Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Os409/32 10Os219/84 13...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0101303

Geschäftszahl

5Os409/32; 10Os219/84; 13Os115/02; 13Os51/10i; 13Os99/11z; 12Os119/12k; 13Os121/12m; 12Os88/13b; 13Os32/13z; 17Os9/13x; 14Os189/13w; 11Os46/16y; 14Os73/16s; 14Os14/17s; 17Os12/17v; 17Os19/17y; 14Os94/17f; 12Os100/18z; 13Os75/18f; 17Os8/18g; 12Os103/19t; 14Os114/19z; 12Os28/20i (12Os29/20m, 12Os57/20d)

Entscheidungsdatum

03.05.1932

Norm

StPO §366 Abs2 C

Rechtssatz

Gibt der OGH der Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten dahin Folge, dass er das Urteil aufhebt und die Erneuerung des Verfahrens anordnet, so hat er auch den allfälligen Ausspruch des Urteils über die Verweisung des Privatbeteiligten auf den Zivilrechtsweg aufzuheben.

Entscheidungstexte

  • 5 Os 409/32
    Entscheidungstext OGH 03.05.1932 5 Os 409/32
    Veröff: SSt XII/44
  • 10 Os 219/84
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 10 Os 219/84
  • 13 Os 115/02
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 115/02
    Beisatz: Wird der Privatbeteiligte nach § 366 Abs 2 zweiter Satz StPO auf den Zivilrechtsweg verwiesen, hebt der Oberste Gerichtshof in Stattgebung der vom Angeklagten gegen den Schuldspruch ergriffenen Nichtigkeitsbeschwerde angesichts der damit gegenstandslos gewordenen Berufung des Privatbeteiligten den Ausspruch über dessen Verweisung auf den Zivilrechtsweg ebenfalls auf. (T1)
  • 13 Os 51/10i
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 51/10i
    Vgl; Beisatz: Die mit dem Erfolg der Verfahrensrüge verbundene Aufhebung des bekämpften Freispruchs zieht die Aufhebung der Verweisung des erfolgreichen Privatbeteiligten auf den Zivilrechtsweg nach sich. (T2)
  • 13 Os 99/11z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 13 Os 99/11z
    Auch
  • 12 Os 119/12k
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 119/12k
    Auch
  • 13 Os 121/12m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 121/12m
    Auch
  • 12 Os 88/13b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 88/13b
    Vgl auch
  • 13 Os 32/13z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 32/13z
    Auch
  • 17 Os 9/13x
    Entscheidungstext OGH 07.10.2013 17 Os 9/13x
    Vgl; Beisatz: Die Aufhebung von Schuldsprüchen bedingt die Beseitigung der darauf basierenden Adhäsionserkenntnisse. (T3)
  • 14 Os 189/13w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 14 Os 189/13w
    Auch
  • 11 Os 46/16y
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 11 Os 46/16y
  • 14 Os 73/16s
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 73/16s
    Auch
  • 14 Os 14/17s
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 14/17s
    Auch
  • 17 Os 12/17v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2017 17 Os 12/17v
    Auch
  • 17 Os 19/17y
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 17 Os 19/17y
    Auch
  • 14 Os 94/17f
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 14 Os 94/17f
  • 12 Os 100/18z
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 12 Os 100/18z
    Vgl
  • 13 Os 75/18f
    Entscheidungstext OGH 10.10.2018 13 Os 75/18f
    Auch
  • 17 Os 8/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 17 Os 8/18g
  • 12 Os 103/19t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 12 Os 103/19t
    Vgl; Beis wie T3
  • 14 Os 114/19z
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Os 114/19z
    Vgl; Beis wie T3
  • 12 Os 28/20i
    Entscheidungstext OGH 28.05.2020 12 Os 28/20i
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1932:RS0101303

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2020

Dokumentnummer

JJR_19320503_OGH0002_0050OS00409_3200000_001

Rechtssatz für 14Os129/03 15Os64/05h 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118545

Geschäftszahl

14Os129/03; 15Os64/05h; 12Os117/05f; 14Os74/07z; 13Os109/07i (13Os110/07m); 15Os130/07t; 11Os6/08d (11Os7/08a, 11Os8/08y, 11Os9/08w, 11Os10/08t); 12Os92/08h (12Os109/08h); 11Os138/08s; 15Os80/09t; 12Os29/09w; 13Os19/08f; 12Os6/10i; 15Os163/10z; 12Os210/10i (12Os211/10m); 15Os9/12f; 11Os121/11w; 13Os163/11m; 15Os160/12m (15Os161/12h); 14Os41/13f (14Os42/13b); 15Os173/13z; 17Os28/13s; 15Os82/14v; 12Os164/14f; 17Os53/14v (17Os54/14s); 14Os23/15m; 11Os21/15w; 12Os63/15d; 12Os115/15a; 14Os49/15k; 11Os23/16s; 14Os20/16x (14Os21/16v, 14Os22/16s); 12Os32/16x; 17Os14/16m; 15Os135/16s; 15Os1/17m; 17Os5/17i; 17Os12/17v; 12Os113/17k; 13Os99/17h; 12Os99/17a; 14Os3/18z; 12Os135/17w (12Os136/17t); 11Os23/18v; 20Ds4/19x; 11Os166/19z; 11Os46/20d; 15Os81/20f; 15Os30/20f

Entscheidungsdatum

27.01.2004

Norm

StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10 A
StPO §288
StPO §345 Abs1 Z11 litb
StGB §57
StGB §58

Rechtssatz

Ein erfolgreich geltend gemachter Feststellungsmangel berechtigt den Obersten Gerichtshof zu einer Entscheidung in der Sache selbst (§ 288 Abs 2 Z 3 erster Satz StPO), wenn dieser eine sogenannte prozessuale Tatsache betrifft. Die Frage der Verjährung betrifft kein prozessuales Verfolgungshindernis, vielmehr einen materiellen Strafaufhebungsgrund, sodass eine Entscheidung in der Sache selbst grundsätzlich ausscheidet. Der Oberste Gerichtshof sieht jedoch von einer Verweisung an die erste Instanz - aus prozessökonomischen Gründen - ab, wenn die vermisste Feststellung auch in einem weiteren Rechtsgang nicht zu erwarten ist.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 129/03
    Entscheidungstext OGH 27.01.2004 14 Os 129/03
  • 15 Os 64/05h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 15 Os 64/05h
    Auch
  • 12 Os 117/05f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2005 12 Os 117/05f
    Vgl auch; nur: Die Frage der Verjährung betrifft kein prozessuales Verfolgungshindernis, vielmehr einen materiellen Strafaufhebungsgrund, sodass eine Entscheidung in der Sache selbst grundsätzlich ausscheidet. Der Oberste Gerichtshof sieht jedoch von einer Verweisung an die erste Instanz - aus prozessökonomischen Gründen - ab, wenn die vermisste Feststellung auch in einem weiteren Rechtsgang nicht zu erwarten ist. (T1)
  • 14 Os 74/07z
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 14 Os 74/07z
    Auch; nur T1
  • 13 Os 109/07i
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 109/07i
    Vgl auch; nur: Ein erfolgreich geltend gemachter Feststellungsmangel berechtigt den Obersten Gerichtshof zu einer Entscheidung in der Sache selbst (§ 288 Abs 2 Z 3 erster Satz StPO), wenn dieser eine sogenannte prozessuale Tatsache betrifft. (T2)
    Beisatz: Wenn die für die Feststellungen über prozessuale Tatsachen notwendigen Beweismittel in der Hauptverhandlung vorgekommen sind, kann der Oberste Gerichtshof aus den Akten eigenständige Feststellungen treffen und aufgrund dieser in der Sache selbst entscheiden (WK-StPO § 288 Rz 40 ff). (T3)
    Beisatz: Verletzung des Grundsatzes der Spezialität der Auslieferung - prozessuales Verfolgungshindernis. (T4)
  • 15 Os 130/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 15 Os 130/07t
    Vgl auch
  • 11 Os 6/08d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 11 Os 6/08d
    Vgl auch; Beisatz: Weil die Frage der Verjährung kein prozessuales Verfolgungshindernis betrifft, sondern einen materiellen Strafaufhebungsgrund (WK-StPO § 281 Rz 619 ff; WK-StGB - 2 Vorbem §§ 57-60 Rz 1), scheidet eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in der Sache selbst bei nicht ausreichender Feststellungsbasis an sich aus. Da die Ergänzung aktuell fehlender Feststellungen (hier zu sonstigen fristverlängernden Umständen im Sinne des § 58 StGB) nach der Aktenlage auch in einem weiteren Rechtsgang nicht zu erwarten ist, war aus prozessökonomischen Erwägungen von einer Verweisung an die erste Instanz abzusehen und in der Sache selbst zu entscheiden (WK-StPO § 288 Rz 24; WK-StGB - 2 § 57 Rz 19). (T5)
  • 12 Os 92/08h
    Entscheidungstext OGH 17.07.2008 12 Os 92/08h
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfolgungsverjährung nach Schweizer Strafrecht als Tatortrecht (österreichischer Täter und österreichisches Opfer mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland). Eine § 58 Abs 2 StGB korrespondierende Bestimmung kannte und kennt das Schweizer Strafrecht nicht. Zwar betrifft der Entfall der Strafbarkeit nach § 65 Abs 4 StGB kein prozessuales Verfolgungshindernis, sondern einen materiellen Strafaufhebungsgrund, sodass eine Entscheidung durch den Obersten Gerichtshof in der Sache selbst bei nicht ausreichender Feststellungsbasis ausscheidet. Doch kann er auch in diesem Fall - ebenso wie bei der Frage der Verjährung nach österreichischem Recht - aus prozessökonomischen Erwägungen von einer Verweisung an die erste Instanz absehen, wenn - wie hier - die vermissten Feststellungen nach der Aktenlage auch in einem weiteren Rechtsgang nicht zu erwarten sind. (T6)
  • 11 Os 138/08s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 11 Os 138/08s
  • 15 Os 80/09t
    Entscheidungstext OGH 24.06.2009 15 Os 80/09t
    Auch; nur T1
  • 12 Os 29/09w
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 29/09w
    Beisatz: Da nach der Aktenlage und dem aktuellen Stand des Registers Verfahrensautomation Justiz auch in einem erneuerten Rechtsgang der Verjährung entgegenstehende Konstatierungen nicht zu erwarten sind, war aus prozessökonomischen Gründen von der Rückverweisung an die Tatsacheninstanz abzusehen, in der Sache selbst zu entscheiden und insoweit mit einem Freispruch vorzugehen. (T7)
  • 13 Os 19/08f
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 19/08f
    Auch; Beisatz: Hier: Sperrwirkung nach Art 54 SDÜ. (T8)
  • 12 Os 6/10i
    Entscheidungstext OGH 08.04.2010 12 Os 6/10i
    Vgl
  • 15 Os 163/10z
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 15 Os 163/10z
    Vgl auch
  • 12 Os 210/10i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 210/10i
    nur T1; Beis wie T7
  • 15 Os 9/12f
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 9/12f
    Ähnlich
  • 11 Os 121/11w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 11 Os 121/11w
    Vgl auch
  • 13 Os 163/11m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 163/11m
    Vgl auch
  • 15 Os 160/12m
    Entscheidungstext OGH 16.01.2013 15 Os 160/12m
    Auch; Beis wie T5
  • 14 Os 41/13f
    Entscheidungstext OGH 09.04.2013 14 Os 41/13f
    Auch
  • 15 Os 173/13z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 15 Os 173/13z
    Beis wie T5
  • 17 Os 28/13s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 28/13s
    Auch; Beis wie T7
  • 15 Os 82/14v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 82/14v
    Auch; nur T2
  • 12 Os 164/14f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2015 12 Os 164/14f
    Auch; Beisatz: Verlust des Verfolgungsrechts durch Versäumung der Fallfrist des § 263 Abs 4 StPO. (T8)
  • 17 Os 53/14v
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 17 Os 53/14v
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Feststellungen zum Vorsatz. (T9)
  • 14 Os 23/15m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 14 Os 23/15m
    Auch; nur T1
  • 11 Os 21/15w
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 21/15w
    Auch; Beisatz: Hier: Rechtsfehler mangels Feststellungen zur angenommenen Qualifikation nach § 147 Abs 3 StGB. (T10)
  • 12 Os 63/15d
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 12 Os 63/15d
    Auch; Beisatz: Die Staatsanwaltschaft trifft keine Obliegenheit zum Hinweis auf Indizien für die Feststellung der fehlenden Sachverhaltselemente. (T11)
  • 12 Os 115/15a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 12 Os 115/15a
    Auch
  • 14 Os 49/15k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 49/15k
    Auch
  • 11 Os 23/16s
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 11 Os 23/16s
    Auch
  • 14 Os 20/16x
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 20/16x
    Auch
  • 12 Os 32/16x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 32/16x
    Auch; Beis wie T11
  • 17 Os 14/16m
    Entscheidungstext OGH 06.12.2016 17 Os 14/16m
    Vgl auch
  • 15 Os 135/16s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2017 15 Os 135/16s
    Auch
  • 15 Os 1/17m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 1/17m
    Auch
  • 17 Os 5/17i
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 5/17i
    Auch
  • 17 Os 12/17v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2017 17 Os 12/17v
    Auch
  • 12 Os 113/17k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 113/17k
    Auch; Beis wie T5
  • 13 Os 99/17h
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 99/17h
    Auch
  • 12 Os 99/17a
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 99/17a
    Auch
  • 14 Os 3/18z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 3/18z
    Auch
  • 12 Os 135/17w
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 12 Os 135/17w
    Auch
  • 11 Os 23/18v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2018 11 Os 23/18v
    Vgl
  • 20 Ds 4/19x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2020 20 Ds 4/19x
  • 11 Os 166/19z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2020 11 Os 166/19z
    Vgl
  • 11 Os 46/20d
    Entscheidungstext OGH 01.07.2020 11 Os 46/20d
    Vgl
  • 15 Os 81/20f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2020 15 Os 81/20f
    Vgl
  • 15 Os 30/20f
    Entscheidungstext OGH 11.12.2020 15 Os 30/20f
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118545

Im RIS seit

26.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

15.03.2021

Dokumentnummer

JJR_20040127_OGH0002_0140OS00129_0300000_001

Rechtssatz für 17Os45/14t 17Os8/16d 17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130017

Geschäftszahl

17Os45/14t; 17Os8/16d; 17Os36/15w; 17Os12/17v; 17Os17/17d

Entscheidungsdatum

09.04.2015

Norm

StGB §302

Rechtssatz

Verwaltungshandeln, das zwar nicht in typisch hoheitlichen Rechtsformen in Erscheinung tritt, jedoch in engem Zusammenhang mit (möglichen) Hoheitsakten steht, diese vorbereitet, begleitet oder umsetzt, ist (schlichte) Hoheitsverwaltung.

Entscheidungstexte

  • 17 Os 45/14t
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 17 Os 45/14t
    Beisatz: Hier: Zum Budgetvollzug nach der Steiermärkischen Gemeindeordnung. Beim Voranschlag der Gemeinde (§ 75 Stmk GemO) handelt es sich um eine (Verwaltungs‑)Verordnung. Der Budgetvollzug und die Erstellung des Rechnungsabschlusses dienen der Umsetzung des Voranschlags. Die Tätigkeit eines Gemeindebeamten im Rahmen der Kassen‑ und Buchführung (§ 85 Stmk GemO) ist daher Handeln in Vollziehung der Gesetze; einzelne Buchungsvorgänge sind Amtsgeschäfte. (T1)
  • 17 Os 8/16d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2016 17 Os 8/16d
  • 17 Os 36/15w
    Entscheidungstext OGH 03.10.2016 17 Os 36/15w
    Auch; Beisatz: Hier: Zum Budgetvollzug nach der Tiroler Gemeindeordnung. (T2)
  • 17 Os 12/17v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2017 17 Os 12/17v
    Beisatz: Hier: Handeln „in Vollziehung der Gesetze“ verneint, weil der Beamte zwar Kompetenzen im Zusammenhang mit der Tätigkeit einer Gemeinde im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung, nicht jedoch im Hinblick auf die (hoheitliche) Verbuchung dieser Vorgänge hatte. (T3)
  • 17 Os 17/17d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2018 17 Os 17/17d
    Vgl auch; Beisatz: Ein bloß mit Bezug auf Ausgaben der Gemeinde im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung beschlossener Nachtragsvoranschlag (vgl §§ 78 f Stmk GemO) bildet keinen Anknüpfungspunkt für Verwaltungshandeln als iSd § 302 StGB tatbildliches Amtsgeschäft. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130017

Im RIS seit

05.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

16.05.2018

Dokumentnummer

JJR_20150409_OGH0002_0170OS00045_14T0000_001

Rechtssatz für 17Os34/15a 17Os5/17i 17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130809

Geschäftszahl

17Os34/15a; 17Os5/17i; 17Os7/17h; 17Os6/17m; 17Os8/17f; 17Os12/17v; 17Os24/17h; 17Os17/17d; 17Os2/18z; 14Os115/18w

Entscheidungsdatum

06.06.2016

Norm

StGB §153: StGB §302

Rechtssatz

Ein Akt der Hoheitsverwaltung liegt dann vor, wenn der Staat (das für ihn handelnde Organ) zur Erreichung seiner Ziele die ihm auf Grund seiner spezifischen Macht gegebene einseitige Anordnungsbefugnis gebraucht, demnach als Träger dieser besonderen Befehls‑ und Zwangsgewalt (imperium) auftritt. Hoheitliches Verwaltungshandeln kommt insbesondere im Einsatz bestimmter Rechtsformen (Verordnung, Bescheid, Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls‑ und Zwangsgewalt, im Innenverhältnis auch Weisung) zum Ausdruck. Darüber hinaus ist auch Verwaltungshandeln, das selbst nicht normativer Art ist, sondern in tatsächlichen Verrichtungen oder Privaten zur Verfügung stehenden Rechtsformen in Erscheinung tritt, (schlichte) Hoheitsverwaltung, wenn es im Zusammenhang mit Hoheitsakten steht, diese also vorbereitet, begleitet oder umsetzt.

Entscheidungstexte

  • 17 Os 34/15a
    Entscheidungstext OGH 06.06.2016 17 Os 34/15a
    Beisatz: Hier: Zu Organhandeln im Bereich der Wasserversorgung. (T1)
  • 17 Os 5/17i
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 5/17i
    Beisatz: Gemeinden kommt im Verhältnis zum Sozialhilfeverband (dem sie angehören) eine einseitige (hoheitliche) Anordnungsbefugnis nicht zu. (T2)
  • 17 Os 7/17h
    Entscheidungstext OGH 15.05.2017 17 Os 7/17h
    Auch; Beisatz: Hier: Vorbereitung der Ausstellung von Bescheiden durch Kanzleigehilfin. (T3)
  • 17 Os 6/17m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 6/17m
    Auch; Beis wie T3
  • 17 Os 8/17f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 8/17f
    Auch; Beis wie T3
  • 17 Os 12/17v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2017 17 Os 12/17v
    Beisatz: Hier: Handeln „in Vollziehung der Gesetze“ verneint, weil der Beamte zwar Kompetenzen im Zusammenhang mit der Tätigkeit einer Gemeinde im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung, nicht jedoch im Hinblick auf die (hoheitliche) Verbuchung dieser Vorgänge hatte. (T4)
  • 17 Os 24/17h
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 17 Os 24/17h
    Auch
  • 17 Os 17/17d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2018 17 Os 17/17d
    Auch;Beisatz: Ein bloß mit Bezug auf Ausgaben der Gemeinde im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung beschlossener Nachtragsvoranschlag (vgl §§ 78 f Stmk GemO) bildet keinen Anknüpfungspunkt für Verwaltungshandeln als iSd § 302 StGB tatbildliches Amtsgeschäft. (T5)
  • 17 Os 2/18z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 17 Os 2/18z
    Auch
  • 14 Os 115/18w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2018 14 Os 115/18w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130809

Im RIS seit

13.07.2016

Zuletzt aktualisiert am

11.12.2018

Dokumentnummer

JJR_20160606_OGH0002_0170OS00034_15A0000_001

Rechtssatz für 17Os12/17v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0131652

Geschäftszahl

17Os12/17v

Entscheidungsdatum

25.09.2017

Norm

BDG §45 Abs3
StGB §302 Abs1
StPO §78

Rechtssatz

§ 78 Abs 1 StPO schränkt die Anzeigepflicht auf Straftaten, die den „gesetzmäßigen Wirkungsbereich“ einer Behörde oder öffentlichen Dienststelle betreffen, also auf Wahrnehmungen im Rahmen ihrer hoheitlichen Befugnisse, ein.

Entscheidungstexte

  • 17 Os 12/17v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2017 17 Os 12/17v
    Beisatz: Soweit gesetzlich (vgl etwa § 45 Abs 3 BDG) weitergehende Meldepflichten ( bei Wahrnehmungen auch außerhalb der Hoheitsverwaltung), vorgesehen sind, ist deren Verletzung unter dem Aspekt von Strafbarkeit nach § 302 Abs 1 StGB ohne Bedeutung, weil diese (interne) Meldepflicht keinen Bezug zu einer der Behörde (oder öffentlichen Dienststelle) zukommenden Befugnis zu hoheitlichem Handeln (im Außenverhältnis) aufweist. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131652

Im RIS seit

31.10.2017

Zuletzt aktualisiert am

31.10.2017

Dokumentnummer

JJR_20170925_OGH0002_0170OS00012_17V0000_001