Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob552/78 3Ob528/843Ob52...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018943

Geschäftszahl

3Ob552/78; 3Ob528/843Ob529/84; 6Ob281/02w; 4Ob219/09y; 2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

17.01.1979

Norm

ABGB §943
ABGB §1405
BGB §518
NZwG §1 Abs1 litd

Rechtssatz

Bei einer Schenkung durch Erfüllungsübernahme kann in der bloßen Interzession (durch Übernahme einer Haftung als Bürge und Zahler) noch kein der Übergabe der geschenkten Sache (Forderungsbetrag) an den Beschenkten gleichkommender Akt erblickt werden; um diese Rechtswirkungen herzustellen, bedürfte es vielmehr einer privativen Schuldübernahme, also einer Befreiung des Beschenkten von seiner weiteren Haftung gegenüber dem Gläubiger. Bei bloßer Erfüllungsübernahme kann somit erst in der vom Erfüllungsübernehmer tatsächlich geleisteten Darlehensrückzahlung die "wirkliche Übergabe" des Geschenkten (Darlehensvaluta) erblickt werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 17.01.1979 3 Ob 552/78
    Veröff: SZ 52/10
  • 3 Ob 528/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 528/84
    Zweiter Rechtsgang zu 3 Ob 552/78
  • 6 Ob 281/02w
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 281/02w
    Auch
  • 4 Ob 219/09y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 219/09y
    Vgl auch
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0018943

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19790117_OGH0002_0030OB00552_7800000_001

Rechtssatz für 7Ob510/79 7Ob551/79 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033012

Geschäftszahl

7Ob510/79; 7Ob551/79; 1Ob581/80; 1Ob605/95; 1Ob517/95; 10Ob126/97w; 1Ob364/99g; 1Ob55/06d; 7Ob14/11a; 2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

15.03.1979

Norm

ABGB §1404

Rechtssatz

Der Schuldner kann den Schuldübernehmer, der die bereits fällige Schuld dem Gläubiger nicht bezahlt, sodass der Schuldner selbst Gefahr läuft, von diesem in Anspruch genommen zu werden, auf Befreiung klagen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 510/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 510/79
  • 7 Ob 551/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 551/79
  • 1 Ob 581/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 581/80
  • 1 Ob 605/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 605/95
    Veröff: SZ 69/18
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    Beisatz: Und zwar je nach der vereinbarten Art der Befreiung, auch auf Zahlung unmittelbar an den Gläubiger. (T1)
  • 10 Ob 126/97w
    Entscheidungstext OGH 07.05.1997 10 Ob 126/97w
  • 1 Ob 364/99g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 364/99g
    Beisatz: Der Schuldner muss nicht erst zahlen oder sonst zu Schaden kommen, um sich an den Erfüllungsübernehmer halten zu können. (T2)
    Beis wie T1; Beisatz: Es wäre ein Wertungswiderspruch, wenn der Schuldner seinen Zahlungsanspruch gegen den Übernehmer nicht auch an den Gläubiger abtreten könnte. (T3)
  • 1 Ob 55/06d
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 55/06d
    Beis wie T2; Beisatz: Dem Schuldner bleibt es nach Maßgabe des Vertrags überlassen, in welcher Form er die Befreiung begehrt. Er kann den Übernehmer daher auch auf Leistung an den Gläubiger klagen, nicht aber an ihn, den Vertragspartner selbst, solange er noch nicht Zahlung geleistet hat. (T4)
  • 7 Ob 14/11a
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 14/11a
    Auch
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0033012

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19790315_OGH0002_0070OB00510_7900000_001

Rechtssatz für 4Ob552/80 1Ob557/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033115

Geschäftszahl

4Ob552/80; 1Ob557/82; 7Ob1507/88; 1Ob1573/91; 8Ob10/94; 1Ob605/95; 2Ob305/98m; 1Ob364/99g; 1Ob55/06d; 2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

17.02.1981

Norm

ABGB §1393
ABGB §1404

Rechtssatz

Bei der Erfüllungsübernahme kann der Schuldner, welcher seinerseits noch nicht bezahlt hat, zwar Zahlung an seinen Gläubiger, nicht aber Zahlung an sich selbst verlangen (so schon SZ 17/35; SZ 18/74; ZBl 1933,292).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 552/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 552/80
  • 1 Ob 557/82
    Entscheidungstext OGH 30.06.1982 1 Ob 557/82
  • 7 Ob 1507/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 7 Ob 1507/88
  • 1 Ob 1573/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 1573/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Derjenige, der Vertragserrichtungskosten bereits selbst bezahlt hat, kann vom anderen Vertragsteil, der zur Übernahme dieser Kosten vertraglich verpflichtet ist, die Erstattung dieses Betrages verlangen. (T1)
  • 8 Ob 10/94
    Entscheidungstext OGH 24.02.1994 8 Ob 10/94
    Vgl: Beisatz: Es hängt von der zwischen dem Erfüllungsübernehmer und dem Schuldner getroffenen Vereinbarung ab, ob der Schuldner nur einen Anspruch auf Befreiung von der Verbindlichkeit oder auch auf Zahlung an den Dritten hat. Jedenfalls muss er mangels gegenteiliger Vereinbarung nicht erst zahlen oder sonst zu Schaden kommen, um sich an den Übernehmer zu halten. (T2)
  • 1 Ob 605/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 605/95
    Vgl; Veröff: SZ 69/18
  • 2 Ob 305/98m
    Entscheidungstext OGH 04.11.1999 2 Ob 305/98m
  • 1 Ob 364/99g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 364/99g
    Auch; Beisatz: Der Schuldner kann seinen Anspruch aus der Erfüllungsübernahme gegen den Übernehmer an seinen Gläubiger jedoch abtreten. (T3)
  • 1 Ob 55/06d
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 55/06d
    Beis ähnlich wie T2
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0033115

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19810217_OGH0002_0040OB00552_8000000_001

Rechtssatz für 1Ob24/83 1Ob128/07s 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040083

Geschäftszahl

1Ob24/83; 1Ob128/07s; 2Ob137/08y; 5Ob120/09x; 3Ob21/13d; 3Ob177/13w; 2Ob202/15t; 3Ob131/16k; 3Ob141/16f; 2Ob48/16x; 9ObA39/18b

Entscheidungsdatum

10.10.1983

Norm

ZPO §266 DIII
ZPO §266 DVI
ZPO §504 Abs2
ZPO §526 CI

Rechtssatz

Die Verwertung eines im Verfahren erster Instanz erfolgten Zugeständnisses kann auch noch in dritter Instanz erfolgen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 24/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 24/83
  • 1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Verwertung des Inhalts einer im Verfahren vorgelegten Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist. (T1)
  • 2 Ob 137/08y
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 137/08y
    Vgl
  • 5 Ob 120/09x
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 120/09x
    Auch
  • 3 Ob 21/13d
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 177/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 177/13w
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2017/37
  • 9 ObA 39/18b
    Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 ObA 39/18b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0040083

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19831010_OGH0002_0010OB00024_8300000_002

Rechtssatz für 8Ob10/94 1Ob605/95 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033120

Geschäftszahl

8Ob10/94; 1Ob605/95; 1Ob517/95; 10Ob126/97w; 2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

24.02.1994

Norm

ABGB §1404

Rechtssatz

Es hängt von der zwischen dem Erfüllungsübernehmer und dem Schuldner getroffenen Vereinbarung ab, ob der Schuldner nur einen Anspruch auf Befreiung von der Verbindlichkeit oder auch auf Zahlung an den Dritten hat. Jedenfalls muss er mangels gegenteiliger Vereinbarung nicht erst zahlen oder sonst zu Schaden kommen, um sich an den Übernehmer zu halten.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 10/94
    Entscheidungstext OGH 24.02.1994 8 Ob 10/94
  • 1 Ob 605/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 605/95
    Auch; Beisatz: Die Zahlung unmittelbar an den Gläubiger ist im Zweifel anzunehmen. (T1)
    Veröff: SZ 69/18
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    nur: Jedenfalls muss er mangels gegenteiliger Vereinbarung nicht erst zahlen oder sonst zu Schaden kommen, um sich an den Übernehmer zu halten. (T2)
  • 10 Ob 126/97w
    Entscheidungstext OGH 07.05.1997 10 Ob 126/97w
    Auch
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0033120

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19940224_OGH0002_0080OB00010_9400000_001

Rechtssatz für 1Ob605/95 1Ob517/95 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0097736

Geschäftszahl

1Ob605/95; 1Ob517/95; 10Ob126/97w; 6Ob90/01f; 6Ob29/02m; 1Ob55/06d; 3Ob162/13i; 7Ob207/15i; 6Ob12/16g; 2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

30.01.1996

Norm

ABGB §1404

Rechtssatz

Der Erfüllungsübernehmer ist gegenüber dem Schuldner verpflichtet, ihn klag- und schadlos zu halten; gegenüber dem Gläubiger trifft ihn keine Pflicht. Er wird ersatzpflichtig, wenn der Schuldner in die Lage kommt, trotz der Erfüllungsübernahme zahlen zu müssen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 605/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 605/95
    Veröff: SZ 69/18
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
  • 10 Ob 126/97w
    Entscheidungstext OGH 07.05.1997 10 Ob 126/97w
  • 6 Ob 90/01f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 90/01f
    Auch
  • 6 Ob 29/02m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 29/02m
    Auch
  • 1 Ob 55/06d
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 55/06d
    Auch; Beisatz: Dem Schuldner bleibt es nach Maßgabe des Vertrags überlassen, in welcher Form er die Befreiung begehrt. Er kann den Übernehmer daher auch auf Leistung an den Gläubiger klagen, nicht aber an ihn, den Vertragspartner selbst, solange er noch nicht Zahlung geleistet hat. (T1)
  • 3 Ob 162/13i
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 162/13i
  • 7 Ob 207/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 207/15i
  • 6 Ob 12/16g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 12/16g
    Auch
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0097736

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19960130_OGH0002_0010OB00605_9500000_003

Rechtssatz für 6Ob246/06d 1Ob68/07t 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121557

Geschäftszahl

6Ob246/06d; 1Ob68/07t; 4Ob90/07z; 1Ob128/07s; 1Ob95/08i; 9Ob43/08a; 1Ob179/08t; 8ObA90/08f; 2Ob137/08y; 9Ob50/08f; 2Ob119/09b; 3Ob269/09v; 2Ob206/09x; 9ObA35/10b; 8Ob9/10x; 8Ob128/10x; 1Ob12/11p; 6Ob157/11y; 2Ob204/10d; 9Ob58/11m; 3Ob56/12z; 1Ob4/12p; 9ObA101/12m; 2Ob92/11k; 9Ob2/12b; 1Ob209/12k; 1Ob168/12f; 2Ob43/12f; 2Ob22/12t; 4Ob52/13w; 2Ob65/12s; 9Ob37/13a; 9Ob41/13i; 2Ob173/12y; 7Ob154/13t; 7Ob235/12b; 1Ob221/13a; 5Ob118/13h; 5Ob157/14w; 10ObS98/14f; 1Ob212/14d; 8ObA78/14z; 1Ob199/14t; 7Ob153/14x; 9ObA159/14v; 1Ob43/15b; 1Ob79/15x; 4Ob235/14h; 2Ob237/14p; 4Ob107/15m; 6Ob11/16k; 3Ob17/16w; 9ObA43/16p; 3Ob90/16f; 2Ob116/16x; 2Ob202/15t; 1Ob21/16v; 1Ob193/16p; 2Ob124/16y; 3Ob131/16k; 6Ob157/16f; 3Ob141/16f; 9ObA9/17i; 2Ob48/16x; 10Ob70/15i; 3Ob83/17b; 2Ob91/16w; 9Ob14/17z; 2Ob142/16w; 7Ob80/17s; 1Ob116/17s; 9ObA37/17g; 7Ob191/17i; 4Ob231/17z; 1Ob215/17z; 9Ob83/17x; 8Ob131/17y; 4Ob25/18g; 9Ob8/18v; 10Ob14/18h; 9ObA35/18i; 2Ob164/17g; 6Ob133/18d; 4Ob170/18f

Entscheidungsdatum

09.11.2006

Norm

ZPO §266 DVI
ZPO §492 Abs2
ZPO §503 Z2 C2a
ZPO §503 Z2 C2c

Rechtssatz

Die Berücksichtigung des Inhalts einer in den Feststellungen der Vorinstanzen - wenn auch ohne wörtliche Wiedergabe - enthaltenen Urkunde, deren Echtheit überdies zugestanden wurde, im Rahmen der rechtlichen Beurteilung erfordert nicht die amtswegige Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 246/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 246/06d
  • 1 Ob 68/07t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 68/07t
    Vgl; Beisatz: Hat das Berufungsgericht aber die Auffassung vertreten, die unpräzisen Feststellungen des Erstgerichts zum Inhalt einer Urkunde (hier: Treuhandauftrag) seien nicht ausreichend, und hat es diese durch die Wiedergabe des unstrittigen Wortlauts der betreffenden Urkunde ersetzt, ist dies prozessual unbedenklich, weil unstrittiges Parteienvorbringen - und dazu gehört auch der Inhalt einer von beiden Seiten für bedeutsam angesehenen Urkunde - ohne weiteres der Entscheidung zu Grunde zu legen ist (§§ 266 f ZPO). (T1)
  • 4 Ob 90/07z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 90/07z
  • 1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung im Revisionsverfahren. (T2)
    Beisatz: Eine im Verfahren vorgelegte Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist, ist der Entscheidung des Revisionsgerichts ohne weiteres zugrunde zu legen. (T3)
  • 1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
  • 9 Ob 43/08a
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 9 Ob 43/08a
    Auch
  • 1 Ob 179/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 179/08t
    Auch
  • 8 ObA 90/08f
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 90/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 137/08y
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 137/08y
    Vgl; Vgl Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 50/08f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 50/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 269/09v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 269/09v
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 206/09x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 206/09x
    Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T3; Beisatz: Hier: Kläger und Beklagter haben sich in ihrem Prozessvorbringen auf den Inhalt der in erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesenen Akten des Vor- und des Hauptprozesses berufen. (T4)
  • 9 ObA 35/10b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 35/10b
  • 8 Ob 9/10x
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 9/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 128/10x
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 128/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 12/11p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 12/11p
    Auch
  • 6 Ob 157/11y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 157/11y
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 204/10d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 204/10d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
    Veröff: SZ 2011/127
  • 9 Ob 58/11m
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 Ob 58/11m
    Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 56/12z
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 56/12z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des Inhalts einvernehmlich verlesener Akten. (T5)
  • 9 ObA 101/12m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 ObA 101/12m
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2012/81
  • 9 Ob 2/12b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 Ob 2/12b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 209/12k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 209/12k
    Auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    Vgl auch; Beis wie T1; Ähnlich Beis wie T3
  • 2 Ob 43/12f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 43/12f
    Vgl auch
  • 2 Ob 22/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 22/12t
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2013/8
  • 4 Ob 52/13w
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 52/13w
  • 2 Ob 65/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 65/12s
    Vgl
  • 9 Ob 37/13a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 37/13a
  • 9 Ob 41/13i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 41/13i
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Beis wie T3
  • 7 Ob 154/13t
    Entscheidungstext OGH 16.10.2013 7 Ob 154/13t
    Veröff: SZ 2013/93
  • 7 Ob 235/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/12b
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 221/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 221/13a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 118/13h
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
    Auch
  • 5 Ob 157/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 157/14w
    Auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 98/14f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 98/14f
    Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 212/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 212/14d
    Auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 78/14z
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 ObA 78/14z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
    Beis wie T3
  • 9 ObA 159/14v
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 159/14v
    Auch
  • 1 Ob 43/15b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 43/15b
    Auch
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Lichtbilder. (T6)
  • 4 Ob 235/14h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 235/14h
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 237/14p
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 237/14p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 11/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 11/16k
  • 3 Ob 17/16w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 17/16w
    Auch
  • 9 ObA 43/16p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 43/16p
    Auch
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 116/16x
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 116/16x
    Auch; Veröff: SZ 2016/74
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 21/16v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 21/16v
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 193/16p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 193/16p
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 124/16y
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 124/16y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Ergänzung der Beschreibung des Unfallsortes anhand von aktenkundigen Lichtbildern im Strafakt, auf dessen Inhalt sich die Parteien beriefen. (T7)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 157/16f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 157/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 ObA 9/17i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 9/17i
    Auch
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2017/37
  • 10 Ob 70/15i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 70/15i
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 83/17b
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 83/17b
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 91/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 91/16w
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 14/17z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 14/17z
    Auch; Veröff: SZ 2017/62
  • 2 Ob 142/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 142/16w
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Es ist prozessual unbedenklich, unstrittiges Parteivorbringen ohne weiteres der Entscheidung zugrunde zu legen (§§ 266 f ZPO). (T8)
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: In erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesener Akt eines Vorprozesses. (T9); Veröff: SZ 2017/70
  • 7 Ob 80/17s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 80/17s
    Auch
  • 1 Ob 116/17s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 116/17s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5;
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 7 Ob 191/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 191/17i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 4 Ob 231/17z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 231/17z
    Auch
  • 1 Ob 215/17z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 215/17z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 Ob 83/17x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 83/17x
    Auch
  • 8 Ob 131/17y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 131/17y
    Beis wie T3
  • 4 Ob 25/18g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 25/18g
    Auch; Beis wie T5
  • 9 Ob 8/18v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 8/18v
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 14/18h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 Ob 14/18h
  • 9 ObA 35/18i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 35/18i
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Veröff: SZ 2018/25
  • 6 Ob 133/18d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 133/18d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121557

Im RIS seit

09.12.2006

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2019

Dokumentnummer

JJR_20061109_OGH0002_0060OB00246_06D0000_001

Entscheidungstext 2Ob202/15t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2016/708 S 375 - Zak 2016,375 = Jus-Extra OGH-Z 6115 = NZ 2017/14 S 33 - NZ 2017,33

Geschäftszahl

2Ob202/15t

Entscheidungsdatum

31.08.2016

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden, die Hofräte Dr. Veith und Dr. Musger, die Hofrätin Dr. E. Solé sowie den Hofrat Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei mj A***** D*****, geboren am ***** 2006, vertreten durch die Mutter S***** D*****, diese vertreten durch Dr. Reinhold Gsöllpointner und Dr. Robert Pirker, Rechtsanwälte in Salzburg, gegen die beklagte Partei Verlassenschaft nach dem am 12. August 2011 verstorbenen J***** D*****, vertreten durch die erbantrittserklärte Erbin S***** D*****, diese vertreten durch die Sachwalterin S***** D*****, diese vertreten durch Rechtsanwälte Brüggl & Harasser Partnerschaft in Kitzbühel, wegen 14.468 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Berufungsgericht vom 28. April 2015, GZ 22 R 105/15t-16, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Bezirksgerichts Salzburg vom 9. Februar 2015, GZ 26 C 419/14t-12, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 908,64 EUR (darin 151,44 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Am 30. 12. 2006 unterfertigte J***** D*****, der Urgroßvater der am ***** 2006 geborenen Klägerin, einen an die W*****-AG gerichteten Antrag auf Abschluss eines Lebensversicherungsvertrags. Im Antragsformular wurde als Versicherungsnehmerin und versicherte Person die Klägerin genannt. Der Versicherungsbeginn wurde mit 1. 1. 2007, die Versicherungsdauer mit 18 Jahren angegeben. Die Versicherungssumme für den Erlebensfall wurde mit 10.853,72 EUR beziffert, jene für den Ablebensfall mit 554,73 EUR. Der Auszahlungsbetrag für den Erlebensfall soll laut Antragsformular 14.468 EUR betragen oder eine monatliche Pension auf Lebenszeit von 49,85 EUR, wobei in diesen Werten eine Gewinnbeteiligung enthalten ist. Die monatlichen Beitragszahlungen sollten vom Bankkonto des Urgroßvaters eingezogen werden. Außerdem war eine zusätzliche Einmalzahlung vorgesehen. Das Bezugsrecht sollte laut Antrag im Erlebensfall der Versicherungsnehmerin (Klägerin), im Ablebensfall dem Urgroßvater zukommen. Im beigefügten, ebenfalls vom Urgroßvater unterfertigten Beratungsprotokoll scheint als Kunde wieder die Klägerin auf. In der Rubrik „Angaben des Kunden über seine Wünsche und Bedürfnisse“ ist die Variante „Eigenvorsorge“ bei langfristiger Anlagedauer sowie „Absicherung für Ausbildung mit 18“ angekreuzt. Sowohl der Versicherungsantrag als auch das Beratungsprotokoll wurden auch vom Berater unterschrieben.

Der Urgroßvater verstarb am 12. 8. 2011.

Die Klägerin begehrte von der beklagten Verlassenschaft nach ihrem Urgroßvater Zahlung von 14.468 EUR sA an sich, hilfsweise von monatlich 58,49 EUR für den Zeitraum 1. 12. 2011 bis 1. 1. 2025 „zu Handen“ der W*****-AG zu Polizzen-Nr *****.

Sie brachte vor, ihr Urgroßvater habe anlässlich der Taufe der Klägerin das Versprechen abgegeben, dass er der Klägerin einen Betrag von 14.468 EUR wertgesichert schenke, über den sie ab ihrem 18. Lebensjahr frei verfügen können solle. Zu diesem Zweck habe der Urgroßvater einen Lebensversicherungsvertrag zu Gunsten der Klägerin abgeschlossen und sich und seine Rechtsnachfolger verpflichtet, die vertraglich vereinbarten Zahlungen aus dem Versicherungsvertrag zu leisten. Die vertraglich vorgeschriebenen monatlichen Prämienzahlungen habe er bis zu seinem Tod geleistet. Der Versicherungsvertrag habe jedoch nur „der Finanzierung“ gedient und sei mit dem Schenkungsversprechen nur insofern im Zusammenhang gestanden, als die Verfügungsberechtigung der Klägerin über den Betrag von 14.468 EUR zeitgleich mit dem Ablauf des Versicherungsvertrags eintreten habe sollen. Der Anspruch gegen die beklagte Partei bestehe aber aufgrund des Versprechens. Er sei mit diesem entstanden und daher einklagbar. Da die beklagte Partei die Anerkennung der Forderung verweigere, sei die Klagsführung notwendig. Ein Schenkungsvertrag in der Form eines Notariatsakts sei nicht vorhanden.

Die beklagte Partei bestritt das behauptete Schenkungsversprechen. Sollte es dennoch abgegeben worden sein, handle es sich um eine nicht einklagbare Naturalobligation, weil kein Notariatsakt existiere. Selbst bei Formgültigkeit wäre die Forderung erst mit Erreichen des 18. Lebensjahres der Klägerin fällig. Es bestehe kein Anspruch auf den fiktiven Auszahlungsbetrag zum Vertragsende im Jahr 2025, der auch Gewinnbeteiligungen enthalte und dessen Höhe noch gar nicht feststehe.

Das Erstgericht nahm die vorgelegten Urkunden zum Akt, verlas den Verlassenschaftsakt und wies das Klagebegehren ohne Aufnahme weiterer Beweise ab.

Es traf nur im Rahmen seiner Rechtsausführungen eine (dislozierte) Feststellung, nämlich dass der Urgroßvater den Versicherungsvertrag „für die Klägerin (als Versicherungsnehmerin) offenbar ohne Mitwirkung eines Obsorgeberechtigten bzw des Pflegschaftsgerichts“ abgeschlossen habe, und meinte im Übrigen, dass das Klagebegehren schon aufgrund des Klagsvorbringens abzuweisen sei. Danach sei der angeblich versprochene Geldbetrag nicht übergeben worden, weshalb gemäß § 943 ABGB iVm § 1 Abs 1 lit d NotAktsG der Abschluss eines schriftlichen Schenkungsvertrags in der Form eines Notariatsakts notwendig gewesen wäre. Da ein solcher nicht vorliege, sei – wenn überhaupt – nur von einer Naturalobligation auszugehen. Das Klagebegehren sei auch nicht fällig. Diese Überlegungen gälten ebenso für das Eventualbegehren. Habe der Urgroßvater tatsächlich bis zu seinem Tod die Versicherungsprämien bezahlt, sei der Formmangel nur im Umfang dieser Zahlungen, nicht aber hinsichtlich der künftigen Prämienzahlungen saniert.

Das Berufungsgericht bestätigte die erstinstanzliche Entscheidung und sprach zunächst aus, dass die ordentliche Revision nicht zulässig sei.

Es pflichtete der Rechtsansicht des Erstgerichts bei und verwies insbesondere auf das klägerische Vorbringen, wonach der Abschluss des Lebensversicherungsvertrags ausschließlich der Finanzierung der Schenkung dienen und die Klägerin erst zeitgleich mit dem Ablauf des Versicherungsvertrags in den Genuss der Schenkung kommen habe sollen. Selbst die teilweise Erfüllung eines formlosen Schenkungsversprechens könne einen Formmangel nur in dem Ausmaß sanieren, in dem tatsächlich geleistet worden sei.

Nachträglich ließ das Berufungsgericht die ordentliche Revision doch mit der Begründung zu, es bestehe keine höchstgerichtliche Rechtsprechung zu der im Antrag auf Abänderung des Zulassungsausspruchs aufgeworfenen Frage, ob eine „derartige Vertragsgestaltung“ einem Unterhaltsversprechen gleichzusetzen sei.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen das Berufungsurteil erhobene Revision der Klägerin ist entgegen diesem den Obersten Gerichtshof gemäß § 508a Abs 1 ZPO nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichts nicht zulässig. Weder in der zweitinstanzlichen Zulassungsbegründung noch im Rechtsmittel wird eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dargetan:

1. Die in der Revision erstmals aufgestellte Behauptung, das Versprechen des Urgroßvaters sei „einem Unterhaltsversprechen gleichzusetzen“, findet im Prozessvorbringen der Klägerin keine Deckung. Die zur Stütze dieser Ansicht zitierte Entscheidung 1 Ob 2107/96a hatte (soweit hier von Bedeutung) eine Vereinbarung des ehelichen Vaters einer Unterhaltsberechtigten mit deren Mutter zum Gegenstand, die der Oberste Gerichtshof als nicht mehr einseitig widerrufbaren echten Vertrag zu Gunsten Dritter (der Unterhaltsberechtigten) qualifizierte. Im vorliegenden Fall hat die Klägerin in erster Instanz eine auf die Übernahme von Unterhaltspflichten gerichtete Vereinbarung zwischen dem Urgroßvater und der Mutter oder dem Vater der Klägerin nicht behauptet. Sie hat ihr Begehren vielmehr ausschließlich auf eine Schenkung, also einen Vertrag zwischen Schenker und Beschenkter (der Klägerin) gestützt, für den eine entsprechende Schenkungsabsicht erforderlich ist (RIS-Justiz RS0018833). Das davon abweichende Tatsachensubstrat der Revisionsbehauptung verstößt daher gegen das Neuerungsverbot (§ 504 Abs 2 ZPO). Mit einer unzulässigen Neuerung lässt sich aber keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO begründen.

2. Was das Objekt der behaupteten Schenkung anlangt, ist vorauszuschicken, dass das Erstgericht den insoweit relevanten Inhalt der Urkunden Beilagen ./B (Antragsformular) und ./C (Beratungsprotokoll) nicht bzw nur im Rahmen einer dislozierten Feststellung rudimentär wiedergegeben hat. Da sich aber jeweils beide Parteien zum Beweis ihres Prozessvorbringens auf diese Urkunden beriefen (vgl auch AS 26), ist der Urkundeninhalt als unstrittig anzusehen. Es ist prozessual unbedenklich, unstrittiges Parteivorbringen – und dazu gehört auch der Inhalt einer von beiden Seiten für bedeutsam angesehenen Urkunde – ohne weiteres der Entscheidung zugrunde zu legen (§§ 266 f ZPO). Dies gilt auch für das Verfahren vor dem Revisionsgericht (vgl 2 Ob 36/14d), weshalb – auch zum besseren Verständnis des teilweise missverständlichen Prozessvorbringens der Klägerin – der wesentliche Inhalt der erwähnten Urkunden eingangs wiedergegeben werden konnte (vgl 2 Ob 204/10d SZ 2011/127 mwN; RIS-Justiz RS0040083 [T1], RS0121557 [T3]).

3. Aus dem Zusammenhang des unstrittigen Urkundeninhalts mit dem weiteren Prozessvorbringen der Klägerin wird deutlich, dass die Absicht des Urgroßvaters jedenfalls nicht auf die Einräumung von Bezugsrechten aus einem auf den Urgroßvater lautenden Lebens-versicherungsvertrag, also auf die schenkungsweise Abtretung einer Forderung gerichtet sein konnte (vgl dazu 6 Ob 181/02f; 2 Ob 199/05m; 1 Ob 61/15z; RIS-Justiz RS0007845; Bollenberger in KBB4 § 943 Rz 7). Das Vorbringen der Klägerin ist im Lichte der besagten Urkunden vielmehr dahin zu verstehen, dass der Urgroßvater den Lebensversicherungsvertrag – wohl mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter – namens der Klägerin als Versicherungsnehmerin abgeschlossen (vgl auch die in der mündlichen Streitverhandlung vom 15. 1. 2015 verlesene und erörterte Versicherungspolizze) und sich gegenüber der Klägerin im Innenverhältnis schenkungsweise zur Leistung der Versicherungsprämien an den Versicherer verpflichtet hat. Im Ergebnis hat die Klägerin damit eine Schenkung durch Erfüllungsübernahme iSd § 1404 ABGB behauptet (vgl 3 Ob 552/78 SZ 52/10; RIS-Justiz RS0018943).

4. Die Rechtswirksamkeit aller vertraglichen Vereinbarungen unterstellend, macht die Klägerin in ihrem Rechtsmittel an sich zutreffend geltend, mit Abgabe des Versprechens und Abschluss des Lebensversicherungsvertrags habe sie einen Anspruch auf Erfüllung des Lebensversicherungsvertrags erworben:

Die Erfüllungsübernahme ist ein nicht formbedürftiger Vertrag zwischen dem Schuldner (hier: der Klägerin) und einem Dritten (dem Urgroßvater), in dem sich dieser gegenüber dem Schuldner zur Befriedigung des Gläubigers (des Versicherers) hinsichtlich einer bestehenden oder künftigen, zumindest bestimmbaren Schuld (die Versicherungsprämien) verpflichtet (1 Ob 55/06d mwN). Der Zweck der Erfüllungsübernahme besteht in der Sicherung des Schuldners vor der Inanspruchnahme durch seinen Gläubiger (4 Ob 530/88; 1 Ob 605/95 SZ 69/18). Kommt der Schuldner wegen der Säumnis des Erfüllungsübernehmers in Gefahr, selbst an den Gläubiger zahlen zu müssen, kann er den Übernehmer auf Befreiung klagen. Dabei bleibt es ihm überlassen, in welcher Form er die Befreiung begehrt. Er kann den Übernehmer auch auf Leistung an den Gläubiger klagen, nicht aber an ihn, den Vertragspartner selbst, solange er noch nicht Zahlung geleistet hat (vgl 1 Ob 605/95 SZ 69/18; 2 Ob 305/98m; 1 Ob 55/06d; RIS-Justiz RS0033012, RS0033115, RS0033120, RS0097736).

5. Ausgehend von dieser Rechtslage musste das Hauptbegehren der Klägerin schon daran scheitern, dass sie damit Zahlung an sich begehrt. Sie verlangt nicht etwa den Ersatz von ihr allenfalls geleisteter Beitragszahlungen, sondern erkennbar den erst im Jahr 2025 fälligen Auszahlungsbetrag. Auf welcher Rechtsgrundlage entgegen der Meinung der Vorinstanzen ein solcher Anspruch gegen die beklagte Partei bestehen soll, wird in der Revision nicht ausgeführt. Eine aufzugreifende Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen, die eine Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO begründen könnte, wird daher nicht aufgezeigt.

Das Eventualbegehren, das richtigerweise nur als Minus zum Hauptbegehren zu behandeln wäre (3 Ob 38/10z mwN), richtet sich zwar auf Leistung an den Gläubiger. Die Vorinstanzen haben aber auch die Berechtigung dieses Begehrens in nicht korrekturbedürftiger Weise verneint:

6. Bei einer schenkungsweisen Erfüllungs-übernahme kann nach der Rechtsprechung erst in der vom Erfüllungsübernehmer tatsächlich geleisteten Zahlung an den Gläubiger oder bei darüber hinausgehender privativer Schuldübernahme (§ 1405 erster Satz ABGB), also einer Befreiung des Beschenkten von seiner weiteren Haftung gegenüber dem Gläubiger die „wirkliche Übergabe“ iSd § 943 ABGB des Geschenkten erblickt werden (3 Ob 552/78 SZ 52/10; 6 Ob 281/02w; RIS-Justiz RS0018943; Schubert in Rummel, ABGB³ § 943 Rz 4). Hinsichtlich der nicht bezahlten Beträge bleibt es hingegen beim bloßen Schenkungs-versprechen, aus welchem dem Schuldner mangels Notariatsakts kein klagbarer Anspruch erwächst (3 Ob 552/78 SZ 52/10).

Die Rechtsansicht der Vorinstanzen, der Mangel der gesetzlichen Form sei nur im Umfang der vom Urgroßvater geleisteten Zahlungen, nicht aber hinsichtlich der weiteren (künftigen) Prämienzahlungen an den Versicherer saniert, steht mit dieser Rechtsprechung im Einklang (vgl auch 4 Ob 562/91 SZ 64/145; 7 Ob 222/07h [jeweils Einzahlungen auf einen Bausparvertrag]) und wirft daher keine erhebliche Rechtsfrage auf.

7. Da es somit der Lösung von Rechtsfragen iSd § 502 Abs 1 ZPO nicht bedarf, ist die Revision zurückzuweisen.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf die §§ 41, 50 ZPO. Die beklagte Partei hat auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen.

Schlagworte

Zivilverfahrensrecht,Erb- und Verlassenschaftssachen

Textnummer

E115762

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:0020OB00202.15T.0831.000

Im RIS seit

05.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2017

Dokumentnummer

JJT_20160831_OGH0002_0020OB00202_15T0000_000