Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 16Ok1/05 16Ok20/04 16Ok...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123662

Geschäftszahl

16Ok1/05; 16Ok20/04; 16Ok43/05; 16Ok23/04; 16Ok3/06; 16Ok6/08; 16Ok2/09 (16Ok3/09); 16Ok5/09; 16Ok1/11; 16Ok8/10; 16Ok2/12; 16Ok1/12; 16Ok1/13; 16Ok3/13; 16Ok7/12; 16Ok6/12; 16Ok12/13; 16Ok6/14i; 16Ok2/15b (16Ok8/15k); 16Ok9/15g; 16Ok7/15p; 16Ok11/16b; 6Ob22/17d; 5Ob55/18a

Entscheidungsdatum

14.02.2005

Norm

AußStrG §9 L
AußStrG §14 A4
AußStrG 2005 §45 L
AußStrG 2005 §52
AußStrG 2005 §62 A4
AußStrG 2005 §66
KartG 1988 §43
KartG 1988 §53
KartG 1988 §88 Abs2
ÜbG §30a Abs2

Rechtssatz

Der Oberste Gerichtshof wird auch als Kartellobergericht im kartellgerichtlichen Verfahren ausschließlich als Rechtsinstanz tätig; zur Überprüfung der Beweiswürdigung ist er damit - ebenso wie in allen anderen Verfahrensarten - in keinem Fall berufen.

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 1/05
    Entscheidungstext OGH 14.02.2005 16 Ok 1/05
    Bem: Mit ausführlicher Begründung. (T1)
  • 16 Ok 20/04
    Entscheidungstext OGH 04.04.2005 16 Ok 20/04
  • 16 Ok 43/05
    Entscheidungstext OGH 17.10.2005 16 Ok 43/05
    Auch; Beisatz: Die Antragstellerin versucht mit ihren Ausführungen, durch Anfechtung der Beweiswürdigung die Tatsachengrundlage abzuändern. Dies ist im kartellgerichtlichen Verfahren unzulässig. (T2)
  • 16 Ok 23/04
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 16 Ok 23/04
  • 16 Ok 3/06
    Entscheidungstext OGH 26.06.2006 16 Ok 3/06
    Auch; Beisatz: Die Richtigkeit der vom Erstgericht getroffenen Tatsachenfeststellungen kann im Kartellverfahren vom Obersten Gerichtshof nicht überprüft werden. (T3)
  • 16 Ok 6/08
    Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 6/08
  • 16 Ok 2/09
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 16 Ok 2/09
  • 16 Ok 5/09
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 16 Ok 5/09
  • 16 Ok 1/11
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 16 Ok 1/11
    Auch; Beisatz: Hier: Frage der Erfüllung des Gutachtensauftrages durch den Sachverständigen. (T4)
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Veröff: SZ 2011/148
  • 16 Ok 2/12
    Entscheidungstext OGH 06.06.2012 16 Ok 2/12
    Veröff: SZ 2012/62
  • 16 Ok 1/12
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 16 Ok 1/12
  • 16 Ok 1/13
    Entscheidungstext OGH 05.03.2013 16 Ok 1/13
    Auch
  • 16 Ok 3/13
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 16 Ok 3/13
    Auch
  • 16 Ok 7/12
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 16 Ok 7/12
    Auch; Veröff: SZ 2013/64
  • 16 Ok 6/12
    Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
    Auch
  • 16 Ok 12/13
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 16 Ok 12/13
  • 16 Ok 6/14i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2015 16 Ok 6/14i
    Auch; Beisatz: Noch viel weniger ist die Bekämpfung der Beweiswürdigung im Verfahrensstadium, in dem nur noch über die Veröffentlichung der bereits rechtskräftigen Entscheidung zu befinden ist, möglich. (T5)
  • 16 Ok 2/15b
    Entscheidungstext OGH 08.10.2015 16 Ok 2/15b
    Veröff: SZ 2015/109
  • 16 Ok 9/15g
    Entscheidungstext OGH 08.10.2015 16 Ok 9/15g
    Beisatz: Bei der Frage, ob ein marktbeherrschendes Unternehmen in geplanter Verdrängungsabsicht gehandelt hat, handelt es sich um eine Tatfrage. (T6)
  • 16 Ok 7/15p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 16 Ok 7/15p
  • 16 Ok 11/16b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2016 16 Ok 11/16b
    Veröff: SZ 2016/142
  • 6 Ob 22/17d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 6 Ob 22/17d
    Vgl; Beisatz: Hier: Rekurs nach § 30a Abs 2 ÜbG. (T7)
  • 5 Ob 55/18a
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 55/18a
    Vgl; Beisatz: Hier: Kontaktrechtsverfahren. (T8)

Schlagworte

Bem zu RS: Zur abweichenden älteren Rechtsprechung siehe RS0109206.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0123662

Im RIS seit

16.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20050214_OGH0002_0160OK00001_0500000_003

Rechtssatz für 16Ok14/13 16Ok15/13 16O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0129323

Geschäftszahl

16Ok14/13; 16Ok15/13; 16Ok6/14i

Entscheidungsdatum

27.01.2014

Norm

KartG idF KaWeRÄG 2012 §37 Abs1

Rechtssatz

Zweck des neu gefassten § 37 KartG ist es, Schadenersatzklagen von Privaten (sogenannte Follow-on-Klagen) infolge eines bindend festgestellten kartellrechtswidrigen Verhaltens zu erleichtern. Dies erfordert, den zu Grunde liegenden Sachverhalt möglichst deutlich wiederzugeben, um damit bereits eine Grundlage für die zivilrechtliche Beurteilung von Schadenersatzansprüchen gemäß § 37a Abs 3 KartG zu schaffen, zumindest aber, um jedermann die Prüfung zu ermöglichen, ob die Erhebung derartiger Schadenersatzansprüche im konkreten Fall für ihn überhaupt in Betracht kommt. Aus diesem Grund ist auch die namentliche Anführung von am Kartell beteiligten Unternehmen im Sinne einer möglichst umfassenden und zielgerichteten Information grundsätzlich zweckmäßig. Bedingung einer Veröffentlichung des Namens anderer Beteiligter an dem Kartellverstoß ist allerdings im Lichte des Art 6 EMRK, dass das betreffende Unternehmen bereits Gelegenheit hatte, sich gegen die betreffenden Vorwürfe zu verteidigen.

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 14/13
    Entscheidungstext OGH 27.01.2014 16 Ok 14/13
  • 16 Ok 15/13
    Entscheidungstext OGH 31.01.2014 16 Ok 15/13
    Auch
  • 16 Ok 6/14i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2015 16 Ok 6/14i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129323

Im RIS seit

10.04.2014

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2015

Dokumentnummer

JJR_20140127_OGH0002_0160OK00014_1300000_001

Rechtssatz für 16Ok6/14i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0129950

Geschäftszahl

16Ok6/14i

Entscheidungsdatum

21.01.2015

Norm

KartG §37 Abs1

Rechtssatz

Der Beschluss über den konkreten Umfang der Veröffentlichung ist eine Ermessensentscheidung des Gerichts, das dabei auch auf ein berechtigtes Interesse der Unternehmen an der Wahrung ihrer Geschäftsgeheimnisse Bedacht zu nehmen hat.

Hinsichtlich des Umfangs der Veröffentlichung hat sich der österreichische Gesetzgeber die europarechtlichen Bestimmungen explizit zum Vorbild genommen. Danach ist auch eine Volltextveröffentlichung ‑ soweit Geschäftsgeheimnisse gewahrt bleiben ‑ durchaus zulässig.

Umsatzzahlen können grundsätzlich Geschäftsgeheimnisse sein. (Beisatz: Hier unter den konkreten Umständen des Falles ‑ nur gerundete Zahlen für schon abgelaufene Geschäftsjahre; Umsatz einer international tätigen Konzernmutter, die durch ihre Tochtergesellschaft auf unterschiedlichsten Märkten tätig ist, besitzt für den konkret betroffenen inländischen Markt keine Aussagekraft ‑ verneint.)

Im Rechtsmittelverfahren über eine Entscheidung nach § 37 Abs 1 KartG überprüft das Kartellobergericht, ob die zur Veröffentlichung bestimmte Fassung der Entscheidung dem Gesetz entspricht und sich innerhalb des dem Erstgericht eingeräumten Ermessensspielraums hält, nicht hingegen, ob auch eine davon abweichende andere Fassung diesen Kriterien genügt.

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 6/14i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2015 16 Ok 6/14i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0129950

Im RIS seit

26.03.2015

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2015

Dokumentnummer

JJR_20150121_OGH0002_0160OK00006_14I0000_001