrift des § 76 Abs 2 GmbHG, kein Grund, zusätzlich zur öffentlichen Urkunde des Gerichtsbeschlusses im Verlassenschaftsverfahren einen Notariatsakt zu fordern. Durch die Überlassung eines Geschäftsanteiles eines Verstorbenen an Zahlungs Statt ohne Notariatsakt wird die Möglichkeit des freien Erwerbes von Geschäftsanteilen nicht eröffnet oder gefördert. Die notwendige Publizität wird durch den Gerichtsbeschluss ebenso gewahrt wie durch einen Notariatsakt. An die Stelle der notariellen tritt gerichtliche Kontrolle, muss doch auch die iure-crediti-Einantwortung der Sach- und Rechtslage entsprechen. Die erforderliche Antragstellung bei Gericht stellt keine entscheidend geringere Schwelle für den Erwerb des Geschäftsanteiles als das Betrauen eines Notars mit der Aufnahme eines Notariatsaktes dar. (T8)
  • 7 Ob 182/01t
    Entscheidungstext OGH 25.09.2002 7 Ob 182/01t
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Ebenso bedarf die Verpflichtung, einen Geschäftsanteil künftig zu übernehmen, für ihre Wirksamkeit der Einhaltung der Form. (T9)
  • 7 Ob 287/03m
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 287/03m
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Die Formvorschrift bezweckt vor allem die Immobilisierung der Geschäftsanteile, also die Unterbindung der Umlauffähigkeit der Geschäftsanteile im Handelsverkehr, insbesondere im Börsenverkehr, weiters aber auch den Schutz der Parteien beim Erwerb einer Beteiligung vor Übereilung sowie die Sicherstellung, dass die Identität der jeweiligen Gesellschafter festgestellt werden kann. (T10); Beisatz: Die Missachtung dieses Formzwanges bei der Übertragung von Geschäftsanteilen oder bei der Übernahme der Verpflichtung zur künftigen Übertragung von Geschäftsanteilen an einer GmbH hat grundsätzlich die Unwirksamkeit der Übertragung beziehungsweise der Verpflichtung zur Folge. (T11)
  • 7 Ob 110/04h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 110/04h
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 6 Ob 121/05w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 121/05w
    Vgl; Beisatz: Formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteils sind unwirksam. (T12)
  • 2 Ob 134/07f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 134/07f
    Auch; nur T1; Beis wie T12
  • 6 Ob 150/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 150/08i
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Ein Klarstellungsinteresse besteht aber auch dann, wenn die Satzung die Voraussetzungen des Übergangs des Gesellschaftsanteils regelt. Auch in derartigen Fällen können durchaus Zweifelsfragen auftauchen. So kann fraglich sein, ob überhaupt die Voraussetzungen für einen in der Satzung vorgesehenen ipso iure-Übergang des Geschäftsanteils erfüllt sind. Eintragung einer Klausel die den ipso iure-Übergang vorsieht ins Firmenbuch verweigert. (T13)
  • 6 Ob 63/10y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 63/10y
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0060256

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19560128_OGH0002_000RKV00008_5600000_001

Rechtssatz für 6Ob436/61 3Ob1503/89 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036586

Geschäftszahl

6Ob436/61; 3Ob1503/89; 1Ob274/06k; 2Ob57/08h; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

22.11.1961

Norm

ZPO §125
ZPO §126 Abs2
ZPO §222
ZPO §225

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 1 Abs 1 des BG vom 01.02.1961, BGBl Nr 37/1961, vermag eine Ablaufhemmung der sechswöchentlichen Dauer der Gerichtsferien auch dann nicht zu bewirken, wenn der letzte Tag der Gerichtsferien (gemäß § 27 Abs 1 Geo: 25. August) ein Samstag, Sonntag oder Feiertag ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 436/61
    Entscheidungstext OGH 22.11.1961 6 Ob 436/61
    Veröff: EvBl 1962/236 S 270 = JBl 1962,452
  • 3 Ob 1503/89
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 3 Ob 1503/89
    Vgl
  • 1 Ob 274/06k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 1 Ob 274/06k
    Vgl auch; Beisatz: Bei Zustellung während der verhandlungsfreien Zeit beginnt die Rechtsmittelfrist daher mit 0:00 Uhr des ersten Tages nach dem Ende der verhandlungsfreien Zeit zu laufen. Dies gilt auch dann, wenn der 26. August ein Samstag ist. Die vierwöchige Berufungsfrist des § 464 Abs 1 ZPO beginnt daher mit 0:00 Uhr des 26. August und endet mit Ablauf des achtundzwanzigsten, der Partei voll zur Verfügung stehenden Tages, somit am 22. September um 24:00 Uhr. (T1)
  • 2 Ob 57/08h
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 57/08h
    Vgl; Vgl Beis wie T1
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Vgl; Bei einer Zustellung im Zeitraum der Fristenhemmung beginnt die Rechtsmittelfrist am 18.8. zu laufen. (T2)

Schlagworte

Verhandlungsfreie Zeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0036586

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19611122_OGH0002_0060OB00436_6100000_001

Rechtssatz für 7Ob109/74 3Ob551/80 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0008816

Geschäftszahl

7Ob109/74; 3Ob551/80; 5Ob507/81; 5Ob664/83; 6Ob647/85; 1Ob586/94 (1Ob595/95); 4Ob334/98s; 6Ob178/99s; 2Ob196/01i; 3Ob152/02b; 2Ob51/05x; 7Ob54/05z; 10Ob3/06y; 7Ob274/07f; 10Ob36/07b; 2Ob138/08w; 6Ob280/08g; 6Ob194/09m; 1Ob125/09b; 5Ob130/09t; 6Ob180/17i; 5Ob28/17d; 5Ob94/18m

Entscheidungsdatum

29.06.1974

Norm

ABGB §6
ABGB §7
ABGB §915
GmbHG §4
GenG §5
VerG 2002 §8 Abs2

Rechtssatz

Unklare oder eine mehrfache Deutung zulassende Satzungsbestimmungen sind nach ihrem billigen und vernünftigen Sinn so auszulegen, dass bei ihrer Anwendung im konkreten Fall brauchbare Ergebnisse erzielt werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 109/74
    Entscheidungstext OGH 29.06.1974 7 Ob 109/74
    Veröff: SZ 47/78 = NZ 1975,75 = RZ 1974/114 S 210
  • 3 Ob 551/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 3 Ob 551/80
    Beisatz: Regulativ der Wihup Genossenschaft (Taxiunternehmen). (T1)
  • 5 Ob 507/81
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 5 Ob 507/81
    Veröff: SZ 54/16 = EvBl 1981/129 S 392 = JBl 1982,41 = GesRZ 1981,102
  • 5 Ob 664/83
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 5 Ob 664/83
    Auch; Beisatz: Hier: Vereinsinterne Wahlordnung; Lückenfüllung, die den in der Regelung zum Ausdruck kommenden Wertmaßstäben Rechnung trägt und die allgemeinen und besonderen Bedürfnisse des Vereins berücksichtigt. (T2)
  • 6 Ob 647/85
    Entscheidungstext OGH 14.11.1985 6 Ob 647/85
    Veröff: SZ 58/178 = EvBl 1986/132 S 531
  • 1 Ob 586/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 586/94
    Veröff: SZ 68/144
  • 4 Ob 334/98s
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 334/98s
    Veröff: SZ 72/41
  • 6 Ob 178/99s
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 178/99s
    Vgl auch
  • 2 Ob 196/01i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 196/01i
    Vgl auch
  • 3 Ob 152/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 152/02b
    Veröff: SZ 2003/132
  • 2 Ob 51/05x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 2 Ob 51/05x
    Veröff: SZ 2005/57
  • 7 Ob 54/05z
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 54/05z
  • 10 Ob 3/06y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 3/06y
    Beisatz: Im vorliegenden Fall bejaht der Oberste Gerichtshof, dass die konkrete Schiedsklausel („Streitigkeiten aus dem Mitgliedsverhältnis zwischen der Gesellschaft einerseits und einem oder mehreren Mitgliedern andererseits") auch den Streit über den Ausschluss eines Genossenschaftsmitgliedes von der konkreten Schiedsklausel umfasst. (T3)
  • 7 Ob 274/07f
    Entscheidungstext OGH 23.01.2008 7 Ob 274/07f
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung von § 20 der Bestimmungen für Tischtennis-Wettbewerbe in Österreich des Dachverbandes der Landestischtennisverbände. (T4)
  • 10 Ob 36/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 Ob 36/07b
    Auch
  • 2 Ob 138/08w
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 138/08w
  • 6 Ob 280/08g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 280/08g
    Beisatz: Hier: Schiedsklausel in Vereinsstatut. (T5)
  • 6 Ob 194/09m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 194/09m
    Beisatz: Hier: Vereinsstatuten, welche keine Regelung über den Umgang mit allfälligen Befangenheitsgründen bei Bestellung und Zusammensetzung des Schiedsgerichts enthalten, sind dahin auszulegen, dass sie den Erfordernissen des § 8 VerG 2002 entsprechen. (T6)
  • 1 Ob 125/09b
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 125/09b
    Auch; Veröff: SZ 2009/135
  • 5 Ob 130/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
    Bem: Hier: Vereinsstatuten. (T7)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch
  • 5 Ob 28/17d
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 28/17d
  • 5 Ob 94/18m
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 94/18m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0008816

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19740629_OGH0002_0070OB00109_7400000_001

Rechtssatz für 5Ob11/75 3Ob154/78 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042993

Geschäftszahl

5Ob11/75; 3Ob154/78; 1Ob612/79; 8Ob132/79 (8Ob133/79); 5Ob736/81; 3Ob505/83; 7Ob571/83; 4Ob141/93; 9ObA15/99t; 10ObS339/00a; 10ObS89/01p; 9Ob16/02x; 6Ob63/04i; 5Ob122/06m; 4Ob129/08m; 7Ob253/10x; 2Ob146/11a; 1Ob184/12h; 7Ob163/13s; 1Ob3/16x; 6Ob180/17i; 7Ob178/18d

Entscheidungsdatum

18.02.1975

Norm

ZPO §503 Z2 C1a

Rechtssatz

Das Berufungsverfahren bleibt mangelhaft, wenn sich das Berufungsgericht mit der Beweisrüge überhaupt nicht auseinandersetzt, weil ein Sachverständigen - Kostenvorschuss nicht rechtzeitig erlegt wird. Das Berufungsgericht hat sich vielmehr im Einzelnen mit den Ausführungen des Berufungswerbers zur Beweiswürdigung des Erstgerichtes soweit zu befassen, als dies ohne Beiziehung eines Sachverständigen möglich ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 11/75
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 5 Ob 11/75
  • 3 Ob 154/78
    Entscheidungstext OGH 31.10.1978 3 Ob 154/78
    nur: Das Berufungsverfahren bleibt mangelhaft, wenn sich das Berufungsgericht mit der Beweisrüge überhaupt nicht auseinandersetzt. (T1)
  • 1 Ob 612/79
    Entscheidungstext OGH 16.05.1979 1 Ob 612/79
    Beisatz: Knappe Begründung, die aber doch erkennen lässt, dass eine Überprüfung der Beweiswürdigung stattgefunden hat, genügt. (T2)
  • 8 Ob 132/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 132/79
    nur T1
  • 5 Ob 736/81
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 5 Ob 736/81
    nur T1
  • 3 Ob 505/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 505/83
    nur T1
  • 7 Ob 571/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 571/83
    nur T1
  • 4 Ob 141/93
    Entscheidungstext OGH 19.01.1993 4 Ob 141/93
    Auch; Beisatz: Die bloße Äußerung, dass Feststellungen als unbedenklich zu übernehmen seien, ist keine gesetzmäßige Erledigung der Beweisrüge. Das Berufungsgericht muss darlegen, aus welchen Gründen es die Einwendungen gegen die Beweiswürdigung für nicht stichhältig hält. (T3)
  • 9 ObA 15/99t
    Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 ObA 15/99t
    nur T1
  • 10 ObS 339/00a
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 10 ObS 339/00a
    nur T1
  • 10 ObS 89/01p
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 10 ObS 89/01p
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 16/02x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 16/02x
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 63/04i
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 6 Ob 63/04i
    Vgl
  • 5 Ob 122/06m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 5 Ob 122/06m
    nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 129/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 129/08m
    nur T1
  • 7 Ob 253/10x
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 253/10x
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 146/11a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 146/11a
    nur T1
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
    nur T1
  • 7 Ob 163/13s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 163/13s
    nur T1
  • 1 Ob 3/16x
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 3/16x
    Vgl; nur T1
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 178/18d
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 178/18d
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0042993

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2018

Dokumentnummer

JJR_19750218_OGH0002_0050OB00011_7500000_003

Rechtssatz für 1Ob530/76 (1Ob531/76) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060244

Geschäftszahl

1Ob530/76 (1Ob531/76); 4Ob517/80; 5Ob690/81; 7Ob598/82; 8Ob624/84 (8Ob625/84); 8Ob663/86; 8Ob565/87; 1Ob519/90; 4Ob99/99h; 5Ob41/01t; 7Ob287/03m; 7Ob110/04h; 6Ob121/05w; 6Ob150/08i; 6Ob1/10f; 6Ob63/10y; 6Ob214/16p; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

18.02.1976

Norm

GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Das Formerfordernis beruht darauf, dass die Geschäftsanteile nicht zum Gegenstand des Handelsverkehrs werden sollen; insbesondere sollen sie nicht in den Börsenverkehr geraten und nicht zum Gegenstand der Agiotage werden; das Formerfordernis dient außerdem der Beweissicherung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 530/76
    Entscheidungstext OGH 18.02.1976 1 Ob 530/76
    Veröff: SZ 49/23 = GesRZ 1976,130
  • 4 Ob 517/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 517/80
    Auch; Veröff: SZ 53/60 = EvBl 1980/176 S 518 = GesRZ 1980,147
  • 5 Ob 690/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 690/81
    nur: Das Formerfordernis beruht darauf, dass die Geschäftsanteile nicht zum Gegenstand des Handelsverkehrs werden sollen; insbesondere sollen sie nicht in den Börsenverkehr geraten und nicht zum Gegenstand der Agiotage werden. (T1)
  • 7 Ob 598/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 598/82
    Auch; Veröff: SZ 56/119
  • 8 Ob 624/84
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 8 Ob 624/84
    nur T1; Veröff: NZ 1986,37
  • 8 Ob 663/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 663/86
    nur T1; Veröff: WBl 1987,160 = NZ 1988,20 = RdW 1987,229
  • 8 Ob 565/87
    Entscheidungstext OGH 23.06.1988 8 Ob 565/87
    Beisatz: Das Formgebot des § 76 Abs 2 GmbHG bezweckt die Formbindung der Veränderung der wirtschaftlichen Zuordnung des Geschäftsanteiles. (T2) Veröff: SZ 61/153 = RdW 1988,384 = GesRZ 1988,229; hiezu Lessiak, 217
  • 1 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 519/90
    Veröff: JBl 1990,715 = RdW 1990,287 = WBl 1990,219 = ecolex 1990,486
  • 4 Ob 99/99h
    Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 99/99h
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 41/01t
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 41/01t
    Auch; nur T1; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung bezweckt die Formvorschrift des § 76 Abs 2 GmbHG vor allem die Immobilisierung der Geschäftsanteile, weiters aber auch den Schutz der Parteien beim Erwerb einer Beteiligung vor Übereilung sowie die Sicherstellung, dass die Identität der jeweiligen Gesellschafter festgestellt werden kann. (T3); Beisatz: Der Schutz vor übereiltem Erwerb eines Geschäftsanteils wird darin gesehen, dass der Interessent vor dem Erwerb einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, deren Gebarungskontrolle gegenüber der Aktiengesellschaft für die Öffentlichkeit entscheidend weniger einsichtig bleibt, zu reiflicher Überlegung angehalten werden soll (6 Ob 640/91, 6 Ob 525/89). (T4); Beisatz: Der Notariatsakt soll dem Bewerber die Risken, die mit einem Erwerb einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft einhergehen, bewusst machen. Es geht darum, dass sich der Erwerber mit dem Kaufobjekt als solchen und den damit üblicherweise verbundenen Gefahren auseinandersetzt. (T5); Beisatz: Der Kaufpreis selbst gehört zwar zu den Hauptbestandteilen des Vertrages, birgt aber in sich keine anderen Risken, als dies bei jedem anderen, nicht formbedürftigen Kauf auch der Fall ist. Nur auf die mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen einer GmbH typischerweise verbundenen besonderen Gefahren und Risken kann der Notar hinweisen. Darin liegt der Schutz des Erwerbers. In wirtschaftlichen Belangen ist es - wie bei jedem anderen Rechtsgeschäft - Sache des Erwerbers, seine Entscheidungen zu treffen. (T6)
  • 7 Ob 287/03m
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 287/03m
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 110/04h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 110/04h
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 121/05w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 121/05w
    Vgl; Beisatz: Formfreie Einigungen über die Abtretung eines Geschäftsanteils sind unwirksam. (T7)
  • 6 Ob 150/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 150/08i
    Vgl; Beis wie T3
  • 6 Ob 1/10f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 1/10f
    Vgl auch; Bem: Hier: Die Frage, ob der Formmangel des Verfügungsgeschäfts heilbar ist, wird ausdrücklich offen gelassen. (T8)
  • 6 Ob 63/10y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 63/10y
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 214/16p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 214/16p
    Beis wie T3
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0060244

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19760218_OGH0002_0010OB00530_7600000_004

Rechtssatz für 5Ob560/79 7Ob598/82 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059754

Geschäftszahl

5Ob560/79; 7Ob598/82; 4Ob532/89; 7Ob110/04h; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

24.04.1979

Norm

GmbHG §4
GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Die Heilung des Formmangels bei Übertragung von Geschäftsanteilen beseitigt die wegen dieses Mangels bestandene Ungültigkeit des gesamten Übernahmevertrages in der Fassung im Zeitpunkt der Errichtung des Notariatsaktes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 5 Ob 560/79
    Veröff: EvBl 1979/191 S 494 = GesRZ 1979,167
  • 7 Ob 598/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 598/82
    Auch; Veröff: SZ 56/119
  • 4 Ob 532/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 532/89
    Auch
  • 7 Ob 110/04h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 110/04h
    Vgl auch; Beisatz: Keine generelle Heilung des Formmangels durch Erfüllung (Entgegennahme des vereinbarten Entgeltes und "Überlassen der Gesellschafterstellung"). (T1)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beisatz: Eine „Rückwirkung“ der Heilung auf den Zeitpunkt der nicht formwirksamen Erklärung kommt nicht in Betracht. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0059754

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19790424_OGH0002_0050OB00560_7900000_001

Rechtssatz für 4Ob517/80 1Ob606/84 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060195

Geschäftszahl

4Ob517/80; 1Ob606/84; 6Ob502/94; 8Ob259/02z; 7Ob203/06p; 6Ob214/16p; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

15.04.1980

Norm

GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

§ 76 Abs 2 Satz 2 GmbHG kann sinnvoll nur dahin verstanden werden, dass nicht nur die Verpflichtung zur künftigen Abtretung eines Geschäftsanteiles, sondern ebenso auch die Verpflichtung, einen solchen Anteil künftig zu übernehmen, der Form des Notariatsaktes bedarf.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 517/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 517/80
    Veröff: SZ 53/60 = EvBl 1980/176 S 518 = GesRZ 1980/147
  • 1 Ob 606/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 606/84
    Veröff: RZ 1985/15 S 66
  • 6 Ob 502/94
    Entscheidungstext OGH 22.02.1994 6 Ob 502/94
    Veröff: ZfRV 1994,166
  • 8 Ob 259/02z
    Entscheidungstext OGH 28.08.2003 8 Ob 259/02z
    Vgl auch; Beisatz: Diese Bestimmung bezieht sich auf alle obligatorischen Geschäfte, die auf eine künftige Abtretung von Geschäftsanteilen gerichtet sind, gleichviel, ob eine Person, die bereits Gesellschafter ist, oder ein Nichtgesellschafter den Geschäftsanteil erwerben soll. Von der Formpflicht sind sowohl Verpflichtungsgeschäft als auch Verfügungsgeschäft erfasst. (T1)
  • 7 Ob 203/06p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 203/06p
    Vgl; Beisatz: Das die Verpflichtung des Treuhänders zur (Rück)übereignung beziehungsweise (Rück-)Zession keiner Notariatsaktform bedarf, ändert nichts daran, dass das Verfügungsgeschäft (also die (Rück)übertragung der Geschäftsanteile) eines Notariatsaktes oder eines diesen ersetzenden Urteiles bedarf. Für die Erfüllung der Übertragungsverpflichtung ist also auch im Treuhandverhältnis die Errichtung eines Notariatsaktes erforderlich. (T2)
  • 6 Ob 214/16p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 214/16p
    Vgl; Beisatz: Demgegenüber ist der Verzicht auf Ansprüche aus einem Abtretungsangebot formfrei möglich. Gleiches gilt für die Verkürzung einer vereinbarten Bindungsfrist. (T3)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0060195

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19800415_OGH0002_0040OB00517_8000000_002

Rechtssatz für 7Ob523/81 2Ob605/85 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043027

Geschäftszahl

7Ob523/81; 2Ob605/85; 3Ob9/90 (3Ob10/90 -3Ob16/90); 7Ob538/90; 9ObA5/93; 9ObA100/95; 8ObA117/99k; 3Ob15/02f; 3Ob86/05a; 9Ob109/06d; 7Ob67/07i; 7Ob24/07s; 2Ob26/07y; 9Ob96/06t; 1Ob184/07a; 2Ob99/07h; 9ObA106/06p; 5Ob143/08b; 4Ob71/08g; 8Ob125/08b; 4Ob44/09p; 5Ob106/09p; 3Ob136/09k; 2Ob68/09b; 8Ob41/09a; 6Ob178/10k; 7Ob123/10d; 10Ob9/11p; 7Ob8/11v; 17Ob12/11f; 6Ob112/11f; 16Ok8/10; 3Ob230/11m; 5Ob253/11h; 5Ob153/12d; 2Ob174/12w; 9Ob61/12d; 1Ob25/13b; 10Ob43/13s (10Ob44/13p); 10ObS166/13d; 4Ob180/13v; 4Ob192/13h; 4Ob200/13k; 5Ob188/13b; 16Ok2/14; 7Ob64/14h; 10ObS87/14p; 7Ob205/14v; 3Ob43/15t; 7Ob35/15w; 7Ob72/15m; 4Ob99/15k; 7Ob81/15k; 7Ob159/15f; 10ObS77/15v; 9ObA150/15x; 16Ok10/15d (16Ok11/15a; 16Ok12/15y; 16Ok13/15w); 7Ob40/16g; 1Ob127/16g; 1Ob149/16t; 6Ob196/16s; 1Ob111/16d; 1Ob193/16p; 7Ob170/16z; 1Ob173/16x; 6Ob22/17d; 7Ob22/17m; 3Ob90/17g; 5Ob68/17m; 6Ob180/17i; 4Ob26/18d; 1Ob203/17k; 1Ob242/17w; 8Ob61/18f; 1Ob94/18g; 1Ob61/18d; 3Ob180/18v; 2Ob181/18h; 7Ob213/18a; 8ObA13/19y; 5Ob90/19z

Entscheidungsdatum

21.05.1981

Norm

AußStrG §16 BII3c
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIB
ZPO §503 Z2 C1a

Rechtssatz

Ein dem Berufungsgericht unterlaufener Verfahrensverstoß bildet nur dann den Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO, wenn er abstrakt geeignet war, eine unrichtige Entscheidung des Gerichtes zweiter Instanz herbeizuführen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 523/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 7 Ob 523/81
  • 2 Ob 605/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 2 Ob 605/85
    Beisatz: Diese Behauptung hat der Rechtsmittelwerber aufzustellen. (T1)
  • 3 Ob 9/90
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 3 Ob 9/90
    Auch
  • 7 Ob 538/90
    Entscheidungstext OGH 06.04.1990 7 Ob 538/90
    Veröff: RZ 1991/5 S 45
  • 9 ObA 5/93
    Entscheidungstext OGH 27.01.1993 9 ObA 5/93
    Auch; Beisatz: § 48 ASGG (T2)
  • 9 ObA 100/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 9 ObA 100/95
    Auch
  • 8 ObA 117/99k
    Entscheidungstext OGH 09.09.1999 8 ObA 117/99k
    Vgl; Beisatz: Befasst sich das Berufungsgericht mit der Beweiswürdigungsrüge nicht oder nur so mangelhaft, dass keine nachvollziehbaren Überlegungen über die Beweiswürdigung angestellt und im Urteil festgehalten sind, liegt der Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO vor. (T3)
  • 3 Ob 15/02f
    Entscheidungstext OGH 24.04.2002 3 Ob 15/02f
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für das Rekursverfahren in Außerstreitsachen. (T4)
  • 3 Ob 86/05a
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 86/05a
    Beis wie T4
  • 9 Ob 109/06d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 Ob 109/06d
    Auch
  • 7 Ob 67/07i
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 67/07i
  • 7 Ob 24/07s
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 24/07s
    Beisatz: Hier: Dem Berufungsgericht unterlief zwar ein Verfahrensverstoß, weil es, ohne auf die bereits erhobene Beweisrüge einzugehen, zusätzlich nach § 473a Abs 1 ZPO vorging; dieser ist jedoch nicht erheblich und nicht geeignet, eine unrichtige Entscheidung des Berufungsgerichtes herbeizuführen, weil das Berufungsgericht ohnehin über die schon in der Berufungsbeantwortung erhobene Beweisrüge hätte entscheiden müssen. (T5)
  • 2 Ob 26/07y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 26/07y
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Auch in einem Besuchsrechtsverfahren begründen Verfahrensverstöße aber nur dann eine relevante Mangelhaftigkeit des Verfahrens, wenn sie abstrakt geeignet sind, eine unrichtige, dem Kindeswohl widerstreitende Entscheidung herbeizuführen, wobei der Rechtsmittelwerber die Erheblichkeit des Mangels darzulegen hat. (T6)
  • 9 Ob 96/06t
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 96/06t
    Auch
  • 1 Ob 184/07a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 184/07a
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 99/07h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 99/07h
  • 9 ObA 106/06p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 ObA 106/06p
    Veröff: SZ 2007/210
  • 5 Ob 143/08b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 143/08b
    Auch; Beisatz: Bei fehlender Schlüssigkeit des Sachantrags hat die Partei darzulegen, welches konkrete Sachvorbringen sie erstattet hätte, um ihren Sachantrag schlüssig zu machen. (T7)
    Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren. (T8)
  • 4 Ob 71/08g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 71/08g
    Auch
  • 8 Ob 125/08b
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 Ob 125/08b
  • 4 Ob 44/09p
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 44/09p
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Ersatzanspruch nach § 394 EO. (T9)
  • 5 Ob 106/09p
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 106/09p
    Vgl; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber ist zur Dartuung der abstrakten Eignung des Verfahrensmangels gehalten, wenn die Erheblichkeit des Mangels nicht offenkundig ist. (T10)
  • 3 Ob 136/09k
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 136/09k
  • 2 Ob 68/09b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 68/09b
    Auch Beis wie T3
    Veröff: SZ 2009/143
  • 8 Ob 41/09a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 41/09a
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 6 Ob 178/10k
    Entscheidungstext OGH 11.10.2010 6 Ob 178/10k
    Vgl
  • 7 Ob 123/10d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 123/10d
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 9/11p
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 9/11p
    Auch
  • 7 Ob 8/11v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 7 Ob 8/11v
  • 17 Ob 12/11f
    Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 12/11f
    Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs im Provisorialverfahren. (T11)
  • 6 Ob 112/11f
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 112/11f
    Auch; Beis wie T4
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T12)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 3 Ob 230/11m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 230/11m
  • 5 Ob 253/11h
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 253/11h
    Beis auch wie T1; Beis ähnlich wie T10
  • 5 Ob 153/12d
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 5 Ob 153/12d
    Auch; Auch Beis wie T4; Ähnlich Beis wie T6
  • 2 Ob 174/12w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 174/12w
    Auch; Beis wie T10
  • 9 Ob 61/12d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 61/12d
    Beis wie T10
  • 1 Ob 25/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 25/13b
    Vgl
  • 10 Ob 43/13s
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 43/13s
    Vgl; Beis wie T4
  • 10 ObS 166/13d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 ObS 166/13d
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 180/13v
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 180/13v
    Vgl auch
  • 4 Ob 192/13h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 192/13h
  • 4 Ob 200/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 200/13k
    Auch
  • 5 Ob 188/13b
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 188/13b
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 16 Ok 2/14
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 16 Ok 2/14
    Auch; Beis wie T12
  • 7 Ob 64/14h
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 64/14h
    Auch; Beisatz: Dass Verfahrensverstöße nur dann eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens bilden, wenn sie abstrakt geeignet sind, eine unrichtige Entscheidung herbeizuführen, und dass die Erheblichkeit des Mangels in diesem Sinn vom Rechtsmittelwerber darzulegen ist, gilt auch im Außerstreitverfahren. (T13)
  • 10 ObS 87/14p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 87/14p
  • 7 Ob 205/14v
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 205/14v
    Auch
  • 3 Ob 43/15t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 43/15t
    Auch
  • 7 Ob 35/15w
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 35/15w
  • 7 Ob 72/15m
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 7 Ob 72/15m
    Beis wie T10
  • 4 Ob 99/15k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 99/15k
    Beis wie T1; Beis wie T10
  • 7 Ob 81/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 81/15k
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T13; Veröff: SZ 2015/69
  • 7 Ob 159/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 159/15f
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 10 ObS 77/15v
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 ObS 77/15v
    Veröff: SZ 2015/108
  • 9 ObA 150/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 150/15x
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T13
  • 16 Ok 10/15d
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 16 Ok 10/15d
    Beis wie T1; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 7 Ob 40/16g
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 40/16g
    Auch; Beis wie T13
  • 1 Ob 127/16g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 127/16g
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 149/16t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 149/16t
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 196/16s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 196/16s
    Auch; Beis wie T13
  • 1 Ob 111/16d
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 111/16d
    Auch
  • 1 Ob 193/16p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 193/16p
    Beis wie T1; Beis wie T10
  • 7 Ob 170/16z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 170/16z
    Beis wie T1; Beis wie T10
  • 1 Ob 173/16x
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 173/16x
    Auch
  • 6 Ob 22/17d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 6 Ob 22/17d
    Vgl; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Vernehmung eines Zeugen durch die Übernahmekommission im Wege der Videokonferenz, was dem Unmittelbarkeitsgrundsatz jedenfalls eher entspricht als die bloße Verlesung einer schriftlichen Äußerung des Zeugen. (T14)
  • 7 Ob 22/17m
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 22/17m
  • 3 Ob 90/17g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 90/17g
    Vgl; Beis wie T13
  • 5 Ob 68/17m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 68/17m
    Auch
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 4 Ob 26/18d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 26/18d
  • 1 Ob 203/17k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 203/17k
    Beis wie T8; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Kontaktrechtsverfahren. (T15)
    Beisatz: Hier: Unterlassene Einholung eines Sachverständigengutachtens; Rekursgericht setzt sich mit der diesbezüglichen (ausreichend begründeten) Mängelrüge nicht auseinander. (T16)
  • 1 Ob 242/17w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 242/17w
    Auch; Beis wie T13
  • 8 Ob 61/18f
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 61/18f
    Auch
  • 1 Ob 94/18g
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 94/18g
    Beis ähnlich wie T7
  • 1 Ob 61/18d
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 61/18d
    Beis wie T6; Beis wie T10
  • 3 Ob 180/18v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 180/18v
    Vgl
  • 2 Ob 181/18h
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 181/18h
    Beis wie T1
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Auch; Beis wie T13
  • 8 ObA 13/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 ObA 13/19y
    Auch; Beisatz: Mit einer bloßen Hilfsbegründung im Zusammenhang stehenden Verfahrensverstößen des Berufungsgerichts fehlt es an Enstcheidungsrelevanz. (T17)
  • 5 Ob 90/19z
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 90/19z
    Vgl; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0043027

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19810521_OGH0002_0070OB00523_8100000_003

Rechtssatz für 1Ob719/89 1Ob2005/96a 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013908

Geschäftszahl

1Ob719/89; 1Ob2005/96a; 3Ob217/10y; 3Ob21/13d; 3Ob144/14v; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

17.01.1990

Norm

ABGB §859

Rechtssatz

Gestaltungsrechte verleihen ihrem Inhaber die Rechtsmacht, durch einseitige (außergerichtliche oder gerichtliche) Willenserklärung ohne Mitwirkung eines anderen eine Veränderung der bestehenden Rechtslage herbeizuführen, Rechte zum Entstehen oder zum Erlöschen zu bringen oder zu ändern; sie können gesetzlich oder vertraglich begründet sein. Zu den Gestaltungsrechten zählt auch das Recht auf Rücktritt vom Vertrag.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 719/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 719/89
    Veröff: JBl 1990,717
  • 1 Ob 2005/96a
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 1 Ob 2005/96a
    Auch
  • 3 Ob 217/10y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 217/10y
    Auch
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
    Auch
  • 3 Ob 144/14v
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 144/14v
    Auch; Veröff: SZ 2015/51
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Vgl; Beisatz: Ein Aufgriffsrecht in Bezug auf einen Anteil an einer GmbH gibt dem Berechtigten die Möglichkeit, einseitig durch Erklärung den Anteil aufzugreifen. Inhalt der Aufgriffsklausel ist die Verpflichtung, in diesem Fall den Anteil abtreten zu müssen. Eine „Annahmeerklärung“ des Aufgriffs ist nicht erforderlich. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0013908

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19900117_OGH0002_0010OB00719_8900000_001

Rechtssatz für 1Ob519/90 6Ob542/90 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060234

Geschäftszahl

1Ob519/90; 6Ob542/90; 9Ob165/02h; 6Ob112/06y; 6Ob150/08i; 6Ob1/10f; 6Ob63/10y; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

21.02.1990

Norm

GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Zweck des Formgebotes ist nicht bloß die Immobilisierung der Geschäftsanteile, sondern auch die Nötigung des Interessenten zur reiflichen Überlegung und die möglichst weitgehende Evidenzhaltung der Gesellschafter. Die Einräumung der Gesellschafterstellung als tatsächliche Ausführung des Verpflichtungsgeschäftes darf sich nicht auf eine bloße Leerfloskel beschränken, soll das Formgebot seines Sinngehaltes nicht gänzlich beraubt werden. Die tatsächliche Ausführung des Verpflichtungsgeschäftes setzt vor allem voraus, dass der Käufer die Mitgliedschaftsrechte bereits tatsächlich längere Zeit ausgeübt hat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 519/90
    Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 519/90
    Veröff: JBl 1990,715 = RdW 1990,287 = ecolex 1990,486
  • 6 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 26.04.1990 6 Ob 542/90
    nur: Zweck des Formgebotes ist nicht bloß die Immobilisierung der Geschäftsanteile, sondern auch die Nötigung des Interessenten zur reiflichen Überlegung und die möglichst weitgehende Evidenzhaltung der Gesellschafter. (T1) Veröff: ecolex 1990,551
  • 9 Ob 165/02h
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 165/02h
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Der Formpflicht im Bereich des § 76 GmbHG kommt auch eine Klarstellungsfunktion zu. (T2)
  • 6 Ob 112/06y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 6 Ob 112/06y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Den Zweck der Erschwerung der freien Handelbarkeit von Geschäftsanteilen erfüllt eine konkursgerichtliche Genehmigung einer nicht dem § 117 Abs 1 Z 1 KO unterliegenden Veräußerung nicht, weil der Masseverwalter die Genehmigung nicht einholen muss und ihre Erteilung für die Wirksamkeit des Geschäfts im Außenverhältnis nicht notwendig ist. (T3)
  • 6 Ob 150/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 150/08i
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Ein Klarstellungsinteresse besteht aber auch dann, wenn die Satzung die Voraussetzungen des Übergangs des Gesellschaftsanteils regelt. Auch in derartigen Fällen können durchaus Zweifelsfragen auftauchen. So kann fraglich sein, ob überhaupt die Voraussetzungen für einen in der Satzung vorgesehenen ipso iure-Übergang des Geschäftsanteils erfüllt sind. (T4)
  • 6 Ob 1/10f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 1/10f
    Vgl auch; Bem: Hier: Die Frage, ob der Formmangel des Verfügungsgeschäfts heilbar ist, wird ausdrücklich offen gelassen. (T5)
  • 6 Ob 63/10y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 63/10y
    Vgl
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Klarstellungsfunktion kommt auch deshalb Bedeutung zu, weil die Eintragung der Gesellschafter im Firmenbuch einer rechtssicheren Grundlage bedarf. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0060234

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19900221_OGH0002_0010OB00519_9000000_001

Rechtssatz für 7Ob517/91 (7Ob518/91) 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042450

Geschäftszahl

7Ob517/91 (7Ob518/91); 7Ob528/91; 2Ob32/91; 1Ob624/91; 3Ob4/93 (3Ob5/93); 6Ob515/93; 7Ob563/93; 1Ob557/94; 7Ob606/94; 4Ob536/95; 2Ob558/95; 1Ob577/95; 4Ob2263/96i; 3Ob2222/96b; 7Ob2370/96x; 7Ob2434/96h; 4Ob2380/96w; 3Ob78/97k; 1Ob171/97x; 1Ob53/97v; 3Ob85/98s; 10Ob152/98w; 6Ob296/98t; 6Ob307/98k; 5Ob207/99y; 2Ob244/99t; 3Ob53/00s; 8Ob262/99h; 2Ob205/00m; 1Ob196/00f; 1Ob243/00t; 6Ob118/01y; 1Ob214/01d; 3Ob187/02z; 3Ob250/03s; 7Ob48/04s; 3Ob206/05y; 6Ob63/05s (6Ob175/05m, 6Ob176/05h); 3Ob41/06k; 3Ob38/06v; 1Ob244/06y; 10Ob60/06f; 5Ob241/07p; 7Ob34/08p; 5Ob122/08i; 3Ob157/08x; 1Ob132/08f; 1Ob234/08f; 4Ob216/08f; 2Ob5/09p; 3Ob70/09d; 5Ob91/09g; 4Ob102/09t; 17Ob28/09f; 5Ob100/10g; 6Ob131/10y; 17Ob13/10a; 4Ob168/10z; 1Ob4/11m; 2Ob55/11v (2Ob65/11i); 1Ob75/11b; 3Ob2/11g; 5Ob156/11v; 2Ob8/12h; 1Ob68/12z; 4Ob95/12t; 4Ob147/12i; 4Ob176/12d; 4Ob152/13a; 4Ob150/13g; 4Ob61/14w; 5Ob92/14m; 7Ob231/14t; 5Ob91/15s; 5Ob102/15h; 5Ob130/15a; 3Ob250/15h; 5Ob175/15v; 1Ob78/16a; 3Ob114/17m; 3Ob22/17g; 8Ob112/17d; 6Ob180/17i; 3Ob6/18f; 5Ob22/18y; 5Ob74/19x; 5Ob138/19h

Entscheidungsdatum

21.03.1991

Norm

ZPO §500 Abs2 Z1 IIE1
ZPO §500 Abs3 IIIa
ZPO §500 Abs4 IIIa
ZPO §500 Abs4 IV
AußStrG 2005 §59 Abs2
AußStrG 2005 §59 Abs3
AußStrG 2005 §59 Abs4 Satz1

Rechtssatz

Den Ausspruch des Berufungsgerichtes nach § 500 Abs 2 Z 1 ZPO kann der OGH nur dahin überprüfen, ob zwingende Bewertungsvorschriften verletzt wurden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 517/91
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 7 Ob 517/91
    Veröff: RZ 1992/1 S 17
  • 7 Ob 528/91
    Entscheidungstext OGH 04.04.1991 7 Ob 528/91
    Veröff: RZ 1992/16 S 42
  • 2 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 2 Ob 32/91
    Auch
  • 1 Ob 624/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 624/91
    Auch
  • 3 Ob 4/93
    Entscheidungstext OGH 20.01.1993 3 Ob 4/93
  • 6 Ob 515/93
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 6 Ob 515/93
  • 7 Ob 563/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1993 7 Ob 563/93
  • 1 Ob 557/94
    Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 557/94
    Auch
  • 7 Ob 606/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 7 Ob 606/94
  • 4 Ob 536/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 536/95
  • 2 Ob 558/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 558/95
    Auch
  • 1 Ob 577/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 577/95
    Auch
  • 4 Ob 2263/96i
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2263/96i
    Beisatz: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. Der Umstand, dass der Beklagte die Streitwertangabe des Klägers nicht (gemäß § 7 RATG) bemängelt und das Erstgericht keine Streitwertherabsetzung nach § 60 Abs 1 JN vorgenommen hat, ist für die Bewertung durch das Berufungsgericht ohne Belang. (T1)
  • 3 Ob 2222/96b
    Entscheidungstext OGH 30.10.1996 3 Ob 2222/96b
    Auch
  • 7 Ob 2370/96x
    Entscheidungstext OGH 04.12.1996 7 Ob 2370/96x
  • 7 Ob 2434/96h
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2434/96h
  • 4 Ob 2380/96w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 2380/96w
    Beis wie T1 nur: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. (T2); Beisatz: Hat das Berufungsgericht die wirtschaftliche Bedeutung des Rechtsstreites und damit das Interesse der klagenden Partei an der von ihr begehrten Unterlassung von der Bewertung des Streitgegenstandes in der Klage abgehend selbständig eingeschätzt und diese Einschätzung auch begründet, so entzieht sich seine im Ermessensbereich vorgenommene Bewertung einer Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof. (T3)
  • 3 Ob 78/97k
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 78/97k
  • 1 Ob 171/97x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 171/97x
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; Beisatz: § 60 Abs 2 JN ist eine zwingende Bewertungsvorschrift. (T4)
  • 3 Ob 85/98s
    Entscheidungstext OGH 25.03.1998 3 Ob 85/98s
  • 10 Ob 152/98w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 10 Ob 152/98w
    Beis wie T2
  • 6 Ob 296/98t
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 296/98t
    Beis wie T3; Beisatz: Irrelevant ist, dass der Kläger bei der seinerzeitigen Bewertung im Jahr 1996 noch nicht an die durch die WGN 1997 vorgenommene Änderung der Rechtsmittelzulässigkeitsvorschriften denken konnte. (T5)
  • 6 Ob 307/98k
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 307/98k
    Auch
  • 5 Ob 207/99y
    Entscheidungstext OGH 31.08.1999 5 Ob 207/99y
    Auch
  • 2 Ob 244/99t
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 2 Ob 244/99t
  • 3 Ob 53/00s
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 53/00s
    Auch
  • 8 Ob 262/99h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 262/99h
    Beis wie T2
  • 2 Ob 205/00m
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 205/00m
    Vgl auch
  • 1 Ob 196/00f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 196/00f
    Beis wie T2
  • 1 Ob 243/00t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 243/00t
  • 6 Ob 118/01y
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 118/01y
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 214/01d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 214/01d
    Beis wie T1 nur: Bei seinem Ausspruch über den Wert des nicht ausschließlich in Geld bestehenden Entscheidungsgegenstandes ist das Berufungsgericht an die Bewertung des Klägers nach § 56 Abs 2, § 59 JN nicht gebunden. (T6)
  • 3 Ob 187/02z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 187/02z
  • 3 Ob 250/03s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 250/03s
    Auch
  • 7 Ob 48/04s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 48/04s
    Auch
  • 3 Ob 206/05y
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 206/05y
    Beis wie T2
  • 6 Ob 63/05s
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 63/05s
    Beisatz: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Es ist dabei nicht an die Bewertung des Klägers gebunden. Diese Bewertung ist grundsätzlich unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten; Hier: Rechtsstreit über die Löschung oder Aufrechterhaltung einer Wegeservitut. (T7)
  • 3 Ob 41/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 41/06k
  • 3 Ob 38/06v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 38/06v
    Beis wie T6
  • 1 Ob 244/06y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2006 1 Ob 244/06y
    Auch; Beisatz: Der Bewertungsausspruch des Berufungsgerichts gemäß § 500 Abs 2 Z 1 ZPO ist unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, wenn zwingende Bewertungsvorschriften nicht verletzt wurden, eine offenkundige Unterbewertung oder Überbewertung nicht vorliegt oder eine Bewertung nicht überhaupt hätte unterbleiben müssen. (T8)
  • 10 Ob 60/06f
    Entscheidungstext OGH 09.10.2007 10 Ob 60/06f
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T8
  • 5 Ob 241/07p
    Entscheidungstext OGH 20.11.2007 5 Ob 241/07p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 59 Abs 2 AußStrG 2005. (T9)
  • 7 Ob 34/08p
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 34/08p
    Beis wie T1
  • 5 Ob 122/08i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 122/08i
    Vgl; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Verfahren wegen §§ 52 Abs 1 Z 8, 21 Abs 3 WEG 2002. (T10)
  • 3 Ob 157/08x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 157/08x
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Exszindierungsklage - gesetzwidriger Bewertungsausspruch. (T11)
  • 1 Ob 132/08f
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 132/08f
    Auch
  • 1 Ob 234/08f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 1 Ob 234/08f
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 216/08f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 216/08f
    Auch; Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens eines Fahrrechts und Einwilligung in die Einverleibung. (T12)
  • 2 Ob 5/09p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 5/09p
    Auch; Auch Beis wie T8
  • 3 Ob 70/09d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 70/09d
    Auch; Beisatz: Hier: Exszindierungsklage. (T13); Beisatz: Der Streitwert einer Exszindierungsklage richtet sich primär nach der Höhe der betriebenen Forderung, jedoch mit der Einschränkung, dass der allenfalls niederere Wert der gepfändeten Sache maßgeblich ist. (T14)
  • 5 Ob 91/09g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 91/09g
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Nur dann, wenn das Erstgericht über einen 2.000 EUR nicht übersteigenden Streitgegenstand entschieden hätte, wäre der Oberste Gerichtshof an eine höhere Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Berufungsgericht nicht gebunden, was auch für den Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss des Gerichts zweiter Instanz gilt. Der vom Berufungsgericht vorgenommenen Korrektur einer offensichtlichen Unterbewertung steht aber auch diese Ausnahmeregelung nicht entgegen. (T15)
  • 4 Ob 102/09t
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 102/09t
    Auch; Beis wie T3
  • 17 Ob 28/09f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 17 Ob 28/09f
    Beisatz: Weder die Bewertung durch den Kläger nach § 56 Abs 2 Satz 1 ZPO noch der Zweifelsstreitwert nach § 56 Abs 2 Satz 3 ZPO sind zwingende Bewertungsvorschriften. (T16)
  • 5 Ob 100/10g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 100/10g
    Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Grundbuchsverfahren. (T17)
  • 6 Ob 131/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 131/10y
    Vgl; Beisatz: Eine Streitwertherabsetzung nach § 60 Abs 1 JN hat keine Auswirkungen auf die Zulässigkeit von Rechtsmitteln. (T18)
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 13/10a
    Auch
  • 4 Ob 168/10z
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 168/10z
  • 1 Ob 4/11m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 4/11m
    Auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 55/11v
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 55/11v
    Auch; Vgl Beis wie T12
  • 1 Ob 75/11b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 75/11b
    Auch; Beis wie T8
  • 3 Ob 2/11g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 2/11g
    Auch
  • 5 Ob 156/11v
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 156/11v
    Auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 8/12h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 8/12h
    Auch; Auch Beis wie T3
  • 1 Ob 68/12z
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 68/12z
    Auch; Beis wie T7 nur: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Diese Bewertung ist grundsätzlich für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten. (T19)
  • 4 Ob 95/12t
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 95/12t
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T19
  • 4 Ob 147/12i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 147/12i
    Vgl; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 176/12d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 176/12d
    Vgl; Beis ähnlich wie T19
  • 4 Ob 152/13a
    Entscheidungstext OGH 23.09.2013 4 Ob 152/13a
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T19
  • 4 Ob 150/13g
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 150/13g
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T19
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 61/14w
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T19
  • 5 Ob 92/14m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 92/14m
  • 7 Ob 231/14t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2015 7 Ob 231/14t
    Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T19
  • 5 Ob 91/15s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 91/15s
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 102/15h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 102/15h
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T19
  • 3 Ob 250/15h
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 250/15h
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 175/15v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 5 Ob 175/15v
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T19
  • 1 Ob 78/16a
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 78/16a
    Beis wie T8; Beis wie T19
  • 3 Ob 114/17m
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 114/17m
    Beis wie T8
  • 3 Ob 22/17g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 22/17g
    Beis wie T8; Beis wie T19
  • 8 Ob 112/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 112/17d
    Beis wie T19
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Vgl; Beis wie T8
  • 3 Ob 6/18f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 6/18f
    Beis wie T8
  • 5 Ob 22/18y
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 22/18y
    Beis wie T8
  • 5 Ob 74/19x
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 74/19x
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 138/19h
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 138/19h
    Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0042450

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19910321_OGH0002_0070OB00517_9100000_001

Rechtssatz für 4Ob512/91 1Ob624/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043252

Geschäftszahl

4Ob512/91; 1Ob624/91; 1Ob526/93; 3Ob521/94; 1Ob1702/94; 1Ob138/99x; 6Ob272/03y; 4Ob159/05v; 2Ob30/08p; 5Ob150/08g; 9Ob25/08d (9Ob26/08a); 9Ob2/10z; 8Ob147/09h; 9Ob41/10k; 17Ob13/10a; 3Ob23/11w; 10Ob20/11f; 1Ob223/11t; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 4Ob39/14k; 1Ob128/14a; 1Ob149/14i; 8Ob62/14x; 7Ob66/15d; 5Ob102/15h; 5Ob130/15a; 7Ob48/15g; 7Ob218/15g; 1Ob4/16v; 3Ob114/17m; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

09.04.1991

Norm

ZPO §500 Abs3 IIIb
JN §56 Abs2

Rechtssatz

Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. Das wird zwar in § 500 Abs 3 ZPO idF der WGN 1989 - anders als in § 500 Abs 3 ZPO alter Fassung - nicht mehr ausdrücklich gesagt, gilt aber dennoch weiterhin. Ganz abgesehen davon, dass kein Anhaltspunkt für eine Absicht des Gesetzgebers besteht, in diesem Belang eine Änderung vorzunehmen (siehe 991 BlgNr 17. GP 9 zu Z 21), ergibt sich die fehlende Bindung nun aus der Zitierung der anzuwendenden Bestimmungen der Jurisdiktionsnorm.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 512/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 512/91
    Veröff: WoBl 1991,208 (Würth)
  • 1 Ob 624/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 624/91
  • 1 Ob 526/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 526/93
  • 3 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 521/94
    nur: Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. (T1)
  • 1 Ob 1702/94
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 1702/94
  • 1 Ob 138/99x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 138/99x
    nur T1
  • 6 Ob 272/03y
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 272/03y
    Auch
  • 4 Ob 159/05v
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 4 Ob 159/05v
    Auch
  • 2 Ob 30/08p
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 30/08p
    nur T1
  • 5 Ob 150/08g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 150/08g
    nur T1
  • 9 Ob 25/08d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2009 9 Ob 25/08d
    Auch; nur T1; Beisatz: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht - und gleichermaßen gemäß § 526 Abs 3 ZPO durch das Rekursgericht - grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungs-(Rekurs-)gericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T2)
  • 9 Ob 2/10z
    Entscheidungstext OGH 26.01.2010 9 Ob 2/10z
    nur T1
  • 8 Ob 147/09h
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 Ob 147/09h
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 9 Ob 41/10k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 41/10k
    Auch; nur T1
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 13/10a
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 23/11w
    Entscheidungstext OGH 13.04.2011 3 Ob 23/11w
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 10 Ob 20/11f
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 20/11f
    Auch
  • 1 Ob 223/11t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 223/11t
    nur T1
  • 10 Ob 3/12g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 3/12g
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 9/12y
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 9/12y
    Vgl auch; nur T1; Vgl auch Beis wie T2 nur: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungsgericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T3)
  • 4 Ob 39/14k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 39/14k
    Vgl auch
  • 1 Ob 128/14a
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 128/14a
    Auch
  • 1 Ob 149/14i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 149/14i
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 62/14x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 62/14x
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 66/15d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 66/15d
    Auch
  • 5 Ob 102/15h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 102/15h
    Auch
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 7 Ob 48/15g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 48/15g
    Auch
  • 7 Ob 218/15g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 218/15g
    Auch
  • 1 Ob 4/16v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 4/16v
  • 3 Ob 114/17m
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 114/17m
    nur T1
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0043252

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19910409_OGH0002_0040OB00512_9100000_001

Rechtssatz für 4Ob61/93 1Ob504/94 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036272

Geschäftszahl

4Ob61/93; 1Ob504/94; 1Ob535/94 (1Ob1551/94); 4Ob39/04w; 7Ob11/09g; 1Ob90/10g; 4Ob94/11v; 1Ob255/12z; 2Ob172/13b; 1Ob122/14v; 1Ob233/15v; 6Ob180/17i; 4Ob178/17f; 3Ob228/18b

Entscheidungsdatum

08.06.1993

Norm

ZPO §64 Abs2
ZPO §125
ZPO §222 Abs1
ZPO §225 Abs1
ZPO §464 Abs2

Rechtssatz

Die Frist wird in ihrem Ablauf gehemmt, die Zustellung gilt aber sehr wohl als in den Gerichtsferien vollzogen. Es besteht keinerlei Grundlage dafür, erst den ersten Tag nach den Gerichtsferien, als den Tag der Zustellung zu behandeln, von dem an (§ 464 Abs 2 ZPO) die Frist nach § 125 ZPO zu berechnen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 61/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 61/93
    Veröff: EvBl 1993/195 S 813 = RZ 1994/60 S 197
  • 1 Ob 504/94
    Entscheidungstext OGH 16.02.1994 1 Ob 504/94
  • 1 Ob 535/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 535/94
    nur: Die Frist wird in ihrem Ablauf gehemmt, die Zustellung gilt aber sehr wohl als in den Gerichtsferien vollzogen. (T1)
  • 4 Ob 39/04w
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 39/04w
    Auch
  • 7 Ob 11/09g
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 11/09g
    Auch
  • 1 Ob 90/10g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 90/10g
    nur: Es besteht keinerlei Grundlage dafür, erst den ersten Tag nach den Gerichtsferien, als den Tag der Zustellung zu behandeln, von dem an (§ 464 Abs 2 ZPO) die Frist nach § 125 ZPO zu berechnen ist. (T2)
  • 4 Ob 94/11v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 94/11v
    Auch
  • 1 Ob 255/12z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 255/12z
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 172/13b
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 172/13b
    Auch; Beisatz: Fällt der Beginn einer Notfrist in den Zeitraum iSd § 222 Abs 1 ZPO, wird die Notfrist um den bei ihrem Beginn noch übrigen Teil dieses Zeitraums verlängert. (T3)
  • 1 Ob 122/14v
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 122/14v
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 233/15v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 233/15v
    Vgl; Beisatz: Erfolgte die Zustellung eines Beschlusses während des in § 222 Abs 1 Satz 1 ZPO vorgesehenen Zeitraums zwischen dem 15. 7. und dem 17. 8. steht den Prozessparteien dieselbe Frist zur Verfügung, als hätte eine Zustellung am letzten Tag der verhandlungsfreien Zeit stattgefunden. Eine 14‑tägige Rekursfrist endet in diesem Fall stets am 31. 8. (um 24:00 Uhr), der somit als letzter Tag für die Erhebung des Rechtsmittels zur Verfügung steht. (T4)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
  • 4 Ob 178/17f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 178/17f
    Auch; Beisatz: Die vierwöchige Revisionsfrist (§ 505 Abs 2 ZPO) begann damit am 17. August 2017 und endete nach 28 Tagen am 14. September 2017. (T5)
  • 3 Ob 228/18b
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 228/18b
    Beisatz: Hier: Antrag nach § 508 ZPO. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0036272

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19930608_OGH0002_0040OB00061_9300000_001

Rechtssatz für 1Ob510/95 6Ob180/17i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0086631

Geschäftszahl

1Ob510/95; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

17.10.1995

Norm

GmbHG §76 Abs2

Rechtssatz

Auf die Einhaltung dieser Formvorschrift ist streng zu achten. Die erforderliche Notariatsaktsform kann auch durch den Gesellschaftsvertrag nicht abbedungen werden (vergleiche NZ 1990, 279).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 510/95
    Veröff: SZ 68/193
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Beisatz: Der Gesellschaftsvertrag kann zwar ein Aufgriffsrecht vorsehen, nicht aber für den Fall der Ausübung die Einhaltung der Form ersetzen. Anderes würde nur dann gelten, wenn in der Aufgriffsklausel im Gesellschaftsvertrag bereits eine vollständige Einigung über die Abtretung von Geschäftsanteilen zu schon festgelegten Bedingungen stipuliert wäre. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086631

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19951017_OGH0002_0010OB00510_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob61/97w 6Ob335/97a 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0108891

Geschäftszahl

1Ob61/97w; 6Ob335/97a; 7Ob38/98h; 6Ob241/98d; 6Ob214/99k; 6Ob116/01d; 6Ob221/01w; 4Ob216/01w; 6Ob106/03m; 6Ob231/05x; 10Ob3/06y; 9ObA18/06x; 2Ob220/06a; 10Ob32/07i; 3Ob59/07h; 4Ob229/07s; 2Ob138/08w; 6Ob48/09s; 6Ob136/09g; 5Ob130/09t; 6Ob99/11v; 3Ob177/10s; 6Ob202/10i; 6Ob221/11k; 2Ob209/10i; 6Ob233/12a; 6Ob135/12i; 6Ob164/12d; 3Ob73/14b; 6Ob198/13f; 6Ob169/16w; 6Ob251/16d; 6Ob122/16h; 6Ob180/17i; 6Ob104/17p; 5Ob28/17d; 6Ob57/19d

Entscheidungsdatum

25.11.1997

Norm

ABGB §6
ABGB §9
ABGB §914 IIIg
GmbHG §4

Rechtssatz

Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierende korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. Wird ein Kernbereich der gewillkürten korporativen Gesamtverfassung der Gesellschaft, der einen sachlich abgrenzbaren Bereich des Gesellschaftsvertrages vollständig regelt, durch eine spätere lex generalis umfassend und daher auch abschließend neu geordnet, ist eine dieser Änderung inhaltlich widersprechende lex specialis im Zweifel nicht mehr weiter anwendbar (hier bezogen auf die Mehrheitserfordernisse für Beschlüsse der Generalversammlung).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 61/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 61/97w
    Veröff: SZ 70/242
  • 6 Ob 335/97a
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 6 Ob 335/97a
    nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierenden korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T1)
    Veröff: SZ 71/42
  • 7 Ob 38/98h
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 7 Ob 38/98h
    Auch; nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T2)
  • 6 Ob 241/98d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 241/98d
    Auch; nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. (T3)
  • 6 Ob 214/99k
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 214/99k
    nur T2; Veröff: SZ 72/157
  • 6 Ob 116/01d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 116/01d
    Auch; nur: Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierenden korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T4)
    Beisatz: Die für Satzungen juristischer Personen entwickelten Auslegungskriterien sind auch für Stiftungen anzuwenden. (T5)
  • 6 Ob 221/01w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 221/01w
    nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind. (T6)
    Beisatz: Bei der Gesetzesauslegung als auch bei der Auslegung korporativer Satzungsbestimmungen kommt es nicht auf den subjektiven Willen der für Satzungsänderungen zuständigen Hauptversammlung an, es ist nur der einer objektiven Auslegung zugängliche Wortlaut entscheidend. (T7)
  • 4 Ob 216/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 216/01w
    nur T4
  • 6 Ob 106/03m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 106/03m
    Vgl; Veröff: SZ 2003/105
  • 6 Ob 231/05x
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 231/05x
    Beisatz: Aufgriffsrechte zählen zu den korporativen Satzungsbestandteilen und sind daher objektiv auszulegen. (T8)
  • 10 Ob 3/06y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 3/06y
    Auch; Beisatz: Als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierende korporative Regelungen sind nicht wie Verträge, sondern normativ - unter Anwendung der Auslegungsgrundsätze der §§ 6 und 7 ABGB - auszulegen. (T9)
  • 9 ObA 18/06x
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 ObA 18/06x
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: "Auslegung eines ..... Pensionskassenvertrags." (T10)
  • 2 Ob 220/06a
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 2 Ob 220/06a
    Auch; Beisatz: Die Satzung ist nach Wortlaut und Zweck grundsätzlich objektiv zu interpretieren. Im vorliegenden Fall allerdings verweist der Gesellschaftsvertrag auf das „Fachgutachten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder", welches sowohl subjektive, als auch objektivierte Unternehmensbewertungen anbietet. Die Wahl der Ermittlungsmethode hat daher danach zu erfolgen, welche Methode am besten den Umständen des Einzelfalls gerecht wird. (T11)
  • 10 Ob 32/07i
    Entscheidungstext OGH 11.05.2007 10 Ob 32/07i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2007/71
  • 3 Ob 59/07h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 59/07h
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Satzungsbestimmungen, die die Kompetenzen von Organen der Gesellschaft verschieben. (T12)
    Veröff: SZ 2007/81
  • 4 Ob 229/07s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 229/07s
    Vgl aber; Beisatz: Für typische Personengesellschaften sind jedoch die allgemeinen Vertragsauslegungsregeln des § 914 ABGB maßgeblich (siehe RS0109668). (T13)
    Beisatz: Hier: Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). (T14)
    Veröff: SZ 2008/65
  • 2 Ob 138/08w
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 138/08w
    Auch; nur T4; Beis wie T9; Beisatz: Auch der objektiven Auslegung korporativer Regelungen eines Gesellschaftsvertrags kommt keine über den Einzelfall hinausreichende Bedeutung zu. (T15)
  • 6 Ob 48/09s
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 48/09s
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn eine andere Auslegung ebenfalls vertretbar wäre. (T16)
  • 6 Ob 136/09g
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 136/09g
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2009/122
  • 5 Ob 130/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
    Ähnlich; Beisatz: Vereinsstatuten sind nach ständiger Rechtsprechung nach den §§ 6 und 7 ABGB auszulegen. (T17)
    Beisatz: Maßgebend ist der objektive Sinn statutarischer Bestimmungen. Unklare oder eine mehrfache Deutung zulassende Bestimmungen sind in vernünftiger und billiger Weise so auszulegen, dass ihre Anwendung im Einzelfall brauchbare und vernünftige Ergebnisse zeitigt. (T18)
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl; nur T1; Veröff: SZ 2011/73
  • 3 Ob 177/10s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 3 Ob 177/10s
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: SZ 2011/90
  • 6 Ob 202/10i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 202/10i
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine objektive Auslegung einer echten (notwendig materiellen) Satzungsregelung einer GmbH hat auch dann zu erfolgen, wenn an dem Rechtsstreit nur die Gründungsgesellschafter oder die Gesellschaft, die die Satzung änderten, beteiligt sind, oder die Gesellschaft personalistisch oder kapitalistisch strukturiert ist. (T19)
    Veröff: SZ 2011/125
  • 6 Ob 221/11k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 221/11k
    Vgl auch
  • 2 Ob 209/10i
    Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 209/10i
    Vgl; nur T2; Beis wie T15; Beisatz: Auch bei der objektiven Auslegung korporativer Regelungen eines Gesellschaftsvertrags ist, zu beachten, dass unklare und eine mehrfache Deutung zulassende Bestimmungen dennoch stets in vernünftiger und billiger Weise so auszulegen sind, dass ihre Anwendung im Einzelfall brauchbare und vernünftige Ergebnisse zeitigt. (T20)
  • 6 Ob 233/12a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 233/12a
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T20
  • 6 Ob 135/12i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 135/12i
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Dabei ist wegen möglicher Interessen Dritter einer am Wortlaut orientierten Auslegung der Vorrang einzuräumen. (T21)
    Veröff: SZ 2013/24
  • 6 Ob 164/12d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 164/12d
    nur T2; Beisatz: Hier: Regelungen der Zuständigkeit zu Bestellung der Mitglieder des Stiftungsvorstands sind korporative Regelungen der Stiftungsurkunde. (T22)
  • 3 Ob 73/14b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 73/14b
    Auch; nur T1; Beis wie T21
  • 6 Ob 198/13f
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 198/13f
    Auch; nur T4; Beis wie T5; Beis wie T21; Beisatz: Der Stifterwille ist aus der Stiftungserklärung durch Auslegung derselben zu ermitteln. (T23)
    Veröff: SZ 2014/92
  • 6 Ob 169/16w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 169/16w
    Auch; nur T3; nur T4; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Gewinnverwendungsvorschriften müssen - wie grundsätzlich alle korporativen Satzungsbestimmungen - deutlich formuliert sein (so bereits 3 Ob 59/07h). (T24); Veröff: SZ 2016/109
  • 6 Ob 251/16d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 251/16d
    Vgl auch; Beisatz: Fragen der Auslegung einer Stiftungs(zusatz‑)urkunde im Einzelfall kommt keine erhebliche Bedeutung zu, es sei denn, dem Berufungsgericht wäre eine auffallende Fehlbeurteilung unterlaufen. (T25)
  • 6 Ob 122/16h
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 122/16h
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Das Wort „gemeinsam“ im korporativen Teil einer Stiftungsurkunde bedeutet nicht nur „einstimmig“. (T26)
    Bem: Siehe auch RS0131284. (T27); Veröff: SZ 2017/25
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; nur T2; Beis wie T8
  • 6 Ob 104/17p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 104/17p
    Auch; ähnlich nur T1; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T19
  • 5 Ob 28/17d
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 28/17d
    Vgl auch; nur T4; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T17; Beis wie T18
  • 6 Ob 57/19d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 57/19d
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T18; Beis wie T19; Beisatz: Eine objektive Auslegung kann durchaus auch berücksichtigen, welches Interesse mit einer Regelung verfolgt wird. (T28)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108891

Im RIS seit

25.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19971125_OGH0002_0010OB00061_97W0000_001

Rechtssatz für 4Ob99/99h 4Ob255/99z 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111866

Geschäftszahl

4Ob99/99h; 4Ob255/99z; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

13.04.1999

Norm

GmbHG §76

Rechtssatz

Umfaßt der Formmangel (§76 GmbHG) das Verpflichtungsgeschäft und das Verfügungsgeschäft für die Abtretung des Geschäftsanteiles, kann nicht auf Zahlung des Abtretungspreises geklagt werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 99/99h
    Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 99/99h
  • 4 Ob 255/99z
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 255/99z
    Auch; Veröff: SZ 72/149
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Beisatz: Ein bereits bezahlter Abtretungspreis kann zurückgefordert werden (so bereits 1 Ob 519/90). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111866

Im RIS seit

13.05.1999

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19990413_OGH0002_0040OB00099_99H0000_001

Rechtssatz für 6Ob150/08i 6Ob180/17i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124080

Geschäftszahl

6Ob150/08i; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

07.08.2008

Norm

GmbHG §76 Abs1

Rechtssatz

Bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist es - anders als bei Personengesellschaften des Handelsrechts - nicht möglich zu vereinbaren, dass der Anteil eines Gesellschafters dem anderen ohne weiteres zuwächst.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 150/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 150/08i
    Beisat: Die Unzulässigkeit der Vereinbarung eines ipso iure-Übergangs eines Gesellschaftsanteils ist nicht auf den Fall des Todes eines Gesellschafters eingeschränkt. (T1)
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124080

Im RIS seit

06.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_20080807_OGH0002_0060OB00150_08I0000_001

Entscheidungstext 6Ob180/17i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

GES 2017,429 = wbl 2018,109/25 - wbl 2018/25 = GesRZ 2018,57 (Rauter/Schwarzenbacher) = RWZ 2018/15 S 61 - RWZ 2018,61 = AnwBl 2018/46 S 183 - AnwBl 2018,183 = NZ 2018/5 S 16 - NZ 2018,16 = EvBl‑LS 2018/32 = Birnbauer, GES 2018,33 = ecolex 2018/114 S 253 - ecolex 2018,253 = RdW 2018/174 S 220 - RdW 2018,220 = ZIK 2018/207 S 163 - ZIK 2018,163

Geschäftszahl

6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

25.10.2017

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Kuras als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler, Univ.-Prof. Dr. Kodek und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei S***** S*****, vertreten durch Dr. Stefan Schermaier, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei R***** S*****, vertreten durch CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen Abtretung eines Geschäftsanteils (Streitwert nach JN 1.000 EUR, nach RATG 9.000 EUR), über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Handelsgerichts Wien als Berufungsgericht vom 19. Juni 2017, GZ 1 R 106/17k-20, womit das Urteil des Bezirksgerichts für Handelssachen Wien vom 9. März 2017, GZ 20 C 203/16y-16, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt und beschlossen:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die Revisionsbeantwortung wird zurückgewiesen.

Die Parteien haben die Kosten des Revisionsverfahrens jeweils selbst zu tragen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Kläger ist mit einem Geschäftsanteil, der einer zur Hälfte bar eingezahlten Stammeinlage im Nennbetrag von 18.000 EUR und sohin einer Beteiligung am Stammkapital, an den Stimmrechten, am Vermögen und am Bilanzgewinn der Gesellschaft von 50 % entspricht, an der C***** GmbH beteiligt. Der Beklagte ist ebenfalls Gesellschafter der Gesellschaft und mit einem Geschäftsanteil, der einer zur Hälfte bar eingezahlten Stammeinlage im Nennbetrag von 18.000 EUR und somit einer Beteiligung an der Gesellschaft von 50 % entspricht, an der Gesellschaft beteiligt.

Die Gesellschaft wurde unter der Firma „R***** GmbH“ mit Gesellschaftsvertrag vom 22. 4. 2009 gegründet und am 14. 7. 2009 ins Firmenbuch eingetragen. Gesellschafter waren zum Gründungszeitpunkt R***** E***** als Treuhänder des Klägers mit einer Stammeinlage von 18.000 EUR und der Beklagte als Treuhänder von Mag. G***** Z***** mit einer Stammeinlage von ebenfalls 18.000 EUR. Der Kläger blieb bis 9. 3. 2011 Treugeber zuerst des Gesellschafters R***** E***** und danach des späteren Gesellschafters R***** P*****. Von 18. 3. 2011 bis 11. 6. 2014 war der Beklagte alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft. Mit 30. 3. 2011 wurde zwischen dem Beklagten als Geschäftsführer der Gesellschaft und dem Kläger ein notarieller Optionsvertrag, mit welchem dem Kläger eine Call-Option über 50 % des Geschäftsanteils eingeräumt wurde, abgeschlossen. Mit 14. 4. 2014 hat der Kläger diese Call-Option ausgeübt und wurde mit 11. 6. 2014 als Gesellschafter der Gesellschaft in das Firmenbuch eingetragen.

Der Punkt XII, „Geschäftsanteileübertragung, Aufgriffsrecht“ des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft sieht unter anderem folgende Regelungen vor:

6. In jedem Fall der Übertragung von Geschäftsanteilen steht den Gesellschaftern ein wechselseitiges Aufgriffsrecht an dem Geschäftsanteil zu. Der übertragswillige Gesellschafter hat daher jedes geplante Rechtsgeschäft unter Lebenden den anderen Gesellschaftern schriftlich eingeschrieben bekanntzugeben. Das von dritter Seite vorliegende Angebot ist unter Bekanntgabe sämtlicher Vertragsmodalitäten urkundlich nachzuweisen. Das Aufgriffsrecht steht den anderen Gesellschaftern im Verhältnis ihrer Stammeinlage zu. Der aufgriffsberechtigte Gesellschafter hat innerhalb von 30 Tagen gerechnet ab Zustellung des Anbots das Anbot schriftlich eingeschrieben anzunehmen. Bei nicht fristgerechter Annahme gilt das Aufgriffsrecht als nicht ausgeübt. Eine teilweise Ausübung des Aufgriffsrechts ist nicht zulässig. Macht ein Gesellschafter von seinem Aufgriffsrecht keinen Gebrauch, so wächst sein Recht den verbleibenden aufgriffswilligen Gesellschaftern im Verhältnis ihrer Beteiligung zu und haben diese binnen weiterer 30 Tage schriftlich eingeschrieben von ihrem Aufgriffsrecht Gebrauch zu machen.

8. Der Abtretungspreis entspricht – nach freier Wahl der Aufgriffsberechtigten – dem vom Dritten gebotenen Kaufpreis oder dem nach dem Fachgutachten KFS-BW 1 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder oder einer an dessen Stellen tretenden Richtlinien zu ermittelnden Wert. Auszugehen ist bei der Bewertung von dem letzten Bilanzstichtag der Gesellschaft. Wesentliche Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft seit diesem Stichtag sind zu berücksichtigen. Einigen sich die treffenden Gesellschafter nicht binnen einer Frist von 2 Monaten über den Wert des betreffenden Geschäftsanteils, ist jeder von ihnen berechtigt, beim Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder für Wien die Bestellung eines Schiedgutachters zu beantragen, welcher den Wert des Geschäftsanteils nach den vorstehenden Regelungen zu ermitteln hat. Die Kosten dieses Schiedsgutachters tragen die betreffenden Gesellschafter zu gleichen Teilen. Der Abtretungspreis ist binnen 24 Monaten nach dem Abtretungsstichtag in jeweils gleich hohen Monatsraten zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten Zinsen in Höhe von 8 % p.a. über der Bankrate der Österreichischen Nationalbank vereinbart. Eine Aufrechnung dieser Ansprüche mit Forderungen welcher Art auch immer, ist ausgeschlossen.

9. Jeder Gesellschafter ist verpflichtet, seinen Geschäftsanteil an die Mitgesellschafter im Verhältnis deren Beteiligung oder an einen von diesen gemeinsam oder einvernehmlich namhaft gemachten Dritten um den – unter sinngemäßer Anwendung des zuvor beschriebenen Verfahrens zu ermittelnden – Abretungspreis abzutreten, wenn über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen worden ist oder die Zwangsvollstreckung gegen seinen Geschäftsanteil betrieben wird, sofern diese Maßnahmen nicht innerhalb von 2 Monaten wieder aufgehoben worden sind.

Der Punkt XVI „Wettbewerbsverbot, Verschwiegenheitspflicht“ des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft sieht unter anderem nachstehende Regelungen vor:

1. Die Geschäftsführer und die Gesellschafter dürfen ohne Gesellschafterbeschluss, der einer Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen bedarf, weder direkt noch indirekt Geschäfte im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung machen, noch einer Gesellschaft desselben Geschäftszweiges als persönlich haftender Gesellschafter, als Geschäftsführer, Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied angehören, noch Konsulententätigkeit oder eine ähnliche Tätigkeit für fremde, insbesondere für konkurrenzierende Unternehmen aufnehmen. Das Wettbewerbsverbot bindet die Gesellschafter und Geschäftsführer auch nach Beendigung der Gesellschafterstellung bzw der Geschäftsführerstellung bis zum Ablauf eines Jahres.

3. Bei Verletzung dieser Pflichten hat der Verletzende für jeden einzelnen Verletzungsfall binnen 14 Tagen ab zugegangener schriftlichen Aufforderung eine Konventionalstrafe in Höhe von 20.000 EUR an die Gesellschaft zu bezahlen.

Mit Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 26. 11. 2015, 2 S 74/15t, wurde über das Vermögen des Beklagten das Konkursverfahren eröffnet.

Der Kläger ist außerdem Geschäftsführer der „s***** GmbH“. Die s***** GmbH wurde unter der Firma „F***** GmbH“ mit Gesellschaftsvertrag vom 29. 7. 2008 gegründet und am 2. 8. 2008 ins Firmenbuch eingetragen. Der Kläger hat die Geschäftsführerfunktion in diesem Unternehmen seit dessen Gründung und war zu Beginn auch Alleingesellschafter. Derzeit hält der Kläger 50 % des Geschäftsanteils an der s***** GmbH über die S***** GmbH, deren geschäftsführender Alleingesellschafter er ist.

Der Geschäftszweck der Gesellschaft und der s***** GmbH ist gleich, nämlich jeweils die Beratung von Unternehmen, aber auch von Privatpersonen und Kommunen, die Schäden im Zusammenhang mit Derivatgeschäften erlitten haben. Beide Gesellschaften sind als Unternehmensberater in der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie Fachgruppe Wien eingetragen. Dabei wurde die Gesellschaft bewusst als Parallelgesellschaft zur bereits bestehenden s***** GmbH gegründet und sollten beide am Markt nach außen auftreten. Die Gesellschafter der s***** GmbH, der Kläger und Mag. Z*****, sollten jedoch bei der Gesellschaft nach außen nicht in Erscheinung treten, weil sie aufgrund ihrer Beratungstätigkeit starken Angriffen der Banken ausgesetzt waren. Dies war der Grund dafür, dass in der Gesellschaft zunächst Treuhänder eingesetzt wurden.

Hinsichtlich der Aufgabenverteilung zwischen der Gesellschaft und der s***** GmbH wurde jeweils im Einzelfall entschieden, von welchem Unternehmen ein Kunde betreut wird, welches der beiden Unternehmen also konkret den Beratungsvertrag mit dem Kunden abschließt. Im Innenverhältnis wurden die Aufgaben zwischen den beteiligten Personen, also dem Kläger, dem Beklagten und Mag. Z***** aufgeteilt. Dabei war es die Aufgabe des Klägers, welcher auch gerichtlich beeideter Sachverständiger ist, Gutachten zu den Derivatgeschäften zu erstellen. Die Aufgabe des Beklagten bestand in der Verhandlungsführung mit den Kunden und den involvierten Banken. Mag. Z***** war im Wesentlichen für die strategische Arbeit im Hintergrund und für die Akquisition von Neukunden zuständig. Es kann nicht festgestellt werden, dass die Aufteilung der Tätigkeit zwischen der Gesellschaft und der s***** GmbH derart erfolgte oder beabsichtigt war, dass die Kommunen von der Gesellschaft und die Unternehmen von der s***** GmbH betreut werden sollen.

Zwischen dem Kläger, dem Beklagten und Mag. Z***** gab es wöchentliche Meetings, in denen unter anderem entschieden wurde, ob ein Kunde konkret von der Gesellschaft oder von der s***** GmbH betreut werden sollte. Weiters wurde in diesen Meetings auch die Aufteilung der Honorare für die jeweiligen Geschäftsfälle vereinbart. Am 1. 3. 2011 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der s***** GmbH (damals noch F***** GmbH) abgeschlossen, in welcher eine Aufteilung der Honorareinnahmen für gemeinsame Kunden im Verhältnis von 5 % für die Gesellschaft und 95 % für die s***** GmbH vereinbart wurde. Abweichend von dieser Kooperationsvereinbarung erfolgte jedoch auch in der Folge die Aufteilung der Honorare in einer jeweils im Einzelfall zwischen dem Kläger, dem Beklagten und Mag. Z***** vereinbarten Höhe. Mit Schreiben vom 18. 3. 2013 an Mag. Z***** und an den Kläger, teilte der Beklagte namens der Gesellschaft mit, dass die Kooperationsvereinbarung vom 1. 3. 2011 beendet wird. Mag. Z***** und der Kläger wussten von der Beendigung der Kooperationsvereinbarung und vereinbarten mit dem Beklagten, dass in Zukunft, entsprechend der ohnehin gelebten Übung, die Honorare jeweils im Einzelfall aufgeteilt werden, womit dem jeweiligen Anteil eines jeden einzelnen an der Erledigung eines Geschäftsfalls Rechnung getragen werden sollte.

Der Beklagte war bereits bei Gründung der Gesellschaft über die Geschäftstätigkeit des Klägers und von Mag. Z***** im Zusammenhang mit der s***** GmbH informiert. Der Zweck des Vertragspunkts XII Abs 9 des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft war, dass für den Fall, dass in der Vermögenssituation eines der Gesellschafter „etwas passiert“, seine Gesellschaftsanteile nicht in fremde Hände gelangen sollten.

In dem zwischen dem Kläger und dem Beklagten am 30. 3. 2011 abgeschlossenen notariellen Optionsvertrag, mit welchem dem Kläger eine „Call-Option“ über 50 % des Geschäftsanteils eingeräumt wurde, wurde in Punkt I.6. vereinbart: „S***** S***** unterwirft sich mit Annahme dieses Anbots den Bestimmungen des Gesellschaftsvertages der C***** GmbH und den Beschlüssen der Gesellschafter“. Mit Notariatsakt vom 14. 4. 2014 hat der Kläger die „Call-Option“ ausgeübt und darin ausdrücklich erklärt, den Gesellschaftsvertrag der Firma C***** GmbH in seiner derzeit geltenden Fassung zu kennen, sich seinen Bestimmungen zu unterwerfen und Herrn R***** S***** hinsichtlich aller Verbindlichkeiten, die sich aus dem Gesellschafterverhältnis ergeben, schad- und klaglos zu halten. Der Beklagte erinnerte den Kläger nach Übernahme der Geschäftsanteile an das im Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft geregelte Wettbewerbsverbot und forderte ihn auf, entsprechende Maßnahmen bei der s***** GmbH zu setzen, was der Kläger ablehnte.

Im Jahr 2013 hat der Beklagte den bisher treuhändig für Mag. Z***** gehaltenen Geschäftsanteil an der Gesellschaft im Eigenbesitz übernommen. Dies wurde auch dem Kläger mitgeteilt. Nach Abtretung des Geschäftsanteils des Mag. Z***** an den Beklagten hat die Gesellschaft keine neuen Beratungsverträge mehr abgeschlossen, mit Ausnahme des Kunden R*****, wobei dieser Beratungsvertrag aber wieder aufgekündigt wurde.

Am 7. 5. 2014 erstattete der Kläger Selbstanzeige gemäß § 29 Finanzstrafgesetz, in der er die unrechtmäßige Geltendmachung von Vorsteuern durch die s***** GmbH in der Umsatzsteuervoranmeldung 10/2013 und 12/2013 in Höhe von 60.000 EUR anzeigte und darauf verwies, dass den von der Gesellschaft gegenüber der s***** GmbH ausgestellten Rechnungen vom 1. 10. 2013 und 16. 12. 2013 über insgesamt 300.000 EUR keine Leistungen zugrunde gelegen seien.

Am 15. 5. 2014 erstattete der Kläger im eigenen Namen und namens der S***** GmbH und der s***** GmbH Anzeige gegen Mag. Z***** und gegen den Beklagten bei der Staatsanwaltschaft Wien, in welcher er bekanntgab, dass in gemeinsamen Geschäftsfällen der s***** GmbH Honorare vorenthalten worden waren, obwohl der Kläger Expertisen erstellt und Kundentermine wahrgenommen habe. Die Anzeigen gegen Mag. Z***** und den Beklagten wurden zurückgelegt.

Umgekehrt gab es auch eine Anzeige des Beklagten gegen den Kläger, der zugrundelag, dass der Kläger in einem Gespräch mit dem Beklagten angeboten hatte, seine Gesellschaftsfunktionen in der Gesellschaft gegen Zahlung eines Betrags von 1.000.000 EUR zurückzulegen, womit die der s***** GmbH vermeintlich vorenthaltenen Honorare abgegolten sein sollten. Der Beklagte wertete dies als Erpressungsversuch und erstattete Anzeige, welche in der Folge jedoch ebenfalls eingestellt wurde.

Am 9. 10. 2014 schloss die s***** GmbH einen Consultingvertrag mit U***** K***** und der R***** AG betreffend Erbringung von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den für die Auftraggeber bestehenden und bereits geschlossenen Treasury-Geschäften bei der R***** registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung ab.

Nachdem über das Vermögen des Beklagten mit Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 26. 11. 2015 das Konkursverfahren eröffnet wurde, richtete der Kläger, vertreten durch seinen Rechtsvertreter am 8. 2. 2016 ein Schreiben an den Beklagten sowie an die bestellte Masseverwalterin, Rechtsanwältin Dr. Ute Toifl. Er hielt darin fest, dass bis zum 8. 2. 2016, sohin mehr als zwei Monate nach Konkurseröffnung, der Konkurs noch nicht aufgehoben wurde und führte in weiterer Folge aus:

Im Namen unseres Mandanten erklären wir ausdrücklich, dessen Aufgriffsrecht gemäß Punkt XII. Absatz 9 des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft auszuüben. Der Kaufpreis ist anhand des Fachgutachtens AFS-BW 1 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder oder eine an dessen Stellen tretenden Richtlinien zu ermitteln. Vor Beauftragung eines Gutachters sollten R***** als Abtretungspflichtiger und unser Mandat als aufgriffsberechtigter Gesellschafter versuchen, sich auf einen Kaufpreis zu einigen. Da unserem Mandaten aber sämtliche Informationen über die Gesellschaft fehlen, diesbezügliche Einsichts- und Informationsrechte werden ihm seit Jahren verweigert, ist es schwer, ein Erstangebot für den Kaufpreis abzugeben. Dennoch, aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft offenbar ihre Geschäftstätigkeit eingestellt hat, bietet unser Mandat einen Abtretungspreis für den Geschäftsanteil in Höhe von 1.000 EUR.

Wir ersuchen, bis spätestens 15. 2. 2016 mitzuteilen, ob R***** bzw Sie, sehr geehrte Frau Kollegin, die vorgeschlagene Höhe des Abtretungspreises annahmen oder um Übermittlung eines Gegenvorschlags. ...

Mit Beschluss vom 18. 2. 2016 wurde der Konkurs mit Zustimmung aller Gläubiger aufgehoben. Nach Einleitung des Insolvenzverfahrens hat der Beklagte der Masseverwalterin einen Plan vorgelegt, wie er seine Gläubiger befriedigen kann. Es kam zu keinerlei Schritten betreffend eine Vermögensverwertung, insbesondere eine Verwertung der Gesellschaftsanteile des Beklagten an der Gesellschaft. Sie hat weder Gesellschafterversammlungen einberufen, noch Bucheinsicht genommen.

Da der Beklagte behauptete, der Kläger habe sein Aufgriffsrecht mit dem am 8. 2. 2016 übermittelten eingeschriebenen Schreiben nicht formgerecht ausgeübt, erklärte der Kläger mit Notariatsakt vom 5. 7. 2016 nochmals ausdrücklich, das Aufgriffsrecht gemäß Punkt XII Abs 9 des Gesellschaftsvertrags auszuüben. Der Kläger bot neuerlich einen Abtretungspreis für den Geschäftsanteil in Höhe von 1.000 EUR und führte an, dass für den Fall, dass der Beklagte den Abtretungspreis nicht annehme, der Kaufpreis anhand des Fachgutachtens KFS-BW 1 des Instituts für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder oder eine an dessen Stellen tretenden Richtlinien zu ermitteln ist.

Der Kläger begehrt vom Beklagten die Abtretung seiner Anteile an der C***** GmbH. Der Kläger brachte vor, er habe mit Schreiben seines Rechtsvertreters vom 8. 2. 2016 an den Beklagten und an die zuständige Masseverwalterin die Ausübung des Aufgriffsrechts gemäß Punkt XII Abs 9 des Gesellschaftsvertrags erklärt. Da vom Beklagten behauptet werde, der Kläger hätte das ihm zustehende Aufgriffsrecht nicht formgerecht ausgeübt, habe der Kläger eine entsprechende Aufgriffserklärung nochmals in Notariatsaktsform errichtet, welche an den Beklagtenvertreter übermittelt wurde. Nicht richtig sei, dass der Kläger gegen sein Wettbewerbsverbot verstoßen hätte.

Der Beklagte bestritt das Klagebegehren und wandte ein, die Abtretung eines Geschäftsanteils und jedes darauf gerichtete schuldrechtliche Geschäft bedürfe der Notariatsaktsform. Die in einfacher Schriftform abgegebene Aufgriffserklärung des Klägers sei daher unwirksam. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Beklagten sei am 17. 2. 2016 rechtskräftig aufgehoben worden, sodass eine spätere formgerechte Nachholung des Aufgriffsrechts in Notariatsaktsform nicht mehr möglich sei.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab.

Gemäß § 76 Abs 2 GmbHG bedürfe es zur Übertragung von Geschäftsanteilen mittels Rechtsgeschäfts unter Lebenden eines Notariatsakts. Die Ausübung des Aufgriffsrechts mit eingeschriebenem Schreiben vom 8. 2. 2016 sei daher nicht formgerecht erfolgt. Zum Zeitpunkt der Erklärung des Aufgriffsrechts mittels Notariatsakts sei das Insolvenzverfahren längst aufgehoben worden, sodass ausgehend vom Zweck des Aufgriffsrechts kein Anspruch auf Übertragung mehr bestanden habe.

Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung. Zunächst verwarf es die Beweisrüge des Klägers in Anwendung des § 501 ZPO. Der Kläger habe sein Klagebegehren mit 1.000 EUR bewertet. Der vom Beklagten vorgenommenen Streitwertbemängelung nach § 7 RATG habe der Kläger entgegengehalten, die Bewertung des Streitgegenstands mit 1.000 EUR sei angesichts des objektiven Werts der Gesellschaft jedenfalls angemessen. Eine offensichtliche Fehlbewertung liege nach Auffassung des Berufungsgerichts daher nicht vor, sodass auf die Beweisrüge des Klägers gemäß § 501 Abs 1 ZPO nicht eingegangen werden dürfe.

Rechtlich billigte das Berufungsgericht die Rechtsansicht des Erstgerichts. Die rechtsgestaltende Aufgriffserklärung des Klägers bedürfe als Teil des Verpflichtungsgeschäfts der Notariatsaktsform. Die Nachholung der Ausübung des Aufgriffsrechts durch den Notariatsakt vom 5. 7. 2016 komme nicht in Betracht, weil das Konkursverfahren mit Beschluss vom 18. 2. 2016 mit Zustimmung aller Gläubiger aufgehoben worden sei. Zielsetzung der Regelung im Punkt XII Abs 9 des Gesellschaftsvertrags sei, den übrigen Gesellschaftern die Möglichkeit zu geben, sich von einem insolventen Mitgesellschafter zu trennen. Es wäre jedoch grob unbillig, im Falle eines ohne Vermögensverwertung mit Zustimmung aller Gläubiger aufgehobenen Insolvenzverfahrens den Mitgesellschaftern ein unbegrenztes Aufgriffsrecht für die Zukunft einzuräumen. Das Aufgriffsrecht bestehe vielmehr nur solange, solange der im Gesellschaftsvertrag festgehaltene Zustand (Insolvenzverfahren, Fehlen eines zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erforderlichen kostendeckenden Vermögens oder Zwangsvollstreckung) andauere. Der über vier Monate nach Aufhebung des Konkurses gemäß § 123b IO errichtete Notariatsakt erfülle daher die Voraussetzungen des Punkt XII Abs 9 des Gesellschaftsvertrags nicht.

Der Wert des Entscheidungsgegenstands übersteige „5.000 und auch 30.000 EUR“. Bereits das Erstgericht habe das Klagebegehren bei der Streitwertbemessung nach § 7 RATG mit 9.000 EUR bewertet. Das Berufungsgericht erachte den Wert der Gesellschaftsanteile angesichts der vom Beklagten behaupteten Forderungen der Gesellschaft von insgesamt 300.000 EUR als 30.000 EUR jedenfalls übersteigend.

Die Revision sei zulässig, weil der Oberste Gerichtshof zu 6 Ob 233/12a die Frage der Richtigkeit der Ansicht des Berufungsgerichts über die Ausübung des Aufgriffsrechts in Form des Notariatsakts ausdrücklich offen gelassen habe und daher nicht von einer gefestigten Rechtsprechung auszugehen sei, zumal dazu lediglich eine sehr lange zurückliegende Entscheidung (6 Ob 542/90) existiere.

Hierzu hat der Oberste Gerichtshof erwogen:

Rechtliche Beurteilung

1. Zur Zurückweisung der Revisionsbeantwortung

1.1. Die Revisionsbeantwortung ist verspätet. Diese wurde am 15. 9. 2017 eingebracht. Die Revision war den Beklagtenvertretern am 17. 8. 2017 zugestellt worden. Gemäß § 222 ZPO sind unter anderem Revisionsbeantwortungsfristen zwischen dem 15. 7. und dem 17. 8. gehemmt. Dies bedeutet, dass bei einer Zustellung in diesem Zeitraum die Rechtsmittelfrist am 18. 8. zu laufen beginnt (RIS-Justiz RS0036586 [T1]; Annerl in Fasching/Konecny³ § 222 ZPO Rz 22). Die Zustellung gilt aber bereits als während der Fristenhemmung, hier also am 17. 8. vollzogen; es besteht keinerlei Grundlage dafür, erst den ersten Tag nach der Fristenhemmung als den Tag der Zustellung zu behandeln, von dem an die Frist zu berechnen wäre (RIS-Justiz RS0036272). Demgemäß wird sowohl im Fristenrechner der Richtervereinigung als auch bei Kolmasch (Fristenhemmung im Sommer, Zak 2017/353) jeweils der 14. 9. 2017 als letzter Tag einer vierwöchigen Frist bei einer Zustellung am 17. 8. 2017 genannt. Die erst am 15. 9. 2017 eingebrachte Revisionsbeantwortung ist daher verspätet.

2. Zur Zulässigkeit der Revision

2.1. Der Umstand, dass der Kläger seine Klage im Verfahren erster Instanz mit lediglich 1.000 EUR bewertet hat, steht der Zulässigkeit der Revision nicht jedenfalls entgegen. Maßgeblich für die Zulässigkeit der Revision, soweit diese einer Wertgrenze unterliegt, ist der Wert des Entscheidungsgegenstands, über den das Berufungsgericht entschieden hat. Nach dem Wertausspruch des Berufungsgerichts übersteigt aber der Wert des Entscheidunsgegenstands 30.000 EUR. An diesen Ausspruch ist der Oberste Gerichtshof grundsätzlich gebunden. Anderes würde nur bei Verletzung zwingender Bewertungsvorschriften (vgl RIS-Justiz RS0042450) oder einer offenbaren Unter- oder Überbewertung (vgl RIS-Justiz RS0042385, RS0042450, RS0118748) durch das Berufungsgericht gelten. Ein derartiger Fall liegt hier aber nicht vor. Das Berufungsgericht war bei seinem Wertausspruch an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden (RIS-Justiz RS0043252). Das Berufungsgericht hat seinen Ausspruch zudem ausführlich und nachvollziehbar begründet und dargelegt, aus welchen Erwägungen es der vom Kläger vorgenommenen Bewertung nicht folgte. In Anbetracht des Umstands, dass schon das Erstgericht den Wert des Streitgegenstands gemäß § 7 RATG neunmal höher als vom Kläger angegeben festgesetzt hat, ist in der Einschätzung des Berufungsgerichts, der Streitwert liege jedenfalls über der für die Anrufung des Obersten Gerichtshofs erforderlichen Wertgrenze von 5.000 EUR, jedenfalls keine offenbare Fehlbewertung zu erblicken.

2.2. Der Zulässigkeit der Revision steht daher das Unterschreiten der Wertgrenze des § 502 Abs 2 ZPO nicht entgegen. Die Revision ist aus dem vom Berufungsgericht angeführten Grund zulässig; sie ist aber nicht berechtigt.

3. In der Sache

3.1.1. Nach § 76 Abs 2 GmbHG bedarf es zur Übertragung von Geschäftsanteilen mittels Rechtsgschäfts unter Lebenden eines Notariatsakts. Der gleichen Form bedürfen nach dem Gesetzestext auch Vereinbarungen über die Verpflichtung eines Gesellschafters zur künftigen Abtretung eines Geschäftsanteils.

3.1.2. Im vorliegenden Fall geht es nicht um die Frage, ob hinsichtlich der Verpflichtung zur künftigen Abtretung, also bei der Vereinbarung des Aufgriffsrechts, die Formpflicht eingehalten wurde, weil die Bestimmung hier im Gesellschaftsvertrag enthalten ist, der in Notariatsaktform errichtet wurde, sondern vielmehr darum, ob die Ausübung des Aufgriffsrechts der Notariatsaktsform bedarf. Diese Frage wurde von der Entscheidung 6 Ob 542/90 dahingehend beantwortet, dass die Ausübung wiederum in der vorgeschriebenen Form des Notariatsakts erfolgen muss. Von dieser Rechtsprechung abzugehen besteht kein Anlass:

3.1.3. Der Zweck der Formvorschrift liegt in der Immobilisierung der Geschäftsanteile, im Schutz der Parteien beim Erwerb einer Beteiligung und in der Publizität (RIS-Justiz RS0060256 [T4]). Das Formgebot des § 76 Abs 2 GmbHG bezweckt die Formbindung der Veränderung der wirtschaftlichen Zuordnung des Geschäftsanteils (RIS-Justiz RS0060244 [T2]). Der Formpflicht im Bereich des § 76 GmbHG kommt daher auch eine Klarstellungsfunktion zu (RIS-Justiz RS0060234 [T2]). Gerade dieser Klarstellungsfunktion wird auch in der Literatur Bedeutung beigemessen, zumal die Eintragung der Gesellschafter im Firmenbuch einer rechtssicheren Grundlage bedarf (Koppensteiner/Rüffler, GmbHG³ § 76 Rz 16). Auf die Einhaltung der Formvorschrift ist streng zu achten; die erforderliche Notariatsaktsform kann auch durch den Gesellschaftsvertrag nicht abbedungen werden (RIS-Justiz RS0086631). Es handelt sich dabei um zwingendes Recht (Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 176).

3.1.4. § 76 Abs 2 GmbHG ist weit zu verstehen; erfasst sind auch Vereinbarungen über die künftige Abtretung von Gesellschaftsanteilen (RIS-Justiz RS0059756), ebenso Vorverträge und Optionen als verbindliche Anbote einer Abtretung (1 Ob 518/86). Auch die Verpflichtung, einen Geschäftsanteil künftig zu übernehmen, bedarf für ihre Wirksamkeit der Einhaltung der Form (RIS-Justiz RS0059756 [T4]). § 76 Abs 2 Satz 2 GmbHG kann sinnvoll nur dahin verstanden werden, dass nicht nur die Verpflichtung zur künftigen Abtretung eines Geschäftsanteils, sondern ebenso auch die Verpflichtung, einen solchen Anteil künftig zu übernehmen, der Form des Notariatsakts bedarf (RIS-Justiz RS0060195). Überhaupt bezieht sich diese Bestimmung auf alle obligatorischen Geschäfte, die auf eine künftige Abtretung von Geschäftsanteilen gerichtet sind, gleichviel, ob eine Person, die bereits Gesellschafter ist, oder ein Nichtgesellschafter den Geschäftsanteil erwerben soll (RIS-Justiz RS0060195 [T1]). Von der Formpflicht sind sowohl Verpflichtungsgeschäft als auch Verfügungsgeschäft erfasst (RIS-Justiz RS0059756 [T5]). Wenn Anbot und Annahme in zwei Urkunden getrennt sind, dann bedürfen beide der Notariatsaktsform (4 Ob 517/80).

3.1.5. Dementsprechend wird auch bei Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 144 ausgeführt, sowohl die Ausübung des Aufgriffsrechts als auch das anschließende Verfügungsgeschäft seien notariatsaktspflichtig. Im Ergebnis wird damit die Ausübung des Aufgriffsrechts offenbar zum – ebenfalls formpflichtigen – Verpflichtungsgeschäft gezählt, weil sich die Verpflichtung zur Übertragung des Gesellschaftsanteils erst aktualisiert, wenn der Aufgriffsberechtigte von seinem Recht Gebrauch macht. Jedenfalls wird die Begründung für die strenge Formpflicht sowohl des Verpflichtungs- als auch des Verfügungsgeschäfts darin gesehen, dass ansonsten der Geschäftsanteil beliebig oft formfrei veräußert werden könnte, solange bloß der erste Veräußerer am Ende den Geschäftsanteil an den letzten Erwerber der Erwerberkette durch ein Verfügungsgeschäft in Notariatsaktsform überträgt (Walch, Zur Notariatsaktspflicht der Geschäftsanteilsübertragung bei zeitlichem Auseinanderfallen von Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft, NZ 2015/45).

3.1.6. Der erkennende Senat hat bereits ausgesprochen, dass die Normierung eines „ipso-iure-Übergangs“ eines Gesellschaftsanteils, wonach der Anteil eines Gesellschafters dem anderen ohne weiteres zuwächst, unzulässig ist, weil dies dem Klarstellungsinteresse, das insbesondere in der Feststellung der Identität der jeweiligen Gesellschafter liegt, widersprechen würde (6 Ob 150/08i).

3.2.1. Die in der Revision zitierte Entscheidung 6 Ob 63/10y betrifft nicht die Ausübung eines vereinbarten Aufgriffsrechts, sondern die Frage, ob eine nachträgliche Begründung statutarischer Aufgriffsrechte bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Notariaktsaktspflicht des § 76 Abs 2 Satz 2 GmbHG unterliegt. Dies verneinte der erkennende Senat im Wesentlichen mit der Begründung, die Formpflicht des § 76 Abs 2 GmbHG diene der Immobilisierung der Geschäftsanteile, dem Übereilungsschutz des Erwerbers und der Publizität der Gesellschafterstellung. Bei der Begründung von Aufgriffsrechten könne keiner dieser Funktionen eine wesentliche Bedeutung zukommen. Die Immobilisierung soll den börsenartigen Handel mit den Geschäftsanteilen, also den Erwerb Dritter, verhindern, nicht jedoch den Erwerb durch einen Gesellschafter. Der Funktion des Übereilungsschutzes könne in diesem Zusammenhang ebenfalls keine Bedeutung zukommen; immerhin sei zum Zeitpunkt der Statuierung oftmals nicht klar, wer überhaupt der Erwerber sein würde beziehungsweise ob dieser überhaupt schon Gesellschafter sei und zu welchem Zeitpunkt diesem das Aufgriffsrecht zustehen werde. Auch aus dem Aspekt der Klarstellungsfunktion bedürfe es nicht der Notariatsaktspflicht des Aufgriffsrechts, weil dessen Ausübung ohnehin notariatsaktspflichtig sei.

3.2.2. Entgegen der Behauptung der Revision ist es für die Formpflicht gleichgültig, ob der Erwerber bereits Gesellschafter ist oder nicht (8 Ob 259/02z; RIS-Justiz RS0059900; Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 173 mwN). Eine Ausnahme von der Notariatspflicht besteht zwar für die Treuhandbindung, wenn der Geschäftsanteil von vorneherein für den Treugeber erworben wird (RIS-Justiz RS0059756 [T6]), wobei sich diese Ausnahme allerdings nur auf das Verpflichtungsgeschäft bezieht: Dass die Verpflichtung des Treuhänders zur (Rück-)Übereignung beziehungsweise (Rück-)Zession keiner Notariatsaktsform bedarf, ändert nämlich nichts daran, dass das Verfügungsgeschäft (also die [Rück-]Übertragung der Geschäftsanteile) eines Notariatsakts oder eines diesen ersetzenden Urteils bedarf. Für die Erfüllung der Übertragungsverpflichtung ist also auch im Treuhandverhältnis die Errichtung eines Notariatsakts erforderlich (RIS-Justiz RS0059756 [T8]).

3.2.3. Die in der Revision zitierte Auffassung von Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 144/1, ein Gesellschafter könne eine ihn treffende Angebotspflicht ohne Einhaltung einer Form erfüllen, ist hier nicht einschlägig, weil sich dies – wie sich aus dem Verweis auf Rz 129/1 der Kommentierung ergibt – nur auf die „umgekehrte“ Konstellationen von Aufgriffspflichten bzw Andienungsrechten bezieht; im hier vorliegenden Fall geht es dementsprechend nicht um die Form, in der der Beklagte ein Angebot abzugeben gehabt hätte. Auch eine „Annahmeerklärung“ des Aufgriffs durch den Beklagten ist nicht erforderlich, weil das Aufgriffsrecht dem Berechtigten die Möglichkeit gibt, einseitig durch Erklärung den Anteil aufzugreifen (vgl RIS-Justiz RS0013908). Inhalt der Aufgriffsklausel ist gerade die Verpflichtung des Beklagten, in diesem Fall den Anteil abtreten zu müssen.

3.2.4. Umfahrer, Aufgriffsrecht, Abfindungsregelungen und Vinkulierungsbestimmungen als Gestaltungsinstrumente im GmbH-Gesellschaftsvertrag, GesRZ-Spezial 2006, 29, vertritt die Zulässigkeit einer Klausel, wonach die Ausübung des Aufgriffsrechts zunächst durch eingeschriebenen Brief erfolgen könne und nach Vorliegen der Ergebnisse eines Aufgriffsverfahrens dann entsprechende Abtretungsverträge in Notariatsaktsform abgeschlossen werden. In der bereits zitierten Entscheidung 6 Ob 542/90 hat der Oberste Gerichtshof jedoch bereits ausgeführt, es würde einen nicht zu rechtfertigenden Wertungswiderspruch darstellen, Rechtsgeschäfte, die dem späteren Hauptvertrag vorangehen, einer strengeren Formpflicht zu unterwerfen als diesen selbst. Durch den Gesellschaftsvertrag seien zwar Erschwerungen bei der Übertragung von Geschäftsanteilen, nicht aber Erleichterungen von der Formvorschrift möglich. Der Gesellschaftsvertrag kann daher ein Aufgriffsrecht vorsehen, nicht aber für den Fall der Ausübung die Einhaltung der Form ersetzen. Anderes würde nur dann gelten, wenn in der Aufgriffsklausel im Gesellschaftsvertrag bereits eine vollständige Einigung über die Abtretung von Geschäftsanteilen zu schon festgelegten Bedingungen stipuliert wäre. Dementsprechend wurde das im Anlassfall gestellte Begehren auf Abschluss eines Notariatsakts über die Abtretung der Anteile abgewiesen (vgl zur Sanierung mit dem Zeitpunkt des Abschlusses des Notariatsakts 3.3.3).

3.2.5. Die Position der Revision, wonach der Kläger hier das Aufgriffsrecht deshalb ohne Einhaltung der Notariatsaktform ausüben könne, weil damit vorerst nur „das Aufgriffsprozedere in Gang gesetzt“ würde, steht daher mit der Entscheidung 6 Ob 542/90 nicht im Einklang. In der zitierten Entscheidung hat der erkennende Senat ausdrücklich ausgesprochen, dass auch die Ausübung des Gestaltungsrechts in der vorgeschriebenen Form erfolgen muss und es der Satzung nicht zusteht, diesbezüglich eine Erleichterung vorzusehen.

3.2.6. Soweit die Revision auf Koppensteiner/Rüffler, GmbHG³ § 76 Rz 21 verweist, wonach die Formpflicht dann nicht greife, „wenn sich die Übertragungsverpflichtung aus dem Gesellschaftsvertrag ergibt“, so wird in der dort zitierten Entscheidung AZ 4 R 151/58 des OLG Wien (NZ 1959, 122) nur ausgesprochen, es sei zulässig, dass die Gesellschafter die Verpflichtung zur Abtretung ihres Gesellschaftsanteils an dritte Personen in der Form eines Notariatsakts rechtswirksam übernehmen. Damit wird also nur ausgesprochen, dass die Normierung von Aufgriffsrechten zulässig ist, aber keine Aussage über die Form der Ausübung getroffen.

3.3.1. Wird die Formpflicht nicht eingehalten, dann hat dies die Unwirksamkeit der Einigung über die Abtretung zur Folge (RIS-Justiz RS0059756 [T3, T7]). Es kann damit auch nicht auf Erfüllung, dh auf Errichtung eines Notariatsakts über die Abtretung geklagt werden (RIS-Justiz RS0060256 [T3]). Ebensowenig könnte auf Zahlung des Abtretungspreises geklagt werden (4 Ob 255/99z); ein bereits bezahlter Abtretungspreis kann zurückgefordert werden (1 Ob 519/90).

3.3.2. Auch eine Heilung kommt im vorliegenden Fall nicht in Betracht. Dabei geht es nicht um die – in der Literatur im Vordergrund stehende – Frage, ob eine Heilung „durch Erfüllung“ (dh durch Zahlung des Kaufpreises und Ausübung der Gesellschafterrechte) möglich ist (dazu 7 Ob 598/82 und 7 Ob 110/04h; aus der Literatur ausführlich etwa Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 223 ff; Reich-Rohrwig, ecolex 1990, 546), weil hier keine Erfüllungshandlungen gesetzt wurden, sondern darum, ob die Nachholung des Notariatsakts hier eine rückwirkende Heilung der ursprünglichen bloß schriftlichen Aufgriffserklärung entfaltete.

3.3.3. Der Entscheidung 5 Ob 560/79 EvBl 1979/191 lag zu Grunde, dass zunächst eine – entgegen § 76 Abs 2 GmbHG – nicht in Notariatsaktsform abgeschlossene Vereinbarung über die Übernahme von Gesellschaftsanteilen getroffen wurde, zu einem späteren Zeitpunkt dann jedoch doch ein Notariatsakt über die Übertragung der Anteile geschlossen wurde. Der Oberste Gerichtshof führte aus, diese Heilung des Formmangels habe die Ungültigkeit der ursprünglichen Vereinbarung „in der Fassung im Zeitpunkt der Errichtung des Notariatsaktes“ beseitigt. Dieser zeitliche Bezug wurde in den in RIS-Justiz RS0059754 dokumentierten Entscheidungen jedoch aufgegeben (vgl auch Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 223). Daher kommt eine „Rückwirkung“ der Heilung auf den Zeitpunkt der nicht formwirksamen Erklärung nicht in Betracht.

3.3.4. Gegen eine Heilungsmöglichkeit spricht im vorliegenden Fall zudem die bereits von den Vorinstanzen vorgenommene Auslegung des im Gesellschaftsvertrag normierten Aufgriffsrechts: Satzungsbestimmungen sind nach ihrem billigen und vernünftigen Sinn so auszulegen, dass bei ihrer Anwendung im konkreten Fall brauchbare Ergebnisse erzielt werden (RIS-Justiz RS0008816). Korporative Regeln sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen (RIS-Justiz RS0108891). Aufgriffsrechte zählen zu den kooperativen Satzungsbestandteilen und sind daher objektiv auszulegen (RIS-Justiz RS0108891 [T8]).

3.3.5. Im vorliegenden Fall war das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Beklagten bereits wieder aufgehoben, als der Kläger erneut die Ausübung seines Aufgriffsrechts erklärte. Vor dem Hintergrund, dass Aufgriffsrechte typischerweise zur Absicherung eines geschlossenen Gesellschafterkreises etwa im Fall der Exekution/Insolvenz eines Gesellschafters vereinbart werden (Schopper in Gruber/Harrer, GmbHG, § 76 Rz 33), ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen im hier vorliegenden Fall davon ausgingen, dass eine Ausübung des Aufgriffsrechts nicht mehr in Betracht kommt, wenn das Insolvenzverfahren bereits aufgehoben ist, weil dann die Gefahr des Eindringens eines Gesellschaftsfremden über das Insolvenzverfahren ja nicht mehr besteht.

3.3.6. Auch das vom Berufungsgericht vertretene Auslegungsergebnis, das Aufgriffsrecht diene – wie sich an der Anführung auch der Abweisung eines Insolvenzantrags mangels Masse als Aufgriffsfall zeige – dazu, sich von einem insolventen Gesellschafter trennen zu können, führt zum selben Ergebnis. Jedenfalls sollte das Aufgriffsrecht keinen Selbstzweck darstellen. Aus diesem Grund kann der Auffassung der Revision, das Aufgriffsrecht müsse nicht während des Zeitraums der Konkursanhängigkeit ausgeübt werden, nicht gefolgt werden.

3.3.7. Soweit die Revision argumentiert, die Gefahr der Verwertung des Gesellschaftsanteils in der Insolvenz sei ohnehin vom „dritten“ Aufgriffsfall (Betreibung einer Zwangsvollstreckung in den Anteil) erfasst, kann dem gleichfalls nicht gefolgt werden. Damit wird ersichtlich auf eine Einzelexekution nach der EO, also außerhalb der Insolvenz, abgestellt. Auf ein bereits zwischenzeitig wieder eingestelltes Insolvenzverfahren kann dieser Aufgriffsfall nicht erstreckt werden. Soweit der Kläger weiter argumentiert, das Aufgriffsrecht solle Fälle des Vertrauensverlusts in den Mitgesellschafter erfassen, ist dies ebenfalls nicht überzeugend, weil es zahlreiche andere Gründe geben kann, aus denen das Vertrauen zu einem Mitgesellschafter verloren geht, für die hier jedoch kein Aufgriffsrecht vereinbart ist, und umgekehrt etwa der Fall, dass ein Gesellschafter seinen Anteil verkaufen möchte, sehr wohl als Aufgriffsfall definiert ist (Punkt XII.6. des Gesellschaftsvertrags). Dies zeigt deutlich, dass die zitierten Regelungen vor allem die Verhinderung des Eindringens Fremder in den Gesellschafterkreis bezwecken, was auch in der Entscheidung 6 Ob 63/10y, ErwGr 6.3 als typisches Motiv von Aufgriffsklauseln hervorgehoben wurde.

3.4. Weil für die Ausübung des Aufgriffsrechts im vorliegenden Fall nach dem Gesagten jedenfalls keine Grundlage besteht, bedarf es keines Eingehens auf die Frage, ob Aufgriffsrechte für den Fall der Insolvenz eines Gesellschafters überhaupt vereinbart werden können oder ob dem nicht §§ 25a, 25b, 26 Abs 3 IO entgegenstehen (vgl 6 Ob 35/16i; zur Diskussion Rauter in Straube/Ratka/Rauter, WK GmbHG § 76 Rz 138 ff). In Hinblick auf die im vorliegenden Fall vorgesehene Bewertung des Gesellschaftsanteils nach einem Fachgutachten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder bestünde jedoch wohl keine Gefahr der Benachteiligung der Gläubiger des insolventen Gesellschafters durch das Aufgriffsrecht.

3.5. Der Kläger erblickt einen Verfahrensmangel darin, dass das Erstgericht seine Beweisrüge nicht behandelt hat. Richtigerweise hätte das Berufungsgericht § 501 ZPO nicht anwenden dürfen. Dem kann nicht gefolgt werden. Zwar könnte, wenn man davon ausginge, dass das Berufungsgericht den § 501 ZPO nicht hätte anwenden dürfen, darin eine Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens liegen, dass das Berufungsgericht sich mit der Beweisrüge überhaupt nicht befasst hat (vgl RIS-Justiz RS0042993 [T1]). Allerdings wird in der Revision nicht ausgeführt, worin die Relevanz dieses Mangels liege (RIS-Justiz RS0043027 [T1, T10]). Der Revisionsgrund der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens ist damit nicht gesetzmäßig ausgeführt.

3.6. Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsverfahrens gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO.

Textnummer

E119936

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:0060OB00180.17I.1025.000

Im RIS seit

05.12.2017

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2018

Dokumentnummer

JJT_20171025_OGH0002_0060OB00180_17I0000_000