Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob379/54 7Ob121/57 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019915

Geschäftszahl

3Ob379/54; 7Ob121/57; 6Ob63/58; 5Ob569/59; 1Ob64/62; 6Ob173/62; 5Ob327/71; 1Ob14/73; 3Ob71/74; 5Ob651/77; 1Ob754/78; 3Ob89/79; 1Ob580/81; 1Ob618/84; 7Ob688/88; 7Ob705/88 (7Ob706/88); 7Ob530/89; 9ObA1/90; 3Ob606/90; 1Ob633/90; 4Ob518/96; 9ObA178/02w; 1Ob272/02k; 2Ob114/03h; 2Ob149/03f; 4Ob201/07y; 5Ob172/09v; 2Ob74/10m; 5Ob139/11v; 4Ob194/11z; 6Ob134/12t; 3Ob42/14v; 7Ob60/15x

Entscheidungsdatum

16.06.1954

Norm

ABGB §1042 B

Rechtssatz

Der animus obligandi ist im Zweifel anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 379/54
    Entscheidungstext OGH 16.06.1954 3 Ob 379/54
    Veröff: SZ 27/175
  • 7 Ob 121/57
    Entscheidungstext OGH 27.03.1957 7 Ob 121/57
  • 6 Ob 63/58
    Entscheidungstext OGH 25.06.1958 6 Ob 63/58
    Beisatz: Beweislast für animus obligandi (der durch Irrtum über die Person des Ersatzpflichtigen nicht ausgeschlossen wird). (T1)
  • 5 Ob 569/59
    Entscheidungstext OGH 02.12.1959 5 Ob 569/59
  • 1 Ob 64/62
    Entscheidungstext OGH 28.03.1962 1 Ob 64/62
  • 6 Ob 173/62
    Entscheidungstext OGH 13.06.1962 6 Ob 173/62
  • 5 Ob 327/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 327/71
    Veröff: JBl 1973,210
  • 1 Ob 14/73
    Entscheidungstext OGH 21.03.1973 1 Ob 14/73
  • 3 Ob 71/74
    Entscheidungstext OGH 23.04.1974 3 Ob 71/74
  • 5 Ob 651/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 5 Ob 651/77
  • 1 Ob 754/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 754/78
  • 3 Ob 89/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 89/79
    Veröff: EFSlg 34497
  • 1 Ob 580/81
    Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 580/81
    Auch
  • 1 Ob 618/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 618/84
    Veröff: SZ 57/121
  • 7 Ob 688/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 688/88
    Veröff: SZ 61/241 = JBl 1989,444 (Wilhelm) = RZ 1989/33 S 86 = ZVR 1990/154 S 370 = VersR 1989,1110
  • 7 Ob 705/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 705/88
    Veröff: SZ 62/9
  • 7 Ob 530/89
    Entscheidungstext OGH 09.03.1989 7 Ob 530/89
    Vgl auch; Beisatz: Bei irrtümlicher Erbringung von Leistungen ist ein hypothetischer Rückforderungswille anzunehmen; für das Fehlen des für eine Klage nach § 1042 ABGB erforderlichen "animus obligandi" ist derjenige beweispflichtig, von dem Ersatz verlangt wird. Ein Verzicht auf den Rückforderungsanspruch wird nicht vermutet. (T2) Veröff: JBl 1989,649
  • 9 ObA 1/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 9 ObA 1/90
    Veröff: JBl 1991,127
  • 3 Ob 606/90
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 3 Ob 606/90
    Vgl aber; Beisatz: Dieser Vermutung ist aber dann der Boden entzogen, wenn Unterhaltsansprüche des Unterhaltsberechtigten für die Vergangenheit noch geltend gemacht werden können. (T3) Veröff: SZ 63/202 = JBl 1991,309 (Apathy)
  • 1 Ob 633/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 633/90
    Vgl aber; Beis wie T3; Veröff: EFSlg 28/1
  • 4 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.02.1996 4 Ob 518/96
    Veröff: SZ 69/40
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    Beisatz: Die Rückforderung ist nur ausgeschlossen, wenn die Leistung nachweislich in der Absicht erfolgte, keinen Ersatz zu verlangen. (T4)
  • 1 Ob 272/02k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 272/02k
    Veröff: SZ 2003/17
  • 2 Ob 114/03h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 114/03h
    Beis wie T4
  • 2 Ob 149/03f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 2 Ob 149/03f
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2007/193
  • 5 Ob 172/09v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 172/09v
    Vgl aber; Beisatz: Im Fall der Konkurrenz zwischen dem eigenen Unterhaltsanspruch des Kindes und dem Anspruch eines zahlenden Dritten nach § 1042 ABGB ist der Vermutung eines „animus obligandi" des Dritten dann der Boden entzogen, wenn noch Unterhaltsansprüche des Kindes geltend gemacht werden können, weil beide Forderungen nicht nebeneinander bestehen können. (T5)
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T4; Beisatz: Ist der Aufwand des Leistenden nur eine Folge eines unverschuldeten Irrtums über die wahre Rechtslage, nach der ein anderer leistungspflichtig ist, nicht aber das Ergebnis seines Willensentschlusses, den eigentlich Leistungspflichtigen von dessen Ersatzhaftung zu befreien, so muss in einem solchen Fall der nach § 1042 ABGB in Anspruch Genommene behaupten und beweisen, dass der Anspruchsteller auf den Leistungsersatz auch in Kenntnis des wahren Sachverhalts, somit ohne einen Irrtum verzichtet hätte. (T6); Beisatz: Der Zahlende hat jedenfalls einen Anspruch nach dieser Bestimmung, wenn er dem Empfänger die Leistung unter Verzicht auf eine Kondiktion endgültig belässt und den Aufwand nicht in der Absicht tätigte, keinen Ersatz begehren zu wollen. (T7)
  • 5 Ob 139/11v
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 139/11v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 4 Ob 194/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 194/11z
    Auch
  • 6 Ob 134/12t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 134/12t
    Beis wie T5; Beisatz: Kann der betreuende Elternteil wegen der zwischenzeitig eingetretenen Volljährigkeit keinen Unterhaltsantrag im Namen des Sohnes stellen, scheidet die vorschussweise Zurverfügungstellung durch den leistenden Elternteil aus und ein Anspruch nach § 1042 ABGB steht dem Grunde nach zu. (T8)
  • 3 Ob 42/14v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 42/14v
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2015/68

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0019915

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19540616_OGH0002_0030OB00379_5400000_001

Rechtssatz für 2Ob365/55 7Ob532/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048567

Geschäftszahl

2Ob365/55; 7Ob532/82; 7Ob60/15x

Entscheidungsdatum

29.06.1955

Norm

ABGB §166 Ae
ABGB §1295 Ia7

Rechtssatz

Wenn die außereheliche Mutter den angeblichen Vater durch die Behauptung, sie habe nur mit ihm verkehrt, zur vergleichsweisen Anerkennung der Vaterschaft und Unterhaltsleistung veranlaßt hat, sich aber die Vaterschaft später als unmöglich erweist, kann der fälschliche Vater wegen des gezahlten Unterhaltes die Kindesmutter auf Schadenersatz klagen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 365/55
    Entscheidungstext OGH 29.06.1955 2 Ob 365/55
    Veröff: EvBl 1955/377 S 622
  • 7 Ob 532/82
    Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 532/82
    Vgl; Beisatz: Klage des früheren Ehemannes, dessen Nichtvaterschaft festgestellt wurde, gegen Kindesmutter. (T1)
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Vgl; Veröff: SZ 2015/68

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0048567

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19550629_OGH0002_0020OB00365_5500000_001

Rechtssatz für 7Ob315/57 1Ob101/63 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048325

Geschäftszahl

7Ob315/57; 1Ob101/63; 4Ob605/69; 8Ob24/60; 5Ob169/74; 5Ob692/81; 5Ob560/81; 7Ob532/82; 6Ob529/84; 7Ob60/15x; 8Ob125/14m; 4Ob82/18i; 7Ob185/18h

Entscheidungsdatum

03.07.1957

Norm

ABGB §148 Abs2 idF BGBl 2013/15
ABGB §163 G
ABGB §1295 Ia7
ABGB §1331

Rechtssatz

Schadenersatzpflicht der Kindesmutter, die einen Beiwohner durch die bewusst wahrheitswidrige Angabe, sie habe außer mit ihm mit keinem anderen Mann in der kritischen Zeit verkehrt, zum Vaterschaftsanerkenntnis veranlasst. Er kann von ihr die geleisteten Unterhaltszahlungen und die Kosten des erfolgreichen Bestreitungsprozesses und Oppositionsprozesses verlangen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 315/57
    Entscheidungstext OGH 03.07.1957 7 Ob 315/57
    Veröff: SZ 30/40 = EvBl 1957/314 S 489
  • 1 Ob 101/63
    Entscheidungstext OGH 26.06.1963 1 Ob 101/63
    Beisatz: Es muss behauptet und bewiesen werden, daß die Kosten nicht vom beklagten Kind hereingebracht werden konnten; der Hinweis auf die Bewilligung des Armenrechtes an das beklagte Kind reicht nicht aus. (T1)
  • 4 Ob 605/69
    Entscheidungstext OGH 02.12.1969 4 Ob 605/69
    Ähnlich; Beisatz: Klage des Ehemannes gegen den richtigen Vater des Kindes auf Ersatz der Kosten des Bestreitungsprozesses; Hereinbringung dieser Kosten vom Kind in absehbarer Zeit ist fraglich. (T2) Veröff: JBl 1970,573
  • 8 Ob 24/60
    Entscheidungstext OGH 10.02.1970 8 Ob 24/60
    Auch; Beisatz: Der gemäß § 163 ABGB Belangte begehrt Kostenersatz von der außerehelichen Mutter wegen unrichtiger Zeugenaussage. (T3)
  • 5 Ob 169/74
    Entscheidungstext OGH 25.09.1974 5 Ob 169/74
    nur: Schadenersatzpflicht der Kindesmutter, die einen Beiwohner durch die bewusst wahrheitswidrige Angabe, sie habe außer mit ihm mit keinem anderen Mann in der kritischen Zeit verkehrt, zum Vaterschaftsanerkenntnis veranlasst. (T4) Veröff: ÖA 1977,44
  • 5 Ob 692/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 692/81
    Vgl; nur T4; Beisatz: Hier: Abgelehnt, da der siebzehnjährigen Kindesmutter mangels Einsicht in die Bedeutung des Begriffs der kritischen Zeit nicht einmal Fahrlässigkeit vorgeworfen werden konnte. (T5)
  • 5 Ob 560/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 560/81
    nur: Schadenersatzpflicht der Kindesmutter, die einen Beiwohner durch die bewusst wahrheitswidrige Angabe, sie habe außer mit ihm mit keinem anderen Mann in der kritischen Zeit verkehrt, zum Vaterschaftsanerkenntnis veranlasst. Er kann von ihr die geleisteten Unterhaltszahlungen verlangen. (T6)
  • 7 Ob 532/82
    Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 532/82
    Vgl; nur T6; Beisatz: Klage des früheren Ehemannes, dessen Nichtvaterschaft festgestellt wurde, gegen Kindesmutter. (T7)
  • 6 Ob 529/84
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 6 Ob 529/84
    Ähnlich; Beis wie T2; Beisatz: Der frühere Ehemann kann nach aufgelöster Ehe gegenüber seiner früheren Ehegattin einen Ersatz von Schäden verlangen, die ihm durch die Führung des Bestreitungsprozesses und durch die Unterhaltsleistungen an das im Ehebruch gezeugte Kind entstanden sind. (T8) Veröff: SZ 57/53 = EvBl 1984/123 S 491
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Vgl; Veröff: SZ 2015/68
  • 8 Ob 125/14m
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 Ob 125/14m
    Auch; Beisatz: Die Rechtsprechung gewährt demjenigen, der die Vaterschaft zu einem unehelichen Kind anerkannt, dann aber dieses Anerkenntnis erfolgreich angefochten hat, nur dann einen auf § 1295 Abs 2 ABGB gestützten Schadenersatzanspruch gegen die Mutter des Kindes, wenn sie die Abgabe des Anerkenntnisses durch bewusst wahrheitswidrige Angaben veranlasst hatte. Bloß fahrlässiges Handeln genügt nicht. (T9)
    Beisatz: Hier war die Mutter des Kindes aber stets von der Vaterschaft des Klägers überzeugt. Dass sie die mögliche Vaterschaft eines anderen Mannes erkennen hätte müssen, begründet (allenfalls grobe) Fahrlässigkeit, aber nicht Vorsatz. (T10)
  • 4 Ob 82/18i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 82/18i
    Vgl; Beisatz: Vermögensschäden eines Ehemanns und Scheinvaters in Form von Unterhaltszahlungen an ein in aufrechter Ehe geborenes Kind der Ehegattin, das nicht vom Ehemann abstammt, das der Ehemann aber für sein eigenes Kind hält, fallen unter den Schutzzweck des § 90 ABGB und begründen einen Schadenersatzanspruch gegen die frühere Ehegattin. (T11); Veröff: SZ 2018/99
  • 7 Ob 185/18h
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 185/18h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0048325

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.06.2020

Dokumentnummer

JJR_19570703_OGH0002_0070OB00315_5700000_001

Rechtssatz für 3Ob325/58 4Ob510/60 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042549

Geschäftszahl

3Ob325/58; 4Ob510/60; 5Ob72/65; 8Ob269/65; 1Ob167/68; 8Ob66/69; 8Ob185/69; 1Ob312/71 (1Ob313/71); 7Ob84/72; 1Ob60/73; 8Ob262/73; 3Ob88/74; 6Ob6/75; 5Ob212/75; 7Ob562/76; 1Ob543/76; 5Ob554/76; 3Ob277/75; 7Ob615/76; 6Ob659/76; 2Ob541/76; 3Ob621/76; 3Ob7/77; 8Ob543/77; 3Ob589/77 (3Ob590/77); 7Ob647/78; 5Ob656/78 (5Ob657/78); 5Ob537/78; 3Ob184/78; 1Ob786/79; 8Ob538/80; 5Ob752/80; 1Ob636/81; 5Ob681/81; 5Ob773/81; 3Ob84/81; 5Ob800/81; 5Ob566/82; 3Ob157/82; 3Ob195/82; 3Ob112/83; 5Ob527/86; 8Ob506/88; 3Ob2232/96y; 10ObS80/98g; 7Ob115/98g; 9Ob87/03i; 7Ob60/15x; 3Ob63/19i

Entscheidungsdatum

24.07.1958

Norm

ZPO §502 Abs2 CA2

Rechtssatz

Der Umstand, daß Unterhaltsansprüche der Höhe nach durch Vergleich festgesetzt sind, ändert an der Natur der gesetzlichen Unterhaltsansprüche nichts.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 325/58
    Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 325/58
  • 4 Ob 510/60
    Entscheidungstext OGH 15.03.1960 4 Ob 510/60
  • 5 Ob 72/65
    Entscheidungstext OGH 24.08.1965 5 Ob 72/65
    Beisatz: Wenn sich die Vereinbarung im Rahmen des gesetzlichen Anspruches des Berechtigten bewegt. (T1)
  • 8 Ob 269/65
    Entscheidungstext OGH 28.09.1965 8 Ob 269/65
  • 1 Ob 167/68
    Entscheidungstext OGH 27.06.1968 1 Ob 167/68
    Beis wie T1; Veröff: EFSlg 10552
  • 8 Ob 66/69
    Entscheidungstext OGH 15.04.1969 8 Ob 66/69
  • 8 Ob 185/69
    Entscheidungstext OGH 23.09.1969 8 Ob 185/69
  • 1 Ob 312/71
    Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 312/71
  • 7 Ob 84/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 7 Ob 84/72
    Beisatz: Die Frage, ob sich das Einkommen des Unterhaltspflichtigen derart erhöht hat, daß der im Vergleich mit einem Prozentsatz vereinbarte Unterhaltsbetrag die Bedürfnisse des Unterhaltsberechtigten übersteigt, fällt in das Gebiet der Bemessung des gesetzlichen Unterhalts. (T2)
  • 1 Ob 60/73
    Entscheidungstext OGH 23.05.1973 1 Ob 60/73
  • 8 Ob 262/73
    Entscheidungstext OGH 08.01.1974 8 Ob 262/73
  • 3 Ob 88/74
    Entscheidungstext OGH 17.12.1974 3 Ob 88/74
    Beisatz: Auch wenn er etwas höher ist als bei gerichtlicher Bemessung; auch bei vertraglich vereinbarter Wertsicherung. (T3)
    Veröff: EFSlg 23133 = EFSlg 23134
  • 6 Ob 6/75
    Entscheidungstext OGH 13.03.1975 6 Ob 6/75
  • 5 Ob 212/75
    Entscheidungstext OGH 25.11.1975 5 Ob 212/75
  • 7 Ob 562/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 7 Ob 562/76
  • 1 Ob 543/76
    Entscheidungstext OGH 16.06.1976 1 Ob 543/76
  • 5 Ob 554/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 554/76
  • 3 Ob 277/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1976 3 Ob 277/75
    Verstärkter Senat; Beisatz: Unterhalt gemäß § 66 EheG. (T4)
    Veröff: JBl 1977,43
  • 7 Ob 615/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 7 Ob 615/76
  • 6 Ob 659/76
    Entscheidungstext OGH 11.11.1976 6 Ob 659/76
    Beis wie T3 nur: Auch wenn er etwas höher ist als bei gerichtlicher Bemessung. (T5)
  • 2 Ob 541/76
    Entscheidungstext OGH 27.01.1977 2 Ob 541/76
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 3 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 22.03.1977 3 Ob 621/76
    Beis wie T1
  • 3 Ob 7/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 3 Ob 7/77
    Beisatz: Es ist daher die Bestimmung des § 74 EheG anwendbar. (T6)
  • 8 Ob 543/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 543/77
  • 3 Ob 589/77
    Entscheidungstext OGH 09.05.1978 3 Ob 589/77
    Beis wie T1
  • 7 Ob 647/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 647/78
    Veröff: EFSlg 32537
  • 5 Ob 656/78
    Entscheidungstext OGH 19.09.1978 5 Ob 656/78
    Beis wie T1
  • 5 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1978 5 Ob 537/78
    Veröff: EvBl 1979/11 S 46
  • 3 Ob 184/78
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 3 Ob 184/78
    Veröff: EFSlg 34443
  • 1 Ob 786/79
    Entscheidungstext OGH 05.03.1980 1 Ob 786/79
    Beis wie T1
  • 8 Ob 538/80
    Entscheidungstext OGH 26.06.1980 8 Ob 538/80
  • 5 Ob 752/80
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 5 Ob 752/80
  • 1 Ob 636/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 1 Ob 636/81
  • 5 Ob 681/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 681/81
    Beis wie T5
  • 5 Ob 773/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 5 Ob 773/81
    Auch
  • 3 Ob 84/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 84/81
    Beisatz: Der Umstand, dass der verglichene Unterhaltsanspruch auch im Falle der Aufnahme einer Lebensgemeinschaft durch die Klägerin fortbestehen solle, macht ebenfalls den im Rahmen einer gesetzlichen Verpflichtung zuerkannten Unterhaltsanspruch noch nicht schlechthin zu einem vertraglichen, da ein gesetzlicher Unterhaltsanspruch während der Zeit der Aufnahme einer Lebensgemeinschaft nur ruht. (T7)
  • 5 Ob 800/81
    Entscheidungstext OGH 09.02.1982 5 Ob 800/81
    Beis wie T4
  • 5 Ob 566/82
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 566/82
  • 3 Ob 157/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 3 Ob 157/82
    Beis wie T1
  • 3 Ob 195/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1983 3 Ob 195/82
    Beis wie T3
  • 3 Ob 112/83
    Entscheidungstext OGH 07.09.1983 3 Ob 112/83
    Beis wie T3
  • 5 Ob 527/86
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 5 Ob 527/86
    Auch; Beisatz: Hiebei ist eine großzügige Betrachtungsweise anzuwenden. (T8)
    Veröff: SZ 60/31
  • 8 Ob 506/88
    Entscheidungstext OGH 28.01.1988 8 Ob 506/88
    Beis wie T1; Beis wie T7
  • 3 Ob 2232/96y
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 3 Ob 2232/96y
    Auch; Beisatz: Hier: Wenn der auf Grund des § 68 EheG zustehende Unterhalt nicht wesentlich überschritten wird. (T9)
  • 10 ObS 80/98g
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 10 ObS 80/98g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 7 Ob 115/98g
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 7 Ob 115/98g
    Beis wie T4
  • 9 Ob 87/03i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 9 Ob 87/03i
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Im Zweifel ist eher anzunehmen, dass bloß eine Konkretisierung des gesetzlichen Unterhalts vorliegt. (T10)
    Beisatz: Selbst wenn mit dem Unterhaltsvergleich das Prozessrisiko in der Verschuldensfrage an der Zerrüttung der Ehe mitverglichen wurde, kommt es für den Charakter des vereinbarten Unterhalts auf das Unterhaltsniveau des verglichenen Unterhaltsbeitrages im Verhältnis zu demjenigen an, das bei einer gerichtlichen Entscheidung nach dem Gesetz maßgeblich wäre. (T11)
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Beis wie T10; Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 63/19i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 63/19i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0042549

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19580724_OGH0002_0030OB00325_5800000_001

Rechtssatz für 5Ob185/61 7Ob60/15x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048479

Geschäftszahl

5Ob185/61; 7Ob60/15x

Entscheidungsdatum

05.07.1961

Norm

ABGB §163 E
ABGB §166 Ae
ABGB §1042

Rechtssatz

Wird vor Feststellung der außerehelichen Vaterschaft von der Mutter gegen den angeblichen Vater wegen des für das Kind geleisteten Unterhaltes ein Anspruch nach § 1042 ABGB mit Klage oder Einrede geltend gemacht, dann ist die Frage der Vaterschaft als Vorfrage zu prüfen und in den Entscheidungsgründen zu erörtern.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 185/61
    Entscheidungstext OGH 05.07.1961 5 Ob 185/61
    Veröff: SZ 34/102 = EvBl 1961/400 S 517
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Veröff: SZ 2015/68

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0048479

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19610705_OGH0002_0050OB00185_6100000_001

Rechtssatz für 8Ob17/62 6Ob198/67 (6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042623

Geschäftszahl

8Ob17/62; 6Ob198/67 (6Ob199/67); 5Ob31/73; 3Ob88/74; 5Ob554/76; 6Ob564/77; 8Ob543/77; 3Ob102/78; 5Ob582/78; 6Ob776/78; 3Ob585/78; 1Ob786/79; 3Ob20/80; 1Ob592/82; 5Ob607/81; 3Ob11/83; 1Ob699/85; 1Ob585/93; 3Ob182/12d; 7Ob60/15x; 3Ob63/19i

Entscheidungsdatum

16.01.1962

Norm

EheG §66
EheG §67
ZPO §502 Ca6

Rechtssatz

Nach der herrschenden Lehre und Rechtsprechung wird deshalb, weil die Streitteile den der Beklagten - mit Rücksicht darauf, dass die Ehe aus dem überwiegenden Verschulden des Klägers geschieden wurde - gebührenden gesetzlichen Unterhalt anlässlich der Scheidung vergleichsweise geregelt haben, nichts daran geändert, dass der Unterhaltsanspruch der Beklagten auf dem Gesetz beruht.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 17/62
    Entscheidungstext OGH 16.01.1962 8 Ob 17/62
    Veröff: EvBl 1962/215 S 243 = RZ 1962,86
  • 6 Ob 198/67
    Entscheidungstext OGH 18.10.1967 6 Ob 198/67
    Veröff: EFSlg 8666
  • 5 Ob 31/73
    Entscheidungstext OGH 21.02.1973 5 Ob 31/73
    Beisatz: Hier: Aufrechte Ehe; Unterhaltsvergleich im Unterhaltsprozess. (T1)
  • 3 Ob 88/74
    Entscheidungstext OGH 17.12.1974 3 Ob 88/74
    Beisatz: Auch wenn er etwas höher ist als bei gerichtlicher Bemessung; auch bei vertraglich vereinbarter Wertsicherung. (T2)
  • 5 Ob 554/76
    Entscheidungstext OGH 15.06.1976 5 Ob 554/76
  • 6 Ob 564/77
    Entscheidungstext OGH 24.03.1977 6 Ob 564/77
    Beisatz: Solange sich die Vereinbarung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bewegt. (T3)
  • 8 Ob 543/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 543/77
    Beis wie T3
  • 3 Ob 102/78
    Entscheidungstext OGH 27.07.1978 3 Ob 102/78
    Beis wie T3
  • 5 Ob 582/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 5 Ob 582/78
    Veröff: JBl 1979,543
  • 6 Ob 776/78
    Entscheidungstext OGH 17.01.1979 6 Ob 776/78
    nur: Nach der herrschenden Lehre und Rechtsprechung wird deshalb, weil die Streitteile den der Beklagten gebührenden gesetzlichen Unterhalt anläßlich der Scheidung vergleichsweise geregelt haben, nichts daran geändert, daß der Unterhaltsanspruch der Beklagten auf dem Gesetz beruht. (T4); Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: EFSlg 34443; EFSlg 34444
  • 3 Ob 585/78
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 585/78
    nur T4; Veröff: EFSlg 34443
  • 1 Ob 786/79
    Entscheidungstext OGH 05.03.1980 1 Ob 786/79
    nur T4; Beis wie T3; Beisatz: Und nur in diesem Rahmen eine Fixierung und Konkretisierung der Höhe und der Leistungsmodalitäten nach bedeutet. (T5)
  • 3 Ob 20/80
    Entscheidungstext OGH 17.12.1980 3 Ob 20/80
  • 1 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 592/82
    nur T4; Veröff: SZ 55/54 = EvBl 1982/169 S 549
  • 5 Ob 607/81
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 5 Ob 607/81
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 3 Ob 11/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1983 3 Ob 11/83
    nur T4
  • 1 Ob 699/85
    Entscheidungstext OGH 27.11.1985 1 Ob 699/85
    nur T4; Beis wie T1 nur: Unterhaltsvergleich im Unterhaltsprozess. (T6)
  • 1 Ob 585/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 585/93
    Vgl; Beisatz: Hier: Unterhalt nach § 69 Abs 2 EheG. (T7)
  • 3 Ob 182/12d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 182/12d
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 63/19i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 63/19i
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0042623

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19620116_OGH0002_0080OB00017_6200000_002

Rechtssatz für 1Ob8/79 1Ob18/79 3Ob531...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028050

Geschäftszahl

1Ob8/79; 1Ob18/79; 3Ob531/79; 7Ob651/83; 3Ob542/84; 5Ob1592/94; 4Ob518/96; 1Ob122/00y; 9ObA178/02w; 2Ob114/03h; 8Ob129/03h; 7Ob151/05i; 4Ob201/07y; 7Ob252/08x; 2Ob157/10t; 1Ob249/12t; 1Ob239/13y; 7Ob60/15x; 10Ob8/15x

Entscheidungsdatum

30.03.1979

Norm

ABGB §1041 A1
ABGB §1042 A

Rechtssatz

Die Ansprüche nach § 1041 und § 1042 ABGB haben bloß ergänzende Funktion.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 8/79
  • 1 Ob 18/79
    Entscheidungstext OGH 15.05.1979 1 Ob 18/79
    Beisatz: Auch bloß fahrlässige Verletzung der den Vertragspartnern abliegenden Sorgfaltspflichten kann Ansprüche auf Schadenersatz begründen. (T1) Veröff: SZ 52/79
  • 3 Ob 531/79
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 531/79
    Auch
  • 7 Ob 651/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 651/83
    Vgl; Beisatz: § 1042 ABGB gewährt einen selbständigen Anspruch gegen denjenigen, dessen gesetzliche Verpflichtung erfüllt wurde (hier: Unterhalt), mag auch ein Rückforderungsanspruch gemäß § 1431 ABGB gegen den Empfänger bestehen. (T2)
  • 3 Ob 542/84
    Entscheidungstext OGH 30.05.1984 3 Ob 542/84
  • 5 Ob 1592/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1592/94
  • 4 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.02.1996 4 Ob 518/96
    Auch; Beisatz: § 1042 ABGB kommt dann nicht zur Anwendung, wenn die Vermögensverschiebung in einem Rechtsverhältnis zwischen dem Verkürzten und dem Bereicherten einen ausreichenden Rechtsgrund hat oder sonst durch das Gesetz gerechtfertigt oder geregelt ist. Außerdem scheidet die Anwendung des § 1042 ABGB immer dann aus, wenn der Aufwand durch ein Vertragsverhältnis zwischen dem Aufwendenden und dem Empfänger gerechtfertigt war, so, wenn der Kläger infolge einer eigenen Rechtspflicht, insbesondere Vertragspflicht an den Dritten zu leisten hatte. (T3) Veröff: SZ 69/40
  • 1 Ob 122/00y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 122/00y
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    Auch; Beisatz: § 1042 ist im Verhältnis zu § 1422 subsidiär, und zwar gerade dann anwendbar, wenn es an einem (rechtzeitigen) Einlösungsbegehren mangelt. (T4)
  • 2 Ob 114/03h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 114/03h
    Auch; Beisatz: § 1042 ABGB ergänzt die §§ 1358, 1422 ABGB bei Aufwand für einen anderen, insbesondere bei Bezahlung fremder Schulden, um einen Bereicherungsregress. (T5)
  • 8 Ob 129/03h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2003 8 Ob 129/03h
  • 7 Ob 151/05i
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 151/05i
    Beis wie T3; Beisatz: Hier bestand zwischen dem Versicherten (samt Dritten) und dem Versicherer kein Vertragsverhältnis und keine gesetzliche Verpflichtung gegenüber dem Versicherten; dies rechtfertigt die Anwendung des § 1042 ABGB. (T6)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2007/193
  • 7 Ob 252/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 252/08x
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 157/10t
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 157/10t
    Vgl aber; Auch Beis wie T2; Bem: Zur Frage der Konkurrenz zwischen Kondiktion nach § 1431 ABGB und Verwendungsanspruch nach § 1042 ABGB siehe nunmehr RS0126987. (T7); Veröff: SZ 2011/60
  • 1 Ob 249/12t
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 249/12t
    Auch; Beis wie T3 nur: Außerdem scheidet die Anwendung des § 1042 ABGB immer dann aus, wenn der Aufwand durch ein Vertragsverhältnis zwischen dem Aufwendenden und dem Empfänger gerechtfertigt war. (T8)
  • 1 Ob 239/13y
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 1 Ob 239/13y
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Beis wie T3; Beis wie T8; Veröff: SZ 2015/68
  • 10 Ob 8/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 8/15x
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0028050

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19790330_OGH0002_0010OB00008_7900000_002

Rechtssatz für 1Ob581/80 1Ob525/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041180

Geschäftszahl

1Ob581/80; 1Ob525/90; 1Ob667/90; 7Ob612/93; 1Ob536/94; 6Ob211/98t; 10ObS218/01h; 5Ob11/02g; 4Ob151/07w; 1Ob83/08z; 5Ob214/10x; 7Ob214/10m; 5Ob212/10b; 1Ob200/14i; 7Ob60/15x; 1Ob28/15x; 1Ob79/16y; 8Ob26/17g; 9ObA37/17g; 5Ob64/18z; 2Ob33/18v; 4Ob99/18i; 2Ob137/18p; 9ObA83/18y; 3Ob181/18s; 2Ob122/20k

Entscheidungsdatum

31.10.1980

Norm

AußStrG 2005 §43
ZPO §411 Ab
ZPO §411 Ca

Rechtssatz

Die bloße Lösung als Vorfrage in den Entscheidungsgründen löst die Bindungswirkung nicht aus. Eine zwei Entscheidungsgegenständen gemeinsame Vorfrage könnte daher in beiden Prozessen verschieden beurteilt werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 581/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 581/80
  • 1 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 525/90
    nur: Die bloße Lösung als Vorfrage in den Entscheidungsgründen löst die Bindungswirkung nicht aus. (T1)
    Veröff: RZ 1990/109 S 256
  • 1 Ob 667/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 667/90
  • 7 Ob 612/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 7 Ob 612/93
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
    Auch; nur T1; Beisatz: Die in einer rechtskräftigen Entscheidung enthaltenen Beurteilung von Vorfragen erwächst nicht in Rechtskraft. (T2)
  • 6 Ob 211/98t
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 211/98t
    nur T1
  • 10 ObS 218/01h
    Entscheidungstext OGH 30.07.2001 10 ObS 218/01h
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 11/02g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 11/02g
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 151/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 151/07w
    nur T1
  • 1 Ob 83/08z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 83/08z
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    Auch
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
    Auch
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 200/14i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 200/14i
    Auch
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Veröff: SZ 2015/68
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
  • 1 Ob 79/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 79/16y
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Auch; Beisatz: Eine im Vorprozess relevante Vorfragenbeurteilung wird nur dann von der Rechtskraft erfasst, wenn sie zum Inhalt eines Zwischenantrags auf Feststellung gemacht wird und sie dadurch zum Gegenstand einer eigenen spruchmäßigen Sachentscheidung wird. (T3)
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 5 Ob 64/18z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 64/18z
    nur T1
  • 2 Ob 33/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 33/18v
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Außerstreitverfahren. (T4)
  • 4 Ob 99/18i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 99/18i
    Ähnlich
  • 2 Ob 137/18p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 137/18p
    nur T1
  • 9 ObA 83/18y
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 83/18y
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 181/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 181/18s
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 122/20k
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 122/20k
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfahren über das Erbrecht. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0041180

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19801031_OGH0002_0010OB00581_8000000_001

Rechtssatz für 6Ob761/82 3Ob122/87 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041342

Geschäftszahl

6Ob761/82; 3Ob122/87; 3Ob90/91; 5Ob1085/92; 3Ob43/93; 2Ob28/94; 3Ob1091/94; 5Ob2267/96k; 7Ob334/97m; 10Ob19/99p; 6Ob59/99s; 7Ob135/99z; 6Ob284/99d; 6Ob61/05x; 4Ob151/07w; 1Ob83/08z; 5Ob214/10x; 7Ob214/10m; 3Ob104/11g; 5Ob212/10b; 7Ob219/13a; 8Ob38/14t; 7Ob60/15x; 3Ob163/15i; 1Ob28/15x; 7Ob102/15y; 8Ob26/17g; 2Ob137/18p; 3Ob181/18s; 4Ob22/21w; 5Ob189/20k

Entscheidungsdatum

23.06.1983

Norm

ZPO §411 Ca

Rechtssatz

Die in der Entscheidung enthaltene Beurteilung von Vorfragen erwächst ebensowenig in Rechtskraft wie die Tatsachenfeststellungen des Gerichtes, die es zur Gewinnung des für die Subsumption erforderlichen Tatbestandes benötigt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 761/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 761/82
    Veröff: JBl 1984,489
  • 3 Ob 122/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 122/87
    Beisatz: Nur dann, wenn auch die Lösung der Vorfrage zum Gegenstand des Urteils werden muss, weil ein Zwischenfeststellungsantrag gestellt wurde, erwächst dieser Urteilstenor in Rechtskraft. (T1)
  • 3 Ob 90/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 3 Ob 90/91
    Veröff: RZ 1990/109
  • 5 Ob 1085/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 5 Ob 1085/92
  • 3 Ob 43/93
    Entscheidungstext OGH 15.09.1993 3 Ob 43/93
    Auch; Veröff: SZ 66/108
  • 2 Ob 28/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1994 2 Ob 28/94
  • 3 Ob 1091/94
    Entscheidungstext OGH 21.09.1994 3 Ob 1091/94
    nur: Die in der Entscheidung enthaltene Beurteilung von Vorfragen erwächst ebensowenig in Rechtskraft. (T2)
  • 5 Ob 2267/96k
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 5 Ob 2267/96k
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 334/97m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 7 Ob 334/97m
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 10 Ob 19/99p
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 Ob 19/99p
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 59/99s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 59/99s
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 135/99z
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
    Vgl auch
  • 6 Ob 284/99d
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 284/99d
    nur T2
  • 6 Ob 61/05x
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 61/05x
    Vgl auch; Beisatz: Die Entscheidungsgründe sind für sich allein aber nicht der Rechtskraft fähig. Der Spruch über die Kosten eines Vorprozesses kann keine Bindungswirkung hinsichtlich des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtes oder Rechtsverhältnisses entfalten. Die Begründung der Kostenentscheidung dient nicht zur Abgrenzung des dem Vorverfahren zugrundeliegenden maßgebenden Sachverhalts. (T3)
  • 4 Ob 151/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 151/07w
  • 1 Ob 83/08z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 83/08z
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    Auch
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
  • 3 Ob 104/11g
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 104/11g
    Auch
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Vgl auch
  • 7 Ob 219/13a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 219/13a
    nur: Die Tatsachenfeststellungen eines Gerichts, die es als zur Gewinnung des für die Subsumption erforderlichen Tatbestands benötigt, erwachsen nicht in Rechtskraft. (T4)
    Veröff: SZ 2014/8
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Vgl auch
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 163/15i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 163/15i
    Auch
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
  • 7 Ob 102/15y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 102/15y
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2016/33
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Eine im Vorprozess relevante Vorfragenbeurteilung wird nur dann von der Rechtskraft erfasst, wenn sie zum Inhalt eines Zwischenantrags auf Feststellung gemacht wird und sie dadurch zum Gegenstand einer eigenen spruchmäßigen Sachentscheidung wird. (T5)
  • 2 Ob 137/18p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 137/18p
    Auch
  • 3 Ob 181/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 181/18s
    Vgl auch
  • 4 Ob 22/21w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 22/21w
  • 5 Ob 189/20k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 5 Ob 189/20k
    nur T4; Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren nach § 838a ABGB. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0041342

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19830623_OGH0002_0060OB00761_8200000_003

Rechtssatz für 3Ob122/87 3Ob582/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041178

Geschäftszahl

3Ob122/87; 3Ob582/90; 1Ob667/90; 1Ob536/94; 4Ob139/94; 6Ob2155/96y; 1Ob83/08z; 5Ob75/09d; 7Ob214/10m; 5Ob212/10b; 1Ob200/14i; 2Ob14/15w; 7Ob60/15x; 3Ob163/15i; 1Ob28/15x; 9ObA37/17g; 3Ob181/18s

Entscheidungsdatum

11.11.1987

Norm

ZPO §411 Ab

Rechtssatz

Das Gericht hat in einem zweiten Prozess die in einem Vorprozess bloß als Vorfrage beurteilte Rechtsfrage entweder als Hauptsache oder wieder als Vorfrage ohne Rücksicht auf diese Beurteilung neuerlich zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 122/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 122/87
  • 3 Ob 582/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 3 Ob 582/90
    Auch
  • 1 Ob 667/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 667/90
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
  • 4 Ob 139/94
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 139/94
    Auch
  • 6 Ob 2155/96y
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2155/96y
  • 1 Ob 83/08z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 83/08z
    Auch
  • 5 Ob 75/09d
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 75/09d
    Vgl; Beisatz: Ein rechtskräftiger Zahlungsbefehl bindet nur hinsichtlich jener Fragen, die (im Bestreitungsfalle) als Hauptfragen zu beurteilen waren (gewesen wären), nicht aber hinsichtlich der im Verfahren über die Mahnklage allenfalls als Vorfrage zu beurteilenden Fragen. (T1)
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Auch
  • 1 Ob 200/14i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 200/14i
    Auch
  • 2 Ob 14/15w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 14/15w
    Vgl; Beisatz: Hier: Zentrale Frage der Kausalität in dem aufgrund der Wiederaufnahmsklage beseitigten Urteil nur vorfrageweise beurteilt. (T2)
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 163/15i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 163/15i
    Auch
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 3 Ob 181/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 181/18s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0041178

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19871111_OGH0002_0030OB00122_8700000_001

Rechtssatz für 5Ob64/88 7Ob615/89 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022770

Geschäftszahl

5Ob64/88; 7Ob615/89; 1Ob557/91; 2Ob5/00z; 5Ob168/08d; 6Ob197/08a; 4Ob173/10k; 7Ob60/15x; 9ObA89/17d; 10Ob56/18k

Entscheidungsdatum

20.09.1988

Norm

ABGB §1295 Ia6
ABGB §1435

Rechtssatz

Bereicherungsansprüche stehen gegenüber Schadenersatzansprüchen nicht im Verhältnis der Subsidiarität.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 64/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 5 Ob 64/88
    Veröff: EvBl 1989,49
  • 7 Ob 615/89
    Entscheidungstext OGH 28.09.1989 7 Ob 615/89
    Veröff: RdW 1990,47
  • 1 Ob 557/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 557/91
  • 2 Ob 5/00z
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 2 Ob 5/00z
    Veröff: SZ 73/11
  • 5 Ob 168/08d
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 168/08d
  • 6 Ob 197/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 6 Ob 197/08a
    Beisatz: Sie können miteinander konkurrieren auch wenn Schadenersatzansprüche gegen einen Dritten gerichtet sind. Die Existenz der Leistungskondiktion gegen einen Dritten begründet daher umgekehrt für den Schädiger nicht den Einwand, es sei kein Schaden entstanden. (T1)
  • 4 Ob 173/10k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 173/10k
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Veröff: SZ 2015/68
  • 9 ObA 89/17d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 89/17d
  • 10 Ob 56/18k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 10 Ob 56/18k
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0022770

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19880920_OGH0002_0050OB00064_8800000_003

Rechtssatz für 2Ob570/92 10Ob115/07w 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020073

Geschäftszahl

2Ob570/92; 10Ob115/07w; 3Ob134/08i; 4Ob198/09k; 4Ob46/13p; 3Ob42/14v; 7Ob60/15x; 4Ob87/17y

Entscheidungsdatum

09.09.1992

Norm

ABGB §1042 C3

Rechtssatz

Erbringt ein Dritter, der vorerst - sei es, weil er die Vaterschaft in der Meinung, Vater zu sein, anerkannt hat oder als Vater festgestellt wurde - unterhaltspflichtig war, Unterhaltsleistungen, so steht ihm nach Beseitigung des ihn als Vater feststellenden Rechtsaktes (Unwirksamerklärung des Vaterschaftsanerkenntnisses oder Gerichtsurteil) - außer bei Schenkungsabsicht gegen den in Wahrheit nach dem Gesetz Unterhaltspflichtigen ein Ersatzanspruch nach § 1042 ABGB zu. Der Umfang dieses Ersatzanspruches bestimmt sich einerseits nach der Leistung des Scheinvaters, er ist aber anderseits auch durch die dem wahren Unterhaltsschuldner nach dem Gesetz obliegende Unterhaltsverpflichtung begrenzt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 570/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 570/92
    Veröff: ÖVA 1993,25
  • 10 Ob 115/07w
    Entscheidungstext OGH 15.01.2008 10 Ob 115/07w
    Beisatz: Der Nutzen des wahren Unterhaltspflichtigen liegt dabei darin, dass im Umfang der vom Scheinvater erbrachten Leistung der gesetzliche Unterhaltsanspruch des Kindes erloschen ist und er, der wahre Unterhaltsschuldner, von seiner Verpflichtung im Ausmaß der vom Scheinvater (Verkürzten) erfüllten Unterhaltsschuld befreit ist. (T1)
  • 3 Ob 134/08i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 134/08i
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 198/09k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 198/09k
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 46/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 46/13p
    Auch
  • 3 Ob 42/14v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 42/14v
    Vgl; Beisatz: Der Umfang des Regressanspruchs ist zweifach begrenzt, und zwar einerseits mit der Leistung des Verkürzten und andererseits mit dem Umfang der Verpflichtung des Bereicherten. (T2)
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Zulässigkeit der Inzidentfeststellung der Vaterschaft. (T3); Veröff: SZ 2015/68
  • 4 Ob 87/17y
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 87/17y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0020073

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19920909_OGH0002_0020OB00570_9200000_001

Rechtssatz für 4Ob574/94 1Ob574/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042554

Geschäftszahl

4Ob574/94; 1Ob574/95; 1Ob40/95; 4Ob581/95; 3Ob2438/96t; 4Ob187/97x; 8ObA87/99y; 3Ob96/01s; 5Ob205/01k; 10ObS176/02h; 9ObA104/04s; 6Ob61/05x; 3Ob66/06m; 7Ob56/06w; 4Ob151/07w; 1Ob83/08z; 7Ob198/08f; 4Ob173/08g; 5Ob214/10x; 9ObA23/11i; 7Ob214/10m; 5Ob212/10b; 8Ob40/14m; 2Ob14/15w; 7Ob60/15x; 1Ob28/15x; 2Ob22/17z; 8Ob26/17g; 9ObA37/17g; 2Ob164/17g; 4Ob99/18i; 2Ob137/18p; 7Ob132/18i; 3Ob181/18s; 6Ob107/19g

Entscheidungsdatum

07.03.1995

Norm

ZPO §411 Aa

Rechtssatz

Nur dann, wenn eine bestimmte Tatsache im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich als Vorfrage zu beurteilen war, kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im folgenden Prozess zu (JBl 1990,52 mit weiteren Nachweisen; NZ 1994,228), wobei diese Bindungswirkung jedenfalls bei teilbaren Ansprüchen dann ihr Ende findet, wenn in der ersten Klage nur ein verhältnismäßig kleiner Teil eines Anspruchs geltend gemacht wurde.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 574/94
    Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 574/94
  • 1 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 574/95
    nur: Nur dann, wenn eine bestimmte Tatsache im Vorprozess nicht den Hauptgegenstand des Verfahrens bildete, sondern lediglich als Vorfrage zu beurteilen war, kommt der Entscheidung dieser Vorfrage im Vorprozess keine bindende Wirkung im folgenden Prozess zu. (T1)
  • 1 Ob 40/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 40/95
    nur T1
  • 4 Ob 581/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 581/95
    nur T1
  • 3 Ob 2438/96t
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 3 Ob 2438/96t
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 187/97x
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 187/97x
    nur T1
  • 8 ObA 87/99y
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 ObA 87/99y
    Beisatz: Für die Beurteilung der Qualität als Hauptfrage kommt es ausschlaggebend darauf an, ob ein bestimmtes Rechtsverhältnis als Ganzes Gegenstand der Entscheidung im ersten Prozess gewesen ist. (T2)
  • 3 Ob 96/01s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2001 3 Ob 96/01s
    Vgl
  • 5 Ob 205/01k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 205/01k
    Vgl auch; nur T1
  • 10 ObS 176/02h
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 ObS 176/02h
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 104/04s
    Entscheidungstext OGH 13.10.2004 9 ObA 104/04s
    Auch; nur T1; Beisatz: Hauptfrage in einem Anfechtungsprozess gemäß § 106 Abs 2 ArbVG ist, ob das Arbeitsverhältnis durch die Entlassungserklärung aufgelöst wurde oder aber - wegen der Rückwirkung einer erfolgreichen Anfechtung - als fortbestehend anzusehen ist. Als (bloße) Vorfragen zu beurteilen sind hingegen, ob ein gesetzlicher Anfechtungsgrund (hier: Sozialwidrigkeit) vorliegt und ob der Arbeitnehmer keinen Entlassungsgrund gesetzt hat. (T3)
  • 6 Ob 61/05x
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 61/05x
    Auch; Beisatz: Die Entscheidungsgründe sind für sich allein aber nicht der Rechtskraft fähig. Der Spruch über die Kosten eines Vorprozesses kann keine Bindungswirkung hinsichtlich des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtes oder Rechtsverhältnisses entfalten. Die Begründung der Kostenentscheidung dient nicht zur Abgrenzung des dem Vorverfahren zugrundeliegenden maßgebenden Sachverhalts. (T4)
  • 3 Ob 66/06m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 66/06m
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 56/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 56/06w
    Auch; nur T1; Beisatz: Eine prozessrechtliche Bindungswirkung im Sinn einer Bindung an den im Vorprozess festgestellten Verteilungsplan ist zu verneinen (hier: Nach den Bestimmungen der §§ 155, 156 VersVG aufgestellten Verteilungsplanes). (T5)
  • 4 Ob 151/07w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 151/07w
    nur T1
  • 1 Ob 83/08z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 83/08z
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 198/08f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 198/08f
    Auch
  • 4 Ob 173/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 173/08g
    Vgl; Beisatz: Die Rechtskraft einer Entscheidung erstreckt sich nicht auf die Beurteilung von Vorfragen. (T6)
  • 5 Ob 214/10x
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 5 Ob 214/10x
    nur T1
  • 9 ObA 23/11i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 23/11i
    nur T1
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
    Auch
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 40/14m
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 40/14m
    Auch
  • 2 Ob 14/15w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 14/15w
    Vgl; Beisatz: Hier: Zentrale Frage der Kausalität in dem aufgrund der Wiederaufnahmsklage beseitigten Urteil nur vorfrageweise beurteilt. (T7)
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Auch; Veröff: SZ 2015/68
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
    Auch
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    Vgl auch
  • 8 Ob 26/17g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 26/17g
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
    Vgl auch; Beisatz: Verletzung der Schadensminderungspflicht ist nur Vorfrage. (T8); Veröff: SZ 2018/25
  • 4 Ob 99/18i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 99/18i
    Auch
  • 2 Ob 137/18p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 137/18p
    Auch
  • 7 Ob 132/18i
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 132/18i
    Auch; Veröff: SZ 2018/92
  • 3 Ob 181/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 181/18s
    Auch
  • 6 Ob 107/19g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 107/19g
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Daher schadet es auch nicht, wenn am Prozess nicht alle Miteigentümer der betroffenen Liegenschaft beteiligt sind. (T9)
    Veröff: SZ 2019/100

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0042554

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19950307_OGH0002_0040OB00574_9400000_001

Rechtssatz für 7Ob60/15x 3Ob130/17i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130379

Geschäftszahl

7Ob60/15x; 3Ob130/17i

Entscheidungsdatum

02.07.2015

Norm

ABGB idG KindNamRÄG 2013 §140

Rechtssatz

In einem Unterhaltsregressprozess des Scheinvaters nach § 1042 ABGB ist die Beurteilung, ob der Beklagte der biologische Vater des Kindes ist, als Vorfrage mit den Mitteln der ZPO mit Wirkung bloß zwischen den Parteien und für dieses Verfahren zulässig, wenn nach Beseitigung des den Scheinvater als Vater feststellenden Rechtsakts oder der auf der Geburt in aufrechter Ehe gründenden Vaterschaftsvermutung keine Vaterschaft eines anderen Mannes feststeht und keine negative Statusentscheidung hinsichtlich des Beklagten vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Veröff: SZ 2015/68
  • 3 Ob 130/17i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 130/17i
    Beisatz: Hier: Kontaktrechtsverfahren über Antrag des (angeblichen) biologischen Vaters nach § 188 Abs 2 ABGB (T1)
    Veröff: SZ 2018/13

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130379

Im RIS seit

23.11.2015

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2019

Dokumentnummer

JJR_20150702_OGH0002_0070OB00060_15X0000_001

Entscheidungstext 7Ob60/15x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2015/556 S 313 - Zak 2015,313 = iFamZ 2015/217 S 287 (Zemanek) - iFamZ 2015,287 (Zemanek) = RZ 2016/6 S 48 - RZ 2016,48 = EvBl 2016/16 S 125 (Pierer) - EvBl 2016,125 (Pierer) = Bernat, EF‑Z 2016/32 S 83 - Bernat, EF‑Z 2016,83 = EF‑Z 2016/45 S 97 - EF‑Z 2016,97 = ecolex 2016/166 S 377 (Schoditsch) - ecolex 2016,377 (Schoditsch) = Ondreasova, Zak 2016/280 S 147 - Ondreasova, Zak 2016,147 = Schneider, EF‑Z 2016/112 S 250 - Schneider, EF‑Z 2016,250 = SZ 2015/68 = EFSlg 145.091

Geschäftszahl

7Ob60/15x

Entscheidungsdatum

02.07.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Kalivoda als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr. Höllwerth, Mag. Dr. Wurdinger, Mag. Malesich und Dr. Singer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A***** W*****, vertreten durch Robathin & Partner Rechtsanwalts KG in Wien, gegen die beklagte Partei Mag. A***** T*****, vertreten durch Dr. Helene Klaar Dr. Norbert Marschall Rechtsanwälte OG in Wien, wegen 81.668,40 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 31. Oktober 2014, GZ 43 R 423/14w-15, womit das Urteil des Bezirksgerichts Floridsdorf vom 23. Mai 2014, GZ 13 C 55/13a-11, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben. Die Rechtssache wird zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

M***** W***** wurde am ***** in aufrechter Ehe des Klägers geboren. Mit Beschluss des Bezirksgerichts Hietzing vom 5. 6. 2012 zu 10 Fam 44/11t, bestätigt durch den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien vom 28. 6. 2013 zu 43 R 396/12x, wurde rechtskräftig festgestellt, dass M***** W***** nicht vom Kläger abstammt. Der Beklagte steht nicht als Vater von M***** W***** fest.

Der Kläger begehrte den Ersatz von Unterhaltsleistungen für die Vergangenheit vom als biologischen Vater in Anspruch genommenen Beklagten. Der Kläger habe als Scheinvater - jeweils im Detail aufgeschlüsselt - im Zeitraum Juni 1988 bis Februar 1996 Naturalunterhalt und im Zeitraum März 1996 bis Mai 2006 auf Grund eines Scheidungsvergleichs Geldunterhalt geleistet. Diese Unterhaltsleistungen hätte nach dem Gesetz der Beklagte tragen müssen. Dieser verweigere eine Mitwirkung an der Vaterschaftsfeststellung.

Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage. Er stehe nicht als Vater fest. Eine Inzidentfeststellung der Vaterschaft sei im vorliegenden Verfahren rechtlich ausgeschlossen. Es gäbe keine Anhaltspunkte für seine Vaterschaft; daher bestünde für ihn kein Anlass zu einer Mitwirkung an der Vaterschaftsfeststellung. Der Kläger habe trotz ausreichender Hinweise über seine Scheinvaterschaft kurz nach der Geburt (unmögliche Blutgruppenkombination) Unterhaltsleistungen erbracht, weshalb er von Beginn an keinen Rückforderungswillen gehabt habe. Ersatzansprüche gegenüber der Mutter des Kindes würden vorgehen. Auf Grundlage eines Scheidungsvergleichs und damit auf Grund einer Vertragspflicht erbrachte Unterhaltsleistungen stünden einem Regress nach § 1042 ABGB entgegen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ohne Beweisverfahren ab. Der Beklagte sei nicht rechtlich wirksam als Vater festgestellt. Die Klärung der Vaterschaft sei ausschließlich dem Abstammungsverfahren vorbehalten und könne daher in anderen Verfahren als Vorfrage nicht selbständig geprüft werden.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil. Eine Inzidentfeststellung der Vaterschaft des Beklagten sei nach der geltenden Rechtslage ausgeschlossen.

Das Berufungsgericht sprach aus, dass die ordentliche Revision zulässig sei. Der Oberste Gerichtshof habe sich noch nicht mit gegenteiligen Lehrmeinungen aus jüngerer Vergangenheit auseinander gesetzt.

Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision des Klägers mit einem Aufhebungsantrag.

Der Beklagte beantragt in seiner Revisionsbeantwortung, die Revision zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig, sie ist auch berechtigt.

1.1. Wer für einen anderen einen Aufwand macht, den dieser nach dem Gesetz selbst hätte machen müssen, hat das Recht, Ersatz zu fordern (§ 1042 ABGB). Erbringt ein vermeintlich selbst dazu Verpflichteter Unterhaltsleistungen, hat er nach Beseitigung des ihn als Vater feststellenden Rechtsakts oder der auf der Geburt in aufrechter Ehe gründenden Vaterschaftsvermutung - außer bei Schenkungsabsicht - grundsätzlich gegen den in Wahrheit nach dem Gesetz Unterhaltspflichtigen einen Ersatzanspruch nach § 1042 ABGB (4 Ob 201/07y; RIS-Justiz RS0020073).

Der Rückforderungswille ist im Zweifel anzunehmen (RIS-Justiz RS0019915), sodass der im Regressweg in Anspruch Genommene dessen Fehlen nachzuweisen hat (RIS-Justiz RS0019915 [T2]).

1.2. Der Umstand, dass Unterhaltsansprüche der Höhe nach durch Vergleich festgesetzt sind, ändert an der Natur der gesetzlichen Unterhaltsansprüche nichts (RIS-Justiz RS0042549, RS0042623). Eine vertragliche Fixierung des gesetzlichen Unterhalts liegt auch dann vor, wenn der vereinbarte Unterhaltsbetrag etwas höher oder niedriger liegt, als er im gerichtlichen Verfahren bemessen werden würde. Im Zweifel ist eher anzunehmen, dass bloß eine Konkretisierung des gesetzlichen Unterhalts vorliegt (9 Ob 87/03i = RIS-Justiz RS0042549 [T10]).

1.3. Allfällige schadenersatzrechtliche (vgl RIS-Justiz RS0048325, RS0048567) Ersatzansprüche des Scheinvaters gegen die Mutter für geleisteten Unterhalt auf Grund bewusst unrichtiger Angaben über die Vaterschaft sind nicht in einer vertraglichen Beziehung zwischen dem Verkürzten und dem Bereicherten oder Empfänger begründet, die einer Anwendung des - eine bloß ergänzende Funktion aufweisenden (RIS-Justiz RS0028050) - § 1042 ABGB entgegenstehen würde (vgl RIS-Justiz RS0028050 [T3, T8]). Bereicherungsansprüche stehen gegenüber Schadenersatzansprüchen nicht im Verhältnis der Subsidiarität (RIS-Justiz RS0022770). Allfällige schadenersatzrechtliche Ersatzansprüche gegen die Mutter bestehen daher neben einem Unterhaltsrückforderungsanspruch nach § 1042 ABGB gegenüber dem biologischen Vater als wahren Unterhaltspflichtigen.

1.4. Hier geht es um einen Ersatzanspruch des Klägers für Unterhaltsleistungen, die er in der Meinung, der biologische Vater zu sein, in Erfüllung der gesetzlichen Unterhaltspflicht erbracht hat. Nach rechtskräftiger Feststellung, dass das während aufrechter Ehe geborene Kind nicht vom Kläger abstammt, hat er nunmehr grundsätzlich einen Ersatzanspruch nach § 1042 ABGB gegen den (festgestellten) biologischen Vater für erbrachte Unterhaltsleistungen. Allein aus dem Umstand, dass nach dem Klagsvorbringen Unterhaltszahlungen ab März 1996 auf Grundlage eines Scheidungsvergleichs geleistet wurden, folgt kein Entfall eines Ersatzanspruchs nach § 1042 ABGB. Auch allfällige Schadenersatzansprüche gegen die Mutter stehen dem Unterhaltsrückforderungsanspruch des Klägers nicht entgegen.

Dem klagenden Scheinvater steht daher grundsätzlich ein Anspruch nach § 1042 ABGB gegenüber dem biologischen Vater als wahren nach dem Gesetz Unterhaltspflichtigen zu, sofern dieser nicht den Nachweis eines fehlenden Rückforderungswillens erbringt.

2.1. Die Besonderheit des vorliegenden Falls liegt darin, dass die vom Kläger behauptete Vaterschaft des Beklagten bislang in einem Abstammungsverfahren noch nicht festgestellt wurde, das Kind keinen rechtlichen Vater hat und hinsichtlich des Beklagten auch nicht feststeht, dass er nicht der Vater ist. Damit stellt sich die Frage der Zulässigkeit der Vorfragenbeurteilung der Vaterschaft im Unterhaltsregressverfahren. Aus § 190 ZPO ergibt sich, dass Zivilgerichte grundsätzlich noch nicht entschiedene zivil- und verwaltungsrechtliche Vorfragen selbst beurteilen dürfen, sofern nicht nach Sondervorschriften eine Unterbrechung zwingend angeordnet ist (Schragel in Fasching/Konecny² § 190 ZPO Rz 26; Fucik in Rechberger4 § 190 ZPO Rz 2). Die bloße Lösung als Vorfrage in den Entscheidungsgründen löst keine Bindungswirkung aus (RIS-Justiz RS0041180, RS0041342, RS0042554, RS0041178).

In Fällen nicht feststehender Vaterschaft sprach der Oberste Gerichtshof zur Rechtslage vor dem Kindschaftsrecht-Änderungsgesetz - KindRÄG (BGBl 1989/162) demnach aus, dass die Vaterschaftsfrage im Unterhaltsregressprozess selbständig geprüft werden kann (5 Ob 185/61 = RIS-Justiz RS0048479). Zu prüfen ist nun, ob diese Rechtsprechung auch nach der derzeit geltenden Rechtslage aufrecht zu erhalten ist.

2.2. Mit dem Kindschaftsrecht-Änderungsgesetz - KindRÄG (BGBl 1989/162) wurde in § 163b ABGB der zweite Satz eingefügt. Die Bestimmung lautete: „Die Vaterschaft wird durch Urteil oder durch Anerkenntnis festgestellt. Die Feststellung der Vaterschaft wirkt gegenüber jedermann.“ Im Bericht des Justizausschusses wurde dazu ausgeführt, dass der Grundsatz, dass die Feststellung der Vaterschaft gegenüber jedermann wirkt, verstärkt wird und dass sich niemand auf die Vaterschaft berufen kann, wenn diese nicht festgestellt ist (JAB 887 BlgNR 17. GP 6).

Im Familien- und Erbrechts-Änderungsgesetz 2004 - FamErbRÄG 2004 (BGBl I 2004/58) wurde seit 1. 1. 2005 in § 138a Abs 1 ABGB geregelt: „Die nach diesem Gesetzbuch begründete Abstammung und deren Änderung sowie die Feststellung der Nichtabstammung wirken gegenüber jedermann.“ Mit dem Kindschafts- und Namensrechts-Änderungsgesetz 2013 - KindNamRÄG 2013 (BGBl I 2013/15) wurde diese Bestimmung wortgleich in den am 1. 2. 2013 in Kraft getretenen § 140 ABGB übernommen. Weder den Materialien zum FamErbRÄG 2004 noch zum KindNamRÄG 2013 ist zu entnehmen, dass - soweit hier von Bedeutung - eine weitere Änderung der Rechtslage angestrebt worden wäre.

2.3. Die vom Beklagten zitierte Judikatur nach dem KindRÄG ist zu Verlassenschaftsverfahren (8 Ob 49/13h), Erbrechts- (9 Ob 31/07k) und Pflichtteilsklagen (6 Ob 52/05y) ergangen. Dabei handelt es sich um Fälle, in denen eine Vaterschaft durch Vermutung (9 Ob 31/07k; 6 Ob 52/05y) oder durch Gerichtsurteil (8 Ob 49/13h) feststand.

2.4. In der Lehre werden zur Zulässigkeit der Vorfragenprüfung der Vaterschaft nach der neuen Rechtslage unterschiedliche Meinungen vertreten:

2.4.1. Nach Stefula (in Fenyves/Kerschner/ Vonkilch, Klang³ § 138a ABGB aF Rz 6) ist es verboten, die Frage, wer Vater und Mutter eines Kindes im rechtlichen Sinn ist, losgelöst von den zivilrechtlichen Bestimmungen und den diesbezüglichen Verfahrensvorschriften zu beantworten. Es ist unzulässig, einen Mann, der noch auf keine gesetzlich vorgesehene Weise die Vaterschaft erlangt hat, rechtlich dennoch als Vater zu behandeln. Ein solcher Mann darf im Wege der Vorfragenbeurteilung - entgegen der Rechtsprechung - auf Grund einer Klage desjenigen, der tatsächlich für den Unterhalt des Kindes aufkam, nicht zum Ersatz nach § 1042 ABGB verurteilt werden. Es besteht allgemein ein Verbot, sich im Rechtsleben darauf zu berufen, „in Wahrheit“ Vater des betreffenden Kindes zu sein, solange man diese Stellung nicht auf eine gesetzlich vorgesehene Weise erlangt hat.

2.4.2. Nach Hopf (in KBB4 § 140 ABGB Rz 1) ist eine selbständige Beurteilung der - durch Anerkenntnis oder gerichtliche Entscheidung begründeten - Abstammung oder Nichtabstammung im Rahmen einer Vorfragenprüfung ausgeschlossen, und zwar auch dann, wenn überhaupt noch keine Feststellung der Vaterschaft erfolgt ist.

2.4.3. Stormann (in Schwimann/Kodek, ABGB4 [Ergänzungsband zu Band 1] § 140 Rz 1) meint, dass eine selbständige Beurteilung der Vaterschaft, der Nichtvaterschaft oder der Mutterschaft bzw Nichtmutterschaft als Vorfrage nach § 190 ZPO, § 5 StPO und § 38 AVG nunmehr ausgeschlossen ist. Über die Vaterschaft wird in einem besonders hohe Sicherheit garantierenden Verfahren nach §§ 82 bis 85 AußStrG entschieden. Es besteht daher zufolge § 140 ABGB ein - auch die Vorfragebeurteilung hinderndes - Feststellungs- und Beseitigungsmonopol. Solange das Statusverhältnis nicht auf dem gesetzlich vorgesehenen Weg begründet oder beseitigt worden ist, kann sich niemand auf den Bestand oder den Nichtbestand des Statusverhältnisses berufen.

2.4.4. Apathy (in Schwimann/Kodek, ABGB4 § 1042 Rz 7), Fischer-Czermak (in Kletečka/Schauer, ABGB-ON1.02 § 140 Rz 2), Deixler-Hübner (in Rechberger, AußStrG² § 82 Rz 1) und Weitzenböck (Das neue materielle und formelle Recht der Abstammung und der Adoption - ein Überblick, ÖStA 2005, 70) sprechen sich allgemein gegen die Zulässigkeit einer selbständigen Vorfragenbeurteilung der Vaterschaft aus.

2.4.5. Hingegen verweisen Lurger/Tscherner (Inzidentfeststellung der Vaterschaft im Unterhaltsregressverfahren, JBl 2009, 205; ihnen folgend Weber, Inzidentfeststellung der Vaterschaft im Unterhaltsvorschuss- und Kindesunterhaltsverfahren?, Zak 2013/388) darauf, dass Natur und Zweck der Jedermann-Wirkung der Vaterschaftsfeststellung nach § 138a Abs 1 ABGB (aF) eine strikte Monopolisierung der Vaterschaftsfrage nicht notwendig machen und daher auch nicht gegen eine ausnahmsweise Inzidentfeststellung vor der ABGB/AußStrG-Feststellung der Vaterschaft sprechen. Eine solche Inzidentbeurteilung erscheint erforderlich, um das von der Rechtsordnung anerkannte Interesse des Scheinvaters an der Durchsetzung seines Unterhaltsregressanspruchs gegen den biologischen Vater nicht ins Leere laufen zu lassen, während die rechtlich geschützten Interessen der übrigen Beteiligten (Mutter, Kind, Beklagter) durch die Inzidentbeurteilung gar nicht beeinträchtigt würden. Die Inzidentfeststellung der Vaterschaft des Beklagten ist im Unterhaltsregressverfahren des klagenden Scheinvaters dann zuzulassen, wenn dem Kläger die Erwirkung einer Vaterschaftsfeststellung nach § 163 ABGB (aF) nicht möglich oder nicht zumutbar erscheint und wenn keine höherrangigen rechtlich geschützten Interessen der übrigen Beteiligten, insbesondere des Kindes und der Mutter, entgegenstehen. Dass Letzteres jemals der Fall sein könnte, muss nach einer Analyse möglicher Fälle als eher unwahrscheinlich eingestuft werden. Im streitigen Unterhaltsregressverfahren gelten auch für den Beweis der Vaterschaft des Beklagten die Beweisregeln der ZPO. Erweist sich ein DNA-Gutachten als erforderlich, so sollte der Kläger von der analogen Anwendung der Mitwirkungspflicht des Beklagten nach § 85 AußStrG profitieren können. Dem stehen keine schützenswerten Interessen des Beklagten entgegen. Die im Rahmen einer Vorfragebeantwortung nach § 190 ZPO erfolgende Inzidentfeststellung der Vaterschaft im Unterhaltsprozess erwächst nicht in Rechtskraft und wirkt eingeschränkt inter partes. Sie löst daher keinesfalls die vielfältigen erga-omnes-Rechtswirkungen einer Feststellung nach § 138a Abs 1 ABGB (aF) aus.

2.4.6. Auch Gitschthaler (Scheinvaterregress - Bereicherung oder Schadenersatz?, EF-Z 2009/94) spricht sich für eine Inzidentfeststellung der Vaterschaft in dem Fall aus, in dem der vermutete Vater oder der Anerkennende durch gerichtliche Entscheidung ihren Status nach § 138 ABGB (aF) verlieren und eine Änderung noch nicht eingetreten ist, das heißt noch kein „neuer“ Vater festgestellt wurde. Eine einem gerichtlichen Vaterschaftsverfahren vorgreifende Inzidentfeststellung gefährdet bei einem Kind im „statusrechtlichen Vakuum“ nicht die Monopolstellung des Vaterschaftsverfahrens. In Anbetracht der mangelnden Außenwirkung der Inzidentfeststellung würden die Interessen des Scheinvaters regelmäßig vorgehen. Verweigert der beklagte Mann seine Mitwirkung an einer DNA-Untersuchung, kann er nur gezwungen werden, wenn der Scheinvater ausreichend Umstände dartut, auf Grund deren der beklagte Mann auch tatsächlich als Vater in Betracht kommt.

2.4.7. Nach Stabentheiner (in Rummel³, § 163b ABGB aF Rz 3) knüpft § 163b zweiter Satz ABGB (aF) lediglich an eine bereits erfolgte Feststellung der Vaterschaft an und sagt nichts über die Statthaftigkeit einer Vorfragenbeurteilung für die Zeit vor dieser Feststellung aus, sodass es auch für die durch das KindRÄG geschaffene Rechtslage beim früheren Meinungsstand (also Bejahung der Zulässigkeit) zu bleiben hat. Ist die Vaterschaft aber einmal festgestellt, so hat dies die in § 163b ABGB (aF) umschriebene Wirkung gegen jedermann.

2.4.8. Pichler (in Fenyves/Welser, Klang³ [2000] § 163b ABGB aF Rz 6) verweist darauf, dass kein allgemeines Verbot bestehe, die Frage der Vaterschaft als Vorfrage, zB über Klage und Einrede nach § 1042 ABGB, zu beurteilen.

2.5. Im deutschen Recht ordnet § 1600d Abs 4 BGB bis zur Feststellung der Vaterschaft eine „Rechtsausübungssperre“ an. Vor dem Hintergrund einer im Jahr 2008 in Kraft getretenen Gesetzesänderung (Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren vom 26. 3. 2008, dBGBl I, 441), die ein Verfahren zur Verfügung gestellt hat, das der Klärung der Abstammung dient und es gleichwohl zulässt, die sich gegebenenfalls als unzutreffend erweisende statusrechtliche Zuordnung des Kindes unverändert zu lassen, hat der BGH Bedenken gegen eine Inzidentfeststellung in Unterhaltsregressverfahren zurückgestellt und zur Ermöglichung der Durchsetzung des Rückgriffsanspruchs des Scheinvaters gegen den mutmaßlichen Vater des Kindes die Inzidentfeststellung unter engen Voraussetzungen zugelassen. Dazu sei es im Wesentlichen notwendig, dass (1) ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren längere Zeit nicht stattfinden wird, weil die zur Erhebung einer solchen Klage Befugten dies ausdrücklich ablehnen oder von einer solchen Möglichkeit seit längerer Zeit keinen Gebrauch gemacht haben, (2) die Voraussetzungen der gesetzlichen Vermutung der Vaterschaft darzulegen sind und (3) dadurch nicht in höherrangige verfassungsrechtlich geschützte Rechte Dritter eingegriffen wird (BGH XII ZR 144/06 und XII ZR 46/07). Die deutsche Rechtslage ist jedoch schon im Hinblick auf die dargestellte Gesetzesänderung nicht mit der österreichischen vergleichbar.

2.6.1. Es herrscht Einigkeit darüber, dass nach der geltenden Gesetzeslage Fragen der Vaterschaft grundsätzlich im Abstammungsverfahren nach §§ 81 ff AußStrG zu prüfen sind. Hier bestehen besondere Verfahrensgrundsätze, die die Richtigkeit der Feststellungen gewährleisten sollen (wie etwa Amtswegigkeit, Mitwirkungspflichten nach § 85 AußStrG). Die hier gefällten Entscheidungen wirken gegenüber jedermann (sogenannte erga-omnes-Wirkung). Sollen daher Rechte aus Abstammung oder Nichtabstammung mit Außenwirkung geltend gemacht werden, ist dies nur nach Maßgabe der entsprechenden Statusentscheidungen möglich; eine Vorfragenbeurteilung findet nicht statt. Dies steht im Einklang mit der vom Beklagten zitierten Judikatur zu Verlassenschaftsverfahren, Erbrechts- und Pflichtteilsklagen.

2.6.2. Der Gesetzeswortlaut stützt aber die Ansicht, dass die selbständige Vorfragenprüfung der Vaterschaft in Verfahren, in denen ihr nur Bedeutung und Rechtswirkung zwischen den Prozessparteien („inter partes“) zukommt, unter keinen Umständen zulässig sei, nicht. Angeordnet ist nämlich (nur), dass die Feststellung der Vaterschaft gegenüber jedermann wirkt. Eine (Nicht-)Vaterschaft des Beklagten ist hier gerade nicht festgestellt. Seit der Kläger seine auf der Geburt in aufrechter Ehe gründende Vaterschaftsvermutung erfolgreich bekämpft hat, hat das Kind, für das der Kläger Unterhalt bezahlt hat, keinen rechtlichen Vater. Auf diesen Fall nimmt § 140 ABGB nicht ausdrücklich Bezug.

Die Vaterschaftsfeststellung kann nur vom Kind gegen den Mann oder von diesem gegen das Kind beantragt werden (§ 148 Abs 1 ABGB). Der Kläger hat daher keine Möglichkeit, die Feststellung der Vaterschaft selbst zu bewirken. Würde man ihm die selbständige Vorfragenbeurteilung im Unterhaltsregressverfahren in der vorliegenden Konstellation verwehren, müsste er den Unterhalt für ein Kind tragen, das - im Abstammungsverfahren geklärt - nicht von ihm abstammt, und den biologischen Vater von den Unterhaltszahlungen entlasten. Dies würde berechtigte Interessen des Klägers unzumutbar beeinträchtigen. Dem Scheinvater wäre nämlich von der Rechtsordnung ein materieller Anspruch eingeräumt, den er mangels Zulassung einer Inzidentfeststellung der Vaterschaft im Regressprozess nicht durchsetzen könnte, wenn die Antragsberechtigten ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren nicht einleiten. Dies käme mit dem in Art 6 MRK verbrieften individuellen Durchsetzungsanspruch einer vom nationalen Recht eingeräumten materiellen Berechtigung (vgl Klaushofer in Merten/Papier/Kucsko-Stadlmayer, Handbuch der Grundrechte² § 18 Rn 37) in Konflikt.

2.7. Es ist daher dem Kläger im Unterhaltsregressprozess gegen den biologischen Vater zuzugestehen, die Vorfrage der Vaterschaft des Beklagten - wie immer im Zivilprozess - mit Wirkung bloß zwischen den Parteien und nur für dieses Verfahren prüfen zu lassen.

Dafür stehen dem Kläger mangels gesetzlicher anderslautender Grundlage aber nur jene Beweismittel zur Verfügung, die die ZPO allgemein vorsieht. Dabei ist (jedenfalls im Zivilprozess) das Recht der Mutter, den Namen des Vaters nicht bekanntzugeben (§ 149 Abs 1 ABGB), im Rahmen ihrer vom Kläger beantragten Zeugeneinvernahme zu berücksichtigen (vgl Hopf aaO § 149 ABGB Rz 2; Stabentheiner aaO § 163a ABGB aF Rz 3; Stefula aaO § 163a ABGB aF Rz 9; Deixler-Hübner in Kletečka/Schauer, ABGB-ON1.01 § 163a aF Rz 1; differenzierend zum Abstammungsverfahren Bernat in Schwimann/Kodek, ABGB4 § 163a aF Rz 4 mwN).

2.8. Zusammenfassend ist daher festzuhalten: In einem Unterhaltsregressprozess des Scheinvaters nach § 1042 ABGB ist die Beurteilung, ob der Beklagte der biologische Vater des Kindes ist, als Vorfrage mit den Mitteln der ZPO mit Wirkung bloß zwischen den Parteien und für dieses Verfahren zulässig, wenn nach Beseitigung des ihn als Vater feststellenden Rechtsakts oder der auf der Geburt in aufrechter Ehe gründenden Vaterschaftsvermutung keine Vaterschaft eines anderen Mannes feststeht und keine negative Statusentscheidung hinsichtlich des Beklagten vorliegt.

3. In der Revisionsbeantwortung wird zwar an sich zutreffend aufgezeigt, dass der beweispflichtige Kläger bislang noch nicht ausreichend die Umstände dargelegt hat, welche die Vaterschaft des Beklagten begründen sollen. Ein entsprechendes Vorbringen zur biologischen Vaterschaft des Beklagten wurde jedoch vom Erstgericht auf Grund einer vom Obersten Gerichtshof nicht geteilten Rechtsansicht nicht zugelassen. Damit ist dem Kläger im fortzusetzenden Verfahren ein darauf bezogenes Vorbringen samt Beweisanbot zu ermöglichen.

4. Die Urteile der Vorinstanzen sind daher aufzuheben, und es ist dem Erstgericht eine neuerliche Entscheidung nach entsprechender Verfahrensergänzung aufzutragen.

5. Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 50, 52 ZPO.

Textnummer

E111821

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0070OB00060.15X.0702.000

Im RIS seit

25.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2019

Dokumentnummer

JJT_20150702_OGH0002_0070OB00060_15X0000_000