Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob773/51 5Ob223/66 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020298

Geschäftszahl

2Ob773/51; 5Ob223/66; 1Ob132/73; 1Ob565/84; 5Ob607/84; 8Ob640/88; 3Ob608/89; 8Ob550/91; 7Ob567/95; 6Ob230/05z; 10Ob52/08g; 5Ob144/08z; 1Ob8/13b; 4Ob83/15g; 5Ob213/15g; 5Ob34/16k; 8Ob28/18b

Entscheidungsdatum

05.12.1951

Norm

ABGB §1090 Ib
ABGB §1116 A
MG §1 Abs1 A2
MRG §1

Rechtssatz

Wenn Räume, auf die das Mietengesetz anzuwenden ist, zusammen mit mieterschutzfreien Räumen in einem einheitlichen Mietvertrag vermietet werden, kann der Vermieter den einheitlichen Mietvertrag hinsichtlich aller Räume nur aus wichtigen Gründen kündigen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 773/51
    Entscheidungstext OGH 05.12.1951 2 Ob 773/51
    Veröff: JBl 1952,347
  • 5 Ob 223/66
    Entscheidungstext OGH 20.10.1966 5 Ob 223/66
    Veröff: MietSlg 18253
  • 1 Ob 132/73
    Entscheidungstext OGH 03.10.1973 1 Ob 132/73
    Veröff: RZ 1974/72 S 137 = JBl 1974,316
  • 1 Ob 565/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 565/84
    Auch; Veröff: EvBl 1984/161 S 664 = MietSlg XXXVI/28 = JBl 1985,105
  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Auch; Veröff: SZ 57/194 = RdW 1985,367
  • 8 Ob 640/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1989 8 Ob 640/88
    Auch; Beisatz: Der kündigungsgeschützte Teil (hier: gemauertes Betriebsgebäude) bewirkt auch für die sonstigen Anlagen (hier: Schleppliftanlage und übrige Gebäude) den Kündigungsschutz. (T1)
  • 3 Ob 608/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 608/89
    Veröff: WoBl 1990,159 (Würth)
  • 8 Ob 550/91
    Entscheidungstext OGH 20.06.1991 8 Ob 550/91
  • 7 Ob 567/95
    Entscheidungstext OGH 14.06.1995 7 Ob 567/95
    Auch; Beisatz: Dabei kommt es auf den Parteiwillen an, ob die "Nebensache" ein einheitliches Schicksal mit der Hauptsache haben oder der Bestand des einen Mietvertrages von dem des anderen unabhängig sein soll. Hier: Ein weiterer Raum auf dem Dachboden, der früher als Rollkammer und Bügelkammer verwendet wurde, wird als Hobbyraum und Abstellraum verwendet. (T2)
  • 6 Ob 230/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 230/05z
  • 10 Ob 52/08g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 10 Ob 52/08g
    Vgl; Beisatz: Hier: Angesichts des Mietvertragsinhalts und der festgestellten räumlichen Verhältnisse besteht kein Zweifel an der Einheitlichkeit des Bestandobjekts. In einem solchen Fall sind - neben den Kündigungsschutzbestimmungen - auch die Mietzinsbildungsvorschriften auf das gesamte Bestandobjekt einheitlich anzuwenden oder nicht anzuwenden. (T3)
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Es kann daher wegen des unteilbaren Schicksals des einheitlichen Mietvertrags auch dort, wo lediglich Teile des Mietgegenstands unter Mieterschutz stehen, der ganze Mietgegenstand nur aus wichtigen Gründen aufgekündigt werden. (T4)
    Beisatz: Hier: Anmietung einer Fläche zur Errichtung einer Tankstellenanlage als Superädifikat in Geschäftsraummiete und einer weiteren Fläche zur Errichtung einer Werbetafel für die Tankstelle hierauf. (T5)
  • 1 Ob 8/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 8/13b
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 213/15g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 213/15g
    Auch
  • 5 Ob 34/16k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 5 Ob 34/16k
    Auch
  • 8 Ob 28/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 28/18b
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0020298

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19511205_OGH0002_0020OB00773_5100000_001

Rechtssatz für 2Ob974/53 1Ob292/53 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0066975

Geschäftszahl

2Ob974/53; 1Ob292/53; 1Ob789/55; 5Ob267/67; 7Ob35/75; 7Ob692/76; 3Ob629/78; 7Ob616/82; 1Ob50/82; 6Ob517/85; 7Ob335/98k; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

29.01.1954

Norm

MG §1 Abs1 A1
MG §1 Abs4 E

Rechtssatz

Auf die Miete eines Grundstückes, auf dem vom Bestandnehmer mit Zustimmung des Vermieters eine Wohnzwecken dienende, festgemauerte Baulichkeit errichtet wurde, ist das Mietengesetz anzuwenden. Das Bestandverhältnis unterliegt als einheitlicher Vertrag hinsichtlich des Gebäudes und des mitgemieteten Hausgartens den Kündigungsbeschränkungen des Mietengesetzes.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 974/53
    Entscheidungstext OGH 29.01.1954 2 Ob 974/53
  • 1 Ob 292/53
    Entscheidungstext OGH 26.06.1953 1 Ob 292/53
    Vgl aber auch; Veröff: SZ 26/167
  • 1 Ob 789/55
    Entscheidungstext OGH 18.01.1956 1 Ob 789/55
  • 5 Ob 267/67
    Entscheidungstext OGH 07.02.1968 5 Ob 267/67
    Veröff: MietSlg 20227
  • 7 Ob 35/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1975 7 Ob 35/75
    nur: Auf die Miete eines Grundstückes, auf dem vom Bestandnehmer mit Zustimmung des Vermieters eine Wohnzwecken dienende, festgemauerte Baulichkeit errichtet wurde, ist das Mietengesetz anzuwenden. (T1)
    Veröff: MietSlg 27246
  • 7 Ob 692/76
    Entscheidungstext OGH 18.11.1976 7 Ob 692/76
    nur T1
  • 3 Ob 629/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 629/78
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Gewerblich genützte Baulichkeit. (T2)
  • 7 Ob 616/82
    Entscheidungstext OGH 11.11.1982 7 Ob 616/82
    nur T1; Beisatz: Dies gilt auch, wenn schon ein Vormann des Mieters das feste Wohnhaus errichtet hat; der Schwerpunkt des Vertrages muss in der Beschaffung von dauerndem Wohnraum für den Mieter liegen. (T3)
    Veröff: JBl 1984,430
  • 1 Ob 50/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 50/82
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 517/85
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 6 Ob 517/85
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Durch das MRG ist für die Flächenmiete, die auch der Befriedigung eines Wohnungsbedürfnisses dient, keine Änderung eingetreten. Diese zum MG entwickelte Rechtsprechung kann zum MRG grundsätzlich weiter angewendet werden. (T4)
    Veröff: SZ 58/25
  • 7 Ob 335/98k
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 335/98k
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0066975

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19540129_OGH0002_0020OB00974_5300000_001

Rechtssatz für 1Ob678/54 3Ob460/58 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020338

Geschäftszahl

1Ob678/54; 3Ob460/58; 5Ob188/60; 5Ob68/63; 1Ob189/64; 8Ob366/64; 8Ob285/65; 8Ob152/66; 1Ob207/66; 5Ob235/66; 5Ob22/69; 4Ob545/69; 1Ob276/70; 7Ob2/71; 4Ob502/71; 5Ob266/70; 5Ob111/71; 1Ob1/72; 8Ob97/72; 3Ob67/73; 1Ob204/73; 6Ob552/76; 1Ob539/78; 3Ob619/78; 3Ob569/79; 1Ob598/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 2Ob503/81; 5Ob607/84; 6Ob517/85; 2Ob544/90 (2Ob545/90); 4Ob535/92; 1Ob584/92; 1Ob548/94; 10Ob2033/96k; 1Ob637/95; 9Ob377/97z; 7Ob270/00g; 10Ob7/03g; 3Ob208/10z; 5Ob76/11d; 2Ob129/11a; 2Ob133/11i; 8Ob14/14p; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

06.11.1954

Norm

ABGB §1091 A1

Rechtssatz

Zur Abgrenzung von Miete und Pacht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 678/54
    Entscheidungstext OGH 06.11.1954 1 Ob 678/54
    Veröff: JBl 1955,68
  • 3 Ob 460/58
    Entscheidungstext OGH 07.11.1958 3 Ob 460/58
    Veröff: MietSlg 6743
  • 5 Ob 188/60
    Entscheidungstext OGH 09.06.1960 5 Ob 188/60
    Veröff: MietSlg 8341
  • 5 Ob 68/63
    Entscheidungstext OGH 14.03.1963 5 Ob 68/63
    Veröff: MietSlg 15066
  • 1 Ob 189/64
    Entscheidungstext OGH 19.01.1965 1 Ob 189/64
    Veröff: MietSlg 17131
  • 8 Ob 366/64
    Entscheidungstext OGH 19.01.1965 8 Ob 366/64
    Veröff: MietSlg 17130
  • 8 Ob 285/65
    Entscheidungstext OGH 19.10.1965 8 Ob 285/65
    Veröff: MietSlg 17132
  • 8 Ob 152/66
    Entscheidungstext OGH 07.06.1966 8 Ob 152/66
    Veröff: MietSlg 18144
  • 1 Ob 207/66
    Entscheidungstext OGH 15.09.1966 1 Ob 207/66
    Beisatz: Ländliche Gemischtwarenhandlung (T1)
    Veröff: MietSlg 18146 = JBl 1967,482
  • 5 Ob 235/66
    Entscheidungstext OGH 27.10.1966 5 Ob 235/66
    Veröff: MietSlg 18575
  • 5 Ob 22/69
    Entscheidungstext OGH 12.02.1969 5 Ob 22/69
    Veröff: MietSlg 21136
  • 4 Ob 545/69
    Entscheidungstext OGH 01.07.1969 4 Ob 545/69
    Veröff: MietSlg 21137
  • 1 Ob 276/70
    Entscheidungstext OGH 26.11.1970 1 Ob 276/70
    Beisatz: Vermietung eines Gasthauses ohne Betriebspflicht. (T2)
    Veröff: MietSlg 22113
  • 7 Ob 2/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 7 Ob 2/71
    Veröff: MietSlg 23116 = HS 8063
  • 4 Ob 502/71
    Entscheidungstext OGH 09.12.1971 4 Ob 502/71
    Veröff: MietSlg 23114 = HS 8065
  • 5 Ob 266/70
    Entscheidungstext OGH 24.02.1971 5 Ob 266/70
    Veröff: SZ 44/18 = MietSlg 23115 = HS 8067
  • 5 Ob 111/71
    Entscheidungstext OGH 19.05.1971 5 Ob 111/71
    Beisatz: ORF - Kantine (T3)
    Veröff: MietSlg 23117 = HS 8064
  • 1 Ob 1/72
    Entscheidungstext OGH 19.01.1972 1 Ob 1/72
    Beisatz: Vermietung eines Grundstückes zur Errichtung eines Buffets. (T4)
  • 8 Ob 97/72
    Entscheidungstext OGH 16.05.1972 8 Ob 97/72
    Veröff: MietSlg 24130
  • 3 Ob 67/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 3 Ob 67/73
    Veröff: MietSlg 25112
  • 1 Ob 204/73
    Entscheidungstext OGH 05.12.1973 1 Ob 204/73
    Veröff: MietSlg 25113
  • 6 Ob 552/76
    Entscheidungstext OGH 25.03.1976 6 Ob 552/76
  • 1 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 1 Ob 539/78
    Beisatz: Bäckereibetrieb (T5)
  • 3 Ob 619/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 619/78
    Beisatz: Fleischwarenhandel (T6)
  • 3 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 569/79
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 2 Ob 503/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 2 Ob 503/81
    Beisatz: Daß auch eine Gewerbeberechtigung in Bestand gegeben wurde, genügt noch nicht, um Unternehmenspacht anzunehmen. (T7)
  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Beisatz: Bei Inbestandnahme einer Grundfläche zur Errichtung und zum Betrieb einer Tankstelle samt Servicestation liegt Miete und nicht Pacht vor. (T8)
    Veröff: SZ 57/194 = MietSlg XXXVI/48
  • 6 Ob 517/85
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 6 Ob 517/85
    Beisatz: Miete, wenn die Nutzung der von der Bestandnehmerin auf der Bestandfläche errichteten Baulichkeiten für geschäftliche Zwecke ihres eigenen Unternehmens nicht der einen Pachtvertrag über ein Grundstück kennzeichnenden Bearbeitung und Aufwendung von Fleiß und Mühe im Sinne des § 1091 ABGB entspricht. (T9)
  • 2 Ob 544/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 2 Ob 544/90
  • 4 Ob 535/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 535/92
    Beisatz: Bei der Unterscheidung zwischen Geschäftsraummiete und Unternehmenspacht lassen sich keine festen, allgemein anwendbaren Regeln aufstellen; vielmehr kommt es auf die Gesamtheit der Umstände des Einzelfalles an. (T10)
  • 1 Ob 584/92
    Entscheidungstext OGH 25.08.1992 1 Ob 584/92
    Beis wie T10
  • 1 Ob 548/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 548/94
    Beis wie T10
  • 10 Ob 2033/96k
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
    Beisatz: Hier: Vermietung eines "desolaten" Wartehäuschens zur Errichtung eines Buffets. (T11)
  • 1 Ob 637/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 637/95
    Beis wie T10
  • 9 Ob 377/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 377/97z
    Beis wie T10
  • 7 Ob 270/00g
    Entscheidungstext OGH 06.12.2000 7 Ob 270/00g
    Beis wie T10
  • 10 Ob 7/03g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 10 Ob 7/03g
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Übernahme eines "lebenden Geschäftslokals" mit Kundenstock und kompletter Ausstattung (und Betriebspflicht); (fehlende Rückstellungsverpflichtung hier nicht ausschlaggebend). (T12)
  • 3 Ob 208/10z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
    Beis wie T10
  • 5 Ob 76/11d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 76/11d
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Miete in einem Kinocenter. (T13)
  • 2 Ob 129/11a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 129/11a
    Vgl; Vgl Beis wie T10; Beisatz: Ein Vermieter kann dem Mieter ausdrücklich oder konkludent das Recht zur Untervermietung auch zur Gewinnerzielung durch den Mieter einräumen, ohne dass sich an der Qualifizierung des Bestandvertrags als Mietvertrag und somit an der Anwendbarkeit der Kündigungsbestimmungen des MRG etwas ändern würde. (T14)
    Beisatz: Selbst aus dem Umstand, dass der Bestandnehmer eines ganzen Hauses mit Wissen des Bestandgebers beabsichtigt, dieses an einen Dritten zu einem höheren Zins, als er selbst an den Bestandgeber bezahlen muss, weiterzuvermieten und so daraus Gewinn zu ziehen, kann nicht schon für sich allein auf das Vorliegen eines Pachtvertrags geschlossen werden. (T15)
  • 2 Ob 133/11i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 133/11i
    Vgl
  • 8 Ob 14/14p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 14/14p
    Beisatz: Hier: Flugplatz. (T16)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Vgl; Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0020338

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19541106_OGH0002_0010OB00678_5400000_002

Rechtssatz für 2Ob209/55 2Ob65/56 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0015527

Geschäftszahl

2Ob209/55; 2Ob65/56; 5Ob102/01p; 9Ob66/14t; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

25.05.1955

Norm

ABGB §825 B
ABGB Übersichtskarte F §833
ABGB §1090

Rechtssatz

Wenn von einem Doppelhaus das eine verkauft wird, entsteht hinsichtlich der auf beiden Häusern aufgebauten ungeteilt gebliebenen Wohnungseinheit zwischen Verkäufer und Käufer eine nach §§ 825 ff ABGB zu beurteilende Rechtsgemeinschaft.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 209/55
    Entscheidungstext OGH 25.05.1955 2 Ob 209/55
    Veröff: SZ 28/141 = JBl 1955/22 S 575
  • 2 Ob 65/56
    Entscheidungstext OGH 22.02.1956 2 Ob 65/56
    Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 209/55; Beisatz: Kündigung nach § 19 Abs 6 MietG wegen dieses Verkaufes. (T1)
  • 5 Ob 102/01p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 102/01p
    Auch; Beisatz: Durch Einzelrechtsnachfolge hinsichtlich eines Teils des Objekts, in dem ein Bestandgegenstand liegt, kommt es zu einer Personenmehrheit auf Bestandgeberseite. In welcher Form diese Bestandgebermehrheit rechtlich organisiert ist und nach welchen Regeln hiebei vorzugehen ist, richtet sich danach, ob ein einheitliches Bestandverhältnis betroffen ist oder nicht. (T2) Beisatz: Der Erwerber der Bestandsache tritt gemäß § 1120 ABGB in das Vertragsverhältnis ein. (T3)
  • 9 Ob 66/14t
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 Ob 66/14t
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Veräußerung eines Teils einer verpachteten Liegenschaft (Wiese). Einzelrechtsnachfolge der Käuferin dergestalt, dass diese nunmehr zusammen mit dem Veräußerer als Bestandgeber eine Rechtsgemeinschaft im Sinn der §§ 833 ff ABGB bildet. (T4)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0015527

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19550525_OGH0002_0020OB00209_5500000_001

Rechtssatz für 1Ob498/55 2Ob650/55 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014425

Geschäftszahl

1Ob498/55; 2Ob650/55; 7Ob36/56; 8Ob94/64; 2Ob509/83; 7Ob215/06b; 5Ob61/08v; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

07.09.1955

Norm

ABGB §863 FI
ABGB §974
ABGB §1120 Ba

Rechtssatz

Wenn der Hausverwalter des Vermieters durch 10 Jahre ohne Beanstandung hingenommen hat, dass die Mieter eines Wohnhauses im Garten eine Holzhütte aufgestellt haben und Holz auch außerhalb der Holzablage lagern und im Hausflur einen großen Kasten abgestellt haben, hat er namens des Vermieters der Ausübung der Bestandrechte in diesem Umfange durch schlüssiges Verhalten zugestimmt. Der Rechtsnachfolger des Vermieters ist an diese Rechtslage gebunden. Eine bittweise Gestattung kommt nicht in Frage.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 498/55
    Entscheidungstext OGH 07.09.1955 1 Ob 498/55
  • 2 Ob 650/55
    Entscheidungstext OGH 16.11.1955 2 Ob 650/55
    Beisatz: betreffend Balkonbenützung. (T1)
  • 7 Ob 36/56
    Entscheidungstext OGH 01.02.1956 7 Ob 36/56
  • 8 Ob 94/64
    Entscheidungstext OGH 07.04.1964 8 Ob 94/64
  • 2 Ob 509/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 509/83
    Auch; Beisatz: Hier: Kellerbenützung. (T2)
  • 7 Ob 215/06b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 215/06b
    Auch; Beisatz: Hier: Schlüssige Überlassung von Grünflächen und Parkplatzflächen während des Bestandverhältnisses (Wohnungsmiete). (T3)
  • 5 Ob 61/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 61/08v
    Vgl auch; Beisatz: Im Zweifel wird durch die Überlassung weiterer Räume an einen Mieter während eines Bestandverhältnisses auch kein Prekarium begründet, sondern dann, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klargestellt hat, dass es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung handle, der Mietvertrag entsprechend ausgedehnt. (T4)
    Bem: Hier: Abstellraum (T5)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0014425

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19550907_OGH0002_0010OB00498_5500000_001

Rechtssatz für 5Ob449/58 6Ob120/59 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020548

Geschäftszahl

5Ob449/58; 6Ob120/59; 3Ob298/59; 6Ob289/68; 8Ob176/69; 4Ob566/69; 8Ob120/70; 1Ob294/70 (1Ob295/70); 3Ob162/73; 6Ob606/79 (6Ob607/79); 8Ob677/87; 7Ob51/97v; 8Ob125/11g; 5Ob69/13b; 4Ob83/15g; 6Ob181/17m

Entscheidungsdatum

28.01.1959

Norm

ABGB §1098 IIa

Rechtssatz

Dem Mieter steht das Recht auf Anbringung von Firmentafeln, geschäftlichen Ankündigungen und dergleichen an der Außenfläche der von ihm gemieteten Räume ohne weiteres zu, sofern das Haus nicht verunziert wird und andere Mieter nicht belästigt werden. Die Anbringung solcher Tafeln an anderer Stelle des Hauses, etwa im Hausflur, ist grundsätzlich nur mit Zustimmung des Vermieters gestattet, doch kann dieser die Zustimmung nicht verweigern, wenn eine derartige Benützung nach dem Ortsgebrauch oder der Verkehrsübung zum Inhalt des Bestandrechtes gehört. Dieselben Grundsätze gelten für den Untermieter, der sein Recht vom Hauptmieter ableitet.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 449/58
    Entscheidungstext OGH 28.01.1959 5 Ob 449/58
    Veröff: EvBl 1959/108 S 185 = ImmZ 1959,171 = AnwBl 1959,34
  • 6 Ob 120/59
    Entscheidungstext OGH 14.05.1959 6 Ob 120/59
    Veröff: MietSlg 7245
  • 3 Ob 298/59
    Entscheidungstext OGH 11.11.1959 3 Ob 298/59
    nur: Dieselben Grundsätze gelten für den Untermieter, der sein Recht vom Hauptmieter ableitet. (T1)
  • 6 Ob 289/68
    Entscheidungstext OGH 20.11.1968 6 Ob 289/68
    nur: Dem Mieter steht das Recht auf Anbringung von Firmentafeln, geschäftlichen Ankündigungen und dergleichen an der Außenfläche der von ihm gemieteten Räume ohne weiteres zu, sofern das Haus nicht verunziert wird und andere Mieter nicht belästigt werden. (T2)
    Beisatz: Dass der Mieter jahrelang dieses Recht nicht beanspruchte und schließlich - im Interesse eines gedeihlichen Zusammenlebens - zunächst eine eingeschränkte Benützungsart mit dem Vermieter vereinbarte, lässt nicht den zwingenden Schluss zu, dass er auf die aus dem Mietvertrag folgenden (weitergehenden) Rechte für dauernd verzichten wollte. (T3)
    Veröff: MietSlg 20230
  • 8 Ob 176/69
    Entscheidungstext OGH 09.09.1969 8 Ob 176/69
    nur T2; Veröff: MietSlg 21174
  • 4 Ob 566/69
    Entscheidungstext OGH 23.09.1969 4 Ob 566/69
    nur T2; Veröff: MietSlg 21729(52) = RZ 1970,103
  • 8 Ob 120/70
    Entscheidungstext OGH 02.06.1970 8 Ob 120/70
    Zweiter Rechtsgang zu 8 Ob 176/69; nur T2
    Veröff: MietSlg 22314
  • 1 Ob 294/70
    Entscheidungstext OGH 11.02.1971 1 Ob 294/70
    nur T2; Veröff: ImmZ 1971,187 = MietSlg 23126
  • 3 Ob 162/73
    Entscheidungstext OGH 25.09.1973 3 Ob 162/73
    nur T1; nur T2; Beisatz: An einem nur als Wohnung benützten Bestandobjekt gehört die Anbringung von ausschließlich der Berufstätigkeit entspringenden Ankündigungstafeln weder nach Ortsgebrauch noch nach der Verkehrsübung zum Inhalt des Bestandrechts. (T4)
  • 6 Ob 606/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 6 Ob 606/79
    Vgl; nur T1
  • 8 Ob 677/87
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 8 Ob 677/87
  • 7 Ob 51/97v
    Entscheidungstext OGH 16.04.1997 7 Ob 51/97v
    Auch; nur T1; nur T2; Beisatz: Der Unterbestandnehmer kann sein Recht nur gegenüber dem (Haupt-) Bestandnehmer durchsetzen, seine Rechte sind daher von dessen Rechten abhängig. (T5)
  • 8 Ob 125/11g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2012 8 Ob 125/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage der Zulässigkeit der Anbringung einer Videokameraattrappe. (T6)
    Veröff: SZ 2012/10
  • 5 Ob 69/13b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 69/13b
    Vgl auch; Beisatz: Anbringung einer Videokamera außerhalb des Bestandobjekts. (T7)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch
  • 6 Ob 181/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 181/17m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0020548

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19590128_OGH0002_0050OB00449_5800000_001

Rechtssatz für 5Ob79/59 1Ob91/65 5Ob27...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014302

Geschäftszahl

5Ob79/59; 1Ob91/65; 5Ob274/69; 8Ob284/70; 5Ob94/72; 6Ob105/73; 5Ob722/82; 7Ob566/91; 9Ob1511/95 (9Ob1512/95, 9Ob1513/95); 1Ob609/95; 8Ob2140/96f; 1Ob2135/96v; 7Ob215/06b; 5Ob61/08v; 4Ob53/14v; 5Ob137/14d; 4Ob83/15g; 4Ob51/18f

Entscheidungsdatum

25.02.1959

Norm

ABGB §863 FI
ABGB §1090 IId1

Rechtssatz

Der Grundsatz, dass die Überlassung weitere Räume an den Mieter während des Bestandverhältnisses im Zweifel nicht als Prekarium, sondern als Ausdehnung des Mietvertrages anzusehen ist, gilt auch hinsichtlich der Überlassung eines Teiles des Hausgartens zur ausschließlichen Benützung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 79/59
    Entscheidungstext OGH 25.02.1959 5 Ob 79/59
    Veröff: EvBl 1959/203 S 348 = ImmZ 1959,220 = HBZ 1959 H15/16,4
  • 1 Ob 91/65
    Entscheidungstext OGH 28.06.1965 1 Ob 91/65
    Beisatz: Anbringung einer Funkantenne im Garten. (T1)
    Veröff: MietSlg 17192
  • 5 Ob 274/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 5 Ob 274/69
    Ähnlich; nur: Grundsatz, dass die Überlassung weiterer Räume an den Mieter während des Bestandverhältnisses im Zweifel nicht als Prekarium, sondern als Ausdehnung des Mietvertrages anzusehen ist. (T2)
    Veröff: MietSlg 21125
  • 8 Ob 284/70
    Entscheidungstext OGH 16.02.1971 8 Ob 284/70
    nur T2; Veröff: MietSlg 23102
  • 5 Ob 94/72
    Entscheidungstext OGH 25.04.1972 5 Ob 94/72
    nur T2; Veröff: MietSlg 24113
  • 6 Ob 105/73
    Entscheidungstext OGH 10.05.1973 6 Ob 105/73
    Beisatz: Hier: Gartenfläche zur Anbringung eines Schaukastens. (T3)
    Veröff: MietSlg 25100
  • 5 Ob 722/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 5 Ob 722/82
    nur T2
  • 7 Ob 566/91
    Entscheidungstext OGH 11.07.1991 7 Ob 566/91
    Beisatz: Wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klarstellt, dass es sich nur um eine jederzeit wiederrufbare Benützungsüberlassung handelt. (T4)
    Veröff: WoBl 1991,233
  • 9 Ob 1511/95
    Entscheidungstext OGH 08.03.1995 9 Ob 1511/95
    Auch; nur T2; Beis wie T4; Beisatz: Auch bezüglich Stiegenhaus und Hausflur. (T5)
  • 1 Ob 609/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 609/95
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 2140/96f
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2140/96f
    nur T2
  • 1 Ob 2135/96v
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2135/96v
    Vgl; Beis wie T4; nur T2
  • 7 Ob 215/06b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 215/06b
    Beisatz: Hier: Schlüssige Überlassung von Grünflächen und Parkplatzflächen während des Bestandverhältnisses (Wohnungsmiete). (T6)
  • 5 Ob 61/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 61/08v
    Vgl; Beisatz: Im Zweifel wird durch die Überlassung weiterer Räume an einen Mieter während eines Bestandverhältnisses auch kein Prekarium begründet, sondern dann, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klargestellt hat, dass es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung handle, der Mietvertrag entsprechend ausgedehnt. (T7)
    Bem: Hier: Abstellraum. (T8)
  • 4 Ob 53/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 53/14v
    Vgl auch
  • 5 Ob 137/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 137/14d
    Vgl auch
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beisatz: Hier: Mitbenützungsrecht an einer Badestelle. (T9)
  • 4 Ob 51/18f
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 51/18f
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0014302

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19590225_OGH0002_0050OB00079_5900000_001

Rechtssatz für 6Ob121/59 4Ob83/15g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0025832

Geschäftszahl

6Ob121/59; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

29.05.1959

Norm

ABGB §1117
ABGB §1118

Rechtssatz

Der rechtskräftige Entzug der baubehördlichen Benützungsbewilligung für das ganze Bestandobjekt gilt als ein Fall seines Unterganges und bewirkt von selbst Auflösung des Vertrages (wie 6 Ob 10/59). Wird das Bestandobjekt nur zum Teil zerstört bzw wird die Benützungsbewilligung von der Baubehörde nur bezüglich eines Teiles entzogen, kann der Bestandnehmer vom Vertrag abstehen (§ 1117 ABGB) oder einen Nachlaß vom Zins verlangen. Macht er vom Recht nach § 1117 ABGB keinen Gebrauch, bleibt der Vertrag grundsätzlich aufrecht. Dessenungeachtet kann in einem solchen Fall der Aufhebung des Bestandvertrages auch bezüglich eines Objektes im unzerstörten und an und für sich weiter benützbaren Gebäudeteil gemäß § 1118 ABGB in Betracht kommen, wenn der notwendige Wiederaufbau des Gesamtgebäudes aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nur einheitlich erfolgen kann; ob die Hauseigentümer bereits konkrete Wiederaufbaupläne haben, ist belanglos (wie MietSlg 2846, 4411, 5000). Betrifft der einheitlich zu beurteilende Vertrag nicht nur Gebäude, sondern auch unverbaute Flächen (Lagerplatz), ist für die Entscheidung eines solchen nach § 1118 ABGB zu beurteilenden Aufhebungsbegehrens maßgebend, was die Hauptsache ist. Eine analoge Anwendung der Bestimmungen des MG über die Teilkündigung ist mangels gesetzlicher Grundlage bei einem auf § 1118 ABGB gestützten Begehren ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 121/59
    Entscheidungstext OGH 29.05.1959 6 Ob 121/59
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0025832

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19590529_OGH0002_0060OB00121_5900000_001

Rechtssatz für 3Ob224/60 5Ob241/65 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026191

Geschäftszahl

3Ob224/60; 5Ob241/65; 5Ob102/01p; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

01.06.1960

Norm

ABGB §1120 Aa

Rechtssatz

Der Erwerber einer vermieteten oder verpachteten Sache tritt an Stelle des Veräußerers in das Bestandverhältnis ein. Soferne er Eigentümer eines abgesondert benützbaren körperlichen Teiles der Bestandsache wird, erstreckt sich der Rechtsübergang nur auf diesen Teil.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 224/60
    Entscheidungstext OGH 01.06.1960 3 Ob 224/60
    Veröff: MietSlg 7940
  • 5 Ob 241/65
    Entscheidungstext OGH 11.11.1965 5 Ob 241/65
  • 5 Ob 102/01p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 102/01p
    Vgl auch; nur: Soferne der Erwerber Eigentümer eines abgesondert benützbaren körperlichen Teiles der Bestandsache wird, erstreckt sich der Rechtsübergang nur auf diesen Teil. (T1)
    Beisatz: Wenn keine einheitliche Bestandsache vorliegt, sondern eine teilbare, wird der Erwerber Bestandgeber lediglich insoweit, als die Sache ihm gehört. (MietSlg 7.940). (T2)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0026191

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19600601_OGH0002_0030OB00224_6000000_001

Rechtssatz für 6Ob320/66 5Ob33/68 6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019200

Geschäftszahl

6Ob320/66; 5Ob33/68; 6Ob118/68; 8Ob180/70; 4Ob608/72; 5Ob208/72; 4Ob627/75; 7Ob527/77 (7Ob528/77); 7Ob552/78; 1Ob20/78; 5Ob778/78; 1Ob626/78; 5Ob710/82; 3Ob564/91; 8Ob2140/96f; 9Ob75/99s; 1Ob184/99m; 7Ob215/06b; 5Ob61/08v; 5Ob120/10y; 7Ob230/11s; 5Ob252/12p; 7Ob65/14f; 4Ob83/15g; 9Ob42/17t; 4Ob51/18f

Entscheidungsdatum

14.10.1966

Norm

ABGB §974
ABGB §1090 IId1

Rechtssatz

Bittleihe wird nicht vermutet.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 320/66
    Entscheidungstext OGH 14.10.1966 6 Ob 320/66
    Veröff: MietSlg 18096
  • 5 Ob 33/68
    Entscheidungstext OGH 21.02.1968 5 Ob 33/68
    Veröff: MietSlg 20083
  • 6 Ob 118/68
    Entscheidungstext OGH 02.05.1968 6 Ob 118/68
    Veröff: MietSlg 20084
  • 8 Ob 180/70
    Entscheidungstext OGH 15.09.1970 8 Ob 180/70
    Veröff: MietSlg 22083
  • 4 Ob 608/72
    Entscheidungstext OGH 09.01.1973 4 Ob 608/72
  • 5 Ob 208/73
    Entscheidungstext OGH 28.11.1973 5 Ob 208/73
    Veröff: ImmZ 1974,54 = MietSlg 25106
  • 4 Ob 627/75
    Entscheidungstext OGH 04.11.1975 4 Ob 627/75
    Veröff: MietSlg 27125
  • 7 Ob 527/77
    Entscheidungstext OGH 17.02.1977 7 Ob 527/77
  • 7 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 7 Ob 552/78
  • 1 Ob 20/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 20/78
  • 5 Ob 778/78
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 5 Ob 778/78
  • 1 Ob 626/78
    Entscheidungstext OGH 21.02.1979 1 Ob 626/78
  • 5 Ob 710/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 5 Ob 710/82
  • 3 Ob 564/91
    Entscheidungstext OGH 23.10.1991 3 Ob 564/91
  • 8 Ob 2140/96f
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2140/96f
  • 9 Ob 75/99s
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 Ob 75/99s
  • 1 Ob 184/99m
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 184/99m
  • 7 Ob 215/06b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 215/06b
    Beisatz: Hier: Schlüssige Überlassung von Grünflächen und Parkplatzflächen während des Bestandverhältnisses (Wohnungsmiete). (T1)
  • 5 Ob 61/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 61/08v
    Vgl; Beisatz: Im Zweifel wird durch die Überlassung weiterer Räume an einen Mieter während eines Bestandverhältnisses auch kein Prekarium begründet, sondern dann, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klargestellt hat, dass es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung handle, der Mietvertrag entsprechend ausgedehnt. (T2)
    Bem: Hier: Abstellraum. (T3)
  • 5 Ob 120/10y
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 120/10y
    Beisatz: Eine Bittleihe ist von dem nachzuweisen, der sich darauf beruft. (T4)
  • 7 Ob 230/11s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 230/11s
  • 5 Ob 252/12p
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 252/12p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 65/14f
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 65/14f
    Beis wie T4
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
  • 9 Ob 42/17t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 42/17t
  • 4 Ob 51/18f
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 51/18f

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0019200

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19661014_OGH0002_0060OB00320_6600000_001

Rechtssatz für 6Ob105/73 5Ob640/76 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014305

Geschäftszahl

6Ob105/73; 5Ob640/76; 5Ob710/82; 8Ob661/90; 9Ob1511/95 (9Ob1512/95, 9Ob1513/95); 8Ob2140/96f; 9Ob75/99s; 9Ob190/01h; 7Ob215/06b; 5Ob61/08v; 4Ob53/14v; 5Ob137/14d; 4Ob83/15g; 4Ob51/18f

Entscheidungsdatum

10.05.1973

Norm

ABGB §63 FI
ABGB §74
ABGB §090 IId1

Rechtssatz

Die Überlassung weiterer Räume zur Benützung während der Dauer des Bestandverhältnisses ist als Ausdehnung des Mietvertrages und nicht als Prekarium anzusehen, wenn sich der Vermieter nicht den jederzeitigen Widerruf ausbedungen hat. (hier: Gartenfläche zur Anbringung eines Schaukastens).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 105/73
    Entscheidungstext OGH 10.05.1973 6 Ob 105/73
    Veröff: MietSlg 25100
  • 5 Ob 640/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 5 Ob 640/76
  • 5 Ob 710/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 5 Ob 710/82
    nur: Die Überlassung weiterer Räume zur Benützung während der Dauer des Bestandverhältnisses ist als Ausdehnung des Mietvertrages und nicht als Prekarium anzusehen, wenn sich der Vermieter nicht den jederzeitigen Widerruf ausbedungen hat. (T1)
  • 8 Ob 661/90
    Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 661/90
    Veröff: WoBl 1991/42 S 54
  • 9 Ob 1511/95
    Entscheidungstext OGH 08.03.1995 9 Ob 1511/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Auch bezüglich Stiegenhaus und Hausflur. (T2)
  • 8 Ob 2140/96f
    Entscheidungstext OGH 29.08.1996 8 Ob 2140/96f
    nur T1; Beisatz: Die Entrichtung eines zusätzlichen Entgeltes ist nicht erforderlich. (T3)
  • 9 Ob 75/99s
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 Ob 75/99s
    Vgl
  • 9 Ob 190/01h
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 Ob 190/01h
    Vgl aber; Beisatz: Weist der Bestandgeber jedoch nach, dass die Überlassung im Wege eines Leihvertrages erfolgt ist, ist für die Annahme einer (konkludenten) Erweiterung des Mietvertrages kein Raum. (T4)
  • 7 Ob 215/06b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 215/06b
    Beisatz: Hier: Schlüssige Überlassung von Grünflächen und Parkplatzflächen während des Bestandverhältnisses (Wohnungsmiete). (T5)
  • 5 Ob 61/08v
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 61/08v
    Auch; Beisatz: Wenn der Vermieter nicht ausdrücklich klargestellt hat, dass es sich nur um eine jederzeit widerrufbare Benützungsüberlassung handle. (T6)
    Bem: Hier: Abstellraum. (T7)
  • 4 Ob 53/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 53/14v
    Vgl auch
  • 5 Ob 137/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 137/14d
    Vgl auch
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beisatz: Hier: Mitbenützungsrecht an einer Badestelle. (T8)
  • 4 Ob 51/18f
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 51/18f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0014305

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19730510_OGH0002_0060OB00105_7300000_001

Rechtssatz für 3Ob551/79 4Ob83/15g 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020922

Geschäftszahl

3Ob551/79; 4Ob83/15g; 6Ob181/17m; 5Ob197/20m

Entscheidungsdatum

11.07.1979

Norm

ABGB §1098 IId
ABGB §1098 IIe

Rechtssatz

Der Bestandgeber muß die Mitbenützung von Zubehör - das sind außerhalb des eigentlichen Bestandobjektes gelegene, allgemein zugängliche Teile der Liegenschaft - durch den Bestandnehmer mangels einer ausdrücklichen vertraglichen Regelung insoweit dulden, als sie unter Bedachtnahme auf den Zweck der Bestandrechte der Verkehrssitte, dem Ortsgebrauch oder dem Herkommen entspricht. Unter diesem Gesichtspunkt kann die bei Beginn eines Bestandverhältnisses bestehende tatsächliche Übung, auch wenn sie ihren Niederschlag nicht in einer schriftlichen Hausordnung gefunden hat, von rechtlicher Bedeutung sein.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 551/79
    Entscheidungstext OGH 11.07.1979 3 Ob 551/79
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beisatz: Hier: Vertragliche Regelung über die Mitbenützung einer Badestelle. (T1)
  • 6 Ob 181/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 181/17m
  • 5 Ob 197/20m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2020 5 Ob 197/20m
    Beisatz: Hier: Abstellen eines Kinderwagens am Gang. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0020922

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19790711_OGH0002_0030OB00551_7900000_001

Rechtssatz für 5Ob607/84 6Ob517/85 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069454

Geschäftszahl

5Ob607/84; 6Ob517/85; 8Ob640/88; 3Ob1588/92; 6Ob88/05t; 6Ob203/05d; 6Ob230/05z; 7Ob31/06v; 5Ob144/08z; 7Ob174/08a; 10Ob18/11m; 4Ob83/15g; 10Ob2/16s; 1Ob189/17a; 7Ob108/17h; 4Ob157/18v; 8Ob22/19x; 10Ob88/18s; 5Ob79/20h; 5Ob162/20i

Entscheidungsdatum

11.12.1984

Norm

MRG §1 Abs1

Rechtssatz

Für eine analoge Anwendung der Kündigungsschutzbestimmungen des MRG auf ein Superädifikat, das seinem Charakter nach nicht auf Dauer errichtet wird, reicht die den Vertragszweck bildende Parteienabsicht einer (relativ) dauernden Nutzung zu Geschäftszwecken aus. Ein Bestandvertrag auf unbestimmte Dauer und Kündigungsverzicht des Vermieters auf fünfundzwanzig Jahre rechtfertigt den Analogieschluss.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Veröff: SZ 57/194 = RdW 1985,367
  • 6 Ob 517/85
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 6 Ob 517/85
    Vgl; Veröff: SZ 58/25 = MietSlg 37222(13)
  • 8 Ob 640/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1989 8 Ob 640/88
    Auch; Veröff: WoBl 1990,159 (Würth)
  • 3 Ob 1588/92
    Entscheidungstext OGH 27.08.1992 3 Ob 1588/92
    Auch
  • 6 Ob 88/05t
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 88/05t
    Vgl; Beisatz: Umfassende Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Meinung des jüngeren Schrifttums. (T1)
  • 6 Ob 203/05d
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 203/05d
    Vgl auch
  • 6 Ob 230/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 230/05z
    Beisatz: Geschäftsräumlichkeiten sind dreidimensional abgeschlossene, geschäftlichen Zwecken dienende Gebilde. Dass diese auch der Allgemeinheit zuhänglich sind, ist nicht erforderlich. (T2)
    Beisatz: Hier: Gasstation, die aus einem Messgebäude, einer Kontrollwarte und E-Gebäude besteht. (T3)
  • 7 Ob 31/06v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 31/06v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schirmbar. (T4)
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Tankstellenanlage. (T5)
  • 7 Ob 174/08a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 174/08a
    Auch
  • 10 Ob 18/11m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 18/11m
    Auch
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Vgl auch
  • 10 Ob 2/16s
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 Ob 2/16s
  • 1 Ob 189/17a
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 189/17a
  • 7 Ob 108/17h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 108/17h
    Auch
  • 4 Ob 157/18v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 157/18v
    Auch; Beisatz: Im Fall der Gleichstellung der Vermietung einer Grundfläche zwecks Errichtung eines Superädifikats zu Wohn- oder Geschäftszwecken mit der Raummiete nach § 1 MRG auch die Ausnahmereglungen des § 1 Abs 2– 4 MRG sinngemäß herangezogen werden. (T6)
  • 8 Ob 22/19x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 22/19x
    Auch
  • 10 Ob 88/18s
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 10 Ob 88/18s
    Vgl
  • 5 Ob 79/20h
    Entscheidungstext OGH 02.10.2020 5 Ob 79/20h
    Beis nur T6
  • 5 Ob 162/20i
    Entscheidungstext OGH 18.03.2021 5 Ob 162/20i
    Vgl; Beisatz: Hier: Analogie im Hinblick auf die Anwendbarkeit des KlGG verneint. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0069454

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19841211_OGH0002_0050OB00607_8400000_003

Rechtssatz für 7Ob513/86 7Ob511/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020405

Geschäftszahl

7Ob513/86; 7Ob511/91; 1Ob505/93; 10Ob504/96 (10Ob505/96); 2Ob5/97t; 5Ob153/98f; 7Ob298/98v; 1Ob315/98z; 1Ob104/99x; 8Ob58/99h; 5Ob102/01p; 2Ob136/01s; 5Ob211/01t; 2Ob230/02s; 6Ob182/04i; 6Ob214/05x; 5Ob189/06i; 5Ob144/08z; 7Ob6/09x; 3Ob135/11s; 9ObA49/12i; 6Ob202/12t; 1Ob8/13b; 1Ob198/13v; 5Ob209/13s; 7Ob30/14h; 2Ob98/14x; 4Ob83/15g; 5Ob213/15g; 5Ob34/16k; 5Ob227/16t; 8Ob28/18b

Entscheidungsdatum

20.02.1986

Norm

ABGB §914 IIId
ABGB §1092
MRG §30 Abs2 Z6 E
MRG §30 Abs2 Z7 E
MRG §31

Rechtssatz

Ob ein Bestandobjekt eine wirtschaftliche Einheit bildet (bilden soll) und daher als einheitlich anzusehen ist, beziehungsweise, ob mehrere in einem Vertrag in Bestand gegebene Sachen eine einheitliche Bestandsache bilden, hängt in erster Linie vom Parteiwillen bei Vertragsabschluss ab. Objektive Gemeinsamkeit (im Sinne gegenseitigen Erforderlichseins oder Nützlichseins) mehrerer in Bestand gegebener Sachen lässt (nur) einen Schluss auf die Parteienabsicht zu.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 513/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 513/86
    Veröff: MietSlg 38/10
  • 7 Ob 511/91
    Entscheidungstext OGH 28.02.1991 7 Ob 511/91
    Beisatz: Es kommt bei dieser Beurteilung auch nicht auf die für die Zubehörseigenschaft maßgebende Eigentümeridentität an. (T1) Veröff: WoBl 1992,30 = RZ 1993,99
  • 1 Ob 505/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 1 Ob 505/93
    Veröff: WoBl 1993,186 (Würth)
  • 10 Ob 504/96
    Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 Ob 504/96
    Auch; Beisatz: Ob mehrere in Bestand gegebene Objekte eine einheitliche Bestandsache bilden, ist teilweise eine Tat - und teilweise eine Rechtsfrage, deren Beantwortung in erster Linie vom Parteiwillen bei Vertragsabschluss abhängt. (T2)
  • 2 Ob 5/97t
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 2 Ob 5/97t
  • 5 Ob 153/98f
    Entscheidungstext OGH 15.09.1998 5 Ob 153/98f
    Vgl; Beisatz: Bei mehreren Mietverträgen über verschiedene Objekte ist nur dann von einem einheitlichen Mietverhältnis auszugehen, wenn der beiderseitige Parteiwille darauf gerichtet war (vgl MietSlg 38/10; WoBl 1992, 30/22). (T3)
  • 7 Ob 298/98v
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 7 Ob 298/98v
    Beisatz: Dies muss auch dann gelten, wenn mehrere Sachen in mehreren Verträgen in Bestand gegeben werden. (T4)
  • 1 Ob 315/98z
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 315/98z
    Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn mehrere Sachen in mehreren Verträgen in Bestand gegeben werden. Der gemeinsame Verwendungszweck der Bestandobjekte, die sukzessive Abschließung von Verträgen zu verschiedenen Zeitpunkten, die gesonderte Mietzinsvereinbarung stellen ebenso wie die Nichtberücksichtigung eines Objekts in einem schriftlichen Vertrag bloße Indizien für das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer einheitlichen Bestandsache dar. (T5)
  • 1 Ob 104/99x
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 104/99x
    Vgl; Beisatz: Nur im Zusammenhang mit Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 9 oder Z 12 MRG ist eine Änderung des bisher gehandhabten Betriebskostenschlüssels, die schriftliche Zustimmung der Mieter nach § 17 Abs 1 MRG und die Frage relevant, ob bei der Verteilung der "Gesamtkosten" im Sinn des § 17 MRG eine (wirtschaftliche) Trennung mehrerer auf einer Liegenschaft befindlichen Objekte gerechtfertigt ist. (T6)
  • 8 Ob 58/99h
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 Ob 58/99h
    Vgl; Beisatz: Die Lösung der Frage, ob mehrere in Bestand gegebene Objekte eine einheitliche Bestandsache bilden hängt stets von den Umständen des Einzelfalls ab. (T7)
  • 5 Ob 102/01p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 102/01p
    nur: Ob mehrere in einem Vertrag in Bestand gegebene Sachen eine einheitliche Bestandsache bilden, hängt vom Parteiwillen bei Vertragsabschluss ab. Objektive Gemeinsamkeit (im Sinne gegenseitigen Erforderlichseins oder Nützlichseins) mehrerer in Bestand gegebener Sachen lässt (nur) einen Schluss auf die Parteienabsicht zu. (T8)
    Beisatz: Das gegenseitige Erforderlichsein oder Nützlichsein mehrerer Objekte, etwa die Verbindung einer Gastwirtschaft mit einer Wohnung im selben Haus, stellt eine objektive Gemeinsamkeit dar, die den (allerdings widerleglichen) Schluss auf die Parteienabsicht zulässt. (T9)
    Beisatz: Hier: Es wurden in einem Bestandvertrag miteinander in Verbindung stehende Verkaufsräume, Lagerräume und Nebenräume zu einem einheitlichen Mietzins in Bestand gegeben, wobei auch die gegenseitige Nützlichkeit, nämlich von Verkaufsräumen und Lagerräumen sowie Büroräumen und Sozialräumen außer Frage steht. (T10)
  • 2 Ob 136/01s
    Entscheidungstext OGH 07.06.2001 2 Ob 136/01s
    Beisatz: Auch Eigentümer verschiedener Bestandobjekte können aus Anlass der Vermietung dieser Objekte an ein und denselben Bestandnehmer zum Ausdruck bringen, dass sie einen einheitlichen Mietvertrag mit der Wirkung abschließen wollen, dass sich der besondere Kündigungsschutz für den Hauptgegenstand des Bestandvertrages auch auf dessen Nebengegenstand erstreckt. (T11)
  • 5 Ob 211/01t
    Entscheidungstext OGH 09.10.2001 5 Ob 211/01t
    Auch; nur T8; Beisatz: Der gemeinsame Verwendungszweck der Bestandobjekte indiziert das Vorliegen einer einheitlichen Bestandsache; wenn jedoch die Mietverträge zu verschiedenen Zeitpunkten sukzessive abgeschlossen wurden, für die einzelnen Bestandobjekte ein gesonderter Mietzins vereinbart und vorgeschrieben wurde und in den Verträgen nicht festgehalten wurde, dass die neu hinzugemieteten Bestandobjekte eine Einheit mit den bereits angemieteten Teilen bilden sollen, kann mangels Feststellung eines diesbezüglich übereinstimmenden subjektiven Parteiwillens nicht von einem einheitlichen Bestandobjekt ausgegangen werden. (T12)
  • 2 Ob 230/02s
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 2 Ob 230/02s
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 182/04i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 182/04i
    Beis wie T9
  • 6 Ob 214/05x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 214/05x
    Beis wie T12
  • 5 Ob 189/06i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 189/06i
    Beis wie T2; Beis wie T7
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    nur T8; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T9; Beis ähnlich wie T12
  • 7 Ob 6/09x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 6/09x
  • 3 Ob 135/11s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 135/11s
    Beis wie T12 nur: Wenn jedoch die Mietverträge zu verschiedenen Zeitpunkten sukzessive abgeschlossen wurden, für die einzelnen Bestandobjekte ein gesonderter Mietzins vereinbart und vorgeschrieben wurde und in den Verträgen nicht festgehalten wurde, dass die neu hinzugemieteten Bestandobjekte eine Einheit mit den bereits angemieteten Teilen bilden sollen, kann mangels Feststellung eines diesbezüglich übereinstimmenden subjektiven Parteiwillens nicht von einem einheitlichen Bestandobjekt ausgegangen werden. (T13)
    Beis wie T7
  • 9 ObA 49/12i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 ObA 49/12i
    Auch; Beis wie T12
  • 6 Ob 202/12t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 202/12t
    Beis wie T12; Beis wie T7
  • 1 Ob 8/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 8/13b
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T12
  • 1 Ob 198/13v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 198/13v
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T12
  • 5 Ob 209/13s
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 209/13s
    Auch
  • 7 Ob 30/14h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 30/14h
    Auch
  • 2 Ob 98/14x
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 98/14x
    Vgl
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T12
  • 5 Ob 213/15g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 213/15g
    Auch
  • 5 Ob 34/16k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 5 Ob 34/16k
    Auch
  • 5 Ob 227/16t
    Entscheidungstext OGH 23.01.2017 5 Ob 227/16t
    Beis wie T2; Beis wie T12
  • 8 Ob 28/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 28/18b
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0020405

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19860220_OGH0002_0070OB00513_8600000_001

Rechtssatz für 8Ob629/91 5Ob189/06i 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014368

Geschäftszahl

8Ob629/91; 5Ob189/06i; 5Ob144/08z; 3Ob135/11s; 1Ob8/13b; 1Ob198/13v; 7Ob30/14h; 9Ob66/14t; 4Ob83/15g; 5Ob34/16k; 8Ob28/18b

Entscheidungsdatum

31.10.1991

Norm

ABGB §863 FI
ABGB §914 IIId

Rechtssatz

Ob ein Bestandobjekt eine wirtschaftliche Einheit bilden soll und daher als einheitlich anzusehen ist, bzw. ob mehrere in einem Vertrag in Bestand gegebene Sachen eine einheitliche Bestandsache bilden, hängt in erster Linie vom Parteiwillen ab. Objektive Gemeinsamkeit = Zusammenlegung aller Bestandobjekte zu einer Ehewohnung lässt einen Schluss auf die Parteiabsicht zu.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 629/91
    Entscheidungstext OGH 31.10.1991 8 Ob 629/91
  • 5 Ob 189/06i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 189/06i
  • 5 Ob 144/08z
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 144/08z
    Vgl; Beisatz: Auch wenn mehrere Bestandobjekte in mehreren Verträgen in Bestand gegeben wurden, ist diese Frage in erster Linie nach dem Parteiwillen beim Vertragsabschluss zu beurteilen. (T1)
    Beisatz: Objektive Gemeinsamkeit (im Sinn gegenseitigen Erforderlichseins oder Nützlichseins), die sukzessive Abschließung von Verträgen zu verschiedenen Zeitpunkten, die gesonderte Mietzinsvereinbarung, aber auch der Umstand, dass in den Verträgen nicht festgehalten wurde, das neu hinzugemietete Bestandobjekt solle eine Einheit mit den bereits angemieteten Teilen bilden, stellen bloße Indizien für das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer einheitlichen Bestandsache dar. (T2)
    Beisatz: Überhaupt stellt die Lösung der Frage, ob mehrere in Bestand gegebene Objekte eine einheitliche Bestandsache bilden, wegen der Einzelfallbezogenheit keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO dar. (T3)
  • 3 Ob 135/11s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 135/11s
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 8/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 8/13b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 198/13v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 198/13v
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 30/14h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 30/14h
    Auch
  • 9 Ob 66/14t
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 Ob 66/14t
    Auch; nur: Ob mehrere in einem Vertrag in Bestand gegebene Sachen eine einheitliche Bestandsache bilden, hängt vom Parteiwillen ab. (T4)
    Beisatz: Nichts anderes kann gelten, wenn von vornherein nur eine einzige Sache in Bestand gegeben wurde, die nachträglich real geteilt wird. (T5)
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch
  • 5 Ob 34/16k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 5 Ob 34/16k
    Auch
  • 8 Ob 28/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 28/18b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0014368

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19911031_OGH0002_0080OB00629_9100000_001

Rechtssatz für 1Ob620/93 1Ob512/93 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021208

Geschäftszahl

1Ob620/93; 1Ob512/93; 1Ob344/99s; 5Ob90/01y; 5Ob102/01p; 6Ob66/05g; 2Ob228/06b; 10Ob26/08h; 4Ob83/15g; 7Ob34/19d

Entscheidungsdatum

17.11.1993

Norm

ABGB §1120 Aa

Rechtssatz

§ 1120 ABGB sieht - bei Rechtsbesitz des Bestandnehmers und Einzelrechtsnachfolge auf der Bestandgeberseite - eine vom Willen der Beteiligten unabhängige, kraft Gesetzes wirksam werdende Übernahme des Bestandvertrages durch den Erwerber des Bestandgegenstands vor, sofern ihm diesen deren (bisheriger) Eigentümer veräußert und bereits übergeben hat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 620/93
    Entscheidungstext OGH 17.11.1993 1 Ob 620/93
  • 1 Ob 512/93
    Entscheidungstext OGH 17.11.1993 1 Ob 512/93
  • 1 Ob 344/99s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 344/99s
    Veröff: SZ 73/102
  • 5 Ob 90/01y
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 5 Ob 90/01y
    nur: § 1120 ABGB sieht - bei Einzelrechtsnachfolge auf der Bestandgeberseite - eine vom Willen der Beteiligten unabhängige, kraft Gesetzes wirksam werdende Übernahme des Bestandvertrages durch den Erwerber des Bestandgegenstands vor. (T1)
    Beisatz: § 1120 ABGB und als dessen besondere Ausformung § 2 Abs 1 MRG. (T2)
  • 5 Ob 102/01p
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 102/01p
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 66/05g
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 66/05g
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 228/06b
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 228/06b
    Auch
  • 10 Ob 26/08h
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 10 Ob 26/08h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
  • 7 Ob 34/19d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 34/19d
    Auch; Beisatz: Hier: Hälfteeigentümer wird Alleineigentümer. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0021208

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19931117_OGH0002_0010OB00620_9300000_002

Rechtssatz für 6Ob1505/94 9Ob66/14t 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020886

Geschäftszahl

6Ob1505/94; 9Ob66/14t; 4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

03.02.1994

Norm

ABGB §1116 A
MRG §31

Rechtssatz

Eine Teilkündigung, bei der Teile des Bestandverhältnisses aufrechterhalten werden sollen, ist eine Abänderung des Bestandvertrages, die grundsätzlich nicht durch einseitige Willenserklärung bewirkt werden kann. Sie ist daher - abgesehen von einer ausdrücklichen Einräumung im Vertrag - nur auf Grund spezieller Kündigungsvorschriften (§ 31 MRG) zulässig; eine ausdehnende Auslegung ist ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 1505/94
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 6 Ob 1505/94
  • 9 Ob 66/14t
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 Ob 66/14t
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0020886

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19940203_OGH0002_0060OB01505_9400000_001

Rechtssatz für 6Ob80/98b 6Ob209/00d 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112360

Geschäftszahl

6Ob80/98b; 6Ob209/00d; 9Ob2/06v; 10Ob85/07h; 8Ob66/09b; 1Ob92/10a; 4Ob99/12f; 7Ob176/13b; 6Ob70/14h; 4Ob83/15g; 1Ob210/15m; 1Ob226/16s

Entscheidungsdatum

10.09.1998

Norm

ABGB §523 Cb
ZPO §228 B5

Rechtssatz

Gegen den benachbarten Grundeigentümer kann mit der actio negatoria vorgegangen und die Feststellung begehrt werden, dass die behauptete Servitut nicht bestehe. Eine solche Feststellungsklage bedarf nicht der Behauptung eines Feststellungsinteresses. Die Feststellungsklage des Eigentumsfreiheitsklägers gegen den Grundeigentümer ist auch dann zulässig, wenn gegen diesen schon Leistungsansprüche auf Unterlassung möglich sind. Hingegen ist bei der Klage gegen den störenden Nichteigentümer nur eine negative Feststellungsklage unter den Voraussetzungen des § 228 ZPO möglich.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 80/98b
  • 6 Ob 209/00d
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 209/00d
    Auch; Beisatz: Gegen den störenden Nichteigentümer ist im Regelfall eine Leistungsklage (Unterlassungsklage) möglich, bei der als Vorfrage zu klären ist, ob die Servitut, von welcher der Störer seine Berechtigung ableitet, zu Recht besteht. Diese Vorfrage kann nur in Ausnahmefällen und bei Vorliegen besonderer Umstände ein Feststellungsinteresse begründen. (T1)
  • 9 Ob 2/06v
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 Ob 2/06v
    Auch; Beisatz: Die Feststellungsklage des Eigentumsfreiheitsklägers gegen den störenden Grundeigentümer ist auch dann zulässig, wenn gegen diesen auch ein denselben Gegenstand betreffender Unterlassungsanspruch möglich und sogar geltend gemacht ist (6 Ob 80/98b; ausdrücklich aufrecht erhalten in 6 Ob 209/00d, wo eine Differenzierung nur hinsichtlich des störenden Nichteigentümers vorgenommen wurde). (T2)
  • 10 Ob 85/07h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 Ob 85/07h
    Auch; Beisatz: Gegen den störenden Nichteigentümer ist im Regelfall eine Leistungsklage (Unterlassungsklage) möglich. Die im Verfahren über die Leistungsklage zu beurteilende Vorfrage des Bestehens einer Berechtigung zum Eingriff in das fremde Recht kann aber nur in Ausnahmefällen und bei Vorliegen besonderer Umstände ein Feststellungsinteresse begründen, etwa dann, wenn mit der Feststellung eine zwischen den Prozessparteien strittige Rechtslage über den Anlassfall hinaus abschließend geklärt werden müsste. (T3)
  • 8 Ob 66/09b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 8 Ob 66/09b
    Vgl auch
  • 1 Ob 92/10a
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 92/10a
  • 4 Ob 99/12f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 99/12f
    Vgl auch; Beisatz: Maßt sich der Störer keine Dienstbarkeit an, ist für einen gesonderten Feststellungsanspruch ein rechtliches Interesse erforderlich, das über jenes der Durchsetzung des Unterlassungsanspruchs hinausgeht. (T4)
  • 7 Ob 176/13b
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 176/13b
    Auch; Beisatz: Die Rechtsprechung lässt gegen den Eigentümer der (angeblich) herrschenden Liegenschaft eine Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer angemaßten Dienstbarkeit zu, ohne dass dafür ein (besonderes) rechtliches Interesse erforderlich wäre. Hingegen ist gegen einen anderen Störer eine negative Feststellungsklage nur unter den Voraussetzungen des § 228 ZPO möglich. (T5)
  • 6 Ob 70/14h
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 70/14h
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 83/15g
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 83/15g
    Auch
  • 1 Ob 210/15m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 210/15m
  • 1 Ob 226/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 226/16s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0112360

Im RIS seit

10.10.1998

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19980910_OGH0002_0060OB00080_98B0000_002

Entscheidungstext 4Ob83/15g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

OIZ 2015,25/Heft 09 = wobl 2015,322/134 (Hausmann) - wobl 2015/134 (Hausmann) = ecolex 2015/357 S 849 - ecolex 2015,849 = JBl 2016,101 (Holzner) = Hausmann, JBl 2016,273 = immolex 2016/51 S 193 (Ruckenbauer) - immolex 2016,193 (Ruckenbauer) = MietSlg 67.124 = MietSlg 67.148 = MietSlg 67.175 = MietSlg 67.639 = MietSlg LXVII/5

Geschäftszahl

4Ob83/15g

Entscheidungsdatum

19.05.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Vogel als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Jensik, Dr. Musger, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Rassi als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei I***** F*****, vertreten durch Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte GmbH in Wien, gegen die beklagte Partei A***** K*****, vertreten durch Mag. Wolfgang Kleinhappel, Rechtsanwalt in Wien, wegen Feststellung (Streitwert 7.750 EUR) und Unterlassung (Streitwert 7.750 EUR), über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien vom 19. Februar 2015, GZ 14 R 9/15v-23, mit dem das Urteil des Landesgerichts Wiener Neustadt vom 30. Oktober 2014, GZ 28 Cg 22/13z-19, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird dahin abgeändert, dass das Urteil des Erstgerichts wiederhergestellt wird.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 1.359,06 EUR (darin 226,51 EUR USt) bestimmten Kosten der Berufungsbeantwortung sowie die mit 2.340,84 EUR (darin 163,14 EUR USt und 1.362 EUR Pauschalgebühr) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Stadtgemeinde E***** (im Folgenden: Gemeinde) gab in den 1970iger Jahren im Zusammenhang mit der Errichtung eines Erholungszentrums im Bereich des H***** Sees Grundstücke in Bestand, wobei den Bestandnehmern auch das Recht eingeräumt wurde, einen Bungalow zu errichten. Später wurden solche Grundstücke von der Gemeinde auch verkauft. Die Parzellen befanden sich einerseits direkt am Seeufer. Für die Eigentümer und Bestandnehmer der Grundstücke ohne unmittelbaren Seezugang (zB Parzellen 61 und 62) wurden gemeinsame Badeplätze errichtet.

Der Beklagte ist aufgrund eines auf 50 Jahre befristeten „Pachtvertrags“ mit der Gemeinde seit 1981 Bestandnehmer („Pächter“) der Grundstücksparzelle 62. Der Vertrag kann von der Gemeinde bei einem qualifizierten Zahlungsrückstand oder Insolvenz des Bestandnehmers und auch dann vorzeitig aufgelöst werden, wenn der Bestandnehmer einen erheblich nachteiligen Gebrauch von der Bestandsache macht oder die Vertragsbedingungen verletzt. Dem Beklagten stand und steht auch ein Mitbenützungsrecht an den zwölf Gemeinschaftsbadestellen zu, darunter auch an der streitgegenständlichen Badestelle 1. Von der Gemeinde gibt es keine Vorgaben, dass Bestandnehmer und Eigentümer jeweils nur an der ihrem Grundstück am nächsten gelegenen Badestelle baden dürften. Es etablierte sich aber, dass man an einer bestimmten - üblicherweise aber nicht immer zwingend der nächstgelegenen - Badestelle badete. Der Beklagte und seine Familie nutzen die vermietete Liegenschaft mit einem Sommerhäuschen zu Erholungszwecken. Zum Baden und Bootfahren wird von ihnen ausschließlich die Badestelle 1 genutzt.

Der Beklagte und andere Anrainer stellten 1981 mit Zustimmung des Bürgermeisters der Gemeinde in ihrer Freizeit und auf ihre Kosten über die nahezu gesamte Uferstrecke der Badestelle 1 eine Uferbefestigung mittels Betonmauern her, errichteten ins Wasser führende Stiegen bzw einen Steg und schütteten Schotter auf. Von der Gemeinde wurden die Badeplätze gewartet.

Der Ehemann der Klägerin erwarb ca 2003 die Parzelle 61. Nach einigen Jahren interessierte sich die Klägerin bei der Gemeinde für den Erwerb der Badestelle 1, wobei sie den dortigen Badebetrieb kannte und auch wahrnahm, dass Boote angehängt waren. Ein Verkauf der gesamten Badestelle scheiterte am Protest der in einem Seeverein organisierten Anrainer.

In weiterer Folge teilte die Gemeinde als Kompromiss den Badeplatz und verkaufte am 12. 8. 2011 ein abgeschriebenes Teilstück im Ausmaß von 782 m² an die Klägerin (= EZ 375 KG *****), während die verbleibende Liegenschaft (= EZ 17 KG *****) mit einem Ausmaß von 339 m² den Anrainern weiterhin als Badestelle 1 zur Verfügung steht. Der verkaufte Teil umfasst auch jenen Bereich des Ufers, an dem mehrere Boote befestigt werden können. Um die Boote zu erreichen, muss man nun über die Liegenschaft der Klägerin gehen oder durch den See waten oder schwimmen. Ein Anhängen der Boote im als gemeinschaftlichen Badeplatz verbleibenden Bereich hätte eine Behinderung oder Gefährdung der Badenden zur Folge. Der nach der Teilung verbleibende Rest der Badestelle 1 weist von der Straße kommend eine Breite von ca sechs Metern auf, nach 22 Metern öffnet sich ein Trichter, der im Bereich eines Ufers eine Breite von ca zwölf Meter aufweist. Insgesamt nutzen ca 18 Familien den Badeplatz regelmäßig, wobei junge Familien in der Regel länger am Badeplatz verbleiben und auch auf der Wiese spielen; an einem durchschnittlichen Badetag halten sich 10 bis 15 Leute gleichzeitig dort auf, die Verhältnisse sind dann beengt.

Der Beklagte nützte die 561 m² große, seiner Parzelle näher gelegene Badestelle 2 nicht. Er erachtete diese als wenig attraktiv, weil sie kleiner als die (ursprüngliche) Badestelle 1 ist. Bei der Badestelle 2 besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Boote zu befestigen. Auch die übrigen Badeplätze nutzte der Beklagte nicht.

Das Bezirksgericht Wiener Neustadt gab mit Endbeschluss vom 13. 6. 2013 zu 8 C 1060/11x einer Besitzstörungsklage des Beklagten vom 23. 11. 2011 gegen die Klägerin statt. Diese Klage richtete sich gegen die räumliche Abtrennung der EZ 375 vom übrigen Teil der Badestelle durch die Errichtung eines Zauns.

Die Klägerin begehrt die Feststellung (Punkt 1), dass der Beklagte ihr gegenüber hinsichtlich der von ihr erworbenen Liegenschaft EZ 375 nicht berechtigt sei, a) sich die Dienstbarkeit des Baderechts oder b) ein aus seinem Pachtvertrag mit der Gemeinde E***** abgeleitetes obligatorisches Recht des Badens dadurch anzumaßen, dass er dieses Grundstück betritt, befährt oder auf sonstige Art benützt. Weiters stellt sie ein Unterlassungsbegehren (Punkt 2) dahin, dass der Beklagte jede der in Punkt 1 genannten Anmaßungs- und Störungshandlungen sowie jede ähnliche derartige Handlung zu unterlassen habe.

Der Klägerin sei von der Gemeinde Lastenfreiheit des Grundstücks zugesagt worden. Der Beklagte behaupte und beanspruche nun ein Recht auf uneingeschränkte Benützung der gesamten ursprünglichen Fläche des Badeplatzes. Er verfüge aber gegenüber der Klägerin über keinen rechtlichen Titel für eine Benützung ihrer Liegenschaft. Auch nach dem Verkauf des Grundstücks habe der Beklagte einen Seezugang an gleicher Stelle und darüber hinaus noch elf weitere Badeplätze zur Verfügung, von denen ein sehr schöner und adäquater Badeplatz näher zu seiner Parzelle liege als die Badestelle 1.

Während des erstinstanzlichen Verfahrens sprach die Klägerin mit in der Tagsatzung vom 11. 2. 2014 vorgetragenem Schriftsatz vom 4. 11. 2013 die Kündigung eines allfälligen Bestandvertrags hinsichtlich der Badestelle 1 zum 31. 3. 2014 aus. Zusätzlich erklärte sie mit eingeschriebenem Brief vom 26. 3. 2014 die Kündigung zum 30. 6. 2014.

Der Beklagte wandte ein, dass das Ausmaß und die Lage der Badestelle 1 für ihn mitentscheidend gewesen sei, die Parzelle 62 in Bestand zu nehmen. Er, seine Familie und zumindest zwölf andere Anrainer (samt Familie) hätten den Badeplatz seit mehr als 30 Jahren uneingeschränkt zu Erholungszwecken genützt, was die Gemeinde hingenommen habe und woran die Klägerin als deren Rechtsnachfolgerin gebunden sei. Durch Abschluss des Bestandvertrags mit der Gemeinde seien die Benützungsrechte am Badeplatz zumindest schlüssiger Teil dieses Vertrags geworden. Aufgrund der Einheitlichkeit des Pachtvertrags sei eine Teilkündigung rechtlich nicht zulässig.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Ausgehend vom eingangs zusammengefassten Sachverhalt verneinte es die Einräumung einer Servitut an der Badestelle. Die Nutzung des Badeplatzes und die Duldung der vom Beklagten dort getätigten Investitionen seien im Zusammenhang mit der Eigenschaft des Beklagten als Bestandnehmer erfolgt. Die Gemeinde habe dem Beklagten damit aber kein dingliches und vom Bestandvertrag unabhängiges Nutzungsrecht eingeräumt. Die Berechtigung des Beklagten, den (gesamten) Badeplatz zu nutzen, ergebe sich aus seiner Stellung als Bestandnehmer. Diesbezüglich liege im Zweifel kein Prekarium vor. Vielmehr sei der Beklagte aufgrund des Mietvertrags zur Nutzung berechtigt. Durch die Veräußerung der Liegenschaft sei die Klägerin hinsichtlich der Badestelle aufgrund § 1120 ABGB nunmehr die Vermieterin. Eine vorzeitige Kündigung des befristeten Bestandvertrags durch die Klägerin sei mangels eines wichtigen Grundes und auch deshalb nicht möglich, weil der Beklagte sowohl die Parzelle 62 als auch die Mitbenützungsrechte an der Badestelle als Einheit gemietet habe und die Klägerin nur hinsichtlich der Badestelle Eigentümerin sei. Das Benützungsrecht am Badeplatz sei ein Nebenrecht des Bestandvertrags, auf das der Verkauf einer Teilfläche an die Klägerin keinen Einfluss habe. Zudem sei die Kündigung verspätet.

Das Berufungsgericht änderte diese Entscheidung im Sinne einer Stattgebung des Klagebegehrens ab und sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands insgesamt 30.000 EUR übersteigt und die ordentliche Revision zulässig sei.

In Übereinstimmung mit der Beurteilung durch das Erstgericht vertrat es die Ansicht, dem Beklagten sei von der Gemeinde kein sachenrechtliches Gebrauchsrecht an der Badestelle eingeräumt worden. Das Erstgericht habe aber zu Unrecht eine Ausdehnung des Bestandrechts auf die streitverfangene Badestelle angenommen. Es liege keine Mitvermietung des Badeplatzes vor, vielmehr habe der Beklagte nur ein Mitbenützungsrecht in Gemeinschaft mit allen anderen Bestandnehmern und Eigentümern, weil der Badeplatz als allgemeiner Teil der Gesamtanlage (Erholungszentrum) gewidmet sei. § 1120 ABGB setze aber voraus, dass der Bestandgegenstand veräußert werde. Das sei hier nicht der Fall, weil die Klägerin nur ein Teilstück des allgemeinen Teils der Gesamtanlage gekauft habe, sodass § 1120 ABGB und auch § 2 Abs 1 Satz 4 MRG nicht anzuwenden seien. Die Klägerin sei daher nicht in den Bestandvertrag mit dem Beklagten eingetreten, weshalb der Beklagte ihr gegenüber kein Benützungsrecht am erworbenen Grundstück habe.

Die ordentliche Revision sei zulässig, weil keine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Rechtsfrage bestehe, ob der Erwerber eines Grundstücks auch dann nach § 1120 ABGB in den Bestandvertrag eintrete, wenn sich auf dem von ihm erworbenen Grundstück nur allgemeine Teile der vom Veräußerer in Bestand gegebenen Liegenschaft befinden.

Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision des Beklagten mit dem Antrag, das angefochtene Urteil im Sinne einer Abweisung des Klagebegehrens abzuändern; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt. Die Klägerin sei als Rechtsnachfolgerin der Gemeinde an sein bislang unstrittig bestehendes Benützungsrecht gebunden. Das Berufungsgericht habe auch das Bestehen einer offenkundigen Personalservitut unzutreffend verneint.

Die Klägerin beantragt in ihrer Revisionsbeantwortung, dem Rechtsmittel nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist aus dem vom Berufungsgericht angeführten Grund zulässig; sie ist auch berechtigt.

1. Ein Pachtverhältnis zwischen der Gemeinde und dem Beklagten liegt ungeachtet der im Vertrag gewählten Bezeichnung als „Pachtvertrag“ nicht vor. Die Vorinstanzen haben den Bestandvertrag zutreffend als Miete beurteilt, weil sich das in Bestand gegebene Grundstück ohne weitere Bearbeitung gebrauchen lässt. Auch die Errichtung einer Baulichkeit auf der Bestandfläche für Wohn- oder Erholungszwecke entspricht nicht der einen Pachtvertrag über ein Grundstück kennzeichnenden Bearbeitung und Aufwendung von Fleiß und Mühe im Sinne des § 1091 ABGB (Bydlinski, Superädifikate und Kündigungsschutz, JBl 1984, 241 ff; 6 Ob 517/85 = SZ 58/25; 6 Ob 559/90; RIS-Justiz RS0020338 [T9]).

2. Es muss nicht geklärt werden, ob der Mietvertrag des Beklagten dem MRG (bzw dem MG) unterliegt (vgl RIS-Justiz RS0069454; RS0066975 [insb T3], aber auch § 1 Abs 2 Z 4 MRG), weil sich der Beklagte bereits nach dem ABGB gegenüber der Klägerin auf sein Mitbenützungsrecht an der (gesamten) Badestelle 1 berufen kann.

3. Gestattet ein Bestandgeber einem Bestandnehmer die Benützung (oder Mitbenützung) weiterer Räume oder Flächen, führt dies nach der herrschenden Ansicht zu einer konkludenten Ausdehnung des Gebrauchsrechts des Bestandnehmers aus dem Bestandvertrag; und zwar selbst ohne Entrichtung eines zusätzlichen Entgelts, wobei ein Prekarium nicht vermutet wird (RIS-Justiz RS0014302; RS0014305; RS0019200).

4. Die Vorinstanzen sind übereinstimmend und auch zu Recht von einem aus dem Mietverhältnis zur Gemeinde sich ergebenden Nutzungsrecht des Beklagten an der Badestelle ausgegangen. Bei einem derartigen Recht handelt es sich um kein ausschließliches, sondern um ein durch die Mitbenützung anderer Hausbewohner eingeschränktes Recht (Pesek in Schwimann/Kodek4 § 1098 ABGB Rz 32; 6 Ob 35/62 = MietSlg 9426; 5 Ob 61/09w). Durch das Recht auf Mitbenützung allgemeiner Flächen werden diese daher auch nicht zum eigentlichen Bestandobjekt des Mieters, setzt doch eine Mitvermietung die Einräumung ausschließlicher Benützungsrechte voraus, die von bloßen Mitbenützungsrechten allgemeiner Teile zu unterscheiden sind (5 Ob 61/09w; 5 Ob 137/14d). Dessen ungeachtet darf der Bestandgeber dem Bestandnehmer die Mitbenützung eines allgemeinen Teils der Liegenschaft nicht einseitig entziehen (3 Ob 551/79; 7 Ob 631/87; 7 Ob 215/06b; RIS-Justiz RS0020548; RS0020922; Pesek in Schwimann/Kodek4 § 1098 ABGB Rz 3; Würth in Rummel3 § 1098 ABGB Rz 8).

5.1 § 1120 ABGB sieht - bei Rechtsbesitz des Bestandnehmers und Einzelrechtsnachfolge auf der Bestandgeberseite - eine vom Willen der Beteiligten unabhängige, kraft Gesetzes wirksam werdende Übernahme des Bestandvertrags durch den Erwerber des Bestandgegenstands vor. Voraussetzung ist die Veräußerung und die Übergabe durch den bisherigen Eigentümer (RIS-Justiz RS0021208; vgl auch 5 Ob 102/01p).

5.2 Erwirbt ein Dritter das Bestandobjekt, tritt dieser somit nach § 1120 ABGB in das Bestandverhältnis auf Seiten des (verkaufenden) Vermieters ein. Das hat zur Folge, dass der Käufer als Rechtsnachfolger auch an Mitbenützungsrechte des Bestandnehmers an allgemeinen Teilen gebunden ist (RIS-Justiz RS0014425; vgl für ein ausschließliches Benützungsrecht: 5 Ob 61/08v).

5.3 Davon zu unterscheiden ist die hier zu prüfende Frage, ob ein Erwerber eines von einem derartigen Nutzungsrecht betroffenen allgemeinen Teils der Liegenschaft die Verpflichtung des Vermieters übernimmt und daran gebunden ist.

5.4 Wird nur ein realer Teils des Objekts veräußert, in dem ein Bestandgegenstand liegt, kommt es grundsätzlich zu einer Personenmehrheit auf Bestandgeberseite (5 Ob 102/01p). Dabei ist zu unterscheiden, ob die Bestandsache unteilbar ist oder nicht. Bei einem einheitlichen, unteilbaren Bestandgegenstand stehen Veräußerer und Erwerber in einer analog nach §§ 825 ff ABGB zu beurteilenden Rechtsgemeinschaft (2 Ob 209/55 = SZ 28/141; 3 Ob 224/60 = MietSlg 7940; 5 Ob 102/01p; 9 Ob 66/14t; RIS-Justiz RS0015527 [insb T2, T4]). Sofern der Erwerber aber Eigentümer eines abgesondert benützbaren körperlichen Teils der Bestandsache wird, erstreckt sich die Rechtsnachfolge nur auf diesen Teil (3 Ob 224/60; RIS-Justiz RS0026191); der Veräußerer bleibt (alleiniger) Bestandgeber des nicht veräußerten Teils.

5.5 Ob mehrere in einem Vertrag in Bestand gegebene Sachen eine einheitliche Bestandsache bilden (einheitlicher Bestandvertrag), hängt in erster Linie entscheidend vom Parteiwillen (§ 914 ABGB) ab (RIS-Justiz RS0020405; RS0014368; Iro in KBB4 §§ 1092-1094 Rz 5; Pesek in Schwimann/Kodek4 § 1093 ABGB Rz 10 und 14 mwN; Wolf, Das einheitliche Bestandverhältnis, wobl 2011, 420; Würth in Rummel3 §§ 1092 bis 1094 ABGB Rz 15). Objektive Gemeinsamkeit (im Sinn gegenseitigen Erforderlichseins oder Nützlichseins), die sukzessive Abschließung von Verträgen zu verschiedenen Zeitpunkten, die gesonderte Mietzinsvereinbarung, aber auch der Umstand, dass in den Verträgen nicht festgehalten wurde, das neu hinzugemietete Bestandobjekt solle eine Einheit mit den bereits angemieteten Teilen bilden, sind Indizien für das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer einheitlichen Bestandsache (RIS-Justiz RS0020405 [T4, T5 und T12]; RS0014368; RS0020298 [T2]; 5 Ob 102/01p mwN). Die zentrale Bedeutung des Parteiwillens ist auch dann für die Beurteilung entscheidend, ob eine „Nebensache“ ein einheitliches Schicksal mit der Hauptsache hat oder der Bestand des einen Mietvertrags von dem des anderen unabhängig sein soll (7 Ob 567/95).

5.6 In der hier zu prüfenden Konstellation ist der freie Zugang zum See für den Beklagten (als Mieter abseits des Seeufers) von essentieller Bedeutung und lag auch dem Geschäftsmodell des Erholungszentrums zugrunde. Dem Beklagten wurde die Parzelle mit dem Recht auf Mitbenützung der Badestelle zu einem einheitlichen Mietzins in Bestand gegeben, wobei die gegenseitige Nützlichkeit beider Liegenschaften zum Zweck der Erholung am See außer Frage steht. Sowohl eine isolierte Benützbarkeit der Parzelle 62 als auch die bloße Mitbenützung einer Badestelle ohne Inbestandnahme einer Parzelle liefe dem Erholungszweck einer Freizeitanlage am See weitgehend zuwider (vgl Wolf, wobl 2011, 423). Die Parteiabsicht für ein einheitliches Mietverhältnis kommt auch durch den Umstand zum Ausdruck, dass die Mitbenützung der Badestelle vom aufrechten Bestandvertrag über die Parzelle 62 abhängt (7 Ob 298/98v).

5.7 Bei dieser Sachlage besteht unter Berücksichtigung des aus den Feststellungen abzuleitenden Parteiwillens kein Zweifel am Vorliegen eines einheitlichen Bestandvertrags an der Parzelle 62 und der gegenständlichen Badestelle. Daraus folgt im Weiteren, dass es durch die Veräußerung eines Teils der Badestelle 1 an die Klägerin zu einer Einzelrechtsnachfolge dergestalt kam, dass die Klägerin nunmehr mit der Gemeinde zusammen als Bestandgeberin eine Rechtsgemeinschaft im Sinn der §§ 825 ff ABGB (analog) bildet (5 Ob 102/01p; 9 Ob 66/14t uva). Die Klägerin ist somit als Erwerberin eines Teils der Badestelle 1 gemäß § 1120 ABGB in das Mietvertragsverhältnis eingetreten (5 Ob 102/01p).

5.8 Gegen die Anwendung des § 1120 ABGB spricht auch nicht der Umstand, dass die veräußerte Liegenschaft „nur“ zu den allgemeinen Flächen der Liegenschaft gehört, an der ein Mitbenützungsrecht der Mieter besteht.

Aufgrund der Einheitlichkeit des Bestandvertrags ist der Badeplatz auch Teil des Bestandstücks im Sinne des § 1120 ABGB. Die in dieser Norm zum Ausdruck gebrachte Wertung, dass die Rechtslage des Bestandnehmers durch die Zufälligkeit des Hausverkaufs grundsätzlich nicht verschlechtert werden darf (1 Ob 619/57 = MietSlg 5623), gilt auch für die aus dem Bestandvertrag sich ergebenden Mitbenützungsrechte an allgemeinen Liegenschaftsteilen.

Bereits zu 3 Ob 224/60 hielt der Oberste Gerichtshof fest, dass der Erwerber eines von mehreren Mietern benützbaren körperlichen Teils einer Bestandsache (Waschküche) nach § 1120 ABGB in das Bestandverhältnis eintritt. Auch in der Entscheidung 5 Ob 65/12p wurde bei der Prüfung des dem § 1120 ABGB nachgebildeten § 2 Abs 1 Satz 4 MRG davon ausgegangen, dass der Erwerber eines Grundstücksteils, an dem Mitbenützungsrechte der Mieter bestehen (Parkplatz) und der von der Liegenschaft des Bestandgebers abgeschrieben wurde, in den Mietvertrag eingetreten ist.

5.9 Schon aufgrund des einheitlichen Bestandvertrags mussten die nur die Mitbenützungsrechte an der Badestelle 1 betreffenden Kündigungen der Klägerin scheitern. Nach der Rechtsprechung ist eine derartige Teilkündigung, bei der Teile des Bestandverhältnisses aufrecht erhalten werden sollen, nämlich eine Abänderung des Bestandvertrags, die grundsätzlich nicht durch einseitige Willenserklärung bewirkt werden kann. Eine solche Teilkündigung kommt hier mangels ausdrücklicher Einräumung im Vertrag oder hier anzuwendender spezieller gesetzlicher Kündigungsvorschriften nicht in Betracht (RIS-Justiz RS0020886; RS0025832). Die unzulässigen Kündigungen konnten gegenüber dem Beklagten daher keine Wirkung entfalten (vgl 9 Ob 66/14t), sodass weder auf die Frage der Mitwirkung der Gemeinde bei der Kündigung noch auf ihre Rechtzeitigkeit eingegangen werden musste.

6. Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten, dass dem Beklagten auch gegenüber der Klägerin bestandrechtliche Nutzungsrechte an der gesamten Badestelle 1 zustehen, weshalb weder der (allgemein formulierte) Unterlassungsanspruch noch das das Bestandrecht negierende Feststellungsbegehren zu Recht bestehen.

7. Die Beurteilung der Vorinstanzen zur behaupteten Servitut trifft uneingeschränkt zu (§ 510 Abs 3 ZPO). Aus den Feststellungen lässt sich nicht ableiten, dass dem Beklagten von der Gemeinde ein derartiges dingliches und somit vom aufrechten Bestand des Mietvertrags unabhängiges Nutzungsrecht am Badeplatz ausdrücklich oder schlüssig eingeräumt wurde.

8. Ungeachtet dessen ist auch der die Servitut betreffende Teil des Feststellungsbegehrens abzuweisen.

8.1 Bei der Klage eines Eigentümers gegen den störenden Nichteigentümer ist eine negative Feststellungsklage nur unter den Voraussetzungen des § 228 ZPO möglich (RIS-Justiz RS0112360). Eine solche Klage scheitert hier am fehlenden rechtlichen Interesse.

8.2 Eine Feststellungsklage ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn ein konkreter aktueller Anlass besteht, der zur Hintanhaltung einer tatsächlichen und ernstlichen Gefährdung der Rechtslage des Klägers eine alsbaldige gerichtliche Entscheidung notwendig macht (RIS-Justiz RS0039071 [T1]; RS0039007; RS0039215).

8.3 Ungeachtet des Umstands, dass der Beklagte im Verfahren auch das Vorliegen einer Servitut behauptet und das auch in der Revision noch aufrecht erhält, liegt aufgrund seiner (umfänglich deckungsgleichen) bestandrechtlichen Nutzungsrechte, die er mindestens bis 2031 ausüben kann, kein aktueller Anlass vor, das Nichtbestehen der Servitut bereits jetzt feststellen zu lassen. Das erforderliche rechtliche Interesse ist daher schon deshalb zu verneinen.

9. Das zutreffende Ersturteil ist somit wiederherzustellen.

10. Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsmittelverfahrens beruht auf § 50 Abs 1 iVm § 41 Abs 1 ZPO.

Textnummer

E111265

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0040OB00083.15G.0519.000

Im RIS seit

08.07.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.02.2021

Dokumentnummer

JJT_20150519_OGH0002_0040OB00083_15G0000_000