Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob756/36 2Ob93/56 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017519

Geschäftszahl

2Ob756/36; 2Ob93/56; 2Ob278/66; 2Ob212/73; 4Ob72/75; 1Ob761/77; 3Ob529/77; 1Ob663/79; 4Ob596/79; 1Ob33/80; 1Ob748/81; 3Ob536/81; 3Ob98/82; 8Ob193/82; 7Ob605/84; 1Ob647/84; 8Ob533/85; 3Ob642/86; 8Ob75/87; 1Ob504/92; 8Ob611/91; 1Ob46/91; 1Ob514/93; 1Ob1691/95; 4Ob515/96; 4Ob2017/96p; 4Ob26/97w; 6Ob387/97y; 5Ob334/98y; 1Ob279/99g; 2Ob332/99h; 7Ob306/99x; 1Ob292/00y; 9Ob105/03m; 7Ob19/05b; 3Ob35/07d; 3Ob55/12b; 3Ob90/13a; 2Ob191/12w; 5Ob125/15s; 9ObA8/15i

Entscheidungsdatum

30.09.1936

Norm

ABGB §896
ABGB §1302 B

Rechtssatz

Die Rückersatzforderung nach § 1302 ABGB kann erst gestellt werden, wenn der Ersatzpflichtige wirklich Ersatz geleistet hat.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 756/36
    Entscheidungstext OGH 30.09.1936 2 Ob 756/36
    Veröff: SZ 18/148
  • 2 Ob 93/56
    Entscheidungstext OGH 09.05.1956 2 Ob 93/56
  • 2 Ob 278/66
    Entscheidungstext OGH 30.11.1966 2 Ob 278/66
    Veröff: ZVR 1968/32 S 74
  • 2 Ob 212/73
    Entscheidungstext OGH 20.12.1973 2 Ob 212/73
    Veröff: SZ 46/128
  • 4 Ob 72/75
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 4 Ob 72/75
    Veröff: EvBl 1976/177 S 353 = JBl 1977,49 = Arb 9432 = SozM IE,177
  • 1 Ob 761/77
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 1 Ob 761/77
  • 3 Ob 529/77
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 529/77
    Veröff: SZ 51/97
  • 1 Ob 663/79
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 1 Ob 663/79
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
  • 1 Ob 33/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 33/80
    Beisatz: Die bloße Möglichkeit zur Zahlung herangezogen zu werden, gibt noch kein Rückgriffsrecht. (T1)
    Veröff: SZ 54/12 = JBl 1982,154
  • 1 Ob 748/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 1 Ob 748/81
    Auch
  • 3 Ob 536/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 536/81
  • 3 Ob 98/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Ob 98/82
  • 8 Ob 193/82
    Entscheidungstext OGH 18.11.1982 8 Ob 193/82
  • 7 Ob 605/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 Ob 605/84
  • 1 Ob 647/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 647/84
    Beis wie T1; Veröff: SZ 57/197
  • 8 Ob 533/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 533/85
    Veröff: EvBl 1987/2 S 15 = ZfRV 1988,215 (Hoyer)
  • 3 Ob 642/86
    Entscheidungstext OGH 29.04.1987 3 Ob 642/86
    Auch; Veröff: SZ 60/73
  • 8 Ob 75/87
    Entscheidungstext OGH 19.11.1987 8 Ob 75/87
    Beisatz: Erst dann und nur soweit, als der Geschädigte von seinem Recht, von jedem der Solidarschuldner den Ersatz des ganzen Schadens zu verlangen, über den einen dieser Mitschuldner treffenden Anteil hinaus Gebrauch gemacht und dieser Mitschuldner tatsächlich über diesen im Innenverhältnis von ihm zu tragenden Anteil hinaus Ersatz geleistet hat. (T2)
  • 1 Ob 504/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 504/92
    Auch; Veröff: JBl 1992,646 = RdW 1993,178
  • 8 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 611/91
    Auch; Beisatz: Die Verjährung des Regressanspruches beginnt erst mit der tatsächlichen Zahlung. (T3)
  • 1 Ob 46/91
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 46/91
    Auch
  • 1 Ob 514/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 1 Ob 514/93
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 1691/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 1691/95
    Auch
  • 4 Ob 515/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 515/96
    Auch
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    Veröff: SZ 69/78
  • 4 Ob 26/97w
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 4 Ob 26/97w
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 387/97y
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 387/97y
    Beis wie T3; Veröff: SZ 71/126
  • 5 Ob 334/98y
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 334/98y
    Auch
  • 1 Ob 279/99g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 279/99g
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 332/99h
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 332/99h
    Beis wie T1; Beisatz: Auch wenn der regressierende Solidarschuldner bereits einen rechtskräftigen Exekutionstitel (über die Gesamtforderung) gegen sich hat, gibt es noch kein Rückgriffsrecht. (T4)
  • 7 Ob 306/99x
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 306/99x
    Beis wie T1
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
    Beisatz: Der Regressanspruch nach § 1313 zweiter Satz ABGB setzt voraus, dass der solidarisch haftende Geschäftsherr dem Schädiger schon Ersatz geleistet hat. (T5)
  • 9 Ob 105/03m
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 9 Ob 105/03m
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 7 Ob 19/05b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 19/05b
  • 3 Ob 35/07d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 3 Ob 35/07d
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Anführung kritischer Stimmen aus der Lehre. (T6)
  • 3 Ob 55/12b
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 55/12b
    Vgl; Vgl auch Beis wie T3
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Beis wie T3; Beis wie T5
  • 9 ObA 8/15i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 8/15i
    Auch; Veröff: SZ 2016/25

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0017519

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19360930_OGH0002_0020OB00756_3600000_001

Rechtssatz für 4Ob72/75 4Ob596/79 1Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017495

Geschäftszahl

4Ob72/75; 4Ob596/79; 1Ob748/83; 1Ob647/84; 1Ob685/84; 3Ob558/86; 8Ob2/87; 6Ob525/90; 1Ob39/91; 8Ob611/91; 6Ob542/92; 2Ob537/93; 7Ob632/95; 8Ob75/97f; 6Ob40/98w; 1Ob120/99z; 10Ob81/00k; 1Ob292/00y; 6Ob276/02k; 6Ob161/03z; 3Ob279/06k; 8Ob26/10x; 3Ob55/12b; 2Ob191/12w; 3Ob182/13f; 6Ob120/14m; 5Ob125/15s; 4Ob116/19s

Entscheidungsdatum

13.01.1976

Norm

ABGB §896
ABGB §1302 B
ABGB §1313
ABGB §1313a I
ABGB §1489 I

Rechtssatz

Die Solidarhaftung des Geschäftsherrn (ex contractu § 1313a ABGB) und seines Erfüllungsgehilfens (ex delicto §§ 1295, 1299 ABGB) gegenüber dem geschädigten Dritten rechtfertigt im Sinne § 1302 letzter Halbsatz die Anwendung der Vorschriften über die vertragliche Solidarschuld und damit insbesonders § 896 Satz 1 ABGB (SZ 26/18, SZ 39/25, SZ 39/82, SZ 44/48 und andere). Soweit das für den Rückgriff maßgebende "besondere Verhältnis" (§ 896 Satz 1 ABGB) zwischen dem Geschäftsherrn und seinem Erfüllungsgehilfen ein Arbeitsverhältnis ist, der Gehilfe also durch die Schädigung des Dritten zugleich auch seine Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber zu sachgemäßer und sorgfältiger Verrichtung seiner dienstlichen Obliegenheiten verletzt hat, wird der Regressanspruch des Arbeitgebers als Schadenersatzanspruch aus der Dienstnehmerhaftung qualifiziert. Ansprüche dieser Art verjähren daher gemäß § 1489 ABGB schon nach Ablauf von drei Jahren.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 72/75
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 4 Ob 72/75
    Veröff: EvBl 1976/178 S 353 = Arb 9432 = JBl 1977,49 = SozM IE,117
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
    nur: Die Solidarhaftung des Geschäftsherrn (ex contractu § 1313a ABGB) und seines Erfüllungsgehilfens (ex delicto §§ 1295, 1299 ABGB) gegenüber dem geschädigten Dritten rechtfertigt im Sinne § 1302 letzter Halbsatz die Anwendung der Vorschriften über die vertragliche Solidarschuld und damit insbesonders § 896 Satz 1 ABGB (SZ 26/18, SZ 39/25, SZ 39/82, SZ 44/48 und andere). (T1)
  • 1 Ob 748/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 748/83
    nur T1
  • 1 Ob 647/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 647/84
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 57/197
  • 1 Ob 685/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 685/84
    Auch; nur T1; Beisatz: Rückersatzanspruch des Geschäftsherrn erst dann, wenn er seinerseits den Schaden seines Vertragspartners ersetzt hat. (T2)
    Veröff: SZ 56/185 = RdW 1985,243
  • 3 Ob 558/86
    Entscheidungstext OGH 10.12.1986 3 Ob 558/86
    Vgl auch; nur T1
  • 8 Ob 2/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 2/87
  • 6 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 525/90
    Auch; Beisatz: Die Verjährung läuft erst von der tatsächlichen Ersatzleistung an. (T3)
    Veröff: ecolex 1990,406
  • 1 Ob 39/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 39/91
    nur: Solidarhaftung des Geschäftsherrn (ex contractu § 1313a ABGB) und seines Erfüllungsgehilfens (ex delicto §§ 1295, 1299 ABGB) gegenüber dem geschädigten Dritten. (T4)
  • 8 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 611/91
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 542/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 6 Ob 542/92
    Auch
  • 2 Ob 537/93
    Entscheidungstext OGH 17.06.1993 2 Ob 537/93
    Auch
  • 7 Ob 632/95
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 7 Ob 632/95
    Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt, unabhängig davon, ob zwischen dem Geschäftsherrn und dem Erfüllungsgehilfen ein Gesamthandschuldverhältnis besteht oder bestanden hat, für den Regress gegen den Erfüllungsgehilfen erst mit der Zahlung oder der endgültigen Entscheidung des Vorprozesses. (T5)
  • 8 Ob 75/97f
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 75/97f
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 40/98w
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 40/98w
    nur T1
  • 1 Ob 120/99z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 120/99z
    Vgl auch
  • 10 Ob 81/00k
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 81/00k
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Der Geschäftsherr kann wie ein Gesamtschuldner nach § 896 ABGB Zahlung erst begehren, wenn er den seinem Vertragspartner entstandenen Schaden ersetzt hat. Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn der Regress einen Ersatzanspruch zum Gegenstand hat, der aufgrund eines Vertrages mit Schutzwirkungen einem Dritten zu leisten war. (T6)
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
    nur T1
  • 6 Ob 276/02k
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 276/02k
    nur T1
  • 6 Ob 161/03z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 161/03z
    Auch
  • 3 Ob 279/06k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 279/06k
    Auch; Beisatz: Die Verjährung beginnt bei Regressforderungen grundsätzlich im Zeitpunkt der Zahlung (oder sonstigen Erfüllung), frühestens aber bei endgültiger Verurteilung zur Ersatzleistung, wenn die Zahlungspflicht des Gläubigers gegenüber dem Dritten unverrückbar feststeht. (T7)
    Beisatz: Hier: Regressanspruch nach § 1313 zweiter Satz ABGB. (T8)
  • 8 Ob 26/10x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 26/10x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T7; Beis wie T8
  • 3 Ob 55/12b
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 55/12b
    Vgl
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 182/13f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 182/13f
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 120/14m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 120/14m
    Auch; Beisatz: Haftet der Erfüllungsgehilfe dem Geschädigten selbst, so haftet er solidarisch mit dem gemäß § 1313a ABGB haftenden Geschäftsherrn. (T9)
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beis wie T7
  • 4 Ob 116/19s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 116/19s
    Vgl; Beisatz: Hier: Haftung eines Ordners für die Verletzung eines Zeltfestbesuchers wegen Notwehrüberschreitung. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0017495

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19760113_OGH0002_0040OB00072_7500000_001

Rechtssatz für 5Ob536/76 6Ob649/76 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022801

Geschäftszahl

5Ob536/76; 6Ob649/76; 5Ob601/77; 5Ob506/77; 2Ob133/78; 3Ob541/79; 1Ob695/79; 3Ob555/83; 4Ob524/83; 8Ob561/86; 3Ob642/86; 5Ob530/88; 8Ob528/89; 8Ob703/88; 7Ob672/89; 2Ob3/91; 1Ob39/91; 7Ob34/91; 1Ob35/92; 4Ob578/95; 3Ob510/96; 3Ob71/97f; 8Ob75/97f; 1Ob2406/96x; 9Ob69/98g; 2Ob108/00x; 5Ob111/01m; 8Ob84/02i; 5Ob120/03p; 6Ob256/02v; 6Ob26/09f; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 9Ob41/13i; 2Ob33/13m; 2Ob191/12w; 5Ob125/15s; 2Ob132/15y; 7Ob114/15p; 9Ob69/17p; 5Ob105/19f; 4Ob116/19s

Entscheidungsdatum

23.03.1976

Norm

ABGB §1295 Ia4
ABGB §1295 Ia9
ABGB §1313a I

Rechtssatz

Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelte, da er zum Gläubiger in keinem Schuldverhältnis steht.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 536/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 536/76
    Veröff: SZ 49/47
  • 6 Ob 649/76
    Entscheidungstext OGH 11.11.1976 6 Ob 649/76
    Veröff: JBl 1978,208
  • 5 Ob 601/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 601/77
  • 5 Ob 506/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 506/77
  • 2 Ob 133/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 133/78
    Veröff: SZ 51/176 = EvBl 1979/101 S 320 = JBl 1980,39
  • 3 Ob 541/79
    Entscheidungstext OGH 16.04.1980 3 Ob 541/79
  • 1 Ob 695/79
    Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 695/79
  • 3 Ob 555/83
    Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 555/83
  • 4 Ob 524/83
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 524/83
  • 8 Ob 561/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 561/86
    Veröff: RdW 1987,52
  • 3 Ob 642/86
    Entscheidungstext OGH 29.04.1987 3 Ob 642/86
    Auch; Veröff: SZ 60/73
  • 5 Ob 530/88
    Entscheidungstext OGH 19.04.1988 5 Ob 530/88
    Auch
  • 8 Ob 528/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 528/89
    Beisatz: Hier: Unsachgemäße Annagelung von Asbestplatten an eine hölzerne Riegelwand und damit Herstellung einer "Wärmebrücke" zum Kamin. (T1)
  • 8 Ob 703/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 703/88
    Veröff: SZ 62/138 = WBl 1990,53
  • 7 Ob 672/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 672/89
    Veröff: SZ 62/173 = JBl 1990,376
  • 2 Ob 3/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 2 Ob 3/91
    Veröff: DRdA 1993/307 (kritisch Oberdorfer)
  • 1 Ob 39/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 39/91
    Beisatz: Hier: Eingriff in absolute Rechte. (T2)
    Veröff: JBl 1992,323
  • 7 Ob 34/91
    Entscheidungstext OGH 30.01.1992 7 Ob 34/91
    Veröff: VersR 1993,639
  • 1 Ob 35/92
    Entscheidungstext OGH 22.10.1992 1 Ob 35/92
    Auch; Veröff: SZ 65/136 = JBl 1993,389 (siehe Dellinger)
  • 4 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 578/95
    Auch; Beisatz: Hier: Ölaustritt durch Überfüllen eines Tanks durch einen Tankwagenfahrer. (T3)
  • 3 Ob 510/96
    Entscheidungstext OGH 11.10.1996 3 Ob 510/96
  • 3 Ob 71/97f
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 71/97f
  • 8 Ob 75/97f
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 75/97f
  • 1 Ob 2406/96x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2406/96x
  • 9 Ob 69/98g
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 69/98g
    Auch
  • 2 Ob 108/00x
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 2 Ob 108/00x
    Auch
  • 5 Ob 111/01m
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 111/01m
    Auch
  • 8 Ob 84/02i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 Ob 84/02i
    nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelte. (T4)
    Beis wie T2
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 256/02v
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 6 Ob 256/02v
  • 6 Ob 26/09f
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 26/09f
    Beisatz: Der Erfüllungsgehilfe selbst kann, da er ja nicht zur Erfüllung verpflichtet ist, dem Dritten gegenüber nur deliktisch haften. (T5)
    Beisatz: Dies gilt auch in der Gehilfenkette, wenn sich also der unmittelbare Gehilfe weiterer (somit mittelbarer) Gehilfen bedient. (T6)
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
    nur T4
  • 9 Ob 41/13i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 41/13i
  • 2 Ob 33/13m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 33/13m
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
  • 2 Ob 132/15y
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 2 Ob 132/15y
    Vgl; Beisatz: Hier: Lenker eines Pistengerätes haftet bei Verletzung eines Rodlers deliktisch neben Pistenhalter. (T7)
  • 7 Ob 114/15p
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 114/15p
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
  • 5 Ob 105/19f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 105/19f
    nur T4
  • 4 Ob 116/19s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 116/19s
    Vgl; Beisatz: Hier: Verletzung eines Zeltfestbesuchers durch einen Ordner in Notwehrüberschreitung. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0022801

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19760323_OGH0002_0050OB00536_7600000_005

Rechtssatz für 3Ob529/77 1Ob748/83 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017479

Geschäftszahl

3Ob529/77; 1Ob748/83; 9Ob236/99t; 1Ob292/00y; 6Ob161/03z; 3Ob182/13f; 8Ob6/14m; 5Ob125/15s; 7Ob114/15p; 8Ob63/16x; 1Ob127/17h

Entscheidungsdatum

27.06.1978

Norm

ABGB §896
ABGB §1165
ABGB §1302 B
ABGB §1313a I
ABGB §1489 I
ABGB §1489 IIA

Rechtssatz

Wenn der Gehilfe durch die Schädigung des Dritten zugleich auch seine Verpflichtung gegenüber dem Besteller zu sachgemäßer und sorgfältiger Ausführung des Werkes verletzt hat, ist der Regressanspruch des Bestellers ein Schadenersatzanspruch aus dem Vertragsverhältnis.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 529/77
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 529/77
    Veröff: SZ 51/97
  • 1 Ob 748/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 748/83
    Veröff: SZ 56/185
  • 9 Ob 236/99t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 236/99t
    Auch; Beisatz: Hier: Generalunternehmer - Subunternehmer. (T1)
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
    Auch; Beisatz: Auch der Generalunternehmer hat gegen seinen Subunternehmer als Erfüllungsgehilfen iSd § 1313a ABGB einen solchen Regressanspruch nach § 1313 zweiter Satz ABGB. (T2)
  • 6 Ob 161/03z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 161/03z
  • 3 Ob 182/13f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 182/13f
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 6/14m
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 8 Ob 6/14m
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Geschäftsherr, der nach § 1313a ABGB für seinen Gehilfen einstehen muss, kann vom Gehilfen Regress fordern, weil der Gehilfe seinerseits seine Pflichten gegenüber dem Geschäftsherrn aus dem Innenverhältnis verletzt hat. (T3)
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 114/15p
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 114/15p
    Beis wie T2
  • 8 Ob 63/16x
    Entscheidungstext OGH 17.08.2016 8 Ob 63/16x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 127/17h
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 127/17h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0017479

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19780627_OGH0002_0030OB00529_7700000_001

Rechtssatz für 3Ob529/77 1Ob512/84 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022481

Geschäftszahl

3Ob529/77; 1Ob512/84; 3Ob642/86; 8Ob528/89; 8Ob703/88; 1Ob39/91; 4Ob524/92; 7Ob629/92 (7Ob1659/92); 1Ob601/92; 8Ob533/91; 8Ob1547/93; 8Ob75/97f; 2Ob193/97i; 1Ob2406/96x; 9Ob69/98g; 7Ob189/98i; 2Ob101/99p; 2Ob172/99d; 2Ob18/98f; 2Ob108/00x; 9Ob157/01f; 8Ob84/02i; 6Ob155/04v; 3Ob257/03w; 7Ob306/04g; 6Ob228/04d; 6Ob26/09f; 7Ob85/13w; 9Ob41/13i; 2Ob33/13m; 2Ob191/12w; 5Ob125/15s; 2Ob132/15y; 7Ob114/15p; 9Ob69/17p

Entscheidungsdatum

27.06.1978

Norm

ABGB §1295 Ia2
ABGB §1297
ABGB §1313a I

Rechtssatz

Eine Haftung des Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Gläubiger des Geschäftsherrn wegen Verletzung der Pflichten aus dem Schuldverhältnis kommt nicht in Betracht. Der Erfüllungsgehilfe haftet vielmehr nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 529/77
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 529/77
    Veröff: SZ 51/97
  • 1 Ob 512/84
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 512/84
  • 3 Ob 642/86
    Entscheidungstext OGH 29.04.1987 3 Ob 642/86
    Auch; nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet vielmehr nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelt. (T1)
    Veröff: SZ 60/73
  • 8 Ob 528/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 528/89
    Beisatz: Die Beweislast für dessen Verschulden trifft allerdings den Geschädigten. (T2)
  • 8 Ob 703/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 703/88
    Veröff: SZ 62/138 = WBl 1990,53
  • 1 Ob 39/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 39/91
    nur T1; Beisatz: Hier: Eingriff in absolute Rechte. (T3)
    Veröff: JBl 1992,323
  • 4 Ob 524/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 524/92
    nur T1; Veröff: SZ 65/52 = ZVR 1992/177 S 374 = JBl 1992,786
  • 7 Ob 629/92
    Entscheidungstext OGH 21.12.1992 7 Ob 629/92
    Auch
  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Auch; Veröff: EvBl 1993/119 S 520
  • 8 Ob 533/91
    Entscheidungstext OGH 04.03.1993 8 Ob 533/91
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 1547/93
    Entscheidungstext OGH 22.04.1993 8 Ob 1547/93
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 75/97f
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 75/97f
    nur T1
  • 2 Ob 193/97i
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 193/97i
    Auch
  • 1 Ob 2406/96x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2406/96x
    Auch
  • 9 Ob 69/98g
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 69/98g
    Auch
  • 7 Ob 189/98i
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 189/98i
    Auch; nur: Eine Haftung des Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Gläubiger des Geschäftsherrn wegen Verletzung der Pflichten aus dem Schuldverhältnis kommt nicht in Betracht. (T4)
    Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn der Gehilfe selbständiger Unternehmer ist. (T5)
  • 2 Ob 101/99p
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 2 Ob 101/99p
    Vgl
  • 2 Ob 172/99d
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 172/99d
    nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn er deliktisch handelt. (T6)
  • 2 Ob 18/98f
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 18/98f
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Eine Handlungspflicht kann sich für den Gehilfen aus den ihm erteilten Auftrag ergeben. (T7)
  • 2 Ob 108/00x
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 2 Ob 108/00x
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 157/01f
    Entscheidungstext OGH 19.09.2001 9 Ob 157/01f
    nur T6; Beis wie T5
  • 8 Ob 84/02i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 Ob 84/02i
    nur T6; Beis wie T3
  • 6 Ob 155/04v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 155/04v
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 257/03w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 257/03w
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 306/04g
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 306/04g
    Auch
  • 6 Ob 228/04d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 228/04d
    Auch; nur T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 26/09f
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 26/09f
    Beisatz: Der Erfüllungsgehilfe selbst kann, da er ja nicht zur Erfüllung verpflichtet ist, dem Dritten gegenüber nur deliktisch haften. (T8)
    Beisatz: Dies gilt auch in der Gehilfenkette, wenn sich also der unmittelbare Gehilfe weiterer (somit mittelbarer) Gehilfen bedient. (T9)
  • 7 Ob 85/13w
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 85/13w
    Vgl auch; Auch Beis wie T7; Beisatz: Hier: Deliktische Haftung des Anästhesisten bei Sturz des Patienten vom Operationstisch im konkreten Einzelfall bejaht. (T10)
  • 9 Ob 41/13i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 41/13i
    Auch
  • 2 Ob 33/13m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 33/13m
    Auch; Auch Beis wie T1; Auch Beis wie T8
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
  • 2 Ob 132/15y
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 2 Ob 132/15y
    Vgl; Beisatz: Hier: Lenker eines Pistengerätes haftet bei Verletzung eines Rodlers deliktisch neben Pistenhalter. (T11)
  • 7 Ob 114/15p
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 114/15p
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
    nur T1; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0022481

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19780627_OGH0002_0030OB00529_7700000_002

Rechtssatz für 3Ob657/82 3Ob526/88 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028394

Geschäftszahl

3Ob657/82; 3Ob526/88; 1Ob575/90; 5Ob530/93; 4Ob1652/95; 4Ob2017/96p; 6Ob40/98w; 2Ob332/99h; 1Ob292/00y; 6Ob34/03y; 10Ob79/05y; 10Ob68/06g; 3Ob279/06k; 3Ob35/07d; 2Ob251/08p; 3Ob186/10i; 3Ob182/11b; 3Ob235/12y; 6Ob167/12w; 9ObA107/12v; 3Ob90/13a; 9Ob59/12k; 3Ob182/13f; 8Ob6/14m; 5Ob125/15s; 9ObA8/15i; 3Ob82/17f; 1Ob6/19t

Entscheidungsdatum

12.01.1983

Norm

ABGB §1313

Rechtssatz

Der Rückersatzanspruch gemäß § 1313 ABGB zweiter Satz entsteht, wie in den Fällen der §§ 896, 1302 ABGB, noch nicht mit dem Schaden des Dritten selbst oder mit der Geltendmachung des Schadenersatzanspruches durch den geschädigten Dritten, sondern erst dann, wenn und soweit der in Anspruch genommene Teil dem Dritten tatsächlich Ersatz geleistet hat.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 657/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 657/82
  • 3 Ob 526/88
    Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 526/88
    Auch
  • 1 Ob 575/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 575/90
    Auch; Veröff: SZ 63/211
  • 5 Ob 530/93
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 5 Ob 530/93
  • 4 Ob 1652/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 4 Ob 1652/95
    Auch
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    Beisatz: Auch dann, wenn der Rechtsgrund des Rückgriffsanspruches Schadenersatz ist, kommt nicht die Verjährungsregel des § 1489 ABGB zur Anwendung; vielmehr läuft die Verjährungsfrist erst mit der Schadenersatzzahlung. (T1)
    Veröff: SZ 69/78
  • 6 Ob 40/98w
    Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 40/98w
  • 2 Ob 332/99h
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 332/99h
    Vgl auch
  • 1 Ob 292/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 292/00y
  • 6 Ob 34/03y
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 34/03y
    Beis wie T1
  • 10 Ob 79/05y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 10 Ob 79/05y
    Auch
  • 10 Ob 68/06g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 10 Ob 68/06g
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 279/06k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 279/06k
    Auch; Beisatz: Die Verjährung beginnt bei Regressforderungen grundsätzlich im Zeitpunkt der Zahlung (oder sonstigen Erfüllung), frühestens aber bei endgültiger Verurteilung zur Ersatzleistung, wenn die Zahlungspflicht des Gläubigers gegenüber dem Dritten unverrückbar feststeht. (T2)
    Beisatz: § 1313 zweiter Satz ABGB setzt voraus, dass die Haftung des Geschäftsherrn tatsächlich besteht. (T3)
  • 3 Ob 35/07d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 3 Ob 35/07d
    Vgl; Beisatz: Aus dem Rechtssatz, dass die Verjährungsfrist erst mit der Leistung des Ersatzes „oder frühestens mit der Verurteilung zur Ersatzleistung" zu laufen beginnen soll, ist für den Zeitpunkt des Entstehens der Regressforderung nichts abzuleiten. Die Regressforderung kann nicht vor der Ersatzleistung an den Geschädigten entstehen. (T4)
  • 2 Ob 251/08p
    Entscheidungstext OGH 10.06.2009 2 Ob 251/08p
    Auch
  • 3 Ob 186/10i
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 186/10i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Der Abruf, der anstelle des Haftrücklasses vom Generalunternehmer gegebenen Bankgarantie durch den geschädigten Bauherrn bedeutet noch keine die Verjährungsfrist für den Regressanspruch auslösende endgültige Zahlung des gemäß § 1313 2. Satz ABGB gegenüber seinem Gehilfen (Subunternehmer) Regressberechtigten. Letzteres müsste ausdrücklich oder schlüssig zugestanden sein. (T5)
  • 3 Ob 182/11b
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 182/11b
    Vgl auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T3; Auch Beis wie T4
  • 3 Ob 235/12y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 235/12y
    Auch
  • 6 Ob 167/12w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 167/12w
    Auch
  • 9 ObA 107/12v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 107/12v
    Auch
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
  • 9 Ob 59/12k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
    Vgl; Beisatz: Hier: Regressanspruch des Auftrag gebenden Unternehmens nach Zahlung von Beitragsschulden des beauftragten Unternehmens gemäß § 67a ASVG. (T6)
    Veröff: SZ 2013/73
  • 3 Ob 182/13f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 182/13f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 6/14m
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 8 Ob 6/14m
    Auch; nur: Die Haftung des Ersatzpflichtigen setzt voraus, dass der Geschäftsherr den Schadenersatz tatsächlich bereits geleistet hat und dass seine Haftung tatsächlich besteht. (T7)
    Beis wie T3
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Beis ähnlich wie T4
  • 9 ObA 8/15i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 8/15i
    Auch; Veröff: SZ 2016/25
  • 3 Ob 82/17f
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 82/17f
    Beis wie T3; nur T7
  • 1 Ob 6/19t
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 6/19t
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3; nur T7; Beisatz: Ein bedeutender Anwendungsfall ist die Mangelhaftigkeit der von einem Subunternehmer erbrachten Leistungen (so schon 3 Ob 182/13f). (T8); Beisatz: Hier entstand der Regressanspruch dadurch, dass sich der Besteller den Klagsbetrag von der Rechnung der klagenden Partei abzog und sie diese Aufrechnung akzeptierte. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0028394

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19830112_OGH0002_0030OB00657_8200000_001

Rechtssatz für 3Ob558/86 5Ob64/94 7Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017459

Geschäftszahl

3Ob558/86; 5Ob64/94; 7Ob632/95; 4Ob2017/96p; 1Ob120/99z; 7Ob91/01k; 6Ob49/03d; 5Ob125/15s; 8Ob105/16y; 10Ob68/17y; 2Ob103/17m

Entscheidungsdatum

10.12.1986

Norm

ABGB §896
ABGB §1489 I

Rechtssatz

Die Verjährung des Regreßanspruches gemäß § 896 ABGB beginnt erst dann, wenn die Ersatzpflicht des Regreßberechtigten rechtskräftig feststeht oder er schon (früher) Zahlung geleistet hat.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 558/86
    Entscheidungstext OGH 10.12.1986 3 Ob 558/86
  • 5 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 5 Ob 64/94
    Vgl auch
  • 7 Ob 632/95
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 7 Ob 632/95
    Auch
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    Vgl; Beisatz: Der Anspruch auf Rückersatz entsteht erst mit der tatsächlichen Leistung (oder allenfalls der Schaffung eines entsprechenden Exekutionstitels). (T1) Veröff: SZ 69/78
  • 1 Ob 120/99z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 120/99z
    Beisatz: Dies gilt auch für den Fall des Regresses gegen den Erfüllungsgehilfen nach § 1313 zweiter Satz ABGB, und zwar nicht nur dann, wenn der Erfüllungsgehilfe unabhängig von der Existenz eines Schuldverhältnisses deliktisch haftet, sondern auch dann, wenn - wie hier - keine Solidarverpflichtung besteht, weil der Gehilfe dem Dritten gegenüber weder auf Grund eines Vertrages noch aus einem Delikt einzustehen hat. (T2)
  • 7 Ob 91/01k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 91/01k
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 6 Ob 49/03d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 49/03d
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 105/16y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 105/16y
    Auch; Beisatz: Beim Regressanspruch nach § 896 ABGB handelt es sich um einen selbstständigen Anspruch, für den die Verjährungsfrist der Gesamtschuld nicht anzuwenden ist; die Verjährung des Regressanspruchs beginnt vielmehr erst mit der Zahlung eines Gesamtschuldners zu laufen. (T3)
  • 10 Ob 68/17y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 Ob 68/17y
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2018/11
  • 2 Ob 103/17m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 103/17m
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0017459

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19861210_OGH0002_0030OB00558_8600000_002

Rechtssatz für 4Ob513/95 (4Ob514/95) 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045850

Geschäftszahl

4Ob513/95 (4Ob514/95); 6Ob538/95; 4Ob568/95; 4Ob26/97w; 4Ob127/97y; 7Ob277/98f; 6Ob68/99i; 9Ob76/00t; 2Ob168/01x; 1Ob40/02t; 3Ob53/02v; 3Ob313/01b; 9Ob140/03h; 1Ob218/04x; 4Ob197/05g; 10Ob79/05y; 4Ob5/07z; 7Ob18/06g; 6Ob100/07k; 8Ob88/07k; 8Ob92/08z; 7Ob73/10a; 4Ob146/10i; 6Ob4/12z; 1Ob96/13v; 7Ob143/13z; 3Ob182/13f; 1Ob170/13a; 4Ob91/14g; 8Ob17/15f; 8Ob8/15g; 5Ob125/15s; 7Ob114/15p; 6Ob50/16w; 8Ob63/16x; 10Ob43/16w; 7Ob39/17m

Entscheidungsdatum

28.03.1995

Norm

ABGB §932 I
ABGB §1295 Ia7
ABGB §1313
ABGB §1313a I

Rechtssatz

Die Schlechterfüllung eines Vertrages kann für sich allein genommen die Haftung auch für die Prozesskosten nicht begründen, weil Gewährleistungsprozesse keine typische Folge von Gewährleistungsansprüchen sind. Nur wenn der Regresspflichtige über die Schlechterfüllung der Hauptleistung hinaus weitere Vertragspflichten verletzt, wie zum Beispiel die (Nebenpflicht) Pflicht, den regressberechtigten Subauftraggeber wahrheitsgemäß über die Vertragsabwicklung zu informieren, und wenn diese Pflichtverletzung für den Gewährleistungsprozess kausal ist, kann es zu einer Haftung des Regresspflichtigen für die Prozesskosten kommen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 513/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 513/95
  • 6 Ob 538/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 538/95
    Veröff: SZ 68/186
  • 4 Ob 568/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 568/95
    nur: Die Schlechterfüllung eines Vertrages kann für sich allein genommen die Haftung auch für die Prozesskosten nicht begründen. Nur wenn der Regresspflichtige über die Schlechterfüllung der Hauptleistung hinaus weitere Vertragspflichten verletzt, kann es zu einer Haftung des Regresspflichtigen für die Prozesskosten kommen. (T1)
  • 4 Ob 26/97w
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 4 Ob 26/97w
    nur T1
  • 4 Ob 127/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 127/97y
    Ähnlich; Veröff: SZ 70/108
  • 7 Ob 277/98f
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 277/98f
    Auch
  • 6 Ob 68/99i
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 68/99i
  • 9 Ob 76/00t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 Ob 76/00t
    nur: Nur wenn der Regresspflichtige über die Schlechterfüllung der Hauptleistung hinaus weitere Vertragspflichten verletzt, wie zum Beispiel die (Nebenpflicht) Pflicht, den regressberechtigten Subauftraggeber wahrheitsgemäß über die Vertragsabwicklung zu informieren, und wenn diese Pflichtverletzung für den Gewährleistungsprozess kausal ist, kann es zu einer Haftung des Regresspflichtigen für die Prozesskosten kommen. (T2)
  • 2 Ob 168/01x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2001 2 Ob 168/01x
    Gegenteilig; Beisatz: Hat der Geschäftsherr seinem Auftraggeber (allein) für die Schlechterfüllung durch seinen Erfüllungsgehilfen einzustehen, dann kann er vom Erfüllungsgehilfen regelmäßig auch die von ihm aufgewendeten Prozesskosten nach den Grundsätzen der Bestimmungen über den Schadenersatz ersetzt begehren. Die Prozesskosten sind eine kausale Folge der Schlechterfüllung durch den Erfüllungsgehilfen; sie sind auch adäquate Schäden, weil sie nicht bloß durch eine außergewöhnliche Verkettung von Umständen bedingt waren. (T3)
    Veröff: SZ 74/119
  • 1 Ob 40/02t
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 40/02t
    Vgl aber; Beis wie T3; Beisatz: Dadurch, dass Gewährleistungsansprüche und damit zusammenhängende Prozesse keine untypischen Folgen einer Schlechterfüllung durch den Subunternehmer sind, wird nur der Adäquanzzusammenhang zwischen der Schlechterfüllung und dem beim Hauptunternehmer auf Grund des verlorenen Prozesses eingetretenen Kostenschaden bejaht. Für die Ersatzpflicht des Subunternehmers wäre es darüber hinaus aber noch erforderlich, dass der eingetretene Schaden auch im Rechtswidrigkeitszusammenhang mit der verletzten Vertragspflicht steht, was dann der Fall wäre, wenn die Verpflichtung, mangelfrei zu erfüllen, gerade auch derartige Schäden wie die zu beurteilenden verhindern sollte, was im vorliegenden Fall zu verneinen ist. (T4)
  • 3 Ob 53/02v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 53/02v
    Vgl aber; Beisatz: Zwischen einer Vertragsverletzung und der durch sie zwar verursachten, aber ersichtlich aussichtslosen Prozessführung des Regressnehmenden besteht kein Rechtswidrigkeitszusammenhang. (T5)
  • 3 Ob 313/01b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 3 Ob 313/01b
    Vgl aber; nur: Nur wenn der Regresspflichtige über die Schlechterfüllung der Hauptleistung hinaus weitere Vertragspflichten verletzt, und wenn diese Pflichtverletzung für den Gewährleistungsprozess kausal ist, kann es zu einer Haftung des Regresspflichtigen für die Prozesskosten kommen. (T6)
    Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4 nur: Für die Ersatzpflicht des Subunternehmers wäre es darüber hinaus aber noch erforderlich, dass der eingetretene Schaden auch im Rechtswidrigkeitszusammenhang mit der verletzten Vertragspflicht steht, was dann der Fall wäre, wenn die Verpflichtung, gerade auch derartige Schäden wie die zu beurteilenden verhindern sollte, was im vorliegenden Fall zu verneinen ist. (T7)
    Beisatz: Hat die beklagte Werkunternehmerin nur eine Hauptleistungspflicht verletzt und darüber hinaus die klagende Werkbestellerin weder veranlasst noch darin bestärkt, sich auf das Vorverfahren einzulassen oder einen ihr nachteiligen Prozess-Standpunkt zu verfechten, so ist sie für die Kosten des Vorverfahrens nicht ersatzpflichtig. (T8)
  • 9 Ob 140/03h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 9 Ob 140/03h
    Auch; Beisatz: Es sind nur jene Schäden zu ersetzen, die im Rechtswidrigkeitszusammenhang mit der verletzten Vertragspflicht stehen, was dann der Fall ist, wenn die (verletzte) Verpflichtung gerade auch Schäden wie die zu beurteilenden verhindern soll; wurde der Werkbesteller hingegen vom Werkunternehmer weder veranlasst noch darin bestärkt, sich auf das Verfahren gegen einen Dritten einzulassen, so besteht in der Regel keine Ersatzpflicht für die Kosten des Vorverfahrens. (T9)
  • 1 Ob 218/04x
    Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 218/04x
    Vgl aber; nur T6; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Führt aber eine Partei einen Rechtsstreit - egal ob auf Aktiv- oder auf Passivseite -, der nach menschlichem Ermessen aussichtslos erscheint, sodass ihr von vornherein der Prozessverlust droht, dann kann sie das von ihr eingegangene Prozesskostenrisiko nicht auf die Person abwälzen, die in materieller Hinsicht verantwortlich für die Zahlungspflicht des Prozessführenden gewesen ist. (T10)
  • 4 Ob 197/05g
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 4 Ob 197/05g
    Auch; nur T1; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Dass es der Beklagte auch während des Vorprozesses unterließ, die bestehenden Mängel zu beheben (sich an der Mängelbehebung der Klägerin zu beteiligen), fällt in den Bereich seiner Hauptleistungspflicht aus dem Werkvertrag, deren Verletzung allein die schadenersatzrechtliche Haftung für die Kosten des Vorprozesses nicht begründet. (T11)
  • 10 Ob 79/05y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 10 Ob 79/05y
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Für diese Fälle scheint es durchaus angezeigt, den in den Kosten eines Passivprozesses bestehenden Schaden in den Schutzzweck jener Vertragsnormen einzubeziehen, die den Vertragspartner - insbesondere wenn er davon wisse, dass die Leistung schließlich einem Dritten zugutekommen soll - dazu verpflichten, seine vertraglich geschuldete Leistung ordnungsgemäß zu erbringen. (T12)
  • 4 Ob 5/07z
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 5/07z
    Auch; Beisatz: Die Kosten eines erkennbar aussichtslosen Vorprozesses sind vom schlechterfüllenden Vertragspartner nicht zu ersetzen, weil insofern der Rechtswidrigkeitszusammenhang fehlt. (T13)
  • 7 Ob 18/06g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 18/06g
    Vgl aber; Beis wie T10; Beisatz: Keine Schadenersatzhaftung für die Kosten des Vorprozesses, wenn auch ein Regressanspruch aus diesem Titel vor Zustellung der Streitverkündung (als dem maßgeblichen prozessualen Schritt) von vornherein nicht in Betracht kam und die Kosten einer aussichtslosen Prozessführung mit der vom Beklagten verletzten Norm jedenfalls nicht im Rechtswidrigkeitszusammenhang stehen. (T14)
  • 6 Ob 100/07k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 100/07k
    Vgl aber; Beis wie T3 nur: Die Prozesskosten sind eine kausale Folge der Schlechterfüllung; sie sind auch adäquate Schäden, weil sie nicht bloß durch eine außergewöhnliche Verkettung von Umständen bedingt waren. (T15)
    Beis wie T9 nur: Es sind nur jene Schäden zu ersetzen, die im Rechtswidrigkeitszusammenhang mit der verletzten Vertragspflicht stehen, was dann der Fall ist, wenn die (verletzte) Verpflichtung gerade auch Schäden wie die zu beurteilenden verhindern soll. (T16)
    Beis ähnlich wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Schadenersatzanspruch bejaht. (T17)
  • 8 Ob 88/07k
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 88/07k
    nur T1
  • 8 Ob 92/08z
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 92/08z
    Auch, nur T1; nur T6; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn die beklagte Werkunternehmerin den Werkbesteller weder veranlasst noch darin bestärkt hat, sich auf das Vorverfahren einzulassen und einen nachteiligen Prozessstandpunkt zu verfechten, ist sie für die Kosten des Vorverfahrens nicht ersatzpflichtig. (T18)
  • 7 Ob 73/10a
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 73/10a
    Vgl
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Auch
  • 6 Ob 4/12z
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 6 Ob 4/12z
    Beis wie T18
  • 1 Ob 96/13v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 96/13v
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 143/13z
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 143/13z
    Vgl auch; nur T2
  • 3 Ob 182/13f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 182/13f
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 1 Ob 170/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 170/13a
    Vgl aber; nur T2; nur T6; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T15
  • 4 Ob 91/14g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 91/14g
    Auch; nur T2; nur T6; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T15
  • 8 Ob 17/15f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 17/15f
    Auch; Beisatz: Hier: Ersatzpflicht des falsch beratenden Rechtsanwalts für Kosten eines Folgenprozesses ist zu bejahen, wenn die Kosten nicht durch eine außergewöhnliche Verkettung von Umständen entstanden sind und wenn im Einzelfall ein Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen der verletzten Vertragspflicht und dem Kostenschaden besteht. Kosten eines ersichtlich aussichtslosen Prozesses sind aber nie zu ersetzen. Der Schutzzweck des Vertrages zwischen Rechtsanwalt und Mandanten erschöpft sich im Zusammenhang mit der Einleitung und Führung eines Rechtsstreits nicht nur im Rechtsstreit selbst, sondern umfasst auch die Vermeidung von Nachteilen, die vorhersehbar mit der Führung und insbesondere mit dem Verlust des Prozesses verbunden sein können (hier daher Ersatzpflicht für Kosten eines durch die Fehlberatung ausgelösten Folgeprozess bejaht). (T19)
  • 8 Ob 8/15g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 Ob 8/15g
    Auch
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 7 Ob 114/15p
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 114/15p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Vorprozess war Passivprozess. (T20)
  • 6 Ob 50/16w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 50/16w
    Vgl aber; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Die Beklagte ist im Vorverfahren der Klägerin als Nebenintervenientin beigetreten und hat stets geltend gemacht, ihr Produkt sei nicht ungeeignet gewesen; damit hat sie die Klägerin aber veranlasst beziehungsweise darin bestärkt, sich auf das Vorverfahren einzulassen, sodass sie der Klägerin die im Vorverfahren aufgelaufenen Verfahrenskosten zu ersetzen hat. (T21)
  • 8 Ob 63/16x
    Entscheidungstext OGH 17.08.2016 8 Ob 63/16x
    Vgl aber; Beis wie T20; Beisatz: Jene Entscheidungen, die für eine Kostenregresspflicht zusätzlich zur Schlechterfüllung des Vertrags noch eine weitere Voraussetzung wie etwa die Verletzung einer Informationspflicht verlangen, betreffen jeweils einen Aktivprozess (Vorprozess) des Regressklägers. Hier war der Vorprozess aus Sicht der Regressklägerin aber ein Passivprozess, und zwar im Zusammenhang mit einer Erfüllungsgehilfenkette. (T22)
  • 10 Ob 43/16w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2016 10 Ob 43/16w
    Vgl aber; Beis wie T3
  • 7 Ob 39/17m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2017 7 Ob 39/17m
    Tw abweichend; Beis wie T3; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T22

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0045850

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19950328_OGH0002_0040OB00513_9500000_001

Rechtssatz für 2Ob168/01x 9Ob140/03h 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115546

Geschäftszahl

2Ob168/01x; 9Ob140/03h; 7Ob143/13z; 5Ob125/15s; 10Ob43/16w; 7Ob39/17m

Entscheidungsdatum

09.07.2001

Norm

ABGB §1313

Rechtssatz

Hat der Geschäftsherr seinem Auftraggeber (allein) für die Schlechterfüllung durch seinen Erfüllungsgehilfen einzustehen, dann kann er vom Erfüllungsgehilfen regelmäßig auch die von ihm aufgewendeten Prozesskosten nach den Grundsätzen der Bestimmungen über den Schadenersatz ersetzt begehren. Die Prozesskosten sind eine kausale Folge der Schlechterfüllung durch den Erfüllungsgehilfen; sie sind auch adäquate Schäden, weil sie nicht bloß durch eine außergewöhnliche Verkettung von Umständen bedingt waren.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 168/01x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2001 2 Ob 168/01x
    Veröff: SZ 74/119
  • 9 Ob 140/03h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 9 Ob 140/03h
    Vgl auch
  • 7 Ob 143/13z
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 143/13z
  • 5 Ob 125/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 125/15s
    Auch
  • 10 Ob 43/16w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2016 10 Ob 43/16w
  • 7 Ob 39/17m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2017 7 Ob 39/17m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115546

Im RIS seit

08.08.2001

Zuletzt aktualisiert am

12.01.2018

Dokumentnummer

JJR_20010709_OGH0002_0020OB00168_01X0000_001