Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob12/98y 2Ob290/99g 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109824

Geschäftszahl

2Ob12/98y; 2Ob290/99g; 1Ob200/03y; 7Ob263/09s; 5Ob39/11p; 2Ob97/16b; 5Ob34/17m; 9Ob52/18i; 1Ob178/18k; 8Ob55/19z

Entscheidungsdatum

12.02.1998

Norm

ABGB §1301

Rechtssatz

Gemeinschaftlichkeit im Sinne des § 1301 ABGB kann auch dann vorliegen, wenn zwischen den Tätern zwar kein Einvernehmen über die Schädigung gegeben war, wohl aber über die gemeinsame Durchführung eines bestimmten Vorhabens, bei dessen Verwirklichung eine nicht beabsichtigte Schädigung erfolgte.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 12/98y
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 2 Ob 12/98y
    Veröff: SZ 71/22
  • 2 Ob 290/99g
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 290/99g
    Veröff: SZ 72/156
  • 1 Ob 200/03y
    Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 200/03y
  • 7 Ob 263/09s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 7 Ob 263/09s
    Veröff: SZ 2010/5
  • 5 Ob 39/11p
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 39/11p
    Auch; Veröff: SZ 2012/14
  • 2 Ob 97/16b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 97/16b
    Veröff: SZ 2016/87
  • 5 Ob 34/17m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 34/17m
  • 9 Ob 52/18i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 Ob 52/18i
  • 1 Ob 178/18k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 178/18k
  • 8 Ob 55/19z
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 55/19z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109824

Im RIS seit

14.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19980212_OGH0002_0020OB00012_98Y0000_001

Rechtssatz für 2Ob12/98y 7Ob263/09s 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109825

Geschäftszahl

2Ob12/98y; 7Ob263/09s; 5Ob39/11p; 4Ob46/12m; 2Ob97/16b; 5Ob34/17m; 9Ob52/18i; 1Ob178/18k; 8Ob55/19z

Entscheidungsdatum

12.02.1998

Norm

ABGB §1302 A

Rechtssatz

§ 1302 ABGB stellt zwar bei der Anordnung der Solidarhaftung trotz Bestimmbarkeit der Anteile auf die vorsätzliche Mittäterschaft ab. Solidarhaftung ist aber auch schon dann gerechtfertigt, wenn zwar kein gemeinschaftlicher Schädigungsvorsatz bestand, zwischen den mehreren Personen aber Einvernehmen über die Begehung einer rechtswidrigen Handlung herrschte und diese Handlung für den eingetretenen Schaden konkret gefährlich war. Hiefür spricht der Verdacht psychischer Kausalität, das Vorliegen schweren Verschuldens und ein hoher Grad der Adäquität.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 12/98y
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 2 Ob 12/98y
    Veröff: SZ 71/22
  • 7 Ob 263/09s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 7 Ob 263/09s
    Veröff: SZ 2010/5
  • 5 Ob 39/11p
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 39/11p
    Auch; Veröff: SZ 2012/14
  • 4 Ob 46/12m
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 46/12m
    Auch; Beisatz: Hier: Kartellrechtswidrige Preisabsprache. (T1); Veröff: SZ 2012/78
  • 2 Ob 97/16b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 97/16b
    Veröff: SZ 2016/87
  • 5 Ob 34/17m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 34/17m
    Auch
  • 9 Ob 52/18i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 Ob 52/18i
  • 1 Ob 178/18k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 178/18k
  • 8 Ob 55/19z
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 55/19z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109825

Im RIS seit

14.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19980212_OGH0002_0020OB00012_98Y0000_002

Rechtssatz für 2Ob290/99g 1Ob200/03y 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112574

Geschäftszahl

2Ob290/99g; 1Ob200/03y; 7Ob263/09s; 9ObA132/10t; 4Ob46/12m; 2Ob97/16b; 5Ob34/17m; 9Ob52/18i; 1Ob178/18k; 8Ob55/19z

Entscheidungsdatum

21.10.1999

Norm

ABGB §1302 A

Rechtssatz

Der Vorsatz im Sinne des § 1302 Satz 2 ABGB braucht sich nicht auf den vollen Schadenserfolg zu erstrecken, sondern muss nur auf eine Rechtsverletzung oder Schädigung gerichtet sein, um die Haftung auch für weitere, daraus entspringende Schäden zu begründen. Der Vorwurf, vorsätzlich gemeinsam ein unerlaubtes Ziel (Schwarzfahren) verfolgt zu haben, rechtfertigt es, alle Beteiligten zunächst ohne weitere Prüfung ihrer Kausalität für den entstandenen Schaden verantwortlich zu machen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 290/99g
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 290/99g
    Veröff: SZ 72/156
  • 1 Ob 200/03y
    Entscheidungstext OGH 14.10.2003 1 Ob 200/03y
    nur: Der Vorsatz im Sinne des § 1302 Satz 2 ABGB braucht sich nicht auf den vollen Schadenserfolg zu erstrecken, sondern muss nur auf eine Rechtsverletzung oder Schädigung gerichtet sein, um die Haftung auch für weitere, daraus entspringende Schäden zu begründen. (T1)
  • 7 Ob 263/09s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 7 Ob 263/09s
    Auch; Veröff: SZ 2010/5
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
    Vgl auch; nur: Der Vorwurf, vorsätzlich gemeinsam ein unerlaubtes Ziel verfolgt zu haben, rechtfertigt es, alle Beteiligten zunächst ohne weitere Prüfung ihrer Kausalität für den entstandenen Schaden verantwortlich zu machen. (T2)
  • 4 Ob 46/12m
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 46/12m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kartellrechtswidrige Preisabsprache. (T3); Veröff: SZ 2012/78
  • 2 Ob 97/16b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 97/16b
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2016/87
  • 5 Ob 34/17m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 34/17m
    Beisatz: Besteht unter mehreren Personen Einvernehmen darüber, Widerstand gegen Personen zu leisten, die versuchen, das eigenmächtige Entzünden eines Osterfeuerhaufens auf ihrem Grund abzuwehren, haften sie auch dafür, wenn eine der Abwehrpersonen durch einen der Angreifer verletzt wird, obwohl der konkrete Schadenszufüger der Angreifergruppe nicht festgestellt werden kann. (T4)
  • 9 Ob 52/18i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 Ob 52/18i
  • 1 Ob 178/18k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 178/18k
  • 8 Ob 55/19z
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 55/19z
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112574

Im RIS seit

20.11.1999

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19991021_OGH0002_0020OB00290_99G0000_001

Rechtssatz für 5Ob34/17m 8Ob112/19g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0131595

Geschäftszahl

5Ob34/17m; 8Ob112/19g

Entscheidungsdatum

20.07.2017

Norm

ABGB §1301
ABGB §1302

Rechtssatz

Besteht unter mehreren Personen Einvernehmen darüber, Widerstand gegen Personen zu leisten, die versuchen, das eigenmächtige Entzünden eines Osterfeuerhaufens auf ihrem Grund abzuwehren, haften sie auch dafür, wenn eine der Abwehrpersonen durch einen der Angreifer verletzt wird, obwohl der konkrete Schadenszufüger der Angreifergruppe nicht festgestellt werden kann.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 34/17m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 34/17m
  • 8 Ob 112/19g
    Entscheidungstext OGH 24.01.2020 8 Ob 112/19g
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131595

Im RIS seit

12.09.2017

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2020

Dokumentnummer

JJR_20170720_OGH0002_0050OB00034_17M0000_001