Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob271/48 3Ob788/52 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036933

Geschäftszahl

1Ob271/48; 3Ob788/52; 3Ob519/55; 3Ob599/55; 3Ob142/57; 1Ob326/60; 2Ob237/64; 6Ob214/65; 6Ob270/65; 2Ob36/67; 5Ob300/66; 8Ob196/67 (8Ob197/67); 6Ob316/67; 8Ob343/67; 6Ob257/68; 5Ob342/68; 5Ob142/69; 2Ob367/69; 2Ob364/69; 2Ob390/69; 7Ob159/70; 7Ob97/70; 5Ob240/70; 2Ob380/70; 7Ob3/71; 8Ob21/71; 5Ob4/71 (5Ob5/71); 2Ob76/71; 8Ob183/71; 2Ob214/71; 7Ob15/72; 2Ob105/71; 3Ob76/72; 2Ob17/72; 8Ob25/73; 2Ob60/73; 5Ob153/73; 2Ob196/73; 7Ob246/73; 2Ob45/74; 3Ob51/74; 2Ob126/74; 1Ob118/74; 3Ob184/74; 8Ob65/75; 3Ob120/75; 5Ob217/75; 7Ob506/76; 7Ob5/76; 3Ob259/75; 4Ob527/77; 2Ob10/78; 1Ob575/78 (1Ob576/78); 6Ob703/78; 2Ob141/78; 7Ob47/78; 5Ob763/78; 6Ob550/79; 2Ob541/79; 8Ob132/79 (8Ob133/79); 5Ob701/79; 7Ob801/79; 3Ob526/80; 8Ob514/80; 3Ob641/80; 7Ob67/80; 2Ob53/81; 2Ob90/81; 2Ob556/81; 7Ob802/81; 5Ob625/82; 7Ob639/82; 8Ob529/82; 2Ob25/82; 2Ob54/83; 6Ob650/85; 2Ob580/86; 7Ob690/86; 7Ob560/87; 2Ob23/87; 6Ob575/88 (6Ob576/88 -6Ob578/88); 4Ob534/89; 8Ob1545/89; 7Ob635/89; 8Ob11/89; 9Ob901/91; 7Ob555/93; 4Ob169/93; 7Ob543/94; 7Ob2022/96w; 5Ob2090/96f; 4Ob2338/96v; 7Ob135/99z; 3Ob127/99v; 6Ob76/04a; 7Ob51/05h; 2Ob179/06x; 2Ob123/06m; 1Ob113/08m; 5Ob223/08t; 2Ob41/10h; 7Ob9/11s; 5Ob32/11h; 6Ob69/12h; 1Ob229/14d; 7Ob226/14g; 7Ob112/15v; 7Ob139/15i; 1Ob93/16g; 9ObA139/16f; 7Ob174/17i

Entscheidungsdatum

08.09.1948

Norm

ZPO §182
ZPO §272 E
ZPO §503 Z2 C6

Rechtssatz

Der Umstand, dass die Untergerichte über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse berücksichtigt haben, kann nicht mit dem Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO gerügt werden. Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 271/48
    Entscheidungstext OGH 08.09.1948 1 Ob 271/48
    Veröff: SZ 21/123
  • 3 Ob 788/52
    Entscheidungstext OGH 07.01.1953 3 Ob 788/52
  • 3 Ob 519/55
    Entscheidungstext OGH 30.11.1955 3 Ob 519/55
  • 3 Ob 599/55
    Entscheidungstext OGH 04.01.1956 3 Ob 599/55
  • 3 Ob 142/57
    Entscheidungstext OGH 20.03.1957 3 Ob 142/57
  • 1 Ob 326/60
    Entscheidungstext OGH 12.10.1960 1 Ob 326/60
    Beisatz: Abweichend zu: Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten. (T1)
    Beisatz: Bei der Beweisaufnahme hervorgekommene Umstände sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie in einem entsprechenden Parteienvorbringen Deckung finden. (T2)
    Veröff: JBl 1961,123
  • 2 Ob 237/64
    Entscheidungstext OGH 17.09.1964 2 Ob 237/64
  • 6 Ob 214/65
    Entscheidungstext OGH 23.09.1965 6 Ob 214/65
  • 6 Ob 270/65
    Entscheidungstext OGH 12.01.1966 6 Ob 270/65
  • 2 Ob 36/67
    Entscheidungstext OGH 16.02.1967 2 Ob 36/67
  • 5 Ob 300/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 300/66
    nur: Die Gerichte sind berechtigt, auch über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse zu beachten. (T3)
    Veröff: RZ 1967,105
  • 8 Ob 196/67
    Entscheidungstext OGH 26.09.1967 8 Ob 196/67
  • 6 Ob 316/67
    Entscheidungstext OGH 22.11.1967 6 Ob 316/67
    nur T3
  • 8 Ob 343/67
    Entscheidungstext OGH 19.12.1967 8 Ob 343/67
    nur T3
  • 6 Ob 257/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 6 Ob 257/68
  • 5 Ob 342/68
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 5 Ob 342/68
  • 5 Ob 142/69
    Entscheidungstext OGH 10.09.1969 5 Ob 142/69
    nur T3
  • 2 Ob 367/69
    Entscheidungstext OGH 12.12.1969 2 Ob 367/69
  • 2 Ob 364/69
    Entscheidungstext OGH 18.12.1969 2 Ob 364/69
  • 2 Ob 390/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 390/69
  • 7 Ob 159/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 7 Ob 159/70
  • 7 Ob 97/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 7 Ob 97/70
    Veröff: ZVR 1971/106 S 134
  • 5 Ob 240/70
    Entscheidungstext OGH 16.11.1970 5 Ob 240/70
    Beis wie T1; Beisatz: In diesem Falle ist der Prozessrichter nach den §§ 182 und 194 ZPO verpflichtet, die Parteien zu befragen, ob sie entsprechende Behauptungen aufstellen; so schon SZ 7/247. (T4)
  • 2 Ob 380/70
    Entscheidungstext OGH 10.12.1970 2 Ob 380/70
    Veröff: EvBl 1971/179 S 323
  • 7 Ob 3/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 7 Ob 3/71
  • 8 Ob 21/71
    Entscheidungstext OGH 02.03.1971 8 Ob 21/71
  • 5 Ob 4/71
    Entscheidungstext OGH 04.07.1971 5 Ob 4/71
  • 2 Ob 76/71
    Entscheidungstext OGH 29.04.1971 2 Ob 76/71
  • 8 Ob 183/71
    Entscheidungstext OGH 31.08.1971 8 Ob 183/71
  • 2 Ob 214/71
    Entscheidungstext OGH 28.10.1971 2 Ob 214/71
  • 7 Ob 15/72
    Entscheidungstext OGH 09.02.1972 7 Ob 15/72
    nur T3
  • 2 Ob 105/71
    Entscheidungstext OGH 16.09.1971 2 Ob 105/71
  • 3 Ob 76/72
    Entscheidungstext OGH 16.08.1972 3 Ob 76/72
    nur T3; Veröff: SZ 45/84
  • 2 Ob 17/72
    Entscheidungstext OGH 06.10.1972 2 Ob 17/72
  • 8 Ob 25/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1973 8 Ob 25/73
    nur T3
  • 2 Ob 60/73
    Entscheidungstext OGH 07.06.1973 2 Ob 60/73
    Beisatz: Die Gerichte sind berechtigt, aber nicht verpflichtet. (T5)
  • 5 Ob 153/73
    Entscheidungstext OGH 03.10.1973 5 Ob 153/73
    Beis wie T5
  • 2 Ob 196/73
    Entscheidungstext OGH 22.11.1973 2 Ob 196/73
    nur T3
  • 7 Ob 246/73
    Entscheidungstext OGH 17.01.1974 7 Ob 246/73
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 45/74
    Entscheidungstext OGH 14.03.1974 2 Ob 45/74
  • 3 Ob 51/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 51/74
    nur T3
  • 2 Ob 126/74
    Entscheidungstext OGH 04.07.1974 2 Ob 126/74
    nur T3
  • 1 Ob 118/74
    Entscheidungstext OGH 10.07.1974 1 Ob 118/74
    nur T3; Veröff: JBl 1975,369
  • 3 Ob 184/74
    Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
    nur T3
  • 8 Ob 65/75
    Entscheidungstext OGH 09.04.1975 8 Ob 65/75
    Beis wie T1
  • 3 Ob 120/75
    Entscheidungstext OGH 30.09.1975 3 Ob 120/75
    nur T3
  • 5 Ob 217/75
    Entscheidungstext OGH 11.11.1975 5 Ob 217/75
    Beis wie T1; Beisatz: Jedoch nur solche überschießende Beweisergebnisse, die in den Rahmen eines geltend gemachten Klagsgrundes oder einer bestimmten Einwendung fallen. (T6)
  • 7 Ob 506/76
    Entscheidungstext OGH 30.01.1976 7 Ob 506/76
    nur T3
  • 7 Ob 5/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 5/76
    Beis wie T5
  • 3 Ob 259/75
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 259/75
    nur T3
  • 4 Ob 527/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 527/77
  • 2 Ob 10/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 2 Ob 10/78
  • 1 Ob 575/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 575/78
    nur: Der Umstand, dass die Untergerichte über das Parteivorbringen hinausgehende Beweisergebnisse berücksichtigt haben, kann nicht mit dem Revisionsgrund des § 503 Z 2 ZPO gerügt werden. (T7)
  • 6 Ob 703/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 703/78
    nur T7; Beis wie T6
  • 2 Ob 141/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 2 Ob 141/78
    nur T3
  • 7 Ob 47/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 47/78
    nur T3
  • 5 Ob 763/78
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 763/78
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 6 Ob 550/79
    Entscheidungstext OGH 18.04.1979 6 Ob 550/79
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 541/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 541/79
  • 8 Ob 132/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 132/79
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 5 Ob 701/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 5 Ob 701/79
    nur T3; Beis wie T4; Veröff: JBl 1981,157
  • 7 Ob 801/79
    Entscheidungstext OGH 14.02.1980 7 Ob 801/79
    nur T3
  • 3 Ob 526/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 3 Ob 526/80
    nur T7
  • 8 Ob 514/80
    Entscheidungstext OGH 03.07.1980 8 Ob 514/80
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 3 Ob 641/80
    Entscheidungstext OGH 03.12.1980 3 Ob 641/80
  • 7 Ob 67/80
    Entscheidungstext OGH 15.01.1981 7 Ob 67/80
    Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 54/7
  • 2 Ob 53/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 2 Ob 53/81
    nur T7
  • 2 Ob 90/81
    Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 90/81
  • 2 Ob 556/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 556/81
    nur T3
  • 7 Ob 802/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 802/81
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 5 Ob 625/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 5 Ob 625/82
    nur T3
  • 7 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 639/82
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 529/82
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 529/82
    Beis wie T5
  • 2 Ob 25/82
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 25/82
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 2 Ob 54/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 54/83
  • 6 Ob 650/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 6 Ob 650/85
    Vgl aber; nur T7; Beisatz: In nicht vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Verfahren kann es nicht als Feststellungsmangel angesehen werden, wenn eine mögliche überschießende Feststellung nicht getroffen wurde. (T8)
  • 2 Ob 580/86
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 2 Ob 580/86
  • 7 Ob 690/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 690/86
  • 7 Ob 560/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 560/87
  • 2 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 2 Ob 23/87
    Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 61/1 = ZVR 1988/111 S 237
  • 6 Ob 575/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 575/88
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 4 Ob 534/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 534/89
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 1545/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 1545/89
    Auch
  • 7 Ob 635/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 635/89
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 8 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1990 8 Ob 11/89
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 63/138 = ÖBA 1991,138
  • 9 Ob 901/91
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 9 Ob 901/91
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 555/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 7 Ob 555/93
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 4 Ob 169/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 169/93
    nur T7; Beis wie T2
  • 7 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 7 Ob 543/94
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 7 Ob 2022/96w
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 2022/96w
    Beis wie T6
  • 5 Ob 2090/96f
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 5 Ob 2090/96f
    Vgl auch; Beisatz: Überschießende Feststellungen sind der Entscheidung zugrunde zu legen, wenn eine diesbezügliche Mangelhaftigkeit des Verfahrens nie geltend gemacht wurde. (T9)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    Auch; nur T7; Beis wie T6; Beisatz: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. Eine Rüge ist daher nicht notwendig. (T10)
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    nur T7
  • 3 Ob 127/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 127/99v
    nur T7
  • 6 Ob 76/04a
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 76/04a
    Vgl
  • 7 Ob 51/05h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 51/05h
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T10
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Vgl aber; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 113/08m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 113/08m
    nur T7; Beisatz: Es kann dies aber allenfalls zu einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache führen. (T11)
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 5 Ob 223/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 223/08t
    Vgl; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    Auch; nur T7; Beis wie T10 nur: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. (T12)
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Vgl aber; Beis wie T12
  • 5 Ob 32/11h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 32/11h
    Auch; nur ähnlich T7; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T12
  • 6 Ob 69/12h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 69/12h
    Vgl aber; Beis wie T10
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T10; Beis ähnlich wie T12
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 112/15v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 112/15v
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
    Beis wie T6
  • 1 Ob 93/16g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 93/16g
    Beis ähnlich T10; Beis ähnlich T12
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    tw. abweichend; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; nur T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1948:RS0036933

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19480908_OGH0002_0010OB00271_4800000_001

Rechtssatz für 4Ob60/74 4Ob17/75 4Ob69...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028223

Geschäftszahl

4Ob60/74; 4Ob17/75; 4Ob69/76; 4Ob62/77; 4Ob135/77; 4Ob31/79; 4Ob11/79; 4Ob137/79; 4Ob115/80; 4Ob138/81; 4Ob1/82; 4Ob165/82; 4Ob8/83; 4Ob53/83; 4Ob89/82; 4Ob142/83; 4Ob150/84; 4Ob20/84; 14Ob89/86; 14Ob21/86; 9ObA199/87; 9ObA16/88; 9ObA46/89; 9ObA189/89; 9ObA303/89; 9ObA257/92; 9ObA2010/96w; 9ObA8/96; 9ObA106/97x; 9ObA67/99i; 8ObA89/01y; 8ObA306/01k; 9ObA38/02g; 8ObA62/04g; 9ObA97/05p; 9ObA180/07x; 9ObA1/10b; 9ObA10/12d; 9ObA85/12h; 9ObA4/16b; 9ObA139/16f

Entscheidungsdatum

15.10.1974

Norm

AngG §20 VIII2
AngG §28
AngG §29

Rechtssatz

Die zeitwidrige Kündigung löst das Arbeitsverhältnis zum verfehlten Kündigungstermin auf. Es treten die Rechtsfolgen des § 29 AngG ein.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 60/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 60/74
    Veröff: JBl 1975,437 = Arb 9259 = IndS 1975 2,939 = ZAS 1975,223 (ablehnend Mayer - Maly) = DRdA 1975,283 (Fitz)
  • 4 Ob 17/75
    Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 17/75
  • 4 Ob 69/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 4 Ob 69/76
    Veröff: ZAS 1978/8 S 53 = Arb 9538
  • 4 Ob 62/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 62/77
  • 4 Ob 135/77
    Entscheidungstext OGH 24.01.1978 4 Ob 135/77
    Veröff: Arb 9663 = IndS 1978,1106
  • 4 Ob 31/79
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 31/79
    Veröff: EvBl 1979/159 S 437 = SozM IA/d,1179
  • 4 Ob 11/79
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 11/79
    Veröff: IndS 1980,1221 = Arb 9777
  • 4 Ob 137/79
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 137/79
    Veröff: ZAS 1982,140 (mit Besprechung von Schrank S 123)
  • 4 Ob 115/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 115/80
    Vgl; Beisatz: Hier: Vorzeitiger Austritt eines Angestellten; war dem Dienstgeber klar erkennbar, dass der Dienstnehmer "unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist" zu kündigen beabsichtigte, wird das Dienstverhältnis nicht zu dem im Kündigungsschreiben genannten, sondern zum nächsten zulässigen Kündigungstermin aufgelöst. (T1)
    Veröff: ZAS 1982,91 (mit Kommentar von Jarbornegg) = DRdA 1983,104 (kritisch Fitz)
  • 4 Ob 138/81
    Entscheidungstext OGH 19.01.1982 4 Ob 138/81
    Vgl; Veröff: DRdA 1983,263 (Apathy)
  • 4 Ob 1/82
    Entscheidungstext OGH 19.01.1982 4 Ob 1/82
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Kündigung durch den Dienstgeber, mit der Erklärung, dass das Arbeitsverhältnis "auf Grund der im Gesetz vorgesehenen Richtlinien" am ... ende ... (T2)
    Veröff: DRdA 1983,363 (Kerschner)
  • 4 Ob 165/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 165/82
    Auch; Ähnlich; Beis wie T1
    Veröff: Arb 10155 = JBl 1983,559
  • 4 Ob 8/83
    Entscheidungstext OGH 08.02.1983 4 Ob 8/83
  • 4 Ob 53/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 53/83
    Veröff: Arb 10269
  • 4 Ob 89/82
    Entscheidungstext OGH 04.10.1983 4 Ob 89/82
  • 4 Ob 142/83
    Entscheidungstext OGH 29.11.1983 4 Ob 142/83
    Beisatz: Abweichend von 4 Ob 115/80. (T3)
    Veröff: SZ 56/176 = RdW 1984,149 = JBl 1985,120; hiezu Holzer JBl 1985,92 = Arb 10305
  • 4 Ob 150/84
    Entscheidungstext OGH 15.01.1985 4 Ob 150/84
    Veröff: RdW 1985,349 = Arb 10405
  • 4 Ob 20/84
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 4 Ob 20/84
    Veröff: SZ 58/30 = Arb 10409 = JBl 1986,64
  • 14 Ob 89/86
    Entscheidungstext OGH 17.06.1986 14 Ob 89/86
  • 14 Ob 21/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 14 Ob 21/86
    Veröff: RdW 1987,96
  • 9 ObA 199/87
    Entscheidungstext OGH 13.01.1988 9 ObA 199/87
  • 9 ObA 16/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 9 ObA 16/88
    Beisatz: Hier: Rechtsfolgen nach § 1162 b ABGB, weil die Kündigungsfrist zur Gänze in den Urlaub des Arbeitnehmers fiel. (T4) Veröff: SZ 61/66 = RdW 1988,296 = ZAS 1990,193 (Grassl - Palten)
  • 9 ObA 46/89
    Entscheidungstext OGH 22.02.1989 9 ObA 46/89
    Beisatz: § 48 ASGG. (T5)
  • 9 ObA 189/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 189/89
  • 9 ObA 303/89
    Entscheidungstext OGH 06.12.1989 9 ObA 303/89
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 257/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 257/92
    Vgl
  • 9 ObA 2010/96w
    Entscheidungstext OGH 27.03.1996 9 ObA 2010/96w
    Beis wie T5
  • 9 ObA 8/96
    Entscheidungstext OGH 17.01.1996 9 ObA 8/96
  • 9 ObA 106/97x
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 ObA 106/97x
    Beisatz: Der Arbeitgeber kann eine zeitwidrige Kündigung nicht von sich aus ändern. (T6)
  • 9 ObA 67/99i
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 67/99i
  • 8 ObA 89/01y
    Entscheidungstext OGH 28.05.2001 8 ObA 89/01y
  • 8 ObA 306/01k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 8 ObA 306/01k
    Beisatz: Keine Konversion der fristwidrigen Kündigung in eine zum nächstmöglichen zutreffenden Kündigungstermin. (T7)
  • 9 ObA 38/02g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 ObA 38/02g
  • 8 ObA 62/04g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObA 62/04g
  • 9 ObA 97/05p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2005 9 ObA 97/05p
    Vgl; Beis wie T4 nur: Hier: Rechtsfolgen nach § 1162 b ABGB. (T8)
  • 9 ObA 180/07x
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 ObA 180/07x
    nur: Die zeitwidrige Kündigung löst das Arbeitsverhältnis zum verfehlten Kündigungstermin auf. (T9)
  • 9 ObA 1/10b
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 ObA 1/10b
    Auch; nur T9; Beisatz: Nur dann, wenn der Gekündigte zweifelsfrei erkennen konnte, dass sein Vertragspartner tatsächlich unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kündigen wollte und die Nennung eines verfehlten Kündigungstermins oder einer verkürzten Kündigungsfrist somit Folge einer unrichtigen Wissenserklärung ist, kann eine Wirkung erst zum nächst zulässigen Kündigungstermin angenommen werden. (T10)
  • 9 ObA 10/12d
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 ObA 10/12d
    Auch
  • 9 ObA 85/12h
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 ObA 85/12h
    Vgl; Beisatz: Für die Anwendbarkeit des § 1162d ABGB macht es keinen Unterschied, ob eine ungerechtfertigte Entlassung oder eine zeitwidrige Kündigung vorliegt. (T11)
  • 9 ObA 4/16b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 4/16b
    Auch
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    nur T9

Schlagworte

Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Angestellte, Dienstverhältnis, Auflösung, Wirksamkeit, Termin, Anspruch, Ersatzanspruch, Schadenersatz, Kündigungsentschädigung, Entschädigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0028223

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19741015_OGH0002_0040OB00060_7400000_005

Rechtssatz für 1Ob586/93 7Ob543/94 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040318

Geschäftszahl

1Ob586/93; 7Ob543/94; 6Ob1579/94; 4Ob1520/95 (4Ob1521/95); 10Ob1608/95; 6Ob2030/96i; 4Ob2338/96v; 1Ob2297/96t; 8Ob56/98p; 2Ob147/98a; 6Ob105/98d; 5Ob334/98y; 7Ob135/99z; 3Ob127/99v; 9ObA112/99g; 1Ob214/99y; 10ObS253/99z; 6Ob220/00x; 8Ob198/00a; 7Ob185/00g; 6Ob277/00d; 10Ob29/01i; 8Ob57/01t; 2Ob102/01s; 3Ob73/01h; 1Ob195/00h; 4Ob102/02g; 7Ob164/02x; 7Ob256/01z; 2Ob17/03v; 4Ob61/03d; 6Ob145/03x; 3Ob239/03y; 8ObA38/04b; 3Ob130/04w; 7Ob51/05h; 3Ob224/05w; 3Ob259/05t; 8Ob104/06m; 2Ob179/06x; 2Ob253/06d; 2Ob123/06m; 6Ob132/06i; 2Ob274/06t; 8Ob79/07m; 8ObA54/07k; 7Ob233/07a; 2Ob115/07m; 6Ob42/08g; 1Ob113/08m; 7Ob199/08b; 2Ob204/08a; 2Ob219/08g; 2Ob236/08g; 4Ob55/09f; 6Ob71/09y; 17Ob12/09b; 5Ob154/09x; 4Ob130/09k; 8ObA7/10b; 4Ob50/10x; 3Ob77/10k; 8Ob43/10x; 4Ob131/10h; 4Ob113/10m; 2Ob41/10h; 7Ob9/11s; 5Ob32/11h; 5Ob95/11y; 4Ob137/11t; 7Ob193/11z; 2Ob30/11t; 9ObA15/12i; 1Ob168/12f; 8Ob116/13m; 4Ob190/13i; 5Ob213/13d; 2Ob30/14x; 5Ob118/13h; 5Ob82/14s; 1Ob229/14d; 8ObA29/15w; 2Ob59/15p; 4Ob39/15m; 7Ob91/15f; 2Ob144/15p; 7Ob226/14g; 7Ob112/15v; 1Ob226/15i; 7Ob139/15i; 8ObA59/15g; 1Ob153/16f; 4Ob266/16w; 9ObA139/16f; 6Ob126/16x; 2Ob159/16w; 2Ob147/17g; 7Ob174/17i; 4Ob16/18h; 9ObA18/17p; 9ObA40/18z

Entscheidungsdatum

25.08.1993

Norm

ZPO §272 E

Rechtssatz

Das Gericht darf die bei seiner Beweisaufnahme hervorkommenden Umstände nur insoweit berücksichtigen, als sie im Parteivorbringen Deckung finden. Solche sogenannten "überschießenden" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 586/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 586/93
  • 7 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 13.07.1994 7 Ob 543/94
  • 6 Ob 1579/94
    Entscheidungstext OGH 23.02.1995 6 Ob 1579/94
  • 4 Ob 1520/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1995 4 Ob 1520/95
  • 10 Ob 1608/95
    Entscheidungstext OGH 09.01.1996 10 Ob 1608/95
  • 6 Ob 2030/96i
    Entscheidungstext OGH 14.03.1996 6 Ob 2030/96i
    nur: Solche sogenannten "überschießenden" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten. (T1)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    nur T1; Beisatz: Werden der Entscheidung (unzulässige) überschießende Feststellungen zugrunde gelegt, so wird damit nicht gegen Verfahrensvorschriften verstoßen, sondern die Sache wird rechtlich unrichtig beurteilt. (T2)
  • 1 Ob 2297/96t
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 1 Ob 2297/96t
    nur T1
  • 8 Ob 56/98p
    Entscheidungstext OGH 06.07.1998 8 Ob 56/98p
    Vgl auch
  • 2 Ob 147/98a
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 147/98a
    Vgl auch
  • 6 Ob 105/98d
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 105/98d
  • 5 Ob 334/98y
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 334/98y
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    nur T1
  • 3 Ob 127/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 127/99v
    nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
    nur T1
  • 1 Ob 214/99y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 214/99y
    nur T1
  • 10 ObS 253/99z
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 253/99z
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 220/00x
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 220/00x
  • 8 Ob 198/00a
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 198/00a
  • 7 Ob 185/00g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 185/00g
  • 6 Ob 277/00d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 277/00d
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 10 Ob 29/01i
    Entscheidungstext OGH 20.02.2001 10 Ob 29/01i
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob vom Berufungsgericht "überschießende" Feststellungen berücksichtigt werden können, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagegrundes oder der erhobenen Einwendungen halten, hat grundsätzlich keine über den einzelnen Rechtsstreit hinausgehende Bedeutung (3 Ob 127/99v; 4 Ob 190/00w; 7 Ob 185/00g). (T3)
  • 8 Ob 57/01t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 8 Ob 57/01t
  • 2 Ob 102/01s
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 102/01s
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein "Zuviel" an Feststellungen kann schon begrifflich keinen Verfahrensmangel darstellen. (T4)
  • 3 Ob 73/01h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 3 Ob 73/01h
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 195/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 195/00h
    Auch; Beisatz: Soweit das Erstgericht auf Grund von Aussagen der zu diesem Vorbringen geführten Zeugen ergänzende weitergehende Feststellungen getroffen hat, bewegen sich diese jedenfalls im Rahmen dieses Vorbringens und sind daher zulässigerweise der Entscheidung zu Grunde gelegt worden. (T5)
  • 4 Ob 102/02g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 102/02g
    Veröff: SZ 2002/72
  • 7 Ob 164/02x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 164/02x
    Vgl; Beis wie T3
  • 7 Ob 256/01z
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 256/01z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 17/03v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 17/03v
  • 4 Ob 61/03d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 61/03d
    nur: "Überschießende" Feststellungen dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrunds oder der erhobenen Einwendungen halten. (T6)
  • 6 Ob 145/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 239/03y
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 239/03y
  • 8 ObA 38/04b
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObA 38/04b
    Vgl auch; Beisatz: Eine Parteieneinvernahme kann ein entsprechendes Vorbringen nicht ersetzen. (T7)
  • 3 Ob 130/04w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 130/04w
    Vgl auch
  • 7 Ob 51/05h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 51/05h
    Beis wie T3; Beis wie T7
  • 3 Ob 224/05w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 224/05w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 259/05t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 259/05t
    nur T1
  • 8 Ob 104/06m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 Ob 104/06m
    nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Auch
  • 2 Ob 253/06d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 253/06d
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 132/06i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 132/06i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 274/06t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 274/06t
    Auch, Beis wie T3
  • 8 Ob 79/07m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 79/07m
  • 8 ObA 54/07k
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 54/07k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 233/07a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 233/07a
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 115/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
    nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 42/08g
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 42/08g
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 113/08m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 113/08m
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 199/08b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 199/08b
  • 2 Ob 204/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 204/08a
    Vgl
  • 2 Ob 219/08g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 219/08g
    Beis wie T3
  • 2 Ob 236/08g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 236/08g
    Auch
  • 4 Ob 55/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 55/09f
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 71/09y
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 71/09y
    Beis wie T3
  • 17 Ob 12/09b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 17 Ob 12/09b
    Auch
  • 5 Ob 154/09x
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 154/09x
    Auch; Bem: Hier: Außerstreitiges Verfahren nach §§ 8 Abs 2, 37 Abs 1 Z 5 MRG. (T8)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Vgl; Veröff: SZ 2009/127
  • 8 ObA 7/10b
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 ObA 7/10b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 50/10x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
    Vgl
  • 3 Ob 77/10k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 77/10k
    Beis wie T3
  • 8 Ob 43/10x
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 43/10x
    Auch
  • 4 Ob 131/10h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 131/10h
    Vgl auch
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
    Auch; nur: Das Gericht darf die bei seiner Beweisaufnahme hervorkommenden Umstände nur insoweit berücksichtigen, als sie im Parteivorbringen Deckung finden. (T9)
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 9/11s
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 9/11s
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 32/11h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 32/11h
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 95/11y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 95/11y
    Auch; Beis wie T2; Auch Beis wie T3
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Vgl auch
  • 7 Ob 193/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 193/11z
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    Auch
  • 9 ObA 15/12i
    Entscheidungstext OGH 20.06.2012 9 ObA 15/12i
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    nur T1; nur T6
  • 8 Ob 116/13m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 116/13m
    nur T6
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 213/13d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 213/13d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 30/14x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 30/14x
  • 5 Ob 118/13h
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
    Auch
  • 5 Ob 82/14s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 82/14s
    nur T1
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 8 ObA 29/15w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 29/15w
    Vgl
  • 2 Ob 59/15p
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 59/15p
    Beisatz: Hier: Kläger stützt sich auf Vorbringen ausschließlich des Erstbeklagten, der am Revisionsverfahren nicht mehr beteiligt ist - „überschießende“ Feststellungen. (T10)
  • 4 Ob 39/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 39/15m
    Beis wie T5
  • 7 Ob 91/15f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 91/15f
    Vgl auch
  • 2 Ob 144/15p
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 2 Ob 144/15p
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Beis wie T2
  • 7 Ob 112/15v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 112/15v
    Beis wie T2
  • 1 Ob 226/15i
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 226/15i
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
  • 8 ObA 59/15g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 59/15g
    Auch; Ähnlich nur T1
  • 1 Ob 153/16f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 153/16f
    Vgl auch
  • 4 Ob 266/16w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 266/16w
    Auch
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 126/16x
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 126/16x
    Auch; Beisatz: Hier: Wenn die Klägerin vorbringt, die Parteien hätten einen Kaufpreis von 300.000 EUR vereinbart ohne dabei ausdrücklich auf eine mündliche Vereinbarung zu rekurrieren, ist der Schluss nicht zulässig, sie habe sich ausdrücklich und ausschließlich auf schriftliche Vereinbarungen gestützt. (T11)
  • 2 Ob 159/16w
    Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 159/16w
    Beis wie T2
  • 2 Ob 147/17g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 147/17g
    Auch
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    Beis wie T2
  • 4 Ob 16/18h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 16/18h
    Auch
  • 9 ObA 18/17p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 18/17p
    Auch; Beis wie T3
  • 9 ObA 40/18z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 40/18z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0040318

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0010OB00586_9300000_001

Rechtssatz für 9ObA6/94 8ObA116/97k 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020176

Geschäftszahl

9ObA6/94; 8ObA116/97k; 8ObA68/99d; 9ObA39/11t; 9ObA139/16f

Entscheidungsdatum

25.05.1994

Norm

ABGB §1052 B1
ABGB §1052 B3
ABGB §1154

Rechtssatz

Für die Zahlung des Entgeltes aus früheren Lohnperioden ist der Arbeitgeber vorleistungspflichtig. Der Arbeitnehmer ist berechtigt, seine Arbeitsleistung solange zurückzuhalten, bis der Arbeitgeber den bereits fällig gewordenen Lohnrückstand gezahlt hat.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 6/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 9 ObA 6/94
    Veröff: SZ 67/93
  • 8 ObA 116/97k
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 8 ObA 116/97k
  • 8 ObA 68/99d
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 ObA 68/99d
    Beisatz: Zweiter Rechtsgang zu 8 ObA 116/97k. (T1)
    Beisatz: Es genügt, dass der Arbeitnehmer einen derartigen die Arbeitsverweigerung rechtfertigenden Grund im Prozess nachweist, ohne dass es darauf ankommt, ob er diesen Grund im Zeitpunkt der Ablehnung der Arbeit vorgebracht hat. (T2)
  • 9 ObA 39/11t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 ObA 39/11t
    Auch
    Veröff: SZ 2012/57
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    nur: Der Arbeitnehmer ist berechtigt, seine Arbeitsleistung solange zurückzuhalten, bis der Arbeitgeber den bereits fällig gewordenen Lohnrückstand gezahlt hat. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0020176

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19940525_OGH0002_009OBA00006_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob79/99t 5Ob43/06v 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112213

Geschäftszahl

4Ob79/99t; 5Ob43/06v; 2Ob179/06x; 7Ob233/07a; 2Ob41/10h; 5Ob95/11y; 7Ob193/11z; 6Ob241/12b; 9Ob41/12p; 8ObA33/13f; 8Ob116/13m; 4Ob190/13i; 3Ob243/13a; 2Ob30/14x; 1Ob229/14d; 2Ob185/14s; 7Ob226/14g; 4Ob25/16d; 1Ob93/16g; 3Ob116/16d; 9ObA139/16f; 7Ob174/17i; 3Ob15/18d; 5Ob91/18w

Entscheidungsdatum

27.04.1999

Norm

ZPO §482 Abs1 B2
ZPO §496 Abs3
ZPO §503 Z2

Rechtssatz

Bejaht das Berufungsgericht - etwa aufgrund überschießender Feststellungen - einen erstmals im Berufungsverfahren geltend gemachten Anspruch oder eine dort neu erhobene Einrede, so wird dadurch - anders als im Falle der Ergänzung des Verfahrens durch Aufnahme neuer Beweismittel oder durch die Feststellung neu behaupteter Tatsachen im Zuge einer Beweisergänzung (§ 496 Abs 3 ZPO) - die gründliche, das heißt richtige Beurteilung der "Streitsache" im Sinn des § 503 Z 2 ZPO sehr wohl gehindert.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 79/99t
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 4 Ob 79/99t
    Veröff: SZ 72/78
  • 5 Ob 43/06v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 43/06v
    Vgl
  • 2 Ob 179/06x
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 179/06x
    Auch; Beisatz: Werden „überschießende Feststellungen", die in den Prozessbehauptungen der Parteien keinerlei Deckung finden, der Entscheidung zugrunde gelegt, wird damit die Sache unrichtig rechtlich beurteilt, was auch ohne Verfahrensrüge wahrzunehmen ist. (T1)
  • 7 Ob 233/07a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 233/07a
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    Vgl; Auch Beis wie T1
  • 5 Ob 95/11y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 95/11y
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 7 Ob 193/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 193/11z
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 241/12b
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 241/12b
    Vgl; Beisatz: Die Beurteilung, ob das Berufungsgericht unter unzulässiger Berücksichtigung von Neuerungen beziehungsweise „überschießender Feststellungen“ entschieden hat, ist allerdings regelmäßig eine solche des Einzelfalls. (T2)
  • 9 Ob 41/12p
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 41/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Erstmalige Einrede der Formungültigkeit einer Bürgschaftserklärung in der Berufung. (T3)
    Veröff: SZ 2013/72
  • 8 ObA 33/13f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 ObA 33/13f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 116/13m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 116/13m
    Auch; Beis wie T1 nur: Werden „überschießende Feststellungen", die in den Prozessbehauptungen der Parteien keinerlei Deckung finden, der Entscheidung zugrunde gelegt, wird damit die Sache unrichtig rechtlich beurteilt. (T4)
  • 4 Ob 190/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 190/13i
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 243/13a
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 3 Ob 243/13a
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 30/14x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 30/14x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 185/14s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 185/14s
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 226/14g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 226/14g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 25/16d
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 25/16d
    Auch; Beisatz: Gleiches hat auch im umgekehrten Fall zu gelten, wenn Feststellungen als „überschießend“ qualifiziert werden und nicht berücksichtigt werden, obwohl sie vom Vorbringen gedeckt sind. (T5)
  • 1 Ob 93/16g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 93/16g
    Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T4
  • 3 Ob 116/16d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 116/16d
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 139/16f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 3 Ob 15/18d
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 15/18d
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 91/18w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 91/18w
    Vgl auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112213

Im RIS seit

27.05.1999

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19990427_OGH0002_0040OB00079_99T0000_001

Entscheidungstext 9ObA139/16f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ARD 6549/11/2017 = DRdA‑infas 2017/123 S 213 - DRdA‑infas 2017,213 = Arb 13.392 = Schrank, ZAS 2018/21 S 123 (Rechtsprechungsübersicht) - Schrank, ZAS 2018,123 (Rechtsprechungsübersicht)

Geschäftszahl

9ObA139/16f

Entscheidungsdatum

24.03.2017

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof.Dr. Dehn und Dr. Weixelbraun-Mohr sowie die fachkundigen Laienrichter KR Mag. Paul Kunsky und Horst Nurschinger als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei V*****, vertreten durch Dr. Maximilian Hofmaninger, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, gegen die beklagte Partei N*****, vertreten durch Hübel & Payer Rechtsanwälte OG in Salzburg, wegen 9.720,27 EUR brutto sA, über die Revisionen der klagenden Partei (Revisionsinteresse 736,10 EUR brutto sA) sowie der beklagten Partei (Revisionsinteresse 2.343,32 EUR brutto sA) gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 25. August 2016, GZ 11 Ra 53/16t-21, mit dem das Urteil des Landesgerichts Wels als Arbeits- und Sozialgericht vom 28. April 2016, GZ 17 Cga 50/15h-17, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der Revision der klagenden Partei wird Folge gegeben.

Die angefochtene Entscheidung wird dahin abgeändert, dass sie – einschließlich des unbekämpft in Rechtskraft erwachsenen Teils – lautet:

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei 6.018,92 EUR brutto samt 9,08 % Zinsen aus 1.600 EUR von 1. bis 31. Jänner 2015, aus 2.580,65 EUR von 1. bis 28. Februar 2015 und aus 6.018,92 EUR seit 1. März 2015 binnen 14 Tagen zu zahlen.

Das Mehrbegehren von weiteren 3.701,35 EUR brutto sA wird abgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 1.209,18 EUR (darin 146,16 EUR USt und 332,20 EUR Barauslagen) bestimmten Verfahrenskosten erster Instanz binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Die Revision der beklagten Partei wird zurückgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 1.456,41 EUR (darin 152,07 EUR USt und 544 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten des Berufungsverfahrens sowie die mit 754,42 EUR (darin 125,74 EUR USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin war ab 1. September 2014 im Fitnessstudio des Rechtsvorgängers der Beklagten als Fitness-Trainerin mit einem Bruttogehalt von 1.600 EUR (bei vereinbarten 40 Wochenstunden) beschäftigt. Das Unternehmen des Rechtsvorgängers der Beklagten befand sich spätestens seit Mitte des Jahres 2014 in finanziellen Schwierigkeiten; ab Dezember 2014 wurden die laufenden Gehälter der Mitarbeiter nicht mehr bezahlt. Im Dienstvertrag war eine Lösungsmöglichkeit des Dienstgebers zum 15. sowie zum Monatsletzten vereinbart.

Der Übergang des Dienstverhältnisses der Klägerin vom Rechtsvorgänger der Beklagten auf die Beklagte ist im Revisionsverfahren nicht mehr strittig.

Am 19. Jänner 2015 erhielt die Klägerin ein Schreiben, in dem ihre Kündigung (zum 24. Februar 2015) ausgesprochen wurde. Sie befand sich gerade im Krankenstand und hatte zu diesem Zeitpunkt noch 16 nicht abgegoltene Überstunden. Ab dem Folgetag (20. Jänner 2015) kam die Klägerin nicht mehr zur Arbeit. Am 30. Jänner 2015 wurden Fitnessgeräte des Unternehmens zwangsversteigert. Die Beklagte bestellte neue Fitnessgeräte, die ab dem 12. Februar 2015 geliefert wurden. Die Klägerin forderte in einem – an den Rechtsvorgänger der Beklagten gerichteten und adressierten – Schreiben vom 13. Februar 2015 die Zahlung ihrer noch offenen Gehälter für Dezember 2014 und Jänner 2015 und erklärte, dass sie andernfalls vorzeitig austreten werde. Von diesem Schreiben erlangten aber weder die Beklagte noch deren Rechtsvorgänger Kenntnis. Am 16. Februar 2015 meldete die Beklagte am bisherigen Standort des Rechtsvorgängers den Betrieb eines Fitnessstudios an. Mit Schreiben vom 26. Februar 2015 erklärte die Klägerin gegenüber der Beklagten ihren Austritt unter Hinweis auf ihr Schreiben vom 13. Februar 2015 und die (nach wie vor) nicht bezahlten Entgeltrückstände. In der Zeit zwischen 5. und 28. Februar 2015 war das Fitnessstudio für Kunden geschlossen.

Die Klägerin begehrte von der Beklagten 9.720,27 EUR sA (laufendes Entgelt für 1. Dezember 2014 bis 26. Februar 2015, anteilige Sonderzahlungen für denselben Zeitraum, Kündigungsentschädigung für 27. Februar 2015 bis 15. April 2015, Urlaubsersatzleistung für 15,5 Arbeitstage, Überstundenabgeltung für 16 Überstunden und Beitrag gemäß § 6 Abs 3 BMSVG). Die Kündigung sei in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Betriebsübergang erfolgt und daher unwirksam. Zum Zeitpunkt des berechtigten Austritts der Klägerin (26. Februar 2015) hätte die Beklagte das Dienstverhältnis erst zum 15. April 2015 auflösen können; für diesen Zeitraum stehe der Klägerin daher Kündigungsentschädigung zu. Außerdem habe die Klägerin Überstunden geleistet und Anspruch auf Urlaubsersatzleistung.

Die Beklagte wendete – soweit im Revisionsverfahren noch von Bedeutung – ein, die Kündigung der Klägerin sei aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens erforderlich gewesen und daher wirksam. Die Klägerin sei ab dem 20. Jänner 2015 nicht mehr im Betrieb erschienen und ihrer Arbeit nicht nachgekommen. Es sei von einem unberechtigten vorzeitigen Austritt der Klägerin auszugehen und das Klagebegehren nicht berechtigt.

Das Erstgericht gab der Klage im Umfang von 2.939,50 EUR brutto sA statt (Gehalt für Dezember 2014, Gehalt für 1. bis 19. Jänner 2014 sowie anteilige Sonderzahlungen für diesen Zeitraum, Überstundenabgeltung und anteiliger Beitrag gemäß § 6 Abs 3 BMSVG); das Mehrbegehren von 6.780,77 EUR brutto sA wies es ab. Die Kündigung der Klägerin sei wegen der finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens und nicht aus Anlass des Betriebsübergangs ausgesprochen worden; sie sei daher
– wenngleich erst zum 15. März 2015 – wirksam. Für das Nichterscheinen der Klägerin zur Arbeit ab dem 20. Jänner 2015 habe es keinen hinreichenden Grund gegeben; ihr Verhalten sei zwar kein (schlüssiger) vorzeitiger Austritt, allerdings habe die Klägerin für die Zeit, in der sie ihre Arbeitsleistung unterlassen habe, keinen Entgeltanspruch. Der Austritt der Klägerin sei unberechtigt, weil sie trotz wiederholter Entgeltrückstände das Arbeitsverhältnis fortgesetzt und ihrer Arbeitgeberin keine Nachfrist gesetzt habe.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin gegen diese Entscheidung teilweise Folge und verpflichtete die Beklagte zur Zahlung von insgesamt 5.282,82 EUR brutto sA (zusätzlich zu den bereits zuerkannten Beträgen auch Kündigungsentschädigung für die Zeit von 25. Februar 2015 bis 15. März 2015, Urlaubsersatzleistung für 13,42 Arbeitstage und anteilige Beiträge gemäß § 6 Abs 3 BMSVG). Das Mehrbegehren von 4.437,45 EUR brutto sA wies es ab. Ein Grund für das Unterbleiben der Arbeitsleistung habe nicht bestanden. Die Klägerin habe nicht vorgebracht, dass sie wegen Entgeltrückständen nicht gearbeitet hätte; sie habe sich auch nicht arbeitsbereit erklärt, weshalb ein Anspruch auf Gehalt und Sonderzahlungen für die Zeit von 20. Jänner 2015 bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses (durch die – zwar fristwidrig, aber wirksam – zum 24. Februar 2015 erklärte Arbeitgeber-Kündigung) ausscheide. Danach habe jedoch kein Arbeitsverhältnis mehr bestanden, weshalb es auf eine Arbeitsbereitschaft der Klägerin nicht (mehr) ankomme und ihr daher die Kündigungsentschädigung zustehe, ebenso wie die Urlaubsersatzleistung, die keinen Entgeltanspruch im Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses voraussetze.

Die ordentliche Revision ließ das Berufungsgericht zu, weil Rechtsprechung zu den Fragen fehle, ob bei Entfall des Entgeltanspruchs im Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mangels Arbeitsbereitschaft ein Anspruch auf Kündigungsentschädigung im Sinne des § 29 AngG bzw auf Urlaubsersatzleistung im Sinne des § 10 UrlG bestehe.

Gegen diese Entscheidung wenden sich die Revisionen beider Parteien.

Die Klägerin beantragt in ihrer Revision, in der sie Aktenwidrigkeit und unrichtige rechtliche Beurteilung geltend macht, die Abänderung der Entscheidung dahin, dass ihr noch weiteres Gehalt für den Zeitraum 13. bis 24. Februar 2015 sowie aliquote Sonderzahlungen dafür und ein anteiliger Beitrag gemäß § 6 Abs 3 BMSVG (insgesamt weitere 736,10 EUR brutto sA) zugesprochen werden mögen.

Die Beklagte beantragt, die Revision der Klägerin zurückzuweisen, hilfsweise, ihr keine Folge zu geben.

Die Beklagte wendet sich in ihrer Revision gegen die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichts und beantragt, die Entscheidung dahin abzuändern, dass das Klagebegehren im Umfang von (weiteren) 2.343,32 EUR brutto sA abgewiesen (und damit das Urteil des Erstgerichts wiederhergestellt) werde.

Die Klägerin beantragt, die Revision der Beklagten mangels erheblicher Rechtsfrage zurückzuweisen, hilfsweise, ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der Klägerin ist zulässig und berechtigt.

Die Revision der Beklagten ist unzulässig.

I. Zur Revision der Klägerin:

1. Nach den Feststellungen des Erstgerichts hat sich die Klägerin mit ihrem – an den Rechtsvorgänger der Beklagten (also ihren früheren Arbeitgeber) adressierten – Schreiben vom 13. Februar 2015 (in dem sie zur Zahlung des noch nicht beglichenen Lohns für Dezember 2014 und für Jänner 2015 aufforderte) arbeitsbereit erklärt; von diesem Schreiben erlangten jedoch die Beklagte (ebenso wie der frühere Arbeitgeber, dessen Adresse inzwischen geändert war) keine Kenntnis. Das Berufungsgericht hat die Feststellung, dass die Klägerin mit diesem Schreiben (auch) ihre Arbeitsbereitschaft erklärt habe, mit dem Hinweis auf fehlendes Vorbringen der Klägerin dazu nicht übernommen. Entgegen der Ansicht der Klägerin, die dies in ihrer Revision beanstandet, liegt darin jedoch keine Aktenwidrigkeit.

Nach ständiger Rechtsprechung wird eine Rechtssache rechtlich unrichtig beurteilt, wenn der Entscheidung unzulässige überschießende Feststellungen zugrunde gelegt werden (RIS-Justiz RS0040318 [T2]; RS0036933 [T10, T11, T12]; RS0037972 [T11]; RS0112213 [T1, T4]). Gleiches gilt auch im umgekehrten Fall, wenn Feststellungen als „überschießend“ qualifiziert und daher nicht berücksichtigt werden, obwohl sie sich im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten (4 Ob 25/16d). Bei der Beurteilung, ob es sich um eine unzulässige überschießende Feststellung handelt, ist nicht darauf abzustellen, ob sich der vom Erstgericht getroffene Sachverhalt wörtlich mit den Parteienbehauptungen deckt, sondern es ist zu prüfen, ob sich die Feststellungen im Rahmen des geltend gemachten Klagsgrundes oder der erhobenen Einwendungen halten (RIS-Justiz RS0040318).

Im vorliegenden Fall ist – wie sogleich näher ausgeführt wird – die Frage, ob die Klägerin in ihrem Schreiben an ihren früheren Arbeitgeber vom 13. Februar 2015 (auch) ihre Arbeitsbereitschaft erklärte, für die rechtliche Beurteilung der von ihr geltend gemachten Forderungen allerdings nicht relevant. Weitere Erörterungen zu diesem Punkt der Revision (zur lediglich behaupteten Aktenwidrigkeit) sind daher entbehrlich.

2. In ihrer Rechtsrüge weist die Revisionswerberin zutreffend darauf hin, dass nach dem Sachverhalt eine Arbeitsleistung der Klägerin als Fitness-Trainerin im – unstrittig in der Zeit zwischen 4. und 28. Februar 2015 für Kunden geschlossenen – Fitnessstudio objektiv nicht möglich war. Fest steht außerdem, dass die Klägerin im Februar 2015 ihr Gehalt für Dezember 2014 und Jänner 2015 noch nicht erhalten hatte (diese Forderungen waren auch noch Teil des Klagebegehrens und der Gehaltsanspruch für Dezember 2014 wurde – insoweit bereits teilrechtskräftig – vom Erstgericht zuerkannt), was sowohl ihrem früheren Arbeitgeber als auch der Beklagten bekannt war. Bereits aus diesem Grund war ein – von den Vorinstanzen als Grund für die Abweisung eines Teils der geltend gemachten Forderungen herangezogener – zusätzlicher „Rechtfertigungsgrund“ der Klägerin für das Unterbleiben ihrer Arbeitsleistung in diesem Fall nicht erforderlich.

Ein Arbeitnehmer ist nach der Rechtsprechung berechtigt, seine Arbeitsleistung solange zurückzuhalten, bis der Arbeitgeber einen bereits fällig gewordenen Lohnrückstand gezahlt hat (RIS-Justiz RS0020176; 9 ObA 39/11t mwN). Es genügt, dass der Arbeitnehmer einen derartigen die Arbeitsverweigerung rechtfertigenden Grund im Prozess nachweist, ohne dass es darauf ankommt, ob er diesen Grund im Zeitpunkt der Ablehnung der Arbeit vorgebracht hat (8 ObA 68/99d).

Der Oberste Gerichtshof hat bereits ausgesprochen, dass § 1155 ABGB auch auf den Fall der Zurückbehaltung der Arbeitsleistung wegen Verzugs mit der Entgeltzahlung anzuwenden ist: Die Formulierung „zur Leistung bereit war“ in § 1155 Abs 1 ABGB stellt nur auf die grundsätzliche Leistungsbereitschaft des Arbeitnehmers ab, wenn und solange der Arbeitgeber seine Lohnzahlungspflicht erfüllt; in diesem Sinn ist daher § 1155 ABGB teleologisch einschränkend auszulegen (9 ObA 39/11t).

Die Klägerin, deren im Februar 2015 offene Gehaltsansprüche (für bereits zwei Monate) auch die Beklagte nicht in Zweifel zieht, hat(te) daher einen Entgeltfortzahlungsanspruch, der nicht davon abhängt, ob sie sich (gegenüber ihrem früheren Arbeitgeber oder gegenüber der Beklagten) auf diesen Zahlungsrückstand berufen oder ihre Arbeitsbereitschaft erklärt hat. Die vom Berufungsgericht aufgeworfenen Fragen der Auswirkungen einer fehlenden Arbeitsbereitschaft auf die Ansprüche auf Kündigungsentschädigung oder Urlaubsersatzleistung stellen sich damit im Anlassfall nicht.

Die von der Klägerin in ihrer Revision noch begehrten Entgeltansprüche (laufendes Gehalt samt anteilige Sonderzahlungen für 13. bis 24. Februar 2015 sowie Beitrag gemäß § 6 Abs 3 BMSVG) sind daher berechtigt. Ihrer Revision war im beantragten Umfang Folge zu geben. Die rechnerische Richtigkeit der geforderten Beträge haben die Parteien im gesamten Verfahren nicht in Zweifel gezogen.

II. Zur Revision der Beklagten:

1. Die Revisionswerberin wendet sich (nur) gegen die vom Berufungsgericht der Klägerin zuerkannten Entgeltansprüche (Kündigungsentschädigung für 25. Februar 2015 bis 15. März 2015, Urlaubsersatzleistung sowie anteilige Beiträge gemäß § 6 Abs 3 BMSVG) mit dem Argument, es stehe fest, dass die Klägerin ohne rechtmäßigen Hinderungsgrund keine Arbeitsleistung erbracht habe. Damit geht sie allerdings nicht vom festgestellten Sachverhalt aus, weil – wie bei Behandlung der Revision der Klägerin ausgeführt – die offenen Gehaltsansprüche für mehr als eineinhalb Monate ein Zurückbehalten der Arbeitsleistung rechtfertigten (und darüber hinaus eine Tätigkeit der Klägerin als Fitness-Trainerin während der Zeit, in der das Studio für Kunden geschlossen war, gar nicht in Betracht gekommen wäre). Ansprüche der Klägerin für die Zeit zwischen 20. Jänner und 24. Februar 2015 sind nicht Gegenstand des Revisionsverfahrens.

Soweit das Berufungsgericht die Ansprüche der Klägerin für berechtigt erkannt hat, begegnet die Entscheidung daher keinen Bedenken.

2. Die Frage einer Kündigungsentschädigung für Zeiträume, in denen kein Entgeltanspruch besteht (oder bestanden hätte), stellt sich – wie ebenfalls bereits dargelegt – im vorliegenden Fall nicht, weil die von der Klägerin erhobenen Forderungen keine solchen Zeiten eines fehlenden Entgelt-(fortzahlungs-)anspruchs betreffen. Die Entscheidung des Berufungsgerichts steht daher in ihrem stattgebenden Teil – entgegen der Rechtsansicht der Beklagten – mit der von der Revisionswerberin zitierten Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nicht im Widerspruch.

3. Die Revision der Beklagten geht schließlich davon aus, dass die Klägerin „aufgrund der fehlenden Nachfristsetzung“ unberechtigt vorzeitig ausgetreten sei. Nach der Rechtsprechung wird allerdings durch eine – wie hier (zum 24. Februar 2015) – zeitwidrig ausgesprochene Kündigung das Arbeitsverhältnis grundsätzlich zum verfehlten Termin beendet (RIS-Justiz RS0028223 [T9]). Erörterungen über einen hier erst zwei Tage nach dem Kündigungstermin von der Klägerin erklärten Austritt (und die Frage der Berechtigung dazu) erübrigen sich daher.

4. Eine Rechtsfrage von der in § 502 Abs 1 ZPO geforderten Qualität zeigt die Revision der Beklagten damit insgesamt nicht auf. Das Rechtsmittel war daher zurückzuweisen (§ 510 Abs 3 ZPO).

III. Kostenentscheidung

Die Entscheidung über die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens gründet sich auf § 43 Abs 1 ZPO. Die Klägerin ist mit ihrer auf insgesamt 9.720,27 EUR sA gerichteten Klage insgesamt mit 6.018,92 EUR sA erfolgreich gewesen, was einem Prozentsatz von rund 60 % entspricht. Sie hat daher im erstinstanzlichen Verfahren Anspruch auf 20 % ihrer Verfahrenskosten (daher 876,98 EUR einschließlich 146,16 EUR USt) und auf 60 % ihrer Barauslagen (442,20 EUR), während sie der Beklagten 40 % der von dieser getragenen Barauslagen (110 EUR) zu ersetzen hat (die daher vom Kostenersatzanspruch in Abzug zu bringen waren).

Die Kostenentscheidung für das Berufungsverfahren beruht auf den §§ 43 Abs 2, 50 ZPO. Die Klägerin war im Berufungsverfahren, dem ein Berufungsinteresse von 6.780,77 EUR zugrunde lag, letztlich mit rund 90 % ihres Begehrens erfolgreich und hat daher Anspruch auf die gesamten Kosten ihrer Berufung (1.456,41 EUR einschließlich 152,07 EUR USt). Im Revisionsverfahren gründet sich die Kostenentscheidung auf §§ 41, 50 ZPO. Die Klägerin hat mit ihrem Rechtsmittel vollständig obsiegt und war als Gegnerin der Beklagten zur Gänze erfolgreich, weshalb ihr die Kosten ihrer Revision (335,64 EUR einschließlich 55,94 EUR USt) sowie die ihrer Revisionsbeantwortung (418,78 EUR einschließlich 69,80 EUR USt) zu ersetzen sind.

Textnummer

E117752

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:009OBA00139.16F.0324.000

Im RIS seit

19.04.2017

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2018

Dokumentnummer

JJT_20170324_OGH0002_009OBA00139_16F0000_000