Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob563/54 2Ob159/56 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006036

Geschäftszahl

3Ob563/54; 2Ob159/56; 2Ob281/64; 5Ob316/64; 4Ob541/70; 6Ob109/71; 6Ob300/71; 1Ob53/73; 1Ob150/73 (1Ob152/73 -1Ob155/73); 5Ob552/76; 6Ob697/76; 6Ob30/76; 6Ob629/77; 5Ob591/78; 1Ob550/80; 7Ob669/78; 5Ob28/80; 3Ob597/81; 1Ob721/81; 5Ob756/82; 2Ob575/83; 8Ob567/83; 8Ob602/84; 7Ob651/84; 7Ob631/85; 6Ob503/87; 2Ob585/87; 8Ob574/87; 5Ob571/87; 7Ob664/87; 6Ob15/88; 1Ob653/88; 8Ob682/88; 3Ob89/97b; 8Ob368/97v; 1Ob218/98k; 6Ob228/00y; 16Ok9/01; 9Ob255/02v; 6Ob135/03a; 7Ob141/03s; 10Ob40/05p; 16Ok4/07; 7Ob182/07a; 4Ob19/08k; 1Ob186/08x; 16Ok5/09; 5Ob80/09i; 9Ob20/11y; 1Ob8/11z; 16Ok8/10; 3Ob20/12f; 10Ob26/12i; 5Ob36/12y; 8Ob22/13p; 7Ob156/13m; 10Ob61/14i; 5Ob225/14w; 9Ob41/17w; 7Ob27/18y; 8Ob139/18a; 7Ob213/18a

Entscheidungsdatum

27.08.1954

Norm

AußStrG §2 Abs2 Z5 F1
AußStrG §16 BII2g
AußStrG 2005 §16 Abs1
AußStrG 2005 §31
ZPO §477 Z4 D4

Rechtssatz

Im außerstreitigen Verfahren ist es nicht obligatorisch vorgeschrieben, die Beteiligten mündlich zu vernehmen, es genügt, dass ihnen die Möglichkeit der Stellungnahme eröffnet wird.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 563/54
    Entscheidungstext OGH 27.08.1954 3 Ob 563/54
  • 2 Ob 159/56
    Entscheidungstext OGH 14.03.1956 2 Ob 159/56
    Beisatz: Tagsatzung nach § 835 ABGB von einem Vertragsbediensteten geleitet. (T1)
  • 2 Ob 281/64
    Entscheidungstext OGH 01.10.1964 2 Ob 281/64
    Vgl auch; Beisatz: Stellungnahme im Rekurs. (T2)
  • 5 Ob 316/64
    Entscheidungstext OGH 15.12.1964 5 Ob 316/64
  • 4 Ob 541/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 4 Ob 541/70
  • 6 Ob 109/71
    Entscheidungstext OGH 19.05.1971 6 Ob 109/71
  • 6 Ob 300/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 6 Ob 300/71
    Beis wie T2
  • 1 Ob 53/73
    Entscheidungstext OGH 04.04.1973 1 Ob 53/73
    Beis wie T2
  • 1 Ob 150/73
    Entscheidungstext OGH 03.10.1973 1 Ob 150/73
    Beis wie T2; Beisatz: Dieser Grundsatz kann aber dann nicht angewendet werden, wenn das Recht der Parteien auf rechtliches Gehör in wesentlichen Punkten verletzt wurde (7 Ob 20/72). (T3)
    Veröff: SZ 46/93 = EvBl 1974/67 S 156 = ZfRV 1974/3,210 (mit abl Glosse von König)
  • 5 Ob 552/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 552/76
  • 6 Ob 697/76
    Entscheidungstext OGH 25.11.1976 6 Ob 697/76
    Beis wie T2
  • 6 Ob 30/76
    Entscheidungstext OGH 27.01.1977 6 Ob 30/76
  • 6 Ob 629/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 629/77
    Beis wie T2
  • 5 Ob 591/78
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 591/78
  • 1 Ob 550/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1980 1 Ob 550/80
    Beis wie T2
  • 7 Ob 669/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 7 Ob 669/78
    Vgl auch
  • 5 Ob 28/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 28/80
    Beis wie T2
  • 3 Ob 597/81
    Entscheidungstext OGH 09.09.1981 3 Ob 597/81
  • 1 Ob 721/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 721/81
    Vgl; Beis wie T3; Veröff: SZ 54/124 = EvBl 1982/120 S 401 = EuGRZ 1982,113
  • 5 Ob 756/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 5 Ob 756/82
  • 2 Ob 575/83
    Entscheidungstext OGH 25.10.1983 2 Ob 575/83
  • 8 Ob 567/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 567/83
  • 8 Ob 602/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 602/84
  • 7 Ob 651/84
    Entscheidungstext OGH 17.01.1985 7 Ob 651/84
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 631/85
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 631/85
  • 6 Ob 503/87
    Entscheidungstext OGH 22.01.1987 6 Ob 503/87
    Auch; Beisatz: Stellungnahme im Rechtsmittel hinreichend, nicht aber im Fall des Neuerungsverbotes bei nach § 16 Abs 1 AußStrG beschränkter Anfechtungsmöglichkeit. (T4)
  • 2 Ob 585/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 585/87
    Auch
  • 8 Ob 574/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 574/87
    Auch; Beisatz: Hier: Die mangelnde Beteiligung der Vermieterin der Ehewohnung im Aufteilungsverfahren erster Instanz wird durch die nachträgliche Zustellung der Sachentscheidung erster Instanz saniert. Mangels Zustellung des Rekurses des AG wird ihr rechtliches Gehör verletzt. (T5)
  • 5 Ob 571/87
    Entscheidungstext OGH 01.09.1987 5 Ob 571/87
    Auch; Beisatz: Der OGH sieht sich damit auch nicht veranlasst, (im Sinne der Anregung der Rechtsmittelwerberin) im Hinblick auf Art 6 Abs 1 MRK beim VfGH einen Antrag auf Prüfung der Verfassungsmäßigkeit des § 229 Abs 1 Schlusssatz AußStrG zu stellen. (T6)
    Veröff: RdW 1988,9 = RZ 1988/1,14
  • 7 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 664/87
    Beisatz: Rechtliches Gehör der Partei ist auch dann gegeben, wenn sie sich nur schriftlich äußern könnte oder geäußert hat (EFSlg 49985). (T7)
  • 6 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 07.07.1988 6 Ob 15/88
    Beis wie T2; Veröff: NZ 1990,14
  • 1 Ob 653/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 653/88
    Beis wie T2
  • 8 Ob 682/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 682/88
  • 3 Ob 89/97b
    Entscheidungstext OGH 21.05.1997 3 Ob 89/97b
    Beis wie T7
  • 8 Ob 368/97v
    Entscheidungstext OGH 16.04.1998 8 Ob 368/97v
    Auch
  • 1 Ob 218/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
    Vgl auch; Beisatz: z.B. im Rechtsmittel. (T8)
  • 6 Ob 228/00y
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 228/00y
    Vgl auch; Beisatz: Entscheidungen im außerstreitigen Verfahren können prinzipiell ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung gefällt werden. (T9)
  • 16 Ok 9/01
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 16 Ok 9/01
    Veröff: SZ 74/199
  • 9 Ob 255/02v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2003 9 Ob 255/02v
    Beis wie T7; Beis wie T9
  • 6 Ob 135/03a
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 135/03a
    Auch
  • 7 Ob 141/03s
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 141/03s
    Auch; Beisatz: Die Beweisaufnahme ist an keine besonderen Förmlichkeiten gebunden, die Beteiligten müssen auch nicht mündlich vernommen werden, es genügt, dass sie sich schriftlich äußern können. (T10)
  • 10 Ob 40/05p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 10 Ob 40/05p
    Auch; Beis wie T10
  • 16 Ok 4/07
    Entscheidungstext OGH 12.09.2007 16 Ok 4/07
    Auch; Beisatz: Eine Beweisaufnahme ohne Zuziehung der Parteien führt noch nicht zur Verletzung des rechtlichen Gehörs. Es genügt, dass sich eine Partei zu den Tatsachen und Beweisergebnissen vor der Entscheidung äußern kann. (T11)
  • 7 Ob 182/07a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 182/07a
    Beis wie T10
  • 4 Ob 19/08k
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 19/08k
  • 1 Ob 186/08x
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 186/08x
  • 16 Ok 5/09
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 16 Ok 5/09
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T12)
  • 5 Ob 80/09i
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 80/09i
    Beis wie T7
  • 9 Ob 20/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 20/11y
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 1 Ob 8/11z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 8/11z
    Auch; Beis wie T7
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Die Möglichkeit, sich schriftlich zu Beweisergebnissen zu äußern, besteht nur bei außerhalb einer mündlichen Verhandlung aufgenommenen Beweisen; ein Anspruch darauf, Ergebnisse einer mündlichen Verhandlung nachträglich schriftlich zu kommentieren, besteht nicht. (T13)
    Beisatz: Hier: Ausfolgung eines schriftlichen Memorandums zu den Ergänzungsfragen durch den Sachverständigen im Rahmen der mündlichen Gutachtenserörterung. (T14)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T15)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 3 Ob 20/12f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 20/12f
  • 10 Ob 26/12i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 Ob 26/12i
    Vgl auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2012/72
  • 5 Ob 36/12y
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 5 Ob 36/12y
    Auch
  • 8 Ob 22/13p
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 22/13p
    Auch
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Vgl auch
  • 10 Ob 61/14i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 Ob 61/14i
    Auch
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
  • 9 Ob 41/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 41/17w
    Auch; Beis wie T7
  • 7 Ob 27/18y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 27/18y
    Auch
  • 8 Ob 139/18a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 139/18a
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0006036

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19540827_OGH0002_0030OB00563_5400000_001

Rechtssatz für 7Ob669/78 1Ob624/79 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006048

Geschäftszahl

7Ob669/78; 1Ob624/79; 1Ob542/82; 8Ob567/83; 7Ob581/85; 6Ob648/85; 7Ob631/85; 8Ob648/85; 7Ob652/86; 2Ob525/87; 8Ob599/87; 7Ob684/87; 7Ob697/87; 6Ob696/86; 8Ob566/88; 8Ob600/88; 4Ob589/88; 4Ob525/89; 4Ob523/89; 7Ob601/89; 8Ob637/89; 7Ob660/89; 7Ob592/89; 7Ob573/90; 4Ob1537/92; 2Ob291/00h (2Ob309/00f); 8Ob122/02b; 6Ob135/03a; 16Ok10/04; 9Ob30/05k; 4Ob147/06f; 7Ob182/07a; 4Ob19/08k; 2Ob77/08z; 8Ob159/08b; 10Ob56/08w; 4Ob2/09m; 5Ob80/09i; 6Ob79/10a; 1Ob111/10w; 2Ob142/10m; 7Ob38/11f; 9Ob20/11y; 1Ob8/11z; 7Ob91/11z; 8ObA65/11h; 3Ob20/12f; 2Ob64/12v; 10Ob26/12i; 7Ob139/12k; 7Ob3/13m; 8Ob22/13p; 2Ob150/13t; 2Ob174/13x; 7Ob129/13s; 10ObS164/13k; 6Ob5/14z; 5Ob68/14g; 10Ob61/14i; 2Ob100/14s; 5Ob225/14w; 8Ob16/15h; 9Ob21/15a; 2Ob158/15x; 8Ob103/15b; 9ObA35/16m; 6Ob170/16t; 5Ob50/17i; 9Ob41/17w; 3Ob45/18s; 6Ob145/18v; 8Ob139/18a; 2Dg3/18m (2Dg4/18h); 1Ob57/19t; 5Ob172/19h

Entscheidungsdatum

21.09.1978

Norm

AußStrG §2 Abs2 Z5 F1
AußStrG 2005 §15
AußStrG §16 BII2g
ZPO §477 Z4 D4

Rechtssatz

Der Grundsatz des Parteiengehörs fordert nur, dass der Partei ein Weg eröffnet werde, auf dem sie ihre Argumente für ihren Standpunkt sowie überhaupt alles vorbringen kann, was der Abwehr eines gegen sie erhobenen Anspruches dienlich sei. Rechtliches Gehör ist der Partei auch dann gegeben, wenn sie sich nur schriftlich äußern konnte oder geäußert hat.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 669/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 7 Ob 669/78
  • 1 Ob 624/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 624/79
    Auch; nur: Der Grundsatz des Parteiengehörs fordert nur, dass der Partei ein Weg eröffnet werde, auf dem sie ihre Argumente für ihren Standpunkt sowie überhaupt alles vorbringen kann, was der Abwehr eines gegen sie erhobenen Anspruches dienlich sei. (T1)
  • 1 Ob 542/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 542/82
    Vgl; nur T1; RZ 1983/62,273
  • 8 Ob 567/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 567/83
    Auch
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
  • 6 Ob 648/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 6 Ob 648/85
    nur T1
  • 7 Ob 631/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 631/85
  • 8 Ob 648/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1986 8 Ob 648/85
    Auch; Beisatz: Keine Nichtigkeit nach § 477 Abs 1 Z 4 ZPO bei Nichtbeiziehung eines Dolmetschers für einen Verfahrensbeteiligten. (T2)
    Veröff: EvBl 1987/34 S 148
  • 7 Ob 652/86
    Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 652/86
    nur T1
  • 2 Ob 525/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 525/87
  • 8 Ob 599/87
    Entscheidungstext OGH 27.08.1987 8 Ob 599/87
  • 7 Ob 684/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 684/87
    nur T1
  • 7 Ob 697/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 697/87
    Auch
  • 6 Ob 696/86
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 696/86
    Vgl auch; Beisatz: Kein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs, wenn das Rechtsmittelgericht zur Stützung der vom Erstgericht herangezogenen Tatsachengrundlagen weitere Erkenntnisquellen berücksichtigt hat. (T3)
  • 8 Ob 566/88
    Entscheidungstext OGH 26.05.1988 8 Ob 566/88
    Auch
  • 8 Ob 600/88
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 8 Ob 600/88
  • 4 Ob 589/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 589/88
    Auch; Veröff: ÖA 1990,75
  • 4 Ob 525/89
    Entscheidungstext OGH 04.04.1989 4 Ob 525/89
    Veröff: AnwZ 1990,158 (Grell)
  • 4 Ob 523/89
    Entscheidungstext OGH 04.04.1989 4 Ob 523/89
  • 7 Ob 601/89
    Entscheidungstext OGH 15.06.1989 7 Ob 601/89
  • 8 Ob 637/89
    Entscheidungstext OGH 21.09.1989 8 Ob 637/89
  • 7 Ob 660/89
    Entscheidungstext OGH 28.09.1989 7 Ob 660/89
  • 7 Ob 592/89
    Entscheidungstext OGH 07.09.1989 7 Ob 592/89
    Auch
  • 7 Ob 573/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 7 Ob 573/90
  • 4 Ob 1537/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 4 Ob 1537/92
    Auch
  • 2 Ob 291/00h
    Entscheidungstext OGH 07.12.2000 2 Ob 291/00h
    Auch
  • 8 Ob 122/02b
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 8 Ob 122/02b
    Auch; Beisatz: Im Außerstreitverfahren reicht es im Allgemeinen aus, wenn Gelegenheit bestand, den eigenen Standpunkt im Rekurs an die zweite Instanz zu vertreten. (T4)
  • 6 Ob 135/03a
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 135/03a
    Auch
  • 16 Ok 10/04
    Entscheidungstext OGH 14.06.2004 16 Ok 10/04
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 30/05k
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 30/05k
    Vgl; Beis wie T4
  • 4 Ob 147/06f
    Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 147/06f
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 182/07a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 182/07a
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 19/08k
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 19/08k
  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
    Vgl; Beisatz: Hier: Möglichkeit zur Äußerung zu einem im Rekursverfahren gemäß § 17 Abs 2 HeimAufG eingeholten Ergänzungsgutachten. (T5)
  • 8 Ob 159/08b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 159/08b
    Beisatz: Der Umstand, dass die Vernehmung einzelner Zeugen außerhalb der durchgeführten mündlichen Verhandlung erfolgte, vermag eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ebensowenig zu begründen, wie der Umstand, dass im erstinstanzlichen Verfahren keine der ZPO entsprechende Erörterung von Urkunden stattgefunden hat, zu denen eine möglicherweise entscheidungsrelevante Stellungnahme hätte abgegeben werden können. (T6)
  • 10 Ob 56/08w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 56/08w
    Vgl
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
  • 5 Ob 80/09i
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 80/09i
  • 6 Ob 79/10a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 79/10a
    nur: Der Grundsatz des Parteiengehörs fordert nur, dass der Partei ein Weg eröffnet werde, auf dem sie ihre Argumente für ihren Standpunkt vorbringen kann. (T7)
    Beis wie T4
  • 1 Ob 111/10w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 111/10w
  • 2 Ob 142/10m
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 142/10m
    Vgl; nur T7; Beisatz: Rechtliches Gehör kann auch schriftlich gewährt werden. (T8)
  • 7 Ob 38/11f
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 38/11f
    Auch
  • 9 Ob 20/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 20/11y
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 1 Ob 8/11z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 8/11z
  • 7 Ob 91/11z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 91/11z
    Beis wie T4
  • 8 ObA 65/11h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 ObA 65/11h
  • 3 Ob 20/12f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 20/12f
  • 2 Ob 64/12v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2012 2 Ob 64/12v
    nur T1
  • 10 Ob 26/12i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 Ob 26/12i
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2012/72
  • 7 Ob 139/12k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 139/12k
    nur: Der Grundsatz des Parteiengehörs im Außerstreitverfahren erfordert nur, dass der Partei ein Weg eröffnet wird, auf dem sie ihre Argumente für ihren Standpunkt sowie überhaupt alles vorbringen kann, was der Abwehr eines gegen sie erhobenen Anspruchs dienlich ist. (T9)
    Beisatz: Das rechtliche Gehör im außerstreitigen Verfahren ist auch gewahrt, wenn die Parteien sich nur schriftlich äußern konnten oder geäußert haben oder ihr Vorbringen im Rekurs darlegen konnten. (T10)
  • 7 Ob 3/13m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 3/13m
    Auch Beis wie T4
  • 8 Ob 22/13p
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 22/13p
  • 2 Ob 150/13t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 150/13t
    nur T7
  • 2 Ob 174/13x
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 174/13x
    Vgl auch; Beisatz: Aber keine Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels Einvernahme beantragter Zeugen. (T11)
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
    Auch Beis wie T10
    Beisatz: Das rechtliche Gehör einer Partei ist auch dann gegeben, wenn sie sich nur schriftlich äußern konnte oder geäußert hat. (T12)
  • 10 ObS 164/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 164/13k
    Auch; Beis wie T11
  • 6 Ob 5/14z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2014 6 Ob 5/14z
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 5 Ob 68/14g
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 68/14g
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 61/14i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 Ob 61/14i
    Beis wie T4; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Vorläufige Modifikation eines Kontaktrechts nach § 107 Abs 2 AußStrG. (T13)
  • 2 Ob 100/14s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 100/14s
    Vgl; Beisatz: Der Nichtigkeitsgrund des § 477 Abs 1 Z 4 ZPO kann auch dann gegeben sein, wenn einer Partei die Möglichkeit, vor Gericht zu verhandeln nur bei einer von mehreren Tagsatzungen entzogen wurde. (T14)
    Beisatz: Wird der Stoff dieser Verhandlung in einer weiteren Verhandlung, an der die zuvor ausgeschlossene Partei nun teilnimmt, neuerlich erörtert und verhandelt, liegt eine Nichtigkeit nach Z 4 nicht vor, kann doch der Nichtigkeitsgrund schon unbeachtlich werden, wenn die Partei doch noch die Möglichkeit hatte, ihren Prozessstandpunkt in der Tatsacheninstanz mündlich vorzutragen. (T15)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
  • 8 Ob 16/15h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 16/15h
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Wenn für die Vernehmung einer anwaltlich vertretenen Verfahrenspartei kein Dolmetscher beigezogen wird, kann dies unter Umständen einen Verfahrensmangel, aber keine Nichtigkeit nach § 477 Abs 1 Z 4 ZPO begründen. (T16)
  • 9 Ob 21/15a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 9 Ob 21/15a
  • 2 Ob 158/15x
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 2 Ob 158/15x
    Vgl
  • 8 Ob 103/15b
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 Ob 103/15b
  • 9 ObA 35/16m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 35/16m
  • 6 Ob 170/16t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 170/16t
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Eine ergänzende gutachterliche Stellungnahme wurde der Partei zwar erst mit dem erstinstanzlichen Beschluss zugestellt, sie konnte sich im Rekurs aber dazu äußern. (T17)
  • 5 Ob 50/17i
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 5 Ob 50/17i
    Vgl auch; Beisatz: Zwecks Wahrung des rechtlichen Gehörs wäre es daher geboten gewesen, der Antragstellerin als am Rechtsmittelverfahren beteiligter Partei vom Inhalt der Eingabe des Antragsgegners so rechtzeitig Kenntnis zu verschaffen, dass für sie noch vor der Sachentscheidung des Rekursgerichts die Möglichkeit zu einer schriftlichen Äußerung bestanden hätte. (T18)
  • 9 Ob 41/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 41/17w
  • 3 Ob 45/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 45/18s
    Vgl
  • 6 Ob 145/18v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 145/18v
    Vgl; Beis wie T4
  • 8 Ob 139/18a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 139/18a
    Beis wie T4
  • 2 Dg 3/18m
    Entscheidungstext OGH 10.12.2018 2 Dg 3/18m
    Auch
  • 1 Ob 57/19t
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 57/19t
    auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0006048

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19780921_OGH0002_0070OB00669_7800000_001

Rechtssatz für 5Ob153/86 5Ob23/87 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083159

Geschäftszahl

5Ob153/86; 5Ob23/87; 5Ob1106/92; 5Ob24/93; 5Ob80/94; 5Ob83/95; 5Ob2346/96b; 5Ob156/98x; 5Ob241/98x; 5Ob213/98d; 5Ob57/99i; 5Ob181/99z; 5Ob272/00m; 5Ob176/01w; 5Ob252/01x; 5Ob222/07v; 5Ob226/07g; 5Ob29/08p; 5Ob225/14w; 5Ob43/18m

Entscheidungsdatum

09.12.1986

Norm

WEG 1975 §3 Abs2
WEG 2002 §9 Abs2 Z1
WEG 2002 §10 Abs2

Rechtssatz

Die Fälle der Neufestsetzung der Nutzwerte im § 3 Abs 2 WEG sind nicht taxativ aufgezählt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 153/86
    Entscheidungstext OGH 09.12.1986 5 Ob 153/86
    Veröff: MietSlg XXXVIII/53
  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1106/92
    Entscheidungstext OGH 19.01.1993 5 Ob 1106/92
    Veröff: WoBl 1993,173
  • 5 Ob 24/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 5 Ob 24/93
    Beisatz: Hier: Zerlegung eines Wohnungseigentumsobjektes in mehrere selbständige Einheiten. (T1) Veröff: JBl 1994,51
  • 5 Ob 80/94
    Entscheidungstext OGH 21.10.1994 5 Ob 80/94
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Beisatz: Hier: Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden. (T2)
  • 5 Ob 2346/96b
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2346/96b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nachträgliche Umwidmung eines im Wohnungseigentum der Erstantragsgegnerin stehenden Objekts in eine Hausbesorgerwohnung sowie geltend gemachte bauliche Veränderungen. (T3)
  • 5 Ob 156/98x
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 156/98x
    Auch; Beisatz: Eine Neuparifizierung ist etwa dann möglich, wenn die Liegenschaft von den Mit- und Wohnungseigentümern einvernehmlich so verändert wurde, dass die Parifizierung nicht mehr den zwingenden Berechnungsgrundsätzen entspricht. (T4); Beisatz: Hier: Unter anderem Errichtung einer zusätzlichen (dritten) Wohnung im Dachgeschoss des Hauses. (T5)
  • 5 Ob 241/98x
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 5 Ob 241/98x
    Beis wie T1; Beisatz: Eine solche Teilung eines Wohnungseigentumsobjekts stellt immer eine Änderung dar, deren Zulässigkeit nach § 13 Abs 2 WEG zu beurteilen ist (MietSlg 39.616; JBl 1994/51). (T6)
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Auch; Beisatz: Neben einer Änderung des entscheidungswesentlichen Sachverhaltes kann auch das nachträgliche Hervorkommen der wahren Sachlage und Rechtslage zum Anlass einer Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG genommen werden. (T7); Beisatz: Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich allerdings auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft (MietSlg 38/53; WoBl 1992, 20/22) oder auf Verstöße gegen § 6 Abs 1 WEG bei der Parifizierung. (T8)
  • 5 Ob 57/99i
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 5 Ob 57/99i
    Vgl; Beisatz: Die Umwidmung eines WE-Objektes kann zwar grundsätzlich eine Neufestsetzung der Nutzwerte rechtfertigen (MietSlg 39/14; WoBl 1995, 28/13 ua), doch müssen Umwidmungen die materielle Rechtslage verändern, weil die Nutzwertfestsetzung immer nur die materielle Rechtslage nachvollziehen kann. (T9)
  • 5 Ob 181/99z
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 5 Ob 181/99z
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Nutzwerte ist möglich, wenn die Nutzfestsetzung von der wahren materiellen Rechtslage abweicht. Dies kann nur in einem Verfahren nach § 26 Abs 1 Z 1 WEG erfolgen. (T10)
  • 5 Ob 272/00m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 5 Ob 272/00m
    Beis wie T7
  • 5 Ob 176/01w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2001 5 Ob 176/01w
    Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Für das Grundbuchsverfahren wird der urkundliche Nachweis gefordert, dass alle Miteigentümer der Wohnungseigentumsanlage mit der beabsichtigten oder bereits durchgeführten Bestandsänderung einverstanden sind oder die fehlende Zustimmung durch einen Beschluss des Außerstreitrichters gemäß § 26 Abs 1 Z 2 WEG ersetzt wurde. (T11)
  • 5 Ob 252/01x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 252/01x
    Beisatz: Diese Rechtsansicht erfuhr im 3. WÄG durch den Gesetzgeber eine Bestätigung. (T12)
  • 5 Ob 222/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 222/07v
    Auch; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer Korrektur der Nutzwerte aufgrund des nachträglichen Hervorkommens des wahren Sachverhalts nach § 3 Abs 2 WEG 1975 wurden auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung beschränkt. Dieses Antragsrecht bei einem Verstoß gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze ist nunmehr in § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 gesetzlich positiviert. Für diese Fälle besteht nach § 10 WEG 2002 keine Frist für die Geltendmachung. (T13)
  • 5 Ob 226/07g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 226/07g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Mit § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 wurde erstmals ausdrücklich im Gesetz diese bereits zum WEG 1975 entwickelte Praxis festgeschrieben. (T14)
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
    Auch; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Ein Antrag nach § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 kann unbefristet und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden. (T15); Beisatz: Die falsche Einordnung in eine der drei grundsätzlichen wohnungseigentumsrechtlichen Kategorien (WE-Objekte, Zubehör und allgemeine Teile der Liegenschaft) stellt einen Anwendungsfall des § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 dar. (T16)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Beis wie T8
  • 5 Ob 43/18m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 43/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0083159

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19861209_OGH0002_0050OB00153_8600000_004

Rechtssatz für 5Ob23/87 5Ob1106/92 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083169

Geschäftszahl

5Ob23/87; 5Ob1106/92; 5Ob83/95; 5Ob2346/96b; 5Ob213/98d; 5Ob57/99i; 5Ob38/03d; 5Ob261/07d; 5Ob222/07v; 5Ob226/07g; 5Ob29/08p; 5Ob225/14w; 5Ob248/18h

Entscheidungsdatum

03.03.1987

Norm

WEG 1975 §3 Abs2
WEG 2002 §9 Abs2 Z1

Rechtssatz

Grundsätzlich hat die Neufestsetzung des Nutzwertes zwar eine nachträgliche Änderung des Sachverhaltes zur Voraussetzung; es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, der dem Gericht (der Schlichtungsstelle) bei der erstmaligen Nutzwertfestsetzung verborgen blieb, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen (in diesem Sinne 5 Ob 123/86).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1106/92
    Entscheidungstext OGH 19.01.1993 5 Ob 1106/92
    Beisatz: Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich jedoch auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft in die Nutzwertberechnung. Eine zwingende gesetzliche Regelung, wonach die zu einer Eigentumswohnung gehörigen (befestigten) Terrassenflächen mit einem erheblich höheren Nutzwert anzusetzen wären als Gartenflächen, existiert nicht. (T1) Veröff: WoBl 1993,173
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Beisatz: Hier: Gegenstände des Zubehörwohnungseigentums können nämlich bei der Parifizierung (Nutzwertfestsetzung) nur durch einen Zuschlag bei der Ermittlung des Jahresmietwertes (Nutzwertes) des betreffenden Wohnungseigentumsobjektes Berücksichtigung finden. (T2)
  • 5 Ob 2346/96b
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2346/96b
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Auch; nur: Grundsätzlich hat die Neufestsetzung des Nutzwertes zwar eine nachträgliche Änderung des Sachverhaltes zur Voraussetzung; es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T3); Beis wie T1 nur: Anwendungsfälle einer solchen Korrektur der Nutzwerte beschränken sich jedoch auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, etwa auf die Einbeziehung allgemeiner Teile der Liegenschaft in die Nutzwertberechnung. (T4)
  • 5 Ob 57/99i
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 5 Ob 57/99i
    Vgl; Beisatz: Die Nutzwertfestsetzung kann immer nur die materielle Rechtslage nachvollziehen. (T5)
  • 5 Ob 38/03d
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 38/03d
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2003/21
  • 5 Ob 261/07d
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 261/07d
    Vgl; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur einer rechtskräftigen Festsetzung der Nutzwerte beschränken sich aber auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung. (T6)
  • 5 Ob 222/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 222/07v
    Auch; Beisatz: Die Anwendungsfälle einer Korrektur der Nutzwerte aufgrund des nachträglichen Hervorkommens des wahren Sachverhalts nach § 3 Abs 2 WEG 1975 wurden auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung beschränkt. Dieses Antragsrecht bei einem Verstoß gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze ist nunmehr in § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 gesetzlich positiviert. Für diese Fälle besteht nach § 10 WEG 2002 keine Frist für die Geltendmachung. (T7)
  • 5 Ob 226/07g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 226/07g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Mit § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 wurde erstmals ausdrücklich im Gesetz diese bereits zum WEG 1975 entwickelte Praxis festgeschrieben. (T8)
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Ein Antrag nach § 9 Abs 2 Z 1 WEG 2002 kann unbefristet und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden. (T9)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 5 Ob 248/18h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 248/18h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0083169

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19870303_OGH0002_0050OB00023_8700000_002

Rechtssatz für 5Ob32/87 5Ob1/92 5Ob222...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082872

Geschäftszahl

5Ob32/87; 5Ob1/92; 5Ob2220/96y; 5Ob298/98d; 5Ob287/98m; 5Ob73/99t; 5Ob181/99z; 5Ob52/00h; 5Ob160/01t; 5Ob173/01d; 5Ob100/02w; 5Ob226/07g; 5Ob290/07v; 5Ob29/08p; 5Ob190/10t; 5Ob200/12s; 5Ob228/13k; 5Ob225/14w; 5Ob4/17z; 5Ob179/17k; 5Ob225/18a

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Norm

WEG 1975 §1 Abs1
WEG 1975 §1 Abs2
WEG 1975 §3
WEG 1975 §5
WEG 1975 §26 Abs1 Z1
WEG 2002 §9 Abs2
WEG 2002 §9 Abs3
WEG 2002 §10
WEG 2002 §52 Abs1 Z1

Rechtssatz

Die Festsetzung der Nutzwerte hat in einem jeder Dispositionsbefugnis der Parteien entzogenen, jedoch auf Antrag einzuleitenden Verfahren für alle als Wohnungseinheiten in Betracht kommenden Objekte einer Liegenschaft ausgehend von der jeweiligen materiellen Rechtslage entsprechend der konkreten Widmung zu geschehen (auch 5 Ob 22/85).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 22.03.1988 5 Ob 32/87
    Veröff: ImmZ 1988,356 = MietSlg XL/14
  • 5 Ob 1/92
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 1/92
    Beisatz: Hier: In sinngemäßer Anwendung auch auf Altwohnungseigentum (§ 29 Abs 1 Z 1 WEG). (T1)
  • 5 Ob 2220/96y
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2220/96y
    Vgl auch; Beisatz: Die Wohnungseigentumstauglichkeit eines Objektes ist anlässlich der Nutzwertfestsetzung als Vorfrage zu prüfen. (T2)
  • 5 Ob 298/98d
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 5 Ob 298/98d
    Vgl auch; Beisatz: Weil das Gericht nach der rechtlich wirksamen Widmung der Zubehörteile zu den einzelnen Objekten die Nutzwerte festzusetzen hat, und § 37 Abs 3 Z 20 MRG, auf den § 26 Abs 2 WEG verweist, eine Verweisung auf den Rechtsweg ausdrücklich ausschließt, müssen strittige Vorfragen, auch wenn sie für sich im Rechtsweg ausgetragen werden könnten, im Verfahren nach § 26 WEG gelöst werden. (T3)
  • 5 Ob 287/98m
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 5 Ob 287/98m
    Vgl auch; nur: Die Festsetzung der Nutzwerte hat in einem jeder Dispositionsbefugnis der Parteien entzogenen Verfahren zu geschehen. (T4)
  • 5 Ob 73/99t
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 5 Ob 73/99t
  • 5 Ob 181/99z
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 5 Ob 181/99z
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Nutzwerte ist möglich, wenn die Nutzfestsetzung von der wahren materiellen Rechtslage abweicht. Dies kann nur in einem Verfahren nach § 26 Abs 1 Z 1 WEG erfolgen. (T5)
  • 5 Ob 52/00h
    Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 52/00h
    Auch
  • 5 Ob 160/01t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 160/01t
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 74/165
  • 5 Ob 173/01d
    Entscheidungstext OGH 09.10.2001 5 Ob 173/01d
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 74/170
  • 5 Ob 100/02w
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 100/02w
    Beisatz: Das Wesen einer solchen Regelungsstreitigkeit ist, dass das Gericht nicht an das Begehren im Antrag gebunden ist, sondern nach Einleitung des Verfahrens in einem jeder Dispositionsbefugnis der Parteien entzogenen Verfahren für alle als Wohnungseinheit in Betracht kommende Objekte einer Liegenschaft ausgehend von der jeweils materiellen Rechtslage entsprechend der konkreten Widmung eine Festsetzung der Nutzwerte vorzunehmen hat. (T6)
  • 5 Ob 226/07g
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 226/07g
    Beis wie T5; Beisatz: Nunmehr § 52 Abs 1 Z 1 WEG 2002. (T7)
    Beis ähnlich wie T6
  • 5 Ob 290/07v
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 290/07v
  • 5 Ob 29/08p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 29/08p
  • 5 Ob 190/10t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 190/10t
    Beisatz: Wobei allen Mit- und Wohnungseigentümern Parteistellung zukommt. (T8)
    Beisatz: Eine Teilnutzwert(neu)festsetzung ist rechtlich unmöglich. (T9)
  • 5 Ob 200/12s
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 200/12s
    Auch; nur T4; Beis ähnlich wie T6
  • 5 Ob 228/13k
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 228/13k
    Vgl auch; Beisatz: § 9 Abs 6 WEG normiert die Möglichkeit einer Nutzwertneufestsetzung im Einvernehmen aller Wohnungseigentümer einer Liegenschaft. Diese Bestimmung ermöglicht die im Grundbuchsverfahren zu beantragende Änderung der Nutzwerte ohne gerichtliche Neufestsetzung. (T10)
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
  • 5 Ob 4/17z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 5 Ob 4/17z
    Vgl auch
  • 5 Ob 179/17k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 179/17k
    Vgl auch
  • 5 Ob 225/18a
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 225/18a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0082872

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19880322_OGH0002_0050OB00032_8700000_001

Rechtssatz für 5Ob2346/96b 5Ob52/01k 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107277

Geschäftszahl

5Ob2346/96b; 5Ob52/01k; 5Ob227/01w; 5Ob144/03t; 5Ob48/14s; 5Ob225/14w

Entscheidungsdatum

28.01.1997

Norm

WEG 1975 §3 Abs1
WEG 1975 §3 Abs2

Rechtssatz

Eine Korrektur der Nutzwerte hat nur insoweit zu erfolgen, als Sachverhaltsänderungen oder die Auswirkungen von Verstößen gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze dies erfordern; bei Vorliegen eines Neuparifizierungsgrundes tritt die in Rechtskraft erwachsene Nutzwertfestsetzung für das gesamte Objekt schlechthin nicht außer Kraft und ist das Verfahren zur Gänze von Anfang an nicht neu durchzuführen. Vielmehr sind die erforderlichen Korrekturen grundsätzlich auf der Basis der gemäß § 3 Abs 1 WEG erfolgten Nutzwertfestsetzung vorzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 2346/96b
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 2346/96b
  • 5 Ob 52/01k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 52/01k
    Auch; nur: Eine Korrektur der Nutzwerte hat nur insoweit zu erfolgen, als Sachverhaltsänderungen oder die Auswirkungen von Verstößen gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze dies erfordern. (T1)
  • 5 Ob 227/01w
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 227/01w
    Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn - bei Wohnungseigentumsbegründung vor dem Inkrafttreten des WEG 1975 - nach der Übergangsregelung des § 29 Abs 1 Z 1 WEG statt der Neufestsetzung der Nutzwerte eine Neuparifizierung nach Mietwerten zu erfolgen hat. Dass die Teilung eines Altobjektes einen Neuparifizierungsfall darstellt, wird von der Rechtsmittelwerberin ohnehin nicht bezweifelt. Die erforderlichen Korrekturen haben dann auf der Basis der seinerzeitigen Parifizierung zu erfolgen. (T2)
  • 5 Ob 144/03t
    Entscheidungstext OGH 09.09.2003 5 Ob 144/03t
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Ein Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertfestsetzung war schon vor dem WEG 2002 ein Grund für die jederzeitige Anrufung des Gerichts. (T3)
  • 5 Ob 48/14s
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 48/14s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2015

Dokumentnummer

JJR_19970128_OGH0002_0050OB02346_96B0000_004

Rechtssatz für 5Ob174/05g 1Ob236/05w 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120213

Geschäftszahl

5Ob174/05g; 1Ob236/05w; 7Ob66/06s; 3Ob235/05p; 3Ob78/06a; 8Ob17/06t; 6Ob41/06g; 6Ob182/06t; 6Ob146/06y; 5Ob249/07i; 3Ob44/08d; 5Ob187/07x (5Ob188/07v); 1Ob81/08f; 2Ob77/08z; 6Ob165/08w; 16Ok9/08; 3Ob131/08y; 2Ob174/08i; 8Ob159/08b; 10Ob56/08w; 5Ob1/09x; 10Ob58/08i; 7Ob64/09a; 3Ob71/09a; 4Ob2/09m; 8Ob31/09f; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g; 5Ob98/09m; 10Ob46/09a; 5Ob145/09y; 8Ob66/10d; 7Ob166/10b; 1Ob155/10s; 1Ob25/11z; 4Ob119/11w; 3Ob186/11s; 6Ob236/11s; 1Ob94/12y; 1Ob97/12i; 1Ob167/12h; 5Ob154/12a; 3Ob171/12m; 10Ob2/13m; 10Ob31/13a; 7Ob156/13m; 7Ob129/13s; 8Ob41/13g; 10Ob4/14g; 5Ob225/14w; 3Ob219/14y; 5Ob68/15h; 7Ob181/15s; 5Ob61/15d; 1Ob255/15d; 1Ob46/16w; 6Ob156/16h; 6Ob115/16d; 5Ob153/16k; 4Ob67/17g; 2Ob120/17m; 5Ob90/17x; 9Ob25/18v; 8Ob113/17a; 7Ob141/18p; 4Ob149/18t; 6Ob145/18v; 6Ob154/18t; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 2Ob46/18f (2Ob100/18x); 5Ob210/18w; 5Ob172/19h

Entscheidungsdatum

20.09.2005

Norm

AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z2
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIA7
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIA12
AußStrG 2005 §66 Abs1 AIB
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIA8

Rechtssatz

In § 66 AußStrG 2005 sind die Revisionsrekursgründe nunmehr taxativ aufgezählt. Unter § 66 Abs 1 Z 1 AußStrG wurden nicht alle bisher als Nichtigkeit geltend zu machenden Verfahrensfehler als Revisionsrekursgründe beibehalten. Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 174/05g
    Entscheidungstext OGH 20.09.2005 5 Ob 174/05g
  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
    Vgl; Beisatz: Eine im Rechtsmittel nicht geltend gemachte Nichtigkeit ist im Revisionsrekursverfahren - analog § 55 Abs 3 AußStrG - von Amts wegen wahrzunehmen, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder des bisher unvertretenen Kindes eingegriffen würde. (T1)
  • 7 Ob 66/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 66/06s
  • 3 Ob 235/05p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 235/05p
    Vgl; Beis wie T1
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl aber; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, der angefochtene Beschluss ließe sich ohne Eingriff in die Rechte des bisher im Verfahren nicht Vertretenen bestätigen. Zu eng ist die Ansicht, eine Aufhebung könne nur dann erfolgen, „wenn der Nichtigkeitsgrund zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte". (T2)
  • 8 Ob 17/06t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 17/06t
    nur: In § 66 AußStrG 2005 sind die Revisionsrekursgründe nunmehr taxativ aufgezählt. (T3)
  • 6 Ob 41/06g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 41/06g
    Auch
  • 6 Ob 182/06t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 182/06t
    Auch; nur: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. (T4)
  • 6 Ob 146/06y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 6 Ob 146/06y
    Veröff: SZ 2007/142
  • 5 Ob 249/07i
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 5 Ob 249/07i
    Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung für die amtswegige Wahrnehmung der Verletzung des rechtlichen Gehörs beziehungsweise der gesetzlichen Vertretung ist auch im Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof ein zulässiges Rechtsmittel. (T5)
    Beisatz: Wenn der Erhebung des Rechtsmittels die Unterbrechung des Verfahrens entgegensteht und es daher zurückzuweisen ist, dann liegt kein zulässiges Rechtsmittel vor. (T6)
    Veröff: SZ 2008/2
  • 3 Ob 44/08d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 44/08d
    Auch; nur T4
  • 5 Ob 187/07x
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 187/07x
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Wenn geltend gemacht wird, dass im erstinstanzlichen Verfahren keine der ZPO entsprechende Erörterung von Urkunden stattgefunden habe, zu denen eine möglicherweise entscheidungsrelevante Stellungnahme hätte abgegeben werden können, liegt aber kein Fall der §§ 56, 57 Z 1 und 58 AußStrG vor (§ 66 Abs 1 Z 1 AußStrG). (T7)
  • 1 Ob 81/08f
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 81/08f
    Vgl auch
  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
    Auch; nur T4; nur: Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte. (T8)
  • 6 Ob 165/08w
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 165/08w
    Beis wie T7; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat darzulegen, welches konkrete (zusätzliche) Vorbringen er erstattet beziehungsweise welche konkreten (weiteren) Beweismittel er angeboten hätte, wäre er dem Verfahren erster Instanz umfassend beigezogen worden. (T9)
  • 16 Ok 9/08
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 16 Ok 9/08
    nur T4; nur T8; Beisatz: Für die Entscheidung unerhebliches Vorbringen muss nicht gehört werden. (T10)
  • 3 Ob 131/08y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 131/08y
    Vgl; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Die Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs zwingt nach § 58 Abs 1 und 3 leg cit nicht in jedem Fall zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung. (T11)
  • 2 Ob 174/08i
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung nach § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG. (T12)
    Veröff: SZ 2008/159
  • 8 Ob 159/08b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 159/08b
  • 10 Ob 56/08w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 56/08w
    Auch; nur T8
  • 5 Ob 1/09x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 5 Ob 1/09x
    Vgl; nur T4; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nur dann wahrzunehmen, wenn sie Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T13)
    Beisatz: Um einen erheblichen Verfahrensverstoß durch Verletzung des rechtlichen Gehörs wirksam geltend zu machen, ist im Revisionsrekurs die Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels aufzuzeigen. Ansonsten ist die Rüge nicht gesetzeskonform ausgeführt. (T14)
  • 10 Ob 58/08i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 58/08i
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Beisatz: Es muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T15)
  • 3 Ob 71/09a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 71/09a
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
    Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nur dann wahrzunehmen, wenn dieser Fehler Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T16)
  • 8 Ob 31/09f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 31/09f
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Auch; Beisatz: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog § 55 Abs 3 AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen, aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (§ 57 Z 4 AußStrG). (T17)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T18)
    Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T19)
  • 5 Ob 98/09m
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 98/09m
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist im außerstreitigen Verfahren nur dann wahrzunehmen, wenn die Gehörverletzung Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte. (T20)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Auch; Beis wie T17
  • 5 Ob 145/09y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 145/09y
    nur T3
  • 8 Ob 66/10d
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 66/10d
    Auch; Beis wie T13; Beis ähnlich wie T14
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Veröff: SZ 2010/137
  • 1 Ob 155/10s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 155/10s
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T14 nur: Um einen erheblichen Verfahrensverstoß durch Verletzung des rechtlichen Gehörs wirksam geltend zu machen, ist im Revisionsrekurs die Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels aufzuzeigen. (T21)
    Veröff: SZ 2010/132
  • 1 Ob 25/11z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 25/11z
    Vgl auch; nur: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht mehr absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der ZPO - wirkt. Er kann nur dann zur Aufhebung führen, wenn er zum Nachteil des Rechtsmittelwerbers ausschlagen könnte. (T22)
    Beis wie T21
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 186/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 186/11s
    Auch; Veröff: SZ 2011/124
  • 6 Ob 236/11s
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 236/11s
    Vgl auch
  • 1 Ob 94/12y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 94/12y
    nur T4
  • 1 Ob 97/12i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 97/12i
    Auch; nur T4; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 1 Ob 167/12h
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 167/12h
    Vgl; Beis wie T13
  • 5 Ob 154/12a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 154/12a
    Beis wie T20
  • 3 Ob 171/12m
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 171/12m
    nur T22
  • 10 Ob 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 2/13m
    Beis wie T15; Beis wie T21; Beisatz: Bloß abstrakte Erwägungen reichen nicht aus. (T23)
  • 10 Ob 31/13a
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 31/13a
    Auch; Beis wie T17
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Vgl auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
    Auch; Ähnlich nur T8
  • 8 Ob 41/13g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 41/13g
    Auch
  • 10 Ob 4/14g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 4/14g
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Auch
  • 3 Ob 219/14y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 219/14y
    Auch
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Auch
  • 7 Ob 181/15s
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 181/15s
    Auch
  • 5 Ob 61/15d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 61/15d
    Auch; Beisatz: Hier: Mangelnde Beteiligung des Verwalters im Verfahren nach § 52 Abs 1 Z 4 WEG. (T24)
  • 1 Ob 255/15d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 255/15d
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Erlagsverfahren. Unterlassene Rekurszustellung. (T25)
  • 1 Ob 46/16w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 46/16w
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T20; Beis wie T21
  • 6 Ob 156/16h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 6 Ob 156/16h
    Auch; Beis wie T21
  • 6 Ob 115/16d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 115/16d
    Auch; Beis wie T11
  • 5 Ob 153/16k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 5 Ob 153/16k
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14
  • 4 Ob 67/17g
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 67/17g
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 2 Ob 120/17m
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 120/17m
    Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T21
  • 5 Ob 90/17x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 90/17x
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14; Beis wie T21
  • 9 Ob 25/18v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 25/18v
  • 8 Ob 113/17a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 113/17a
    Beis wie T14; Beis wie T21
  • 7 Ob 141/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 7 Ob 141/18p
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 149/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 149/18t
  • 6 Ob 145/18v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 145/18v
    Auch; Beis wie T15
  • 6 Ob 154/18t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 154/18t
    Auch; Beis ähnlich wie T15
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T26)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 2 Ob 46/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 46/18f
    nur T22; Beis wie T11; Beis wie T21
  • 5 Ob 210/18w
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 210/18w
    Beis wie T13; Beis wie T15
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h
    nur T22; Beis wie T11; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120213

Im RIS seit

20.10.2005

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20050920_OGH0002_0050OB00174_05G0000_001

Rechtssatz für 5Ob176/07d 5Ob58/08b 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123011

Geschäftszahl

5Ob176/07d; 5Ob58/08b; 5Ob179/08x; 8Ob153/08w; 5Ob34/09z; 5Ob119/09z; 5Ob155/10w; 5Ob154/10y; 1Ob230/10w; 5Ob189/10w; 5Ob77/11a; 5Ob73/12i; 1Ob160/12d; 1Ob46/13s; 1Ob9/14a; 5Ob88/14y; 5Ob143/14m; 5Ob3/15z; 1Ob244/14k; 5Ob225/14w; 5Ob47/15w; 5Ob205/15f; 1Ob266/15x; 1Ob262/15h; 1Ob11/17z; 1Ob58/17m; 1Ob44/18d; 1Ob89/18x; 5Ob66/18v; 1Ob167/18t; 5Ob38/19b; 1Ob97/19z; 5Ob112/19k; 5Ob172/19h

Entscheidungsdatum

11.12.2007

Norm

AußStrG 2005 §78 Abs1
MRG §37 Abs3 Z17
WEG 2002 §52 Abs2
WGG 1979 §22 Abs4

Rechtssatz

Werden in einem Msch-Verfahren in Stattgebung eines Revisionsrekurses die Beschlüsse der Vorinstanzen aufgehoben und dem Erstgericht die Einleitung des gesetzmäßigen Verfahrens über den Sachantrag unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund aufgetragen, dann ist gemäß § 78 Abs 1 2. Satz AußStrG in Verbindung mit § 52 Abs 2 WEG 2002 und § 37 Abs 3 MRG ein Kostenvorbehalt zu machen. Über die Kosten ist erst in dem die Sache erledigenden Beschluss zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 176/07d
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 176/07d
  • 5 Ob 58/08b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 58/08b
    Vgl; Beisatz: Die nach § 37 Abs 3 Z 17 MRG maßgeblichen Billigkeitserwägungen können erst in dem die Sache erledigenden Sachbeschluss angestellt werden. (T1)
    Beisatz: Hier: Kostenvorbehalt nach Abänderung der vorinstanzlichen Zwischensachbeschlüsse durch den Obersten Gerichtshof im abweisenden Sinn; Verfahren nach § 22 Abs 1 Z 6, 10 und 11 WGG. (T2)
  • 5 Ob 179/08x
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 179/08x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 153/08w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 153/08w
    Auch
  • 5 Ob 34/09z
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 34/09z
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 119/09z
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 119/09z
    Vgl; Beisatz: Hier: Teilsachbeschluss; Billigkeitserwägungen erst im Endsachbeschluss. (T3)
  • 5 Ob 155/10w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 155/10w
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 154/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 154/10y
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2011/15
  • 1 Ob 230/10w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 230/10w
    Vgl auch
  • 5 Ob 189/10w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 189/10w
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 77/11a
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 77/11a
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zurückweisung des Rekurses durch das Rekursgericht; Auftrag zur meritorischen Entscheidung durch das Rekursgericht unter Abstandnahme des gebrauchten Zurückweisungsgrundes. (T4)
  • 5 Ob 73/12i
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 73/12i
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 160/12d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 160/12d
    Vgl
  • 1 Ob 46/13s
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 46/13s
    Vgl auch; Bem: Hier: Aufteilungsverfahren. (T5)
  • 1 Ob 9/14a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2014 1 Ob 9/14a
    Vgl auch; Bem wie T5
  • 5 Ob 88/14y
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 88/14y
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 143/14m
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 143/14m
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 3/15z
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 5 Ob 3/15z
    Auch
  • 1 Ob 244/14k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 244/14k
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 47/15w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 47/15w
    Auch
  • 5 Ob 205/15f
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 205/15f
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 266/15x
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 266/15x
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 262/15h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 262/15h
    Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2016/43
  • 1 Ob 11/17z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 11/17z
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 58/17m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 58/17m
    Vgl; Beis wie T5
  • 1 Ob 44/18d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 44/18d
    Vgl auch; Bem wie T5
  • 1 Ob 89/18x
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 1 Ob 89/18x
  • 5 Ob 66/18v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 66/18v
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 167/18t
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 167/18t
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 38/19b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 38/19b
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 97/19z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 1 Ob 97/19z
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 112/19k
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 112/19k
    Vgl; Beisatz: Hier: Unterhaltsverfahren. (T6)
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123011

Im RIS seit

10.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20071211_OGH0002_0050OB00176_07D0000_003

Rechtssatz für 2Ob77/08z 10Ob56/08w 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123872

Geschäftszahl

2Ob77/08z; 10Ob56/08w; 7Ob64/09a; 10Ob46/09a; 7Ob166/10b; 1Ob25/11z; 1Ob94/12y; 10Ob2/13m; 10ObS166/13d; 16Ok8/13 (16Ok9/13); 10Ob4/14g; 5Ob225/14w; 6Ob115/16d; 10Ob21/17m; 5Ob172/19h

Entscheidungsdatum

29.05.2008

Norm

ZPO §503 Z2 C1a
AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §58 Abs1
AußStrG 2005 §58 Abs3

Rechtssatz

Um dem Rechtsmittelgericht die Prüfung, ob nicht eine Bestätigung „selbst aufgrund der Angaben im Revisionsrekursverfahren" oder eine Abänderung ohne weitere Erhebungen erfolgen kann, zu ermöglichen, muss von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. Ist er zu derartigem Rechtsmittelvorbringen aber gar nicht in der Lage, weil ihm etwa ein Ergänzungsgutachten bisher nicht zugestellt worden ist, dann muss diese Verletzung des rechtlichen Gehörs zur Aufhebung der von diesem Verfahrensverstoß betroffenen Entscheidung führen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
  • 10 Ob 56/08w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 56/08w
    Auch; Beisatz: Gemäß § 58 Abs 1 und 3 AußStrG ist vor der Entscheidung auf Aufhebung und Zurückverweisung der Außerstreitsache an eine Vorinstanz zu prüfen, ob nicht eine Bestätigung „selbst aufgrund der Angaben im Revisionsrekursverfahren" oder eine Abänderung ohne weitere Erhebungen möglich ist. Um diese Prüfung vornehmen zu können, muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T1)
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Beis wie T1
    Veröff: SZ 2010/137
  • 1 Ob 25/11z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 25/11z
    nur: Um dem Rechtsmittelgericht die Prüfung, ob nicht eine Bestätigung „selbst aufgrund der Angaben im Revisionsrekursverfahren" oder eine Abänderung ohne weitere Erhebungen erfolgen kann, zu ermöglichen, muss von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T2)
  • 1 Ob 94/12y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 94/12y
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 10 Ob 2/13m
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 2/13m
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Bloß abstrakte Erwägungen reichen nicht aus. (T3)
  • 10 ObS 166/13d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 ObS 166/13d
    Auch
  • 16 Ok 8/13
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 16 Ok 8/13
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kartellgerichtliches Verfahren. (T4); Veröff: SZ 2014/9
  • 10 Ob 4/14g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 4/14g
    Beis wie T1
  • 5 Ob 225/14w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 225/14w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 115/16d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 115/16d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Den Revisionsrekurswerbern wurden bestimmte Eingaben anderer Parteien erst nach der Rekurserhebung zugestellt, im Revisionsrekurs fehlt jedoch die geforderte Darlegung der Entscheidungserheblichkeit der Gehörverletzung. (T5)
  • 10 Ob 21/17m
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 Ob 21/17m
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verletzung des rechtlichen Gehörs infolge Unterbleiben der Zustellung eines der Entscheidung über die Regelung des Kontaktrechts zugrunde gelegten Clearing‑Berichts der Familiengerichtshilfe an die Parteien bejaht. (T6)
  • 5 Ob 172/19h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 172/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123872

Im RIS seit

28.06.2008

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20080529_OGH0002_0020OB00077_08Z0000_006

Entscheidungstext 5Ob225/14w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2015/494 S 275 - Zak 2015,275 = immolex‑LS 2015/52 = ZLB 2015/53 S 117 - ZLB 2015,117 = wobl 2016,24/5 - wobl 2016/5

Geschäftszahl

5Ob225/14w

Entscheidungsdatum

24.03.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Hradil als Vorsitzenden sowie den Hofrat Dr. Höllwerth, die Hofrätin Dr. Grohmann und die Hofräte Mag. Wurzer und Mag. Painsi als weitere Richter in der wohnrechtlichen Außerstreitsache der Antragstellerin S*****, vertreten durch Dr. Harald Friedl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die Antragsgegner 1. MR D*****, vertreten durch Dr. Gerhard Deinhofer, Dr. Friedrich Petri, Rechtsanwälte in Wien, 2. T*****, wegen Neufestsetzung der Jahresmietwerte (§ 52 Abs 1 Z 1 WEG 2002) über den Revisionsrekurs der Erstantragsgegnerin gegen den Sachbeschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien vom 13. August 2014, GZ 39 R 134/14s-16, womit der Sachbeschluss des Bezirksgerichts Fünfhaus vom 25. Februar 2014, GZ 12 Msch 16/13a-11, aufgehoben wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die Kosten des Revisionsrekursverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Die Antragstellerin und die Antragsgegner sind die Miteigentümer der Liegenschaft EZ 476 GB ***** mit der Liegenschaftsadresse ***** Wien. An dieser Liegenschaft ist seit 1952 Wohnungseigentum nach dem WEG 1948 begründet.

Die Antragstellerin begehrt die Neufestsetzung der Jahresmietwerte nach § 2 WEG 1948, weil deren Festsetzung aufgrund des Bescheids der Schlichtungsstelle zu Schli 156/51 durch die Entscheidung der Mietkommission zu 83 Msch 2/52 gegen zwingende Grundsätze der Ermittlung der Jahresmietwerte verstoße. Aus § 5 Abs 2 WEG 1948 gehe hervor, dass die Jahresmietwerte und die ihnen entsprechenden Nutzungswerte aufgrund von behördlich bewilligten (Bau-)Plänen oder zumindest nach den tatsächlichen Verhältnissen in natura festzusetzen seien. Weder das eine noch das andere könne im konkreten Fall Grundlage der Festsetzung der Jahresmietwerte gewesen sein. Dies zeige sich am deutlichsten bei der Bewertung der im Wohnungseigentum der Antragstellerin stehenden Wohnung W 5. Deren Jahresmietwert habe die Mietkommission mit 1.420 Kronen festgesetzt. Aus dem Bescheid der Schlichtungsstelle zur GZ Schli 156/51 gehe hervor, dass diesem Jahresmietwert für die Wohnung W 5 eine Fläche von 107,10 m² zugrunde gelegt worden sei. Diese Fläche weiche eklatant von der tatsächlichen Wohnfläche ab und habe auch keine Entsprechung im Bauplan Nr 1147, auf den die Mietkommission in ihrer Entscheidung verwiesen habe und der die Grundlage der Festsetzung gewesen sein solle. In diesem Plan Nr 1147 habe die Wohnung W 5 lediglich eine Fläche von 79,17 m². Vermutlich sei der Wohnung W 5 das angrenzende Zimmer der Wohnung W 6 mit 18,8 m² zugeschlagen und auch sonst die eine oder andere Fläche entgegen dem Plan Nr 1147 dazu gezählt worden. Im Übrigen stimme die Flächenaufstellung aus dem Bescheid der Schlichtungsstelle bei keiner Wohnung mit dem Plan Nr 1147 überein. Dieser Plan sei jedoch, wie sich aus der Begründung unzweifelhaft ergebe, Grundlage der Entscheidung der Mietkommission gewesen. Der darin liegende Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Ermittlung der Jahresmietwerte könne unbefristet und ohne Bagatellgrenze angefochten werden. Eine zeitliche Beschränkung eines Antrags auf Neufestsetzung der Jahresmietwerte bestehe in diesem Fall also nicht. Außerdem liege ein Fall des - gemäß § 55 WEG 2002 iVm § 29 Abs 1 WEG 1975 sinngemäß anzuwendenden - § 3 Abs 2 Z 2 WEG 1975 vor; auch dieser auf Änderungen im Bestand räumlich unmittelbar aneinandergrenzender Wohnungen beruhende Antrag auf Neufestsetzung der Nutzwerte (hier Jahresmietwerte) sei unbefristet.

Die Erstantragsgegnerin bestritt und wandte im Wesentlichen ein, dass der Antrag verfristet sei. Eine Neufestsetzung der Jahresmietwerte sei nur dann unbefristet möglich, wenn die Festsetzung gegen „zwingende Grundsätze“ der Parifizierung verstoße. Die ursprüngliche Mietwertberechnung möge hier zwar mit gewissen Fehlern behaftet sein, die allenfalls vorliegenden Fehlbewertungen und schlichten Berechnungsfehler würden aber keinen solchen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung darstellen. Es liege mangels realer Änderungen im Bestand räumlich unmittelbar aneinandergrenzender Wohnungen auch kein Fall des § 3 Abs 2 Z 2 WEG 1975 vor.

Der Zweitantragsgegner hat sich am Verfahren nicht beteiligt.

Das Erstgericht wies den Antrag auf Neufestsetzung der Jahresmietwerte ab. Es ging dabei von nachstehendem - gerafft dargestellten - Sachverhalt aus:

Das im Krieg beschädigte Haus ***** Wien, wurde aufgrund der Baubewilligung vom 07. 05. 1951 im Jahr 1951 wiedererrichtet. Die Bewilligung erfolgte aufgrund der Baupläne Nr 1147 vom Februar 1951. Mit Bescheid vom 02. 06. 1951 stellte die Schlichtungsstelle beim Magistratischen Bezirksamt für den 13/14 Bezirk für die Liegenschaft einen Gesamtjahresfriedenszins im Betrag von 8.550 Kronen fest. In der Begründung führte sie dazu aus, dass die Mietwertberechnung für die einzelnen Objekte aufgrund der vorgelegten Pläne und Flächenberechnungen durchgeführt worden sei. Von diesem Gesamtjahresfriedenszins entfielen 1.420 Kronen auf die Wohnung W 5 und 610 Kronen auf die Wohnung W 6. Die Schlichtungsstelle ging dabei davon aus, dass die Grundfläche der Wohnung W 5 107,10 m², jene der Wohnung W 6 43,69 m² beträgt. Diese der Berechnung zugrunde gelegten Flächen stimmen nicht mit dem Plan der Wohnung W 5 laut Bauplan überein, die Wohnung W 5 weist seit Wiedererrichtung des Hauses auch nicht - wie in der im Schlichtungsstellenakt enthaltenen Flächenberechnungsaufstellung ausgewiesen - vier, sondern drei Zimmer auf. Mit Entscheidung vom 21. 01. 1952 setzte die Mietkommission für den 10. bis 15. Bezirk die Jahresmietwerte für das gesamte Haus mit insgesamt 8.850 Kronen und für die Wohnung W 5 einen Jahresmietwert von 1.420 Kronen fest. In der Begründung verweist die Entscheidung darauf, dass sich die Jahresmietwerte aus der Berechnung der Magistratsabteilung 40 vom 02. 06. 1951 ergeben würden.

Diese Feststellungen ergaben sich für das Erstgericht aus den bereits im Verfahren vor der Schlichtungsstelle vorgelegten und beigeschafften Urkunden. Wie die Magistratsabteilung 40 die Fläche der Wohnung W 5 von 107,10 m² errechnet habe, sei aus der Flächenberechnungsaufstellung („auf Seite 26 des Schlichtungsstellenaktes“) ersichtlich. Dabei falle auf, dass in der Flächenaufstellung der Magistratsabteilung 40 ein weiteres Zimmer aufscheine, das laut Plan in der Top Nr 5 nicht vorhanden sei. Auch die im Plan angegebenen Flächen der einzelnen Räume würden ebenfalls nicht exakt mit jenen Flächen übereinstimmen, die die Magistratsabteilung 40 zur Berechnung der Nutzfläche herangezogen habe.

In rechtlicher Hinsicht ging das Erstgericht davon aus, dass die Rechtsprechung im Fall der Wohnungseigentumsbegründung nach dem WEG 1948 unter Berufung auf die einschlägigen Übergangsbestimmungen nicht nur sämtliche der in § 3 Abs 2 WEG 1975 angeführt gewesenen Umstände sondern auch Verstöße gegen zwingende Grundlagen der Nutzwertberechnung als Gründe für eine Mietwertneufestsetzung anerkannt habe. Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung oder Nutzwertberechnung könnten zwar unbefristet auf Antrag eines Miteigentümers oder Wohnungseigentumsbewerbers releviert werden. Ein solcher Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung liege hier allerdings nicht vor. Die Magistratsabteilung 40, die im Jahr 1951 die Jahresmietwertberechnung durchgeführt habe, habe dieser Berechnung offenkundig eine falsche Nutzflächenaufstellung zugrunde gelegt, die ein Zimmer mehr umfasse, als tatsächlich baulich in der Top Nr 5 vorhanden sei. Damit sei allerdings nicht gegen zwingende Grundsätze der Ermittlung der Jahresmietwerte verstoßen worden, sondern ein bloßer Berechnungsfehler unterlaufen. Es liege hier auch kein Fall des § 3 Abs 2 Z 2 WEG 1975 vor, weil keine Änderungen im Bestand räumlich unmittelbar aneinandergrenzender Wohnungen erfolgt sei. Die Antragstellerin habe nicht behauptet, dass nach Errichtung des Hauses ***** ein Raum, der räumlich zuvor mit der Wohnung Top Nr 5 verbunden gewesen sei, nachträglich der nebenliegenden Wohnung zugeschlagen worden sei. Vielmehr habe die Antragstellerin behauptet, dass irrtümlich bei der Berechnung der Jahresmietwerte ein Raum, der tatsächlich nach den Bauplänen der Wohnung Top Nr 6 zuzuordnen sei, rechnerisch der Wohnung Top Nr 5 zugeschlagen worden sei.

Das Rekursgericht gab dem Rekurs der Antragstellerin Folge, hob den angefochtenen Sachbeschluss auf und trug dem Erstgericht eine neue Entscheidung nach Verfahrensergänzung auf. Die Rekurswerberin erblicke eine Nichtigkeit darin, dass das Erstgericht eine Entscheidung in der Sache ohne eine mündliche Verhandlung gefällt und Beweise sowie Beweisergebnisse verwertet habe, ohne ihr die Gelegenheit geboten zu haben, sich zu den Beweisen oder deren Ergebnissen zu äußern. Tatsächlich nehme die angefochtene Entscheidung auf eine Flächenberechnung Bezug, die den Parteien des Verfahrens nicht bekannt sein habe können, weil diese Beilage zu einer Stellungnahme der Magistratsabteilung 25 vom 12. 4. 2013 anders als die Stellungnahme selbst dem Antragstellervertreter offensichtlich nicht übermittelt worden sei. Nehme das Gericht Beweise auf, von denen die Parteien keine Kenntnis haben, begründe das zwar keine Nichtigkeit, aber eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens. Durch die Verwertung von Urkunden, die den Parteien bis zur Entscheidung unbekannt waren, werde deren rechtliches Gehör verletzt. Auf die Möglichkeit, Akteneinsicht zu nehmen, komme es hier an, da die Parteien vor der Entscheidung nicht wissen könnten, ob sich im Akt Urkunden befinden, die ihnen nicht bekannt sind. Schon aus diesem Grunde erweise sich eine Aufhebung der angefochtenen Entscheidung als unvermeidlich. Aus diesem Grunde müsse auch auf die von der Rekurswerberin relevierte Aktenwidrigkeit und auf die Beweisrüge nicht eingegangen werden. Allerdings sei die unter diesen beiden Berufungsgründen bekämpfte Feststellung, „es unterlief ein bloßer Berechnungsfehler“ ohnedies nicht der Tatsachenebene zuzuordnen, sondern der rechtlichen Beurteilung.

Aus Anlass der ordnungsgemäß ausgeführten Rechtsrüge sei eine umfassende rechtliche Beurteilung vorzunehmen. Das Vorliegen des Neufestsetzungstatbestands nach § 3 Abs 2 Z 2 WEG 1975 habe schon das Erstgericht mit zutreffender Begründung verneint. Dieser würde schon nach dem eindeutigen Wortlaut eine Nutzwertfestsetzung vor den Änderungen im Bestand räumlich unmittelbar aneinandergrenzender Wohnungen voraussetzen. Der von der Antragstellerin gezogene, die Neufestsetzung auch im Fall einer schon vor erstmaliger Eintragung des Wohnungseigentums erfolgten Änderung rechtfertigende Größenschluss sei daher nicht zulässig. Nach der nunmehr in § 9 Abs 2 Z 1 iVm Abs 3 WEG 2002 gesetzlich positivierten Rechtsprechung habe aber das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhalts, der dem Gericht (der Schlichtungsstelle) bei der erstmaligen Nutzwertfestsetzung verborgen geblieben sei, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG 1975 berechtigt. Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur seien allerdings auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung beschränkt geblieben. Ein solcher Antrag könne unbefristet und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden. Ausgehend von den Fällen, in welchen die Judikatur bisher einen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung bejaht habe, könne es nicht unbeachtlich sein, wenn es - wie hier - bei der Festsetzung der Mietwerte insofern zu einem Fehler gekommen sei, als ein Zimmer zur falschen Wohnung gezählt worden sei. Denn auch bei der Berechnung der Jahresmietwerte spiele die Wohnnutzfläche eine Rolle. Das ergebe sich aus einem Umkehrschluss aus der Bestimmung des § 12 Abs 6 MG, wonach ein Antrag, womit die Überprüfung der Zulässigkeit eines Mietzinses lediglich wegen der Höhe des für die Berechnung des gesetzlichen Mietzinses maßgebenden Jahresmietzinses begehrt werde, nur gestellt werden könne, wenn der Mietgegenstand in seinem Bestande geändert werde. Eine Bestandsänderung liege nur bei Vergrößerung oder Verkleinerung des Objektes vor. Die falsche Zuordnung eines Zimmers sei daher kein „Bewertungsfehler“, es handle sich bei einer solchen Konstellation vielmehr um einen gravierenden Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung, sei es nun auf Basis des WEG 1948, des WEG 1975 oder des WEG 2002. Das Erstgericht werde daher im weiteren Verfahren konkretere Feststellungen zu den Wohnungen Top Nr 5 und Top Nr 6 zu treffen haben. Sollte ein Zimmer tatsächlich anstelle der Wohnung Top Nr 6 der Wohnung Top Nr 5 zugeordnet worden sein, werde dieser gravierende Verstoß gegen die Festsetzung der Jahresmietwerte zu korrigieren sein.

Das Rekursgericht sprach aus, dass der Revisionsrekurs gemäß den §§ 62 Abs 1 und 64 Abs 1 AußStrG zulässig sei, weil sich der Oberste Gerichtshof bislang noch nicht mit der Frage beschäftigt habe, ob die Zuordnung eines Zimmers zur falschen Wohnung bei neun Wohnungseigentumsobjekten einen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwert- (hier: Jahresmietwert-)Festsetzung darstellt.

Gegen diese Entscheidung richtet sich der Revisionsrekurs der Erstantragsgegnerin aus den Gründen der Mangelhaftigkeit des Verfahrens und der unrichtigen rechtlichen Beurteilung mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss ersatzlos aufzuheben und den Sachbeschluss des Erstgerichts wiederherzustellen.

Die Antragstellerin beantragt in ihrer Revisionsrekursbeantwortung, den Revisionsrekurs als unzulässig zurückzuweisen, diesem jedenfalls aber keine Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zulässig, aber nicht berechtigt.

1. Das Rekursgericht begründet die Aufhebung des angefochtenen Sachbeschlusses mit dem Vorliegen eines wesentlichen Verfahrensmangels (§ 57 Z 4 AußStrG) und dem Bestehen von Feststellungsmängeln (§ 57 Z 5 AußStrG). Der vom Rekursgericht bejahte Verfahrensmangel wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs der Parteien trägt - wie unten zu 2. zu zeigen sein wird - dessen Entscheidung allerdings nicht. Damit sind jene materiell-rechtlichen Fragen, die den vom Rekursgericht konstatierten Feststellungsmängeln zugrunde liegen, für dessen Aufhebungsbeschluss präjudiziell. Diesen Fragen kommt aus den schon vom Rekursgericht angeführten Gründen im Sinne des § 62 AußStrG erhebliche Bedeutung zu.

2. Die Revisionsrekurswerberin macht als Mangelhaftigkeit des Rekursverfahrens geltend, dass das Rekursgericht infolge unrichtiger Anwendung von Prozessgesetzen zu Unrecht die Verletzung des rechtlichen Gehörs der Parteien angenommen habe.

2.1 Nach § 15 AußStrG ist den Parteien Gelegenheit zu geben, von dem Gegenstand, über den das Gericht das Verfahren von Amts wegen eingeleitet hat, den Anträgen und Vorbringen der anderen Parteien und dem Inhalt der Erhebungen Kenntnis zu erhalten und dazu Stellung zu nehmen.

Das rechtliche Gehör im Sinn dieser Bestimmung wird dabei nicht nur dann verletzt, wenn einer Partei die Möglichkeit, sich im Verfahren zu äußern, überhaupt genommen wird, sondern auch dann, wenn einer gerichtlichen Entscheidung Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde gelegt werden, zu denen sich die Beteiligten nicht äußern konnten. Das Gericht hat daher den Parteien Verfahrensvorgänge, die erkennbar für sie wesentliche Tatsachen betreffen, bekanntzugeben und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, dazu Stellung zu nehmen. Eine Beweisaufnahme ohne Zuziehung der Parteien führt dabei noch nicht zur Verletzung des rechtlichen Gehörs. Es genügt, dass sich eine Partei zu den Tatsachen und Beweisergebnissen vor der Entscheidung äußern kann (RIS-Justiz RS0074920, RS0005915). Nach ständiger Rechtsprechung erfordert der Grundsatz des Parteiengehörs im Außerstreitverfahren, dass der Partei ein Weg eröffnet wird, auf dem sie ihre Argumente für ihren Standpunkt vorbringen kann. Das rechtliche Gehör ist daher auch dann gewahrt, wenn sich die Partei nur schriftlich äußern konnte oder geäußert hat (RIS-Justiz RS0006048, RS0006036).

2.2 Das Erstgericht legte seinen Feststellungen ausdrücklich eine Flächenberechnung zugrunde, die zwar im Akt der Schlichtungsstelle als Beilage einer im Verfahren vor der Schlichtungsstelle eingeholten Stellungnahme der Magistratsabteilung 25 vom 12. 4. 2013 erliegt, den Parteien nach der Aktenlage aber niemals zugestellt wurde. Das Erstgericht hat damit Urkunden verwertet, die den Parteien bis zur Entscheidung unbekannt waren. Diesen Umstand qualifiziert das Rekursgericht grundsätzlich zu Recht als Verletzung des rechtlichen Gehörs. Anders als offenbar in den Entscheidungen 5 Ob 187/07x (RIS-Justiz RS0120213 [T7]) und 8 Ob 159/08b (RIS-Justiz RS0120213) hat hier nicht nur keine der ZPO entsprechende Erörterung von Urkunden stattgefunden, die vom Erstgericht verwertete Urkunde wurde den Parteien nicht einmal zur Kenntnis gebracht.

2.3 Entgegen der Auffassung des Rekursgerichts zwingt hier die Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs aber nicht jedenfalls zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist im außerstreitigen Verfahren vielmehr nur dann wahrzunehmen, wenn die Gehörverletzung Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (RIS-Justiz RS0120213 [T11, T16, T17, T20]). Gemäß § 5  Abs 1 und 3 AußStrG ist vor der Entscheidung auf Aufhebung und Zurückverweisung der Außerstreitsache an eine Vorinstanz zu prüfen, ob nicht eine Bestätigung selbst aufgrund der Angaben im Rechtsmittelverfahren oder eine Abänderung ohne weitere Erhebungen möglich ist. Um diese Prüfung vornehmen zu können, muss daher von einem Rechtsmittelwerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert (RIS-Justiz RS0123872, RS0120213 [T15]). Bloß abstrakte Erwägungen reichen nicht aus (RIS-Justiz RS0120213 [T23], RS0123872 [T3]). Um einen erheblichen Verfahrensverstoß durch Verletzung des rechtlichen Gehörs wirksam geltend zu machen, hätte die Rekurswerberin daher in ihrem Rekurs die Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels aufzuzeigen und darzulegen gehabt, welches konkrete (zusätzliche) Vorbringen sie erstattet und/oder welche konkreten (weiteren) Beweismittel sie angeboten hätte, wäre ihr die vom Gericht verwertete Flächenberechnung im Verfahren erster Instanz zur Kenntnis gebracht worden (vgl RIS-Justiz RS0120213 [T9, T14, T21]). Das Rekursvorbringen der Antragstellerin zur Wesentlichkeit des Verfahrensmangels erschöpft sich jedoch in der Behauptung, dass sie aufzeigen hätte können, dass kein Berechnungsfehler vorliege und daher das Erstgericht zu einer anderen Entscheidung hätte kommen können. Damit stellt sie die geforderte Relevanz der Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht ausreichend dar; der Verfahrensmangel bleibt in diesem Sinn abstrakt und rechtfertigt die Aufhebung der Entscheidung des Erstgerichts daher nicht.

3. Das Rekursgericht bejahte die zeitlich unbegrenzte Zulässigkeit des Antrags auf Neufestsetzung der Jahresmietwerte, weil die (behauptete) falsche Zuordnung eines Zimmers einen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwert- (hier: Jahresmietwert-)Festsetzung darstelle. Das Erstgericht habe aber - ausgehend von seiner gegenteiligen Rechtsmeinung - keine zur abschließenden Beurteilung ausreichenden Feststellungen zu den beiden betroffenen Wohnungen getroffen.

3.1 An der Liegenschaft wurde Wohnungseigentum nach dem WEG 1948 begründet. Die Neufestsetzung der Jahresmietwerte der auf dieser Liegenschaft vorhandenen Wohnungseigentumsobjekte hat daher gemäß § 29 Abs 1 Z 1 WEG 1975 iVm § 55 Satz 2 WEG 2002 nach § 2 WEG 1948 in sinngemäßer Anwendung (ua) des § 3 Abs 2 WEG 1975 zu erfolgen (RIS-Justiz RS0048303).

3.2 Die Gründe für eine Neufestsetzung der Nutzwerte waren in § 3 Abs 2 WEG 1975 nicht taxativ aufgezählt (RIS-Justiz RS0083159). Die Neufestsetzung konnte daher nicht nur bei einer Änderung des entscheidungswesentlichen Sachverhalts, sondern auch bei nachträglichem Hervorkommen der wahren Sach- und Rechtslage beantragt werden. Die Anwendungsfälle einer solchen Korrektur beschränkten sich allerdings auf Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung (RIS-Justiz RS0083159 [T8], RS0083169 [T3, T4, T6]). Mit § 9 Abs 2  Z 1 WEG 2002 wurde diese bereits zum WEG 1975 entwickelte Praxis erstmals ausdrücklich im Gesetz festgeschrieben (RIS-Justiz RS0083159 [T14]; RS0083169 [T7, T8]). In dem Fall eines Verstoßes gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung konnte (und kann) die Neufestsetzung ohne zeitliche Begrenzung und ohne Bagatellgrenze geltend gemacht werden (RIS-Justiz RS0083159 [T15], RS0083169 [T7, T9], RS0107277 [T3], RS0117708 [T2]).

3.3 Als Verstöße gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung hat die Rechtsprechung beispielsweise das Übergehen wohnungseigentumstauglicher Objekte, die Zuweisung eines Nutzwertes für allgemeine Teile der Liegenschaft, die Schaffung eines neuen Wohnungseigentumsobjekts „ohne Nutzwert“, oder die mit keiner baulichen Veränderung einhergehende Umwidmung allgemeiner Teile der Liegenschaft in Objekte, an denen Wohnungseigentum oder Zubehörwohnungseigentum bestehen soll, qualifiziert. Auch die falsche Einordnung in eine der drei grundsätzlichen wohnungseigentumsrechtlichen Kategorien (Wohnungseigentumsobjekte, Zubehör und allgemeine Teile der Liegenschaft) stellt einen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung dar (

RIS-Justiz RS0117710, insbesondere

5 Ob 38/03d,

5 Ob 29/08p; vgl auch Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht II22 § 9 WEG Rz 10 und Hausmann in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht3, § 9 WEG 2002 Rz 32, jeweils mit zahlreichen Judikaturnachweisen). Bloße Messfehler (T. Hausmann, aaO § 9 Rz 64) oder Bewertungsfragen (Würth/Zingher/Kovanyi, aaO § 9 WEG Rz 10) fallen hingegen nicht darunter, insbesondere nicht das Abweichen von veröffentlichten Empfehlungen für Zu- und Abschläge beim Nutzwertgutachten (5 Ob 222/07v).

3.4 Das Rekursgericht vertritt die Auffassung, die falsche Zuordnung eines Zimmers sei kein bloßer „Bewertungsfehler“, bei einer solchen Konstellation handle es sich vielmehr um einen gravierenden Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Parifizierung. Es orientierte sich dabei an der Entscheidung 5 Ob 2346/96b, in der ein Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung darin gesehen wurde, dass eine dreißig Quadratmeter große Terrasse entgegen § 6 Abs 1 WEG 1975 bei der Berechnung der Nutzfläche berücksichtigt wurde. Das Rekursgericht verweist zudem auf die Entscheidung 5 Ob 213/98d, in der der Oberste Gerichtshof ganz allgemein Verstöße gegen die gesetzliche Bestimmung der Nutzfläche als einen Beispielfall für einen Verstoß gegen zwingende Grundsätze der Nutzwertberechnung nennt.

3.5 Dieser Rechtsansicht des Rekursgerichts ist jedenfalls im Ergebnis zuzustimmen.

Der Mindestanteil des Wohnungseigentümers bestimmt sich gemäß § 2 WEG 1948 grundsätzlich nach den Jahresmietzinsen für 1914. In Ermangelung solcher Jahresmietzinse hatte die Mietkommission Jahresmietwerte festzusetzen, die für Mietgegenstände von gleicher Lage und Beschaffenheit am 1. 8. 1914 ortsüblich als Mietzins entrichtet wurden. Die grundsätzliche Maßgeblichkeit der Wohnungsgröße für die Feststellung des Jahresmietwerts ist dabei auch ohne ausdrückliche gesetzliche Positivierung (analog den §§ 5 Abs 1 WEG 1975, 2 Abs 8 WEG 2002) selbstverständlich. Dies spiegelt sich nicht nur in der vom Rekursgericht in diesem Zusammenhang dargestellten Bestimmung des § 12 Abs 6 MG wider, auch die Entscheidung der Mietkommission für den 10. bis 15. Bezirk und der Bescheid der Schlichtungsstelle beim Magistratischen Bezirksamt für den 13/14 Bezirk basieren ausdrücklich auf Flächenberechnungen.

Die Antragstellerin hat im Verfahren vor dem Erstgericht vorgebracht, dass die Jahresmietwerte (und damit die ihnen entsprechenden Nutzungswerte) offenbar weder aufgrund von behördlich bewilligten (Bau-)Plänen noch nach den tatsächlichen Verhältnissen in natura festgesetzt worden seien. Dies zeige sich am deutlichsten bei der Bewertung der - im Wohnungseigentum der Antragstellerin stehenden - Wohnung W 5. Das Erstgericht hat dazu nicht nur festgestellt, dass die von der Schlichtungsstelle und der Mietkommission ihren Entscheidungen zugrunde gelegte Flächenaufstellung jedenfalls in Bezug auf die Wohnung W 5 vom maßgeblichen Bauplan erheblich abweicht. In seiner Beweiswürdigung hält es zudem fest, dass die im Plan angegebenen Flächen der einzelnen Räume (offensichtlich alle) nicht exakt mit jenen Flächen übereinstimmen würden, die die Schlichtungsstelle zur Berechnung der Nutzfläche herangezogen habe. In seiner rechtlichen Beurteilung folgert das Erstgericht daraus, dass die Schlichtungsstelle ihrer Jahresmietwertberechnung im Jahr 1951 offenkundig eine falsche Nutzflächenaufstellung zugrunde gelegt habe, die ein Zimmer mehr umfasse, als tatsächlich baulich in der Top Nr 5 vorhanden sei.

Nach diesen Feststellungen und der derzeitigen Aktenlage kann zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass die Antragstellerin einen keiner Präklusion unterliegenden Grund für die Neufestsetzung der Jahresmietwerte geltend gemacht hat. Das Erstgericht hat zwar im Wesentlichen nur in Bezug auf die Wohnung W 5 konkretere Feststellungen zur Divergenz zwischen den Bauplänen und Flächenberechnungen getroffen. Die Richtigkeit der Behauptung der Antragstellerin, die Feststellung der Jahresmietwerte würde insgesamt auf einer Flächenberechnung beruhen, die mit dem maßgeblichen Bauplan nicht im Einklang steht, ist damit aber wenn auch noch nicht erwiesen, so doch indiziert. In diesem Fall hätte die Schlichtungsstelle (ebenso wie die Mietkommission, die deren Bescheid übernommen hat) seiner Entscheidung nicht nur einfach (im Sinne des § 9 Abs 2 Z 2 WEG 2002) eine einzelne, falsche tatsächliche Gegebenheit in Gestalt einer falschen Nutzfläche eines Wohnungseigentumsobjektes zugrunde gelegt, deren Unrichtigkeit noch auf einen Lese-, Mess- und/oder Rechenfehler zurückgeführt werden könnte. Eine Festsetzung der Jahresmietwerte, die im aufgezeigten Sinn nicht von den der Begründung des Wohnungseigentums zugrunde gelegten Bauplänen ausgeht, ist nicht mehr nur fehlerhaft. Darin läge vielmehr ein grober „Systemfehler“ (vgl T. Hausmann aaO § 9 Rz 64), der gegen die zwingenden Grundsätze der Ermittlung der Jahresmietwerte nach dem WEG 1948 verstößt.

3.6 Um abschließend beurteilen zu können, ob hier tatsächlich nicht mehr nur ein bloßer Berechnungsfehler, sondern ein grober Systemfehler anzunehmen ist, fehlen ausreichend konkrete Feststellungen zu Gestalt, Ausmaß und Ursache der Divergenz zwischen den Flächenberechnungen und den maßgeblichen Bauplänen. Die Festsetzung der Nutzwerte hat in einem jeder Dispositionsbefugnis der Parteien entzogenen, auf Antrag einzuleitenden Verfahren, für alle als Wohnungseinheiten in Betracht kommenden Objekte einer Liegenschaft, ausgehend von der jeweiligen materiellen Rechtslage und der konkreten Widmung zu geschehen (RIS-Justiz RS0082872).

Liegt ein Grund für die Neufestsetzung der Nutzwerte (Jahresmietwerte) vor, hat in diesem Verfahren eine Korrektur der Nutzwerte (nur) insoweit zu erfolgen, als die Auswirkungen des Verstoßes gegen zwingende Parifizierungsgrundsätze dies erfordern. Die erforderlichen Korrekturen sind dabei grundsätzlich auf der Basis der erfolgten Nutzwertfestsetzung vorzunehmen. Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - die Wohnungseigentumsbegründung vor dem Inkrafttreten des WEG 1975 erfolgte und nach der Übergangsregelung des § 29 Abs 1 Z 1 WEG 1975 statt der Neufestsetzung der Nutzwerte eine Neuparifizierung nach Mietwerten zu erfolgen hat (RIS-Justiz RS0107277).

              Die zur abschließenden Beurteilung dieser Fragen notwendigen Entscheidungsgrundlagen fehlen, die vom Rekursgericht dem Erstgericht aufgetragene Verfahrensergänzung ist daher tatsächlich erforderlich. Im fortgesetzten Verfahren wird das Erstgericht - über den zu eng formulierten Auftrag des Rekursgerichts hinaus - ausreichend klare Feststellungen zu Gestalt, Ausmaß und Ursache der Divergenz zwischen den Flächenberechungen und den maßgeblichen Bauplänen insgesamt zu treffen haben. In dem Fall, dass die Festsetzung der Jahresmietwerte auf einer Flächenberechnung beruht, die in mehrfacher Hinsicht, in einem erheblichen Ausmaß und/oder aus nicht sachgerechten Gründen vom maßgeblichen Bauplan abweicht und daher mit diesem nicht in Einklang zu bringen ist, wird ein Neuparifizierungsfall zu bejahen sein und die Tatsachenbasis für die danach erforderlichen Korrekturen zu schaffen sein.

4. Der Kostenvorbehalt beruht auf § 52 Abs 2 WEG iVm § 37 Abs 3 Z 17 MRG. Erst mit der endgültigen Sachentscheidung können die gebotenen Billigkeitserwägungen angestellt werden (RIS-Justiz RS0123011 [T1]).

Schlagworte

Außerstreitiges Wohnrecht

Textnummer

E111026

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0050OB00225.14W.0324.000

Im RIS seit

25.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2016

Dokumentnummer

JJT_20150324_OGH0002_0050OB00225_14W0000_000