Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob254/55 7Ob392/55 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062723

Geschäftszahl

7Ob254/55; 7Ob392/55; 2Ob212/59; 6Ob4/62; 6Ob201/62; 8Ob158/63; 8Ob311/64; 2Ob356/64; 5Ob26/67; 5Ob211/69; 6Ob141/71; 5Ob234/71; 5Ob294/71; 1Ob7/72; 4Ob548/73; 5Ob221/73; 5Ob225/73; 4Ob523/75; 1Ob60/75; 3Ob226/75; 7Ob648/76 (7Ob649/76); 7Ob536/77; 4Ob528/77; 2Ob539/78; 8Ob589/78; 5Ob518/80; 2Ob550/80; 1Ob705/80; 5Ob737/80; 5Ob302/81; 8Ob506/81; 3Ob616/81; 1Ob782/81; 1Ob572/82; 3Ob535/82; 1Ob810/82; 1Ob551/83; 1Ob552/83; 6Ob517/84; 4Ob551/83; 2Ob552/84; 4Ob556/87; 3Ob543/88; 6Ob514/90; 1Ob631/92; 1Ob554/93; 1Ob563/95; 4Ob2020/96d; 10Ob2120/96d; 6Ob2282/96y; 5Ob48/01x; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 6Ob25/06d; 7Ob169/06p; 2Ob80/05m; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 8Ob68/11z; 1Ob42/12a; 9Ob5/14x; 8Ob24/14h; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 1Ob78/17b; 4Ob216/17v; 7Ob76/18d; 1Ob27/19f; 3Ob86/19x

Entscheidungsdatum

25.05.1955

Norm

HVG §29 IIb
MaklerG §6 Abs2
MaklerG §6 Abs3

Rechtssatz

Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. Die Nachweisung konnte in der Weise geschehen, dass dem Kaufinteressenten das zu verkaufende Objekt gezeigt, oder dem Geschäftsherrn der Name des Kaufinteressenten bekanntgegeben wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 254/55
    Entscheidungstext OGH 25.05.1955 7 Ob 254/55
    Veröff: HS 2404
  • 7 Ob 392/55
    Entscheidungstext OGH 14.09.1955 7 Ob 392/55
    Veröff: HS 2405
  • 2 Ob 212/59
    Entscheidungstext OGH 17.06.1959 2 Ob 212/59
    Veröff: EvBl 1959/299 S 520 = ImmZ 1959,336
  • 6 Ob 4/62
    Entscheidungstext OGH 18.01.1962 6 Ob 4/62
  • 6 Ob 201/62
    Entscheidungstext OGH 11.07.1962 6 Ob 201/62
  • 8 Ob 158/63
    Entscheidungstext OGH 25.06.1963 8 Ob 158/63
  • 8 Ob 311/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 8 Ob 311/64
  • 2 Ob 356/64
    Entscheidungstext OGH 04.03.1965 2 Ob 356/64
  • 5 Ob 26/67
    Entscheidungstext OGH 03.02.1967 5 Ob 26/67
    Veröff: EvBl 1967/368 S 520 = ImmZ 1968,27
  • 5 Ob 211/69
    Entscheidungstext OGH 24.09.1969 5 Ob 211/69
    nur: Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. (T1) Veröff: MietSlg 21769
  • 6 Ob 141/71
    Entscheidungstext OGH 16.06.1971 6 Ob 141/71
    nur T1
  • 5 Ob 234/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 5 Ob 234/71
    nur T1; Veröff: ImmZ 1972,203
  • 5 Ob 294/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 294/71
    Veröff: ImmZ 1972,363
  • 1 Ob 7/72
    Entscheidungstext OGH 02.02.1972 1 Ob 7/72
    Veröff: ImmZ 1972,346
  • 4 Ob 548/73
    Entscheidungstext OGH 03.07.1973 4 Ob 548/73
    nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11) = HS 8583
  • 5 Ob 221/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 221/73
    nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11)
  • 5 Ob 225/73
    Entscheidungstext OGH 28.11.1973 5 Ob 225/73
    Beisatz: Eine gegenteilige Vereinbarung - etwa in der Richtung, dass nach dem ausdrücklich erklärten oder doch klar erkennbaren Willen der Parteien eine Provisionszahlungspflicht nur bei Entfaltung einer über die bloße Namhaftmachung eines Käufers hinausgehenden Vermittlungstätigkeit begründet werden sollte - ist möglich. (T2) Veröff: ImmZ 1975,37(E12) = HS 8582
  • 4 Ob 523/75
    Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 523/75
    Auch; Beisatz: Im Zweifel wird in solchen Fällen das Erfordernis der "Verdienstlichkeit" durch die bloße Namhaftmachung des Dritten erfüllt. (T3) Veröff: ImmZ 1976,148
  • 1 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 60/75
    Veröff: ImmZ 1976,180
  • 3 Ob 226/75
    Entscheidungstext OGH 09.12.1975 3 Ob 226/75
    Veröff: ImmZ 1976,180
  • 7 Ob 648/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 648/76
    nur T1; Veröff: JBl 1978,254 (mit Anmerkung vom Koziol)
  • 7 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 7 Ob 536/77
    nur T1; Beisatz: Zustandekommen des vermittelten Geschäftes ist aber dennoch erforderlich. (T4) Veröff: MietSlg 29558/1977
  • 4 Ob 528/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 528/77
    nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 06.06.1978 2 Ob 539/78
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 589/78
  • 5 Ob 518/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 5 Ob 518/80
    nur T1
  • 2 Ob 550/80
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 2 Ob 550/80
    nur T1
  • 1 Ob 705/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 705/80
    nur T1
  • 5 Ob 737/80
    Entscheidungstext OGH 27.01.1981 5 Ob 737/80
    nur T1; Veröff: MietSlg 33551
  • 5 Ob 302/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 302/81
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 54/31 = ImmZ 1981,306 = MietSlg 33794
  • 8 Ob 506/81
    Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 506/81
    Auch; Beis wie T4; Veröff: ImmZ 1982,115 = NZ 1982,76
  • 3 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 782/81
    Entscheidungstext OGH 27.02.1982 1 Ob 782/81
    nur T1; Veröff: SZ 55/5
  • 1 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
  • 3 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 535/82
    nur T1
  • 1 Ob 810/82
    Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 810/82
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 551/83
  • 1 Ob 552/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 552/83
    Beis wie T4; Veröff: EvBl 1984/24 S 71 = JBl 1984,323 = ImmZ 1984,173 = MietSlg XXXV/21
  • 6 Ob 517/84
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 6 Ob 517/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Makler erwirbt den Provisionsanspruch, wenn er den Auftraggeber von der Vertragsmöglichkeit in Kenntnis gesetzt hat und der Vertrag in der Folge auf Grund dieses Nachweises abgeschlossen wird. (T5)
  • 4 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 551/83
    nur T1
  • 2 Ob 552/84
    Entscheidungstext OGH 12.02.1985 2 Ob 552/84
    nur T1
  • 4 Ob 556/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
    nur T1; Beisatz: Der Provisionsanspruch hat darüber hinaus zur Voraussetzung, dass die Tätigkeit des Realitätenvermittlers für den Abschluss des Rechtsgeschäftes kausal und verdienstvoll war. (T6) Veröff: JBl 1988,181 = MietSlg XXXIX/47
  • 3 Ob 543/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 3 Ob 543/88
    nur T1; Beis wie T6
  • 6 Ob 514/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 514/90
    nur T1
  • 1 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 554/93
    Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 554/93
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Es bedarf keiner weiteren Zuführungstätigkeit oder Vermittlungstätigkeit von Seiten des Immobilienmaklers. (T7)
  • 4 Ob 2020/96d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2020/96d
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. Maßgebend ist nicht das Kennenlernen der Kaufgelegenheit durch Übermittlung von Unterlagen oder Besichtigung der Liegenschaft, sondern die individuelle Bezeichnung des Vertragspartners beziehungsweise des mit Vertragsverhandlungen befassten Bevollmächtigten. (T8)
  • 10 Ob 2120/96d
    Entscheidungstext OGH 11.06.1996 10 Ob 2120/96d
    Vgl auch
  • 6 Ob 2282/96y
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 6 Ob 2282/96y
    Auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 48/01x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 48/01x
    Vgl auch; Beisatz: Für die beim gewerblichen Makler ausreichende Namhaftmachung des Geschäftsinteressenten ist zu fordern, dass dieser beziehungsweise sein zu Vertragsverhandlungen bevollmächtigter Vertreter individuell bezeichnet wird. (T9)
  • 9 Ob 57/04d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8 nur: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. (T10); Beisatz: "Namhaftmachung" im hier interessierenden Sinn ist die erstmalige Nennung eines bisher unbekannten Interessenten für den Vertragsabschluss. Die Vorkenntnis der namhaft gemachten Person als Individuum schadet allerdings nicht; wesentlich ist nur, dass die Person in ihrer Eigenschaft als potentieller Vertragspartner unbekannt ist. (T11)
  • 7 Ob 145/05g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 145/05g
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 6 Ob 25/06d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 25/06d
    Beisatz: Entscheidend ist, ob die an sich verdienstliche und (zumindest mitkausale) kausale Tätigkeit des Immobilienmaklers für das letztlich zustandegekommene Geschäft bei wertender Betrachtung der Gesamtumstände im konkreten Einzelfall als inadäquat angesehen werden muss. (T12); Beisatz: Hier: Adäquater Kausalzusammenhang bejaht: Die Käuferin erinnerte sich weniger als vier Monate nach der Besichtigung, die über Initiative des Immobilienmaklers zustandegekommen war, selbst an das Haus und suchte darauf hin von sich aus - ohne spätere Tätigkeit einer dritten Person - den Kontakt zu den Verkäufern. (T13)
  • 7 Ob 169/06p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 169/06p
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 80/05m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 80/05m
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 174/06y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
    Vgl auch; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T14)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    Auch; nur T1; Auch Beis wie T6; Beis wie T10; Auch Beis wie T11; Beis wie T12; Vgl Beis wie T13; Beisatz: Kein endgültiges Scheitern der Vertragsgespräche, wenn der Verkäufer in angemessenem Zeitabstand zur Tätigkeit des Maklers nach dem Vorliegen eines konkreten Angebots eines Dritten von sich aus den Kontakt mit dem vom Makler namhaft gemachten Interessenten suchte. (T15)
  • 8 Ob 68/11z
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 68/11z
    Auch
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    Auch; nur T1; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 9 Ob 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 5/14x
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Im Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler reicht für den Provisionsanspruch die Namhaftmachung des potenziellen Geschäftspartners (Nachweisung einer Vertragsabschlussgelegenheit) gemäß § 6 Abs 2 MaklerG aus. (T16)
    Beisatz: Für eine Namhaftmachung kann es nicht ausreichen, wenn der Makler seinem Auftraggeber erst erklärt, er werde das Objekt bestimmten Kunden anbieten. (T17)
  • 8 Ob 24/14h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 24/14h
    Auch; nur: Für den Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler genügt für die verdienstliche Tätigkeit (während des aufrechten Maklervertrags) zur Begründung des Provisionsanspruchs in der Regel (mangels gegenteiliger Vereinbarung) der bloße Nachweis der Kaufgelegenheit. (T18)
    Beisatz: Dieser Nachweis besteht im Allgemeinen in der erstmaligen Namhaftmachung eines neuen, bisher unbekannten potentiellen Interessenten für den Vertragsabschluss, mit dem das Geschäft ‑ durch die zumindest mitursächliche Tätigkeit des Maklers ‑ letztlich zustande gekommen ist. (T19)
  • 8 Ob 74/15p
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 74/15p
    Auch; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T20)
  • 3 Ob 110/16x
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 110/16x
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T21)
  • 1 Ob 78/17b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 78/17b
  • 4 Ob 216/17v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 216/17v
    Beis ähnlich wie T8; Beis wie T10
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch
  • 1 Ob 27/19f
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 27/19f
    Vgl aber; Beisatz: Ein Vermittler, der kein gewerbsmäßiger Vermittler ist, kann sich dagegen nicht auf den Handelsbrauch der Namhaftmachung berufen. (T22)
  • 3 Ob 86/19x
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 86/19x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0062723

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19550525_OGH0002_0070OB00254_5500000_001

Rechtssatz für 7Ob53/58 6Ob58/61 8Ob45...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0063026

Geschäftszahl

7Ob53/58; 6Ob58/61; 8Ob45/63; 8Ob108/64; 1Ob66/64; 1Ob66/65; 8Ob311/64; 8Ob20/65; 5Ob194/64; 5Ob74/68; 5Ob8/69; 8Ob287/70; 5Ob162/72; 4Ob593/72; 1Ob208/75; 5Ob616/76; 5Ob579/81; 3Ob616/81; 7Ob780/82; 1Ob721/83; 1Ob588/85; 2Ob698/87; 6Ob503/89; 8Ob702/89; 8Ob616/92; 5Ob534/94; 8Ob350/97x; 9Ob309/98a; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i; 1Ob88/19a

Entscheidungsdatum

12.02.1958

Norm

HVG §6 IBa
HVG §29 IId
MaklerG §6 Abs1

Rechtssatz

Auch eine noch so verdienstliche Tätigkeit, die zum Abschluss eines Kaufvertrages führt, begründet gegen die Vertragschließenden keinen Provisionsanspruch im Sinne der §§ 6 und 29 HVG, wenn diese Tätigkeit nicht auf Grund eines von den Kontrahenten ausdrücklich oder konkludent erteilten Auftrages entwickelt wurde.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 53/58
    Entscheidungstext OGH 12.02.1958 7 Ob 53/58
    Veröff: EvBl 1958/222 S 355
  • 6 Ob 58/61
    Entscheidungstext OGH 19.04.1961 6 Ob 58/61
    Veröff: HS 782/31
  • 8 Ob 45/63
    Entscheidungstext OGH 05.03.1963 8 Ob 45/63
    Veröff: HS 4528/5
  • 8 Ob 108/64
    Entscheidungstext OGH 07.04.1964 8 Ob 108/64
    Veröff: HS 4528/41
  • 1 Ob 66/64
    Entscheidungstext OGH 13.05.1964 1 Ob 66/64
    Veröff: HS 4528
  • 1 Ob 66/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 1 Ob 66/65
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 66/64
  • 8 Ob 311/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 8 Ob 311/64
    Veröff: HS 4528 = HS 4529
  • 8 Ob 20/65
    Entscheidungstext OGH 03.02.1965 8 Ob 20/65
    Veröff: HS 5688
  • 5 Ob 194/64
    Entscheidungstext OGH 09.02.1965 5 Ob 194/64
    Veröff: HS 5686/7
  • 5 Ob 74/68
    Entscheidungstext OGH 08.05.1968 5 Ob 74/68
    Veröff: HS 6711
  • 5 Ob 8/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 8/69
    Veröff: SZ 42/59 = NZ 1970,59 = HS 7580
  • 8 Ob 287/70
    Entscheidungstext OGH 02.02.1971 8 Ob 287/70
  • 5 Ob 162/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 162/72
    Veröff: ImmZ 1973,23
  • 4 Ob 593/72
    Entscheidungstext OGH 05.12.1972 4 Ob 593/72
    Veröff: ImmZ 1975,69(E32)
  • 1 Ob 208/75
    Entscheidungstext OGH 19.11.1975 1 Ob 208/75
    Vgl auch; Veröff: SZ 48/122 = EvBl 1976/143 S 271 = ImmZ 1976,165
  • 5 Ob 616/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 616/76
    Vgl
  • 5 Ob 579/81
    Entscheidungstext OGH 07.04.1981 5 Ob 579/81
  • 3 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
    Auch
  • 7 Ob 780/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 780/82
  • 1 Ob 721/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 721/83
    Auch
  • 1 Ob 588/85
    Entscheidungstext OGH 10.06.1985 1 Ob 588/85
    Auch; Veröff: RdW 1986,43
  • 2 Ob 698/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 2 Ob 698/87
  • 6 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 503/89
  • 8 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 702/89
    Beisatz: Mangels eines auf Abschluss eines Vertrages gerichteten Willens kann in den Fällen, in denen der vermittelte Vertragsabschluss nicht mit dem Geschäftsherrn selbst zustandekommt, sondern mit einer diesem nahestehenden Person, ein konkludenter Vertragsabschluss nicht angenommen werden. (T1)
    Veröff: JBl 1991,727 = ecolex 1991,381 (Pueck)
  • 8 Ob 616/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 616/92
    Veröff: ImmZ 1992,38
  • 5 Ob 534/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 534/94
    Beisatz: Hier: Vom Immobilienmakler als Vermieter begehrte Vergütung von Betriebsausgaben und Werbungskosten für die Vermittlung eines Objektes. (T2)
  • 8 Ob 350/97x
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 350/97x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 309/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 309/98a
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Auch
  • 1 Ob 88/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 88/19a
    Vgl; Beisatz: Der Provisionsanspruch des Maklers nach § 6 Abs 1 MaklerG setzt einen zumindest schlüssig erteilten Vermittlungsauftrag voraus. Ohne gültigen Abschluss eines Maklervertrags entsteht ein Provisionsanspruch des Vermittlers nicht. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0063026

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19580212_OGH0002_0070OB00053_5800000_002

Rechtssatz für 5Ob459/58 5Ob144/64 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042401

Geschäftszahl

5Ob459/58; 5Ob144/64; 5Ob146/65; 5Ob339/65; 5Ob65/67; 5Ob31/67; 5Ob326/68; 5Ob14/71; 5Ob176/71; 4Ob96/71; 5Ob45/72; 5Ob102/74; 5Ob56/75; 5Ob302/78; 5Ob312/79; 5Ob310/80; 5Ob307/81; 4Ob4/84; 4Ob125/85; 8Ob6/88; 9ObA5/89 (9ObA6/89); 4Ob568/91; 8Ob310/99t; 8Ob288/99g; 1Ob214/00b; 1Ob197/01d; 1Ob149/06b; 8Ob115/10k; 1Ob75/15h; 3Ob131/16k; 1Ob142/16p; 17Ob7/19g

Entscheidungsdatum

17.12.1958

Norm

ZPO §500 Abs2 IIA2
ZPO §502 Abs3 Da3
IO §110
KO §110

Rechtssatz

Auch bei den Feststellungsprozessen nach § 110 KO betrifft der Streit ausschließlich eine Geldsumme, nämlich den Betrag, dessen Feststellung begehrt wird. Es besteht daher kein Anlass zu einem Ausspruch des Berufungsgerichtes nach § 500 Abs 2 ZPO; die dennoch vorgenommene Bewertung ist unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 459/58
    Entscheidungstext OGH 17.12.1958 5 Ob 459/58
    Veröff: SZ 31/159 = EvBl 1959/80 S 134
  • 5 Ob 144/64
    Entscheidungstext OGH 26.05.1964 5 Ob 144/64
  • 5 Ob 146/65
    Entscheidungstext OGH 06.07.1965 5 Ob 146/65
  • 5 Ob 339/65
    Entscheidungstext OGH 16.03.1966 5 Ob 339/65
  • 5 Ob 65/67
    Entscheidungstext OGH 24.05.1967 5 Ob 65/67
  • 5 Ob 31/67
    Entscheidungstext OGH 07.07.1967 5 Ob 31/67
    Veröff: SZ 40/101
  • 5 Ob 326/68
    Entscheidungstext OGH 11.12.1968 5 Ob 326/68
  • 5 Ob 14/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 5 Ob 14/71
  • 5 Ob 176/71
    Entscheidungstext OGH 08.09.1971 5 Ob 176/71
    Veröff: ÖBA 1974,248
  • 4 Ob 96/71
    Entscheidungstext OGH 09.11.1971 4 Ob 96/71
    Veröff: Arb 8934
  • 5 Ob 45/72
    Entscheidungstext OGH 08.03.1972 5 Ob 45/72
  • 5 Ob 102/74
    Entscheidungstext OGH 03.07.1974 5 Ob 102/74
    Veröff: SZ 47/84 = EvBl 1975/138 S 269
  • 5 Ob 56/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 5 Ob 56/75
    Beisatz: Hier: Bewertung nach § 500 Abs 2 zweiter Fall ZPO (Abänderung). (T1)
  • 5 Ob 302/78
    Entscheidungstext OGH 09.05.1978 5 Ob 302/78
    Beisatz: Dies gilt auch, wenn nur der Rang streitig ist. (T2)
    Veröff: SZ 51/61 = GesRZ 1979,33
  • 5 Ob 312/79
    Entscheidungstext OGH 23.10.1979 5 Ob 312/79
    Beis wie T2; Veröff: JBl 1980,492
  • 5 Ob 310/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 5 Ob 310/80
    Beis wie T2
  • 5 Ob 307/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 307/81
    Vgl aber VwGH vom 11.12 1980, 844/79 Beisatz: Angabe des Streitwerts in der Klage gemäß § 56 Abs 2 JN erforderlich. (T3)
    Veröff: AnwBl 1981,179
  • 4 Ob 4/84
    Entscheidungstext OGH 24.01.1984 4 Ob 4/84
    Beisatz: Hier: § 23 a Abs 3 ArbGerG (T4)
  • 4 Ob 125/85
    Entscheidungstext OGH 01.10.1985 4 Ob 125/85
  • 8 Ob 6/88
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 8 Ob 6/88
  • 9 ObA 5/89
    Entscheidungstext OGH 11.01.1989 9 ObA 5/89
    Beisatz: Hier: ASGG (T5)
  • 4 Ob 568/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 568/91
    Vgl auch; Veröff: SZ 64/178
  • 8 Ob 310/99t
    Entscheidungstext OGH 08.06.2000 8 Ob 310/99t
    Beisatz: Der Wert des Streitgegenstandes im Prüfungsprozess entspricht der bestrittenen Forderung, deren Feststellung begehrt wird. Mangels gesonderter Bewertungsvorschriften stellt dieser Wert auch die Bemessungsgrundlage für das Honorar des Rechtsanwalts (§ 4 RAT) und die Gerichtsgebühren (§ 14 GGG) dar. (T6)
  • 8 Ob 288/99g
    Entscheidungstext OGH 08.06.2000 8 Ob 288/99g
    Beis wie T6
  • 1 Ob 214/00b
    Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 214/00b
    Beis wie T6 nur: Der Wert des Streitgegenstandes im Prüfungsprozess entspricht der bestrittenen Forderung, deren Feststellung begehrt wird. (T7)
  • 1 Ob 197/01d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 197/01d
    Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 74/179
  • 1 Ob 149/06b
    Entscheidungstext OGH 12.09.2006 1 Ob 149/06b
    Vgl; Beisatz: Das Begehren auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer bestimmten Geldforderung ist grundsätzlich nicht nach § 56 Abs 2 JN zu bewerten, da ein geldgleicher Anspruch Streitgegenstand ist und der Streitwert dem dem Feststellungsbegehren zu Grunde liegenden Geldbetrag entspricht. Liegt dem Feststellungsbegehren aber insofern keine ziffernmäßig bestimmte Forderung zu Grunde, als das Ausmaß des Ausfalls der Konkursforderung noch nicht feststeht, ist eine Bewertung durch das Berufungsgericht unumgänglich. (T8)
  • 8 Ob 115/10k
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 115/10k
    Vgl
  • 1 Ob 75/15h
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 75/15h
    Veröff: SZ 2015/58
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch
  • 1 Ob 142/16p
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 142/16p
    Veröff: SZ 2016/125
  • 17 Ob 7/19g
    Entscheidungstext OGH 02.05.2019 17 Ob 7/19g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0042401

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19581217_OGH0002_0050OB00459_5800000_001

Rechtssatz für 5Ob8/60 7Ob302/62 8Ob45...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062658

Geschäftszahl

5Ob8/60; 7Ob302/62; 8Ob45/63; 2Ob356/64; 7Ob10/66; 5Ob26/67; 5Ob95/67; 1Ob244/67; 5Ob74/68; 5Ob181/72 (5Ob182/72); 5Ob162/72; 4Ob593/72; 4Ob626/74; 1Ob208/75; 7Ob648/76 (7Ob649/76); 5Ob513/77; 7Ob704/80 (7Ob705/80); 5Ob579/81; 1Ob556/81; 3Ob616/81; 1Ob572/82; 8Ob523/82; 7Ob574/82; 3Ob621/82; 1Ob721/83; 5Ob590/83; 7Ob559/86; 4Ob556/87; 4Ob604/87; 6Ob503/89; 8Ob702/89; 8Ob616/92; 1Ob631/92; 1Ob604/93; 1Ob563/95; 8Ob350/97x; 1Ob91/98h; 1Ob204/98a; 9Ob309/98a; 4Ob135/01h; 1Ob106/03z; 5Ob120/03p; 6Ob25/06d; 3Ob69/05a; 10Ob26/07g; 6Ob71/07w; 6Ob257/11d; 7Ob47/15k; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i; 4Ob146/17z; 10Ob46/18i

Entscheidungsdatum

06.04.1960

Norm

HVG §29 IId

Rechtssatz

Stillschweigende Auftragserteilung ist anzunehmen, wenn der Interessent die vom Gewerbsmäßigen Realitätenvermittler für ihn entfaltete Tätigkeit kennt und ihr nicht widerspricht.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 8/60
    Entscheidungstext OGH 06.04.1960 5 Ob 8/60
    Veröff: JBl 1961,124 (mit Glosse von Demelius) = HS 430
  • 7 Ob 302/62
    Entscheidungstext OGH 17.10.1962 7 Ob 302/62
  • 8 Ob 45/63
    Entscheidungstext OGH 05.03.1963 8 Ob 45/63
  • 2 Ob 356/64
    Entscheidungstext OGH 04.03.1965 2 Ob 356/64
  • 7 Ob 10/66
    Entscheidungstext OGH 23.02.1966 7 Ob 10/66
    Ähnlich; Beisatz: Provisionsanspruch gegenüber einem anderen, der das Kaufobjekt erwarb. (T1)
    Veröff: JBl 1978,148 = ImmZ 1967,139
  • 5 Ob 26/67
    Entscheidungstext OGH 03.02.1967 5 Ob 26/67
    Veröff: EvBl 1967,368 S 520 = ImmZ 1968,27
  • 5 Ob 95/67
    Entscheidungstext OGH 10.05.1967 5 Ob 95/67
    Ähnlich
  • 1 Ob 244/67
    Entscheidungstext OGH 07.12.1967 1 Ob 244/67
    Beisatz: Für den Geschäftsherrn muss wenigstens erkennbar sein, dass er eine Vermittlungstätigkeit in Anspruch nimmt. (T2)
    Veröff: SZ 40/161 = JBl 1968,524
  • 5 Ob 74/68
    Entscheidungstext OGH 08.05.1968 5 Ob 74/68
    Veröff: HS 6693 = HS 6711
  • 5 Ob 181/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 181/72
    Veröff: ImmZ 1973,24
  • 5 Ob 162/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 162/72
    Veröff: ImmZ 1973,23
  • 4 Ob 593/72
    Entscheidungstext OGH 05.12.1972 4 Ob 593/72
    Auch
  • 4 Ob 626/74
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 626/74
    Beis wie T2; Veröff: ImmZ 1976,179
  • 1 Ob 208/75
    Entscheidungstext OGH 19.11.1975 1 Ob 208/75
    Vgl auch; Veröff: SZ 48/122 = EvBl 1976/143 S 271 = MietSlg 27573 = ImmZ 1976,165
  • 7 Ob 648/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 648/76
    Veröff: JBl 1978,254 (mit Anmerkung von Koziol)
  • 5 Ob 513/77
    Entscheidungstext OGH 15.02.1977 5 Ob 513/77
  • 7 Ob 704/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 7 Ob 704/80
    Ähnlich; Veröff: SZ 53/146
  • 5 Ob 579/81
    Entscheidungstext OGH 07.04.1981 5 Ob 579/81
    Auch
  • 1 Ob 556/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 556/81
    Beis wie T2; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Geschäftsführer einer GmbH. (T3)
    Veröff: MietSlg 33554
  • 3 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
    Ähnlich; Beis wie T2; Beisatz: Wenn er eine solche Vermittlungstätigkeit duldet oder sich der Tätigkeit des Vermittlers nutzbringend bedient, um den gewünschten Erfolg herbeizuführen. (T4)
  • 1 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
    Beis wie T4
  • 8 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 17.06.1982 8 Ob 523/82
    Beis wie T4
  • 7 Ob 574/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 574/82
  • 3 Ob 621/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 621/82
  • 1 Ob 721/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 721/83
    Ähnlich; Beis wie T2
  • 5 Ob 590/83
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 5 Ob 590/83
  • 7 Ob 559/86
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 559/86
    Ähnlich; Beis wie T4; Veröff: SZ 59/61
  • 4 Ob 556/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
    Veröff: JBl 1988,181
  • 4 Ob 604/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 604/87
    Auch; Veröff: JBl 1988,180
  • 6 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 503/89
  • 8 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 702/89
    Veröff: JBl 1991,727 = ecolex 1991,381 (Puck)
  • 8 Ob 616/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 616/92
    Veröff: ImmZ 1992,38
  • 1 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
  • 1 Ob 604/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 604/93
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Es darf mit Überlegung aller Umstände kein vernünftiger Grund, an der Zustimmung zum Vertragsschluss zu zweifeln, übrig bleiben. Zweifel, ob eine schlüssige Auftragserteilung erfolgt sei, gehen stets zu Lasten des Maklers, der für das Zustandekommen des Vermittlungsauftrages beweispflichtig ist. (T5)
  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
  • 8 Ob 350/97x
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 350/97x
    Beis wie T5
  • 1 Ob 91/98h
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 91/98h
  • 1 Ob 204/98a
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 204/98a
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Wenn der Geschäftsherr erkennen kann, dass er die Dienste des Vermittlers als entgeltliche und von ihm zu vergütende Leistung in Anspruch nimmt. Dies gilt dann nicht, wenn der Makler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt, sodass sich der Immobilienmakler daher seinen Provisionsanspruch durch einen Hinweis auf seine Provisionserwartung wahren muss. (T6)
  • 9 Ob 309/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 309/98a
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 135/01h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 135/01h
    Vgl auch; Beis wie T6 nur: Wenn der Geschäftsherr erkennen kann, dass er die Dienste des Vermittlers als entgeltliche und von ihm zu vergütende Leistung in Anspruch nimmt. (T7)
  • 1 Ob 106/03z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 1 Ob 106/03z
    Auch; Beisatz: Eine auf den Abschluss eines Maklervertrags gerichtete (konkludente) Willenserklärung kann etwa darin liegen, dass jemand in Kenntnis der Provisionserwartung des Maklers dessen Vermittlungstätigkeit nicht widerspricht und aus ihr schließlich durch Abschluss eines Vertrags Nutzen zieht. (T8)
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6 nur: Dies gilt dann nicht, wenn der Makler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt, sodass sich der Immobilienmakler daher seinen Provisionsanspruch durch einen Hinweis auf seine Provisionserwartung wahren muss. (T9)
  • 6 Ob 25/06d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 25/06d
  • 3 Ob 69/05a
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 69/05a
    Vgl auch; Veröff: SZ 2006/113
  • 10 Ob 26/07g
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 26/07g
    Auch
  • 6 Ob 71/07w
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 71/07w
    Vgl; Beis wie T9
  • 6 Ob 257/11d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 257/11d
    Vgl; Beis wie T9
  • 7 Ob 47/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 47/15k
    Ähnlich
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 146/17z
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 146/17z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 10 Ob 46/18i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 10 Ob 46/18i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0062658

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19600406_OGH0002_0050OB00008_6000000_002

Rechtssatz für 6Ob134/70 5Ob241/71 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062825

Geschäftszahl

6Ob134/70; 5Ob241/71; 5Ob13/73; 1Ob572/82; 1Ob552/83; 14Os113/86; 6Ob131/04i; 1Ob257/11t; 1Ob42/12a; 9Ob5/14x; 3Ob131/16k; 7Ob76/18d; 7Ob68/18b

Entscheidungsdatum

10.06.1970

Norm

HVG §6 IC

Rechtssatz

Der Vermittler muss mit dem Vertragspartner verhandeln, dh er muss an ihn herantreten, mit ihm Fühlung aufnehmen und seine Stimmung erkunden. Er muss ihm die näheren Mitteilungen machen, die ihn in die Lage setzen, die Vertragsgelegenheit zu prüfen. Zur Vermittlung gehört, dass der Vermittler auf den Entschluss des Gegners mindestens einwirkt, dass er ihm das Vertragsanbot schmackhaft zu machen sucht, indem er fördernde Vorstellungen erweckt und bekräftigt und hemmende beseitigt oder entkräftet. Diese Tätigkeit ist es, die den Vermittler vom bloßen Boten unterscheidet.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 134/70
    Entscheidungstext OGH 10.06.1970 6 Ob 134/70
    Veröff: ImmZ 1975,36(E5) = HS 7583
  • 5 Ob 241/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 5 Ob 241/71
    nur: Diese Tätigkeit ist es, die den Vermittler vom bloßen Boten unterscheidet. (T1)
  • 5 Ob 13/73
    Entscheidungstext OGH 31.01.1973 5 Ob 13/73
    nur T1; Veröff: ImmZ 1975,36(E6)
  • 1 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
    Auch
  • 1 Ob 552/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 552/83
    Vgl auch; nur: Der Vermittler muss mit dem Vertragspartner verhandeln, dh er muss an ihn herantreten, mit ihm Fühlung aufnehmen und seine Stimmung erkunden. Er muss ihm die näheren Mitteilungen machen, die ihn in die Lage setzen, die Vertragsgelegenheit zu prüfen. Zur Vermittlung gehört, dass der Vermittler auf den Entschluss des Gegners mindestens einwirkt, dass er ihm das Vertragsanbot schmackhaft zu machen sucht, indem er fördernde Vorstellungen erweckt und bekräftigt und hemmende beseitigt oder entkräftet. (T2)
    Veröff: SZ 56/122 = EvBl 198424 S 71 = JBl 1984,323 = ImmZ 1984,173 = MietSlg XXXV/21
  • 14 Os 113/86
    Entscheidungstext OGH 15.07.1986 14 Os 113/86
    Vgl auch; nur T2
  • 6 Ob 131/04i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 131/04i
    Vgl
  • 1 Ob 257/11t
    Entscheidungstext OGH 31.01.2012 1 Ob 257/11t
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    nur T2
  • 9 Ob 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 5/14x
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
  • 7 Ob 68/18b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 68/18b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0062825

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19700610_OGH0002_0060OB00134_7000000_001

Rechtssatz für 6Ob33/71 1Ob7/72 1Ob38/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062874

Geschäftszahl

6Ob33/71; 1Ob7/72; 1Ob38/73; 5Ob221/73; 3Ob582/76; 2Ob539/78; 5Ob737/80; 1Ob686/83; 14Os113/86; 1Ob91/98h; 3Ob131/16k; 7Ob76/18d

Entscheidungsdatum

24.03.1971

Norm

HVG §6 IC
HVG §29 IIb

Rechtssatz

Die Tätigkeit eines Mäklers besteht entweder a) in der Nachweisung der bloßen Vertragsgelegenheit, b) in der Zuführung von Vertragsinteressenten oder c) in der Vermittlung im engeren Sinne, wobei der Mäkler die Verhandlungen nicht nur einleitet, sondern auch fördert (Ehrenzweig System 2.Auflage II/1 S 532; EvBl 1950/474, HS 2401).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 33/71
    Entscheidungstext OGH 24.03.1971 6 Ob 33/71
    Veröff: SZ 44/35
  • 1 Ob 7/72
    Entscheidungstext OGH 02.02.1972 1 Ob 7/72
    Veröff: ImmZ 1972,346
  • 1 Ob 38/73
    Entscheidungstext OGH 18.04.1973 1 Ob 38/73
    Veröff: ImmZ 1975,36(E4)
  • 5 Ob 221/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 221/73
    Veröff: ImmZ 1975,36(E4)
  • 3 Ob 582/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 3 Ob 582/76
    Vgl
  • 2 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 539/78
  • 5 Ob 737/80
    Entscheidungstext OGH 27.01.1981 5 Ob 737/80
    Veröff: MietSlg 33551
  • 1 Ob 686/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 686/83
  • 14 Os 113/86
    Entscheidungstext OGH 15.07.1986 14 Os 113/86
    Auch
  • 1 Ob 91/98h
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 91/98h
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0062874

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19710324_OGH0002_0060OB00033_7100000_002

Rechtssatz für 5Ob221/73 7Ob649/80 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062685

Geschäftszahl

5Ob221/73; 7Ob649/80; 1Ob735/80; 1Ob556/81; 2Ob508/81; 3Ob532/81; 3Ob616/81; 8Ob523/82; 7Ob776/82; 3Ob621/82; 6Ob512/83; 1Ob810/82; 3Ob698/82; 1Ob721/83; 1Ob634/84; 1Ob597/87; 4Ob556/87; 4Ob604/87; 2Ob698/87; 3Ob543/88; 6Ob503/89; 2Ob505/90; 8Ob702/89; 1Ob631/92; 1Ob554/93; 1Ob604/93; 7Ob587/93; 5Ob534/94; 5Ob92/95; 5Ob89/95; 1Ob563/95; 5Ob2175/96f; 5Ob2177/96z; 8Ob350/97x; 1Ob91/98h; 1Ob204/98a; 4Ob135/01h; 5Ob49/03x; 5Ob120/03p; 3Ob214/10g; 6Ob257/11d; 7Ob47/15k; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i; 4Ob146/17z; 1Ob88/19a

Entscheidungsdatum

14.11.1973

Norm

HVG §29 IId
MaklerG §6 Abs1

Rechtssatz

Für den Provisionsanspruch nach § 29 HVG ist ein Vermittlungsauftrag erforderlich, der allerdings auch konkludent dadurch erteilt werden kann, dass der Interessent die Vermittlung duldet oder sich der Tätigkeit des Vermittlers nutzbringend bedient, um den von ihm gewünschten Geschäftserfolg herbeizuführen (vgl EvBl 1967/368; SZ 40/161).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 221/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 221/73
    Veröff: HS 8576
  • 7 Ob 649/80
    Entscheidungstext OGH 28.08.1980 7 Ob 649/80
  • 1 Ob 735/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 735/80
    Veröff: MietSlg 33553
  • 1 Ob 556/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 556/81
    Veröff: MietSlg 33554
  • 2 Ob 508/81
    Entscheidungstext OGH 12.05.1981 2 Ob 508/81
    Beisatz: Lokal "Tiroler Bauernkeller". (T1)
  • 3 Ob 532/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 3 Ob 532/81
  • 3 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
    Auch
  • 8 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 17.06.1982 8 Ob 523/82
  • 7 Ob 776/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 7 Ob 776/82
    Beisatz: Dies muß nicht zum Tragen kommen, wenn ein anderer die Vermittlungstätigkeit zugunsten des späteren Käufers nicht auch in dessen Vollmachtsnamen in Auftrag gegeben hat. (T2)
  • 3 Ob 621/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 621/82
  • 6 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 6 Ob 512/83
    Auch; Veröff: SZ 56/15
  • 1 Ob 810/82
    Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 810/82
  • 3 Ob 698/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 698/82
    Beisatz: Gilt auch für den bloßen Gelegenheitsvermittler. (T3)
  • 1 Ob 721/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 721/83
  • 1 Ob 634/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 634/84
  • 1 Ob 597/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1987 1 Ob 597/87
  • 4 Ob 556/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
    Auch; Veröff: JBl 1988,181
  • 4 Ob 604/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 604/87
    Auch; Veröff: JBl 1988,180
  • 2 Ob 698/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 2 Ob 698/87
    Auch; nur: Für den Provisionsanspruch nach § 29 HVG ist ein Vermittlungsauftrag erforderlich. (T4) Beisatz: Auftrag des Geschäftsherrn und verdienstliche Tätigkeit des Vermittlers. (T5)
  • 3 Ob 543/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 3 Ob 543/88
  • 6 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 503/89
  • 2 Ob 505/90
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 505/90
    nur T4
  • 8 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 702/89
    nur T4; Veröff: JBl 1991,727 = ecolex 1991,381
  • 1 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
    Auch
  • 1 Ob 554/93
    Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 554/93
    Auch; nur: Für den Provisionsanspruch nach § 29 HVG ist ein Vermittlungsauftrag erforderlich, der allerdings auch konkludent dadurch erteilt werden kann. (T6)
  • 1 Ob 604/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 604/93
    Auch; nur T6; Beisatz: Für einen konkludenten Vertragsabschluss ist zu fordern, daß der auf den Abschluss eines Maklervertrages (Vermittlungsauftrags) gerichtete Wille eindeutig erkennbar ist. (T7)
  • 7 Ob 587/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1994 7 Ob 587/93
  • 5 Ob 534/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 534/94
    Vgl; Beisatz: Hier: Vom Immobilienmakler als Vermieter begehrte Vergütung von Betriebsausgaben und Werbungskosten für die Vermittlung eines Objektes. (T8)
  • 5 Ob 92/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 5 Ob 92/95
    Vgl auch; nur T6; Beisatz: Hier: Hat ein Hausverwalter Tätigkeiten eines Immobilienmaklers, dh eines von ihm gleichfalls ausgeübten Geschäftszweiges erbracht, so wäre die Mieterin zur Zahlung einer Vermittlungsprovision nur im Falle des - allerdings auch durch konkludentes Verhalten (§ 863 ABGB) möglichen - Zustandekommens eines Maklervertrages mit dem Hausverwalter verpflichtet. (T9)
  • 5 Ob 89/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 89/95
    nur T6; Beisatz: Für das konkludente Zustandekommen eines Maklervertrages ist nach der Judikatur erforderlich, dass der Interessent die von einem Realitätenvermittler für ihn entfaltete Tätigkeit kennt und ihr nicht widerspricht, und selbst das reicht nicht aus, wenn der Immobilienmakler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt. (T10) Veröff: SZ 68/148
  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
    Auch
  • 5 Ob 2175/96f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2175/96f
    Beisatz: Zweifel am rechtswirksamen Zustandekommen eines Maklervertrages lassen sich mit der Rechtsansicht begründen, daß zum Wesen eines gültigen Vermittlungsauftrages ein Dreipersonenverhältnis zählt, das bei der Vermittlung eines eigenen (etwa auch dem beherrschenden Gesellschafter der Makler-GmbH gehörigen) Objekts nicht vorliegt, doch kann dieses Dreipersonenverhältnis und damit das gültige Zustandekommen eines Maklervertrages nicht a priori verneint werden, wenn drei verschiedene Rechtssubjekte an der Vermittlung beteiligt sind. (T11)
  • 5 Ob 2177/96z
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2177/96z
    Beis wie T11
  • 8 Ob 350/97x
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 350/97x
    nur T6; Beis wie T10
  • 1 Ob 91/98h
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 91/98h
    Vgl auch; nur T6
  • 1 Ob 204/98a
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 204/98a
    Auch; nur T4
  • 4 Ob 135/01h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 135/01h
    Vgl auch
  • 5 Ob 49/03x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 49/03x
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T10; Beisatz: Ein konkludenter Abschluss eines Maklervertrages komme nicht zustande, wenn der Makler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt. (T12)
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T12
  • 3 Ob 214/10g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 214/10g
    Auch
  • 6 Ob 257/11d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 257/11d
    Vgl aber; Beis wie T12
  • 7 Ob 47/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 47/15k
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Auch
  • 4 Ob 146/17z
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 146/17z
    Auch
  • 1 Ob 88/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 88/19a
    Vgl; Beisatz: Der Provisionsanspruch des Maklers nach § 6 Abs 1 MaklerG setzt einen zumindest schlüssig erteilten Vermittlungsauftrag voraus. Ohne gültigen Abschluss eines Maklervertrags entsteht ein Provisionsanspruch des Vermittlers nicht. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0062685

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19731114_OGH0002_0050OB00221_7300000_001

Rechtssatz für 7Ob648/76 (7Ob649/76) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062800

Geschäftszahl

7Ob648/76 (7Ob649/76); 1Ob572/82; 1Ob810/82; 6Ob25/06d; 4Ob139/06d; 6Ob246/05b; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i

Entscheidungsdatum

16.09.1976

Norm

HVG §29 IIc
MaklerG §6

Rechtssatz

Für das Entstehen des Provisionsanspruches genügt schon die Mitveranlassung des Geschäftsabschlusses.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 648/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 648/76
    Veröff: JBl 1978,254 (mit Anmerkung von Koziol)
  • 1 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
  • 1 Ob 810/82
    Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 810/82
  • 6 Ob 25/06d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 25/06d
    Beisatz: Nicht erforderlich ist, dass der Abschluss eines vermittelten Geschäftes in den Zeitraum des aufrechten Maklervertrages fällt. (T1)
  • 4 Ob 139/06d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 139/06d
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 246/05b
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 246/05b
    Beis wie T1; Beisatz: Entscheidend ist, ob der Makler seine vertragsgemäße Vermittlungstätigkeit während des Bestehens des Maklervertrags erbracht hat. (T2)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine Tätigkeit vor Abschluss des Maklervertrags entbehrt einer vertraglichen Grundlage und kann den Provisionsanspruch nicht auslösen, auch wenn sie kausal für einen Hauptvertragsabschluss werden sollte. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0062800

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2017

Dokumentnummer

JJR_19760916_OGH0002_0070OB00648_7600000_003

Rechtssatz für 5Ob545/79 (5Ob546/79) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042439

Geschäftszahl

5Ob545/79 (5Ob546/79); 4Ob538/82; 1Ob842/82; 4Ob125/85; 3Ob628/85; 3Ob568/88; 1Ob604/90; 3Ob20/97f; 3Ob330/98w; 1Ob214/00b; 10Ob137/05b; 2Ob80/08s; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 7Ob102/14x; 3Ob131/16k

Entscheidungsdatum

27.02.1979

Norm

ZPO §500 Abs2 IIA2

Rechtssatz

Das auf Feststellung des Bestehens einer Geldforderung gerichtete Begehren ist nicht zu bewerten.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 545/79
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 5 Ob 545/79
  • 4 Ob 538/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 538/82
    Veröff: SZ 55/74
  • 1 Ob 842/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 1 Ob 842/82
  • 4 Ob 125/85
    Entscheidungstext OGH 01.10.1985 4 Ob 125/85
    Auch
  • 3 Ob 628/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 628/85
    Auch
  • 3 Ob 568/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 568/88
    Vgl; Beisatz: Bei negativer Feststellungsklage. (T1)
  • 1 Ob 604/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 604/90
    Veröff: RZ 1991/56 S 174
  • 3 Ob 20/97f
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 20/97f
  • 3 Ob 330/98w
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 3 Ob 330/98w
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 214/00b
    Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 214/00b
  • 10 Ob 137/05b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 10 Ob 137/05b
  • 2 Ob 80/08s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 80/08s
    Beis wie T1; Beisatz: In solchen Fällen entspricht der Streitwert dem jeweils zugrundeliegenden Betrag. (T2)
  • 10 Ob 3/12g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 3/12g
    Vgl auch
  • 1 Ob 9/12y
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 9/12y
    Auch
  • 7 Ob 102/14x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 7 Ob 102/14x
    Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist das auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Geldforderung gerichtete Begehren nicht gemäß § 500 Abs 2 ZPO zu bewerten. (T3)
    Beis wie T2
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0042439

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19790227_OGH0002_0050OB00545_7900000_001

Rechtssatz für 3Ob621/82 5Ob590/83 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062684

Geschäftszahl

3Ob621/82; 5Ob590/83; 1Ob588/85; 7Ob559/86; 4Ob556/87; 6Ob503/89; 8Ob702/89; 1Ob631/92; 1Ob563/95; 4Ob51/97x; 8Ob350/97x; 1Ob91/98h; 6Ob38/00g; 8Ob33/02i; 5Ob49/03x; 9Ob124/03f; 9Ob129/04t; 10Ob26/07g; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i; 8Ob33/18p; 1Ob88/19a

Entscheidungsdatum

12.01.1983

Norm

HGB §354
HVG §29 IId
MaklerG §6
MaklerG §7
MaklerG §8
MaklerG §10
MaklerG §11

Rechtssatz

Das Sichgefallenlassen einer Vermittlung begründet nur dann keine Verpflichtung zur Zahlung der Provision, wenn der Vermittler als Beauftragter eines anderen aufgetreten ist. Nur falls der Vermittler ersichtlich bereits für einen anderen Auftraggeber handelte, ist in der Annahme seiner Dienste durch den Interessenten kein stillschweigender Vertragsabschluss zu sehen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 621/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 621/82
  • 5 Ob 590/83
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 5 Ob 590/83
  • 1 Ob 588/85
    Entscheidungstext OGH 10.06.1985 1 Ob 588/85
    Auch; Veröff: SZ 58/96 = RdW 1986,43
  • 7 Ob 559/86
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 559/86
    Veröff: SZ 59/61
  • 4 Ob 556/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
    Auch; Veröff: JBl 1988,181
  • 6 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 503/89
  • 8 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 702/89
    nur: Nur falls der Vermittler ersichtlich bereits für einen anderen Auftraggeber handelte, ist in der Annahme seiner Dienste durch den Interessenten kein stillschweigender Vertragsabschluss zu sehen. (T1)
    Veröff: JBl 1991,727 = ecolex 1991,381
  • 1 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
    nur T1
  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
    Vgl; Beisatz: Doch kann sich ein Immobilienmakler auch in einem solchen Fall seinen Provisionsanspruch gegen den Interessenten jedenfalls durch den Hinweis auf seine Provisionserwartung wahren. (T2)
  • 4 Ob 51/97x
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 4 Ob 51/97x
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 350/97x
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 350/97x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 91/98h
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 91/98h
    nur T1
  • 6 Ob 38/00g
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 38/00g
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 33/02i
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 8 Ob 33/02i
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: §§ 6, 7,8, 10 und 11 Maklergesetz (betreffend die Provisionspflicht des Auftraggebers, das Entstehen des Provisionsanspruches, dessen Höhe und Fälligkeit sowie die Verjährung von Ansprüchen aus dem Maklervertrag) stellen eine lex specialis zum § 354 HGB dar und verdrängen diesen; eine Heranziehung des § 354 HGB ist daher unzulässig. (T3)
  • 5 Ob 49/03x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 49/03x
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 124/03f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 124/03f
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 129/04t
    Entscheidungstext OGH 06.06.2005 9 Ob 129/04t
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 26/07g
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 26/07g
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 8 Ob 33/18p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 33/18p
    Auch
  • 1 Ob 88/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 88/19a
    Vgl; Beisatz: Handelt ein Vermittler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber, bewirkt die Annahme seiner Dienste durch den Interessenten für sich allein noch keinen schlüssigen Vertragsabschluss. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0062684

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19830112_OGH0002_0030OB00621_8200000_001

Rechtssatz für 1Ob551/83 3Ob131/16k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062799

Geschäftszahl

1Ob551/83; 3Ob131/16k

Entscheidungsdatum

23.03.1983

Norm

HVG §29 IIc
ImmMV §8 Abs2

Rechtssatz

Eine vor dem Widerruf des Vermittlungsauftrages entfaltete Tätigkeit des Immobilienmaklers, die Ursache für einen nach diesem Zeitpunkt erfolgten Vertragsabschluss mit dem seinerzeit namhaft gemachten Dritten ist, lässt die Provisionspflicht des Auftraggebers bestehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 551/83
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0062799

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19830323_OGH0002_0010OB00551_8300000_001

Rechtssatz für 1Ob24/83 1Ob128/07s 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040083

Geschäftszahl

1Ob24/83; 1Ob128/07s; 2Ob137/08y; 5Ob120/09x; 3Ob21/13d; 3Ob177/13w; 2Ob202/15t; 3Ob131/16k; 3Ob141/16f; 2Ob48/16x; 9ObA39/18b

Entscheidungsdatum

10.10.1983

Norm

ZPO §266 DIII
ZPO §266 DVI
ZPO §504 Abs2
ZPO §526 CI

Rechtssatz

Die Verwertung eines im Verfahren erster Instanz erfolgten Zugeständnisses kann auch noch in dritter Instanz erfolgen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 24/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 24/83
  • 1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Verwertung des Inhalts einer im Verfahren vorgelegten Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist. (T1)
  • 2 Ob 137/08y
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 137/08y
    Vgl
  • 5 Ob 120/09x
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 120/09x
    Auch
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 177/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 177/13w
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2017/37
  • 9 ObA 39/18b
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 ObA 39/18b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0040083

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19831010_OGH0002_0010OB00024_8300000_002

Rechtssatz für 1Ob563/95 5Ob2175/96f 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062747

Geschäftszahl

1Ob563/95; 5Ob2175/96f; 5Ob2177/96z; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 1Ob42/12a; 6Ob207/13d; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 3Ob27/17t (3Ob42/17y); 7Ob76/18d; 3Ob35/18w; 7Ob68/18b

Entscheidungsdatum

29.05.1995

Norm

HVG §6 IC
HVG §29 IIc
MaklerG §6
MaklerG §7

Rechtssatz

Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen, wenn - bei Immobilienmaklern - die Namhaftmachung des Dritten für das spätere Zustandekommen des Kaufvertrages nützlich war.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
  • 5 Ob 2175/96f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2175/96f
  • 5 Ob 2177/96z
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2177/96z
  • 9 Ob 57/04d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
    nur: Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen. (T1) Beisatz: Im Immobilienmaklergewerbe reicht die Namhaftmachung des Geschäftspartners aus. (T2)
  • 7 Ob 145/05g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 145/05g
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 174/06y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
    Auch; nur T1; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T3)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 207/13d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 6 Ob 207/13d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Streitteile haben als Grundvoraussetzung für eine Vermittlungsprovision die Namhaftmachung des Mieters durch die Klägerin vereinbart; damit weicht die Vereinbarung aber von der Grundregel des § 6 Abs 1 MaklerG zu Lasten der Maklerin und damit zulässigerweise ab. Andere verdienstliche Tätigkeiten können daher einen Provisionsanspruch hier nicht begründen. (T4)
  • 8 Ob 74/15p
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 74/15p
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T5)
  • 3 Ob 110/16x
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 110/16x
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T6)
  • 3 Ob 27/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 27/17t
    nur T1; Beis wie T3
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch
  • 3 Ob 35/18w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 35/18w
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 68/18b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 68/18b
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062747

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19950529_OGH0002_0010OB00563_9500000_001

Rechtssatz für 5Ob89/95 5Ob99/95 1Ob20...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062234

Geschäftszahl

5Ob89/95; 5Ob99/95; 1Ob204/98a; 5Ob120/03p; 9Ob129/04t; 10Ob26/07g; 6Ob257/11d; 3Ob131/16k; 10Ob3/17i; 10Ob46/18i; 3Ob224/18i; 1Ob88/19a

Entscheidungsdatum

29.08.1995

Norm

ABGB §833 C1
ABGB §863 E1
ABGB §864
HVG §29 IId
MaklerG §6 Abs1
MRG §22

Rechtssatz

Für das konkludente Zustandekommen eines Maklervertrages ist nach der Judikatur zumindest erforderlich, dass der Interessent die von einem Realitätenvermittler für ihn entfaltete Tätigkeit kennt und ihr nicht widerspricht, und selbst das reicht nicht aus, wenn der Immobilienmakler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt. Letzteres trifft auf einen Liegenschaftsverwalter (Hausverwalter oder Gebäudeverwalter) in der Regel zu, weil es ja (auch) zu den Aufgaben eines solchen Verwalters gehört, im Namen und auf Rechnung des Vermieters Mietverträge abzuschließen, wozu auch Vorbereitungshandlungen gehören. Ist der Liegenschaftsverwalter auch Immobilienmakler, dann darf der mit ihm in Kontakt tretende Mieter erst recht annehmen, dass sein Gesprächspartner einem Auftrag zur Vermietung nachkommt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 89/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 5 Ob 89/95
    Veröff: SZ 68/148
  • 5 Ob 99/95
    Entscheidungstext OGH 26.09.1995 5 Ob 99/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Provisionszusage der Antragstellerin im Mietanbot. (T1)
  • 1 Ob 204/98a
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 204/98a
    Auch; nur: Für das konkludente Zustandekommen eines Maklervertrages ist nach der Judikatur zumindest erforderlich, dass der Interessent die von einem Realitätenvermittler für ihn entfaltete Tätigkeit kennt und ihr nicht widerspricht, und selbst das reicht nicht aus, wenn der Immobilienmakler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber handelt. (T2)
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Auch; nur T2; Beisatz: Wenn der Makler erkennbar für einen anderen Auftraggeber tätig wurde, kann die Annahme der Dienste des Maklers nur dann als konkludentes Einverständnis zum Abschluss eines Maklervertrages gedeutet werden, wenn der Makler zuvor deutlich zu erkennen gab, für seine Bemühungen (auch) eine Provision von seinem Gesprächspartner beziehungsweise Verhandlungspartner zu erwarten. (T3)
  • 9 Ob 129/04t
    Entscheidungstext OGH 06.06.2005 9 Ob 129/04t
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Wenn allerdings der Makler - für den Interessenten erkennbar - bereits für einen anderen arbeitet, so bedarf es, um einen Provisionsanspruch gegen den Interessenten zu begründen, einer Provisionsvereinbarung mit dem Interessenten, wobei ein Hinweis auf die Provisionserwartung des Maklers genügt. (T4)
  • 10 Ob 26/07g
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 26/07g
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 257/11d
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 257/11d
    nur T2; Beis wie T4
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    nur T2; Beis wie T3
  • 10 Ob 3/17i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 3/17i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 10 Ob 46/18i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 10 Ob 46/18i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 3 Ob 224/18i
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 3 Ob 224/18i
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 88/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 88/19a
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Handelt ein Vermittler erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber, bewirkt die Annahme seiner Dienste durch den Interessenten für sich allein noch keinen schlüssigen Vertragsabschluss. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062234

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0050OB00089_9500000_001

Rechtssatz für 4Ob35/04g 6Ob47/06i 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118755

Geschäftszahl

4Ob35/04g; 6Ob47/06i; 8Ob46/10p; 1Ob113/15x; 3Ob131/16k; 7Ob76/18d

Entscheidungsdatum

16.03.2004

Norm

MaklerG §1

Rechtssatz

Der Makler ist ein Geschäftsvermittler. Die Vermittlungstätigkeit selbst entzieht sich einer gesetzlichen Definition, da die an sie zu stellenden Anforderungen je nach Geschäftszweig und Lage des Falls sehr variieren. Selbstverständlich ist, dass der Begriff "Vermitteln" bedeutet, zwei potentielle Vertragspartner zusammenzubringen und zum Geschäftsabschluss zu bewegen. Inwieweit der Makler dabei beratend und aufklärend tätig sein muss, hängt von vielen Umständen ab. Möglich ist es allerdings, eine Untergrenze wie in § 6 Abs 2 MaklerG einzuziehen: Danach begründet die bloße Namhaftmachung eines Dritten grundsätzlich keinen Provisionsanspruch, sofern nicht - wie derzeit bei den Immobilienmaklern - ein abweichender Geschäftsgebrauch besteht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 35/04g
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 35/04g
  • 6 Ob 47/06i
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 47/06i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Verkäufer haben bereits in ihrem der Beklagten gegenüber abgegebenen Anbot dieser ein Gestaltungsrecht eingeräumt, wonach sie die Liegenschaft selbst kaufen oder einen Dritten als Käufer präsentieren konnte. Als Gegenleistung verzichtete die Beklagte auf einen Teilbetrag des Kaufpreises in Höhe von S 2,100.000 unwiderruflich. Bei dieser Sachlage liegt aber in der Tätigkeit der Beklagten keine „Vermittlung" im Sinne des § 1 MaklerG, setzt eine solche doch voraus, dass die betreffenden Parteien überhaupt in der Lage sind, über das Gegenstand des Maklervertrags bildende Objekt zu disponieren. (T1)
  • 8 Ob 46/10p
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 46/10p
    Auch; nur: Wesentlich für die Tätigkeit als Makler ist die Vermittlung von Geschäften. „Vermitteln“ bedeutet dabei, zwei potentielle Vertragspartner zusammenzubringen und zum Geschäftsabschluss zu bewegen. (T2)
    Beisatz: Der Maklervertrag ist an eine erfolgsbezogene Entlohnung geknüpft, die nur bei verdienstlicher Vermittlungstätigkeit gebührt. Grundsätzlich wird der Makler daher nur für den Fall entlohnt, dass das in Aussicht genommene Geschäft durch seine Vermittlungstätigkeit zustande kommt. Bei Vereinbarung einer tätigkeitsbezogenen Entlohnung ist der Vertrag nicht als Maklervertrag zu qualifizieren. (T3)
  • 1 Ob 113/15x
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 113/15x
    Vgl auch; Beisatz: § 1 MaklerG setzt keine besondere beruflichen Eigenschaften des Maklers voraus. Hier: Unternehmensberater. (T4)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    nur: Der Makler ist ein Geschäftsvermittler. Die Vermittlungstätigkeit selbst entzieht sich einer gesetzlichen Definition, da die an sie zu stellenden Anforderungen je nach Geschäftszweig und Lage des Falls sehr variieren. Selbstverständlich ist, dass der Begriff "Vermitteln" bedeutet, zwei potentielle Vertragspartner zusammenzubringen und zum Geschäftsabschluss zu bewegen. Inwieweit der Makler dabei beratend und aufklärend tätig sein muss, hängt von vielen Umständen ab. (T5)
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118755

Im RIS seit

15.04.2004

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2018

Dokumentnummer

JJR_20040316_OGH0002_0040OB00035_04G0000_001

Rechtssatz für 9Ob57/04d 7Ob174/06y 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119614

Geschäftszahl

9Ob57/04d; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 1Ob42/12a; 9Ob5/14x; 3Ob131/16k; 7Ob76/18d

Entscheidungsdatum

15.12.2004

Norm

MaklerG §6 Abs2

Rechtssatz

Von Namhaftmachung kann nur gesprochen werden, wenn der Makler von einer Abschlussgelegenheit Kenntnis verschafft. Es geht zu weit, nur die Namhaftmachung von Personen als ausreichend zu erachten, die bereits konkretes Interesse am Hauptgeschäft gezeigt haben. Vielmehr reicht es aus, dass der Makler dem Geschäftsherrn Interessenten bekanntgibt, mit denen ein Vertragsschluss der gewünschten Art mit hinreichend begründeter, positiver Erfolgsaussicht versucht werden kann. Die Bekanntgabe einer Mehrheit von Personen ist dann als Namhaftmachung zu werten, wenn jedenfalls auch Personen namhaft gemacht werden, mit denen ein Vertragsschluss der gewünschten Art mit begründeter Erfolgsaussicht versucht werden kann, und wenn dadurch der Kreis der abstrakt-möglichen Interessenten so erheblich eingeengt wird, dass von einer wesentlichen Erweiterung der Kenntnisse des Auftraggebers - und insofern von einer wesentliche Förderung seiner Zwecke - gesprochen werden kann. Ob dies der Fall ist, kann immer nur an Hand der konkreten Umstände des Einzelfalls beurteilt werden.

Entscheidungstexte

  • 9 Ob 57/04d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
  • 7 Ob 174/06y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
    Vgl auch; nur: Von Namhaftmachung kann nur gesprochen werden, wenn der Makler von einer Abschlussgelegenheit Kenntnis verschafft. (T1)
    Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T2)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    Auch; nur T1; nur: Es reicht aus, dass der Makler dem Geschäftsherrn Interessenten bekanntgibt, mit denen ein Vertragsschluss der gewünschten Art mit hinreichend begründeter, positiver Erfolgsaussicht versucht werden kann. (T3)
    Beisatz: Unter „Namhaftmachung“ ist die erstmalige Nennung eines bisher unbekannten Interessenten für den Vertragsabschluss zu verstehen. (T4)
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 9 Ob 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 5/14x
    Vgl auch; Beisatz: Für eine Namhaftmachung kann es nicht ausreichen, wenn der Makler seinem Auftraggeber erst erklärt, er werde das Objekt bestimmten Kunden anbieten. (T5)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T6)
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119614

Im RIS seit

14.01.2005

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2018

Dokumentnummer

JJR_20041215_OGH0002_0090OB00057_04D0000_001

Rechtssatz für 6Ob246/06d 1Ob68/07t 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121557

Geschäftszahl

6Ob246/06d; 1Ob68/07t; 4Ob90/07z; 1Ob128/07s; 1Ob95/08i; 9Ob43/08a; 1Ob179/08t; 8ObA90/08f; 2Ob137/08y; 9Ob50/08f; 2Ob119/09b; 3Ob269/09v; 2Ob206/09x; 9ObA35/10b; 8Ob9/10x; 8Ob128/10x; 1Ob12/11p; 6Ob157/11y; 2Ob204/10d; 9Ob58/11m; 3Ob56/12z; 1Ob4/12p; 9ObA101/12m; 2Ob92/11k; 9Ob2/12b; 1Ob209/12k; 1Ob168/12f; 2Ob43/12f; 2Ob22/12t; 4Ob52/13w; 2Ob65/12s; 9Ob37/13a; 9Ob41/13i; 2Ob173/12y; 7Ob154/13t; 7Ob235/12b; 1Ob221/13a; 5Ob118/13h; 5Ob157/14w; 10ObS98/14f; 1Ob212/14d; 8ObA78/14z; 1Ob199/14t; 7Ob153/14x; 9ObA159/14v; 1Ob43/15b; 1Ob79/15x; 4Ob235/14h; 2Ob237/14p; 4Ob107/15m; 6Ob11/16k; 3Ob17/16w; 9ObA43/16p; 3Ob90/16f; 2Ob116/16x; 2Ob202/15t; 1Ob21/16v; 1Ob193/16p; 2Ob124/16y; 3Ob131/16k; 6Ob157/16f; 3Ob141/16f; 9ObA9/17i; 2Ob48/16x; 10Ob70/15i; 3Ob83/17b; 2Ob91/16w; 9Ob14/17z; 2Ob142/16w; 7Ob80/17s; 1Ob116/17s; 9ObA37/17g; 7Ob191/17i; 4Ob231/17z; 1Ob215/17z; 9Ob83/17x; 8Ob131/17y; 4Ob25/18g; 9Ob8/18v; 10Ob14/18h; 9ObA35/18i; 2Ob164/17g; 6Ob133/18d; 4Ob170/18f

Entscheidungsdatum

09.11.2006

Norm

ZPO §266 DVI
ZPO §492 Abs2
ZPO §503 Z2 C2a
ZPO §503 Z2 C2c

Rechtssatz

Die Berücksichtigung des Inhalts einer in den Feststellungen der Vorinstanzen - wenn auch ohne wörtliche Wiedergabe - enthaltenen Urkunde, deren Echtheit überdies zugestanden wurde, im Rahmen der rechtlichen Beurteilung erfordert nicht die amtswegige Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 246/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 246/06d
  • 1 Ob 68/07t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 68/07t
    Vgl; Beisatz: Hat das Berufungsgericht aber die Auffassung vertreten, die unpräzisen Feststellungen des Erstgerichts zum Inhalt einer Urkunde (hier: Treuhandauftrag) seien nicht ausreichend, und hat es diese durch die Wiedergabe des unstrittigen Wortlauts der betreffenden Urkunde ersetzt, ist dies prozessual unbedenklich, weil unstrittiges Parteienvorbringen - und dazu gehört auch der Inhalt einer von beiden Seiten für bedeutsam angesehenen Urkunde - ohne weiteres der Entscheidung zu Grunde zu legen ist (§§ 266 f ZPO). (T1)
  • 4 Ob 90/07z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 90/07z
  • 1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung im Revisionsverfahren. (T2)
    Beisatz: Eine im Verfahren vorgelegte Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist, ist der Entscheidung des Revisionsgerichts ohne weiteres zugrunde zu legen. (T3)
  • 1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
  • 9 Ob 43/08a
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 9 Ob 43/08a
    Auch
  • 1 Ob 179/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 179/08t
    Auch
  • 8 ObA 90/08f
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 90/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 137/08y
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 137/08y
    Vgl; Vgl Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 50/08f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 50/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 269/09v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 269/09v
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 206/09x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 206/09x
    Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T3; Beisatz: Hier: Kläger und Beklagter haben sich in ihrem Prozessvorbringen auf den Inhalt der in erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesenen Akten des Vor- und des Hauptprozesses berufen. (T4)
  • 9 ObA 35/10b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 35/10b
  • 8 Ob 9/10x
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 9/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 128/10x
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 128/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 12/11p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 12/11p
    Auch
  • 6 Ob 157/11y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 157/11y
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 204/10d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 204/10d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
    Veröff: SZ 2011/127
  • 9 Ob 58/11m
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 Ob 58/11m
    Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 56/12z
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 56/12z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des Inhalts einvernehmlich verlesener Akten. (T5)
  • 9 ObA 101/12m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 ObA 101/12m
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2012/81
  • 9 Ob 2/12b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 Ob 2/12b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 209/12k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 209/12k
    Auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    Vgl auch; Beis wie T1; Ähnlich Beis wie T3
  • 2 Ob 43/12f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 43/12f
    Vgl auch
  • 2 Ob 22/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 22/12t
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2013/8
  • 4 Ob 52/13w
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 52/13w
  • 2 Ob 65/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 65/12s
    Vgl
  • 9 Ob 37/13a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 37/13a
  • 9 Ob 41/13i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 41/13i
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Beis wie T3
  • 7 Ob 154/13t
    Entscheidungstext OGH 16.10.2013 7 Ob 154/13t
    Veröff: SZ 2013/93
  • 7 Ob 235/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/12b
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 221/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 221/13a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 118/13h
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
    Auch
  • 5 Ob 157/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 157/14w
    Auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 98/14f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 98/14f
    Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 212/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 212/14d
    Auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 78/14z
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 ObA 78/14z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
    Beis wie T3
  • 9 ObA 159/14v
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 159/14v
    Auch
  • 1 Ob 43/15b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 43/15b
    Auch
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Lichtbilder. (T6)
  • 4 Ob 235/14h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 235/14h
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 237/14p
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 237/14p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 11/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 11/16k
  • 3 Ob 17/16w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 17/16w
    Auch
  • 9 ObA 43/16p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 43/16p
    Auch
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 116/16x
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 116/16x
    Auch; Veröff: SZ 2016/74
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 21/16v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 21/16v
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 193/16p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 193/16p
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 124/16y
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 124/16y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Ergänzung der Beschreibung des Unfallsortes anhand von aktenkundigen Lichtbildern im Strafakt, auf dessen Inhalt sich die Parteien beriefen. (T7)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 157/16f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 157/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 ObA 9/17i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 9/17i
    Auch
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2017/37
  • 10 Ob 70/15i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 70/15i
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 83/17b
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 83/17b
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 91/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 91/16w
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 14/17z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 14/17z
    Auch; Veröff: SZ 2017/62
  • 2 Ob 142/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 142/16w
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Es ist prozessual unbedenklich, unstrittiges Parteivorbringen ohne weiteres der Entscheidung zugrunde zu legen (§§ 266 f ZPO). (T8)
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: In erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesener Akt eines Vorprozesses. (T9); Veröff: SZ 2017/70
  • 7 Ob 80/17s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 80/17s
    Auch
  • 1 Ob 116/17s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 116/17s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5;
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 7 Ob 191/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 191/17i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 4 Ob 231/17z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 231/17z
    Auch
  • 1 Ob 215/17z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 215/17z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 Ob 83/17x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 83/17x
    Auch
  • 8 Ob 131/17y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 131/17y
    Beis wie T3
  • 4 Ob 25/18g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 25/18g
    Auch; Beis wie T5
  • 9 Ob 8/18v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 8/18v
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 14/18h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 Ob 14/18h
  • 9 ObA 35/18i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 35/18i
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 133/18d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 133/18d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121557

Im RIS seit

09.12.2006

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2019

Dokumentnummer

JJR_20061109_OGH0002_0060OB00246_06D0000_001

Rechtssatz für 1Ob240/06k 10Ob26/07g 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121626

Geschäftszahl

1Ob240/06k; 10Ob26/07g; 6Ob71/07w; 2Ob91/10m; 1Ob42/12a; 3Ob131/16k; 3Ob27/17t (3Ob42/17y); 1Ob78/17b

Entscheidungsdatum

19.12.2006

Norm

MaklerG §6 Abs1
MaklerG §6 Abs2

Rechtssatz

Die vertragsgemäße Vermittlung eines Rechtsgeschäfts durch einen gewerblichen Immobilienmakler kann sich in der Nachweisung einer dem Auftraggeber bisher unbekannten, später realisierten Erwerbsmöglichkeit erschöpfen. Im Fall der Vermittlung des Kaufs einer Liegenschaft ist das diesem Rechtsgeschäft vorangegangene Verfahren - so etwa ein Verkaufsverfahren zur Ermittlung des Bestbieters nach bestimmten Regeln - für das Entstehen des Provisionsanspruchs des gewerblichen Immobilienmaklers nicht von Bedeutung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 240/06k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 1 Ob 240/06k
    Veröff: SZ 2006/187
  • 10 Ob 26/07g
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 26/07g
    Vgl auch; Beisatz: Ein Provisionsanspruch des Maklers entsteht, wenn seine Tätigkeit das abgeschlossene Geschäft adäquat kausal (mit-)verursachte. Im Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler ist bereits die bloße Nachweisung einer Vertragsabschlussgelegenheit gemäß § 6 Abs 2 MaklerG provisionsbegründend. (T1)
  • 6 Ob 71/07w
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 71/07w
    Vgl; Beisatz: Es ist ausschlaggebend, ob der Vermittler seine vertragsgemäße Leistung während des Bestehens des Maklervertrags erbrachte. Eine verdienstliche Tätigkeit als Voraussetzung für den Provisionsanspruch eines gewerblichen Immobilienmaklers ist zu bejahen, wenn dessen Verhalten vertraglichen Anforderungen entspricht und es sich seiner Art nach eignet, dem Geschäftsherrn den Vertragsabschluss zu ermöglichen. (T2)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    Vgl; nur: Die vertragsgemäße Vermittlung eines Rechtsgeschäfts durch einen gewerblichen Immobilienmakler kann sich in der Nachweisung einer dem Auftraggeber bisher unbekannten, später realisierten Erwerbsmöglichkeit erschöpfen. (T3)
    Beisatz: Eine Nachweisung der Kaufgelegenheit liegt auch vor, wenn der Immobilienmakler den Geschäftsherrn eine von ihm zwar vermutete oder erhoffte, aber erst durch Bemühungen des Maklers konkret gewordene Erwerbsmöglichkeit verschafft. (T4)
    Beisatz: Hier: Der Geschäftsherr hatte bestimmte Personen schon von vornherein als mögliche Interessenten ins Auge gefasst, diese aber erfuhren von seiner konkreten Verkaufsabsicht erst durch die Tätigkeit des Maklers und bekundeten erst danach ihr Kaufinteresse. (T5)
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    Auch; nur T3; Beis wie T1
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T6)
  • 3 Ob 27/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 27/17t
  • 1 Ob 78/17b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 78/17b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121626

Im RIS seit

18.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2017

Dokumentnummer

JJR_20061219_OGH0002_0010OB00240_06K0000_001

Entscheidungstext 3Ob131/16k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

immolex‑LS 2017/7 = NZ 2017/27 S 67 - NZ 2017,67 = immolex 2017/57 S 159 (Hagen) - immolex 2017,159 (Hagen) = RdW 2017/237 S 304 - RdW 2017,304 = EvBl 2017/72 S 501 (Legath) - EvBl 2017,501 (Legath) = wobl 2017,202/66 (Kothbauer) - wobl 2017/66 (Kothbauer) = ecolex 2017/349 S 847 - ecolex 2017,847

Geschäftszahl

3Ob131/16k

Entscheidungsdatum

23.11.2016

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Hoch als Vorsitzenden sowie die Vizepräsidentin Dr. Lovrek, die Hofräte Dr. Jensik und Dr. Roch und die Hofrätin Dr. Kodek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden und widerbeklagten Partei DI Mag. H*****, vertreten durch Dr. Christoph Naske, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte und widerklagende Partei M***** GmbH, *****, vertreten durch Berlin & Partner Rechtsanwälte in Salzburg, wegen Feststellung (7 Cg 81/14v) und 66.600 EUR sA (7 Cg 126/15p), über die Revision der klagenden und widerbeklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 9. Mai 2016, GZ 3 R 35/16m-21, mit dem das Urteil des Landesgerichts Salzburg vom 9. Jänner 2016, GZ 7 Cg 81/14v-17, abgeändert wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der Revision wird Folge gegeben.

Das angefochtene Berufungsurteil wird dahin abgeändert, dass das Ersturteil einschließlich der Kostenentscheidung wiederhergestellt wird.

Die beklagte und widerklagende Partei ist schuldig, der klagenden und widerbeklagten Partei die mit 11.323,76 EUR bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens (darin enthalten 978,96 EUR an USt und 5.450 EUR an Barauslagen) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Vorinstanzen gingen vom nachstehenden – um unstrittigen Urkundeninhalt ergänzten – Sachverhalt aus:

Sechs Personen waren Miteigentümer einer Liegenschaft am Wörthersee und hatten die Absicht, diese zu verkaufen; einer von ihnen, U*****, trat als Vertreter der Eigentümergemeinschaft (in Hinkunft: der Verkäufer) auf.

Am 27. Februar 2012 schlossen die beklagte und widerklagende Immobilienmaklerin (in Hinkunft: Beklagte) und der Verkäufer einen Alleinvermittlungsauftrag für den Zeitraum bis 31. Mai 2012 sowie einen einfachen Vermittlungsauftrag am 8. März 2012. Für die Dauer des Alleinvermittlungsauftrags stellte die Beklagte ein Schild auf der Liegenschaft auf, die sie als Vermittlerin dieser Liegenschaft auswies.

Schon vor Jahren hatte der Kläger und Widerbeklagte (in Hinkunft: Kläger) begonnen, eine Liegenschaft am Wörthersee zu suchen. Nachdem er von dritter Seite erfahren hatte, dass diese Liegenschaft möglicherweise zu verkaufen sei, erkundigte er sich über das Grundbuch über die Eigentümer und wandte sich mit Schreiben vom 5. September 2009 an den Verkäufer mit dem Wunsch nach Ankauf einer Liegenschaft am Wörthersee. Darin bekundete der Kläger sein Interesse an der Liegenschaft und ersuchte um einen Rückruf (von der Beklagten in der Berufung bekämpft). Auf diesen Brief reagierte der Verkäufer nicht.

Etwa Anfang 2012 hatte der Kläger wieder von dritter Seite erfahren, dass über den Verkauf der Liegenschaft verhandelt werde; er hatte auch über längere Zeit verschiedene Schilder von Immobilienmaklern auf dieser Liegenschaft gesehen. Der Verkäufer hatte im Laufe der Zeit mehrere Immobilienmakler mit der Vermittlung des Verkaufs beauftragt. Es kann aber nicht festgestellt werden, dass der Kläger auch bewusst das Schild der Beklagten wahrgenommen hatte. Nachdem er neuerlich vom Verkaufsinteresse erfahren hatte, wandte er sich per E-Mail vom 23. März 2012 direkt an den Verkäufer, dessen Adresse er über Grundbuch und Internet herausgefunden hatte. Darin stellte er sich vor, gab sein Interesse am Ankauf der Seeliegenschaft bekannt und ersuchte um eine Antwort. Der Verkäufer leitete dieses E-Mail am 26. März 2012 der Beklagten als Schreiben eines weiteren Interessenten weiter. Es kann nicht festgestellt werden, ob es neben dem genannten E-Mail-Verkehr Ende März 2012 noch einen mündlichen Kontakt zwischen dem Verkäufer und dem Kläger gab oder nicht.

Nach Erhalt dieses E-Mails richtete die Beklagte noch am 26. März 2012 ein E-Mail an den Kläger und stellte sich dabei als Exklusiv-Vermittlerin mit der Frage vor, ob der Kläger persönliches Interesse am Erwerb der Liegenschaft habe oder diese für einen Kunden suche. Nach einem an diesem Tag geführten Telefonat zwischen dem Kläger und der Beklagten übermittelte diese am selben Tag um 19:56 Uhr ein E-Mail. Darin teilte die Beklagte auch mit, dass es noch weitere Interessenten für die Liegenschaft gebe und auch Besichtigungen durchgeführt würden. Schließlich wies sie noch darauf hin, dass für den Eigentümer wichtig sei, wer zuerst ein Kaufanbot über zwei Mio EUR schicke und das Geld auf das Treuhandkonto eines Anwalts überweise; ein von einem Anwalt ausgearbeitetes Anbot sollte am nächsten Tag übersandt werden. Dem E-Mail war eine Broschüre über die Liegenschaft angeschlossen, in der ua erwähnt ist:

Der Holzsteg ist sanierungsbedürftig, es ist jährlich Pacht an die Bundesforste zu bezahlen. Kaufpreis: € 2.000.000,-- Vermittlungsprovision: 3 % des Kaufpreises zzgl. Ust.“ (Beilage ./7).

Am Vormittag des nächsten Tages (27. März 2012, 10:42 Uhr) schrieb der Kläger an die Beklagte folgendes E-Mail: „Bitte um Übermittlung eines Anbotes um alle wichtiges Punkte von Seiten der Verkäuferin zu kennen, würde vor Einigung sämtlicher Punkte im KV/unterfertigtem Angebot sämtlicher Eigentümer kein Geld anweisen; fällte im Falle des Kaufes auch die volle Provision 3 plus UST für Sie an ?“ (Beilage ./8).

Noch am 27. März 2012, 14:21 Uhr, übermittelte die Beklagte dem Kläger per E-Mail ein im Auftrag der Eigentümergemeinschaft von einem Anwalt erstelltes Kaufanbot, unterfertigt vom Verkäufer am 27. März 2012. In diesem E-Mail informierte die Beklagte den Kläger auch über die Eigentums- und Benützungsverhältnisse im Uferbereich und an dem in den See führenden Steg sowie über einen Pachtvertrag dazu mit den Österreichischen Bundesforsten und die Ansprechstelle dort; weiters wies sie auf die fehlende Kollaudierung des 1980 erbauten Hauses hin und nannte den Zuständigen bei der Baubehörde sowie die notwendige Maßnahme. Das mitgesendete Kaufanbot enthielt ua folgende Bestimmungen:

2. Dem Käufer ist bekannt und wurde er von den Verkäufern darüber aufgeklärt, dass sowohl der Uferstreifen hin zum Wörthersee als auch der Bootssteg nicht im Eigentum der Verkäufer, sondern im Eigentum der Österreichischen Bundesforste, stehen, und von der Verkäuferseite bislang gepachtet wurden und hat sich der Käufer im Falle eines Kaufvertragsabschlusses eigenständig um die allfällige Verlängerung und/oder Rechtsnachfolge dieses Bestandvertrages für den/auf den Käufer zu sorgen. Das auf dem Kaufgegenstand errichtete Gebäude (Wohnhaus) ist noch nicht kollaudiert bzw fehlt eine Bauvollendungsanzeige an die örtliche Baubehörde. Die bestehende und in der Natur ersichtliche Grundgrenze hin zum Grundstück […] wurde vom Grundnachbarn einseitig gezogen und von den Verkäufern noch nicht genehmigt.

3. Als Kaufpreis für den Kaufgegenstand gilt ein pauschaler Fixkaufpreis von EUR 2,0 Mio. [...]. Der Käufer erklärt im Wege einer eigenständigen Garantiezusage bei sonstiger Schad- und Klagloshaltung [...], dass die Zahlung des Kaufpreises samt Nebenkosten und Gebühren ([…], 3 % Maklerprovision Käuferseite zuzüglich 20 % Mehrwertsteuer) gesichert ist.“ (Beilage ./9).

Etwa eine Stunde nach Erhalt des E-Mails (um 15:22 Uhr) antwortete der Kläger ebenfalls per E-Mail, bedankte sich für die Übermittlung, erklärte aber, dass einige Punkte für ihn nicht in Ordnung seien und er nicht mehr weiter mitbieten werde (Beilage ./10).

Während des E-Mail-Verkehrs zwischen den Streitteilen im März 2012 gab es auch ein oder zwei Telefonate zwischen dem Kläger und der Geschäftsführerin der Beklagten. Dabei kam auch die mögliche Käuferprovision für die Vermittlung zur Sprache; allerdings kann nicht festgestellt werden, ob es von Seiten des Klägers dazu eine konkrete Aussage gab oder nicht. Nach dem März 2012 kam es zwischen den Streitteilen zu keinem Kontakt mehr.

Im September 2012 stellte der Kläger beim Vorbeifahren an der Liegenschaft fest, dass diese nach wie vor offenbar unbewohnt war und wandte sich telefonisch an den Verkäufer. Es folgten Verhandlungen zwischen den beiden. Dabei legte der Kläger auch ein von ihm erstelltes Kaufanbot vor. Als Ergebnis dieser Verhandlungen, in welche die Beklagte in keiner Weise involviert war, kam es am 14. Dezember 2012 zum Abschluss eines Kaufvertrags mit einem Kaufpreis von 1.850.000 EUR (Beilage ./C).

Die Beklagte fragte beim Verkäufer im September 2012 an, wie es mit dem Verkauf aussehe. Dieser antwortete, dass er noch keinen konkreten Käufer habe und bejahte die Frage der Beklagten, ob sie alle bisher bekannten Interessenten noch einmal anschreiben solle. Die Beklagte schrieb alle einmal genannten Personen, auch den Kläger, direkt an, erhielt von diesem aber keine Antwort.

Auf eine weitere schriftliche Anfrage der Beklagten vom 4. Jänner 2013 antwortete der Verkäufer mit E-Mail vom 15. Jänner 2013, dass der Kaufvertrag vor kurzem abgeschlossen worden sei. Die Beklagte hat dem Kläger am 17. März 2014 eine dreiprozentige Vermittlungsprovision über 66.600 EUR brutto verrechnet, die er mit E-Mail vom 19. März 2014 als unberechtigt zurückwies.

Der Kläger begehrt mit der vorliegenden Klage die Feststellung, dass der Beklagten ihm gegenüber kein Anspruch auf Maklerprovision aus dem Abschluss des Kaufvertrags vom 14. Dezember 2012 zustehe. Mit ihrer Widerklage fordert die Beklagte vom Kläger Zahlung der Maklerprovision von 66.600 EUR. Das Erstgericht verband die beiden Verfahren mit Beschluss zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung und erklärte das Verfahren über die Klage zu 7 Cg 81/14v zum führenden Verfahren.

Der Kläger brachte zusammengefasst vor, die Beklagte habe zur Vermittlung der Liegenschaft tatsächlich nichts beigetragen. Mangels irgendeiner Verdienstlichkeit stehe ihr keine Provision zu. Der Kläger sei nicht durch Leistungen der Beklagten auf die Liegenschaft aufmerksam geworden. Er habe die Liegenschaft im Jahr 2011 erstmals besichtigt und Anfang 2012 neuerlich Kontakt mit dem Verkäufer aufgenommen. Über Ersuchen des Verkäufers habe die Beklagte ihm als einzige Leistung die Verkaufsbroschüre und das Kaufanbot weitergeleitet. Aufgrund dieser Unterlagen habe der Kläger einen Ankauf der Liegenschaft abgelehnt, weil ihm der Kaufpreis zu hoch gewesen sei und er weitere Anbotsbedingungen (betreffend Kaufpreiszahlung und Gewährleistung) nicht akzeptiert habe. Lange nach Ende des Vermittlungsauftrags der Beklagten und nach Scheitern des Kaufinteresses habe der Kläger erneut den Verkäufer kontaktiert, um über den Erwerb der Liegenschaft zu sprechen. Schlussendlich sei es zur Einigung auf einen Kaufpreis von 1.850.000 EUR und modifizierte Gewährleistungsbestimmungen gekommen. Die Beklagte sei in keiner adäquaten Weise verdienstlich geworden. Jedenfalls habe der Kläger nicht erklärt, mit einer Provisionszahlung einverstanden zu sein.

Die Beklagte begründete den Anspruch auf Provision im Wesentlichen mit dem E-Mail des Klägers an den Verkäufer vom 23. März 2012, aus dem hervorgehe, dass der Kläger weder Preis noch Konditionen oder andere Einzelheiten gekannt und sogar die Kaufgelegenheit als solche in Frage gestellt habe. Sie habe dem Kläger wunschgemäß die Verkaufsbroschüre über die Liegenschaft, in der auf die Provisionspflicht ausdrücklich hingewiesen werde, übermittelt und Details genannt. Dann habe der Kläger die Beklagte um Übermittlung eines anwaltlichen Kaufanbots ersucht und sich dabei auch erkundigt, ob für die Beklagte die volle Provision anfalle. Dies habe die Beklagte in einem darauffolgenden Telefonat bestätigt. Die Beklagte habe dem Käufer das Kaufanbot samt den im Zusammenhang mit dem Erwerb der Liegenschaft relevanten Informationen übermittelt. Am 27. März 2012 habe der Kläger erklärt, dass für ihn einige Punkte nicht okay seien, und dass er auch nicht weiter bieten möchte. Letztlich sei es am 14. Dezember 2012 während der Dauer des Vertragsverhältnisses zwischen den Streitteilen ohne Wissen der Beklagten zum Kaufvertrag gekommen. Sie sei verdienstlich geworden; ihre Tätigkeit sei für den Geschäftsabschluss kausal und adäquat gewesen, weil sie den Kläger auf die Kaufmöglichkeit aufmerksam gemacht habe und er alle für eine Ankaufsentscheidung relevanten Informationen erhalten habe. Ohne die umfangreiche Tätigkeit der Beklagten wäre das Kaufgeschäft nie zustande gekommen. Der Kläger habe weniger als vier Monate nach nochmaliger Kontaktaufnahme der Beklagten die Liegenschaft um nur 150.000 EUR unter dem ursprünglich avisierten Kaufpreis erworben.

Das Erstgericht gab der vom Käufer erhobenen negativen Feststellungsklage statt und wies das auf Zahlung gerichtete Widerklagebegehren der Maklerin ab. Es verneinte einen zumindest konkludent abgeschlossenen Maklervertrag und eine verdienstliche, für den Geschäftsabschluss adäquat kausale Tätigkeit der Beklagten.

Das Berufungsgericht änderte das Ersturteil im Sinn der Abweisung des Feststellungs- und der Stattgabe des Zahlungsbegehrens ab. Die ordentliche Revision wurde mangels erheblicher Rechtsfragen nicht zugelassen.

Die zweite Instanz bejahte das schlüssige Zustandekommen eines Maklervertrags zwischen den Streitteilen, weil der Kläger die Erwähnung der Vermittlungsprovision in der Verkaufsbroschüre als einen Hinweis auf die Provisionserwartung der Beklagten verstanden und deshalb angefragt habe. Daher sei für den Kläger erkennbar gewesen, die provisionspflichtige Tätigkeit eines Vermittlers in Anspruch zu nehmen. Der ihm obliegende Beweis, dass er der Provisionserwartung der Beklagten widersprochen habe, sei ihm wegen der dazu getroffenen Negativfeststellung misslungen. Die Beklagte sei auch verdienstlich geworden, weil der Kläger von ihr nicht nur ein Exposé über die Liegenschaft mit verkaufsrelevanten Daten, sondern – über seine ausdrückliche Aufforderung noch am selben Tag – auch ein vom Verkäufer bereits unterfertigtes Kaufanbot erhalten habe. Gleichzeitig habe sie ihm zwei wesentliche Informationen erteilt: Zu den Eigentums- und Benützungsverhältnissen im Uferbereich und an dem in den See führenden Steg sowie zur fehlenden Kollaudierung des 1980 erbauten Hauses, also zu für die Kaufentscheidung und die Kaufpreisbildung entscheidenden Details. Der letztlich abgeschlossene Kaufvertrag habe auch keinen gänzlich anderen Inhalt als das Kaufanbot. Die von der Beklagten bekämpfte Feststellung sei rechtlich nicht relevant. Es bedürfe auch keiner ergänzenden Feststellungen.

Dagegen richtet sich die außerordentliche Revision des Klägers mit dem Antrag auf Abänderung im Sinne der Wiederherstellung des Ersturteils; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt. Der Revisionswerber macht zusammengefasst geltend, das Berufungsgericht habe ihn mit der Berücksichtigung des Inhalts des E-Mails Beilage ./9 überrascht, weshalb das Berufungsverfahren mangelhaft sei. Es sei auch zu Unrecht vom schlüssigen Zustandekommen eines Maklervertrags ausgegangen. Die Beklagte habe den geschlossenen Kaufvertrag nicht durch vertragliche Tätigkeit adäquat verursacht. Davon ausgehend, dass es bei der Provision um die Abgeltung des maklerspezifischen Know-how gehe, sei für die Bejahung der adäquaten Kausalität (und auch der Verdienstlichkeit) notwendig, dass die Tätigkeit des Maklers maklerspezifische Expertise erfordert habe, die in den Vertrag eingeflossen sei. Eine Namhaftmachung sei nicht erfolgt. Es komme nur auf Tätigkeiten an, die während des aufrechten Maklervertrags erbracht worden seien. Dieser habe nur am 27. März 2012 für wenige Stunden bestehen können, sodass Aktivitäten der Beklagten sowohl davor (Übermittlung der Verkaufsbroschüre) als auch danach (neuerliches Anschreiben im September 2012) unerheblich seien. Damit bleibe nur das E-Mail Beilage ./9 und das damit übermittelte Kaufanbot übrig, womit nicht auf die Willensbildung des Verkäufers eingewirkt worden sei. Die begleitenden Hinweise über den Steg und die fehlende Kollaudierung seien als Information bereits aus dem Kaufanbot ersichtlich gewesen. Das gelte auch für die Übermittlung des nicht von der Beklagten erstellten Kaufanbots, zu dem sie nur als reine Botin tätig gewesen sei. Zwischen der in Frage kommenden Tätigkeit der Beklagten und dem Abschluss des Kaufvertrags sei der Kausalzusammenhang auch wegen dazwischen verstrichener Zeit, endgültigen Scheiterns der Verhandlungen und gänzlich anderen Vertragsinhalts unterbrochen worden.

Die Beklagte erstattete nach Freistellung eine Revisionsbeantwortung, in der sie primär die Zurückweisung der Revision begehrt, ihr aber auch inhaltlich entgegentritt.

Rechtliche Beurteilung

Zunächst ist klarzustellen, dass das Feststellungsbegehren der Klage keiner Bewertung durch das Berufungsgericht bedurfte. Nach ständiger Rechtsprechung ist nämlich das auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Geldforderung gerichtete Begehren nicht gemäß § 500 Abs 2 ZPO zu bewerten; entspricht doch in solchen Fällen der Streitwert dem jeweils zugrundeliegenden Betrag (zuletzt 7 Ob 102/14x; RIS-Justiz RS0042439; vgl RS0042401), hier also ebenfalls 66.600 EUR, sodass auch im Verfahren über die Klage die funktionelle Zuständigkeit des Obersten Gerichtshofs gegeben ist.

Die Revision ist zulässig und berechtigt, weil die Bejahung der Provisionspflicht des Klägers eine aus Gründen der Rechtssicherheit korrekturbedürftige Fehlbeurteilung darstellt.

1. Die gerügte Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens wurde geprüft, liegt jedoch nicht vor (§ 510 Abs 3 ZPO).

2. Nach § 6 Abs 1 MaklerG ist der Auftraggeber zur Zahlung einer Provision für den Fall verpflichtet, dass das zu vermittelnde Geschäft durch die vertragsgemäße verdienstliche Tätigkeit des Maklers mit einem Dritten zustande kommt. Voraussetzung für einen Provisionsanspruch ist daher zunächst ein allenfalls auch nur schlüssig zustande gekommener Maklervertrag (Gartner/Karandi MaklerG2 § 6 Rz 2; RIS-Justiz RS0063026; RS0062685 [zu §§ 6, 29 HVG]). Ist keine bestimmte Vertragsdauer vereinbart, so kann der Maklervertrag von jedem Vertragspartner jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden (§ 13 MaklerG).

3. Der ausdrückliche Abschluss eines Maklervertrags zwischen dem Kläger und der Beklagten ist aus den Feststellungen nicht abzuleiten.

Nach der Rechtsprechung ist für das konkludente Zustandekommen eines Maklervertrags zumindest erforderlich, dass der Interessent die von einem Immobilienmakler für ihn entfaltete Tätigkeit kennt und ihr nicht widerspricht; selbst das reicht jedoch nicht aus, wenn der Immobilienmakler – wie hier – erkennbar bereits für einen anderen Auftraggeber (den Verkäufer) handelt. In diesem Fall muss der Immobilienmakler deutlich zu erkennen geben, für seine Bemühungen (auch) eine Provision von seinem Gesprächs-/Verhandlungspartner zu erwarten (RIS-Justiz RS0062234 [T3]; RS0062684 [T2]; RS0062658 [T9]).

4. In diesem Zusammenhang zeigt die Revision zutreffend auf, dass nach den Feststellungen (aber auch nach dem eigenen Vorbringen der Beklagten) ein Hinweis auf eine Provisionserwartung erstmals der mit E-Mail Beilage ./7 übermittelten Verkaufsbroschüre zu entnehmen war. Da es sich dabei um eine wesentliche Voraussetzung für das konkludente Zustandekommen eines Maklervertrags zwischen den Streitteilen handelte, konnte es erst im Anschluss daran zum Vertragsabschluss kommen, und zwar mit der nächsten Reaktion des Klägers in Gestalt seines E-Mails vom 27. März 2012, 10:42 Uhr. Darin lehnte der Kläger vorweg die von der Beklagten zuvor bekannt gegebenen Vorstellungen des Verkäufers zu Zahlungsmodalitäten ab, fragte wegen (der Höhe ?) der Käuferprovision nach und ersuchte um Übermittlung eines schon davor angebotenen, nicht von der Beklagten, sondern von einem Rechtsanwalt verfassten konkreten Anbots von Verkäuferseite (Beilage ./8). Es kann aber dahingestellt bleiben, ob darin die Inanspruchnahme einer Vermittlungstätigkeit der Beklagten zu erblicken ist, weil die einzige von ihr geforderte Tätigkeit (nur) in der Übersendung eines von dritter Seite formulierten Schriftstücks bestand:

Denn ein (mangels jeder Thematisierung seiner Dauer) unbefristeter Maklervertrag konnte – wie bereits erwähnt – jedenfalls erst am späten Vormittag des 27. März 2012 geschlossen worden sein; während die der wunschgemäß veranlassten Übersendung des Verkaufsanbots folgende Mitteilung des Klägers (im E-Mail vom selben Tag, 15:22 Uhr), mit dessen Inhalt nicht einverstanden zu sein und nicht mehr weiter mitzubieten, von der Beklagten nur dahin zu verstehen war, dass der Kläger sie nicht mehr weiter benötige, weil er unter den mitgeteilten Bedingungen kein Interesse an der Liegenschaft habe (Beilage ./10). Darin lag aber eine – rechtlich zulässige (§ 13 MaklerG) – fristlose Kündigung des (allenfalls) zustande gekommenen Maklervertrags. Dass die Beklagte dies ohnehin so verstanden hat, ergibt sich schon aus dem Umstand, dass sie überhaupt keine weiteren Tätigkeiten für den Kläger entfaltete (wie zB Arrangierung eines Besichtigungstermins oder Anbahnung eines Gesprächs mit dem Verkäufer).

5. Es ist zwar nicht erforderlich, dass der Abschluss eines vermittelten Geschäfts in den Zeitraum des aufrechten Maklervertrags fällt (RIS-Justiz RS0062800 [T1]), wesentlich ist aber, dass der Makler seine vertragsgemäße Vermittlungstätigkeit während des Bestehens des Maklervertrags erbracht hat (6 Ob 71/07w = RIS-Justiz RS0121626 [T2]; 6 Ob 246/05b = RIS-Justiz RS0062800 [T2]; RS0062799; Gartner/Karandi MaklerG2 § 6 Rz 9). Eine Tätigkeit vor Abschluss des Maklervertrags oder nach dessen Widerruf (oder sonstigen Beendigung) entbehrt einer maklervertraglichen Grundlage und kann den Provisionsanspruch nicht auslösen, auch wenn sie kausal für einen Hauptvertragsabschluss werden sollte (Fromherz Kommentar zum MaklerG §§ 6, 7 Rz 10 mwN).

Der provisionsrelevante Zeitraum bestand hier somit nur aus wenigen Stunden, die am 27. März 2012 zwischen den E-Mails Beilage ./8 und ./10 vergingen, also zwischen 10:42 Uhr und 15:22 Uhr. Die einzige, in diesen Zeitraum fallende Tätigkeit der Beklagten bestand in der Übersendung ihres E-Mails Beilage ./9 samt dem Verkaufsanbot. Sowohl die frühere Übersendung der Verkaufsbroschüre als auch das spätere neuerliche Anschreiben des Klägers (über Auftrag des Verkäufers) im September 2012 müssen außer Betracht bleiben.

6. Dieses Verkaufsanbot wurde aber gar nicht von der Beklagten verfasst, sondern im Auftrag der Eigentümergemeinschaft von einem Anwalt erstellt und vom Verkäufer unterfertigt. Es enthält – wie den (ergänzten) Feststellungen zu entnehmen ist – eine Offenlegung nicht nur der Eigentumssituation im Uferbereich der Liegenschaft, sondern auch der fehlenden Kollaudierung des Hauses und der Unklarheiten bezüglich des Grenzverlaufs. Den im begleitenden E-Mail der Beklagten enthaltenen Hinweisen zu den beiden erstgenannten Themen kommt daher kein selbständiger Informationswert für den Kläger zu, sodass nur die Verschaffung der Kenntnis von den konkreten Ansprechpersonen bei den Österreichischen Bundesforsten und der Baubehörde berücksichtigt werden kann.

Zu prüfen bleibt, ob in dieser Leistung eine provisionsbegründende Tätigkeit der Beklagten zu erblicken ist.

7. Voraussetzung für den behaupteten Provisionsanspruch der Klägerin iSd § 6 Abs 1 MaklerG ist der Nachweis einer verdienstlichen, für den Geschäftsabschluss adäquat kausalen Tätigkeit. Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden bzw diese zum Vertragsabschluss zu bewegen (RIS-Justiz RS0062747 [T1]).

7.1. Im Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler reicht dabei die Namhaftmachung des potentiellen Geschäftspartners (Nachweisung einer Vertragsabschlussgelegenheit) gemäß § 6 Abs 2 MaklerG aus (RIS-Justiz RS0062747 [T2]; RS0062723; RS0121626). „Namhaftmachung“ im hier interessierenden Sinn ist die erstmalige Nennung eines bisher unbekannten Interessenten für den Vertragsabschluss. Die Vorkenntnis der namhaft gemachten Person als Individuum schadet allerdings nicht; wesentlich ist nur, dass die Person in ihrer Eigenschaft als potentieller Vertragspartner unbekannt ist. Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass sich der Auftraggeber mit ihm in Verbindung setzen kann (1 Ob 42/12a mwN; RIS-Justiz RS0119614; jüngst 3 Ob 110/16x mwN).

Da der Kläger nach den Feststellungen nur aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen
– also ohne jedes Zutun der Beklagten – im März 2012 Kenntnis von der Gelegenheit des möglichen Kaufs der Seeliegenschaft erhielt und in die Lage versetzt wurde, an den Verkäufer heranzutreten und ihm sein Kaufinteresse mitzuteilen, scheidet eine Namhaftmachung im soeben dargestellten Sinn als verdienstliche Tätigkeit der Beklagten aus.

Ob der Kläger schon im Jahr 2009 in derselben Situation war, ist dafür ohne jede Bedeutung. Die Nichterledigung der dazu erhobenen Beweisrüge der Beklagten durch das Berufungsgericht schadet daher nicht.

7.2. Von der Rechtsprechung wird die verdienstliche Tätigkeit des Immobilienmaklers durch vertragsgemäße, auf den Vertragsabschluss gerichtete Vermittlungstätigkeiten auch dann anerkannt, wenn zwar dem Auftraggeber die Vertragsgelegenheit schon bekannt war, der Immobilienmakler danach aber durch seine Bemühungen den Abschluss des Geschäfts unterstützte und der Auftraggeber diese Hilfestellung in Anspruch nahm (1 Ob 42/12a mwN).

Der Makler ist ein Geschäftsvermittler. Die Vermittlungstätigkeit selbst entzieht sich einer gesetzlichen Definition, da die an sie zu stellenden Anforderungen je nach Geschäftszweig und Lage des Falls sehr variieren. Selbstverständlich ist, dass der Begriff „Vermitteln“ bedeutet, zwei potentielle Vertragspartner zusammenzubringen und zum Geschäftsabschluss zu bewegen. Inwieweit der Makler dabei beratend und aufklärend tätig sein muss, hängt von vielen Umständen ab (RIS-Justiz RS0118755). Zur Vermittlung gehört, dass der Vermittler auf den Entschluss des Gegners mindestens einwirkt, dass er ihm das Vertragsanbot schmackhaft zu machen sucht, indem er fördernde Vorstellungen erweckt und bekräftigt und hemmende beseitigt oder entkräftet. Diese Tätigkeit ist es, die den Vermittler vom bloßen Boten unterscheidet (RIS-Justiz RS0062825; vgl 7 Ob 92/06i). Der Makler hat die Verhandlungen nicht nur einzuleiten, sondern auch zu fördern (vgl RIS-Justiz RS0062874).

7.3. Hält man sich diese Kriterien einer verdienstlichen Vermittlungstätigkeit vor Augen, zeigt sich, dass die Übermittlung des E-Mails Beilage ./9 samt dem Verkaufsanbot einem „Vermitteln“ im dargestellten Sinn in keiner Weise entspricht. Das Abfordern und die Übersendung eines im Auftrag (und daher wohl auch auf Kosten) der Eigentümergemeinschaft von einem Anwalt erstellten und vom Verkäufer unterfertigten Verkaufsanbots stellt in Wahrheit einen bloßen Botendienst der Beklagten dar, weshalb die sich aus dem Inhalt des Verkaufsanbots ergebende Information des Klägers nicht der Beklagten zuzurechnen ist. Die einzigen, der Beklagten zurechenbaren Neuinformationen (Nennung von Ansprechpersonen im begleitenden E-Mail) mögen zwar für den Kläger nicht völlig wertlos (sondern zeitsparend bei weiteren Erkundigungen) gewesen sein; für die Prüfung der Vertragsgelegenheit kommt ihnen aber keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Viel wichtiger für eine Kaufentscheidung war die – schon zum Teil der Verkaufsbroschüre und zur Gänze dem Verkaufsanbot entnehmbare – Darstellung der Eigentumssituation im Ufer- und Stegbereich sowie der fehlenden Kollaudierung des Hauses.

7.4. Weitergehende Maßnahmen, Tätigkeiten oder Informationen hat die Beklagte für den Kläger nicht erbracht. Es kam weder zu einer Besichtigung der Liegenschaft noch zu einer Vermittlungstätigkeit im engeren Sinn (also zum Einleiten und Führen von Verhandlungen zwischen Kläger und Verkäufer oder zur Einwirkung der Beklagten auf den Verkäufer, von den vom Kläger nicht akzeptierten Bedingungen des Verkaufsanbots – allenfalls teilweise – abzugehen).

8. Die festgestellte einzige Leistung der Beklagten während eines (allenfalls) – kurzfristig – aufrechten Maklervertrags am 27. März 2012 stellt daher keine verdienstliche Vermittlungstätigkeit der Beklagten für den ca neun Monate späteren Abschluss des Kaufvertrags vom 14. Dezember 2012 (zu unstrittig zugunsten des Klägers geänderten Bedingungen gegenüber dem Verkaufsanbot) dar.

Da eine Provisionspflicht des Klägers schon aus diesem Grund zu verneinen ist, stellen sich die Fragen, ob ein Maklervertrag schlüssig zustande kam, und ob ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der Tätigkeit der Beklagten und dem Abschluss des Kaufvertrags besteht (vgl 3 Ob 110/16x), gar nicht.

9. Auch die von der Beklagten in ihrer Berufung gerügten Feststellungsmängel liegen nicht vor.

9.1. Das Berufungsgericht hat von der nach der Judikatur bestehenden Möglichkeit, den Inhalt einer im Verfahren vorgelegten Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist, zu verwerten (RIS-Justiz RS0040083 [T1]; RS0121557 [T3]), zulässig Gebrauch gemacht und den Inhalt der Verkaufsbroschüre zur Vermittlungsprovision ohnehin berücksichtigt.

In diesem Sinn waren auch die im eingangs wiedergegebenen Sachverhalt enthaltenen Ergänzungen zu den E-Mails Beilagen ./8, ./9 und ./10 sowie zum Verkaufsanbot vorzunehmen.

9.2. Die Ausführungen in der Berufung zum Grundbuchsstand der Liegenschaft im Jahr 2009 stellen unzulässige Neuerungen dar.

9.3. Die Forderung der Beklagten nach einer Vermittlungsprovision auch vom Kläger ergibt sich ohnehin klar aus der Verkaufsbroschüre, die ausschließlich an Kaufinteressenten gerichtet ist; solche mussten sich daher von der darin erwähnten Vermittlungsprovision angesprochen fühlen.

10. Der Revision des Klägers ist daher Folge zu geben und das Ersturteil einschließlich der unbeanstandet gebliebenen Kostenentscheidung wiederherzustellen.

11. Die Kostenentscheidung zum Rechtsmittelverfahren gründet sich auf §§ 41 und 50 ZPO. Die Beklagte hat dem Kläger auch die Kosten der Berufungsbeantwortung (für die nur ein Einheitssatz von 150 % zusteht [§ 23 Abs 9 RATG]) und der Revision zu ersetzen.

Schlagworte

1 Generalabonnement

Textnummer

E116483

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:0030OB00131.16K.1123.000

Im RIS seit

16.12.2016

Zuletzt aktualisiert am

08.02.2018

Dokumentnummer

JJT_20161123_OGH0002_0030OB00131_16K0000_000