Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob99/00w 5Ob166/00y 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113455

Geschäftszahl

5Ob99/00w; 5Ob166/00y; 5Ob261/00v; 6ob194/05f; 9ObA145/07z; 2Ob115/07m; 3Ob214/08d; 2Ob228/08f; 6Ob69/08b; 6Ob236/09p; 9Ob59/12k; 10ObS188/13i; 4Ob186/15d; 4Ob207/15t; 3Ob167/15b; 4Ob193/15h; 5Ob48/18x

Entscheidungsdatum

27.04.2000

Norm

ZPO §528 Abs1 A

Rechtssatz

Mangels einer Leitfunktion in Steuersachen gemäß § 528 Abs 1 ZPO (hier in Verbindung mit § 37 Abs 3 Z 16 MRG) ist der Oberste Gerichtshof nur zur Korrektur grober Beurteilungsfehler der Vorinstanzen aus Gründen der Rechtseinheit und Rechtssicherheit berufen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 99/00w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2000 5 Ob 99/00w
  • 5 Ob 166/00y
    Entscheidungstext OGH 27.06.2000 5 Ob 166/00y
    Vgl auch
  • 5 Ob 261/00v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2000 5 Ob 261/00v
  • 6 Ob 194/05f
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 194/05f
    Beisatz: Die Auslegung des Steuerrechts wirft daher, solange die Vorinstanzen die Rechtslage nicht grob verkannt haben, keine Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auf. (T1)
  • 9 ObA 145/07z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 ObA 145/07z
    Vgl auch; Beisatz: Die Auslegung einer bereits aufgehobenen Bestimmung des Verwaltungsrechts durch den Obersten Gerichtshof kann aber regelmäßig keinen Beitrag zur Rechtseinheit oder Rechtsentwicklung im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO leisten. (T2)
  • 2 Ob 115/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
  • 3 Ob 214/08d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 214/08d
    Beis wie T1
  • 2 Ob 228/08f
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 2 Ob 228/08f
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 6 Ob 69/08b
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 69/08b
    Vgl; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof ist zur Fällung grundlegender Entscheidungen auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts nicht berufen. (T3)
  • 6 Ob 236/09p
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 236/09p
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 Ob 59/12k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
    Veröff: SZ 2013/73
  • 10 ObS 188/13i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 ObS 188/13i
    Vgl; Beis wie T3
  • 4 Ob 186/15d
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 186/15d
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 207/15t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 207/15t
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 167/15b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 167/15b
    Auch; Beisatz: Hier: KEST aus Verzugszinsen. (T4)
  • 4 Ob 193/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 193/15h
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 48/18x
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 48/18x
    Auch; Beisatz: Hier: Grundverkehrsrecht. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113455

Im RIS seit

27.05.2000

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2018

Dokumentnummer

JJR_20000427_OGH0002_0050OB00099_00W0000_002

Rechtssatz für 1Ob62/02b 1Ob86/10v 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0116438

Geschäftszahl

1Ob62/02b; 1Ob86/10v; 1Ob136/14b; 1Ob105/15w; 1Ob164/15x; 4Ob186/15d; 4Ob207/15t; 3Ob167/15b; 4Ob193/15h; 1Ob236/16m; 1Ob237/16h; 3Ob20/17p; 1Ob43/17f; 1Ob239/16b; 1Ob125/17i; 1Ob5/18v; 5Ob48/18x; 1Ob239/17d; 1Ob14/18t; 8Ob59/18m

Entscheidungsdatum

30.04.2002

Norm

JN §1 A
ZPO §502 Abs1 Hl1

Rechtssatz

Bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien kommt dem Obersten Gerichtshof keine Leitfunktion zu. (Hier: Auslegung einer Bestimmung des österreichischen Verwaltungsverfahrensrechts.)

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 62/02b
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 62/02b
  • 1 Ob 86/10v
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 86/10v
    nur: Bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien kommt dem Obersten Gerichtshof keine Leitfunktion zu. (T1)
    Beisatz: Ist im Amtshaftungsverfahren die Vertretbarkeit des Verhaltens von Verwaltungsorganen zu beurteilen, so mangelt es an einer erheblichen Rechtsfrage, soweit das Berufungsgericht diese Frage nicht im Widerspruch zur Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts löste. (T2)
    Beisatz: Hier: Anwendung der „Chargenvermutung“ gemäß Art 14 Abs 6 EG‑BasisVO und des „Abstellungsauftrags“ gemäß § 39 Abs 2 LMSVG einerseits sowie Bewertung der Gesundheitsschädlichkeit iSd Art 14 Abs 2 lit a EG‑BasisVO und des Österreichischen Lebensmittelhandbuchs andererseits durch die Lebensmittelaufsicht. (T3)
  • 1 Ob 136/14b
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 136/14b
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 105/15w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 105/15w
    nur T1; Bem: Zum Aufenthaltsrecht nach den §§ 54, 57 NAG (idF BGBl I 2009/122); Erkenntnis des VwGH (2009/21/0386), Entscheidung des VfGH (VfSlg 18.968), Urteil des EuGH (Rs C‑212/06). (T4)
  • 1 Ob 164/15x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 164/15x
  • 4 Ob 186/15d
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 186/15d
    Beisatz: § 32 Abs 3 GuK‑AV. (T5)
  • 4 Ob 207/15t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 207/15t
    nur T1; Beisatz: Hier: §§ 3, 4 TRG 2009. (T6)
  • 3 Ob 167/15b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 167/15b
    Auch
  • 4 Ob 193/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 193/15h
    nur T1; Beisatz: Hier: Qualifikation von Altkleidern als Abfall iSd Stmk AWG 2004. (T7)
  • 1 Ob 236/16m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2017 1 Ob 236/16m
  • 1 Ob 237/16h
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 237/16h
    Auch; Beisatz: Hier: Staatshaftungsanspruch; verwaltungsrechtliche Materie; FSG; Führerschein-Richtlinien. (T8)
  • 3 Ob 20/17p
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 20/17p
    Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Beglaubigungen durch österreichische Vertretungsbehörden gemäß § 3 Abs 1 Z 2 lit b sublit bb KbeglG. (T9)
  • 1 Ob 43/17f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 43/17f
    nur T1; Beis wie T8
  • 1 Ob 239/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 239/16b
  • 1 Ob 125/17i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 125/17i
  • 1 Ob 5/18v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 5/18v
  • 5 Ob 48/18x
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 48/18x
    Beisatz: Hier: Grundverkehrsrecht. (T10)
  • 1 Ob 239/17d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 239/17d
    nur T1
  • 1 Ob 14/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 14/18t
    nur T1
  • 8 Ob 59/18m
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 59/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116438

Im RIS seit

30.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

06.02.2019

Dokumentnummer

JJR_20020430_OGH0002_0010OB00062_02B0000_002

Entscheidungstext 3Ob167/15b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZFR 2016/94 S 241 - ZFR 2016,241

Geschäftszahl

3Ob167/15b

Entscheidungsdatum

18.11.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat Dr. Jensik als Vorsitzenden, die Vizepräsidentin Dr. Lovrek, die Hofrätin Dr. Grohmann, den Hofrat Dr. Roch und die Hofrätin Dr. Kodek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei M***** AG, *****, vertreten durch Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte OG in Wien, gegen die beklagte Partei H*****, vertreten durch Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, wegen Einwendungen gegen den Anspruch (§ 35 EO), über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 21. Mai 2015, GZ 47 R 38/15h-12, womit das Urteil des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 22. November 2014, GZ 53 C 5/14z-5, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 447,98 EUR bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung (darin enthalten 74,66 EUR an USt) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Das Berufungsgericht erklärte die ordentliche Revision für zulässig, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs fehle, ob gesetzliche Verzugszinsen dem Tatbestand des § 27 Abs 2 Z 2 EStG zu unterstellen sind.

Die Revision der Beklagten ist ungeachtet dieses den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Zulässigkeitsausspruchs nicht zulässig.

Rechtliche Beurteilung

Nach ständiger Rechtsprechung kommt dem Obersten Gerichtshof bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien keine Leitfunktion zu (RIS-Justiz RS0116438). Auch in Fragen des Abgabenrechts ist der Oberste Gerichtshof nur zur Korrektur grober Beurteilungsfehler der Vorinstanzen aus Gründen der Rechtseinheit und Rechtssicherheit berufen (RIS-Justiz RS0113455).

Ein derartiger Beurteilungsfehler ist dem Berufungsgericht nicht unterlaufen:

Mit dem Titelurteil wurde die Klägerin verpflichtet, der Beklagten 67.239,99 EUR samt 4 % Zinsen Zug um Zug gegen Rückstellung näher beschriebener Finanzprodukte zu zahlen. Die Auffassung der Vorinstanzen, dass die der Beklagten mit diesem Urteil zugesprochenen Verzugszinsen kapitalertragssteuerpflichtig sind und daher von der abzugsverpflichteten Klägerin zu Recht für die Abfuhr an das Finanzamt einbehalten wurden, steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (96/14/0087 VwSlg 7693 F/2002) und des Bundesfinanzgerichts (RV/1100305/2014). Die herrschende Lehre teilt diese Meinung (Bachl, ecolex 2002/180; Aigner/Kofler, Steuerpflichtige Verzugszinsen und nicht abzugsfähige Refinanzierungskosten, SWK 2002/29 759 ff mwN; Doralt/Kirchmayr/Mayr/Zorn, EstG16 [Stand 1. Juli 2014] § 27 Rz 70; Jakom/Marschner EstG8 [2015] § 27 Rz 61).

Der in der Revision erhobene Einwand, im Anlassfall seien nicht „klassische“ Verzugszinsen, sondern zumindest teilweise bereicherungsrechtliche Zinsen zugesprochen worden, ist schon deshalb nicht beachtlich, weil die Beklagte in erster Instanz selbst ausdrücklich davon ausging, dass ihr gesetzliche Verzugszinsen zugesprochen wurden. Entgegen der in der Revision vertretenen Auffassung wurde der Beklagten mit dem Titelurteil auch nicht „Schadenersatz wegen der Wertminderung der Wertpapiere“ zuerkannt. Vielmehr resultiert die titulierte Zahlungsverpflichtung aus der Berechtigung der von der Beklagten erklärten Irrtumsanfechtung, die zur Rückabwicklung des Wertpapiergeschäfts führte. Aus der Entscheidung VwGH 89/14/0107, die nicht den Tatbestand des § 27 Abs 2 Z 2 EStG, sondern den gänzlich anders gelagerten Fall der Besteuerung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung in Zusammenhang ua mit gewährtem Schadenersatz für die Wertminderung eines Bestandobjekts betraf, lässt sich daher für den Standpunkt der Beklagten nichts gewinnen.

Die Klägerin hat auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen und deshalb Anspruch auf Ersatz der Kosten der Revisionsbeantwortung (§§ 41, 50 ZPO).

Schlagworte

Exekutionsrecht

Textnummer

E112908

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0030OB00167.15B.1118.000

Im RIS seit

14.12.2015

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2016

Dokumentnummer

JJT_20151118_OGH0002_0030OB00167_15B0000_000