Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob153/77 9ObA132/87 10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070590

Geschäftszahl

4Ob153/77; 9ObA132/87; 10ObS37/15m; 9ObA23/16x; 10Ob25/20d

Entscheidungsdatum

06.12.1977

Norm

MuttSchG §3
MuttSchG §5
MuttSchG §15

Rechtssatz

Die zweiseitig zwingenden Normen der §§ 3, 5 MuttSchG sind stärker als die nur zugunsten der Arbeitnehmerin zwingenden des § 15 MuttSchG und führen im Ergebnis zu einer Verdrängung des gesetzlichen Karenzurlaubes bezüglich der von den absoluten Beschäftigungsverboten umfaßten Zeiträume.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 153/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 153/77
    Veröff: Arb 9636 = DRdA 1979,30 (mit Anmerkung von Klein) = ZAS 1978,227 (mit Anmerkung von Marhold) = SozM IIIB,211
  • 9 ObA 132/87
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 9 ObA 132/87
    Beisatz: Hier: § 20 Abs 3 DO.A (T1)
    Veröff: JBl 1988,662
  • 10 ObS 37/15m
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 ObS 37/15m
    Auch
  • 9 ObA 23/16x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 23/16x
  • 10 Ob 25/20d
    Entscheidungstext OGH 01.09.2020 10 Ob 25/20d
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0070590

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19771206_OGH0002_0040OB00153_7700000_007

Rechtssatz für 10ObS312/98z 10ObS37/15m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111540

Geschäftszahl

10ObS312/98z; 10ObS37/15m

Entscheidungsdatum

12.01.1999

Norm

ASVG §122 Abs2
ASVG §122 Abs3

Rechtssatz

§ 122 Abs 3 ASVG regelt die Anspruchsberechtigung während der Dauer der Versicherung und nach dem Ausscheiden aus der Versicherung insoweit gegenüber den sonstigen Versicherungsfällen der Krankheit abweichend, als eine gegenüber § 122 Abs 2 ASVG längere Fortwirkung der Versicherung nach Ende der Pflichtversicherung angeordnet wird.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 312/98z
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 10 ObS 312/98z
    Veröff: SZ 72/1
  • 10 ObS 37/15m
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 ObS 37/15m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111540

Im RIS seit

11.02.1999

Zuletzt aktualisiert am

07.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19990112_OGH0002_010OBS00312_98Z0000_002

Rechtssatz für 10ObS103/11m 10ObS68/12s...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127653

Geschäftszahl

10ObS103/11m; 10ObS68/12s; 10ObS59/14w; 10ObS37/15m; 10ObS123/15h

Entscheidungsdatum

13.03.2012

Norm

ASVG §120 Z3
ASVG §122 Abs3

Rechtssatz

Die Erweiterung von Leistungen aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft nach § 122 Abs 3 ASVG auf Mütter, die (ungefähr) zu Beginn der Schwangerschaft krankenversichert waren, dient vor allem familienpolitischen Zwecken. Es soll dadurch der Anspruch auf Leistungen aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft auch bei Ausscheiden der Arbeitnehmerin aus dem Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft (Probearbeitsverhältnis, befristetes Arbeitsverhältnis usw) aufrecht erhalten werden, sofern die Schwangerschaft während des Bestands der Pflichtversicherung eingetreten ist, und zwar unabhängig davon, wann die Pflichtversicherung endet. Nach dem dargelegten Regelungszweck ist mit dem in § 122 Abs 3 ASVG genannten Eintritt des Versicherungsfalls (der Mutterschaft) der in § 120 Z 3 Satz 1 ASVG geregelte Grundfall des Eintritts dieses Versicherungsfalls gemeint. Daraus ist aber nicht der Schluss zu ziehen, dass es zu der normierten Erweiterung des Wochengeldanspruchs bei einer Vorverlegung des Eintritts des Versicherungsfalls der Mutterschaft auf den Beginn des individuellen Beschäftigungsverbots (§ 120 Z 3 Satz 2 ASVG) nicht kommen kann, sondern nur, dass auch in diesem Fall für die Bestimmung des „Beginns der 32. Woche vor dem Eintritt des Versicherungsfalls“ auf den Eintritt des Versicherungsfalls nach dem Grundfall abzustellen ist, nicht aber auf den Beginn des individuellen Beschäftigungsverbots.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 103/11m
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 103/11m
  • 10 ObS 68/12s
    Entscheidungstext OGH 05.06.2012 10 ObS 68/12s
    Vgl
  • 10 ObS 59/14w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 59/14w
    Vgl auch
  • 10 ObS 37/15m
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 ObS 37/15m
    Vgl auch; Beisatz: Die Dauer der Schwangerschaft wird vom Gesetzgeber grundsätzlich mit 40 Wochen festgelegt. Die Regelung des § 122 Abs 3 ASVG verlangt daher im Ergebnis, dass der Beginn der Schwangerschaft in die Zeit des aufrechten Bestands einer für gewisse Zeit bestehenden Pflichtversicherung fallen muss. Mit dem in § 122 Abs 3 ASVG genannten Eintritt des Versicherungsfalls der Mutterschaft ist somit der in § 120 Z 3 erster Halbsatz geregelte Grundfall des Eintritts dieses Versicherungsfalls (= Beginn der achten Woche vor der voraussichtlichen Entbindung) gemeint. (T1)
  • 10 ObS 123/15h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 ObS 123/15h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127653

Im RIS seit

16.04.2012

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2016

Dokumentnummer

JJR_20120313_OGH0002_010OBS00103_11M0000_001