Rechtssatz für 1Ob103/14z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130028

Geschäftszahl

1Ob103/14z

Entscheidungsdatum

22.01.2015

Rechtssatz

Auch wenn man Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 als Schutzgesetz gemäß Paragraph 1311, ABGB beurteilen und diese Wirkung auch auf Dritte, die das gefährliche Produkt nicht verwenden, erstrecken wollte, dient diese Norm nicht der Verhütung von Sachschäden. Der sachliche Schutzbereich bleibt auf die Verletzung der Rechtsgüter Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit beschränkt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130028

Im RIS seit

08.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2017

Dokumentnummer

JJR_20150122_OGH0002_0010OB00103_14Z0000_001

Rechtssatz für 3Ob160/04g 2Ob158/06h 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119484

Geschäftszahl

3Ob160/04g; 2Ob158/06h; 2Ob139/08t; 1Ob55/09h; 7Ob250/10f; 1Ob103/14z; 6Ob180/14k

Entscheidungsdatum

27.05.2015

Norm

ABGB §1295 IId2
ABGB §1295 IIf7g
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Bei Schadenersatzansprüchen aus Verletzung vor- beziehungsweise nachvertraglicher Schutzpflichten ist die Frage der Haltereigenschaft für den Weg, auf dem der Unfall geschah, nicht maßgeblich. Auch wenn Eigentümerin des Gehsteigs, auf dem die Klägerin zu Sturz kam, die Nebenintervenientin ist, kann es zu einer Haftung der beklagten Partei als bloßer Geschäftsmieterin im angrenzenden Haus für die durch den Unfall verursachten Schäden der Klägerin auf Grund vertraglicher Verpflichtungen kommen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 160/04g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 160/04g
  • 2 Ob 158/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 158/06h
    Vgl; Beisatz: Bei der Haftung eines Geschäftsinhabers nach Vertragsgrundsätzen kommt es auf die Eigentumsverhältnisse am Gehsteig vor dem Geschäftslokal nicht an. Der Geschäftsinhaber kann sich demnach nicht mit dem Hinweis auf seine fehlende rechtliche Verfügungsmöglichkeit über die dem Eingangsbereich seines Geschäftslokales zuzuordnende Verkehrsfläche von seinen (hier) vorvertraglichen Schutzpflichten gegenüber potenziellen Vertragspartnern befreien. Diese Schutzpflichten werden auch nicht dadurch obsolet, dass andere Personen die gesetzliche Verpflichtung zur Räumung und Streuung dieser Fläche treffen; sie treten vielmehr neben die Halter- und Anrainerpflichten nach § 1319a ABGB beziehungsweise § 93 StVO. (T1)
  • 2 Ob 139/08t
    Entscheidungstext OGH 04.09.2008 2 Ob 139/08t
    nur: Bei Schadenersatzansprüchen aus Verletzung vor- beziehungsweise nachvertraglicher Schutzpflichten ist die Frage der Haltereigenschaft für den Weg, auf dem der Unfall geschah, nicht maßgeblich. (T2); Beis wie T1 nur: Bei der Haftung eines Geschäftsinhabers nach Vertragsgrundsätzen kommt es auf die Eigentumsverhältnisse am Gehsteig vor dem Geschäftslokal nicht an. (T3) nur: Diese Schutzpflichten werden auch nicht dadurch obsolet, dass andere Personen die gesetzliche Verpflichtung zur Räumung und Streuung dieser Fläche treffen. (T4); Beisatz: Dies gilt auch im Anwendungsbereich des BBG. (T5)
  • 1 Ob 55/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 55/09h
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch; Beisatz: Ein Verkehrssicherungspflichtiger kann sich bei Schadenersatzansprüchen aus der Verletzung von (nach‑)vertraglichen Schutzpflichten nicht mit dem Hinweis auf seine fehlende rechtliche Verfügungsmöglichkeit über die betroffene Verkehrsfläche (hier: Stiegenhaus als allgemeiner Teil gemäß § 2 Abs 4 WEG 2002) befreien; seine Schutzpflichten werden auch nicht dadurch obsolet, dass andere Personen eine gesetzliche Pflicht gleichen Inhalts trifft. (T6)
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Beisatz: Da der vorliegende Fall keine Zweifel im Zusammenhang mit Fragen aus dem Unionsrecht aufkommen lässt, erübrigt sich ein Verfahren gemäß Art 267 AEUV. (T7)
  • 6 Ob 180/14k
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 180/14k
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Bejahung der Haftung eines Geschäftsinhabers für einen Unfall auf einem ihm nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen Geschäftsinhabern als Parkfläche zugeordneten Kundenparkplatz. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119484

Im RIS seit

19.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2015

Dokumentnummer

JJR_20041020_OGH0002_0030OB00160_04G0000_001

Rechtssatz für 7Ob768/78 8Ob561/86 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0010350

Geschäftszahl

7Ob768/78; 8Ob561/86; 3Ob513/87; 8Ob703/88; 3Ob501/94; 1Ob186/97b; 2Ob273/05v; 8Ob78/07i; 5Ob168/08d; 2Ob143/09g; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 1Ob103/14z; 4Ob4/18v

Entscheidungsdatum

23.01.2018

Rechtssatz

Das Eigentumsrecht ist ein absolutes, von der Rechtsordnung gegen Angriffe Dritter geschütztes Recht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 768/78
    Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 768/78
    Veröff: SZ 52/63 = JBl 1980,262
  • 8 Ob 561/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 561/86
    Auch; Beisatz: Ein Verhalten, mit dem gegen eine aus der Absolutheit eines Rechtsgutes (Eigentumsrecht) abzuleitende Verhaltenspflicht verstoßen wird, ist deliktisch. (T1) Veröff: RdW 1987,52
  • 3 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 513/87
  • 8 Ob 703/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 703/88
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 62/138
  • 3 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 501/94
    Veröff: SZ 67/92
  • 1 Ob 186/97b
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 186/97b
    Vgl auch
  • 2 Ob 273/05v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2007 2 Ob 273/05v
    Beis wie T1
  • 8 Ob 78/07i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 8 Ob 78/07i
    Auch; Beisatz: Ein Eingriff in das absolut geschützte Eigentumsrecht ist nach allgemeinen Regeln rechtswidrig. (T2); Beisatz: Hier: Fall, dass durch die Weiterveräußerung von nicht dem Beklagten gehörigen Fahrzeugen in das absolut geschützte Eigentumsrecht eines Dritten, nämlich der Klägerin als Vorbehaltsverkäuferin, eingegriffen wurde, wobei der Beklagte die unter Eigentumsvorbehalt von der Klägerin an den Käufer verkauften Fahrzeuge vom Käufer unter verdächtigen Umständen erworben hatte. (T3)
  • 5 Ob 168/08d
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 168/08d
    Beis ähnlich wie T1
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Beis wie T1; Beisatz: Eine Beeinträchtigung des Eigentums kann auch in seinem (hier: „exzessiven“) Gebrauch durch einen Dritten bestehen. (T4); Veröff: SZ 2010/67
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    Auch
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
    Auch
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 4 Ob 4/18v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 4/18v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0010350

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19790419_OGH0002_0070OB00768_7800000_003

Rechtssatz für 5Ob555/78 7Ob524/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019248

Geschäftszahl

5Ob555/78; 7Ob524/90; 1Ob150/09d; 7Ob242/13h; 1Ob103/14z; 6Ob185/18a

Entscheidungsdatum

21.11.2018

Norm

ABGB §970
ABGB §1295 IIe
ABGB §1313a IIIb
  1. ABGB § 970 heute
  2. ABGB § 970 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Der Bewirtungsvertrag endet nicht schon mit der Konsumation des verkauften Getränkes und seiner Bezahlung, sondern erst mit der Beendigung des Naheverhältnisses, wobei eine kurzfristige Unterbrechung dieses Naheverhältnisses nicht schadet (hier: gewaltsame Entfernung des Gastes aus dem Lokal, wenn er unmittelbar danach versucht, wieder in das Lokal zu gelangen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 555/78
    Entscheidungstext OGH 25.04.1978 5 Ob 555/78
    Veröff: SZ 51/55
  • 7 Ob 524/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 7 Ob 524/90
    Auch; Beisatz: Hier: Die Schutzpflichten des Gastwirtes dauern solange an, als durch das den Bewirtungsvertrag begründete Naheverhältnis zwischen den Vertragspartnern weiter besteht. (T1)
    Veröff: JBl 1991,387 = VersR 1991,1163
  • 1 Ob 150/09d
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 150/09d
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 242/13h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 242/13h
    Auch; Beisatz: In zeitlicher Hinsicht endet die Schutzpflicht eines Gastwirts aus dem Bewirtungsvertrag nicht schon mit der Konsumation des Getränks oder der Speise und der Bezahlung durch den Gast, sondern erst mit der Beendigung des Naheverhältnisses. (T2)
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Veröff: SZ 2015/3
  • 6 Ob 185/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 185/18a
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0019248

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19780425_OGH0002_0050OB00555_7800000_004

Rechtssatz für 2Ob512/91 1Ob5/91 2Ob59...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0023251

Geschäftszahl

2Ob512/91; 1Ob5/91; 2Ob599/92; 3Ob35/98p; 1Ob93/00h; 6Ob106/07t; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 1Ob103/14z; 3Ob91/17d; 2Ob198/22i

Entscheidungsdatum

13.12.2022

Norm

ABGB §1295 IId2
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Verkehrssicherungspflichten treffen denjenigen, der die Gefahr erkennen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergreifen kann, also jenen, der die Gefahr beherrscht. Ob ihm das Eigentum an der Verkehrsfläche oder an der Gefahrenquelle zusteht, ist nicht entscheidend. (hier: Pächter einer Rodelbahn).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 512/91
    Entscheidungstext OGH 04.07.1991 2 Ob 512/91
  • 1 Ob 5/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 5/91
    Auch; nur: Verkehrssicherungspflichten treffen denjenigen, der die Gefahr erkennen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergreifen kann, also jenen, der die Gefahr beherrscht. (T1)
  • 2 Ob 599/92
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 599/92
    nur T1; Veröff: EvBl 1994/8 S 50
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    Vgl auch; Beisatz: Den Betreiber eines Campingplatzes treffen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber ihrem Vertragspartner, deren haftungsbegründende Verletzung grundsätzlich auch dadurch geschehen kann, dass eine von einem Dritten geschaffene Gefahrenquelle weiterbestehen gelassen wird. (T2)
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; Beisatz: Es muss im Einzelfall geprüft werden, wer die Gefahr hätte abwenden können. (T3)
    Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T4)
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    nur T1
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    nur T1; Veröff: SZ 2012/134
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Auch
  • 2 Ob 198/22i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 198/22i
    Beisatz: Hier: Eisfalle durch unsachgemäße Schneeräumung. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0023251

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19910704_OGH0002_0020OB00512_9100000_001

Rechtssatz für 8Ob227/66; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022458

Geschäftszahl

8Ob227/66; 6Ob22/68; 7Ob577/77; 4Ob560/79; 1Ob512/84; 8Ob565/85; 1Ob713/85; 2Ob671/85; 4Ob122/91; 2Ob5/96; 4Ob2030/96z; 4Ob267/99i; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob180/05x; 1Ob103/14z; 6Ob6/19d; 10Ob15/23p

Entscheidungsdatum

25.04.2023

Rechtssatz

Rechtswidrig ist die Unterlassung einer besonderen Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern. Eine Pflicht zum Handeln kann auch dann vorliegen, wenn jemand eine verpflichtende Vorhandlung gesetzt hat (Ingerenzprinzip). Es besteht aber kein allgemeines Rechtsgebot, um die Verhinderung von Schäden bemüht zu sein, sodass in der Regel ein Unterlassen nicht verantwortlich macht. Der Geschädigte muss jedoch den Schaden - auch durch positives Tun - möglichst gering halten, soweit ihm ein solches, weiteren Schaden abwehrendes Verhalten im konkreten Fall zumutbar ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 227/66
    Entscheidungstext OGH 18.10.1966 8 Ob 227/66
    Veröff: MietSlg 18245 = EvBl 1967/366 S 517 = SZ 39/170
  • 6 Ob 22/68
    Entscheidungstext OGH 31.01.1968 6 Ob 22/68
    nur: Der Geschädigte muß jedoch den Schaden - auch durch positives Tun - möglichst gering halten, soweit ihm ein solches, weiteren Schaden abwehrendes Verhalten im konkreten Fall zumutbar ist. (T1)
  • 7 Ob 577/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 577/77
    nur: Rechtswidrig ist die Unterlassung einer besonderen Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern. Eine Pflicht zum Handeln kann auch dann vorliegen, wenn jemand eine verpflichtende Vorhandlung gesetzt hat (Ingerenzprinzip). Es besteht aber kein allgemeines Rechtsgebot, um die Verhinderung von Schäden bemüht zu sein, sodaß in der Regel ein Unterlassen nicht verantwortlich macht. (T2) Veröff: JBl 1979,254
  • 4 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 560/79
    Vgl auch
  • 1 Ob 512/84
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 512/84
    nur: Es besteht kein allgemeines Rechtsgebot, um die Verhinderung von Schäden bemüht zu sein, sodaß in der Regel ein Unterlassen nicht verantwortlich macht. (T3)
  • 8 Ob 565/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 565/85
    nur T3; Beisatz: Ohne besonderes Gebot ist man prinzipiell zu keinem Tun verpflichtet. (T4)
  • 1 Ob 713/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 713/85
    nur T2; Beis wie T4; Veröff: JBl 1986,579 = SZ 59/7 = EvBl 1986/118 S 462
  • 2 Ob 671/85
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 671/85
    nur T2; Beis wie T4
  • 4 Ob 122/91
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 4 Ob 122/91
    Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen bestehender Schuldverhältnisse steht dem durch die Verletzung vertraglicher Unterlassungspflichten Geschädigten im Interesse der Verhinderung weiterer Rechtsverletzungen ein Anspruch auf Unterlassung zu. Ein solcher Unterlassungsanspruch setzt nur voraus, daß (weitere) Rechtsverletzungen zu befürchten sind, nicht aber auch, daß bereits ein Schaden eingetreten ist. (T5) Veröff: RdW 1992,239
  • 2 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 2 Ob 5/96
    Auch; nur T2; Beisatz: Unterlassungen sind nur dann rechtswidrig, wenn besondere vertragliche oder gesetzliche Pflichten bestehen oder wenn besondere Momente vorliegen, die bei einer Interessenabwägung es gerechtfertigt erscheinen lassen, Pflichten zu einem aktiven Tun vorzusehen. (T6)
  • 4 Ob 2030/96z
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2030/96z
    nur T2; Beisatz: Unterläßt jemand die Abwendung einer Schädigung absolut geschützter Güter Dritter, so handelt er rechtswidrig, wenn er die Gefahrensituation verursacht hat, wenn die Interessen des Gefährdeten wesentlich höher zu bewerten sind als jene des Untätigen oder wenn besondere vertragliche oder gesetzliche Pflichten bestehen. (T7)
  • 4 Ob 267/99i
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 267/99i
    Auch; nur T3; Beis wie T7
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
    Vgl auch
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Vgl auch
  • 6 Ob 180/05x
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 180/05x
    Vgl auch; Veröff: SZ 2005/158
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    nur: Rechtswidrig ist die Unterlassung einer besonderen Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern. (T8)
    Beisatz: Keine Verpflichtung eines Verkäufers zur persönlichen Verständigung seiner Kunden von einer Rückrufaktion des Generalimporteurs. (T9); Veröff: SZ 2015/3
  • 6 Ob 6/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 6/19d
    Auch; Nur: Rechtswidrig ist die Unterlassung einer besonderen Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern. Eine Pflicht zum Handeln kann auch dann vorliegen, wenn jemand eine verpflichtende Vorhandlung gesetzt hat (Ingerenzprinzip). (T10)
    Beis wie T7 nur: Unterläßt jemand die Abwendung einer Schädigung absolut geschützter Güter Dritter, so handelt er rechtswidrig, wenn er die Gefahrensituation verursacht hat. (T11)
    Beisatz: Hier: Veröffentlichung eines Videos, das die Beklagte mit ihrem Mobiltelefon angefertigt hatte. (T12)
    Veröff: SZ 2019/59
  • 10 Ob 15/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 10 Ob 15/23p
    vgl; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7
    Beisatz: Hier: Schäden am benachbarten Grundstück infolge unterlassener Waldbewirtschaftungsmaßnahmen. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0022458

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19661213_OGH0002_0080OB00227_6600000_001

Rechtssatz für 2Ob253/64; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037612

Geschäftszahl

2Ob253/64; 8Ob614/88; 8Ob17/88; 8Ob584/93; 7Ob12/06z; 8Ob9/07t; 10Ob10/08f; 5Ob211/09d; 3Ob55/10z; 1Ob181/11s; 1Ob29/12i; 3Ob212/13t; 1Ob103/14z; 1Ob78/20g; 8Ob159/22y; 5Ob6/23b; 7Ob81/23x

Entscheidungsdatum

28.06.2023

Rechtssatz

Die den Anspruch begründenden Tatsachen (materielle Voraussetzungen) müssen von der klagenden Partei bereits in der Klage oder in erster Instanz behauptet und bewiesen werden. Im Revisionsverfahren kann eine solche Unterlassung nicht nachgetragen werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 253/64
    Entscheidungstext OGH 29.10.1964 2 Ob 253/64
  • 8 Ob 614/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1989 8 Ob 614/88
    Veröff: VersRdSch 1990,29
  • 8 Ob 17/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 17/88
    Auch; Beisatz: Hier: Vorlage der Wechselurkunde im Original mit der Revision verstößt gegen das Neuerungsverbot. (T1)
    Veröff: WBl 1989,351
  • 8 Ob 584/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 584/93
    Auch; nur: Die den Anspruch begründenden Tatsachen (materielle Voraussetzungen) müssen von der klagenden Partei behauptet und bewiesen werden. (T2)
  • 7 Ob 12/06z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 7 Ob 12/06z
    Auch
  • 8 Ob 9/07t
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 8 Ob 9/07t
    Vgl; Beisatz: Eingehen auf eine Neuerung ist dem Obersten Gerichtshof verwehrt. (T3)
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 5 Ob 211/09d
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 211/09d
    Vgl; Beis ähnlich wie T3
  • 3 Ob 55/10z
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 3 Ob 55/10z
  • 1 Ob 181/11s
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 1 Ob 181/11s
    Auch
  • 1 Ob 29/12i
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 29/12i
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 212/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 212/13t
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Auch; Veröff: SZ 2015/3
  • 1 Ob 78/20g
    Entscheidungstext OGH 25.05.2020 1 Ob 78/20g
    Vgl auch
  • 8 Ob 159/22y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2023 8 Ob 159/22y
  • 5 Ob 6/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.03.2023 5 Ob 6/23b
  • 7 Ob 81/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.06.2023 7 Ob 81/23x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0037612

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2023

Dokumentnummer

JJR_19641029_OGH0002_0020OB00253_6400000_001

Rechtssatz für 8Ob131/73; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027710

Geschäftszahl

8Ob131/73; 8Ob4/75; 7Ob695/78; 7Ob768/78; 1Ob37/82; 2Ob10/83; 8Ob192/83; 8Ob212/83 (8Ob213/83); 1Ob14/84; 8Ob76/86; 2Ob29/87; 8Ob71/87; 10Ob520/87; 2Ob141/89; 7Ob540/90; 1Ob44/89; 4Ob32/91; 1Ob22/92; 1Ob20/93; 7Ob532/95; 1Ob22/95; 4Ob2079/96f; 1Ob2029/96f; 1Ob2047/96b; 1Ob320/97h; 1Ob247/98z; 1Ob214/98x; 1Ob30/99i; 6Ob147/99g; 1Ob306/99b; 1Ob25/01k; 2Ob226/00z; 9Ob104/00k; 8Ob110/02p; 1Ob313/01p; 5Ob58/05y; 7Ob258/05z; 10Ob35/06d; 2Ob7/07d; 2Ob52/07x; 2Ob174/06m; 2Ob79/08v; 10Ob15/08s; 6Ob197/08a; 8Ob145/09w; 8Ob166/09h; 9Ob75/09h; 2Ob143/09g; 2Ob140/11v; 1Ob172/12v; 7Ob48/12b; 6Ob238/12m; 8Ob104/12w; 7Ob110/13x; 2Ob115/13w; 10Ob55/13f; 2Ob213/13g; 6Ob108/13w; 1Ob103/14z; 9Ob26/14k; 6Ob71/15g; 1Ob79/15x; 10Ob86/14s; 1Ob106/15t; 2Ob68/16p; 6Ob229/16v; 8Ob57/17s; 8Ob139/17z; 6Ob118/18y; 4Ob227/18p; 6Ob39/19g; 8Ob96/19d; 6Ob189/19s; 2Ob28/19k; 7Ob140/21w; 5Ob95/21p; 6Ob216/21i; 1Ob165/22d; 2Ob152/21y; 5Ob171/22s; 1Ob214/22k

Entscheidungsdatum

20.09.2023

Rechtssatz

Schutzgesetze im Sinne des Paragraph 1311, ABGB sind abstrakte Gefährdungsverbote, die dazu bestimmt sind, die Mitglieder eines Personenkreises gegen die Verletzung von Rechtsgütern zu schützen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 131/73
    Entscheidungstext OGH 11.09.1973 8 Ob 131/73
    Veröff: ZVR 1974/265 S 376
  • 8 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1975 8 Ob 4/75
    Veröff: ZVR 1976/64 S 74
  • 7 Ob 695/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 7 Ob 695/78
  • 7 Ob 768/78
    Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 768/78
    Veröff: SZ 52/63 = JBl 1980,262
  • 1 Ob 37/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 1 Ob 37/82
    Vgl
  • 2 Ob 10/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 2 Ob 10/83
    Veröff: ZVR 1984/214 S 222
  • 8 Ob 192/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 192/83
    Veröff: ZVR 1985/340 S 370
  • 8 Ob 212/83
    Entscheidungstext OGH 01.03.1984 8 Ob 212/83
    Veröff: ZVR 1985/9 S 17
  • 1 Ob 14/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 14/84
    Vgl; Veröff: SZ 57/134 = JBl 1985,355
  • 8 Ob 76/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 76/86
    Veröff: ZVR 1988/29 S 83
  • 2 Ob 29/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 2 Ob 29/87
    Veröff: ZVR 1988/94 S 216
  • 8 Ob 71/87
    Entscheidungstext OGH 05.11.1987 8 Ob 71/87
    Veröff: ZVR 1988/85 S 206
  • 10 Ob 520/87
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 Ob 520/87
    Auch; Beisatz: Hier: Bewilligungspflicht eines Tanzstudios in einem nur zu Bürozwecken genehmigten Gebäude (§ 41 Abs 1 lit f OöBauO). (T1)
  • 2 Ob 141/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 141/89
    Veröff: ZVR 1990/119 S 310
  • 7 Ob 540/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 540/90
    Auch; Veröff: ImmZ 1990,287
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    Veröff: SZ 63/166 = EvBl 1991/73 S 344
  • 4 Ob 32/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
    Veröff: MR 1991,243
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Veröff: SZ 66/77
  • 1 Ob 20/93
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 20/93
  • 7 Ob 532/95
    Entscheidungstext OGH 20.12.1995 7 Ob 532/95
    Auch; Beisatz: Dementsprechend verbietet sich die Annahme eines Schutzgesetzes, wenn allein das öffentliche Interesse gewahrt werden soll und ein Individualschutz nur als Nebenwirkung auftritt. Verfolgt eine Vorschrift in der Hauptsache andere Zwecke, ist sie daneben aber auch zum Schutz von Individualinteressen erlassen worden, so genügt dies aber grundsätzlich zur Bejahung des Schutzgesetzcharakters. (T2)
    Veröff: SZ 68/242
  • 1 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
    Veröff: SZ 68/156
  • 4 Ob 2079/96f
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2079/96f
    Auch; Beisatz: Hier: § 54 Abs 3 oöBauO 1976; Pflicht des Bauführers, für die bewilligungsgemäße und fachgerechte Ausführung und für die Einhaltung der bezüglichen Sicherheitsvorschriften zu sorgen. (T3)
  • 1 Ob 2029/96f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
    Vgl; Beisatz: Normen, die gerade den Schutz ganz bestimmter Interessen im Auge haben. (T4)
  • 1 Ob 2047/96b
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2047/96b
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 69/188
  • 1 Ob 320/97h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 320/97h
    Auch
  • 1 Ob 247/98z
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 247/98z
    Auch; Veröff: SZ 71/196
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    Veröff: SZ 72/4
  • 1 Ob 30/99i
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 30/99i
  • 6 Ob 147/99g
    Entscheidungstext OGH 16.09.1999 6 Ob 147/99g
    Vgl auch; Beisatz: Wurde eine Vorschrift auch zum Schutz von Individualinteressen erlassen, genügt dies grundsätzlich zur Bejahung des Schutzgesetzcharakters (SZ 68/242). Dies ist hier der Fall: § 286 StGB soll bestimmte (bzw nach der jeweils bevorstehenden Straftat bestimmbare) Personen vor der Verletzung ihrer Rechtsgüter (zu denen auch Vermögensrechte zählen können) schützen. (T5)
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    Beisatz: Dazu gehören gewiss auch die waffenpolizeilichen Vorschriften sowie das SchießmittelG und SprengmittelG. (T6)
    Veröff: SZ 73/118
  • 1 Ob 25/01k
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 25/01k
    Vgl; Beisatz: Hier: Der Schutzzweck des Kesselgesetzes ist die Abwehr allgemeiner Gefahren für Menschen und Sachgüter (§ 1 KesselG), der Begriff Sachgüter ist sowohl auf fremde Sachen wie auch auf Sachen des Anlagenbetreibers abgestellt. (T7)
    Veröff: SZ 74/55
  • 2 Ob 226/00z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 226/00z
    Beisatz: Hier: § 52 lit a Z 9c StVO. (T8)
    Beisatz: Die Normen der StVO sind grundsätzlich Schutzvorschriften, doch ist im Einzelnen eine konkrete Prüfung des Schutzzwecks erforderlich. (T9)
  • 9 Ob 104/00k
    Entscheidungstext OGH 11.04.2001 9 Ob 104/00k
  • 8 Ob 110/02p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 8 Ob 110/02p
    Beisatz: Hier: §§ 114, 115 KO idF BGBl 1982/270 (nunmehr §§ 114a, 115 KO) iVm § 81 Abs 3 KO. (T10)
  • 1 Ob 313/01p
    Entscheidungstext OGH 08.10.2002 1 Ob 313/01p
    Auch; Beisatz: § 24 Abs 3 NaturschutzG 1993 dient nicht auch dem Individualgüterschutz. (T11)
    Beisatz: Es genügt für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhangs angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens bei einem Dritten bloß mitbezweckt ist; die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie den später eingetretenen angestrebt haben. Daraus allein, dass eine Amtshandlung, die dem öffentlichen Interesse dient, mittelbar auch die Interessen eines Dritten berührt, ihm zugute kommt und ihm damit als Reflexwirkung pflichtgemäßen Handelns einen Vorteil verschafft, lässt sich noch nicht auf das Vorliegen einer Amtshaftungspflicht gerade diesem gegenüber schließen. (T12)
    Veröff: SZ 2002/128
  • 5 Ob 58/05y
    Entscheidungstext OGH 12.07.2005 5 Ob 58/05y
    Beisatz: § 39 FBG ist als Schutzgesetz im Sinn des § 1311 ABGB aufzufassen. (T13)
  • 7 Ob 258/05z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 258/05z
  • 10 Ob 35/06d
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 Ob 35/06d
    Auch; Beisatz: Hier: Bestimmungen des ETG 1992. (T14)
  • 2 Ob 7/07d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 7/07d
    Beis wie T9
  • 2 Ob 52/07x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 52/07x
    Beis wie T9 nur: Die Normen der StVO sind grundsätzlich Schutzvorschriften. (T15)
  • 2 Ob 174/06m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 174/06m
    Beisatz: Hier: § 8 Abs 4 StVO. (T16)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
  • 10 Ob 15/08s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 10 Ob 15/08s
    Beisatz: Sie sind konkrete Verhaltensvorschriften. (T17)
    Beisatz: Hier: Die Anordnung einer schadenersatzrechtlichen Haftung des Veranstalters eines Krampuslaufs im Veranstaltungsstättengenehmigungsbescheid ist keine Verhaltensvorschrift. (T18)
  • 6 Ob 197/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 6 Ob 197/08a
    Beis wie T17; Beisatz: Hier: Die in § 178 Abs 1 ABGB normierte Informationspflicht des obsorgeberechtigten Elternteils ist keine Verhaltensvorschrift in diesem Sinn. Sie bezweckt nicht den Schutz vermögensrechtlicher Interessen des nicht obsorgeberechtigten Elternteils und bezieht sich nicht auf das Unterhaltsrechtsverhältnis. (T19)
  • 8 Ob 145/09w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 145/09w
    Beisatz: Schutzgesetze sind konkrete Verhaltensvorschriften, die einerseits durch die Gefahren, die vermieden werden sollen, und andererseits durch die Personen, die geschützt werden sollen, begrenzt sind. (T20)
    Beisatz: Der Zweck der Geldwäschevorschriften des BWG, insbesondere auch des § 41 leg cit, liegt in der Heranziehung der Finanzinstitute zur Unterstützung der Aufsichts- und Strafbehörden bei der Bekämpfung von Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung und demnach in der Verfolgung von Allgemeininteressen. Diese Bestimmungen sind aber keine Schutznormen zugunsten einzelner Geschädigter aus der Geldwäsche vorangegangenen Vor(straf)taten. (T21)
    Veröff: SZ 2010/57
  • 8 Ob 166/09h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 166/09h
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 9 Ob 75/09h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 75/09h
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Beisatz: Sie bezwecken durch die Umschreibung konkreter Verhaltenspflichten, einem Schadenseintritt vorzubeugen. (T22)
    Veröff: SZ 2010/67
  • 2 Ob 140/11v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 140/11v
    Auch
  • 1 Ob 172/12v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
    Vgl auch
  • 7 Ob 48/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 7 Ob 48/12b
    Beisatz: Auch die Bestimmungen des KartG 1988 sind Schutzgesetze nach § 1311 ABGB, soweit sie Personen die Durchführung eines Absichtskartells, um die Marktpreise für ihre Produkte wettbewerbswidrig hoch zu halten, verbietet. Auch der Letztverbraucher ist vom Schutzzweck des Verbots erfasst. (T23)
  • 6 Ob 238/12m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 238/12m
    Beisatz: Auch verfahrensrechtliche Vorschriften können grundsätzlich Schutzgesetze im Sinne des § 1311 ABGB sein. Die verfahrensrechtlichen Vorschriften dienen nicht nur der Sicherung des ordnungsgemäßen Verfahrensablaufs, sondern auch der Verhinderung von Mehrkosten, die durch deren Verletzung entstehen. (T24)
  • 8 Ob 104/12w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 8 Ob 104/12w
    Beis wie T20; Beisatz: Die Bestimmungen des BörseG wegen marktmanipulativer Handlungen (§ 48a Abs 1 Z 2 BörseG) als Schutzgesetz; siehe auch RS0127724 und RS0128527. (T25); Veröff: SZ 2013/9
  • 7 Ob 110/13x
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 110/13x
    Beisatz: Hier: Begehren auf Auskunft über die Haftpflichtversicherung des Sachverständigen gestützt auf § 2a SDG. (T26)
  • 2 Ob 115/13w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 115/13w
    Vgl; Beis wie T14; Beisatz: Anmerkung: Ebenso die vollinhaltlich entsprechende Vorgängerbestimmung des § 3 Abs 1 ETG 1965. (T27)
  • 10 Ob 55/13f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 55/13f
    Beisatz: § 96 nö JagdG ist als Schutzgesetz aufzufassen. (T28); Veröff: SZ 2014/14
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
  • 6 Ob 108/13w
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 108/13w
    Auch; Beisatz: Nicht das Kreditinstitut selbst soll vor allfälligen Verlusten geschützt werden; es soll vielmehr sichergestellt werden, dass der Kapitalmarkt stabilisiert wird und funktioniert. Dass sich die diesbezüglichen Bestimmungen im Wege einer bloßen Reflexwirkung auch zugunsten des Kreditinstituts auswirken, ändert nichts daran, dass die §§ 22 ff BWG kein Schutzgesetz zugunsten des Kreditinstituts darstellen. (T29)
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 9 Ob 26/14k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
    Beisatz: Da nicht ausgeschlossen ist, dass ein verständiger Anleger seine Entscheidung auf den Informationsgehalt einer bestimmten Ad-hoc-Meldung stützt, ist grundsätzlich auch die Willensbildung des einzelnen Anlegers Schutzgut der Ad-hoc-Meldepflicht iSd § 48d BörseG. Vertragsabschlussschäden sind danach nicht von vornherein vom Schutzzweck der Norm auszuschließen. (T30)
  • 6 Ob 71/15g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 71/15g
    Auch; Beis wie T30
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Beisatz: Hier verweist die zur Durchführung eines Schutzgesetzes erlassene Verordnung auf den Stand der Technik, wie er sich in den einschlägigen ÖNORMEN widerspiegelt. (T31)
    Anm: Hier: § 15 Abs 1 Vlbg BauG, Vlbg Bautechnikverordnung und ÖNORM EN 1176 Teil I. (T32)
  • 10 Ob 86/14s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 86/14s
    Beis wie T25
  • 1 Ob 106/15t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 106/15t
  • 2 Ob 68/16p
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 68/16p
  • 6 Ob 229/16v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 229/16v
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/143
  • 8 Ob 57/17s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 57/17s
    Beis wie T17; Beis wie T20; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Die Strafsanktionierung bildet ein Indiz für die Qualifikation als Schutzgesetz. (T33)
    Veröff: SZ 2017/111
  • 8 Ob 139/17z
    Entscheidungstext OGH 23.03.2018 8 Ob 139/17z
    Beisatz: Hier: § 5 NÖ Kulturflächenschutzgesetz (NÖ KflSchG). (T34)
  • 6 Ob 118/18y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 118/18y
    Beis wie T2; Beis wie T20; Beis wie T22
  • 4 Ob 227/18p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 227/18p
  • 6 Ob 39/19g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 39/19g
    Beisatz: Hier: Brandschutz nach dem Sbg BauTG. (T35)
  • 8 Ob 96/19d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2019 8 Ob 96/19d
    Beisatz: Hier: § 19 Tierärztegesetz. (T36)
  • 6 Ob 189/19s
    Entscheidungstext OGH 25.03.2020 6 Ob 189/19s
  • 2 Ob 28/19k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 2 Ob 28/19k
    Beisatz: Hier: § 3 Abs 2 Z 1 und 4 FuttermittelG (FMG). (T37)
    Anm: SZ 2020/23
  • 7 Ob 140/21w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
  • 5 Ob 95/21p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 5 Ob 95/21p
    Beis wie T20
  • 6 Ob 216/21i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 216/21i
    Beis wie T22; Beisatz: Hier: Qualifikation der im baubehördlichen Bescheid vorgeschriebenen Auflage, die durch Anordnung einer konkreten Verhaltenspflicht dem Brandschutz und der Hintanhaltung von Schäden dient, als Schutzgesetz. (T38)
  • 1 Ob 165/22d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2023 1 Ob 165/22d
    Beisatz: Hier: Die Verpflichtung der Rechtsanwaltskammer zur Überwachung ihrer Mitglieder (§ 23 Abs 2 RAO) dient nicht dem Schutz der Mandanten. (T39)
    Anm: Vgl RS0134285
  • 2 Ob 152/21y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2022 2 Ob 152/21y
    Beisatz: Hier: § 43 Abs 1 EisbG. (T40)
  • 5 Ob 171/22s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 5 Ob 171/22s
    Beisatz wie T20; Beisatz wie T2; Beisatz wie T12
  • 1 Ob 214/22k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2023 1 Ob 214/22k
    Beisatz: Hier: § 25 OÖ LuftREnTG. (T41)
    Anm: Vgl RS0134537.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0027710

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19730911_OGH0002_0080OB00131_7300000_002

Rechtssatz für 1Ob601/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022814

Geschäftszahl

1Ob601/92; 3Ob510/96; 1Ob2317/96h; 3Ob71/97f; 7Ob236/98a; 6Ob88/01m; 6Ob250/01k; 3Ob294/01h; 8Ob287/01s; 3Ob265/02w; 6Ob146/04w; 4Ob229/04m; 6Ob21/04p; 1Ob147/05g; 10Ob57/03k; 2Ob226/05g; 6Ob124/06p; 7Ob175/06w; 7Ob218/06v; 3Ob224/06x; 9Ob79/06t; 1Ob153/07t; 6Ob32/07k; 6Ob60/08d; 6Ob170/08f; 10Ob96/08b; 2Ob92/08f; 9Ob91/09m; 2Ob128/09a; 9Ob83/09k; 4Ob192/10d; 9Ob76/10g; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 2Ob70/12a; 3Ob230/12p; 1Ob24/13f; 10Ob58/12w; 10Ob56/12a; 3Ob231/12k; 4Ob165/12m; 2Ob28/13a; 2Ob4/13x; 4Ob157/13m; 1Ob150/13k; 9Ob64/13x; 4Ob33/14b; 8Ob53/14y; 2Ob13/14x; 2Ob61/14f; 1Ob103/14z; 8Ob132/14s; 2Ob195/15p; 4Ob122/16v; 2Ob129/15g; 7Ob96/16t; 2Ob15/16v; 3Ob105/17p; 8Ob46/17y; 7Ob105/17t; 2Ob26/17p; 7Ob38/17i; 9Ob69/17p; 6Ob94/18v; 1Ob150/18t; 2Ob209/17z; 4Ob245/18k; 5Ob82/19y; 4Ob123/19w; 2Ob68/21w; 4Ob145/21h; 6Ob241/21s; 6Ob216/21i; 5Ob194/22y; 5Ob135/23y

Entscheidungsdatum

28.09.2023

Norm

ABGB §1295 Ia5
ABGB §1313a I
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1313a heute
  2. ABGB § 1313a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Soll die vom Gesetzgeber getroffene unterschiedliche Ausgestaltung von Deliktsrecht und Vertragsrecht nicht aufgehoben oder verwischt werden, hat der Kreis der geschützten Personen, denen statt deliktsrechtlicher auch vertragsrechtliche Schadenersatzansprüche zugebilligt werden, eng gezogen zu werden. Grundvoraussetzung für die Einbeziehung in den Schutzbereich des Vertrages ist ein schutzwürdiges Interesse des Gläubigers. Ein solches ist zu verneinen, wenn er kraft eigener rechtlicher Sonderverbindung mit seinem Vertragspartner, der seinerseits den späteren Schädiger vertraglich als Erfüllungsgehilfen beizog, einen deckungsgleichen Anspruch auf Schadenersatz hat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 601/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
    Veröff: EvBl 1993/119 S 520
  • 3 Ob 510/96
    Entscheidungstext OGH 11.10.1996 3 Ob 510/96
    nur: Grundvoraussetzung für die Einbeziehung in den Schutzbereich des Vertrages ist ein schutzwürdiges Interesse des Gläubigers. Ein solches ist zu verneinen, wenn er kraft eigener rechtlicher Sonderverbindung mit seinem Vertragspartner, der seinerseits den späteren Schädiger vertraglich als Erfüllungsgehilfen beizog, einen deckungsgleichen Anspruch auf Schadenersatz hat. (T1)
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; nur: Soll die vom Gesetzgeber getroffene unterschiedliche Ausgestaltung von Deliktsrecht und Vertragsrecht nicht aufgehoben oder verwischt werden, hat der Kreis der geschützten Personen, denen statt deliktsrechtlicher auch vertragsrechtliche Schadenersatzansprüche zugebilligt werden, eng gezogen zu werden. (T2)
  • 3 Ob 71/97f
    Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 71/97f
    nur T1
  • 7 Ob 236/98a
    Entscheidungstext OGH 15.09.1998 7 Ob 236/98a
    Auch
  • 6 Ob 88/01m
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 88/01m
    nur T1
  • 6 Ob 250/01k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
  • 3 Ob 294/01h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 3 Ob 294/01h
  • 8 Ob 287/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 287/01s
    Auch; nur T2; Beisatz: Keine "Verkehrspflichten zum Schutz fremden Vermögens". (T3)
  • 3 Ob 265/02w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 265/02w
    nur T1
  • 6 Ob 146/04w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 146/04w
  • 4 Ob 229/04m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 229/04m
    Auch; Beisatz: Baustellenkoordinator ist nicht Erfüllungsgehilfe des Bauherrn; er nimmt seine Pflichten eigenverantwortlich wahr; der Bauherr haftet nur für Auswahlverschulden. (T4)
  • 6 Ob 21/04p
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
    Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T5)
    Beisatz: Entscheidend für die Frage, welche vertragsfremden Dritten in den Schutzbereich eines (Werkvertrags) Vertrags einzubeziehen sind, ist immer die Auslegung des Vertrags nach den Umständen des Einzelfalls. (T6)
  • 1 Ob 147/05g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 1 Ob 147/05g
    nur T1; Beisatz: Der eigene Anspruch gegen den Geschäftsherrn hindert somit die Geltendmachung der Vertragshaftung gegen den Gehilfen. (T7)
  • 10 Ob 57/03k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2005 10 Ob 57/03k
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 2005/174
  • 2 Ob 226/05g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 226/05g
    Bem: Nachindizierung im März 2010. (T7a)
  • 6 Ob 124/06p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 124/06p
    Vgl; Beis wie T6
  • 7 Ob 175/06w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 7 Ob 175/06w
    Vgl auch; Beisatz: Eine Haftung des Landes Niederösterreich aus dem Titel des Schadenersatzes für eine vom Betreiber der Betreuungseinrichtung zu verantwortende Schädigung des Betreuten ist aus dessen sich aus dem NÖ SHG ergebenden öffentlich-rechtlichen Beziehung zum Land Niederösterreich nicht abzuleiten. Daher kommt eine Haftung des Betreibers gegenüber einem Betreuten auf Grund einer Schutzwirkung des zwischen dem Land Niederösterreich und des Betreibers abgeschlossenen Vertrages in Betracht. (T8)
  • 7 Ob 218/06v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 218/06v
    Vgl auch; Beisatz: Ein Kaskoversicherungsvertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten einer Kfz-Reparaturwerkstätte. (T9)
  • 3 Ob 224/06x
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 224/06x
    Auch; nur T2; Beis wie T6
  • 9 Ob 79/06t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 79/06t
    nur T2
  • 1 Ob 153/07t
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 153/07t
    Vgl aber; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des geschädigten Grundeigentümers wird durch einen bestehenden Haftungsanspruch aus Nachbarrecht nicht beseitigt. (T10)
    Beisatz: Die Haftung aus dem Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter kann neben die Haftung aus Nachbarrecht (§ 364a ABGB) treten. (T11)
    Beisatz: Es entspricht ständiger Judikatur, dass die Haftung des ausführenden Werkunternehmers, also des faktischen Schädigers, bei Emissionen (§ 364a ABGB) oder Grundstückssetzungen (§ 364b ABGB) neben die Haftung des „Mittelsmannes" (Grundstückseigentümers) tritt. (T12)
  • 6 Ob 32/07k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 32/07k
    Vgl
  • 6 Ob 60/08d
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 60/08d
    Vgl; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse wird dem Dritten zwar dann nicht abgesprochen, wenn er etwa als Grundeigentümer nur Ansprüche aus dem Nachbarrecht gegen einen der beiden Kontrahenten geltend machen oder wenn er seine Ansprüche selbst nur auf einen Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter stützen kann. Der Oberste Gerichtshof verneint eine solche Haftung jedoch auch dann, wenn der Dritte gegen einen der beiden Kontrahenten einen Anspruch auf Schadenersatz aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Sonderbeziehung hat. Handelte dieser dabei hoheitlich, ist gemäß § 9 Abs 5 AHG für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aus einem Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter nicht einmal der Rechtsweg zulässig. (T13)
  • 6 Ob 170/08f
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 170/08f
    Vgl; Beisatz: Der Vertrag zwischen einem Geschäftsherrn (etwa einem Generalunternehmer) und seinem Erfüllungsgehilfen (etwa einem Subunternehmer) entfaltet regelmäßig keine Schutzwirkung zugunsten des Gläubigers des Geschäftsherrn. Diesem fehlt nämlich ein schutzwürdiges Interesse an einer Einbeziehung in den Schutzbereich des Vertrags. (T14)
  • 10 Ob 96/08b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2008 10 Ob 96/08b
    Vgl; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung wird ein geschädigter Dritter dann nicht in den Schutzbereich eines fremden Vertrags einbezogen, wenn er selbst einen deckungsgleichen Schadenersatzanspruch gegen einen der beiden Vertragspartner hat. (T15)
  • 2 Ob 92/08f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 92/08f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schutzwürdiges Interesse des Geschädigten als Arbeitnehmer des Werkbestellers an der Geltendmachung eines vertraglichen Anspruchs gegen den Werkunternehmer im Hinblick auf das dem Arbeitgeber des Geschädigten gemäß § 333 Abs 1 ASVG zukommende Haftungsprivileg bejaht. (T16)
  • 9 Ob 91/09m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 9 Ob 91/09m
    Auch; Beis wie T15
  • 2 Ob 128/09a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 128/09a
    Beisatz: Steht daher dem Geschädigten ein Anspruch aus eigener vertraglicher Beziehung zum Geschäftsherrn zu, hindert dies die Geltendmachung der Vertragshaftung des Gehilfen; er muss seinen unmittelbaren Vertragspartner in Anspruch nehmen. (T17)
  • 9 Ob 83/09k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 83/09k
    Auch; Beisatz: Im Falle eines ärztlichen Kunstfehlers mit der Folge des Todes des Patienten ist auch der in aufrechter Lebensgemeinschaft mit dem Patienten lebende Ehegatte aus dem Behandlungsvertrag derart geschützt, dass er für einen bei ihm eingetretenen Trauerschaden mit Krankheitswert vom Vertragspartner des Getöteten Ersatz wegen Verletzung vertraglicher Schutz- und Sorgfaltspflichten begehren kann. (T18)
    Veröff: SZ 2010/79
  • 4 Ob 192/10d
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 192/10d
    Auch; nur T1; Beis wie T17
  • 9 Ob 76/10g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 76/10g
    Auch; nur T1; Beis wie T17
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    Beisatz: Auch ein (Teil‑)Verzicht des geschädigten Dritten auf einen deckungsgleichen Anspruch gegen seinen unmittelbaren Vertragspartner kann kein Rechtsschutzdefizit, das zu einer Schutzwirkung eines anderen Vertrags führen müsste, begründen. Der Anspruch stünde ja ohne Verzicht jedenfalls zu. Entscheidet sich der Mieter im Rahmen seiner Privatautonomie dafür, auf einen Schadenersatzanspruch gegen seinen Vermieter bei leicht fahrlässigem Verhalten zu verzichten, kann er einem Dritten (dem Vertragspartner des Vermieters) gegenüber nicht später geltend machen, dass er keinen Anspruch gegenüber dem Vermieter und damit ein Rechtsschutzdefizit habe. (T19)
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2012/134
  • 3 Ob 230/12p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 230/12p
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier Haftung des Abschlussprüfers. (T20)
    Veröff: SZ 2013/3
  • 1 Ob 24/13f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 24/13f
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 58/12w
    Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 Ob 58/12w
    Auch
  • 10 Ob 56/12a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2013 10 Ob 56/12a
    Auch
  • 3 Ob 231/12k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 231/12k
    Auch; nur T2; Beis wie T20
  • 4 Ob 165/12m
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 165/12m
    Auch; nur T2; Beis wie T20
  • 2 Ob 28/13a
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 28/13a
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Vgl; Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T21 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - Jänner 2018 (T21)
    Beis wie T15
  • 4 Ob 157/13m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 157/13m
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Haftung des Verwahrers. (T22)
    Veröff: SZ 2013/97
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Vgl
  • 9 Ob 64/13x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 Ob 64/13x
    Vgl; Beis wie T15; Veröff: SZ 2014/30
  • 4 Ob 33/14b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 33/14b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T15
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Vgl; nur T1; Beis wie T15; nur T21
  • 2 Ob 13/14x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 2 Ob 13/14x
    Vgl
  • 2 Ob 61/14f
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 2 Ob 61/14f
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    nur T2; Veröff: SZ 2015/3
  • 8 Ob 132/14s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 Ob 132/14s
    Auch; nur T1; nur T21; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 2 Ob 195/15p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 2 Ob 195/15p
    Auch
  • 4 Ob 122/16v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 122/16v
    Auch
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beis wie T15
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Auch; Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T23)
  • 2 Ob 15/16v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 15/16v
    Auch; Veröff: SZ 2017/20
  • 3 Ob 105/17p
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 105/17p
    Vgl auch
  • 8 Ob 46/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 46/17y
    Auch; nur T1; nur T21
  • 7 Ob 105/17t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 105/17t
    Vgl; Beisatz: Keine Schutz‑ und Sorgfaltspflichten aus dem Behandlungsvertrag gegenüber dem Bruder des verstorbenen Patienten. (T24)
  • 2 Ob 26/17p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 26/17p
    Vgl auch
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
  • 6 Ob 94/18v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 6 Ob 94/18v
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 150/18t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 150/18t
    Auch; Beis wie T19
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Veröff: SZ 2018/102
  • 4 Ob 245/18k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 245/18k
    Beis wie T15
  • 5 Ob 82/19y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 82/19y
    nur T1; nur T2; Beis wie T15
  • 4 Ob 123/19w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 4 Ob 123/19w
  • 2 Ob 68/21w
    Entscheidungstext OGH 05.08.2021 2 Ob 68/21w
    Beis nur wie T6; Beisatz: Hier: Wartungsarbeiten durch ein Wartungsunternehmen an einer von der Beklagten hergestellten Anlage. (T25)
  • 4 Ob 145/21h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 4 Ob 145/21h
    vgl
    Anm: Veröff: SZ 2021/89
  • 6 Ob 241/21s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 241/21s
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Zur Einbeziehung in den Schutzbereich eines Heimvertrags. (T26)
  • 6 Ob 216/21i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 216/21i
    nur T1; nur T2
  • 5 Ob 194/22y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.06.2023 5 Ob 194/22y
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T6
  • 5 Ob 135/23y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.09.2023 5 Ob 135/23y

Schlagworte

Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0022814

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19921126_OGH0002_0010OB00601_9200000_001

Rechtssatz für 8Ob281/70; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037785

Geschäftszahl

8Ob281/70; 5Ob88/72; 4Ob589/73; 8Ob119/75; 5Ob105/75; 5Ob258/75; 1Ob190/75; 5Ob536/76; 8Ob198/76 (8Ob199/76; 8Ob200/76); 1Ob761/76; 7Ob16/77 (7Ob17/77); 7Ob595/77; 6Ob572/78; 7Ob564/78; 8Ob539/78; 3Ob572/78; 4Ob554/78; 6Ob532/80; 4Ob596/79; 4Ob567/79; 3Ob570/79; 3Ob594/80; 1Ob587/81; 1Ob714/80; 6Ob693/81; 1Ob26/80; 4Ob540/81; 3Ob502/82; 4Ob504/82; 7Ob524/83; 1Ob582/84; 8Ob207/83; 1Ob661/85; 1Ob1/86 (1Ob2/86); 7Ob662/86; 1Ob502/87 (1Ob503/87); 3Ob513/87; 3Ob559/86; 1Ob15/88; 6Ob645/88 (6Ob646/88); 8Ob606/89; 8Ob516/90; 1Ob603/90; 1Ob664/90; 1Ob49/91; 6Ob611/91; 2Ob27/92; 2Ob50/92 (2Ob51/92); 4Ob2/93; 1Ob529/94; 8Ob614/93; 7Ob627/95; 1Ob603/95; 2Ob2363/96f; 1Ob2227/96y; 1Ob2317/96h; 7Ob2377/96a; 1Ob2377/96g; 2Ob335/97x; 1Ob66/98g; 1Ob231/98x; 4Ob325/98t; 2Ob390/97k; 1Ob330/98f; 4Ob203/00g; 2Ob136/99k; 10Ob81/00k; 7Ob151/00g; 7Ob271/00d; 6Ob250/01k; 6Ob296/01z; 7Ob316/01y; 7Ob24/02h; 2Ob95/01m; 1Ob33/02p; 8Ob287/01s; 7Ob245/02h; 7Ob165/03w; 3Ob265/02w; 9Ob128/03v; 6Ob155/04v; 7Ob281/04f; 4Ob229/04m; 6Ob21/04p; 7Ob211/05p; 6Ob70/06x; 2Ob271/05z; 2Ob226/05g; 7Ob218/06v; 4Ob104/07h; 9Ob79/06t; 1Ob153/07t; 2Ob47/07m; 7Ob30/07y; 7Ob165/08b; 2Ob128/09a; 8Ob155/09s; 1Ob18/10v; 9Ob83/09k; 9Ob76/10g; 7Ob20/11h; 7Ob26/11s; 3Ob95/11h; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 1Ob220/12b; 2Ob70/12a; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 2Ob229/13k; 1Ob150/13k; 2Ob50/14p; 8Ob53/14y; 2Ob13/14x; 3Ob102/14t; 1Ob103/14z; 7Ob96/16t; 7Ob38/17i; 2Ob209/17z; 5Ob82/19y; 4Ob145/21h; 2Ob152/21y; 7Ob105/23a

Entscheidungsdatum

24.10.2023

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1295 Ia2
  1. ABGB § 881 heute
  2. ABGB § 881 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Wenn einem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht dritten Personen gegenüber, die der Vertragsleistung nahestehen, obliegt, wird dritten Personen die Geltendmachung eines eigenen Schadens aus dem fremden Vertrag zuerkannt.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 281/70
    Entscheidungstext OGH 22.12.1970 8 Ob 281/70
    Veröff: SZ 43/236
  • 5 Ob 88/72
    Entscheidungstext OGH 18.04.1972 5 Ob 88/72
  • 4 Ob 589/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 589/73
    Ähnlich; Veröff: SZ 46/121 = EvBl 1974/98 S 211
  • 8 Ob 119/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 119/75
    Beisatz: Hiebei handelt es sich um Fälle in denen die Verbindung mit Verträgen zugunsten Dritter naheliegt, in denen also ein Dritter, auch wenn er nicht Vertragspartner ist, erkennbar begünstigt erscheint. (T1)
    Veröff: JBl 1976,210
  • 5 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 01.07.1975 5 Ob 105/75
  • 5 Ob 258/75
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 258/75
    Auch; Beisatz: Die in einem Vertrag übernommene Nebenverpflichtung der Einhaltung einer Maßnahme zum Schutz eines Rechtsgutes (hier eines Fernkabels) eines am Vertrag nicht beteiligten Dritten ist eine Abart des Vertrages zugunsten Dritter. Aus der Verletzung der dadurch zu seinen Gunsten vertraglich begründeten Schutzpflicht kann der Dritte seinen Schadenersatzanspruch unmittelbar ableiten (Bydlinski JBl 1960,360). (T2)
  • 1 Ob 190/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 1 Ob 190/75
    Beisatz: Produzentenhaftung (T3)
    Veröff: SZ 49/14 = EvBl 1976/168 S 325 = JBl 1977,146 (mit Anmerkung von Rummel)
  • 5 Ob 536/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 536/76
    Beisatz: Werkleistungen (T4)
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    Beisatz: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder an denen er ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T5)
    Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 1 Ob 761/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 761/76
    Auch; Veröff: SZ 50/34
  • 7 Ob 16/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 16/77
    Beis wie T5; Veröff: VersR 1978,167
  • 7 Ob 595/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 595/77
    Beis wie T5; Veröff: SZ 50/102
  • 6 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 6 Ob 572/78
    Auch; Beisatz: Wohnungswerber beziehungsweise Miteigentümer - Verspätungsschaden wegen verspäteter Rohbauerstellung. (T6)
  • 7 Ob 564/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 564/78
    Beis wie T5; Beisatz: Eigentümer als begünstigter Dritter eines Untermietvertrages in Bezug auf die vertragliche Nebenverpflichtung, eine übermäßige oder missbräuchliche Abnützung der Bestandsache zu unterlassen. (T7)
    Veröff: JBl 1979,37
  • 8 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 8 Ob 539/78
    Vgl
  • 3 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 572/78
    Auch
  • 4 Ob 554/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 554/78
    Beis wie T5; Veröff: ÖBA 1980,370
  • 6 Ob 532/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 532/80
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
    Beis wie T5
  • 4 Ob 567/79
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 4 Ob 567/79
    Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Erdgasleistung - Explosionsschäden (T8)
  • 3 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 570/79
    Beis wie T5
  • 3 Ob 594/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 594/80
    Auch; Beisatz: Nahverhältnis zwischen Personenhandelsgesellschaft und persönlich haftendem Gesellschafter, der als Mitglied des ÖAMTC dessen Pannenhilfe in Anspruch nimmt. (T9)
    Veröff: SZ 54/41 = JBl 1982,95 = ZVR 1982/64 S 50
  • 1 Ob 587/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 587/81
    Beis wie T5
  • 1 Ob 714/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 714/80
    Veröff: SZ 54/65 = JBl 1982,601
  • 6 Ob 693/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 693/81
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Wohnungseigentümer bei Mangelhaftigkeit des Gesamtbauwerks. (T10)
  • 1 Ob 26/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 26/80
    Auch; Veröff: SZ 54/63
  • 4 Ob 540/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 540/81
    Beisatz: Haftung auch für Rechtsmängel. (T11)
    Veröff: SZ 54/152 = JBl 1983,253 (ablehnend Posch)
  • 3 Ob 502/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 502/82
    Beis wie T5
  • 4 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 504/82
    Beis wie T5; Beisatz: Schutzwirkung zugunsten künftiger Kunden des Vertragspartners des Produzenten: Vom Produzenten abgefüllte Sodawasserflasche explodiert in einem Selbstbedienungsladen und verletzt dort eine andere Ware einkaufende Person. (T12)
  • 7 Ob 524/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 524/83
  • 1 Ob 582/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 1 Ob 582/84
    Beis wie T5; Veröff: EvBl 1985/63 S 304 = JBl 1985,295
  • 8 Ob 207/83
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 207/83
  • 1 Ob 661/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 661/85
    Beis wie T5; Veröff: SZ 58/4 = EvBl 1986/110 S 400 = JBl 1986,452
  • 1 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 1 Ob 1/86
    Auch; Veröff: JBl 1986/782
  • 7 Ob 662/86
    Entscheidungstext OGH 26.11.1986 7 Ob 662/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: JBl 1987,250 = MietSlg XXXVIII/51
  • 1 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 08.04.1987 1 Ob 502/87
    Auch; Veröff: SZ 60/64
  • 3 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 513/87
    Beisatz: Da diese Schutzwirkungen aber eine Folge der zwischen den Vertragsparteien geschlossenen Vereinbarung sind, kommen sie nicht in Betracht, wenn das Verhalten des Schädigers der Vereinbarung entspricht. (T13)
  • 3 Ob 559/86
    Entscheidungstext OGH 08.03.1988 3 Ob 559/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 61/55 = EvBl 1989/1 S 13 = WBl 1988,240 = RZ 1988/51 S 221 = ÖBA 1988,1022 (Jabornegg)
  • 1 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 15/88
    Beis wie T5
  • 6 Ob 645/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 645/88
    Auch
  • 8 Ob 606/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 606/89
  • 8 Ob 516/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 8 Ob 516/90
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Versender und Zwischenspediteur. (T14)
    Veröff: SZ 63/123
  • 1 Ob 603/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 603/90
    Beis wie T5
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    Veröff: JBl 1991,453
  • 1 Ob 49/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 49/91
    Auch; Beis wie T5; Vgl Beis wie T2
  • 6 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 6 Ob 611/91
  • 2 Ob 27/92
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 27/92
    Beis wie T5
  • 2 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 2 Ob 50/92
    Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war. (T15)
  • 4 Ob 2/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 2/93
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Kreis der geschützten Dritten ist auf Grund umfassender Interessenabwägung zu umgrenzen. (T16)
  • 1 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 529/94
    Auch; Veröff: SZ 67/40
  • 8 Ob 614/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 614/93
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 627/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 627/95
    Beisatz: Hier: Hochspannungskabel. (T17)
  • 1 Ob 603/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 603/95
    Auch; Beisatz: Empfänger des Frachtgutes von den Schutzwirkungen des Vertrages zwischen Speditionsunternehmen und Unterfrachtführer umfasst. (T18)
  • 2 Ob 2363/96f
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2363/96f
    Auch
  • 1 Ob 2227/96y
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2227/96y
    Auch
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16; Beisatz: Der in den Schutzkreis des Vertrags aufgenommene Dritte kann direkt gegen den Schuldner ex contractu Schadenersatzansprüche geltend machen. (T19)
  • 7 Ob 2377/96a
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2377/96a
    Beis wie T15
  • 1 Ob 2377/96g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2377/96g
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 335/97x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 335/97x
  • 1 Ob 66/98g
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 66/98g
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 231/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 231/98x
    Auch
  • 4 Ob 325/98t
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 325/98t
    Vgl auch
  • 2 Ob 390/97k
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 2 Ob 390/97k
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Werden Sachen eines Dritten beschädigt, wird der Kreis der schutzwürdigen Personen dahin abgegrenzt, dass an den beschädigten Gegenständen entweder die Hauptleistung vorgenommen werden soll, ein offensichtliches Interesse des Vertragspartners besteht oder dieser selbst kraft eigener Sorgfaltspflicht die Sache zu bewahren verpflichtet ist. (T20)
  • 1 Ob 330/98f
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 330/98f
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T21)
    Veröff: SZ 72/89
  • 4 Ob 203/00g
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 203/00g
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T19; Veröff: SZ 73/126
  • 2 Ob 136/99k
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 136/99k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16
  • 10 Ob 81/00k
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 81/00k
    Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich T5; Beisatz: Man prüft, ob der Dritte erkennbar durch die Zuwendung der Hauptleistung begünstigt werden soll, ob der Gläubiger, dem gegenüber Erfüllungshandlungen gesetzt werden, ein (besonderes) eigenes Interesse (am Schutz) des geschädigten Dritten hat oder diesem zur Fürsorge verpflichtet ist. Man untersucht, ob bei Vertragsabschluss der Kontakt einer Person oder ihrer Sache mit der Leistung beziehungsweise mit der Hauptleistung oder der auf das Leistungsergebnis hinzielenden Handlung voraussehbar war und es wird die Erkennbarkeit des Gläubigerinteresses ins Treffen geführt. (T22)
  • 7 Ob 151/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 151/00g
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Bei Verträgen, die die Zurverfügungstellung einer Wohnmöglichkeit beinhalten und die Verpflichtung zur Freihaltung und dem Bestreuen der Zugangswege umfassen, ist davon auszugehen, dass davon auch jene Personen erfasst sind, die vorhersehbar diese Wege in einem den Bewohnern vergleichbaren Ausmaß in deren Interesse zu deren Pflege benützen (hier: Pflegehelfer des Wohnberechtigten). (T23)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Beis wie T5
  • 6 Ob 250/01k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
    Beis wie T4
  • 6 Ob 296/01z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 296/01z
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    Auch; Beis ähnlich T5; Beisatz: Der klagende Haftpflichtversicherer ist Ansehung des ihm entstandenen Vermögensschadens in den Schutzbereich des vom beklagten Rechtsanwalt mit dem Versicherungsnehmer abgeschlossenen Mandantsvertrages über die Vertretung im verfahrensgegenständlichen Vorprozess einbezogen. (T24)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 95/01m
    Entscheidungstext OGH 09.07.2002 2 Ob 95/01m
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 33/02p
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 33/02p
    Beis wie T1; Beis wie T19; Beisatz: Der begünstigte Personenkreis wird durch objektive Auslegung des Vertrags bestimmt. (T25)
  • 8 Ob 287/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 287/01s
    Beis wie T4; Beis ähnlich T5; Beis wie T25
  • 7 Ob 245/02h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 245/02h
    Vgl auch; Beis wie T19; Beisatz: Ein Vertrag mit Schutzwirkungen zu Gunsten Dritter ist dort nicht zu unterstellen, wo der Dritte gegen einen der beiden Kontrahenten Ansprüche aus eigenem Vertrag hat (vgl SZ 51/176; 7 Ob 672/89; 4 Ob 325/98t; 4 Ob 203/00g). (T26)
  • 7 Ob 165/03w
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 165/03w
    Auch; Beisatz: Hier: Unmittelbare Auswirkung eines Gesamtvertrages (§ 341 ASVG) auf den Vertragsarzt als Partei des Einzelvertrages. (T27)
    Beisatz: Die Schutzwirkung des Gesamtvertrages hinsichtlich der Vertragsärzte schlägt auch auf deren Rechtsnachfolger durch. (T28)
    Veröff: SZ 2003/90
  • 3 Ob 265/02w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 265/02w
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T25; Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T26
  • 9 Ob 128/03v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
    Vgl; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte. (T29)
    Beisatz: Beim Treuhandkonto soll die Leistung der Bank aber gerade an den Treuhänder und nicht an die Treugeber erfolgen. Es wäre widersprüchlich, wollte man zum Beispiel annehmen, die Bank sei zwar nur gegenüber dem Treuhänder zur Auszahlung eines Guthabens verpflichtet, doch bei schuldhaftem Verzug stehe der Schadenersatzanspruch den Treugebern zu. Dazu kommt, dass der Ersatz reiner Vermögensschäden beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter eher zurückhaltend beurteilt wird. (T30)
  • 6 Ob 155/04v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 155/04v
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 281/04f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 281/04f
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 4 Ob 229/04m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 229/04m
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Baustellenkoordinator als begünstigter Dritter des (Werkvertrages) Vertrages zwischen Bauherr/Bauunternehmer. (T31)
  • 6 Ob 21/04p
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
    Beis wie T5; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T32)
  • 7 Ob 211/05p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 211/05p
    Auch; Beis wie T30
  • 6 Ob 70/06x
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 70/06x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die allfällige Schutzwirkung eines Vertrages zugunsten Dritter erstreckt sich nicht auf bloße Besucher. (T33)
  • 2 Ob 271/05z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 271/05z
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 226/05g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 226/05g
    Auch; Beisatz: In diesem Fall erwirbt der Dritte unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner, der dann auch gemäß § 1313a ABGB für das Verschulden jener Personen haftet, deren er sich zur Erfüllung bediente. (T34)
  • 7 Ob 218/06v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 218/06v
    Vgl auch; Beisatz: Ein Kaskoversicherungsvertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten einer Kfz-Reparaturwerkstätte. (T35)
  • 4 Ob 104/07h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 104/07h
    Auch; Beis wie T26; Veröff: SZ 2007/110
  • 9 Ob 79/06t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 79/06t
    Auch; Beis wie T21
  • 1 Ob 153/07t
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 153/07t
    Beis wie T5; Beisatz: Haftung des Werkunternehmers auf Grund eines Vertrags mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter tritt bei Emissionen (§ 364a ABGB) oder Grundstückssetzungen (§ 364b ABGB) neben die Haftung des Grundeigentümers. (T36)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 7 Ob 30/07y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 30/07y
    Beis wie T32 nur: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. (T37)
  • 7 Ob 165/08b
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 165/08b
    Beisatz: Zum Kreis der in diesen Schutzbereich des Transportvertrags über die verladende Ware einzubeziehenden Personen gehört auch der, der diese Ware als Unterfrachtführer zu transportieren hatte. (T38)
  • 2 Ob 128/09a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 128/09a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T25; Beis wie T34; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten aus einem Vertragsverhältnis bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden. (T39)
  • 8 Ob 155/09s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
  • 1 Ob 18/10v
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 18/10v
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 9 Ob 83/09k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 83/09k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Im Falle eines ärztlichen Kunstfehlers mit der Folge des Todes des Patienten ist auch der in aufrechter Lebensgemeinschaft mit dem Patienten lebende Ehegatte aus dem Behandlungsvertrag derart geschützt, dass er für einen bei ihm eingetretenen Trauerschaden mit Krankheitswert vom Vertragspartner des Getöteten Ersatz wegen Verletzung vertraglicher Schutz- und Sorgfaltspflichten begehren kann. (T40)
    Veröff: SZ 2010/79
  • 9 Ob 76/10g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 76/10g
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind unter anderem Dritte, an denen der Vertragspartner ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T41)
    Beis wie T39
  • 7 Ob 20/11h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 20/11h
    Auch
  • 7 Ob 26/11s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2011 7 Ob 26/11s
    Auch
  • 3 Ob 95/11h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 95/11h
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    Vgl auch; Beis wie T34
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
    Vgl auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T34
  • 1 Ob 220/12b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 220/12b
    Vgl auch; Beis wie T19; Beis wie T34
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; Beis wie T34; Beis wie T5; Veröff: SZ 2012/134
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Vgl; nur T26; Auch Beis wie T41
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beisatz: Hier: Kauf- und Liefervertrag, verletzter Lagerleiter. (T42)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Auch; Beisatz: Hier: Bei Flugzeugabsturz verletzte Ehefrau des Piloten als dessen Passagier gegenüber dem Flugsportverein als Flugzeughalter. (T43)
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Auch
  • 2 Ob 50/14p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 50/14p
    Beisatz: Hier aber: Fesselballonstarts für Gewinner eines Gewinnspieles aufgrund Vertrag mit Verein durchgeführt; Berechtigung des Geschädigten zur Ballonfahrt (Gewinn) nicht festgestellt. (T44)
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Beis wie T5
  • 2 Ob 13/14x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 2 Ob 13/14x
    Vgl; Beis wie T26
  • 3 Ob 102/14t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
    Auch; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden und der Interessensphäre eines Vertragspartners angehören. Der Dritte erwirbt unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner. (T45); Veröff: SZ 2014/97
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Veröff: SZ 2015/3
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T46)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T22; Beis wie T34; Beis wie T45; Beisatz: Verständige Vertragsparteien einer Vereinbarung über Reinigungsdienstleistungen würden alle mit der vertraglichen Hauptleistung der beklagten Partei geradezu typischerweise in Berührung geratenden Personen, wie etwa Kunden und Personal des Auftraggebers, in den Schutzbereich des Vertrags, mit dem eine gefahrlose Benutzung von dessen Flächen und Räumlichkeiten sichergestellt werden sollte, einbeziehen. (T47); Veröff: SZ 2018/102
  • 5 Ob 82/19y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 82/19y
    Beis wie T5; Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T25; Beis wie T34; Beis wie T45
  • 4 Ob 145/21h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 4 Ob 145/21h
    vgl; Beisatz: Hier: Abschlussprüfer. (T48)
    Anm: Veröff: SZ 2021/89
  • 2 Ob 152/21y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2022 2 Ob 152/21y
    Beisatz wie T39
  • 7 Ob 105/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.10.2023 7 Ob 105/23a
    Beisatz wie T34; Beisatz wie T45
    Beisatz: Hier: versicherungsrechtliches Konstrukt mit dem Zweck, die Rückzahlung des investierten Kapitals an die Anleger unter allen Umständen sicherzustellen. (T49)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0037785

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2023

Dokumentnummer

JJR_19701222_OGH0002_0080OB00281_7000000_006

Rechtssatz für 1Ob171/68; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022778

Geschäftszahl

1Ob171/68; 8Ob193/68; 5Ob293/70; 8Ob116/70; 4Ob643/71; 8Ob174/72 (8Ob175/72); 4Ob560/74 (4Ob561/74); 8Ob196/74; 5Ob323/74 (5Ob324/74); 7Ob103/75; 4Ob604/75; 7Ob641/76; 2Ob44/76; 3Ob580/76; 5Ob650/76; 8Ob240/76; 4Ob588/76; 8Ob59/77; 2Ob48/77; 8Ob137/77; 7Ob686/77; 6Ob807/77; 8Ob88/78; 2Ob137/78; 8Ob22/79; 2Ob5/79; 6Ob692/79; 2Ob133/79; 4Ob560/79; 6Ob539/80; 5Ob657/80; 1Ob544/81; 2Ob218/80; 2Ob251/80; 7Ob763/81; 7Ob757/81; 7Ob819/81; 7Ob635/82; 8Ob283/82; 3Ob679/82; 7Ob725/82; 3Ob697/82; 7Ob576/84; 8Ob16/85; 8Ob3/87; 3Ob555/87; 4Ob547/87; 8Ob664/87; 2Ob93/88; 7Ob524/90; 1Ob42/90; 2Ob34/95; 2Ob5/96; 2Ob2264/96x; 3Ob35/98p; 9Ob69/98g; 7Ob343/99p; 6Ob240/00p; 8Ob164/00a; 7Ob271/00d; 6Ob21/01h; 2Ob47/01b; 7Ob24/02h; 3Ob72/02p; 10Ob237/02d; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob294/05m; 2Ob100/04a; 2Ob89/07p; 2Ob79/08v; 2Ob44/08x; 10Ob15/08s; 2Ob49/09h; 9Ob40/09m; 2Ob143/09g; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 1Ob122/13t; 1Ob103/14z; 1Ob97/15v; 3Ob45/16p; 7Ob59/16a; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 1Ob4/18x; 7Ob78/18y; 3Ob62/18s; 1Ob51/19k; 3Ob77/20z; 1Ob215/20d; 9Ob14/22g; 2Ob198/22i; 3Ob218/22p; 2Ob165/23p; 2Ob191/23m; 10Ob39/23t

Entscheidungsdatum

19.12.2023

Norm

ABGB §1295 Ia6
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Wer eine Gefahrenquelle schafft, hat die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung abzuwenden (SZ 37/97, EvBl 1961/526 ua).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 171/68
    Entscheidungstext OGH 29.08.1968 1 Ob 171/68
  • 8 Ob 193/68
    Entscheidungstext OGH 10.09.1968 8 Ob 193/68
  • 5 Ob 293/70
    Entscheidungstext OGH 21.01.1971 5 Ob 293/70
  • 8 Ob 116/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 8 Ob 116/70
    Veröff: EvBl 1970/344 S 605 = LwBetr 1971,163
  • 4 Ob 643/71
    Entscheidungstext OGH 30.11.1971 4 Ob 643/71
    Veröff: SZ 44/182
  • 8 Ob 174/72
    Entscheidungstext OGH 21.11.1972 8 Ob 174/72
    Beisatz: Dies gilt auch für den Lieferanten einer technischen Anlage oder Maschine. (T1)
  • 4 Ob 560/74
    Entscheidungstext OGH 01.10.1974 4 Ob 560/74
  • 8 Ob 196/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 8 Ob 196/74
    Veröff: SZ 47/124 = ZVR 1975/159 S 236
  • 5 Ob 323/74
    Entscheidungstext OGH 29.01.1975 5 Ob 323/74
    Beisatz: Nach Tunlichkeit. (T2)
  • 7 Ob 103/75
    Entscheidungstext OGH 05.06.1975 7 Ob 103/75
    Beisatz: Umkehr der Beweislast. (T3)
    Veröff: MietSlg 27221
  • 4 Ob 604/75
    Entscheidungstext OGH 21.10.1975 4 Ob 604/75
  • 7 Ob 641/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 641/76
  • 2 Ob 44/76
    Entscheidungstext OGH 23.09.1976 2 Ob 44/76
    Veröff: SZ 49/115
  • 3 Ob 580/76
    Entscheidungstext OGH 28.09.1976 3 Ob 580/76
    Auch; Beisatz: Konzessionslos ausgeübtes konzessionspflichtiges Gewerbe. (T4)
  • 5 Ob 650/76
    Entscheidungstext OGH 05.10.1976 5 Ob 650/76
  • 8 Ob 240/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 8 Ob 240/76
    Veröff: ZVR 1978/19 S 18
  • 4 Ob 588/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 588/76
    Beis wie T3
  • 8 Ob 59/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 59/77
    Beisatz: Die Verursachung einer Gefahrensituation rechtfertigt die Auferlegung verstärkter Sorgfaltspflichten. Maßgebend ist dabei die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen. (T5)
  • 2 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 2 Ob 48/77
    Vgl; Beisatz: Verpflichtung zur Aufstellung einer die Tragkraft der Brücke anzeigenden Hinweistafel. (T6)
  • 8 Ob 137/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 137/77
    Beis wie T3
  • 7 Ob 686/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 686/77
    Beis wie T5
  • 6 Ob 807/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 6 Ob 807/77
  • 8 Ob 88/78
    Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 88/78
    Beisatz: Eine gleichartige Verpflichtung trifft auch denjenigen, der auf eine der Öffentlichkeit zugängliche Verkehrsfläche eine von angrenzenden Grundstücken ausgehende Gefahrenquelle wirken lässt. (T7)
  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
    Vgl; Beisatz: Die Sicherungspflicht findet ihre Grenze in der Zumutbarkeit (vgl 2 Ob 48/77). (T8)
  • 8 Ob 22/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 22/79
    Beisatz: Voraussetzung ist das bei gehöriger Sorgfalt mögliche Erkennen einer Gefahrenlage. (T9)
    Veröff: ZVR 1980/94 S 109
  • 2 Ob 5/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 2 Ob 5/79
    Beis wie T9; Veröff: SZ 52/33 = JBl 1979,485
  • 6 Ob 692/79
    Entscheidungstext OGH 30.08.1979 6 Ob 692/79
    Beisatz: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden; dies würde dazu führen, in Wahrheit eine vom Verschulden losgelöste Haftung zu begründen. Beschädigung eines geparkten Autos bei Dacharbeiten. (T10)
  • 2 Ob 133/79
    Entscheidungstext OGH 02.10.1979 2 Ob 133/79
  • 4 Ob 560/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 560/79
    Veröff: JBl 1981,206
  • 6 Ob 539/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 6 Ob 539/80
    Beis wie T3
  • 5 Ob 657/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 657/80
  • 1 Ob 544/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 544/81
    Beis wie T9; Beis wie T10 nur: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden; dies würde dazu führen, in Wahrheit eine vom Verschulden losgelöste Haftung zu begründen. (T11)
  • 2 Ob 218/80
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 2 Ob 218/80
  • 2 Ob 251/80
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 2 Ob 251/80
    Beis wie T5; Beisatz: Unterlassene Absicherung eines von einem Kranwagen der Feuerwehr quer über die Fahrbahn gespannten Stahlseils. (T12)
  • 7 Ob 763/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 763/81
  • 7 Ob 757/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 757/81
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
  • 7 Ob 635/82
    Entscheidungstext OGH 11.11.1982 7 Ob 635/82
  • 8 Ob 283/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 283/82
    Beis wie T3; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Beschädigter Zaun gefährdet Verkehrsteilnehmer. (T13)
  • 3 Ob 679/82
    Entscheidungstext OGH 16.02.1983 3 Ob 679/82
    Beisatz: Wer auf seinem Grundstück einen gefährlichen Zustand geschaffen hat, muss dafür sorgen dass das Grundstück nicht unbefugt, vor allem durch Kinder, betreten werden kann oder sonst für die Beseitigung der Gefahrenlage Sorge tragen. (T14)
  • 7 Ob 725/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 7 Ob 725/82
    Beisatz: Ihre Grenze hat diese Sicherungspflicht in dem dem Sicherungspflichtigen Zumutbaren. (T15)
    Beis wie T5 nur: Maßgebend ist dabei die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen. (T16)
    Beis wie T11
  • 3 Ob 697/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 3 Ob 697/82
    Beisatz: Eine persönliche Haftung besteht auch dann, wenn Pflichten delegiert wurden, eine Sicherungsmaßnahme aber durch längere Zeit nicht ergriffen wurde. (T17)
  • 7 Ob 576/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 576/84
    Beisatz: Hier: Brandverursacher macht den zur Hilfe herbeigeholten Nachbarn nicht auf Kanister mit Benzin aufmerksam, der in der Folge explodiert. (T18)
  • 8 Ob 16/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 16/85
    Beisatz: EvBl 1986/75 S 274 = JBl 1986,520 = ZVR 1986/59 S 149
  • 8 Ob 3/87
    Entscheidungstext OGH 11.06.1987 8 Ob 3/87
    Beisatz: Hier: Durch die Flucht des Rechtsbrechers für den Verfolger geschaffene Gefahrenlage. (T19)
    Veröff: SZ 60/105 = JBl 1987,785 = ZVR 1988/67 S 144
  • 3 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 3 Ob 555/87
    Beis wie T10
  • 4 Ob 547/87
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 547/87
    Veröff: SZ 60/190
  • 8 Ob 664/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 664/87
  • 2 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 93/88
    Beis wie T9
  • 7 Ob 524/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 7 Ob 524/90
    Veröff: JBl 1991,387 = VersR 1991,1163
  • 1 Ob 42/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 42/90
    Beis wie T9; Beis wie T8; Veröff: SZ 64/23 = JBl 1991,647
  • 2 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 11.05.1995 2 Ob 34/95
    Auch; Beisatz: Für die Festlegung der Pflichten müssen die Größe der Gefahr und das Verhältnis zwischen den gefährdeten Interessen und den erforderlichen Abwehrmaßnahmen berücksichtigt werden. (T20)
  • 2 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 2 Ob 5/96
    Beisatz: Dies gilt auch für den, der einen Verkehr eröffnet hat. (T21)
  • 2 Ob 2264/96x
    Entscheidungstext OGH 19.09.1996 2 Ob 2264/96x
    Vgl auch; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Privater Verfolger. (T22)
    Veröff: SZ 69/214
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 9 Ob 69/98g
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 69/98g
    Beis wie T2
  • 7 Ob 343/99p
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 7 Ob 343/99p
  • 6 Ob 240/00p
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 240/00p
  • 8 Ob 164/00a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 164/00a
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Auch; Beis ähnlich wie T11
  • 6 Ob 21/01h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 21/01h
    Auch; Veröff: SZ 74/78
  • 2 Ob 47/01b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 47/01b
    Beis wie T15; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Es bedarf eines besonderen Hinweises um eine Gefährlichkeit eines Ufers eines fließenden Gewässers zu erkennen. (T23)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; Beis wie T9; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Im Einzelfall kommt es auf die Wahrscheinlichkeit der Schädigung an. (T24)
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Baustelle als Gefahrenquelle, wobei die konkret verwirklichte Gefahr nicht von der Baustelle selbst beziehungsweise den darauf verrichteten Arbeiten ausgeht, sondern von dem zum Betrieb der Baustelle erforderlichen Verkehr mit schweren Lkws. (T25)
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; Beis wie T2; Beis ähnlich T8; Beisatz: Die Verkehrssicherungspflicht trifft denjenigen, der die Gefahr erkennen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergreifen kann. (T26)
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T27)
    Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T28)
  • 2 Ob 100/04a
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/04a
    Beis wie T26
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
    Beis wie T26; Beisatz: Wer eine Gefahrenquelle schafft oder bestehen lässt, muss die notwendigen und ihm zumutbaren Vorkehrungen treffen, um eine Schädigung anderer nach Tunlichkeit abzuwenden. (T29)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Beisatz: Voraussetzung für eine Verkehrssicherungspflicht ist eine vom Sicherungspflichtigen geschaffene oder ihm zurechenbare Gefahrenquelle. (T30)
    Beis wie T26
  • 2 Ob 44/08x
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 44/08x
    Beis wie T29; Beisatz: Wer dies unterlässt, handelt rechtswidrig. (T31)
    Veröff: SZ 2008/158
  • 10 Ob 15/08s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 10 Ob 15/08s
    Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Nach diesem Grundsatz hatte der Beklagte als Veranstalter des Krampuslaufs für die im Interesse der Sicherheit von Beteiligten und Zuschauern erforderlichen Vorkehrungen zu sorgen. Schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verneint. (T32)
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Beis wie T11
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
    Beis wie T8; Beis wie T10 nur: Diese Sorgfaltspflicht darf allerdings nicht überspannt werden. (T33)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T25; Beisatz: Hier: Zumutbare Vorkehrungen zur Verhinderung der Beschädigung eines Servitutswegs, welcher der Belastung durch Baufahrzeuge auf Dauer voraussehbar nicht standhalten konnte. (T34)
    Veröff: SZ 2010/67
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    Auch
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Veröff: SZ 2012/134
  • 1 Ob 122/13t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 122/13t
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 1 Ob 97/15v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 97/15v
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T29; Beisatz: Hier: Haftung für sogenannte „Verfolgungsschäden“. (T35)
  • 3 Ob 45/16p
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 45/16p
    Auch
  • 7 Ob 59/16a
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 59/16a
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Sabrieren einer Champagnerflasche. (T36)
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Beisatz: Hier: Inbetriebnahme eines Schidoos. (T37)
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T33
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Beisatz: Hier: Absicherung eines Golfplatzes durch den Betreiber gegen Verletzung von Wanderern. (T38)
  • 7 Ob 78/18y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 78/18y
  • 3 Ob 62/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 62/18s
  • 1 Ob 51/19k
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 51/19k
    Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T29
  • 3 Ob 77/20z
    Entscheidungstext OGH 20.08.2020 3 Ob 77/20z
    Beis wie T24
  • 1 Ob 215/20d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2020 1 Ob 215/20d
    Beis wie T5; Beis wie T9; Beis wie T24; Beis wie T11; Beis wie T33
  • 9 Ob 14/22g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 14/22g
    Beis nur wie T5; Beis nur wie T10; Beis nur wie T11; Beis nur wie T15; Beis nur wie T20; Beis nur wie T24; Beis nur wie T33; Beisatz: Hier: Überspannung der Sorgfaltspflichten zur Reinigung eines Whirlpools aufgrund des konkreten Betriebsmanuals. (T39)
  • 2 Ob 198/22i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 198/22i
    Beisatz: Hier: Eisfalle durch unsachgemäße Schneeräumung. (T40)
  • 3 Ob 218/22p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 15.03.2023 3 Ob 218/22p
    vgl; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht infolge der Überlassung eines Veranstaltungszentrums für eine Ballveranstaltung. (T41)
  • 2 Ob 165/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 165/23p
    vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T10; Beisatz wie T11; Beisatz wie T15; Beisatz wie T20; Beisatz wie T24; Beisatz wie T33
    Beisatz: Durch die bloße Ermöglichung der bestimmungsgemäßen Verwendung eines mit gesetzlich nicht vorgeschriebenen Löschgeräten ausgestatteten LKWs ohne vorherige Einschulung in deren Handhabung wird – zumindest ohne Hinzutreten weiterer (brandgefahrenerhöhender) Umstände – keine (Brand-)Gefahrenquelle für die Allgemeinheit geschaffen, die besondere, vorbeugende Vorkehrungen, insbesondere von Schulungen in Bezug auf die Verwendung von Löschgeräten erfordern würde. (T42)
  • 2 Ob 191/23m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.12.2023 2 Ob 191/23m
    Beisatz: Baustelle als Gefahrenquelle, selbst wenn nur beschränkt durch bestimmten Personenkreis zugänglich. (T43)
    Beisatz: Dies gilt auch gegenüber freiwilligen Helfern bei Bauarbeiten in Eigenregie (so auch schon 5 Ob 116/04a) (T44)
  • 10 Ob 39/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2023 10 Ob 39/23t
    Beisatz: Hier: Vorführung nach § 9 UbG. (T45)

Schlagworte

Ingerenzprinzip

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0022778

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19680829_OGH0002_0010OB00171_6800000_001

Rechtssatz für 2Ob187/75; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022946

Geschäftszahl

2Ob187/75; 8Ob219/75; 2Ob163/75; 7Ob519/78; 7Ob650/78; 4Ob91/78; 1Ob658/83; 7Ob602/85; 5Ob578/87; 3Ob513/87; 1Ob44/89; 1Ob25/91; 3Ob87/93; 3Ob501/94; 2Ob64/98w; 2Ob172/99d; 2Ob18/98f; 3Ob190/99h; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 2Ob56/12t; 1Ob103/14z; 1Ob97/15v; 1Ob186/16h; 3Ob91/17d; 9Ob69/17p; 7Ob78/18y; 1Ob51/19k; 1Ob215/20d; 1Ob158/21y; 9Ob4/22m; 10Ob39/23t

Entscheidungsdatum

19.12.2023

Norm

ABGB §1295 Ia9
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Zur Frage rechtswidrigen Handelns. - Die Gefährdung absolut geschützter Rechte ist grundsätzlich verboten.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 187/75
    Entscheidungstext OGH 18.09.1975 2 Ob 187/75
    Veröff: ZVR 1976/229 S 243
  • 8 Ob 219/75
    Entscheidungstext OGH 05.11.1975 8 Ob 219/75
    Vgl; Beisatz: Bei Verletzung fremder absolut geschützter Rechte ist das Rechtswidrigkeitsurteil nur auf Grund umfassender Interessenabwägung zu finden. (T1)
  • 2 Ob 163/75
    Entscheidungstext OGH 23.10.1975 2 Ob 163/75
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 48/109 = ZVR 1976/318 S 335
  • 7 Ob 519/78
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 519/78
  • 7 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 650/78
    Beis wie T1; Beisatz: Rechte auf körperliche Unversehrtheit. (T2)
  • 4 Ob 91/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 91/78
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Persönlichkeitsrecht (T3) Veröff: SZ 51/146 = Arb 9742 = ZAS 1979,176 (hiezu mit Anmerkung von Marhold) = DRdA 1979,394 (hiezu mit Anmerkung von Reischauer)
  • 1 Ob 658/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
    Vgl aber; Beisatz: Es ist heute aber allgemein anerkannt, daß aus einer Beeinträchtigung eines absoluten Rechtes allein noch nicht zwingend auf die Rechtswidrigkeit der Handlung geschlossen werden kann. (T4) Veröff: SZ 56/124 = ÖBl 1984,18 = EvBl 1984/60 S 241 = JBl 1984,492 = GRURInt 1985,340
  • 7 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 30.07.1985 7 Ob 602/85
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 5 Ob 578/87
    Entscheidungstext OGH 22.09.1987 5 Ob 578/87
    Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 60/176
  • 3 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 513/87
    Auch
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    nur: Zur Frage rechtswidrigen Handelns. (T5); Beis wie T1 nur: Das Rechtswidrigkeitsurteil nur auf Grund umfassender Interessenabwägung zu finden. (T6) Veröff: SZ 63/166
  • 1 Ob 25/91
    Entscheidungstext OGH 30.10.1991 1 Ob 25/91
    Vgl; nur T5; Beis wie T6; Veröff: JBl 1992,253
  • 3 Ob 87/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 3 Ob 87/93
    Auch; nur T5; Beis wie T1; Veröff: SZ 66/141
  • 3 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 501/94
    Vgl; nur T5; Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 67/92
  • 2 Ob 64/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
    Beis wie T2; Beisatz: Es ist zu prüfen, ob gegen eine Verhaltenspflicht verstoßen wurde. (T7)
  • 2 Ob 172/99d
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 172/99d
    Beis wie T2; Beis wie T7
  • 2 Ob 18/98f
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 18/98f
    Beis wie T2; Beis wie T7; Beisatz: Eine Handlungspflicht kann sich für den Gehilfen aus den ihm erteilten Auftrag ergeben. (T8)
  • 3 Ob 190/99h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 190/99h
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
  • 2 Ob 56/12t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 56/12t
    nur: Die Gefährdung absolut geschützter Rechte ist grundsätzlich verboten. (T9)
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 1 Ob 97/15v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 97/15v
    nur T9; Beisatz: Daraus werden Sorgfalts‑ und Verkehrssicherungspflichten abgeleitet (so schon 7 Ob 24/02h mwN). (T10)
  • 1 Ob 186/16h
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 186/16h
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
  • 7 Ob 78/18y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 78/18y
    Beis wie T10
  • 1 Ob 51/19k
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 51/19k
    Beis wie T2; Beis wie T10
  • 1 Ob 215/20d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2020 1 Ob 215/20d
    Beis wie T10 nur: Daraus werden Sorgfaltspflichten abgeleitet. (T11)
  • 1 Ob 158/21y
    Entscheidungstext OGH 07.09.2021 1 Ob 158/21y
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Verletzung eines Polizisten bei der Verfolgung einer einer gerichtlich strafbaren Handlung verdächtigen Person. (T12)
  • 9 Ob 4/22m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2022 9 Ob 4/22m
    Beis wie T10; Beisatz: Hier: Bergtour. (T13)
  • 10 Ob 39/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2023 10 Ob 39/23t
    Beisatz wie T10
    Beisatz: Hier: Vorführung nach § 9 UbG. (T14)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022946

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19750918_OGH0002_0020OB00187_7500000_001

Rechtssatz für 2Ob599/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0023719

Geschäftszahl

2Ob599/92; 1Ob93/00h; 10Ob237/02d; 4Ob75/09x; 9ObA52/09a; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 1Ob103/14z; 1Ob97/15v; 3Ob91/17d; 7Ob78/18y; 1Ob51/19k; 6Ob84/21b; 2Ob198/22i; 3Ob218/22p; 10Ob39/23t

Entscheidungsdatum

19.12.2023

Norm

ABGB §1295 IId2
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Verkehrssicherungspflichten treffen nicht nur denjenigen, der eine Gefahrenquelle schafft, sondern auch denjenigen, der eine Gefahrenquelle in seiner Sphäre bestehen lässt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 599/92
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 599/92
    Veröff: EvBl 1994/8 S 50
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    Vgl auch; Beisatz: Den Betreiber eines Campingplatzes treffen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber ihrem Vertragspartner, deren haftungsbegründende Verletzung grundsätzlich auch dadurch geschehen kann, dass eine von einem Dritten geschaffene Gefahrenquelle weiterbestehen gelassen wird. (T1)
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Beisatz: Hier: Friedhof. (T2)
  • 9 ObA 52/09a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 9 ObA 52/09a
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Veröff: SZ 2012/134
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Veröff: SZ 2015/3
  • 1 Ob 97/15v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 97/15v
    Auch; Beisatz: Hier: Haftung für sogenannte „Verfolgungsschäden“. (T3)
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
  • 7 Ob 78/18y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 78/18y
  • 1 Ob 51/19k
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 51/19k
  • 6 Ob 84/21b
    Entscheidungstext OGH 06.08.2021 6 Ob 84/21b
  • 2 Ob 198/22i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 198/22i
    Beisatz: Hier: Eisfalle durch unsachgemäße Schneeräumung. (T4)
  • 3 Ob 218/22p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 15.03.2023 3 Ob 218/22p
    vgl; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht infolge der Überlassung eines Veranstaltungszentrums für eine Ballveranstaltung. (T5)
  • 10 Ob 39/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2023 10 Ob 39/23t
    vgl; Beisatz: Hier: Vorführung nach § 9 UbG. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0023719

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19930415_OGH0002_0020OB00599_9200000_001

Rechtssatz für 1Ob39/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082949

Geschäftszahl

1Ob39/95; 1Ob560/95; 5Ob160/97h; 8ObA224/97t; 3Ob1003/96; 1Ob319/98p; 4Ob207/00w; 1Ob80/00x; 6Ob310/00g; 1Ob126/02i; 1Ob216/02z; 4Bkd2/03; 1Ob110/05s; Bkv8/05; 9ObA131/05p; 4Ob11/07g; 1Ob90/07b; 7Ob256/08k; 17Ob29/09b; 17Ob26/09m; 1Ob128/10w; 3Ob111/10k; 4Ob154/10s; 8Ob56/11k; 3Ob107/11y; 4Ob68/11w; 9ObA146/11b; 10ObS159/12y; 9ObA124/13w; 16Ok14/13; 9ObA49/14t; 9ObA126/14s; 8ObS13/14s; 1Ob103/14z; 8ObA28/15y; 9ObA11/15f; 9ObA10/15h; 4Ob36/16x; 9ObA117/15v; 4Ob169/16f; 8Ob122/17z; 4Ob15/18m; 3Ob1/18w; 4Ob212/18g; 2Ob123/19f; 6Ob45/20s; 10ObS108/20k; 6Ob35/21x; 8ObA32/21w; 6Ob203/21b; 1Ob241/21d; 4Ob199/22a; 6Ob141/22m; 1Ob82/23z; 4Ob99/23x

Entscheidungsdatum

25.01.2024

Norm

AEUV Art267
EWGV Art177 Abs1
EGV Maastricht Art177 Abs1
EG Amsterdam Art234

Rechtssatz

Nur dann, wenn eine Frage der Auslegung des EGV (hier - Frage nach der Reichweite des Artikel 177, EWGV) bereits Gegenstand einer Vorabentscheidung des EuGH war oder die richtige Anwendung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass die Beantwortung der Frage gar nicht zweifelhaft sein kann, ist das nationale Gericht seiner Vorlagepflicht enthoben.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 39/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 39/95
  • 1 Ob 560/95
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 560/95
  • 5 Ob 160/97h
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 5 Ob 160/97h
  • 8 ObA 224/97t
    Entscheidungstext OGH 30.04.1998 8 ObA 224/97t
    Vgl; Beisatz: Hier: Art und Ausmaß der Anrechnung von in einem Mitgliedstaat erbrachten Vordienstzeiten eines Vertragslehrers. (T1)
  • 3 Ob 1003/96
    Entscheidungstext OGH 15.04.1998 3 Ob 1003/96
  • 1 Ob 319/98p
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 319/98p
  • 4 Ob 207/00w
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 207/00w
    Auch; nur: Wenn die richtige Anwendung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass die Beantwortung der Frage gar nicht zweifelhaft sein kann, ist das nationale Gericht seiner Vorlagepflicht enthoben. (T2)
  • 1 Ob 80/00x
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 80/00x
    Veröff: SZ 74/15
  • 6 Ob 310/00g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 310/00g
    Vgl auch; Beisatz: Bei klaren Regelungen oder einer eindeutigen Rechtsprechung des EuGH erübrigt sich schon im Sinne des "acte clair"-Theorie eine Anrufung des EuGH. (T3)
  • 1 Ob 126/02i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 1 Ob 126/02i
    Beis wie T3
  • 1 Ob 216/02z
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 216/02z
    Beisatz: Die Vorlage zur Lösung einer gemeinschaftsrechtlichen Frage hat nur zu unterbleiben, wenn die aufgeworfene Frage nicht entscheidungswesentlich ist, die betroffene Bestimmung des Gemeinschaftsrechts bereits Gegenstand einer Auslegung durch den Gerichtshof war oder die richtige Auslegung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt. (T4)
    Beis wie T3
    Veröff: SZ 2002/157
  • 4 Bkd 2/03
    Entscheidungstext OGH 03.11.2003 4 Bkd 2/03
    nur T2
  • 1 Ob 110/05s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 1 Ob 110/05s
    nur T2; Beisatz: Trotz Fehlens einer Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. (T5)
    Beisatz: Hier: Zur Auslegung des Art 6 der Fernabsatz-RL. (T6)
    Veröff: SZ 2005/137
  • Bkv 8/05
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 Bkv 8/05
    Auch; Beis wie T4 nur: Die Vorlage zur Lösung einer gemeinschaftsrechtlichen Frage hat zu unterbleiben, wenn die aufgeworfene Frage nicht entscheidungswesentlich ist oder die richtige Auslegung des Gemeinschaftsrechts derart offenkundig ist, dass für einen vernünftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt. (T7)
  • 9 ObA 131/05p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 ObA 131/05p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
    Veröff: SZ 2006/158
  • 4 Ob 11/07g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 11/07g
    Auch; Beisatz: Hier keine Vorlage zu Art 7 Datenbank-RL wegen klarer Rechtsprechung des EuGH. (T8)
    Veröff: SZ 2007/95
  • 1 Ob 90/07b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 90/07b
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2007/160
  • 7 Ob 256/08k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 256/08k
    Auch; Beisatz: Hier: acte clair. (T9)
  • 17 Ob 29/09b
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 29/09b
    Auch
  • 17 Ob 26/09m
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 26/09m
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Richtlinie 93/83/EWG des Rates vom 27. 9. 1993 zur Koordinierung bestimmter urheber- und leistungsschutzrechtlicher Vorschriften betreffend Satellitenrundfunk und Kabelweiterverbreitung („Satellitenrichtlinie"). (T10)
  • 1 Ob 128/10w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 128/10w
    nur T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 111/10k
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 111/10k
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
    Veröff: SZ 2010/126
  • 4 Ob 154/10s
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 154/10s
    Vgl auch
  • 8 Ob 56/11k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 56/11k
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 107/11y
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 107/11y
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Vorlage, weil § 29 ZaDiG im hier interessierenden Zusammenhang genauso ausgestaltet ist wie Art 44 ZahlungsdiensteRL. (T11)
    Veröff: SZ 2011/85
  • 4 Ob 68/11w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 68/11w
    Vgl auch; Beisatz: Erstreckt der nationale Gesetzgeber eine gemeinschaftsrechtliche Regelung auf davon nicht erfasste Sachverhalte, ist die Vorlage an den EuGH zulässig. (T12)
    Bem: Offenlassend, ob diesfalls eine Vorlagepflicht besteht. (T13)
    Beisatz: Wird ein europäischer Rechtsakt bloß als Argument im Rahmen systematischer Auslegung einer nationalen Vorschrift herangezogen, besteht keine Vorlagepflicht. (T14)
  • 9 ObA 146/11b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2012 9 ObA 146/11b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 10 ObS 159/12y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 159/12y
    Vgl; nur T2
  • 9 ObA 124/13w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 9 ObA 124/13w
    Auch; Veröff: SZ 2013/130

  • 16 Ok 14/13
    Entscheidungstext OGH 27.01.2014 16 Ok 14/13
    Vgl auch; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Kartellgerichtliches Verfahren. (T15)
  • 9 ObA 49/14t
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 ObA 49/14t
    Vgl auch
  • 9 ObA 126/14s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 126/14s
    Auch
  • 8 ObS 13/14s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 ObS 13/14s
    Auch; ähnlich nur T2
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Beisatz: Da der vorliegende Fall keine Zweifel im Zusammenhang mit Fragen aus dem Unionsrecht aufkommen lässt, erübrigt sich ein Verfahren gemäß Art 267 AEUV. (T16); Veröff: SZ 2015/3
  • 8 ObA 28/15y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 28/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/42
  • 9 ObA 11/15f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 11/15f
    Auch
  • 9 ObA 10/15h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 10/15h
    Auch
  • 4 Ob 36/16x
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 36/16x
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Zweifel zur Auslegung und Bedeutung der unionsrechtlichen Grundlagen des § 12 Abs 1 UrhG. (T17)
  • 9 ObA 117/15v
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 117/15v
    Auch
  • 4 Ob 169/16f
    Entscheidungstext OGH 26.09.2016 4 Ob 169/16f
    Auch
  • 8 Ob 122/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 122/17z
    Auch; Beisatz: Ist das Ergebnis unzweifelhaft, ist im Sinn der „acte clair“-Theorie eine Anrufung des EuGH entbehrlich. (T18)
    Veröff: SZ 2017/140
  • 4 Ob 15/18m
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 15/18m
    Auch
  • 3 Ob 1/18w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 1/18w
    Auch
  • 4 Ob 212/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 4 Ob 212/18g
    Auch
  • 2 Ob 123/19f
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 123/19f
    Beisatz: Hier: Deutsches wechselbezügliches Testament ist nach Eintritt der Bindung „Erbvertrag“ iSd Art 3 Abs 1 lit b EuErbVO. Anrufung des EuGH entbehrlich. (T19)
  • 6 Ob 45/20s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 6 Ob 45/20s
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T18
  • 10 ObS 108/20k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2020 10 ObS 108/20k
    Vgl, Beisatz: Hier: Art 28 VO (EG) 883/2004. (T20)
  • 6 Ob 35/21x
    Entscheidungstext OGH 15.04.2021 6 Ob 35/21x
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T18
  • 8 ObA 32/21w
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 8 ObA 32/21w
    Vgl; Beisatz: Hier: Diskriminierung von Teilzeitarbeit nach der RL 97/81/EG. (T21)
  • 6 Ob 203/21b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2021 6 Ob 203/21b
    Vgl; Beisatz: Hier: Notifizierungsbedürftige technische Vorschriften im Sinne der Richtlinie 98/34/EG. (T22)
  • 1 Ob 241/21d
    Entscheidungstext OGH 06.10.2022 1 Ob 241/21d
    Beis wie T5; Beis wie T18
  • 4 Ob 199/22a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2023 4 Ob 199/22a
    vgl; Beisatz wie T3
    Beisatz: Hier: Auslegung des Art 11 PH-RL. (T23)
  • 6 Ob 141/22m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2023 6 Ob 141/22m
    vgl; Beisatz wie T4; Beisatz wie T7
  • 1 Ob 82/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 1 Ob 82/23z
    vgl; Beisatz: Hier: Haftung nach AHG für Verstöße gegen die "Arbeitszeitrichtlinie" 2003/88/EG. (T24)
  • 4 Ob 99/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.01.2024 4 Ob 99/23x
    nur T2; Beisatz wie T3; Beisatz wie T7
    Beisatz: Hier: Zum Verhältnis der Verordnung (EU) 2015/2120 (TSM-VO) zur UGB-RL
    (Hinweis: 4 Ob 80/23b) (T25)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0082949

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19950829_OGH0002_0010OB00039_9500000_002

Rechtssatz für 8Ob131/73; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008775

Geschäftszahl

8Ob131/73; 2Ob231/74 (2Ob232/74); 8Ob4/75; 7Ob632/76; 8Ob133/78; 8Ob220/78; 8Ob242/78; 1Ob35/80; 8Ob76/81; 1Ob571/82; 2Ob10/83; 8Ob135/83; 8Ob192/83; 8Ob212/83 (8Ob213/83); 1Ob22/84; 1Ob5/86; 2Ob53/86; 8Ob76/86; 8Ob74/86; 2Ob14/87; 2Ob29/87; 8Ob71/87; 2Ob141/89; 1Ob44/89; 2Ob11/91; 1Ob22/92; 2Ob46/94; 2Ob75/94; 4Ob2079/96f; 2Ob2028/96s; 2Ob90/95; 1Ob214/98x; 2Ob143/99i; 2Ob246/99m; 2Ob351/99b; 1Ob257/00a; 4Ob236/02p; 2Ob17/03v; 3Ob70/03w; 6Ob39/06p; 7Ob258/05z; 2Ob279/05a; 2Ob39/06h; 2Ob183/06k; 2Ob7/07d; 2Ob174/06m; 2Ob278/06f; 2Ob86/08y; 2Ob219/08g; 2Ob64/09i; 4Ob93/09v; 1Ob34/10x; 2Ob112/10z; 2Ob140/11v; 6Ob118/12i; 3Ob102/14t; 1Ob103/14z; 6Ob142/16z; 6Ob118/18y; 9Ob64/18d; 2Ob185/17w; 2Ob30/20f; 6Ob216/21i; 2Ob218/22f; 10Ob2/23a; 2Ob61/23v; 10Ob17/23g; 5Ob171/22s; 5Ob113/23p; 6Ob155/22w; 1Ob214/22k; 8Ob90/22a; 6Ob158/22m; 6Ob84/23f; 6Ob16/23f; 5Ob159/23b; 9Ob53/23v; 4Ob202/23v; 4Ob229/23i

Entscheidungsdatum

19.03.2024

Rechtssatz

Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. Für den Schutzzweck der übertretenen Norm ist das innere Vorhaben der die Aufstellung eines Verkehrszeichens anordnenden Behörde unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 131/73
    Entscheidungstext OGH 11.09.1973 8 Ob 131/73
    Veröff: ZVR 1974/265 S 376
  • 2 Ob 231/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 2 Ob 231/74
  • 8 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1975 8 Ob 4/75
    Veröff: ZVR 1976/64 S 74
  • 7 Ob 632/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 632/76
    Veröff: SZ 49/102 = EvBl 1977/28 S 74 = JBl 1977,205
  • 8 Ob 133/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 133/78
    nur: Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. (T1) Veröff: ZVR 1979/283 S 340
  • 8 Ob 220/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 220/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1979/254 S 306
  • 8 Ob 242/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 8 Ob 242/78
    nur T1; Veröff: SZ 52/20 = ZVR 1980/45 S 49
  • 1 Ob 35/80
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 15.07.1981 1 Ob 35/80
    nur T1; Veröff: SZ 54/108 = EUGRZ 1981,573 = JBl 1982,259
  • 8 Ob 76/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 76/81
    nur T1; Veröff: ZVR 1983/35 S 46
  • 1 Ob 571/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 571/82
    nur T1
  • 2 Ob 10/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 2 Ob 10/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1984/214 S 222
  • 8 Ob 135/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 135/83
    nur T1
  • 8 Ob 192/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 192/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1985/340 S 370
  • 8 Ob 212/83
    Entscheidungstext OGH 01.03.1984 8 Ob 212/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1985/9 S 17
  • 1 Ob 22/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 22/84
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 57/149 = EvBl 1985/21 S 81
  • 1 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 5/86
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 53/86
    Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 53/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/44 S 109
  • 8 Ob 76/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 76/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/44 S 109
  • 8 Ob 74/86
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 74/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/29 S 83 = ZVR 1988/41 S 106
  • 2 Ob 14/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 14/87
    nur T1
  • 2 Ob 29/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 2 Ob 29/87
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/94 S 216
  • 8 Ob 71/87
    Entscheidungstext OGH 05.11.1987 8 Ob 71/87
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/85 S 206
  • 2 Ob 141/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 141/89
    nur T1; Veröff: ZVR 1990/119 S 310
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    nur T1; Veröff: SZ 63/166
  • 2 Ob 11/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 2 Ob 11/91
    nur T1; Veröff: ZVR 1991/130 S 337
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/77
  • 2 Ob 46/94
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 2 Ob 46/94
    nur T1
  • 2 Ob 75/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 75/94
    nur T1; Beisatz: Dabei genügt es, dass die Verhinderung des Schadens bloß mitbezweckt ist. (T2) Veröff: SZ 67/198
  • 4 Ob 2079/96f
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2079/96f
    Auch; Beisatz: Hier: Die auf einer Baustelle aus der Explosion einer Handgranate entstandenen Schäden sind vom Schutzzweck des § 54 Abs 3 OÖ Bauordnung nicht umfasst. (T3)
  • 2 Ob 2028/96s
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 2 Ob 2028/96s
    Beis wie T2; Beisatz: Die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T4)
  • 2 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 90/95
    nur T1
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    nur: Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. (T5); Beisatz: Dazu ist der Normzweck zu erfragen, der sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift ergibt. (T6); Veröff: SZ 72/4
  • 2 Ob 143/99i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 143/99i
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 246/99m
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 246/99m
    Vgl auch
  • 2 Ob 351/99b
    Entscheidungstext OGH 10.12.1999 2 Ob 351/99b
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 lit a StVO. (T7)
  • 1 Ob 257/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 257/00a
    Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus versehen mit der Kennzeichnung T8 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - Dezember 2018 (T8); Beisatz: Hier: Bestimmungen des AMSG 1994: Aufgabe des AMS (Arbeitsmarktservice) ist die Verhütung und Beseitigung der Arbeitslosigkeit unter Wahrung sozialer und ökonomischer Grundsätze im Sinne einer aktiven Arbeitsmarktpolitik. (T9)
  • 4 Ob 236/02p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 236/02p
    nur T1
  • 2 Ob 17/03v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 17/03v
    nur T1; Beisatz: Hier: § 16 Abs 1 lit b StVO. (T10)
  • 3 Ob 70/03w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 70/03w
    nur T8; Veröff: SZ 2003/154
  • 6 Ob 39/06p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 39/06p
    Beisatz: Die Prüfung der Sacheinlage dient nur den Interessen der Gesellschaft, deren Gläubiger und allenfalls Dritter, nicht aber auch derjenigen des Einbringers. Aus diesem Grund kommt auch eine Haftung des Sacheinlageprüfers gegenüber dem Sacheinleger nicht in Betracht. (T11); Beisatz: Hier: § 150 Abs 3 AktG, § 275 HGB. (T12); Veröff: SZ 2006/35
  • 7 Ob 258/05z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 258/05z
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 279/05a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 279/05a
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 39/06h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 39/06h
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 lit a StVO. (T13)
  • 2 Ob 183/06k
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 183/06k
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 7/07d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 7/07d
    Auch
  • 2 Ob 174/06m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 174/06m
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 278/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 278/06f
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 86/08y
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 86/08y
    Vgl; nur T5
  • 2 Ob 219/08g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 219/08g
    nur T1
  • 2 Ob 64/09i
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 64/09i
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 4 Ob 93/09v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 93/09v
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 34/10x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 34/10x
    nur: Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. (T14); Beisatz: Hier: Schutzzweck des nöGVG 2007. (T15)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 140/11v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 140/11v
    nur T1
  • 6 Ob 118/12i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 118/12i
    Auch; Beisatz: Hier: Die Bestimmung des § 3 GSpG 1989 verfolgt den Schutz der (Vermögens-)Interessen der einzelnen Spieler jedenfalls dann zumindest mit, wenn die Ausspielung mittels Spielautomaten mangels Erfüllung der kumulativen Voraussetzungen der Z 1 und 2 des § 4 Abs 2 GSpG 1989 in das Glücksspielmonopol eingriffe. (T16)
  • 3 Ob 102/14t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
    Auch; Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus versehen mit der Kennzeichnung T17 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - Dezember 2018 (T17)
    Beisatz: Hier die Abrechnungsverpflichtung des Hausverwalters nach § 20 Abs 3 bzw § 31 Abs 3 WEG 2002. (T18);
    Veröff: SZ 2014/97
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    nur T1; Veröff: SZ 2015/3
  • 6 Ob 142/16z
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 142/16z
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 118/18y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 118/18y
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 9 Ob 64/18d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 Ob 64/18d
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 185/17w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 185/17w
    nur T14; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: § 30 Abs 2 Salzburger Landessicherheitsgesetz (S.LSG). (T19)
  • 2 Ob 30/20f
    Entscheidungstext OGH 28.01.2021 2 Ob 30/20f
    Vgl; Beis wie T4
  • 6 Ob 216/21i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 216/21i
    Vgl; nur T1; Beis wie T2; nur T14; Beisatz: Hier: Dass die Zerstörung von Gebäuden oder Betriebsmitteln Umsatz- und Gewinneinbußen im Betrieb von Unternehmen nach sich ziehen kann, ist eine bloße Reflexwirkung von Personen- oder Sachschäden im Vermögen des Unternehmensträgers, die zu verhindern nicht die Zielsetzung von Brandschutznormen in Baugesetzen oder der gegenständlichen bautechnischen Auflage ist. (T20)
  • 2 Ob 218/22f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2022 2 Ob 218/22f
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 10 Ob 2/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 10 Ob 2/23a
    vgl; Beisatz: Hier: Art 5 Abs 2 VO 715/2007/EG bezweckt auch den Schutz des Vertrauens eines Käufers auf die Richtigkeit der vom Hersteller ausgestellten Übereinstimmungsbescheinigung. Ein Schaden, der darin besteht, dass die Nutzungsmöglichkeit des Fahrzeugs eingeschränkt ist und sich das Vermögen des Erwerbers mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs infolge unrichtiger Übereinstimmungsbescheinigung nicht entsprechend den objektiv berechtigten Verkehrserwartungen oder einem von diesen Verkehrserwartungen abweichenden Willen des Erwerbers zusammensetzt, steht im Rechtswidrigkeitszusammenhang. (T21)
  • 2 Ob 61/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.04.2023 2 Ob 61/23v
    vgl; Beisatz wie T2
    Beisatz wie T4: Hier: § 76a Abs 1 StVO. Unfallstelle konnte nur aufgrund des unzulässigen Befahrens der Fußgängerzone erreicht werden. (T22)
  • 10 Ob 17/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 10 Ob 17/23g
    Beisatz: Der Schutzzweck der Art 18 Abs 1, Art 26 Abs 1, Art 46 RL 2007/46 in Verbindung mit Art 5 Abs 2 der VO 715/2007/EG umfasst nicht solche als nachteilig empfundenen Eigenschaften einer unzulässigen Abschalteinrichtung, die die Gültigkeit der EG-Typengenehmigung oder der Übereinstimmungsbescheinigung nicht in Frage stellen und keine Unsicherheit hinsichtlich der Möglichkeit der Fahrzeugnutzung mit sich bringen. (T23)
  • 5 Ob 171/22s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 5 Ob 171/22s
    nur T1; Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
  • 5 Ob 113/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.08.2023 5 Ob 113/23p
    vgl; nur T1
  • 6 Ob 155/22w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.08.2023 6 Ob 155/22w
    Beisatz wie T9: Hier: Audi mit Dieselmotor EA897evo (T24)
  • 1 Ob 214/22k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2023 1 Ob 214/22k
    Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
    Beisatz: Hier: § 25 OÖ LuftREnTG. (T25)
    Anm: Vgl RS0134537.
  • 8 Ob 90/22a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 8 Ob 90/22a
    Beisatz wie T23
  • 6 Ob 158/22m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 6 Ob 158/22m
    Beisatz wie T21; Beisatz wie T23
  • 6 Ob 84/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 6 Ob 84/23f
    vgl; Beisatz wie T21
  • 6 Ob 16/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2023 6 Ob 16/23f
    vgl; Beisatz: Eine deliktische Haftung aus einer Schutzgesetzverletzung wegen des Vorhandenseins einer unzulässigen Abschalteinrichtung (siehe oben T21) trifft (nur) den Fahrzeughersteller, der Inhaber der EG-Typengenehmigung ist und die Übereinstimmungsbescheinigung ausgestellt hat. (T26)
    Anm: siehe auch 6 Ob 161/22b und 3 Ob 40/23p
  • 5 Ob 159/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.11.2023 5 Ob 159/23b
    vgl; Beisatz wie T21: Hier: Gebrauchtwagenkauf (T27)
  • 9 Ob 53/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.11.2023 9 Ob 53/23v
    Beisatz wie T21: Hier: VW Touran mit Motor EA288 (T28)
  • 4 Ob 202/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.01.2024 4 Ob 202/23v
    Beisatz wie T21
  • 4 Ob 229/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2024 4 Ob 229/23i
    Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0008775

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.04.2024

Dokumentnummer

JJR_19730911_OGH0002_0080OB00131_7300000_001

Entscheidungstext 1Ob103/14z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

PHI 2015,79 = VbR 2015/59 S 90 - VbR 2015,90 = Zak 2015/207 S 117 - Zak 2015,117 = HAVE/REAS 2015,161 (Huber) = ecolex 2015/176 S 463 - ecolex 2015,463 = Jus-Extra OGH-Z 5788 = EvBl 2015/105 S 750 (Grau) - EvBl 2015,750 (Grau) = RdW 2015/428 S 479 - RdW 2015,479 = ZTR 2015,276 = RdU‑U&T 2016/8 S 40 (Wagner) - RdU‑U&T 2016,40 (Wagner) = ZVR 2016/44 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2016,75 (Danzl, tabellarische Übersicht) = SZ 2015/3 - Elektrofahrrad = MietSlg 67.182

Geschäftszahl

1Ob103/14z

Entscheidungsdatum

22.01.2015

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Mag. Wurzer, Mag. Dr. Wurdinger und die Hofrätin Dr. Hofer-Zeni-Rennhofer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei K*****versicherung *****, vertreten durch die Dr. Bernhard Hundegger Rechtsanwalt GmbH, Villach, gegen die beklagte Partei M***** B*****, vertreten durch Dr. Wolf Günter Auer, Rechtsanwalt in Klagenfurt am Wörthersee, wegen 14.000 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 25. März 2014, GZ 7 R 60/13t-22, mit dem das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt vom 19. September 2013, GZ 22 Cg 126/12i-17, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 908,64 EUR (darin enthalten 151,44 EUR USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

F***** H***** (im Folgenden: Käufer) erwarb am 28. 4. 2010 im Einzelunternehmen des Beklagten ein Elektrofahrrad des Herstellers *****, Type Easy ***** Electric 26'' 7-G (im Folgenden: E-Bike), samt Akku *****, 36 römisch fünf, 6,6 Ah und dazugehörigem Ladegerät, wobei der Verkauf durch den Vater des Beklagten erfolgte. Dem Käufer wurde dazu eine Rechnung ausgestellt, auf der sein Name und seine Anschrift ersichtlich sind. Ein Durchschlag dieser Rechnung verblieb im Unternehmen des Beklagten und war dort verfügbar. Darüber hinaus wurden die Daten des Käufers auf der Garantie- und Servicekarte vermerkt, die von diesem aber mitgenommen wurde. Ausgenommen auf der Rechnung wurden zu diesem Zeitpunkt die persönlichen Daten von Kunden im Unternehmen des Beklagten nicht archiviert. Mittlerweile werden Kunden, die Elektrofahrräder erwerben, vermerkt.

Bereits vor Erwerb des E-Bikes war der Käufer dem Vater des Beklagten namentlich bekannt, weil er bis in das Jahr 2009 regelmäßig, ca alle 14 Tage, im Geschäft des Beklagten beruflich zu tun hatte. In diesem Zusammenhang hinterlegte der Käufer auch seine private Telefonnummer im Geschäft des Beklagten.

Anfang Juni 2011 ließ der Käufer im Unternehmen des Beklagten ein Service am E-Bike durchführen. Im Zuge dieses Services wurde der Akku nicht durch einen neuen ersetzt.

Im Juli 2011 erhielt der Beklagte ein Schreiben des Generalimporteurs betreffend eine Rückrufaktion von Akku und Ladegerät mit folgendem Inhalt:

Diese Rückrufaktion betrifft den Akku mit 6,6 Ah (7,8 Ah, 11 Ah und 13 Ah sind nicht betroffen) sowie das dazugehörige Ladegerät der Bike-Modelle ***** City ***** und ***** Easy *****. Bei den 6,6 Ah Akkus dieser beiden Modelle treten teilweise Qualitätsprobleme auf. Der Akku kann beim Laden nach einer Tiefentladung (zB mehrmonatiges Lagern ohne Aufladung) Feuer fangen. Der Verkauf dieses Produktes wurde gestoppt. Sollten Sie ein ***** Electric-Bike der beiden obengenannten Modelle besitzen, bitten wir Sie, das Rad nur noch ohne Akku zu verwenden. Nehmen sie bei Aufleuchten der rot blinkenden Leuchtdiode im Lademodus keine Aufladung des Akkus mehr vor (Feuergefahr)! Sollten Sie ein E-Bike-Modell ***** City ***** oder ***** Easy ***** besitzen, bringen Sie bitten den Akku und das Ladegerät zu jenem Fachhändler, wo Sie das E-Bike gekauft haben. Die Akkus werden schnellstmöglich überprüft. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Fachhändler. Wir entschuldigen uns für etwaige bei Ihnen entstandene Unannehmlichkeiten!

Der Beklagte las dieses Schreiben und positionierte es als Aushang in seiner Geschäftsauslage links und rechts des Eingangs. Mit dem Käufer des E-Bikes nahm er nach Kenntnis der Rückrufaktion keinen Kontakt auf. Er nahm an, dass im Zuge des Services Anfang Juni 2011 der Akku und das Ladegerät getauscht worden seien, sodass sich nunmehr ein 7,8-Ah-Akku im Fahrrad befinde.

Der Käufer lagerte das Fahrrad in seinem Kellerabteil, in dem sich unter anderem Benzin für den Rasenmäher, eine kleine Gasflasche und eine mittels Gas betriebene Lötlampe befanden. Am 28. 12. 2011 schloss er das Ladegerät an den Akku seines E-Bikes an, wodurch es zu einem Brand kam, durch den ein beträchtlicher Schaden am Kellerabteil des Käufers und den daran angrenzenden Kellerabteilen entstand. Unter anderem wurden Gegenstände im Kellerabteil Nr 8 beschädigt, das der Wohnung des Versicherungsnehmers der Klägerin zugeordnet ist. Die Klägerin hat aus diesem Versicherungsfall 14.000 EUR an ihren Versicherungsnehmer geleistet.

Unter Berufung auf Paragraph 67, VersVG begehrte die Klägerin 14.000 EUR sA an Schadenersatz im Wesentlichen mit dem Vorbringen, der beim Verkauf des E-Bikes mitgelieferte Akku sei weder im Zuge des Jahresservices 2011 noch davor oder danach vom Beklagten getauscht worden, obwohl vom Hersteller des Akkus und Ladegeräts eine Rückrufaktion gestartet worden sei und der Beklagte, dem der Käufer namentlich bekannt gewesen sei, davon Kenntnis gehabt habe. Die Rückrufaktion sei deshalb erfolgt, weil Qualitätsprobleme dahin aufgetreten seien, dass beim Laden die Gefahr eines Brandes bestanden habe. Der Beklagte habe daher gegen ihn treffende Verkehrssicherungspflichten verstoßen. Darüber hinaus liege ein Verstoß gegen das Produktsicherheitsgesetz (PSG 2004) vor, das als Schutzgesetz iSd Paragraph 1311, ABGB zu werten sei, sowie gegen vertragliche Schutzpflichten zugunsten Dritter.

Der Beklagte wendete ein, dass das am Brandort aufgefundene Ladegerät nicht vom Rückruf betroffen gewesen sei. Im Zuge des Jahresservices 2011, also noch vor der Rückrufaktion, sei der Akku mit dem Ladegerät ausgetauscht worden, wobei Grund des Austausches die vom Käufer bemängelte zu geringe Kapazität des ursprünglich mit dem Fahrrad ausgelieferten Akkupacks gewesen sei. Er habe die Fahrräder der Marke ***** vom Generalimporteur bezogen und keinen Auftrag erhalten, die angeführten Akkus zurückzuholen. Die Information der Kunden über den Rückruf sei durch Aushang des entsprechenden Schreibens in seinem Geschäft erfolgt, weswegen er auch nicht gegen seine Pflichten als Händler nach Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 verstoßen habe.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. In rechtlicher Hinsicht vertrat es die Ansicht, die Rückrufpflicht nach Paragraph 7, Absatz 2, PSG richte sich nicht an den Beklagten als Händler, sondern an die Hersteller und Importeure. Aus Paragraph 7, Absatz 3, PSG sei eine Verpflichtung des Beklagten als Händler zur Kontaktaufnahme mit dem Käufer nach Kenntnis der Rückrufaktion nicht abzuleiten. Eine allfällige nicht erfolgte Weitergabe vorhandener Daten an den Hersteller zum Zwecke des Rückrufs sei weder konkret behauptet worden, noch hätten sich dafür entsprechende Hinweise ergeben. Jedenfalls würde es eine Überspannung der Sorgfaltspflichten bedeuten, wollte man von einem Fahrradhändler verlangen, über sämtliche verkaufte Akkus Aufzeichnungen zu führen. Dem Beklagten sei auch nicht zumutbar gewesen, sämtliche Rechnungen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr durchzusehen, um Käufer von entsprechenden Fahrrädern ausfindig zu machen. Auch sei der Beklagte davon ausgegangen, der gegenständliche Akku sei ausgetauscht worden, weswegen die Gefahr eines Brandes für ihn nicht erkennbar gewesen sei. Eine Verpflichtung des Beklagten, den Käufer von sich aus zu kontaktieren, habe nicht bestanden. Damit habe der Beklagte für den Schaden auch nicht nach dem Ingerenzprinzip einzustehen.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin keine Folge. Es verneinte eine Haftung des Beklagten nach dem Produktsicherheitsgesetz, weil die umfassende Verpflichtung, nur sichere Produkte in Verkehr zu bringen (Paragraph 6, PSG 2004), primär Hersteller und Importeure treffe. Gegenüber Händlern seien geringere Anforderungen festgelegt. Diese dürften Produkte, von deren Gefährlichkeit sie wüssten oder bei Erfüllung der üblichen Sorgfaltspflichten wissen müssten, nicht vertreiben. Zwar seien Händler auch zur Mitwirkung an Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Rückruf gefährlicher Produkte insoweit verpflichtet, als sie die Hersteller und Importeure im Falle eines notwendigen Rückrufs von gefährlichen Produkten zu unterstützen hätten, indem sie diesen für weitere Maßnahmen Namen und Adressen jener Kunden bekannt zu geben hätten, an die sie das Produkt verkauft hätten. Dass der Hersteller oder Importeur des gegenständlichen E-Bikes bzw des Akkus sich an den Beklagten zur Erlangung von Kundendaten gewandt hätte, sei von der Klägerin nicht behauptet worden.

Der Klägerin sei zwar zuzugestehen, dass der Irrtum des Beklagten, am E-Bike des Käufers sei bereits ein Akkutausch vorgenommen worden, keinen Ausschluss einer Haftung gegenüber seinem Kunden begründen könne. Selbstverständlich wäre der Beklagte im Rahmen vertraglicher Nebenpflichten verpflichtet gewesen, sich zu vergewissern, ob der gefährliche Akku tatsächlich ausgetauscht worden sei. Für die Klägerin sei daraus aber nichts gewonnen, weil der Kaufvertrag keine Schutz- und Sorgfaltspflichten zugunsten des Versicherungsnehmers der Klägerin entfaltet habe.

Voraussetzung für eine Verkehrssicherungspflicht sei eine vom Sicherungspflichtigen geschaffene oder ihm zurechenbare Gefahrenquelle. Die Verpflichtung zur Beseitigung der Gefahrenquelle und damit zu positivem Tun folge aus der vorhergehenden Verursachung der Gefahrensituation. Mangels Schaffung oder Duldung einer besonderen Gefahrenquelle in seiner Sphäre habe für den Beklagten keine Verpflichtung bestanden, über den Aushang des den Rückruf betreffenden Schreibens hinaus weitere Maßnahmen zu ergreifen. Damit bestehe auch keine deliktische Haftung des Beklagten.

Die Revision erklärte das Berufungsgericht für zulässig, weil - soweit überschaubar - höchstgerichtliche Rechtsprechung zur Auslegung des Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 nicht vorliege.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der Klägerin ist aus diesem Grund zulässig, aber nicht berechtigt.

1. Zu den den Beklagten als Händler nach Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 treffenden Pflichten macht die Klägerin zusammengefasst geltend, diese verlangten bei richtlinienkonformer Interpretation ein aktives Tun des Händlers, und leitet daraus für den vorliegenden Fall ab, dass der Beklagte verpflichtet gewesen wäre, den Käufer des E-Bikes aktiv und rasch von der Rückrufaktion zu verständigen, um die mit deren Grund verbundene erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit abzuwenden.

Mit diesen Ausführungen zielt die Klägerin auf eine - auch zivilrechtlich wirkende - Verpflichtung des Beklagten ab, nicht nur den Hersteller, sondern auch seinen Kunden von der Gefährlichkeit eines Produkts zu warnen. Insoweit sei die Bekanntmachung des Rückrufs durch Aushang im Geschäftslokal des Beklagten nicht ausreichend gewesen.

2.1 Mit dem Produktsicherheitsgesetz (PSG) 2004 wurde die Richtlinie 2001/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. 12. 2001 über die allgemeine Produktsicherheit (PS-RL) umgesetzt. Nach deren viertem Erwägungsgrund soll die Gemeinschaft zur Gewährleistung eines hohen Verbraucherschutzniveaus einen Beitrag zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Verbraucher leisten. Zur Verwirklichung dieses Ziels bedürfe es unter anderem der Festlegung einer allgemeinen Produktsicherheitsanforderung mit Bestimmungen über allgemeine Verpflichtungen der Hersteller und Händler.

2.2 Der zweite Abschnitt des PSG 2004 regelt die Pflichten für „In-Verkehr-Bringer/innen“, die ein wesentliches Instrument darstellen, um die Zielsetzung des Gesetzes zu erreichen. Paragraph 3, Ziffer 7, PSG 2004 zählt die Händler zu den In-Verkehr-Bringern, deren Pflichten in Paragraph 7, Absatz 3 und 4 PSG 2004 geregelt sind. Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 hat folgenden Wortlaut:

„Händler/innen haben mit der gebotenen Umsicht zur Einhaltung der anwendbaren Sicherheitsanforderungen beizutragen, indem sie insbesondere keine Produkte liefern, von denen sie wissen oder auf Grund der ihnen bei zumutbarer Sorgfalt zugänglichen Informationen wissen müssten, dass sie diesen Anforderungen nicht genügen. Im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit haben sie außerdem an der Überwachung der Sicherheit der in Verkehr gebrachten Produkte mitzuwirken, insbesondere durch Weitergabe von Hinweisen auf eine von den Produkten ausgehende Gefährdung, durch Aufbewahren und Bereitstellen der zur Rückverfolgung von Produkten erforderlichen Dokumentation und durch Mitarbeit an Maßnahmen der Hersteller/innen und zuständigen Behörden zur Vermeidung der Gefahren. Sie haben im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit eine wirksame Zusammenarbeit mit anderen In-Verkehr-Bringern/In-Verkehr-Bringerinnen, Verbrauchern/Verbraucherinnen und Behörden zu ermöglichen.“

2.3 Der Beklagte war auf Grund des Schreibens des Generalimporteurs in Kenntnis über die Gefährlichkeit des mit dem Rad ausgelieferten Akkus. Seine grundsätzliche Mitwirkungspflicht an der Rückrufaktion des Generalimporteurs folgte unzweifelhaft aus Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004. Ob sich daraus allerdings auch eine Verpflichtung zur persönlichen Verständigung seines Kunden mit Schutzwirkung für die Allgemeinheit ableiten lässt, wie die Klägerin meint, muss im vorliegenden Fall nicht näher geprüft werden:

2.4 Die Klägerin beruft sich mit ihrer Argumentation auf eine Schutzgesetzverletzung. Schutzgesetze iSd Paragraph 1311, ABGB sind abstrakte Gefährdungsverbote, die dazu bestimmt sind, die Mitglieder eines Personenkreises gegen die Verletzung von Rechtsgütern zu schützen (RIS-Justiz RS0027710). Der Schutzzweck einer Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte (RIS-Justiz RS0008775).

2.5 Das Produktsicherheitsgesetz ergänzt das Produkthaftungsgesetz (PHG) und bildet zusammen mit diesem die nationale Ausformung eines umfassend konzipierten „Europäischen Produktqualitätsrechts“, das für den gesamten Binnenmarkt sicherstellen soll, dass einerseits Schäden durch fehlerhafte bzw unsichere Produkte verhindert würden bzw, wenn sie nicht verhindert werden konnten, auf einen an der Herstellung oder zumindest Distribution Beteiligten abgewälzt werden können (Posch in Schwimann, ABGB³ römisch VII Einleitung PHG Rz 7). Entsprechend den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben vergleiche die Richtlinie 1985/374/EWG des Rates vom 25. 7. 1985 über die Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Haftung für fehlerhafte Produkte idgF) bezweckt das PHG auch den Ersatz von Schäden an vom fehlerhaften Produkt verschiedenen körperlichen Sachen (Paragraph eins, Absatz eins, PHG). Demgegenüber zielt das PSG 2004 auf den Schutz des Lebens und der Gesundheit von Verbrauchern ab (Erläut RV 512 BlgNR 22. GP 4). Daher dürfen Hersteller und Importeure nur sichere Produkte in den Verkehr bringen (Paragraph 6, Absatz eins, PSG 2004). Ein Produkt ist gemäß Paragraph 4, Absatz eins, PSG 2004 sicher, wenn es bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung keine oder nur geringe, mit seiner Verwendung zu vereinbarende und unter Wahrung eines hohen Schutzniveaus für die Gesundheit und Sicherheit von Personen vertretbare Gefahren birgt. Diese Bestimmung entspricht im Wesentlichen Artikel 2, Litera b, PS-RL, worin ebenfalls darauf abgestellt wird, dass ein Produkt dann sicher ist, wenn davon keine oder nur geringe Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit von Personen ausgehen. Sicherheit von Personen meint deren körperliche Unversehrtheit vergleiche auch ErläutRV aaO). Die Bestimmungen des PSG 2004 bezwecken damit - jedenfalls für den hier anzuwendenden Bereich - im Unterschied zum PHG nicht die Wiedergutmachung von Sachschäden, sondern die Vermeidung von jeglicher körperlicher Beeinträchtigung von Personen bei der Produktbenutzung. Eigentums- und Vermögensschäden sind vom Schutzbereich des PSG 2004 daher nicht erfasst (zur vergleichbaren deutschen Rechtslage: Spindler in BeckOK, BGB Paragraph 823, Rz 522; ähnlich Wagner in Münchener Kommentar zum BGB Paragraph 823, Rz 696; Klindt, GPSG Paragraph 4, Rn 8).

2.7 Paragraph 7, Absatz 3, PSG 2004 steht im Zusammenhang mit den Pflichten der Hersteller und Importeure nach Paragraph 6 und Paragraph 7, Absatz 2, PSG 2004, nur sichere Produkte in Verkehr zu bringen und angemessene Maßnahmen zu treffen, damit sie imstande sind, etwaige von den Produkten ausgehende Gefahren zu erkennen und zu deren Vermeidung zweckmäßige Vorkehrungen zu treffen. Auch wenn man diese Bestimmung als Schutzgesetz gemäß Paragraph 1311, ABGB beurteilen und diese Wirkung auch auf Dritte, die das gefährliche Produkt nicht verwenden (vergleichbar der Haftung nach dem PHG [„innocent bystander“]; vergleiche dazu Posch aaO Paragraph eins, PHG Rz 34), erstrecken wollte, wäre für die Klägerin nichts gewonnen. Diese Norm dient nicht der Verhütung von Sachschäden ihres Versicherungsnehmers. Der sachliche Schutzbereich bliebe auf die Verletzung der Rechtsgüter Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit beschränkt.

2.8 Paragraph 7, Absatz 4, PSG legt den In-Verkehr-Bringern, wenn sie anhand der ihnen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit vorliegenden Informationen wissen oder wissen müssen, dass ein Produkt, das sie in Verkehr gebracht haben, für Verbraucher eine Gefahr darstellt, allgemein die Verpflichtung auf, unverzüglich eine der zuständigen Behörden zu informieren.

Die Klägerin beruft sich erstmals im Revisionsverfahren auf die Verletzung eine den Beklagten als Händler treffenden Informationspflicht gegenüber den zuständigen Behörden gemäß Paragraph 7, Absatz 4, PSG. Insoweit liegt eine unzulässige Neuerung vor, auf die nicht einzugehen ist vergleiche RIS-Justiz RS0037612 [T3]).

2.9 Da der vorliegende Fall keine Zweifel im Zusammenhang mit Fragen aus dem Unionsrecht aufkommen lässt, erübrigt sich ein Verfahren gemäß Artikel 267, AEUV vergleiche RIS-Justiz RS0082949)

3.1 In der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs ist anerkannt, dass Schutz- und Sorgfaltspflichten zwischen ehemaligen Vertragsparteien bestehen können, auch wenn im Zeitpunkt der schädigenden Handlung oder Unterlassung die Hauptleistungspflichten aus dem Vertrag bereits vollständig erloschen sind vergleiche 7 Ob 524/90 = JBl 1991, 387; 2 Ob 193/04b = JBl 2005, 256 [Rummel]; 2 Ob 213/05w = ZVR 2006/42, 175; RIS-Justiz RS0019248). Auch in der Lehre besteht breiter Konsens darüber, dass auch noch nach Erlöschung der Hauptleistungspflichten aus dem Vertrag Schutzpflichten bestehen können vergleiche dazu Schopper, Nachvertragliche Pflichten des Beraters, NZ 2009/28, 97 [98 ff] mit ausführlicher Darstellung des Meinungsstands). Ausdrücklich wird die Verpflichtung des Händlers bejaht, seinen Kunden zu warnen, wenn er von der Gefährlichkeit eines Produkts Kenntnis erlangt (Pilz, ecolex 2001/168 [Glosse zu 2 Ob 309/99a]; Koziol, Delikt, Verletzung von Schuldverhältnissen und Zwischenbereich, JBl 1994, 209 [211] zur Verpflichtung des KFZ-Händlers).

3.2 Der Käufer hatte das beim Beklagten erworbene E-Fahrrad im Juni 2011 bei diesem zum Service gegeben und stand daher auch noch nach Abschluss der vertraglichen Hauptleistung in einem (nach-)vertraglichen Kontakt zu diesem. Bei dieser Sachlage kann es - wie bereits das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat - nicht zweifelhaft sein, dass der Beklagte seinem Kunden gegenüber auch noch nach Abwicklung des Kaufvertrags zur Sorgfalt verpflichtet war. Ob der Beklagte in diesem Sinn eine Vertragspflicht seinem Kunden gegenüber verletzte, weil er ihn von der Gefährlichkeit des mit dem Fahrrad ausgelieferten Akkus nicht ausreichend warnte, wie das Berufungsgericht offenbar meint, kann hier jedoch dahinstehen.

3.3 Nachvertragliche Schutz- und Sorgfaltspflichten können zwar auch gegenüber Dritten bestehen, die aus dem Vertrag nicht unmittelbar berechtigt sind vergleiche Pilz aaO). Voraussetzung dafür ist aber, dass sie der vertraglichen Leistung nahe stehen. Schutz- und Sorgfaltspflichten aus einem Vertragsverhältnis bestehen gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet wären und der Interessenssphäre eines Vertragspartners angehören (2 Ob 70/12a = immolex 2013, 179 [Neugebauer-Herl] mwN; vergleiche RIS-Justiz RS0037785; Karner in KBB4 Paragraph 1295, ABGB Rz 19). Der Kreis der geschützten Personen, denen statt deliktsrechtlichen auch vertragsrechtliche Schadenersatzansprüche zugebilligt werden, ist dabei eng zu ziehen (RIS-Justiz RS0022814). Dass der Versicherungsnehmer der Klägerin von den Schutzwirkungen des Vertrags zwischen dem Beklagten und seinem Kunden nicht erfasst war, hat bereits das Berufungsgericht zutreffend ausgeführt. Dem hält die Klägerin in ihrer Revision auch nichts Stichhältiges entgegen.

4.1 Die Gefährdung absolut geschützter Rechte, darunter des Eigentumsrechts (RIS-Justiz RS0010350) ist grundsätzlich verboten (RIS-Justiz RS0022946). Daraus werden Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflichten abgeleitet (7 Ob 24/02h mwN). Verkehrssicherungspflichten treffen denjenigen, der die Gefahr erkennen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergreifen kann, also jenen, der die Gefahr beherrscht. Wer demnach eine Gefahrenquelle schafft oder in seiner Sphäre bestehen lässt, muss die notwendigen und ihm zumutbaren Vorkehrungen treffen, um eine Schädigung anderer nach Tunlichkeit abzuwenden (Ingerenzprinzip; RIS-Justiz RS0023251; RS0022778; RS0023719). Gleiches gilt für den, der eine Gefahrenquelle übernimmt vergleiche Reischauer in Rummel, ABGB3 Paragraph 1294, Rz 64).

4.2 Die Verpflichtung zur Beseitigung der Gefahrenquelle und damit zum positiven Tun folgt aus der vorhergehenden Verursachung der Gefahrensituation. Eine gleiche Verpflichtung trifft auch denjenigen, in dessen Sphäre gefährliche Zustände bestehen. Hier folgt die Verpflichtung zur Beseitigung aus der Zusammengehörigkeit von Verantwortung und Bestimmungsgewalt (10 Ob 55/11b; 7 Ob 171/11i). Ausgangspunkt für die Verantwortlichkeit nach dem Ingerenzprinzip ist damit die Gefahrenzuständigkeit im Sinne einer zumindest faktischen Verfügungsmöglichkeit über die Gefahrenquelle vergleiche Reischauer aaO Rz 67).

4.3 Im vorliegenden Fall ist zwar davon auszugehen, dass dem Beklagten als Fachmann auf Grund der Rückrufaktion des Generalimporteurs die mit den schadhaften Akkus verbundene Gefahrenlage bekannt sein musste. Er hat die in der Gefährlichkeit des Produkts gelegene Gefahrenquelle aber nicht geschaffen oder in seiner Sphäre belassen und damit keine verpflichtende Vorhandlung gesetzt, die eine Rechtspflicht zum Handeln begründet hätte vergleiche Harrer in Schwimann, ABGB³ Paragraph 1295, Rz 44; Reischauer aaO Paragraph 1294, Rz 68). Ebenso wenig hat der Beklagte einen gefährlichen Zustand in seiner Sphäre bestehen lassen. Das lässt die Klägerin außer Acht, wenn sie meint, die Beurteilung der deliktischen Haftung des Beklagten habe über die Intensität der Gefahr sowie den Kreis der möglichen betroffenen Personen zu erfolgen. Das Erkennen bzw die Erkennbarkeit der Gefahr ist zwar Voraussetzung für das Entstehen einer Handlungspflicht vergleiche Kodek in Kletečka/Schauer, ABGB-ON 1.01 Paragraph 1294, Rz 36 mwN). Die Widerrechtlichkeit einer Unterlassung setzt eben eine besondere Verbindlichkeit, das Übel zu verhindern, voraus vergleiche 8 Ob 227/66 = SZ 39/170 ua, RIS-Justiz RS0022458; Reischauer aaO Rz 3 mwN). Der Beklagte hat kein vorausgehendes eigenes Verhalten gesetzt, das ihn neben allfälligen vertraglichen Verpflichtungen schon im Interesse der Allgemeinheit, wie die Klägerin offensichtlich meint, zur persönlichen Verständigung ihres Kunden von der Rückrufaktion verpflichtet hätte. Damit haben die Vorinstanzen eine Haftung des Beklagten für die von der Klägerin geltend gemachten Sachschäden ihres Versicherungsnehmers zutreffend verneint.

5. Der Revision der Klägerin ist daher ein Erfolg zu versagen.

6. Die Kostenentscheidung beruht in allen drei Instanzen auf Paragraphen 41,, 50 ZPO. Der Ansatz nach TP 3C RATG beträgt 503,60 EUR.

Schlagworte

Elektrofahrrad,

Textnummer

E110090

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:0010OB00103.14Z.0122.000

Im RIS seit

12.03.2015

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2021

Dokumentnummer

JJT_20150122_OGH0002_0010OB00103_14Z0000_000