Rechtssatz für 2Ob411/52 3Ob96/58 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030024

Geschäftszahl

2Ob411/52; 3Ob96/58; 5Ob117/60; 2Ob53/60; 5Ob55/62; 8Ob58/64; 7Ob294/64; 6Ob4/69; 2Ob75/69; 2Ob149/69; 2Ob150/69; 8Ob192/69; 2Ob203/70; 2Ob341/70; 8Ob147/71; 4Ob646/71; 8Ob134/72; 2Ob102/72; 2Ob211/72; 5Ob238/72; 1Ob53/74; 5Ob251/74; 5Ob2/75; 4Ob619/75; 3Ob278/75; 3Ob639/76; 6Ob604/77; 7Ob671/77 (7Ob672/77); 2Ob89/78; 6Ob763/78; 5Ob738/79; 7Ob625/80; 5Ob509/81; 6Ob658/81; 6Ob501/82; 7Ob592/82; 6Ob562/83; 1Ob694/85; 6Ob742/88; 1Ob564/89; 3Ob626/89; 1Ob2351/96h; 2Ob180/98d; 2Ob46/01f; 2Ob211/09g; 2Ob25/15p; 4Ob20/18x; 7Ob19/19y; 5Ob168/19w

Entscheidungsdatum

30.04.2020

Norm

ABGB §1320 A
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Haftung des Tierhalters tritt nicht schon dann ein, wenn nicht jede Möglichkeit einer Beschädigung durch das Tier ausgeschlossen ist, sondern erst dann, wenn die nach den Umständen gebotenen Vorkehrungen unterlassen wurden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 411/52
    Entscheidungstext OGH 24.10.1952 2 Ob 411/52
    Veröff: SZ 25/278
  • 3 Ob 96/58
    Entscheidungstext OGH 11.03.1958 3 Ob 96/58
  • 5 Ob 117/60
    Entscheidungstext OGH 06.04.1960 5 Ob 117/60
  • 2 Ob 53/60
    Entscheidungstext OGH 27.04.1960 2 Ob 53/60
  • 5 Ob 55/62
    Entscheidungstext OGH 11.04.1962 5 Ob 55/62
  • 8 Ob 58/64
    Entscheidungstext OGH 03.03.1964 8 Ob 58/64
    Beisatz: Tötung eines Platzwärters auf dem Hundeabrichtplatz. (T1)
  • 7 Ob 294/64
    Entscheidungstext OGH 02.12.1964 7 Ob 294/64
  • 6 Ob 4/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1969 6 Ob 4/69
  • 2 Ob 75/69
    Entscheidungstext OGH 26.03.1969 2 Ob 75/69
    Veröff: ZVR 1969/295 S 268
  • 2 Ob 149/69
    Entscheidungstext OGH 04.06.1969 2 Ob 149/69
    Veröff: ZVR 1970/6 S 14
  • 2 Ob 150/69
    Entscheidungstext OGH 13.06.1969 2 Ob 150/69
    Veröff: ZVR 1970/75 S 104
  • 8 Ob 192/69
    Entscheidungstext OGH 30.09.1969 8 Ob 192/69
  • 2 Ob 203/70
    Entscheidungstext OGH 18.06.1970 2 Ob 203/70
  • 2 Ob 341/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 2 Ob 341/70
    Veröff: ZVR 1971/99 S 128 = LwBetr 1973,66
  • 8 Ob 147/71
    Entscheidungstext OGH 08.06.1971 8 Ob 147/71
    Veröff: JBl 1971,631 = ZVR 1972/81 S 143
  • 4 Ob 646/71
    Entscheidungstext OGH 23.11.1971 4 Ob 646/71
  • 8 Ob 134/72
    Entscheidungstext OGH 11.07.1972 8 Ob 134/72
    Veröff: ZVR 1973/174 S 234
  • 2 Ob 102/72
    Entscheidungstext OGH 14.09.1972 2 Ob 102/72
    Beisatz: Kettenhund läuft auf die Straße. (T2) Veröff: ZVR 1973/156 S 216
  • 2 Ob 211/72
    Entscheidungstext OGH 23.11.1972 2 Ob 211/72
    Veröff: SZ 45/126 = ZVR 1974/65 S 110 = RZ 1973/21 S 17
  • 5 Ob 238/72
    Entscheidungstext OGH 19.12.1972 5 Ob 238/72
  • 1 Ob 53/74
    Entscheidungstext OGH 12.06.1974 1 Ob 53/74
    Beisatz: Verkehrsunfall durch Polizeihund. (T3) Veröff: ZVR 1975/78 S 115
  • 5 Ob 251/74
    Entscheidungstext OGH 27.11.1974 5 Ob 251/74
    Vgl auch; Beisatz: Aushilfsbriefträger wurde von Haushund gebissen. (T4)
  • 5 Ob 2/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1975 5 Ob 2/75
    Auch; Beisatz: Hier: Hirsch in Schaugehege. (T5)
  • 4 Ob 619/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 4 Ob 619/75
    Beisatz: Jagdhund und Wachhund. (T6)
  • 3 Ob 278/75
    Entscheidungstext OGH 12.01.1976 3 Ob 278/75
  • 3 Ob 639/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 3 Ob 639/76
    Beisatz: Fressneidiger Hund. (T7)
  • 6 Ob 604/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 6 Ob 604/77
    Beisatz: Auf Einbrecher dressierte Hunde im versperrten Gastgarten. (T8)
  • 7 Ob 671/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 671/77
  • 2 Ob 89/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 2 Ob 89/78
  • 6 Ob 763/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 6 Ob 763/78
    Auch
  • 5 Ob 738/79
    Entscheidungstext OGH 04.12.1979 5 Ob 738/79
    Beisatz: Pferd auf Alm. (T9)
  • 7 Ob 625/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 625/80
  • 5 Ob 509/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 509/81
    Auch; nur: Die Haftung des Tierhalters tritt nicht schon dann ein, wenn nicht jede Möglichkeit einer Beschädigung durch das Tier ausgeschlossen ist. (T10); Beisatz: Die vernünftigerweise nach der Auffassung des Verkehrs in Betracht kommen. (T11)
  • 6 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 6 Ob 658/81
    Auch; Veröff: JBl 1982,494
  • 6 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 6 Ob 501/82
    Auch; nur T10; Beisatz: Es ist dabei auch die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit einer Schadenszufügung durch das Tier zu berücksichtigen. (T12) Veröff: RZ 1983/27 S 100
  • 7 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 592/82
    nur T10
  • 6 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 562/83
    nur T10
  • 1 Ob 694/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 694/85
    Auch; Beis wie T5; Veröff: EvBl 1986/111 S 402
  • 6 Ob 742/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 742/88
  • 1 Ob 564/89
    Entscheidungstext OGH 14.06.1989 1 Ob 564/89
    Vgl; Beis wie T12
  • 3 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1990 3 Ob 626/89
    nur T10; Beis wie T9
  • 1 Ob 2351/96h
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2351/96h
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 2 Ob 180/98d
    Entscheidungstext OGH 02.07.1998 2 Ob 180/98d
    Vgl auch; Beisatz: Die Wahrscheinlichkeit einer Schadenszufügung spielt bei der Prüfung, welche Verwahrung erforderlich ist, eine Rolle, jede Möglichkeit einer Schädigung muss aber nicht auszuschließen sein. Die im allgemeinen Interesse liegende Landwirtschaft darf nicht durch Überspannung der Anforderungen unbillig belastet werden. (T13); Beisatz: Hier: Ausbrechen einer Kuh aus einem mit elektrischen Zaun abgesicherten Weideareal. (T14)
  • 2 Ob 46/01f
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 2 Ob 46/01f
    Vgl auch; Beisatz: Der Gesetzgeber hat in § 1320 ABGB zwar keine (volle) Gefährdungshaftung normiert, die besondere Tiergefahr aber dadurch berücksichtigt, dass nicht auf das subjektive Verschulden des Halters, sondern auf die objektiv gebotene Sorgfalt abgestellt wird. (T15); Beisatz: Der gesundheitsbedingte Verlust der Herrschaft über das Pferdegespann durch den Halter entspricht nicht der objektiv gebotenen Sorgfalt, auf dessen fehlendes subjektives Verschulden kommt es nicht an - Haftung gemäß § 1320 ABGB. (T16)
  • 2 Ob 211/09g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 211/09g
    Vgl auch; Auch Beis wie T15; Auch Beis wie T16
  • 2 Ob 25/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 25/15p
    Auch; Beis wie T13
  • 4 Ob 20/18x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 20/18x
    Auch; Beis wie T12
  • 7 Ob 19/19y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
  • 5 Ob 168/19w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 168/19w
    Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0030024

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2020

Dokumentnummer

JJR_19521024_OGH0002_0020OB00411_5200000_001

Rechtssatz für 7Ob43/63 1Ob564/89 8Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030039

Geschäftszahl

7Ob43/63; 1Ob564/89; 8Ob91/02v; 3Ob110/07h; 5Ob5/13s; 2Ob25/15p; 5Ob168/19w

Entscheidungsdatum

30.04.2020

Norm

ABGB §1320 B2
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Keine Verpflichtung einer Agrargemeinde, einen Weg, der durch eine Kuhweide führt, durch Zäune vom Weidegebiet abzugrenzen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 43/63
    Entscheidungstext OGH 20.02.1963 7 Ob 43/63
    Veröff: JBl 1964,90
  • 1 Ob 564/89
    Entscheidungstext OGH 14.06.1989 1 Ob 564/89
    nur: Keine Verpflichtung einen Weg, der durch eine Kuhweide führt, durch Zäune vom Weidegebiet abzugrenzen. (T1);
    Beisatz: Gilt auch für gutmütige Pferde. (T2)
  • 8 Ob 91/02v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 Ob 91/02v
    Beis wie T2; Beisatz: Eine Abzäunung eines Weges auf einer Almweide ist weder üblich noch zumutbar. Sollten auf der Weide aggressive Tiere gehalten werden, sind sie allerdings gesondert zu verwahren, sodass sie sich dem Weg nicht nähern können. (T3)
  • 3 Ob 110/07h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 110/07h
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Nach einem Vorfall, bei dem Mutterkühe auf Hunde aggressiv reagierten, ist zumindest eine Warnung durch Aufstellen eines Schildes geboten. (T4)
  • 5 Ob 5/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 5/13s
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 2 Ob 25/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 25/15p
    Auch; Beisatz: Hier: Nach einem Vorfall, bei dem Mutterkühe auf Hunde aggressiv reagierten, wurde bereits ein Warnschild aufgestellt – Haftung verneint. (T5)
  • 5 Ob 168/19w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 168/19w
    Vgl aber; Beisatz: Wenn im Einzelfall eine besondere Gefahrensituation besteht und diese – wie hier – in örtlicher Hinsicht eingegrenzt werden kann, so sind auch im Almgebiet erhöhte Anforderungen an die erforderliche Verwahrung und Beaufsichtigung zu stellen und zumutbare zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zu fordern. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0030039

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2020

Dokumentnummer

JJR_19630220_OGH0002_0070OB00043_6300000_001

Rechtssatz für 2Ob150/69 2Ob29/70 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030107

Geschäftszahl

2Ob150/69; 2Ob29/70; 2Ob203/70; 2Ob183/70; 2Ob19/71; 2Ob337/70; 8Ob214/71; 2Ob102/72; 2Ob163/72; 2Ob211/72; 2Ob171/72; 5Ob203/74; 8Ob204/75; 8Ob18/76; 2Ob143/76; 2Ob89/78; 2Ob60/79; 2Ob122/79; 8Ob157/80; 8Ob192/80; 2Ob197/80; 5Ob509/81; 2Ob206/81; 1Ob571/82; 2Ob75/82; 8Ob113/82; 7Ob592/82; 8Ob90/83; 8Ob29/84; 8Ob571/84; 8Ob61/84; 8Ob73/84; 2Ob89/89; 3Ob507/96; 2Ob85/11f; 2Ob25/15p; 2Ob70/16g; 6Ob142/16z; 5Ob168/19w; 2Ob172/20p

Entscheidungsdatum

18.12.2020

Norm

ABGB §1320 A
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Verwahrung eines Tieres in unmittelbarer Nähe einer stark frequentierten Straße muss besonders sorgfältig erfolgen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 150/69
    Entscheidungstext OGH 13.06.1969 2 Ob 150/69
    Veröff: ZVR 1970/75 S 104
  • 2 Ob 29/70
    Entscheidungstext OGH 29.01.1970 2 Ob 29/70
    Veröff: ZVR 1970/201 S 269 = LwBetr 1971,33
  • 2 Ob 203/70
    Entscheidungstext OGH 18.06.1970 2 Ob 203/70
  • 2 Ob 183/70
    Entscheidungstext OGH 04.06.1970 2 Ob 183/70
    Veröff: ZVR 1971/53 S 73
  • 2 Ob 19/71
    Entscheidungstext OGH 28.01.1971 2 Ob 19/71
    Veröff: JBl 1971,426
  • 2 Ob 337/70
    Entscheidungstext OGH 22.04.1971 2 Ob 337/70
    Veröff: ZVR 1972/33 S 54
  • 8 Ob 214/71
    Entscheidungstext OGH 07.09.1971 8 Ob 214/71
  • 2 Ob 102/72
    Entscheidungstext OGH 14.09.1972 2 Ob 102/72
    Beisatz: Vom Halter eines Hundes, dessen Haus unmittelbar neben einer stark befahrenen Straße liegt, muß verlangt werden, daß er den Hund so verwahrt, daß dieser nicht ohne Kontrolle auf die öffentliche Straße gelangen und dort Straßenbenützer belästigen, behindern oder gefährden kann. (T1) Veröff: ZVR 1973/156 S 216
  • 2 Ob 163/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 2 Ob 163/72
    Vgl
  • 2 Ob 211/72
    Entscheidungstext OGH 23.11.1972 2 Ob 211/72
    Veröff: ZVR 1974/65 S 110 = SZ 45/126
  • 2 Ob 171/72
    Entscheidungstext OGH 29.12.1972 2 Ob 171/72
    Veröff: ZVR 1974/18 S 19
  • 5 Ob 203/74
    Entscheidungstext OGH 04.12.1974 5 Ob 203/74
    Beisatz: Hier: Weide in der Nähe einer Seilbahnstation (Stubnerkogel). (T2)
  • 8 Ob 204/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 8 Ob 204/75
  • 8 Ob 18/76
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 8 Ob 18/76
    Veröff: ZVR 1977/59 S 80
  • 2 Ob 143/76
    Entscheidungstext OGH 25.06.1976 2 Ob 143/76
    Veröff: ZVR 1976/367 S 381
  • 2 Ob 89/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 2 Ob 89/78
    Veröff: ZVR 1979/100 S 113
  • 2 Ob 60/79
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 2 Ob 60/79
    Veröff: SZ 52/86
  • 2 Ob 122/79
    Entscheidungstext OGH 03.07.1979 2 Ob 122/79
  • 8 Ob 157/80
    Entscheidungstext OGH 30.10.1980 8 Ob 157/80
    nur: Die Verwahrung eines Tieres in unmittelbarer Nähe einer Straße muß besonders sorgfältig erfolgen. (T3) Beisatz: Hier: Sturz eines beinamputierten Mopedfahrers. (T4)
  • 8 Ob 192/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 192/80
  • 2 Ob 197/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 197/80
    Beisatz: Gutmütiger Hund reißt sich von schadhafter Leine los und setzt einer Katze nach, wobei er eine Straße quert. (T5)
  • 5 Ob 509/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 509/81
    Vgl auch; Beisatz: Daß die Straße nicht in unmittelbarer Nähe des Gattertores vorbeiführte, ist nicht von Belang, weil ein Pferd eine Wegstrecke von etwa siebenhundert Meter in kurzer Zeit zurücklegen kann. (T6)
  • 2 Ob 206/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 206/81
    nur T3; Veröff: ZVR 1982/327 S 277
  • 1 Ob 571/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 571/82
    Beisatz: Nicht aber auf Almgebiet, das nicht an stark frequentierte Straßen angrenzt. (T7) Veröff: ZVR 1983/163 S 208
  • 2 Ob 75/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 75/82
    Beisatz: Hier: Pferd. (T8) Veröff: ZVR 1983/279 S 311
  • 8 Ob 113/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 113/82
    Auch; Beisatz: Hier: Jagdhund wird auf einer Liegenschaft in der Nähe der Südautobahn gehalten; die Umzäunung ist nur 1,4 Meter hoch. (T9) Veröff: ZVR 1984/19 S 19
  • 7 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 592/82
    Auch; nur T3; Beisatz: Im Zeitalter der fortgeschrittenen Motorisierung ist auch auf Nebenverkehrsstraßen immer wieder mit Fahrzeugverkehr zu rechnen. (T10)
  • 8 Ob 90/83
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 8 Ob 90/83
    Beisatz: Gilt auch für gutmütige Hunde. (T11) Veröff: ZVR 1984/234 S 237
  • 8 Ob 29/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 29/84
    nur T3; Beisatz: Im Stadtbereich ist - selbst bei geringem Verkehrsaufkommen - immer wieder mit durchfahrenden Fahrzeugen zu rechnen, die durch einen auf der Straße frei herumlaufenden Hund gefährdet werden können. (T12)
  • 8 Ob 571/84
    Entscheidungstext OGH 04.07.1984 8 Ob 571/84
    Ähnlich; Veröff: ZVR 1985/45 S 86
  • 8 Ob 61/84
    Entscheidungstext OGH 04.10.1984 8 Ob 61/84
    Beisatz: Hier: Collie überspringt 1,5 Meter hohen Zaun. (T13)
  • 8 Ob 73/84
    Entscheidungstext OGH 25.01.1985 8 Ob 73/84
    Veröff: ZVR 1986/172 S 374
  • 2 Ob 89/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 89/89
    nur T3
  • 3 Ob 507/96
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 507/96
    Beis wie T1; Veröff: SZ 70/113
  • 2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
    Beisatz: Besondere Umstände können im Einzelfall zu einer Anhebung der Sorgfaltsanforderungen führen. (T14); Beisatz: Hier: Weidefläche wenige Meter neben der Inntal-Autobahn. (T15)
  • 2 Ob 25/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 25/15p
    Vgl; Beisatz: Ein Wanderweg und landwirtschaftlicher Bringungsweg ist keine stark frequentierte Straße. (T16)
  • 2 Ob 70/16g
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 70/16g
    Vgl; Beisatz: Hier: Führen eines Pferdes mit Halfter und Führstrick auf nicht eingezäunter Wiese neben Straße mit Anrainerverkehr; Haftung des Tierhalters bei Kollision mit Vespafahrer nach Erschrecken und Ausbrechen des Pferdes. (T17)
  • 6 Ob 142/16z
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 142/16z
  • 5 Ob 168/19w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 168/19w
    Beis wie T2
  • 2 Ob 172/20p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 172/20p
    Beisatz: Hier: Pferdekoppel. (T18)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0030107

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19690613_OGH0002_0020OB00150_6900000_001

Rechtssatz für 8Ob201/79 (8Ob202/79); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030157

Geschäftszahl

8Ob201/79 (8Ob202/79); 5Ob510/81; 6Ob658/81; 8Ob266/81; 2Ob206/81; 6Ob501/82; 1Ob670/82; 1Ob683/82; 7Ob592/82; 7Ob796/82; 6Ob562/83; 7Ob649/83; 2Ob624/84; 3Ob626/89; 8Ob592/92; 2Ob18/93; 1Ob646/94 (1Ob647/94); 1Ob2351/96h; 6Ob264/98m; 7Ob61/99t; 6Ob47/01g; 2Ob13/01b; 8Ob91/02v; 1Ob25/02m; 1Ob221/03m; 8Ob125/03w; 9Ob132/04h; 2Ob128/07y; 5Ob224/11v; 2Ob85/11f; 5Ob5/13s; 1Ob35/13y; 2Ob196/12f; 2Ob167/12s; 2Ob66/14s; 8Ob6/15p; 2Ob25/15p; 8Ob110/15g; 4Ob20/18x; 6Ob64/18g; 7Ob19/19y; 5Ob168/19w; 2Ob172/20p; 6Ob26/23a

Entscheidungsdatum

18.04.2023

Norm

ABGB §1320 A
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (hier: Viehweide im Alpgebiet)

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 201/79
    Entscheidungstext OGH 08.11.1979 8 Ob 201/79
  • 5 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 510/81
    nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. (T1)
  • 6 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 6 Ob 658/81
    Veröff: JBl 1982,494
  • 8 Ob 266/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 266/81
    Beisatz: Kalb auf Weide. (T2)
  • 2 Ob 206/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 206/81
    nur T1; Veröff: ZVR 1982/327 S 277
  • 6 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 6 Ob 501/82
    Veröff: RZ 1981/27 S 100
  • 1 Ob 670/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 1 Ob 670/82
    nur T1
  • 1 Ob 683/82
    Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 683/82
    nur T1
  • 7 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 592/82
    Veröff: SZ 65/106
  • 7 Ob 796/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 796/82
    nur T1
  • 6 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 562/83
  • 7 Ob 649/83
    Entscheidungstext OGH 23.01.1983 7 Ob 649/83
    nur T1
  • 2 Ob 624/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 2 Ob 624/84
    nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (T3) Veröff: RZ 1985/28 S 89
  • 3 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1990 3 Ob 626/89
    Auch
  • 8 Ob 592/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 8 Ob 592/92
  • 2 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 2 Ob 18/93
  • 1 Ob 646/94
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 646/94
    Auch; Beisatz: Bedeutsam ist, welche Verwahrungsmaßnahmen noch zumutbar sind, da bei übertriebenen Sorgfaltsanforderungen unter Umständen ein Tier nicht entsprechend verwendet werden kann. (T4)
  • 1 Ob 2351/96h
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2351/96h
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Das Maß der erforderlichen Aufsicht und Verwahrung ist in elastischer und den Umständen des Einzelfalls Rechnung tragender Weise zu bestimmen. (T5)
  • 6 Ob 264/98m
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 264/98m
    Auch; nur T1; Beisatz: Kein genereller Linienzwang (T6)
  • 7 Ob 61/99t
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 61/99t
    nur T1
  • 6 Ob 47/01g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 47/01g
    nur T1; Beisatz: Es muss dem Halter möglich sein, das Verhalten seines Tiers im Bedarfsfall wirkungsvoll zu beeinflussen. (T7)
  • 2 Ob 13/01b
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 13/01b
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 91/02v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 Ob 91/02v
    Auch; Beisatz: Eine Abzäunung eines Weges auf einer Almweide ist weder üblich noch zumutbar. Sollten auf der Weide aggressive Tiere gehalten werden, sind sie allerdings gesondert zu verwahren, sodass sie sich dem Weg nicht nähern können. Es besteht infolgedessen auch keine besondere Pflicht der Agrargemeinde oder des einzelnen Tierhalters, Wanderer vor dem Betreten eines Weges zu warnen, der über eine Weide führt, auf der Tiere gehalten werden, die als nicht aggressiv bekannt sind. (T8)
  • 1 Ob 25/02m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 25/02m
    nur T1
  • 1 Ob 221/03m
    Entscheidungstext OGH 17.10.2003 1 Ob 221/03m
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 125/03w
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 Ob 125/03w
    nur T1
  • 9 Ob 132/04h
    Entscheidungstext OGH 06.06.2005 9 Ob 132/04h
    nur T1; Beis wie T5
  • 2 Ob 128/07y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 128/07y
    Beisatz: Kälber. (T9)
    Beisatz: Ob dem Halter des Tieres nach den jeweiligen Gegebenheiten der Nachweis gelungen ist, die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten zu haben, ist eine im Beurteilungsspielraum des Berufungsgerichtes gelegene Einzelfallbeurteilung, der keine erhebliche Bedeutung iS des § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T10)
  • 5 Ob 224/11v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 224/11v
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
  • 5 Ob 5/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 5/13s
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 35/13y
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 35/13y
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 196/12f
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 196/12f
    nur T3
  • 2 Ob 167/12s
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 167/12s
    Auch
  • 2 Ob 66/14s
    Entscheidungstext OGH 12.06.2014 2 Ob 66/14s
    nur T3; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: „Hyperaktiver“ etwa 23 kg schwerer Hund (Malinois), der bekanntermaßen bereits einen Skateboardfahrer „gezwickt“ hatte. (T11)
  • 8 Ob 6/15p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 6/15p
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 25/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 25/15p
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 110/15g
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 110/15g
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 20/18x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 20/18x
    Beis wie T10
  • 6 Ob 64/18g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 64/18g
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 19/19y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
    Auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 168/19w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 168/19w
    Beis wie T10; Beisatz: Wenn im Einzelfall eine besondere Gefahrensituation besteht und diese – wie hier – in örtlicher Hinsicht eingegrenzt werden kann, so sind auch im Almgebiet erhöhte Anforderungen an die erforderliche Verwahrung und Beaufsichtigung zu stellen und zumutbare zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zu fordern. (T12)
  • 2 Ob 172/20p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 172/20p
    Vgl; Beisatz: Hier: Pferdekoppel. (T12)
  • 6 Ob 26/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.04.2023 6 Ob 26/23a
    vgl; Beisatz wie T10
    Beisatz: Hier: Für die Beklagte wäre die Gefährdung anderer Personen durch ihren 27 kg schweren, im schnellen Lauf befindlichen Hund erkennbar gewesen. (T14)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0030157

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2023

Dokumentnummer

JJR_19791108_OGH0002_0080OB00201_7900000_001

Entscheidungstext 2Ob25/15p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2015/278 S 157 - Zak 2015,157 = ZVR 2016/44 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2016,75 (Danzl, tabellarische Übersicht)

Geschäftszahl

2Ob25/15p

Entscheidungsdatum

18.02.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden, die Hofräte Dr.

 Veith und Dr.

 Musger, die Hofrätin Dr. E. Solé sowie den Hofrat Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei B***** S*****, vertreten durch Dr. Manfred Angerer ua, Rechtsanwälte in Klagenfurt am Wörthersee, gegen die beklagten Parteien 1. J***** D*****, vertreten durch Dr. Mario Petutschnig, Rechtsanwalt in Villach, 2. E***** P*****, vertreten durch Dr. Gernot Murko ua, Rechtsanwälte in Klagenfurt am Wörthersee, wegen 11.416,09 EUR sA und Feststellung (Revisionsinteresse 12.927,57 EUR), über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 31. Oktober 2014, GZ 2 R 181/14a-69, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt vom 25. August 2014, GZ 24 Cg 45/12t-64, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, jeder beklagten Partei die mit je 838,08 EUR (darin enthalten 139,68 EUR USt) bestimmten Kosten der jeweiligen Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu bezahlen.

Text

Begründung:

Gegenstand des Prozesses ist die Frage der Haftung der Beklagten für die von der Klägerin erlittenen Verletzungen. Der Erstbeklagte ist Eigentümer von 31 Rindern (16 Mutterkühe und 15 Kälber), die im Sommer auf einer dem Zweitbeklagten gehörenden Almweide weideten. Über die Almweide führt ein Wanderweg. Die Almweide liegt zwischen zwei Gasthäusern. Die Klägerin und ihr Mann, die jeweils einen Jagdhund an der kurzen Leine mitführten, benützten am 29. Juli 2010 diesen Weg, wobei die Klägerin durch eine Mutterkuh verletzt wurde. Zum Unfallzeitpunkt standen bei beiden Zugängen zur Weide Warnschilder mit der Aufschrift „Achtung Mutterkühe! Mitführen von Hunden auf eigene Gefahr“. Schon ein Jahr vor diesem Vorfall war es auf dieser Weide zur Verletzung eines einen Hund mitführenden Wanderers durch die Kühe des Erstbeklagten gekommen, wovon die Beklagten im Zeitpunkt des gegenständlichen Unfalls wussten.

Die Vorinstanzen wiesen das Klagebegehren ab.

Das Berufungsgericht ließ erst nachträglich gemäß Paragraph 508, Absatz 3, ZPO die Revision mit folgender Begründung zu: Die einschlägige Judikatur lasse sich dahin zusammenfassen, dass keine Verpflichtung bestehe, einen Weg, der durch eine Kuhweide führe, durch Zäune vom Weidegebiet abzugrenzen; dass aggressive Tiere gesondert zu verwahren seien und dass nach einem Vorfall, bei dem Mutterkühe auf Hunde aggressiv reagierten, „zumindest“ eine Warnung durch Aufstellen eines Schildes geboten sei vergleiche 5 Ob 5/13s; 3 Ob 110/07h).

Bedenke man, dass derartige Zwischenfälle vermehrt vorkämen, dem Fremdenverkehr in Österreich große (wohl weiter zunehmende) Bedeutung zukomme, der körperlichen Unversehrtheit von Menschen besondere Priorität einzuräumen sei und gerade im Bereich von Gasthäusern mit einer entsprechenden Frequenz eines Wanderwegs (auch von Wanderern mit Hunden) zu rechnen sei, wäre eine Fortentwicklung der Rechtsprechung (oder eine Klarstellung der bisherigen; arg: „zumindest“) in die Richtung möglich, dass in derartigen Fällen das bloße Aufstellen eines Warnschildes doch nicht ausreiche.

Rechtliche Beurteilung

Die Zurückweisung einer ordentlichen Revision wegen Fehlens einer erheblichen Rechtsfrage im Sinn des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO kann sich auf die Ausführung der Zurückweisungsgründe beschränken (Paragraph 510, Absatz 3, Satz 4 ZPO).

Ob dem Halter des Tieres nach den jeweiligen Gegebenheiten der Nachweis gelungen ist, die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten zu haben, ist eine im Beurteilungsspielraum des Berufungsgerichts gelegene Einzelfallbeurteilung, der - außer bei einer auffallenden Fehlbeurteilung - keine erhebliche Bedeutung im Sinn des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zukommt (RIS-Justiz RS0030157 [T10]; vergleiche auch RS0030567; RS0030058).

Das Berufungsgericht hat die wesentlichen Grundsätze der Tierhalterhaftung (betreffend eine Kuhweide) zutreffend dargestellt.

Weiters spielt nach der Rechtsprechung die Wahrscheinlichkeit einer Schadenszufügung bei der Prüfung, welche Verwahrung erforderlich ist, eine Rolle: jede Möglichkeit einer Schädigung muss aber nicht auszuschließen sein. Die im allgemeinen Interesse liegende

Landwirtschaft darf nicht durch Überspannung der Anforderungen unbillig belastet werden (2 Ob 180/98d = RIS-Justiz RS0030024 [T13]).

Die Verneinung der Haftung durch das Berufungsgericht hält sich durchaus im Rahmen der Rechtsprechung, insbesondere der beiden zitierten Entscheidungen 3 Ob 110/07h und 5 Ob 5/13s. Dass selbst im Fall, dass bereits vorher einschlägige Unfälle passiert sind, jedenfalls ein Einzäunen der Kühe bzw des Wegs geboten wäre, lässt sich aus der Entscheidung 3 Ob 110/07h nicht ableiten. Dort wurde dem beklagten Rinderhalter die Unterlassung eines Warnschilds mit praktisch demselben Wortlaut, wie er hier festgestellt wurde, vorgeworfen; im Übrigen wurde aber auf die „sonst ortsübliche freie Haltung von Rindern auf der Alm (also ohne Einzäunung oder sonstige Maßnahmen)“ hingewiesen vergleiche RIS-Justiz RS0030039).

Den Argumenten der Revisionswerberin ist noch Folgendes entgegenzuhalten:

Dass die gegenständlichen Kühe an sich (also ohne Begegnung mit Hunden) „aggressive Tiere“ sind, steht nicht fest.

Der Oberste Gerichtshof hat zwar in der Entscheidung 3 Ob 110/07h ausgeführt, es treffe nicht zu, dass jedermann wisse, dass angeleinte Hunde auf Almwanderungen Rinder zu aggressivem Verhalten reizten. Ein solches Wissen sei nicht notorisch.

Hier wurde aber durch das angebrachte Warnschild gerade auf diese Gefahr hingewiesen, sodass sich die Klägerin auf ihre diesbezügliche allfällige Unkenntnis nicht berufen könnte. Überdies ist auch von Hundehaltern zu verlangen, dass sie über die mit dem Halten von Hunden (der jeweiligen Rasse) typischerweise ausgehenden Gefahren Bescheid wissen (Paragraph 1320, ABGB).

Es muss mit dem Warnschild nicht noch zusätzlich - wie die Revisionswerberin vermeint - auf die „Lebensgefahr“ hingewiesen werden. Aus dem festgestellten Warnschild wird auf die von den Mutterkühen ausgehende Gefahr ausreichend hingewiesen. Dass ein Angriff einer ausgewachsenen Kuh oder gar mehrerer solcher Kühe unter Umständen lebensgefährlich sein kann, versteht sich aufgrund deren von der Revisionswerberin selbst ins Treffen geführten „gewaltigen Erscheinung“ mit einem Gewicht von ca 750 kg je Kuh von selbst.

Die Rechtsprechung, wonach die Verwahrung eines Tieres in unmittelbarer Nähe einer stark frequentierten Straße besonders sorgfältig erfolgen muss (RIS-Justiz RS0030107), ist hier nicht einschlägig, weil der Wanderweg, der nach den Feststellungen ein landwirtschaftlicher Bringungsweg ist, keine stark frequentierte Straße ist.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf die Paragraphen 41,, 50 ZPO. Beide Beklagten haben auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen.

Textnummer

E110387

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0020OB00025.15P.0218.000

Im RIS seit

16.04.2015

Zuletzt aktualisiert am

04.08.2016

Dokumentnummer

JJT_20150218_OGH0002_0020OB00025_15P0000_000