Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob42/57 3Ob30/83 1Ob58...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022377

Geschäftszahl

3Ob42/57; 3Ob30/83; 1Ob580/84; 1Ob639/95; 6Ob237/04b; 6Ob28/06w; 7Ob191/14k; 7Ob210/14d; 7Ob111/15x; 1Ob163/15z

Entscheidungsdatum

27.02.1957

Norm

ABGB §1271
WAG 2007 §1 Z6

Rechtssatz

Unter Differenzgeschäften sind nur solche Geschäfte zu verstehen, die nach der Absicht der Parteien oder nach der beim Geschäftsabschluss dem anderen Teil bekannten Absicht einer Partei nicht durch Lieferung oder Bezahlung von Waren oder Wertpapieren, sondern nur durch Zahlung der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Kurs des Erfüllungstages abgewickelt werden sollen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 42/57
    Entscheidungstext OGH 27.02.1957 3 Ob 42/57
    Veröff: EvBl 1957/190 S 265
  • 3 Ob 30/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 3 Ob 30/83
    Beisatz: Demgegenüber wird beim Termingeschäft grundsätzlich durch Lieferung und Zahlung erfüllt, wobei auch beim Termingeschäft die erwartete Differenz zwischen dem Vertragspreis und dem künftigen Preis den Beweggrund des Geschäftes bilden kann; beim Differenzgeschäft bildet sie schlechthin den Gegenstand des Geschäftes. Wenn die Parteien ihr Differenzgeschäft in die äußere Form eines an sich zu erfüllenden Warentermingeschäftes kleiden, liegt natürlich trotzdem ein Differenzgeschäft - und zwar ein verdecktes - vor. Die Absicht, ein Differenzgeschäft abzuschließen, ergibt sich immer aus den Umständen des Einzelfalles. (T1) Veröff: EvBl 1983/142 S 519 = SZ 56/77
  • 1 Ob 580/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 580/84
    Auch
  • 1 Ob 639/95
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 639/95
    Auch; Beis wie T1 nur: Wenn die Parteien ihr Differenzgeschäft in die äußere Form eines an sich zu erfüllenden Warentermingeschäftes kleiden, liegt natürlich trotzdem ein Differenzgeschäft - und zwar ein verdecktes - vor. Die Absicht, ein Differenzgeschäft abzuschließen, ergibt sich immer aus den Umständen des Einzelfalles. (T2) Veröff: SZ 69/261
  • 6 Ob 237/04b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 237/04b
    Beisatz: Hier: Fehlen der Absicht, ein Differenzgeschäft zu schließen. (T3)
  • 6 Ob 28/06w
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 28/06w
    Vgl auch; Beisatz: Bei Rechtsstreitigkeiten aus Bankgeschäften ist der Differenzeinwand unzulässig, wenn zumindest eine Vertragspartei zur gewerblichen Durchführung solcher Bankgeschäfte berechtigt ist. (T4)
  • 7 Ob 191/14k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 191/14k
    Ähnlich; Beisatz: Differenzgeschäfte sind solche, bei denen schon im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses die Absicht vorgelegen haben muss, nur die Differenz abzuschöpfen. (T5); Veröff: SZ 2014/119
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Vgl; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x
  • 1 Ob 163/15z
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 163/15z
    Vgl auch; Beisatz: Ein zur Finanzierung eines "realen geschäftlichen Vorgangs" (hier: Ankauf einer Liegenschaft) aufgenommener endfälliger Fremdwährungskredit ist kein einem Termingeschäft ähnliches Spekulationsgeschäft. Ein Finanzinstrument nach § 1 Z 6 WAG 2007 liegt nicht vor. Eine Überprüfung der Eignung von Anlageberatungs‑ und Portfolioverwaltungsdienstleistungen nach § 44 WAG musste demnach nicht stattfinden. (T6); Veröff: SZ 2015/128

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0022377

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19570227_OGH0002_0030OB00042_5700000_001

Rechtssatz für 5Ob624/59 5Ob12/74 6Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022362

Geschäftszahl

5Ob624/59; 5Ob12/74; 6Ob560/95; 1Ob107/98m; 7Ob85/04g; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob111/15x

Entscheidungsdatum

27.01.1960

Norm

ABGB §1270
ABGB §1272

Rechtssatz

Der Unterschied zwischen Wette und Spiel liegt, nur im Zweck, da das Spiel der Unterhaltung und dem Gewinn dient, während der Zweck der Wette die Bekräftigung einer eigenen Behauptung ist. Zum Begriff der Wette und des Spieles gehört das aleatorische Moment der Ungewissheit, ob derjenige, der eine Zusage macht, diese erfüllen muss, weil nicht feststeht, ob die Behauptung des Zusagenden richtig ist. Die Leistungspflicht des Zusagenden hängt von einem beiden Teilen noch unbekannten Ereignis ab.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 624/59
    Entscheidungstext OGH 27.01.1960 5 Ob 624/59
    Veröff: RZ 1960,81
  • 5 Ob 12/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 5 Ob 12/74
    nur: Zum Begriff der Wette und des Spieles gehört das aleatorische Moment der Ungewißheit. (T1) Veröff: EvBl 1974/233 S 514 = SZ 47/42
  • 6 Ob 560/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 6 Ob 560/95
    Vgl auch
  • 1 Ob 107/98m
    Entscheidungstext OGH 30.10.1998 1 Ob 107/98m
    Verstärkter Senat; Vgl auch; nur: Der Unterschied zwischen Wette und Spiel liegt, nur im Zweck, da das Spiel der Unterhaltung und dem Gewinn dient, während der Zweck der Wette die Bekräftigung einer eigenen Behauptung ist. (T2); Beisatz: Eine Abgrenzung zwischen Spiel und Wette ist für deren zivilrechtlichen Folgen entbehrlich, weil auf beide Rechtsgeschäfte dieselben Rechtsvorschriften anzuwenden sind. (T3) Veröff: SZ 71/183
  • 7 Ob 85/04g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 85/04g
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0022362

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19600127_OGH0002_0050OB00624_5900000_002

Rechtssatz für 7Ob40/62 7Ob342/63 7Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080428

Geschäftszahl

7Ob40/62; 7Ob342/63; 7Ob151/68; 7Ob202/68; 7Ob193/68; 7Ob175/69; 7Ob184/70; 7Ob66/74; 7Ob21/75; 7Ob92/75; 7Ob122/75; 7Ob12/76 (7Ob13/76); 7Ob17/76; 7Ob47/77; 7Ob59/77; 7Ob1/78; 7Ob49/78; 7Ob74/78; 7Ob11/79; 7Ob28/79; 7Ob25/80; 7Ob27/80; 7Ob41/83; 7Ob2205/96g; 7Ob224/05z; 7Ob244/06t; 7Ob129/10m; 7Ob210/14d; 7Ob14/18m; 7Ob214/17x

Entscheidungsdatum

30.06.1962

Norm

VersVG §23 Abs1
VersVG §25 Abs1

Rechtssatz

Die Gefahrerhöhung setzt - mit der Einschränkung, dass es sich nicht nur um einen Zustand handeln darf, der plötzlich aufgetreten ist und in Kürze wieder behoben werden sollte - immer einen gewissen Dauerzustand voraus.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 40/62
    Entscheidungstext OGH 30.06.1962 7 Ob 40/62
    Veröff: EvBl 1962/371 S 462 = VersR 1962,1018 (mit Anmerkung von Wahle) = VersR 1963,82
  • 7 Ob 342/63
    Entscheidungstext OGH 15.01.1964 7 Ob 342/63
    Auch; Beisatz: Die - willkürliche - Gefahrerhöhung muß von einer gewissen Dauer sein, so daß sich daraus die Möglichkeit des Beginns eines neuen Gefahrenverlaufes ergibt. (T1) Veröff: JBl 1964,371 = ZVR 1964/136 S 160 = VersR 1965,1162 (mit Anmerkung von Wahle)
  • 7 Ob 151/68
    Entscheidungstext OGH 18.09.1968 7 Ob 151/68
    Beisatz: Eine einmalige, unter gefahrdrohenden Umständen vorgenommene Fahrt - insbesondere die Fortsetzung der Unfallsfahrt oder die Fahrt in die Reparaturwerksstätte - stellt daher in der Regel noch keine Gefahrenerhöhung dar. (T2) Veröff: ZVR 1969/31 S 21
  • 7 Ob 202/68
    Entscheidungstext OGH 23.10.1968 7 Ob 202/68
  • 7 Ob 193/68
    Entscheidungstext OGH 23.10.1968 7 Ob 193/68
    Beisatz: Einmalige unsachgemäße Beladung anläßlich der Unfallsfahrt begründet nicht Versicherungsfreiheit. (T3) Veröff: EvBl 1969/182 S 269 = VersR 1970,45
  • 7 Ob 175/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 7 Ob 175/69
    Veröff: VersRdSch 1970,80 = ZVR 1970/118 S 160 = VersR 1970,727 (Anmerkung von Gaisbauer, 848)
  • 7 Ob 184/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 7 Ob 184/70
    Zweiter Rechtsgang zu 7 Ob 151/68
  • 7 Ob 66/74
    Entscheidungstext OGH 18.04.1974 7 Ob 66/74
    Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1974/168 S 248 = VersRdSch 1974,404 = VersR 1975,553
  • 7 Ob 21/75
    Entscheidungstext OGH 13.03.1975 7 Ob 21/75
    Beis wie T2; Veröff: ZVR 1976/53 S 56
  • 7 Ob 92/75
    Entscheidungstext OGH 22.05.1975 7 Ob 92/75
    Veröff: VersR 1976,868 = ZVR 1976/82 S 87
  • 7 Ob 122/75
    Entscheidungstext OGH 04.09.1975 7 Ob 122/75
  • 7 Ob 12/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 7 Ob 12/76
    Beis wie T2
  • 7 Ob 17/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 17/76
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1977/82 S 120
  • 7 Ob 47/77
    Entscheidungstext OGH 15.09.1977 7 Ob 47/77
  • 7 Ob 59/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 59/77
    Beis wie T1; Veröff: SZ 50/136 = JBl 1978,600 = VersR 1978,879
  • 7 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1978 7 Ob 1/78
    Beis wie T2
  • 7 Ob 49/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 7 Ob 49/78
    Beisatz: Hier: Chronische Übermüdung. (T4) Veröff: VersR 1978,759
  • 7 Ob 74/78
    Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 74/78
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit auf einmaliger sehr kurzer Fahrt. (T5) Veröff: ZVR 1980/79 S 87
  • 7 Ob 11/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 11/79
    Beisatz: Der Neuantritt einer längeren Fahrt mit der generellen Absicht der Weiterbenützung des Kraftfahrzeuges erfüllt das Erfordernis der gewissen Dauer der Gefahrerhöhung. (T6) Beis wie T2
  • 7 Ob 28/79
    Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 28/79
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 25/80
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 7 Ob 25/80
    Beis wie T1; Veröff: VersR 1981,768
  • 7 Ob 27/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 27/80
    Auch; Veröff: VersR 1980,46
  • 7 Ob 41/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 7 Ob 41/83
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 57/46 = VersR 1984,52 = ZVR 1985/13 S 20
  • 7 Ob 2205/96g
    Entscheidungstext OGH 18.09.1996 7 Ob 2205/96g
    Vgl auch; Beisatz: Es kommt nicht darauf an, daß die neue Gefahrenlage tatsächlich schon längere Zeit bestanden hat, sondern nur darauf, daß sie ex ante darauf ausgelegt war. (T7) Beisatz: Hier: Annahme einer Gefahrenerhöhung. Für die Absicht des Beklagten, das von ihm gefahrene Gespann längere Zeit im öffentlichen Verkehr zu verwenden, spricht schon die Belastung des Zugfahrzeuges mit schweren Platten und das Auffüllen der Reifen mit Wasser, um dessen Eigengewicht zu erhöhen. (T8)
  • 7 Ob 224/05z
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 224/05z
    Auch; Beisatz: Keine Gefahrenerhöhung, wenn ein ausländischer Staatsbürger einen Wechsel seines Wohnsitzes im Inland bezüglich einer Kaskoversicherung eines Fahrzeuges der Oberklasse dem Versicherer nicht bekannt gibt. (T9)
  • 7 Ob 244/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 244/06t
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Bei Einmaligkeit und relativen Kurzzeitigkeit der durch die Überladung des Anhängers hervorgerufenen Änderung der Gefahrensituation kann eine Gefahrerhöhung im Sinne des § 23 VersVG nicht angenommen werden. (T10); Veröff: SZ 2006/177
  • 7 Ob 129/10m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 129/10m
    Beisatz: Nimmt der Versicherungsnehmer immer wieder über Jahre hinweg, wenn auch nur bei bestimmten Transporten, dasselbe Risiko auf sich, liegt eine Gefahrerhöhung nach §§ 23 ff VersVG vor. (T11)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
  • 7 Ob 214/17x
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 214/17x

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0080428

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2018

Dokumentnummer

JJR_19620630_OGH0002_0070OB00040_6200000_002

Rechtssatz für 7Ob40/62 7Ob193/68 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080487

Geschäftszahl

7Ob40/62; 7Ob193/68; 7Ob285/99h; 7Ob244/09x; 7Ob210/14d; 7Ob14/18m

Entscheidungsdatum

30.06.1962

Norm

VersVG §25

Rechtssatz

Zur Beweislastverteilung bei behaupteter Gefahrenerhöhung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 40/62
    Entscheidungstext OGH 30.06.1962 7 Ob 40/62
    Veröff: EvBl 1962/371 S 462 = ZVR 1963/149 S 156 = VersR 1963,82 = VersR 1962,1018 (mit Anmerkung von Wahle)
  • 7 Ob 193/68
    Entscheidungstext OGH 23.10.1968 7 Ob 193/68
    Beisatz: Versicherer muss nicht nur die Gefahrenerhöhung, sondern auch das Verschulden des Versicherungsnehmers beweisen. (T1) Veröff: EvBl 1969/182 S 269
  • 7 Ob 285/99h
    Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 285/99h
    Beisatz: Für den Eintritt einer Gefahrerhöhung ist grundsätzlich der Versicherer beweispflichtig (vgl ZVR 1974/168, 248 = VR 1974, 404 = VersR 1975, 553), der Beweis des mangelnden Verschuldens und der Kausalitätsgegenbeweis obliegt dem Versicherungsnehmer. (T2)
  • 7 Ob 244/09x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 7 Ob 244/09x
    Vgl; Beis wie T1
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0080487

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19620630_OGH0002_0070OB00040_6200000_003

Rechtssatz für 7Ob141/64 7Ob17/89 7Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080185

Geschäftszahl

7Ob141/64; 7Ob17/89; 7Ob1008/96; 7Ob232/02x; 7Ob180/14t; 7Ob210/14d; 1Ob37/17y; 7Ob20/17t

Entscheidungsdatum

27.05.1964

Norm

VersVG §34

Rechtssatz

Nach § 34 VersVG hat der Versicherungsnehmer jede Auskunft zu geben, die zur Feststellung des Versicherungsfalles "erforderlich" ist. Der Versicherer kann diejenigen Auskünfte verlangen, die er für notwendig hält. Er ist aber dafür beweispflichtig, daß die verlangte Auskunft notwendig war.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 141/64
    Entscheidungstext OGH 27.05.1964 7 Ob 141/64
    Veröff: ZVR 1965/66 S 74 = VersR 1965,674 (mit Anmerkung von Wahle)
  • 7 Ob 17/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 17/89
    nur: Der Versicherer kann diejenigen Auskünfte verlangen, die er für notwendig hält. (T1)
    Beisatz: Der Versicherer kann diejenigen Auskünfte verlangen, die er für notwendig hält, soferne sie nur für Grund oder Umfang seiner Leistung bedeutsam sein können (Prölss-Martin, VersVG 24.Auflage, 220). (T2)
    Veröff: RdW 1989,331 = VersR 1990,550 = VersRdSch 1990,84
  • 7 Ob 1008/96
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 1008/96
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Daß er sich diese Auskünfte auch auf andere Weise verschaffen könnte, ist ohne Belang. (T3)
  • 7 Ob 232/02x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 232/02x
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Art 5.3.1 AFIB 1993. (T4)
  • 7 Ob 180/14t
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 180/14t
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zum Umfang der Aufklärungs- und Belegobliegenheit sowie zur Erkundigungspflicht. (T5)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Beis wie T2
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0080185

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19640527_OGH0002_0070OB00141_6400000_001

Rechtssatz für 7Ob195/73 7Ob40/74 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0081313

Geschäftszahl

7Ob195/73; 7Ob40/74; 7Ob51/74; 7Ob122/74; 7Ob201/74; 7Ob213/75; 7Ob18/76; 7Ob35/76; 7Ob36/76; 7Ob64/76; 7Ob58/76; 7Ob66/76; 7Ob72/76; 7Ob14/77; 7Ob32/77; 7Ob49/77; 7Ob57/77; 7Ob10/78; 7Ob12/78; 7Ob9/78; 7Ob42/78; 7Ob50/78; 7Ob69/78; 7Ob34/79; 7Ob35/79; 7Ob31/79; 7Ob39/79; 7Ob45/79; 7Ob11/80; 7Ob10/80; 7Ob29/80; 7Ob39/80; 7Ob53/80; 7Ob48/80; 7Ob10/81; 7Ob16/81; 7Ob22/81; 7Ob26/81; 7Ob47/81; 7Ob54/81; 7Ob58/81; 7Ob4/82; 7Ob53/81; 7Ob29/82; 7Ob34/82; 7Ob60/82; 7Ob66/82; 7Ob73/82; 7Ob47/82 (7Ob48/82); 7Ob10/83; 7Ob1/83; 7Ob38/83; 7Ob32/83; 7Ob3/84; 7Ob8/84; 7Ob59/83; 7Ob36/84; 7Ob38/84; 7Ob17/85; 7Ob41/85; 7Ob35/86; 7Ob59/86; 7Ob60/86; 7Ob10/88; 7Ob37/88; 7Ob35/88; 7Ob10/89; 7Ob31/89; 7Ob3/90; 7Ob9/90; 7Ob6/90; 7Ob20/92; 7Ob19/93; 7Ob16/94; 7Ob36/95; 7Ob7/94; 7Ob33/95; 7Ob2077/96h; 7Ob2146/96f; 7Ob6/97a; 7Ob158/97d; 7Ob210/98b; 7Ob246/98x; 7Ob238/98w; 7Ob74/00h; 7Ob17/01b; 7Ob319/01i; 7Ob63/02v; 7Ob232/02x; 7Ob222/02a; 7Ob72/03v; 7Ob80/04x; 7Ob113/04z; 7Ob216/04x; 7Ob259/05x; 7Ob45/06b; 7Ob36/06d; 7Ob280/06m; 7Ob27/07g; 7Ob219/07t; 7Ob4/08a; 7Ob152/08s; 7Ob158/08y; 7Ob88/08d; 7Ob157/08a; 7Ob33/09t; 7Ob97/09d; 7Ob23/11z; 7Ob200/11d; 7Ob34/12v; 7Ob66/12z; 7Ob239/12s; 7Ob89/13h; 7Ob150/13d; 1Ob197/13x; 7Ob12/14m; 7Ob40/14d; 7Ob98/14h; 7Ob177/14a; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob81/15k; 7Ob119/15y; 7Ob141/15h; 7Ob174/15m; 7Ob1/16x; 7Ob234/15k; 7Ob33/16b; 1Ob37/17y; 7Ob20/17t; 7Ob37/17t; 7Ob110/17b; 7Ob59/17b; 7Ob174/17i; 7Ob209/17m; 7Ob159/18k; 7Ob12/21x

Entscheidungsdatum

17.10.1973

Norm

AFIB 1993 Art5 Z3.1
AHVB 1993 Art8
AKHB Art8 Abs1 Z1
VersVG §6 Abs3

Rechtssatz

Der Versicherer braucht nur den objektiven Tatbestand einer Obliegenheitsverletzung nachzuweisen, während es Sache des Versicherungsnehmers ist, zu behaupten und zu beweisen, dass er die ihm angelastete Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch grob fahrlässig begangen habe. Dass - bei grob fahrlässiger Begehung einer Obliegenheitsverletzung - die Verletzung weder auf die Feststellung des Versicherungsfalles noch auf die Feststellung und den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung einen Einfluss gehabt hat, ist vom Versicherungsnehmer im Verfahren erster Instanz zu behaupten und zu beweisen (Prölß-Martin, VersVG 19.Auflage 98).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 195/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 7 Ob 195/73
    Veröff: SZ 46/106 = EvBl 1974/210 S 462 = VersR 1974,871
  • 7 Ob 40/74
    Entscheidungstext OGH 21.03.1974 7 Ob 40/74
    Veröff: VersR 1975,361
  • 7 Ob 51/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 7 Ob 51/74
    nur: Der Versicherer braucht nur den objektiven Tatbestand einer Obliegenheitsverletzung nachzuweisen, während es Sache des Versicherungsnehmers ist, zu behaupten und zu beweisen, dass er die ihm angelastete Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch grob fahrlässig begangen habe. (T1)
    Veröff: VersR 1975,363
  • 7 Ob 122/74
    Entscheidungstext OGH 24.10.1974 7 Ob 122/74
    Beisatz: Hier ARB (Betrauung eines frei gewählten Rechtsanwaltes). (T2)
    Veröff: SZ 47/116 = EvBl 1975/163 S 326 = VersR 1975,961
  • 7 Ob 201/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 201/74
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: EvBl 1975/182 S 393 = VersR 1975,962
  • 7 Ob 213/75
    Entscheidungstext OGH 06.11.1975 7 Ob 213/75
    nur T1; Veröff: VersR 1977,167 = ZVR 1976/329 S 350
  • 7 Ob 18/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 18/76
    Beisatz: Der Versicherungsnehmer muss bei seinen Einwendungen nicht auch Fälle in Betracht ziehen, mit denen im Regelfall nicht im entferntesten zu rechnen ist. (T3)
    Veröff: ZVR 1978/267 S 305 (mit zustimmender Anmerkung von Migsch)
  • 7 Ob 35/76
    Entscheidungstext OGH 03.06.1976 7 Ob 35/76
    nur T1; Veröff: VersR 1977,535 = ZVR 1977/240 S 301
  • 7 Ob 36/76
    Entscheidungstext OGH 10.06.1976 7 Ob 36/76
    nur T1
  • 7 Ob 64/76
    Entscheidungstext OGH 04.11.1976 7 Ob 64/76
    nur T1; Veröff: SZ 49/129 = VersR 1977,755
  • 7 Ob 58/76
    Entscheidungstext OGH 04.11.1976 7 Ob 58/76
    nur T1
  • 7 Ob 66/76
    Entscheidungstext OGH 18.11.1976 7 Ob 66/76
    nur T1
  • 7 Ob 72/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 7 Ob 72/76
    nur T1
  • 7 Ob 14/77
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 7 Ob 14/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/133 S 194
  • 7 Ob 32/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 32/77
    nur T1; Veröff: VersR 1978/264
  • 7 Ob 49/77
    Entscheidungstext OGH 15.09.1977 7 Ob 49/77
    nur T1; Veröff: ZVR 1978/200 S 234
  • 7 Ob 57/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 57/77
  • 7 Ob 10/78
    Entscheidungstext OGH 02.03.1978 7 Ob 10/78
    nur T1
  • 7 Ob 12/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 7 Ob 12/78
  • 7 Ob 9/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 7 Ob 9/78
    nur T1; Beisatz: Hier AFB (T4)
    Veröff: SZ 51/32
  • 7 Ob 42/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 42/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1979/55 S 69
  • 7 Ob 50/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 50/78
    nur T1
  • 7 Ob 69/78
    Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 69/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1980/30 S 39 = VersR 1979,729
  • 7 Ob 34/79
    Entscheidungstext OGH 28.06.1979 7 Ob 34/79
    nur T1; Veröff: SZ 52/108
  • 7 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 35/79
    nur T1
  • 7 Ob 31/79
    Entscheidungstext OGH 28.06.1979 7 Ob 31/79
    nur T1; Veröff: VersR 1981,666 = ZVR 1980/166 S 270
  • 7 Ob 39/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 7 Ob 39/79
    nur T1; Veröff: VersR 1981,968 = ZVR 1980/258 S 270
  • 7 Ob 45/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 7 Ob 45/79
    Veröff: SZ 52/149 = VersR 1981,1064
  • 7 Ob 11/80
    Entscheidungstext OGH 20.03.1980 7 Ob 11/80
    nur T1; Beisatz: Art 6 Abs 2 Z 3 AKIB (T5)
  • 7 Ob 10/80
    Entscheidungstext OGH 28.02.1980 7 Ob 10/80
    nur T1; Veröff: ZVR 1980/351 S 381
  • 7 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 29/80
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 39/80
    Entscheidungstext OGH 09.10.1980 7 Ob 39/80
    Auch; nur T1; Beisatz: Dieser kann daher auch einen weiteren Entlastungsbeweis in Richtung leichter Fahrlässigkeit führen. Der Beweis wird ihm jedoch nur dann gelingen, wenn er Umstände beweisen kann (zum Beispiel dass er gar nicht die Absicht hatte, ein Kraftfahrzeug zu lenken), die sein einleitendes Verhalten in einem milderen Lichte erscheinen lassen. (T6)
    Veröff: ZVR 1981/174 S 219
  • 7 Ob 53/80
    Entscheidungstext OGH 23.10.1980 7 Ob 53/80
    nur T1; Veröff: ZVR 1981/199 S 267
  • 7 Ob 48/80
    Entscheidungstext OGH 19.02.1981 7 Ob 48/80
    nur T1
  • 7 Ob 10/81
    Entscheidungstext OGH 05.03.1981 7 Ob 10/81
    nur T1; Beisatz: Weicht das Verhalten des Versicherten vom Idealverhalten nur geringfügig ab, kann hierin die Erfüllung des Tatbestandes der Obliegenheitsverletzung nicht erblickt werden. (T7)
    Veröff: VersR 1982,611
  • 7 Ob 16/81
    Entscheidungstext OGH 09.04.1981 7 Ob 16/81
    nur T1; Veröff: ZVR 1982/117 S 88
  • 7 Ob 22/81
    Entscheidungstext OGH 25.06.1981 7 Ob 22/81
    nur T1; Veröff: VersR 1984,399 = ZVR 1982/363 S 300
  • 7 Ob 26/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 26/81
    Vgl; nur T1; Veröff: ZVR 1982/394 S 341
  • 7 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 01.10.1981 7 Ob 47/81
    nur T1
  • 7 Ob 54/81
    Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 54/81
    nur T1
  • 7 Ob 58/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 7 Ob 58/81
    nur T1
  • 7 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 4/82
    nur T1
  • 7 Ob 53/81
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 53/81
    nur T1
  • 7 Ob 29/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 29/82
    nur T1; Veröff: RZ 1983/72 S 299 = VersR 1984,1000
  • 7 Ob 34/82
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 34/82
    nur T1
  • 7 Ob 60/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 60/82
    nur T1; Beis wie T5
  • 7 Ob 66/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 7 Ob 66/82
    nur T1
  • 7 Ob 73/82
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 7 Ob 73/82
    Auch
  • 7 Ob 47/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 47/82
    nur T1
  • 7 Ob 10/83
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 10/83
    nur T1; Veröff: VersR 1984,1183
  • 7 Ob 1/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 1/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1984/248 S 247
  • 7 Ob 38/83
    Entscheidungstext OGH 17.11.1983 7 Ob 38/83
    nur T1; Veröff: VersR 1985,75
  • 7 Ob 32/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 32/83
    nur T1
  • 7 Ob 3/84
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 3/84
    Veröff: ZVR 1984/329 S 351
  • 7 Ob 8/84
    Entscheidungstext OGH 22.03.1984 7 Ob 8/84
    nur T1; Veröff: VersR 1985,579
  • 7 Ob 59/83
    Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 59/83
    nur T1
  • 7 Ob 36/84
    Entscheidungstext OGH 18.10.1984 7 Ob 36/84
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Wenn der Verdacht der Obliegenheitsverletzung nicht vollständig ausgeräumt werden kann, tritt die Leistungsfreiheit ein. (T8)
    Veröff: RdW 1985,372
  • 7 Ob 38/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 38/84
    nur T1; Veröff: VersR 1985,772
  • 7 Ob 17/85
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 7 Ob 17/85
  • 7 Ob 41/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 7 Ob 41/85
  • 7 Ob 35/86
    Entscheidungstext OGH 11.09.1986 7 Ob 35/86
    nur T1
  • 7 Ob 59/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1987 7 Ob 59/86
  • 7 Ob 60/86
    Entscheidungstext OGH 29.01.1987 7 Ob 60/86
    Auch; nur T1; Veröff: RdW 1987,229 = VersR 1988,530
  • 7 Ob 10/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Ob 10/88
    Auch; nur T1; Veröff: VersR 1989,424 = ZVR 1989/67 S 107 = VersRdSch 1989,184
  • 7 Ob 37/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 37/88
    nur T1; Veröff: VersR 1989,824
  • 7 Ob 35/88
    Entscheidungstext OGH 23.11.1988 7 Ob 35/88
    Veröff: VersR 1989,824 = VersRdSch 1989,283
  • 7 Ob 10/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 10/89
    Beis wie T8; Beisatz: Der Versicherungsnehmer muss auch die fehlende Kausalität beweisen. (T9)
    Veröff: VersRdSch 1990,82
  • 7 Ob 31/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 31/89
    nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,154 = ZVR 1991/27 S 78
  • 7 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 3/90
    nur T1; Veröff: SZ 63/28 = VersR 1991,87
  • 7 Ob 9/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 9/90
    nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,284
  • 7 Ob 6/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 6/90
    nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,315
  • 7 Ob 20/92
    Entscheidungstext OGH 01.10.1992 7 Ob 20/92
    nur T1; Veröff: VersRdSch 1993,103 = VersR 1994,123
  • 7 Ob 19/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1993 7 Ob 19/93
    nur: Der Versicherer braucht nur den objektiven Tatbestand einer Obliegenheitsverletzung nachzuweisen. (T10)
    Beisatz: Hier: Verstoß gegen die "Führerscheinklausel". (T11)
    Veröff: EvBl 1993/179 S 740 = VersRdSch 1993,423
  • 7 Ob 16/94
    Entscheidungstext OGH 13.04.1994 7 Ob 16/94
    nur T10
  • 7 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 29.11.1995 7 Ob 36/95
    nur T1; Beisatz: An den Gegenbeweis sind strenge Anforderungen zu stellen. Nicht erbracht ist der Kausalitätsgegenbeweis mit dem Nachweis, dass ein bestimmter Fahrfehler (hier plötzliches Einschlafen während der Fahrt) auch einem Fahrer mit Lenkerberechtigung unterlaufen kann. (T12)
  • 7 Ob 7/94
    Entscheidungstext OGH 20.12.1994 7 Ob 7/94
    nur T1
  • 7 Ob 33/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1996 7 Ob 33/95
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 7 Ob 2077/96h
    Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 2077/96h
    Vgl
  • 7 Ob 2146/96f
    Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 2146/96f
    Vgl auch; Beisatz: Durch die Feststellung allein, dass nicht (mit Sicherheit) ausgeschlossen werden kann, dass der Beklagte zum Zeitpunkt seiner Weigerung, sich einem Alkotest zu unterziehen, zurechnungsunfähig war (wenngleich seine Dispositionsfähigkeit und Diskretionsfähigkeit beeinträchtigt war), hat der Beklagte den ihm obliegenden Beweis, dass ihm aufgrund der erlittenen Verletzung die Tragweite seiner Weigerung nicht bewusst war, zwar noch nicht erbracht, weil bei wie hier vom Versicherer nachgewiesener Obliegenheitsverletzung Zweifel zu Lasten des beklagten Versicherungsnehmers gehen. (T13)
  • 7 Ob 6/97a
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 6/97a
  • 7 Ob 158/97d
    Entscheidungstext OGH 21.05.1997 7 Ob 158/97d
  • 7 Ob 210/98b
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 7 Ob 210/98b
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Art 3 Abs 2 ABS. (T14)
  • 7 Ob 246/98x
    Entscheidungstext OGH 27.01.1999 7 Ob 246/98x
    nur T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 238/98w
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 238/98w
    Auch; nur: Dass die Verletzung weder auf die Feststellung des Versicherungsfalles noch auf die Feststellung und den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung einen Einfluss gehabt hat, ist vom Versicherungsnehmer im Verfahren erster Instanz zu behaupten und zu beweisen. (T15)
  • 7 Ob 74/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 74/00h
    Beisatz: Der Versicherungsnehmer muss beweisen, dass es ihm bei der Obliegenheitsverletzung am Täuschungsvorsatz mangelte. (T16)
  • 7 Ob 17/01b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 17/01b
    nur T10; Beis wie T16
  • 7 Ob 319/01i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2002 7 Ob 319/01i
    Beis wie T16; Beisatz: Der Versicherer hat lediglich darzulegen, welche Maßnahmen er bei Erfüllung der Obliegenheit nach Art 8 Punkt 1.3.4 AHVB 1993 ergriffen und welchen Erfolg er sich davon versprochen hätte; dies hat der Versicherungsnehmer zu widerlegen. (T17)
    Beisatz: An den dem Versicherungsnehmer obliegenden Kausalitätsgegenbeweis sind hohe Anforderungen zu stellen beziehungsweise strenge Maßstäbe anzulegen. (T18)
    Beisatz: Jede verbleibende Unklarheit über den Unfallshergang beziehungsweise dessen Ursache geht zu Lasten desjenigen, der den Kausalitätsgegenbeweis zu führen hat. Der Nachweis einer Wahrscheinlichkeit des Unfallherganges genügt daher noch nicht. (T19)
  • 7 Ob 63/02v
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 63/02v
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Art 12 BW 1/95. (T20)
    Beisatz: Eine nur leichte Fahrlässigkeit bleibt demnach ohne Sanktion. Gelingt dem Versicherungsnehmer der Beweis der leichten Fahrlässigkeit nicht, so steht ihm nach § 6 Abs 3 VersVG auch bei schlicht vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Obliegenheitsverletzung der Kausalitätsgegenbeweis offen. (T21)
  • 7 Ob 232/02x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 232/02x
    Vgl auch; Beisatz: Sowohl bei grob fahrlässiger, als auch bei (schlicht: 7 Ob 35/95) vorsätzlicher Obliegenheitsverletzung wird dem Versicherungsnehmer gemäß § 6 Abs 3 VersVG der sogenannte Kausalitätsgegenbeweis eröffnet und ist nur dann ausgeschlossen, wenn er die Obliegenheit mit Schädigungsvorsatz oder Verschleierungsvorsatz beziehungsweise Täuschungsvorsatz verletzt. (T22)
  • 7 Ob 222/02a
    Entscheidungstext OGH 15.01.2003 7 Ob 222/02a
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T20; Beis wie T21; Beisatz: Hier: Die Obliegenheitsverletzung besteht im Verschweigen, dass ein von der Versicherung geforderter Nachweis einer ausländischen Firma über den Erwerb des versicherten Gutes vom Versicherungsnehmer selbst produziert wird, weil er auch Inhaber dieser Firma ist. (T23)
  • 7 Ob 72/03v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 72/03v
    nur T1; Beis wie T22 nur: Sowohl bei grob fahrlässiger, als auch bei (schlicht: 7 Ob 35/95) vorsätzlicher Obliegenheitsverletzung wird dem Versicherungsnehmer gemäß § 6 Abs 3 VersVG der sog. Kausalitätsgegenbeweis eröffnet. (T24)
  • 7 Ob 80/04x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 80/04x
    nur T1; Beis wie T22
  • 7 Ob 113/04z
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 113/04z
    Beis wie T18; Veröff: SZ 2004/95
  • 7 Ob 216/04x
    Entscheidungstext OGH 29.09.2004 7 Ob 216/04x
  • 7 Ob 259/05x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 259/05x
    Auch
  • 7 Ob 45/06b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 45/06b
    nur T1; Veröff: SZ 2006/91
  • 7 Ob 36/06d
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 36/06d
    Beis wie T11
  • 7 Ob 280/06m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 280/06m
    Auch; nur T10; Beisatz: Hier: Art 7 Pkt 2.2. AKKB 1996. (T25)
  • 7 Ob 27/07g
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 27/07g
    nur T1; Beis wie T12 nur: An den Gegenbeweis sind strenge Anforderungen zu stellen. (T26)
    Beisatz: Hier: Art 8 Punkt 1.1. AHTB. (T27)
  • 7 Ob 219/07t
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 219/07t
    Auch; nur T10; Beis wie T25; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Durch die Negativfeststellung, dass nicht (mit Sicherheit) ausgeschlossen werden kann, dass sich der Lenker den Fahrzeugschlüssel des Versicherungsnehmers unbemerkt angeeignet hat, hat der Versicherungsnehmer den ihm obliegenden Gegenbeweis des Ausschlusses einer (möglichen) Überlassung seines Fahrzeugs an einen gemäß Art 7.2.1 und 2 nicht geeigneten Lenker gerade nicht erbracht. (T28)
  • 7 Ob 4/08a
    Entscheidungstext OGH 23.01.2008 7 Ob 4/08a
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T28; Beisatz: Hier: Art 17 ARB 2002. (T29)
  • 7 Ob 152/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 152/08s
    Auch; nur T10
  • 7 Ob 158/08y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 158/08y
    Auch; Beisatz: Hier: Art 9.2.2 AEKHB. (T30)
  • 7 Ob 88/08d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 88/08d
    Auch
  • 7 Ob 157/08a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 157/08a
    Auch; Beisatz: Hier: Vorlage von Tachografenscheiben durch den Masseverwalter erst im Verfahren. (T31)
  • 7 Ob 33/09t
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 33/09t
    Auch
  • 7 Ob 97/09d
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 97/09d
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 23/11z
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 23/11z
    Auch
  • 7 Ob 200/11d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 200/11d
    Auch
  • 7 Ob 34/12v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 34/12v
    nur T1
  • 7 Ob 66/12z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 7 Ob 66/12z
    nur T1
  • 7 Ob 239/12s
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 239/12s
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 89/13h
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 89/13h
    nur T1
  • 7 Ob 150/13d
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 150/13d
    nur T1
  • 1 Ob 197/13x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 197/13x
    Auch
  • 7 Ob 12/14m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 12/14m
    Auch; Beisatz: Den Versicherer trifft die Beweislast für das Vorliegen des objektiven Tatbestands einer Obliegenheitsverletzung. Im Fall eines solchen Nachweises ist es dann Sache des Versicherungsnehmers, zu behaupten und zu beweisen, dass er die ihm angelastete Obliegenheitsverletzung weder vorsätzlich noch grob fahrlässig begangen hat. (T32)
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beis wie T32
  • 7 Ob 98/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 7 Ob 98/14h
    Auch; Beis wie T32
  • 7 Ob 177/14a
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 177/14a
    Beis wie T32
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Vgl; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 81/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 81/15k
    nur T1; Veröff: SZ 2015/69
  • 7 Ob 119/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 119/15y
    Vgl; Beis wie T18; Beis wie T26
  • 7 Ob 141/15h
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 141/15h
    Beis wie T32
  • 7 Ob 174/15m
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 174/15m
    Auch
  • 7 Ob 1/16x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 1/16x
    Auch
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Auch
  • 7 Ob 33/16b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 33/16b
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Vgl auch
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t
    Vgl
  • 7 Ob 37/17t
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 37/17t
  • 7 Ob 110/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 110/17b
  • 7 Ob 59/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 59/17b
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
  • 7 Ob 209/17m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 209/17m
  • 7 Ob 159/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 159/18k
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T18
  • 7 Ob 12/21x
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 12/21x
    nur: Dass - bei grob fahrlässiger Begehung einer Obliegenheitsverletzung - die Verletzung weder auf die Feststellung des Versicherungsfalles noch auf die Feststellung und den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung einen Einfluss gehabt hat, ist vom Versicherungsnehmer im Verfahren erster Instanz zu behaupten und zu beweisen. (T33)
    Beis ähnlich wie T18; Beis ähnlich wie T26

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0081313

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2021

Dokumentnummer

JJR_19731017_OGH0002_0070OB00195_7300000_003

Rechtssatz für 5Ob12/74 7Ob210/14d 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022361

Geschäftszahl

5Ob12/74; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob111/15x

Entscheidungsdatum

03.04.1974

Norm

ABGB §1270

Rechtssatz

Wette (auch die sogenannte halbe Wette) ist Vereinbarung einer Leistung, an jenen, dessen "Behauptung" sich im Meinungswiderstreit als die richtige erweist (Ehrenzweig 2. Auflage II/1 613).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 12/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 5 Ob 12/74
    Veröff: EvBl 1974/233 S 514 = SZ 47/42
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0022361

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19740403_OGH0002_0050OB00012_7400000_008

Rechtssatz für 7Ob66/74 7Ob38/78 7Ob43...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043736

Geschäftszahl

7Ob66/74; 7Ob38/78; 7Ob43/81; 7Ob68/82; 7Ob67/82; 7Ob46/85; 7Ob14/86; 7Ob2/87; 7Ob44/87; 7Ob23/94; 7Ob210/98b; 7Ob285/99h; 7Ob224/05z; 7Ob34/10s; 7Ob210/14d; 7Ob98/15k; 7Ob14/18m

Entscheidungsdatum

18.04.1974

Norm

VersVG §23
VersVG §29
ZPO §503 Z4 E4c22

Rechtssatz

Für das Vorliegen einer Gefahrerhöhung ist grundsätzlich der Versicherer beweispflichtig.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 66/74
    Entscheidungstext OGH 18.04.1974 7 Ob 66/74
    Veröff: ZVR 1974/168 S 248 = VersRdSch 1974,404 = VersR 1975,553
  • 7 Ob 38/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 38/78
    Beisatz: Das gilt auch für die Frage der Erheblichkeit der Gefahrerhöhung. (T1)
  • 7 Ob 43/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 43/81
    Veröff: VersR 1984,499
  • 7 Ob 68/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 7 Ob 68/82
    Veröff: ZVR 1984/15 S 14
  • 7 Ob 67/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 67/82
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/101 S 94 = VersR 1985,200
  • 7 Ob 46/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 46/85
    Beisatz: Der Beweis des mangelnden Verschuldens und der Kausalitätsgegenbeweis obliegt dem Versicherungsnehmer. (T2)
  • 7 Ob 14/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 14/86
    Beis wie T2; Veröff: VersR 1988,69
  • 7 Ob 2/87
    Entscheidungstext OGH 29.01.1987 7 Ob 2/87
    Veröff: SZ 60/16 = VersR 1988,463
  • 7 Ob 44/87
    Entscheidungstext OGH 15.10.1987 7 Ob 44/87
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1988/143 S 316
  • 7 Ob 23/94
    Entscheidungstext OGH 19.10.1994 7 Ob 23/94
  • 7 Ob 210/98b
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 7 Ob 210/98b
  • 7 Ob 285/99h
    Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 285/99h
    Beis wie T2
  • 7 Ob 224/05z
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 224/05z
  • 7 Ob 34/10s
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 7 Ob 34/10s
    Veröff: SZ 2010/50
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 98/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 98/15k
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0043736

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19740418_OGH0002_0070OB00066_7400000_001

Rechtssatz für 7Ob5/76 7Ob17/89 7Ob19/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080833

Geschäftszahl

7Ob5/76; 7Ob17/89; 7Ob19/92; 7Ob1008/96; 7Ob232/02x; 7Ob40/14d; 7Ob180/14t; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob234/15k; 7Ob140/16p; 1Ob37/17y; 7Ob110/17b; 7Ob209/17m; 7Ob31/20i; 7Ob123/20v; 7Ob152/20h; 7Ob153/20f; 7Ob149/20t; 7Ob181/20y

Entscheidungsdatum

18.03.1976

Norm

AFIB 1993 Art5.3.1
AHVB Art7 I 4
VersVG §6 B2
VersVG §34

Rechtssatz

Die Aufklärungspflicht hat auch den wesentlichen Zweck, den Versicherer vor betrügerischen Machenschaften zu schützen; sie soll ihn aber darüber hinaus allgemein in die Lage versetzen, sachgemäße Entschließungen über die Behandlung des Versicherungsfalles zu treffen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 5/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 5/76
    Veröff: VersRdSch 1978,31
  • 7 Ob 17/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 17/89
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Der Versicherer kann diejenigen Auskünfte verlangen, die er für notwendig hält, soferne sie nur für Grund oder Umfang seiner Leistung bedeutsam sein können (Prölß-Martin, VersVG 24.Auflage 220). (T1)
    Veröff: RdW 1989,331 = VersR 1990,550 = VersRdSch 1990,84
  • 7 Ob 19/92
    Entscheidungstext OGH 01.10.1992 7 Ob 19/92
    Auch; nur: Sie soll ihn aber darüber hinaus allgemein in die Lage versetzen, sachgemäße Entschließungen über die Behandlung des Versicherungsfalles zu treffen. (T2)
    Beis wie T1; Beisatz: Der Versicherer muss zumindest dartun, welche sachdienlichen Aufklärungen durch die Obliegenheitsverletzung verhindert worden sein könnten. (T3)
    Veröff: VersRdSch 1993,197 = ZVR 1994/115 S 277
  • 7 Ob 1008/96
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 1008/96
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Daß er sich diese Auskünfte auch auf andere Weise verschaffen könnte, ist ohne Belang. (T4)
  • 7 Ob 232/02x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 232/02x
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Art 5.3.1 AFIB 1993. (T5)
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beisatz: Durch die Aufklärung soll der Versicherer in die Lage versetzt werden, sachgemäße Entscheidungen über die Behandlung des Versicherungsfalls zu treffen.(T6)
    Beisatz: Es genügt, dass die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensereignisses geeignet ist. (T7)
  • 7 Ob 180/14t
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 180/14t
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Beisatz: Hier: Zum Umfang der Aufklärungs- und Belegobliegenheit sowie zur Erkundigungspflicht. (T8)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beisatz: Als einzige Einschränkung der Obliegenheit des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung, Auskünfte spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben, ist anerkannt, dass Obliegenheitsverletzungen, durch die nach menschlichem Ermessen die Interessen des Versicherers schon abstrakt in keiner Weise gefährdet werden können, außer Betracht bleiben, weil damit die Erfüllung der Obliegenheit zwecklos ist. (T9)
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 7 Ob 140/16p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 140/16p
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Erst wenn sich kostenauslösende Maßnahmen abzeichnen, das heißt, wenn sich die rechtliche Auseinandersetzung so weit konkretisiert hat, dass der Versicherungsnehmer mit der Aufwendung von Rechtskosten rechnen muss und deshalb seinen Rechtsschutzversicherer in Anspruch nehmen will, entsteht für ihn die Obliegenheit, den Versicherer unverzüglich zu informieren und kostenauslösende Maßnahmen mit ihm abzustimmen. Insbesondere ist der Versicherer – abgesehen von eiligen Fällen – so zeitig zu unterrichten, dass er noch ausreichend Zeit hat, die Erfolgsaussichten der Prozessführung abzuklären. (T10)
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 7 Ob 110/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 110/17b
    Auch
  • 7 Ob 209/17m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 209/17m
  • 7 Ob 31/20i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 7 Ob 31/20i
    Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Nach Ablauf der Ausschlussfrist des Art 3.3 ARB 2000 ist der Versicherungsnehmer gehalten, seine Ansprüche, falls er welche geltend machen will, aktiv und ohne Aufschub zu verfolgen und nicht unbegründet zuzuwarten und die Ablehnung des Anspruchs bewusst hinauszuschieben. (T11)
  • 7 Ob 123/20v
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 123/20v
    nur T2
  • 7 Ob 152/20h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 152/20h
    Vgl
  • 7 Ob 153/20f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 153/20f
  • 7 Ob 149/20t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 149/20t
  • 7 Ob 181/20y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2020 7 Ob 181/20y
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0080833

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19760318_OGH0002_0070OB00005_7600000_006

Rechtssatz für 7Ob59/77 7Ob38/78 7Ob27...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080237

Geschäftszahl

7Ob59/77; 7Ob38/78; 7Ob27/80; 7Ob25/80; 7Ob11/81; 7Ob17/85; 7Ob46/85; 7Ob2/87; 7Ob210/98b; 7Ob285/99h; 7Ob314/00b; 7Ob50/02g; 7Ob224/05z; 7Ob244/06t; 7Ob129/10m; 7Ob210/14d; 7Ob98/15k; 7Ob14/18m; 7Ob180/18y; 7Ob214/17x; 7Ob7/21m

Entscheidungsdatum

03.11.1977

Norm

VersVG §23
VersVG §25
VersVG §29

Rechtssatz

Gefahrerhöhung ist jede objektive, nach Abschluss des Vertrages eingetretene erhebliche Änderung der Umstände, die den Eintritt des Versicherungsfalls wahrscheinlicher macht und den Versicherer deshalb vernünftigerweise veranlassen kann, die Versicherung aufzuheben oder nur gegen erhöhte Prämie fortzusetzen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 59/77
    Entscheidungstext OGH 03.11.1977 7 Ob 59/77
    Veröff: SZ 50/136 = JBl 1978,600 = VersR 1978,879
  • 7 Ob 38/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 38/78
    Veröff: SZ 51/137 = JBl 1979,661
  • 7 Ob 27/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 7 Ob 27/80
    Beisatz: Die Abrichtung (Dressur) eines Hundes fällt noch unter den Begriff der Hundehaltung. (T1)
    Veröff: VersR 1980,46
  • 7 Ob 25/80
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 7 Ob 25/80
    nur: Gefahrerhöhung ist jede objektive, nach Abschluss des Vertrages eingetretene erhebliche Änderung der Umstände, die den Eintritt des Versicherungsfalls wahrscheinlicher macht. (T2)
    Beisatz: Oder dass der Umfang seiner Folgen größer wird. (T3)
  • 7 Ob 11/81
    Entscheidungstext OGH 14.05.1981 7 Ob 11/81
    Veröff: VersR 1982,687
  • 7 Ob 17/85
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 7 Ob 17/85
    nur T2; Beisatz: Maßstab für die Gefahrenerhöhung ist der tatsächliche Gefahrenzustand zur Zeit des Vertragsabschlusses. (T4)
  • 7 Ob 46/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 46/85
    nur T2
  • 7 Ob 2/87
    Entscheidungstext OGH 29.01.1987 7 Ob 2/87
    nur T2; Veröff: SZ 60/16 = VersR 1988,463
  • 7 Ob 210/98b
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 7 Ob 210/98b
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 285/99h
    Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 285/99h
    Beisatz: Die Schaffung der Voraussetzungen für den Eintritt eines Schwelbrandes stellt eine Gefahrerhöhung dar. (T5)
  • 7 Ob 314/00b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 314/00b
    Auch
  • 7 Ob 50/02g
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 50/02g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der (gleichzeitige) Einsatz von mehr als drei (versicherten) Reittieren im Reitbetrieb und zu Ausritten im freien Gelände weist eine größere Schadensgeneigtheit (§ 23 VersVG) auf als der bedingungsgemäße Einsatz ("Überlassung") bloß dreier Pferde. Zufolge des Wegfalles des "Alles- oder Nichts-Prinzips" durch die VersVG-Novelle1994 auch als Rechtsfolge einer Gefahrenerhöhung hat eine aliquote Kürzung stattzufinden (hier um 25 %, weil statt drei "versicherten" Pferden vier zum Einsatz kamen). (T6)
  • 7 Ob 224/05z
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 224/05z
    Auch; Beisatz: Keine Gefahrenerhöhung, wenn ein ausländischer Staatsbürger einen Wechsel seines Wohnsitzes im Inland bezüglich einer Kaskoversicherung eines Fahrzeuges der Oberklasse dem Versicherer nicht bekannt gibt. (T7)
  • 7 Ob 244/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 244/06t
    Beisatz: Bei Einmaligkeit und relativen Kurzzeitigkeit der durch die Überladung des Anhängers hervorgerufenen Änderung der Gefahrensituation kann eine Gefahrerhöhung im Sinne des § 23 VersVG nicht angenommen werden. (T8)
    Veröff: SZ 2006/177
  • 7 Ob 129/10m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 129/10m
    Auch; Beisatz: Nimmt der Versicherungsnehmer immer wieder über Jahre hinweg, wenn auch nur bei bestimmten Transporten, dasselbe Risiko auf sich, liegt eine Gefahrerhöhung nach §§ 23 ff VersVG vor. (T9)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 98/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 98/15k
    nur T2
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
  • 7 Ob 180/18y
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 180/18y
    Auch; Beisatz: Hier: Ausweitung einer hobbymäßigen (Abfindungsbrennerei) zu einer gewerblichen Tätigkeit (Ginbrennerei). ABS 1994. (T10)
  • 7 Ob 214/17x
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 214/17x
  • 7 Ob 7/21m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 7/21m
    Vgl

Schlagworte

Prozent

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0080237

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19771103_OGH0002_0070OB00059_7700000_005

Rechtssatz für 7Ob64/78 7Ob40/14d 7Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080203

Geschäftszahl

7Ob64/78; 7Ob40/14d; 7Ob180/14t; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob234/15k; 7Ob140/16p; 1Ob37/17y; 7Ob165/17s; 7Ob152/20h; 7Ob153/20f; 7Ob149/20t; 7Ob181/20y

Entscheidungsdatum

23.11.1978

Norm

AÖS §17
VersVG §34

Rechtssatz

Die Aufklärungspflicht und Belegpflicht ist eine Obliegenheit des Versicherungsnehmers, der seinen Vertragspartner über alle für die Feststellung des Versicherungsfalles und des Umfanges der Versicherungsleistung notwendigen Umstände nach Treu und Glauben aufzuklären hat, um diesen in die Lage zu versetzen, den Anspruch - ebenfalls nach Treu und Glauben - prüfen und die zur Erfüllung des Vertrages erforderlichen Entscheidungen treffen zu können.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 64/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 7 Ob 64/78
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beisatz: Durch die Aufklärung soll der Versicherer in die Lage versetzt werden, sachgemäße Entscheidungen über die Behandlung des Versicherungsfalls zu treffen.(T1)
    Beisatz: Es genügt, dass die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensereignisses geeignet ist. (T2)
    Bem: Siehe auch RS0080833. (T3)
  • 7 Ob 180/14t
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 180/14t
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zum Umfang der Aufklärungs- und Belegobliegenheit sowie zur Erkundigungspflicht. (T4)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beisatz: Als einzige Einschränkung der Obliegenheit des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung, Auskünfte spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben, ist anerkannt, dass Obliegenheitsverletzungen, durch die nach menschlichem Ermessen die Interessen des Versicherers schon abstrakt in keiner Weise gefährdet werden können, außer Betracht bleiben, weil damit die Erfüllung der Obliegenheit zwecklos ist. (T5)
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 140/16p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 140/16p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Anzeigeobliegenheit: Erst wenn sich kostenauslösende Maßnahmen abzeichnen, das heißt, wenn sich die rechtliche Auseinandersetzung so weit konkretisiert hat, dass der Versicherungsnehmer mit der Aufwendung von Rechtskosten rechnen muss und deshalb seinen Rechtsschutzversicherer in Anspruch nehmen will, entsteht für ihn die Obliegenheit, den Versicherer unverzüglich zu informieren und kostenauslösende Maßnahmen mit ihm abzustimmen. Insbesondere ist der Versicherer – abgesehen von eiligen Fällen – so zeitig zu unterrichten, dass er noch ausreichend Zeit hat, die Erfolgsaussichten der Prozessführung abzuklären. (T6)
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 165/17s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 165/17s
    Auch; Beisatz: Für die aktive Geltendmachung von Pflichtteilsergänzungsansprüche sind vollständige Angaben des Versicherungsnehmers über erhaltene Zuwendungen bedeutsam. Derartige Zuwendungen wirken sich jedenfalls zumindest abstrakt auf die Erfolgsaussichten im Verfahren aus, weil wegen anrechenbarer Zuwendungen die Klage auf den Schenkungspflichtteil (gänzlich oder teilweise) aussichtslos sein kann (auch 7 Ob 239/13t). (T7)
  • 7 Ob 152/20h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 152/20h
    Vgl
  • 7 Ob 153/20f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 153/20f
    Vgl
  • 7 Ob 149/20t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 149/20t
    Vgl
  • 7 Ob 181/20y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2020 7 Ob 181/20y
    Beis nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0080203

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19781123_OGH0002_0070OB00064_7800000_003

Rechtssatz für 7Ob64/78 7Ob40/14d 7Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080205

Geschäftszahl

7Ob64/78; 7Ob40/14d; 7Ob180/14t; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob234/15k; 7Ob140/16p; 1Ob37/17y; 7Ob110/17b; 7Ob165/17s; 7Ob209/17m; 7Ob152/20h; 7Ob153/20f; 7Ob149/20t; 7Ob181/20y

Entscheidungsdatum

23.11.1978

Norm

AÖS §17
VersVG §34

Rechtssatz

Die Auskünfte und Belege des Versicherungsnehmers sollen den Versicherer in die Lage versetzen, sachgemäße Entscheidungen über die Abwicklung des Versicherungsfalles zu treffen und insbesondere Art und Umfang seiner Leistung möglichst genau und frühzeitig überblicken zu können.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 64/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 7 Ob 64/78
    Veröff: VersR 1979,170
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beisatz: Durch die Aufklärung soll der Versicherer in die Lage versetzt werden, sachgemäße Entscheidungen über die Behandlung des Versicherungsfalls zu treffen.(T1)
    Beisatz: Es genügt, dass die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensereignisses geeignet ist. (T2)
    Bem: Siehe auch RS0080833. (T3)
  • 7 Ob 180/14t
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 180/14t
    Beisatz: Hier: Zum Umfang der Aufklärungs- und Belegobliegenheit sowie zur Erkundigungspflicht. (T4)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beisatz: Als einzige Einschränkung der Obliegenheit des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung, Auskünfte spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben, ist anerkannt, dass Obliegenheitsverletzungen, durch die nach menschlichem Ermessen die Interessen des Versicherers schon abstrakt in keiner Weise gefährdet werden können, außer Betracht bleiben, weil damit die Erfüllung der Obliegenheit zwecklos ist. (T5)
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 140/16p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 140/16p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Anzeigeobliegenheit: Erst wenn sich kostenauslösende Maßnahmen abzeichnen, das heißt, wenn sich die rechtliche Auseinandersetzung so weit konkretisiert hat, dass der Versicherungsnehmer mit der Aufwendung von Rechtskosten rechnen muss und deshalb seinen Rechtsschutzversicherer in Anspruch nehmen will, entsteht für ihn die Obliegenheit, den Versicherer unverzüglich zu informieren und kostenauslösende Maßnahmen mit ihm abzustimmen. Insbesondere ist der Versicherer – abgesehen von eiligen Fällen – so zeitig zu unterrichten, dass er noch ausreichend Zeit hat, die Erfolgsaussichten der Prozessführung abzuklären. (T6)
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 110/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 110/17b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 165/17s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 165/17s
    Auch; Beisatz: Für die aktive Geltendmachung von Pflichtteilsergänzungsansprüche sind vollständige Angaben des Versicherungsnehmers über erhaltene Zuwendungen bedeutsam. Derartige Zuwendungen wirken sich jedenfalls zumindest abstrakt auf die Erfolgsaussichten im Verfahren aus, weil wegen anrechenbarer Zuwendungen die Klage auf den Schenkungspflichtteil (gänzlich oder teilweise) aussichtslos sein kann (auch 7 Ob 239/13t). (T7)
  • 7 Ob 209/17m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 209/17m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 152/20h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 152/20h
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 153/20f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 153/20f
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 149/20t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 149/20t
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 181/20y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2020 7 Ob 181/20y
    Beis nur T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0080205

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19781123_OGH0002_0070OB00064_7800000_004

Rechtssatz für 7Ob19/85 7Ob5/90 7Ob23/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080357

Geschäftszahl

7Ob19/85; 7Ob5/90; 7Ob23/94; 7Ob314/00b; 7Ob136/05h; 7Ob244/06t; 7Ob244/09x; 7Ob34/10s; 7Ob129/10m; 7Ob210/14d; 7Ob98/15k; 7Ob14/18m; 7Ob180/18y; 7Ob214/17x; 7Ob7/21m

Entscheidungsdatum

25.04.1985

Norm

VersVG §23

Rechtssatz

Eine Gefahrenerhöhung im Sinne des § 23 Abs 1 VersVG ist eine nachträgliche Änderung der bei Vertragsabschluss tatsächlich vorhandenen gefahrenerheblichen Umstände, die den Eintritt des Versicherungsfalles oder eine Vergrößerung des Schadens wahrscheinlicher macht und den Versicherer deshalb vernünftigerweise veranlassen kann, die Versicherung aufzuheben oder nur gegen erhöhte Prämie fortzusetzen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 19/85
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 7 Ob 19/85
    Veröff: RdW 1985,373
  • 7 Ob 5/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 5/90
    Beisatz: Eine erhebliche Änderung der Umstände. (T1)
    Veröff: SZ 63/38 = VersRdSch 1990,348 = VersR 1990,1415
  • 7 Ob 23/94
    Entscheidungstext OGH 19.10.1994 7 Ob 23/94
    Beisatz: Voraussetzung ist eine erhebliche Änderung der Umstände, sodass eine Gefahrerhöhung nicht bei einem jeglichen Verstoß gegen eine Vorsichtsmaßnahme angenommen werden kann. (T2)
  • 7 Ob 314/00b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 314/00b
    Beis wie T1
  • 7 Ob 136/05h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 136/05h
    Beis wie T2
  • 7 Ob 244/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 244/06t
    Beisatz: Bei Einmaligkeit und relativen Kurzzeitigkeit der durch die Überladung des Anhängers hervorgerufenen Änderung der Gefahrensituation kann eine Gefahrerhöhung im Sinne des § 23 VersVG nicht angenommen werden. (T3)
    Veröff: SZ 2006/177
  • 7 Ob 244/09x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 7 Ob 244/09x
  • 7 Ob 34/10s
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 7 Ob 34/10s
    Veröff: SZ 2010/50
  • 7 Ob 129/10m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 129/10m
    Beisatz: Nimmt der Versicherungsnehmer immer wieder über Jahre hinweg, wenn auch nur bei bestimmten Transporten, dasselbe Risiko auf sich, liegt eine Gefahrerhöhung nach §§ 23 ff VersVG vor. (T4)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 98/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 98/15k
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
  • 7 Ob 180/18y
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 180/18y
    Beisatz: Hier: Ausweitung einer hobbymäßigen (Abfindungsbrennerei) zu einer gewerblichen Tätigkeit (Ginbrennerei). ABS 1994. (T5)
  • 7 Ob 214/17x
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 214/17x
    Beis wie T2; Beisatz: Voraussetzung für die Leistungsfreiheit des Versicherers ist in einem solchen Fall allerdings eine „erhebliche“ Änderung der Umstände, sodass eine Gefahrenerhöhung nicht bei jeglichem Verstoß gegen eine Vorsichtsmaßnahme angenommen werden kann. (T6)
    Beisatz: Die Verpflichtung des Versicherers zur Leistung bleibt gemäß § 25 Abs 3 letzter Halbsatz VersVG bestehen, wenn und soweit die Erhöhung der Gefahr keinen Einfluss auf den Umfang seiner Leistung gehabt hat. (T7)
  • 7 Ob 7/21m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 7/21m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0080357

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19850425_OGH0002_0070OB00019_8500000_001

Rechtssatz für 7Ob5/90 7Ob210/98b 7Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080491

Geschäftszahl

7Ob5/90; 7Ob210/98b; 7Ob119/00a; 7Ob314/00b; 7Ob244/06t; 7Ob244/09x; 7Ob34/10s; 7Ob129/10m; 7Ob210/14d; 7Ob14/18m; 7Ob180/18y; 7Ob214/17x; 7Ob7/21m

Entscheidungsdatum

08.03.1990

Norm

VersVG §23
VersVG §25 Abs1

Rechtssatz

Unter Gefahrerhöhung ist ein Gefährdungsvorgang anzusehen, der seiner Natur nach geeignet ist, einen neuen Gefahrzustand von so langer Dauer zu schaffen, dass er die Grundlage eines neuen natürlichen Schadensverlaufes bilden kann und damit den Eintritt des Versicherungsfalls generell zu fördern geeignet ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 5/90
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 7 Ob 5/90
    Veröff: SZ 63/38 = VersRdSch 1990,348 = VersR 1990,1415
  • 7 Ob 210/98b
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 7 Ob 210/98b
  • 7 Ob 119/00a
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 119/00a
    Vgl auch; Beisatz: Eine einmalige wahrscheinlich dem Beklagten gar nicht erkennbare Überladung des Anhängers um rund 27 % führt noch nicht zu einer Gefahrenerhöhung. (T1)
  • 7 Ob 314/00b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 314/00b
  • 7 Ob 244/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 244/06t
    Beisatz: Bei Einmaligkeit und relativen Kurzzeitigkeit der durch die Überladung des Anhängers hervorgerufenen Änderung der Gefahrensituation kann eine Gefahrerhöhung im Sinne des § 23 VersVG nicht angenommen werden. (T2); Veröff: SZ 2006/177
  • 7 Ob 244/09x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 7 Ob 244/09x
  • 7 Ob 34/10s
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 7 Ob 34/10s
    Veröff: SZ 2010/50
  • 7 Ob 129/10m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 129/10m
    Beisatz: Nimmt der Versicherungsnehmer immer wieder über Jahre hinweg, wenn auch nur bei bestimmten Transporten, dasselbe Risiko auf sich, liegt eine Gefahrerhöhung nach §§ 23 ff VersVG vor. (T3)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
  • 7 Ob 180/18y
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 180/18y
    Beisatz: Hier: Ausweitung einer hobbymäßigen (Abfindungsbrennerei) zu einer gewerblichen Tätigkeit (Ginbrennerei). ABS 1994. (T4)
  • 7 Ob 214/17x
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 214/17x
    Beisatz: Voraussetzung für die Leistungsfreiheit des Versicherers ist in einem solchen Fall allerdings eine „erhebliche“ Änderung der Umstände, sodass eine Gefahrenerhöhung nicht bei jeglichem Verstoß gegen eine Vorsichtsmaßnahme angenommen werden kann. (T5)
  • 7 Ob 7/21m
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 7/21m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0080491

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19900308_OGH0002_0070OB00005_9000000_001

Rechtssatz für 7Ob18/90 7Ob7/91 7Ob24/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043728

Geschäftszahl

7Ob18/90; 7Ob7/91; 7Ob24/93; 7Ob43/95; 7Ob43/98v; 7Ob17/01b; 7Ob102/01b; 7Ob63/02v; 7Ob105/02w; 7Ob222/02a; 7Ob72/03v; 7Ob80/04x; 7Ob41/04m; 7Ob259/05x; 7Ob152/08s; 7Ob88/08d; 7Ob157/08a; 7Ob256/08k; 7Ob33/09t; 7Ob97/09d; 7Ob23/11z; 7Ob200/11d; 7Ob34/12v; 7Ob66/12z; 7Ob109/12y; 7Ob239/12s; 7Ob150/13d; 1Ob197/13x; 7Ob12/14m; 7Ob239/13t; 7Ob40/14d; 7Ob98/14h; 7Ob177/14a; 7Ob210/14d; 7Ob9/15x; 7Ob70/15t; 7Ob81/15k; 7Ob119/15y; 7Ob141/15h; 7Ob190/15i; 7Ob174/15m; 7Ob1/16x; 7Ob234/15k; 7Ob33/16b; 1Ob37/17y; 7Ob20/17t; 7Ob110/17b; 7Ob174/17i; 7Ob159/18k; 7Ob12/21x

Entscheidungsdatum

25.04.1990

Norm

VersVG §6 E
ZPO §503 E4c22

Rechtssatz

Der Versicherer muss die objektive Verletzung der Obliegenheit durch den Versicherungsnehmer (oder eine Person, für die er haftet), der Versicherungsnehmer - nachdem diese bewiesen worden ist - mangelndes Verschulden (oder einen geringeren Schuldgrad als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz) sowie mangelnde Kausalität beweisen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 18/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 7 Ob 18/90
    Veröff: VersRdSch 1990,346 = VersR 1991,571
  • 7 Ob 7/91
    Entscheidungstext OGH 18.04.1991 7 Ob 7/91
    nur: Der Versicherer muss die objektive Verletzung der Obliegenheit durch den Versicherungsnehmer beweisen. (T1)
    Veröff: VersRdSch 1992,23 = VersR 1992,728
  • 7 Ob 24/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1994 7 Ob 24/93
    Auch; Beisatz: Für die mangelnde Kausalität der Obliegenheitsverletzung für das Unfallgeschehen ist der Versicherte beweispflichtig. (T2)
    Veröff: SZ 67/49
  • 7 Ob 43/95
    Entscheidungstext OGH 10.01.1996 7 Ob 43/95
  • 7 Ob 43/98v
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 7 Ob 43/98v
    Vgl auch; nur: Der Versicherer muss die objektive Verletzung der Obliegenheit durch den Versicherungsnehmer, der Versicherungsnehmer mangelndes Verschulden (oder einen geringeren Schuldgrad als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz) beweisen. (T3)
  • 7 Ob 17/01b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 17/01b
    Vgl auch; nur T3
  • 7 Ob 102/01b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 102/01b
    Auch
  • 7 Ob 63/02v
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 63/02v
    Auch; nur T3; Beisatz: Eine nur leichte Fahrlässigkeit bleibt demnach ohne Sanktion. (T4)
  • 7 Ob 105/02w
    Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 105/02w
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 222/02a
    Entscheidungstext OGH 15.01.2003 7 Ob 222/02a
    Auch; nur T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 72/03v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 72/03v
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 80/04x
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 80/04x
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 41/04m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 41/04m
    Auch; Veröff: SZ 2004/104
  • 7 Ob 259/05x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 259/05x
    Auch
  • 7 Ob 152/08s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 7 Ob 152/08s
    Auch; Beisatz: Es ist Sache des Versicherers, den objektiven Tatbestand einer Obliegenheitsverletzung nachzuweisen. (T5)
  • 7 Ob 88/08d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 88/08d
    Auch
  • 7 Ob 157/08a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 157/08a
    Auch; Beisatz: Vorlage von Tachografenscheiben durch den Masseverwalter erst im Verfahren. (T6)
  • 7 Ob 256/08k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 256/08k
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 33/09t
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 33/09t
    Auch
  • 7 Ob 97/09d
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 97/09d
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 23/11z
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 23/11z
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 200/11d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 200/11d
    Auch
  • 7 Ob 34/12v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 34/12v
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 66/12z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 7 Ob 66/12z
    Vgl auch
  • 7 Ob 109/12y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 109/12y
    Auch; Auch Beis wie T4
  • 7 Ob 239/12s
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 239/12s
  • 7 Ob 150/13d
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 150/13d
    Beis wie T4
  • 1 Ob 197/13x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 197/13x
    Auch
  • 7 Ob 12/14m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 12/14m
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 239/13t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 239/13t
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 98/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 7 Ob 98/14h
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 177/14a
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 177/14a
    Beis wie T4
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 9/15x
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 9/15x
    nur T1
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 81/15k
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 81/15k
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: SZ 2015/69
  • 7 Ob 119/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 119/15y
    Auch
  • 7 Ob 141/15h
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 141/15h
    Beis wie T4
  • 7 Ob 190/15i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 190/15i
  • 7 Ob 174/15m
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 174/15m
    Beis wie T4
  • 7 Ob 1/16x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 1/16x
    Auch
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Auch
  • 7 Ob 33/16b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 33/16b
    Beis wie T4
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Auch
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t
    Auch
  • 7 Ob 110/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 110/17b
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 174/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 159/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 159/18k
    Auch
  • 7 Ob 12/21x
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 12/21x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0043728

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2021

Dokumentnummer

JJR_19900425_OGH0002_0070OB00018_9000000_001

Rechtssatz für 7Ob28/90 7Ob184/98d 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043510

Geschäftszahl

7Ob28/90; 7Ob184/98d; 7Ob63/02v; 7Ob222/02a; 7Ob30/13g; 7Ob210/14d; 7Ob120/15w; 7Ob1/16x; 7Ob234/15k; 1Ob37/17y; 7Ob20/17t; 7Ob142/19m; 7Ob202/20m; 7Ob185/20m

Entscheidungsdatum

10.01.1991

Norm

VersVG §62
ZPO §503 Z4 E4c22

Rechtssatz

Der Versicherer hat den Verstoß gegen die Obliegenheit, der Versicherungsnehmer das Fehlen von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit zu beweisen. Misslingt dem Versicherungsnehmer dieser Beweis, so muss er beweisen, welcher Teil des Schadens mit Sicherheit auch bei korrektem Verhalten entstanden wäre. Die Beweislast für die Voraussetzungen des § 63 VersVG trägt der Versicherungsnehmer, die für Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmer im Sinne des Abs 2 leg cit wiederum der Versicherer.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 28/90
    Entscheidungstext OGH 10.01.1991 7 Ob 28/90
    Veröff: EvBl 1991/124 S 566 = VersRdSch 1991,262
  • 7 Ob 184/98d
    Entscheidungstext OGH 30.09.1998 7 Ob 184/98d
    nur: Der Versicherer hat den Verstoß gegen die Obliegenheit, der Versicherungsnehmer das Fehlen von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit zu beweisen. (T1)
  • 7 Ob 63/02v
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 63/02v
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 222/02a
    Entscheidungstext OGH 15.01.2003 7 Ob 222/02a
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 30/13g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 30/13g
    nur T1
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Vgl; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 120/15w
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 120/15w
    Auch
  • 7 Ob 1/16x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 1/16x
    Auch
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Auch
  • 1 Ob 37/17y
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 37/17y
    Auch
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t
    Vgl
  • 7 Ob 142/19m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2019 7 Ob 142/19m
    nur T1; nur: Misslingt dem Versicherungsnehmer dieser Beweis, so muss er beweisen, welcher Teil des Schadens mit Sicherheit auch bei korrektem Verhalten entstanden wäre. (T2)
  • 7 Ob 202/20m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 7 Ob 202/20m
    nur: Der Versicherer hat den Verstoß gegen die Obliegenheit, der Versicherungsnehmer das Fehlen von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit zu beweisen. Misslingt dem Versicherungsnehmer dieser Beweis, so muss er nachweisen, welcher Teil des Schadens mit Sicherheit auch bei korrektem Verhalten entstanden wäre. (T3)
  • 7 Ob 185/20m
    Entscheidungstext OGH 27.01.2021 7 Ob 185/20m
    nur T1; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0043510

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19910110_OGH0002_0070OB00028_9000000_001

Rechtssatz für 2Ob2107/96h 1Ob182/97i...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0102779

Geschäftszahl

2Ob2107/96h; 1Ob182/97i; 7Ob118/97x; 8Ob259/98s; 7Ob166/99h; 3Ob289/05d; 9Ob128/06y; 8Ob167/09f; 8Ob9/10x; 8Ob132/10k; 4Ob62/11p; 5Ob35/11z; 2Ob198/11y; 4Ob16/12z; 5Ob246/11d; 3Ob49/12w; 4Ob67/12z; 1Ob188/12x; 2Ob238/12g; 9Ob50/12m; 10Ob34/13t; 4Ob135/13a; 2Ob17/13h; 7Ob210/14d; 7Ob221/14x; 8Ob93/14f; 3Ob108/16b; 10Ob70/15i; 2Ob99/16x; 2Ob133/16x; 1Ob112/17b; 3Ob167/17f; 7Ob95/17x; 1Ob137/18f; 9Ob94/18s; 1Ob78/19f; 7Ob106/19t; 3Ob239/19x; 1Ob159/19t; 3Ob55/20i; 8Ob19/20g

Entscheidungsdatum

13.06.1996

Norm

ABGB §1295 IIf7f
ABGB §1299 E
ABGB §1304 F

Rechtssatz

Bei unrichtiger Anlageberatung kann ein Mitverschulden des Kunden in Betracht kommen, das die Schadenersatzpflicht des Anlageberaters mindert, etwa dann, wenn der Kunde selbst auf dem Anlagesektor hervorragende Kenntnisse besitzt und ihm daher die Unrichtigkeit der Anlageberatung hätte auffallen müssen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 2107/96h
    Entscheidungstext OGH 13.06.1996 2 Ob 2107/96h
  • 1 Ob 182/97i
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 182/97i
    Vgl auch
  • 7 Ob 118/97x
    Entscheidungstext OGH 24.09.1997 7 Ob 118/97x
    Auch
  • 8 Ob 259/98s
    Entscheidungstext OGH 21.01.1999 8 Ob 259/98s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Versprechen einer 70 %igen Rendite. (T1)
    Beisatz: Eine breit gestreute Gewinnchance in diesem Ausmaß kann kaum auf Dauer realisierbar sein (vgl auch 1 Ob 2389/96x). (T2)
  • 7 Ob 166/99h
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 166/99h
    Auch
  • 3 Ob 289/05d
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 289/05d
    Vgl auch; Beisatz: Hier wurde die Frage, wann generell ein geschädigter Anleger Wertpapiere verkaufen muss, um nicht dem Einwand eines Mitverschuldens ausgesetzt zu sein, und ob er allenfalls vor Ablauf der vereinbarten Veranlagungsdauer gar nicht verkaufen dürfte erörtert, aber nicht abschließend beantwortet. (T3)
  • 9 Ob 128/06y
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 Ob 128/06y
    Beisatz: Die einschränkende Auslegung, dass ein Mitverschulden des Anlegers nur dann angenommen werden könne, wenn dieser bei Vertragsabschluss „hervorragende Kenntnisse" auf dem Anlagesektor besessen habe, ist aus der genannten Rechtsprechung nicht ableitbar. (T4)
  • 8 Ob 167/09f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 167/09f
    Auch; nur: Bei unrichtiger Anlageberatung kann ein Mitverschulden des Kunden in Betracht kommen. (T5)
  • 8 Ob 9/10x
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 9/10x
    Vgl auch; nur T5
  • 8 Ob 132/10k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 132/10k
    Vgl; nur T5; Beisatz: Hier: Nichtbeachtung von Informationsmaterial. (T6)
  • 4 Ob 62/11p
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 62/11p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nichtlesen von Risikohinweisen. (T7)
    Veröff: SZ 2011/84
  • 5 Ob 35/11z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 35/11z
    Auch; nur T5
  • 2 Ob 198/11y
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 198/11y
    nur T5; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 16/12z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 16/12z
    Auch; nur T5; Beisatz: Die Frage, ob sich ein Anleger ein Mitverschulden am Scheitern seiner Veranlagung anrechnen lassen muss, etwa weil er Risikohinweise nicht beachtet hat, oder etwa eine grobe Pflichtverletzung des Beraters dieses in den Hintergrund treten lässt, ist aufgrund der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen und begründet daher im Regelfall keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T8)
    Beisatz: Von einem Mitverschulden nach § 1304 ABGB ist die Frage zu unterscheiden, ob ein Irrender iSd § 871 ABGB seinem Vertragspartner zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet sein kann. (T9)
  • 5 Ob 246/11d
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 246/11d
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 49/12w
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 49/12w
    Auch; nur: Bei unrichtiger Anlageberatung kann ein Mitverschulden des Kunden in Betracht kommen, das die Schadenersatzpflicht des Anlageberaters mindert. (T10)
  • 4 Ob 67/12z
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
    Vgl
  • 1 Ob 188/12x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 188/12x
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 238/12g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 238/12g
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vertretbare Beurteilung der Vorinstanzen, dass der Klägerin aufgrund ihrer Unerfahrenheit bei Veranlagungen und der mündlichen Zusicherungen des Beraters über die Sicherheit des Investments kein Mitverschulden dadurch zur Last falle, dass sie die ganz klein gedruckten Risikohinweise im Beratungsprotokoll nicht gelesen habe. (T11)
  • 9 Ob 50/12m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 50/12m
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 10 Ob 34/13t
    Entscheidungstext OGH 04.11.2013 10 Ob 34/13t
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 4 Ob 135/13a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 135/13a
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 2 Ob 17/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 17/13h
    Vgl; Beisatz: Hier aber kein Mitverschulden, wenn sich der Kläger eigenen Bedenken zuwider vom wiederholten fachkundigen Rat der Beklagten überzeugen ließ. (T12)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Vgl; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 221/14x
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 221/14x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 8 Ob 93/14f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 93/14f
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Eine Minderung der Haftung des Schädigers wegen Nichtbeachtens von Warnungen und Hinweisen durch den Geschädigten kommt aber nicht in Betracht, wenn sich nur andere als jene Risiken, vor denen gewarnt wurde, verwirklicht haben. (T13)
    Veröff: SZ 2015/105
  • 3 Ob 108/16b
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 108/16b
    Auch; Beis wie T8
  • 10 Ob 70/15i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 70/15i
    Vgl auch
  • 2 Ob 99/16x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 99/16x
    Auch; Veröff: SZ 2017/53
  • 2 Ob 133/16x
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 133/16x
    Auch
  • 1 Ob 112/17b
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 112/17b
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Eine Minderung des Schadenersatzes kommt nur in Betracht, wenn das sorglose Verhalten des Geschädigten auch in Korrelation zum jeweiligen Aufklärungsfehler steht. (T14)
  • 3 Ob 167/17f
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 167/17f
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 95/17x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 95/17x
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 137/18f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 137/18f
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T14
  • 9 Ob 94/18s
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 94/18s
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T13
  • 1 Ob 78/19f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 78/19f
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Liegt der Anlageentscheidung auch eine den Klägern vorwerfbare Sorglosigkeit zugrunde, kommt grundsätzlich auch bei fehlender „Korrelation“ zum haftungsbegründenden Aufklärungsfehler eine Minderung des Ersatzes wegen Mitverschuldens in Betracht. (T15)
  • 7 Ob 106/19t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2019 7 Ob 106/19t
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T15; Beisatz: Hier: 50 % Mitverschulden bei Erwerb von Beteiligungen. (T16)
  • 3 Ob 239/19x
    Entscheidungstext OGH 22.01.2020 3 Ob 239/19x
  • 1 Ob 159/19t
    Entscheidungstext OGH 01.04.2020 1 Ob 159/19t
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T15; Beisatz: Die zu 1 Ob 112/17b und 1 Ob 137/18f vertretene Rechtsansicht (T14) wurde nicht aufrecht erhalten (so schon 1 Ob 78/19f). (T17)
    Beisatz: Das Nichtbeachten schriftlicher Risikohinweise begründet aber nicht stets und zwingend ein relevantes Mitverschulden des Anlegers. (T18)
  • 3 Ob 55/20i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 3 Ob 55/20i
    Beis wie T18
  • 8 Ob 19/20g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 Ob 19/20g
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102779

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19960613_OGH0002_0020OB02107_96H0000_001

Rechtssatz für 7Ob2345/96w 7Ob6/97a 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0105784

Geschäftszahl

7Ob2345/96w; 7Ob6/97a; 7Ob13/99h; 7Ob173/04y; 7Ob41/04m; 7Ob239/13t; 7Ob40/14d; 7Ob180/14t; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob1/16x; 7Ob234/15k; 7Ob140/16p

Entscheidungsdatum

23.10.1996

Norm

VersVG §34 Abs1
ARB 1965 Art1 Abs1
ARB 1965 Art1 Abs1 lita
ARB 1965 Art3 Abs1
ARB 1965 Art3 Abs3
ARB 1965 Art6 Abs1
ARB 1988 Art8 Z1 Pkt1.1
ARB 1988 Art8 Z1 Pkt1.2
ARB 2000 Art8.1.1

Rechtssatz

Der Versicherungsnehmer hat auf seine Kosten seinen Rechtsschutzversicherer vollständig und wahrheitsgemäß über sämtliche Umstände des Versicherungsfalles zu unterrichten, weil es sich dabei um eine auf die Bedürfnisse der Rechtsschutzversicherung zugeschnittene Ausformung der allgemeinen Auskunftsobliegenheit des § 34 Abs.1 VersVG handelt. Die Verpflichtung, den Versicherer auch über die Entwicklung eines bereits gemeldeten Versicherungsfalles auf dem laufenden zu halten, trifft den Versicherungsnehmer persönlich und fällt mit der Bevollmächtigung eines vom Rechtsschutzversicherer beigestellten Anwaltes nicht weg (unter Zustimmung zur deutschen Lehrmeinung Harbauers).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 2345/96w
    Entscheidungstext OGH 23.10.1996 7 Ob 2345/96w
  • 7 Ob 6/97a
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 6/97a
    Beisatz: Der Versicherungsnehmer haftet daher für eine falsche, unvollständige, verspätete, oder gar unterlassene Information des Versicherers durch den damit beauftragten Dritten gleich wie für eigenes Verschulden. (T1)
  • 7 Ob 13/99h
    Entscheidungstext OGH 27.01.1999 7 Ob 13/99h
    Vgl auch; Beisatz: Bei Art 8 Z1 Pkt 1.1 ARB 1988 und Art 8 Z1 Pkt 1.2 ARB 1988 handelt es sich nach ständiger Rechtsprechung des Senates um eine auf die Bedürfnisse des Rechtschutzversicherers zugeschnittene Ausformung der allgemeinen Auskunftsobliegenheit des § 34 Abs 1 VersVG, wobei der Versicherungsschutz begehrende Versicherungsnehmer diese Auskünfte von sich aus, spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben hat. (T2)
  • 7 Ob 173/04y
    Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 173/04y
    Vgl Auch; Beis wie T2; Beisatz: Erteilt der Versicherungsnehmer Auskünfte, die dem Versicherer aber nicht genau genug sind, so hat der Versicherer konkret zu sagen, worauf es ihm ankommt. (T3)
  • 7 Ob 41/04m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2004 7 Ob 41/04m
    Auch; Veröff: SZ 2004/104
  • 7 Ob 239/13t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 239/13t
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 40/14d
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 40/14d
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 180/14t
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 180/14t
    Auch; Beisatz: Der Versicherungsnehmer hat auf seine Kosten den Rechtsschutzversicherer vollständig und wahrheitsgemäß über sämtliche Umstände des Versicherungsfalls zu unterrichten, weil es sich dabei um eine auf die Bedürfnisse der Rechtsschutzversicherung zugeschnittene Ausformung der allgemeinen Auskunftsobliegenheit des § 34 Abs 1 VersVG handelt. (T4)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch; Beisatz: Als einzige Einschränkung der Obliegenheit des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung, Auskünfte spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben, ist anerkannt, dass Obliegenheitsverletzungen, durch die nach menschlichem Ermessen die Interessen des Versicherers schon abstrakt in keiner Weise gefährdet werden können, außer Betracht bleiben, weil damit die Erfüllung der Obliegenheit zwecklos ist. (T5)
  • 7 Ob 1/16x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 1/16x
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 234/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 234/15k
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 140/16p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 140/16p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Erst wenn sich kostenauslösende Maßnahmen abzeichnen, das heißt, wenn sich die rechtliche Auseinandersetzung so weit konkretisiert hat, dass der Versicherungsnehmer mit der Aufwendung von Rechtskosten rechnen muss und deshalb seinen Rechtsschutzversicherer in Anspruch nehmen will, entsteht für ihn die Obliegenheit, den Versicherer unverzüglich zu informieren und kostenauslösende Maßnahmen mit ihm abzustimmen. Insbesondere ist der Versicherer – abgesehen von eiligen Fällen – so zeitig zu unterrichten, dass er noch ausreichend Zeit hat, die Erfolgsaussichten der Prozessführung abzuklären. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105784

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19961023_OGH0002_0070OB02345_96W0000_001

Rechtssatz für 1Ob639/95 7Ob191/14k 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106835

Geschäftszahl

1Ob639/95; 7Ob191/14k; 7Ob210/14d; 7Ob111/15x; 1Ob163/15z; 7Ob48/17k; 6Ob132/18g; 7Ob155/18x

Entscheidungsdatum

26.11.1996

Norm

ABGB §1267
ABGB §1271
WAG 2007 §1 Z6

Rechtssatz

Ein Vertrag auf Lieferung von Waren (auch Devisen) wird zum Differenzgeschäft, wenn der Vertrag nicht effektiv erfüllt, sondern nur die Differenz zwischen verschiedenen Waren(Devisen)kursen ausgeglichen werden soll. Diese gilt auch dann, wenn formell ein Kassageschäft als Deckmantel abgeschlossen wurde. Maßgeblich ist der Vertragszweck: War die (Währungs)Spekulation eines Vertragspartners Zweck des Geschäfts, dann handelt es sich um ein Differenzgeschäft, auch wenn nur ein Vertragspartner spekulierte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 639/95
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 639/95
    Veröff: SZ 69/261
  • 7 Ob 191/14k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 191/14k
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Zum Begriff des Differenzgeschäfts. (T1); Veröff: SZ 2014/119
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Vgl; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x
    Auch
  • 1 Ob 163/15z
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 163/15z
    Vgl auch; Beisatz: Ein zur Finanzierung eines "realen geschäftlichen Vorgangs" (hier: Ankauf einer Liegenschaft) aufgenommener endfälliger Fremdwährungskredit ist kein einem Termingeschäft ähnliches Spekulationsgeschäft. Ein Finanzinstrument nach § 1 Z 6 WAG 2007 liegt nicht vor. (T2); Veröff: SZ 2015/128
  • 7 Ob 48/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 48/17k
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Ein Kreditvertrag besteht auch nach (Teil‑)Konvertierung in einen Fremdwährungskredit fort und unterliegt nicht dem WAG. (T3)
  • 6 Ob 132/18g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 132/18g
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 155/18x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 155/18x
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106835

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19961126_OGH0002_0010OB00639_9500000_001

Rechtssatz für 7Ob26/97t 7Ob218/97b 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107031

Geschäftszahl

7Ob26/97t; 7Ob218/97b; 7Ob305/98y; 7Ob164/03y; 7Ob134/03m; 7Ob274/03z; 7Ob233/03w; 7Ob311/04t; 7Ob30/05w; 7Ob109/07s; 7Ob197/08h; 7Ob217/08z; 7Ob33/09t; 7Ob212/09s; 7Ob130/10h; 7Ob9/14w; 7Ob191/14k; 7Ob5/15h; 7Ob16/15a; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob111/15x; 7Ob48/15g; 7Ob132/15k; 7Ob126/15b; 7Ob227/15f; 7Ob172/15t; 7Ob156/15i; 7Ob41/16d; 7Ob191/15m; 7Ob78/16w; 7Ob158/16k; 7Ob191/16p; 7Ob226/16k; 7Ob190/17t; 7Ob131/17s; 7Ob195/17b; 7Ob14/18m; 7Ob36/18x; 7Ob66/18h; 7Ob44/18y; 7Ob75/18g; 7Ob61/18y; 7Ob197/18y; 7Ob171/18z; 7Ob227/18k; 7Ob212/18d; 7Ob52/19a; 7Ob126/20k; 7Ob118/20h; 7Ob17/21g; 7Ob70/21a

Entscheidungsdatum

12.02.1997

Norm

ABH 1996 Art2.2.4
AKKB 1997 Art6
ARB 1988 Art17 Pkt2.2.2
ARB 2008 Art7.1.6
FSG §19
KFG §122

Rechtssatz

Als Ausnahmetatbestände, die die vom Versicherer übernommene Gefahr einschränken oder ausschließen, dürfen Ausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn unter Betrachtung ihres wirtschaftlichen Zweckes und der gewählten Ausdrucksweise sowie des Regelungszusammenhanges erfordert. Den Beweis für das Vorliegen eines Risikoausschlusses als Ausnahmetatbestand hat der Versicherer zu führen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 26/97t
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 7 Ob 26/97t
  • 7 Ob 218/97b
    Entscheidungstext OGH 24.09.1997 7 Ob 218/97b
    nur: Als Ausnahmetatbestände, die die vom Versicherer übernommene Gefahr einschränken oder ausschließen, dürfen Ausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn unter Betrachtung ihres wirtschaftlichen Zweckes und der gewählten Ausdrucksweise sowie des Regelungszusammenhanges erfordert. (T1)
  • 7 Ob 305/98y
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 7 Ob 305/98y
    nur T1
  • 7 Ob 164/03y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 164/03y
    Veröff: SZ 2003/89
  • 7 Ob 134/03m
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 134/03m
    nur T1
  • 7 Ob 274/03z
    Entscheidungstext OGH 03.12.2003 7 Ob 274/03z
  • 7 Ob 233/03w
    Entscheidungstext OGH 03.12.2003 7 Ob 233/03w
    Veröff: SZ 2003/155
  • 7 Ob 311/04t
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 311/04t
    Auch; Beisatz: Art 2.2.4 ABH 1996; Beweislast liegt bei Versicherer, ob es sich bei gestohlenen Geldern um Privat- oder Geschäftsgelder handelt. (T2)
  • 7 Ob 30/05w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 30/05w
    Veröff: SZ 2005/69
  • 7 Ob 109/07s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 7 Ob 109/07s
    nur: Den Beweis für das Vorliegen eines Risikoausschlusses als Ausnahmetatbestand hat der Versicherer zu führen. (T3)
  • 7 Ob 197/08h
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 7 Ob 197/08h
  • 7 Ob 217/08z
    Entscheidungstext OGH 10.12.2008 7 Ob 217/08z
    Auch; Beisatz: Für das Vorliegen der Voraussetzungen für einen sekundären Risikoausschluss. (T4)
  • 7 Ob 33/09t
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 33/09t
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 212/09s
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 212/09s
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 130/10h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 130/10h
    Veröff: SZ 2011/41
  • 7 Ob 9/14w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 9/14w
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 61 VersVG und Art 6.2 AWB. (T5)
  • 7 Ob 191/14k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 191/14k
    Veröff: SZ 2014/119
  • 7 Ob 5/15h
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 5/15h
  • 7 Ob 16/15a
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 16/15a
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x
  • 7 Ob 48/15g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 48/15g
  • 7 Ob 132/15k
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 132/15k
  • 7 Ob 126/15b
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 126/15b
  • 7 Ob 227/15f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 227/15f
  • 7 Ob 172/15t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 172/15t
    Veröff: SZ 2016/8
  • 7 Ob 156/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 156/15i
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 41/16d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 41/16d
    Beisatz: Baurisikoausschlussklausel Art 23.3.1. ARB 1988 ‑ Kein Versicherungsschutz im Haftpflichtprozess, in dem die mangelhafte Planungsleistung der Schuldnerin zu prüfen ist, selbst wenn die Gegenleistung für die Errichtung die Übertragung von Mietrechten ist. (T6)
  • 7 Ob 191/15m
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 191/15m
    Auch
  • 7 Ob 78/16w
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 78/16w
    Auch
  • 7 Ob 158/16k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 158/16k
  • 7 Ob 191/16p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 191/16p
    Auch; Veröff: SZ 2016/116
  • 7 Ob 226/16k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 226/16k
    Auch
  • 7 Ob 190/17t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 190/17t
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Art 23.4 ABEP, Art 20.3 ABHP 2011 ‑ Ausschlüsse bei Umbauten im Zusammenhang mit Sturmversicherung und Katastrophenschutz. (T7)
  • 7 Ob 131/17s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 131/17s
  • 7 Ob 195/17b
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 195/17b
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: EHVB 2007 ‑ Bauherrenklausel als speziellere Bestimmung. (T8)
  • 7 Ob 14/18m
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 14/18m
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 36/18x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 36/18x
    Auch
  • 7 Ob 66/18h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 66/18h
  • 7 Ob 44/18y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 44/18y
    Auch
  • 7 Ob 75/18g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 75/18g
  • 7 Ob 61/18y
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 61/18y
  • 7 Ob 197/18y
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 197/18y
    Beisatz: Hier: Art 20 AUVB 2010 idF 9/2014: Ausschluss für gefährliche Sportarten (Klettersteig über Schwierigkeitsgrad D). (T9)
  • 7 Ob 171/18z
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 171/18z
    Beisatz: Unter einer kraftfahrsportlichen Veranstaltung im Sinn des Art 6.2 VK 2013 ist die Teilnahme an einem Leistungsvergleich, einer Steigerung oder Zurschaustellung dieser Leistungen zu verstehen, bei welcher gewisse Voraussetzungen zu erfüllen sind, die in Form von Ausschreibungen im Vorhinein festgelegt werden. (T10)
  • 7 Ob 227/18k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 227/18k
  • 7 Ob 212/18d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 212/18d
    nur T1; Beisatz: Art 7.4.4 ARB 2011. (T10)
  • 7 Ob 52/19a
    Entscheidungstext OGH 23.10.2019 7 Ob 52/19a
    nur T1; Beisatz: Frage der Deckungspflicht des Rechtsschutzversicherers für eine Klage des Versicherungsnehmers gegen seinen Lebensversicherer nach § 3 VersVG. (T11)
  • 7 Ob 126/20k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 126/20k
    nur T1
  • 7 Ob 118/20h
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 118/20h
    nur T1
  • 7 Ob 17/21g
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 17/21g
    nur T1; Beisatz: Art 3.1.c AVBV 1992 – wirtschaftlicher Zusammenhang in der Serienschadenklausel. (T12)
  • 7 Ob 70/21a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2021 7 Ob 70/21a
    nur: Als Ausnahmetatbestände, die die vom Versicherer übernommene Gefahr einschränken oder ausschließen, dürfen Ausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn unter Betrachtung ihres wirtschaftlichen Zweckes und der gewählten Ausdrucksweise sowie des Regelungszusammenhanges erfordert. (T13)
    Beisatz: Art 19.1.2 AUVB 2012; Vorsatztat. (T14)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107031

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19970212_OGH0002_0070OB00026_97T0000_001

Rechtssatz für 7Ob127/99y 7Ob142/03p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112256

Geschäftszahl

7Ob127/99y; 7Ob142/03p; 7Ob169/03h; 7Ob316/04b; 7Ob106/05x; 7Ob152/06p; 7Ob89/07z; 7Ob259/07z; 7Ob17/08p; 7Ob197/08h; 7Ob232/08f; 7Ob224/08d; 7Ob129/09k; 7Ob111/09p; 7Ob139/09f; 7Ob19/10k; 7Ob71/09f; 9Ob52/10b; 7Ob139/11h; 7Ob181/11k; 7Ob192/11b; 7Ob19/12p; 7Ob81/12f; 3Ob76/12s; 7Ob95/12i; 4Ob126/12a; 4Ob186/12z; 5Ob150/12p; 4Ob2/13t; 1Ob149/12m; 5Ob242/12t; 7Ob149/13g; 7Ob135/13y; 7Ob208/13h; 7Ob195/13x; 7Ob184/14f; 7Ob88/14p; 7Ob191/14k; 7Ob168/14b; 7Ob171/14v; 7Ob5/15h; 7Ob210/14d; 7Ob70/15t; 7Ob63/15p; 7Ob33/15a; 7Ob75/15b; 7Ob105/15i; 7Ob111/15x; 7Ob117/15d; 7Ob132/15k; 7Ob126/15b; 7Ob137/15w; 7Ob227/15f; 7Ob204/15y; 7Ob172/15t; 7Ob156/15i; 7Ob41/16d; 7Ob14/16h; 7Ob37/16s; 7Ob78/16w; 7Ob158/16k; 7Ob191/16p; 7Ob226/16k; 7Ob235/16h; 7Ob227/16g; 7Ob118/17d; 7Ob190/17t; 7Ob131/17s; 7Ob211/17f; 7Ob36/18x; 7Ob66/18h; 7Ob44/18y; 7Ob75/18g; 7Ob61/18y; 7Ob157/18s; 7Ob171/18z; 7Ob139/18v; 7Ob159/18k; 7Ob227/18k; 7Ob254/18f; 7Ob28/19x; 7Ob249/18w; 7Ob25/19f; 7Ob207/18v; 7Ob42/19f; 7Ob115/19s; 7Ob132/19s; 7Ob133/19p; 7Ob130/19x; 7Ob182/19v; 7Ob161/19f; 7Ob37/20x; 7Ob141/20s; 7Ob118/20h; 7Ob104/20z; 7Ob133/20i; 7Ob204/20f; 7Ob148/20w; 7Ob17/21g; 7Ob3/21y; 7Ob67/21k; 7Ob70/21a; 7Ob75/21m

Entscheidungsdatum

28.05.1999

Norm

ABGB §863 K
ABS Art13 Abs1
BUZ Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung §1 Z3
E-ABH Art6
VersVG §1
VersVG §97
ABBF Art3
ARB 2002 Art23 Pkt2.1
ARB 2008 Art7.1.6
AUVB 2012 Art15
KK 2002 Art1.2

Rechtssatz

Die Auslegung von AVB's hat sich am Verständnis eines verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu orientieren, ein Maßstab, der den Kriterien der §§ 914 f ABGB weitgehend entspricht. Unklarheiten sind zu Lasten des Versicherers auszulegen, weil dies die Interessen des Vertrauensschutzes erfordern, der "erkennbare Zweck einer Bestimmung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen" muss aber stets beachtet werden. Risikoeinschränkende Klauseln besitzen in dem Maße keine Vertragskraft, als deren Verständnis von einem Versicherungsnehmer ohne juristische Vorbildung nicht erwartet werden kann.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 127/99y
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 127/99y
    Veröff: SZ 72/96
  • 7 Ob 142/03p
    Entscheidungstext OGH 30.06.2003 7 Ob 142/03p
    Auch; Beisatz: Hier: § 1 Z 3 BUZ. (T1)
  • 7 Ob 169/03h
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 169/03h
    Auch; Beisatz: Hier: Art 6 E-ABH 1993. (T2)
  • 7 Ob 316/04b
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 316/04b
    Auch; Beisatz: Hier: Art 6.3. AUVB 1994. (T3)
    Veröff: SZ 2005/27
  • 7 Ob 106/05x
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 106/05x
    nur: Die Auslegung von AVB's hat sich am Verständnis eines verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu orientieren, ein Maßstab, der den Kriterien der §§ 914 f ABGB weitgehend entspricht. (T4)
  • 7 Ob 152/06p
    Entscheidungstext OGH 17.01.2007 7 Ob 152/06p
    Beisatz: Bei einer Pflichthaftpflichtversicherung ist es jedenfalls unzulässig, aus Anlass einer Klausel, die ausdrücklich eine „Erweiterung" des Versicherungsschutzes bewirken soll, eine den örtlichen Geltungsbereich regelnde Generalklausel (Art 3 ABBF) in einem risikoeinschränkenden Sinn zu interpretieren. (T5)
  • 7 Ob 89/07z
    Entscheidungstext OGH 04.07.2007 7 Ob 89/07z
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung der Versicherungsbedingungen zum „Erweiterten Produktehaftpflichtrisiko" (Abschnitt A Z 2.4.1.1 EHVB, Z 2 VF50112:03 Besondere Bedingung für Haftpflichtversicherung, Zusatzbaustein „Erweitertes Produktehaftpflichtrisiko"). (T6)
  • 7 Ob 259/07z
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 7 Ob 259/07z
    nur: Die Auslegung von AVB's hat sich am Verständnis eines verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu orientieren. (T7)
    Beisatz: Hier: Art 6.4.6 AHTB („Überschreitung von Voranschlägen"). (T8)
  • 7 Ob 17/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 17/08p
    Auch; Beisatz: Hier: Art 23.2.1. ARB/GEN 2002. (T9)
    Beisatz: Allgemeine Versicherungsbedingungen sind nach ständiger Rechtsprechung nach den Grundsätzen der Vertragsauslegung (§§ 914, 915 ABGB) auszulegen, und zwar orientiert am Maßstab des durchschnittlich verständigen Versicherungsnehmers und stets unter Berücksichtigung des erkennbaren Zwecks einer Bestimmung. (T10)
    Veröff: SZ 2008/93
  • 7 Ob 197/08h
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 7 Ob 197/08h
    Auch; Beisatz: Hier: Art 8 Pkt 2 AKHB 2004. (T11)
  • 7 Ob 232/08f
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 232/08f
    Auch; Beisatz: Hier: Wertsicherungsklausel I011 und Besondere Bedingung Nr U460, jeweils zu AUVB 1988. (T12)
  • 7 Ob 224/08d
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 224/08d
    Auch; Beisatz: Hier: Abschnitt B EHVB 1993. (T13)
  • 7 Ob 129/09k
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 129/09k
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.1 AUB 99/2002. (T14)
  • 7 Ob 111/09p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 7 Ob 111/09p
    Auch; Beisatz: „bewohnter Raum" im Sinn des Art 3 ABH 2005 - bei „Wellness-Raum" in Keller bejaht. (T15)
  • 7 Ob 139/09f
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 7 Ob 139/09f
  • 7 Ob 19/10k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 19/10k
    Auch; Beisatz: Hier: Art 7.6. AUVB. (T16)
  • 7 Ob 71/09f
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 7 Ob 71/09f
    Auch
  • 9 Ob 52/10b
    Entscheidungstext OGH 03.09.2010 9 Ob 52/10b
    Auch; nur: Die Auslegung von AVB's hat sich am Verständnis eines verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu orientieren, ein Maßstab, der den Kriterien der §§ 914 f ABGB weitgehend entspricht. Unklarheiten sind zu Lasten des Versicherers auszulegen, weil dies die Interessen des Vertrauensschutzes erfordern, der "erkennbare Zweck einer Bestimmung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen" muss aber stets beachtet werden. (T17)
    Beisatz: Hier: Auflösungstatbestand der „Aufgabe oder Veräußerung des Geschäfts (Unternehmens)“ nach Pkt 13.1 lit c der Allgemeinen Vertragsbedingungen für KFZ‑ und Mobilien‑Leasing. (T18)
  • 7 Ob 139/11h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 139/11h
    Auch
  • 7 Ob 181/11k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 7 Ob 181/11k
    Auch
  • 7 Ob 192/11b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 192/11b
    Auch
  • 7 Ob 19/12p
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 19/12p
    Auch; nur T10
  • 7 Ob 81/12f
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 81/12f
    Auch
  • 3 Ob 76/12s
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 76/12s
    Vgl; Beis ähnlich wie T10
  • 7 Ob 95/12i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 7 Ob 95/12i
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Art 6 Z 2 AUVB 1999; Freizeitunfall. (T19)
  • 4 Ob 126/12a
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 126/12a
    Vgl auch
  • 4 Ob 186/12z
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 186/12z
    Vgl auch
  • 5 Ob 150/12p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 5 Ob 150/12p
    Vgl auch
  • 4 Ob 2/13t
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 2/13t
    Vgl auch
  • 1 Ob 149/12m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 149/12m
    Vgl auch
  • 5 Ob 242/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 242/12t
    Vgl auch
  • 7 Ob 149/13g
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 149/13g
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 135/13y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 135/13y
    Auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Art 1.2 KK 2002. (T20)
  • 7 Ob 208/13h
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 208/13h
    Auch; Beis wie T10
    Veröff: SZ 2014/7
  • 7 Ob 195/13x
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 195/13x
  • 7 Ob 184/14f
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 184/14f
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 88/14p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 88/14p
    Veröff: SZ 2014/103
  • 7 Ob 191/14k
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 191/14k
    Auch; Die Auslegung von allgemeinen Versicherungsbedingungen hat sich ‑ auch insoweit ‑ am Verständnis eines verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu orientieren; risikoeinschränkende Klauseln besitzen in dem Maß keine Vertragskraft, als deren Verständnis von einem Versicherungsnehmer ohne juristische Vorbildung nicht erwartet werden kann. (T21)
    Veröff: SZ 2014/119
  • 7 Ob 168/14b
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 168/14b
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 171/14v
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 171/14v
    Auch; Veröff: SZ 2014/118
  • 7 Ob 5/15h
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 5/15h
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 70/15t
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
    Auch
  • 7 Ob 63/15p
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 63/15p
    Beis wie T10; Veröff: SZ 2015/44
  • 7 Ob 33/15a
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 33/15a
    Beis wie T10
  • 7 Ob 75/15b
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 75/15b
    Auch
  • 7 Ob 105/15i
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 105/15i
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
  • 7 Ob 132/15k
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 132/15k
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 126/15b
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 126/15b
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 137/15w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 137/15w
  • 7 Ob 227/15f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 227/15f
    Auch
  • 7 Ob 204/15y
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 204/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/141
  • 7 Ob 172/15t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 172/15t
    Auch; Veröff: SZ 2016/8
  • 7 Ob 156/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 156/15i
    Auch
  • 7 Ob 41/16d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 41/16d
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Baurisikoausschlussklausel Art 23.3.1. ARB 1988 ‑ Kein Versicherungsschutz im Haftpflichtprozess, in dem die mangelhafte Planungsleistung der Schuldnerin zu prüfen ist, selbst wenn die Gegenleistung für die Errichtung die Übertragung von Mietrechten ist. (T22)
  • 7 Ob 14/16h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 14/16h
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Deckungserweiterung in der Sturmversicherung nach Art 3 AStB 2002, St 120, GaN‑2010 (Grundstückseinfriedungen). (T23)
  • 7 Ob 37/16s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 37/16s
    Auch; Veröff: SZ 2016/61
  • 7 Ob 78/16w
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 78/16w
    Auch
  • 7 Ob 158/16k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 158/16k
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Art 5.10 Krankheitskosten‑ und Krankenhaus‑Tagegeldversicherung 1999: Kein Tagegeld für Klinik, die vornehmlich auf Rehabilitation ausgerichtet ist. (T24)
  • 7 Ob 191/16p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 191/16p
    Beisatz: Hier: Art 18 Pkt 5 AUVB 2004 (Freeclimbing). (T25); Veröff: SZ 2016/116
  • 7 Ob 226/16k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 226/16k
  • 7 Ob 235/16h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 235/16h
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Pkt R.1. AUVB zur Anrufung der Ärztekommission. (T26)
  • 7 Ob 227/16g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 227/16g
    Auch; Beisatz: Zu den „im Rahmen der Betriebshilfe“ ausgeübten Tätigkeiten gehören auch erforderliche Hilfs‑ und Nebenleistungen (hier: das Nachfüllen von Folien zum Rundballenpressen). (T27)
  • 7 Ob 118/17d
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 118/17d
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 190/17t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 190/17t
    Auch; Beisatz: Hier: Art 23.4 ABEP, Art 20.3 ABHP 2011 ‑ Ausschlüsse bei Umbauten im Zusammenhang mit Sturmversicherung und Katastrophenschutz. (T28)
    Beis wie T10
  • 7 Ob 131/17s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 131/17s
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 211/17f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 211/17f
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Die Einräumung des Direktanspruchs des Geschädigten gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers im Haftpflichtversicherungsvertrag beruht auf einem vertraglichen Schuldbeitritt, durch den die Schadenersatzansprüche des Geschädigten gegen den Schädiger durch Hinzutreten eines weiteren leistungsfähigen Schuldners verstärkt werden sollen. (T29)
  • 7 Ob 36/18x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 36/18x
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 66/18h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 66/18h
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 44/18y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 44/18y
    Auch; Beisatz: Hier: Rechtlich begründete Geldforderung in der Warenkreditversicher. (T30)
  • 7 Ob 75/18g
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 75/18g
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 61/18y
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 61/18y
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 157/18s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 157/18s
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 171/18z
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 171/18z
    Beis wie T10
  • 7 Ob 139/18v
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 139/18v
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Vermögensschadenshaftpflichtversicherung - Kein Versicherungsschutz, wenn ein wesentlicher Teil eines vom Versicherungsnehmer vermittelten Gesamtkonzepts nicht von der Gewerbeberechtigung umfasst ist. (T31)
  • 7 Ob 159/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 159/18k
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 227/18k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 227/18k
    Auch; Beis wie T10, Beisatz: Hier: Art 7.1.6 ARB 2008 ‑ kein Ausschluss für fondsgebundene Lebensversicherungen. (T32)
  • 7 Ob 254/18f
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 254/18f
    Vgl; Beis wie T32
  • 7 Ob 28/19x
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 7 Ob 28/19x
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: „Brand“ in der Kaskoversicherung. (T33)
  • 7 Ob 249/18w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 249/18w
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Münzensammlung - Art 3.3. ZGWO. (T34)
  • 7 Ob 25/19f
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 25/19f
    Auch; Beisatz: Risikoausschluss nach Art 20.10 AUVB 2008 ‑ Downhill‑Mountainbiken. (T35)
  • 7 Ob 207/18v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 207/18v
    Auch; Beis wie T32; Beisatz: Hier: Art 7.1.1.14 ARB 2011. (T36)
  • 7 Ob 42/19f
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 42/19f
    Beisatz: Soforthilfeklausel. (T37)
  • 7 Ob 115/19s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 115/19s
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Art 24 ARB 2007. (T38)
  • 7 Ob 132/19s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2019 7 Ob 132/19s
    Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Reichweite des Verzichts auf den Einwand des groben Verschuldens bei der Herbeiführung des Versicherungsfalls gemäß Art 10.1 AbS. (T39)
  • 7 Ob 133/19p
    Entscheidungstext OGH 23.10.2019 7 Ob 133/19p
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Dynamische Erhöhungsklausel in der Er- und Ablebensversicherung. (T40)
  • 7 Ob 130/19x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 7 Ob 130/19x
    Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Hier: AHB 2003 zum Begriff "tätliche Gewalt". (T41)
  • 7 Ob 182/19v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 7 Ob 182/19v
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Art 8 UA00 (Lebensrente) iVm Art 16 UA00 (Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME). (T42)
  • 7 Ob 161/19f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2020 7 Ob 161/19f
    Beisatz: Art 1.1 AVBV, Art 3.1 Besondere Bedingungen zu Vermögensschadenshaftpflichtversicherung: versicherte Treuhandtätigkeit des Rechtsanwalts im Rahmen eines Anwaltsmandats. (T43)
  • 7 Ob 37/20x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2020 7 Ob 37/20x
    Beisatz: Hier: Art 15 AUVB 2015. (T44)
    Beisatz: Ein durchschnittlich verständiger Versicherungsnehmer versteht unter „nachgewiesene Unfallkosten, die innerhalb von 2 Jahren vom Unfalltag an gerechnet entstehen“, das Entstehen einer Zahlungsverbindlichkeit innerhalb dieses Zeitraums. Diesen Zeitpunkt wird er dabei in der Regel mit der Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistung an ihn gleichsetzen, da damit auch für ihn feststeht, dass er, wenn auch allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt, die dafür vereinbarte Gegenleistung (Zahlung) erbringen muss. (T45)
  • 7 Ob 141/20s
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 141/20s
    Vgl; Beis wie T10
  • 7 Ob 118/20h
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 118/20h
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 104/20z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 104/20z
    Auch; Beis nur T10
  • 7 Ob 133/20i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 133/20i
    Beis wie T10; Beisatz: Art 7 AUVB 2013 „Sehkraft“. (T46)
  • 7 Ob 204/20f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2020 7 Ob 204/20f
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: AUB 2013 Invaliditätsgrad außerhalb der Gliedertaxe. (T47)
  • 7 Ob 148/20w
    Entscheidungstext OGH 27.01.2021 7 Ob 148/20w
    Beis wie T10; Beis wie T43
  • 7 Ob 17/21g
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 17/21g
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Art 3.1.c AVBV 1992 – wirtschaftlicher Zusammenhang in der Serienschadenklausel. (T48)
  • 7 Ob 3/21y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2021 7 Ob 3/21y
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Krankenzusatzversicherung: Notwendige Heilbehandlung wegen Unfallfolgen.(T49)
  • 7 Ob 67/21k
    Entscheidungstext OGH 28.04.2021 7 Ob 67/21k
    nur T17; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Lenkerschutzversicherung. (T50)
  • 7 Ob 70/21a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2021 7 Ob 70/21a
    Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Art 19.1.2 AUVB 2012; Vorsatztat. (T51)
  • 7 Ob 75/21m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2021 7 Ob 75/21m
    Vgl; Beis wie T35; Beisatz: Downhill-Mountainbiken; Art 20.10 AUVB 2008. (T52)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112256

Im RIS seit

27.06.1999

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19990528_OGH0002_0070OB00127_99Y0000_001

Rechtssatz für 7Ob17/08p 7Ob19/09h 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123773

Geschäftszahl

7Ob17/08p; 7Ob19/09h; 7Ob135/13y; 7Ob210/14d; 7Ob111/15x; 7Ob191/16p; 7Ob171/18z; 7Ob81/19s; 7Ob153/19d

Entscheidungsdatum

02.07.2008

Norm

ABGB §914 I
ABGB §915
EHVB 1993
KSchG §5j
ARB 2002 allg

Rechtssatz

Rechtsbegriffe haben in der Rechtssprache eine bestimmte Bedeutung und sind daher in diesem Sinn auszulegen. Dieser Grundsatz kann allerdings nur dann zur Anwendung kommen, wenn den zu beurteilenden Rechtsinstituten nach herrschender Ansicht ein unstrittiger Inhalt beigemessen wird und sie deshalb in der Rechtssprache eine einvernehmliche Bedeutung haben. Dementsprechendes hat nicht nur für die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen verwendeten Rechtsbegriffe zu gelten, sondern auch für jene Rechtsinstitute, die bei der Prüfung, ob Deckung in den vereinbarten Rechtsschutzbausteinen besteht, unter die Allgemeinen Versicherungsbedingungen subsumiert werden müssen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 17/08p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2008 7 Ob 17/08p
    Veröff: SZ 2008/93
  • 7 Ob 19/09h
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 19/09h
    Auch
  • 7 Ob 135/13y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 135/13y
    Beisatz: Hier: Begriffe „Diebstahl“ und „Raub“ in AVB (KK 2002). (T1)
  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Auch; Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x
    nur: Rechtsbegriffe haben in der Rechtssprache eine bestimmte Bedeutung und sind daher in diesem Sinn auszulegen. Dieser Grundsatz kann allerdings nur dann zur Anwendung kommen, wenn den zu beurteilenden Rechtsinstituten nach herrschender Ansicht ein unstrittiger Inhalt beigemessen wird und sie deshalb in der Rechtssprache eine einvernehmliche Bedeutung haben. (T2)
  • 7 Ob 191/16p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 191/16p
    Auch; Veröff: SZ 2016/116
  • 7 Ob 171/18z
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 171/18z
    Beisatz: Unter einer kraftfahrsportlichen Veranstaltung im Sinn des Art 6.2 VK 2013 ist die Teilnahme an einem Leistungsvergleich, einer Steigerung oder Zurschaustellung dieser Leistungen zu verstehen, bei welcher gewisse Voraussetzungen zu erfüllen sind, die in Form von Ausschreibungen im Vorhinein festgelegt werden. (T3)
  • 7 Ob 81/19s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2019 7 Ob 81/19s
    Beisatz: In Allgemeinen Versicherungsbedingungen verwendete Rechtsbegriffe sind, wenn sie in der Rechtssprache eine bestimmte, unstrittige Bedeutung haben, in diesem Sinn auszulegen. (T4)
  • 7 Ob 153/19d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2020 7 Ob 153/19d
    Beisatz: Hier: Begriff "behördliche Auflagen". (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123773

Im RIS seit

01.08.2008

Zuletzt aktualisiert am

24.04.2020

Dokumentnummer

JJR_20080702_OGH0002_0070OB00017_08P0000_003

Rechtssatz für 7Ob210/14d 7Ob54/15i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130145

Geschäftszahl

7Ob210/14d; 7Ob54/15i

Entscheidungsdatum

12.03.2015

Norm

ABGB §1270
ABGB §1272
ARB 2000 Art 23.1.1.

Rechtssatz

Streitigkeiten aus privater Vermögensveranlagung sind grundsätzlich dem privaten Lebensbereich zuzuordnen. Die Grenze zur betrieblichen Tätigkeit oder sonstigen Erwerbstätigkeit wird dann überschritten, wenn dabei unternehmerischer Einsatz entfaltet wird oder in größerem Umfang und mit Wiederholungsabsicht Spekulationsgeschäfte getätigt werden. Die Höhe des veranlagten Vermögens allein spielt dabei nicht die ausschlaggebende Rolle.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Beisatz: Hier: Von einem Treuhänder gehaltene Kommanditbeteiligung als einmalige Veranlagung. (T1); Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 54/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 54/15i
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130145

Im RIS seit

10.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JJR_20150312_OGH0002_0070OB00210_14D0000_001

Rechtssatz für 7Ob210/14d 7Ob111/15x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130146

Geschäftszahl

7Ob210/14d; 7Ob111/15x

Entscheidungsdatum

12.03.2015

Norm

ABGB §1272

Rechtssatz

Spiel lässt sich allgemein als „eine zweckfreie Beschäftigung aus Freude an ihr selbst und/oder ihren Resultaten, zur Unterhaltung, Entspannung oder zum Zeitvertreib“ definieren, die festgesetzten Regeln unterliegt und mit der der Mensch seinen Spieltrieb befriedigt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 111/15x
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 111/15x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130146

Im RIS seit

10.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JJR_20150312_OGH0002_0070OB00210_14D0000_002

Rechtssatz für 7Ob210/14d 7Ob180/18y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0130147

Geschäftszahl

7Ob210/14d; 7Ob180/18y

Entscheidungsdatum

12.03.2015

Norm

VersVG §23

Rechtssatz

Allgemein übliche, das Durchschnittsrisiko kennzeichnende Gefahrenerhöhungen und solche, deren Unterstellung unter die §§ 23 ff VersVG den Versicherungsschutz der Mehrzahl der Versicherungsnehmer erheblich entwerten würde, sind mitversichert (so auch schon 7 Ob 314/00b).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 210/14d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 210/14d
    Veröff: SZ 2015/17
  • 7 Ob 180/18y
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 180/18y
    Auch; Beisatz: Hier: Ausweitung einer hobbymäßigen (Abfindungsbrennerei) zu einer gewerblichen Tätigkeit (Ginbrennerei). ABS 1994. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130147

Im RIS seit

10.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

15.12.2018

Dokumentnummer

JJR_20150312_OGH0002_0070OB00210_14D0000_003

Entscheidungstext 7Ob210/14d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

VbR 2015/93 S 128 - VbR 2015,128 = VersR 2015,1185 = Gruber, ZFR 2015/255 S 476 (Rechtsprechungsübersicht) - Gruber, ZFR 2015,476 (Rechtsprechungsübersicht) = Palten, VR 2016,23/Heft 3 = VR 2016,31/981 - VR 2016/981 = Ertl, ecolex 2016,284 = ecolex 2016/130 S 301 - ecolex 2016,301 = HAVE/REAS 2016,227 (Huber) = ZVR 2016/44 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2016,75 (Danzl, tabellarische Übersicht) = Ertl, ecolex 2016,944 (Rechtsprechungsübersicht) = SZ 2015/17

Geschäftszahl

7Ob210/14d

Entscheidungsdatum

12.03.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Hofrätin Dr. Kalivoda als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr. Höllwerth, Mag. Dr. Wurdinger, Mag. Malesich und Dr. Singer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. Dr. J***** B*****, 2. M***** B*****, beide *****, vertreten durch Dr. Sebastian Schumacher, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei A*****, vertreten durch Themmer, Toth & Partner Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen Feststellung, über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 1. September 2014, GZ 5 R 97/14t-16, womit das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 6. Mai 2014, GZ 34 Cg 67/13d-12, bestätigt wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die beklagte Partei ist schuldig, den klagenden Parteien jeweils die mit 654,08 EUR (darin enthalten 109,01 EUR an USt) bestimmten anteiligen Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der Erstkläger schloss mit der Beklagten einen Rechtsschutzversicherungsvertrag ab. Die Zweitklägerin ist als Ehegattin des Erstklägers mitversichert.

Dem Rechtsschutzversicherungsvertrag liegen die Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB 2000) zugrunde. Diese lauten auszugsweise wie folgt:

„Artikel 7

Was ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen?

1. Kein Versicherungsschutz besteht für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen

...

1.13. im Zusammenhang mit Spiel- oder Wettverträgen und diesen ähnlichen Termin- oder Spekulationsgeschäften, sowie Auseinandersetzungen darüber mit Kreditgebern, Vermittlern, Beauftragten oder sonstigen Anspruchsgegnern.

...

Artikel 8

Welche Pflichten hat der Versicherungsnehmer zur Sicherung seines Deckungsanspruches zu beachten? (Obliegenheiten)

1. Verlangt der Versicherungsnehmer Versicherungsschutz, ist er verpflichtet,

1.1. den Versicherer unverzüglich, vollständig und wahrheitsgemäß über die jeweilige Sachlage aufzuklären und ihm alle erforderlichen Unterlagen auf Verlangen vorzulegen;

...

2. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehend genannten Obliegenheiten, ist der Versicherer gemäß § 6 Versicherungsvertragsgesetz (VersVG) von der Verpflichtung zur Leistung frei.

...

Artikel 13

Was gilt bei Vergrößerung oder Verminderung des versicherten Risikos?

1. Die Versicherung erstreckt sich auch auf Erhöhungen und Erweiterungen des versicherten Risikos. Der Versicherungsnehmer ist jedoch verpflichtet, einen nach Abschluss des Versicherungsvertrages eingetretenen, für die Übernahme der Gefahr erheblichen Umstand dem Versicherer längstens innerhalb eines Monates anzuzeigen.

...

3. Wird die höhere Gefahr nach den für den Geschäftsbetrieb des Versicherers maßgebenden Grundsätzen auch gegen eine höhere Prämie nicht übernommen, kann der Versicherer innerhalb eines Monates von dem Zeitpunkt an, in welchem er von dem für die höhere Gefahr erheblichen Umstand Kenntnis erlangt hat, den Versicherungsvertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat kündigen.

Bei unrichtigen oder unterbliebenen Angaben zum Nachteil des Versicherers ist dieser von der Verpflichtung zur Leistung frei, außer der Versicherungsnehmer beweist, dass die Unrichtigkeit oder das Unterbleiben der Angaben nicht auf seinem Verschulden beruht.

...

Artikel 23

Allgemeiner Vertrags-Rechtsschutz

Der Versicherungsschutz erstreckt sich je nach Vereinbarung auf den Privat- und/oder Betriebsbereich.

1. Wer ist in welcher Eigenschaft versichert?

Versicherungsschutz haben

1.1. im Privatbereich

der Versicherungsnehmer, sein in häuslicher Gemeinschaft mit ihm lebender Ehegatte ... für Versicherungsfälle, die den privaten Lebensbereich, also nicht den Berufs- oder Betriebsbereich oder eine sonstige Erwerbstätigkeit betreffen;

...“

Über Beratung durch eine Bank zeichneten der Erstkläger, ein als Leiter einer Rechtsabteilung im Konzern der beratenden Bank bis zu seiner Pensionierung tätiger Jurist, und seine Ehegattin, die Zweitklägerin, am 5. 11. 2004 die Beitrittsunterlagen für eine treuhändig gehaltene Kommanditbeteiligung im Nominale von je 35.000 EUR zuzüglich 5 % Agio an einem geschlossenen Immobilienfonds im EU-Raum. Sie informierten die Beklagte nicht vom Abschluss dieser Veranlagung.

Der Erstkläger weiß darüber Bescheid, was eine Kommanditbeteiligung ist. Ihm war von Anfang an klar, dass er sich bei einer Kommanditgesellschaft beteiligt.

Nach Kenntniserlangung vom Verlust des Großteils seiner Einlage im Oktober 2012 suchte der Erstkläger mit E-Mail vom 28. 10. 2012 bei der Beklagten um Deckung für ein Beratungsgespräch mit einem Rechtsanwalt an. Dabei schilderte er, dass in den aufgelegten Prospekten der Bank nur von hohen Renditen und Sicherheit sowie Gewissheit über die Qualität der Immobilien die Rede gewesen, ein mögliches Risiko nicht einmal angedeutet worden und für die Kläger auch aus den erhaltenen ausführlichen Unterlagen nicht vorstellbar gewesen sei.

Mit E-Mail vom 7. 11. 2012 forderte die Beklagte vom Erstkläger ergänzende Unterlagen - Beratungsprotokolle, Zeichnungsanträge, Zertifikate, Produktunterlagen (Werbefolder, Hochrechnungen über die prognostizierte Wertentwicklung etc) und Schreiben des Treuhänders - an. Daraufhin wollte der Erstkläger noch am selben Tag zur Mittagszeit der Beklagten zahlreiche Unterlagen, darunter auch die Beitrittserklärungen, per E-Mail übermitteln. Er erhielt jedoch eine Fehlermeldung über eine nicht erfolgte Zustellung, worauf er noch am Nachmittag der Beklagten ein E-Mail sandte, in dem er auf den - vermutlich auf den Umfang der eingescannten Unterlagen zurückzuführenden - Zustellfehler verwies. Zusätzlich führte er unter anderem aus: „... Vielleicht erleichtert es Ihre Entscheidung, wenn ich Sie informiere, dass ich selbst Jurist bin und während meiner Aktivzeit nach einander bei zwei Firmen im Bereich der R***** die jeweilige Rechtsabteilung geleitet habe. … Alle Unterlagen zum Gegenstand sind für mich und meine Frau in zwei Mappen mit einem Gewicht von je 2,3 kg enthalten. Ich werde sie selbstverständlich einem Spezialisten zum gründlichen Studium übergeben und wenn Sie der Meinung sind, dass auch Sie sie zur Entscheidungsfindung benötigen, muss ich sie Ihnen vorbeibringen. Ich hoffe aber doch, dass die Unterlagen, die ich jetzt mitsende, ausreichen. Ein Beratungsprotokoll habe ich übrigens nie bekommen. Das Zertifikat meiner Frau schaut genauso aus wie meines. ...“

An diesem E-Mail waren ein Werbeschreiben der Bank, das Zertifikat über die Immobilienbeteiligung und ein Werbeprospekt betreffend den Immobilienfonds, nicht aber die Beitrittserklärung angehängt.

Mit Schreiben vom 30. 11. 2012 und 20. 12. 2011 lehnte die Beklagte die Deckung unter Verweis auf die Risikoausschlüsse gemäß Art 7.1.7. ARB 2000 (Streitigkeit aus dem Gesellschaftsrecht) und Art 7.1.13. ARB 2000 (Spekulationsgeschäft) ab.

Die Kläger begehren die Feststellung, dass die Beklagte aus dem zwischen den Streitteilen bestehenden Rechtsschutzversicherungsvertrag für die klagsweise Geltendmachung von Ansprüchen gegen die Bank auf Grund fehlerhafter Beratung Deckung bis zum vertraglich vereinbarten Höchstbetrag zu gewähren habe. Die Kläger hätten eine sichere Veranlagung gewünscht, weshalb die Beteiligung wegen ihres Totalverlustrisikos niemals vermittelt hätte werden dürfen. Entgegen den Risikohinweisen im Emissionsprospekt sei die Beteiligung von der Bank als sicheres Investment dargestellt worden. Darüber hinaus seien die Kläger nicht über die fehlende Handelbarkeit der Beteiligung an geschlossenen Fonds, nachteilige Auflösungsbestimmungen, die komplexe Struktur der Beteiligung, die Gefahr der Rückforderung von Ausschüttungen, den hohen Weichkostenanteil und Kick-Back-Zahlungen aufgeklärt worden. Dadurch sei den Klägern ein Gesamtschaden von zumindest 73.500 EUR entstanden, den die Bank im Wege der Naturalrestitution zu ersetzen habe. Die Beklagte lehne zu Unrecht die Rechtsschutzdeckung ab. Es liege kein „Spekulationsgeschäft“ im Sinn des Art 7.1.13. ARB 2000 vor, weil der Veranlagung kein Spiel- oder Wettverträgen vergleichbares aleatorisches Element inne wohne. Bei der hier vorliegenden Kommanditbeteiligung stehe die Vermögensveranlagung und nicht der unternehmerische Zweck im Vordergrund, weshalb der Versicherungsschutz gemäß Art 23.1.1. ARB 2000 gegeben sei. Nur eine erhebliche Gefahrenerhöhung würde gemäß Art 13.1. iVm Art 13.3. ARB 2000 zur Leistungsfreiheit der Beklagten führen; diesen Nachweis habe die Beklagte zu erbringen; Zweifel darüber gingen zu ihren Lasten. Den Klägern sei es auf Grund einer technischen Beschränkung der E-Mailgröße nicht möglich gewesen, alle geforderten Unterlagen zu übermitteln. Der Erstkläger habe dies der Beklagten mitgeteilt und angeboten, ihr noch benötigte Urkunden zu übersenden oder persönlich vorbei zu bringen. Anstatt die Kläger über die unzureichende Urkundenübermittlung zu informieren, habe die Beklagte den Anspruch auf Deckung abgelehnt. Eine die Leistungsfreiheit bewirkende Obliegenheitsverletzung sei darin nicht zu erblicken.

Die Beklagte wendet ein, dass eine Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen ausländischen Fonds ein extrem hohes spekulatives Risiko darstelle, bei welchem ein Totalverlust zu erwarten sei. Es liege daher der Risikoausschluss des Art 7.1.13. ARB 2000 vor. Die Zeichnung der Unternehmensbeteiligung falle zudem unter den Begriff „sonstige Erwerbstätigkeit“ des Art 23.1.1. ARB 2000, weshalb der Versicherungsschutz auch aus diesem Grund nicht bestehe. Die Kläger hätten die Beklagte von der Zeichnung der Unternehmensbeteiligung und der daraus resultierenden Gefahrenerhöhung informieren müssen. Die Verletzung dieser Meldepflicht führe gemäß Art 13.1. iVm Art 13.3. ARB 2000 zur Leistungsfreiheit der Beklagten. Eine solche ergebe sich auch gemäß Art 8.2. ARB 2000 iVm § 6 VersVG aus der grob schuldhaften Verletzung der in Art 8.1.1. ARB 2000 statuierten Obliegenheiten, weil der Erstkläger die von der Beklagten angeforderten Unterlagen, insbesondere die Beratungsprotokolle und Risikohinweise enthaltenden Beitrittserklärungen, nicht übermittelt habe.

Das Erstgericht gab dem Klagebegehren mit der Beschränkung auf Ansprüche in Höhe von 73.500 EUR betreffend die Zeichnung der Kommanditbeteiligung an dem näher umschriebenen Immobilienfonds statt und wies (rechtskräftig) das Mehrbegehren ab. Der Risikoausschluss des Art 7.1.13. ARB 2000 gelange nicht zur Anwendung, weil die von den Klägern getätigte Veranlagung vom Risikograd nicht mit Spiel- oder Wettverträgen vergleichbar und das aleatorische Element nicht Hauptgegenstand des Vertrags sei. Die einmalige Anschaffung einer Kommanditbeteiligung sei als Verwaltung privaten Vermögens dem Privatbereich zuzuordnen, weshalb auch der Risikoausschluss des Art 23.1.1. ARB 2000 nicht vorliege. Abgesehen davon, dass der Erwerb einer Kommanditbeteiligung keine wesentliche Gefahrenerhöhung im Sinn des Art 13 ARB 2000 darstelle, hätten die Kläger im Zeitpunkt des Erwerbs keine Kenntnis von dem mit der Veranlagung verbundenen Risiko gehabt; daher könne sich die Beklagte nicht mit Erfolg auf eine Verletzung der Mitteilungspflicht berufen. Die Nichtübermittlung aller von der Beklagten angeforderten Unterlagen stelle angesichts des Scheiterns aus technischen Gründen und der hierauf vom Erstkläger mitgeteilten Bereitschaft, auf Wunsch über die tatsächlich übermittelten Unterlagen hinaus die übrigen Unterlagen auch noch zu bringen, nur ein leicht fahrlässiges Verhalten dar, weshalb auch insofern keine Leistungsfreiheit vorliege.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil. Es verwies ergänzend darauf, dass es für einen verständigen durchschnittlichen Versicherungskunden auch erkennbar sein müsse, dass er ein nach Art 7.1.13. ARB 2000 ausgeschlossenes Risiko eingehe, sodass es nur darauf ankomme, wie sich die Sachlage für den Erwerber im Zeichnungszeitpunkt vernünftiger Weise darstelle. Wenn der Berater das mit dem Produkt verbundene Risiko herunterspiele oder verschleiere, sei dem Versicherungsnehmer die besondere Risikoträchtigkeit der Veranlagung gerade nicht erkennbar. Hinsichtlich des Risikoausschlusses des Art 23 ARB 2000 behaupte die Beklagte gar nicht, dass oder in welcher Form die Kläger in Bezug auf die Veranlagung einen „unternehmerischen Einsatz“ entfalten oder dass sie wiederholt in größerem Umfang Spekulationsgeschäfte abschließen würden. Ein in regelmäßigen Ausschüttungen liegendes Einkommen reiche nicht aus. Die Kommanditbeteiligung beschränke sich auf die Zurverfügungstellung von Kapital und zeichne sich gerade dadurch aus, dass ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäftsführung nicht bestehe. Die Beklagte könne sich auch nicht mit Erfolg auf eine Verletzung des Art 13.1.1. ARB 2000 berufen. Das in der Falschberatung durch die Bank gelegene Risiko habe sich bereits bei Zeichnung der Beteiligungen verwirklicht. Aus dem Halten der Kommanditbeteiligungen selbst, würden keine Ansprüche abgeleitet. Den Klägern sei auch keine Obliegenheitsverletzung im Sinn des Art 8.1.1. ARB 2000 vorzuwerfen. Sie hätten keine mit dolus coloratus vorgenommene Falschmeldung erstattet. Der Erstkläger habe bereits im Antwortschreiben vom 7. 11. 2012 offen gelegt, Jurist und in seiner Aktivzeit Leiter von Rechtsabteilungen gewesen zu sein. Damit sei auch der Beklagten bewusst gewesen, dass (zumindest) dem Erstkläger die Rechtsform der Kommanditgesellschaft geläufig sei. Aus dem Wissen um ein potentielles Totalverlustrisiko allein, das mehr oder weniger mit jeder Aktie verbunden sei, könne noch nicht gefolgert werden, dass den Erstkläger zwangsläufig ein Mitverschulden treffe, weil es entscheidend darauf ankomme, in welcher Form sich das Risiko auf Grund der Beratung durch den Vermittler präsentiere. Im Übrigen beriefen sich die Kläger auf verschiedene weitere Aufklärungsfehler, sodass das mit der Kommanditbeteiligung verbundene Totalverlustrisiko nicht allein ausschlaggebend sei. Schon aus dem E-Mail vom 7. 11. 2012, ergebe sich, dass der Erstkläger die Obliegenheit nicht mit dem Vorsatz verletzt habe, die Beweislage nach dem Versicherungsfall zu Lasten des Versicherers zu manipulieren. Auch wenn der Erstkläger wissen hätte können, dass unter den Zeichnungsanträgen die Beitrittserklärungen zu verstehen seien, könne ihm am Unterbleiben der Übermittlung bestenfalls leichte Fahrlässigkeit angelastet werden, zumal er explizit angeboten habe, bei Bedarf weitere Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Unter diesen Umständen hätte die Beklagte konkretisieren müssen, dass sie die Beitrittserklärungen noch benötige.

Das Berufungsgericht sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands (erkennbar gemeint: jeweils) 5.000 EUR, nicht jedoch 30.000 EUR übersteige und erklärte die ordentliche Revision für zulässig, weil keine höchstgerichtliche Rechtsprechung zur Frage vorliege, ob der Erwerb einer Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds den Risikoausschluss des Art 7.1.13. ARB 2000 der Beklagten erfülle.

Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision der Beklagten mit einem Abänderungsantrag; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die Kläger beantragen in ihrer Revisionsbeantwortung, die Revision zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig, sie ist aber nicht berechtigt.

1. Allgemeine Grundsätze zu Risikoausschlüssen:

Als Ausnahmetatbestände, die die vom Versicherer übernommene Gefahr einschränken oder ausschließen, dürfen Risikoausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn unter Beachtung ihres wirtschaftlichen Zwecks und der gewählten Ausdrucksweise sowie des Regelungszusammenhangs erfordert. Den Beweis für das Vorliegen eines Risikoausschlusses als Ausnahmetatbestand hat der Versicherer zu führen (RIS-Justiz RS0107031). Die Auslegung von Allgemeinen Versicherungsbedingungen hat sich am verständigen durchschnittlichen Versicherungsnehmer zu orientieren; risikoeinschränkende Klauseln besitzen in dem Maß keine Vertragskraft, als deren Verständnis von einem Versicherungsnehmer ohne juristische Vorbildung nicht erwartet werden kann (RIS-Justiz RS0112256).

2. Zum Risikoausschluss gemäß Art 7.1.13. ARB 2000:

2.1. Art 7.1.13. ARB 2000 enthält Risikoausschlüsse, deren Zweck es ist, dass mit den von der Risikogemeinschaft aufgebrachten Beträgen keine Auseinandersetzungen aus aleatorischen Verträgen finanziert werden (Maier in Harbauer, Rechtsschutzversicherung8 [2010] § 3 ARB 2000 Rn 124). Die in Art 7.1.13. ARB 2000 angeführten Verträge bergen besondere Risiken, denen der Versicherungsnehmer sich bewusst ausgesetzt hat; den anderen Mitgliedern der Risikogemeinschaft ist eine Beteiligung hier nicht zumutbar (7 Ob 191/14k; Looschelders in Looschelders/Paffenholz, ARB [2014] § 3 Rn 112, 118).

2.2. Die Revisionsausführungen stützen sich darauf, dass es sich bei der gegenständlichen Kommanditbeteiligung um ein (hoch) spekulatives Geschäft handle. Sie lassen jedoch unberücksichtigt, dass nach Art 7.1.13. ARB 2000 nur Spiel- oder Wettverträgen ähnliche Spekulationsgeschäfte vom Risikoausschluss erfasst sind. Damit kommt es entscheidend auf die Auslegung der Begriffe Spiel- und Wettverträge an.

2.2.1. Rechtsbegriffe haben in der Rechtssprache eine bestimmte Bedeutung und sind daher grundsätzlich in diesem Sinn auszulegen. Dieser Grundsatz kann allerdings nur dann zur Anwendung kommen, wenn den zu beurteilenden Rechtsinstituten nach herrschender Ansicht ein unstrittiger Inhalt beigemessen wird und sie deshalb in der Rechtssprache eine einvernehmliche Bedeutung haben (RIS-Justiz RS0123773).

2.2.2. Wette ist gemäß § 1270 ABGB Vereinbarung einer Leistung an jenen, dessen „Behauptung“ sich im Meinungswiderstreit als die richtige erweist (RIS-Justiz RS0022361; Krejci in Rummel³, §§ 1267-1274 ABGB Rz 9; Karner in KBB4 §§ 1267-1274 ABGB Rz 2; Stefula in Fenyves/Kerschner/Vonkilch, Klang³ §§ 1270-1272 ABGB Rz 5; Binder/Denk in Schwimann/Kodek, ABGB4 § 1270 Rz 1; Nowotny in Kletečka/Schauer, ABGB-ON1.01 § 1270 Rz 1). Spiel lässt sich allgemein als „eine zweckfreie Beschäftigung aus Freude an ihr selbst und/oder ihren Resultaten, zur Unterhaltung, Entspannung oder zum Zeitvertreib“ definieren, die festgesetzten Regeln unterliegt und mit der der Mensch seinen Spieltrieb befriedigt (Stefula aaO §§ 1270-1272 ABGB Rz 40 mwN). Gemäß § 1272 ABGB ist jedes Spiel eine Art von Wette. Der Unterschied zwischen Wette und Spiel liegt nur im Zweck, da das Spiel der Unterhaltung und dem Gewinn dient, während der Zweck der Wette die Bekräftigung einer eigenen Behauptung ist. Zum Begriff der Wette und des Spiels gehört das aleatorische Moment der Ungewissheit, ob derjenige, der eine Zusage macht, diese erfüllen muss, weil nicht feststeht, ob die Behauptung des Zusagenden richtig ist. Die Leistungspflicht des Zusagenden hängt von einem beiden Teilen noch unbekannten Ereignis ab (RIS-Justiz RS0022362; Krejci aaO §§ 1267-1274 ABGB Rz 13; Karner aaO §§ 1267-1274 ABGB Rz 2 f; Stefula aaO §§ 1270-1272 ABGB Rz 44). Spiel und Wette gehören zu den Glücksverträgen im engen Sinn. Während bei diesen ausschließlich der Zweck verfolgt wird, einen Gewinn oder Verlust von einem für die Parteien bei Vertragsabschluss ungewissen Ereignis oder Umstand abhängig zu machen, wird bei den Glücksverträgen im weiten Sinn (wie etwa dem Versicherungs-, Leibrenten- und Ausgedingsvertrag oder dem Erbschafts- oder Hoffnungskauf) darüber hinaus noch ein anderer Vertragszweck verfolgt (Krejci aaO §§ 1267-1274 ABGB Rz 5, 6, 39; Karner aaO §§ 1267-1274 ABGB Rz 1; Stefula aaO §§ 1270-1272 ABGB Rz 98; Binder/Denk aaO § 1267 ABGB Rz 5 f; Nowotny aaO § 1267 ABGB Rz 2).

2.2.3. Von der Rechtsprechung werden beispielsweise Differenzgeschäfte, das sind Geschäfte, die nach der Absicht der Parteien oder nach der beim Geschäftsabschluss dem anderen Teil bekannten Absicht einer Partei nicht durch Lieferung oder Bezahlung von Waren oder Wertpapieren, sondern nur durch Zahlung der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Kurs des Erfüllungstags abgewickelt werden sollen (RIS-Justiz RS0022377, RS0106835), den Glücksverträgen im engen Sinn zugeordnet (Stefula aaO §§ 1270-1272 ABGB Rz 110 mwN).

Damit ist der hier vorliegende Erwerb einer Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds, bei dem der Veranlagungszweck im Vordergrund steht, nicht vergleichbar. Das Geschäft wird von beiden Parteien sogleich erfüllt. Der durchaus Elemente der Unsicherheit aufweisende Veranlagungserfolg hängt von der Geschäftsentwicklung der Immobilien und deren Bewertung auf dem Markt ab. Daher fehlt es an einer Ähnlichkeit mit den Glücksverträgen im engen Sinn, auch wenn in den Prospekten von einer Gewinnprognose von 10,19 % pa bezogen auf eine Laufzeit von 10 Jahren ausgegangen wird. Der Risikoausschluss des Art 7.1.13. ARB 2000 liegt demnach nicht vor.

3. Zum Risikoausschluss gemäß Art 23.1.1. ARB 2000:

Die Revisionswerberin erblickt in der von den Klägern erworbenen Kommanditbeteiligung eine „sonstige Erwerbstätigkeit“ im Sinn des Art 23.1.1. ARB 2000, weshalb diese vom Versicherungsschutz nicht umfasst sei.

3.1. Im Rechtsschutzversicherungsvertrag kommen als versicherte Gefahren verschiedene Tätigkeiten oder Rechtsverhältnisse des Versicherungsnehmers in Betracht, aus denen sich ein Bedarf nach Rechtsschutz ergeben kann (7 Ob 190/12k). Nach Art 23.1.1. ARB 2000 wird im allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz nur der private Lebensbereich, nicht jedoch der Berufs- oder Betriebsbereich oder eine sonstige Erwerbstätigkeit abgedeckt. Der hier strittige Begriff „sonstige Erwerbstätigkeit“ soll diejenige Tätigkeit umfassen, die nicht bereits vom Ausschluss der beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit umfasst ist, jedoch nach der Verkehrsauffassung nicht den privaten Lebensbereich betrifft (Kronsteiner, ARB 2007, 168).

3.2. Streitigkeiten aus privater Vermögensveranlagung sind grundsätzlich dem privaten Lebensbereich zuzuordnen. Die Grenze zur betrieblichen Tätigkeit oder sonstigen Erwerbstätigkeit wird dann überschritten, wenn dabei unternehmerischer Einsatz entfaltet wird oder in größerem Umfang und mit Wiederholungsabsicht Spekulationsgeschäfte getätigt werden. Die Höhe des veranlagten Vermögens allein spielt dabei nicht die ausschlaggebende Rolle (Kronsteiner aaO 199; zur insoweit vergleichbaren deutschen Bedingungslage: Böhme, Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung [ARB]12, § 25 [1] Rn 5b; Stahl in Harbauer Rechtsschutzversicherung8 [2010] § 23 ARB 2000 Rn 37; Armbrüster in Prölls/Martin, VVG28, § 23 ARB 2008 Rn 12 f; Obarowski in Beckmann/Matusche-Beckmann, Versicherungsrechts-Handbuch² § 37 Rn 136 f). Auch die steuerrechtliche Einordnung ist nicht relevant (Armbrüster aaO § 23 ARB 2008 Rn 3).

Im Anlassfall wird die von den Klägern erworbene Kommanditbeteiligung von einem Treuhänder gehalten. Damit ist auf Grund der Konstruktion der Publikums-KG jegliche Einflussnahme von den klagenden Kommanditisten auf die Gesellschaft ausgeschlossen und beschränkt sich daher ihre Funktion ausschließlich auf diejenige eines (einmaligen) Geldgebers, weshalb die Veranlagung dem privaten Lebensbereich der Kläger zuzuordnen ist. Weder das von der Revisionswerberin herangezogene Argument einer steuerschonenden Veranlagung oder der Einordnung der Einkünfte aus einer Kommanditbeteiligung als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb im Sinn des EStG noch dasjenige der Wahl eines „riskanten“ Produktes sowie die Höhe des Investments von jeweils 35.000 EUR können vor dem Hintergrund der oben dargestellten Grundsätze daran etwas ändern.

3.3. Der Risikoausschluss nach Art 23.1.1. ARB 2000 ist nicht verwirklicht.

4. Zur Leistungsfreiheit wegen Gefahrenerhöhung gemäß Art 13.3. ARB 2000:

Die Revisionswerberin sieht im Erwerb der Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen ausländischen Immobilienfonds eine mitteilungspflichtige Gefahrenerhöhung im Sinn des Art 13.1. ARB 2000. Sie sei gemäß Art 13.3. ARB 2000 leistungsfrei, weil die Kläger schuldhaft gegen die Mitteilungspflicht verstoßen hätten.

4.1. Nach Abschluss des Versicherungsvertrags darf der Versicherungsnehmer ohne Einwilligung des Versicherers weder eine Erhöhung der Gefahr vornehmen, noch ihre Vornahme durch einen Dritten gestatten (§ 23 Abs 1 VersVG). Der Versicherer ist im Fall einer Verletzung der Vorschrift des § 23 Abs 1 VersVG von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsfall nach der Erhöhung der Gefahr eintritt (§ 25 Abs 1 VersVG).

4.2. Nach ständiger Rechtsprechung ist eine Gefahrenerhöhung nach § 23 Abs 1 VersVG eine nachträgliche Änderung der bei Vertragsabschluss tatsächlich vorhandenen gefahrenerheblichen Umstände, die den Eintritt des Versicherungsfalls oder eine Vergrößerung des Schadens wahrscheinlicher macht und den Versicherer deshalb vernünftigerweise veranlassen kann, die Versicherung aufzuheben oder nur gegen erhöhte Prämie fortzusetzen (RIS-Justiz RS0080357, RS0080237). Darunter wird ein Gefährdungsvorgang verstanden, der seiner Natur nach geeignet ist, einen neuen Gefahrenzustand von so langer Dauer zu schaffen, dass er die Grundlage eines neuen natürlichen Schadenverlaufs bilden kann und damit den Eintritt des Versicherungsfalls generell zu fördern geeignet ist (RIS-Justiz RS0080491). Die Gefahrenerhöhung setzt - mit der Einschränkung, dass es sich nicht nur um einen Zustand handeln darf, der plötzlich aufgetreten ist und in Kürze wieder behoben werden sollte - immer einen gewissen Dauerzustand voraus (RIS-Justiz RS0080428). Allgemein übliche, das Durchschnittsrisiko kennzeichnende Gefahrenerhöhungen und solche, deren Unterstellung unter die §§ 23 ff VersVG den Versicherungsschutz der Mehrzahl der Versicherungsnehmer erheblich entwerten würde, sind mitversichert (7 Ob 314/00b mwN). Für das Vorliegen einer Gefahrenerhöhung trifft den Versicherer die Beweislast (RIS-Justiz RS0043736, RS0080487).

4.3. Im Erwerb einer Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds im EU-Raum ist keine Gefahrenerhöhung nach Art 13.1. ARB 2000 iVm § 23 Abs 1 VersVG zu erblicken. Die Funktion der Kläger beschränkte sich (wie bereits oben dargestellt) auf diejenige eines privaten Geldgebers und stellt sich daher inhaltlich als einmalige private Vermögensveranlagung dar. Diese im EU-Raum getätigte Veranlagung in der Höhe von 35.000 EUR pro Kläger für eine Dauer von 10 Jahren ist weder bezogen auf Veranlagungshöhe und -zeitraum noch hinsichtlich des Veranlagungsorts unüblich. Mit einem derartigen Geschäft hätte der beklagte Versicherer daher rechnen müssen. Daraus folgt, dass sich die Beklagte auch nicht mit Erfolg auf eine Leistungsfreiheit nach Art 13.3. ARB 2000 iVm § 25 Abs 1 VersVG berufen kann. Auf die Höhe der Jahresprämie kommt es nicht an. Diese festzusetzen obliegt im Rahmen der wirtschaftlichen Kalkulation dem Versicherer, der sich am übernommenen Risiko zu orientieren hat.

5. Zur Obliegenheitsverletzung gemäß Art 8.1.1. ARB 2000:

5.1. Die Revisionswerberin bringt vor, der Erstkläger habe sie wissentlich mit dolus coloratus in der Schadensmeldung falsch informiert.

5.2. Der Vorwurf ist unberechtigt.

5.2.1. Der Versicherer kann nach dem Eintritt des Versicherungsfalls verlangen, dass der Versicherungsnehmer jede Auskunft erteilt, die zur Feststellung des Versicherungsfalls oder des Umfangs der Leistungspflicht des Versicherers erforderlich ist (§ 34 Abs 1 VersVG). Belege kann der Versicherer insoweit fordern, als die Beschaffung dem Versicherungsnehmer billigerweise zugemutet werden kann (§ 34 Abs 2 VersVG).

In diesem Sinn ist Art 8.1.1. ARB 2000 auszulegen. Nach ständiger Rechtsprechung zu vergleichbaren Rechtsschutzversicherungsbedingungen hat der Versicherungsnehmer auf seine Kosten den Rechtsschutzversicherer vollständig und wahrheitsgemäß über sämtliche Umstände des Versicherungsfalls zu unterrichten, weil es sich dabei um eine auf die Bedürfnisse der Rechtsschutzversicherung zugeschnittene Ausformung der allgemeinen Auskunftsobliegenheit des § 34 Abs 1 VersVG handelt (RIS-Justiz RS0105784). Die Auskünfte und Belege des Versicherungsnehmers sollen den Versicherer in die Lage versetzen, sachgemäße Entscheidungen über die Abwicklung des Versicherungsfalls zu treffen und insbesondere Art und Umfang seiner Leistung möglichst genau und frühzeitig überprüfen zu können. Es genügt, dass die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensfalls geeignet ist (RIS-Justiz RS0080205, RS0080833, RS0080203).

Offensichtlicher Zweck der Auskunfts- und Belegobliegenheit, dem auch Art 8.1.1. ARB 2000 dient, ist es, das Informationsdefizit des Versicherers gegenüber dem Versicherungsnehmer auszugleichen. Naturgemäß ist der Versicherungsnehmer über die ihn betreffenden Lebenssachverhalte umfassender informiert als der Versicherer. Er soll daher dem Versicherer alle ihm bekannten Informationen erteilen und ihm zur Verfügung stehende Unterlagen ausfolgen (7 Ob 180/14t).

Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer zunächst den Eintritt des Versicherungsfalls anzuzeigen (§ 33 VersVG) und dann über Aufforderung dem Versicherer weitere Auskünfte und/oder Belege zur Prüfung seiner Leistungspflicht im Sinn des § 34 VersVG zu geben. Das ist eine Obliegenheit des Versicherungsnehmers (RIS-Justiz RS0080203). Der Versicherer kann diejenigen Auskünfte verlangen, die er für notwendig hält, sofern sie für Grund und Umfang seiner Leistung bedeutsam sein können (RIS-Justiz RS0080185).

Von der Belegobliegenheit sind grundsätzlich alle Dokumente umfasst, über die der Versicherungsnehmer selbst verfügt oder die er von Dritten besorgen kann (die also bereits existieren). Die Belegobliegenheit ist ein Korrelat zur Auskunftsobliegenheit, sodass die Berechtigung des Auskunftsverlangens gleichzeitig Maßstab für die Berechtigung des Belegverlangens ist. Nur in seltenen Ausnahmefällen wird es dem Versicherungsnehmer nicht zumutbar sein, Urkunden, die sich in seiner Verfügungsbefugnis befinden, vorzulegen (7 Ob 180/14t mwN).

Die Beweislast dafür, dass der Versicherungsnehmer eine Aufklärungs- und/oder Belegobliegenheit verletzt hat, trifft den Versicherer (RIS-Justiz RS0081313, RS0043510, RS0043728).

5.2.2. Dieser Beweis ist der Beklagten nicht gelungen. Der Erstkläger legte in der Deckungsanfrage seine Sicht der Dinge dar, ohne jedoch zu behaupten, von einem Totalverlustrisiko nicht gewusst zu haben. Er verwies bloß darauf, dass für ihn und seine Ehegattin auf Grund der aufgelegten Prospekte, in denen nur von hohen Renditen und Sicherheit sowie von der Gewissheit über die Qualität der Immobilien die Rede und damit ein mögliches Risiko nicht einmal angedeutet gewesen sei, ein solches nicht vorstellbar gewesen sei. Auch wenn der Erstkläger nach den Feststellungen wusste, was eine Kommanditbeteiligung ist und dass er eine solche zeichnete, ist ihm eine Falschinformation an den beklagten Versicherer nicht anzulasten, können doch auch Kunden, die selbst auf dem Anlagesektor hervorragende Kenntnisse besitzen und denen daher die Unrichtigkeit der Anlageberatung hätte auffallen müssen, infolge falscher Anlageberatung - wenn auch allenfalls abzüglich eines situationsabhängigen Mitverschuldens - Ersatzansprüche geltend machen (vgl RIS-Justiz RS0102779). Dazu kommt, dass der Erstkläger in Befolgung einer Aufforderung der Beklagten zur weiteren Informationserteilung seine juristische Ausbildung und seinen früher ausgeübten Beruf als Leiter zweier Rechtsabteilungen offen legte; daher war diese grundsätzlich in der Lage, den persönlichen Wissensstand des Erstklägers über eine Kommanditbeteiligung beurteilen zu können. Wäre sie hingegen der Auffassung gewesen, dass die vom Erstkläger erteilten Auskünfte zu ungenau seien, so hätte sie konkret sagen müssen, worauf es ihr ankomme (RIS-Justiz RS0105784 [T3]). Mangels eines konkreten Auskunftsverlangens durch den beklagten Versicherer ist dem Erstkläger keine Verletzung der Aufklärungspflicht anzulasten.

Die Nichtvorlage von angeforderten Urkunden wird ebenfalls nicht bewiesen. Nach den Feststellungen scheiterte eine vollständige Ausfolgung der von der Beklagten angeforderten Urkunden an technischen Gegebenheiten in der Sphäre der Beklagten. Dies legte der Erstkläger in der nachfolgenden E-Mail dar und verwies ausdrücklich auf die nur unvollständige Urkundenvorlage; er erklärte sich jedoch ausdrücklich bereit, sämtliche ein namhaftes Gewicht aufweisende Urkunden bei Bedarf vorbeizubringen. Damit lag es an der Beklagten, weitere für ihre Entscheidungsfindung erforderliche Urkunden anzufordern, falls sie solche vermisste. Vor diesem Hintergrund kann dem Erstkläger auch keine Verletzung der Obliegenheit gemäß Art 8.1.1. ARB 2000 iVm § 34 Abs 2 VersVG vorgeworfen werden.

6. Ergebnis und Kosten:

Der Revision der Beklagten ist daher ein Erfolg zu versagen.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 41 Abs 1, § 46 und § 50 Abs 1 ZPO. Da die Kläger nicht solidarisch berechtigt sind, steht ihnen nach dem Grundgedanken des § 46 ZPO der Kostenanspruch nur anteilig zu (7 Ob 96/13p mwN).

Schlagworte

Vertragsversicherungsrecht

Textnummer

E110587

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0070OB00210.14D.0312.000

Im RIS seit

07.05.2015

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2017

Dokumentnummer

JJT_20150312_OGH0002_0070OB00210_14D0000_000