Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob254/55 7Ob392/55 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062723

Geschäftszahl

7Ob254/55; 7Ob392/55; 2Ob212/59; 6Ob4/62; 6Ob201/62; 8Ob158/63; 8Ob311/64; 2Ob356/64; 5Ob26/67; 5Ob211/69; 6Ob141/71; 5Ob234/71; 5Ob294/71; 1Ob7/72; 4Ob548/73; 5Ob221/73; 5Ob225/73; 4Ob523/75; 1Ob60/75; 3Ob226/75; 7Ob648/76 (7Ob649/76); 7Ob536/77; 4Ob528/77; 2Ob539/78; 8Ob589/78; 5Ob518/80; 2Ob550/80; 1Ob705/80; 5Ob737/80; 5Ob302/81; 8Ob506/81; 3Ob616/81; 1Ob782/81; 1Ob572/82; 3Ob535/82; 1Ob810/82; 1Ob551/83; 1Ob552/83; 6Ob517/84; 4Ob551/83; 2Ob552/84; 4Ob556/87; 3Ob543/88; 6Ob514/90; 1Ob631/92; 1Ob554/93; 1Ob563/95; 4Ob2020/96d; 10Ob2120/96d; 6Ob2282/96y; 5Ob48/01x; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 6Ob25/06d; 7Ob169/06p; 2Ob80/05m; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 8Ob68/11z; 1Ob42/12a; 9Ob5/14x; 8Ob24/14h; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 1Ob78/17b; 4Ob216/17v; 7Ob76/18d; 1Ob27/19f; 3Ob86/19x

Entscheidungsdatum

25.05.1955

Norm

HVG §29 IIb
MaklerG §6 Abs2
MaklerG §6 Abs3

Rechtssatz

Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. Die Nachweisung konnte in der Weise geschehen, dass dem Kaufinteressenten das zu verkaufende Objekt gezeigt, oder dem Geschäftsherrn der Name des Kaufinteressenten bekanntgegeben wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 254/55
    Entscheidungstext OGH 25.05.1955 7 Ob 254/55
    Veröff: HS 2404
  • 7 Ob 392/55
    Entscheidungstext OGH 14.09.1955 7 Ob 392/55
    Veröff: HS 2405
  • 2 Ob 212/59
    Entscheidungstext OGH 17.06.1959 2 Ob 212/59
    Veröff: EvBl 1959/299 S 520 = ImmZ 1959,336
  • 6 Ob 4/62
    Entscheidungstext OGH 18.01.1962 6 Ob 4/62
  • 6 Ob 201/62
    Entscheidungstext OGH 11.07.1962 6 Ob 201/62
  • 8 Ob 158/63
    Entscheidungstext OGH 25.06.1963 8 Ob 158/63
  • 8 Ob 311/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 8 Ob 311/64
  • 2 Ob 356/64
    Entscheidungstext OGH 04.03.1965 2 Ob 356/64
  • 5 Ob 26/67
    Entscheidungstext OGH 03.02.1967 5 Ob 26/67
    Veröff: EvBl 1967/368 S 520 = ImmZ 1968,27
  • 5 Ob 211/69
    Entscheidungstext OGH 24.09.1969 5 Ob 211/69
    nur: Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei aber gegeben sein. (T1) Veröff: MietSlg 21769
  • 6 Ob 141/71
    Entscheidungstext OGH 16.06.1971 6 Ob 141/71
    nur T1
  • 5 Ob 234/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 5 Ob 234/71
    nur T1; Veröff: ImmZ 1972,203
  • 5 Ob 294/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 294/71
    Veröff: ImmZ 1972,363
  • 1 Ob 7/72
    Entscheidungstext OGH 02.02.1972 1 Ob 7/72
    Veröff: ImmZ 1972,346
  • 4 Ob 548/73
    Entscheidungstext OGH 03.07.1973 4 Ob 548/73
    nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11) = HS 8583
  • 5 Ob 221/73
    Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 221/73
    nur T1; Veröff: ImmZ 1975,37(E11)
  • 5 Ob 225/73
    Entscheidungstext OGH 28.11.1973 5 Ob 225/73
    Beisatz: Eine gegenteilige Vereinbarung - etwa in der Richtung, dass nach dem ausdrücklich erklärten oder doch klar erkennbaren Willen der Parteien eine Provisionszahlungspflicht nur bei Entfaltung einer über die bloße Namhaftmachung eines Käufers hinausgehenden Vermittlungstätigkeit begründet werden sollte - ist möglich. (T2) Veröff: ImmZ 1975,37(E12) = HS 8582
  • 4 Ob 523/75
    Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 523/75
    Auch; Beisatz: Im Zweifel wird in solchen Fällen das Erfordernis der "Verdienstlichkeit" durch die bloße Namhaftmachung des Dritten erfüllt. (T3) Veröff: ImmZ 1976,148
  • 1 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 60/75
    Veröff: ImmZ 1976,180
  • 3 Ob 226/75
    Entscheidungstext OGH 09.12.1975 3 Ob 226/75
    Veröff: ImmZ 1976,180
  • 7 Ob 648/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 648/76
    nur T1; Veröff: JBl 1978,254 (mit Anmerkung vom Koziol)
  • 7 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 7 Ob 536/77
    nur T1; Beisatz: Zustandekommen des vermittelten Geschäftes ist aber dennoch erforderlich. (T4) Veröff: MietSlg 29558/1977
  • 4 Ob 528/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 528/77
    nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 06.06.1978 2 Ob 539/78
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 589/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 589/78
  • 5 Ob 518/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 5 Ob 518/80
    nur T1
  • 2 Ob 550/80
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 2 Ob 550/80
    nur T1
  • 1 Ob 705/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 705/80
    nur T1
  • 5 Ob 737/80
    Entscheidungstext OGH 27.01.1981 5 Ob 737/80
    nur T1; Veröff: MietSlg 33551
  • 5 Ob 302/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 302/81
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 54/31 = ImmZ 1981,306 = MietSlg 33794
  • 8 Ob 506/81
    Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 506/81
    Auch; Beis wie T4; Veröff: ImmZ 1982,115 = NZ 1982,76
  • 3 Ob 616/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 616/81
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 782/81
    Entscheidungstext OGH 27.02.1982 1 Ob 782/81
    nur T1; Veröff: SZ 55/5
  • 1 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 572/82
  • 3 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 535/82
    nur T1
  • 1 Ob 810/82
    Entscheidungstext OGH 07.02.1983 1 Ob 810/82
    nur T1; Beis wie T4
  • 1 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 551/83
  • 1 Ob 552/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 552/83
    Beis wie T4; Veröff: EvBl 1984/24 S 71 = JBl 1984,323 = ImmZ 1984,173 = MietSlg XXXV/21
  • 6 Ob 517/84
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 6 Ob 517/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Makler erwirbt den Provisionsanspruch, wenn er den Auftraggeber von der Vertragsmöglichkeit in Kenntnis gesetzt hat und der Vertrag in der Folge auf Grund dieses Nachweises abgeschlossen wird. (T5)
  • 4 Ob 551/83
    Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 551/83
    nur T1
  • 2 Ob 552/84
    Entscheidungstext OGH 12.02.1985 2 Ob 552/84
    nur T1
  • 4 Ob 556/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 556/87
    nur T1; Beisatz: Der Provisionsanspruch hat darüber hinaus zur Voraussetzung, dass die Tätigkeit des Realitätenvermittlers für den Abschluss des Rechtsgeschäftes kausal und verdienstvoll war. (T6) Veröff: JBl 1988,181 = MietSlg XXXIX/47
  • 3 Ob 543/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 3 Ob 543/88
    nur T1; Beis wie T6
  • 6 Ob 514/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 514/90
    nur T1
  • 1 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 13.01.1993 1 Ob 631/92
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 554/93
    Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 554/93
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Es bedarf keiner weiteren Zuführungstätigkeit oder Vermittlungstätigkeit von Seiten des Immobilienmaklers. (T7)
  • 4 Ob 2020/96d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2020/96d
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. Maßgebend ist nicht das Kennenlernen der Kaufgelegenheit durch Übermittlung von Unterlagen oder Besichtigung der Liegenschaft, sondern die individuelle Bezeichnung des Vertragspartners beziehungsweise des mit Vertragsverhandlungen befassten Bevollmächtigten. (T8)
  • 10 Ob 2120/96d
    Entscheidungstext OGH 11.06.1996 10 Ob 2120/96d
    Vgl auch
  • 6 Ob 2282/96y
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 6 Ob 2282/96y
    Auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 48/01x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 48/01x
    Vgl auch; Beisatz: Für die beim gewerblichen Makler ausreichende Namhaftmachung des Geschäftsinteressenten ist zu fordern, dass dieser beziehungsweise sein zu Vertragsverhandlungen bevollmächtigter Vertreter individuell bezeichnet wird. (T9)
  • 9 Ob 57/04d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T8 nur: Der namhaft Gemachte muss soweit individualisiert werden, dass mit ihm in Verbindung getreten werden kann. (T10); Beisatz: "Namhaftmachung" im hier interessierenden Sinn ist die erstmalige Nennung eines bisher unbekannten Interessenten für den Vertragsabschluss. Die Vorkenntnis der namhaft gemachten Person als Individuum schadet allerdings nicht; wesentlich ist nur, dass die Person in ihrer Eigenschaft als potentieller Vertragspartner unbekannt ist. (T11)
  • 7 Ob 145/05g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 145/05g
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 6 Ob 25/06d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 25/06d
    Beisatz: Entscheidend ist, ob die an sich verdienstliche und (zumindest mitkausale) kausale Tätigkeit des Immobilienmaklers für das letztlich zustandegekommene Geschäft bei wertender Betrachtung der Gesamtumstände im konkreten Einzelfall als inadäquat angesehen werden muss. (T12); Beisatz: Hier: Adäquater Kausalzusammenhang bejaht: Die Käuferin erinnerte sich weniger als vier Monate nach der Besichtigung, die über Initiative des Immobilienmaklers zustandegekommen war, selbst an das Haus und suchte darauf hin von sich aus - ohne spätere Tätigkeit einer dritten Person - den Kontakt zu den Verkäufern. (T13)
  • 7 Ob 169/06p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 169/06p
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 80/05m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 80/05m
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 174/06y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
    Vgl auch; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T14)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    Auch; nur T1; Auch Beis wie T6; Beis wie T10; Auch Beis wie T11; Beis wie T12; Vgl Beis wie T13; Beisatz: Kein endgültiges Scheitern der Vertragsgespräche, wenn der Verkäufer in angemessenem Zeitabstand zur Tätigkeit des Maklers nach dem Vorliegen eines konkreten Angebots eines Dritten von sich aus den Kontakt mit dem vom Makler namhaft gemachten Interessenten suchte. (T15)
  • 8 Ob 68/11z
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 68/11z
    Auch
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    Auch; nur T1; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 9 Ob 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 5/14x
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Im Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler reicht für den Provisionsanspruch die Namhaftmachung des potenziellen Geschäftspartners (Nachweisung einer Vertragsabschlussgelegenheit) gemäß § 6 Abs 2 MaklerG aus. (T16)
    Beisatz: Für eine Namhaftmachung kann es nicht ausreichen, wenn der Makler seinem Auftraggeber erst erklärt, er werde das Objekt bestimmten Kunden anbieten. (T17)
  • 8 Ob 24/14h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 24/14h
    Auch; nur: Für den Geschäftszweig der gewerblichen Immobilienmakler genügt für die verdienstliche Tätigkeit (während des aufrechten Maklervertrags) zur Begründung des Provisionsanspruchs in der Regel (mangels gegenteiliger Vereinbarung) der bloße Nachweis der Kaufgelegenheit. (T18)
    Beisatz: Dieser Nachweis besteht im Allgemeinen in der erstmaligen Namhaftmachung eines neuen, bisher unbekannten potentiellen Interessenten für den Vertragsabschluss, mit dem das Geschäft ‑ durch die zumindest mitursächliche Tätigkeit des Maklers ‑ letztlich zustande gekommen ist. (T19)
  • 8 Ob 74/15p
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 74/15p
    Auch; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T20)
  • 3 Ob 110/16x
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 110/16x
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T21)
  • 1 Ob 78/17b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 78/17b
  • 4 Ob 216/17v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 216/17v
    Beis ähnlich wie T8; Beis wie T10
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch
  • 1 Ob 27/19f
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 27/19f
    Vgl aber; Beisatz: Ein Vermittler, der kein gewerbsmäßiger Vermittler ist, kann sich dagegen nicht auf den Handelsbrauch der Namhaftmachung berufen. (T22)
  • 3 Ob 86/19x
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 86/19x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0062723

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19550525_OGH0002_0070OB00254_5500000_001

Rechtssatz für 5Ob706/81 3Ob607/81 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043231

Geschäftszahl

5Ob706/81; 3Ob607/81; 8Ob310/81; 8Ob538/82; 6Ob572/83; 8Ob578/82; 5Ob628/83; 8Ob214/83; 6Ob726/84; 6Ob641/84; 6Ob695/85; 5Ob545/86; 6Ob560/87; 10ObS18/87; 7Ob646/87; 4Ob553/88; 6Ob565/88; 2Ob560/88; 8Ob32/88; 1Ob689/88; 9ObA28/90; 7Ob16/90; 7Ob554/90; 4Ob161/90; 10ObS18/91; 10ObS106/91; 10ObS186/91; 10ObS370/91; 10ObS365/91; 3Ob1538/92 (3Ob1539/92); 10ObS155/92; 9ObA123/92; 10ObS210/92; 10ObS215/92; 9ObA222/92; 10ObS200/92; 9ObA251/92; 10ObS276/92; 10ObS270/92; 10ObS9/93; 10ObS32/93; 10ObS51/93; 10ObS88/93; 10ObS96/93; 10ObS190/93; 10ObS222/93; 10ObS226/93; 10ObS88/94; 10ObS81/94; 8ObA203/95; 10ObS53/95; 10ObS100/95; 10ObS154/95; 10ObS17/96; 10ObS2124/96t; 1Ob2069/96p; 10ObS2435/96b; 10ObS2373/96k; 10ObS2304/96p; 10ObS2456/96s; 10ObS73/97a; 10ObS170/97s; 10ObS414/97y; 10ObS42/98v; 10ObS79/98k; 10ObS110/98v; 8ObA155/98x; 10ObS230/98s; 10ObS339/98w; 10ObS325/98m; 10ObS326/98h; 10ObS355/98y; 10ObS2/99p; 9ObA344/98y; 10ObS359/98m; 8Ob162/99b; 10ObS206/99p; 10ObS141/00h; 10ObS9/00x; 10ObS180/00v; 9ObA92/00w; 9ObA233/00f; 10ObS1/01x; 9ObA341/00p; 8Ob244/01t; 7Ob233/01t; 10ObS331/01a; 10ObS5/02m; 10ObS175/02m; 10ObS79/03w; 8ObA81/06d; 10ObS130/07a; 2Ob163/09y; 9Ob51/11g; 4Ob164/12i; 2Ob164/12z; 4Ob80/14i; 1Ob224/15w; 1Ob4/16v; 5Ob161/15k; 7Ob33/16b; 1Ob90/16s; 9ObA66/16w; 4Ob205/16z; 7Ob93/17b; 9ObA98/17b; 9ObA129/17m; 10ObS19/18v; 7Ob44/18y; 2Ob130/17g; 5Ob91/18w

Entscheidungsdatum

15.09.1981

Norm

ZPO §503 Z2 C6
ZPO §503 Z4 E2c

Rechtssatz

Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, muss dies in der Revision als Mangelhaftigkeit bekämpft werden; ansonsten ist dem OGH die sachrechtliche Überprüfung verwehrt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 706/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 5 Ob 706/81
  • 3 Ob 607/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 607/81
    Vgl auch
  • 8 Ob 310/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1982 8 Ob 310/81
  • 8 Ob 538/82
    Entscheidungstext OGH 04.11.1982 8 Ob 538/82
  • 6 Ob 572/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 6 Ob 572/83
  • 8 Ob 578/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 578/82
  • 5 Ob 628/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 5 Ob 628/83
  • 8 Ob 214/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 214/83
  • 6 Ob 726/84
    Entscheidungstext OGH 10.01.1985 6 Ob 726/84
    Auch; Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der Meinung Faschings im Lehrbuch (Rdz 193) und Kommentar (IV, 322). (T1)
  • 6 Ob 641/84
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 641/84
    Beisatz: Daran ändert es nichts, wenn das Berufungsgericht trotz seiner Auffassung, es liege keine (gesetzmäßig ausgeführte) Rechtsrüge vor, "der Vollständigkeit halber" Rechtsausführungen machte. (T2)
  • 6 Ob 695/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 6 Ob 695/85
  • 5 Ob 545/86
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 545/86
  • 6 Ob 560/87
    Entscheidungstext OGH 30.04.1987 6 Ob 560/87
    Auch
  • 10 ObS 18/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 10 ObS 18/87
    Auch
  • 7 Ob 646/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 646/87
    Beisatz: Hat aber das Berufungsgericht geltend gemachte Feststellungsmängel richtig der rechtlichen Beurteilung zugeordnet und sachlich behandelt, kann die Rechtsrüge in der Revision vom OGH einer sachrechtlichen Prüfung auch dann unterzogen werden, wenn die Beurteilung des Berufungsgerichtes, die Rechtsrüge sei nicht gesetzmäßig ausgeführt, weil sie nicht vom festgestellten Sachverhalt ausgehen, vom Revisionswerber nicht als Verfahrensmangel gerügt wird. (T3)
  • 4 Ob 553/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 4 Ob 553/88
    Auch
  • 6 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 05.05.1988 6 Ob 565/88
  • 2 Ob 560/88
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 2 Ob 560/88
  • 8 Ob 32/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 8 Ob 32/88
    Ähnlich; Beisatz: Wurde der Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung nicht dem Gesetz gemäß, im Ergebnis daher überhaupt nicht ausgeführt, so kann die rechtliche Beurteilung auch im Revisionsverfahren nicht mehr bekämpft werden. (T4)
  • 1 Ob 689/88
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 689/88
  • 9 ObA 28/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 9 ObA 28/90
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 16/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 16/90
    Beis wie T4
  • 7 Ob 554/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 7 Ob 554/90
  • 4 Ob 161/90
    Entscheidungstext OGH 20.11.1990 4 Ob 161/90
  • 10 ObS 18/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 10 ObS 18/91
    Veröff: SSV - NF 5/18
  • 10 ObS 106/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 10 ObS 106/91
    Beis wie T2
  • 10 ObS 186/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1991 10 ObS 186/91
  • 10 ObS 370/91
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 10 ObS 370/91
  • 10 ObS 365/91
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 10 ObS 365/91
  • 3 Ob 1538/92
    Entscheidungstext OGH 29.04.1992 3 Ob 1538/92
    Vgl auch
  • 10 ObS 155/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 10 ObS 155/92
    Auch; Beisatz: Dieser Fall liegt auch dann vor, wenn das Berufungsgericht zwar zunächst zutreffend feststellt, dass die Rechtsrüge nicht gesetzgemäß ausgeführt wurde, dann aber überflüssigerweise, doch die rechtliche Beurteilung des Erstgerichtes in einer kurzen Begründung gebilligt hat. (T5)
  • 9 ObA 123/92
    Entscheidungstext OGH 08.07.1992 9 ObA 123/92
  • 10 ObS 210/92
    Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 210/92
  • 10 ObS 215/92
    Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 215/92
    Beis wie T5
  • 9 ObA 222/92
    Entscheidungstext OGH 16.09.1992 9 ObA 222/92
  • 10 ObS 200/92
    Entscheidungstext OGH 15.09.1992 10 ObS 200/92
  • 9 ObA 251/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 9 ObA 251/92
  • 10 ObS 276/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 10 ObS 276/92
  • 10 ObS 270/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 10 ObS 270/92
    Auch; nur: Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung zutreffend als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, so begründet dies keinen Mangel des Berufungsverfahrens. (T6) bzw (T7); Bem: Eine Zusammenführung des ursprünglichen Teilsatzes T6 und des ursprünglichen Beisatzes T7 erfolgte im Juni 2009 (T6a)
  • 10 ObS 9/93
    Entscheidungstext OGH 28.01.1993 10 ObS 9/93
  • 10 ObS 32/93
    Entscheidungstext OGH 04.03.1993 10 ObS 32/93
  • 10 ObS 51/93
    Entscheidungstext OGH 30.03.1993 10 ObS 51/93
    Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn das Berufungsgericht zunächst zwar ausführt, dass die Berufung keine dem Gesetz gemäß ausgeführte Rechtsrüge enthalte, darüber hinaus aber noch ohne nähere Begründung die im Urteil des Erstgerichtes enthaltene rechtliche Beurteilung billigt. (T8)
  • 10 ObS 88/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1993 10 ObS 88/93
  • 10 ObS 96/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 10 ObS 96/93
    Auch; nur T6; Beis wie T5
  • 10 ObS 190/93
    Entscheidungstext OGH 28.10.1993 10 ObS 190/93
  • 10 ObS 222/93
    Entscheidungstext OGH 18.10.1993 10 ObS 222/93
  • 10 ObS 226/93
    Entscheidungstext OGH 07.12.1993 10 ObS 226/93
  • 10 ObS 88/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 ObS 88/94
  • 10 ObS 81/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 10 ObS 81/94
    Auch
  • 8 ObA 203/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 8 ObA 203/95
    Auch
  • 10 ObS 53/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 10 ObS 53/95
    Auch
  • 10 ObS 100/95
    Entscheidungstext OGH 08.06.1995 10 ObS 100/95
    nur: Hat das Berufungsgericht den Anfechtungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung als nicht gesetzmäßig ausgeführt erachtet und deshalb die sachliche Behandlung der Rechtsrüge in der Berufung verweigert, muss dies in der Revision als Mangelhaftigkeit bekämpft werden. (T9)
    Beisatz: Das Urteil des Berufungsgerichtes kann in einem solchen Fall nicht auf einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache beruhen, weshalb der Revisionsgrund nach § 503 Z 4 ZPO nicht in Betracht kommt (SSV - NF 5/18 ua). (T10)
  • 10 ObS 154/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1995 10 ObS 154/95
    nur T9; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 10 ObS 17/96
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 ObS 17/96
    Auch
  • 10 ObS 2124/96t
    Entscheidungstext OGH 30.07.1996 10 ObS 2124/96t
    nur T9, Beis wie T8, Beis wie T10
  • 1 Ob 2069/96p
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2069/96p
  • 10 ObS 2435/96b
    Entscheidungstext OGH 13.12.1996 10 ObS 2435/96b
    nur T9; Beis wie T10
  • 10 ObS 2373/96k
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 10 ObS 2373/96k
    nur T9
  • 10 ObS 2304/96p
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 10 ObS 2304/96p
    Vgl; Beis wie T8
  • 10 ObS 2456/96s
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 10 ObS 2456/96s
    Vgl auch
  • 10 ObS 73/97a
    Entscheidungstext OGH 06.03.1997 10 ObS 73/97a
  • 10 ObS 170/97s
    Entscheidungstext OGH 04.06.1997 10 ObS 170/97s
  • 10 ObS 414/97y
    Entscheidungstext OGH 02.12.1997 10 ObS 414/97y
  • 10 ObS 42/98v
    Entscheidungstext OGH 09.02.1998 10 ObS 42/98v
  • 10 ObS 79/98k
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 79/98k
    Auch
  • 10 ObS 110/98v
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 10 ObS 110/98v
  • 8 ObA 155/98x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 ObA 155/98x
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: In Ermangelung von Rechtsausführungen in der Berufungsentscheidung, die durch eine zulässige Rechtsrüge in der Berufung veranlasst worden wären, sind die erstmalig in der Revision gemachten Rechtsausführungen unbeachtlich. (T11)
  • 10 ObS 230/98s
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 230/98s
    Auch
  • 10 ObS 339/98w
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 10 ObS 339/98w
    nur T9; Beis wie T10
  • 10 ObS 325/98m
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 10 ObS 325/98m
  • 10 ObS 326/98h
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 10 ObS 326/98h
    Auch
  • 10 ObS 355/98y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 10 ObS 355/98y
  • 10 ObS 2/99p
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 2/99p
  • 9 ObA 344/98y
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 ObA 344/98y
    nur T9
  • 10 ObS 359/98m
    Entscheidungstext OGH 18.02.1999 10 ObS 359/98m
  • 8 Ob 162/99b
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 Ob 162/99b
    Beis wie T10
  • 10 ObS 206/99p
    Entscheidungstext OGH 30.11.1999 10 ObS 206/99p
    Beis wie T2
  • 10 ObS 141/00h
    Entscheidungstext OGH 06.06.2000 10 ObS 141/00h
    Auch
  • 10 ObS 9/00x
    Entscheidungstext OGH 27.06.2000 10 ObS 9/00x
    Ähnlich; Beis wie T4
  • 10 ObS 180/00v
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 ObS 180/00v
  • 9 ObA 92/00w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 ObA 92/00w
    Vgl
  • 9 ObA 233/00f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 9 ObA 233/00f
    Beis wie T10
  • 10 ObS 1/01x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 10 ObS 1/01x
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Mit den Ausführungen, dass die Rechtsrüge in der Berufung sehr wohl vom festgestellten Sachverhalt ausgegangen sei, macht der Revisionswerber einen solchen Mangel der berufungsgerichtlichen Entscheidung geltend. (T12)
  • 9 ObA 341/00p
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 9 ObA 341/00p
  • 8 Ob 244/01t
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 Ob 244/01t
    Beis wie T2
  • 7 Ob 233/01t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 233/01t
    Auch
  • 10 ObS 331/01a
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 331/01a
    Ähnlich; Beis wie T4
  • 10 ObS 5/02m
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 5/02m
    Ähnlich; Beis wie T4
  • 10 ObS 175/02m
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 10 ObS 175/02m
    Ähnlich; Beis wie T4
  • 10 ObS 79/03w
    Entscheidungstext OGH 18.03.2003 10 ObS 79/03w
    Beis wie T10
  • 8 ObA 81/06d
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 ObA 81/06d
  • 10 ObS 130/07a
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 ObS 130/07a
    Beis wie T2
  • 2 Ob 163/09y
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 163/09y
    Auch; Beisatz: Dass das Berufungsgericht nicht auf alle in der Berufung der beklagten Partei vorgetragenen rechtlichen Argumente eingegangen ist, könnte allenfalls zu einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung führen, verwirklicht aber nicht den Revisionsgrund nach § 503 Z 2 ZPO. (T13)
  • 9 Ob 51/11g
    Entscheidungstext OGH 25.11.2011 9 Ob 51/11g
    nur T9
  • 4 Ob 164/12i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 164/12i
    Vgl auch
  • 2 Ob 164/12z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 164/12z
    Auch; nur T6
  • 4 Ob 80/14i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 80/14i
    Vgl auch
  • 1 Ob 224/15w
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 224/15w
    Vgl
  • 1 Ob 4/16v
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 4/16v
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 161/15k
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 161/15k
    Auch; Beis wie T13
  • 7 Ob 33/16b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 33/16b
    Auch
  • 1 Ob 90/16s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 90/16s
  • 9 ObA 66/16w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 66/16w
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch; Beis wie T13
  • 7 Ob 93/17b
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 93/17b
    Auch
  • 9 ObA 98/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 98/17b
    Beis wie T5; Beis wie T8
  • 9 ObA 129/17m
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 129/17m
  • 10 ObS 19/18v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 ObS 19/18v
  • 7 Ob 44/18y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 44/18y
  • 2 Ob 130/17g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 130/17g
    Vgl
  • 5 Ob 91/18w
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 91/18w
    Auch; nur T9; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0043231

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19810915_OGH0002_0050OB00706_8100000_001

Rechtssatz für 4Ob521/84 7Ob594/94 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042926

Geschäftszahl

4Ob521/84; 7Ob594/94; 4Ob183/98k; 3Ob94/00w; 1Ob76/09x; 4Ob205/16z; 1Ob190/16x

Entscheidungsdatum

09.10.1984

Norm

KSchG §3 Abs3 Z1
ZPO §502 Abs4 Z1 HIII5

Rechtssatz

Die richtige Konkretisierung des allgemein gefassten Gesetzesbegriffes des "Anbahnens", ist dann zu prüfen, wenn aus der Judikatur noch nicht ohne weiteres die Lösung des zu entscheidenden Falles abzuleiten ist; die Aufnahme von Vorverhandlungen ist nämlich in den verschiedensten immer wiederkehrenden und damit nicht nur für den Einzelfall bedeutsamen Formen möglich.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 521/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 521/84
    Veröff: SZ 57/152
  • 7 Ob 594/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 594/94
    Vgl; Beisatz: Unter "Anbahnen" wird ein Verhalten verstanden, durch das dem Unternehmer gegenüber zum Ausdruck gebracht wird, man wolle in Vorverhandlungen zwecks Abschlusses eines bestimmten Geschäftes treten. Das Verhalten des Verbrauchers muss daher einen eindeutigen Schluss auf seine Initiative und die Bereitschaft zum Abschluss eines bestimmten Verbrauchergeschäftes zulassen. (T1)
  • 4 Ob 183/98k
    Entscheidungstext OGH 14.07.1998 4 Ob 183/98k
    Auch; nur: Die Aufnahme von Vorverhandlungen ist nämlich in den verschiedensten immer wiederkehrenden und damit nicht nur für den Einzelfall bedeutsamen Formen möglich. (T2)
    Veröff: SZ 71/125
  • 3 Ob 94/00w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2000 3 Ob 94/00w
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 76/09x
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 76/09x
    Vgl auch; Beisatz: Lässt sich die im Revisionsverfahren entscheidungsrelevante Frage des kongruenten Anbahnens anhand der in Judikatur und Lehre entwickelten Kriterien beantworten, schließt dies das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage grundsätzlich aus. (T3)
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 190/16x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 190/16x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2017/34

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0042926

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19841009_OGH0002_0040OB00521_8400000_001

Rechtssatz für 1Ob563/95 5Ob2175/96f 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062747

Geschäftszahl

1Ob563/95; 5Ob2175/96f; 5Ob2177/96z; 9Ob57/04d; 7Ob145/05g; 7Ob174/06y; 2Ob91/10m; 1Ob42/12a; 6Ob207/13d; 8Ob74/15p; 3Ob110/16x; 4Ob205/16z; 3Ob131/16k; 3Ob27/17t (3Ob42/17y); 7Ob76/18d; 3Ob35/18w; 7Ob68/18b

Entscheidungsdatum

29.05.1995

Norm

HVG §6 IC
HVG §29 IIc
MaklerG §6
MaklerG §7

Rechtssatz

Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen, wenn - bei Immobilienmaklern - die Namhaftmachung des Dritten für das spätere Zustandekommen des Kaufvertrages nützlich war.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 563/95
  • 5 Ob 2175/96f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2175/96f
  • 5 Ob 2177/96z
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2177/96z
  • 9 Ob 57/04d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 Ob 57/04d
    nur: Eine verdienstliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden beziehungsweise diese zum Vertragsabschluss zu bewegen. (T1) Beisatz: Im Immobilienmaklergewerbe reicht die Namhaftmachung des Geschäftspartners aus. (T2)
  • 7 Ob 145/05g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 7 Ob 145/05g
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 174/06y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 174/06y
    Auch; nur T1; Beisatz: Problem, ob der Provisionsanspruch des Maklers voraussetzt, dass der Auftraggeber von der Maklertätigkeit vor Abschluss des Hauptgeschäftes Kenntnis hatte (hier: Provisionsanspruch aufgrund des vorliegenden Maklervertrags verneint). (T3)
  • 2 Ob 91/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 91/10m
    nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 42/12a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 42/12a
    nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 207/13d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 6 Ob 207/13d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Streitteile haben als Grundvoraussetzung für eine Vermittlungsprovision die Namhaftmachung des Mieters durch die Klägerin vereinbart; damit weicht die Vereinbarung aber von der Grundregel des § 6 Abs 1 MaklerG zu Lasten der Maklerin und damit zulässigerweise ab. Andere verdienstliche Tätigkeiten können daher einen Provisionsanspruch hier nicht begründen. (T4)
  • 8 Ob 74/15p
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 74/15p
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ob die Tätigkeit eines Maklers iSd § 6 Abs 1 MaklerG verdienstlich war, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T5)
  • 3 Ob 110/16x
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 110/16x
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Namhaftmachung als verdienstliche Tätigkeit verneint, weil der Kläger aufgrund Informationen Dritter und eigener Erhebungen Kenntnis von der Kaufgelegenheit und dem Verkäufer hatte. (T6)
  • 3 Ob 27/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 27/17t
    nur T1; Beis wie T3
  • 7 Ob 76/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 76/18d
    Auch
  • 3 Ob 35/18w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 35/18w
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 68/18b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 68/18b
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062747

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19950529_OGH0002_0010OB00563_9500000_001

Rechtssatz für 5Ob546/94 9Ob91/99v 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0065360

Geschäftszahl

5Ob546/94; 9Ob91/99v; 7Ob242/99k; 1Ob64/00v; 2Ob180/00k; 5Ob18/01k; 10Ob22/03p; 1Ob13/04z; 7Ob17/06k; 8Ob34/07v; 9Ob17/07a; 9Ob23/07h; 1Ob241/07h; 5Ob290/07v; 2Ob84/09f; 6Ob100/11s; 8Ob135/10a; 3Ob200/11z; 4Ob45/12i; 5Ob53/12y; 1Ob178/12a; 9Ob16/13p; 2Ob41/13p; 7Ob18/13t; 4Ob102/13y; 1Ob184/13k; 1Ob221/13a; 3Ob34/14t; 3Ob9/14s; 3Ob112/15i; 4Ob210/15h; 4Ob205/16z; 6Ob54/17k; 7Ob12/17s; 7Ob77/17z; 3Ob65/17f; 9ObA89/17d; 7Ob176/17h; 4Ob159/17m; 7Ob26/18a; 4Ob92/19m; 4Ob98/19v

Entscheidungsdatum

10.10.1995

Norm

ABGB §875
ABGB §1167
ABGB §1489 IIB
ABGB §1489 IIC

Rechtssatz

Der Geschädigte darf sich nicht einfach passiv verhalten und es darauf ankommen lassen, dass er von der Person des Ersatzpflichtigen eines Tages zufällig Kenntnis erhält. Dabei hat auch eine Wissenszurechnung der Hausverwaltung, die nicht "Dritter" im Sinne des § 875 ABGB ist (vergleiche Entscheidung 1 zu § 875 ABGB in MGA 34. Auflage), zu erfolgen. Wer vom Geschäftsherrn damit betraut worden ist, Tatsachen, deren Kenntnis von Rechtserheblichkeit ist, entgegenzunehmen oder anzuzeigen, ist Wissensvertreter.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 546/94
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 5 Ob 546/94
    Veröff: SZ 68/179
  • 9 Ob 91/99v
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 Ob 91/99v
    Vgl auch; nur: Wer vom Geschäftsherrn damit betraut worden ist, Tatsachen, deren Kenntnis von Rechtserheblichkeit ist, entgegenzunehmen oder anzuzeigen, ist Wissensvertreter. (T1)
    Beisatz: Hier: Architekt ist im Zusammenhang mit der Frage des Beginnes der Verjährungsfrist als Wissensvertreter des Bauherrn anzusehen. (T2)
  • 7 Ob 242/99k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 242/99k
  • 1 Ob 64/00v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 64/00v
    Beis wie T2; Veröff: SZ 74/14
  • 2 Ob 180/00k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 180/00k
    nur: Der Geschädigte darf sich nicht einfach passiv verhalten und es darauf ankommen lassen, dass er von der Person des Ersatzpflichtigen eines Tages zufällig Kenntnis erhält. (T3)
    Beisatz: Auch die Kenntnis der Unfallsbeteiligten durch die Rechtsschutzversicherung ist dem klagenden Geschädigten zuzurechnen. (T4)
    Veröff: SZ 74/89
  • 5 Ob 18/01k
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 18/01k
    Beisatz: Als ein solcher Wissensvertreter wurde etwa der Hausverwalter in Ansehung von Bauschäden angesehen (SZ 68/179; ecolex 2000/797), der Architekt in Ansehung des Wissens der Erfolglosigkeit von Sanierungsmaßnahmen (9 Ob 91/99v). (T5)
  • 10 Ob 22/03p
    Entscheidungstext OGH 15.07.2003 10 Ob 22/03p
    nur T3
  • 1 Ob 13/04z
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 13/04z
    nur T3
  • 7 Ob 17/06k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 17/06k
    Auch; Beisatz: Dem Bauherrn ist es nicht als Verletzung seiner Erkundungsobliegenheit anzulasten, wenn der von ihm mit der Bauaufsicht Beauftragte seiner Vertragspflicht ihm gegenüber nicht ordnungsgemäß nachkommt und er deshalb von Bauschäden nicht schon bei Abnahme der Leistungen Kenntnis erlangte. (T6)
  • 8 Ob 34/07v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 34/07v
    Vgl; Beisatz: Rein passives Verhalten des Geschädigten ist abzulehnen. (T7)
  • 9 Ob 17/07a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 Ob 17/07a
    nur T3; Beisatz: Ein rein passives Verhalten des Geschädigten ist abzulehnen. (T8)
  • 9 Ob 23/07h
    Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 23/07h
    nur T3; Beisatz: Hier: Arbeiterkammer Niederösterreich als Wissensvertreterin des Kreditnehmers. (T9)
  • 1 Ob 241/07h
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 241/07h
    Auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
    Vgl auch; Beisatz: Die Rechtsprechung nimmt eine Wissenszurechnung durch jene Personen (Wissensvertreter) an, die - sowohl als selbständige Dritte als auch als Gehilfen - vom Geschäftsherrn damit betraut worden sind, Tatsachen, deren Kenntnis von Rechtserheblichkeit ist, entgegenzunehmen oder anzuzeigen. (T10)
    Beisatz: Soweit es auf das Wissen des Geschäftsherrn ankommt, wird ihm dabei das Wissen des Wissensvertreters als eigenes zugerechnet und treten daher die an sein Wissen geknüpften Rechtsfolgen zum Nachteil des Geschäftsherrn ein. (T11)
    Beisatz: Dem liegt der allgemeine Gedanke zugrunde, dass der Einsatz von Gehilfen, also die „Rollenspaltung" nicht zum Nachteil Dritter gehen dürfe und ansonsten der Einsatz eines Gehilfen eine Verschlechterung der vom Gesetzgeber im Sinne eines Interessensausgleichs vorgesehenen Rechtsposition Dritter mit sich brächte, weshalb der Geschäftsherr so zu behandeln sei, als wäre er selbst tätig geworden. (T12)
    Bem: Mit Darstellung von in der Rechtsprechung bejahten Fällen von Wissensvertretern. (T13)
  • 2 Ob 84/09f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 84/09f
    Auch; nur T1; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 6 Ob 100/11s
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 100/11s
    nur T3
  • 8 Ob 135/10a
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 135/10a
    nur T3
  • 3 Ob 200/11z
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 200/11z
    Auch; nur T3; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 4 Ob 45/12i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 45/12i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T10; Beisatz: Hier: Zur Zurechnung des Wissens eines Prozessvertreters. (T14)
  • 5 Ob 53/12y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 53/12y
    Auch; auch nur T1; Auch Beis ähnlich wie T2; Auch Beis ähnlich wie T5; Auch Beis wie T6
  • 1 Ob 178/12a
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 178/12a
    Auch
  • 9 Ob 16/13p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 9 Ob 16/13p
    Auch
  • 2 Ob 41/13p
    Entscheidungstext OGH 07.05.2013 2 Ob 41/13p
    Vgl; Beisatz: Hier: Medienberichterstattung über den Kursverfall von MEL-“Aktien“. (T15)
  • 7 Ob 18/13t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 18/13t
    nur T3
  • 4 Ob 102/13y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 102/13y
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 184/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 184/13k
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T10
  • 1 Ob 221/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 221/13a
    Auch
  • 3 Ob 34/14t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2014 3 Ob 34/14t
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 9/14s
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 9/14s
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 112/15i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 112/15i
    Auch
  • 4 Ob 210/15h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 210/15h
    Vgl; nur T1
  • 4 Ob 205/16z
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 205/16z
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 54/17k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 54/17k
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 12/17s
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 12/17s
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 7 Ob 77/17z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 77/17z
    Auch; Beisatz: Hier: Ein nach § 332 ASVG auf den Sozialversicherungsträger übergegangener Schadenersatzanspruch wegen eines ärztlichen Kunstfehlers. (T16)
    Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 65/17f
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 65/17f
    nur T3
  • 9 ObA 89/17d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 89/17d
    nur T3
  • 7 Ob 176/17h
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 176/17h
    Vgl
  • 4 Ob 159/17m
    Entscheidungstext OGH 09.11.2017 4 Ob 159/17m
  • 7 Ob 26/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 26/18a
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 92/19m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 92/19m
    nur T7; nur T8
  • 4 Ob 98/19v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 98/19v
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0065360

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19951010_OGH0002_0050OB00546_9400000_001

Entscheidungstext 4Ob205/16z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

RdW 2017/238 S 305 - RdW 2017,305 = wobl 2017,161/55 (Kothbauer) - wobl 2017/55 (Kothbauer) = ecolex 2017/214 S 506 - ecolex 2017,506

Geschäftszahl

4Ob205/16z

Entscheidungsdatum

25.10.2016

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Vogel als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Jensik, Dr. Musger, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Rassi als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei T***** GmbH ***** vertreten durch Dr. Ernst W. Ortenburger, LL.M., Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. G***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Markus Bachmann, Rechtsanwalt in Wien, und 2. S***** H*****, vertreten durch Siemer – Siegl – Füreder & Partner, Rechtsanwälte in Wien, wegen 1.260.000 EUR sA, über die außerordentliche Revision der zweitbeklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 29. Juli 2016, GZ 4 R 10/16v-41, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Der Zweitbeklagte interessierte sich in den Jahren 2010 und 2011 bei der klagenden Immobilienmaklergesellschaft für den Erwerb einer Luxusimmobilie in Wien. Damals lebte er noch im Ausland. Der Großteil der Kommunikation zwischen der klagenden Partei und dem Zweitbeklagten wurde deshalb über eine Bekannte des Zweitbeklagten geführt, die auch iSd § 30b KSchG aufgeklärt wurde und immer wieder mit dem Zweitbeklagten Rücksprache hielt. Bei mehreren Besichtigungen von Immobilien (Palais, Luxusvillen) kam es auch zu persönlichen Kontakten zwischen dem Zweitbeklagten und einer Mitarbeiterin der klagenden Partei.

Anlässlich der Besichtigung einer Liegenschaft in Wien 19 erkundigte sich der Zweitbeklagte bei einer Mitarbeiterin der klagenden Partei auch über die Nachbarliegenschaft. Diese Liegenschaft war vor Jahrzehnten im Besitz seiner Familie. Er wollte sie unbedingt erwerben und ersuchte die Mitarbeiterin der Klägerin, herauszufinden, wer der Eigentümer der Liegenschaft ist und ob dieser zum Verkauf bereit sei. Die Liegenschaft war damals nicht auf dem Markt. In der Folge wurde der Zweitbeklagte – im Wege seiner Bekannten – von der klagenden Partei über die Person des Eigentümers und darüber informiert, dass dieser grundsätzlich zum Verkauf der Liegenschaft um 30 bis 35 Millionen EUR bereit sei. Die klagende Partei arrangierte ein Treffen des Zweitbeklagten mit dem Eigentümer und wurde später von der Bekannten des Zweitbeklagten darüber informiert, dass er ein Angebot über 25 Millionen EUR überlege. Unmittelbar nach dem Treffen begannen Verhandlungen des Eigentümers mit dem Zweitbeklagten. Schließlich verkaufte der Eigentümer die Liegenschaft am 17. 11. 2011 um 35 Millionen EUR an die erstbeklagte Gesellschaft, über die – über Zwischenstufen – ein Trust verfügungsbefugt ist, dessen Begünstigter der Zweitbeklagte ist und die erst am 28. 7. 2011 im Firmenbuch eingetragen wurde. Am 18. 11. 2014 trat der Zweitbeklagte von „allen allenfalls bestehenden Makleraufträgen“ nach § 3 KSchG zurück. Der Zweitbeklagte und seine Familie nützen mit Erlaubnis des Trusts die Liegenschaft zu privaten Wohnzwecken.

Die klagende Partei begehrte den Klagsbetrag als Provision für die Vermittlung der Liegenschaft. Die Vorinstanzen wiesen das Begehren gegen die erstbeklagte Partei rechtskräftig ab und gaben der Klage gegen den Zweitbeklagten statt. Das Berufungsgericht ließ die Revision mangels Rechtsfragen in der Qualität des § 502 Abs 1 ZPO nicht zu.

Rechtliche Beurteilung

In seiner dagegen erhobenen außerordentlichen Revision zeigt der Zweitbeklagte keine erhebliche Rechtsfrage auf.

1. Das Rechtsmittel macht als Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens geltend, dass sich das Zweitgericht nicht mit der Kausalität auseinandergesetzt habe. Abgesehen davon, dass das Berufungsurteil auch Ausführungen zur Kausalität enthält, ist ein Berufungsverfahren nicht schon deshalb mangelhaft, wenn das Berufungsgericht nicht auf alle in der Berufung vorgetragenen rechtlichen Argumente eingegangen ist (RIS-Justiz RS0043231 [T13]). Die behauptete Mangelhaftigkeit kann somit die Zulässigkeit des Rechtsmittels nicht stützen.

2. Ein auf Vertrag gestützter Provisionsanspruch setzt das (zumindest schlüssige) Zustandekommen eines Vermittlungsvertrags (RIS-Justiz RS0062685) voraus. Die Beurteilung, ob ein solcher Vertragsschluss anzunehmen ist, wirft – von hier nicht vorliegender, vom Obersten Gerichtshof im Interesse der Rechtssicherheit aufzugreifender krasser Fehlbeurteilung im Einzelfall abgesehen – aber keine erhebliche Rechtsfrage nach § 502 Abs 1 ZPO auf (RIS-Justiz RS0042776 [T11]; 4 Ob 136/16b).

3. Aufgrund der Feststellungen ist die Bekannte des Zweitbeklagten als dessen Verhandlungsgehilfin anzusehen (RIS-Justiz RS0016200; RS0016309). Dass die Vorinstanzen ihr Wissen dem Zweitbeklagten zurechneten, entspricht gesicherter Rechtsprechung (vgl 4 Ob 210/15h; 6 Ob 25/16v; RIS-Justiz RS0065360 [T1]).

4.1 Die für den Provisionsanspruch erforderliche verdienstliche Tätigkeit eines Maklers liegt dann vor, wenn sie den Anforderungen des Vermittlungsvertrags entspricht und ihrer Art nach geeignet ist, für den Geschäftsherrn Vertragspartner aufzufinden bzw diese zum Vertragsabschluss zu bewegen, wenn – bei Immobilienmaklern – die Namhaftmachung des Dritten für das spätere Zustandekommen des Kaufvertrags nützlich war (RIS-Justiz RS0062747). Für den Geschäftszweig der Realitätenvermittler gilt die bloße Nachweisung der Kaufgelegenheit auch ohne besondere Zuführung oder Vermittlungstätigkeit als genügend, um einen Provisionsanspruch zu begründen. Kausalität und Verdienstlichkeit müssen dabei gegeben sein. Die Nachweisung kann in der Weise geschehen, dass dem Kaufinteressenten das zu verkaufende Objekt gezeigt oder dem Geschäftsherrn der Name des Kaufinteressenten bekanntgegeben wird (RIS-Justiz RS0062723). Die Kausalität ist dann zu bejahen, wenn zwischen der Tätigkeit des Handelsvertreters und dem Zustandekommen des Geschäfts ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (RIS-Justiz RS0062878).

4.2 Dem Zweitbeklagten gelingt es auch hinsichtlich der Verdienstlichkeit und Kausalität nicht, eine korrekturbedürftige Fehlbeurteilung aufzuzeigen. Die Rechtsansicht der Vorinstanzen bewegt sich vielmehr im Rahmen der Rechtsprechung. Insoweit die Rechtsrüge dabei davon ausgeht, dass der Zweitbeklagte den Eigentümer der Liegenschaft bereits gekannt hätte und auch jeglichen kausalen Beitrag der klagenden Partei pauschal bestreitet, entfernt sich das Rechtsmittel von den getroffenen Feststellungen und ist nicht gesetzmäßig ausgeführt. Die rechtliche Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof hat aber von den festgestellten Tatsachen auszugehen und nicht von einem der Revision unterstellten „Wunschsachverhalt“; der Oberste Gerichtshof ist nicht Tatsacheninstanz (3 Ob 241/11d).

5. Die Entscheidung zur Höhe der Provision hängt nicht davon ab, ob der eingeklagte Betrag als ortsüblich zu qualifizieren ist. Das Erstgericht ist nämlich davon ausgegangen, dass der Provisionsanspruch in dieser Höhe vereinbart wurde. Das Berufungsgericht hat – nur obiter – die Ortsüblichkeit der Provisionshöhe bejaht und allgemein darauf verwiesen, dass die Provision in ortsüblicher Höhe dann gebührt, wenn nichts zur Höhe vereinbart wurde. In der Berufungsentscheidung wurde aber der vom Erstgericht zur Provisionshöhe bejahten schlüssigen Vereinbarung nicht entgegengetreten. Selbst wenn man daher zu Gunsten des Zweitbeklagten die Ortsüblichkeit der Provisionshöhe verneint, ist gemäß § 8 Abs 1 MaklerG wegen der schlüssigen Vereinbarung nicht darauf abzustellen. Die Beurteilung, dass die Höhe der eingeklagten Provision schlüssig vereinbart wurde, wirft keine erhebliche Rechtsfrage auf (RIS-Justiz RS0042776 [T11]).

6. Eine Provisionsminderung nach § 30b KSchG iVm § 3 Abs 4 MaklerG ist bei einem beklagten Konsumenten grundsätzlich möglich (RIS-Justiz RS0111058). Die Verneinung des Minderungsrechts durch die Vorinstanzen begründet aber aufgrund der getroffenen Feststellungen über die Aufklärung der dem Zweitbeklagten zuzurechnenden Vertragsgehilfin keine erhebliche Rechtsfrage. Insoweit sich die Revision auf die Entscheidung 2 Ob 190/13z beruft und die Rechtsansicht vertritt, dass bei jedem Objekt, das zur Vermittlung ansteht, eine Belehrung iSd § 30b KSchG notwendig sei, ist ihr entgegenzuhalten, dass die genannte Entscheidung auf den Abschluss eines Maklervertrags abstellt. Nach 2 Ob 190/13z ist es aber eine Frage der Umstände des Einzelfalls, ob von einem einzigen Vermittlungsauftrag auszugehen ist, in dessen Zuge sich die Parameter des vermittelten Geschäfts geändert haben, oder von mehreren Vermittlungsaufträgen bzw Maklerverträgen, sodass auch deshalb keine erhebliche Rechtsfrage vorliegt.

7. Das Rücktrittsrecht nach § 3 Abs 1 KSchG ist nach Abs 2 Z 1 leg cit dann ausgeschlossen, wenn der Konsument den Vertrag selbst angebahnt hat. Eine erhebliche Rechtsfrage wird aber nur dann aufgezeigt, wenn sich aus der bisherigen Judikatur die Einordnung der Erklärung des Verbrauchers als Anbahnen nicht ohne weiteres ableiten lässt (RIS-Justiz RS0042926 [insb T3]). Maßgeblich ist allein eine kongruente Anbahnung, das heißt, der Verbraucher muss gerade jenen Vertrag angebahnt haben, der geschlossen wurde, jene Zwecke müssen verwirklicht sein, deretwegen der Verbraucher den Geschäftskontakt gesucht hat (3 Ob 112/04y). Der Zweitbeklagte zeigt hier das Fehlen der Kongruenz nicht im Ansatz auf, beauftragte er doch die klagende Partei mit der Vermittlung eines Kaufvertrags über eine ganz bestimmte Liegenschaft, wobei er aus eigenem Antrieb handelte.

Die außerordentliche Revision des Zweitbeklagten war daher – in Ermangelung von erheblichen Rechtsfragen – als unzulässig zurückzuweisen.

Schlagworte

Gruppe: Konsumentenschutz,Produkthaftungsrecht

Textnummer

E116245

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:0040OB00205.16Z.1025.000

Im RIS seit

28.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2017

Dokumentnummer

JJT_20161025_OGH0002_0040OB00205_16Z0000_000