Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob353/61 1Ob186/63 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023355

Geschäftszahl

5Ob353/61; 1Ob186/63; 5Ob90/64; 7Ob132/64; 2Ob275/68; 8Ob73/69; 2Ob224/69; 8Ob5/70; 1Ob40/70 (1Ob41/70); 8Ob101/70; 8Ob116/70; 6Ob273/70; 2Ob344/70; 2Ob47/71; 5Ob129/71 (5Ob130/71); 8Ob218/71 (8Ob219/71); 2Ob352/70 (2Ob353/70); 5Ob290/71; 8Ob56/72; 7Ob115/72; 8Ob42/73; 1Ob38/74; 2Ob181/74; 8Ob196/74; 7Ob220/74; 6Ob4/75; 5Ob148/75; 8Ob542/76; 1Ob686/76; 8Ob240/76; 4Ob588/76; 1Ob541/77; 6Ob737/76; 2Ob48/77; 5Ob701/77; 6Ob807/77; 4Ob505/78; 1Ob639/78; 2Ob137/78; 7Ob572/79; 8Ob518/79; 1Ob35/79; 1Ob508/79; 6Ob778/79; 5Ob657/80; 7Ob729/80; 1Ob741/81; 7Ob784/82; 7Ob556/83; 3Ob697/82; 3Ob513/83; 1Ob738/83; 8Ob567/84; 3Ob608/85; 8Ob12/86; 5Ob537/87; 4Ob526/87; 8Ob539/89; 5Ob646/88; 5Ob595/89; 7Ob540/90; 5Ob521/91; 2Ob43/91; 1Ob5/91; 8Ob533/92; 5Ob2153/96w; 4Ob2193/96w; 2Ob217/99x; 7Ob51/00a; 7Ob271/00d; 6Ob314/00w; 6Ob333/01i; 3Ob72/02p; 6Ob304/02b; 5Ob116/04a; 7Ob118/04k; 6Ob11/04t; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 2Ob100/04a; 7Ob73/06w; 6Ob106/07t; 2Ob60/08z; 2Ob79/08v; 1Ob55/09h; 4Ob75/09x; 9Ob40/09m; 4Ob114/10h; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 4Ob18/15y; 3Ob45/16p; 6Ob94/16s

Entscheidungsdatum

29.11.1961

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1298

Rechtssatz

Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Dies gilt auch für einen beschränkten Verkehr (Kommission an einer Baustelle, angelehnt an den in der deutschen Rechtsprechung entwickelten Begriff der Verkehrssicherungspflicht). Bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein (Haftung eines Baumeisters für den Unfall eines Kommissionsmitgliedes bei einer angesagten Besichtigung der Baustelle).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 353/61
    Entscheidungstext OGH 29.11.1961 5 Ob 353/61
  • 1 Ob 186/63
    Entscheidungstext OGH 20.12.1963 1 Ob 186/63
  • 5 Ob 90/64
    Entscheidungstext OGH 06.05.1964 5 Ob 90/64
    Ähnlich
  • 7 Ob 132/64
    Entscheidungstext OGH 01.07.1964 7 Ob 132/64
    Beisatz: Baggeraufstellung bei Messe. (T1)
    Veröff: SZ 37/97
  • 2 Ob 275/68
    Entscheidungstext OGH 06.11.1968 2 Ob 275/68
    Beisatz: Streupflicht als Ausfluss der Verkehrssicherungspflicht auf einem Friedhof. (T2)
    Veröff: SZ 41/146 = EvBl 1969/119 S 182 = JBl 1969,557 = ZVR 1969/266 S 238
  • 8 Ob 73/69
    Entscheidungstext OGH 22.04.1969 8 Ob 73/69
    Beisatz: Hier: Vorplatz eines städtischen Kindergartens. (T3)
    Veröff: EvBl 1969/322 S 491
  • 2 Ob 224/69
    Entscheidungstext OGH 25.09.1969 2 Ob 224/69
    Beisatz: Haftung der Baufirma für die ungenügende Kennzeichnung einer durch eine Baustelle geschaffenen Gefahrenlage. (T4) Veröff: SZ 42/139
  • 8 Ob 5/70
    Entscheidungstext OGH 20.01.1970 8 Ob 5/70
  • 1 Ob 40/70
    Entscheidungstext OGH 16.04.1970 1 Ob 40/70
    Beisatz: Ungenügende Sicherung eines Niveauunterschiedes im Geschäftslokal. (T5)
  • 8 Ob 101/70
    Entscheidungstext OGH 05.05.1970 8 Ob 101/70
    Beisatz: Haftung einer Kärntner Almgemeinschaft für Beschädigung von Touristen durch Almvieh. (T6)
    Veröff: LwBetr 1972,27
  • 8 Ob 116/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 8 Ob 116/70
    Veröff: EvBl 1970/344 S 605 = LwBetr 1971,163
  • 6 Ob 273/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 6 Ob 273/70
    Beisatz: Materialseilbahn (T7)
  • 2 Ob 344/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 2 Ob 344/70
    Beisatz: Treppe zu einer Gastwirtschaft. (T8)
    Veröff: SZ 43/204
  • 2 Ob 47/71
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 2 Ob 47/71
    Beisatz: Die Verpflichtung des Baumeisters zur unfallsicheren Aufstellung von Verkehrszeichen ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht. (T9)
    Veröff: SZ 44/83
  • 5 Ob 129/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 5 Ob 129/71
    nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehrs für Menschen eröffnet. (T10)
    Beisatz: Stufe nach der Tür zu einer an eine Kirche angebauten Kapelle; Pflicht zur Anbringung einer Warnungstafel. (T11)
  • 8 Ob 218/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 8 Ob 218/71
    nur T10
  • 2 Ob 352/70
    Entscheidungstext OGH 16.09.1971 2 Ob 352/70
    nur T10
  • 5 Ob 290/71
    Entscheidungstext OGH 03.11.1971 5 Ob 290/71
    Beisatz: Regennasse Treppe eines Baderestaurants. (T12)
  • 8 Ob 56/72
    Entscheidungstext OGH 11.04.1972 8 Ob 56/72
    nur T10; Veröff: ZVR 1973/155 S 214
  • 7 Ob 115/72
    Entscheidungstext OGH 10.05.1972 7 Ob 115/72
    nur T10; Beisatz: Mangelnde Absicherung eines Stiegenaufganges durch Geländer. (T13)
  • 8 Ob 42/73
    Entscheidungstext OGH 20.03.1973 8 Ob 42/73
    nur T10; Beisatz: Dies gilt auch für Straßen ohne öffentlichen Verkehr. (T14)
  • 1 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 38/74
    nur T10; Veröff: EvBl 1975/3 S 13 = ZVR 1975/114 S 179
  • 2 Ob 181/74
    Entscheidungstext OGH 05.09.1974 2 Ob 181/74
  • 8 Ob 196/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 196/74
    nur T10; Beisatz: Dasselbe muss gelten, wenn der Grundeigentümer von seinem Grund und Boden aus eine Gefahrenquelle auf eine der Öffentlichkeit zugängliche Verkehrsfläche wirken lässt. (T15)
    Veröff: SZ 47/124 = ZVR 1975/159 S 236
  • 7 Ob 220/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 220/74
    Beisatz: Schutz jedes Befugten Benützers - von Geschäftsbetrieb ausgehende Gefahrenquelle. (T16)
    Veröff: JBl 1975,544
  • 6 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 4/75
    nur T10; Veröff: EvBl 1976/50 S 100 = ZVR 1975/248 S 334
  • 5 Ob 148/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 5 Ob 148/75
    nur T10; Beisatz: Hier: Verletzung infolge Vereisung im Tankstellenbereich (WC). (T17)
    Veröff: RZ 1976/40 S 75
  • 8 Ob 542/76
    Entscheidungstext OGH 29.09.1976 8 Ob 542/76
  • 1 Ob 686/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 1 Ob 686/76
    nur T10; Beisatz: Abgesperrte Grünfläche. (T18)
    Veröff: JBl 1977,371
  • 8 Ob 240/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 8 Ob 240/76
    Beisatz: Wird nur ein beschränkter Verkehrs eröffnet, also ein Verkehr nicht für die Allgemeinheit schlechthin, sondern nur für einen bestimmten Personenkreis, dann besteht die Verkehrssicherungspflicht nur gegenüber jenen Personen, für die der Verkehr eröffnet wird. (T19)
    Veröff: ZVR 1978/19 S 18
  • 4 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 588/76
    nur T10
  • 1 Ob 541/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 541/77
    nur T10; Beisatz: Die Sicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit. (T20)
  • 6 Ob 737/76
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 6 Ob 737/76
    nur T10
  • 2 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 2 Ob 48/77
    nur T10; Beisatz: Verpflichtung zur Aufstellung einer die Tragkraft der Brücke anzeigenden Hinweistafel. (T21)
  • 5 Ob 701/77
    Entscheidungstext OGH 24.02.1978 5 Ob 701/77
    nur T10; Veröff: RZ 1978/66 S 166
  • 6 Ob 807/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 6 Ob 807/77
    Beis wie T19; Beisatz: Vorsorge gegen Dachlawinen. (T22)
  • 4 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 505/78
    Beisatz: Kindergarten (T23)
  • 1 Ob 639/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 639/78
    nur T10; Beisatz: Schipiste (T24)
    Veröff: JBl 1979,433 = ZVR 1979/74 S 81
  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
    Beis wie T19; nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Dies gilt auch für einen beschränkten Verkehr (Kommission an einer Baustelle. (T25)
    Beisatz: Lawinenunglück auf Baustelle. (T26)
  • 7 Ob 572/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 572/79
    nur T10
  • 8 Ob 518/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 8 Ob 518/79
    nur T10
  • 1 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 17.12.1979 1 Ob 35/79
    nur T25
  • 1 Ob 508/79
    Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 508/79
    nur T10; Veröff: EvBl 1980/111 S 351 = JBl 1980,590
  • 6 Ob 778/79
    Entscheidungstext OGH 02.04.1980 6 Ob 778/79
    nur T10
  • 5 Ob 657/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 657/80
    nur T25; Beis wie T19
  • 7 Ob 729/80
    Entscheidungstext OGH 27.11.1980 7 Ob 729/80
    nur T10; Beisatz: In der Belassung eines Zustandes, der keineswegs unüblich ist und der der Klägerin seit Jahren bekannt war, liegt kein rechtswidriger Verstoß des Beklagten gegen seine Verkehrssicherungspflicht (hier: Türsteher zur Fixierung der Türflügel im Boden). (T27)
  • 1 Ob 741/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 741/81
    nur T25; Beis wie T19
  • 7 Ob 784/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 784/82
    nur T10; Beis wie T19; Beis wie T20
  • 7 Ob 556/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 556/83
    nur T25
  • 3 Ob 697/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 697/82
    nur T10; Beisatz: Es ist dabei gleich, ob der Verkehr auf eigenem Grund oder auf dem unmittelbar angrenzenden Grund stattfindet, wenn nur eine gewisse Verfügungsmacht und Einflussnahme auf die Gefahrenstelle offensteht. (T28)
  • 3 Ob 513/83
    Entscheidungstext OGH 06.07.1983 3 Ob 513/83
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 1 Ob 738/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 738/83
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 508/79
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
    Auch; nur T10; Beisatz: Hier: Gefährliches Aufstellen eines hohen Klettergerüstes für Kinder auf Kaltasphalt - Mischgut. (T29)
  • 3 Ob 608/85
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 3 Ob 608/85
    nur T10; Beisatz: Hier: Verneint bei Wasserlacke in für Gast zugänglichem Badezimmer. (T30)
  • 8 Ob 12/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 8 Ob 12/86
    Beis wie T15; Veröff: ZVR 1987/104 S 318
  • 5 Ob 537/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 5 Ob 537/87
    Auch; Beisatz: Pflicht zur Vorkehrung, zumindest aber zur Warnung. (T31)
  • 4 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 526/87
    nur T10
  • 8 Ob 539/89
    Entscheidungstext OGH 30.03.1989 8 Ob 539/89
    nur T10
  • 5 Ob 646/88
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 646/88
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Auch
  • 7 Ob 540/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 540/90
    Ähnlich; Beisatz: Auch der, der eine Gefahrenquelle schafft oder in seiner Sphäre bestehen lässt. (T32)
    Veröff: ImmZ 1990,287
  • 5 Ob 521/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 521/91
    nur T10; Veröff: SZ 64/76 = RdW 1991,322
  • 2 Ob 43/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 43/91
    Auch; nur T10; Beis wie T32; Beisatz: Hier: Hineinwachsenlassen von Bäumen in das Lichtraumprofil von Straßen. (T33)
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Auch; nur T10; Veröff: JBl 1991,586
  • 8 Ob 533/92
    Entscheidungstext OGH 12.03.1992 8 Ob 533/92
    Auch; nur T10
  • 5 Ob 2153/96w
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2153/96w
    Vgl auch; nur T10; Beisatz: Hier: Erleidet der Mieter durch die mangelhafte Beschaffenheit des Zugangs zum vermieteten Objekt einen Schaden, ist ihm der Vermieter ersatzpflichtig, sofern er nicht nachweisen kann, dass ihn an der Nichterfüllung seiner Erhaltungspflicht kein Verschulden trifft (§ 1298 ABGB). (T34)
  • 4 Ob 2193/96w
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2193/96w
    nur T10; Beisatz: Die Verkehrssicherungspflicht darf nicht überspannt werden, weil dadurch eine vom Verschulden losgelöste Haftung begründet würde. (T35)
  • 2 Ob 217/99x
    Entscheidungstext OGH 02.09.1999 2 Ob 217/99x
    Vgl auch; nur T10; Beis wie T28; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters einer Ausstellung. (T36)
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Vgl auch; nur T10; Beisatz: Diese Pflichten ergeben sich schon bei Duldung des Verkehrs. (T37)
    Beisatz: Hier: Seilabsperrung zur Unterteilung einer Eisfläche. (T38)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Ähnlich; nur T25; Beis wie T3
  • 6 Ob 314/00w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 314/00w
    Auch; nur T10; Beisatz: Jeden, der eine seiner Verfügung unterliegende Anlage dem Zutritt eines Personenkreises eröffnet, trifft eine Verkehrssicherungspflicht. Er muss die Anlage für die befugten Benützer in einem verkehrssicheren und gefahrlosen Zustand erhalten und vor erkennbaren Gefahren schützen. (T39)
  • 6 Ob 333/01i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/01i
    Auch; nur T10; Beis wie T20; Beis ähnlich wie T35; Beis wie T39
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Auch; nur T10; Beisatz: Es soll jener Personenkreis vor Gefahren geschützt werden, dem der Zutritt auf eine der Verfügung des Haftpflichtigen unterliegende Anlage eröffnet wird. Geschützt sind nur die befugten Benützer der Anlage. (T40)
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch; Beis wie T39
  • 5 Ob 116/04a
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 5 Ob 116/04a
    Beis wie T19
  • 7 Ob 118/04k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 118/04k
    Auch
  • 6 Ob 11/04t
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 11/04t
    Auch; Beisatz: Hier: Einklemmen eines Fingers eines Fußballspielers bei Werbetafeln am Spielfeldrand infolge Sturzes. (T41)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
    nur T10
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    nur T10
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Auch; Beis wie T32
  • 7 Ob 73/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 73/06w
    Vgl auch
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; nur T10; Beis wie T37; Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T42)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Vgl auch; Beis wie T28; Veröff: SZ 2008/46
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Vgl auch; Auch Beis wie T28; Beis wie T32
  • 1 Ob 55/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 55/09h
    Auch; nur: Es ist eine allgemeine Regel, dass jeder für die Verkehrssicherheit zu sorgen hat, der auf einem ihm gehörenden oder seiner Verfügung unterstehenden Grund und Boden einen Verkehr für Menschen eröffnet. Bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein. (T43)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Vgl; Beisatz: Wer einen Verkehr eröffnet, hat grundsätzlich für dessen Sicherheit zu sorgen. (T44)
    Beisatz: Hier: Friedhof. (T45)
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    Auch; nur T10
  • 4 Ob 114/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 114/10h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Allgemeine Verkehrssicherungspflicht des eine objektive Gefahrenlage herbeiführenden Veranstalters einer Jagd. (T46)
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    nur T10; Beis wie T19
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T10; Auch Beis wie T19; Veröff: SZ 2012/134
  • 4 Ob 18/15y
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 18/15y
    Auch; nur: (Nur) bei Nichterfüllung dieser Pflicht tritt gemäß § 1298 ABGB Umkehrung der Beweislast ein. (T47)
  • 3 Ob 45/16p
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 45/16p
    Auch; nur T10; Beis wie T19
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; nur T10; Beis wie T37

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0023355

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19611129_OGH0002_0050OB00353_6100000_001

Rechtssatz für 1Ob171/68 8Ob193/68 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022778

Geschäftszahl

1Ob171/68; 8Ob193/68; 5Ob293/70; 8Ob116/70; 4Ob643/71; 8Ob174/72 (8Ob175/72); 4Ob560/74 (4Ob561/74); 8Ob196/74; 5Ob323/74 (5Ob324/74); 7Ob103/75; 4Ob604/75; 7Ob641/76; 2Ob44/76; 3Ob580/76; 5Ob650/76; 8Ob240/76; 4Ob588/76; 8Ob59/77; 2Ob48/77; 8Ob137/77; 7Ob686/77; 6Ob807/77; 8Ob88/78; 2Ob137/78; 8Ob22/79; 2Ob5/79; 6Ob692/79; 2Ob133/79; 4Ob560/79; 6Ob539/80; 5Ob657/80; 1Ob544/81; 2Ob218/80; 2Ob251/80; 7Ob763/81; 7Ob757/81; 7Ob819/81; 7Ob635/82; 8Ob283/82; 3Ob679/82; 7Ob725/82; 3Ob697/82; 7Ob576/84; 8Ob16/85; 8Ob3/87; 3Ob555/87; 4Ob547/87; 8Ob664/87; 2Ob93/88; 7Ob524/90; 1Ob42/90; 2Ob34/95; 2Ob5/96; 2Ob2264/96x; 3Ob35/98p; 9Ob69/98g; 7Ob343/99p; 6Ob240/00p; 8Ob164/00a; 7Ob271/00d; 6Ob21/01h; 2Ob47/01b; 7Ob24/02h; 3Ob72/02p; 10Ob237/02d; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob294/05m; 2Ob100/04a; 2Ob89/07p; 2Ob79/08v; 2Ob44/08x; 10Ob15/08s; 2Ob49/09h; 9Ob40/09m; 2Ob143/09g; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 1Ob122/13t; 1Ob103/14z; 1Ob97/15v; 3Ob45/16p; 7Ob59/16a; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 1Ob4/18x; 7Ob78/18y; 3Ob62/18s; 1Ob51/19k

Entscheidungsdatum

29.08.1968

Norm

ABGB §1295 Ia6

Rechtssatz

Wer eine Gefahrenquelle schafft, hat die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung abzuwenden (SZ 37/97, EvBl 1961/526 ua).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 171/68
    Entscheidungstext OGH 29.08.1968 1 Ob 171/68
  • 8 Ob 193/68
    Entscheidungstext OGH 10.09.1968 8 Ob 193/68
  • 5 Ob 293/70
    Entscheidungstext OGH 21.01.1971 5 Ob 293/70
  • 8 Ob 116/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 8 Ob 116/70
    Veröff: EvBl 1970/344 S 605 = LwBetr 1971,163
  • 4 Ob 643/71
    Entscheidungstext OGH 30.11.1971 4 Ob 643/71
    Veröff: SZ 44/182
  • 8 Ob 174/72
    Entscheidungstext OGH 21.11.1972 8 Ob 174/72
    Beisatz: Dies gilt auch für den Lieferanten einer technischen Anlage oder Maschine. (T1)
  • 4 Ob 560/74
    Entscheidungstext OGH 01.10.1974 4 Ob 560/74
  • 8 Ob 196/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 196/74
    Veröff: SZ 47/124 = ZVR 1975/159 S 236
  • 5 Ob 323/74
    Entscheidungstext OGH 29.01.1975 5 Ob 323/74
    Beisatz: Nach Tunlichkeit. (T2)
  • 7 Ob 103/75
    Entscheidungstext OGH 05.06.1975 7 Ob 103/75
    Beisatz: Umkehr der Beweislast. (T3)
    Veröff: MietSlg 27221
  • 4 Ob 604/75
    Entscheidungstext OGH 21.10.1975 4 Ob 604/75
  • 7 Ob 641/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 641/76
  • 2 Ob 44/76
    Entscheidungstext OGH 23.09.1976 2 Ob 44/76
    Veröff: SZ 49/115
  • 3 Ob 580/76
    Entscheidungstext OGH 28.09.1976 3 Ob 580/76
    Auch; Beisatz: Konzessionslos ausgeübtes konzessionspflichtiges Gewerbe. (T4)
  • 5 Ob 650/76
    Entscheidungstext OGH 05.10.1976 5 Ob 650/76
  • 8 Ob 240/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 8 Ob 240/76
    Veröff: ZVR 1978/19 S 18
  • 4 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 588/76
    Beis wie T3
  • 8 Ob 59/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 59/77
    Beisatz: Die Verursachung einer Gefahrensituation rechtfertigt die Auferlegung verstärkter Sorgfaltspflichten. Maßgebend ist dabei die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen. (T5)
  • 2 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 2 Ob 48/77
    Vgl; Beisatz: Verpflichtung zur Aufstellung einer die Tragkraft der Brücke anzeigenden Hinweistafel. (T6)
  • 8 Ob 137/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 137/77
    Beis wie T3
  • 7 Ob 686/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 686/77
    Beis wie T5
  • 6 Ob 807/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 6 Ob 807/77
  • 8 Ob 88/78
    Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 88/78
    Beisatz: Eine gleichartige Verpflichtung trifft auch denjenigen, der auf eine der Öffentlichkeit zugängliche Verkehrsfläche eine von angrenzenden Grundstücken ausgehende Gefahrenquelle wirken lässt. (T7)
  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
    Vgl; Beisatz: Die Sicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit (vgl 2 Ob 48/77). (T8)
  • 8 Ob 22/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 22/79
    Beisatz: Voraussetzung ist das bei gehöriger Sorgfalt mögliche Erkennen einer Gefahrenlage. (T9)
    Veröff: ZVR 1980/94 S 109
  • 2 Ob 5/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 2 Ob 5/79
    Beis wie T9; Veröff: SZ 52/33 = JBl 1979,485
  • 6 Ob 692/79
    Entscheidungstext OGH 30.08.1979 6 Ob 692/79
    Beisatz: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden; dies würde dazu führen, in Wahrheit eine vom Verschulden losgelöste Haftung zu begründen. Beschädigung eines geparkten Autos bei Dacharbeiten. (T10)
  • 2 Ob 133/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 133/79
  • 4 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 560/79
    Veröff: JBl 1981,206
  • 6 Ob 539/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 6 Ob 539/80
    Beis wie T3
  • 5 Ob 657/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 657/80
  • 1 Ob 544/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 544/81
    Beis wie T9; Beis wie T10 nur: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden; dies würde dazu führen, in Wahrheit eine vom Verschulden losgelöste Haftung zu begründen. (T11)
  • 2 Ob 218/80
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 2 Ob 218/80
  • 2 Ob 251/80
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 2 Ob 251/80
    Beis wie T5; Beisatz: Unterlassene Absicherung eines von einem Kranwagen der Feuerwehr quer über die Fahrbahn gespannten Stahlseils. (T12)
  • 7 Ob 763/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 763/81
  • 7 Ob 757/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 757/81
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
  • 7 Ob 635/82
    Entscheidungstext OGH 11.11.1982 7 Ob 635/82
  • 8 Ob 283/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 283/82
    Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Beschädigter Zaun gefährdet Verkehrsteilnehmer. (T13)
  • 3 Ob 679/82
    Entscheidungstext OGH 16.02.1983 3 Ob 679/82
    Beisatz: Wer auf seinem Grundstück einen gefährlichen Zustand geschaffen hat, muss dafür sorgen dass das Grundstück nicht unbefugt, vor allem durch Kinder, betreten werden kann oder sonst für die Beseitigung der Gefahrenlage Sorge tragen. (T14)
  • 7 Ob 725/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 7 Ob 725/82
    Beisatz: Ihre Grenze hat diese Sicherungspflicht in dem dem Sicherungspflichtigen Zumutbaren. (T15)
    Beis wie T5 nur: Maßgebend ist dabei die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen. (T16)
    Beis wie T11
  • 3 Ob 697/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 697/82
    Beisatz: Eine persönliche Haftung besteht auch dann, wenn Pflichten delegiert wurden, eine Sicherungsmaßnahme aber durch längere Zeit nicht ergriffen wurde. (T17)
  • 7 Ob 576/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 576/84
    Beisatz: Hier: Brandverursacher macht den zur Hilfe herbeigeholten Nachbarn nicht auf Kanister mit Benzin aufmerksam, der in der Folge explodiert. (T18)
  • 8 Ob 16/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 16/85
    Beisatz: EvBl 1986/75 S 274 = JBl 1986,520 = ZVR 1986/59 S 149
  • 8 Ob 3/87
    Entscheidungstext OGH 11.06.1987 8 Ob 3/87
    Beisatz: Hier: Durch die Flucht des Rechtsbrechers für den Verfolger geschaffene Gefahrenlage. (T19)
    Veröff: SZ 60/105 = JBl 1987,785 = ZVR 1988/67 S 144
  • 3 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 3 Ob 555/87
    Beis wie T10
  • 4 Ob 547/87
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 547/87
    Veröff: SZ 60/190
  • 8 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 664/87
  • 2 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 93/88
    Beis wie T9
  • 7 Ob 524/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 7 Ob 524/90
    Veröff: JBl 1991,387 = VersR 1991,1163
  • 1 Ob 42/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 42/90
    Beis wie T9; Beis wie T8; Veröff: SZ 64/23 = JBl 1991,647
  • 2 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 11.05.1995 2 Ob 34/95
    Auch; Beisatz: Für die Festlegung der Pflichten müssen die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen berücksichtigt werden. (T20)
  • 2 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 2 Ob 5/96
    Beisatz: Dies gilt auch für den, der einen Verkehr eröffnet hat. (T21)
  • 2 Ob 2264/96x
    Entscheidungstext OGH 19.09.1996 2 Ob 2264/96x
    Vgl auch; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Privater Verfolger. (T22)
    Veröff: SZ 69/214
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 9 Ob 69/98g
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 69/98g
    Beis wie T2
  • 7 Ob 343/99p
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 7 Ob 343/99p
  • 6 Ob 240/00p
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 240/00p
  • 8 Ob 164/00a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 164/00a
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Auch; Beis ähnlich wie T11
  • 6 Ob 21/01h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 21/01h
    Auch; Veröff: SZ 74/78
  • 2 Ob 47/01b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 47/01b
    Beis wie T15; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Es bedarf eines besonderen Hinweises um eine Gefährlichkeit eines Ufers eines fließenden Gewässers zu erkennen. (T23)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; Beis wie T9; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Im Einzelfall kommt es auf die Wahrscheinlichkeit der Schädigung an. (T24)
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Baustelle als Gefahrenquelle, wobei die konkret verwirklichte Gefahr nicht von der Baustelle selbst beziehungsweise den darauf verrichteten Arbeiten ausgeht, sondern von dem zum Betrieb der Baustelle erforderlichen Verkehr mit schweren Lkws. (T25)
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; Beis wie T2; Beis ähnlich T8; Beisatz: Die Verkehrssicherungspflicht trifft denjenigen, der die Gefahr erkennen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergreifen kann. (T26)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T27)
    Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T28)
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Beis wie T26
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
    Beis wie T26; Beisatz: Wer eine Gefahrenquelle schafft oder bestehen lässt, muss die notwendigen und ihm zumutbaren Vorkehrungen treffen, um eine Schädigung anderer nach Tunlichkeit abzuwenden. (T29)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Beisatz: Voraussetzung für eine Verkehrssicherungspflicht ist eine vom Sicherungspflichtigen geschaffene oder ihm zurechenbare Gefahrenquelle. (T30)
    Beis wie T26
  • 2 Ob 44/08x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 44/08x
    Beis wie T29; Beisatz: Wer dies unterlässt, handelt rechtswidrig. (T31)
    Veröff: SZ 2008/158
  • 10 Ob 15/08s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 10 Ob 15/08s
    Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Nach diesem Grundsatz hatte der Beklagte als Veranstalter des Krampuslaufs für die im Interesse der Sicherheit von Beteiligten und Zuschauern erforderlichen Vorkehrungen zu sorgen. Schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verneint. (T32)
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Beis wie T11
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    Beis wie T8; Beis wie T10 nur: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden. (T33)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T25; Beisatz: Hier: Zumutbare Vorkehrungen zur Verhinderung der Beschädigung eines Servitutswegs, welcher der Belastung durch Baufahrzeuge auf Dauer voraussehbar nicht standhalten konnte. (T34)
    Veröff: SZ 2010/67
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    Auch
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Veröff: SZ 2012/134
  • 1 Ob 122/13t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 122/13t
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 1 Ob 97/15v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 97/15v
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T29; Beisatz: Hier: Haftung für sogenannte „Verfolgungsschäden“. (T35)
  • 3 Ob 45/16p
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 45/16p
    Auch
  • 7 Ob 59/16a
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 59/16a
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Sabrieren einer Champagnerflasche. (T36)
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Beisatz: Hier: Inbetriebnahme eines Schidoos. (T37)
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T33
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Beisatz: Hier: Absicherung eines Golfplatzes durch den Betreiber gegen Verletzung von Wanderern. (T38)
  • 7 Ob 78/18y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 78/18y
  • 3 Ob 62/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 62/18s
  • 1 Ob 51/19k
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 51/19k
    Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T29

Schlagworte

Ingerenzprinzip

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0022778

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19680829_OGH0002_0010OB00171_6800000_001

Rechtssatz für 2Ob344/70 8Ob218/71 (8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023421

Geschäftszahl

2Ob344/70; 8Ob218/71 (8Ob219/71); 7Ob162/71 (7Ob163/71); 5Ob306/71; 7Ob157/73; 6Ob63/74; 7Ob220/74; 6Ob4/75; 8Ob167/75; 5Ob148/75; 5Ob184/75; 2Ob272/75; 1Ob742/76; 6Ob737/76; 5Ob701/77; 7Ob640/80; 7Ob530/81; 6Ob600/80; 3Ob679/80; 6Ob722/81; 7Ob548/82; 7Ob594/83; 7Ob555/87; 7Ob720/87; 8Ob650/88; 8Ob622/88; 8Ob583/89; 4Ob553/90; 2Ob583/93; 2Ob580/95 (2Ob581/95); 10Ob529/94; 7Ob66/99b; 3Ob44/99p; 9Ob162/00i; 8Ob50/05v; 1Ob152/05t; 2Ob87/07v; 2Ob66/08g; 6Ob201/08i; 6Ob94/16s; 4Ob120/18b; 6Ob221/18w

Entscheidungsdatum

12.11.1970

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 Abs1 IIe

Rechtssatz

Zur Verkehrssicherungspflicht eines Gastwirtes.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 344/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 2 Ob 344/70
    Veröff: SZ 43/204
  • 8 Ob 218/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 8 Ob 218/71
  • 7 Ob 162/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 7 Ob 162/71
    Beisatz: Haftung für schadhaftes Geländer. (T1) Veröff: ImmZ 1972,172
  • 5 Ob 306/71
    Entscheidungstext OGH 01.12.1971 5 Ob 306/71
    Beisatz: Der Gastwirt hat alles vorzukehren, um die Sicherheit des Betriebes, der Anlage oder der damit im Zusammenhang befindlichen Wege und Plätze zu erhalten. (T2) Veröff: ImmZ 1972,87 = ZVR 1972/174 S 334
  • 7 Ob 157/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 7 Ob 157/73
    Beisatz: Die dabei zu stellenden Anforderungen dürfen die Grenze des Zumutbaren nicht überschreiten. (T3)
  • 6 Ob 63/74
    Entscheidungstext OGH 02.05.1974 6 Ob 63/74
    Veröff: EvBl 1974/248 S 546
  • 7 Ob 220/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 220/74
    Beisatz: Schutz jedes befugten Benützers - von Geschäftsbetrieb ausgehende Gefahrenquelle. (T4) Veröff: JBl 1975,544
  • 6 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 4/75
    Veröff: ZVR 1975/248 S 334
  • 8 Ob 167/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 8 Ob 167/75
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 148/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 5 Ob 148/75
    Beisatz: Hier: Verletzung infolge Vereisung im Tankstellenbereich (WC). (T5) Veröff: RZ 1976/40 S 75 = MietSlg 27222
  • 5 Ob 184/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 5 Ob 184/75
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 48/100 = EvBl 1976/63 S 126
  • 2 Ob 272/75
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 2 Ob 272/75
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 1 Ob 742/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 742/76
  • 6 Ob 737/76
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 6 Ob 737/76
    Beis wie T3; Beisatz: Verletzung eines Gastes durch einen von einem auf fremden Grund stehenden Baum in den Gastgarten fallenden Ast. (T6)
  • 5 Ob 701/77
    Entscheidungstext OGH 24.01.1978 5 Ob 701/77
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Veranstalter einer Ausstellung. (T7) Veröff: RZ 1978/66 S 166
  • 7 Ob 640/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 7 Ob 640/80
    Beisatz: Unterlassung des erforderlichen Bestreuens des unmittelbar beim Hoteleingang gelegenen glatten harten Schnees - Verschuldensteilung 1:1. (T8)
  • 7 Ob 530/81
    Entscheidungstext OGH 12.11.1981 7 Ob 530/81
    Ähnlich; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Vereiste Stufen nach Eingangstüre in Uhrmacherladen. (T9)
  • 6 Ob 600/80
    Entscheidungstext OGH 11.02.1981 6 Ob 600/80
    Beisatz: Die Entschärfung einer Gefahrenquelle durch zumutbare Sicherungsmaßnahmen muss zwar dem Betriebsinhaber als demjenigen auferlegt werden, dem die Eröffnung des Verkehrs zuzurechnen ist, nicht aber dem Verpächter, dem eine betriebstechnische Einflussnahme auf die konkrete Abwicklung des Personalverkehrs und Gästeverkehrs in dem Gang und durch die Tür nicht zukommt; ein privater Besucherverkehr begründet nach der Häufigkeit der Besuche und der Zusammensetzung der Besucherkreis anders einzuschätzenden und gegebenenfalls abzuwehrende Gefahrenmomente. (T10)
  • 3 Ob 679/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1981 3 Ob 679/80
  • 6 Ob 722/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 722/81
    Auch; Beisatz: Der Casinobetreiber, der zum Gast in einem Vertragsverhältnis stand, hatte den besonderen Verkehr für die Gäste des Spielcasinos eröffnet. Er hatte daher auf Grund der Verkehrssicherungspflicht für einen sicheren Zugang und Abgang seiner Gäste zu sorgen und den Bereich des Einganges zu säubern und zu streuen. Wie groß dieser Bereich ist, hängt von den Umständen des Einganges, die Beschaffenheit seiner Umgebung und die sonstigen örtlichen Verhältnisse an, ebenso aber auch darauf, ob damit gerechnet werden muss, dass eine Gruppe von Personen das Gebäude gleichzeitig verlassen wird. (T11)
  • 7 Ob 548/82
    Entscheidungstext OGH 04.03.1982 7 Ob 548/82
  • 7 Ob 594/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 594/83
    Ähnlich; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Neuerliche Eisbildung auf Apothekenstufen innerhalb kürzester Zeit. (T12)
  • 7 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 15.05.1987 7 Ob 555/87
    Beis wie T3
  • 7 Ob 720/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 720/87
    Beis wie T3; Beisatz: Damit, dass ein Gast auf das Fensterbrett steigt, sich dort hinhockt oder hinkniet, muss der Gastwirt auch in Ansehung von schlaftrunkenen oder alkoholisierten Personen nicht rechnen. (T13)
  • 8 Ob 650/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 8 Ob 650/88
    Beis wie T2; Beisatz: Erhaltung der Anlagen, die den Gästen zur Benützung eingeräumt werden, in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand. (T14)
  • 8 Ob 622/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 8 Ob 622/88
    Beis wie T3
  • 8 Ob 583/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1990 8 Ob 583/89
    Beisatz: Bezüglich der Sicherheit der Räume bestehen nicht nur Sorgfaltspflichten, sondern es wird auch ein (ohne Gefährdung der Person) benützbarer Raum selbst geschuldet (Erfolgsverbindlichkeit). (T15)
  • 4 Ob 553/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 553/90
    Beisatz: Im Rahmen dieser vertraglichen Haftung trifft ihn gemäß § 1298 ABGB die Beweislast dafür, dass er die erforderlichen und zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat. Ein Verschulden des Gastwirtes ist immer dann zu verneinen, wenn besondere und wirksame Gegenmaßnahmen nicht erwartet werden können. (T16)
  • 2 Ob 583/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1995 2 Ob 583/93
    Beisatz: Gipfelrestaurant (T17)
  • 2 Ob 580/95
    Entscheidungstext OGH 23.11.1995 2 Ob 580/95
    Auch; Beis wie T16; Beisatz: Der Gastwirt muss im Rahmen des Zumutbaren alle Maßnahmen ergreifen, die von ihm nach der Verkehrsauffassung verlangt werden können. (T18)
  • 10 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 529/94
    Beis wie T16 nur: Im Rahmen dieser vertraglichen Haftung trifft ihn gemäß § 1298 ABGB die Beweislast dafür, dass er die erforderlichen und zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat. (T19); Beisatz: Hier: Aufbewahrung eines ätzenden Mittels in einem Kunststoffbecher, der einem Trinkgefäß ähnlich sieht, ungesichert vor dem Zugriff Dritter in der Theke eines Gastgewerbebetriebes, wo auch mit dem unbefugten Verweilen von Kindern gerechnet werden musste. (T20) Veröff: SZ 69/8
  • 7 Ob 66/99b
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 66/99b
    Beis wie T2; Beisatz: Vom Gastwirt ist die Anwendung besonderer Sorgfalt zu verlangen. (T21); Beisatz: Hier: Jausenstation auf einer Alm. (T22)
  • 3 Ob 44/99p
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 44/99p
    Auch; Beisatz: Bei der Lagerung ätzender, giftiger oder sonst besonders gefährlicher Materialien in einem Gastgewerbebetrieb ist besondere Vorsicht angebracht. Die Verkehrssicherungspflicht von Geschäftsräumen muss auf die spezifischen Verkehrsgefahren Bedacht nehmen, die sich aus der Eigenart des jeweiligen Verkehrs ergeben. Besondere Anforderungen sind an Gaststätten zu stellen, den hier ist typischerweise mit Gästen zu rechnen, deren Aufmerksamkeit etwa durch Alkoholgenuss herabgesetzt ist. (T23); Beisatz: Hier: Aufbewahrung von Spülmittel in Obstlerflasche. (T24)
  • 9 Ob 162/00i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 162/00i
    Beisatz: Keine Pflicht, jede Stelle, von der aus das Gasthaus faktisch erreichbar ist, auch bei schlechten Witterungsverhältnissen in verkehrssicherem Zustand zu halten. Entscheidend sind der sichere Zustand des Gasthauses selbst und der sichere Zugang zu diesem. (T25)
  • 8 Ob 50/05v
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 50/05v
    Auch; Beisatz: Auch Veranstalter einer Messe hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Besucher vor Schäden aus der Benützung der Räumlichkeiten zu bewahren. (T26); Beisatz: Dabei handelt es sich nicht um eine „allgemeine Verkehrssicherungspflicht", sondern steht dies im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Vertragsgegenstand. (T27)
  • 1 Ob 152/05t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 152/05t
    Auch; nur T25; Beisatz: Hier: Sturz eines Passanten aufgrund einer eisbedeckten Pfütze zwischen (Kunden-) Parkplatz und Anlage eines Sportgeschäftes bzw einer Fremdenpension. (T28)
  • 2 Ob 87/07v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 87/07v
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 66/08g
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 66/08g
    Vgl
  • 6 Ob 201/08i
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 201/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Ungenügende Sicherung der drei von der Straße zum Restauranteingang führenden Stufen bei extremer, mit Verwehungen verbundener Schneelage in einem 1.700m hoch gelegenen Schiort. (T29)
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Vgl; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Aufstellen einer Tritthilfe zur Überwindung eines Niveauunterschieds, ohne diese an der Wand oder im Boden zu befestigen und ohne einen Handlauf anzubringen. (T30)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
    Beisatz: Hier Sturz über eine Bodenleiste auf der Tanzfläche in einer Gaststätte. (T31)
  • 6 Ob 221/18w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 221/18w
    Beisatz: Unter gewissen Umständen kann die Sorgfaltspflicht auch erhöht sein, etwa dann, wenn im Lokal Alkohol ausgeschenkt wird und mir einer Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und Standsicherheit der Gäste gerechnet werden muss. (T32)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0023421

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19701112_OGH0002_0020OB00344_7000000_002

Rechtssatz für 6Ob224/73 4Ob588/76 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023581

Geschäftszahl

6Ob224/73; 4Ob588/76; 1Ob667/83; 8Ob567/84; 1Ob570/85; 6Ob94/16s

Entscheidungsdatum

22.11.1973

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIe

Rechtssatz

Die Rechtsfrage der Fahrlässigkeit des Verkehrssicherungspflichtigen ist nach der Gefährdung am Unfallstag zu beurteilen. Ob es trotz bestehender Gefahrensituation bisher zu keinem Unfall kam, ist nicht entscheidend.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 224/73
    Entscheidungstext OGH 22.11.1973 6 Ob 224/73
    Veröff: EvBl 1974/138 S 296 = SZ 46/116 = NZ 1974,157 = JBl 1975,205
  • 4 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 588/76
    nur: Ob es trotz bestehender Gefahrensituation bisher zu keinem Unfall kam, ist nicht entscheidend. (T1)
  • 1 Ob 667/83
    Entscheidungstext OGH 13.07.1983 1 Ob 667/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1984/280 S 283
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 570/85
    Entscheidungstext OGH 10.06.1985 1 Ob 570/85
    nur T1; Veröff: ZVR 1986/16 S 72
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0023581

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19731122_OGH0002_0060OB00224_7300000_003

Rechtssatz für 1Ob38/74 1Ob667/83 5Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023768

Geschäftszahl

1Ob38/74; 1Ob667/83; 5Ob537/87; 7Ob624/88; 2Ob2171/96w; 1Ob152/05t; 6Ob180/14k; 2Ob113/16f; 6Ob94/16s; 4Ob121/18z; 4Ob13/19v; 6Ob215/18p

Entscheidungsdatum

08.05.1974

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIe

Rechtssatz

Ein Gastwirt, der im Rahmen seines Betriebes Gästen Parkplätze anbietet, ist verpflichtet, nicht nur die Zufahrtswege sondern auch die Zugangswege zu diesen in einer Weise abzusichern, die deren gefahrlose Benützung, insbesondere auch zu den Abendstunden und Nachtstunden gewährleistet. Der Umstand, dass der Betrieb von der Behörde ohne besondere Auflage hinsichtlich der Absicherung des Parkplatzes genehmigt wurde, befreit nicht von der Haftung für eingetretene Unfallsfolgen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 38/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 38/74
    Veröff: EvBl 1975/3 S 13 = ZVR 1975/114 S 179
  • 1 Ob 667/83
    Entscheidungstext OGH 13.07.1983 1 Ob 667/83
    Auch; Veröff: ZVR 1984/280 S 283
  • 5 Ob 537/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 5 Ob 537/87
  • 7 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 624/88
    Auch; nur: Ein Gastwirt, der im Rahmen seines Betriebes Gästen Parkplätze anbietet, ist verpflichtet, nicht nur die Zufahrtswege sondern auch die Zugangswege zu diesen in einer Weise abzusichern, die deren gefahrlose Benützung, insbesondere auch zu den Abendstunden und Nachtstunden gewährleistet. (T1)
    Beisatz: Hier: Verschuldensteilung 2:1 zum Vorteil des alkoholisierten Klägers, der statt auf dem Weg zum Parkplatz über einen ungenügend gesicherten Terassenplatz ging und dabei schwer stürzte. (T2)
  • 2 Ob 2171/96w
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 2171/96w
    Ähnlich; Beisatz: Es befreit nicht von der Haftung für eingetretene Unfallsfolgen, daß bei einer behördlichen Betriebsbewilligung keine besonderen Auflagen zur Sicherung einer erkennbaren Gefahrenstelle erteilt wurden, wenn nur die Gefahrenquelle als solche dem Verkehrssicherungspflichtigen bei gehöriger Aufmerksamkeit erkennbar war. (T3)
  • 1 Ob 152/05t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 152/05t
    Vgl; Beisatz: Parkplätze sowie Zugänge zu Geschäftslokalen müssen jedenfalls bei vertraglichen Sonderbeziehungen auch bei winterlichen Verhältnissen in einem Fremdenverkehrsort sicher begehbar sein. Dies gilt grundsätzlich auch für die (späten) Abendstunden, insbesondere wenn ein Geschäftsinhaber durch Beleuchtung seiner Auslagen zu erkennen gibt, an der Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Kunden interessiert zu sein. (T4)
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Auch; Beisatz: Hier: Bejahung der Haftung eines Geschäftsinhabers für einen Unfall auf einem ihm nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen Geschäftsinhabern als Parkfläche zugeordneten Kundenparkplatz. (T5)
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Auch; Veröff: SZ 2016/73
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Betreiber eines Schiverleihs samt Werkstatt hat durch ein Schild vor dem geschlossenen Büroeingang mit der Aufschrift „Bin in der Werkstatt“ und mit einem in Richtung der Werkstatt zeigenden Pfeil zu erkennen gegeben, an einer Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Kunden in der Werkstatt interessiert zu sein. (T6)
  • 4 Ob 121/18z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 121/18z
    Auch; Die vertraglichen Verkehrssicherungspflichten eines Beförderungsunternehmen erstrecken sich auch auf Flächen bzw Anlagen außerhalb des Bahnhofsgebäudes, wenn diese funktionell noch zum Bahnhofsbereich gehören und von den Fahrgästen bestimmungsgemäß benützt werden. (T7)
    Beisatz: Hier: Bahnhofsparkplatz. (T8)
  • 4 Ob 13/19v
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 13/19v
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 215/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 215/18p
    Auch; Ähnlich nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0023768

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19740508_OGH0002_0010OB00038_7400000_001

Rechtssatz für 5Ob184/75 5Ob243/75 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016402

Geschäftszahl

5Ob184/75; 5Ob243/75; 5Ob535/76; 5Ob626/76; 1Ob642/78; 4Ob589/78; 3Ob666/78; 7Ob739/80; 6Ob509/82; 8Ob225/82; 7Ob556/83; 8Ob26/83; 1Ob5/91; 1Ob112/05k; 1Ob152/05t; 2Ob158/06h; 2Ob139/08t; 7Ob20/11h; 7Ob250/10f; 7Ob95/11p; 7Ob151/12z; 3Ob160/14x; 6Ob180/14k; 2Ob113/16f; 1Ob143/16k; 6Ob94/16s; 6Ob215/18p

Entscheidungsdatum

07.10.1975

Norm

ABGB §878
ABGB §970
ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIf7b
ABGB §1298

Rechtssatz

Es bestehen vorvertragliche Pflichten gegen jedermann, mit dem der Handelnde künftig in geschäftlichen Kontakt treten will; "jedermann" ist zwar nicht jede beliebige Person, aber immerhin jeder potentielle Vertragspartner. Das ist gewiss jeder, der eine Veranstaltung mit Konsumationsmöglichkeit besucht, da vom Veranstalter natürlich erwartet wird, dass er - ob auf eigene oder fremde Rechnung, ist unerheblich - gegen Entgelt die angebotenen Speisen und Getränke konsumiert. Der Veranstalter hat die seiner Verfügung unterliegenden Anlagen, die er seinen Gästen zur Benützung einräumt, in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand zu halten. Bei eintretenden Schäden ist er dafür beweispflichtig, nicht schuldhaft gehandelt zu haben.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 184/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 5 Ob 184/75
    Veröff: SZ 48/100 = EvBl 1976/63 S 126
  • 5 Ob 243/75
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 243/75
    Auch; nur: Es bestehen vorvertragliche Pflichten gegen jedermann, mit dem der Handelnde künftig in geschäftlichen Kontakt treten will; "jedermann" ist zwar nicht jede beliebige Person, aber immerhin jeder potentielle Vertragspartner. (T1) Veröff: SZ 49/13 = EvBl 1976/193 S 398
  • 5 Ob 535/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 535/76
    nur: Es bestehen vorvertragliche Pflichten gegen jedermann, mit dem der Handelnde künftig in geschäftlichen Kontakt treten will. Das ist gewiss jeder, der eine Veranstaltung mit Konsumationsmöglichkeit besucht, da vom Veranstalter natürlich erwartet wird, dass er - ob auf eigene oder fremde Rechnung, ist unerheblich - gegen Entgelt die angebotenen Speisen und Getränke konsumiert. (T2); Beisatz: Vorvertraglich Sorgfaltspflicht des Geschäftsinhabers, den Kunden vor Gefahr zu behüten. (T3)
  • 5 Ob 626/76
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 5 Ob 626/76
    Ähnlich; nur T2; Veröff: SZ 49/94 = EvBl 1976/282 S 657 = JBl 1977,315
  • 1 Ob 642/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 642/78
    Beisatz: Verletzung eines Kunden in einem Kaufhaus. (T4) Veröff: SZ 51/110 = EvBl 1979/22 S 72
  • 4 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 589/78
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 3 Ob 666/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 3 Ob 666/78
    Auch; Beisatz: Im Zusammenhang mit der Haftung eines Gastwirtes wegen Verletzung der Schutzpflicht. (T5) Veröff: SZ 52/135
  • 7 Ob 739/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 739/80
    nur: Der Veranstalter hat die seiner Verfügung unterliegenden Anlagen, die er seinen Gästen zur Benützung einräumt, in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand zu halten. Bei eintretenden Schäden ist er dafür beweispflichtig, nicht schuldhaft gehandelt zu haben. (T6)
  • 6 Ob 509/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 6 Ob 509/82
    Auch; nur T1; nur T6; Beisatz: Hier: Vorvertragliche Schutzpflichten des Liftunternehmers, der einen Parkplatz zur Verfügung stellt nicht nur gegenüber den künftigen Vertragspartnern, sondern auch gegenüber dem Lenker des Fahrzeuges, der sie zum Lift brachte. (T7)
  • 8 Ob 225/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 225/82
    Auch; nur T6; Beisatz: Demgemäß hat auch ein Tankstelleninhaber dafür zu sorgen, dass die Sicherheit im Bereich der für die Kunden zur Verfügung stehenden Tanksäulen gewährleistet ist. (T8) Veröff: ZVR 1984/51 S 61
  • 7 Ob 556/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 556/83
    Auch; nur T6
  • 8 Ob 26/83
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 26/83
    Auch; Beis wie T8; Veröff: ZVR 1984/140 S 147
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Auch; nur T2; Beisatz: Bereits mit der Aufnahme (privaten) rechtsgeschäftlichen Kontaktes entstehen umfassende Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten. (T9) Veröff: JBl 1991,586
  • 1 Ob 112/05k
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 112/05k
    nur T1
  • 1 Ob 152/05t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 152/05t
    nur T1; Beisatz: Diesen gesteigerten Schutzbereich können auch Passanten für sich in Anspruch nehmen, die sich in der Absicht nähern, die beleuchtete Auslage des Geschäftslokals zu betrachten. (T10)
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    Auch; nur T1; Beis wie T10
  • 2 Ob 139/08t
    Entscheidungstext OGH 04.09.2008 2 Ob 139/08t
    nur T1; Beis wie T9; Beisatz: Dies gilt auch im Anwendungsbereich des BBG. (T11)
  • 7 Ob 20/11h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 20/11h
    Auch
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 7 Ob 95/11p
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 95/11p
    Auch; nur ähnlich T6
  • 7 Ob 151/12z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 151/12z
    nur T6; Beisatz: Hier: Stehtisch in Bäckerei. (T12)
  • 3 Ob 160/14x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 160/14x
    Auch
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Auch
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2016/73
  • 1 Ob 143/16k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 143/16k
    nur T6; Beisatz: Hier: Sturz auf vereister Stelle vor einer Autowaschbox. (T13)
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch
  • 6 Ob 215/18p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 215/18p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0016402

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19751007_OGH0002_0050OB00184_7500000_001

Rechtssatz für 7Ob516/78 4Ob589/78 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022476

Geschäftszahl

7Ob516/78; 4Ob589/78; 1Ob35/79; 7Ob739/80; 8Ob283/82; 1Ob536/83; 7Ob556/83; 5Ob659/83; 7Ob614/86; 1Ob600/87; 4Ob609/87; 2Ob93/88; 8Ob650/88; 6Ob565/89; 1Ob520/93 (1Ob521/93); 10Ob529/94; 2Ob513/96; 2Ob2288/96a; 8Ob2290/96i; 7Ob192/98f; 7Ob167/98d; 6Ob115/99a; 3Ob44/99p; 10Ob170/00y; 8Ob164/00a; 6Ob314/00w; 1Ob269/00s; 8Ob56/05a; 9Ob19/05t; 2Ob100/04a; 2Ob89/07p; 2Ob87/07v; 1Ob114/08h; 4Ob75/09x; 2Ob49/09h; 2Ob30/10s; 7Ob250/10f; 2Ob79/11y; 2Ob54/12y; 3Ob232/12g; 4Ob178/13z; 3Ob160/14x; 7Ob68/15y; 8Ob41/15k; 8Ob100/15m; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 3Ob151/18d; 1Ob11/19b

Entscheidungsdatum

16.02.1978

Norm

ABGB §1294
ABGB §1295 IId2
ABGB §1298

Rechtssatz

Der Verkehrssicherungspflichtige hat zu beweisen, dass er die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, ohne Rücksicht darauf, ob sich diese Pflicht aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen (Ingerenzprinzip) oder einem Vertrag ergibt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 516/78
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 516/78
  • 4 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 589/78
  • 1 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 17.12.1979 1 Ob 35/79
  • 7 Ob 739/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 739/80
  • 8 Ob 283/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 283/82
  • 1 Ob 536/83
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 1 Ob 536/83
    Vgl; Beisatz: Beziehungsweise dass die Einhaltung bestimmter Schutzvorkehrungen unzumutbar war. (T1)
  • 7 Ob 556/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 556/83
  • 5 Ob 659/83
    Entscheidungstext OGH 27.09.1983 5 Ob 659/83
    Beisatz: Hier: Wer eine Gefahrenlage geschaffen hat. (T2)
  • 7 Ob 614/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 614/86
  • 1 Ob 600/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 600/87
    nur: Der Verkehrssicherungspflichtige hat zu beweisen, dass er die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat. (T3)
  • 4 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 609/87
    nur T3; Veröff: SZ 60/256 = JBl 1988,318
  • 2 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 93/88
  • 8 Ob 650/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 8 Ob 650/88
    Auch
  • 6 Ob 565/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 6 Ob 565/89
  • 1 Ob 520/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 520/93
    Auch; nur T3; Veröff: ZVR 1994/38 S 113 = ZfRV 1994,249; hiezu Kletecka ZfRV 1994,232)
  • 10 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 529/94
    nur T3; Veröff: SZ 69/8
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    Auch; Beisatz: Hier: Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten des Bestandgebers gegenüber dem Bestandnehmer. (T4)
  • 2 Ob 2288/96a
    Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2288/96a
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 2290/96i
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 8 Ob 2290/96i
    Auch; Beisatz: Hier: Gastaufnahmevertrag. (T5)
  • 7 Ob 192/98f
    Entscheidungstext OGH 13.07.1998 7 Ob 192/98f
    nur T3; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 7 Ob 167/98d
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 7 Ob 167/98d
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Ebenso trifft den Verkehrssicherungspflichtigen die Beweislast für das Mitverschulden des Beschädigten, wobei jede verbleibende Unklarheit des erhobenen Sachverhaltes zu Lasten des Schädigers geht. (T6)
    Beisatz: Hier: "Schneefest" auf Schipiste. (T7)
  • 6 Ob 115/99a
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 115/99a
    nur T3; Beis wie T6; Beisatz: Den Verkehrssicherungspflichten trifft die Beweislast, dass die Einhaltung bestimmter Schutzvorkehrungen unzumutbar gewesen sei. (T8)
  • 3 Ob 44/99p
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 44/99p
    Auch; nur T3
  • 10 Ob 170/00y
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 10 Ob 170/00y
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Der Pistenerhalter hat zu behaupten und zu beweisen, dass der Geschädigte vor dem Sturz ein Fehlverhalten an den Tag gelegt hat, so etwa Pistenregeln missachtet oder fahrtechnische Fehler begangen hat, damit ist prima facie auch der für die Annahme eines Mitverschuldens erforderliche Sorgfaltsverstoß bewiesen. (T9)
  • 8 Ob 164/00a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 164/00a
  • 6 Ob 314/00w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 314/00w
    nur T3; Beis wie T6 nur: Ebenso trifft den Verkehrssicherungspflichtigen die Beweislast für das Mitverschulden des Beschädigten. (T10)
    Beis wie T8
  • 1 Ob 269/00s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
    nur T3; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 8 Ob 56/05a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 56/05a
  • 9 Ob 19/05t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 19/05t
    Beis wie T10
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Auch
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
  • 2 Ob 87/07v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 87/07v
    Beis wie T8
  • 1 Ob 114/08h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 114/08h
    Auch; Beisatz: Die Beweislast, dass die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden oder dass die Einhaltung bestimmter Schutzvorkehrungen unzumutbar gewesen sei, wie auch, dass den Geschädigten ein Mitverschulden treffe, trifft den jeweils Verkehrssicherungspflichtigen. (T11)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Auch
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    nur T3
  • 2 Ob 30/10s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 30/10s
    nur T3
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
  • 2 Ob 54/12y
    Entscheidungstext OGH 07.08.2012 2 Ob 54/12y
    nur T3
  • 3 Ob 232/12g
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 232/12g
    nur T3
  • 4 Ob 178/13z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 178/13z
    Auch
  • 3 Ob 160/14x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 160/14x
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 68/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 7 Ob 68/15y
    Auch
  • 8 Ob 41/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 Ob 41/15k
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 100/15m
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 100/15m
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Beisatz: Der Kläger muss nur den Schaden und die Kausalität sowie einen – ein rechtswidriges Verhalten indizierenden – objektiv rechtswidrigen Zustand beweisen; anschließend steht dem Schädiger der Entlastungsbeweis offen (so bereits 10 Ob 53/15i). (T12)
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Beis wie T11
  • 3 Ob 151/18d
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 151/18d
    Auch; Beis wie T11
  • 1 Ob 11/19b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 11/19b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0022476

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19780216_OGH0002_0070OB00516_7800000_001

Rechtssatz für 1Ob642/78 7Ob641/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016407

Geschäftszahl

1Ob642/78; 7Ob641/78; 4Ob589/78; 3Ob666/78; 8Ob225/82; 1Ob605/83; 7Ob23/84; 5Ob634/88; 8Ob572/88; 1Ob5/91; 6Ob253/99w; 7Ob51/00a; 6Ob77/05z; 1Ob112/05k; 2Ob158/06h; 3Ob252/07s; 1Ob55/09h; 7Ob250/10f; 7Ob95/11p; 1Ob62/11s; 7Ob151/12z; 7Ob242/13h; 7Ob67/14z; 3Ob160/14x; 6Ob180/14k; 10Ob53/15i; 2Ob113/16f; 1Ob143/16k; 1Ob158/16s; 6Ob94/16s; 5Ob89/17z; 9Ob58/18x

Entscheidungsdatum

07.07.1978

Norm

ABGB §878
ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIf7g
ABGB §1295 IIf7b
ABGB §1313a IIIc
ABGB §1313a IIIf
ABGB §1315 I

Rechtssatz

1. Den Inhaber eines Geschäfts trifft gegenüber einer Person die das Geschäft in Kaufabsicht betritt, die vertragliche Pflicht, für die Sicherheit des Geschäftslokals zu sorgen.

2. Für die Verletzung dieser Schutzpflicht hat der Geschäftsinhaber nach Vertragsgrundsätzen einzustehen; er haftet demnach für das Fehlverhalten eines Gehilfen nach § 1313a, nicht bloß nach § 1315 ABGB.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 642/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 642/78
    Veröff: EvBl 1979/22 S 72
  • 7 Ob 641/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 641/78
    Veröff: SZ 51/111 = JBl 1979,654
  • 4 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 589/78
  • 3 Ob 666/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 3 Ob 666/78
    Auch; nur: Den Inhaber eines Geschäfts trifft gegenüber einer Person, die das Geschäft in Kaufabsicht betritt , die vertragliche Pflicht, für die Sicherheit des Geschäftslokals zu sorgen. (T1)
    Beisatz: Im Zusammenhang mit der Haftung eines Gastwirtes wegen Verletzung der Streupflicht. (T2)
    Veröff: SZ 52/135
  • 8 Ob 225/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 225/82
    nur: 1. Den Inhaber eines Geschäfts trifft gegenüber einer Person die das Geschäft in Kaufabsicht betritt, die vertragliche Pflicht, für die Sicherheit des Geschäftslokals zu sorgen.
    2. Für die Verletzung dieser Schutzpflicht hat der Geschäftsinhaber nach Vertragsgrundsätzen einzustehen. (T3)
    Beisatz: Demgemäß hat auch ein Tankstelleninhaber dafür zu sorgen, dass die Sicherheit im Bereich der für die Kunden zur Verfügung stehenden Tanksäulen gewährleistet ist. (T4)
    Veröff: ZVR 1984/51 S 61
  • 1 Ob 605/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 605/83
    nur: Den Inhaber eines Geschäfts trifft gegenüber einer Person, die das Geschäft in Kaufabsicht betritt, die vertragliche Pflicht, für die Sicherheit des Geschäftslokals zu sorgen. (T5)
  • 7 Ob 23/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 7 Ob 23/84
    Auch; Beisatz: Bei der versuchten Anbahnung des Abschlusses eines Versicherungsvertrages tritt der Versicherungsagent gegenüber dem in Aussicht genommenen Versicherungsnehmer als Erfüllungsgehilfe des Versicherers auf. (T6)
    Veröff: SZ 57/94 = RdW 1984,370 = JBl 1986,177 (Wilhelm)
  • 5 Ob 634/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 5 Ob 634/88
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Streupflicht im Bereich einer Tankstelle. (T7)
  • 8 Ob 572/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 8 Ob 572/88
    Beisatz: Hier: Werksgelände eines Sägewerkes. (T8)
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Auch; Dies gilt dann auch für Sorgfaltsverletzungen, die ohne Vorliegen eines vorvertraglichen Schuldverhältnisses bloße Verletzungen allgemeiner Verkehrssicherungspflichten begründen könnten. (T9)
    Veröff: JBl 1991,586
  • 6 Ob 253/99w
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 253/99w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Besucher einer Stiftsanlage; Durch das Lösen einer Karte für die Stiftbesichtigung entstand im konkreten Fall ein Vertragsverhältnis zwischen den Streitteilen, dessen vertragliche Nebenpflicht für die beklagte Partei darin bestand, die ihrer Verfügung unterliegenden Anlagen, die sie der Klägerin zum Zweck der Stiftsbesichtigung zur Benützung überließ, in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand zu erhalten. (T10)
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Auch; nur: Für die Verletzung dieser Schutzpflicht hat der Geschäftsinhaber nach Vertragsgrundsätzen einzustehen; er haftet demnach für das Fehlverhalten eines Gehilfen nach § 1313a, nicht bloß nach § 1315 ABGB. (T11)
  • 6 Ob 77/05z
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 77/05z
    Auch; Beisatz: Eine Bank ist grundsätzlich verpflichtet, die diskrete Auszahlung hoher Geldbeträge zu ermöglichen; der Vorwurf fehlender Sichtschutzeinrichtungen kann nur nach einer entsprechenden Güterabwägung näher geprüft werden. (T12)
  • 1 Ob 112/05k
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 112/05k
    Auch; nur T1; Beisatz: Daraus kann allerdings nicht abgeleitet, werden, dass die „Kaufabsicht" unabdingbare Grundvoraussetzung für das Entstehen vorvertraglicher Schutz- und Sorgfaltspflichten sein soll. (T13)
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 252/07s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 252/07s
    Auch; nur T1; Beisatz: Verpflichtung einer Bank, bei Barauszahlung höherer Beträge an Kunden Gefahrenquellen auszuschalten. (T14)
    Veröff: SZ 2007/207
  • 1 Ob 55/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 55/09h
    Vgl auch; Beisatz: Es besteht eine im öffentlichen Recht begründete Sonderbeziehung eines verkehrssicherungspflichtigen Rechtsträgers zu einem Geschädigten, der ein öffentliches Gebäude betritt, um eine dort untergebrachte, im hoheitlichen Bereich agierende Dienststelle in Anspruch zu nehmen. (T15)
    Beisatz: Die im öffentlichen Recht begründete Verkehrssicherungspflicht ist einer (vor-)vertraglichen gleichzuhalten. (T16)
    Bem: Siehe auch RS124690. (T17)
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 7 Ob 95/11p
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 95/11p
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 62/11s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 62/11s
    Auch; Beisatz: Hier: Seilrutsche auf einer Autobahnraststation. (T18)
  • 7 Ob 151/12z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 151/12z
    nur T1; Beisatz: Hier: Stehtisch in Bäckerei. (T19)
  • 7 Ob 242/13h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 242/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Haftung eines Gastwirts. (T20)
  • 7 Ob 67/14z
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 67/14z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Sturz eines Kunden bei Glatteis auf Tankstelle – Prozess gegen jene Firma, die im Auftrag des Tankstellenpächters den Winterdienst übernahm. (T21)
  • 3 Ob 160/14x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 160/14x
    Auch
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 53/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 53/15i
    Auch; Beisatz: Sturz aufgrund einer Lacke im Supermarkt. (T22)
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2016/73
  • 1 Ob 143/16k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 143/16k
    nur T1; Beisatz: Hier: Sturz auf vereister Stelle vor einer Autowaschbox. (T23)
  • 1 Ob 158/16s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 158/16s
    Beis wie T20
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 89/17z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 89/17z
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0016407

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19780707_OGH0002_0010OB00642_7800000_001

Rechtssatz für 2Ob137/78 8Ob235/79 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023397

Geschäftszahl

2Ob137/78; 8Ob235/79; 2Ob541/81; 7Ob594/83; 1Ob605/83; 1Ob667/83; 8Ob132/83; 8Ob567/84; 8Ob57/85; 7Ob558/87; 4Ob609/87; 8Ob622/88; 6Ob578/89; 1Ob5/91; 2Ob32/92; 2Ob513/96; 2Ob2288/96a; 4Ob124/98h; 2Ob129/98d; 4Ob3/99s; 1Ob338/98g; 2Ob35/97d; 7Ob51/00a; 10Ob26/00x; 9Ob162/00i; 6Ob333/00i; 2Ob47/01b; 7Ob156/01v; 1Ob269/00s; 5Ob273/03p; 4Ob46/04z; 7Ob28/04z; 3Ob72/04s; 7Ob118/04k; 1Ob103/04k; 3Ob160/04g; 7Ob255/04g; 8Ob56/05a; 7Ob245/05p; 6Ob294/05m; 7Ob73/06w; 2Ob265/06v; 10Ob18/07f; 2Ob158/06h; 4Ob56/07z; 2Ob87/07v; 2Ob99/07h; 2Ob79/08v; 1Ob114/08h; 10Ob15/08s; 4Ob75/09x; 1Ob62/10i; 9Ob40/09m; 7Ob133/10z; 7Ob250/10f; 7Ob95/11p; 2Ob79/11y; 4Ob203/11y; 8Ob84/12d; 7Ob151/12z; 8Ob14/13m; 1Ob122/13t; 2Ob37/13z; 1Ob142/13h; 10Ob53/15i; 1Ob158/16s; 6Ob94/16s; 5Ob21/17z; 1Ob115/17v; 1Ob4/18x; 4Ob120/18b; 3Ob62/18s; 9Ob58/18x

Entscheidungsdatum

19.10.1978

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Die Verkehrssicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit (vgl 2 Ob 48/77) (hier: Lawinenunglück auf Baustelle).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
  • 8 Ob 235/79
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 235/79
    Auch; Veröff: SZ 53/49 = ZVR 1980/342 S 341
  • 2 Ob 541/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 2 Ob 541/81
    Beisatz: Ausrutschen auf einer Weinbeere bei einem Obststand. (T1) Veröff: RZ 1982/50 S 195
  • 7 Ob 594/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 594/83
    Beisatz: Hier: Neuerliche Eisbildung auf Apothekenstufen innerhalb kürzester Zeit. (T2)
  • 1 Ob 605/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 605/83
    Auch
  • 1 Ob 667/83
    Entscheidungstext OGH 13.07.1983 1 Ob 667/83
    nur: Die Verkehrssicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit. (T3) Veröff: ZVR 1984/280 S 283
  • 8 Ob 132/83
    Entscheidungstext OGH 22.09.1983 8 Ob 132/83
    nur T3; Beisatz: Hier: Veranstalter von Autorennen muss eine die Sicherheit gewährleistende Organisation schaffen. (T4) Veröff: ZVR 1984/139 S 146
  • 8 Ob 567/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 567/84
  • 8 Ob 57/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 57/85
  • 7 Ob 558/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 558/87
    Beisatz: Ausrutschen auf einem Salatblatt vor Kasse in Selbstbedienungsgeschäft. (T5) Veröff: ZVR 1989/28 S 47
  • 4 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 609/87
    nur T3; Veröff: SZ 60/256 = JBl 1988,318
  • 8 Ob 622/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 8 Ob 622/88
    nur T3
  • 6 Ob 578/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 6 Ob 578/89
    nur T3
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Vgl auch
  • 2 Ob 32/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 32/92
    nur T3; Veröff: ZVR 1993/62 S 146
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 2288/96a
    Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2288/96a
    Auch; nur T3; Beisatz: Befand sich bei einem Eislaufplatz zwischen den Kabinen und der Eislauffläche auf den dort befindlichen Gummimatten schon seit längerer Zeit eine Eisfläche, ist es keine Überspannung der Verkehrssicherungspflicht, wenn man vom Verkehrssicherungspflichtigen verlangt, auf geeignete Weise dafür zu sorgen, dass durch diese Eisfläche niemand zum Sturz kommt, sei es etwa dadurch, dass diese Eisfläche weggeschlagen wird, sei es dadurch, dass sie gekennzeichnet wird oder sei es letztlich dadurch, dass geeignete Geländer angebracht werden, die es dem Benutzer des Weges ermöglichen, sich abzustützen. (T6)
  • 4 Ob 124/98h
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 124/98h
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 129/98d
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 129/98d
    nur T3
  • 4 Ob 3/99s
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 3/99s
  • 1 Ob 338/98g
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 338/98g
    nur T3
  • 2 Ob 35/97d
    Entscheidungstext OGH 02.09.1999 2 Ob 35/97d
    Vgl auch
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Auch
  • 10 Ob 26/00x
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 Ob 26/00x
    nur T3; Beisatz: Hier: Sturz auf nassem Fliesenboden im Kaufhaus. (T7)
  • 9 Ob 162/00i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 162/00i
    Vgl; Beisatz: Hier: Ausrutschen eines Gastes vor dem Fenster eines Gasthauses auf 1096 m Höhe, welches außerhalb des Zugangsbereiches liegt. (T8)
  • 6 Ob 333/00i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/00i
    nur T3
  • 2 Ob 47/01b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 47/01b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Eine Warnpflicht besteht auch bei einer Vielzahl von Gewässern. (T9)
  • 7 Ob 156/01v
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 156/01v
    Beisatz: Umfang und Intensität von Verkehrssicherungspflichten richten sich dabei vor allem danach, in welchem Maß der Verkehrsteilnehmer selbst vorhandene Gefahren erkennen und ihnen begegnen kann. (T10)
  • 1 Ob 269/00s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
  • 5 Ob 273/03p
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 5 Ob 273/03p
    nur T3
  • 4 Ob 46/04z
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 46/04z
    Beis wie T10; Beisatz: In der Zumutbarkeit möglicher Maßnahmen der Gefahrenabwehr. (T11)
  • 7 Ob 28/04z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 28/04z
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 72/04s
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 72/04s
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 118/04k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 118/04k
  • 1 Ob 103/04k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 1 Ob 103/04k
    Vgl; Beisatz: Eine lückenlose Aufsicht in Schwimmbädern ist nicht üblich und auch nicht erforderlich. (T12); Beisatz: Hier: Wasserrutsche. (T13)
  • 3 Ob 160/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 160/04g
    nur T3; Beisatz: Die beklagte Partei kann sich jedoch nicht durch den Hinweis auf die mangelnde Eigentümerstellung an dem Gehsteig, auf dem der Unfall geschah, entlasten. Vielmehr wäre es ihr angesichts der Lage der Gefahrenstelle unmittelbar vor ihrem Geschäftseingang nach deren Erkennen durchaus zuzumuten, zweckdienliche Maßnahmen zum Schutz insbesondere von das Geschäft verlassenden Kunden zu unternehmen. (T14)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 8 Ob 56/05a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 56/05a
  • 7 Ob 245/05p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 245/05p
    Beisatz: Der Krankenhausträger ist gegenüber Patienten und Dritten verpflichtet, entsprechende Maßnahme in einer Krankenhausstation, auf der regelmäßig schwere Schädelverletzungen behandelt werden, zu treffen, um im Zuge solcher Operationen häufig auftretende hirnorganische Durchgangssyndrome mit damit verbundenen Fluchttendenzen und selbstschädigenden Handlungen der Patienten hintanzuhalten. (T15)
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T16); Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar war, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T17)
  • 7 Ob 73/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 73/06w
  • 2 Ob 265/06v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 265/06v
    Beisatz: Hier: Sturz beim Einsteigen in U-Bahn. (T18)
  • 10 Ob 18/07f
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 18/07f
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    nur T3; Beisatz: Es würde zu einer Überspannung der Sorgfaltspflicht des Beklagten und seiner Repräsentanten führen, wollte man ihm trotz der jahrelangen zuverlässigen Erfüllung der Räumungs- und Streupflichten durch den Hausbetreuer ohne Hinweis auf deren Vernachlässigung im Einzelfall besondere Kontroll- und eigene Verkehrssicherungsmaßnahmen auferlegen. (T19)
  • 4 Ob 56/07z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 56/07z
    Beisatz: Hier: Verletzung eines Zusehers bei einem Eishockeyspiel der Klasse Miniknaben. (T20)
  • 2 Ob 87/07v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 87/07v
    Auch
  • 2 Ob 99/07h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 99/07h
    Auch; nur T3; Beis wie T11
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Vgl Beis wie T11
  • 1 Ob 114/08h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 114/08h
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 10 Ob 15/08s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 10 Ob 15/08s
    Auch; nur T3; Beisatz: Der konkrete Inhalt einer Verkehrssicherungspflicht kann immer nur von Fall zu Fall bestimmt werden; entscheidend ist vor allem, welche Maßnahmen zur Vermeidung einer Gefahr möglich und zumutbar sind. (T21); Beisatz: Zumutbar ist es dabei grundsätzlich, eine die Erfüllung der Sicherungspflicht gewährleistende Organisation zu schaffen und zu unterhalten, deren Fehlen ein Eigenverschulden darstellen würde. (T22); Beisatz: Hier: Verletzung einer Besucherin eines Krampuslaufs; Haftung des Veranstalters verneint. (T23)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Auch
  • 1 Ob 62/10i
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 62/10i
    nur T3; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    nur T3
  • 7 Ob 133/10z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2010 7 Ob 133/10z
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 7 Ob 95/11p
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 95/11p
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 203/11y
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 203/11y
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10; Beis wie T21
  • 8 Ob 84/12d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 84/12d
    Veröff: SZ 2012/91
  • 7 Ob 151/12z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 151/12z
    Beisatz: Hier: Stehtisch in Bäckerei. (T24)
  • 8 Ob 14/13m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 Ob 14/13m
    Auch; Beis wie T21
  • 1 Ob 122/13t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 122/13t
    Auch
  • 2 Ob 37/13z
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 37/13z
    nur T3; Beisatz: Hier: Dachlawine; Dach mit ausreichend dimensioniertem Schneerückhalte‑ und Schneefangsystem. (T25)
    Beisatz: Im Winter muss jeder Passant mit dem Abgehen von kleinen Schneemengen von höher gelegenen Objekten rechnen. (T26)
  • 1 Ob 142/13h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 142/13h
    Auch; Beis wie T11
  • 10 Ob 53/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 53/15i
    Beisatz: Sturz aufgrund einer Lacke im Supermarkt. (T27)
  • 1 Ob 158/16s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 158/16s
    Beis wie T11
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
  • 5 Ob 21/17z
    Entscheidungstext OGH 04.05.2017 5 Ob 21/17z
    Beis wie T21; Beisatz: Hier: Sturz auf einer eisigen Stelle des Kundenparkplatzes eines Supermarkts. (T28)
  • 1 Ob 115/17v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 115/17v
    Auch; Beisatz: Hier: Sturz auf einer Eisfläche zwischen geparkten Autos eines Parkplatzes; unterlassene Streumaßnahmen auf den Zwischenräumen zwischen den geparkten Fahrzeugen; keine schuldhafte Sorgfaltspflichtverletzung. (T29)
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Beis wie T11; Beisatz: Hier: Absicherung eines Golfplatzes gegen Verletzung von Wanderern durch deutlich sichtbare Tafeln und Sonderplatzregeln; Haftung des Betreibers verneint. (T30)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
  • 3 Ob 62/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 62/18s
    Beis wie T11; Beis wie T21
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x
    Auch

Schlagworte

Verkehrssicherungspflicht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023397

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19781019_OGH0002_0020OB00137_7800000_002

Rechtssatz für 3Ob666/78 2Ob158/06h 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016382

Geschäftszahl

3Ob666/78; 2Ob158/06h; 2Ob60/08z; 7Ob250/10f; 1Ob62/11s; 2Ob113/16f; 6Ob94/16s

Entscheidungsdatum

12.09.1979

Norm

ABGB §878
ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIe
ABGB §1295 IIf7g

Rechtssatz

Ein Gastwirt hat eine vom Zustandekommen eines Gastaufnahmevertrages oder Bewirtungsvertrages unabhängige vorvertragliche Schutzpflicht nicht nur für den sicheren Zustand seines Gasthauses, sondern auch den des Zuganges zu demselben zu sorgen. Es trifft ihn daher die vorvertragliche Pflicht, den Eingang in sein Gasthaus und den unmittelbar davor befindlichen Gehsteigbereich von Schnee und Eis zu säubern oder zu bestreuen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 666/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 3 Ob 666/78
    Veröff: SZ 52/135
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    Vgl; Beisatz: Ein Geschäftsinhaber hat auch den sicheren Zugang zu seinem Geschäftslokal zu gewährleisten. (T1)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Vgl auch; Beisatz: Die Verpflichtung des Geschäftsinhabers, die Sicherheit seiner Kunden im Inneren des Objekts zu gewährleisten, räumlich auf den Außenbereich und zwar in zumutbarem Ausmaß auszudehnen. Diese räumliche Beschränkung trägt dem allgemeinen Grundsatz Rechnung, dass (auch vertragliche) Verkehrssicherungspflichten nicht überspannt werden sollen und eine Verkehrssicherungspflicht Verfügungsmacht und Einflussnahme auf den Gefahrenbereich voraussetzt. (T2); Veröff: SZ 2008/46
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 1 Ob 62/11s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 62/11s
    Auch; nur:Ein Gastwirt hat eine vom Zustandekommen eines Gastaufnahmevertrages oder Bewirtungsvertrages unabhängige vorvertragliche Schutzpflicht nicht nur für den sicheren Zustand seines Gasthauses, sondern auch den des Zuganges zu demselben zu sorgen. (T3); Beisatz: Hier: Seilrutsche auf einer Autobahnraststation. (T4)
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Veröff: SZ 2016/73
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0016382

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19790912_OGH0002_0030OB00666_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob609/87 5Ob595/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023801

Geschäftszahl

4Ob609/87; 5Ob595/89; 3Ob35/98p; 7Ob51/00a; 4Ob280/00f; 1Ob269/00s; 7Ob212/01d; 5Ob3/02f; 3Ob72/02p; 6Ob304/02b; 6Ob132/03k; 10Ob237/02d; 8Ob93/04s; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob294/05m; 6Ob106/07t; 2Ob89/07p; 1Ob137/08s; 2Ob49/09h; 9Ob40/09m; 7Ob250/10f; 2Ob60/11d; 4Ob12/12m; 4Ob55/12k; 7Ob242/13h; 8Ob41/15k; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 1Ob4/18x; 4Ob120/18b

Entscheidungsdatum

30.11.1987

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Das bezieht sich auch auf Gefahren, die erst durch den unerlaubten und vorsätzlichen Eingriff eines Dritten entstehen. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 609/87
    Veröff: SZ 60/256 = JBl 1988,318
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Veröff: JBl 1990,113
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Vgl auch; nur: Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T1)
  • 4 Ob 280/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 280/00f
    nur T1
  • 1 Ob 269/00s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
    Auch; Beisatz: Der Verkehrssicherungspflichtige muss die Anlage für die befugten Benützer in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand erhalten und diese vor erkennbaren Gefahren schützen. (T2)
  • 7 Ob 212/01d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 212/01d
    nur T1
  • 5 Ob 3/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 3/02f
    nur T1
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Vgl aber; Beisatz: Soweit ausgeführt wurde, es werde im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht auch für die Verletzung von Rechtsgütern Dritter gehaftet, geht es dabei in Wahrheit um das Schaffen einer Gefahrenquelle, worauf die Haftung im Wesentlichen auf dem sogenannten Ingerenzprinzip beruht. (T3)
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 132/03k
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 132/03k
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; nur: Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T4)
  • 8 Ob 93/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 93/04s
    Auch
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Auch
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Insbesondere wenn die Möglichkeit besteht, dass Personen versehentlich in den Gefahrenbereich gelangen oder dass Kinder und andere Personen, die nicht die nötige Einsichtsfähigkeit haben, um sich selbst vor Schaden zu bewahren, gefährdet werden, kann eine Interessenabwägung ergeben, dass der Inhaber der Gefahrenquelle dennoch zumutbare Maßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen zu ergreifen hat. (T5)
    Beisatz: Hier: Mit der Möglichkeit, ja sogar mit einer höheren Wahrscheinlichkeit des Besteigens der Pyramide durch Unbefugte war zu rechnen. (T6)
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T7)
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
    Auch; Beisatz: Die aus dem Ingerenzprinzip abgeleitete allgemeine Verkehrssicherungspflicht wird auch nicht schon allein dadurch ausgeschlossen, dass der Verletzte in ein fremdes Rechtsgut eingedrungen ist. (T8)
  • 1 Ob 137/08s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 137/08s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Eine deliktische Haftung nach allgemeinen Grundsätzen kommt nur für ein solches Verhalten in Betracht, dessen Gefährdungspotenzial „voraussehbar" ist. (T9)
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 4 Ob 12/12m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 12/12m
    Beisatz: Hier: Nachgeben der Befestigung eines Vordaches eines Marktstands wegen Klimmzügen eines Gastes. (T10)
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kleine Eisplatte unter der Schneedecke eines gestreuten Weges. (T11)
  • 7 Ob 242/13h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 242/13h
  • 8 Ob 41/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 Ob 41/15k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Festlegung, unter welchen besonderen Umständen bestimmte Maßnahmen zur Verhinderung eines Fehlgebrauchs der Anlage notwendig und zumutbar sind, ist wegen der gänzlich unterschiedlichen Gegebenheiten selbst bei gleichartigen Anlagen nicht möglich. Ihre Beurteilung hängt vielmehr jeweils von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab. (T12)
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Auch
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Beis wie T8
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Auch; Beisatz: Schuldhafte Verletzung von Verkehrssicherungspflicht löst Ersatzpflichten aus. (T13)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0023801

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19871130_OGH0002_0040OB00609_8700000_003

Rechtssatz für 1Ob564/94 9Ob510/95 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028425

Geschäftszahl

1Ob564/94; 9Ob510/95; 7Ob519/94; 7Ob400/97t; 1Ob148/99t; 1Ob265/03g; 1Ob127/07v; 10Ob96/08b; 4Ob130/09k; 9Ob53/12b; 2Ob234/12v; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 8Ob106/12i; 9Ob69/13g; 1Ob150/13k; 8Ob49/14k; 8Ob53/14y; 8Ob8/15g; 9Ob28/15f; 6Ob90/16b; 6Ob94/16s; 6Ob223/17p; 5Ob4/18a; 6Ob146/18s; 8Ob52/19h; 3Ob106/19p

Entscheidungsdatum

30.05.1994

Norm

ABGB §1313a I

Rechtssatz

Für die Beurteilung der Gehilfenhaftung nach § 1313a ABGB ist maßgebend, ob der Gehilfe bei der Verfolgung der Interessen des Schuldners tätig war, das heißt, ob er in das Interessenverfolgungsprogramm des Schuldners und damit in seinen Risikobereich einbezogen war.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Veröff. SZ 67/101
  • 9 Ob 510/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 Ob 510/95
    Auch; Veröff: SZ 68/94
  • 7 Ob 519/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1995 7 Ob 519/94
    Veröff: SZ 68/106
  • 7 Ob 400/97t
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 7 Ob 400/97t
  • 1 Ob 148/99t
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 148/99t
  • 1 Ob 265/03g
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 1 Ob 265/03g
    Veröff: SZ 2004/19
  • 1 Ob 127/07v
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 127/07v
    Vgl auch; Beisatz: Der Schuldner haftet nicht für ein Verhalten der Hilfspersonen, das mit dem Schuldverhältnis in keinem inneren Zusammenhang mehr steht, sondern in den Bereich der allgemeinen Lebensführung des Gehilfen gehört, in deren Rahmen er seine eigenen Interessen verfolgt. (T1)
  • 10 Ob 96/08b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2008 10 Ob 96/08b
    Beisatz: Steht das Verhalten des Gehilfen in sachlichem Zusammenhang mit der Interessenverfolgung, so ist die Haftung nach § 1313a ABGB zu bejahen. Der sachliche Zusammenhang ist vor allem dort zu bejahen, wo ein Gehilfe innerhalb seines Aufgabenkreises schadensstiftende Handlungen setzt. (T2)
    Beisatz: Setzt der Gehilfe aus eigenem Antrieb nicht geschuldete Handlungen, die vom sachlichen Zusammenhang mit der vom Schuldner angestrebten Interessenverfolgung nicht zur Gänze gelöst sind, so ist dafür nach § 1313a ABGB zu haften. (T3)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Auch; Beisatz: Das Verhalten eines Reisebüromitarbeiters ist dem Veranstalter dann zuzurechnen, wenn und soweit sich dieser des Reisebüros zur Verfolgung eigener Interessen gegenüber dem Kunden bedient. Das ist jedenfalls dann der Fall, wenn der Reisebüromitarbeiter Pflichten erfüllt, die nicht bloß das Reisebüro als Vermittler, sondern auch den Veranstalter selbst treffen. (T4)
    Veröff: SZ 2009/127
  • 9 Ob 53/12b
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 53/12b
    Auch
  • 2 Ob 234/12v
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 234/12v
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Vgl
  • 8 Ob 106/12i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 106/12i
    Auch
  • 9 Ob 69/13g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 Ob 69/13g
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 49/14k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 49/14k
    Beis. wie T4; nur: Allgemein ist das Verhalten eines Reisebüros dem Reiseveranstalter dann zuzurechnen, wenn und soweit sich dieser des Reisebüros zur Verfolgung eigener Interessen gegenüber dem Kunden bedient. (T5)
    Beisatz: Dies gilt vor allem für vertragliche Zusicherung eines Reisebüromitarbeiters. Ist das Reisebüro auch zur Entgegennahme von Zahlungen für den Reiseveranstalter befugt, so fungiert dieses als Zahlstelle. Der Vertretungsbefugte nimmt die Zahlung wirksam für den Reiseveranstalter in Empfang; Leistungsempfänger ist somit der Veranstalter. (T6)
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Vgl; Beisatz: Wesentlich ist die Einbeziehung des Gehilfen in das Interessenverfolgungsprogramm des Geschäftsherrn bei der von diesem veranlassten Erfüllung eigener Vertragspflichten. Entscheidend ist, welche konkreten Leistungspflichten bzw Schutz- und Sorgfaltspflichten der Geschäftsherr gegenüber seinem Vertragspartner übernommen hat. (T7)
    Beisatz: Hier: Die ordnungsgemäße Reinigung der Stiegen- und Gangflächen in der Abflugshalle zählt zu den vertraglichen Pflichten der Fluglinie gegenüber ihren Fluggästen. Die Beklagte (Flughafenbetreiberin) - und auch das Reinigungsunternehmen im Sinn einer Erfüllungsgehilfenkette - ist hier als Erfüllungsgehilfin der Fluglinie zu qualifizieren. (T8)
  • 8 Ob 8/15g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 Ob 8/15g
    Auch
  • 9 Ob 28/15f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 Ob 28/15f
    Beis wie T7
  • 6 Ob 90/16b
    Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 90/16b
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T7 nur: Entscheidend ist, welche konkreten Leistungspflichten bzw Schutz- und Sorgfaltspflichten der Geschäftsherr gegenüber seinem Vertragspartner übernommen hat. (T9)
    Beisatz: Hier: Schiverleih samt Werkstatt und Schischule im Hinterhof eines Hotels – Zurechnung zum Hotelbetreiber verneint, zumal die Leistungen jedermann angeboten und den Kunden direkt in Rechnung gestellt wurden. (T10)
  • 6 Ob 223/17p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 223/17p
    Auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 4/18a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 4/18a
    Vgl auch
  • 6 Ob 146/18s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 146/18s
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 52/19h
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 Ob 52/19h
    Auch; Beisatz: Hier: Anscheinsgehilfe. (T11)
  • 3 Ob 106/19p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 106/19p
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0028425

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19940530_OGH0002_0010OB00564_9400000_008

Rechtssatz für 1Ob265/03g 4Ob251/06z 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121745

Geschäftszahl

1Ob265/03g; 4Ob251/06z; 7Ob250/10f; 2Ob4/13x; 8Ob106/12i; 2Ob130/14b; 8Ob53/14y; 6Ob180/14k; 6Ob90/16b; 2Ob129/15g; 6Ob94/16s; 5Ob4/18a; 6Ob185/18a

Entscheidungsdatum

10.02.2004

Norm

ABGB §1298
ABGB §1313a IIIf

Rechtssatz

Das Mindest-Zurechnungskriterium des § 1313a ABGB ist, dass der Beklagte das schuldhafte Verhalten des Dritten im Kontext mit der Erfüllung seiner Vertragspflichten veranlasste.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 265/03g
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 1 Ob 265/03g
  • 4 Ob 251/06z
    Entscheidungstext OGH 16.02.2007 4 Ob 251/06z
    Veröff: SZ 2007/1
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Beisatz: Der Erfüllungsgehilfe wird schon deshalb zur Haftungssphäre des Schuldners gezählt, weil dieser jenen in die Verfolgung seiner geschäftlichen Interessen selbst einbezogen und auf diese Weise zugleich das schuldhaft-schädigende Verhalten des Herangezogenen (adäquat) verursacht hat. (T1)
    Beisatz: Im Einzelfall hängt die Frage, wozu der Schuldner tatsächlich verpflichtet ist, vom konkreten Vertrag und von der durch Vertragsauslegung zu bestimmenden konkreten Pflichtenlage ab. (T2)
    Beisatz: Bedient sich ein Erfüllungsgehilfe des Schuldners seinerseits eines Erfüllungsgehilfen (Erfüllungsgehilfenkette), so bedient sich auch der Schuldner dieser zweiten Person als seines Erfüllungsgehilfen und haftet für dessen Verschulden, wenn er mit der Betrauung eines weiteren Erfüllungsgehilfen einverstanden war. (T3)
    Beisatz: Vgl RS0123055. (T4)
  • 8 Ob 106/12i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 106/12i
    Auch
  • 2 Ob 130/14b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 2 Ob 130/14b
    Beisatz: Hier: Einschlägige Tätigkeit der Hausbesorgerin (Räumen und Streuen) nicht vom Arzt als Mieter der Ordinationsräumlichkeiten veranlasst; daher dafür keine Haftung aus dem jeweiligen Behandlungsvertrag. (T5)
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Vgl; Beisatz: Wesentlich ist die Einbeziehung des Gehilfen in das Interessenverfolgungsprogramm des Geschäftsherrn bei der von diesem veranlassten Erfüllung eigener Vertragspflichten. Entscheidend ist, welche konkreten Leistungspflichten bzw Schutz- und Sorgfaltspflichten der Geschäftsherr gegenüber seinem Vertragspartner übernommen hat. (T6)
    Beisatz: Hier: Die ordnungsgemäße Reinigung der Stiegen- und Gangflächen in der Abflugshalle zählt zu den vertraglichen Pflichten der Fluglinie gegenüber ihren Fluggästen. Die Beklagte (Flughafenbetreiberin) - und auch das Reinigungsunternehmen im Sinn einer Erfüllungsgehilfenkette - ist hier als Erfüllungsgehilfin der Fluglinie zu qualifizieren. (T7)
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Vgl auch
  • 6 Ob 90/16b
    Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 90/16b
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Zur Konkretisierung der Pflichtenlage hinsichtlich der Schutz- und Sorgfaltspflichten ist hierbei darauf abzustellen, ob der Gläubiger erwarten konnte, dass der Schuldner die fragliche Tätigkeit selbst (oder durch Mitarbeiter) vornimmt oder ob eine Erbringung durch selbständige Dritte zu erwarten ist. (T8)
    Beisatz: Hier: Schiverleih samt Werkstatt und Schischule im Hinterhof eines Hotels – Zurechnung zum Hotelbetreiber verneint, zumal die Leistungen jedermann angeboten und den Kunden direkt in Rechnung gestellt wurden. (T9)
  • 5 Ob 4/18a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 4/18a
    Vgl auch
  • 6 Ob 185/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 185/18a
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Dass ein Gastwirt die Installationen in seinen Toiletteanlagen selbst hergestellt, jedenfalls aber selbst montiert hat, wird der Gast regelmäßig nicht annehmen. (T10)

Schlagworte

Erfüllungsgehilfe, Gehilfenhaftung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0121745

Im RIS seit

11.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2019

Dokumentnummer

JJR_20040210_OGH0002_0010OB00265_03G0000_002

Entscheidungstext 6Ob94/16s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

6Ob94/16s

Entscheidungsdatum

27.02.2017

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Kuras als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler, Univ.-Prof. Dr. Kodek und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei K*****, vertreten durch Mag. Michael Rettenwander, Rechtsanwalt in Saalfelden, gegen die beklagten Parteien 1. H***** GesmbH, *****, vertreten durch Dr. Leopold Hirsch, Rechtsanwalt in Salzburg, 2. H*****, vertreten durch Dr. Roland Garstenauer, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen restlicher 16.360,81 EUR sA und Feststellung, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Berufungsgericht vom 27. Jänner 2016, GZ 22 R 18/16z-32, womit das Urteil des Bezirksgerichts Saalfelden vom 9. November 2015, GZ 2 C 333/14m-27, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, dass das Urteil des Erstgerichts einschließlich seines in Rechtskraft erwachsenen Teils zu lauten hat:

„Die zweitbeklagte Partei ist schuldig, binnen 14 Tagen der klagenden Partei 16.360,81 EUR samt 4 % Zinsen aus 5.820,87 EUR vom 23. 5. 2014 bis 1. 7. 2015, aus 7.194,14 EUR vom 2. 7. 2015 bis 16. 9. 2015 und aus 16.360,81 EUR seit 17. 9. 2015 zu zahlen und die mit 2.771,20 EUR (davon 959,75 EUR Barauslagen und 301,91 EUR USt) bestimmten Kosten zu ersetzen.

Es wird festgestellt, dass die zweitbeklagte Partei der klagenden Partei für sämtliche zukünftigen, derzeit nicht bekannten Schäden und Nachteile aus dem Unfall vom 27. März 2013 in *****, Eingang Schiwerkstatt, zu zwei Drittel haftet.

Die Mehrbegehren,

a) die beklagten Parteien seien zur ungeteilten Hand schuldig, der klagenden Partei 8.180,40 EUR samt 4 % Zinsen aus 2.910,44 EUR vom 23. 5. 2014 bis 1. 7. 2015, aus 3.597,07 EUR vom 2. 7. 2015 bis 16. 9. 2015 und aus 8.180,40 EUR seit 17. 9. 2015 zu zahlen,

b) die erstbeklagte Partei sei zur ungeteilten Hand mit der zweitbeklagten Partei schuldig, der klagenden Partei 16.360,81 EUR samt 4 % Zinsen aus 5.820,87 EUR vom 23. 5. 2014 bis 1. 7. 2015, aus 7.194,14 EUR vom 2. 7. 2015 bis 16. 9. 2015 und aus 16.360,81 EUR seit 17. 9. 2015 zu zahlen,

c) die erstbeklagte Partei sei alleine schuldig, der klagenden Partei 4 % Zinsen aus 5.820,87 EUR vom 7. 5. 2014 bis 22. 5. 2014 zu zahlen,

d) es werde festgestellt, dass die erstbeklagte Partei der klagenden Partei für sämtliche zukünftigen, derzeit nicht bekannten Schäden und Nachteile aus dem Unfall vom 27. März 2013 in *****, Eingang Schiwerkstatt, haftet,

werden abgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, binnen 14 Tagen der erstbeklagten Partei deren mit 5.288,76 EUR (davon 881,46 EUR USt) bestimmten Kosten und der zweitbeklagten Partei den mit 23,33 EUR bestimmten Teil ihrer Barauslagen zu ersetzen.“

Die zweitbeklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 4.356,60 EUR (davon 499,10 EUR USt und 1.362 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Die klagende Partei ist schuldig, der erstbeklagten Partei deren mit 3.895,94 EUR (davon 467,99 EUR USt und 1.088 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Zweitbeklagte betreibt im Hinterhof des Hotels der Erstbeklagten einen Schiverleih samt Werkstatt und eine Schischule. Der Schiverleih mit Büro ist gegenüber der Schiwerkstätte untergebracht. Der Hinterhof und der Betrieb des Zweitbeklagten sind von der Straße aus frei auch für hotelfremde Personen zugänglich. Die vom Zweitbeklagten jedermann angebotenen Leistungen werden den Kunden direkt in Rechnung gestellt und von den Kunden dem Zweitbeklagten oder seinen Mitarbeitern direkt bezahlt. Sinn und Zweck der Kooperation zwischen der Erstbeklagten und dem Zweitbeklagten war für Erstere unter anderem auch, ihren Gästen einen bestmöglichen Service bieten zu können.

Die Ehefrau des Klägers buchte per E-Mail bei der Erstbeklagten eine Zweiraum-Suite für fünf Personen vom 23. 3. 2013 bis 31. 3. 2013 samt Halbpension zum Preis von 2.574,40 EUR. In der Reservierungsbestätigung der Erstbeklagten heißt es unter anderem:

„...

Im Preis sind folgende Leistungen inkludiert:

Wellness-Halbpension

...

Unbeschränkte Benützung des Mountain Green

SPA

...

Wir bieten erstklassige Kosmetikbehandlungen ... Preisliste finden Sie im Anhang des Mails.

Teilnahme am Sport-, Fitness- und Entspannungsprogramm

Kostenloser Parkplatz vor dem Hotel

Gratis Internetanschluss/WLAN

 

Das T***** inmitten des Schigebiets

Die Hotelanlage liegt ca acht Gehminuten vom Zentrum von H*****. Gleich gegenüber dem Hotel befindet sich ein Babylift und ein Schlepplift, mit dem Sie direkt in den Schizirkus einsteigen können. ...

'Alpin-Schischule ****School & Rent' im Hotel

Schischulsammelplatz und Übungsgelände direkt neben dem Hotel.

Ski, Skistöcke- und Skischuhverleih ist für Kinder bis zum 10. Geburtstag gratis, wenn ein Elternteil die Ausrüstung ausleiht. ...

Ab 17. März 2012: Ski-, Skistöcke- und Skischuhverleih ist für Kinder bis zum 15. Geburtstag gratis.                ...

Schipassverkaufsstelle im Hotel

Schipass für Kinder

Ab 17. 3. 2012 bekommen auch die Kinder ... einen Gratis-Schipass.

Kinderclub: Im obigen Kinderpreis ist die Betreuung im Kinderclub (ab zwei Jahre) sowie Mittagessen, Getränke usw während der Betreuung inbegriffen.

...“

Am 27. 3. 2013 befand sich vor der Werkstätte des Zweitbeklagten eine von ihm oder einem seiner Mitarbeiter aufgestellte Tritthilfe aus Holz, um den Niveauunterschied zur Stahlrampe vor dem Werkstatteingang überwinden zu können.

Um ca 15:00 Uhr des 27. 3. 2013 begab sich der Kläger von der Straße kommend in den Hinterhof des Hotels. Er verstaute seine Schiausrüstung im Schiraum, zog sich Patschen an und wollte seine Schi zum Schiverleih/Schiservice des Zweitbeklagten bringen. Er hatte schon in den Tagen zuvor Schi zum Service gegeben. Als er mit den Schi vor dem Schiverleih-Büro stand, war dieses geschlossen. An der Front des Büros war ein Schild mit der Aufschrift „Bin in der Werkstatt“ und mit einem in Richtung der Werkstatt zeigenden Pfeil angebracht. Daraufhin ging der Kläger zur Schiwerkstätte, deren Tür offen stand. Er bestieg mit den Schi über die Holztritthilfe die Metallrampe zum Eingangsbereich der Werkstatt, in der sich ein Mitarbeiter des Zweitbeklagten aufhielt. Als dieser den Kläger wahrnahm, gab er ihm zu verstehen, dass er gleich ins Büro des Schiverleihs kommen würde. Daraufhin stieg der Kläger mit den Schi von der Metallrampe auf die Holztritthilfe, wobei diese umkippte und der Kläger stürzte. Warum es zum Kippen der Holztritthilfe gekommen war, konnte nicht festgestellt werden. Die Holztritthilfe war weder im Boden noch an der Wand verankert. Es war im Bereich der Holztritthilfe an der Mauer auch kein Handlauf angebracht. Diese Holzstufe war vom Zweitbeklagten an sich für die Nutzung durch Mitarbeiter aufgestellt worden. Es war aber schon früher vorgekommen, dass Kunden über diese Tritthilfe zur Werkstatt gelangten. Der Kläger erlitt durch den Sturz Brüche, die zunächst mit Oberarmspaltgips konservativ behandelt und im April 2013 operativ versorgt wurden. Dauerschäden in Form von Bewegungseinschränkungen werden verbleiben. Eine Gelenkabnützung im Laufe der Jahre und eine Arthrose sind nicht ausgeschlossen.

Das Erstgericht verurteilte die Beklagten zur ungeteilten Hand zum Ersatz von zwei Drittel des begehrten Schadenersatzes und stellte fest, dass die Beklagten dem Kläger zur ungeteilten Hand für sämtliche zukünftige, derzeit nicht bekannte Schäden und Nachteile aus dem Unfall vom 27. 3. 2013 zu zwei Drittel haften. Das Mehrbegehren wies es ab.

Der Kläger ließ dieses Urteil unbekämpft.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagten Folge und wies das Klagebegehren ab. Dem Kläger hätte schon aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Konstruktion des Eingangsbereichs bewusst sein müssen, dass die Werkstatt des Zweitbeklagten dem Kundenverkehr nicht offen stehe. Das Hinweisschild an der Front des geschlossenen Büros des Zweitbeklagten habe der Kläger nicht als Aufforderung zum Betreten der Werkstatt verstehen dürfen, zumal dabei zur Überwindung des deutlich wahrnehmbaren erheblichen Niveauunterschieds eine ganz offensichtlich nur provisorische und damit für den allgemeinen Kundenverkehr nicht zugängliche Holztritthilfe habe betreten werden müssen. Nach den Feststellungen des Erstgerichts sei davon auszugehen, dass der Kläger ohne Notwendigkeit einen für ihn offenkundig nicht zugänglichen Bereich betreten habe. Damit sei er zur ganz besonderen Vorsicht und Aufmerksamkeit verpflichtet gewesen. Da er nur Patschen getragen und Schi in der Hand gehalten habe, hätte er die Holztritthilfe beim Herabsteigen so vorsichtig betreten müssen, dass sie nicht umkippt. Schon nach allgemeiner Lebenserfahrung neige eine Holztritthilfe bei einseitiger Belastung zum Kippen und müsse bei Feuchtigkeit und ungeeignetem Schuhwerk rutschig sein. Den Beklagten hätte auch nicht bewusst sein müssen, dass die Holztritthilfe eine Gefahrenquelle darstellt, zumal sie keinesfalls damit zu rechnen brauchten, dass ein Kunde die offensichtlich nicht zugängliche Werkstätte bei winterlichen Verhältnissen mit Patschen, Schi in der Hand und ohne Anwendung der gebotenen Sorgfalt betrete. Der Unfall sei allein auf das Fehlverhalten des Klägers, der den Schadenseintritt bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte vermeiden können, zurückzuführen. Eine Haftung der Erstbeklagten scheitere überdies daran, dass der Zweitbeklagte, den der Kläger nach eigenem Vorbringen als eigenständigen Unternehmer kannte, nicht als ihr Erfüllungsgehilfe qualifiziert werden könne. Auch wenn die Erstbeklagte auf ihrer Homepage und in der Reservierungsbestätigung auf eine Alpin-Schischule sowie einen Schi- und Snowboardverleih im Hotel hingewiesen habe, sei aufgrund des zwischen ihr und dem Kläger abgeschlossenen Vertrags evident, dass Dienstleistungen im Zusammenhang mit einem Schiservice bzw einer Schiwerkstatt nicht im synallagmatischen Entgeltverhältnis des Beherbergungsvertrags gestanden seien. Dementsprechend seien die Leistungen auch nicht bei der Erstbeklagten, sondern direkt beim Zweitbeklagten in Auftrag zu geben sowie zu bezahlen gewesen. Die Erstbeklagte habe ihren Gästen keineswegs eine Komplettlösung angeboten, sondern sie nur auf die Annehmlichkeiten durch den im Hinterhof des Hotels gelegenen Betrieb des Zweitbeklagten hingewiesen. Damit habe die Erstbeklagte den Zweitbeklagten nicht zur Erfüllung einer bestehenden Sonderverbindung eingesetzt. Da sich der Unfall nicht im Hinterhof des Hotels, sondern unmittelbar im (Hotelgästen offensichtlich nicht frei zugänglichen) Eingangsbereich der Werkstätte des Zweitbeklagten ereignet habe, scheide eine Haftung der Erstbeklagten jedenfalls aus.

Rechtliche Beurteilung

Die von den Beklagten beantwortete, vom Berufungsgericht nachträglich zugelassene Revision des Klägers ist aus Gründen der Rechtssicherheit zulässig; sie ist auch teilweise berechtigt.

1. Das Berufungsgericht hat zu Unrecht die Haftung des Zweitbeklagten verneint.

1.1. Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs treffen einen Geschäftsinhaber bei Anbahnung eines geschäftlichen Kontakts gegenüber seinen potentiellen Kunden nicht nur allgemeine Verkehrssicherungspflichten, sondern schon vorvertragliche Schutzpflichten (6 Ob 180/14k; RIS-Justiz RS0016402). Er hat daher für die Sicherheit des Geschäftslokals zu sorgen (RIS-Justiz RS0016407), aber auch den sicheren Zugang zu seinem Geschäftslokal zu gewährleisten (RIS-Justiz RS0016382 [T1]). Verkehrssicherungspflichten ergeben sich nicht erst dann, wenn (bewusst) ein Verkehr eröffnet wird, sondern auch schon dann, wenn der Verkehr bloß geduldet wird (RIS-Justiz RS0023355 [T37]).

1.2. Der Zweitbeklagte hat durch das Hinweisschild auf seinem geschlossenen Büro – entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts – zu erkennen gegeben, an einer Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Kunden in der Werkstatt interessiert zu sein (vgl RIS-Justiz RS0023768 [T4]). Er musste daher damit rechnen, dass (potentielle) Kunden die Tritthilfe zum Eingang zur Werkstatt benutzen werden, zB um ihre Schi zum Service zu bringen. Dass es bisher zu keinen Unfällen mit der Tritthilfe kam, ist nicht entscheidend (RIS-Justiz RS0023581).

1.3. Der Verkehrssicherungspflichtige hat die Anlage in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand zu erhalten und die Benützer vor allen erkennbaren Gefahren zu schützen (RIS-Justiz RS0023801 [T2]). Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden (RIS-Justiz RS0022778 [T11]). Der Geschäftsinhaber muss im Rahmen des Zumutbaren alle Maßnahmen ergreifen, die von ihm nach der Verkehrsauffassung verlangt werden können (RIS-Justiz RS0023421 [T18]).

1.4. Der Zweitbeklagte hat seine Schutzpflicht dadurch verletzt, dass er die Tritthilfe aufstellte, ohne sie an der Wand oder im Boden zu befestigen und ohne einen Handlauf anzubringen. Er hat durch das Anbringen des Hinweisschildes mit dem Pfeil den Verkehr geradezu in Richtung dieser gefährlichen Stelle gelenkt. Die Verkehrssicherungspflichten finden ihre Grenze (zwar) in der Zumutbarkeit (RIS-Justiz RS0023397), jedoch ist im zu entscheidenden Fall kein Grund ersichtlich, wieso dem Zweitbeklagten Sicherungsmaßnahmen nicht zumutbar oder gar unmöglich gewesen wären.

1.5. Der Verkehrspflichtige hat zu beweisen, dass er die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, ohne Rücksicht darauf, ob sich diese Pflicht aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen oder einem Vertrag ergibt (RIS-Justiz RS0022476). Die vom Erstgericht getroffene Negativfeststellung zur genauen Sturzursache belastet daher den Zweitbeklagten. Ein Ausrutschen des Klägers aufgrund eigener Unachtsamkeit steht eben nicht fest. Die vom Berufungsgericht angenommene Feuchtigkeit konnte ebenso nicht festgestellt werden. Der Kläger muss nur den Schaden und die Kausalität sowie einen – ein rechtswidriges Verhalten indizierenden – objektiv rechtswidrigen Zustand beweisen; anschließend steht dem Schädiger der Entlastungsbeweis offen (10 Ob 53/15i). Der Entlassungsbeweis ist dem Kläger nach den Feststellungen des Erstgerichts, die das Berufungsgericht seiner Entscheidung zugrunde legte, nicht gelungen.

1.6. Das Erstgericht hat ein Mitverschulden (§ 1304 ABGB) des Klägers von einem Drittel bejaht, weil er bei Aufwendung der notwendigen Sorgfalt „die – für diesen Zweck nicht abschließend geeignete – Beschaffenheit der Tritthilfe“ hätte erkennen können. Es liege innerhalb der allgemeinen Lebenserfahrung, dass beim Hinauf- und Hinabsteigen über eine Tritthilfe in der festgestellten Beschaffenheit besondere Sorgfalt, insbesondere im Zusammenhang mit „losem Schuhwerk und Schi in der Hand“, geboten sei. Der Kläger hat die darauf beruhende Teilabweisung eines Klagebegehrens nicht bekämpft. Eine Erhöhung seiner Mitverschuldensquote ist nach den Umständen des Falls nicht angezeigt, zumal den Feststellungen des Erstgerichts nicht zu entnehmen ist, dass das „lose Schuhwerk“ mitursächlich für das Kippen der Tritthilfe war.

2. Zu Recht hat das Berufungsgericht eine Haftung der Erstbeklagten verneint.

2.1. Nach Auffassung des Revisionswerbers haftet die Erstbeklagte für die Sorgfaltswidrigkeit des Zweitbeklagten nach § 1313a ABGB, weil sie zwar dem Kläger gegenüber nicht zur Erbringung eines Schiservice, wohl aber verpflichtet gewesen sei, „ein Schiservice am Hotelgelände anbieten zu können“. Die Erstbeklagte hafte, weil sie aufgrund des Gastaufnahmevertrags dafür hätten sorgen müssen, dass die Gäste das Hotelgelände, wozu auch der Zugangsbereich zur Werkstätte zähle, gefahrlos benützen können. Durch die Duldung der Umleitung der Gäste in die Werkstätte bzw durch die mangelnde Sicherung bzw Duldung der ungesicherten Holztritthilfe und/oder Nichtuntersagung des Zutritts zur Werkstatt durch ein entsprechendes Hinweisschild habe die Erstbeklagte Schutz- und Sorgfaltspflichten gegenüber dem Kläger verletzt.

Dem ist zu erwidern:

2.2. Für eine Zurechnung nach § 1313a ABGB ist entscheidend, welche konkreten Leistungspflichten bzw Schutz- und Sorgfaltspflichten die Erstbeklagte gegenüber dem Kläger übernommen hat (RIS-Justiz RS0028425 [T7]). Im Einzelfall hängt die Frage, wozu der Schuldner tatsächlich verpflichtet ist, vom konkreten Vertrag und von der durch Vertragsauslegung zu bestimmenden konkreten Pflichtenlage ab (RIS-Justiz RS0123055; RS0121745 [T2]; Karner in KBB4 § 1313a ABGB Rz 4; F. Bydlinski, Zur Haftung für Erfüllungsgehilfen im Vorbereitungsstadium, JBl 1995, 477 ff, 558 ff).

a) Die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Schiservice am Hotelgelände war gegeben, sodass die Erstbeklagte gegenüber dem Kläger insoweit keine Pflicht verletzt hat.

b) Die Auslegung des Beherbergungsvertrags führt entgegen der Ansicht des Revisionswerbers nicht zu einer Pflicht der Erstbeklagten, den Eingangsbereich zur Werkstätte des Zweitbeklagten zu sichern. Zur Konkretisierung der Pflichtenlage hinsichtlich der Schutz- und Sorgfaltspflichten ist hierbei darauf abzustellen, ob der Gläubiger erwarten konnte, dass der Schuldner die fragliche Tätigkeit selbst (oder durch Mitarbeiter) vornimmt oder ob eine Erbringung durch selbständige Dritte zu erwarten ist (F. Bydlinski, aaO 562; Burtscher, Der Erfüllungsgehilfenbegriff im Lichte der aktuellen Rechtsprechung, ÖJZ 2014, 1056 [1060]; Hafner, ÖJZ 2016, 28).

Da ein Schiverleih/Schiservice – wie vom Revisionswerber selbst eingeräumt – nicht zum Pflichtenprogramm der Erstbeklagten gehörte und der Zweitbeklagte seine Leistungen jedermann anbot, konnten Gäste der Erstbeklagten nicht erwarten, dass die Erstbeklagte durch ihre Mitarbeiter selbst den zur Überwindung des Niveauunterschieds zur Plattform vor der Werkstätte, die nicht im räumlichen Verbund mit dem Schiverleih stand, notwendigen Behelf aufstellt, sondern war für sie zu erwarten, dass der Schiverleih- und Werkstätteninhaber diese Tätigkeit erbringt. Die Erstbeklagte hatte daher diesen Bereich des unmittelbaren Zugangs zum Betrieb des Zweitbeklagten nicht zu sichern.

Mangels dieser Pflicht besteht auch keine Haftung der Erstbeklagten aus eigenem Verschulden.

3. Die Kostenentscheidungen beruhen auf §§ 41, 43 Abs 1 und 2, 50 Abs 1 ZPO.

Textnummer

E117744

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:0060OB00094.16S.0227.000

Im RIS seit

19.04.2017

Zuletzt aktualisiert am

19.04.2017

Dokumentnummer

JJT_20170227_OGH0002_0060OB00094_16S0000_000