Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob569/64 7Ob811/76 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029970

Geschäftszahl

4Ob569/64; 7Ob811/76; 7Ob545/78; 6Ob670/78; 6Ob588/82; 2Ob564/83; 8Ob66/84; 4Ob2334/96f; 7Ob2404/96x; 2Ob90/98v; 7ob215/98p; 2Ob281/01i; 7Ob38/05x; 2Ob79/08v; 8Ob15/09b; 2Ob256/09z; 2Ob36/13b; 7Ob148/15p; 8Ob103/17f

Entscheidungsdatum

20.10.1964

Norm

ABGB §1319

Rechtssatz

Ein "Werk" ist nicht nur ein Gebäude, sondern jeder künstliche Aufbau, wie ein Gerüst, ein Dachgarten, eine Tribüne, ein Landungssteg, eine Baugrube, eine elektrische Leitung. Teil eines Werkes ist, was mit diesem in organischer oder mechanischer fester Verbindung steht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 569/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 4 Ob 569/64
    Veröff: EvBl 1965/48 S 70
  • 7 Ob 811/76
    Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 811/76
    nur: Ein "Werk" ist nicht nur ein Gebäude, sondern jeder künstliche Aufbau. (T1)
    Beisatz: Hier: Brücke (T2)
    Veröff: ZVR 1978/111 S 181
  • 7 Ob 545/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 7 Ob 545/78
    Auch
  • 6 Ob 670/78
    Entscheidungstext OGH 03.11.1978 6 Ob 670/78
    nur T1; Beisatz: Grabstein, der an einer Hausmauer angelehnt war. (T3)
    Veröff: RZ 1980/24 S 134
  • 6 Ob 588/82
    Entscheidungstext OGH 13.10.1982 6 Ob 588/82
    nur T1; Beisatz: Hier: Kettenkarussell (T4)
  • 2 Ob 564/83
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 2 Ob 564/83
    nur: Teil eines Werkes ist, was mit diesem in organischer oder mechanischer fester Verbindung steht. (T5)
  • 8 Ob 66/84
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 66/84
    nur T1; Beisatz: Unter einem solchen "Werk" ist auch ein erst entstehendes oder im Umbau befindliches Werk zu verstehen (hier: Materialseilbahn). (T6)
  • 4 Ob 2334/96f
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2334/96f
    nur T1; Beisatz: Auch jede künstliche Bodenvertiefung oder willkürliche Gestaltung der natürlichen Boden- und Geländebeschaffenheit. (T7)
    Beisatz: Hier: Kanaldeckel. (T8)
  • 7 Ob 2404/96x
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2404/96x
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Ein in die Tiefe führender Fluchtschacht samt dem diesen abschließenden Deckel. (T9)
  • 2 Ob 90/98v
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 90/98v
    nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Ein mit Natursteinplatten belegter Platz vor einer Garage. (T10)
  • 7 Ob 215/98p
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 215/98p
    nur T1; Beis wie T7
  • 2 Ob 281/01i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 2 Ob 281/01i
    Auch; nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Brückenwaage. (11)
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Auch; Beisatz: Hier: Aufeinander- bzw ineinandergestapelte Müllcontainer, die vom Sturm umgeworfen werden. (T12)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Vgl Beis wie T8; Vgl Beis wie T9; Beisatz: Die von einem ausgegrabenen und einige Monate später verlagerten Grenzstein ausgehende Gefahr ist nicht anders zu beurteilen als bei einem sonst „herumliegenden" Hindernis, wie etwa bei einem für ein erst zu errichtendes Bauwerk angelieferten Baumaterial oder bei einem nicht vom Menschen bearbeiteten, natürlichen Stein. Eine typische Gefahr eines Bauwerks hat sich einem solchen Fall nicht verwirklicht. (T13)
  • 8 Ob 15/09b
    Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 Ob 15/09b
    Auch; Beisatz: Hier: Baugerüst. (T14)
  • 2 Ob 256/09z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 256/09z
    Auch; nur T1; nur: Wie ein Gerüst, ein Dachgarten, eine Tribüne, ein Landungssteg, eine Baugrube, eine elektrische Leitung. (T15) nur T5; Beisatz: Hier: Eine der Sicherung eines Plakatständers dienende Kette ist infolge ihrer festen mechanischen Verbindung als Teil dieses „Werks“ anzusehen. (T16)
  • 2 Ob 36/13b
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 36/13b
    Vgl; Vgl Beis wie T8; Vgl Beis wie T9; Beisatz: Ein Schacht oder eine Kanalanlage samt Abdeckung ist als „Werk“ iSd § 1319 ABGB aufzufassen. (T17)
  • 7 Ob 148/15p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 148/15p
    Auch
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Auch; Beisatz: Der Begriff „(Bau)Werk“ erfasst jede willkürliche Gestaltung der natürlichen Boden- oder Geländebeschaffenheit. (T18)
    Beisatz: Unter „Teil eines Werkes“ ist alles zu verstehen, was mit dem Werk in organischer oder mechanischer fester Verbindung steht, wie zB Terrassengeländer, Zauntore, Seile, Gesimsstücke, Dachziegel, Fahrstühle, Abdeckung von Schächten und Aufgrabungen. (T19)
    Beisatz: Hier: Elektrische Viehsperre. (T20)
    Veröff: SZ 2017/112

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0029970

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2020

Dokumentnummer

JJR_19641020_OGH0002_0040OB00569_6400000_001

Rechtssatz für 4Ob592/80 3Ob586/90 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023735

Geschäftszahl

4Ob592/80; 3Ob586/90; 2Ob509/92; 1Ob260/05z; 4Ob211/11z; 4Ob200/12h; 3Ob132/13b; 1Ob177/13f; 5Ob130/16b; 8Ob103/17f

Entscheidungsdatum

01.12.1981

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IId4b1
ABGB §1319a Abs2 D

Rechtssatz

Ist ein Weg für das Befahren mit Rodeln freigegeben kann der Benützer auf dessen verkehrssicheren Zustand vertrauen und damit rechnen, dass atypische Gefahrenquellen entweder ganz fehlen, oder, soweit vorhanden, ausreichend gekennzeichnet oder durch Absicherungen entschärft sind. Das Fehlen eines Brückengeländers im Verlauf einer kurvenreichen Rodelabfahrt ist eine "atypische" Gefahrenquelle; in einem solchen Fall liegt ein in mangelhafter Zustand des Weges vor.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 592/80
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 592/80
  • 3 Ob 586/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 3 Ob 586/90
    Vgl auch; Veröff: JBl 1991,652 = ZVR 1991/132 S 342
  • 2 Ob 509/92
    Entscheidungstext OGH 15.01.1992 2 Ob 509/92
  • 1 Ob 260/05z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 260/05z
    Vgl; Beisatz: Der Wegehalter haftet nach § 1319a ABGB unter anderem, sofern atypische Gefahrenquellen nicht beseitigt bzw. als solche kenntlich gemacht werden. (T1)
    Beisatz: Hier: Die elektrische Viehsperre auf einer für den Mountainbikeverkehr freigegebenen Forststraße stellt keine atypische Gefahrenquelle dar, die den Eintritt eines Schadens als geradezu wahrscheinlich voraussehen lässt. (T2)
    Veröff: SZ 2006/14
  • 4 Ob 211/11z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 211/11z
    Vgl auch; Vgl aber Beis wie T2; Beisatz: Hier: über einen als Mountainbikestrecke freigegebenen Güterweg gespanntes Weideband. (T3)
  • 4 Ob 200/12h
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 200/12h
    Vgl; Beisatz: Hier: Sturz eines Radfahrers wegen einer über einen privaten Forstweg gespannten, rechtzeitig erkennbaren Kette - Haftung verneint. (T4)
  • 3 Ob 132/13b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 132/13b
    Vgl; Beisatz: Hier: Sturz eines Mountainbikers wegen Frostbeulen auf einer Mountainbikestrecke - Haftung verneint. (T5)
  • 1 Ob 177/13f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 177/13f
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 130/16b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 130/16b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Vgl; Beisatz: Hier: Elektrische Viehsperre auf einem Radweg. Für die Beurteilung als typische Gefahrenquelle ist entscheidend, ob mit einer derartigen Einrichtung aufgrund der ländlichen Umgebung und des Vorhandenseins von Weidevieh gerechnet werden muss. (T6)
    Veröff: SZ 2017/112

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0023735

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2020

Dokumentnummer

JJR_19811201_OGH0002_0040OB00592_8000000_001

Rechtssatz für 4Ob536/87 2Ob510/88 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030202

Geschäftszahl

4Ob536/87; 2Ob510/88; 6Ob570/92; 2Ob293/98x; 2Ob299/01m; 2Ob310/02f; 2Ob256/09z; 3Ob213/14s; 9Ob4/15a; 2Ob155/14d; 2Ob62/15d; 8Ob58/16m; 2Ob37/17f; 8Ob103/17f; 2Ob78/18m; 6Ob117/20d

Entscheidungsdatum

29.09.1987

Norm

ABGB §1319a B

Rechtssatz

Aus § 1319 a Abs 2 folgt, dass der Umfang der Sorgfaltspflicht eines Halters nicht allgemein bestimmt werden kann. Demjenigen, der aus reiner Gefälligkeit den Verkehr über sein Grundstück zulässt, sind nur in sehr geringem Umfang Maßnahmen zur Instandhaltung des Weges zumutbar.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 536/87
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 536/87
    Veröff: SZ 60/189 = JBl 1988,41
  • 2 Ob 510/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 2 Ob 510/88
    nur: Aus § 1319 a Abs 2 folgt, dass der Umfang der Sorgfaltspflicht eines Halters nicht allgemein bestimmt werden kann. (T1)
    Veröff: ZVR 1989/131 S 223
  • 6 Ob 570/92
    Entscheidungstext OGH 27.08.1992 6 Ob 570/92
    nur T1; Veröff: ZVR 1993/49 S 121
  • 2 Ob 293/98x
    Entscheidungstext OGH 10.12.1999 2 Ob 293/98x
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Welche Maßnahmen der Wegerhalter im einzelnen zu ergreifen hat, richtet sich gemäß § 1319a Abs 2 letzter Satz ABGB danach, was nach der Art des Weges, besonders nach seiner Widmung, für seine Anlage und Betreuung angemessen und zumutbar ist. (T2)
  • 2 Ob 299/01m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 2 Ob 299/01m
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 310/02f
    Entscheidungstext OGH 16.01.2003 2 Ob 310/02f
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Es kommt im jeweils zu prüfenden Einzelfall darauf an, ob der Wegehalter die ihm zumutbare Maßnahmen getroffen hat, um die gefahrlose Benützung dieses Weges zu erreichen. (T3)
  • 2 Ob 256/09z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 256/09z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 3 Ob 213/14s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 213/14s
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 9 Ob 4/15a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 Ob 4/15a
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Umfang der Sorgfaltspflicht eines Halters hängt stets von den Umständen des Einzelfalls ab. (T4)
  • 2 Ob 155/14d
    Entscheidungstext OGH 13.05.2015 2 Ob 155/14d
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 62/15d
    Entscheidungstext OGH 13.05.2015 2 Ob 62/15d
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 58/16m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 8 Ob 58/16m
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Auch für die Beurteilung einer Haftung im Hinblick auf Parkbügel und Parkplatzsperren kommt es auf Einzelfaktoren, wie etwa die örtlichen Gegebenheiten, Kennzeichnung und Erkennbarkeit sowie Sichtverhältnisse an. (T5)
  • 2 Ob 37/17f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 37/17f
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 2017/112
  • 2 Ob 78/18m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 78/18m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 6 Ob 117/20d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 117/20d
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0030202

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19870929_OGH0002_0040OB00536_8700000_001

Rechtssatz für 2Ob599/92 4Ob2334/96f 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029924

Geschäftszahl

2Ob599/92; 4Ob2334/96f; 4Ob104/97s; 3Ob36/98k; 2Ob158/03d; 10Ob27/07d; 1Ob260/08d; 2Ob60/11d; 2Ob36/13b; 7Ob113/13p; 8Ob103/17f

Entscheidungsdatum

15.04.1993

Norm

ABGB §1319
ABGB §1319a A

Rechtssatz

Eine Stützmauer, deren oberer Rand niveaugleich mit einem daneben befindlichen Weg ist, ist ein Werk im Sinne des § 1319 ABGB und gleichzeitig eine im Zuge des Weges befindliche Anlage im Sinne des § 1319a ABGB. Derjenige, der von dieser Stützmauer stürzt, kann einen Anspruch auf beide Bestimmungen stützen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 599/92
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 599/92
    Veröff: EvBl 1994/8 S 50
  • 4 Ob 2334/96f
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2334/96f
    Auch; nur: Derjenige, der von dieser Stützmauer stürzt, kann einen Anspruch auf beide Bestimmungen stützen. (T1)
    Beisatz: Im Verhältnis zwischen § 1319 und § 1319a ABGB liegt Anspruchskonkurrenz vor. (T2)
  • 4 Ob 104/97s
    Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 104/97s
    Gegenteilig; Beisatz: Dass zwischen §§ 1319 und 1319a ABGB Anspruchskonkurrenz besteht (SZ 55/179; EvBl 1994/8; 4 Ob 2334/96f), kann in dieser Allgemeinheit nicht aufrechterhalten werden. (T3)
    Veröff: SZ 70/71
  • 3 Ob 36/98k
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 36/98k
    Auch; Beisatz: Hier: Stiege im Bereich eines Spazierweges. (T4)
  • 2 Ob 158/03d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 158/03d
    Gegenteilig; Beis wie T3; Beisatz: Dann, wenn der Wegehalter (§ 1319a ABGB) gleichzeitig als Besitzer einer im Zuge des Weges bestehenden Anlage im Sinne des § 1319 ABGB zu werten ist, verdrängt § 1319a ABGB als Spezialnorm § 1319 ABGB. (T4a)
    Beisatz: Dies gilt nur dann nicht, wenn ein besonderes Interesse des Wegehalters am betreffenden Werk besteht. (T5)
  • 10 Ob 27/07d
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 Ob 27/07d
    nur: Eine Stützmauer, deren oberer Rand niveaugleich mit einem daneben befindlichen Weg ist, ist ein Werk im Sinne des § 1319 ABGB. (T6)
  • 1 Ob 260/08d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 260/08d
    Gegenteilig; Beis wie T4; Beisatz: Wo die Funktion einer Baulichkeit als Verkehrsweg klar im Vordergrund steht, ist § 1319a ABGB gegenüber § 1319 ABGB als lex specialis anzusehen, auch wenn die Anlage - etwa eine Treppe - zugleich als Gebäudeteil qualifiziert werden kann. Kommt jemand zu Schaden, weil die in diesem Sinne als „Weg" gewidmete Fläche mangelhaft, also etwa uneben und/oder nicht ausreichend beleuchtet ist, kann der Geschädigte seine Ansprüche nur auf § 1319a ABGB, nicht aber (auch) auf § 1319 ABGB stützen. (T7)
    Bem: Siehe RS0107589. (T8)
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Vgl aber; Auch Beis wie T3; Beis wie T4a; Beis wie T5; Auch Beis wie T7
  • 2 Ob 36/13b
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 36/13b
    Vgl; Beis wie T4a; Beis wie T5; Beisatz: Der Umstand, dass eine Kanalabdeckung als „Werk“ iSd § 1319 ABGB aufzufassen ist, sagt noch nichts darüber aus, ob die Kanalabdeckung nicht auch als Teil des Wegs oder als eine „im Zuge des Wegs oder als eine „im Zuge des Wegs befindliche Anlage“ iSd § 1319a Abs 2 ABGB zu qualifizieren ist. (T9)
    Beisatz: Auch eine der Entwässerung der Fahrbahnoberfläche dienende Anlage kann als solche iSd § 1319a Abs 2 ABGB beurteilt werden. (T10)
    Beisatz: Ein besonderes Interesse des Wegehalters an der betreffenden Anlage (dem „Werk“) besteht etwa dann, wenn dieser also auch selbst von der Anlage profitiert. (T11)
  • 7 Ob 113/13p
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 113/13p
    Gegenteilig; Auch Beis wie T4a
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Gegenteilig; Beis wie T4a; Beis wie T5
    Veröff: SZ 2017/112

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0029924

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2020

Dokumentnummer

JJR_19930415_OGH0002_0020OB00599_9200000_003

Rechtssatz für 1Ob42/95 2Ob191/97w 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087605

Geschäftszahl

1Ob42/95; 2Ob191/97w; 2Ob314/99m; 2Ob299/01m; 1Ob260/05z; 2Ob115/08p; 2Ob256/09z; 4Ob211/11z; 3Ob213/14s; 2Ob37/17f; 6Ob39/17d; 8Ob103/17f; 2Ob78/18m; 8Ob137/18g; 3Ob47/19m; 7Ob179/19b; 5Ob57/20y; 6Ob117/20d; 8Ob102/20p

Entscheidungsdatum

19.12.1995

Norm

ABGB §1319a Abs2
ABGB §1319a

Rechtssatz

Beurteilungsmaßstab für die Mangelhaftigkeit des Wegs ist das Verkehrsbedürfnis und die Zumutbarkeit entsprechender Maßnahmen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 42/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 42/95
  • 2 Ob 191/97w
    Entscheidungstext OGH 09.10.1997 2 Ob 191/97w
    Auch
  • 2 Ob 314/99m
    Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 314/99m
    Auch; Beisatz: Es kommt darauf an, ob der Wegehalter die ihm zumutbaren Maßnahmen getroffen hat, um eine gefahrlose Benützung gerade dieses Weges sicherzustellen. (T1)
  • 2 Ob 299/01m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 2 Ob 299/01m
  • 1 Ob 260/05z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 260/05z
    Beis wie T1; Beisatz: Welche Maßnahmen ein Wegehalter im Einzelnen zu ergreifen hat, richtet sich gemäß § 1319a Abs 2 letzter Satz ABGB danach, was nach der Art des Wegs, besonders nach seiner Widmung, seiner geographischen Situierung in der Natur und das daraus resultierende Maß seiner vernünftigerweise zu erwartenden Benutzung (Verkehrsbedürfnis) für seine Instandhaltung angemessen und nach objektiven Maßstäben zumutbar ist. (T2)
    Veröff: SZ 2006/14
  • 2 Ob 115/08p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 115/08p
    Beis wie T2
  • 2 Ob 256/09z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 256/09z
    Vgl; Auch Beis wie T2
  • 4 Ob 211/11z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 211/11z
  • 3 Ob 213/14s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 213/14s
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 37/17f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 37/17f
    Auch
  • 6 Ob 39/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
    Beisatz: Hier: Eine Eisfreiheit wäre nur bei stündlicher Bestreuung gewährleistet gewesen; zudem war die Wirkung der Streuung aufgrund der Niederschlagsmengen stark herabgesetzt. Eine derart kurzfristige Bestreuung wird zumindest in den Nachtstunden in der Regel nicht gefordert, zudem lagen in concreto auch kein externen Meldungen einer besonderen Gefahr vor. – Objektive „Mangelhaftigkeit“ des Wegs verneint. (T3)
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Veröff: SZ 2017/112
  • 2 Ob 78/18m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 78/18m
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 137/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 8 Ob 137/18g
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 3 Ob 47/19m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 47/19m
    Beisatz: Hier: Vertiefung im Ausmaß von rund 50 cm mal 40 cm mit einer Tiefe von mindestens 3 cm. (T4)
  • 7 Ob 179/19b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 7 Ob 179/19b
    Beisatz: Hier: Etwa kniehoher Poller im Innenstadtbereich. (T5)
  • 5 Ob 57/20y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2020 5 Ob 57/20y
    Beis wie T2
  • 6 Ob 117/20d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 117/20d
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Winterdienst am Friedhof. (T6)
  • 8 Ob 102/20p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 8 Ob 102/20p
    Vgl; Beis wie T2

Schlagworte

Wegehalterhaftung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087605

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19951219_OGH0002_0010OB00042_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob42/95 2Ob299/01m 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087607

Geschäftszahl

1Ob42/95; 2Ob299/01m; 1Ob75/02i; 2Ob226/02b; 9Ob27/04t; 1Ob260/05z; 6Ob70/06x; 2Ob120/07x; 2Ob218/07h; 2Ob115/08p; 1Ob104/10s; 2Ob256/09z; 4Ob211/11z; 4Ob200/12h; 1Ob214/12w; 3Ob213/14s; 8Ob58/16m; 2Ob235/15w; 5Ob130/16b; 7Ob218/16h; 2Ob37/17f; 8Ob103/17f; 2Ob78/18m; 3Ob47/19m; 2Ob77/19s; 5Ob57/20y; 6Ob117/20d

Entscheidungsdatum

19.12.1995

Norm

ABGB §1319a Abs2 A
ABGB §1319a B

Rechtssatz

Es kommt im jeweils zu prüfenden Einzelfall darauf an, ob der Wegehalter die ihm zumutbaren Maßnahmen getroffen hat, um eine gefahrlose Benützung gerade dieses Wegs sicherzustellen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 42/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 42/95
  • 2 Ob 299/01m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 2 Ob 299/01m
    Beisatz: Hier: Umfang der Streupflicht. (T1)
  • 1 Ob 75/02i
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 75/02i
    Beisatz: Hier: Rodelbahn. (T2)
  • 2 Ob 226/02b
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 2 Ob 226/02b
    Beisatz: Dies gilt nicht nur für die Haftung des Wegehalters nach § 1319a ABGB, sondern auch für die Haftung desjenigen, der wie ein selbständiger Unternehmer die Aufgaben des Wegehalters übernimmt und nach den allgemeinen Schadenersatzregeln haftet, also auch für leichte Fahrlässigkeit. (T3)
  • 9 Ob 27/04t
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 27/04t
  • 1 Ob 260/05z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 260/05z
    Beisatz: Hier: Mountainbikestrecke. (T4)
    Veröff: SZ 2006/14
  • 6 Ob 70/06x
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 70/06x
  • 2 Ob 120/07x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 120/07x
    Vgl
  • 2 Ob 218/07h
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 218/07h
    Beisatz: Hier: Asphaltbodenschwelle. (T5)
  • 2 Ob 115/08p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 115/08p
    Beisatz: Welche Maßnahmen ein Wegehalter im Einzelnen zu ergreifen hat, richtet sich danach, was nach der Art des Weges, besonders nach seiner Widmung, seiner geografischen Situierung in der Natur und dem daraus resultierenden Maß seiner vernünftigerweise zu erwartenden Benutzung (Verkehrsbedürfnis), für seine Instandhaltung angemessen und nach objektiven Maßstäben zumutbar ist. (T6)
  • 1 Ob 104/10s
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 104/10s
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 256/09z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 256/09z
    Auch Beis wie T6
  • 4 Ob 211/11z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 211/11z
    Beis wie T4
  • 4 Ob 200/12h
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 200/12h
    Beisatz: Hier: Sturz eines Radfahrers wegen einer über einen privaten Forstweg gespannten Kette. (T7)
  • 1 Ob 214/12w
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 214/12w
  • 3 Ob 213/14s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 213/14s
    Auch
  • 8 Ob 58/16m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 8 Ob 58/16m
    Beis wie T6; Beisatz: Das Gleiche gilt für die Frage, ob die Unterlassung einer zumutbaren Maßnahme dem Wegehalter bereits als grobes Verschulden vorgeworfen werden kann. (T8)
  • 2 Ob 235/15w
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 235/15w
    Beis wie T6; Veröff: SZ 2016/86
  • 5 Ob 130/16b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 130/16b
  • 7 Ob 218/16h
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 7 Ob 218/16h
  • 2 Ob 37/17f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 37/17f
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Auch; Veröff: SZ 2017/112
  • 2 Ob 78/18m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 78/18m
    Vgl; Beis wie T6
  • 3 Ob 47/19m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 47/19m
    Beisatz: Hier: Vertiefung im Ausmaß von rund 50 cm mal 40 cm mit einer Tiefe von mindestens 3 cm. (T9)
  • 2 Ob 77/19s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 77/19s
    Beisatz: Hier: Alle vier bis sechs Wochen stattfindende Kontrollen eines Straßennetzes; letzte Überprüfung vor etwa drei Wochen; Verneinung eines Organisationsverschuldens vertretbar. (T10)
  • 5 Ob 57/20y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2020 5 Ob 57/20y
  • 6 Ob 117/20d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 117/20d
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Winterdienst am Friedhof. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087607

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19951219_OGH0002_0010OB00042_9500000_003

Rechtssatz für 4Ob104/97s 6Ob80/02m 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107589

Geschäftszahl

4Ob104/97s; 6Ob80/02m; 7Ob58/03k; 2Ob158/03d; 2Ob79/04p; 10Ob27/07d; 1Ob260/08d; 2Ob256/09z; 2Ob60/11d; 2Ob36/13b; 7Ob113/13p; 1Ob142/13h; 1Ob150/15p; 8Ob103/17f; 9Ob19/19p; 7Ob179/19b

Entscheidungsdatum

22.04.1997

Norm

ABGB §1319
ABGB §1319a A

Rechtssatz

Ist der Wegehalter (§ 1319a ABGB) gleichzeitig im Sinne dieser Begriffsbestimmung als Besitzer eines im Zuge des Weges bestehenden Anlage zu werten (§ 1319 ABGB), dann würde bei uneingeschränkter Bejahung der Anspruchskonkurrenz beider Tatbestände die Haftungsbeschränkung des § 1319a ABGB (Haftung nur für grobes Verschulden) in Ansehung solcher Anlagen gegenstandslos sein. Eine solche Auslegung des Gesetzes verbietet sich; § 1319a ABGB muss als Spezialnorm § 1319 ABGB verdrängen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 104/97s
    Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 104/97s
    Veröff: SZ 70/71
  • 6 Ob 80/02m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 80/02m
    Vgl
  • 7 Ob 58/03k
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 58/03k
    Auch; Beisatz: Dies gilt nur dann nicht, wenn ein besonderes Interesse des Wegehalters am betreffenden Werk besteht. (T1)
  • 2 Ob 158/03d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 158/03d
    Beisatz: Ob der Wegehalter aber an einem im Zuge des Weges befindlichen Objekt ein eigenes Interesse hat, hängt immer von den Umständen des Einzelfalles ab. (T2)
  • 2 Ob 79/04p
    Entscheidungstext OGH 15.04.2004 2 Ob 79/04p
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 10 Ob 27/07d
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 Ob 27/07d
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 260/08d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 260/08d
    Auch; Beisatz: Wo die Funktion einer Baulichkeit als Verkehrsweg klar im Vordergrund steht, ist § 1319a ABGB gegenüber § 1319 ABGB als lex specialis anzusehen, auch wenn die Anlage - etwa eine Treppe - zugleich als Gebäudeteil qualifiziert werden kann. Kommt jemand zu Schaden, weil die in diesem Sinne als „Weg" gewidmete Fläche mangelhaft, also etwa uneben und/oder nicht ausreichend beleuchtet ist, kann der Geschädigte seine Ansprüche nur auf § 1319a ABGB, nicht aber (auch) auf § 1319 ABGB stützen. (T3)
  • 2 Ob 256/09z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 256/09z
    Auch; Beis wie T1; Vgl Beis wie T3; Beisatz: Ist ein auf einem Weg aufgeführtes Werk iSd § 1319 ABGB nicht zugleich auch Anlage iSd § 1319a ABGB, so bleibt auch nach der neueren Rechtsprechung die Anspruchskonkurrenz zwischen diesen beiden Bestimmungen grundsätzlich (weiterhin) bestehen. (T4)
    Beisatz: Als „im Zuge des Wegs befindliche Anlagen“ sind Anlagen iSd § 1319a Abs 2 ABGB zu verstehen, also solche, die dem Verkehr auf dem Weg dienen. (T5)
    Beisatz: Ein in einer Fußgängerzone aufgestellter Plakatständer fördert nicht die bessere Benützbarkeit dieser Verkehrsfläche. Er dient nicht dem Fußgängerverkehr, sondern behindert ihn und ist somit auch nicht als „im Zuge des Wegs befindliche Anlage“ iSd § 1319a Abs 2 ABGB zu qualifizieren. (T6)
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T3 nur: Wo die Funktion einer Baulichkeit als Verkehrsweg klar im Vordergrund steht, ist § 1319a ABGB gegenüber § 1319 ABGB als lex specialis anzusehen. (T7)
    Beisatz: Hier: Ein Pilomat ist nicht als im Zuge des Weges befindliche Anlage iSd § 1319a ABGB anzusehen. (T8)
  • 2 Ob 36/13b
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 36/13b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Ein besonderes Interesse des Wegehalters an der betreffenden Anlage (dem „Werk“) besteht etwa dann, wenn dieser also auch selbst von der Anlage profitiert. (T9)
  • 7 Ob 113/13p
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 113/13p
  • 1 Ob 142/13h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 142/13h
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 150/15p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 150/15p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Beis wie T1; Beis wie T9
    Veröff: SZ 2017/112
  • 9 Ob 19/19p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 19/19p
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Ein Lichtschacht ist nicht als im Zuge des Weges befindliche Anlage iSd § 1319a ABGB anzusehen. (T10)
  • 7 Ob 179/19b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 7 Ob 179/19b
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Etwa kniehoher Poller im Innenstadtbereich von der beklagte Gemeinde zum Schutz der Markisen von Geschäften aufgestellt. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107589

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2020

Dokumentnummer

JJR_19970422_OGH0002_0040OB00104_97S0000_001

Rechtssatz für 8Ob103/17f 2Ob175/20d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0131782

Geschäftszahl

8Ob103/17f; 2Ob175/20d

Entscheidungsdatum

28.09.2017

Norm

ABGB §1319
ABGB §1319a A

Rechtssatz

Für die Heranziehung des § 1319 ABGB (im Sinne einer Anspruchskonkurrenz mit § 1319a ABGB) kommt es nicht darauf an, ob die bauliche Anlage im Bereich eines Weges der besseren Benützbarkeit der Verkehrsfläche dient oder ein Hindernis für die Wegbenützung darstellt. Vielmehr ist im gegebenen Zusammenhang entscheidend, ob die bauliche Anlage nach seiner Zweckbestimmung den Verkehr verhindern soll.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 103/17f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 103/17f
    Beisatz: Hier: Die elektrische Viehsperre diente gerade der Ermöglichung des Radverkehrs und der Benützung des Radwegs. (T1)
    Veröff: SZ 2017/112
  • 2 Ob 175/20d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 2 Ob 175/20d
    Beisatz: Hier: versenkbare Poller („Pilomaten“). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131782

Im RIS seit

19.01.2018

Zuletzt aktualisiert am

15.03.2021

Dokumentnummer

JJR_20170928_OGH0002_0080OB00103_17F0000_001