Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob850/54 8Ob54/62 8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010175

Geschäftszahl

1Ob850/54; 8Ob54/62; 8Ob313/63; 8Ob27/65 (8Ob44/65); 5Ob47/71; 5Ob272/73 (5Ob14/74); 4Ob551/75; 5Ob505/76; 6Ob550/77; 7Ob703/78; 5Ob559/79; 1Ob7/80; 7Ob812/81; 1Ob513/82; 5Ob657/82; 3Ob586/83; 1Ob18/83; 5Ob2090/96f; 1Ob516/96; 1Ob295/98h; 2Ob280/00s; 7Ob269/00k; 6Ob255/00v; 3Ob212/00y; 6Ob246/01x; 3Ob103/05a; 1Ob41/08y; 7Ob27/14t; 9Ob57/15w; 6Ob188/15p; 10Ob101/15y; 4Ob49/16h; 8Ob59/17k; 5Ob61/17g; 3Ob40/18f; 1Ob175/18v

Entscheidungsdatum

10.11.1954

Norm

ABGB §326 A
ABGB §1477
ABGB §1500

Rechtssatz

Die Ersitzung erfordert, dass der gute Glaube des Besitzers nicht nur beim Besitzerwerb, sondern während der ganzen Ersitzungszeit vorhanden ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 850/54
    Entscheidungstext OGH 10.11.1954 1 Ob 850/54
    Veröff: SZ 27/284
  • 8 Ob 54/62
    Entscheidungstext OGH 27.02.1962 8 Ob 54/62
  • 8 Ob 313/63
    Entscheidungstext OGH 17.12.1963 8 Ob 313/63
    Beisatz: Hingegen muss die Echtheit nur anlässlich des Besitzerwerbes durch den Ersitzungsbesitzer vorhanden sein. (T1)
    Veröff: EvBl 1964/320 S 466
  • 8 Ob 27/65
    Entscheidungstext OGH 09.02.1965 8 Ob 27/65
    Auch; Beisatz: Nicht der Ersitzungsbesitzer hat die Redlichkeit und Echtheit seines Sachbesitzes und des Besitzes seiner Vorgänger zu erweisen, vielmehr hat der Gegner die Fehlerhaftigkeit und die Unredlichkeit des Besitzes zu beweisen. (T2)
    Veröff: EvBl 1965/364 S 549
  • 5 Ob 47/71
    Entscheidungstext OGH 10.03.1971 5 Ob 47/71
    Beis wie T1
  • 5 Ob 272/73
    Entscheidungstext OGH 23.01.1974 5 Ob 272/73
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 551/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 551/75
    Auch
  • 5 Ob 505/76
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 505/76
  • 6 Ob 550/77
    Entscheidungstext OGH 16.06.1977 6 Ob 550/77
    Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit zust. Anm v Sprung)
  • 7 Ob 703/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 703/78
  • 5 Ob 559/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 559/79
    Beis wie T2; Beisatz: Redlichkeit ist ein selbständiges Erfordernis des Ersitzungsbesitzers. (T3)
  • 1 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 7/80
    Beis wie T2
  • 7 Ob 812/81
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 812/81
  • 1 Ob 513/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 513/82
    Beis wie T3; Veröff: SZ 55/46
  • 5 Ob 657/82
    Entscheidungstext OGH 07.06.1983 5 Ob 657/82
  • 3 Ob 586/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 3 Ob 586/83
    Beis wie T2
  • 1 Ob 18/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 18/83
    Veröff: SZ 56/111
  • 5 Ob 2090/96f
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 5 Ob 2090/96f
    Vgl auch; Beisatz: Schon die Mitteilung des Rechtsstandpunktes des (grundbücherlichen) Eigentümers der Sache bzw die Inanspruchnahme des Besitzes der strittigen Sache durch den Ersitzungsgegner kann den guten Glauben des Ersitzungsbesitzers zerstören. (T4)
  • 1 Ob 516/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 516/96
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/135
  • 1 Ob 295/98h
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 295/98h
    Auch; Beisatz: Gemäß § 1477 ABGB sind als Ersitzungsvoraussetzungen echter Besitz im Zeitpunkt seines Erwerbs und redlicher Besitz während der gesamten Ersitzungszeit erforderlich. (T5)
  • 2 Ob 280/00s
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 2 Ob 280/00s
  • 7 Ob 269/00k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 269/00k
    Auch
  • 6 Ob 255/00v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 255/00v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 74/57
  • 3 Ob 212/00y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 212/00y
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 246/01x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2001 6 Ob 246/01x
    Beisatz: Schon Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Besitzes kann die Redlichkeit ausschließen. (T6)
  • 3 Ob 103/05a
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 103/05a
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Der Gegner hat die Fehlerhaftigkeit und die Unredlichkeit des Besitzes zu beweisen. (T7)
  • 1 Ob 41/08y
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 41/08y
    Auch
  • 7 Ob 27/14t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 27/14t
  • 9 Ob 57/15w
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 Ob 57/15w
  • 6 Ob 188/15p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 188/15p
  • 10 Ob 101/15y
    Entscheidungstext OGH 22.02.2016 10 Ob 101/15y
  • 4 Ob 49/16h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 49/16h
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Auch; Beisatz: Die Ausübung des Nutzungsrechts muss während der gesamten Ersitzungszeit redlich und echt sein. (T8)
  • 5 Ob 61/17g
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 61/17g
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 40/18f
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 40/18f
    Auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 175/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 175/18v
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0010175

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19541110_OGH0002_0010OB00850_5400000_001

Rechtssatz für 5Ob129/58 6Ob237/59 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009762

Geschäftszahl

5Ob129/58; 6Ob237/59; 5Ob122/61 (5Ob123/61); 5Ob190/63; 6Ob101/66; 5Ob136/66; 6Ob92/66; 8Ob170/68; 6Ob288/69; 7Ob195/72; 7Ob278/72; 7Ob11/74; 1Ob17/75; 6Ob253/74; 1Ob518/76; 1Ob665/77; 7Ob553/80; 8Ob565/78; 3Ob535/80; 1Ob502/82; 1Ob4/82; 1Ob506/82; 1Ob18/83; 2Ob510/83; 1Ob700/83; 1Ob661/84; 4Ob1524/87; 3Ob584/89 (3Ob585/89); 7Ob574/91; 1Ob48/91; 9Ob505/95; 4Ob511/95; 2Ob2267/96p; 1Ob512/96; 1Ob229/97a; 5Ob106/97t; 7Ob103/98t; 1Ob295/98h; 7Ob207/99p; 6Ob54/00k; 5Ob70/04m; 5Ob249/04k; 2Ob252/05f; 7Ob256/05f; 6Ob278/06k; 2Ob124/09p; 9Ob64/09s; 4Ob21/10g; 1Ob188/10v; 8Ob67/11b; 7Ob20/13m; 3Ob36/13k; 1Ob163/13x; 8Ob103/13z; 7Ob27/14t; 4Ob123/14p; 1Ob137/14z; 2Ob1/14g; 8Ob38/14t; 6Ob12/15f; 1Ob10/15z; 8Ob59/17k; 10Ob54/17i; 9Ob76/17t; 8Ob77/17g

Entscheidungsdatum

30.04.1958

Norm

ABGB §287
ABGB §288
ABGB §313
ABGB §480
ABGB §1460

Rechtssatz

Zum Erwerb des Besitzes eines Rechtes an einer Liegenschaft (als Voraussetzung der Ersitzung) ist nicht nur der Wille des Besitzers, ein Recht auszuüben, sondern außerdem erforderlich, dass die Leistung oder Duldung durch den Grundeigentümer erkennbar wie die Erfüllung einer Schuldigkeit geschieht, als hätte derjenige, dem geleistet wird oder dessen Handlungen geduldet werden, ein Recht darauf. Davon kann nicht gesprochen werden, wenn der Grundeigentümer die von ihm geduldeten Handlungen des den Besitz Behauptenden schon auf Grund einer übernommenen öffentlich rechtlichen Verpflichtung zur Gestattung des Gemeingebrauches dulden muss.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 129/58
    Entscheidungstext OGH 30.04.1958 5 Ob 129/58
    Veröff: SZ 31/71
  • 6 Ob 237/59
    Entscheidungstext OGH 02.10.1959 6 Ob 237/59
    nur: Zum Erwerb des Besitzes eines Rechtes an einer Liegenschaft (als Voraussetzung der Ersitzung) ist nicht nur der Wille des Besitzers, ein Recht auszuüben, sondern außerdem erforderlich, dass die Leistung oder Duldung durch den Grundeigentümer erkennbar wie die Erfüllung einer Schuldigkeit geschieht, als hätte derjenige, dem geleistet wird oder dessen Handlungen geduldet werden, ein Recht darauf. (T1)
    Beisatz: Ausübung des Rechtsbesitzes als Voraussetzung der Ersitzung einer Servitut. (T2)
  • 5 Ob 122/61
    Entscheidungstext OGH 19.04.1961 5 Ob 122/61
    Veröff: EvBl 1961/296 S 393
  • 5 Ob 190/63
    Entscheidungstext OGH 19.09.1963 5 Ob 190/63
  • 6 Ob 101/66
    Entscheidungstext OGH 04.05.1966 6 Ob 101/66
    Veröff: SZ 39/85 = ZVR 1967/46 S 47 = JBl 1967,88
  • 5 Ob 136/66
    Entscheidungstext OGH 12.05.1966 5 Ob 136/66
    Veröff: RZ 1966,165
  • 6 Ob 92/66
    Entscheidungstext OGH 21.04.1966 6 Ob 92/66
    Beisatz: Der Erwerb eines Privatrechtes durch Ersitzung an einem öffentlichen Weg setzt eine Benützung außerhalb des Rahmens des Gemeingebrauches voraus, dies auch dann, wenn die Ausübung in Unkenntnis der Verpflichtung des Grundeigentümers zur Duldung des Gemeingebrauches erfolgte. (T3)
    Veröff: JBl 1966,564 = ImmZ 1967,215
  • 8 Ob 170/68
    Entscheidungstext OGH 02.07.1968 8 Ob 170/68
    Veröff: SZ 41/86 = EvBl 1969/2 S 13 = JBl 1970,91
  • 6 Ob 288/69
    Entscheidungstext OGH 25.02.1970 6 Ob 288/69
  • 7 Ob 195/72
    Entscheidungstext OGH 06.09.1972 7 Ob 195/72
    Veröff: EvBl 1973/28 S 75
  • 7 Ob 278/72
    Entscheidungstext OGH 17.01.1973 7 Ob 278/72
    Beis wie T3 nur: Der Erwerb eines Privatrechtes durch Ersitzung an einem öffentlichen Weg setzt eine Benützung außerhalb des Rahmens des Gemeingebrauches voraus. (T4)
    Beisatz: Hier: Ersitzung eines Holzbringungsrechtes. (T5)
    Veröff: EvBl 1973/113 S 264
  • 7 Ob 11/74
    Entscheidungstext OGH 21.02.1974 7 Ob 11/74
    nur T1
  • 1 Ob 17/75
    Entscheidungstext OGH 19.02.1975 1 Ob 17/75
  • 6 Ob 253/74
    Entscheidungstext OGH 06.03.1975 6 Ob 253/74
    Beisatz: Es muss für den Eigentümer der dienstbaren Liegenschaft erkennbar sein, dass ein vom Gemeingebrauch verschiedenes Recht in Anspruch genommen wird. (T6)
  • 1 Ob 518/76
    Entscheidungstext OGH 25.02.1976 1 Ob 518/76
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 1 Ob 665/77
    Entscheidungstext OGH 12.12.1977 1 Ob 665/77
    Beis wie T6; Veröff: MietSlg 29014
  • 7 Ob 553/80
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 7 Ob 553/80
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 565/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 565/78
    Beis wie T6
  • 3 Ob 535/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 535/80
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Duldung ohne je ein Entgelt zu verlangen oder die Benützung von einer jeweils zu erteilenden Erlaubnis abhängig zu machen. (T7)
  • 1 Ob 502/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 502/82
    Auch; Veröff: SZ 55/19
  • 1 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 4/82
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 55/30
  • 1 Ob 506/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 506/82
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Handlungen müssen in ihrer Gesamtheit als eine Besitzausübung gewertet werden können. (T8)
    Veröff: SZ 39/77
  • 1 Ob 18/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 18/83
    nur T1; Veröff: SZ 56/11 = NZ 1985,206
  • 2 Ob 510/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 510/83
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Holzablagerung auf öffentlichem Gut. (T9)
  • 1 Ob 700/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 700/83
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
    Veröff: SZ 56/184
  • 1 Ob 661/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 661/84
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 1524/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 1524/87
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Wohnrecht. (T10)
  • 3 Ob 584/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1990 3 Ob 584/89
    Beis wie T4; Beis wie T6
  • 7 Ob 574/91
    Entscheidungstext OGH 26.09.1991 7 Ob 574/91
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 48/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 48/91
    Vgl auch; nur T1
  • 9 Ob 505/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 9 Ob 505/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 4 Ob 511/95
    Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 511/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 2 Ob 2267/96p
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 2267/96p
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Besitzausübung muss so beschaffen sein, dass derjenige, in dessen Besitz eingegriffen wird, die Ausübung eines bestimmten Rechtes erkennen kann. (T11)
    Veröff: SZ 69/180
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 229/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 229/97a
    Auch
  • 5 Ob 106/97t
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 106/97t
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 7 Ob 103/98t
    Entscheidungstext OGH 13.07.1998 7 Ob 103/98t
    Auch; nur T1; Beisatz: Dies ist beim "Sichanlehnen eines Hauses an das andere" schon allein begrifflich nicht vorstellbar. (T12)
  • 1 Ob 295/98h
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 295/98h
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 207/99p
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 207/99p
    Auch; nur: Zum Erwerb des Besitzes eines Rechtes an einer Liegenschaft (als Voraussetzung der Ersitzung) ist nicht nur der Wille des Besitzers, ein Recht auszuüben, sondern außerdem erforderlich, dass die Leistung oder Duldung durch den Grundeigentümer erkennbar wie die Erfüllung einer Schuldigkeit geschieht. (T13)
    Beis wie T4; Beis wie T11
  • 6 Ob 54/00k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 6 Ob 54/00k
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Öffentliche Wege. (T14)
    Beisatz: Deckt sich Art und Umfang der eindeutig dem klaren Interesse des Klägers dienenden Wegenutzung mit jener Benutzung, die auch ein nach Privatrecht Berechtigter an den Tag legen würde, ist im Zweifel anzunehmen, dass der Benutzer seine Interessen durch Inanspruchnahme eines Privatrechts befriedigen wollte und sich seine Vorgangsweise gegen jeden richtet, der über den Grund verfügen kann und dem die Eingriffe in sein Recht erkennbar sind. Es wäre daher Sache des Ersitzungsgegners, den (unwahrscheinlichen) ausschließlichen Willen zur Ausübung des Gemeingebrauches als eines öffentlichen Rechts und das Fehlen eines privatrechtlichen Besitzwillens zu beweisen. (T15)
  • 5 Ob 70/04m
    Entscheidungstext OGH 16.04.2004 5 Ob 70/04m
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Die objektive Erkennbarkeit einer den Gemeingebrauch überschreitenden nachhaltigen Sondernutzung reicht aus. (T16)
    Veröff: SZ 2004/55
  • 5 Ob 249/04k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2004 5 Ob 249/04k
    Vgl auch; Beisatz: Die Inanspruchnahme des Gemeingebrauches oder einer jedermann unter bestimmten Voraussetzungen möglichen örtlichen Übung stellt keine Besitzausübung dar. (T17)
    Beisatz: Hier: Wenn ein Miteigentümer (wie auch andere Miteigentümer) sein Fahrrad in einem Raum in der Annahme abstellt, es handle sich dabei um den allen Wohnungseigentümern zur Verfügung stehenden Fahrradabstellraum, hat er keinen Besitzwillen auf ein Recht an einer fremden Sache. Das bloße Mitbenützungsrecht des Wohnungseigentümers an allgemeinen Teilen der Liegenschaft kann nicht zum Inhalt einer Dienstbarkeit gemacht werden. (T18)
  • 2 Ob 252/05f
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 2 Ob 252/05f
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Das bloße Setzen von Flugbewegungen und das Hinnehmen dieser Flugbewegungen durch die Anrainer ist aber unzureichend. (T19)
  • 7 Ob 256/05f
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 256/05f
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 278/06k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 278/06k
    Vgl; Beisatz: Hier: Dienstbarkeit gem § 476 Z 10 ABGB (Recht auf Licht und Luft). (T20)
  • 2 Ob 124/09p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 124/09p
    Vgl auch; nur T1; Vgl Beis wie T11
  • 9 Ob 64/09s
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 64/09s
    Auch
  • 4 Ob 21/10g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 21/10g
  • 1 Ob 188/10v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 188/10v
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 67/11b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 67/11b
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T16
  • 7 Ob 20/13m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 20/13m
    Auch
  • 3 Ob 36/13k
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 36/13k
    Auch; nur T1; Beis wie T17
  • 1 Ob 163/13x
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 163/13x
    Auch; Beis wie T17
  • 8 Ob 103/13z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 103/13z
    Vgl
  • 7 Ob 27/14t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 27/14t
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 123/14p
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 123/14p
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 1 Ob 137/14z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 137/14z
    nur T1; Beis wie T11; Beis wie T17; Beisatz: Die Jagdausübung ist keine taugliche Besitzergreifungshandlung; dies auch dann nicht, wenn die Flächen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können. (T21)
  • 2 Ob 1/14g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 2 Ob 1/14g
    Vgl auch; Beisatz: Auch ein im Umfang des Gemeingebrauchs bereits enthaltenes Recht kann ersessen werden, wenn die Benützung mit dem Willen verknüpft ist, damit ein vom Recht der Allgemeinheit losgelöstes Recht in Anspruch zu nehmen und für den Ersitzungsgegner erkennbar ist, dass ein vom Gemeingebrauch unabhängiges Recht in Anspruch genommen wird. (T22)
    Veröff: SZ 2014/131
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Auch; nur: Die Duldung durch den Grundeigentümer muss wie die Erfüllung einer Schuldigkeit geschehen. (T23)
    Beisatz: War die behauptete Reallast gleichzeitig Inhalt einer anderen Verpflichtung des angeblich Belasteten, muss zudem klargestellt sein, welche der konkurrierenden Verpflichtungen dieser erfüllen wollte. (T24)
  • 6 Ob 12/15f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2015 6 Ob 12/15f
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T16
  • 1 Ob 10/15z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 10/15z
    Auch; Beis wie T17
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Vgl auch; Beisatz: Wenn etwa der Ausübende eines Gebrauchsrechts den Liegenschaftseigentümer um Erlaubnis fragt, einen Weg benützen zu dürfen, kann weder eine schlüssige Vereinbarung eines Wegerechts noch die Ersitzung eines solchen Rechts angenommen werden. (T25)
  • 10 Ob 54/17i
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 54/17i
    Auch; Beis wie T11; nur T23
  • 9 Ob 76/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 76/17t
    nur T1
  • 8 Ob 77/17g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 77/17g
    nur T1; Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0009762

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19580430_OGH0002_0050OB00129_5800000_001

Rechtssatz für 4Ob528/78 4Ob102/10v 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011577

Geschäftszahl

4Ob528/78; 4Ob102/10v; 5Ob211/11g; 9Ob64/15z; 8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

06.06.1978

Norm

ABGB §477
ABGB §492
sbg EinforstungsrechteG §1 Abs1 Z3
WWSGG §1 Abs1 Z3

Rechtssatz

Eine Servitut der Holzbringung im Wege des Durchtriebes von Holz über fremden Grund ist zwar eine Feldservitut iS des § 477 ABGB gehört aber nicht zu den Wegedienstbarkeiten, zumal deren in den § 492 f ABGB vorgenommene inhaltliche Bestimmung einer ausdehnenden Auslegung Grenzen setzt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 528/78
    Entscheidungstext OGH 06.06.1978 4 Ob 528/78
    SZ 51/77
  • 4 Ob 102/10v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 102/10v
    Auch; Beisatz: Holzbringungsrechte sind nur dann Wegerechte im Sinn der Ausnahme zu § 1 Abs 1 Z 3 WWSGG (§ 1 Abs 1 Z 3 sbg EinforstungsrechteG) sind, wenn sie sich auf bestimmte Trassen beziehen. Räumlich nicht näher bestimmte Bringungsrechte sind demgegenüber Nutzungsrechte im Sinn dieser Gesetze. Das gilt auch dann, wenn diese Rechte die räumlich ebenfalls nicht weiter beschränkte Befugnis enthalten, Anlagen für den Holztransport zu errichten. (T1); Veröff: SZ 2010/83
  • 5 Ob 211/11g
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 211/11g
    Vgl; Vgl Beis wie T1
  • 9 Ob 64/15z
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 Ob 64/15z
    Auch; Beisatz wie T1 nur: Holzbringungsrechte sind nur dann Wegerechte im Sinn der Ausnahme zu § 1 Abs 1 Z 3 WWSGG (§ 1 Abs 1 Z 3 Sbg EinforstungsrechteG), wenn sie sich auf bestimmte Trassen beziehen. Räumlich nicht näher bestimmte Bringungsrechte sind demgegenüber Nutzungsrechte im Sinn dieser Gesetze. (T2)
    Beisatz: Das von den Nutzungsrechten iSd agrarrechtlichen Bestimmungen ausgenommene Wegerecht umfasst auch das Recht zum Viehtrieb. (T3)
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Auch; Beisatz: Ein allgemeines Holzbringungsrecht ist kein individuelles Wegerecht. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0011577

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19780606_OGH0002_0040OB00528_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob528/78 1Ob622/95 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011745

Geschäftszahl

4Ob528/78; 1Ob622/95; 8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

06.06.1978

Norm

ABGB §492

Rechtssatz

Das Wegerecht setzt einen gebahnten, also einen infolge seiner Anlegung oder wenigstens seiner ständigen Benützung als solchen erkennbaren Weg nicht voraus, sodaß also etwa ein Wald oder eine Wiese in Ausübung des Fußsteigrechtes im Rahmen der darüber getroffenen Vereinbarung oder des ersessenen Rechtes auch ohne einen solchen erkennbaren Weg unter Beachtung einer etwa vorhandenen Kultur und deren Nutzung durchquert werden darf.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 528/78
    Entscheidungstext OGH 06.06.1978 4 Ob 528/78
    SZ 51/77
  • 1 Ob 622/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
    nur: Das Wegerecht setzt einen gebahnten, also einen infolge seiner Anlegung oder wenigstens seiner ständigen Benützung als solchen erkennbaren Weg nicht voraus. (T1)
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Auch; nur T1; Beisatz: ...aber doch einen bestimmten vereinbarten oder ersessenen Weg. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0011745

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19780606_OGH0002_0040OB00528_7800000_003

Rechtssatz für 4Ob528/78 6Ob645/87 (6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0038271

Geschäftszahl

4Ob528/78; 6Ob645/87 (6Ob646/87); 3Ob588/87; 8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

06.06.1978

Norm

ABGB §477
ServPat §43
Tir Wald- und WeideservitutenG LGBlTir 1952/21 §2

Rechtssatz

Holzbringungsrechte (hier: Durchtreiben von Holz auf Riese) sind keine Wegerechte und können auch nicht analog zu dieser vom Ersitzungsverbot des § 43 ServPat ausgenommen werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 528/78
    Entscheidungstext OGH 06.06.1978 4 Ob 528/78
    Veröff: SZ 51/77
  • 6 Ob 645/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 645/87
    Vgl; Veröff: SZ 60/205
  • 3 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 588/87
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Auch; Beisatz: Ein allgemeines Holzbringungsrecht ist kein individuelles Wegerecht. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0038271

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19780606_OGH0002_0040OB00528_7800000_004

Rechtssatz für 1Ob502/82 1Ob4/82 1Ob50...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010135

Geschäftszahl

1Ob502/82; 1Ob4/82; 1Ob506/82; 7Ob1650/93; 7Ob637/94; 9Ob2020/96s; 5Ob106/97t; 9Ob406/97i; 6Ob54/00k; 7Ob269/00k; 6Ob255/00v; 5Ob249/04k; 9Ob92/06d; 1Ob33/09y; 6Ob85/10h; 3Ob36/13k; 4Ob123/14p; 1Ob115/14i; 1Ob137/14z; 8Ob38/14t; 1Ob181/14w; 10Ob14/15d; 8Ob59/17k; 7Ob149/17p; 2Ob7/17v; 8Ob101/17m; 10Ob54/17i; 9Ob51/17s; 9Ob76/17t

Entscheidungsdatum

17.02.1982

Norm

ABGB §313
ABGB §1460

Rechtssatz

Die Besitzausübung muss beim Rechtsbesitz so beschaffen sein, dass derjenige, in dessen Besitz eingegriffen wird, erkennen kann, dass ein individuelles Recht ausgeübt wird. In welchem Umfang erworben wird, hängt davon ab, welches Recht der eine Teil ausüben und der andere dulden wollte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 502/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 502/82
    Veröff: SZ 55/19
  • 1 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 4/82
    Veröff: SZ 55/30
  • 1 Ob 506/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 506/82
    Auch; nur: Die Besitzausübung muss beim Rechtsbesitz so beschaffen sein, dass derjenige, in dessen Besitz eingegriffen wird, erkennen kann, dass ein individuelles Recht ausgeübt wird. (T1); Beisatz: Und nicht eine bloß sich aus dem gutnachbarlichen Verhältnis ergebende Gestattung in Anspruch genommen wird. (T2)
  • 7 Ob 1650/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 7 Ob 1650/93
  • 7 Ob 637/94
    Entscheidungstext OGH 18.01.1995 7 Ob 637/94
    nur T1; Beisatz: Auf die positive Kenntnis des Eigentümers der belasteten Sache kommt es nicht an. (T3)
  • 9 Ob 2020/96s
    Entscheidungstext OGH 16.10.1996 9 Ob 2020/96s
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 106/97t
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 106/97t
    nur T1
  • 9 Ob 406/97i
    Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 Ob 406/97i
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Es kommt sohin nur auf die objektive Erkennbarkeit der Rechtsausübung durch denjenigen, in dessen Recht eingegriffen wird, aber nicht auf die subjektive Kenntnis des Eigentümers der belasteten Sache an. (T4)
  • 6 Ob 54/00k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 6 Ob 54/00k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: War den Beklagten bekannt, dass der Kläger auf die Nutzung der öffentlichen Wege zur Bewirtschaftung seines Gutes angewiesen ist und diese zu den angeführten Zwecken auch ununterbrochen in einer über den Gemeingebrauch hinausgehenden Art und Weise befahrt und bereitet. (T5)
  • 7 Ob 269/00k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 269/00k
    Auch
  • 6 Ob 255/00v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 255/00v
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: SZ 74/57
  • 5 Ob 249/04k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2004 5 Ob 249/04k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das bloße Mitbenützungsrecht des Wohnungseigentümers an allgemeinen Teilen der Liegenschaft kann nicht zum Inhalt einer Dienstbarkeit gemacht werden. (T6)
  • 9 Ob 92/06d
    Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 Ob 92/06d
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 33/09y
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 33/09y
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 6 Ob 85/10h
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 85/10h
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 36/13k
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 36/13k
  • 4 Ob 123/14p
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 123/14p
    Auch
  • 1 Ob 115/14i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 115/14i
    Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Begründung einer Dienstbarkeit (Feldservitut) durch Ersitzung. (T7)
  • 1 Ob 137/14z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 137/14z
    Vgl auch; nur T1
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Auch; nur T1; Beisatz: Für den Ersitzungsgegner muss jedenfalls erkennbar sein, welches individuelle Recht konkret in Anspruch genommen wird. (T8)
  • 1 Ob 181/14w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 181/14w
    Vgl auch
  • 10 Ob 14/15d
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 14/15d
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Auch; nur T1; Beisatz: Die bloße Ausübung des Gemeingebrauchs oder einer jedermann offenstehenden örtlichen Übung genügt für eine Ersitzung nicht. (T9)
  • 7 Ob 149/17p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 149/17p
    Vgl auch
  • 2 Ob 7/17v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 7/17v
    Beis wie T3; Beis wie T9
  • 8 Ob 101/17m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 101/17m
    Vgl; Beisatz: Das Publizitätserfordernis bezieht sich auf die Ersitzung einer Dienstbarkeit, also auf deren Begründung, nicht aber auf die Ausübung einer bestehenden Servitut. (T10)
  • 10 Ob 54/17i
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 54/17i
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 9 Ob 51/17s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 Ob 51/17s
  • 9 Ob 76/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 76/17t
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0010135

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19820217_OGH0002_0010OB00502_8200000_002

Rechtssatz für 7Ob637/94 4Ob515/95 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033018

Geschäftszahl

7Ob637/94; 4Ob515/95; 2Ob2267/96p; 7Ob2433/96m; 5Ob106/97t; 1Ob33/09y; 6Ob85/10h; 7Ob20/13m; 8Ob70/14y; 4Ob123/14p; 2Ob1/14g; 2Ob171/14g; 3Ob232/16p; 8Ob59/17k; 9Ob76/17t; 1Ob49/18i; 4Ob56/18s; 5Ob127/18i

Entscheidungsdatum

18.01.1995

Norm

ABGB §313
ABGB §1460

Rechtssatz

Für die Ersitzung eines Rechts an einer fremden Sache, insbesondere einer Wegeservitut, ist grundsätzlich die Ausübung des Rechts im wesentlichen gleichbleibend zu bestimmten Zwecken in bestimmtem Umfang erforderlich. Notwendig ist dafür eine solche für den Eigentümer des belasteten Gutes erkennbare Rechtsausübung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 637/94
    Entscheidungstext OGH 18.01.1995 7 Ob 637/94
  • 4 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 515/95
    Auch
  • 2 Ob 2267/96p
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 2267/96p
    Auch; Veröff: SZ 69/180
  • 7 Ob 2433/96m
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2433/96m
  • 5 Ob 106/97t
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 106/97t
    Vgl auch
  • 1 Ob 33/09y
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 33/09y
    Auch; Beisatz: Auf die positive Kenntnis des Eigentümers der belasteten Sache kommt es dagegen nicht an. (T1)
  • 6 Ob 85/10h
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 85/10h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 20/13m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 20/13m
  • 8 Ob 70/14y
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 70/14y
  • 4 Ob 123/14p
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 123/14p
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 1/14g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 2 Ob 1/14g
    Auch; Beis wie T1; nur: Notwendig ist dafür eine solche für den Eigentümer des belasteten Gutes erkennbare Rechtsausübung. (T2)
    Veröff: SZ 2014/131
  • 2 Ob 171/14g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 171/14g
    Beis wie T1
  • 3 Ob 232/16p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 232/16p
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
  • 9 Ob 76/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 76/17t
    Auch
  • 1 Ob 49/18i
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 1 Ob 49/18i
  • 4 Ob 56/18s
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 56/18s
  • 5 Ob 127/18i
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 127/18i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0033018

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19950118_OGH0002_0070OB00637_9400000_001

Rechtssatz für 7Ob239/04d 9Ob18/08z 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119746

Geschäftszahl

7Ob239/04d; 9Ob18/08z; 4Ob51/15a; 8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

16.02.2005

Norm

Geo §169

Rechtssatz

Wird eine Urkunde (hier: Plan) als integrierender Bestandteil eines Urteils aufgenommen, so ist in dem Urteil alles festgestellt, was sich aus dem Plan ergibt und Gegenstand des Verfahrens war.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Vgl auch; Beisatz: Die Beschreibung von Wegerechten durch Bezugnahme auf einen Lage oder Vermessungsplan oder auf eine Skizze, die zum Gegenstand des Urteilsspruchs gemacht werden, ist zulässig. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119746

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2017

Dokumentnummer

JJR_20050216_OGH0002_0070OB00239_04D0000_001

Entscheidungstext 8Ob59/17k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

29.06.2017

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Spenling als Vorsitzenden, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner, den Hofrat Dr. Brenn und die Hofrätinnen Mag. Korn und Dr. Weixelbraun-Mohr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1) R***** R*****, und 2) H***** R*****, ebendort, beide vertreten durch Dr. Kurt Kozak, Rechtsanwalt in Salzburg, gegen die beklagte Partei W***** S*****, vertreten durch Dr. Wolfgang Lang, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen 3.000 EUR sA und Unterlassung, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Berufungsgericht vom 29. März 2017, GZ 22 R 94/17b-139, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

1. Die behauptete Nichtigkeit und die geltend gemachten Verfahrensmängel liegen – wie der Oberste Gerichtshof geprüft hat – nicht vor. Der Urteilsspruch erstreckt sich nur auf Wegflächen, die sich auf dem belasteten Wiesengrundstück der Kläger befinden. Selbst die behauptete Ersitzung des Eigentumsrechts an einem Teil dieses Grundstücks durch den Beklagten, was in einem anderen Verfahren geprüft wird, hätte auf die Formulierung des Urteilsspruchs aus Sicht des Beklagten keine Auswirkung.

Die Beweiswürdigung der Tatsacheninstanzen kann vor dem Obersten Gerichtshof nicht mehr angegriffen werden (RIS-Justiz RS0069246). Daran ändert sich auch nichts, wenn die Tatsachenrüge unter dem Titel „sekundäre Feststellungsmängel“ wiederholt wird. Auch die sonst geltend gemachten sekundären Feststellungsmängel liegen nicht vor. Ob es zugunsten des Beklagten Wegerechte über andere Grundstücke gibt oder nicht, ist für das vorliegende Verfahren unerheblich. Die Kostenentscheidung kann vor dem Obersten Gerichtshof ebenfalls nicht bekämpft werden.

2.1 Der Beklagte stützt sich zum einen auf die im Grundbuch eingetragene Grunddienstbarkeit des Fahrrechts aufgrund des Kaufvertrags vom 16. Februar 1846. Darüber hinaus behauptet er die Ersitzung von drei weiteren Zufahrtsstellen auf dem Wiesengrundstück der Kläger zu seinen Waldgrundstücken. Dazu hat er vorgebracht, dass die Dienstbarkeit über die gesamte Länge des Grundstücks der Kläger ausgeübt werde.

Die Vorinstanzen haben die Ersitzung zusätzlicher Nutzungsrechte an Zufahrtswegen verneint. Diese Beurteilung erweist sich als nicht korrekturbedürftig.

2.2 Für die Ersitzung einer Wegeservitut an einer fremden Sache ist die – dem Eigentümer der belasteten Liegenschaft erkennbare – Ausübung des Dienstbarkeitsrechts im Wesentlichen gleichbleibend zu bestimmten Zwecken in bestimmtem Umfang erforderlich (RIS-Justiz RS0033018). Die bloße Ausübung des Gemeingebrauchs oder einer jedermann offenstehenden örtlichen Übung genügt für eine Ersitzung nicht. Der Eigentümer der belasteten Liegenschaft muss daher aus der Art der Benützungshandlung erkennen können, dass damit ein individuelles Recht ausgeübt wird (RIS-Justiz RS0010135; 10 Ob 14/15d). Die Ausübung des Nutzungsrechts muss während der gesamten Ersitzungszeit redlich und echt sein (3 Ob 54/16m). Wenn etwa der Ausübende eines Gebrauchsrechts den Liegenschafts-eigentümer um Erlaubnis fragt, einen Weg benützen zu dürfen, kann weder eine schlüssige Vereinbarung eines Wegerechts noch die Ersitzung eines solchen Rechts angenommen werden (vgl 3 Ob 145/12p; auch 4 Ob 123/14p).

Im Anlassfall war eine ausdehnende Rechtsausübung durch den Beklagten in Bezug auf das gesamte in Rede stehende Wiesengrundstück der Kläger für diese nicht erkennbar. Außerdem hat der Vater des Beklagten immer um Erlaubnis gefragt, bevor er Holz über das Grundstück der Kläger transportierte.

3.1 Der Beklagte vertritt weiters den Standpunkt, dass die Vorinstanzen durch die Festlegung von bestimmten Trassen für die Holzbringung gegen die Judikatur verstoßen hätten, wonach sich die Trassen der Bringung nicht nach einer in der Natur bereits vorgegebenen Bahn, sondern vornehmlich nach dem Ort der Schlägerung richten würden.

3.2 Sollte der Beklagte damit die vom Urteilsspruch erfassten Zufahrtswege 1 und 2 meinen, so gilt Folgendes: Der Zufahrtsweg 1 wurde von den Klägern von vornherein aus ihrem Klagebegehren ausgeklammert, weil sie diesen Zufahrtsweg dem Beklagten zugestehen. Beim Zufahrtsweg 2 handelt es sich um die planliche Darstellung des im Grundbuch eingetragenen Fahrrechts.

Sollte sich der Beklagte mit seinen Überlegungen auf weitere Flächen auf dem Wiesengrundstück der Kläger beziehen, so betreffen diese Flächen die behauptete, in Wirklichkeit aber nicht erfolgte Ersitzung zusätzlicher Wegerechte. Bei den Ausführungen des Berufungsgerichts, wonach Holzbringungsrechte nur dann als individuelle Wegerechte anzusehen seien, wenn sie sich auf bestimmte Trassen beziehen würden, während räumlich nicht näher bestimmte Bringungsrechte nur Nutzungsrechte im Sinn der öffentlich-rechtlichen (Sonder-)Vorschriften seien (vgl RIS-Justiz RS0011577; RS0011578; 9 Ob 64/15z), handelt es sich lediglich um eine Hilfsbegründung.

Davon abgesehen unterscheidet die vom Beklagten zitierte Entscheidung 4 Ob 528/78 gerade zwischen einem individuellen Wegerecht einerseits und dem allgemeinen Holzbringungsrecht nach § 66 Abs 1 ForstG andererseits. Demnach setzt das Wegerecht nicht unbedingt einen gebahnten und als solchen erkennbaren Weg, aber doch einen ganz bestimmten vereinbarten oder ersessenen Weg voraus. Demgegenüber ist die allgemeine Holzbringung durch „Abtrieb des Holzes über fremden Grund“ ihrem Wesen nach nicht auf einen bestimmten, räumlich begrenzten Weg beschränkt. Ein allgemeines Holzbringungsrecht ist somit gerade kein individuelles Wegerecht.

4.1 Der Beklagte führt zudem noch aus, dass für die von ihm behauptete Ersitzung weiterer Wegerechte die Grundstücksgrenze des dienenden Grundstücks genau geklärt sein müsse.

Diese Argumentation scheitert schon daran, dass die Voraussetzungen für die Ersitzung zusätzlicher Wegerechte nicht gegeben sind. Davon abgesehen ist unzweifelhaft, dass die vom klagsstattgebenden Urteilsspruch erfassten Zufahrtswege 1 und 2 über das in Rede stehende Wiesengrundstück der Kläger verlaufen.

4.2 Sollten die Ausführungen des Beklagten auch allgemein dahin zu verstehen sein, dass der Urteilstenor nicht klar erkennen lasse, in welchen Bereichen die festgestellten Zufahrtswege verlaufen, so gilt Folgendes: Das Erstgericht hat den Plan mit der Bezeichnung „Aufnahme 1“ als integrierenden Bestandteil zum Gegenstand des Urteilsspruchs erklärt und auf die darin in unterschiedlichen Farben dargestellten Zufahrtswege 1 und 2 Bezug genommen. Dadurch ist der Verlauf der vom Urteilsspruch erfassten Zufahrtswege ausreichend bestimmt. Die Beschreibung von Wegerechten durch Bezugnahme auf einen Lage- oder Vermessungsplan oder auf eine Skizze, die zum Gegenstand des Urteilsspruchs gemacht werden, ist nach der Rechtsprechung zulässig (vgl 7 Ob 228/13z).

5. Insgesamt gelingt es dem Beklagten nicht, mit seinen Ausführungen eine erhebliche Rechtsfrage aufzuzeigen. Die außerordentliche Revision war daher zurückzuweisen.

Textnummer

E118827

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:0080OB00059.17K.0629.000

Im RIS seit

01.08.2017

Zuletzt aktualisiert am

19.09.2017

Dokumentnummer

JJT_20170629_OGH0002_0080OB00059_17K0000_000