Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob135/61 5Ob169/63 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014205

Geschäftszahl

5Ob135/61; 5Ob169/63; 5Ob15/64; 6Ob117/64; 7Ob281/64; 6Ob239/65; 5Ob88/66; 8Ob186/66; 8Ob255/66; 1Ob60/67; 8Ob208/67; 1Ob232/67; 4Ob307/68; 5Ob339/68; 4Ob342/69; 2Ob267/69; 1Ob92/70; 6Ob127/70; 5Ob138/70; 7Ob121/70; 8Ob241/70; 6Ob140/71; 4Ob82/71; 5Ob215/71; 7Ob23/72; 7Ob235/72 (7Ob236/72); 4Ob511/73; 7Ob134/73; 7Ob222/73; 2Ob28/74; 1Ob55/74; 4Ob562/74; 7Ob256/74; 7Ob24/75; 7Ob28/75; 7Ob59/75; 7Ob67/75; 5Ob20/75; 1Ob51/75; 4Ob503/76; 7Ob519/76; 7Ob577/76; 4Ob543/76; 7Ob620/76 (7Ob621/76-7Ob630/76); 5Ob616/76; 5Ob696/76; 6Ob620/77; 7Ob627/77 (7Ob628/77); 7Ob741/77; 5Ob526/78; 6Ob789/77 (6Ob790/77-6Ob798/77); 1Ob692/78; 7Ob704/78 (7Ob705/78); 7Ob769/78; 6Ob603/79; 7Ob657/79; 7Ob33/79; 7Ob677/79; 3Ob538/78 (3Ob539/78); 4Ob76/80; 7Ob623/80; 3Ob588/80; 1Ob25/80; 7Ob67/80; 7Ob718/80; 3Ob678/80; 20b48/81; 6Ob526/81; 7Ob703/81; 8Ob518/81; 4Ob568/81; 1Ob771/81; 5Ob790/81 (5Ob791/81); 8Ob236/81; 7Ob610/82; 7Ob547/83; 4Ob76/83; 7Ob765/83; 8Ob522/83; 2Ob553/84; 7Ob583/84; 8Ob565/83; 2Ob662/84; 8Ob615/84; 4Ob2/85; 8Ob637/84; 8Ob50/85; 5Ob44/85; 2Ob530/87; 7Ob726/87; 2Ob586/87; 2Ob672/87; 6Ob526/88; 3Ob23/89; 4Ob530/89; 7Ob540/89 (7Ob541/89); 3Ob540/89; 2Ob45/89 (2Ob46/89); 3Ob143/89; 8Ob513/89; 9ObA268/90; 8Ob559/92; 7Ob6/95; 3Ob543/95; 5Ob511/96 (5Ob512/96); 1Ob2046/96f; 7Ob2044/96f; 2Ob2133/96g; 7Ob81/97f; 1Ob2409/96p; 8Ob2345/96b; 9ObA39/98w; 1Ob121/98w; 4Ob318/98p; 6Ob104/99h; 6Ob69/99m; 4Ob124/00i; 7Ob110/99y; 7Ob11/01w; 9ObA7/01x; 7Ob171/02a; 9Ob51/03w; 6Ob179/03x; 8ObA112/03h; 3Ob120/04z; 7Ob113/05a; 9ObA28/05s; 3Ob99/05p; 8ObA105/06h; 7Ob223/07f; 4Ob98/08b; 1Ob158/10g; 7Ob14/11a; 4Ob93/11x; 3Ob59/14v; 4Ob17/14z; 7Ob7/15b; 9ObA51/15p; 9Ob23/15w; 9ObA43/17i; 4Ob236/17k; 8Ob28/18b; 9ObA51/19v; 5Ob30/19a

Entscheidungsdatum

26.04.1961

Norm

ABGB §863 CI
ABGB §869
ABGB §914 I
ABGB §915
ABGB §1444 B

Rechtssatz

Die aus einer Erklärung abzuleitenden Rechtsfolgen sind nicht danach zu beurteilen, was der Erklärende sagen wollte oder was der Erklärungsempfänger darunter verstanden hat, sondern danach, wie die Erklärung bei objektiver Beurteilung der Sachlage zu verstehen war. Ein unentgeltlicher Verzicht auf Rechtsausübung ist nur anzunehmen, wenn sich der Verzicht aus der Erklärung unzweifelhaft ergibt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 135/61
    Entscheidungstext OGH 26.04.1961 5 Ob 135/61
  • 5 Ob 169/63
    Entscheidungstext OGH 07.06.1963 5 Ob 169/63
  • 5 Ob 15/64
    Entscheidungstext OGH 30.01.1964 5 Ob 15/64
    nur: Ein unentgeltlicher Verzicht auf Rechtsausübung ist nur anzunehmen, wenn sich der Verzicht aus der Erklärung unzweifelhaft ergibt. (T1)
  • 6 Ob 117/64
    Entscheidungstext OGH 22.04.1964 6 Ob 117/64
    nur T1; Veröff: MietSlg 16064
  • 7 Ob 281/64
    Entscheidungstext OGH 28.10.1964 7 Ob 281/64
    Auch; nur: Die aus einer Erklärung abzuleitenden Rechtsfolgen sind nicht danach zu beurteilen, was der Erklärende sagen wollte oder was der Erklärungsempfänger darunter verstanden hat, sondern danach, wie die Erklärung bei objektiver Beurteilung der Sachlage zu verstehen war. (T2)
  • 6 Ob 239/65
    Entscheidungstext OGH 13.10.1965 6 Ob 239/65
    nur T2; Veröff: RZ 1966,148
  • 5 Ob 88/66
    Entscheidungstext OGH 26.05.1966 5 Ob 88/66
    Teilweise gegenteilig; nur T2; Beisatz: Insbesondere ist bei Meinungsverschiedenheiten über die Bedeutung eines Ausdruckes dieser so zu verstehen, wie ihn der Empfänger der Erklärung verstehen musste. (Vertrauenstheorie, siehe Gschnitzer in Klang Kommentar 2.Auflage IV S 404). (T3)
    Veröff: MietSlg 18116
  • 8 Ob 186/66
    Entscheidungstext OGH 05.07.1966 8 Ob 186/66
    nur T1
  • 8 Ob 255/66
    Entscheidungstext OGH 04.10.1966 8 Ob 255/66
    nur T2; Beisatz: Auf die Worte kommt es nicht an. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für Verträge, sondern auch für empfangsbedürftige Willenserklärungen (zum Beispiel Aufkündigung). § 915 2. Halbsatz ABGB kommt nur zur Anwendung, wenn die Interpretation nach § 914 ABGB keine Klarheit bringt. (T4)
  • 1 Ob 60/67
    Entscheidungstext OGH 13.04.1967 1 Ob 60/67
    nur T1
  • 8 Ob 208/67
    Entscheidungstext OGH 17.10.1967 8 Ob 208/67
    nur T2
  • 1 Ob 232/67
    Entscheidungstext OGH 07.12.1967 1 Ob 232/67
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Die Erklärung ist für den Empfänger so verbindlich, wie er sie mit Überlegung aller Umstände und vernünftigerweise verstehen musste. (T5)
  • 4 Ob 307/68
    Entscheidungstext OGH 26.03.1968 4 Ob 307/68
    nur T2; Veröff: ÖBl 1968,80
  • 5 Ob 339/68
    Entscheidungstext OGH 12.02.1969 5 Ob 339/68
    nur T2; nur T1
  • 4 Ob 342/69
    Entscheidungstext OGH 25.11.1969 4 Ob 342/69
    nur T2
  • 2 Ob 267/69
    Entscheidungstext OGH 17.10.1969 2 Ob 267/69
    nur T1
  • 1 Ob 92/70
    Entscheidungstext OGH 14.05.1970 1 Ob 92/70
    Beisatz: "Strich machen" unter gegenseitige Forderungen in einer Lebensgemeinschaft. (T6)
  • 6 Ob 127/70
    Entscheidungstext OGH 20.05.1970 6 Ob 127/70
    nur T2; Veröff: MietSlg 22160
  • 5 Ob 138/70
    Entscheidungstext OGH 10.06.1970 5 Ob 138/70
    nur T2; Veröff: MietSlg 22469
  • 7 Ob 121/70
    Entscheidungstext OGH 08.07.1970 7 Ob 121/70
    nur T2
  • 8 Ob 241/70
    Entscheidungstext OGH 11.11.1970 8 Ob 241/70
    nur T2
  • 6 Ob 140/71
    Entscheidungstext OGH 07.07.1971 6 Ob 140/71
    nur T2
  • 4 Ob 82/71
    Entscheidungstext OGH 28.09.1971 4 Ob 82/71
    nur T2; Beisatz: Gilt auch bei einseitigen Rechtsgeschäften (Kündigung). (T7)
    Veröff: SozM IA/d,963 = Arb 8904
  • 5 Ob 215/71
    Entscheidungstext OGH 27.10.1971 5 Ob 215/71
    nur T2; Veröff: MietSlg 23080
  • 7 Ob 23/72
    Entscheidungstext OGH 09.02.1972 7 Ob 23/72
    nur T2; Beisatz: Erklärung, einen Betrag "vorzustrecken" - Darlehen (T8)
  • 7 Ob 235/72
    Entscheidungstext OGH 13.12.1972 7 Ob 235/72
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Nach der Bestimmung des § 914 ABGB kommt es nämlich nicht darauf an, wie der Erklärende seine Erklärung auffasst, maßgebend ist vielmehr, wie sein Partner diese Erklärung nach Treu und Glauben auffassen durfte. (T9)
  • 4 Ob 511/73
    Entscheidungstext OGH 06.03.1973 4 Ob 511/73
    nur T2; Veröff: JBl 1974,146
  • 7 Ob 134/73
    Entscheidungstext OGH 22.08.1973 7 Ob 134/73
    nur T2; nur T1; Beis wie T9
    Veröff: RdSch 1974 5,167 (Anmerkung von Frotz) = VersR 1974,609
  • 7 Ob 222/73
    Entscheidungstext OGH 21.11.1973 7 Ob 222/73
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 2 Ob 28/74
    Entscheidungstext OGH 21.02.1974 2 Ob 28/74
    nur T2; Veröff: VersR 1975,195
  • 1 Ob 55/74
    Entscheidungstext OGH 24.04.1974 1 Ob 55/74
    nur T2
  • 4 Ob 562/74
    Entscheidungstext OGH 10.09.1974 4 Ob 562/74
    Veröff: ImmZ 1975,138 = MietSlg 26085
  • 7 Ob 256/74
    Entscheidungstext OGH 19.12.1974 7 Ob 256/74
    nur T2
  • 7 Ob 24/75
    Entscheidungstext OGH 05.02.1975 7 Ob 24/75
    nur T2
  • 7 Ob 28/75
    Entscheidungstext OGH 13.03.1975 7 Ob 28/75
    nur T2; Beis wie T9
    Veröff: JBl 1975,602
  • 7 Ob 59/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 7 Ob 59/75
    nur T2; Beis wie T9
  • 7 Ob 67/75
    Entscheidungstext OGH 10.04.1975 7 Ob 67/75
    nur T2; Beis wie T9
  • 5 Ob 20/75
    Entscheidungstext OGH 15.04.1975 5 Ob 20/75
    nur T2
  • 1 Ob 51/75
    Entscheidungstext OGH 16.04.1975 1 Ob 51/75
    Auch; Veröff: MietSlg 27116
  • 4 Ob 503/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 503/76
  • 7 Ob 519/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 7 Ob 519/76
    nur T1; Veröff: SZ 49/49 = JBl 1976,588
  • 7 Ob 577/76
    Entscheidungstext OGH 13.05.1976 7 Ob 577/76
    nur T2
  • 4 Ob 543/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 543/76
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 620/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 7 Ob 620/76
    Ähnlich
  • 5 Ob 616/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 616/76
    nur T2
  • 5 Ob 696/76
    Entscheidungstext OGH 29.11.1976 5 Ob 696/76
    nur T1
  • 6 Ob 620/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 620/77
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: HS X/XI/9
  • 7 Ob 627/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 627/77
    nur T2
  • 7 Ob 741/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 741/77
    nur T2
  • 5 Ob 526/78
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 5 Ob 526/78
    nur T2
  • 6 Ob 789/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 6 Ob 789/77
    nur T2
  • 1 Ob 692/78
    Entscheidungstext OGH 30.08.1978 1 Ob 692/78
    Vgl auch; nur T2
  • 7 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 704/78
    nur T2
  • 7 Ob 769/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 769/78
    nur T2
  • 6 Ob 603/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 6 Ob 603/79
    Beisatz: Ablösung eines Wiederkaufsrechtes. (T10)
  • 7 Ob 657/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 657/79
    nur T2
  • 7 Ob 33/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 33/79
    Beisatz: Unter Bedachtnahme auf die im redlichen Verkehr gebundenen Gewohnheiten und Gebräuche. (T11)
  • 7 Ob 677/79
    Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 677/79
    nur T2
  • 3 Ob 538/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1979 3 Ob 538/78
    nur T2
  • 4 Ob 76/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 76/80
    nur T1; Beis wie T7
  • 7 Ob 623/80
    Entscheidungstext OGH 28.08.1980 7 Ob 623/80
    nur T2
  • 3 Ob 588/80
    Entscheidungstext OGH 17.09.1980 3 Ob 588/80
    nur T2
  • 1 Ob 25/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 25/80
    Auch; Beisatz: Gilt auch für Aufforderungsschreiben nach § 8 AHG. (T12)
  • 7 Ob 67/80
    Entscheidungstext OGH 15.01.1981 7 Ob 67/80
    nur T1; Veröff: SZ 54/7 = ZVR 1981/255 S 344
  • 7 Ob 718/80
    Entscheidungstext OGH 29.01.1981 7 Ob 718/80
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 3 Ob 678/80
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 3 Ob 678/80
    nur T2
  • 20 B 48/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 20 B 48/81
    nur T1
  • 6 Ob 526/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 526/81
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Entscheidend ist also, dass die sich äußerlich deckenden Erklärungen objektiv in einem einander entsprechenden Sinn zu verstehen sind (hier: Abgrenzung Dissens-Irrtum). (T13)
  • 7 Ob 703/81
    Entscheidungstext OGH 24.09.1981 7 Ob 703/81
    nur T2
  • 8 Ob 518/81
    Entscheidungstext OGH 15.10.1981 8 Ob 518/81
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 568/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 568/81
    nur T2
  • 1 Ob 771/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 771/81
    nur T2; Veröff: EvBl 1982/177 S 574 = GesRZ 1982,198
  • 5 Ob 790/81
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 5 Ob 790/81
    nur T2
  • 8 Ob 236/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 8 Ob 236/81
    Veröff: SZ 55/62
  • 7 Ob 610/82
    Entscheidungstext OGH 27.05.1982 7 Ob 610/82
    nur T2
  • 7 Ob 547/83
    Entscheidungstext OGH 16.06.1983 7 Ob 547/83
    nur T2
  • 4 Ob 76/83
    Entscheidungstext OGH 04.10.1983 4 Ob 76/83
    nur T2
  • 7 Ob 765/83
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 7 Ob 765/83
    nur T2
  • 8 Ob 522/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 8 Ob 522/83
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 553/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1984 2 Ob 553/84
    nur T1
  • 7 Ob 583/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 583/84
    nur T2
  • 8 Ob 565/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 565/83
    Auch
  • 2 Ob 662/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 2 Ob 662/84
    Auch
  • 8 Ob 615/84
    Entscheidungstext OGH 25.01.1985 8 Ob 615/84
    nur T1
  • 4 Ob 2/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 4 Ob 2/85
    nur T2
  • 8 Ob 637/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 637/84
    Auch; nur T2; Veröff: JBl 1986,46
  • 8 Ob 50/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 50/85
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 44/85
    Entscheidungstext OGH 25.02.1986 5 Ob 44/85
  • 2 Ob 530/87
    Entscheidungstext OGH 01.09.1987 2 Ob 530/87
    Vgl auch; nur T2
  • 7 Ob 726/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 726/87
    nur T2
  • 2 Ob 586/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 586/87
    nur T2; Veröff: ÖBA 1988,623 = JBl 1989,37 = NZ 1989,39 = RdW 1988,161
  • 2 Ob 672/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 672/87
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 526/88
    Entscheidungstext OGH 05.05.1988 6 Ob 526/88
    Auch; Beisatz: Ein widerspruchsvolles Verhalten kann daher mit der Zielsetzung einer konkludenten Verzichtsannahme nicht im Sinne des § 915 ABGB ausgelegt werden. (T14)
  • 3 Ob 23/89
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 3 Ob 23/89
    nur T1
  • 4 Ob 530/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 530/89
    nur T2
  • 7 Ob 540/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 7 Ob 540/89
    Auch; Beisatz: Hier: Zu berücksichtigen sind nicht nur der bloße Wortlaut der Verzichtserklärung, sondern auch jene Umstände unter denen die Verzichtserklärung abgegeben worden ist. (T15)
  • 3 Ob 540/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 540/89
    Auch; Veröff: JBl 1989,724
  • 2 Ob 45/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 2 Ob 45/89
    nur T2; Veröff: ZVR 1990/81 S 229
  • 3 Ob 143/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 143/89
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 513/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 513/89
    nur T2
  • 9 ObA 268/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 9 ObA 268/90
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T16)
    Beisatz: Verzicht auf Rückforderung überhöhter Akontozahlungen. (T17)
  • 8 Ob 559/92
    Entscheidungstext OGH 21.05.1992 8 Ob 559/92
    nur T2
  • 7 Ob 6/95
    Entscheidungstext OGH 26.04.1995 7 Ob 6/95
    Auch; Beisatz: Es kommt vielmehr auf das Verständnis an, da ein redlicher Erklärungsempfänger von dieser Erklärung gewinnen durfte. (T18)
  • 3 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 3 Ob 543/95
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 511/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 5 Ob 511/96
    Vgl auch; Beis wie T13; Beisatz: Es liegt also ein allenfalls zur Anfechtung des Vertrages berechtigender Irrtum und nicht Dissens (der gemäß § 869 ABGB einen Vertrag erst gar nicht entstehen ließe) vor, wenn bei nur einer der Parteien das Gewollte mit dem Erklärten übereinstimmt. Deckt sich das subjektive Verständnis auch nur einer der Vertragsparteien mit dem objektiven Vertragssinn, dann kommt der Vertrag nach Maßgabe dieser objektiven Vertragsinterpretation zustande. (T19)
  • 1 Ob 2046/96f
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2046/96f
    nur T2
  • 7 Ob 2044/96f
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 7 Ob 2044/96f
    nur T2
  • 2 Ob 2133/96g
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 2133/96g
    nur T2
  • 7 Ob 81/97f
    Entscheidungstext OGH 21.05.1997 7 Ob 81/97f
    Vgl; Beis wie T18
  • 1 Ob 2409/96p
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2409/96p
    Auch; Beisatz: Es kommt darauf an wie die Erklärung bei objektiver Beurteilung der Sachlage durch einen redlichen, verständigen Menschen zu verstehen war. (T20)
    Veröff: SZ 70/198
  • 8 Ob 2345/96b
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 8 Ob 2345/96b
    Vgl aber; Beis wie T3
  • 9 ObA 39/98w
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 ObA 39/98w
    nur T1
  • 1 Ob 121/98w
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 121/98w
    nur T2; Beisatz: Bei Unklarheiten kommt vor allem dem Geschäftszweck und der Interessenlage Bedeutung zu. (T21)
    Beisatz: Hier: Einlösungszusage nach dem Scheckeinlösungs-Abkommen. (T22)
    Veröff: SZ 71/193
  • 4 Ob 318/98p
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 318/98p
    Auch; nur T2; Beis wie T20; Beis wie T21
  • 6 Ob 104/99h
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 104/99h
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T20; Beis wie T21; Beisatz: Hier: Auslegung einer Konkurrenzklausel und einer vertraglichen Vorabzustimmung des Vermieters für bauliche Veränderungen am Mietobjekt. (T23)
  • 6 Ob 69/99m
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 69/99m
    Auch; Beisatz: Bei der Auslegung von Ausschreibungsbedingungen, kommt es darauf an, wie diese bei objektiver Beurteilung der Sache vom Bieter zu verstehen waren, wobei bei Unklarheiten vor allem dem Geschäftszweck, der redlicherweise der Erklärung zu unterstellen ist, und der Interessenlage Bedeutung zukommt. (T24)
  • 4 Ob 124/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 124/00i
    nur T2; Beis wie T20
  • 7 Ob 110/99y
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 7 Ob 110/99y
    nur T2; Beisatz: Der Vertrauenstheorie entspricht es, dass eine Willenserklärung grundsätzlich und im Zweifel als im eigenen Namen abgegeben gilt, so dass, wer in fremdem Namen handeln will, dies eindeutig zum Ausdruck bringen muss. (T25)
    Beisatz: Es kommt auf die objektive Erklärungsbedeutung nicht an, wenn der Empfänger den Willen des Erklärenden erkennt oder erkennen muss. (T26)
  • 7 Ob 11/01w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 11/01w
    nur T2; Beis wie T21
  • 9 ObA 7/01x
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 ObA 7/01x
    nur T2
  • 7 Ob 171/02a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 171/02a
    Auch; Anmerkung: Der ursprüngliche Teilsatz T27 wurde mangels inhaltlichen Bezugs zum Rechtssatz gelöscht. - Juni 2019 (T27)
    Beis wie T20
  • 9 Ob 51/03w
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 9 Ob 51/03w
    Auch; nur T2; Beisatz: Es kommt darauf an, welche Schlüsse der Adressat als redlicher Erklärungsempfänger (nach Treu und Glauben) unter Berücksichtigung aller Umstände abzuleiten berechtigt war. (T28)
    Beisatz: Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt ist jener des Empfangs der Willenserklärung. (T29)
  • 6 Ob 179/03x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 179/03x
  • 8 ObA 112/03h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 ObA 112/03h
    nur T2
  • 3 Ob 120/04z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 120/04z
    Auch; nur T2; Beis wie T20; Beis wie T21
  • 7 Ob 113/05a
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 113/05a
    Auch
  • 9 ObA 28/05s
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 ObA 28/05s
    nur T2
  • 3 Ob 99/05p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 99/05p
    Auch; nur T2; Beis wie T28
  • 8 ObA 105/06h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 ObA 105/06h
    Auch; Beisatz: Weder ist die subjektive Absicht des Erklärungsempfängers noch jene des Erklärenden allein entscheidend; bei Uneinigkeit ist die Erklärung vielmehr so zu verstehen, wie ein redlicher Erklärungsempfänger die Erklärung verstehen konnte. (T30)
  • 7 Ob 223/07f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 223/07f
    nur T1
  • 4 Ob 98/08b
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 98/08b
    Auch; Beis wie T24
  • 1 Ob 158/10g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 158/10g
    nur T2; Beis wie T11
  • 7 Ob 14/11a
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 14/11a
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 93/11x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 93/11x
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T18; Beis ähnlich wie T30; Beisatz: Für die Auslegung sind auch die von einer Partei in Werbeunterlagen getätigten Äußerungen heranzuziehen. (T31)
    Beisatz: Hier: Vertragsauslegung zur Beurteilung, ob ein aliud geliefert wurde (MEL‑Zertifikat [ADC] statt Aktie). (T32)
  • 3 Ob 59/14v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 59/14v
    Auch; Beis wie T20
  • 4 Ob 17/14z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 17/14z
    nur T1
  • 7 Ob 7/15b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 7/15b
  • 9 ObA 51/15p
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 51/15p
    Auch; Beis wie T21
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Auch; nur T2
  • 9 ObA 43/17i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 43/17i
    Auch
  • 4 Ob 236/17k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 236/17k
    Auch
  • 8 Ob 28/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 28/18b
    Beis wie T28
  • 9 ObA 51/19v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 ObA 51/19v
    Auch; Beis wie T30
  • 5 Ob 30/19a
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 30/19a
    nur T2

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0014205

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19610426_OGH0002_0050OB00135_6100000_001

Rechtssatz für 5Ob206/71 7Ob167/72 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021443

Geschäftszahl

5Ob206/71; 7Ob167/72; 6Ob554/77 (6Ob555/77); 8Ob533/77; 3Ob632/77; 3Ob519/82 (3Ob520/82); 4Ob614/88 (4Ob615/88); 7Ob504/90; 9Ob187/97h; 1Ob108/97g; 2Ob36/98b; 7Ob155/05b; 6Ob73/06p; 3Ob234/12a; 5Ob57/13p; 10Ob65/14b; 9Ob23/15w; 3Ob85/15v; 8Ob34/17h

Entscheidungsdatum

15.09.1971

Norm

ABGB §1096 C

Rechtssatz

Bei gänzlicher oder teilweiser Unbrauchbarkeit des Bestandobjektes tritt die Zinsminderung von Gesetzeswegen ein.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 206/71
    Entscheidungstext OGH 15.09.1971 5 Ob 206/71
    Veröff: EvBl 1972/74 S 128 = ImmZ 1972,168 = MietSlg 23130
  • 7 Ob 167/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 7 Ob 167/72
    Veröff: MietSlg 24139
  • 6 Ob 554/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 554/77
  • 8 Ob 533/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 8 Ob 533/77
  • 3 Ob 632/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 632/77
    Vgl
  • 3 Ob 519/82
    Entscheidungstext OGH 28.04.1982 3 Ob 519/82
  • 4 Ob 614/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 614/88
  • 7 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 07.06.1990 7 Ob 504/90
  • 9 Ob 187/97h
    Entscheidungstext OGH 25.06.1997 9 Ob 187/97h
    Auch
  • 1 Ob 108/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 108/97g
    Veröff: SZ 70/97
  • 2 Ob 36/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 2 Ob 36/98b
    Auch
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
  • 6 Ob 73/06p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 73/06p
    Auch; Beisatz: Dies unabhängig von einem Verschulden des Bestandgebers. (T1)
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/28
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
  • 10 Ob 65/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 Ob 65/14b
    Vgl auch; Beisatz: Der Bestandnehmer hat kein Zinsminderungsrecht im Sinne des § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn der Gebrauchsnutzen aus seinem Verschulden vereitelt wird oder er dafür nach den §§ 1111, 1313a ABGB einzustehen hat. (T2)
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Beis wie T1
  • 3 Ob 85/15v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 85/15v
    Auch; Veröff: SZ 2016/30
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0021443

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19710915_OGH0002_0050OB00206_7100000_005

Rechtssatz für 1Ob685/83 4Ob614/88 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021326

Geschäftszahl

1Ob685/83; 4Ob614/88 (4Ob615/88); 2Ob567/89; 8Ob610/90 (8Ob679/90); 8Ob526/90; 8Ob502/95; 3Ob54/97f; 10Ob204/97s; 9Ob348/98m; 7Ob105/99p; 7Ob195/00b; 6Ob59/00w; 1Ob89/02y; 1Ob113/02b; 1Ob306/02k; 6Ob152/03a; 5Ob60/04s; 7Ob155/05b; 7Ob78/06f; 1Ob241/06g; 5Ob17/09z; 5Ob288/08a; 9Ob57/08k; 3Ob20/09a; 7Ob230/08m; 2Ob73/10i; 6Ob38/11y; 4Ob191/10g; 8Ob90/10h; 6Ob13/11x; 2Ob215/10x; 3Ob234/12a; 3Ob47/13b; 1Ob229/14d; 9Ob23/15w; 5Ob25/15k; 1Ob224/15w; 5Ob79/19g

Entscheidungsdatum

31.08.1983

Norm

ABGB §1096 C

Rechtssatz

§ 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB ist im wesentlichen eine Gewährleistungsbestimmung, wenn auch eine besonderer Art, da die Minderung des Bestandzinses kraft Gesetzes auch bei Mängeln eintritt, die erst während der Dauer des Bestandverhältnisses auftreten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 685/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 685/83
  • 4 Ob 614/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 614/88
    Beisatz: Geltendmachung unabhängig von den Fristen des § 933 ABGB. (T1)
  • 2 Ob 567/89
    Entscheidungstext OGH 14.11.1989 2 Ob 567/89
    Beis wie T1
  • 8 Ob 610/90
    Entscheidungstext OGH 13.12.1990 8 Ob 610/90
    Auch; Veröff: SZ 63/220
  • 8 Ob 526/90
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 8 Ob 526/90
    Auch; Beisatz: Dauer der Zinsminderung vom Beginn der Gebrauchsbeeinträchtigung bis zu deren Behebung. (T2) Veröff: ImmZ 1991,360
  • 8 Ob 502/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 502/95
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 54/97f
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 3 Ob 54/97f
    nur: § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB ist im wesentlichen eine Gewährleistungsbestimmung, wenn auch eine besonderer Art. (T3); Beis wie T2
  • 10 Ob 204/97s
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 204/97s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 348/98m
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 Ob 348/98m
    Auch; nur T3; Beisatz: Bei dieser Zinsminderung handelt es sich um einen Gewährleistungsanspruch eigener Art, der unabhängig von den Fristen des § 933 ABGB geltend gemacht werden kann, nicht vom Verschulden des Bestandgebers am Eintritt des Mangels abhängt und ex lege eintritt. (T4)
  • 7 Ob 105/99p
    Entscheidungstext OGH 09.06.1999 7 Ob 105/99p
    Vgl auch
  • 7 Ob 195/00b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2000 7 Ob 195/00b
    nur T3
  • 6 Ob 59/00w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 59/00w
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 73/180
  • 1 Ob 89/02y
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 89/02y
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 113/02b
    Entscheidungstext OGH 14.10.2002 1 Ob 113/02b
    Verstärkter Senat; Beis wie T4; Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2002/132
  • 1 Ob 306/02k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 306/02k
    Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 2003/18
  • 6 Ob 152/03a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 152/03a
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 5 Ob 60/04s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 5 Ob 60/04s
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2004/47
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
  • 7 Ob 78/06f
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 7 Ob 78/06f
    Auch; nur T3; Beisatz: Für Verbrauchergeschäfte gilt auch im Anwendungsbereich des § 1096 Abs 1 ABGB § 9 Abs 1 KSchG. (T5)
  • 1 Ob 241/06g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 1 Ob 241/06g
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 17/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 5 Ob 17/09z
    Auch; Beisatz: Die Brauchbarkeit des Bestandobjekts - anderes wird auch bei der Übergabe nicht geschuldet (§ 3 Abs 2 Z 2 MRG und § 1096 Abs 1 erster Halbsatz ABGB) - ist dem Mieter, soweit ihn selbst keine Erhaltungspflicht trifft, für die gesamte Dauer der Bestandzeit mit dem Druckmittel der Mietzinsminderung zu gewährleisten. (T6)
    Beisatz: § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB gilt - als von § 3 MRG unberührt - auch im Vollanwendungsbereich des MRG. (T7)
    Veröff: SZ 2009/33
  • 5 Ob 288/08a
    Entscheidungstext OGH 14.04.2009 5 Ob 288/08a
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7
  • 9 Ob 57/08k
    Entscheidungstext OGH 02.06.2009 9 Ob 57/08k
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Im Geltungsbereich des § 3 MRG besteht keine gesetzliche Verpflichtung des Vermieters zur Erneuerung einer schadhaft gewordenen Therme und damit auch kein sofort fälliger Ersatzanspruch nach § 1097 iVm § 1036 ABGB einer Mieterin, die diese Arbeiten auf ihre Kosten selbst vorgenommen hat. Der Mieter, soweit ihn selbst keine Erhaltungspflicht trifft, hat aber für die gesamte Dauer der Bestandzeit das Druckmittel der Mietzinsminderung. (T8)
  • 3 Ob 20/09a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 20/09a
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2009/70
  • 7 Ob 230/08m
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 230/08m
    Vgl
  • 2 Ob 73/10i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 73/10i
    Vgl
  • 6 Ob 38/11y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 38/11y
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Die Mietzinsminderung nach § 1096 ABGB setzt eine Anzeige iSd § 1097 ABGB voraus. (T9)
    Bem: Siehe RS0126618. (T10)
  • 4 Ob 191/10g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: § 1096 ABGB setzt voraus, dass die tatsächlich erbrachte von der geschuldeten Leistung abweicht. (T11); Veröff: SZ 2011/35
  • 8 Ob 90/10h
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 90/10h
    Auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2011/91
  • 6 Ob 13/11x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 13/11x
    Vgl; Beis ähnlich wie T4
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch Beis wie T7; Beis wie T6; Auch Beis wie T4; Beis wie T11; Beisatz: Die Zinsminderung tritt nicht nur wegen nach Übergabe auftretender Mängel ein, sondern auch wegen Mängeln, die schon bei der Übergabe vorhanden sind. (T12)
    Beisatz: Die Gewährleistungsrechte des Mieters hängen von der ihm geschuldeten Beschaffenheit der Bestandsache ab. (T13)
    Veröff: SZ 2012/20
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Veröff: SZ 2013/28
  • 3 Ob 47/13b
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 47/13b
    Auch; Beis wie T11
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
    Auch
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 5 Ob 25/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 25/15k
    Auch; Veröff: SZ 2015/82
  • 1 Ob 224/15w
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 224/15w
    Vgl auch
  • 5 Ob 79/19g
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 79/19g
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0021326

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19830831_OGH0002_0010OB00685_8300000_001

Rechtssatz für 8Ob610/90 (8Ob679/90) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021408

Geschäftszahl

8Ob610/90 (8Ob679/90); 4Ob591/95; 1Ob108/97g; 10Ob204/97s; 6Ob59/00w; 1Ob89/02y; 7Ob99/03i; 5Ob60/04s; 3Ob286/05p; 2Ob149/06k; 1Ob103/09t; 6Ob42/10k; 4Ob191/10g; 5Ob21/11s; 8Ob90/10h; 6Ob13/11x; 1Ob216/12i; 3Ob47/13b; 9Ob23/15w; 1Ob184/15p

Entscheidungsdatum

13.12.1990

Norm

ABGB §1096 C

Rechtssatz

Ausgeschlossen ist eine Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung nur, wenn der Bestandnehmer die Umstände, die seinen Gebrauch behindern, akzeptiert.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 679/90
    Entscheidungstext OGH 13.12.1990 8 Ob 679/90
    Veröff: SZ 63/220 = WoBl 1992,54
  • 4 Ob 591/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 591/95
    Beisatz: Der Umfang des Gebrauches und die Pflicht zu dessen Gewährung unterliegt der Parteiendisposition. (T1)
    Beisatz: Hier: Die Mieterin hatte den Verbesserungsarbeiten (im Rahmen einer sogenannten "Huckepack-Sanierung") in Kenntnis des Umstandes, die Wohnung werde während der Umbauarbeiten nicht benützbar sein, zugestimmt und damit auch die Unbenützbarkeit der Wohnung akzeptiert. Es handelte sich dabei nicht um Arbeiten im Sinne des § 8 Abs 2 MRG, sondern um Verbesserungsarbeiten, die der Vermieter ohne ausdrückliche Zustimmung der Mieterin, also gegen deren Willen, gar nicht hätte durchführen können, die aber den Wohnkomfort und damit die bisherige vertragliche Brauchbarkeit des Mietgegenstandes (Kategorieanhebung!) beträchtlich erhöht haben. (T2)
  • 1 Ob 108/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 108/97g
    Vgl; Veröff: SZ 70/97
  • 10 Ob 204/97s
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 204/97s
    Beis wie T1; Beisatz: Eine Zinsbefreiung oder Zinsminderung ist ausgeschlossen, wenn der Mieter in Kenntnis der Mängel vorbehaltslos den Vertrag abschließt bzw das Mietobjekt übernimmt oder trotz Kenntnis der Befreiungsgründe vorbehaltslos einen bestimmten Mietzins vereinbart und bezahlt. (T3)
    Beisatz: Hier: Der Mieter hat trotz Kenntnis der gravierenden Baumängel und der daraus entstandenen Gebrauchsbeeinträchtigungen nicht nur bis zuletzt vorbehaltlos den vereinbarten Mietzins gezahlt, sondern sogar noch zu einer Zeit, als ihm das volle Ausmaß der Beeinträchtigungen (Feuchtigkeit, Schimmelbildung, hohe Heizkosten, Nichtsanierung der Mängel durch den Vermieter) hinlänglich bekannt war, neuerlich einen Mietvertrag mit derselben Mietzinshöhe unterschieben. (T4)
  • 6 Ob 59/00w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 59/00w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 73/180
  • 1 Ob 89/02y
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 89/02y
    Auch; Beisatz: Kannte der Mieter die behaupteten Mängel im Zeitpunkt der Mietzinszahlung und war es ihm damals nicht weniger als zur Zeit der Klagseinbringung möglich, zu beurteilen, welche Zinsminderung im Sinne des § 1096 ABGB berechtigt sei, so kann er nicht "wegen irrtümlich erfolgter Zahlung" einen Teil des Mietzinses zurückverlangen. (T5)
    Beisatz: Der Kläger hat durch die vorbehaltlose Zahlung des gesamten Zinses die Umstände, die allenfalls seinen Gebrauch behinderten, akzeptiert und auf die Zinsminderung (Zinsbefreiung) verzichtet. (T6)
  • 7 Ob 99/03i
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 7 Ob 99/03i
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Ein Verzicht auf Zinsbefreiung oder -minderung für den jeweiligen Zinstermin liegt jedenfalls in der vorbehaltlosen und ohne Irrtum (auch Rechtsirrtum) erfolgten Zahlung des vollen Zinses, weil (auch) dadurch die Rückforderung nach § 1431 ABGB ausgeschlossen wird. (T7)
  • 5 Ob 60/04s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 5 Ob 60/04s
    Vgl auch; Beisatz: Die vorbehaltlose Zahlung des Mietzinses in Kenntnis des bestehenden, die Brauchbarkeit des Bestandobjekts beeinträchtigenden Mangels kann unter Umständen (nach Maßgabe des § 863 ABGB) als konkludenter Verzicht auf den gesamten Mietzinsminderungsanspruch gewertet werden. (T8); Veröff: SZ 2004/47
  • 3 Ob 286/05p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 286/05p
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 2 Ob 149/06k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 2 Ob 149/06k
  • 1 Ob 103/09t
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 1 Ob 103/09t
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Verzicht des Mieters auf eine in der Projektpräsentation vorgesehene, nicht verwirklichte Ausstattung des Einkaufszentrums. (T9)
  • 6 Ob 42/10k
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 42/10k
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Die vorbehaltlose Zahlung des (vollen) Mietzinses in Kenntnis des Mangels kann unter Umständen (nach Maßgabe des § 863 ABGB) als konkludenter Verzicht auf den Rückforderungsanspruch ‑ nicht ohne Weiteres auch auf zukünftige Zinsminderungen ‑ zu werden sein. (T10)
  • 4 Ob 191/10g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Schließt der Mieter in einem Verfahren zur Überprüfung des Hauptmietzinses wegen Unbrauchbarkeit der Wohnung einen Vergleich, in dem der Mietzins auf jenen nach § 15a Abs 3 Z 4 MRG (Kategorie „D unbrauchbar“) herabgesetzt wird, ist eine weitere Mietzinsminderung nach § 1096 ABGB ausgeschlossen (vgl RS0126875). (T11); Veröff: SZ 2011/35
  • 5 Ob 21/11s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 21/11s
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T4
  • 8 Ob 90/10h
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 90/10h
    Auch; Veröff: SZ 2011/91
  • 6 Ob 13/11x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 13/11x
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 216/12i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 216/12i
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 47/13b
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 47/13b
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier keine vorbehaltlose Übernahme des Bestandgegenstands mangels Kenntnis der Unbrauchbarkeit seitens beider Parteien. (T12)
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
  • 1 Ob 184/15p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 184/15p
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021408

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.12.2015

Dokumentnummer

JJR_19901213_OGH0002_0080OB00679_9000000_002

Rechtssatz für 7Ob631/92 6Ob518/93 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042977

Geschäftszahl

7Ob631/92; 6Ob518/93; 7Ob585/93; 1Ob535/94 (1Ob1551/94); 1Ob505/96 (1Ob506/96); 7Ob229/99y; 10Ob325/99p; 7Ob171/00y; 7Ob46/01t; 6Ob164/01p; 6Ob160/01z; 8Ob176/01t; 6Ob152/03a; 3Ob306/04b; 1Ob177/05v; 6Ob24/06g; 8Ob90/07d; 5Ob231/08v; 5Ob250/09i; 1Ob55/11m; 1Ob183/12m; 10Ob14/13a; 4Ob99/15k; 9Ob23/15w; 8Ob34/17h

Entscheidungsdatum

12.11.1992

Norm

ZPO idF WGN 1989 §502 Abs3 Z2 K
ZPO idF WGN 1997 §502 Abs5 Z2 I
MRG §33 Abs2
MRG §33 Abs3

Rechtssatz

Auch der Zwischenstreit über die Höhe des Mietzinsrückstands ist für den Räumungsstreit präjudiziell, Gegenstand des Zwischenstreites ist daher nicht nur der geschuldete Mietzinsrückstand, sondern auch das Interesse an der Aufrechterhaltung des Mietverhältnisses. Gegen Entscheidungen nach § 33 Abs 2 letzter Satz (und Abs 3) MRG ist daher der Revisionsrekurs nicht jedenfalls unzulässig, wenn der Mietzinsrückstand, über den das Rekursgericht entschieden hat, fünfzigtausend Schilling nicht übersteigt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 631/92
    Entscheidungstext OGH 12.11.1992 7 Ob 631/92
    Veröff: WoBl 1993,104
  • 6 Ob 518/93
    Entscheidungstext OGH 25.03.1993 6 Ob 518/93
  • 7 Ob 585/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 7 Ob 585/93
  • 1 Ob 535/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 535/94
    Vgl; Beisatz: Nicht nur der Ausspruch über die Kündigung, die Räumung oder das Bestehen oder Nichtbestehen des Vertrages fällt unter die Ausnahme der wertmäßigen Beschränkung, sondern auch die gleichzeitige Entscheidung über andere Ansprüche, die unter § 49 Abs 2 Z 5 JN fallen wie etwa der Anspruch auf Zahlung rückständigen Mietzinses. Solche und andere bestandrechtliche Fragen hängen mit der Frage der Auflösung des Bestandverhältnisses meist so eng zusammen, dass ein getrenntes Schicksal in der Anfechtbarkeit unvertretbar wäre. (T1)
  • 1 Ob 505/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 1 Ob 505/96
    Auch
  • 7 Ob 229/99y
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 229/99y
    Vgl
  • 10 Ob 325/99p
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 10 Ob 325/99p
    Vgl aber; Beisatz: Die Entscheidung nach § 33 Abs 2 und 3 MRG ist zwar präjudiziell für den verbundenen Räumungsstreit, erfolgt aber in Beschlussform, sodass die Anfechtung nicht wie die eines Teilurteils oder Zwischenurteils nach § 502 Abs 2, Abs 5 Z 2 ZPO zu beurteilen ist. Der gesetzlich vorgesehene Feststellungsbeschluss nach § 33 MRG hängt engstens mit dem Kündigungsbegehren beziehungsweise Räumungsbegehren zusammen und ist daher zusammen mit diesem zu bewerten. Es ist daher in diesen Fällen gegen bestätigende Entscheidungen nach § 33 Abs 2 und 3 MRG der Revisionsrekurs, unabhängig ob die Mietzinsschuld S 52.000,-- übersteigt oder nicht, jedenfalls unzulässig. (T2)
  • 7 Ob 171/00y
    Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 171/00y
    Auch; nur: Der Zwischenstreit über die Höhe des Mietzinsrückstands ist für den Räumungsstreit präjudiziell. (T3)
  • 7 Ob 46/01t
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 46/01t
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 164/01p
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 164/01p
    Vgl aber; Beisatz: Eine Entscheidung nach § 33 Abs 2 und 3 MRG, die vom Gericht zweiter Instanz bestätigt wird oder die die Streitwertgrenzen des § 528 Abs 2 nicht überschreitet, ist unabhängig von der Regel des § 502 Abs 5 Z 2 ZPO unanfechtbar. (T4)
  • 6 Ob 160/01z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 160/01z
    Auch
  • 8 Ob 176/01t
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 Ob 176/01t
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 152/03a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 152/03a
    Auch
  • 3 Ob 306/04b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 306/04b
    nur: Gegen Entscheidungen nach § 33 Abs 2 letzter Satz (und Abs 3) MRG ist daher der Revisionsrekurs nicht jedenfalls unzulässig, wenn der Mietzinsrückstand, über den das Rekursgericht entschieden hat, fünfzigtausend Schilling nicht übersteigt. (T5)
  • 1 Ob 177/05v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 177/05v
    Vgl auch; Beisatz: Die Entscheidung über ein mit dem Räumungsbegehren verbundenes Mietzinszahlungsbegehren, bei dem der Entscheidungsgegenstand zweiter Instanz EUR 4.000,-- nicht übersteigt, kann durch die Erlassung eines Teilurteils nicht einer Anfechtung in dritter Instanz entzogen werden, wenn im gleichen Verfahren noch über die Rechtswirksamkeit einer gerichtlichen Kündigung oder die Räumung zu erkennen ist. (T6)
  • 6 Ob 24/06g
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 24/06g
  • 8 Ob 90/07d
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 90/07d
    Vgl aber; Beisatz: Die Entscheidung nach § 33 Abs 2 und 3 MRG ist zwar präjudiziell für das Räumungsverfahren, erfolgt aber in Beschlussform, weshalb die Anfechtbarkeit nicht nach § 502 Abs 5 Z 2 ZPO zu beurteilen ist. Für bestätigende Beschlüsse des Rekursgerichts ist für Streitigkeiten nach § 502 Abs 4 oder 5 ZPO eine Ausnahme vom Anfechtungsausschluss des § 528 Abs 2 Z 2 ZPO nicht vorgesehen. Es ist daher gegen bestätigende Entscheidungen nach § 33 Abs 2 und 3 MRG der Revisionsrekurs jedenfalls unzulässig. (T7)
  • 5 Ob 231/08v
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 231/08v
    Vgl auch; Beisatz: Bei einer Klage wegen Mietzins und Räumung und einer Widerklage wegen Mietzinsrückzahlung handelt es sich um zwei von einander verschiedene Verfahren und selbständige Rechtssachen. Mit der Entscheidung über die Widerklage wird nicht auch gleichzeitig über das Räumungsbegehren entschieden. (T8)
    Beisatz: Für die Entscheidung über die Widerklage kommt die Ausnahmebestimmung des § 502 Abs 5 Z 2 ZPO trotz allfälliger Präjudizialität für die Entscheidung über die Mietzins- und Räumungsklage nicht zum Tragen. (T9)
  • 5 Ob 250/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 250/09i
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Teilurteil über Betriebskostenrückstände. (T10)
  • 1 Ob 55/11m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 55/11m
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 183/12m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 183/12m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6
  • 10 Ob 14/13a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 14/13a
    Vgl; Beisatz: Räumungsbegehren verbunden mit einem Anspruch auf Zahlung von Betriebskostenrückständen. (T11)
  • 4 Ob 99/15k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 99/15k
    Auch
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Der für die Zulässigkeit der Revision wesentliche Entscheidungsgegenstand ist immer der, über den das Berufungsgericht erkannte. War zu diesem Zeitpunkt das noch anhängige Räumungsbegehren von der Berechtigung des Zahlungsbegehrens abhängig, ist nach § 502 Abs 5 Z 2 ZPO die Wertbeschränkung des § 502 Abs 3 ZPO nicht anwendbar. Der nachfolgende Wegfall des Räumungsbegehrens ist für die Revisionszulässigkeit nicht relevant. (T12)
    Beisatz: Hier: Nach Zustellung der Berufungsentscheidung über den Mietzinsrückstand erfolgte die Rückstellung des Objekts und die Einschränkung um das Räumungsbegehren. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0042977

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19921112_OGH0002_0070OB00631_9200000_002

Rechtssatz für 1Ob27/97w 9Ob58/98i 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107866

Geschäftszahl

1Ob27/97w; 9Ob58/98i; 8Ob306/00h; 7Ob242/01s; 7Ob155/05b; 3Ob286/05p; 6Ob73/06p; 6Ob40/08p; 5Ob17/09z; 5Ob288/08a; 9Ob57/08k; 6Ob38/11y; 8Ob90/10h; 1Ob216/12i; 1Ob183/12m; 3Ob234/12a; 2Ob165/13y; 2Ob59/14m; 9Ob23/15w; 5Ob25/15k; 1Ob224/15w; 3Ob85/15v; 3Ob51/17x; 8Ob34/17h; 5Ob60/18m; 5Ob79/19g

Entscheidungsdatum

15.05.1997

Norm

ABGB §1096 C
MRG §33 Abs2
ZPO §228 A1
ZPO §228 B3aa

Rechtssatz

Der Anspruch auf Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung gemäß § 1096 ABGB besteht ab Beginn der Unbrauchbarkeit beziehungsweise Gebrauchsbeeinträchtigung des Bestandobjekts bis zu deren Behebung. Eine Behebung durch den Bestandnehmer ändert an dieser Rechtsfolge nichts. Es kann daher anstelle der Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung bis zur Behebung der Unbrauchbarkeit beziehungsweise Gebrauchsbeeinträchtigung des Bestandobjekts auch nicht zur Neufestsetzung eines angemessenen Mietzinses kommen (vergleiche ImmZ 1991, 360, EvBl 1972/74; EvBl 1957/281).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 27/97w
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 27/97w
    Veröff: SZ 70/96
  • 9 Ob 58/98i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1998 9 Ob 58/98i
    nur: Der Anspruch auf Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung gemäß § 1096 ABGB besteht ab Beginn der Unbrauchbarkeit. (T1)
    Beisatz: Hier: Eine durch Schimmelpilz befallene Wohnung, die keinen nennenswerten Wohnwert mehr aufweist. (T2)
  • 8 Ob 306/00h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 8 Ob 306/00h
    Auch; nur T1; Beisatz: Gemäß § 1096 ABGB tritt die Zinsminderung oder Befreiung für die Zeit der Gebrauchseinschränkung ex lege ein. (T3)
  • 7 Ob 242/01s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2002 7 Ob 242/01s
    Vgl auch; nur: Der Anspruch auf Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung gemäß § 1096 ABGB besteht ab Beginn der Unbrauchbarkeit beziehungsweise Gebrauchsbeeinträchtigung des Bestandobjekts bis zu deren Behebung. (T4)
    Beis wie T3; Beisatz: Ein rechtliches Interesse der Bestandnehmerin an der Feststellung des gemäß § 1096 ABGB bestehenden Zinsminderungsrechts ist zu verneinen, da sie in einem Verfahren über eine von der Vermieterin eingebrachten Räumungsklage, sofern sie ihr Vorbringen beweisen könnte, kein grobes Verschulden an einem allenfalls doch bestehenden Zahlungsrückstand auf Grund einer Fehleinschätzung der Höhe der Zinsminderung träfe. In diesem Fall müsste im Räumungsverfahren zunächst über die Höhe des Mietzinsrückstandes mit Beschluss entschieden werden. Wenn die Klägerin dann nach § 33 Abs 2 MRG einen allenfalls festgestellten Mietzinsrückstand vor Schluss der der Entscheidung des Gerichtes unmittelbar vorangehenden Verhandlung entrichtet, wäre der Räumungsklage nicht stattzugeben. (T5)
    Veröff: SZ 2002/13
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
    nur T1
  • 3 Ob 286/05p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 286/05p
    nur T4
  • 6 Ob 73/06p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 73/06p
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Gefahr der Verwirklichung des Kündigungsgrundes der Nichtzahlung des Bestandzinses besteht hiebei im Hinblick auf § 33 MRG nicht. (T6)
  • 6 Ob 40/08p
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 40/08p
    Vgl
  • 5 Ob 17/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 5 Ob 17/09z
    Auch; Beisatz: Die Brauchbarkeit des Bestandobjekts - anderes wird auch bei der Übergabe nicht geschuldet (§ 3 Abs 2 Z 2 MRG und § 1096 Abs 1 erster Halbsatz ABGB) - ist dem Mieter, soweit ihn selbst keine Erhaltungspflicht trifft, für die gesamte Dauer der Bestandzeit mit dem Druckmittel der Mietzinsminderung zu gewährleisten. (T7)
    Beisatz: § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB gilt - als von § 3 MRG unberührt - auch im Vollanwendungsbereich des MRG. (T8)
    Veröff: SZ 2009/33
  • 5 Ob 288/08a
    Entscheidungstext OGH 14.04.2009 5 Ob 288/08a
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8
  • 9 Ob 57/08k
    Entscheidungstext OGH 02.06.2009 9 Ob 57/08k
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 38/11y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 38/11y
    Vgl aber; Beisatz:Die Mietzinsminderung nach § 1096 ABGB setzt eine Anzeige iSd § 1097 ABGB voraus. (T9)
    Bem: Siehe RS0126618. (T10)
  • 8 Ob 90/10h
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 90/10h
    Auch; nur T4
    Veröff: SZ 2011/91
  • 1 Ob 216/12i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 216/12i
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 183/12m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 183/12m
    Vgl auch; nur T4
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Veröff: SZ 2013/28
  • 2 Ob 165/13y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 165/13y
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Problematik des Mietzinsminderungsanspruchs nach Mängelbehebung durch den Mieter; keine analoge Anwendung des § 1096 ABGB mangels planwidriger Gesetzeslücke. Mit ausführlicher Darstellung der Gesetzesmaterialien zur WRN 2006. (T11)
  • 2 Ob 59/14m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 2 Ob 59/14m
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Hier ebenso: Instandsetzung der defekten Heiztherme durch den Mieter. (T12)
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Auch; nur T4; Beis wie T3
  • 5 Ob 25/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 25/15k
    Auch; Veröff: SZ 2015/82
  • 1 Ob 224/15w
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 224/15w
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 85/15v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 85/15v
    Auch; Veröff: SZ 2016/30
  • 3 Ob 51/17x
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 51/17x
    nur T4
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Auch; nur T4
  • 5 Ob 60/18m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 60/18m
    Vgl auch
  • 5 Ob 79/19g
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 79/19g
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107866

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19970515_OGH0002_0010OB00027_97W0000_003

Rechtssatz für 1Ob241/06g 5Ob17/09z 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0122135

Geschäftszahl

1Ob241/06g; 5Ob17/09z; 5Ob288/08a; 9Ob57/08k; 2Ob73/10i; 1Ob55/11m; 2Ob215/10x; 3Ob234/12a; 10Ob65/14b; 9Ob23/15w

Entscheidungsdatum

27.03.2007

Norm

ABGB §1096 A2
ABGB §1096 C
KSchG §9 Abs1

Rechtssatz

Wird der Mieter in einer Mietvertragsklausel generell zur Wartung, Instandhaltung und Erneuerung aller für den Mietgegenstand bestimmten Einrichtungen und Geräte verpflichtet und damit die Pflicht zur Erhaltung des Mietobjekts generell auf den Mieter überwälzt, dann kann er sich auch nicht auf die Unbrauchbarkeit des Mietgegenstandes berufen, was aber Voraussetzung für einen Zinsminderungsanspruch wäre (vgl 7 Ob 78/06f). Durch die positive Festlegung der generellen Erhaltungspflicht des Mieters werden implizit dessen Gewährleistungsrechte ausgeschlossen. Da einem Verbraucher gegenüber Gewährleistungsrechte (beim Bestandvertrag die Zinsminderung) im Voraus nicht ausgeschlossen werden können, widerspricht die Klausel § 9 Abs 1 KSchG und ist schon deshalb unwirksam.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 241/06g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 1 Ob 241/06g
  • 5 Ob 17/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 5 Ob 17/09z
    Ähnlich; Beisatz: Die Brauchbarkeit des Bestandobjekts - anderes wird auch bei der Übergabe nicht geschuldet (§ 3 Abs 2 Z 2 MRG und § 1096 Abs 1 erster Halbsatz ABGB) - ist dem Mieter, soweit ihn selbst keine Erhaltungspflicht trifft, für die gesamte Dauer der Bestandzeit mit dem Druckmittel der Mietzinsminderung zu gewährleisten. (T1)
    Veröff: SZ 2009/33
  • 5 Ob 288/08a
    Entscheidungstext OGH 14.04.2009 5 Ob 288/08a
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Die sogenannten „Klauselentscheidungen" 7 Ob 78/06f und 1 Ob 241/06g hatten die Frage der Zulässigkeit und Wirksamkeit von Vertragsklauseln in Vertragsformblättern zum Gegenstand, mit denen dem Mieter generell die Verpflichtung zur Erhaltung des Bestandobjekts auferlegt werden sollte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Verbandsprozess (im Gegensatz zur jeweiligen Vertragsauslegung im Einzelfall) spezifische Prüfungskriterien gelten. (T2)
  • 9 Ob 57/08k
    Entscheidungstext OGH 02.06.2009 9 Ob 57/08k
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 73/10i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 73/10i
    Vgl
  • 1 Ob 55/11m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 55/11m
    Ähnlich; Vgl auch Beis wie T1
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Vgl; Veröff: SZ 2012/20
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Beis wie T1 Veröff: SZ 2013/28
  • 10 Ob 65/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 Ob 65/14b
    nur: Wird der Mieter in einer Mietvertragsklausel generell zur Wartung, Instandhaltung bzw Erneuerung aller für den Mietgegenstand bestimmten Einrichtungen und Geräte verpflichtet und damit die Pflicht zur Erhaltung des Mietobjekts generell auf den Mieter überwälzt, kann er sich auch nicht auf die Unbrauchbarkeit des Mietgegenstands berufen, was aber Voraussetzung für einen Zinsminderungsanspruch nach § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB wäre. (T3)
    Beisatz: Soweit daher der Bestandnehmer zulässigerweise Erhaltungspflichten übernommen hat, steht ihm das Zinsminderungsrecht nicht zu, weil dann die Gebrauchsbeeinträchtigung durch nicht behobene Mängel aus seiner Sphäre stammt.(T4)
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Auch; nur T3; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122135

Im RIS seit

26.04.2007

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2015

Dokumentnummer

JJR_20070327_OGH0002_0010OB00241_06G0000_003

Entscheidungstext 9Ob23/15w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2015/622 S 355 - Zak 2015,355 = VbR 2015/125 S 191 - VbR 2015,191 = EvBl‑LS 2015/175 = wobl 2016,112/35 (Riss) - wobl 2016/35 (Riss)

Geschäftszahl

9Ob23/15w

Entscheidungsdatum

29.07.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Hopf als Vorsitzenden, den Hofrat Mag. Ziegelbauer, die Hofrätin Dr. Dehn, den Hofrat Dr. Hargassner und die Hofrätin Mag. Korn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. P***** GmbH, ***** 2. P*****, beide vertreten durch Mayrhofer & Rainer Rechtsanwälte KG in Wien, gegen die beklagte Partei A***** GmbH, ***** vertreten durch Hopmeier Wagner Kirnbauer Rechtsanwälte OG in Wien, wegen 2.651,70 EUR sA und Räumung, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei (Revisionsinteresse 2.651,70 EUR sA) gegen das Urteil des Landesgerichts Wiener Neustadt vom 23. Februar 2015, GZ 19 R 53/14a-18, mit dem der Berufung der beklagten Partei gegen das Teilurteil des Bezirksgerichts Mödling vom 24. Juni 2014, GZ 8 C 332/13a-12, teilweise Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben, die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben und die Rechtssache an das Erstgericht zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens bilden weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Die Kläger sind Vermieter, die Beklagte ist Mieterin der Geschäftsräumlichkeit Top 1 im Haus M*****, in ***** V*****, in dem die Beklagte ein Büro betreibt. Bei Anmietung waren im Objekt Klimageräte vorhanden.

Aufgrund geplanter Sanierungsmaßnahmen luden die Kläger die Mieter des Hauses für den 24. 4. 2012 zu einer Besprechung ein. Als Tagesordnungspunkte wurden „Umbauarbeiten (Fenster, Klimaanlagen, Fassade, Lift, etc), Eingangsgestaltung, Parkplatzverteilung (Beschilderung), Sonstiges“ angeführt. Für die Beklagte nahm A***** an der Besprechung teil. In dieser wurde von Vermieterseite unter anderem ausgeführt, dass die alten Klimageräte nicht mit der geplanten Fassade kompatibel seien. Sollten die Mieter Klimaanlagen wünschen, müssten sie diese aufgrund der hohen Kosten der Sanierung selbst bezahlen. A***** äußerte sich dazu nicht, obwohl er sich bei anderen Punkten aktiv am Gespräch beteiligte. Auf die wie bei jedem Tagesordnungspunkt gestellte Frage, ob Widersprüche erhoben werden, meldete sich niemand.

A***** ist kein organschaftlicher Vertreter der Beklagten; es kann nicht festgestellt werden, ob er sonst für sie vertretungsbefugt ist. Die Korrespondenz wurde seitens der Klägerin immer an die Beklagte gerichtet. Reaktionen erfolgten durch A*****, der am täglichen Betrieb der Beklagten am Ort des Bestandobjekts als Verantwortlicher und Entscheidungsträger agierte. Der Geschäftsführer der Beklagten hatte dem nie widersprochen.

In der Folge wurden die Fassade erneuert und die Klimaanlagen entfernt. Im Sommer 2013 gab es im Objekt der Beklagten während des Tages bei Sonnenschein beinahe stets über 30 Grad Celsius.

Die Kläger begehren Zahlung von 2.651,70 EUR sA an rückständigem Mietzins für August und September 2013. Weiters werde aufgrund des qualifizierten Mitzinsrückstands die Auflösung des Mietverhältnisses erklärt, weshalb die Beklagte auch zur Räumung des Objekts verpflichtet sei. Bei der Besprechung zwischen Vermietern und Mietern sei vereinbart worden, dass die Kosten neuer Klimageräte in den Bestandobjekten von den Mietern zu tragen seien, dies aufgrund der aufwendigen Generalsanierung. A***** sei zwar nicht Geschäftsführer der Beklagten, doch stets als deren Vertreter aufgetreten. Diese habe auch bisher sämtliche seiner Vertretungshandlungen gegen sich gelten lassen. Das Fehlen der Klimageräte habe auch zu keiner Gebrauchsbeeinträchtigung geführt, gegebenenfalls hätte sich die Beklagte diese selbst zuzuschreiben.

Die Beklagte bestreitet und bringt vor, dass sie berechtigter Weise den Mietzins für August und September 2013 auf 25 % gemindert habe. Die bei Anmietung eingebauten Klimageräte seien ersatzlos im Zuge von Erhaltungsarbeiten entfernt worden. Für adäquate Klimatisierung sei nicht gesorgt worden. Eine Vereinbarung über eine Installation von Klimageräten durch die Beklagte sei nie getroffen worden. A***** sei nicht Geschäftsführer der Beklagten und nicht vertretungsbefugt. Aufgrund der thermischen Verhältnisse sei es in den Sommermonaten unzumutbar, in den Räumen zu arbeiten.

Mit Teilurteil erkannte das Erstgericht das Zahlungsbegehren als berechtigt, die Entscheidung über das Räumungsbegehren wurde vorbehalten. Es führte aus, dass es bei der Besprechung am 24. 4. 2012 durch die konkludente Zustimmung zur Kostentragung für allfällige Klimaanlagen durch die Beklagte zu einer Abänderung des Mietvertrags gekommen sei. Aufgrund der Umstände habe ein redlicher Erklärungsempfänger davon ausgehen können, dass nach einer Frage nach Widersprüchen solche auch geäußert würden, andernfalls Zustimmung vorliege. Ob A***** vertretungsbefugt für die Beklagte sei, sei irrelevant, weil jedenfalls eine Anscheinsvollmacht vorliege.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagten nur hinsichtlich des Zinsenbegehrens Folge. Im Übrigen ging es ebenfalls davon aus, dass es bei der Besprechung zu einer Vereinbarung zwischen den Parteien gekommen sei, nach der die Kosten allfälliger Klimageräte durch die Beklagte zu tragen seien. Da A***** die Korrespondenz und Tagesgeschäfte der Beklagten abwickle und gegenüber den Klägern für die Beklagte aufgetreten sei, hätten sie darauf vertrauen dürfen, dass er berechtigt sei, die Beklagte zu vertreten. Dieser Rechtsschein sei dem Geschäftsführer der Beklagten insoweit zuzurechnen, als er selbst gegenüber den Klägern nie in Erscheinung getreten sei, sondern A***** zu Besprechungen geschickt habe, an denen sich dieser aktiv beteiligt habe, ohne Rücksprache zu halten. Die Ankündigung der Vermieter, dass die Kosten allfälliger Klimageräte von den Mietern zu tragen sei, stelle ein Anbot zur Vertragsänderung dar, das im Gesamtzusammenhang mit der Sanierung der Mietobjekte zu sehen sei. Aufgrund der überschaubaren Anzahl der Erklärungsempfänger - von Mieterseite seien vier Personen anwesend gewesen -, sei nach Treu und Glauben zu erwarten, dass im Falle einer Nichtzustimmung Widerspruch erhoben werde. Das Schweigen sei daher als Zustimmung zu werten.

Die ordentliche Revision erachtete das Berufungsgericht als nicht zulässig, da Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung nicht zu lösen seien.

Gegen dieses Urteil richtet sich die außerordentliche Revision der Beklagten mit dem Antrag, das Urteil dahingehend abzuändern, dass das Klagebegehren abgewiesen wird. In eventu wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die Kläger beantragen in der ihnen vom Obersten Gerichtshof freigestellten Revisionsbeantwortung, die Revision mangels Zulässigkeitsvoraussetzungen zurückzuweisen, hilfsweise ihr keine Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Ein Zwischenstreit über die Höhe des Mietzinsrückstands ist auch für den Räumungsstreit präjudiziell. Gegenstand des Zwischenstreits ist damit nicht nur der geschuldete Mietzinsrückstand, sondern auch das Interesse an der Aufrechterhaltung des Mietverhältnisses. Die Entscheidung über ein mit einem Räumungsbegehren verbundenes Mietzinszahlungsbegehren, bei dem der Entscheidungsgegenstand zweiter Instanz 5.000 EUR nicht übersteigt, kann daher durch die Erlassung eines Teilurteils nicht einer Anfechtung in dritter Instanz entzogen werden, wenn im gleichen Verfahren noch über die Rechtswirksamkeit einer Räumung zu erkennen ist (RIS-Justiz RS0042977).

Die Revision ist daher bei Vorliegen einer Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO, im konkreten Fall aus Gründen der Rechtssicherheit, zulässig und im Sinn des Aufhebungsantrags auch berechtigt.

1. Ein - wie im vorliegenden Fall - vom Berufungsgericht verneinter Verfahrensmangel erster Instanz kann in der Revision nicht neuerlich geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0042963). Dieser Grundsatz kann auch nicht durch die Behauptung, das Berufungsverfahren sei, weil das Berufungsgericht der Mängelrüge nicht gefolgt sei, mangelhaft geblieben, umgangen werden (10 ObS 54/14k mwN).

2. Nach § 1096 Abs 1 ABGB ist der Vermieter verpflichtet, das Bestandobjekt auf eigene Kosten in brauchbarem Zustand zu übergeben und zu erhalten, und den Bestandnehmer im bedungenen Gebrauch nicht zu stören. Ist das Bestandobjekt bei der Übergabe derart mangelhaft oder wird es während der Bestandzeit derart mangelhaft, dass es zu dem bedungenen Gebrauch nicht (mehr) taugt, hat der Bestandnehmer einen Anspruch auf Mietzinsminderung für die Dauer und in dem Maß der Unbrauchbarkeit. Die Zinsminderung tritt kraft Gesetzes und ohne Rücksicht auf ein Verschulden des Bestandgebers ein (4 Ob 191/10g). § 1096 Abs 1 Satz 2 ABGB ist eine Vorschrift des Gewährleistungsrechts. Die daraus ableitbaren Ansprüche bestehen ex lege ab Beginn der Unbrauchbarkeit bzw Gebrauchsbeeinträchtigung des Bestandobjekts bis zu deren Behebung und können unabhängig von den Fristen des § 933 ABGB geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0021326, RS0107866). Ihre Anwendung setzt nach allgemeinen Grundsätzen voraus, dass die tatsächlich erbrachte von der vertraglich geschuldeten Leistung abweicht (vgl P. Bydlinski in KBB4 § 922 Rz 1 mwN).

Eine derartige Gebrauchsbeeinträchtigung kann auch darin liegen, dass durch das Versagen von - bei Anmietung vorhandenen - Anlagen wie etwa Klimageräten jahreszeit- und temperaturbedingt nur eine eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit besteht.

Im Voraus kann auf eine Zinsminderung bei der Miete einer unbeweglichen Sache nicht verzichtet werden (§ 1096 Abs 1 dritter Satz ABGB). Ausgeschlossen ist eine Zinsminderung aber dann, wenn der Bestandnehmer die Umstände, die seinen Gebrauch behindern, akzeptiert (RIS-Justiz RS0021408). Soweit der Mieter zulässiger Weise vertraglich zur Wartung, Instandhaltung oder Erneuerung von für den Mietgegenstand bestimmten Einrichtungen verpflichtet ist, kann er sich ebenfalls nicht auf eine aus einer Verletzung dieser Verpflichtungen resultierende Unbrauchbarkeit des Mietgegenstands berufen, daraus daher auch keinen Zinsminderungsanspruch nach § 1096 Abs 1 ABGB ableiten, weil dann die Gebrauchsbeeinträchtigung durch nicht behobene Mängel aus seiner Sphäre stammt (vgl RIS-Justiz RS0122135).

3. Richtig haben die Vorinstanzen daher geprüft, ob zwischen den Parteien nachträglich eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach eine Erneuerung der zunächst im Mietobjekt vorhandenen Klimageräte nach deren Entfernung im Zuge der Sanierungsarbeiten, vom Mieter zu finanzieren ist. Eine derartige Vereinbarung wäre, da nicht gegen zwingende Mieterschutzbestimmungen verstoßend, grundsätzlich zulässig.

              3.1. Die Kläger haben sich auf eine bei der Besprechung vom 24. 4. 2012 getroffene mündliche Vereinbarung berufen. Dass Änderungen des Mietvertrags nur schriftlich erfolgen dürfen, hat die Beklagte in erster Instanz nicht vorgebracht. Die diesbezüglichen Ausführungen in der Revision stellen daher eine unzulässige Neuerung dar (§ 504 Abs 2 ZPO), auf die nicht weiter einzugehen ist.

3.2. Den Vorinstanzen kann jedoch nicht darin gefolgt werden, dass es bei der Besprechung zu einer mündlichen Vereinbarung über eine Änderung des Mietvertrags gekommen ist.

Durch einen Vertrag werden zwischen Parteien verbindliche Regelungen getroffen, die die bisherige Rechtslage verändern. Anbot und Annahme erfordern demzufolge Bindungswille (Abschlusswille) der Kontrahenten (vgl Rieder in Schwimann/Kodek, ABGB4 IV § 861 Rz 5). Dabei sind Erklärungen und die aus ihnen abzuleitenden Rechtsfolgen nicht danach zu beurteilen, was der Erklärende sagen wollte oder was der Erklärungsempfänger darunter verstanden hat, sondern danach, wie die Erklärung bei objektiver Beurteilung der Sachlage zu verstehen war (RIS-Justiz RS0014205). Auch der Bindungswille bei einem Anbot oder einer Annahme ist nach der redlichen Verkehrsübung aus der Sicht des Erklärungsempfängers zu beurteilen.

Ausgehend davon ist im konkreten Fall schon das Vorliegen eines Anbots zur Vertragsänderung zu verneinen, auf die Problematik einer konkludenten Annahme durch die Beklagte kommt es daher nicht an. Die Kläger hatten als Vermieter die Mieter zu einer Informationsveranstaltung über geplante Sanierungsmaßnahmen geladen, wie sich aus der Tagesordnung der Einladungen ergibt. Im Zuge dieser Besprechung wurden die Sanierungsmaßnahmen unter anderem an der Fassade, die eine Entfernung der Klimageräte erforderlich machten, präsentiert. Wenn die Vermieter in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, die Kosten allfällig neuer Geräte nicht zu übernehmen, stellt dies ebenfalls nur eine Darstellung der Absichten der Vermieter, aus der Sicht eines objektiven Erklärungsempfängers jedoch kein Anbot zu einer Vertragsänderung dar. Einer solchen, nicht an eine Einzelperson gerichteten Erklärung bei einer Informationsveranstaltung kommt aus objektiver Sicht ebenfalls nur Informationscharakter über die Absichten der Vermieter zu, insbesondere wenn berücksichtigt wird, dass die angesprochenen Mieter gerade in diesem Punkt auch unterschiedlich betroffen waren. Nicht in allen Objekten waren bei Mietvertragsabschluss Klimageräte vorhanden. Auch dass bei diesem wie bei allen anderen Punkten abschließend gefragt wurde, ob von Seiten der Mieter Widerspruch erhoben wird, bedeutet letztlich nur die Aufforderung in eine Diskussion einzutreten, nicht aber zur Abgabe einer verbindlichen Äußerung zu einem Anbot auf Vertragsänderung. Ebenso wenig könnte daraus, dass von Vermieterseite eine bestimmte Fassadengestaltung in Aussicht gestellt wurde und die Mieter dagegen keinen Widerspruch erhoben, auf eine Verpflichtung des Vermieters zu dieser Ausgestaltung geschlossen werden. Allein dass bei dieser Veranstaltung daher die Absicht geäußert wurde, bestimmte Arbeiten und Kosten zu übernehmen bzw andere nicht zu übernehmen, stellt demnach kein Anbot auf Vertragsänderung dar.

Auf die Problematik einer stillschweigenden Annahme oder einer Anscheinsvollmacht muss daher nicht weiter eingegangen werden.

3.3. Da somit nicht davon auszugehen ist, dass die Mieter sich verpflichteten, die Kosten neuer Klimageräte zu übernehmen, oder sich mit der ersatzlosen Entfernung der alten Geräte einverstanden erklärten, kann bei einer Gebrauchsbeeinträchtigung, die auf die Entfernung der bei Anmietung vorhandenen Klimageräte zurückzuführen ist, ein Mietzinsminderungsanspruch im Umfang dieser Gebrauchsbeeinträchtigung geltend gemacht werden. Ausgehend von seiner - vom Obersten Gerichtshof nicht geteilten - Rechtsansicht, hat das Erstgericht jedoch keine hinreichenden Feststellungen getroffen, die eine Beurteilung des Umfangs der Gebrauchsbeeinträchtigung und daher der zulässigen Mietzinsminderung ermöglichen.

Demzufolge waren die Urteile der Vorinstanzen aufzuheben und die Rechtssache an das Erstgericht zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung zurückzuverweisen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens bilden weitere Verfahrenskosten (§ 52 ZPO).

Textnummer

E111929

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0090OB00023.15W.0729.000

Im RIS seit

07.09.2015

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2016

Dokumentnummer

JJT_20150729_OGH0002_0090OB00023_15W0000_000