Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob7/54 (1Ob8/54) 5Ob16/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022840

Geschäftszahl

1Ob7/54 (1Ob8/54); 5Ob16/71; 7Ob21/73; 4Ob573/78; 1Ob641/81 (1Ob642/81, 1Ob643/81); 7Ob549/82; 1Ob563/84; 2Ob647/84 (2Ob648/84); 4Ob148/84 (4Ob149/84); 1Ob600/86; 7Ob583/92; 4Ob168/93; 4Ob61/95; 1Ob1571/95; 10Ob1535/96; 6Ob167/98x; 6Ob305/98s; 3Ob161/97s; 1Ob198/99w; 10Ob104/00t; 1Ob228/02i; 7Ob251/02s; 3Ob260/02k; 5Ob261/02x; 1Ob223/03f; 8Ob3/07k; 4Ob114/07d; 7Ob218/07w; 10ObS142/07s; 6Ob18/08b; 8ObA43/08v; 1Ob71/09m; 17Ob9/11i; 4Ob8/11x; 5Ob62/11w; 7Ob92/11x; 1Ob153/11y; 9ObA52/12f; 3Ob169/12t; 3Ob90/13a; 10Ob27/15s; 4Ob37/16v; 6Ob129/16p; 9Ob37/17g; 3Ob29/18p; 3Ob160/20f

Entscheidungsdatum

01.06.1955

Norm

ABGB §1295 Abs2 Ia7
ABGB §1295 Abs2 III
ABGB §1305
EO §37 Q

Rechtssatz

Das Verhalten desjenigen, der sich in einen Prozess eingelassen hat, obwohl er bei nötiger Aufmerksamkeit (§ 1297 ABGB) hätte erkennen müssen, dass der Prozess aussichtslos ist, ist seiner Natur nach rechtswidrig und schuldhaft, sodass es zum Schadenersatz gemäß §§ 1295 ff ABGB verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 7/54
    Entscheidungstext OGH 01.06.1955 1 Ob 7/54
  • 5 Ob 16/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 5 Ob 16/71
  • 7 Ob 21/73
    Entscheidungstext OGH 14.02.1973 7 Ob 21/73
  • 4 Ob 573/78
    Entscheidungstext OGH 05.12.1978 4 Ob 573/78
    Veröff: SZ 51/172
  • 1 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 1 Ob 641/81
    Auch; Beisatz: Um eine auffallende Sorglosigkeit annehmen zu können, muss eine missbräuchliche Inanspruchnahme des Gerichtes einwandfrei erwiesen sein. (T1)
    Veröff: NZ 1982,154
  • 7 Ob 549/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 549/82
    Auch
  • 1 Ob 563/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 563/84
    Beis wie T1; Veröff: SZ 57/128 = EvBl 1985/56 S 275
  • 2 Ob 647/84
    Entscheidungstext OGH 21.05.1985 2 Ob 647/84
    Beis wie T1
  • 4 Ob 148/84
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 148/84
    Auch
  • 1 Ob 600/86
    Entscheidungstext OGH 01.10.1986 1 Ob 600/86
    Auch; Veröff: SZ 59/159 = EvBl 1987/50 S 211 = JBl 1987,102
  • 7 Ob 583/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 7 Ob 583/92
    Auch; Beisatz: Führt der Schuldner unter der Aufstellung falscher Tatsachenbehauptungen einen Prozess, wird ihm dies in der Regel als schuldhaftes Verhalten anzulasten sein. (T2)
    Veröff: EvBl 1993/15 S 87 = JBl 1993,394
  • 4 Ob 168/93
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 168/93
    Beisatz: Das gleiche muss für eine Exekutionsführung gelten. (T3)
    Veröff: SZ 67/10 = EvBl 1994/97 S 505
  • 4 Ob 61/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 61/95
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die Stattgebung des Klagebegehrens des Vorprozesses allein beweist noch nicht, dass den Beklagten (Geschädigten) an der Prozessführung ein Verschulden traf. (T4)
  • 1 Ob 1571/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 1571/95
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 1535/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 10 Ob 1535/96
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 167/98x
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 167/98x
    Auch; Beisatz: In der Bestreitung der Forderung im Prozess liegt jedenfalls dann ein Verschulden, wenn es nicht nur auf vertretbare Rechtsansichten sondern auch auf strittige Tatfragen ankommt, die entgegen den Behauptungen des säumigen Beklagten entschieden wurden. (T5)
  • 6 Ob 305/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 305/98s
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 161/97s
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 161/97s
    Beis wie T5
  • 1 Ob 198/99w
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 198/99w
  • 10 Ob 104/00t
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 Ob 104/00t
    Beisatz: Ist die konkrete Rechtslage bei gehöriger Aufmerksamkeit selbst aus der von seinen Interessen bestimmten und daher gewiss nicht objektiven Sicht eines Betroffenen so klar, dass dessen gegenteiliger Standpunkt als schlechthin aussichtslos erscheinen muss, so liegt in der Inanspruchnahme der Möglichkeiten eines Verfahrens, in dem in Wahrheit nichts Zweifelhaftes zu klären ist, ein Rechtsmissbrauch, was vor allem dann zutrifft, wenn der später zur Leistung Verurteilte weiß oder doch hätte wissen müssen, dass sein Rechtsstandpunkt entweder der tatsächlichen Voraussetzungen entbehrt oder von vornherein unhaltbar ist. (T6) Beisatz: Die Klagsführung des Notgeschäftsführers gegen einen Gesellschafter, "die übernommenen Geschäftsunterlagen herauszugeben", kann nicht von vornherein als aussichtslos qualifiziert werden. (T7)
  • 1 Ob 228/02i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 228/02i
    Beis wie T2; Beis wie T5
  • 7 Ob 251/02s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 251/02s
    Auch
  • 3 Ob 260/02k
    Entscheidungstext OGH 26.03.2003 3 Ob 260/02k
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Ohne Verschulden besteht auch für Schäden aus abgeirrten Exekutionen keine Haftung. (T8)
  • 5 Ob 261/02x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 261/02x
    Vgl auch; Beisatz teilweise abweichend zu T5: Ist eine Partei mit ihrem Vorbringen bloß aus Beweisgründen nicht durchgedrungen, so ist ihr dies wegen der schweren Vorhersehbarkeit der richterlichen Beweiswürdigung in der Regel nur dann als schuldhafte Prozessführung anzulasten, wenn sie bewusst die Unwahrheit sagte oder ihre Prozessbehauptungen evident unhaltbar waren. Dies hat derjenige darzutun, der Schadenersatz wegen schuldhafter Prozessführung begehrt. (T9)
    Beisatz: Verfahrensrechtliche Handlungen werden insofern privilegiert gegenüber einer sonstigen Schädigung behandelt, als sie nicht bereits dann ersatzpflichtig machen, wenn erkennbar war, dass daraus Nachteile für die Güter der anderen Prozesspartei erwachsen können, sondern erst dann, wenn der eingenommene Prozessstandpunkt bei gehöriger Sorgfalt nicht bloß für zweifelhaft, sondern für aussichtslos gehalten werden musste. (T10)
  • 1 Ob 223/03f
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 223/03f
    Vgl auch; Beisatz: Eine über die Kostenersatzpflicht hinausgehende Verpflichtung zum Ersatz der durch die Prozessführung verursachten Schäden an einen Dritten kommt nur dann in Betracht, wenn der im Verfahren Unterlegene wusste oder wenigstens wissen musste, dass sein Rechtsstandpunkt entweder der tatsächlichen Voraussetzungen entbehrt oder schon an sich unhaltbar ist, sodass sein gegenteiliger Standpunkt bei zumutbarer Aufmerksamkeit als schlechthin aussichtslos erscheinen muss oder er den Prozess gar überhaupt wider besseres Wissen oder mutwillig geführt hat. (T11)
  • 8 Ob 3/07k
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 3/07k
    Auch; Veröff: SZ 2007/58
  • 4 Ob 114/07d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 114/07d
    Auch
  • 7 Ob 218/07w
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 218/07w
    Beisatz: Ob ein im Verfahren vertretener Standpunkt von vornherein aussichtslos ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T12)
  • 10 ObS 142/07s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 ObS 142/07s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Antrag nach § 408 ZPO. (T13)
  • 6 Ob 18/08b
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 18/08b
    Vgl; Beis ähnlich wie T11
  • 8 ObA 43/08v
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 43/08v
    Vgl auch; Beisatz: Der Beklagten steht es grundsätzlich zu, ihre Interessen zu vertreten, soweit dies nicht gegen besseres Wissen erfolgt. (T14)
  • 1 Ob 71/09m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 71/09m
    Auch; Beisatz: Nicht nur bewusst unrichtige Prozessbehauptungen (bewusster Rechtsmissbrauch) machen schadenersatzpflichtig, sondern auch ein fahrlässiges Verhalten im Prozess. Letzteres gilt aber mit der Einschränkung, dass verfahrensrechtliche Handlungen -im Gegensatz zu sonstigen Schädigungen- erst dann Schadenersatzpflichten auslösen, wenn der eingenommene Prozessstandpunkt bei gehöriger Sorgfalt nicht bloß für zweifelhaft, sondern für aussichtslos gehalten werden musste, was nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilen ist. (T15)
    Beisatz: Diese in der höchstgerichtlichen Judikatur bereits entwickelten Grundsätze zur Haftung für Prozesshandlungen lassen sich auch für die Beurteilung der Frage heranziehen, ob ein Verstoß gegen die in § 178 ZPO festgelegte Verpflichtung einer Prozesspartei, ihr Vorbringen vollständig (Abs 1) und zum frühestmöglichen Zeitpunkt (Abs 2) zu erstatten, Schadenersatzpflichten auslöst.(T16) Beisatz: Hier: Verspäteter, aber berechtigter Einwand der mangelnden Passivlegitimation in einem Kündigungsverfahren. (T17)
  • 17 Ob 9/11i
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 17 Ob 9/11i
    Vgl auch; Beisatz: Die Verjährung des Anspruchs beginnt nicht vor Zustellung der endgültigen Entscheidung im missbräuchlich geführten Verfahren. (T18)
  • 4 Ob 8/11x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
    Vgl auch; Beisatz: § 107 Abs 3 AußStrG 2005 steht dem nicht entgegen. (T19)
    Veröff: SZ 2011/48
  • 5 Ob 62/11w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 62/11w
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beis wie T15
  • 7 Ob 92/11x
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 92/11x
    Auch; Beis ähnlich wie T11
  • 1 Ob 153/11y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 1 Ob 153/11y
    Auch
  • 9 ObA 52/12f
    Entscheidungstext OGH 25.07.2012 9 ObA 52/12f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9
  • 3 Ob 169/12t
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 169/12t
    Auch; Beis wie T11
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch
  • 4 Ob 37/16v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 37/16v
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Anzeige bei einer Behörde. (T20)
  • 6 Ob 129/16p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 129/16p
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: An sich ist jedermann berechtigt, sich zur Durchsetzung eigener oder zur Abwehr fremder Ansprüche in einen Rechtsstreit einzulassen. (T21)
  • 9 Ob 37/17g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 37/17g
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T21
  • 3 Ob 29/18p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 29/18p
    Beis wie T1; Beis wie T12
  • 3 Ob 160/20f
    Entscheidungstext OGH 02.11.2020 3 Ob 160/20f
    Vgl; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0022840

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19550601_OGH0002_0010OB00007_5400000_002

Rechtssatz für 8Ob5/67 2Ob198/50 2Ob17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035979

Geschäftszahl

8Ob5/67; 2Ob198/50; 2Ob175/68; 2Ob265/57; 8Ob159/70; 3Ob114/72; 7Ob5/73; 1Ob140/73; 4Ob65/73; 3Ob6/74; 6Ob147/74; 3Ob140/75 (3Ob147/75); 4Ob558/75; 6Ob560/80; 8Ob527/80 (8Ob528/80); 5Ob745/81; 5Ob586/82; 6Ob562/82; 2Ob18/83; 4Ob141/83; 4Ob80/84 (4Ob81/84); 3Ob547/85; 3Ob618/86; 4Ob329/87; 4Ob303/87 (4Ob304/87); 2Ob728/86; 1Ob41/87; 4Ob511/88; 4Ob88/88; 4Ob92/90; 8Ob598/90; 4Ob562/95; 7Ob182/99m; 7Ob178/99y; 7Ob343/99p; 3Ob61/00t; 9ObA331/99p; 7Ob183/00p; 7Ob206/00w; 7Ob185/00g; 6Ob268/00f; 7Ob38/00i; 7Ob25/01d; 9ObA9/01s; 7Ob140/01s (7Ob141/01p); 7Ob159/01k; 7Ob94/02b; 7Ob117/02k; 8Ob169/02i; 8Ob260/02x; 7Ob17/03f; 2Ob86/03s; 7Ob273/03b; 7Ob271/02g; 7Ob262/03k; 7Ob195/04h; 6Ob168/05g; 10Ob98/05t; 9ObA29/05p; 6Ob34/06b; 9Ob72/06p; 2Ob147/06s; 9Ob120/06x; 2Ob27/07w; 9Ob13/07p; 2Ob194/07d; 2Ob189/07v; 2Ob232/07t; 2Ob26/08z; 2Ob51/08a; 4Ob90/08a; 8ObA47/08g; 8Ob79/08p; 8Ob97/08k; 3Ob135/08m; 8Ob136/08w; 8Ob162/08v; 9ObA117/08h; 8Ob168/08a; 8Ob24/09a; 9ObA24/08g; 2Ob55/09s; 9Ob33/08f; 8Ob103/09v; 9Ob45/09x; 9Ob87/09y; 9ObA124/09i; 9ObA35/09a; 5Ob209/09k; 8Ob132/09h; 1Ob3/10p; 5Ob84/10d; 2Ob110/09d; 9Ob53/09y; 9Ob67/09g; 8Ob144/09y; 1Ob18/09t; 17Ob18/10m; 4Ob210/10a; 9Ob18/10b; 5Ob9/11a; 5Ob12/11t; 8Ob35/11x; 10Ob51/11i; 9Ob55/10v; 10Ob55/11b; 9ObA97/10w; 9Ob77/10d; 1Ob160/11b; 3Ob96/11f; 9Ob38/11w; 10ObS73/11z; 10Ob90/11z; 1Ob216/11p; 5Ob25/12f; 10Ob9/12i; 5Ob52/12a; 9Ob50/11k; 1Ob258/11i; 7Ob125/12a; 9ObA24/12p; 9ObA154/12f; 4Ob235/12f; 3Ob242/12b; 5Ob5/13s; 5Ob28/13y; 9ObA146/12d; 9ObA12/13z; 8Ob43/13a; 2Ob56/13v; 5Ob82/13i; 9Ob50/13p; 9ObA104/13d; 1Ob184/13k; 5Ob7/13k; 3Ob202/13x; 5Ob150/13i; 5Ob234/13t; 9Ob3/14b; 5Ob81/14v; 5Ob216/13w; 3Ob96/14k; 1Ob204/14b; 10Ob84/14x; 9ObA10/15h; 3Ob92/15y; 10Ob27/15s; 8ObA66/15m; 1Ob190/15w; 7Ob200/15k; 1Ob240/15y; 3Ob248/15i; 7Ob47/16m; 1Ob137/16b; 9ObA112/16k; 9ObA98/16a; 3Ob251/16g; 3Ob232/16p; 9ObA129/15h; 7Ob231/16w; 2Ob18/17m; 1Ob163/16a; 9ObA142/16x; 9ObA20/17g; 9ObA155/16h; 9ObA40/17y; 9ObA116/16y; 2Ob79/17g; 9ObA75/17w; 9ObA108/17y; 3Ob157/17k; 9ObA97/17f; 9ObA124/17a; 4Ob199/17v; 1Ob95/17b; 9ObA117/17x; 1Ob192/17t; 9ObA10/18p; 8ObA4/18y; 9Ob27/18p; 5Ob11/18f; 9ObA31/18a; 8Ob138/17b; 9Ob39/18b; 1Ob30/18w; 4Ob176/18p; 9Ob85/18t; 9Ob83/18y; 4Ob29/19x; 5Ob76/19s; 8Ob102/19m; 1Ob205/20h; 3Ob185/20g

Entscheidungsdatum

24.01.1967

Norm

AußStrG §234
ZPO §50

Rechtssatz

Kosten für die Revisionsbeantwortung sind nicht zuzusprechen, wenn die Unzulässigkeit der Revision nicht geltend gemacht wurde (EvBl 1957/340 ua).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 5/67
    Entscheidungstext OGH 24.01.1967 8 Ob 5/67
  • 2 Ob 198/50
    Entscheidungstext OGH 28.03.1950 2 Ob 198/50
  • 2 Ob 175/68
    Entscheidungstext OGH 09.07.1968 2 Ob 175/68
  • 2 Ob 265/57
    Entscheidungstext OGH 05.06.1957 2 Ob 265/57
    Veröff: EvBl 1957/340 S 522
  • 8 Ob 159/70
    Entscheidungstext OGH 07.07.1970 8 Ob 159/70
  • 3 Ob 114/72
    Entscheidungstext OGH 28.09.1972 3 Ob 114/72
  • 7 Ob 5/73
    Entscheidungstext OGH 17.01.1973 7 Ob 5/73
  • 1 Ob 140/73
    Entscheidungstext OGH 19.09.1973 1 Ob 140/73
  • 4 Ob 65/73
    Entscheidungstext OGH 09.10.1973 4 Ob 65/73
  • 3 Ob 6/74
    Entscheidungstext OGH 29.01.1974 3 Ob 6/74
  • 6 Ob 147/74
    Entscheidungstext OGH 28.08.1974 6 Ob 147/74
    Beisatz: Hier: Unzulässigkeit der Revision eines von mehreren Beklagten. (T1)
  • 3 Ob 140/75
    Entscheidungstext OGH 24.06.1975 3 Ob 140/75
  • 4 Ob 558/75
    Entscheidungstext OGH 25.07.1975 4 Ob 558/75
    Beisatz: Das Begehren auf Zurückweisung muss jene Umstände darlegen, welche die Revision tatsächlich unzulässig machen. (T2)
  • 6 Ob 560/80
    Entscheidungstext OGH 23.04.1980 6 Ob 560/80
    Beis wie T2
  • 8 Ob 527/80
    Entscheidungstext OGH 15.12.1980 8 Ob 527/80
    Vgl aber; Beisatz: Ist die Revision teils zulässig und teils unzulässig und wurde dieser Umstand nicht in der Revisionsbeantwortung aufgezeigt, kommt als Bemessungsgrundlage für die Kosten der Revisionsbeantwortung nur der die zulässige Revision umfassende Teilbetrag in Betracht. (T3)
  • 5 Ob 745/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 745/81
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 586/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 5 Ob 586/82
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 562/82
    Entscheidungstext OGH 24.11.1982 6 Ob 562/82
  • 2 Ob 18/83
    Entscheidungstext OGH 01.02.1983 2 Ob 18/83
  • 4 Ob 141/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 141/83
    Beisatz: Hier: Verspätung (T4)
  • 4 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 25.06.1985 4 Ob 80/84
    Beisatz: Hier: Rekurs im arbeitsgerichtlichen Verfahren. (T5)
  • 3 Ob 547/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 547/85
    Beisatz: Hier: Rekurs(beantwortung) im Zulassungsbereich. (T6)
  • 3 Ob 618/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 3 Ob 618/86
  • 4 Ob 329/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 329/87
  • 4 Ob 303/87
    Entscheidungstext OGH 17.02.1987 4 Ob 303/87
  • 2 Ob 728/86
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 2 Ob 728/86
  • 1 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 41/87
  • 4 Ob 511/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 511/88
    Beis wie T4
  • 4 Ob 88/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 88/88
    Beisatz: Hier: Revisionsrekursbeantwortung. (T7)
  • 4 Ob 92/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 92/90
  • 8 Ob 598/90
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 8 Ob 598/90
  • 4 Ob 562/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 562/95
  • 7 Ob 182/99m
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 182/99m
  • 7 Ob 178/99y
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 178/99y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Beklagte hat im Gegensatz zur Nebenintervenientin auf die Zulässigkeit der Revision nicht hingewiesen. Ihre Revisionsbeantwortung kann daher nicht als zur zweckentsprechenden Rechtsverteidigung notwendig angesehen werden und ist deshalb auch nicht zu honorieren. (T8)
  • 7 Ob 343/99p
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 7 Ob 343/99p
  • 3 Ob 61/00t
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 61/00t
    Auch; Beis wie T7
  • 9 ObA 331/99p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 331/99p
    Beis wie T8 nur: Ihre Revisionsbeantwortung kann daher nicht als zur zweckentsprechenden Rechtsverteidigung notwendig angesehen werden. (T9)
  • 7 Ob 183/00p
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 183/00p
    Auch; Beisatz: Aufteilungsverfahren - § 234 AußStrG. (T10)
  • 7 Ob 206/00w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 206/00w
  • 7 Ob 185/00g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 185/00g
  • 6 Ob 268/00f
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 268/00f
  • 7 Ob 38/00i
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 38/00i
    Vgl auch; Beisatz: Zurückweisung des Rekurses nicht ausdrücklich beantragt. (T11)
  • 7 Ob 25/01d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 7 Ob 25/01d
    Beis wie T9
  • 9 ObA 9/01s
    Entscheidungstext OGH 09.05.2001 9 ObA 9/01s
  • 7 Ob 140/01s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 140/01s
    Vgl auch
  • 7 Ob 159/01k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 159/01k
    Beisatz: In der bloßen Erwähnung im Schlussantrag der Revisionsbeantwortung, die Revision "zurückweisen beziehungsweise abweisen", ist kein Hinweis auf den wahren Zurückweisungsgrund zu erblicken. (T12)
  • 7 Ob 94/02b
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 7 Ob 94/02b
    Beis wie T9
  • 7 Ob 117/02k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 117/02k
    Auch
  • 8 Ob 169/02i
    Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 Ob 169/02i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 260/02x
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 Ob 260/02x
    Beis wie T12
  • 7 Ob 17/03f
    Entscheidungstext OGH 12.02.2003 7 Ob 17/03f
    Auch
  • 2 Ob 86/03s
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 86/03s
  • 7 Ob 273/03b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2003 7 Ob 273/03b
    Auch
  • 7 Ob 271/02g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 7 Ob 271/02g
  • 7 Ob 262/03k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 262/03k
    Beis wie T9
  • 7 Ob 195/04h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 195/04h
    Auch
  • 6 Ob 168/05g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 168/05g
  • 10 Ob 98/05t
    Entscheidungstext OGH 22.12.2005 10 Ob 98/05t
    Beis wie T9
  • 9 ObA 29/05p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 29/05p
    Beis wie T2; Beisatz: Die Revisionsbeantwortung enthielt somit zur Frage der (Un-)Zulässigkeit der Revision keine Ausführungen, sondern bloß eine inhaltsleere Floskel, die zur Rechtsfindung nichts beitragen konnte und daher nicht der zweckentsprechenden Rechtsverteidigung diente, sodass von einem Kostenzuspruch jedenfalls Abstand zu nehmen war. (T13)
  • 6 Ob 34/06b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 34/06b
    Beisatz: Hier: Revisionsrekursbeantwortung. (T14)
  • 9 Ob 72/06p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 Ob 72/06p
  • 2 Ob 147/06s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 2 Ob 147/06s
    Vgl
  • 9 Ob 120/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 120/06x
  • 2 Ob 27/07w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 27/07w
  • 9 Ob 13/07p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 Ob 13/07p
  • 2 Ob 194/07d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 194/07d
    Vgl; Beisatz: Hier: In der Rekursbeantwortung wurde nicht auf die Unzulässigkeit des gegnerischen Rechtsmittels hingewiesen. Kein Kostenvorbehalt nach § 52 ZPO. (T15)
  • 2 Ob 189/07v
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 189/07v
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 232/07t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 232/07t
    Auch
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
    Auch
  • 2 Ob 51/08a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 51/08a
    Vgl; Beis wie T11; Beis wie T15
  • 4 Ob 90/08a
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 90/08a
  • 8 ObA 47/08g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 47/08g
    Auch; Beisatz: Hier: Die beklagte Partei hat in ihrer Revisionsbeantwortung auf die Unzulässigkeit des Rechtsmittels hingewiesen, weshalb die diesbezüglichen Kosten als der zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich anzusehen sind. (T16)
  • 8 Ob 79/08p
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 Ob 79/08p
    Auch; Beisatz: Die falsche Entscheidungsform des Gerichts zweiter Instanz (hier: Entscheidung in Urteils- anstatt in Beschlussform) kann hinsichtlich der Zweiseitigkeit des Rechtsmittelverfahrens nicht zu Lasten des Rechtsmittelgegners (hier: Klägers) gehen; auch bei ihm schadet die Falschbezeichnung seines Rechtsmittelschriftsatzes nicht. (T17)
  • 8 Ob 97/08k
    Entscheidungstext OGH 02.09.2008 8 Ob 97/08k
    Auch
  • 3 Ob 135/08m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 135/08m
    Auch
  • 8 Ob 136/08w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 136/08w
    Auch
  • 8 Ob 162/08v
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 162/08v
    Auch
  • 9 ObA 117/08h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 ObA 117/08h
  • 8 Ob 168/08a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 Ob 168/08a
  • 8 Ob 24/09a
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 Ob 24/09a
    Auch; Beis wie T16
  • 9 ObA 24/08g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 ObA 24/08g
    Auch
  • 2 Ob 55/09s
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 55/09s
    Vgl; Beis wie T15 nur: Hier: In der Rekursbeantwortung wurde nicht auf die Unzulässigkeit des gegnerischen Rechtsmittels hingewiesen. (T18)
    Bem: Vgl SZ 61/6. (T19)
  • 9 Ob 33/08f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 33/08f
  • 8 Ob 103/09v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 103/09v
  • 9 Ob 45/09x
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 45/09x
    Auch; Beisatz: Da die Klägerin in ihrer Rekursbeantwortung auf die Unzulässigkeit des Rekurses hingewiesen hat, sind ihr die Kosten der Rechtsmittelbeantwortung als zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung zweckmäßig zuzusprechen. (T20)
  • 9 Ob 87/09y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 9 Ob 87/09y
    Vgl auch
  • 9 ObA 124/09i
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 ObA 124/09i
    Auch; Beis wie T16
  • 9 ObA 35/09a
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 ObA 35/09a
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 209/09k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 209/09k
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Die bloße Erwähnung der Unzulässigkeit des Rechtsmittels versteckt mitten im Text der Revisionsrekursbeantwortung ohne entsprechenden Zurückweisungsantrag ist nicht ausreichend. (T21)
  • 8 Ob 132/09h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 132/09h
    Auch
  • 1 Ob 3/10p
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 3/10p
  • 5 Ob 84/10d
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 84/10d
    Auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T16; Beisatz: Hier: Es wurde auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen, sodass ‑ selbst ohne ausdrücklichen Zurückweisungsantrag ‑ der Schriftsatz der zweckentsprechenden Rechtsverteidigung diente. (T22)
  • 2 Ob 110/09d
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 110/09d
    Vgl; Vgl Beis wie T10
  • 9 Ob 53/09y
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 53/09y
    Auch
  • 9 Ob 67/09g
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 67/09g
    Vgl auch
  • 8 Ob 144/09y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 144/09y
    Vgl auch
  • 1 Ob 18/09t
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 18/09t
  • 17 Ob 18/10m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2010 17 Ob 18/10m
    Auch
  • 4 Ob 210/10a
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 210/10a
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 18/10b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 18/10b
  • 5 Ob 9/11a
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 9/11a
    Vgl auch
  • 5 Ob 12/11t
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 12/11t
    Vgl auch
  • 8 Ob 35/11x
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 35/11x
    Auch
  • 10 Ob 51/11i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 10 Ob 51/11i
    Auch
  • 9 Ob 55/10v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 55/10v
    Auch
  • 10 Ob 55/11b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 55/11b
    Auch
  • 9 ObA 97/10w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 97/10w
  • 9 Ob 77/10d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 77/10d
  • 1 Ob 160/11b
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 160/11b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 3 Ob 96/11f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 96/11f
    Auch; Beis wie T16
  • 9 Ob 38/11w
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 38/11w
  • 10 ObS 73/11z
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 ObS 73/11z
    Auch; Beis wie T16
  • 10 Ob 90/11z
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 Ob 90/11z
    Auch
  • 1 Ob 216/11p
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 216/11p
  • 5 Ob 25/12f
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 25/12f
    Auch
  • 10 Ob 9/12i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 Ob 9/12i
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 52/12a
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 52/12a
    Auch; Beis auch wie T21
  • 9 Ob 50/11k
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 Ob 50/11k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T16
  • 1 Ob 258/11i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 258/11i
  • 7 Ob 125/12a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 125/12a
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 9 ObA 24/12p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 24/12p
    Auch; Beis wie T16
  • 9 ObA 154/12f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 9 ObA 154/12f
    Auch
  • 4 Ob 235/12f
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 235/12f
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 242/12b
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 242/12b
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 5/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 5/13s
    Auch
  • 5 Ob 28/13y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 28/13y
    Auch
  • 9 ObA 146/12d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 146/12d
    Auch
  • 9 ObA 12/13z
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 12/13z
    Auch
  • 8 Ob 43/13a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 Ob 43/13a
  • 2 Ob 56/13v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 56/13v
    Vgl; Vgl Beis wie T15; Beisatz: Es besteht kein Anspruch auf Ersatz der Kosten einer Rekursbeantwortung, wenn der vorliegende Zurückweisungsgrund nicht geltend gemacht wurde. (T23)
    Beisatz: Hier: Verspätung des Rekurses. (T24)
  • 5 Ob 82/13i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 5 Ob 82/13i
    Auch
  • 9 Ob 50/13p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 Ob 50/13p
    Auch; Beis wie T16
  • 9 ObA 104/13d
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 104/13d
    Vgl auch
  • 1 Ob 184/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 184/13k
    Auch
  • 5 Ob 7/13k
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 7/13k
  • 3 Ob 202/13x
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 202/13x
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 150/13i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 150/13i
  • 5 Ob 234/13t
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 234/13t
  • 9 Ob 3/14b
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 Ob 3/14b
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 81/14v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 81/14v
  • 5 Ob 216/13w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 216/13w
  • 3 Ob 96/14k
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 96/14k
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 204/14b
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 204/14b
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Die Kläger haben zwar die Zurückweisung der Revision beantragt, sind aber auf deren Unzulässigkeit nicht eingegangen. Ihre Rechtsmittelbeantwortung war damit nicht zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig, weshalb ihnen kein Kostenersatz zusteht. (T25)
  • 10 Ob 84/14x
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 84/14x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T16; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T22
  • 9 ObA 10/15h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 10/15h
  • 3 Ob 92/15y
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 92/15y
    Auch; Beis wie T16
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch; Beis wie T16
  • 8 ObA 66/15m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 ObA 66/15m
  • 1 Ob 190/15w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 190/15w
    Auch; Beis wie T16
  • 7 Ob 200/15k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 200/15k
    Auch
  • 1 Ob 240/15y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 240/15y
    Vgl
  • 3 Ob 248/15i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 248/15i
    Auch; Beis wie T16
  • 7 Ob 47/16m
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 47/16m
    Beis wie T9
  • 1 Ob 137/16b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 137/16b
    Auch; Beis wie T9
  • 9 ObA 112/16k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 ObA 112/16k
  • 9 ObA 98/16a
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 98/16a
  • 3 Ob 251/16g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 251/16g
    Beis wie T16
  • 3 Ob 232/16p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 232/16p
    Beis wie T16
  • 9 ObA 129/15h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 ObA 129/15h
  • 7 Ob 231/16w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 231/16w
    Beis wie T9
  • 2 Ob 18/17m
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/17m
    Vgl auch
  • 1 Ob 163/16a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 163/16a
    Vgl
  • 9 ObA 142/16x
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 142/16x
  • 9 ObA 20/17g
    Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 20/17g
    Auch
  • 9 ObA 155/16h
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 155/16h
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 9 ObA 40/17y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 40/17y
    Auch
  • 9 ObA 116/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 116/16y
    Vgl auch
  • 2 Ob 79/17g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 79/17g
    Auch; Beis wie T25
  • 9 ObA 75/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 75/17w
  • 9 ObA 108/17y
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 108/17y
    Auch; Beis wie T16
  • 3 Ob 157/17k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 157/17k
    Auch; Beis wie T25
  • 9 ObA 97/17f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 97/17f
    Auch; Beis wie T16
  • 9 ObA 124/17a
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 124/17a
    Auch; Beis wie T16
  • 4 Ob 199/17v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 199/17v
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 95/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 95/17b
    Beis wie T9
  • 9 ObA 117/17x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 117/17x
  • 1 Ob 192/17t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 192/17t
    Auch; Beis wie T22
  • 9 ObA 10/18p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 ObA 10/18p
    Auch; Beis wie T16
  • 8 ObA 4/18y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 ObA 4/18y
    Auch; Beis wie T16
  • 9 Ob 27/18p
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 27/18p
    Auch
  • 5 Ob 11/18f
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 11/18f
    Auch; Beis wie T22
  • 9 ObA 31/18a
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 31/18a
    Beis wie T16
  • 8 Ob 138/17b
    Entscheidungstext OGH 23.02.2018 8 Ob 138/17b
  • 9 Ob 39/18b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 Ob 39/18b
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 30/18w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 30/18w
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 4 Ob 176/18p
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 176/18p
  • 9 Ob 85/18t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 85/18t
    Beis wie T16
  • 9 Ob 83/18y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 9 Ob 83/18y
    Auch; Beis wie T16
  • 4 Ob 29/19x
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 29/19x
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T24
  • 5 Ob 76/19s
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 76/19s
    Beis wie T23
  • 8 Ob 102/19m
    Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 Ob 102/19m
    Vgl; Beis wie T16
  • 1 Ob 205/20h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2020 1 Ob 205/20h
    Beis wie T10
  • 3 Ob 185/20g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2020 3 Ob 185/20g
    Beis wie T23; Beisatz: Hier: absolute Unzulässigkeit aufgezeigt. (T26)

Anmerkung

Anm: Dieser Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen. September 2020

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0035979

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19670124_OGH0002_0080OB00005_6700000_001

Rechtssatz für 3Ob30/71 4Ob302/72 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026205

Geschäftszahl

3Ob30/71; 4Ob302/72; 5Ob167/74; 2Ob310/74; 8Ob502/77; 8Ob502/78; 1Ob542/79; 3Ob538/81 (3Ob539/81); 5Ob783/81 (5Ob784/81); 8Ob141/82; 3Ob523/84; 1Ob716/86; 7Ob733/87; 8Ob674/87; 6Ob582/89 (6Ob583/89); 3Ob566/89; 7Ob2314/96m; 2Ob569/95; 1Ob371/97h; 1Ob384/97w; 6Ob59/01x; 5Ob28/02g; 4Ob233/02x; 4Ob139/03z; 7Ob59/04h; 6Ob57/04g; 6Ob72/05i; 9ObA144/05z; 6Ob130/05v; 7Ob49/07t; 2Ob111/07y; 6Ob241/06v; 6Ob11/08y; 8ObA20/08m; 8ObA52/08t; 7Ob206/08g; 5Ob225/08m; 3Ob22/09w; 8Ob77/09w; 6Ob178/09h; 17Ob17/09p; 6Ob175/10v; 5Ob209/10m; 4Ob91/12d; 1Ob168/12f; 8Ob69/12y; 7Ob216/12h; 2Ob173/12y; 4Ob122/13i; 5Ob41/14m; 8Ob26/14b; 10Ob27/15s; 9Ob25/16s; 9Ob37/17g; 5Ob119/19i; 4Ob37/20z; 4Ob57/20s; 9ObA21/21k

Entscheidungsdatum

09.06.1971

Norm

ABGB §1295 III

Rechtssatz

Beweispflichtig dafür, dass der Rechtsausübende kein anderes Interesse hatte als zu schaden, ist der Schikane behauptende Kläger.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 30/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 3 Ob 30/71
    Veröff: SZ 44/86
  • 4 Ob 302/72
    Entscheidungstext OGH 29.02.1972 4 Ob 302/72
    Veröff: SZ 45/20 = ÖBl 1972,121
  • 5 Ob 167/74
    Entscheidungstext OGH 11.09.1974 5 Ob 167/74
    Veröff: EvBl 1975/184 S 396 = QuHGZ 1975 1/124
  • 2 Ob 310/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1975 2 Ob 310/74
  • 8 Ob 502/77
    Entscheidungstext OGH 09.03.1977 8 Ob 502/77
  • 8 Ob 502/78
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 8 Ob 502/78
    Vgl
  • 1 Ob 542/79
    Entscheidungstext OGH 21.02.1979 1 Ob 542/79
  • 3 Ob 538/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 3 Ob 538/81
    Beisatz: Hier: Beklagter (T1)
  • 5 Ob 783/81
    Entscheidungstext OGH 01.06.1982 5 Ob 783/81
    Auch
  • 8 Ob 141/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 141/82
    Veröff: SZ 55/137
  • 3 Ob 523/84
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 3 Ob 523/84
    Auch
  • 1 Ob 716/86
    Entscheidungstext OGH 25.03.1987 1 Ob 716/86
    Veröff: SZ 60/50 = JBl 1987,782
  • 7 Ob 733/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 733/87
  • 8 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 8 Ob 674/87
    Veröff: JBl 1990,242
  • 6 Ob 582/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 6 Ob 582/89
  • 3 Ob 566/89
    Entscheidungstext OGH 16.11.1989 3 Ob 566/89
    Auch; Veröff: ÖBA 1990,395 = RdW 1990,155
  • 7 Ob 2314/96m
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2314/96m
    Veröff: SZ 69/289
  • 2 Ob 569/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 569/95
    Auch; Beisatz: Der Kläger hat den Nachweis aller für eine Sittenwidrigkeit sprechenden Umstände, insbesondere dafür zu erbringen, dass zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des Geschädigten ein krasses Missverhältnis besteht. (T2)
  • 1 Ob 371/97h
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 371/97h
    Auch
  • 1 Ob 384/97w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 384/97w
  • 6 Ob 59/01x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 59/01x
  • 5 Ob 28/02g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 28/02g
    Auch; Beisatz: Behauptungs- und beweispflichtig für alle für eine schikanöse Rechtsausübung sprechenden Umstände ist derjenige, der sich auf Schikane beruft. (T3)
  • 4 Ob 233/02x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 233/02x
    Vgl auch; Beisatz: Die Beweislast trifft denjenigen, der sich auf Rechtsmissbrauch beruft, wobei selbst relativ geringe Zweifel am Rechtsmissbrauch zugunsten des Rechtsausübenden den Ausschlag geben, weil demjenigen, der an sich ein Recht hat, grundsätzlich zugestanden werden soll, dass er innerhalb der Schranken dieses Rechts handelt. (T4)
  • 4 Ob 139/03z
    Entscheidungstext OGH 19.08.2003 4 Ob 139/03z
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Begründet der Ablauf eines Geschehens die Vermutung der Schädigungsabsicht, ist es Sache des Beklagten einen gerechtfertigten Beweggrund für sein Verhalten zu behaupten und zu beweisen. (T5)
  • 7 Ob 59/04h
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 59/04h
  • 6 Ob 57/04g
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 57/04g
  • 6 Ob 72/05i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 72/05i
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Beweispflichtig dafür, dass der Rechtsausübende kein anderes Interesse hat als zu schädigen oder dass doch der Schädigungszweck und unlautere Motive so augenscheinlich im Vordergrund stehen, dass andere Ziele der Rechtsausübung völlig in den Hintergrund treten, ist der den Rechtsmissbrauch Behauptende. (T6)
  • 9 ObA 144/05z
    Entscheidungstext OGH 16.12.2005 9 ObA 144/05z
    Beis wie T4; Veröff: SZ 2005/182
  • 6 Ob 130/05v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 130/05v
    Beis wie T4
  • 7 Ob 49/07t
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 49/07t
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 111/07y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 111/07y
    Beis wie T1
  • 6 Ob 241/06v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 241/06v
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Der Schikaneeinwand muss nicht ausdrücklich erhoben werden; es genügt, dass entsprechende Tatsachen vorgebracht werden. (T7)
  • 6 Ob 11/08y
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 11/08y
    Beis wie T4
  • 8 ObA 20/08m
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 8 ObA 20/08m
    Vgl auch; Veröff: SZ 2008/71
  • 8 ObA 52/08t
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 8 ObA 52/08t
    Vgl
  • 7 Ob 206/08g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 206/08g
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 225/08m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 225/08m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 3 Ob 22/09w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 22/09w
  • 8 Ob 77/09w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 Ob 77/09w
    Auch
  • 6 Ob 178/09h
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 178/09h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 17 Ob 17/09p
    Entscheidungstext OGH 22.09.2009 17 Ob 17/09p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bösgläubige Markenanmeldung. (T8)
  • 6 Ob 175/10v
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 175/10v
  • 5 Ob 209/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 209/10m
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 91/12d
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 91/12d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Veröff: SZ 2012/79
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 69/12y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 69/12y
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 7 Ob 216/12h
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 216/12h
    Beis wie T4
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Beis wie T4
  • 4 Ob 122/13i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 122/13i
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 5 Ob 41/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 41/14m
    Beis wie T4
  • 8 Ob 26/14b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 26/14b
    Vgl auch; Beisatz: Im Allgemeinen geben selbst relativ geringe Zweifel am Rechtsmissbrauch zu Gunsten des Rechtsausübenden den Ausschlag, weil diesem grundsätzlich zugestanden werden kann, dass er innerhalb der Schranken dieses Rechts handelt. (T9)
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9
  • 9 Ob 25/16s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 Ob 25/16s
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 9 Ob 37/17g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 37/17g
    Auch
  • 5 Ob 119/19i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 119/19i
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 4 Ob 37/20z
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 4 Ob 37/20z
    Beis wie T4
  • 4 Ob 57/20s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 57/20s
  • 9 ObA 21/21k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 9 ObA 21/21k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0026205

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19710609_OGH0002_0030OB00030_7100000_001

Rechtssatz für 1Ob539/81 5Ob312/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035972

Geschäftszahl

1Ob539/81; 5Ob312/81; 1Ob611/95; 9ObA82/98v; 9ObA181/98b; 9ObA354/98v; 9ObA247/99k; 9ObA139/99b; 9ObA87/00x; 3Ob188/99i; 9ObA113/02m; 9ObA22/03f; 9Ob127/04y; 8Ob57/07a; 2Ob233/08s; 2Ob153/08a; 2Ob143/09g; 9ObA115/12w; 10Ob27/15s; 4Ob71/15t; 2Ob129/15g; 3Ob92/16z; 3Ob204/17x; 9ObA24/18x; 2Ob201/17y; 2Ob78/19p

Entscheidungsdatum

29.04.1981

Norm

ZPO §52 Abs2

Rechtssatz

Bietet ein Teilurteil für das Rechtsmittelgericht die Möglichkeit der Kostenwertfestsetzung, sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens in der diesen Teil des Prozessgegenstandes abschließend erledigenden Entscheidung ziffernmäßig zu bestimmen (Fasching II, 364).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 539/81
  • 5 Ob 312/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 312/81
    Vgl; Beisatz: Hier: Zurückweisung der Revision einer Prozesspartei, die einen Teil des Streitgegenstandes betraf. (T1)
  • 1 Ob 611/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 611/95
    Auch
  • 9 ObA 82/98v
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 ObA 82/98v
    Vgl auch; Beisatz: Der OGH hat über die Kosten zu entscheiden, weil sich das Revisionsverfahren auf das vom Erstgericht erlassene Teilurteil als eigenen Anfechtungsgegenstand bezieht und dessen Schicksal für die Verteilung der in diesem Prozessabschnitt aufgelaufenen Kosten maßgeblich ist. (T2)
  • 9 ObA 181/98b
    Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 181/98b
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 354/98v
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 354/98v
    Auch
  • 9 ObA 247/99k
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 9 ObA 247/99k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 139/99b
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 139/99b
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 87/00x
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 87/00x
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 188/99i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 188/99i
    Vgl auch
  • 9 ObA 113/02m
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 ObA 113/02m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 22/03f
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 9 ObA 22/03f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 127/04y
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 127/04y
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 57/07a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 57/07a
    Auch
  • 2 Ob 233/08s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 233/08s
    Vgl
  • 2 Ob 153/08a
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 153/08a
    Auch; Veröff: SZ 2009/114
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl; Veröff: SZ 2010/67
  • 9 ObA 115/12w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 ObA 115/12w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Aufhebung eines Teils der angefochtenen Entscheidung als nichtig. (T3)
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch
  • 4 Ob 71/15t
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 71/15t
    Vgl auch
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch
  • 3 Ob 92/16z
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 92/16z
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 204/17x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 204/17x
    Beis wie T2
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Vgl auch
  • 2 Ob 201/17y
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 201/17y
    Vgl auch
  • 2 Ob 78/19p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 78/19p
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0035972

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19810429_OGH0002_0010OB00539_8100000_001

Rechtssatz für 7Ob583/92 1Ob1571/95 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022808

Geschäftszahl

7Ob583/92; 1Ob1571/95; 5Ob261/02x; 10Ob6/05p; 4Ob114/07d; 6Ob156/08x; 10Ob27/15s; 4Ob258/16v

Entscheidungsdatum

09.07.1992

Norm

ABGB §1295 Ia7
ABGB §1295 Abs2 III

Rechtssatz

Die Schuldhaftigkeit eines Handelns kann nicht dadurch eine andere Beurteilung erfahren, dass sie in die Form einer Prozesshandlung gekleidet wird. Nach materiellen Regeln rechtswidriges Verhalten wird nicht schon dadurch gerechtfertigt, dass es in die Gestalt von Verfahrenshandlungen gesetzt wird.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 583/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 7 Ob 583/92
    Veröff: EvBl 1993/15 S 87 = JBl 1993,394
  • 1 Ob 1571/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 1571/95
    Vgl; Beisatz: Bei Prüfung der Rechtswidrigkeit von Verfahrenshandlungen ist der auch sonst geltende materiellrechtliche Maßstab anzulegen. (T1)
  • 5 Ob 261/02x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 261/02x
    Auch; nur: Nach materiellen Regeln rechtswidriges Verhalten wird nicht schon dadurch gerechtfertigt, dass es in die Gestalt von Verfahrenshandlungen gesetzt wird. (T2)
    Beisatz: Verfahrensrechtliche Handlungen werden nicht per se § 1305 ABGB unterstellt und unabhängig von der materiellrechtlichen Situation als Rechtfertigungsgrund für eine Schadenszufügung angesehen. (T3)
  • 10 Ob 6/05p
    Entscheidungstext OGH 08.03.2005 10 Ob 6/05p
    Auch; Beisatz: Die Inanspruchnahme prozessualer Möglichkeiten und Befugnisse stellt keinen Rechtfertigungsgrund dar, der ein ansonsten rechtswidriges Verhalten dieser Eigenschaft entkleiden könnte. (T4)
  • 4 Ob 114/07d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 114/07d
    Auch; Beisatz: Unzulässige Verfahrenshandlungen setzen das Bewusstsein der Unrichtigkeit des eigenen Standpunkts voraus. (T5)
  • 6 Ob 156/08x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 156/08x
    Vgl; Beisatz: Hier: Zur Frage der Haftung der Beklagten für die Folgen eines Konkursantrags, den deren Rechtsvertreter auf Basis ihrer (sich später als unrichtig erweisenden) Auskünfte in deren Auftrag gegen den Kläger gestellt hatte. (T6)
    Veröff: SZ 2008/104
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch
  • 4 Ob 258/16v
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 258/16v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0022808

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19920709_OGH0002_0070OB00583_9200000_002

Rechtssatz für 4Ob501/93 1Ob11/93 4Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026265

Geschäftszahl

4Ob501/93; 1Ob11/93; 4Ob58/93; 4Ob519/95; 2Ob1587/95; 1Ob1649/95; 6Ob2330/96g; 7Ob2314/96m; 1Ob215/97t; 2Ob569/95; 9Ob334/97a; 1Ob61/97w; 1Ob371/97h; 1Ob338/97f; 10Ob77/98s; 9Ob272/98k; 10Ob384/98p; 8Ob291/98x; 3Ob291/97h; 6Ob51/99i; 5Ob208/99w; 6Ob150/99y; 4Ob193/00m; 9Ob35/01i; 2Ob248/01m; 9Ob274/01m; 5Ob28/02g; 1Ob91/02t; 9Ob32/02z; 5Ob200/02a; 2Ob108/03a; 6Ob102/03y; 5Ob82/03z; 7Ob271/02g; 7Ob21/04w; 7Ob103/05f; 10Ob45/05y; 6Ob72/05i; 6Ob80/05s; 3Ob40/06p; 9ObA43/06y; 7Ob67/07i; 7Ob49/07t; 4Ob119/07i; 2Ob111/07y; 7Ob28/08f; 6Ob11/08y; 4Ob65/08z; 7Ob36/08g; 3Ob142/08s; 1Ob262/07x; 5Ob225/08m; 8Ob39/09g; 8ObA81/08g; 6Ob178/09h; 17Ob16/09s; 5Ob166/09m; 6Ob65/10t; 1Ob37/11i; 5Ob209/10m; 5Ob108/11k; 4Ob104/11i; 3Ob34/12i; 4Ob111/12w; 8Ob97/11i; 5Ob40/12m; 6Ob24/11i; 1Ob168/12f; 8Ob69/12y; 5Ob199/12v; 7Ob216/12h; 10Ob28/13k; 2Ob173/12y; 4Ob122/13i; 4Ob199/13p; 4Ob220/13a; 5Ob41/14m; 8Ob24/14h; 8Ob26/14b; 9Ob32/14t; 6Ob70/14h; 10Ob27/15s; 4Ob100/15g; 3Ob216/15h; 6Ob175/15a; 4Ob210/15h; 4Ob2/16x; 2Ob220/15i; 7Ob56/17m; 7Ob67/17d; 9Ob62/16g; 9Ob37/17g; 4Ob142/17m; 3Ob17/19z; 4Ob201/18i; 5Ob165/19d; 1Ob121/19d; 2Ob12/20h; 5Ob119/20s; 4Ob57/20s; 2Ob153/20v; 1Ob234/20y; 5Ob191/20d; 9ObA21/21k

Entscheidungsdatum

12.01.1993

Norm

ABGB §1295 Abs2 III
ZPO §502 Abs1 HI2
ZPO §502 Abs1 III5

Rechtssatz

Schikane liegt nicht nur dann vor, wenn die Schädigungsabsicht den einzigen Grund der Rechtsausübung bildet, sondern auch dann, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des anderen ein ganz krasses Missverhältnis besteht (hier: keine Schikane bei Verbesserungsaufwand von fünf Prozent des Werklohnes).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 501/93
    Entscheidungstext OGH 12.01.1993 4 Ob 501/93
    Veröff: EvBl 1993/101 S 425
  • 1 Ob 11/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 11/93
    nur: Schikane liegt nicht nur dann vor, wenn die Schädigungsabsicht den einzigen Grund der Rechtsausübung bildet, sondern auch dann, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des anderen ein ganz krasses Missverhältnis besteht. (T1)
  • 4 Ob 58/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 4 Ob 58/93
  • 4 Ob 519/95
    Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 519/95
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/47
  • 2 Ob 1587/95
    Entscheidungstext OGH 23.11.1995 2 Ob 1587/95
    Auch
  • 1 Ob 1649/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 1649/95
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 2330/96g
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 6 Ob 2330/96g
    nur T1
  • 7 Ob 2314/96m
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2314/96m
    Vgl auch; Beisatz: Schikane ist nicht nur so weit verboten, als Schadenersatzpflicht daran geknüpft ist, sondern dass jeder missbräuchlichen Rechtsausübung einredeweise entgegengetreten werden kann. Verstößt die Ausübung eines vermeintlichen Rechts gegen die guten Sitten, dann liegt in Wahrheit nur eine Scheinrechtsausübung vor. Beweispflichtig dafür, dass der Rechtsausübende kein anderes Interesse hat, als zu schädigen, oder dass doch der Schädigungszweck und unlautere Motive so augenscheinlich im Vordergrund stehen, dass andere Ziele der Rechtsausübung völlig in den Hintergrund treten, ist der die Schikane Behauptende. (T2) Veröff: SZ 69/289
  • 1 Ob 215/97t
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 215/97t
    Beisatz: Diese Interessenabwägung ist nach den Umständen des Einzelfalls vorzunehmen. (T3)
  • 2 Ob 569/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 569/95
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 334/97a
    Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 Ob 334/97a
    nur T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 61/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 61/97w
    nur: Schikane wird auch dann bejaht, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten fremden Interessen ein ganz krasses Missverhältnis besteht. (T4)
    Veröff: SZ 70/242
  • 1 Ob 371/97h
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 371/97h
    Auch; nur T4; Beisatz: Für das rechtsmissbräuchliche Vorgehen beweispflichtig ist stets derjenige, der den Rechtsmissbrauch behauptet. (T5)
  • 1 Ob 338/97f
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 338/97f
    nur T4
  • 10 Ob 77/98s
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 10 Ob 77/98s
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 272/98k
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 Ob 272/98k
    Beis wie T3; nur T4
  • 10 Ob 384/98p
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 10 Ob 384/98p
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Es kann keine "fixe Prozentsatzgrenze" im Verhältnis zwischen (restlichem) Werklohn und Verbesserungsaufwand geben (10 Ob 77/98s). (T6)
    Beisatz: Hier: Keine Schikane bei Verbesserungsaufwand von 2,6 Prozent des offenen Werklohnes. (T7)
  • 8 Ob 291/98x
    Entscheidungstext OGH 07.06.1999 8 Ob 291/98x
    nur T4; Veröff: SZ 72/100
  • 3 Ob 291/97h
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 291/97h
    nur T1
  • 6 Ob 51/99i
    Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 51/99i
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Schikane liegt vor, wenn das unlautere Motiv der Handlung die lauteren Motive eindeutig überwiegt, es also augenscheinlich im Vordergrund steht. (T8)
  • 5 Ob 208/99w
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 5 Ob 208/99w
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 150/99y
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 6 Ob 150/99y
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8
  • 4 Ob 193/00m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 4 Ob 193/00m
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 35/01i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2001 9 Ob 35/01i
    nur T1; Beis wie T8; Beisatz: Auch das Eigentumsrecht wird durch das Verbot der schikanösen Rechtsausübung beschränkt. (T9)
  • 2 Ob 248/01m
    Entscheidungstext OGH 18.10.2001 2 Ob 248/01m
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 9 Ob 274/01m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2002 9 Ob 274/01m
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Rechtsmissbräuchliche Handlungen sind aber nach der Rechtsordnung nicht nur so weit verboten, als Schadenersatzpflichten daran geknüpft sind, sondern es kann jeder missbräuchlichen Rechtsausübung entgegengetreten werden. (T10)
  • 5 Ob 28/02g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 28/02g
    nur T4; Beis ähnlich wie T5; Beis wie T8; Beisatz: Aus der Geringfügigkeit der Mängelbehebungskosten ist nicht ohne weiteres zu schließen, dass die Ausübung des Leistungsverweigerungsrechts schikanös ist. (T11)
  • 1 Ob 91/02t
    Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 91/02t
    nur T1; Beis wie T3
  • 9 Ob 32/02z
    Entscheidungstext OGH 18.09.2002 9 Ob 32/02z
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 5 Ob 200/02a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 5 Ob 200/02a
    nur T1; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Die Bewertung eines Begehrens als rechtsmissbräuchlich stellt im Allgemeinen keine Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO dar. (T12)
  • 2 Ob 108/03a
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 2 Ob 108/03a
    Beis wie T12
  • 6 Ob 102/03y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 102/03y
  • 5 Ob 82/03z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2003 5 Ob 82/03z
    nur T4; Beis ähnlich wie T8
    Veröff: SZ 2003/95
  • 7 Ob 271/02g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 7 Ob 271/02g
    Vgl; Beis wie T12
  • 7 Ob 21/04w
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 21/04w
    nur T4; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 7 Ob 103/05f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 103/05f
    Auch; nur T1; Beis wie T12
  • 10 Ob 45/05y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 45/05y
    Auch; Beisatz: Diese liegt dann vor, wenn das unlautere Motiv der Handlung die lauteren Motive eindeutig überwiegt, es also augenscheinlich im Vordergrund steht, oder auch dann, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des anderen ein krasses Missverhältnis besteht. (T13)
  • 6 Ob 72/05i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 72/05i
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Ein Rechtsmissbrauch liegt dann vor, wenn das unlautere Motiv der Rechtsausübung das lautere Motiv eindeutig überwiegt. Beweispflichtig dafür, dass der Rechtsausübende kein anderes Interesse hat als zu schädigen oder dass doch der Schädigungszweck und unlautere Motive so augenscheinlich im Vordergrund stehen, dass andere Ziele der Rechtsausübung völlig in den Hintergrund treten, ist der den Rechtsmissbrauch Behauptende. (T14)
  • 6 Ob 80/05s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 80/05s
    Beisatz: Das volle Leistungsverweigerungsrecht besteht nicht, wenn von einem Missverhältnis zwischen den vom Gewährleistungsberechtigten verfolgten Interessen an der Leistungsverweigerung und dem Interesse des Werkunternehmers an der Bezahlung des Werklohns für den mängelfreien Teil des Werks auszugehen ist. Hier: Missbräuchliche Rechtsausübung, wenn das hergestellte Werk in Gebrauch genommen wurde und die Mängelbehebung keine besonderen Fachkenntnisse und kein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragsparteien zur Voraussetzung hat. (T15)
  • 3 Ob 40/06p
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 40/06p
    nur T4; Beis wie T8
  • 9 ObA 43/06y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 43/06y
    Vgl auch; Beisatz: Dass der dem Kläger auf Grund seines Kontrollrechts zustehende Buchauszug auch Parameter (Einkaufspreise, Verkaufspreise) enthalten muss, die allenfalls für Konkurrenten von Interesse sein könnten, ergibt sich aus der von den Parteien vereinbarten Form der - zwischen Warengruppen unterscheidenden, von unterschiedlich hohen prozentuellen Rohgewinnen abhängigen - Provisionsberechnung. Daraus ergibt sich kein zu Lasten des Klägers gehendes krasses Missverhältnis der beiderseitigen Interessen. (T16)
  • 7 Ob 67/07i
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 67/07i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T12
  • 7 Ob 49/07t
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 49/07t
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 4 Ob 119/07i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 119/07i
    nur T1
  • 2 Ob 111/07y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 111/07y
  • 7 Ob 28/08f
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 28/08f
    nur T1; Beisatz: Hier: Rechtsmissbrauch bei Ablehnung einer beantragten Währungskonvertierung verneint. (T17)
  • 6 Ob 11/08y
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 11/08y
    nur T1; Beis wie T12
  • 4 Ob 65/08z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 65/08z
    Auch; nur T1; Beis wie T13
  • 7 Ob 36/08g
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 7 Ob 36/08g
    nur T1; Beisatz: Das Begehren auf Entfernung von vereinbarungswidrig verlegten Leitungen, weil die kürzlich hergestellte neue Straßenoberfläche beschädigt wurde, ist im Hinblick auf das schon vor der Vereinbarung ex lege bestehende Leistungsrecht nach § 5 Abs 3 TKG 2003 rechtsmissbräuchlich. (T18)
    Veröff: SZ 2008/85
  • 3 Ob 142/08s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 142/08s
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Verbesserungsaufwand 15 % des offenen Werklohns - Schikane verneint. (T19)
  • 1 Ob 262/07x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 262/07x
    Vgl auch; Beis wie T15 nur: Das volle Leistungsverweigerungsrecht besteht nicht, wenn von einem Missverhältnis zwischen den vom Gewährleistungsberechtigten verfolgten Interessen an der Leistungsverweigerung und dem Interesse des Werkunternehmers an der Bezahlung des Werklohns für den mängelfreien Teil des Werks auszugehen ist. (T20)
    Beisatz: Verbesserungsaufwand von nur rund 2 % des offenen Werklohns - volles Leistungsverweigerungsrecht verneint. (T21)
  • 5 Ob 225/08m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 225/08m
    Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T12; Beis wie T14
  • 8 Ob 39/09g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 39/09g
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Grenzüberbau eines (unterirdischen) Betonsockels für einen Zaun. (T22)
  • 8 ObA 81/08g
    Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 ObA 81/08g
    nur T1; Beisatz: Hier: Rechtsmissbrauch bejaht bei „Stehenlassen" des Urlaubs während fast viereinhalb Jahre dauernder Dienstfreistellung trotz mehrfachen Anbots des Arbeitgebers zum Abschluss von Urlaubsvereinbarungen. (T23)
    Veröff: SZ 2009/102
  • 6 Ob 178/09h
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 178/09h
    Auch; Beis wie T12; Bem: Hier: Informationsanspruch des GmbH-Gesellschafters gegen die Gesellschaft. (T24)
  • 17 Ob 16/09s
    Entscheidungstext OGH 22.09.2009 17 Ob 16/09s
    Auch; Beisatz: Hier: Abwehr eines Markenrechtseingriffs. (T25)
    Veröff: SZ 2009/126
  • 5 Ob 166/09m
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 166/09m
    Auch; Beisatz: Soweit ein Belastungs- und Veräußerungsverbot gezielt gegen andrängende Gläubiger eingesetzt werden soll, um einen exekutiven Zugriff zu verhindern, kann dies Rechtsmissbrauch darstellen. (T26)
  • 6 Ob 65/10t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 65/10t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 37/11i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 37/11i
    nur T4; Beis wie T3
  • 5 Ob 209/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 209/10m
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 108/11k
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 108/11k
    Auch; Auch Beis wie T6; Beis wie T12; Beis ähnlich wie T15
  • 4 Ob 104/11i
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 104/11i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechnungslegungsanspruch nach § 87a UrhG. (T27)
  • 3 Ob 34/12i
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 34/12i
    Vgl; Beis wie T12
  • 4 Ob 111/12w
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 111/12w
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 8 Ob 97/11i
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 Ob 97/11i
    Beis wie T12
  • 5 Ob 40/12m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 40/12m
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 6 Ob 24/11i
    Entscheidungstext OGH 11.09.2012 6 Ob 24/11i
    Verstärkter Senat; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Schon das legitime Interesse an Klarheit und Rechtssicherheit im Abmahnverfahren nach § 28 Abs 2 KSchG schließt Schikane oder Mutwillen des abmahnenden Verbandes aus. (T28)
    Veröff: SZ 2012/87
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    nur T1; Ähnlich Beis wie T3; Beis wie T5
  • 8 Ob 69/12y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 69/12y
  • 5 Ob 199/12v
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 199/12v
    Auch; nur T1; Beis wie T13; Auch Beis wie T14
  • 7 Ob 216/12h
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 216/12h
    nur T1
  • 10 Ob 28/13k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 Ob 28/13k
    nur T4; Beis wie T12
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 122/13i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 122/13i
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 199/13p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 199/13p
    Auch
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 41/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 41/14m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beisatz: Dabei geben im Allgemeinen selbst relativ geringe Zweifel am Rechtsmissbrauch zu Gunsten des Rechtsausübenden den Ausschlag, weil diesem grundsätzlich zugestanden werden muss, dass er innerhalb der Schranken des ihm eingeräumten Rechts handelt. (T29)
  • 8 Ob 24/14h
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 24/14h
    Auch
  • 8 Ob 26/14b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 26/14b
    Auch; nur T4
  • 9 Ob 32/14t
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 Ob 32/14t
    nur T1
  • 6 Ob 70/14h
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 70/14h
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 100/15g
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 100/15g
    Vgl
  • 3 Ob 216/15h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 216/15h
    Auch
  • 6 Ob 175/15a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 175/15a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Begehren auf (sehr kostspieligen) Abriss von Teilen eines Gebäudes. (T30)
  • 4 Ob 210/15h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 210/15h
    Auch; Beis wie T29
  • 4 Ob 2/16x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 2/16x
  • 2 Ob 220/15i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 2 Ob 220/15i
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 56/17m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 7 Ob 56/17m
    Auch
  • 7 Ob 67/17d
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 67/17d
    Auch; Veröff: SZ 2017/77
  • 9 Ob 62/16g
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 62/16g
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2017/107
  • 9 Ob 37/17g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 37/17g
    Auch; nur T1; Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 4 Ob 142/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 142/17m
    Auch
  • 3 Ob 17/19z
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 17/19z
  • 4 Ob 201/18i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 201/18i
    Beisatz: Im Fall vorsätzlicher Schadenszufügung kann der bewusste Missbrauch des Versammlungsrechts eine sittenwidrige Schädigung auch dann begründen, wenn kein absolutes Recht verletzt wird („Demonstrationsschadenersatz“). (T31)
    Beisatz: Bei angezeigten Versammlungen kommt ein Schadenersatzanspruch Dritter für Nutzungsbeschränkungen im Allgemeinen nur bei zu Recht ausgesprochener Untersagung der Versammlung in Betracht. Anderes gilt jedoch für jene Fälle, in denen das unlautere Motiv der Demonstranten das lautere eindeutig überwiegt und dieser offenbare Schädigungszweck vom Vorsatz umfasst ist. (T32)
  • 5 Ob 165/19d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 165/19d
    nur T1
  • 1 Ob 121/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 121/19d
    Beis wie T8; Beis wie T12; Beisatz: Nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs ist Rechtsmissbrauch nicht nur dann anzunehmen, wenn die Schädigungsabsicht den einzigen oder überwiegenden Grund der Rechtsausübung bildet, sondern auch dann, wenn zwischen den vom Handelnden verfolgten eigenen Interessen und den beeinträchtigten Interessen des anderen ein krasses Missverhältnis besteht, wenn also das unlautere Motiv der Rechtsausübung das lautere Motiv eindeutig überwiegt. (T33)
    Beisatz: Hier: Nachbarrechtlicher Abwehranspruch; Rechtsmissbrauch und schikanöse Klageführung bejaht, da der Kläger wusste, dass für eine Quellfassungssanierung – welcher er ausdrücklich zustimmte – allenfalls auch sein eigener Grund in Anspruch genommen wird. (T34)
  • 2 Ob 12/20h
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 12/20h
    Beisatz: Hier: Berufung auf die Formungültigkeit des jüngeren Testaments nicht rechtsmissbräuchlich. (T35)
  • 5 Ob 119/20s
    Entscheidungstext OGH 21.07.2020 5 Ob 119/20s
    nur T1
  • 4 Ob 57/20s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 57/20s
    Beis wie T29; Beis wie T5
  • 2 Ob 153/20v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 153/20v
    Beis wie T33; Beisatz: Hier: Rentenbegehren zur Abgeltung des Verdienstentgangs. (T36)
  • 1 Ob 234/20y
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 1 Ob 234/20y
    Auch
  • 5 Ob 191/20d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2020 5 Ob 191/20d
    Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Verbesserungsaufwand von 2.320,80 EUR - restlicher Werklohn von 18.374,80 EUR; Schikane verneint. (T37)
  • 9 ObA 21/21k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 9 ObA 21/21k
    Beisatz: Hier: Beendigung des Dienstverhältnisses durch Fristablauf mit vorangegangener Dienstfreistellung und mangelnde Bereitschaft des Arbeitnehmers, Urlaub zu verbrauchen; Schikane verneint. (T38)

Schlagworte

%

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0026265

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19930112_OGH0002_0040OB00501_9300000_001

Rechtssatz für 2Ob111/07y 10Ob27/15s 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123269

Geschäftszahl

2Ob111/07y; 10Ob27/15s; 10Ob74/19h

Entscheidungsdatum

24.01.2008

Norm

ABGB §364 A
ABGB §1295 Abs2 III

Rechtssatz

Im Nachbarrecht sind sehr strenge Anforderungen an das Vorliegen von Rechtsmissbrauch zu stellen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 111/07y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 111/07y
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Vgl auch; Beisatz: Auch bei Schadenersatzansprüchen wegen schuldhafter Verletzung des Wohlverhaltensgebots nach § 145b ABGB ist ein strenger Prüfungsmaßstab anzulegen. (T1)
  • 10 Ob 74/19h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2019 10 Ob 74/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123269

Im RIS seit

23.02.2008

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20080124_OGH0002_0020OB00111_07Y0000_001

Rechtssatz für 4Ob8/11x 9Ob28/14d 10Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0126872

Geschäftszahl

4Ob8/11x; 9Ob28/14d; 10Ob27/15s; 3Ob86/16t; 2Ob180/17k; 3Ob23/19g; 1Ob211/20s

Entscheidungsdatum

12.04.2011

Norm

ABGB §145b
ABGB §148
ABGB §159 idF KindNamRÄG2013
ABGB §1295 II9

Rechtssatz

Die sich aus dem Schutz des Eltern‑Kind‑Verhältnisses ergebende und in § 145b ABGB konkretisierte Verpflichtung, alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt, schützt auch dessen Interesse am Aufrechtbleiben der Eltern‑Kind‑Beziehung. Eine schuldhafte Verletzung dieser Pflicht kann zu Schadenersatzansprüchen führen, etwa zu einer Ersatzpflicht hinsichtlich der Kosten eines Besuchsrechtsverfahrens oder zu Schmerzengeldansprüchen bei einer dadurch verursachten Gesundheitsbeeinträchtigung mit Krankheitswert. Die Beweislast für die negative Beeinflussung des Kindes und die dadurch verursachten Schäden trifft den klagenden Elternteil, während der beklagte Umstände zu behaupten und zu beweisen hat, die eine Verletzung des § 145b ABGB entschuldigen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 8/11x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
    Veröff: SZ 2011/48
  • 9 Ob 28/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 28/14d
    Auch; Beisatz: § 159 ABGB (früher § 145b ABGB) dient zwar in erster Linie dem Schutz des Kindeswohls, aber auch jener Personen, deren im Familienrecht begründete, auch absolut geschützte Rechtsstellung durch ein missbilligtes Verhalten beeinträchtigt wird. Verhaltenspflichten, die sich aus dem Schutz des Eltern-Kind-Verhältnisses ergeben, schützen also auch den anderen Elternteil; deren schuldhafte Verletzung kann daher zu Schadenersatzansprüchen führen. (T1)
  • 10 Ob 27/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 27/15s
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 86/16t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 86/16t
    Beis wie T1
  • 2 Ob 180/17k
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 180/17k
    Beisatz: Schadenersatzpflichtig kann nur ein in das grundrechtlich geschützte Verhältnis zwischen Eltern und Kindern eingreifender Dritter werden, nicht der berechtigte bzw. verpflichtete Elternteil oder das Kind, die den Kontakt verweigern. (T2)
  • 3 Ob 23/19g
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 23/19g
    Auch
  • 1 Ob 211/20s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 1 Ob 211/20s
    Vgl auch; Beisatz: Für eine psychische Beeinträchtigung mit Krankheitswert, die beim obsorgeberechtigten Elternteil durch eine rechtswidrige und schuldhaft erfolgte „Kindesabnahme“ (als Maßnahme nach § 211 Abs 1 Satz 2 ABGB) verursacht wird, steht Schadenersatz zu. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126872

Im RIS seit

28.06.2011

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2021

Dokumentnummer

JJR_20110412_OGH0002_0040OB00008_11X0000_001

Entscheidungstext 10Ob27/15s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2015/647 S 373 - Zak 2015,373 = iFamZ 2015/173 S 205 - iFamZ 2015,205 = Reischauer, EF‑Z 2016/6 S 31 - Reischauer, EF‑Z 2016,31 = EF‑Z 2016/9 S 39 - EF‑Z 2016,39 = Ondreasova, Zak 2016/313 S 168 - Ondreasova, Zak 2016,168 = ZVR 2016/44 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2016,75 (Danzl, tabellarische Übersicht) = EFSlg 145.100 = EFSlg 145.101 = EFSlg 146.300 = EFSlg 146.301

Geschäftszahl

10Ob27/15s

Entscheidungsdatum

30.07.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof als Revisionsgericht hat durch den Senatspräsidenten Dr. Fellinger als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Neumayr und Dr. Schramm sowie die Hofrätinnen Dr. Fichtenau und Mag. Korn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. T*****, vertreten durch Mag. Britta Schönhart, Rechtsanwältin in Wien, gegen die beklagte Partei Dr. D*****, vertreten durch Dr. Andrea Wukovits Rechtsanwältin GmbH in Wien, wegen 35.632,30 EUR sA und Feststellung (Streitwert 5.000 EUR), infolge Revisionen beider Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 5. Dezember 2014, GZ 16 R 195/14k-36, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Teilurteil des Landesgerichts Wiener Neustadt vom 29. August 2014, GZ 23 Cg 144/12b-32, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

I. Die Revision der klagenden Partei wird zurückgewiesen.

II. Der Revision der beklagten Partei wird dahin Folge gegeben, dass die (Teil-)Urteile der Vorinstanzen einschließlich des bereits in Rechtskraft erwachsenen Teils zu lauten haben:

„1. Das Klagebegehren, die beklagte Partei sei schuldig, der klagenden Partei 29.632,30 EUR samt 4 % Zinsen aus 15.853,29 EUR vom 10. August 2012 bis 16. September 2013, aus 18.483,29 EUR vom 17. September 2013 bis 3. März 2014 und aus 29.632,30 EUR seit 4. März 2014 zu zahlen und die Prozesskosten zu ersetzen, wird abgewiesen.

2. Die Entscheidung über die Kosten des Verfahrens erster Instanz wird der Endentscheidung vorbehalten.

3. Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 3.227,06 EUR (darin 356,51 EUR Umsatzsteuer und 1.088 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten des Berufungsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.“

III. Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei

1. die mit 2.270,64 EUR (darin 151,44 EUR Umsatzsteuer und 1.362 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten der Revision und

2. die mit 908,64 EUR (darin 151,44 EUR Umsatzsteuer) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Kläger und die Beklagte haben am 18. August 2006 die Ehe geschlossen; die Ehe wurde geschieden. Sie sind die Eltern des am 8. September 2008 während aufrechter Ehe geborenen Sohnes M*****. Zu AZ 7 Ps 266/11s ist beim Bezirksgericht Mödling ein Pflegschaftsverfahren hinsichtlich des Kindes anhängig. Gegenstand dieses seit Jahren von beiden Elternteilen äußerst intensiv betriebenen Verfahrens war zum einen die Frage der Obsorge: Seit dem Beschluss des Bezirksgerichts Mödling vom 23. Juli 2010 kommt die Obsorge für das Kind allein der Mutter zu. Zum anderen wird auch die Frage des Kontaktrechts und dessen Einhaltung seit Jahren von beiden Parteien regelmäßig an das Pflegschaftsgericht herangetragen.

Schon vor der Eheschließung hatten die Parteien ihre gemeinsame Zeit meist in Wien (wo der Kläger eine Wohnung hatte), manchmal auch im Haus der Mutter der Beklagten in Mödling verbracht und gemeinsam genächtigt. Auch nach der Eheschließung wollte die Beklagte nicht zum Kläger, der Kläger wiederum nicht zur Beklagten ziehen. Der Kläger hatte aber seit dem Jänner 2005 Schlüssel zum Haus in Mödling.

Sechs Wochen vor der Geburt des Sohnes kehrte der Kläger aus Deutschland zurück, wo er beruflich tätig gewesen war. Die an sich getrennten Wohnsitze, einerseits in der Wohnung in Wien, andererseits im Haus in Mödling, behielten die Streitteile bei.

Das eheliche Verhältnis der Streitteile war ab Beginn der Schwangerschaft angespannt und verschlechterte sich ab der Geburt weiter. Während der ersten sechs Lebensmonate des Kindes gestalteten sich dessen Betreuungsverhältnisse nicht außergewöhnlich. Weder der Kläger noch die Beklagte gingen damals einer beruflichen Tätigkeit nach (beide sind Ärzte). Der Kläger sah seinen Sohn nur an den Wochenenden, an denen er auch im Haus in Mödling nächtigte. Primär wurde M***** von der Beklagten betreut, die ihn auch stillte. An den Wochenenden übernahm der Kläger Betreuungsaufgaben, dies allerdings nicht zur Zufriedenheit der Beklagten.

Ab März 2009 begann die Beklagte mit einer Kernarbeitszeit von 08:00 bis 13:00 Uhr in einem Krankenhaus in Wien zu arbeiten. Der Kläger nahm eine Vollzeitstelle in einem Krankenhaus im Burgenland an. Ab diesem Zeitraum sahen sich der Kläger und die Beklagte relativ selten. Am Wochenende kam es regelmäßig zu teils heftigen verbalen Streitigkeiten zwischen den Eheleuten, die (auch) vor dem Kind geführt wurden. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen drohte der Kläger, gemeinsam mit dem Kind in den Ort seines nunmehrigen Arbeitsplatzes zu übersiedeln. Die Beklagte nahm diese Drohung ernst und hatte Angst davor, das Kind zu verlieren.

Um zu verhindern, dass der Kläger ihr das Kind „wegnimmt“ und vorenthält, entschloss sich die Beklagte, den Kontakt zwischen M***** und dem Kläger zu unterbinden. Aus diesem Grund ließ die Beklagte am 17. September 2009 die Schlösser der Eingangstüre des Hauses in Mödling tauschen, am 18. September 2009 das Schloss des Gartentores, dies jeweils ohne den Kläger davon zu informieren. Als der Kläger zum Haus nach Mödling kam, fand er dieses versperrt vor; der ihm ausgehändigte Schlüssel passte nicht mehr ins Schloss. Die Beklagte war für den Kläger auch telefonisch nicht mehr erreichbar.

Bei einem telefonischen Kontakt einige Tage danach kündigte die Beklagte dem Kläger „die Scheidungsunterlagen“ an. Bereits zuvor war zwischen den Parteien zumindest indirekt von einer Scheidung die Rede gewesen.

Ab dem Schlosstausch Mitte September 2009 bis zum 2. April 2010 hatte der Kläger überhaupt keinen Kontakt zu M*****. Die Beklagte reagierte in dieser Zeit kaum auf Telefonanrufe und verwies diesfalls ausschließlich auf ihre Rechtsanwältin. Einen unangekündigten Besuch des Klägers an ihrem Arbeitsplatz empfand sie als bedrohlich; sie verweigerte das persönliche Gespräch.

Am 22. September 2009 beantragte die Beklagte die alleinige Obsorge für M*****: Sie lebe vom Vater nicht nur vorübergehend getrennt; das Verhältnis zwischen ihr und dem Kind sei innig und intensiv. Der Vater sei weder faktisch noch zeitlich in der Lage, den gemeinsamen Sohn zu betreuen. Der Kläger sprach sich gegen diesen Antrag aus: Es sei nicht richtig, dass die Eltern nicht nur vorübergehend getrennt leben; die Mutter habe ihn widerrechtlich aus dem gemeinsam bewohnten Haus in Mödling ausgesperrt.

Am 14. Oktober 2009 beantragte der Kläger ein Kontaktrecht jeden Mittwoch von 16:00 bis 19:00 Uhr, jeden Samstag von 09:00 bis 13:00 Uhr und jeden Sonntag von 09:00 bis 13:00 Uhr.

Am 30. Oktober 2009 beantragte die Beklagte, ihr die einstweilige Obsorge für ihren Sohn zu übertragen und sprach sich gegen den Kontaktrechtsantrag des Klägers aus. Anlässlich der Tagsatzung am 3. November 2009 erklärte sich der Vater mit einem vorläufig begleiteten Kontaktrecht einverstanden.

Am 10. November 2009 beantragte der Kläger die Zuteilung der einstweiligen alleinigen Obsorge und der endgültigen alleinigen Obsorge für M***** an ihn. Am 14. Jänner 2010 beantragte er ein einstweiliges Kontaktrecht zu M***** einmal pro Woche für die Dauer von zwei Stunden - vorzugsweise an einem Samstag oder Sonntag - vorübergehend in begleiteter Form. Die Beklagte sprach sich gegen diesen Antrag aus: Ein Kontakt einmal im Monat sei mehr als angemessen und setze eine entsprechende Erziehungsberatung des Vaters voraus. Ein Kontakt einmal pro Woche überfordere das Kind.

Mit Beschluss des Pflegschaftsgerichts vom 12. April 2010 wurde dem Vater ein begleitetes Kontaktrecht für vorerst sieben wöchentliche Termine im Zeitraum von 9. April bis 28. Mai 2010, jeweils von 17:00 bis 18:00 Uhr festgesetzt.

Am 7. Mai 2010 beantragte der Vater ab Juni 2010 ein einstweiliges unbegleitetes Kontaktrecht zweimal pro Woche im Ausmaß von jeweils vier Stunden, und zwar jeden Samstag und jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr. Für die gute psychische Entwicklung des Kindes sei die Herstellung einer vernünftigen Vater-Kind-Beziehung erforderlich, weshalb das Kontaktrecht zu erweitern sei. Die bisherigen Kontakte seien gut verlaufen, das Kind habe keine Berührungsängste. Die Mutter wendete ein, dass zum Wohl des Kindes in nächster Zeit bei Kontakten auf die Anwesenheit ihrer Person nicht verzichtet werden könne.

In der bereits eingangs erwähnten Obsorgeentscheidung des Bezirksgerichts Mödling vom 23. Juli 2010 wurde das Kontaktrecht des Klägers dahingehend geregelt, dass er berechtigt wurde, mit seinem Sohn ab 1. September 2010 Kontakt im Ausmaß von eineinhalb Stunden pro Woche zu haben, bis auf weiteres begleitet in den Räumlichkeiten des NÖ Hilfswerks. Bis einschließlich 27. August 2010 wurden (etwa) einmal wöchentliche Kontakttermine an bestimmten Tagen, jeweils von 17:00 bis 18:00 Uhr, begleitet in den Räumlichkeiten des NÖ Hilfswerks festgesetzt. Die weiteren Besuchstermine seien von den Eltern mit der Besuchsbegleitung zu vereinbaren. Der Besuchsrechtsregelung wurde vorläufige Vollstreckbarkeit zuerkannt. Der außerordentliche Revisionsrekurs des Klägers gegen die bestätigende Entscheidung des Landesgerichts Wiener Neustadt vom 8. November 2010, AZ 16 R 320/10p, wurde mit Beschluss des Obersten Gerichtshofs vom 27. Jänner 2011, AZ 2 Ob 5/11s, zurückgewiesen.

Im Laufe des Jahres 2010 fanden - beginnend mit 2. April 2010 - insgesamt 24 Besuchstermine im Besuchscafé Mödling statt; weitere 13 grundsätzlich vorgesehene Kontakttermine entfielen. Die Terminkoordination erfolgte damals über eine Mitarbeiterin des Besuchscafés. Die weitere gerichtliche Auseinandersetzung und die (dann erforderliche) Kontaktanbahnung waren unmittelbare Folge des Kontaktabbruchs.

Der Kläger beantragte im Jahr 2011 viermal die Ausdehnung seiner Kontakte, die Beklagte ihrerseits am 3. Mai 2011 eine Einschränkung und am 16. September 2011 die gänzliche Aussetzung des Kontakts. Am 31. Jänner 2011 beantragte der Kläger erneut, ihm die Obsorge zuzuteilen; die Beklagte sprach sich dagegen aus.

Mit Beschluss vom 16. November 2011 wies das Bezirksgericht Mödling diesen Obsorgeantrag des Klägers ab; diese Entscheidung wurde vom Rekursgericht am 16. März 2012 bestätigt.

Im Jahr 2011 gab es an insgesamt 32 Terminen Kontakte im Besuchscafé in Mödling. Grundsätzlich vorgesehene Termine an insgesamt 16 weiteren Tagen fanden aufgrund Verhinderung der Beklagten bzw des Sohnes nicht statt. Einmal war der Kläger bei einem Besuchstermin auf Urlaub.

Mit Beschluss vom 21. Februar 2012 räumte das Pflegschaftsgericht dem Kläger für entfallene Kontakte Ersatzkontaktzeiten ein und trug der Beklagten mit Beschluss vom 22. Februar 2012 auf, für entfallene Kontakte ab 1. November 2011 ärztliche Bestätigungen bzw für den Fall beruflicher Verhinderung Bestätigungen des Arbeitgebers vorzulegen. Dem Rekurs der Beklagten gab das Rekursgericht am 16. März 2012 nicht Folge; den außerordentlichen Revisionsrekurs der Mutter wies der Oberste Gerichtshof am 11. Oktober 2012 zu 2 Ob 184/12s (EF-Z 2013/46, 67 [Beck]) zurück.

Im Jahr 2012 fanden an insgesamt 33 Terminen im Besuchscafé in Mödling Kontakte statt. Weitere 17 Termine konnten infolge Verhinderung der Beklagten bzw des Sohnes nicht stattfinden.

Am 18. März 2013 regelte das Pflegschaftsgericht das Kontaktrecht des Klägers wie folgt:

„1.) Der Kindesvater ist berechtigt, den Minderjährigen ab 06.04.2013 jedes 2. Wochenende (somit 14-tägig) jeweils am Samstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich zu nehmen und in den dazwischen liegenden Wochen, beginnend ab 12.04.2013 jeden zweiten Freitag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr. In der Folge ist der Kindesvater berechtigt, den Minderjährigen ab 12.07.2013 jedes 2. Wochenende (somit 14-tägig) jeweils am Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich zu nehmen und in den dazwischen liegenden Wochen, beginnend ab 18.08.2013 jeden zweiten Freitag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Die Übergabe des Minderjährigen findet in den Räumlichkeiten des Wiener Familienbundes, ***** Wien, ***** statt und die Übergabe ist begleitet durch Besuchsbegleiter des Wiener Familienbundes durchzuführen. Die Kindesmutter ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der Minderjährige zu Beginn der Kontaktzeiten dem Kindesvater in den Räumlichkeiten des Wiener Familienbundes, ***** Wien, ***** übergeben wird; der Kindesvater hat den Minderjährigen dort zu übernehmen und ihn am Ende der Kontaktzeiten dort wiederum zu übergeben. Die Eltern haben den Kontakt zur Besuchsbegleitung herzustellen (Wiener Familienbund, ***** Wien, *****, Tel. ***** / Fax *****).

2.) Die Kindesmutter Dr. D***** ist verpflichtet, den Kindesvater Dr. T***** einmal im Monat über alle wichtigen und minderwichtigen Angelegenheiten betreffend den mj. M***** zu verständigen (§ 189 Abs 1 Z 1 und Abs 3 ABGB).

3.) Beiden Eltern wird aufgetragen regelmäßig, bis auf weiteres, mindestens alle 14 Tage Erziehungsberatung bei einem Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalytische Pädagogik“ zu besuchen.

4.) Die Anträge des Kindesvaters auf Festsetzung von Ersatzkontaktzeiten für die bisher entfallenen Kontakte werden abgewiesen.

5.) Dieser Entscheidung wird vorläufige Wirksamkeit und Vollstreckbarkeit zuerkannt (§ 44 AußStrG).“

Im Jahr 2013 gab es noch zwei Kontakte im Besuchscafé, ab 26. Jänner 2013 dann Kontakte ohne Besuchscafé an insgesamt 30 weiteren (im Einzelnen vom Erstgericht) festgestellten Tagen. Vorgesehene Termine an weiteren 38 Tagen fanden infolge Verhinderung der Beklagten bzw des Sohnes nicht statt.

Im Jahr 2014 bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz (am 3. März 2014) hatte der Kläger an sieben Tagen Kontakt zu seinem Sohne; vorgesehene Termine an weiteren acht Tagen fanden hingegen nicht statt.

Der Kläger bezahlte an Rechtsanwälte für familienrechtliche Beratung und Vertretung im Pflegschaftsverfahren insgesamt 17.202,30 EUR. Für die Besuchsbegleitung zahlte der Kläger 55 EUR pro Stunde, insgesamt (im Zeitraum von 2. April 2010 bis 16. Dezember 2012) 7.310 EUR. Für die Besuchsmittlung zahlte der Kläger im August 2013 an das Bezirksgericht Mödling 200 EUR. Für die im Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren vom Pflegschaftsgericht beigezogene Sachverständige zahlte der Kläger 2.290 EUR, für Elternberatungen am 17. Juni und 12. August 2013 140 EUR und für eine weitere Elternberatung im Zeitraum 19. Februar bis 12. August 2013 630 EUR. Die Fahrten von der Arbeitsstelle im Burgenland nach Mödling für die Wahrnehmung der Besuchscafè-Termine verursachten beim Kläger Treibstoffkosten in Höhe von 583,20 EUR.

Der Kläger begehrt von der Beklagten unter anderem Schadenersatz (zumindest) in Höhe dieser Beträge sowie die Feststellung, dass die Beklagte dem Kläger auch in Zukunft für jeglichen Schaden hafte, den ihr schädigendes Verhalten nach sich ziehe.

Die Beklagte torpediere Kontakte zwischen dem Kläger und seinem Sohn; sie sei der Ansicht, diese Kontakte selbst bestimmen zu können. Durch ihr Verhalten sabotiere sie die Vater-Kind-Beziehung. Das gesamte Pflegschaftsverfahren sei von massivem Kampf um den Kontakt des Klägers zu seinem Sohn geprägt gewesen; die in dem Verfahren aufgelaufenen Kosten wären nicht angefallen, hätte die Beklagte dem Kläger von Anfang an den Kontakt zu seinem Sohn nicht grundlos verwehrt, sondern ermöglicht. Die Beklagte setze im Pflegschaftsverfahren alle nur erdenklichen Schritte, um das Kontaktrecht des Klägers zu beschneiden; auch an rechtskräftige und vollstreckbare Beschlüsse über das Kontaktrecht halte sie sich nicht. Nur ein Drittel der gerichtlich rechtskräftig festgesetzten Kontakte würden von ihr eingehalten. Dadurch habe die Beklagte rechtswidrig und schuldhaft einen Schaden verursacht, weil der Kläger gezwungen gewesen sei (und weiter sei), sich gegen das Verhalten der Beklagten zur Wehr zu setzen, indem er kostenverursachende rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen müsse.

So sei der Kläger aufgrund der vermehrten Verhinderung von Kontakten durch die Beklagte gezwungen gewesen, immer wieder neue Anträge auf Übertragung der alleinigen Obsorge und Ausdehnung des Kontaktrechts auf das Wochenende zu stellen; ebenso habe er Ersatztermine beantragt, die ihm auch gewährt worden seien. Auch dagegen habe die Beklagte wiederum rekurriert und der Kläger sei gezwungen gewesen, Rechtsmittelbeantwortungen zu erstatten. Da sich die Mutter nicht an verbindliche und vollstreckbare Beschlüsse halte und auch das Kontaktrecht nicht einhalte, sei die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe notwendig geworden.

Durch ihr Verhalten verletze die Beklagte die Wohlverhaltenspflicht nach § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB), die auch den anderen Elternteil schütze.

Die Beklagte bestritt das Klagebegehren und wandte ein, dass der Kläger die klare Entscheidung des Pflegschaftsgerichts, die alleinige Obsorge der Mutter zu übertragen, nicht akzeptiere. Das Pflegschaftsverfahren sei durch eine Flut von Anträgen seitens des Klägers gekennzeichnet. Das Verhalten des Klägers gegenüber der Beklagten und dem gemeinsamen Kind sei von Impulsdurchbrüchen, Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten geprägt gewesen. Er habe der Beklagten auch ständig gedroht, das Kind weg- und zu sich an seinen Arbeitsort im Burgenland zu nehmen, um es dort von einer Kinderfrau betreuen zu lassen. Weitergehende Kontakte als von der Beklagten selbst zugestanden hätten dem Kindeswohl widersprochen. Aufgrund der erheblichen Bedrohung der psychischen und physischen Integrität des Sohnes sei eine Einschränkung der Kontakte gerechtfertigt bzw entschuldigt gewesen, habe doch der Kläger mehrfach und nachdrücklich mit der Unterbindung der Mutter-Kind-Beziehung gedroht. Der Beklagten könne weder ein rechtswidriges noch ein schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden; es liege im Übrigen auch kein kausaler Schaden vor. Hinsichtlich der geltend gemachten Anwaltskosten sei nicht nachvollziehbar, wofür konkret die Leistungen im Pflegschaftsverfahren erforderlich gewesen sein sollten. Der Kläger habe im Pflegschaftsverfahren keiner rechtlichen Vertretung bedurft; die nun geltend gemachten Kosten seien überhöht.

Es sei nicht im Sinn des Gesetzgebers, eine Sanktionsmöglichkeit für den Entfall von Kontakten über den Weg des Schadenersatzes zu kreieren. Für den begehrten Schadenersatz fehle es an einer Anspruchsgrundlage; eine allfällige Verletzung des Wohlverhaltensgebots nach § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) sei durch die Sanktion des § 148 Abs 2 aF ABGB (nun § 187 Abs 2 ABGB) abschließend geregelt.

Abgesehen davon treffe den Kläger jedenfalls ein Mitverschulden, weil er durch sein unzumutbares Verhalten gegenüber seinem Sohn und der Beklagten gegen die Pflicht zur anständigen Begegnung verstoßen habe.

Mit Teilurteil vom 29. August 2014 verpflichtete das Erstgericht die Beklagte, dem Kläger einen Betrag von 27.002,30 EUR sA zu ersetzen (17.202,30 EUR an Kosten des Obsorge- und Kontaktrechtsverfahrens; 2.290 EUR an Sachverständigenkosten; 7.510 EUR an Kosten der Besuchsbegleitung), und wies ein Mehrbegehren von 2.630 EUR (2.000 EUR an Fahrt- bzw Treibstoffkosten; 630 EUR an Kosten der Elternberatung) - rechtskräftig - ab.

In seiner rechtlichen Beurteilung vertrat das Erstgericht die Auffassung, die in § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) konkretisierte Verhaltenspflicht, die sich aus dem von der Rechtsordnung gewährten Schutz des Eltern-Kind-Verhältnisses ergebe, schütze nicht nur das Kind, sondern auch den anderen Elternteil. Eine schuldhafte Verletzung dieser Pflicht könne zu Schadenersatzansprüchen führen, was bei Vermögensschäden unbestritten sei. Daraus ergebe sich der grundsätzliche Anspruch des Klägers auf Ersatz der Verfahrenskosten. Der hier von der Beklagten bewusst herbeigeführte Kontaktabbruch im September 2009 sei für das (gesamte) im Anschluss durchgeführte und nach wie vor anhängige Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren kausal gewesen. Die Angst, der andere Elternteil könne einem das Kind entziehen, rechtfertige nicht das Zuvorkommen mit der Entziehung; mangels hinreichender Rechtfertigungsgründe hafte die Beklagte, die den Kontaktabbruch schuldhaft herbeigeführt habe, für die Kosten des Obsorge- und Besuchsrechtsverfahrens von insgesamt 17.202,30 EUR, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Ebenso hafte sie für die Kosten der Sachverständigen und der Besuchsbegleitung.

Die vom Kläger in einer Höhe von 2.000 EUR geltend gemachten Fahrt- und Treibstoffkosten von seiner Arbeitsstelle nach Mödling seien nicht zu ersetzen, weil der Kläger auch bei aufrechtem Kind-Vater-Verhältnis diese Anreisekosten zu tragen gehabt hätte, ebenso auch die Kosten der Elternberatung von 630 EUR, weil sie nicht durch den Kontaktabbruch verursacht worden seien.

Hinsichtlich des vom Kläger begehrten Ersatzes für immaterielle Schäden und psychische Schmerzen (6.000 EUR) sowie des Feststellungsbegehrens wurde vom Erstgericht noch keine Entscheidung getroffen.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagten teilweise Folge und sprach dem Kläger - unter Anrechnung eines von ihm zu vertretenden 50%igen Mitverschuldens - einen Betrag von 13.501,15 EUR sA zu und wies das Mehrbegehren von 16.131,15 EUR sA ab.

Das Berufungsgericht verneinte eine (von beiden Seiten geltend gemachte) Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens, übernahm (entgegen der Beweisrüge beider Parteien) die erstgerichtlichen Feststellungen und bestätigte grundsätzlich die Rechtsansicht des Erstgerichts, dass der der Beklagten vorzuwerfende Verstoß gegen das Wohlverhaltensgebot nach § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) zu ihrer Schadenersatzpflicht gegenüber dem Kläger führe. Die Rechtswidrigkeit ihres Verhaltens ergebe sich daraus, dass sie über nahezu sieben Monate dem Kläger faktisch jeglichen Kontakt zu seinem Kind verwehrt habe; dieses Verhalten sei weder gerechtfertigt noch zu entschuldigen.

Die Vermögensschäden, zu deren Ersatz das Erstgericht die Beklagte verpflichtet habe, seien unmittelbare Folge des herbeigeführten Kontaktabbruchs gewesen und stünden daher in einem kausalen Zusammenhang mit dem rechtswidrigen Verhalten der Beklagten. Der Einwand des rechtmäßigen Alternativverhaltens sei von der insoweit behauptungspflichtigen Beklagten nicht ausreichend konkret erhoben worden.

Dem Kläger falle allerdings ein Mitverschulden am Kontaktabbruch zur Last, weil er im Zuge von - auch vor dem Kind - geführten heftigen verbalen Auseinandersetzungen der psychisch labilen Mutter gegenüber damit gedroht habe, mit dem (damals einjährigen) Kind an seinen Arbeitsort im Burgenland zu ziehen und es dort von einer Kinderfrau betreuen zu lassen. Dieses Mitverschulden sei mit 50 % zu bewerten. Zwar habe die Beklagte die Initiative zum Kontaktabbruch gesetzt; Auslöser dafür seien aber die heftigen verbalen Auseinandersetzungen mit der Drohung des Klägers gewesen, der Mutter das Kind wegzunehmen.

Die Revision sei zulässig, weil die die grundsätzliche Schadenersatzpflicht eines Elternteils wegen Verstoßes gegen die Wohlverhaltenspflicht des § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) grundsätzlich anerkennende Entscheidung 4 Ob 8/11x in der Lehre teilweise auch kritisch besprochen worden und bisher vereinzelt geblieben sei, sodass noch nicht von einer gefestigten höchstgerichtlichen Rechtsprechung gesprochen werden könne. Angesichts der großen Anzahl von Kontaktrechtsstreitigkeiten erscheine im Übrigen die Frage nach der konkreten Ausgestaltung eines derartigen Schadenersatzanspruchs, allenfalls auch unter Berücksichtigung eines Mitverschuldens des anderen Elternteils, über den Einzelfall hinaus von Bedeutung.

Gegen diese Entscheidung richten sich die Revisionen beider Parteien. Der Kläger macht als Revisionsgründe Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens und unrichtige rechtliche Beurteilung geltend und beantragt eine Abänderung im Sinne einer Wiederherstellung des Teilurteils des Erstgerichts. Die Beklagte macht als Revisionsgrund unrichtige rechtliche Beurteilung geltend und beantragt eine Abänderung im Sinne einer Klageabweisung. Beide Parteien stellen jeweils hilfsweise einen Aufhebungs- und Zurückverweisungsantrag.

In ihren Revisionsbeantwortungen beantragen die Parteien jeweils, die gegnerische Revision zurückzuweisen, in eventu ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der klagenden Partei ist mangels erheblicher Rechtsfrage nicht zulässig. Die Revision der beklagten Partei ist zur Klarstellung der Rechtslage zulässig; sie ist auch berechtigt.

Zweckmäßigerweise wird zuerst die Revision der beklagten Partei behandelt.

I. Zur Revision der Beklagten:

In ihrer Revision stellt die Beklagte in den Vordergrund, dass § 107 Abs 5 AußStrG für Verfahren über die Obsorge und die persönlichen Kontakte - unabhängig von ihrem Ausgang - keine Kostenersatzpflicht vorsehe; diese im Zusammenhang mit dem Kindeswohl stehende klare gesetzliche Vorgabe würde durch den Zuspruch von Kostenersatz im Wege des Schadenersatzes unzulässigerweise umgangen. Eine Umgehung des § 107 Abs 5 AußStrG sei nicht nur gesetzwidrig, sondern verstoße auch gegen die verfassungsgesetzlichen Garantien des Art 8 EMRK und das verfassungsgesetzlich gewährleistete Recht auf den gesetzlichen Richter, weil ein Pflegschaftsverfahren im Wege des Schadenersatzprozesses vor einem anderen Richter ein zweites Mal abgehandelt werde.

Zumindest der Obsorgestreit stehe mit den Kontaktrechtsstreitigkeiten in keinem Kausalzusammenhang; auch bei den vom Kläger im Kontaktrechtsverfahren gesetzten Verfahrensschritten fehle ein adäquater Kausalzusammenhang mit dem der Beklagten vorgeworfenen Verhalten.

Worin das rechtswidrige Verhalten der Beklagten gelegen sei, gehe aus den vorinstanzlichen Entscheidungen nicht hervor. Den Feststellungen sei nicht zu entnehmen, dass es der Beklagten primär darum gegangen sei, den Kläger objektiv vom Kind fernzuhalten; sie habe sich ja zu einem begleiteten Kontaktrecht bereiterklärt. Der moralisierende Vorwurf, die Beklagte habe den Kläger ohne jegliche Vorwarnung aus dem Haus ausgesperrt, sei weder berechtigt noch geeignet, eine Ersatzpflicht der Beklagten zu begründen. Vielmehr wäre es in der Verantwortung des Klägers gelegen, Rahmenbedingungen für künftige Kontakte zu schaffen.

Darüber hinaus normiere die Wohlverhaltenspflicht des § 145b ABGB (nun: § 159 ABGB) keine Pflicht zu aktivem Handeln, sondern ein reines Unterlassungsgebot. Abgesehen davon, dass die Bestimmung für einen Schadenersatzanspruch wenig tragfähig sei, weil sie als Schutzzweck nur das Kindeswohl erwähne (weshalb eine Ersatzpflicht ausgeschlossen sei, solange das Kindeswohl gewahrt werde), habe die Beklagte nicht gegen diese Pflicht verstoßen (sehr wohl aber der Kläger): Den Kontaktabbruch habe der Kläger mit seiner - von der Beklagten subjektiv ernst genommenen - Drohung, ihr das Kind wegzunehmen, adäquat verursacht, und zwar alleine; die Beklagte habe keine adäquate Mitursache gesetzt. Es sei nicht festgestellt, dass die Beklagte schuldhaft ihren Sohn gegen den Vater beeinflusst habe.

Zusammenfassend fehle es sowohl an der adäquaten Verursachung des geltend gemachten Schadens durch die Beklagte als auch an der Rechtswidrigkeit ihres Handelns. Der Beklagten kämen auch Rechtfertigungsgründe auf der Grundlage einer umfassenden Interessenabwägung zugute, weil sie ihr einjähriges Kind davor schützen habe müssen, dass dieses - entsprechend der Drohung des Vaters - abrupt von seiner Mutter getrennt werde. Es fehle außerdem am Verschulden der Beklagten, weil sie sich vom Kläger durch dessen Drohung und die Befürchtung, das Kind zu verlieren, in eine Notlage gedrängt gesehen habe.

Dazu wurde erwogen:

1. Der Kläger stützt seine Klage auf Ersatz der ihm im Zusammenhang mit dem Obsorge- und Kontaktrechtsstreit entstandenen Kosten (einschließlich der Kosten der Besuchsbegleitung und der Elternberatung) sowie der frustrierten Kontaktkosten auf eine rechtsmissbräuchliche Schädigung (§ 1295 Abs 2 zweiter Halbsatz ABGB) durch die Beklagte; zusätzlich beruft er sich auf die Verletzung des (nun) in § 159 ABGB (früher: § 145b ABGB) normierten Wohlverhaltensgebots durch die Beklagte. Ihr Verstoß gegen § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) bestehe in der grundlosen Verweigerung der Vater-Kind-Kontakte, welche ihn zu gerichtlichen Schritten gezwungen habe, wodurch von ihm zu tragende Kosten für Rechtsberatung, eine Besuchsmittlung sowie Besuchsbegleitung aufgelaufen seien. Darüber hinaus hätten die wiederholten Eingaben der Beklagten sowie die Rechtsmittel, welche die Beklagte in rechtsmissbräuchlicher Art und Weise im Laufe des gesamten Rechtsstreits ergriffen habe, zu weiteren - vom Kläger zu tragenden - Kosten geführt.

2. Vorweg ist auf die Bestimmung des § 107 Abs 5 AußStrG (bis 31. Jänner 2013 § 107 Abs 3 AußStrG) hinzuweisen, wonach „in Verfahren über die Obsorge und die persönlichen Kontakte … ein Kostenersatz nicht statt“findet.

In der Entscheidung 10 Ob 99/08v wies der Oberste Gerichtshof zwar grundsätzlich darauf hin, dass im Verfahren über die Obsorge und die persönlichen Kontakte ein Kostenersatz nicht in Betracht komme, hielt aber gleichzeitig - Fucik/Kloiber (AußStrG [2005] § 107 Rz 5) folgend - Schadenersatzansprüche (insbesondere nach rechtswidriger Kindesentziehung oder Verhinderung der Ausübung des Kontaktrechts) unter den Voraussetzungen des § 1295 Abs 2 ABGB für „denkbar“.

3. Der Entscheidung 4 Ob 8/11x (= SZ 2011/48 = EF-Z 2011/83, 138 [Reischauer 134] = iFamZ 2011/136, 196 [Thoma-Twaroch] = EvBl 2011/96, 670 [dazu Karner, ÖJZ 2011/60, 572]) legte der Oberste Gerichtshof zugrunde, dass eine schuldhafte Verletzung der Verhaltenspflichten, die sich aus dem von der Rechtsordnung gewährten Schutz des Eltern-Kind-Verhältnisses ergeben und in § 145b aF ABGB (nun § 159 ABGB) konkretisiert seien, zu Schadenersatzansprüchen führen könne (Punkt 2.4.). Das Bestehen einer solchen Ersatzpflicht sei bei Vermögensschäden unbestritten, weshalb jedenfalls ein Anspruch auf Ersatz der Verfahrenskosten des Kontaktrechtsverfahrens in einem Fall begründet sein könne, in dem das Unterliegen im Kontaktrechtsverfahren darauf zurückzuführen sei, dass das Kindeswohl wegen der strikten Ablehnung eines Zusammentreffens durch den Sohn bei einer zwangsweisen Durchsetzung gefährdet gewesen wäre: Sollte die Ablehnung auf eine schuldhafte Beeinflussung durch die Mutter zurückzuführen sein, hätte sie die vom Vater aufgewendeten Kosten des Besuchsrechtsverfahrens rechtswidrig und schuldhaft verursacht. Haftungsgrundlage wäre daher nicht eine rechtswidrige Verfahrenshandlung (§ 1295 Abs 2 ABGB; RIS-Justiz RS0022840), die trotz des Ausschlusses der Kostenersatzpflicht in § 107 AußStrG grundsätzlich auch dann zu Schadenersatzansprüchen führen könne, wenn sie im Rahmen eines Obsorge- oder Kontaktrechtsverfahrens gesetzt worden sei. Maßgebend für eine Schadenersatzpflicht des im Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren „obsiegenden“ Elternteils sei dessen vor diesem Verfahren liegendes Verhalten: Habe der (betreuende) Elternteil das Verfahren durch eine rechtswidrige und schuldhafte Beeinflussung des Kindes verursacht, habe er unabhängig vom Ausgang für dessen Kosten einzustehen (Punkt 3.). Habe der betreuende Elternteil seine aufgrund des Eltern-Kind-Verhältnisses bestehenden Pflichten durch eine erhebliche Einwirkung auf das Kind, die über eine in einer Konfliktsituation unvermeidbare faktische Beeinflussung hinausgegangen sei, schuldhaft verletzt und habe dies zur Weigerung des Kindes geführt, mit dem kontaktberechtigten Elternteil zusammenzutreffen, sei dieses Verhalten als kausal für die Herbeiführung der Kosten des Kontaktrechtsverfahrens anzusehen.

4. Im Folgenden ist auf die vom Kläger geltend gemachten, teilweise miteinander verwobenen Anspruchsgrundlagen einzugehen.

4.1. Der mit dem KindRÄG 2001 eingeführte und bis 31. Jänner 2013 in Geltung gestandene § 145b ABGB normierte ein Wohlverhaltensgebot in folgender Form:

„§ 145b. Bei Ausübung der Rechte und Erfüllung der Pflichten nach diesem Hauptstück ist zur Wahrung des Kindeswohls alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Minderjährigen zu anderen Personen, denen nach diesem Hauptstück das Kind betreffende Rechte und Pflichten zukommen, beeinträchtigt oder die Wahrnehmung von deren Aufgaben erschwert.“

Mit dem KindNamRÄG 2013 wurde diese Bestimmung mit Geltung ab 1. Februar 2013 wortwörtlich in § 159 ABGB übernommen, weshalb im Folgenden zur Vereinfachung nur die Bezeichnung „§ 159 ABGB“ herangezogen wird.

Die in § 159 ABGB enthaltene Wohlverhaltensklausel richtet sich an alle Personen, die das Kind betreffende Rechte und Pflichten nach dem 3. Hauptstück des ABGB haben, also vor allem an Obsorgeträger und Kontaktberechtigte (

Fischer-Czermak in ABGB-ON1.03 § 159 Rz 1 [Stand 01.03.2015, rdb.at]), und begründet eine Unterlassungspflicht zugunsten anderer Personen, denen ebenfalls derartige Rechte und Pflichten zukommen. Zweck der Wohlverhaltensklausel ist die Wahrung des Kindeswohls. Die Bestimmung begründet keine Pflicht zu aktivem Handeln (

Stabentheiner in Rummel3 ErgBd §§ 145a - 145c Rz 5; aA Jausovec, Das Besuchsrecht zwischen Eltern und Kindern [2009] 71). Als verpönte Verhaltensweisen führen die Gesetzesmaterialien zu § 145b aF ABGB (ErläutRV 296 BlgNR 21. GP 53) aktive Beeinflussungen wie Aufwiegeln, Hetzen, beleidigende Äußerungen oder Gewalttätigkeiten gegenüber dem anderen Elternteil an.

Wie unter 3. dargelegt wurde, kann die schuldhafte Verletzung der in § 159 ABGB konkretisierten Verhaltenspflichten auch zu Schadenersatzansprüchen des in seiner Beziehung zum Kind beeinträchtigten Elternteils führen (4 Ob 8/11x; 9 Ob 28/14d = ZVR 2015/59, 128 [Kathrein] = iFamZ 2015/92, 117 [Gröger]; siehe auch

Jausovec, Besuchsrecht 98, Obermaier in Gitschthaler/Höllwerth, AußStrG § 78 Rz 164; Beck in Gitschthaler/Höllwerth, AußStrG § 107 Rz 33 und § 111 Rz 88 f).

4.2. Der Kläger beruft sich weiters darauf, dass die Beklagte in rechtsmissbräuchlicher Art und Weise Verfahrenshandlungen gesetzt und dadurch den (Obsorge- und) Kontaktrechtsstreit verursacht bzw in Folge immer weiter angeheizt habe; im Zusammenhang mit diesem (wegen des Verhaltens der Beklagten) äußerst intensiv geführten gerichtlichen Obsorge- und Kontaktrechtsstreit seien dem Kläger Kosten (zB für seine anwaltliche Vertretung) sowie die begleiteten Besuche und die Inanspruchnahme der Elternberatung entstanden.

4.2.1. Die Rechtsfigur des Rechtsmissbrauchs begrenzt die Ausübbarkeit eines gegenüber dem Geschädigten an sich bestehenden Rechts (

Kodek in ABGB-ON1.01 § 1295 Rz 76 [Stand 1. 10. 2013, rdb.at]). Rechtsmissbrauch liegt nach der Rechtsprechung dann vor, wenn das unlautere Motiv der Handlung die lauteren Motive deutlich überwiegt (RIS-Justiz RS0026265 [T8]). Aufgrund des an sich bestehenden Rechts gegenüber dem potentiellen Schadenersatzkläger ist dabei ein strenger Prüfungsmaßstab anzulegen (vgl RIS-Justiz RS0123269).

4.2.2. Schadenersatzansprüche auf Ersatz der Verfahrenskosten sind unter den Voraussetzungen des § 1295 Abs 2 zweiter Halbsatz ABGB prinzipiell möglich (RIS-Justiz RS0022808; aus der Literatur - anstatt vieler - 

Fucik, Kostenersatz im Verfahren außer Streitsachen, ÖJZ 2007, 669 [670] mwN; Obermaier in Gitschthaler/Höllwerth, AußStrG § 78 Rz 164). Dabei legt die Rechtsprechung allerdings einen strengen Beurteilungsmaßstab an. So wird als haftungsauslösendes Verhalten im Sinne des § 1295 Abs 2 zweiter Halbsatz ABGB eine aussichtslose, unvertretbare oder schikanöse Prozessführung gefordert; im Zweifel ist kein rechtsmissbräuchliches Vorgehen anzunehmen (vgl RIS-Justiz RS0026205 [T9]). Der bloße Umstand, dass sich der obsorgeberechtigte Elternteil im Verfahren gegen Kontaktrechtsanträge des anderen Elternteils wehrt, führt für sich allein noch nicht zu einer schadenersatzrechtlichen Haftung (8 Ob 133/06a = EF-Z 2007/33, 56 [Gitschthaler]), wohl aber eine mutwillige Prozessführung oder das Behaupten unwahrer Tatsachen (Thunhart in Klang3 § 148 Rz 27). Speziell für das Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren ist noch zu beachten, dass im Kindeswohl gesetzte Verfahrenshandlungen nicht als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden können (4 Ob 8/11x [Punkt 3.]; in diesem Sinn auch 9 Ob 28/14d).

4.2.3. Auch die in § 107 Abs 5 AußStrG zum Ausdruck kommende Wertung des Gesetzgebers legt bei der Beurteilung der Rechtsmissbräuchlichkeit von Verfahrenshandlungen im Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren eine restriktive Haltung gegenüber einem Schadenersatzanspruch nahe (in diesem Sinn auch 10 Ob 6/05p).

5. Zu den Konsequenzen des Wohlverhaltens-gebots im vorliegenden Fall:

Anders als in dem in der Entscheidung 4 Ob 8/11x (auf der Grundlage der Behauptungen) beurteilten Sachverhalt gibt es im vorliegenden Fall - schon im Hinblick auf das Alter - keine Hinweise darauf, dass die Mutter das Kind aktiv in einer solchen Weise beeinflusst hätte, dass letztlich das Kindeswohl einer Kontaktrechtsausübung entgegengestanden wäre. Die Mutter hat zwar dem Kläger den Kontakt zu seinem Sohn verweigert, setzte aber keine aktiven Handlungen, die zur Gefährdung des Kindeswohls geführt hätten. In der Entscheidung 4 Ob 8/11x hat der Oberste Gerichtshof bereits festgehalten, dass eine bloße Widersetzung des betreuenden Elternteils gegen Kontaktsrechtsanträge des anderen Elternteils noch nicht zu Schadenersatzansprüchen dieses anderen Elternteils führt.

Somit scheidet im vorliegenden Fall ein auf § 159 ABGB gegründeter Schadenersatzanspruch aus und es kann dahingestellt bleiben, ob das Wohlverhaltensgebot tatsächlich die Verhinderung von Kosten eines (Obsorge- und) Kontaktrechtsstreits intendiert.

6. Zur Rechtswidrigkeit der Verfahrensführung:

Auch § 1295 Abs 2 ABGB vermag keinen Schadenersatzanspruch des Klägers gegen die Beklagte zu begründen.

Den Feststellungen ist nicht zu entnehmen, dass die Mutter die Verfahrensschritte mit dem Ziel der Schädigung des Klägers in Form der Entfremdung vom Kind gesetzt hätte; vielmehr vertrat sie in Bezug auf die Wahrung des Kindeswohls einen anderen (von Gerichten teils geteilten, teils nicht geteilten) Standpunkt. Wenn sich die Beklagte den Anträgen des Klägers mit den von der Rechtsordnung zur Verfügung gestellten Mitteln widersetzt, handelt sie noch nicht rechtsmissbräuchlich (und damit rechtswidrig), selbst wenn dieses Widersetzen eine unübliche Intensität erreicht.

7. Da es somit bereits an der für einen Schadenersatzanspruch erforderlichen Rechtswidrigkeit des (Verfahrens-)Verhaltens der Beklagten fehlt, kann die Frage des Kausalzusammenhangs zwischen den vorgeworfenen Verhaltensweisen und den behaupteten Schäden auf sich beruhen.

II. Zur Revision des Klägers:

In seiner Revision vertritt der Kläger zusammengefasst den Standpunkt, dass die Beklagte in erster Instanz keinen Mitverschuldenseinwand in der Form erhoben habe, wie ihn das Berufungsgericht angenommen habe. Er sei von dieser Rechtsansicht, die mit den Parteien nicht erörtert worden sei, überrascht worden. Im Übrigen könne in einer einmaligen unbedachten, nicht ernstgemeinten und nicht ernstzunehmenden verbalen Aussage im Zuge einer emotionalen Auseinandersetzung kein Mitverschulden an dem allein von der Beklagten ausgehenden Kontaktabbruch liegen. Darüber hinaus könne sich das Mitverschulden nicht auf den gesamten Schaden des Klägers beziehen.

Auf diese Rechtsfragen kommt es im Hinblick auf das Ergebnis der Behandlung der Revision der beklagten Partei nicht mehr an, weshalb insoweit keine erhebliche Rechtsfrage vorliegt und die Revision zurückzuweisen ist.

III. Kostenentscheidung:

1. Da das Erstgericht ein Teilurteil gefällt hat, ist die Entscheidung über einen Ersatz der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens der Endentscheidung vorbehalten (§ 392 Abs 2 ZPO).

2. In Bezug auf das Rechtsmittelverfahren hängt die Kostenentscheidung nicht von der Endentscheidung ab (RIS-Justiz RS0035972); die obsiegende Beklagte hat Anspruch auf Ersatz ihrer Kosten, die in erster Linie Berufung und Revision umfassen. In der Revisionsbeantwortung hat die Beklagte auf die Unzulässigkeit der Revision des Klägers hingewiesen, weshalb ihr auch die Kosten der Rechtsmittelbeantwortung zu ersetzen sind (RIS-Justiz RS0035979 [T16]).

Textnummer

E111973

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0100OB00027.15S.0730.000

Im RIS seit

10.09.2015

Zuletzt aktualisiert am

21.06.2019

Dokumentnummer

JJT_20150730_OGH0002_0100OB00027_15S0000_000