Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob535/77 7Ob535/78 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006607

Geschäftszahl

5Ob535/77; 7Ob535/78; 7Ob766/79; 1Ob595/81; 1Ob782/82; 3Ob556/86; 8Ob509/86; 9Ob710/91; 6Ob279/98t; 2Ob315/02s; 3Ob218/03k; 6Ob22/08s; 6Ob196/09f; 7Ob195/09s; 1Ob108/10d; 8Ob22/13p; 2Ob104/17h

Entscheidungsdatum

19.04.1977

Norm

ABGB §692
AußStrG §2 Abs2 Z7 H2
AußStrG §178
AußStrG 2005 §182 Abs3
WEG 2002 §14 Abs1 Z1

Rechtssatz

Die Erteilung einer Bestätigung nach § 178 AußStrG ist von der Zustimmung der Erben unabhängig, doch müssen diese vorher gehört werden. Sie können allenfalls Sicherstellung verlangen und es besteht auch die Möglichkeit der Verweisung des Legatars auf den Rechtsweg, wenn die Erben die Gefahr der Unzulänglichkeit des Nachlasses ernstlich behaupten, wenn auch nicht gerade bescheinigen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 535/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 5 Ob 535/77
    Veröff: SZ 50/56 = NZ 1979,27 = JBl 1979,200
  • 7 Ob 535/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 7 Ob 535/78
  • 7 Ob 766/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 7 Ob 766/79
    nur: Die Erteilung einer Bestätigung nach § 178 AußStrG ist von der Zustimmung der Erben unabhängig. (T1)
    Beisatz: Keine Zustimmung der Miterben bei Vorausvermächtnis. (T2)
  • 1 Ob 595/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 595/81
    nur T1
  • 1 Ob 782/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 782/82
  • 3 Ob 556/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 3 Ob 556/86
    Beisatz: Hier: Verlassenschaftskurator (T3)
  • 8 Ob 509/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 509/86
    nur T1; Beisatz: Die Amtsbestätigung kann auch gegen den Willen der Erben ausgestellt werden. (T4)
  • 9 Ob 710/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 9 Ob 710/91
    Vgl auch; Beisatz: Durch die Vorschrift des § 178 AußStrG wird die Stellung des Legatars im Falle des Vermächtnisses einer unbeweglichen Sache der eines dinglich Berechtigten weitgehend angenähert. (T5)
    Veröff: SZ 64/111 = NZ 1992,294
  • 6 Ob 279/98t
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 6 Ob 279/98t
  • 2 Ob 315/02s
    Entscheidungstext OGH 16.01.2003 2 Ob 315/02s
    Vgl auch
  • 3 Ob 218/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 218/03k
    Auch
  • 6 Ob 22/08s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 22/08s
    Vgl aber; Beisatz: Vgl nunmehr die Regelung des § 182 Abs 3 AußStrG, der die ausdrückliche Zustimmung der Erben verlangt. (T6)
    Bem: Siehe auch RS0008377. (T7)
  • 6 Ob 196/09f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 196/09f
    Vgl aber; Beis wie T6; Beisatz: Ihr Zweck besteht offensichtlich darin, dass nur unstrittige Vermächtnisse ins Grundbuch bzw ins Firmenbuch eingetragen werden sollen. (T8)
  • 7 Ob 195/09s
    Entscheidungstext OGH 18.11.2009 7 Ob 195/09s
    Auch; Beisatz: noch zu aF - vgl dagegen T6. (T9)
  • 1 Ob 108/10d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 108/10d
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 8 Ob 22/13p
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 22/13p
    Vgl; nur T1; Beisatz: Weder für den Zuwachs nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG 2002 noch für die Ausstellung einer Amtsbestätigung darüber (§182 Abs 3 AußStrG 2005) ist die Zustimmung der Erben erforderlich. (T10)
    Bem: Siehe auch RS0128692. (T11)
  • 2 Ob 104/17h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
    Vgl aber; Beis wie T6; Beisatz: Streitigkeiten über das Vorliegen eines Vermächtnisses oder einer Vereinbarung sind im Rechtsweg auszutragen. (T12); Veröff: SZ 2017/72

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0006607

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19770419_OGH0002_0050OB00535_7700000_001

Rechtssatz für 5Ob86/91 6Ob54/03i 2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0076656

Geschäftszahl

5Ob86/91; 6Ob54/03i; 2Ob104/17h

Entscheidungsdatum

08.10.1991

Norm

IPRG §28
IPRG §35
WEG §10
WEG 2002 §14

Rechtssatz

Für die Vererbung von Ehegattenwohnungseigentum an inländischen Objekten gelten im Wege der "Sonderanknüpfung" für Eingriffsnormen die Vorschriften des österreichischen Wohnungseigentumsrechts unabhängig vom Erbstatut.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 86/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 5 Ob 86/91
    Veröff: WoBl 1993,36 (Call)
  • 6 Ob 54/03i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 54/03i
    Auch; Veröff: SZ 2003/44
  • 2 Ob 104/17h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
    Vgl auch; Beisatz: § 14 WEG war jedenfalls nach der Rechtslage vor Inkrafttreten der EuErbVO eine unabhängig vom Erbstatut anzuwendende Eingriffsnorm. (T1); Veröff: SZ 2017/72

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0076656

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19911008_OGH0002_0050OB00086_9100000_004

Rechtssatz für 5Ob158/92 5Ob247/97b 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082946

Geschäftszahl

5Ob158/92; 5Ob247/97b; 5Ob65/06d; 5Ob45/06p; 5Ob97/11t; 8Ob87/11v; 2Ob104/17h; 5Ob115/18z; 2Ob225/18d

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

AußStrG §183 Abs3
GBG §53 Abs1
WEG 1975 §10
WEG 1975 §10 Abs1 Z2
WEG 1975 §10 Abs1 Z4
WEG 1975 §10 Abs1 Z5
WEG 2002 §14 Abs1
WEG 2002 §14 Abs1 Z2

Rechtssatz

Der als Vindikationslegat konstruierte Erwerb kraft Gesetzes durch Anwachsung bewirkt, dass dieser Anteil eben wegen dieses unmittelbaren Eigentumsüberganges nicht in die Verlassenschaftsmasse fällt. Allerdings tritt gemäß § 10 Abs 1 Z 2 WEG dieser Zuwachs nicht ein, wenn der überlebende Ehegatte vor dem Ablauf einer vom Verlassenschaftsgericht festzusetzenden angemessenen Frist entweder auf den Zuwachs verzichtet oder gemeinsam mit den Erben des Verstorbenen (unter Zustimmung allfälliger Pflichtteilsberechtigter) eine Vereinbarung betreffend den Übergang des Mindestanteiles schließt. Während der offenen Frist ist der überlebende Ehegatte gemäß § 10 Abs 1 Z 4 WEG hinsichtlich des gesamten Anteils einem Erben gleichgestellt, dem die Besorgung und Benützung des Nachlasses überlassen worden ist. Durch die Bestimmung des § 10 Abs 1 Z 2 WEG ist daher der Übergang des halben Mindestanteils des verstorbenen Ehegatten ins Eigentum des überlebenden Ehegatten ein auflösend bedingter. Dieser Schwebezustand dauert an, solange die Frist nicht gesetzt wurde. Solange aber der Schwebezustand andauert, kann die Ausstellung einer Amtsbestätigung nach § 10 Abs 1 Z 5 WEG nicht erfolgen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 158/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 5 Ob 158/92
    Veröff: SZ 65/158 = NZ 1993,81
  • 5 Ob 247/97b
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 5 Ob 247/97b
    nur: Der als Vindikationslegat konstruierte Erwerb kraft Gesetzes durch Anwachsung bewirkt, dass dieser Anteil eben wegen dieses unmittelbaren Eigentumsüberganges nicht in die Verlassenschaftsmasse fällt. (T1)
  • 5 Ob 65/06d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 65/06d
    Auch; nur T1; Beisatz: Eines besonderen Erwerbungsaktes bedarf es nicht. Der Verbücherung kommt nur deklarative Bedeutung zu. (T2)
  • 5 Ob 45/06p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 45/06p
    nur T1; Beisatz: Eine Vereinbarung des überlebenden Ehegatten mit den Erben geht den Anwachsungsbestimmungen aber vor. (T3)
  • 5 Ob 97/11t
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 97/11t
    Vgl; Beisatz: Es ist daher grundsätzlich sachlich gerechtfertigt, dem überlebenden Eigentumspartner, dem der halbe Mindestanteil zuwächst, als außerbücherlichem Eigentümer gleich einem rechtskräftig eingeantworteten Erben die Legitimation zur Erwirkung einer Anmerkung nach § 53 Abs 1 GBG zuzubilligen. (T4)
    Beisatz: Hier: Fehlende Amtsbestätigung nach § 183 Abs 3 AußStrG hinsichtlich § 14 Abs 1 Z 5 WEG. (T5)
    Veröff: SZ 2011/89
  • 8 Ob 87/11v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 Ob 87/11v
    Auch
  • 2 Ob 104/17h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
    Vgl; Beisatz: Der Erwerb nach § 14 Abs 1 Z 1 WEG tritt ex lege ein, er steht aber unter der auflösenden Bedingung eines innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist erklärten Verzichts oder einer innerhalb dieser Frist geschlossenen Vereinbarung. (T6); Veröff: SZ 2017/72
  • 5 Ob 115/18z
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 115/18z
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 225/18d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 225/18d
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Schwebezustand infolge fehlender Fristsetzung nach § 14 Abs 2 Z 2 WEG 2002. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0082946

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0050OB00158_9200000_002

Rechtssatz für 3Ob205/02x 3Ob290/04z 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117089

Geschäftszahl

3Ob205/02x; 3Ob290/04z; 5Ob200/05f; 5Ob21/08m; 5Ob22/08s; 6Ob182/09i; 2Ob226/09p (2Ob227/09k, 2Ob228/09g); 1Ob108/10d; 2Ob104/17h

Entscheidungsdatum

23.10.2002

Norm

AußStrG §178
AußStrG 2005 §181 Abs3
AußStrG 2005 §182 Abs3

Rechtssatz

Die Amtsbestätigung nach § 178 AußStrG ist nicht nur Legataren, sondern auch denjenigen auszustellen, die Liegenschaften im Zusammenhang mit einer Abfindung von Erben oder Noterben im Rahmen eines Erbenübereinkommens oder Pflichtteilsübereinkommens erwerben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 205/02x
    Entscheidungstext OGH 23.10.2002 3 Ob 205/02x
  • 3 Ob 290/04z
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 290/04z
    Vgl auch; Beisatz: Die Amtsbestätigung soll demjenigen, der nicht wie der Erbe das Eigentumsrecht an der vermachten Sache schon mit dem Eintritt der Rechtskraft der Einantwortungsurkunde erwirbt, den Erwerb seines Eigentums durch Eintragung im Grundbuch ermöglichen. (T1)
  • 5 Ob 200/05f
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 200/05f
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Grundverkehrsbehördliche Erwägungen sind bei Ausstellen einer Amtsbestätigung nach § 178 AußStrG nicht anzustellen. (T2)
  • 5 Ob 21/08m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 21/08m
    Vgl; Beisatz: Die Ausstellung einer Bestätigung nach § 182 Abs 3 AußStrG nur auf Antrag der Erben kommt daher nicht in Betracht. (T3)
    Beis wie T1; Beisatz: Dieses Ziel kann im vorliegenden Fall nicht erreicht werden, weshalb die Ausstellung einer Amtsbestätigung verfehlt ist. (T4)
    Bem: Hier: § 182 Abs 3 AußStrG 2005. (T5)
  • 5 Ob 22/08s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 5 Ob 22/08s
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 182/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 6 Ob 182/09i
    Vgl; Bem: Hier: Erbteilungsvereinbarung nach § 181 Abs 3 AußStrG, Amtsbestätigung nach § 182 Abs 3 AußStrG. (T6)
  • 2 Ob 226/09p
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 226/09p
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 108/10d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 108/10d
    Vgl auch; Beis wie T1; Bem wie T5
  • 2 Ob 104/17h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
    Auch; Bem wie T5; Veröff: SZ 2017/72

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117089

Im RIS seit

22.11.2002

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20021023_OGH0002_0030OB00205_02X0000_001

Rechtssatz für 2Ob104/17h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0131521

Geschäftszahl

2Ob104/17h

Entscheidungsdatum

20.06.2017

Norm

AußStrG 2005 §182 Abs3
WEG §14 Abs1

Rechtssatz

Die Ausstellung einer Amtsbestätigung nach § 14 Abs 1 Z 5 WEG setzt im Fall des Erwerbs durch Vereinbarung iSv § 14 Abs 1 Z 2 WEG in sinngemäßer Anwendung von § 182 Abs 3 AußStrG die Zustimmung des überlebenden Partners voraus. Wird die Gültigkeit derselben

– aus welchem Grund auch immer – bestritten, so ist darüber gegebenenfalls im streitigen Rechtsweg zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 104/17h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 104/17h
    Veröff: SZ 2017/72

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131521

Im RIS seit

09.08.2017

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20170620_OGH0002_0020OB00104_17H0000_001