Rechtssatz für 6Ob345/65 8Ob507/80 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018060

Geschäftszahl

6Ob345/65; 8Ob507/80; 10Ob34/97s; 6Ob18/17s

Entscheidungsdatum

07.07.2017

Rechtssatz

Gesellschaftsverträge sind entgeltfremde Geschäfte. Eine Zerlegung des Gesellschaftsvertrages in entgeltliche und unentgeltliche Bestandteile kommt als mit seinem Wesen unvereinbar nicht in Betracht. Trotzdem kann es vor allem zwischen Familienangehörigen Gesellschaftsverträge geben, welche der Unentgeltlichkeit bzw Schenkung gleichzusetzen sind.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 345/65
    Entscheidungstext OGH 16.03.1966 6 Ob 345/65
    Veröff: JBl 1967,257
  • 8 Ob 507/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 507/80
  • 10 Ob 34/97s
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 34/97s
    nur: Eine Zerlegung des Gesellschaftsvertrages in entgeltliche und unentgeltliche Bestandteile kommt als mit seinem Wesen unvereinbar nicht in Betracht. (T1)
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Vgl; Beisatz: Das Aktionärsverhältnis als solches ist kein „Geschäft zur privaten Geldanlage“, sondern entgeltfremd. Die Satzung als Organisationsverfassung regelt ausschließlich die wechselseitigen Rechte und Pflichten zwischen Gesellschaft und Gesellschafter. (T2)
    Veröff: SZ 2017/79

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0018060

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2020

Dokumentnummer

JJR_19660316_OGH0002_0060OB00345_6500000_001

Rechtssatz für 2Nd510/99 5Nd517/99 2Nd...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0112279

Geschäftszahl

2Nd510/99; 5Nd517/99; 2Nd507/00; 9Nd512/00; 7Nd507/01; 8Nd508/01; 7Nd510/01; 2Nd503/01; 8Nd511/01; 10Nd501/02; 9Nd502/02; 8Nd504/02; 10Nc103/02g; 5Ob130/02g; 9Nc110/02d; 6Nc10/03b; 7Nc24/03v; 7Ob189/03z; 5Nc21/04i; 7Nc48/04z; 5Nc1/07b; 4Nc24/08d; 5Nc24/10i; 6Ob18/17s

Entscheidungsdatum

07.07.2017

Norm

Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art16 Abs1
EuGVÜ Art13
EuGVÜ Art14
JN §28
KSchG §1
  1. JN § 28 heute
  2. JN § 28 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. JN § 28 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Die Sonderregelung der Artikel 13, ff EuGVÜ ist von dem Bestreben getragen, den Verbraucher als den wirtschaftlich schwächeren und rechtlich weniger erfahrenen Vertragspartner zu schützen, weshalb diesem daher der Entschluss zur gerichtlichen Wahrnehmung seiner Rechte nicht dadurch erschwert werden darf, dass er bei den Gerichten des Staates klagen muss, in dessen Hoheitsgebiet sein Vertragspartner seine Niederlassung hat. Diese Vorschriften beziehen sich auf den nicht berufsbezogen oder gewerbebezogen handelnden privaten Endverbraucher, der einen der in Artikel 13, aufgeführten Verträge abgeschlossen hat und gemäß Artikel 14, Partei in einem Rechtsstreit ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Nd 510/99
    Entscheidungstext OGH 06.08.1999 2 Nd 510/99
  • 5 Nd 517/99
    Entscheidungstext OGH 16.11.1999 5 Nd 517/99
    Vgl auch; Beisatz: In Art 14 Abs 1 EuGVÜ ist nur die internationale und nicht die örtliche Zuständigkeit geregelt, sodass - im gegenständlichen Fall über § 28 Abs 1 Z 1 JN - eine örtliche Ersatzzuständigkeit eingreifen muss. (T1)
  • 2 Nd 507/00
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Nd 507/00
    Beisatz: Der Begriff des Verbrauchers ist dabei vertragsautonom zu bestimmen. (T2); Beisatz: Hier: Reisevertrag mit deutschem Reiseveranstalter. (T3)
  • 9 Nd 512/00
    Entscheidungstext OGH 17.11.2000 9 Nd 512/00
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Nd 507/01
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 7 Nd 507/01
    Beisatz: Im Zweifel ist ein Geschäft als Verbrauchergeschäft anzusehen. (T4)
  • 8 Nd 508/01
    Entscheidungstext OGH 18.06.2001 8 Nd 508/01
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Nd 510/01
    Entscheidungstext OGH 02.08.2001 7 Nd 510/01
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Nd 503/01
    Entscheidungstext OGH 17.07.2001 2 Nd 503/01
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 Nd 511/01
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 8 Nd 511/01
    Beis wie T2
  • 10 Nd 501/02
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 10 Nd 501/02
    Beis wie T2
  • 9 Nd 502/02
    Entscheidungstext OGH 03.05.2002 9 Nd 502/02
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Seit dem In-Kraft-Treten der Brüssel I-Verordnung, nach Art 68 Abs 1 im Verhältnis zwischen den Mitgliedstaaten an die Stelle des Brüsseler Übereinkommens (EuGVÜ) tritt, ist eine Ordination gemäß § 28 JN nicht mehr erforderlich, da Art 16 Abs 1 durch den Verweis auf "das Gericht des Ortes, an dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat", auch die örtliche Zuständigkeit regelt. (T5)
  • 8 Nd 504/02
    Entscheidungstext OGH 02.05.2002 8 Nd 504/02
    Beis wie T3
  • 10 Nc 103/02g
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 10 Nc 103/02g
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 130/02g
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 130/02g
  • 9 Nc 110/02d
    Entscheidungstext OGH 07.01.2003 9 Nc 110/02d
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 6 Nc 10/03b
    Entscheidungstext OGH 03.04.2003 6 Nc 10/03b
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 7 Nc 24/03v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2003 7 Nc 24/03v
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 189/03z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 189/03z
    Auch; Beisatz: Für Aktivklagen des Verbrauchers im Geltungsbereich der EUGVVO wird in seinem Wohnsitzstaat auch die örtliche Zuständigkeit unmittelbar (ohne dass es hiefür einer Ordination bedürfte) bestimmt. (T6)
  • 5 Nc 21/04i
    Entscheidungstext OGH 22.09.2004 5 Nc 21/04i
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 7 Nc 48/04z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 7 Nc 48/04z
    Beis wie T4
  • 5 Nc 1/07b
    Entscheidungstext OGH 16.01.2007 5 Nc 1/07b
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 4 Nc 24/08d
    Entscheidungstext OGH 08.01.2009 4 Nc 24/08d
    Beis wie T2
  • 5 Nc 24/10i
    Entscheidungstext OGH 03.01.2011 5 Nc 24/10i
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Vgl auch; Beisatz: Zur Bejahung des Verbrauchergerichtsstands muss der Verbraucher Empfänger der vertragscharakteristischen Leistung sein. Ein Aktionär ist im Verhältnis zur Gesellschaft nicht als Verbraucher anzusehen, weil das auf Dauer angelegte Gesellschaftsverhältnis weder eine vertragscharakteristische Leistung noch ein Synallagma kennt. (T7)
    Veröff: SZ 2017/79

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112279

Im RIS seit

05.09.1999

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2020

Dokumentnummer

JJR_19990806_OGH0002_0020ND00510_9900000_001

Rechtssatz für 6Ob18/17s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0131536

Geschäftszahl

6Ob18/17s

Entscheidungsdatum

07.07.2017

Norm

EuGVVO 2012 Art17 Abs1

Rechtssatz

Deliktische Ansprüche fallen nicht unter Artikel 17, EuGVVO. Voraussetzung für die Anwendung des Verbrauchergerichtsstands ist eine vertragliche Beziehung zwischen den Streitteilen. Dafür ist eine direkte Beziehung erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Beisatz: Beim Erwerb von Aktien auf dem Sekundärmarkt kommt der Verbrauchergerichtsstand für Ansprüche gegen den Emittenten nicht in Betracht. (T1)
    Beisatz: Hier: Gesetzliche Schadenersatzansprüche aus der Verletzung kapitalmarktrechtlicher Publizitätspflichten, die gegenüber jedermann unabhängig davon bestehen, ob der Betreffende schon Aktien an dem Unternehmen hält und damit dessen Satzung unterworfen ist. (T2)
    Veröff: SZ 2017/79

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131536

Im RIS seit

14.08.2017

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2020

Dokumentnummer

JJR_20170707_OGH0002_0060OB00018_17S0000_001

Rechtssatz für 3Ob14/12y 6Ob18/17s 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0128013

Geschäftszahl

3Ob14/12y; 6Ob18/17s; 6Ob128/18v

Entscheidungsdatum

31.08.2018

Norm

EuGVVO 2012 Art7 Nr2
LGVÜ 1988 Art5 Z3

Rechtssatz

Wird im Anwendungsbereich des LGVÜ 1988 eine gegen im Ausland wohnhafte Organe einer Gesellschaft gerichtete Klage von in Österreich wohnhaften Klägern auf Ersatz von Anlegerschäden sowohl auf die Verletzung von Aufklärungspflichten als auch auf Anlagebetrug gestützt, ist die internationale Zuständigkeit der österreichischen Gerichte nur insoweit gegeben, als die Klage auf Anlagebetrug gestützt wird (in diesem Sinn auch EuGH 27.9.1988, 189/87, Kalfelis).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 14/12y
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 14/12y
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Vgl; Beisatz: Eine Annexzuständigkeit für deliktische Ansprüche in dem Fall, dass das Gericht für einen bestimmten, etwa vertraglichen Anspruchsgrund zuständig ist, besteht im Europäischen Zivilverfahrensrecht nicht. (T1)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 6 Ob 128/18v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 128/18v
    Vgl; Beisatz: Dem Zuständigkeitsregime der EuGVVO ist eine Annexzuständigkeit ratione materiae unbekannt. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128013

Im RIS seit

03.09.2012

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2020

Dokumentnummer

JJR_20120614_OGH0002_0030OB00014_12Y0000_001

Rechtssatz für 1Ob566/79 5Ob538/81 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0016591

Geschäftszahl

1Ob566/79; 5Ob538/81; 5Ob746/81 (5Ob747/81); 6Ob100/10i; 9ObA107/10s; 8ObA85/10y; 6Ob18/17s; 7Ob155/18x; 6Ob124/20h

Entscheidungsdatum

15.09.2020

Norm

ABGB §879 BIId
ABGB §914 I
HGB §346 B
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992
  1. ABGB § 914 heute
  2. ABGB § 914 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Eine weitergehende einseitige Abweichung vom dispositiven Gesetz, das für den "Durchschnittsfall" eine ausgewogene gerechte Rechtslage anstrebt, kann unter den besonderen Verhältnissen allgemeiner Geschäftsbedingungen rechtlich nicht toleriert werden und ist im Zweifel auch nicht als vereinbart anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 566/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 566/79
    Veröff: SZ 52/57 = EvBl 1979/221 S 578
  • 5 Ob 538/81
    Entscheidungstext OGH 23.06.1981 5 Ob 538/81
    Veröff: JBl 1982,652
  • 5 Ob 746/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 746/81
  • 6 Ob 100/10i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 100/10i
    Vgl auch
  • 9 ObA 107/10s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 ObA 107/10s
    Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen der Prüfung einer vertraglichen Regelung unter dem Aspekt eines sittenwidrigen massiven Missverhältnisses der Berücksichtigung der Interessen iSd § 879 Abs 1 ABGB wird auch auf die Ausgestaltung durch das dispositive Recht Bedacht genommen. (T1)
  • 8 ObA 85/10y
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 85/10y
    Vgl auch; Beis auch wie T1
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Auch; ähnlich Beis wie T1; Beisatz: Hier: Gerichtsstandsklausel in der Satzung einer Aktiengesellschaft. (T2)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 7 Ob 155/18x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 155/18x
    Auch
  • 6 Ob 124/20h
    Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 124/20h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0016591

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19790330_OGH0002_0010OB00566_7900000_003

Rechtssatz für 3Ob566/95 4Ob2132/96z 9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0084880

Geschäftszahl

3Ob566/95; 4Ob2132/96z; 9Ob170/02v; 3Ob66/06m; 4Ob137/11t; 4Ob173/14s; 1Ob143/15h; 6Ob213/16s; 6Ob18/17s; 2Ob145/22w

Entscheidungsdatum

27.09.2022

Norm

ABGB §880a A
  1. ABGB § 880a heute
  2. ABGB § 880a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Verträge zu Lasten Dritter sind jedenfalls dem Dritten gegenüber unwirksam.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 566/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 566/95
    Veröff: SZ 68/153
  • 4 Ob 2132/96z
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2132/96z
    Beisatz: Ein Vertrag zu Lasten Dritter ist grundsätzlich als dem Wesen der Privatautonomie widersprechend unmöglich und verpflichtet den Dritten nicht. (T1)
    Veröff: SZ 69/176
  • 9 Ob 170/02v
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 170/02v
    Auch
  • 3 Ob 66/06m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 66/06m
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Beisatz: Auch wenn der Werkbesteller gegenüber seinem Mieter einen Anspruch auf Mietzinsminderung wegen einer behaupteten Mangelhaftigkeit des Mietgegenstands/Werks anerkannt hat, ist bei der Geltendmachung eines Regressanspruchs des Werkbestellers gegen den Werkunternehmer dennoch die Berechtigung des Anspruchs auf Mietzinsminderung zu prüfen (soweit sich aus der vertraglichen Gestaltung im Einzelfall nichts anderes ergibt). (T2)
  • 4 Ob 173/14s
    Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 173/14s
  • 1 Ob 143/15h
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 143/15h
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Beruht die urteilsmäßige Zahlungsverpflichtung der beklagten Partei ausschließlich auf einem von dieser erklärten Anerkenntnis, entfaltet diese für einen allfälligen Regressprozess keine den Nebenintervenienten belastende Bindungswirkung. (T3)
  • 6 Ob 213/16s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 213/16s
    Vgl; Beisatz: Hier: Der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH kann von den übrigen Gesellschaftern nicht ohne seine Zustimmung zur Kostentragung für eine Sonderprüfung unabhängig von deren Ausgang verpflichtet werden. (T4)
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Vgl; Beisatz: Vereinbarungen zu Lasten Dritter über die gerichtliche Zuständigkeit sind als Verträge zu Lasten Dritter auch im (internationalen) Kompetenzrecht ohne ihre Mitwirkung ausgeschlossen (hier: zu einer Gerichtsstandsklausel in der Satzung einer Aktiengesellschaft). (T5)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 2 Ob 145/22w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 2 Ob 145/22w
    Beisatz: Hier: Zur Direktverrechnungsvereinbarung zwischen Flugrettungsdiensten und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0084880

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2022

Dokumentnummer

JJR_19950831_OGH0002_0030OB00566_9500000_003

Rechtssatz für 2Nd511/98; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111094

Geschäftszahl

2Nd511/98; 2Nd512/00; 7Nd504/02; 8Nc106/02h; 7Nc10/03k; 7Nc18/03m; 7Nc9/04i; 7Nc34/04s; 10Nc7/05v; 4Nc3/08s; 6Nc17/10t; 6Ob18/17s; 1Ob123/17w; 3Ob177/18b; 4Ob181/18y; 5Ob147/20h; 3Ob125/20h; 2Ob12/21k; 9Ob5/23k

Entscheidungsdatum

27.04.2023

Norm

EuGVVO 2012 Art7 Nr1 litb
EuGVVO 2012 Art7 Nr2
JN §28
LGVÜ Art5
EuGVÜ Art5
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art71
  1. JN § 28 heute
  2. JN § 28 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. JN § 28 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Artikel 5, LGVÜ regelt zugleich die örtliche Zuständigkeit, weshalb es der Bestimmung eines örtlich zuständigen Gerichtes nicht bedarf.

Entscheidungstexte

  • 2 Nd 511/98
    Entscheidungstext OGH 04.12.1998 2 Nd 511/98
  • 2 Nd 512/00
    Entscheidungstext OGH 18.12.2000 2 Nd 512/00
    Vgl aber; Beisatz: Für Beförderungsverträge, die der CMR unterliegen, gilt Art 5 Z 1 des LGVÜ/EuGVÜ nicht, weil das diesbezügliche Abkommen gemäß Art 54 leg cit dem letztzitierten Abkommen vorgeht. (T1)
  • 7 Nd 504/02
    Entscheidungstext OGH 26.04.2002 7 Nd 504/02
    Vgl aber; Beisatz: Für Beförderungsverträge, die der CMR unterliegen, gilt Art 5 Z 1 des EuGVVO nicht, weil das diesbezügliche Abkommen gemäß Art 71 leg cit der EuGVVO vorgeht. (T2)
  • 8 Nc 106/02h
    Entscheidungstext OGH 07.01.2003 8 Nc 106/02h
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 7 Nc 10/03k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2003 7 Nc 10/03k
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 7 Nc 18/03m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 7 Nc 18/03m
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 7 Nc 9/04i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2004 7 Nc 9/04i
    Vgl; Beis wie T2
  • 7 Nc 34/04s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2004 7 Nc 34/04s
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Nc 7/05v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2005 10 Nc 7/05v
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Nc 3/08s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
    Beisatz: Der Kläger hat bei Ansprüchen wegen einer UWG-widrigen Website die Wahl, seine Klage bei einem der in Betracht kommenden sachlich zuständigen Gerichte in Österreich einzubringen. (T3)
  • 6 Nc 17/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2010 6 Nc 17/10t
    Vgl; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen der grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. (T4)
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7 Nr 2 EuGVVO 2012. (T5)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 1 Ob 123/17w
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 123/17w
    Vgl; Beisatz: Zu Art 7 (Nr 1 lit b) EuGVVO 2012: EuGH C‑249/16, ECLI:EU:C:2017:472, Rn 46. (T6)
    Beisatz: Die einschlägigen Vorschriften der JN über die örtliche Zuständigkeit werden zur Gänze verdrängt und können weder zur Interpretation noch zur Lückenfüllung herangezogen werden. (T7)
  • 3 Ob 177/18b
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 177/18b
    Beis wie T5
  • 4 Ob 181/18y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 181/18y
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 147/20h
    Entscheidungstext OGH 08.10.2020 5 Ob 147/20h
    Vgl; Beis wie T7
  • 3 Ob 125/20h
    Entscheidungstext OGH 08.10.2020 3 Ob 125/20h
    Vgl; Beis wie T7
  • 2 Ob 12/21k
    Entscheidungstext OGH 21.10.2021 2 Ob 12/21k
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: EuGH C-343/19 [VKI] „Dieselskandal“. (T8)

  • 9 Ob 5/23k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2023 9 Ob 5/23k
    vgl; Beisatz wie T7

Schlagworte

Internationale Zuständigkeit; Gerichtsstand des Erfüllungsort

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111094

Im RIS seit

03.01.1999

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2023

Dokumentnummer

JJR_19981204_OGH0002_0020ND00511_9800000_001

Rechtssatz für 4Ob146/04f; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119142

Geschäftszahl

4Ob146/04f; 16Ok3/08; 17Ob13/10a; 4Ob2/12s; 4Ob33/12z; 6Ob144/15t; 4Ob214/15x; 4Ob120/16z; 1Ob104/16z; 6Ob247/16s; 4Ob137/16z; 6Ob18/17s; 6Ob119/17v; 4Ob55/18v; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 8Ob75/18i; 9Ob8/19w; 10Ob36/19w; 6Ob218/18d; 8Ob30/19y; 6Ob215/19i; 8Ob172/22k; 10Ob56/22s; 2Ob177/23b

Entscheidungsdatum

25.10.2023

Norm

EuGVÜ Art5 Nr3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EuGVVO 2012 Art7 Nr2
LGVÜ II 2007 Art5 Z3

Rechtssatz

Bei Distanzdelikten kann sowohl am Handlungsort als auch am Erfolgsort geklagt werden; als Erfolgsort kommt aber nur jener Ort in Betracht, an dem sich die Schädigung zuerst auswirkt. Folgewirkungen auf Person oder Vermögen des Geschädigten lassen dessen Sitz auch dann nicht zum Erfolgsort werden, wenn sie gleichzeitig verwirklicht werden. Äußert sich der Beklagte selbst oder einer seiner Mitarbeiter bei Geschäftspartnern abfällig über die Klägerin und hat er damit deren Ruf geschädigt, sind Handlungsort und Erfolgsort identisch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 146/04f
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 4 Ob 146/04f
  • 16 Ok 3/08
    Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 3/08
    Veröff: SZ 2008/102
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2010 17 Ob 13/10a
    Auch; nur: Bei Distanzdelikten kann sowohl am Handlungsort als auch am Erfolgsort geklagt werden; als Erfolgsort kommt aber nur jener Ort in Betracht, an dem sich die Schädigung zuerst auswirkt. Folgewirkungen auf Person oder Vermögen des Geschädigten lassen dessen Sitz auch dann nicht zum Erfolgsort werden, wenn sie gleichzeitig verwirklicht werden. (T1)
  • 4 Ob 2/12s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Eigentumseingriffe und unlautere Geschäftspraktiken im Ausland. (T2)
  • 4 Ob 33/12z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 144/15t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 144/15t
    Vgl; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn ein Gesamtschaden geltend gemacht wird, kommt als Erfolgsort nur jener Ort in Betracht, an dem sich die Schädigung zuerst auswirkte. Folgewirkungen auf Person oder Vermögen des Geschädigten ließen dessen Sitz auch dann nicht zum Erfolgsort werden, wenn sie gleichzeitig verwirklicht würden. (T3)
  • 4 Ob 214/15x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 214/15x
    nur: Bei Distanzdelikten kann sowohl am Handlungsort als auch am Erfolgsort geklagt werden. (T4)
    Beisatz: Handlungsort ist der Ort des schadensbegründenden Geschehens, das heißt der Ort, an dem das schadensbegründende Geschehen seinen Ausgang nahm. Reine Vorbereitungshandlungen genügen jedoch nicht. (T5)
  • 4 Ob 120/16z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 120/16z
    Auch
  • 1 Ob 104/16z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 104/16z
    Auch; Beisatz: Hier: Wohnsitzgericht des Klägers, der (als Bankkunde) seine Schadenersatzklage auf eine unionsrechtswidrige Marktbeeinflussung (auch) durch die Beklagte stützt. (so schon 4 Ob 120/16z zur EuGVVO 2012 Art 7 Nr 2). (T6)
  • 6 Ob 247/16s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 247/16s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Behauptete Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch verleumderische Inhalte im Internet, wobei die Klägerin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Inhalte ihren Wohnsitz in den Niederlanden hatte ‑ internationale Zuständigkeit für Unterlassungs‑ und Schadenersatzansprüche verneint, weil sich die Schädigung damit zuerst in den Niederlanden auswirkte. (T7)
  • 4 Ob 137/16z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 137/16z
    Auch
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei auf Prospekthaftung gestützten Ansprüchen liegt der Handlungsort in dem Land, in dem die unterlassene bzw fehlerhafte Aufklärung im Prospekt erfolgte. Für die Ad-hoc-Publizitätspflicht ist auf das Land abzustellen, in dem der Emittent der Ad‑hoc‑Publizitätspflicht unterliegt. Die bloße Duplikation der Information in anderen Mitgliedstaaten ist unbeachtlich. (T8)
    Beisatz: Wenn es sich bei der Beklagten um ein deutsches börsenotiertes Unternehmen handelt, die Aktien nicht an österreichischen Börsen gehandelt werden, der Kläger die Aktien an einer deutschen Börse erworben hat und die die Aktien verkörpernde Globalurkunde in Deutschland hinterlegt ist, ist auch kein Erfolgsort in Österreich anzunehmen, weil ein Erstschaden mangels greifbarer Anknüpfungspunkte nicht in Österreich eingetreten ist. (T9)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 6 Ob 119/17v
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 119/17v
    Auch; nur T1; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 4 Ob 55/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
    Auch
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    nur T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 75/18i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 75/18i
    Vgl; Beisatz: Ging nicht nur der (selbstschädigende) Zahlungsfluss vom österreichischen Konto des Klägers aus, sondern wurden auch die Vertragsunterlagen samt Rechnungen dem Kläger per Post an seinen österreichischen Wohnsitz zugesandt und von ihm unterfertigt postalisch wieder in die Schweiz retourniert, sodass der Kläger die sein Vermögen endgültig belastende Verpflichtung, die Teak- und Balsaholzbäume zu erwerben, in Österreich eingegangen ist, sprechen mehrere Sachverhaltselemente für die Zuweisung der Zuständigkeit an das Wohnsitzgericht des Klägers in Österreich. Damit ist die vom EuGH geforderte Vorhersehbarkeit eines am Wohnsitz des Klägers liegenden Erfolgsorts für den Zweitbeklagten gegeben. Es ist daher nicht auf den Ort des Sitzes der jeweiligen Banken abzustellen, bei denen der Anleger Konten hält; ist dieser Ort für den Prozessgegner doch kaum vorhersehbar. (T10)
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    nur T1; Beis wie T5
  • 10 Ob 36/19w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
    nur T1; Beis wie T5
  • 6 Ob 218/18d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 6 Ob 218/18d
    Auch; nur T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Handlungs- und Erfolgsort bei Eingriffen in die Privatsphäre durch Anrufe und SMS; Erfolgsort bei Verbreitung ehrverletzender Inhalte per E-Mail. (T11)
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Auch
  • 6 Ob 215/19i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 6 Ob 215/19i
    Vgl; nur Beis wie T3; nur Beis wie T7
  • 8 Ob 172/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 8 Ob 172/22k
    vgl; Beisatz: Erfolgsort ist der Ort, an dem die schädigenden Auswirkungen des haftungsauslösenden Ereignisses zu Lasten des Betroffenen eintreten. (T12)
  • 10 Ob 56/22s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.06.2023 10 Ob 56/22s
    vgl
  • 2 Ob 177/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 177/23b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119142

Im RIS seit

05.08.2004

Zuletzt aktualisiert am

21.12.2023

Dokumentnummer

JJR_20040706_OGH0002_0040OB00146_04F0000_001

Rechtssatz für 2Ob158/12t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0128703

Geschäftszahl

2Ob158/12t; 5Ob18/15f; 6Ob18/17s; 6Ob146/17i; 8Ob31/19w; 4Ob35/19d; 8Ob45/19d; 8Ob71/21f; 5Ob223/21m; 6Ob119/21z; 4Ob5/22x; 6Ob146/21w; 4Ob36/22f; 10Ob23/21m; 6Ob238/22a; 2Ob33/23a; 4Ob96/23f; 4Ob116/23x

Entscheidungsdatum

25.01.2024

Norm

EuGVVO Art2 Abs1
EuGVVO Art5 Nr1
EuGVVO Art15 Abs1 litc
LGVÜ II 2007 Art15 Abs1 litc

Rechtssatz

Nach der Rechtsprechung des EuGH muss Artikel 15, Absatz eins, Litera c, EuGVVO als Abweichung sowohl von der allgemeinen Zuständigkeitsregel des Artikel 2, Absatz eins, EuGVVO, als auch von der besonderen Zuständigkeitsregel des Artikel 5, Nr 1 EuGVVO zwangsläufig eng ausgelegt werden, da eine Abweichung oder Ausnahme von einer allgemeinen Regel eng auszulegen ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 158/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 158/12t
    Bemerkung: EuGH 6. 9. 2012, C‑190/11, Mühlleitner/Yusufi. (T1)
  • 5 Ob 18/15f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 18/15f
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Auch; Veröff: SZ 2017/79
  • 6 Ob 146/17i
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 6 Ob 146/17i
    Auch
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
  • 4 Ob 35/19d
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 35/19d
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl
  • 8 Ob 71/21f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2021 8 Ob 71/21f
    Vgl
  • 5 Ob 223/21m
    Entscheidungstext OGH 09.12.2021 5 Ob 223/21m
    Vgl
  • 6 Ob 119/21z
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 6 Ob 119/21z
    Vgl
  • 4 Ob 5/22x
    Entscheidungstext OGH 25.01.2022 4 Ob 5/22x
    Vgl; Beisatz: Hier: Verbrauchereigenschaft des in Österreich wohnhaften Klägers als „Marketer“ iSd Art 15 Abs 1 LGVÜ 2007 bejaht. (T2)
  • 6 Ob 146/21w
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 6 Ob 146/21w
    Vgl
  • 4 Ob 36/22f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2022 4 Ob 36/22f
    Vgl; Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit mangels „Ausrichtens“ einer absatzfördernden Handlung im Wohnsitzstaat des Verbrauchers gemäß Art 17 Abs 1 lit c EuGVVO verneint. (T3)
  • 10 Ob 23/21m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 Ob 23/21m
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 238/22a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2023 6 Ob 238/22a
    Vgl; Beis wie T2
  • 2 Ob 33/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2023 2 Ob 33/23a
    vgl; Beisatz nur wie T2
  • 4 Ob 96/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2023 4 Ob 96/23f
    vgl; Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit mangels „Ausrichtens“ einer absatzfördernden Handlung im Wohnsitzstaat des Verbrauchers gemäß Art 17 Abs 1 lit c EuGVVO verneint, bloßes „doing business" (T4)
  • 4 Ob 116/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 116/23x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128703

Im RIS seit

03.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2024

Dokumentnummer

JJR_20130124_OGH0002_0020OB00158_12T0000_001

Rechtssatz für 1Ob158/09f; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0125252

Geschäftszahl

1Ob158/09f; 4Ob32/11a; 4Ob172/12s; 2Ob158/12t; 6Ob14/13x; 10Ob21/14g; 5Ob18/15f; 6Ob18/17s; 4Ob36/22f; 2Ob189/22s; 4Ob96/23f; 1Ob151/23x

Entscheidungsdatum

08.04.2024

Norm

EuGVVO Art15 Abs1 litc
EuGVVO 2012 Art17 Abs1
Rom I-VO Art6

Rechtssatz

Der Begriff des „Ausrichtens" erfasst jedenfalls die in Artikel 13, Absatz eins, Z3 Litera a, EuGVÜ genannte „Werbung", geht aber darüber noch hinaus. Erfasst sind alle auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausgerichteten absatzfördernden Handlungen. Für die zu fordernde Zielgerichtetheit der Tätigkeit des Unternehmens reicht ein bloßes „doing business" nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 158/09f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 158/09f
    Beisatz: Hier: Ausrichten der unternehmerischen Tätigkeit einer deutschen Bank auf Österreich bejaht, der im Rahmen einer Kooperation mit einem österreichischen Finanzdienstleistungsunternehmen von diesem Kunden vermittelt wurden. (T1); Veröff: SZ 2009/117
  • 4 Ob 32/11a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 32/11a
    Vgl; Beisatz: Hier: Vorabentscheidungsverfahren zur Frage, ob die Anwendung des Art 15 Abs 1 lit c der VO (EG) Nr 44/2001 (Brüssel I ‑ VO) einen Vertragsabschluss zwischen Verbraucher und Unternehmer im Wege des Fernabsatzes voraussetzt. (T2)
  • 4 Ob 172/12s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 172/12s
    Vgl; Beisatz: Der Europäische Gerichtshof beantwortete die Frage zu 4 Ob 32/11a mit Urteil vom 6. September 2012, C-190/11, wie folgt: „Art. 15 Abs. 1 Buchst. c der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist dahin auszulegen, dass er nicht verlangt, dass der Vertrag zwischen Verbraucher und Unternehmer im Fernabsatz geschlossen wurde.“ (T3)
  • 2 Ob 158/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 158/12t
    Auch; Beisatz: Das einmalige Versenden von Katalogen an Einzelpersonen genügt ebenso wenig wie eine Empfehlung durch Bekannte oder das Bereithalten von Formularen des späteren Vertragspartners zur Ausfüllung durch den vom Verbraucher eingeschalteten Vermittler. (T4)
  • 6 Ob 14/13x
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 14/13x
    Beisatz: Der Begriff des „Ausrichtens“ erfasst jedenfalls die in Art 13 Abs 1 Z 3 lit a EuGVÜ genannte „Werbung“, geht aber darüber noch hinaus. Nicht nur die (wie schon nach dem EuGVÜ) gezielt auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers gerichtete Werbung fällt darunter. Erfasst sind alle auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausgerichteten absatzfördernden Handlungen. (T5)
    Beisatz: Die EuGVVO hat den Kreis der Verbrauchersachen gegenüber dem EuGVÜ erweitert. (T6)
    Beisatz: Die Rechtsprechung, bloßes „doing business“ reiche für die Zielgerichtetheit der Tätigkeit des Unternehmens nicht aus, bezieht sich nicht auf Fälle, in denen eine solche singuläre Maßnahme des Unternehmers unmittelbar kausal für den Vertragsabschluss mit dem konkreten Verbraucher ist. (T7)
    Beisatz: Hier: Das Ausrichten der gewerblichen Tätigkeit der Klägerin auf die Niederlande liegt schon in der erstmaligen telefonischen Kontaktaufnahme durch einen Mitarbeiter der Klägerin mit dem Beklagten in den Niederlanden zur Anbahnung eines Vermittlungsauftrags. (T8)
  • 10 Ob 21/14g
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 Ob 21/14g
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Bedient sich der Unternehmer wissentlich und willentlich eines Vermittlers, der ihm regelmäßig Kunden aus dem Wohnsitzstaat des Verbrauchers zuführt, ist dies anderen zielgerichteten Marketingmaßnahmen gleichzuhalten, selbst wenn der Unternehmer keinen ausdrücklichen Auftrag zur Akquisition von Kunden in diesem Staat erteilt hat und kein Entgelt an den Vermittler leistet. (T9)
  • 5 Ob 18/15f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 18/15f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9
  • 6 Ob 18/17s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 18/17s
    Vgl; Beisatz: Der geschlossene Vertrag muss nach Art 17 Abs 1 lit c EuGVVO gerade in den Bereich der beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit fallen, die der Vertragspartner des Verbrauchers im Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausübt oder auf diesen Staat ausrichtet. (T10)
    Beisatz: Hier: Zur Ausgabe von Aktien und dem Ansprechen des Anlagepublikums. Diese sind Voraussetzung und nicht Zweck und Inhalt der wirtschaftlichen Tätigkeit der Beklagten. (T11)
    Veröff: SZ 2017/79
  • 4 Ob 36/22f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2022 4 Ob 36/22f
    vgl; nur: Erfasst sind alle auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausgerichteten absatzfördernden Handlungen. Für die zu fordernde Zielgerichtetheit der Tätigkeit des Unternehmens reicht ein bloßes „doing business" nicht aus. (T12)
    Beisatz: Hier: Wissentliche und willentliche Bedienung des österreichischen Dritten als Vermittler durch ungarischen Beklagten verneint. (T13)
  • 2 Ob 189/22s
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 2 Ob 189/22s
  • 4 Ob 96/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2023 4 Ob 96/23f
    vgl; Beisatz: Hier: Deutsche Anwaltsgesellschaft, Ausrichtung auf Österreich vertretbar verneint (T14)
  • 1 Ob 151/23x
    Entscheidungstext OGH 08.04.2024 1 Ob 151/23x
    vgl; Beisatz: Hier: Vorabentscheidungsersuchen an EuGH (u.a.) zur Frage der Rechtswirkungen bei erst nach Vertragsschluss eingetretenen Voraussetzungen des Art 6 Rom I-VO (konkret: späteres Ausrichten der Tätigkeit auf anderen Mitgliedstaat). (T15)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125252

Im RIS seit

08.10.2009

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2024

Dokumentnummer

JJR_20090908_OGH0002_0010OB00158_09F0000_002