Rechtssatz für 7Ob327/97g 7Ob31/16h 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110484

Geschäftszahl

7Ob327/97g; 7Ob31/16h; 7Ob145/17z

Entscheidungsdatum

18.10.2017

Norm

SVS allg
VersVG §12
  1. VersVG § 12 heute
  2. VersVG § 12 gültig ab 01.06.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2026
  3. VersVG § 12 gültig von 01.07.2012 bis 31.05.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2012
  4. VersVG § 12 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 509/1994
  5. VersVG § 12 gültig von 06.04.1959 bis 31.12.1994

Rechtssatz

In einem Deckungsprozess ist die Frage der Haftung des Versicherungsnehmers nicht mit der im Haftpflichtprozess erforderlichen Bestimmtheit zu klären, es muss sich nur grundsätzlich der Deckungsanspruch ergeben.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 327/97g
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 7 Ob 327/97g
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T1)
  • 7 Ob 145/17z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110484

Im RIS seit

04.06.1998

Zuletzt aktualisiert am

14.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19980505_OGH0002_0070OB00327_97G0000_008

Rechtssatz für 7Ob27/80; 7Ob4/90; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081228

Geschäftszahl

7Ob27/80; 7Ob4/90; 7Ob84/08s; 7Ob91/10y; 7Ob207/12k; 7Ob192/13f; 7Ob164/14i; 7Ob63/15p; 7Ob110/15z; 7Ob31/16h; 7Ob75/16d; 7Ob96/16t; 7Ob145/17z; 7Ob121/17w; 7Ob211/17f; 7Ob75/18g; 7Ob126/20k; 7Ob51/21g; 7Ob51/22h

Entscheidungsdatum

28.04.2022

Norm

AHVB allg

Rechtssatz

In der Haftpflichtversicherung ist der Versicherungsfall allein dadurch gegeben, dass ein Dritter vom Versicherungsnehmer Schadenersatz fordert, ohne dass es darauf ankommt, ob diese Forderung berechtigt ist, weil Versicherungsschutz auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche in sich schließt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 27/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 27/80
  • 7 Ob 4/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 4/90
    Veröff: VersRdSch 1990,309 = RdW 1991,110
  • 7 Ob 84/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 84/08s
    Auch
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 7 Ob 207/12k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 207/12k
    Auch
  • 7 Ob 192/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 192/13f
    Auch
  • 7 Ob 164/14i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 164/14i
  • 7 Ob 63/15p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 63/15p
    Veröff: SZ 2015/44
  • 7 Ob 110/15z
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 110/15z
    Auch; Veröff: SZ 2015/94
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Auch; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T1)
  • 7 Ob 75/16d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 75/16d
    Auch
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Auch
  • 7 Ob 145/17z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
    Auch
  • 7 Ob 121/17w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 121/17w
    Auch
  • 7 Ob 211/17f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 211/17f
    Auch
  • 7 Ob 75/18g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 75/18g
  • 7 Ob 126/20k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 126/20k
  • 7 Ob 51/21g
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 51/21g
  • 7 Ob 51/22h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 7 Ob 51/22h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0081228

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19800508_OGH0002_0070OB00027_8000000_002

Rechtssatz für 7Ob62/82; 7Ob39/83; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080384

Geschäftszahl

7Ob62/82; 7Ob39/83; 7Ob84/08s; 7Ob91/10y; 7Ob126/11x; 7Ob207/12k; 7Ob164/14i; 7Ob63/15p; 7Ob131/15p; 7Ob110/15z; 7Ob31/16h; 7Ob96/16t; 7Ob145/17z; 7Ob121/17w; 7Ob75/18g; 7Ob126/20k; 7Ob158/22v; 7Ob195/22k

Entscheidungsdatum

22.03.2023

Rechtssatz

Der auf Befreiung von begründeten oder auf Abwehr von unbegründeten Haftpflichtansprüchen gerichtete Versicherungsschutzanspruch entsteht in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherungsnehmer vom Dritten auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird, ohne dass es darauf ankommt, ob die vom Dritten erhobene Forderung berechtigt ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 62/82
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 62/82
    Veröff: SZ 56/66 = VersR 1985,197
  • 7 Ob 39/83
    Entscheidungstext OGH 22.09.1983 7 Ob 39/83
    Auch
  • 7 Ob 84/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 84/08s
    Auch
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 7 Ob 126/11x
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 126/11x
    Vgl auch; Beisatz: Mangels Risikoausschlusses in den AHVB/EHVB 2003 sind auch Ersatzansprüche eines Mitversicherten gegen den Versicherungsnehmer haftpflichtversichert. (T1)
    Veröff: SZ 2012/47
  • 7 Ob 207/12k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 207/12k
    Auch
  • 7 Ob 164/14i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 164/14i
    Auch
  • 7 Ob 63/15p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 63/15p
    Auch; Veröff: SZ 2015/44
  • 7 Ob 131/15p
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 131/15p
  • 7 Ob 110/15z
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 110/15z
    Veröff: SZ 2015/94
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T2)
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
  • 7 Ob 145/17z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
  • 7 Ob 121/17w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 121/17w
    Auch
  • 7 Ob 75/18g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 75/18g
  • 7 Ob 126/20k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 126/20k
  • 7 Ob 158/22v
    Entscheidungstext OGH 09.11.2022 7 Ob 158/22v
  • 7 Ob 195/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.03.2023 7 Ob 195/22k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0080384

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2023

Dokumentnummer

JJR_19830414_OGH0002_0070OB00062_8200000_001

Rechtssatz für 7Ob5/92; 7Ob125/98b; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080086

Geschäftszahl

7Ob5/92; 7Ob125/98b; 7Ob206/02y; 7Ob177/06i; 7Ob84/08s; 7Ob91/10y; 7Ob207/12k; 7Ob13/14h; 7Ob164/14i; 7Ob72/15m; 7Ob63/15p; 7Ob110/15z; 7Ob31/16h; 7Ob75/16d; 7Ob96/16t; 7Ob145/17z; 7Ob121/17w; 7Ob14/18m; 7Ob75/18g; 7Ob126/20k; 7Ob51/21g; 7Ob195/22k

Entscheidungsdatum

22.03.2023

Rechtssatz

Der einheitliche, auf Befreiung von begründeten und auf Abwehr unbegründeter Ansprüche gerichtete Deckungsanspruch aus der Haftpflichtversicherung entsteht und wird in dem Zeitpunkt fällig, in dem der Versicherungsnehmer von einem geschädigten Dritten ernstlich in Anspruch genommen wird; die Verjährungsfrist des Paragraph 12, Absatz eins, VersVG für diesen einheitlichen Anspruch beginnt zu diesem Zeitpunkt zu laufen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 5/92
    Entscheidungstext OGH 05.03.1992 7 Ob 5/92
    Veröff: SZ 65/34 = EvBl 1992/159 S 659 = RdW 1992,306 = RdW 1992,366
  • 7 Ob 125/98b
    Entscheidungstext OGH 15.09.1998 7 Ob 125/98b
  • 7 Ob 206/02y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 7 Ob 206/02y
    Auch
  • 7 Ob 177/06i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 177/06i
    Beisatz: Zugang der Klagebeantwortung in der doch dort bereits jener Schaden, der durch die nicht vertragskonforme Architektenleistung der Klägerin verursacht worden ist, kompensando bis zur Höhe des Klagsbetrages eingewandt wird. (T1)
  • 7 Ob 84/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 84/08s
    Auch
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 7 Ob 207/12k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 207/12k
    Auch
  • 7 Ob 13/14h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 7 Ob 13/14h
    Auch
  • 7 Ob 164/14i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 164/14i
    Auch
  • 7 Ob 72/15m
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 7 Ob 72/15m
    Beisatz: Die Streitverkündung an den Versicherungsnehmer reicht für die ernstliche Inanspruchnahme durch den (angeblich) geschädigten Dritten aus. (T2)
  • 7 Ob 63/15p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 63/15p
    Veröff: SZ 2015/44
  • 7 Ob 110/15z
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 110/15z
    Auch; Veröff: SZ 2015/94
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Auch; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T3)
  • 7 Ob 75/16d
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 75/16d
    Auch
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Auch
  • 7 Ob 145/17z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
    Auch
  • 7 Ob 121/17w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 121/17w
    Auch
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
    Vgl
  • 7 Ob 75/18g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 75/18g
    Auch
  • 7 Ob 126/20k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 126/20k
    nur: Der einheitliche, auf Befreiung von begründeten und auf Abwehr unbegründeter Ansprüche gerichtete Deckungsanspruch aus der Haftpflichtversicherung entsteht und wird in dem Zeitpunkt fällig, in dem der Versicherungsnehmer von einem geschädigten Dritten ernstlich in Anspruch genommen wird. (T4)
  • 7 Ob 51/21g
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 51/21g
  • 7 Ob 195/22k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.03.2023 7 Ob 195/22k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0080086

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2023

Dokumentnummer

JJR_19920305_OGH0002_0070OB00005_9200000_001

Rechtssatz für 3Ob152/70; 3Ob61/71; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0001252

Geschäftszahl

3Ob152/70; 3Ob61/71; 3Ob108/71; 3Ob187/73; 5Ob566/76; 7Ob673/78; 7Ob504/79; 3Ob128/80; 6Ob547/81; 3Ob119/81; 3Ob142/83; 3Ob1021/84; 5Ob302/85; 1Ob662/87; 1Ob666/90; 9ObA225/93 (9ObA226/93); 9ObA101/94; 4Ob40/95; 8Ob38/95; 8Ob269/98m; 3Ob197/97k; 8Ob330/99h; 4Ob274/01z; 1Ob138/02d; 8ObA56/03y; 8Ob19/04h; 8Ob11/06k; 7Ob148/08b; 17Ob7/09t; 7Ob268/08z; 7Ob155/09h; 10Ob10/10h; 4Ob207/11m; 5Ob37/13x; 2Ob73/13v; 4Ob197/15x; 7Ob31/16h; 9ObA160/16v; 4Ob109/17h; 7Ob28/18w; 7Ob152/22m; 7Ob56/23w; 7Ob191/23y; 8Ob1/24s

Entscheidungsdatum

25.04.2024

Norm

EO §37 L
EO §37 P
ZPO §226 IIIA
  1. EO § 37 heute
  2. EO § 37 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 37 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 37 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 37 heute
  2. EO § 37 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 37 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 37 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 226 heute
  2. ZPO § 226 gültig ab 01.05.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Zur Schlüssigkeit der Klage bedarf es der Behauptung der rechtserzeugenden Tatsachen in ihr. Der Hinweis auf angeschlossene urkundliche Belege genügt nicht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 152/70
    Entscheidungstext OGH 13.01.1971 3 Ob 152/70
    Veröff: EvBl 1971/220 S 402
  • 3 Ob 61/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 3 Ob 61/71
  • 3 Ob 108/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 3 Ob 108/71
    Veröff: SZ 44/155 = EvBl 1972/27 S 48
  • 3 Ob 187/73
    Entscheidungstext OGH 23.10.1973 3 Ob 187/73
  • 5 Ob 566/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 5 Ob 566/76
  • 7 Ob 673/78
    Entscheidungstext OGH 11.11.1979 7 Ob 673/78
    Ähnlich; Beisatz: Das Rechtsmittelgericht hat bei Abweisung einer Klage mangels Schlüssigkeit nur zu prüfen, ob der Klage die für das gestellte Begehren erforderlichen rechtserzeugenden Tatsachen entnommen werden können. (T1)
  • 7 Ob 504/79
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 7 Ob 504/79
  • 3 Ob 128/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 128/80
    Vgl; Beisatz: Zwar liegt ein schlüssiger Widerspruch nach § 37 EO gegen die Pfändung von Fahrnissen wegen Eigentumsrechte eines Dritten an den Fahrnissen nur dann vor, wenn das Eigentum des Klägers - im Zeitpunkt der Pfändung und Prozessführung - unter Angabe des Erwerbstitels und der Erwerbsart behauptet wird. Wenn aber der Kläger - zwar nicht in der Klage, aber in einem Schriftsatz behauptet hat, die von ihm exszindierten Sachen (Einrichtungsgegenstände) "für" seine von ihm bewohnte "gegenständliche" Wohnung "angeschafft" beziehungsweise "gekauft" zu haben, wo sie auch vorgefunden und gepfändet wurden, womit die Mitgewahrsame des Klägers aktenkundig ist, kann dieses Vorbringen wohl nur dahin verstanden werden, dass diese exszindierten Sachen in Ausführung der damit behaupteten Kaufverträge von jeweiligen Verkäufer dem Kläger in seinem Besitz übergeben wurden und sein Eigentum geworden sind. (T2)
  • 6 Ob 547/81
    Entscheidungstext OGH 21.10.1981 6 Ob 547/81
    Auch; nur: Zur Schlüssigkeit der Klage bedarf es der Behauptung der rechtserzeugenden Tatsachen in ihr. (T3)
    Beisatz: Es müssen also die Behauptungen aufgestellt werden, die es zulassen dass der vom Kläger begehrte Ausspruch als sich daraus herleitende Rechtsfolge gegebenenfalls auch im Wege eines Versäumungsurteils ergehen kann. (T4)
  • 3 Ob 119/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 3 Ob 119/81
    nur: Der Hinweis auf angeschlossene urkundliche Belege genügt nicht. (T5)
  • 3 Ob 142/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 3 Ob 142/83
    Auch; nur T3; Beisatz: Die bloße Verwendung des Rechtsbegriffes des Eigentums in einer Exszindierungsklage beinhaltet nichts über den Zeitpunkt des Eigentumserwerbes und auch nichts über die ganz konkrete tatsächliche Art des Eigentumserwerbes. (T6)
  • 3 Ob 1021/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 1021/84
    Auch; nur T5
  • 5 Ob 302/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 5 Ob 302/85
    Beisatz: Hier: Forderungsanmeldung im Konkurs. (T7)
  • 1 Ob 662/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 1 Ob 662/87
    nur T3; Veröff: ÖBA 1988,283
  • 1 Ob 666/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 666/90
    nur T3; Beisatz: Substantierungstheorie. (T8)
  • 9 ObA 225/93
    Entscheidungstext OGH 10.12.1993 9 ObA 225/93
    Auch
  • 9 ObA 101/94
    Entscheidungstext OGH 29.06.1994 9 ObA 101/94
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 40/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 40/95
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 38/95
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 8 Ob 38/95
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 269/98m
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 8 Ob 269/98m
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 197/97k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 197/97k
    nur T3
  • 8 Ob 330/99h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2000 8 Ob 330/99h
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 274/01z
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 274/01z
    Auch; nur T3; Beisatz: Für die Schlüssigkeit einer Klage genügt es, wenn das Sachbegehren des Klägers materiellrechtlich aus den zu seiner Begründung vorgetragenen Tatsachenbehauptungen abgeleitet werden kann. Bei Unschlüssigkeit ist das Klagebegehren nicht sofort abzuweisen, sondern muss vom Gericht eine Verbesserung angeregt werden (§ 182 ZPO). (T9)
  • 1 Ob 138/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 138/02d
    Beisatz: Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, vorgelegte Urkunden dahin zu überprüfen, ob sich ungenügendes Vorbringen daraus allenfalls vervollständigen ließe und auf diesem Weg die vom Antragsteller unterlassene Substanziierung des Sicherungsanspruchs von Amts wegen zu besorgen, ihn damit gleichsam von seiner Behauptungslast zu entbinden und eine Auswahl aus einem Bündel von Tatsachen zu treffen, die nur der Sicherungswerber selbst vornehmen kann und muss. (T10)
    Beisatz: Hier: Provisorialverfahren. (T11)
  • 8 ObA 56/03y
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 56/03y
    nur T5
  • 8 Ob 19/04h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2005 8 Ob 19/04h
    Vgl auch; Beisatz: Ein entsprechendes Vorbringen kann nicht durch Hinweis auf angeschlossene Urkunden ersetzt werden. (T12)
  • 8 Ob 11/06k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 8 Ob 11/06k
    Ähnlich; Beis wie T12
  • 7 Ob 148/08b
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 7 Ob 148/08b
    Beis wie T12; Beisatz: Ein nicht ausdrücklich erstattetes Vorbringen kann nicht durch den bloßen Hinweis auf eine Beweisaufnahme ersetzt werden, daher auch nicht durch den Verweis auf Parteien-, Zeugen- oder Sachverständigenaussagen. (T13)
  • 17 Ob 7/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 17 Ob 7/09t
    Vgl; Beis wie T13
  • 7 Ob 268/08z
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 268/08z
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 155/09h
    Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 155/09h
    Auch
  • 10 Ob 10/10h
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 Ob 10/10h
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Bei Unschlüssigkeit ist das Klagebegehren nicht sofort abzuweisen, sondern muss vom Gericht eine Verbesserung angeregt werden (§ 182 ZPO). (T14)
    Veröff: SZ 2010/34
  • 4 Ob 207/11m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 207/11m
    Vgl auch
  • 5 Ob 37/13x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 5 Ob 37/13x
    Vgl auch; Beis wie T14
  • 2 Ob 73/13v
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 73/13v
  • 4 Ob 197/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 197/15x
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T15)
  • 9 ObA 160/16v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 160/16v
    Auch
  • 4 Ob 109/17h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 109/17h
    Beis wie T4; Beis wie T9
  • 7 Ob 28/18w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
    Auch
  • 7 Ob 152/22m
    Entscheidungstext OGH 09.11.2022 7 Ob 152/22m
    Beis wie T4; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Rechtsschutz für Klage gegen Herstellerin und Verkäuferin eines PKW, wobei der Kläger offen ließ, welches Klagebegehren er in welcher Höhe gegen wen zu erheben beabsichtigt. (T16)
  • 7 Ob 56/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.06.2023 7 Ob 56/23w
    Beisatz wie T4
    Beisatz: Hier: Unschlüssigkeit des Klagebegehrens. (T17)
  • 7 Ob 191/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.11.2023 7 Ob 191/23y
    vgl; Beisatz nur wie T4
  • 8 Ob 1/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2024 8 Ob 1/24s
    Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0001252

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2024

Dokumentnummer

JJR_19710113_OGH0002_0030OB00152_7000000_001

Rechtssatz für 2Ob224/97y; 6Ob292/00k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0112203

Geschäftszahl

2Ob224/97y; 6Ob292/00k; 2Ob67/01v; 7Ob316/01y; 9Ob37/05i; 3Ob87/05y; 6Ob264/06a; 9Ob120/06x; 10Bkd3/05; 10Ob88/07z; 7Ob198/07d; 9Ob38/07i; 9Ob34/08b; 8Ob162/08v; 4Ob197/08m; 5Ob38/05g; 2Ob46/09t; 10Bkd8/12; 7Ob55/13h; 1Ob231/13x; 9Ob61/13f; 7Ob221/14x; 8Ob17/15f; 7Ob59/15z; 3Ob89/15g; 9Ob15/15v; 9Ob22/15y; 7Ob31/16h; 21Os3/16y; 5Ob176/16t; 1Ob70/17a; 28Ds1/17m; 6Ob174/17g; 8Ob136/18k; 9Ob85/18t; 7Ob164/18w; 1Ob143/20s; 6Ob67/20a; 23Ds6/19p; 9Ob7/21a; 4Ob57/21t; 8Ob48/21y; 6Ob26/21y; 4Ob102/22m; 10Ob25/22g; 4Ob125/22v; 24Ds16/22w; 1Ob200/23b; 5Ob133/23d; 1Ob114/24g; 9Ob28/25w; 4Ob29/25f; 10Ob51/24h; 7Ob157/24z; 10Ob38/25y

Entscheidungsdatum

10.07.2025

Norm

ABGB §1009
ABGB §1299
RAO §9
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 9, RAO ist der Rechtsanwalt verpflichtet, die Rechte seiner Partei mit Gewissenhaftigkeit zu vertreten; diese Bestimmung ergänzt Paragraph 1009, ABGB, der den Gewalthaber verpflichtet, das ihm durch den Bevollmächtigungsvertrag aufgetragene Geschäft umsichtig und redlich zu besorgen. Daraus ergeben sich für den Anwalt eine Reihe von Pflichten, wie unter anderem Warn-, Aufklärungs-, Informations- und Verhütungspflichten, die alle Ausprägung der Kardinalspflicht des Rechtsanwalts sind, nämlich der Pflicht zur Interessenswahrung und zur Rechtsbetreuung.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 224/97y
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 2 Ob 224/97y
  • 6 Ob 292/00k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
    nur: Daraus ergeben sich für den Anwalt eine Reihe von Pflichten, wie unter anderem Warnpflichten, Aufklärungspflichten, Informationspflichten und Verhütungspflichten, die alle Ausprägung der Kardinalspflicht des Rechtsanwalts sind, nämlich der Pflicht zur Interessenswahrung und zur Rechtsbetreuung. (T1)
  • 2 Ob 67/01v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 2 Ob 67/01v
    nur T1
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    nur: Gemäß § 9 RAO ist der Rechtsanwalt verpflichtet, die Rechte seiner Partei mit Gewissenhaftigkeit zu vertreten; diese Bestimmung ergänzt § 1009 ABGB, der den Gewalthaber verpflichtet, das ihm durch den Bevollmächtigungsvertrag aufgetragene Geschäft umsichtig und redlich zu besorgen. (T2)
  • 9 Ob 37/05i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 Ob 37/05i
  • 3 Ob 87/05y
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 87/05y
  • 6 Ob 264/06a
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 264/06a
    Auch
  • 9 Ob 120/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 120/06x
    Auch; nur T1; Beisatz: Eine Aufklärungspflicht des Rechtsanwalts besteht auch in Bezug auf die Erfolgsaussichten eines Rechtsstandpunkts. (T3)
  • 10 Bkd 3/05
    Entscheidungstext OGH 12.03.2007 10 Bkd 3/05
    Vgl auch; Beisatz: Führt ein Gewalthaber die Geschäfte mehrerer Machtgeber, so hat er alle mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln und vor einer Interessengefährdung zu bewahren. (T4)
    Beisatz: Eine Verletzung der Standespflicht des § 9 RAO liegt auf einer ganz anderen Ebene als die Verletzung der zivilrechtlichen Verpflichtung aus dem Vertragsverhältnis zum Klienten. Es kommt daher nicht zwingend darauf an, ob durch den Verstoß des Rechtsanwaltes tatsächlich ein Schaden einer Partei eingetreten ist oder nicht. (T5)
  • 10 Ob 88/07z
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 Ob 88/07z
  • 7 Ob 198/07d
    Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 198/07d
    Beisatz: Es gehört zu den allgemein zu erwartenden Sorgfaltspflichten des Anwaltes, seinen Mandanten vor der erkennbaren Gefahr der Verjährung seines Anspruchs zu schützen. Bei Verdacht, dass Umstände vorliegen könnten, die entgegen der bisherigen Annahmen für eine Gefahr der Verjährung sprechen könnten, hat der Rechtsanwalt bei seinem Klienten Erkundigungen einzuziehen, für eine Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen, ihn zu belehren und erforderliche Maßnahmen vorsichtshalber rechtzeitig zu treffen, um die Verjährung eines Anspruches zu verhindern. (T6)
  • 9 Ob 38/07i
    Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 38/07i
  • 9 Ob 34/08b
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 Ob 34/08b
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 162/08v
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 162/08v
    nur T1; nur T2
  • 4 Ob 197/08m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 197/08m
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    Auch; Beisatz: Eine unrichtige (unterbliebene) Beratung (Aufklärung) des Rechtsanwalts berechtigt idR nur zum Ersatz des verursachten Vertrauensschadens. Es ist nur die Vermögensdifferenz zu ersetzen, die bei pflichtgemäßer Beratung nicht eingetreten wäre. (T7)
  • 2 Ob 46/09t
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 46/09t
    Auch; nur: Kardinalspflicht des Rechtsanwalts ist die Pflicht zur Interessenswahrung. (T8)
  • 10 Bkd 8/12
    Entscheidungstext OGH 10.12.2012 10 Bkd 8/12
  • 7 Ob 55/13h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 55/13h
    Auch
  • 1 Ob 231/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 231/13x
    Auch
  • 9 Ob 61/13f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 Ob 61/13f
    Auch
  • 7 Ob 221/14x
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 221/14x
    Vgl
  • 8 Ob 17/15f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 17/15f
    Beis wie T7; Beisatz: Sinn und Zweck des Vertrags zwischen Rechtsanwalt und Mandanten liegen darin, dem Mandanten zur bestmöglichen Rechtsdurchsetzung oder Rechtsverteidigung zu verhelfen, darüber hinaus aber auch darin, den Mandanten vor Nachteilen zu bewahren. Dieser Schutzzweck erschöpft sich aber im Zusammenhang mit der Einleitung und der Führung eines Rechtsstreits nicht nur im Rechtsstreit selbst, sondern umfasst auch die Vermeidung von Nachteilen, die vorhersehbar mit der Führung und insbesondere mit dem Verlust des Prozesses verbunden sein können. (T9)
  • 7 Ob 59/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
  • 3 Ob 89/15g
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 89/15g
    Auch; Beis wie T6
  • 9 Ob 15/15v
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 15/15v
    Auch; Beis wie T9
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
    Auch; Beisatz: Welche konkreten Pflichten aus den von der Rechtsprechung allgemein entwickelten Grundsätzen abzuleiten sind, richtet sich immer nach dem erteilten Mandat und den Umständen des Einzelfalls. (T10)
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T11)
  • 21 Os 3/16y
    Entscheidungstext OGH 07.12.2016 21 Os 3/16y
    Vgl auch ; nur T1
  • 5 Ob 176/16t
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 176/16t
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 70/17a
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 70/17a
    Auch; Beis wie T7
  • 28 Ds 1/17m
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 28 Ds 1/17m
    Auch; Beisatz: Der Schutzzweck des Verhältnisses eines Rechtsanwalts zu seinem Mandanten, diesem zur bestmöglichen Rechtsdurchsetzung oder Rechtsverteidigung zu verhelfen, umfasst auch die Vermeidung von Nachteilen, die vorhersehbar mit der Führung und insbesondere mit dem Verlust eines Prozesses verbunden sein könnten und gebietet daher die Aufklärung des Mandanten, wenn eine Prozessführung aussichtslos erscheint. (T12)
  • 6 Ob 174/17g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 174/17g
  • 8 Ob 136/18k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 136/18k
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 9 Ob 85/18t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 85/18t
    Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 7 Ob 164/18w
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 143/20s
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 143/20s
    nur: Gemäß § 9 RAO ist der Rechtsanwalt verpflichtet, die Rechte seiner Partei mit Gewissenhaftigkeit zu vertreten. (T13); nur T1
  • 6 Ob 67/20a
    Entscheidungstext OGH 09.09.2020 6 Ob 67/20a
    Beis wie T10
  • 23 Ds 6/19p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 23 Ds 6/19p
    Vgl; Beis wie T10
  • 9 Ob 7/21a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 9 Ob 7/21a
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Aufklärung über Bereitschaft der Rechtsschutzversicherung die Kosten im Fall der Vertretung durch die von ihr genannten Rechtsanwaltskanzleien zu übernehmen. (T14)
  • 4 Ob 57/21t
    Entscheidungstext OGH 20.04.2021 4 Ob 57/21t
    Vgl
  • 8 Ob 48/21y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2021 8 Ob 48/21y
  • 6 Ob 26/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 6 Ob 26/21y
    Beisatz: Als Ausfluss der allgemeinen Interessenwahrungspflicht des Rechtsanwalts gilt bei allen zwischen dem Mandanten und dem Anwalt geschlossenen Auftragsverhältnissen die Verpflichtung des Rechtsanwalts zur Prüfung von Verdachtsmomenten und zur Verhütung der negativen Folgen von Verstößen gegen die Kapitalerhaltungsvorschriften. (T15)
    Beisatz: Wenn zusätzlich zu prima facie gegen Kapitalerhaltungsvorschriften verstoßenden Zahlungsaufträgen ein Interessenkonflikt zwischen dem geschäftsführenden Alleingesellschafter und der von ihm vertretenen Gesellschaft nahe liegt, darf sich der Rechtsanwalt nicht mit gänzlich unkonkreten oder unplausiblen Erklärungen begnügen. (T16)
  • 4 Ob 102/22m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2022 4 Ob 102/22m
    Vgl; Beis nur wie T9; Beis nur wie T12
  • 10 Ob 25/22g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 10 Ob 25/22g
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Die Verletzung von Aufklärungspflichten führt idR zu Schadenersatzansprüchen und nicht zum Verlust des Honoraranspruchs. (T17)
  • 4 Ob 125/22v
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 4 Ob 125/22v
    Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 24 Ds 16/22w
    Entscheidungstext OGH 27.03.2023 24 Ds 16/22w
    vgl
  • 1 Ob 200/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2024 1 Ob 200/23b
    Beisatz: Zu den Pflichten eines Rechtsanwalts gehört daher auch, seinem Mandanten die Möglichkeiten der tätigen Reue und der Inanspruchnahme der Kronzeugenregelung aufzuzeigen. (T18)
    Anm: Zur diesbezüglichen Haftung auch für eine verhängte Verbandsgeldbuße vgl RS0134760.
  • 5 Ob 133/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.05.2024 5 Ob 133/23d
    Beisatz wie T7; Beisatz wie T9; Beisatz wie T10
  • 1 Ob 114/24g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 1 Ob 114/24g
    vgl; Beisatz nur wie T12
  • 9 Ob 28/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2025 9 Ob 28/25w
    Beisatz wie T10
  • 4 Ob 29/25f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2025 4 Ob 29/25f
  • 10 Ob 51/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.04.2025 10 Ob 51/24h
    vgl; Beisatz nur wie T7
  • 7 Ob 157/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.05.2025 7 Ob 157/24z
  • 10 Ob 38/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 10.07.2025 10 Ob 38/25y
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T7; Beisatz wie T9; Beisatz wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112203

Im RIS seit

26.06.1999

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2025

Dokumentnummer

JJR_19990527_OGH0002_0020OB00224_97Y0000_001

Rechtssatz für 7Ob4/91; 7Ob6/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081518

Geschäftszahl

7Ob4/91; 7Ob6/92; 7Ob2018/96g; 7Ob406/97z; 7Ob297/98x; 7Ob228/99a; 7Ob172/01x; 7Ob262/02h; 7Ob93/03g; 7Ob160/03k; 7Ob117/04p; 7Ob111/05g; 7Ob147/07d; 7Ob128/08m; 7Ob114/08b; 7Ob46/13k; 7Ob143/14a; 7Ob230/14w; 7Ob204/15y; 7Ob31/16h; 7Ob30/18i; 7Ob212/17v; 7Ob51/21g; 7Ob162/23h; 7Ob168/23s; 7Ob23/25w; 7Ob137/25k; 7Ob5/26z

Entscheidungsdatum

21.01.2026

Norm

AHVB Art5 Abs3 Z6b
AHVB 1993 Art7.10.2
AHVB 1995 Art7
AHVB 1995 Art7.9
AVBV [H 905] Art1 I1
Betriebshaftpflichtversicherung AHVB 2005 Art7.1.3

Rechtssatz

Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmers ergibt. Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. Das Unternehmerrisiko soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 4/91
    Entscheidungstext OGH 28.02.1991 7 Ob 4/91
    Veröff: VersR 1991,1043 = VersRdSch 1991,358 = RdW 1992,16
  • 7 Ob 6/92
    Entscheidungstext OGH 21.05.1992 7 Ob 6/92
    Veröff: JBl 1992,717 = VersR 1993,511
  • 7 Ob 2018/96g
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2018/96g
  • 7 Ob 406/97z
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 406/97z
    Auch; nur: Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmer ergibt. (T1)
  • 7 Ob 297/98x
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 7 Ob 297/98x
    Beisatz: Das Unternehmerrisiko manifestiert sich in der der beruflichen beziehungsweise gewerblichen Tätigkeit entsprechenden bewussten und gewollten Einwirkung auf die fremde Sache, die dem vereinbarten bestimmten Zweck dient. Notwendig ist nach dem Sprachgebrauch eine körperliche Beziehung des Versicherungsnehmers zur Sache, auf die er einwirkt. Es ist gleichgültig, ob die Einwirkung zur Erfüllung des jeweiligen Auftrages des Versicherungsnehmers notwendig war oder von ihm als erforderlich angesehen wurde, ob sie falsch, unvernünftig oder verboten war, ob sie dem Zweck des Auftrages oder dem Willen des Auftraggebers widersprach, oder ob sie auf einem Irrtum beruhte. (T2)
  • 7 Ob 228/99a
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 228/99a
    Beis wie T2
  • 7 Ob 172/01x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 172/01x
    Auch; Beisatz: Zur Absicherung des Grundsatzes, dass das Unternehmerrisiko nicht versicherungsfähig sein soll, dienen die Haftungsausschlüsse nach Art 7 AHVB 1993. (T3)
  • 7 Ob 262/02h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 262/02h
    Auch; nur: Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. Das Unternehmerrisiko soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein. (T4)
    Beis wie T3
  • 7 Ob 93/03g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 7 Ob 93/03g
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 160/03k
    Entscheidungstext OGH 01.10.2003 7 Ob 160/03k
    nur: Der Zweck der Tätigkeitsklausel liegt darin, den Versicherer in einem gewissen Umfang vom erhöhten Risiko zu befreien, das sich aus der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit des Versicherungsnehmers ergibt. Dies entspricht dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, nicht das Unternehmerrisiko auf den Haftpflichtversicherer zu übertragen. (T5)
  • 7 Ob 117/04p
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 117/04p
  • 7 Ob 111/05g
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 111/05g
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 147/07d
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 147/07d
  • 7 Ob 128/08m
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 128/08m
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Art 7 Klausel L 15 Punkt 2.11. AHVB 1995. (T6)
  • 7 Ob 114/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 114/08b
    Auch
  • 7 Ob 46/13k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 46/13k
    Beisatz: Grundgedanke einer solchen Haftpflichtversicherung ist es nämlich, das Unternehmerrisiko im Allgemeinen nicht auf den Versicherer zu überwälzen. (T7)
  • 7 Ob 143/14a
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 7 Ob 143/14a
    Auch; Beisatz: Es entspricht ganz allgemein dem Grundgedanken der Haftpflichtversicherung, das Unternehmerrisiko im Allgemeinen nicht auf den Versicherer zu übertragen; es soll grundsätzlich nicht versicherungsfähig sein. (T8)
  • 7 Ob 230/14w
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 230/14w
    Auch; nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Rücküberweisung eines Treuhanderlags, der nicht auf einem Anderkonto erlag, nach Kündigung des Treuhandvertrags. (T9)
  • 7 Ob 204/15y
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 204/15y
    Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2015/141
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T10)
  • 7 Ob 30/18i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 30/18i
    nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Üblicher Risikoausschluss für Erfüllungssurrogate in der Haftpflichtversicherung für das Baugewerbe. (T11)
  • 7 Ob 212/17v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 212/17v
    Beisatz: Hier: Leistungen eines Schönheitschirurgen. (T12)
  • 7 Ob 51/21g
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 51/21g
    nur T4; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 7 Ob 162/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.12.2023 7 Ob 162/23h
    vgl; nur T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8
    Beisatz: Hier: Nachbesserungsbegleitschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung (versicherungsvertragliche Abweichung von Art 7.1.3 AHVB 2005). (T13)
  • 7 Ob 168/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.04.2024 7 Ob 168/23s
    Beisatz wie T4
  • 7 Ob 23/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2025 7 Ob 23/25w
    vgl; Beisatz nur wie T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8
    Beisatz: Unvorhergesehener Mehraufwand für die eigene Vertragserfüllung ist nicht als Rettungskosten zu qualifizieren. (T14)
  • 7 Ob 137/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 137/25k
    nur T4; Beisatz nur wie T7; Beisatz nur wie T8
  • 7 Ob 5/26z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2026 7 Ob 5/26z
    nur T4; Beisatz wie T7; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081518

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19910228_OGH0002_0070OB00004_9100000_002

Rechtssatz für 7Ob1023/91; 7Ob227/99d; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081685

Geschäftszahl

7Ob1023/91; 7Ob227/99d; 7Ob262/02h; 7Ob117/04p; 7Ob111/05g; 7Ob177/06i; 7Ob89/07z; 7Ob147/07d; 7Ob128/08m; 7Ob114/08b; 7Ob46/13k; 7Ob204/15y; 7Ob31/16h; 7Ob141/16k; 7Ob127/17b; 7Ob30/18i; 7Ob222/17y; 7Ob51/21g; 7Ob162/23h; 7Ob18/24h; 7Ob23/25w; 7Ob137/25k; 17Ob9/25k; 7Ob5/26z

Entscheidungsdatum

21.01.2026

Norm

AHBA 1971 Art 6.4.2
AHVB Art7 Pkt1.1
AVB Wirtschaftsprüfer Art4 Z2
Betriebshaftpflichtversicherung AHVB 2005 Art7.1.3

Rechtssatz

In der Betriebshaftpflichtversicherung ist grundsätzlich nicht die Ausführung der bedungenen Leistung versichert. Die Versicherung erstreckt sich daher auch nicht auf Erfüllungssurrogate. Die Kosten für die von einem Dritten vorgenommene Verbesserung der mangelhaften Leistung des Versicherten fallen daher ebenfalls nicht in die Betriebshaftpflichtversicherung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 1023/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 1023/91
  • 7 Ob 227/99d
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 227/99d
    Auch; nur: In der Betriebshaftpflichtversicherung ist grundsätzlich nicht die Ausführung der bedungenen Leistung versichert. Die Versicherung erstreckt sich daher auch nicht auf Erfüllungssurrogate. (T1)
    Beisatz: Schadenersatzansprüche, sofern sie das Erfüllungsinteresse betreffen, sind vom Versicherungsschutz nicht umfasst. Deckung besteht nur für jene Schäden, die jenseits des Interesses liegen, das an der ordnungsgemäßen Herstellung und Lieferung einer Sache besteht; innerhalb des Erfüllungsinteresses liegende Vermögensschäden sind von der Basisdeckung ausgeschlossen. (Keine Änderung der Rechtsprechung durch die Entscheidung des verstärkten Senates 1 Ob 536/90 = SZ 63/37). (T2)
  • 7 Ob 262/02h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 262/02h
    Vgl auch; Beisatz: Der Versicherungsnehmer darf nie den Ersatz der ihm gebührenden Leistung erhalten, vielmehr ist das Risiko nur soweit versicherbar, als der Versicherungsnehmer auf einen den Wert seiner eigenen Leistung übersteigenden Betrag in Anspruch genommen wird. Dies gilt auch dann, wenn die Herstellungs- und Lieferungsklausel weitgehend abbedungen wurde. (T3)
  • 7 Ob 117/04p
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 117/04p
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 111/05g
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 111/05g
    nur: In der Betriebshaftpflichtversicherung ist grundsätzlich nicht die Ausführung der bedungenen Leistung versichert. (T4)
    Beis wie T2
  • 7 Ob 177/06i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 177/06i
    Auch; nur T1; Beis wie T2 nur: Deckung besteht nur für jene Schäden, die jenseits des Interesses liegen, das an der ordnungsgemäßen Herstellung und Lieferung einer Sache besteht. (T5)
  • 7 Ob 89/07z
    Entscheidungstext OGH 04.07.2007 7 Ob 89/07z
    Vgl; Beisatz: Hier: Wegen des Risikoeinschlusses durch den Zusatzbaustein „Erweitertes Produktehaftpflichtrisiko" liegt kein gemäß § 13 Z 4 VF50112:03 ausgeschlossenes Erfüllungssurrogat vor, wenn nach Verbindung der vom Versicherungsnehmer gelieferten Sache mit einem Endprodukt Nachbesserungen (2.Zusatzbaustein) zur Behebung eines Mangels des Endproduktes vorgenommen werden. Auch Fehlersuchkosten sind vom 2.Zusatzbaustein umfasst. (T6)
  • 7 Ob 147/07d
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 147/07d
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 128/08m
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 128/08m
    nur T4; Beisatz: Hier: Art 7 Klausel L 15 Punkt 2.11. AHVB 1995. (T7)
  • 7 Ob 114/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 114/08b
    Auch
  • 7 Ob 46/13k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 46/13k
    nur T4
  • 7 Ob 204/15y
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 204/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/141
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T8)
  • 7 Ob 141/16k
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 141/16k
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 127/17b
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 127/17b
    Auch
  • 7 Ob 30/18i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 30/18i
    Auch
  • 7 Ob 222/17y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 222/17y
    nur T1; nur T4; Beisatz: Hier: AHVB 2004.1 und AH 815.3. (T9)
  • 7 Ob 51/21g
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 51/21g
  • 7 Ob 162/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.12.2023 7 Ob 162/23h
    nur T1
    Beisatz: Hier: Nachbesserungsbegleitschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung (versicherungsvertragliche Abweichung von Art 7.1.3 AHVB 2005). (T10)
  • 7 Ob 18/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.05.2024 7 Ob 18/24h
    nur T1; Beisatz wie T2
  • 7 Ob 23/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.03.2025 7 Ob 23/25w
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T2
    Beisatz: Unvorhergesehener Mehraufwand für die eigene Vertragserfüllung ist nicht als Rettungskosten zu qualifizieren. (T11)
  • 7 Ob 137/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 137/25k
    nur T1; Beisatz wie T2
  • 17 Ob 9/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 07.10.2025 17 Ob 9/25k
    Beisatz wie T1
  • 7 Ob 5/26z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2026 7 Ob 5/26z
    nur T1; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081685

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2026

Dokumentnummer

JJR_19911010_OGH0002_0070OB01023_9100000_001

Rechtssatz für 7Ob145/66; 7Ob27/94; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081898

Geschäftszahl

7Ob145/66; 7Ob27/94; 7Ob93/03g; 7Ob164/07d; 7Ob230/14w; 7Ob31/16h; 7Ob127/17b; 7Ob30/18i; 7Ob222/17y; 7Ob51/21g; 7Ob186/21k; 7Ob162/23h; 7Ob168/23s; 7Ob18/24h; 7Ob137/25k; 17Ob9/25k; 7Ob5/26z; 7Ob189/25g

Entscheidungsdatum

25.02.2026

Norm

AVBV Art1
AVBV [H 905] Art1 I1
Betriebshaftpflichtversicherung AHVB 2005 Art7.1.3
AHVB 2004 Art 3.3.

Rechtssatz

Der Versicherungsschutz umfasst bei Berufshaftpflichtversicherung nur jenen Schaden, der über das Erfüllungsinteresses des Dritten an der Leistung des Versicherungsnehmers hinausgeht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 145/66
    Entscheidungstext OGH 28.09.1966 7 Ob 145/66
  • 7 Ob 27/94
    Entscheidungstext OGH 19.10.1994 7 Ob 27/94
    Auch; Veröff: SZ 67/180
  • 7 Ob 93/03g
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 7 Ob 93/03g
    Auch; Beisatz: Der Ausschluss der Haftung für die Erfüllung von Verträgen und die an die Stelle der Erfüllung tretende Ersatzleistung entspricht ganz allgemein dem Grundgedanken der Haftpflichtversicherung, das Unternehmerrisiko im Allgemeinen nicht auf den Versicherer zu übertragen. (T1)
    Beisatz: Für den Fall, dass die Klägerin, die eine Liegenschaft erwarb und hierauf als Bauträgerin und Wohnungseigentumsorganisatorin verschiedene Wohnhäuser errichtete, von den Mietern deshalb in Anspruch genommen wird, weil entgegen ihrer Zusage keine Wohnbeihilfe gewährt wird, wird in Wirklichkeit die Vertragszuhaltung und damit die Erfüllung oder zumindest ein Erfüllungssurrogat begehrt. (T2)
  • 7 Ob 164/07d
    Entscheidungstext OGH 29.10.2007 7 Ob 164/07d
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 7 Ob 230/14w
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 230/14w
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Rücküberweisung eines Treuhanderlags, der nicht auf einem Anderkonto erlag, nach Kündigung des Treuhandvertrags. (T3)
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T4)
  • 7 Ob 127/17b
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 127/17b
    Auch
  • 7 Ob 30/18i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 30/18i
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Üblicher Risikoausschluss für Erfüllungssurrogate in der Haftpflichtversicherung für das Baugewerbe. (T5)
  • 7 Ob 222/17y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 222/17y
    Beisatz: Hier: AHVB 2004.1 und AH 815.3. (T6)
  • 7 Ob 51/21g
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 51/21g
    Beis wie T1
  • 7 Ob 186/21k
    Entscheidungstext OGH 26.01.2022 7 Ob 186/21k
    Beisatz: Hier: XL AHVB 2008 und XL EHVB 2008. (T7)
  • 7 Ob 162/23h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.12.2023 7 Ob 162/23h
    Beisatz: Hier: Nachbesserungsbegleitschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung (versicherungsvertragliche Abweichung von Art 7.1.3 AHVB 2005). (T8)
  • 7 Ob 168/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.04.2024 7 Ob 168/23s
    Beisatz wie T1
  • 7 Ob 18/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.05.2024 7 Ob 18/24h
  • 7 Ob 137/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 137/25k
    Beisatz wie T1
  • 17 Ob 9/25k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 07.10.2025 17 Ob 9/25k
  • 7 Ob 5/26z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2026 7 Ob 5/26z
    vgl; Beisatz wie T1
  • 7 Ob 189/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2026 7 Ob 189/25g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0081898

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19660928_OGH0002_0070OB00145_6600000_001

Rechtssatz für 1Ob296/71; 1Ob11/72; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0038663

Geschäftszahl

1Ob296/71; 1Ob11/72; 5Ob116/74; 1Ob654/76; 3Ob518/77; 1Ob570/78; 1Ob10/79; 7Ob621/79; 1Ob529/80; 4Ob567/81; 1Ob12/80; 4Ob505/83; 7Ob501/85; 1Ob606/86; 8Ob619/88; 2Ob591/88; 7Ob720/88; 1Ob23/89; 4Ob512/90; 1Ob596/91; 6Ob612/91; 3Ob1607/92; 8Ob555/91; 1Ob597/93; 7Ob612/93; 9Ob508/94; 4Ob506/95; 1Ob1647/95; 7Ob541/94; 10Ob1619/95; 10Ob2063/96x; 10Ob2113/96z; 6Ob2345/96p; 2Ob2205/96w; 10Ob2360/96y; 7Ob30/98g; 8Ob20/98v; 3Ob30/97a; 16Bkd2/99; 6Ob263/99s; 10Ob167/00g; 1Ob195/00h; 1Ob291/01b; 4Ob52/04g; 9Ob105/03m; 6Ob247/04y; 6Ob110/05b; 9Ob120/06x; 10Ob88/07z; 1Ob97/09k; 7Ob61/12i; 7Ob137/12s; 7Ob59/15z; 9Ob15/15v; 9Ob22/15y; 7Ob31/16h; 4Ob130/16w; 7Ob218/17k; 9Ob85/18t; 4Ob102/22m; 1Ob238/22i; 6Ob35/24a; 17Ob20/25b

Entscheidungsdatum

25.02.2026

Norm

ABGB §1002
ABGB §1299 C
RAO §9 Abs1
RAO §17
RATG allg
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996
  1. RAO § 17 heute
  2. RAO § 17 gültig ab 01.01.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 474/1990

Rechtssatz

Der Rechtsanwalt haftet seiner Partei gegenüber für Unkenntnis der Gesetze sowie einhelliger Lehre und Rechtsprechung. Er muss, soll diese Haftung ausgeschlossen werden, seine Partei aufklären, wenn nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes oder nach der einhelligen herrschenden Rechtsübung eine Prozessführung aussichtslos erscheint. Tut er dies nicht, ist seine Tätigkeit wertlos. In einem solchen Fall bestehen nicht nur Schadenersatzansprüche des Klienten für ihm erwachsene tatsächliche finanzielle Nachteile, sondern der Anwalt ist auch nicht berechtigt, ein Honorar zu verlangen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 296/71
    Entscheidungstext OGH 11.11.1971 1 Ob 296/71
    Veröff: EvBl 1972/124 S 234 = NZ 1993,104
  • 1 Ob 11/72
    Entscheidungstext OGH 02.02.1972 1 Ob 11/72
    nur: Der Rechtsanwalt haftet seiner Partei gegenüber für Unkenntnis der Gesetze sowie einhelliger Lehre und Rechtsprechung. (T1) Veröff: JBl 1972,426 = AnwBl 1973,74 = MietSlg 24194
  • 5 Ob 116/74
    Entscheidungstext OGH 15.05.1974 5 Ob 116/74
    nur: Er muss, soll diese Haftung ausgeschlossen werden, seine Partei aufklären, wenn nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes oder nach der einhelligen herrschenden Rechtsübung eine Prozessführung aussichtslos erscheint. Tut er dies nicht, ist seine Tätigkeit wertlos. In einem solchen Fall bestehen nicht nur Schadenersatzansprüche des Klienten für ihm erwachsene tatsächliche finanzielle Nachteile, sondern der Anwalt ist auch nicht berechtigt, ein Honorar zu verlangen. (T2)
  • 1 Ob 654/76
    Entscheidungstext OGH 01.02.1976 1 Ob 654/76
    Auch
  • 3 Ob 518/77
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 3 Ob 518/77
    nur T2; Beisatz: Aber nicht für jede unrichtige Auslegung. (T3)
  • 1 Ob 570/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 570/78
    nur T2
  • 1 Ob 10/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 10/79
    nur T1; nur T2; Veröff: SZ 52/56 = EvBl 1979/190 S 493 = JBl 1980,156
  • 7 Ob 621/79
    Entscheidungstext OGH 03.05.1979 7 Ob 621/79
    nur T2; Veröff: SZ 52/73
  • 1 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 529/80
  • 4 Ob 567/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 567/81
    nur T1; nur: Er muss, soll diese Haftung ausgeschlossen werden, seine Partei aufklären, wenn nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes oder nach der einhelligen herrschenden Rechtsübung eine Prozessführung aussichtslos erscheint. (T5)
  • 1 Ob 12/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 12/80
    nur T1; nur T5; Veröff: SZ 53/83
  • 4 Ob 505/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 4 Ob 505/83
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 501/85
    Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 501/85
    nur T1; nur T5; Veröff: SZ 58/165
  • 1 Ob 606/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 606/86
    nur T1
  • 8 Ob 619/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 8 Ob 619/88
    nur T1
  • 2 Ob 591/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 591/88
    nur T1; nur T5
  • 7 Ob 720/88
    Entscheidungstext OGH 02.02.1989 7 Ob 720/88
    nur T1; nur T5; Veröff: VersR 1989,180 = ecolex 1991,305
  • 1 Ob 23/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 23/89
    Beisatz: Hier: Divergierende Judikatur des VfGH und des VwGH über Ausschöpfung des Instanzenzuges. (T6)
    Veröff: AnwBl 1990,457
  • 4 Ob 512/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 512/90
    nur T1; Beisatz: Hier: Notar (T7)
  • 1 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 596/91
    Auch; nur T1; nur T5; Beisatz: Gerade gegenüber der rechtsunkundigen Partei hat die Belehrung bei Erkennbarkeit der Aussichtslosigkeit des Anspruchs (hier: wegen dessen Verjährung) derart klar und deutlich zu erfolgen, dass der Mandat die Aussichtslosigkeit rechtlicher Schritte und deren Kostenfolgen auch klar erkennen kann. (T8)
  • 6 Ob 612/91
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 6 Ob 612/91
    nur T1; Beisatz: Hier: Steuerberater (T9)
  • 3 Ob 1607/92
    Entscheidungstext OGH 14.10.1992 3 Ob 1607/92
    nur T5
  • 8 Ob 555/91
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 555/91
    Auch; Beisatz: Er haftet jedoch nicht für eine unrichtige, aber vertretbare Gesetzesauslegung, auch wenn diese in der Folge vom Gericht nicht geteilt wird; vertretbar ist eine Rechtsmeinung dann, wenn sie in der Rechtsprechung wobei allerdings höchstgerichtliche Rechtsprechung ausschlaggebend ist und Lehre bereits geäußert wurde. (T10)
  • 1 Ob 597/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 597/93
    Vgl auch; nur: Tut er dies nicht, ist seine Tätigkeit wertlos. In einem solchen Fall bestehen nicht nur Schadenersatzansprüche des Klienten für ihm erwachsene tatsächliche finanzielle Nachteile, sondern der Anwalt ist auch nicht berechtigt, ein Honorar zu verlangen. (T11)
  • 7 Ob 612/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 7 Ob 612/93
    nur T2
  • 9 Ob 508/94
    Entscheidungstext OGH 21.11.1994 9 Ob 508/94
    Auch; nur T1; Beis wie T10; Beisatz: Eine irrige Gesetzesauslegung ist jedoch dann vorwerfbar, wenn die Literatur und die Gesetzesmaterialien für die vorgenommene Auslegung keinen Anhaltspunkt liefern, weil nicht nur der allgemeine Sprachgebrauch für die Gesetzesauslegung maßgeblich sein kann. (T12)
    Veröff: SZ 67/206
  • 4 Ob 506/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 506/95
    nur T1; nur T5
  • 1 Ob 1647/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 1647/95
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 541/94
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 7 Ob 541/94
    nur T1; nur T5; Beis wie T10 nur: Er haftet jedoch nicht für eine unrichtige, aber vertretbare Gesetzesauslegung, auch wenn diese in der Folge vom Gericht nicht geteilt wird. (T13)
  • 10 Ob 1619/95
    Entscheidungstext OGH 09.01.1996 10 Ob 1619/95
    Vgl auch
  • 10 Ob 2063/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 10 Ob 2063/96x
    Vgl auch; Beisatz: Eine Sicherstellung des Restkaufpreises auf der Liegenschaft hätte einer entsprechenden Belehrung und Beratung durch den Rechtsanwalt bedurft; da die Geschäftsbesorgungsleistung diesbezüglich mangelhaft und fehlerbehaftet war, ist der Rechtsanwalt als Vertragserrichter hiefür auch gemäß §§ 1009, 1010, 1012, 1299 ABGB zum Schadenersatz verpflichtet. Hierin ist auch keine Überspannung des nach § 1299 ABGB geforderten Sorgfaltsmaßstabes zu erblicken. (T14)
  • 10 Ob 2113/96z
    Entscheidungstext OGH 12.09.1996 10 Ob 2113/96z
    Auch; Beisatz: Da bis zur Einantwortung einer Verlassenschaft immer nur der ruhende Nachlaß Partei in einem Zivilverfahren ist, ist es rechtlich unvertretbar, in einer Klage die erbserklärten Erben anstatt des ruhenden Nachlasses als Kläger anzuführen. Der Rechtsanwalt hat daher im Umfang des vermeidbar aufgelaufenen Streitgenossenzuschlages nicht nur selbst keinen Honoraranspruch, sondern ist insoweit auch - was die Bezahlung eines Streitgenossenzuschlages an den Gegenvertreter anbetrifft - zum Schadenersatz verpflichtet. (T15)
  • 6 Ob 2345/96p
    Entscheidungstext OGH 16.01.1997 6 Ob 2345/96p
    nur T1
  • 2 Ob 2205/96w
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 2205/96w
    Beis wie T12
  • 10 Ob 2360/96y
    Entscheidungstext OGH 07.05.1997 10 Ob 2360/96y
    Vgl auch; Veröff: SZ 70/90
  • 7 Ob 30/98g
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 7 Ob 30/98g
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Judikaturwandel zum Beginn der Verjährung von Schadenersatzansprüchen. (T16)
  • 8 Ob 20/98v
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 8 Ob 20/98v
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Haftung des Rechtsanwaltes, der über Unzuständigkeitseinrede des beklagten Sozialversicherungsträgers die Überweisung der Sozialrechtssache an das allgemeine Zivilgericht beantragte, für die dadurch - infolge Nichtanwendung des § 77 ASGG durch 1. und 2. Instanz - ausgelöste Kostenersatzpflicht der unterliegenden Klägerin. Adäquanz dieses Schadens ist auch dann anzunehmen, wenn der Oberste Gerichtshof in dieser Sache - erstmals - aussprach, dass auch bei Behandlung einer Sozialrechtssache durch ein allgemeines Zivilgericht § 77 ASGG anzuwenden sei. (T17)
  • 3 Ob 30/97a
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 30/97a
    nur T1; nur T2; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Wahrung der Frist des § 46 Abs 1 StPO (T18)
  • 16 Bkd 2/99
    Entscheidungstext OGH 27.03.2000 16 Bkd 2/99
    nur T5
  • 6 Ob 263/99s
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 263/99s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verjährungsfrage und Judikaturwechsel. (T18a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T18) auf (T18a) - Oktober 2015 (T18b)
  • 10 Ob 167/00g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 Ob 167/00g
    Vgl auch; Beis ähnlich T14
  • 1 Ob 195/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 195/00h
    Vgl auch; Beisatz: War die Geschäftsbesorgung des Rechtsanwalts mangelhaft, so ist er gemäß §§ 1009, 1010, 1012 und 1299 ABGB dem Mandanten zum Schadenersatz verpflichtet. (T19)
  • 1 Ob 291/01b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 291/01b
    Auch; nur T11; Beis wie T19; Beisatz: Ein rechtskundiger Parteienvertreter muss bei jeder maßgeblichen Änderung der Sachlage oder Rechtslage auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen hinweisen, weil ansonsten von einer "gewissenhaften Vertretungstätigkeit" nicht die Rede sein kann. (T20)
  • 4 Ob 52/04g
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 52/04g
    Vgl auch
  • 9 Ob 105/03m
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 9 Ob 105/03m
    Vgl auch
  • 6 Ob 247/04y
    Entscheidungstext OGH 21.10.2004 6 Ob 247/04y
    Auch
  • 6 Ob 110/05b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 110/05b
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T10; Beis ähnlich wie T13
  • 9 Ob 120/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 120/06x
    nur T11; Beis wie T10
  • 10 Ob 88/07z
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 Ob 88/07z
    nur T1
  • 1 Ob 97/09k
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 1 Ob 97/09k
    Vgl auch; Beisatz: Für wertlose anwaltliche Leistungen steht einem Anwalt grundsätzlich kein Honorar zu. (T21)
  • 7 Ob 61/12i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 61/12i
    nur T1; nur T5
  • 7 Ob 137/12s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 137/12s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T21; Beisatz: Hier: Behandlungsvertrag über Enthaarung. (T22)
  • 7 Ob 59/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
    Beis wie T8
  • 9 Ob 15/15v
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 15/15v
    Beis wie T13
  • 9 Ob 22/15y
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 22/15y
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T23)
  • 4 Ob 130/16w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 130/16w
    Beis wie T13
  • 7 Ob 218/17k
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 7 Ob 218/17k
    Vgl; Beis wie T10
  • 9 Ob 85/18t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 85/18t
    Auch
  • 4 Ob 102/22m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2022 4 Ob 102/22m
    Vgl; Beisatz: Hier: Ein bloß potentieller Erfolg eines Prozessvergleichs ist kein Grund die Aussichtslosigkeit eines Verfahrens nicht zu beachten. Dies widerspräche der gesicherten Rechtsprechung zur aussichtslosen Prozessführung. (T24)
  • 1 Ob 238/22i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2022 1 Ob 238/22i
    Vgl auch; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 6 Ob 35/24a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.03.2024 6 Ob 35/24a
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T13
  • 17 Ob 20/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2026 17 Ob 20/25b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0038663

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19711111_OGH0002_0010OB00296_7100000_002

Rechtssatz für 7Ob13/95; 7Ob2043/96h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081927

Geschäftszahl

7Ob13/95; 7Ob2043/96h; 7Ob163/97i; 7Ob387/97f; 7Ob236/97z; 7Ob17/08p; 7Ob103/08k; 7Ob236/08v; 7Ob130/10h; 7Ob17/12v; 7Ob144/14y; 7Ob164/14i; 7Ob1/16x; 7Ob234/15k; 7Ob31/16h; 7Ob140/16p; 7Ob161/16a; 7Ob183/16m; 7Ob20/17t; 7Ob145/17z; 7Ob22/18p; 7Ob123/18s; 7Ob142/18k; 7Ob70/20z; 7Ob127/20g; 7Ob142/21i; 7Ob64/22w; 7Ob82/23v; 7Ob107/24x; 7Ob75/24s; 7Ob151/24t; 7Ob10/25h; 7Ob139/25d; 7Ob172/25g; 7Ob189/25g; 7Ob184/25x

Entscheidungsdatum

25.02.2026

Norm

ARB allg
Rechtsschutzversicherung allg

Rechtssatz

Im Deckungsprozess sind Feststellungen über Tatfragen, die Gegenstand des Haftpflichtprozesses sind, für den Haftpflichtprozess nicht bindend, daher überflüssig und, soweit sie getroffen wurden, für die Frage der Deckungspflicht unbeachtlich. Im Deckungsprozess kommt eine Vorwegnahme der Beweiswürdigung und des Ergebnisses des Haftpflichtprozesses bei Beurteilung der Erfolgsaussichten grundsätzlich nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 13/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 7 Ob 13/95
    Veröff: SZ 68/122
  • 7 Ob 2043/96h
    Entscheidungstext OGH 30.07.1996 7 Ob 2043/96h
    Vgl
  • 7 Ob 163/97i
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 7 Ob 163/97i
    Auch
  • 7 Ob 387/97f
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 7 Ob 387/97f
    Vgl auch; nur: Im Deckungsprozess kommt eine Vorwegnahme der Beweiswürdigung bei Beurteilung der Erfolgsaussichten grundsätzlich nicht in Betracht. (T1)
  • 7 Ob 236/97z
    Entscheidungstext OGH 30.09.1998 7 Ob 236/97z
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 17/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 17/08p
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/93
  • 7 Ob 103/08k
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 103/08k
    Auch
  • 7 Ob 236/08v
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 236/08v
    Auch; Beisatz: Dies gilt insbesondere für jene Beweismittel, die in einem hohen Maß der richterlichen Würdigung unterliegen, wie dies bei Zeugen- und Parteiaussagen und Sachverständigengutachten der Fall ist. (T2)
  • 7 Ob 130/10h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 130/10h
    Auch; Beisatz: Soweit sich die relevanten Umstände allerdings mit jenen Tatsachen decken, die zur Beurteilung der Erfolgsaussichten dienen, bedarf es dennoch entsprechender Feststellungen. (T3)
    Veröff: SZ 2011/41
  • 7 Ob 17/12v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 17/12v
  • 7 Ob 144/14y
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 7 Ob 144/14y
    Auch; Beisatz: Keine Feststellung zur Alkoholisierung im Sinne des Art 21.4 ARB 2003 im Deckungsprozess. (T4)
  • 7 Ob 164/14i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 164/14i
    Auch
  • 7 Ob 1/16x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 1/16x
    Auch
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 31/16h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 31/16h
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Kosten für rechtsanwaltliche Vertretung nach ABHV, EBHV 2000 idF 2009. (T5)
  • 7 Ob 140/16p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 140/16p
  • 7 Ob 161/16a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 161/16a
    Beisatz: Hängt der Ausgang im zu deckenden Prozess bei Fehlen einer klaren Gesetzeslage von einer bisher nicht gelösten Rechtsfrage ab, dann rechtfertigt dies nicht die Annahme, dass keine oder keine hinreichende Aussicht auf Erfolg besteht. (T6)
  • 7 Ob 183/16m
    Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 183/16m
    Vgl
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t
  • 7 Ob 145/17z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 145/17z
    Auch
  • 7 Ob 22/18p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 22/18p
  • 7 Ob 123/18s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 123/18s
  • 7 Ob 142/18k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 142/18k
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Vorweggenommener Deckungsprozess. Grundsätzlich bedarf es nur der Feststellung, welchen Anspruch der Geschädigte geltend macht und der Prüfung, ob dieser vom Versicherungsvertrag gedeckt ist. (T7)
    Beisatz: Es herrscht das Trennungsprinzip. Einen Sonderfall bilden Tatsachen, die für die Beurteilung sowohl der Berechtigung des Deckungsanspruchs des Versicherungsnehmers als auch dessen Haftung entscheidungsrelevant sind. (T8)
  • 7 Ob 70/20z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2020 7 Ob 70/20z
  • 7 Ob 127/20g
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 7 Ob 127/20g
    Beisatz wie T8
    Beisatz: Hier: D&O Versicherung. (T9)
    Anm: Veröff: SZ 2020/105
  • 7 Ob 142/21i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2021 7 Ob 142/21i
    Vgl; Beis wie T7
  • 7 Ob 64/22w
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 7 Ob 64/22w
  • 7 Ob 82/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 7 Ob 82/23v
  • 7 Ob 107/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 28.08.2024 7 Ob 107/24x
    Beisatz nur wie T6
  • 7 Ob 75/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.08.2024 7 Ob 75/24s
    Beisatz: Hier: Rechtsschutz für Klage gegen Herstellerin bei Finanzierungsleasing eines Fahrzeugs, dessen Motor mit einer unzulässigen Abschalteinrichtigung ausgeliefert worden sei. (T10)
  • 7 Ob 151/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 7 Ob 151/24t
    Beisatz wie T7
  • 7 Ob 10/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.04.2025 7 Ob 10/25h
  • 7 Ob 139/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 139/25d
    vgl
  • 7 Ob 172/25g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2025 7 Ob 172/25g
    vgl
  • 7 Ob 189/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.02.2026 7 Ob 189/25g
    vgl; Beisatz wie T7
  • 7 Ob 184/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.01.2026 7 Ob 184/25x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0081927

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2026

Dokumentnummer

JJR_19950628_OGH0002_0070OB00013_9500000_001

Entscheidungstext 7Ob31/16h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

RdW 2016/410 S 544 - RdW 2016,544 = ZFR 2016/253 S 545 - ZFR 2016,545 = ecolex 2017/176 S 401 (Ertl) - ecolex 2017,401 (Ertl) = Ertl, ecolex 2017,1132 (Rechtsprechungsübersicht)

Geschäftszahl

7Ob31/16h

Entscheidungsdatum

27.04.2016

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Kalivoda als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr. Höllwerth, Mag. Dr. Wurdinger, Mag. Malesich und Dr. Singer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Mag. R***** K*****, Rechtsanwalt, *****, gegen die beklagte Partei G***** AG, *****, vertreten durch Dr. Herbert Salficky, Rechtsanwalt in Wien, wegen 9.475,66 EUR sA und Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 22. Dezember 2015, GZ 2 R 92/15m-13, womit das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 31. März 2015, GZ 59 Cg 4/15a-7, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens bilden weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Zwischen dem beklagten Versicherer und dem Kläger bestand eine Berufshaftpflichtversicherung, der die Allgemeinen und Ergänzenden Bedingungen für die Berufshaftpflichtversicherung (ABHV und EBHV 2000 in der Fassung 2009) und die Besonderen Vereinbarungen zur Rechtsanwalts-Berufshaftpflichtversicherung auf Basis der G***** ABHV/EBHV 2009 (81GB7141) zugrunde lagen. Deren maßgeblicher Inhalt lautet auszugsweise:

ABHV 2000 in der Fassung 2009, :

„Artikel 2

Versicherungsfall

1. Definition

Versicherungsfall ist der Verstoß (Handlung oder Unterlassung), welcher aus dem versicherten Risiko entspringt und aus welchem dem Versicherungsnehmer Schadenersatzverpflichtungen (Artikel 3,, Pkt 1.) erwachsen oder erwachsen könnten.

Artikel 3

Leistungsversprechen des Versicherers

1. Leistungsversprechen

Im Versicherungsfall übernimmt der Versicherer

1.1 die Erfüllung von Schadenersatzverpflichtungen, die dem Versicherungsnehmer wegen eines Personenschadens, eines Sachschadens oder eines reinen Vermögensschadens aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts erwachsen,

1.2 die Kosten der Feststellung und der Abwehr einer von einem Dritten behaupteten Schadenersatzverpflichtung im Rahmen des Artikel 7, Pkt 3.

...

3. Abgrenzungen zum Leistungsversprechen

Das Leistungsversprechen des Versicherers gemäß Punkt 1. umfasst somit nicht:

3.1 Ansprüche auf Erfüllung von Verträgen und die an die Stelle der Erfüllung tretende Ersatzleistung;

3.2 Ansprüche auf Gewährleistung für Mängel (zB auch Entgelt für mangelhaft erbrachte Leistungen);

Artikel 7

Betragliche Begrenzung des Versicherungsschutzes

...

3. Rettungskosten; Kosten

3.1 ...

3.2 Die Versicherung umfasst ferner die den Umständen nach gebotenen gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten der Feststellung und Abwehr einer von einem Dritten behaupteten Schadenersatzpflicht, und zwar auch dann, wenn sich der Anspruch als unberechtigt erweist.

Die Kosten sind:

Anwalts-, Sachverständigen-, Zeugen- und Gerichtskosten sowie Schadenermittlungskosten, auch Reisekosten, die dem Versicherer nicht selbst entstehen. Das gilt auch dann, wenn die Kosten auf Weisung des Versicherers entstanden sind.

...

Artikel 8

Ausschlüsse vom Versicherungsschutz

1. ...

2. Vorsatz

...“

Besondere Vereinbarungen zur Rechtsanwalts-Berufshaftpflichtversicherung auf Basis der G***** ABHV/EBHV 2009 (81GB7141).

„...

10. Vorsatz

...

10.2 Artikel 8,, Pkt 2.1.2. lautet abgeändert wie folgt:

- infolge wissentlicher Verletzung der für den Berufsstand geltenden Gesetze, Vorschriften sowie Anweisungen oder Bedingungen des Auftraggebers, soweit der schädigende Erfolg zumindest billigend in Kauf genommen wurde. Ist strittig, ob der Schaden in Kauf genommen wurde, wird der Versicherer bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen, gerichtlichen Entscheidung mit den Gerichts- und sonstigen Kosten in Vorleistung treten.

Ergibt sich aus einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung ein Deckungsausschluss, entfällt der Versicherungsschutz rückwirkend und sind die bis dahin aufgewendeten Kosten dem Versicherer vom Versicherten zurückzuerstatten.

...“

Der Kläger wird vom Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren über das Vermögen der A***** GmbH (im Folgenden: Schuldnerin) auf die Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 154.514,82 EUR in Anspruch genommen. Der Anspruch wird darauf gegründet, dass die Schuldnerin den Kläger mit ihrer rechtsfreundlichen Vertretung beauftragt habe. Der Kläger habe sie aber nicht ausreichend über die Prozessaussichten und über die mit den Schiedsverfahren vor einem schwedischen Schiedsgericht verbundenen Kosten aufgeklärt. Bei ausreichender Aufklärung und Kenntnis hätte die Schuldnerin diese Verfahren nicht geführt. Ihr stehe daher der Ersatz des geltend gemachten Anspruchs zu.

Der Kläger begehrt, die Beklagte schuldig zu erkennen, den Schadenfall zur Nr 11-007854527/W-810 bzw den im Verfahren AZ 47 Cg 93/13y des Handelsgerichts Wien gegen den Kläger betriebenen Schadenersatzanspruch samt allen Kosten zu decken, sowie dem Kläger 9.475,66 EUR sA zu ersetzen; in eventu die Beklagte schuldig zu erkennen, den zur Schadensnummer 11-007854527/W-810 bzw beim Handelsgericht Wien zu AZ 47 Cg 93/13y gegen den Kläger betriebenen Schadenersatzanspruch samt allen Nebenkosten zu decken sowie dem Kläger einen Betrag von 9.475,66 EUR sA zu ersetzen, dies jedenfalls auflösend bedingt durch eine rechtskräftige Gerichtsentscheidung, dass die Tätigkeit des Klägers für die vormalige Klientin wertlos gewesen sei.

Im Jänner 2014 habe der Kläger der Beklagten einen gegen ihn geltend gemachten Schadenersatzanspruch in Höhe von 154.514,82 EUR aus der Vertretung der Schuldnerin in Schiedsverfahren gemeldet. Auf diese Schadenersatzleistung sei der Kläger zu AZ 47 Cg 93/13y des Handelsgerichts Wien klageweise in Anspruch genommen worden. Er sei seinen anwaltlichen Pflichten in diesen Schiedsverfahren nachgekommen. Es liege keine Wertlosigkeit seiner Leistungen vor. Er sei daher zur Rückzahlung des an ihn bezahlten Honorars nicht verpflichtet. Die schwedischen Anwälte, deren Honorare der Insolvenzverwalter ebenfalls ersetzt haben möchte, seien von der Schuldnerin selbst beauftragt worden, weshalb er nicht nach den Prinzipien der Wertlosigkeit dafür haften könne. Die Beklagte sei daher zur Deckung des Schadens und zum Ersatz der Kosten seiner bisherigen Verteidigung verpflichtet.

Die Beklagte beantragt die Klagsabweisung. Der Insolvenzverwalter der ehemaligen Mandantin des Klägers begehre die Rückzahlung von Honoraren in Höhe von 154.514,82 EUR sA für vom Kläger selbst und von ihm beigezogenen Rechtsanwälten nicht vereinbarungsgemäß erbrachte Leistungen. Da das Leistungsversprechen des Versicherers nach den Versicherungsbedingungen nicht die Ansprüche auf Erfüllung von Verträgen und die an die Stelle der Erfüllung tretenden Ersatzleistungen oder Ansprüche auf Gewährleistung für Mängel umfasse, sei die Rückforderung eines Honorarbetrags niemals ein versichertes Risiko. Auch die Rückforderung der Kosten für die beigezogenen Anwälte sei nicht versichert, selbst wenn die Mandantin diese Kosten nicht direkt an den Kläger bezahlt habe, da es sich ebenfalls um Erfüllungssurrogate handle. Der begehrte Betrag sei nicht nachvollziehbar. Da sich der Kläger im Haftpflichtprozess selbst vertrete, habe er - selbst für den Fall, dass Abwehrdeckung gegeben sei - nur Anspruch auf Ersatz der Barauslagen, nicht aber des tarifmäßigen Honorars.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Die Deckungspflicht der Beklagten aufgrund des Haftpflichtversicherungsvertrags betreffe nur Schäden Dritter, welche durch rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten des Versicherungsnehmers verursacht worden seien. Der Versicherer habe nur für Nachteile aufzukommen, die der Versicherungsnehmer an sonstigen Vermögensgütern verursache, nicht aber für solche, die in der fehlerhaften Lieferung oder Herstellung einer Sache an sich liegen würden. Der Insolvenzverwalter fordere an den Kläger geleistete Honorare mit der Begründung zurück, dass dessen Anspruch auf Entgelt aufgrund von Schlechterfüllung entfallen sei. Dieser Anspruch sei nicht vom Versicherungsschutz gedeckt. Nach Artikel 3 Punkt 5, Litera a, AVB 1951 erhalte ein Versicherungsnehmer, der sich selbst vertrete oder sich durch einen Geschäftspartner oder Mitarbeiter vertreten lasse, nur die Barauslagen erstattet. Dass Rechtsanwälte als Versicherungsnehmer von dieser Haftungseinschränkung nicht betroffen sein sollten, lasse sich dem Wortlaut der Bestimmung nicht entnehmen.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil. Nach Artikel 3 Punkt 3 Punkt eins, ABHV würden weder Schäden aus Verletzung vertraglicher Erfüllungsansprüche noch Gewährleistungs-ansprüche gedeckt, wohl aber sogenannte Mangelfolgeschäden, also Schäden die sich nicht unmittelbar auf die Erstellung des Werks beziehen würden, sondern daraus resultierten, dass die mangelhafte Leistung an anderen Vermögenswerten Schäden, hervorgerufen habe. Der Insolvenzverwalter der Mandantin des Klägers fordere an den Kläger geleistete Honorare mit der Begründung zurück, dass dessen Anspruch auf Entgelt wegen Schlechterfüllung weggefallen sei, weil er die Schuldnerin nicht ausreichend über die Prozessaussichten und die mit den Schiedsverfahren verbundenen Kosten aufgeklärt habe. Diese dem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien zugrunde liegenden Ersatzansprüche seien nicht vom Haftpflichtversicherungs-vertrag umfasst. Unerheblich sei, ob die Rückzahlung von teils an den Kläger selbst teils von an schwedische Rechtsanwälte bezahlten Honoraren klagsgegenständlich sei. Eine derartige Unterscheidung würde nichts an der rechtlichen Qualifikation als vom Versicherungsschutz nicht umfasste Erfüllungssurrogate ändern. Für nicht gedeckte Ansprüche habe der Haftpflichtversicherer dem Versicherungsnehmer auch keine vorläufige, von Bedingungen abhängige, Kostenübernahme zu gewähren.

Gegen dieses Urteil wendet sich die Revision des Klägers mit einem Abänderungsantrag. Hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die Beklage begehrt in der ihr freigestellten Revisionsbeantwortung, der Revision keine Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig, sie ist auch berechtigt.

1. Gemäß Paragraph 9, RAO ist der Rechtsanwalt verpflichtet, die Rechte seiner Partei mit Gewissenhaftigkeit zu vertreten; diese Bestimmung ergänzt Paragraph 1009, ABGB, der den Gewalthaber verpflichtet, das ihm durch den Bevollmächtigungsvertrag aufgetragene Geschäft umsichtig und redlich zu besorgen. Daraus ergeben sich für den Anwalt eine Reihe von Pflichten, wie unter anderem Warn-, Aufklärungs- und Verhütungspflichten, die alle Ausprägung der Kardinalspflicht des Rechtsanwalts sind, nämlich der Pflicht zur Interessenwahrung und zur Rechtsbetreuung (RIS-Justiz RS0112203). Der Rechtsanwalt haftet seiner Partei gegenüber für Unkenntnis der Gesetze sowie einhelliger Lehre und Rechtsprechung. Er muss, soll diese Haftung ausgeschlossen werden, seine Partei aufklären, wenn nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes oder nach einhelliger herrschender Rechtsübung eine Prozessführung aussichtslos erscheint. Tut er dies nicht, ist seine Tätigkeit wertlos. In einem solchen Fall bestehen nicht nur Schadenersatzansprüche des Klienten für ihm erwachsene tatsächliche finanzielle Nachteile, sondern der Anwalt ist auch nicht berechtigt, ein Honorar zu verlangen (RIS-Justiz RS0038663).

2. Das Leistungsversprechen der Beklagten - die Erfüllung von Schadenersatzverpflichtungen nach Artikel 3 Punkt eins Punkt eins, ABHV - umfasst nicht Ansprüche auf Erfüllung von Verträgen und die an die Stelle der Erfüllung tretende Ersatzleistung (Artikel 3 Punkt eins Punkt eins, ABHV) sowie Ansprüche auf Gewährleistung für Mängel, zB auf Entgelte für mangelhaft erbrachte Leistungen (Artikel 3 Punkt 3 Punkt 2, ABHV). Der Ausschluss dieser Haftung entspricht ganz allgemein dem Grundsatz der Haftpflichtversicherung, das Unternehmerrisiko nicht auf den Versicherer zu übertragen (RIS-Justiz RS0081518 [T4, T7, T8], RS0081898 [T1]). Aus dem klaren Text des Artikel 3 Punkt eins, ABHV geht hervor, dass unter die Versicherung weder die Erfüllung noch Erfüllungssurrogate fallen (7 Ob 230/14w). Als Erfüllungssurrogat werden dabei diejenigen Schadenersatzansprüche bezeichnet, durch die ein unmittelbares Interesse am eigentlichen Leistungsgegenstand eines abgeschlossenen Vertrags geltend gemacht wird. Ausgeschlossen sind diejenigen Schadenersatzansprüche, die auf das Vertragsinteresse gerichtet sind, den Gläubiger also in den Genuss der ordnungsgemäßen Leistung bringen sollen. Gedeckt sind hingegen Schäden aus mangelhafter Vertragserfüllung (Mangelfolgeschäden, Begleitschäden), die jenseits des Erfüllungsinteresses des Gläubigers liegen (7 Ob 147/07d, 7 Ob 143/14a je mwN). Der Begriff „Erfüllungssurrogat“ deckt sich nicht mit dem haftungsrechtlichen Begriff des Schadenersatzrechts wegen Nichterfüllung. Das Erfüllungssurrogat ist eine eigenständige versicherungsrechtliche Rechtsfigur (7 Ob 143/14a mwN).

3. Im Verfahren AZ 47 Cg 93/13y des Handelsgerichts Wien begehrt der Insolvenzverwalter der Schuldnerin vom Kläger die Zahlung von 154.514,82 EUR sA, mit der Begründung, der Kläger habe die Schuldnerin nicht ausreichend über die Prozessaussichten und die mit den Schiedsverfahren verbundenen Kosten aufgeklärt. Bei ausreichender Aufklärung hätte sie die Verfahren nicht geführt, weshalb ihr Schadenersatz für geleistete Honorare zustehe.

3.1 Wird im Haftungsprozess geltend gemacht, der Rechtsanwalt habe den Mandanten nicht über die Prozessaussichten bzw über die Kosten der Schiedsverfahren aufgeklärt, so wird damit ein Verstoß gegen eine Hauptpflicht des Anwalts geltend gemacht. Verlangt der Mandant das für die unzureichende Erfüllung einer Hauptpflicht geleistete Honorar zurück, so fordert er den innerhalb des Erfüllungsinteresses liegenden Vermögensschaden, wobei es sich um nicht gedeckte Erfüllungssurrogate handelt vergleiche 7 Ob 177/06i zur Rückforderung von bereits bezahltem Werklohn). Der Versicherungsnehmer darf nämlich nie den Ersatz der ihm gebührenden Leistung erhalten; vielmehr ist das Risiko nur so weit versicherbar, als der Versicherungsnehmer auf einen den Wert seiner eigenen Leistung übersteigenden Betrag in Anspruch genommen wird (RIS-Justiz RS0081685 [T3]). Soweit also an den Kläger für seine Leistungen entrichtetes Entgelt vom Insolvenzverwalter zurückverlangt wird, handelt es sich um ein vom Versicherungsschutz nicht umfasstes Erfüllungssurrogat.

3.2 Die Vorinstanzen beurteilten auch die Honorare an die schwedischen Anwälte als Erfüllungssurrogate, was nur dann zutreffen könnte, wenn der Kläger diese selbst beauftragt und die von ihm an sie geleisteten Honorare gegenüber der Schuldnerin als Teil seines eigenen Honorars für eigene Beratungstätigkeit geltend gemacht hätte.

Nun brachte der Kläger aber vor, dass die Schuldnerin die schwedischen Anwälte selbst beauftragt und bezahlt habe. Nach diesem Vorbringen setzt sich die gegen den Kläger geltend gemachte Forderung nicht nur aus dem Anspruch auf Rückforderung des für seine Beratungstätigkeit an ihn geleisteten Honorars, sondern auch aus dem Anspruch auf Ersatz weiterer aufgewendeter Kosten für von der Schuldnerin selbst beigezogene schwedische Anwälte zusammen. Zu diesen Behauptungen wurden bisher keine Feststellungen getroffen. Sollten sie zutreffen, dann hätten die Vorinstanzen der Differenzierung zwischen Erfüllungssurrogat und Mangelfolgeschaden nicht ausreichend Rechnung getragen:

3.3 Legt man nämlich dieses Vorbringen des Klägers zugrunde, so wäre die behauptete unzureichende Aufklärung durch den Kläger über die Prozessaussichten Anlass für die Prozessführung und damit für die Beiziehung weiterer schwedischer Anwälte durch die Schuldnerin. Die dafür aufgewendeten Kosten wären auf die einleitende schadenstiftende Fehlberatung durch den Kläger zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Schäden aus der behaupteten fehlerhaften Leistung des Klägers, die jenseits des Interesses liegen, das an der ordnungsgemäßen Erfüllung besteht. In diesem Umfang würden vom Versicherungsschutz umfasste Mangelfolgeschäden gegen den Kläger geltend gemacht werden.

3.4 Eine (teilweise) abschließende Beurteilung im Hinblick auf das eigene Honorar des Klägers ist ebenfalls nicht möglich, weil lediglich undifferenziert feststeht, dass im Haftungsprozess Schadenersatzansprüche in Höhe von gesamt 154.514,82 EUR an geleisteten Honoraren geltend gemacht werden. Im Umfang des Feststellungsbegehrens war daher mit einer Aufhebung der Urteile der Vorinstanzen und einer Zurückverweisung der Rechtssache an das Erstgericht vorzugehen.

4. Der einheitliche, auf die Befreiung von begründeten und auf Abwehr unbegründeter Ansprüche aus der Haftpflichtversicherung gerichtete Deckungsanspruch entsteht und wird in dem Zeitpunkt fällig, in dem der Versicherungsnehmer von einem geschädigten Dritten ernstlich in Anspruch genommen wird (RIS-Justiz RS0080086), ohne dass es darauf ankommt, ob dessen Forderung berechtigt ist (RIS-Justiz RS0080384), weil Versicherungsschutz auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche in sich schließt (RIS-Justiz RS0081228).

Entgegen der Ansicht des Klägers umfasst der Versicherungsschutz aber nicht die Abwehr jeglicher Ansprüche, sondern nur jener, die grundsätzlich von der Deckungspflicht des Versicherers umfasst sind. Soweit der Kläger aus dem, aus dem Zusammenhang genommenen, letzten Satz des Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 2, des Artikel 10 Punkt 2, der Besonderen Vereinbarungen die - bis zur Feststellung der Wertlosigkeit seiner Leistungen im Haftungsprozess - auflösend bedingte Vereinbarung einer Deckung ableitet, lässt er völlig außer Acht, dass diese Bestimmung bloß eine Abänderung des - hier nicht interessierenden - den Vorsatz regelnden Artikel 8 Punkt 2 Punkt 2, ABHV enthält.

5. Auch hinsichtlich des auf Zahlung von 9.475,66 EUR sA an erbrachten Eigenleistungen des Klägers im Haftungsprozess zur Abwehr des Anspruchs gerichteten Begehrens ist keine abschließende Beurteilung möglich. Zum einen ist im Hinblick auf die bisher nicht erfolgte Differenzierung zwischen Erfüllungssurrogat und Mangelfolgeschaden keine Zuordnung möglich, in welchem Umfang allfällige Abwehrkosten den vom Versicherungsschutz gedeckten Mangelfolgeschaden betreffen. Zum anderen ist bisher eine Aufschlüsselung des geltend gemachten Pauschalbetrags durch den Kläger ebenso unterblieben - wobei es zur Schlüssigkeit der Klage der Behauptung der rechtserzeugenden Tatsachen in ihr bedarf, der Hinweis auf angeschlossene urkundliche Belege jedoch nicht genügt (RIS-Justiz RS0001252) - sowie die Darlegung der Beklagten, aus welcher Bedingung sie ihre Ersatzpflicht bloß im Hinblick auf Barauslagen ableitet.

6. Zuletzt ist noch auszuführen, dass im Deckungsprozess Feststellungen über Tatfragen, die Gegenstand des Haftpflichtprozesses sind, für den Haftpflichtprozess nicht bindend, daher überflüssig und soweit sie getroffen wurden, für die Frage der Deckungspflicht unbeachtlich sind. Im Deckungsprozess kommt eine Vorwegnahme der Beweiswürdigung und der Ergebnisse des Haftpflichtprozesses bei Beurteilung der Erfolgsaussichten grundsätzlich nicht in Betracht (RIS-Justiz RS0081927). In einem Deckungsprozess ist die Frage der Haftung des Versicherungsnehmers nicht mit der im Haftpflichtprozess erforderlichen Bestimmtheit zu klären, es muss sich nur grundsätzlich der Deckungsanspruch ergeben (RIS-Justiz RS0110484). Den weitwendigen Ausführungen des Klägers zur Werthaltigkeit seiner Leistungen kommt daher im Deckungsprozess keine Bedeutung zu.

7. Der Kostenvorbehalt gründet sich auf Paragraph 52, ZPO.

Schlagworte

1 Generalabonnement,9 Vertragsversicherungsrecht

Textnummer

E114548

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:0070OB00031.16H.0427.000

Im RIS seit

19.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2018

Dokumentnummer

JJT_20160427_OGH0002_0070OB00031_16H0000_000