Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob632/79 4Ob523/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007269

Geschäftszahl

6Ob632/79; 4Ob523/81; 1Ob705/83; 2Ob644/86; 8Ob666/86; 8Ob504/87; 4Ob514/91; 6Ob630/93; 4Ob501/95; 1Ob641/94; 6Ob89/97z; 8Ob255/98b; 1Ob204/03m; 3Ob129/05z; 3Ob254/09p; 4Ob59/13z; 4Ob188/13w; 5Ob113/14z; 5Ob139/14y; 5Ob205/15f; 2Ob183/15y; 10ObS76/16y; 5Ob117/17t; 2Ob52/17m; 2Ob81/19d (2Ob82/19a)

Entscheidungsdatum

27.06.1979

Norm

AußStrG §18 A
ZPO §411 Ca
ZPO §411 Cb

Rechtssatz

Der Grundsatz der Wahrung der Teilrechtskraft kommt nur dann nicht zur Geltung, wenn der unangefochten gebliebene Teil höchstens scheinbar formell, inhaltlich aber gar nicht selbständig in Rechtskraft erwachsen konnte, sondern in einem untrennbaren Sachzusammenhang mit der noch überprüfbaren Entscheidung steht. Davon kann nicht gesprochen werden, wenn wenigstens eine quantitative Scheidung des unangefochten gebliebenen und des angefochtenen Teiles der Entscheidung möglich ist. Der unangefochtene Teil kann hier trotz des inneren und äußeren Widerspruchs mit der Rechtsmittelentscheidung nicht überprüft werden (hier: Schätzwert im Nachlassverfahren).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 27.06.1979 6 Ob 632/79
  • 4 Ob 523/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 523/81
    Vgl auch; nur: Der Grundsatz der Wahrung der Teilrechtskraft kommt nur dann nicht zur Geltung, wenn der unangefochten gebliebene Teil höchstens scheinbar formell, inhaltlich aber gar nicht selbständig in Rechtskraft erwachsen konnte, sondern in einem untrennbaren Sachzusammenhang mit der noch überprüfbaren Entscheidung steht. (T1)
    Beisatz: Keine Teilrechtskraft des Beschlusses des Abhandlungsgerichtes über den Pflichtteilsausweis, wenn es im Rekursverfahren zwar nur um die Erhöhung des als Pflichtteil zugrundegelegten Betrages geht, sich aber herausstellt dass die Beschlussfassung überhaupt verfrüht war. (T2)
  • 1 Ob 705/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 705/83
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Aufteilungsverfahren. (T3)
  • 2 Ob 644/86
    Entscheidungstext OGH 30.09.1986 2 Ob 644/86
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 666/86
    Entscheidungstext OGH 22.01.1987 8 Ob 666/86
    nur: Der Grundsatz der Wahrung der Teilrechtskraft kommt nur dann nicht zur Geltung, wenn der unangefochten gebliebene Teil höchstens scheinbar formell, inhaltlich aber gar nicht selbständig in Rechtskraft erwachsen konnte, sondern in einem untrennbaren Sachzusammenhang mit der noch überprüfbaren Entscheidung steht. Davon kann nicht gesprochen werden, wenn wenigstens eine quantitative Scheidung des unangefochten gebliebenen und des angefochtenen Teiles der Entscheidung möglich ist. (T4)
  • 8 Ob 504/87
    Entscheidungstext OGH 08.06.1987 8 Ob 504/87
    Veröff: JBl 1989,796
  • 4 Ob 514/91
    Entscheidungstext OGH 13.04.1991 4 Ob 514/91
    nur T1; Beisatz: Hier: Benützungsregelung. (T5)
  • 6 Ob 630/93
    Entscheidungstext OGH 22.09.1993 6 Ob 630/93
    nur T4
  • 4 Ob 501/95
    Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 501/95
    Auch; nur T1 Veröff: SZ 68/8
  • 1 Ob 641/94
    Entscheidungstext OGH 13.12.1994 1 Ob 641/94
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 89/97z
    Entscheidungstext OGH 10.04.1997 6 Ob 89/97z
  • 8 Ob 255/98b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 255/98b
    nur T1; Beisatz: Untrennbarer Sachzusammenhang zwischen Unterlassungsbegehren und dem auf Vorkehrungen gerichteten Teil des Begehrens. (T6)
  • 1 Ob 204/03m
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 204/03m
    nur T4; Veröff: SZ 2004/117
  • 3 Ob 129/05z
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 129/05z
    nur T1; Beisatz: Wenn der Beschluss der 2. Instanz auf Zulassung des Beitritts eines Dritten als weitere klagende Partei abgeändert wird, entbehrt der zugleich gefasste zweitinstanzliche Beschluss auf Aufhebung des Urteils wegen (Teilnichtigkeit) Nichtigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens seiner Grundlage und ist daher zu beseitigen. (T7)
  • 3 Ob 254/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 254/09p
    Vgl
  • 4 Ob 59/13z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 59/13z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Stattgebung des Eventualbegehrens (Löschungsanspruch) steht daher nicht der Anfechtung der Abweisung des Hauptbegehrens (Übertragungsanspruch) entgegen. (T8)
  • 4 Ob 188/13w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 188/13w
    nur T4
  • 5 Ob 113/14z
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 113/14z
    nur T1
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Vgl auch
  • 5 Ob 205/15f
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 205/15f
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 183/15y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 2 Ob 183/15y
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kein untrennbarer Sachzusammenhang zwischen Einantwortung und Bestimmung von Sachverständigen‑ und Gerichtskommissärsgebühren samt Auftrag zur Direktzahlung. (T9)
    Veröff: SZ 2016/103
  • 10 ObS 76/16y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 10 ObS 76/16y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Teilrechtskraft eines ausdrücklich unangefochtenen Zuspruchs von Wochengeld dem Grunde nach. (T10)
  • 5 Ob 117/17t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 117/17t
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 52/17m
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 52/17m
    nur T4; Beisatz: Festsetzung des Übernahmswerts nach dem TirHöfeG. (T11)
  • 2 Ob 81/19d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 2 Ob 81/19d
    Auch; nur T1; Beisatz: Umbestellung eines Verlassenschaftskurators. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0007269

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19790627_OGH0002_0060OB00632_7900000_001

Rechtssatz für 5Ob556/80 5Ob548/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007209

Geschäftszahl

5Ob556/80; 5Ob548/81; 6Ob842/81; 2Ob644/86; 4Ob540/88; 4Ob556/91; 5Ob517/94; 6Ob191/98a; 1Ob230/98z; 8Ob269/99p (8Ob270/99k); 4Ob242/00t; 3Ob292/04v; 7Ob129/05d; 3Ob107/06s; 7Ob23/09x; 6Ob34/10h; 5Ob139/14y; 4Ob206/15w; 10Ob112/15s; 1Ob225/17w; 1Ob188/16b

Entscheidungsdatum

07.10.1980

Norm

AußStrG §18 A
AußStrG §229 ff
EheG nF §81
EheG nF §82
EheG §85
EheG §94
ZPO §411 Ca
ZPO §411 Abs1 G

Rechtssatz

Auch im außerstreitigen Regelungsverfahrens ergangene Entscheidungen sind der Teilrechtskraft fähig, doch sind deren Grenzen unter Wahrung des Funktionszusammenhanges mit dem Privatrecht von der regelnden Aufgabe des Richters her zu bestimmen. Beantragen beide vormaligen Ehegatten die Zuweisung der Ehewohnung jeweils an sich und die Frau zusätzlich auch das (übrige) eheliche Gebrauchsvermögen "in diesem Sinne" aufzuteilen, darf nicht allein über die Ehewohnung eine Regelung getroffen werden; eine solche Entscheidung ist nicht teilrechtskraftfähig.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 556/80
    Entscheidungstext OGH 07.10.1980 5 Ob 556/80
  • 5 Ob 548/81
    Entscheidungstext OGH 14.06.1981 5 Ob 548/81
    nur: Auch im außerstreitigen Regelungsverfahren ergangene Entscheidungen sind der Teilrechtskraft fähig, doch sind deren Grenzen unter Wahrung des Funktionszusammenhanges mit dem Privatrecht von der regelnden Aufgabe des Richters her zu bestimmen. (T1) Beisatz: Dadurch, dass der Ausspruch über die Ausgleichzahlung angefochten wird, wird der Eintritt der Rechtskraft auch hinsichtlich der Aufteilungsanordnungen verhindert. Die Tatsache, dass letztere unangefochten blieben, rechtfertigt allein keinen Schluss auf eine diesbezügliche Einigung der geschiedenen Eheleute über die Aufteilung. (T2)
  • 6 Ob 842/81
    Entscheidungstext OGH 23.12.1981 6 Ob 842/81
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Dass Teilregelungen materiellrechtlich grundsätzlich zulässig sind, folgt schon aus § 85 EheG. Die Zulässigkeit reicht jedoch nur soweit, als die Teilregelungen nicht für die Endentscheidung in Ansehung der verbleibenden gerichtlich aufzuteilenden Vermögensmasse Ausgleichsmöglichkeiten verschließen oder solche entgegen dem § 94 Abs 1 EheG aufgestellten Grundsatz der Subsidiarität auf Geldzahlungen beschränken. (T3)
  • 2 Ob 644/86
    Entscheidungstext OGH 30.09.1986 2 Ob 644/86
    Auch; Beis wie T3 nur: Die Zulässigkeit reicht nur soweit, als die Teilregelungen nicht für die Endentscheidung in Ansehung der verbleibenden gerichtlich aufzuteilenden Vermögensmasse Ausgleichsmöglichkeiten verschließen. (T4)
  • 4 Ob 540/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 4 Ob 540/88
    Vgl; Veröff: RZ 1988,54,226
  • 4 Ob 556/91
    Entscheidungstext OGH 05.11.1991 4 Ob 556/91
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 517/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 5 Ob 517/94
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 191/98a
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 191/98a
    nur T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 230/98z
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 230/98z
    nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 269/99p
    Entscheidungstext OGH 11.05.2000 8 Ob 269/99p
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 242/00t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 4 Ob 242/00t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 292/04v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 292/04v
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 129/05d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 129/05d
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 3 Ob 107/06s
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 107/06s
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 23/09x
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 23/09x
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 34/10h
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 34/10h
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch
  • 4 Ob 206/15w
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 206/15w
    Auch
  • 10 Ob 112/15s
    Entscheidungstext OGH 15.03.2016 10 Ob 112/15s
    Auch; Beisatz: Infolge der untrennbaren Einheit der Einstellung der Titelvorschüsse und der Bewilligung von Richtsatzvorschüssen für denselben Zeitraum kann der Beschluss über die Einstellung der Titelvorschüsse nur gemeinsam mit dem Beschluss über die zugrundeliegende Gewährung von Richtsatzvorschüssen rechtskräftig werden. (T5)
    Beisatz: Hier: Unterhaltsvorschussverfahren. (T6)
  • 1 Ob 225/17w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 225/17w
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 188/16b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 188/16b
    Vgl auch; Beisatz: Auch die bloße Anfechtung des Ausspruchs über die Ausgleichszahlung lässt für sich noch nicht den zwingenden Schluss auf eine Einigung der geschiedenen Eheleute über die übrige Aufteilung zu (so schon 1 Ob 225/17w mwN). (T7)
    Beisatz: Hier: Zu einem Berichtigungsantrag. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0007209

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19801007_OGH0002_0050OB00556_8000000_001

Rechtssatz für 5Ob143/86 5Ob105/88 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069889

Geschäftszahl

5Ob143/86; 5Ob105/88; 5Ob107/90; 5Ob36/93 (5Ob37/93); 5Ob67/98h; 5Ob23/01w; 5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

25.11.1986

Norm

MRG §17 Abs2

Rechtssatz

Die Widmung zu Geschäftszwecken führt dazu, daß auch sonst neutrale Räume in die Nutzfläche einzubeziehen sind. (Hier: Ein zu gewerblicher Lagerung geeigneter Kellerraum).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 143/86
    Entscheidungstext OGH 25.11.1986 5 Ob 143/86
  • 5 Ob 105/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 5 Ob 105/88
    Beisatz: Hier: Aufzug (T1)
  • 5 Ob 107/90
    Entscheidungstext OGH 11.12.1990 5 Ob 107/90
    Vgl auch; Veröff: ImmZ 1991,102
  • 5 Ob 36/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 5 Ob 36/93
  • 5 Ob 67/98h
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 5 Ob 67/98h
    Auch
  • 5 Ob 23/01w
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 23/01w
    Beisatz: Die bereits erfolgte Widmung als Zubehör zu einem Geschäftslokal kann nicht vom Vermieter ohne wichtigen Grund einseitig aufgehoben werden, wenn dadurch die objektive Unvermietbarkeit der Kellerräume allein (ohne Geschäftslokal) eintritt. (T2)
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0069889

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19861125_OGH0002_0050OB00143_8600000_001

Rechtssatz für 5Ob107/90 5Ob36/93 (5Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070105

Geschäftszahl

5Ob107/90; 5Ob36/93 (5Ob37/93); 5Ob66/93; 1Ob34/97z; 5Ob67/98h; 5Ob23/01w; 5Ob134/08d; 5Ob255/12d; 5Ob139/14y; 5Ob128/17k

Entscheidungsdatum

11.12.1990

Norm

MRG §17 Abs2
MRG §45 Abs1

Rechtssatz

Ob die Eignung für Wohnzwecke oder Geschäftszwecke (jeweils im Zeitpunkt der Vorschreibung des Erhaltungsbeitrages) besteht, ist weder nach der subjektiven Ansicht der Vertragsteile noch nach der tatsächlichen Verwendung, sondern nach dem objektiven Zustand der Räume - auch unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften - zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 107/90
    Entscheidungstext OGH 11.12.1990 5 Ob 107/90
    Veröff: ImmZ 1991,102
  • 5 Ob 36/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 5 Ob 36/93
  • 5 Ob 66/93
    Entscheidungstext OGH 14.09.1993 5 Ob 66/93
    Auch
  • 1 Ob 34/97z
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 34/97z
    Auch; Beisatz: Ob im Einzelfall die geforderte Eignung tatsächlich gegeben ist, hängt ausschließlich von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab und berührt daher keine Rechtsfrage von der in § 502 Abs 1 ZPO geforderten Qualität. (T1)
  • 5 Ob 67/98h
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 5 Ob 67/98h
    Vgl
  • 5 Ob 23/01w
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 23/01w
  • 5 Ob 134/08d
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 134/08d
    Beis wie T1; Beisatz: Eine nach diesen Kriterien indizierte Vermietbarkeit hat der Vermieter zu widerlegen, den daher Zweifel an der Unvermietbarkeit belasten. (T2)
  • 5 Ob 255/12d
    Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 255/12d
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch
  • 5 Ob 128/17k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 128/17k
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0070105

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19901211_OGH0002_0050OB00107_9000000_002

Rechtssatz für 5Ob63/93 1Ob641/94 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013296

Geschäftszahl

5Ob63/93; 1Ob641/94; 7Ob2390/96p; 9Ob40/03b; 5Ob113/14z; 5Ob139/14y; 5Ob205/15f; 2Ob162/15k (2Ob170/16p); 5Ob117/17t; 2Ob81/19d (2Ob82/19a)

Entscheidungsdatum

23.11.1993

Norm

AußStrG §18 A
GBG §97

Rechtssatz

Der auch in den außerstreitigen Verfahren geltende Grundsatz der Wahrung der Teilrechtskraft kommt dann nicht zur Geltung, wenn der unangefochten gebliebene Teil der Entscheidung in einem untrennbaren Sachzusammenhang mit dem angefochtenen Entscheidungsteil steht. Einen solchen untrennbaren Zusammenhang hat auch § 97 GBG im Auge.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 63/93
    Entscheidungstext OGH 23.11.1993 5 Ob 63/93
    Veröff: SZ 66/150 = EvBl 1994/87 S 428
  • 1 Ob 641/94
    Entscheidungstext OGH 13.12.1994 1 Ob 641/94
    nur: Der auch in den außerstreitigen Verfahren geltende Grundsatz der Wahrung der Teilrechtskraft kommt dann nicht zur Geltung, wenn der unangefochten gebliebene Teil der Entscheidung in einem untrennbaren Sachzusammenhang mit dem angefochtenen Entscheidungsteil steht. (T1)
  • 7 Ob 2390/96p
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2390/96p
    nur T1; Beisatz: Hier: Streit um die Erbquoten. (T2)
  • 9 Ob 40/03b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 40/03b
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 113/14z
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 113/14z
    nur T1
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch
  • 5 Ob 205/15f
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 205/15f
    nur T1
  • 2 Ob 162/15k
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 162/15k
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 117/17t
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 117/17t
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 81/19d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 2 Ob 81/19d
    Auch; nur T1; Beisatz: Umbestellung eines Verlassenschaftskurators. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013296

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19931123_OGH0002_0050OB00063_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob61/01h 5Ob302/01z 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114994

Geschäftszahl

5Ob61/01h; 5Ob302/01z; 5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

27.03.2001

Norm

MRG §17 Abs2

Rechtssatz

Die Mitmietung eines Raumes durch den Mieter und dessen ausschließliche Nutzungsbefugnis sind die maßgeblichen Kriterien für die Einbeziehung dieser Bodenfläche in die Nutzfläche der Wohnung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 61/01h
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 5 Ob 61/01h
  • 5 Ob 302/01z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2001 5 Ob 302/01z
    Beisatz: Bei Einzelraumvermietung an verschiedene Mieter ist ein Gangteil oder ein Vorraum zum gemeinsamen WC allgemeiner Teil des Hauses und daher von der Nutzflächenberechnung ausgenommen. (T1)
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114994

Im RIS seit

26.04.2001

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_20010327_OGH0002_0050OB00061_01H0000_001

Rechtssatz für 5Ob179/01m 5Ob56/03a 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115577

Geschäftszahl

5Ob179/01m; 5Ob56/03a; 5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

21.08.2001

Norm

MRG idF 3.WÄG §2 Abs1 Satz2

Rechtssatz

Bei derzeit geltender Rechtslage begründet ein Wohnungseigentumsbewerber bei Abschluss eines Mietvertrages über die Wohnung, an der ihm die Begründung von Wohnungseigentum zugesagt wurde, Hauptmiete "mit dem Eigentümer der Liegenschaft" (§ 2 Abs 1 zweiter Satz MRG), was bedeutet, dass das Mietverhältnis kraft Gesetzes mit allen Miteigentümern und nicht bloß mit dem jeweiligen Wohnungseigentumsbewerber zustandekommt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 179/01m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2001 5 Ob 179/01m
  • 5 Ob 56/03a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 56/03a
    Vgl auch; nur: Bei derzeit geltender Rechtslage begründet ein Wohnungseigentumsbewerber bei Abschluss eines Mietvertrages über die Wohnung, an der ihm die Begründung von Wohnungseigentum zugesagt wurde, Hauptmiete "mit dem Eigentümer der Liegenschaft" (§ 2 Abs 1 zweiter Satz MRG). (T1); Beisatz: Auch eine Person, die nicht bereits Miteigentümer der Liegenschaft ist, kann einen Hauptmietvertrag abschließen, wenn an dem Mietgegenstand Wohnungseigentum begründet werden soll. (T2)
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115577

Im RIS seit

20.09.2001

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_20010821_OGH0002_0050OB00179_01M0000_001

Rechtssatz für 5Ob138/08t 5Ob242/09p 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124154

Geschäftszahl

5Ob138/08t; 5Ob242/09p; 5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

26.08.2008

Norm

WEG 2002 §4 Abs1

Rechtssatz

§ 4 Abs 1 WEG 2002 ordnet einen gesetzlichen Vertragsübergang auf den Wohnungseigentümer mit der Begründung von Wohnungseigentum an dem vermieteten Objekt an. Die wesentliche Konsequenz dieses Vertragsübergangs ist, dass ab seinem Eintritt für die Geltendmachung sämtlicher aus dem Mietverhältnis resultierender Ansprüche (vorbehaltlich der Sonderregelungen der Abs 2 und 3 leg cit) ausschließlich der einzelne Wohnungseigentümer als neuer Vertragspartner aktiv- und passivlegitimiert ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 138/08t
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 138/08t
    Bem: Mit weiteren Ausführungen zu Inhalt und Zweck der Abs 2 und 3 des § 4 WEG 2002. (T1)
  • 5 Ob 242/09p
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 242/09p
    Auch; Beisatz: Ansprüche eines Mieters, die auf konkrete Leistungen des Vermieters gerichtet sind und deren unmittelbare Erfüllung eine Verfügungsberechtigung im weiteren Sinn über die gesamte Liegenschaft voraussetzt, kann der „Altmieter“ ungeachtet der Rechtsstellung des Wohnungseigentümers als Vermieter (§ 4 Abs 1 WEG) auch gegen die Eigentümergemeinschaft geltend machen. (T2)
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Vgl auch; Beisatz: Ein vor Wohnungseigentumsbegründung am Mietobjekt mit dem Wohnungseigentumsbewerber geschlossener Mietvertrag begründet nach § 2 Abs 1 Satz 3 erster Halbsatz MRG das Hauptmietverhältnis zunächst mit dem Alleineigentümer oder allen Miteigentümern der Liegenschaft und eben nicht nur mit dem Wohnungseigentumsbewerber. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124154

Im RIS seit

25.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_20080826_OGH0002_0050OB00138_08T0000_002

Rechtssatz für 5Ob165/10s 5Ob139/14y 5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0126486

Geschäftszahl

5Ob165/10s; 5Ob139/14y; 5Ob83/18v

Entscheidungsdatum

20.12.2010

Norm

AußStrG 2005 §43 Abs1
WEG 2002 idF WRN 2006 §34 Abs3

Rechtssatz

Seit der  Neufassung des § 34 Abs 3 WEG durch die WRN 2006 hat das Gericht  bei Überprüfung der Richtigkeit einer Abrechnung nicht mehr einen Auftrag an den Verwalter zur Richtigstellung der Abrechnung zu erlassen, sondern selbst die Unrichtigkeit der einzelnen Positionen der Abrechnung festzustellen. Ein derartiger „Feststellungssachbeschluss“, der mit seiner Rechtskraft die konkrete Unrichtigkeit der Abrechnung verbindlich iSd § 43 Abs 1 AußStrG feststellt, unterliegt daher keiner exekutiven Durchsetzung nach § 34 Abs 3 zweiter Satz WEG. Durch den „Feststellungssachbeschluss“ erfolgt lediglich die bindende Lösung einer Vorfrage.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 165/10s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 165/10s
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    nur: Seit der Neufassung des § 34 Abs 3 WEG durch die WRN 2006 hat das Gericht bei Überprüfung der Richtigkeit einer Abrechnung nicht mehr einen Auftrag an den Verwalter zur Richtigstellung der Abrechnung zu erlassen, sondern selbst die Unrichtigkeit der einzelnen Positionen der Abrechnung festzustellen. (T1)
  • 5 Ob 83/18v
    Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 83/18v
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126486

Im RIS seit

14.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20101220_OGH0002_0050OB00165_10S0000_001

Rechtssatz für 5Ob255/12d 5Ob139/14y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128963

Geschäftszahl

5Ob255/12d; 5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

18.04.2013

Norm

MRG §37 Abs1 Z9
MRG §37 Abs2a
WEG §32
WEG §37 Abs5

Rechtssatz

§ 32 Abs 1 WEG verfolgt den Regelungszweck einer Harmonisierung unterschiedlicher Verrechnungssysteme im „Altmiethaus“, also in Gebäuden, in denen vor Wohnungseigentumsbegründung geschlossene Mietverhältnisse weiter bestehen.

Mit dieser Regelung wird die Verteilung (eines Teils) der Aufwendungen im „Altmiethaus“ dem mietrechtlichen Verteilungsschlüssel unterstellt, der mangels anderslautender Vereinbarungen ex lege den wohnungseigentumsrechtlichen Schlüssel hinsichtlich bestimmter Aufwendungen verdrängt. Jedem Wohnungseigentümer und jedem Miteigentümer ist das Recht eingeräumt, die Verteilung der mietrechtlich überwälzbaren Aufwendungen gemäß § 37 Abs 2a MRG im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren überprüfen zu lassen.

Das bedeutet, dass ab dem Zeitpunkt der Anwendbarkeit des § 32 WEG bei Weiterbestehen zumindest eines Altmietverhältnisses bis zu dessen Beendigung der gesetzliche Verteilungsschlüssel des § 32 Abs 1 zweiter Satz WEG gilt.

Der vom Gesetzgeber gewünschten Harmonisierung unterschiedlicher Verrechnungssysteme im „Altmiethaus“ bedarf es im Hinblick auf § 37 Abs 5 WEG bereits ab dem Zeitpunkt, zu welchem der gesetzliche Verteilungsschlüssel des § 32 Abs 1 zweiter Satz WEG gilt.

Die Feststellung eines Verteilungsschlüssels mit Rechtskraft‑ und Bindungswirkung für alle Mieter kann nur erreicht werden, wenn die Hauptmieter als materielle Parteien dem Verfahren beigezogen werden.

Das gilt sinngemäß auch für ein Verfahren nach § 37 Abs 2a MRG. Das bedeutet, dass das Erstgericht im fortzusetzenden Verfahren nicht nur die Miteigentümer der Liegenschaft ‑ deren Parteienbezeichnung zu aktualisieren sein wird ‑, sondern auch sämtliche Mieter zu beteiligen hat.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 255/12d
    Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 255/12d
  • 5 Ob 139/14y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 139/14y
    Auch; Beisatz: Ein vor Wohnungseigentumsbegründung am Mietobjekt mit dem Wohnungseigentumsbewerber geschlossener Mietvertrag begründet nach § 2 Abs 1 Satz 3 erster Halbsatz MRG das Hauptmietverhältnis zunächst mit dem Alleineigentümer oder allen Miteigentümern der Liegenschaft und eben nicht nur mit dem Wohnungseigentumsbewerber. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128963

Im RIS seit

18.09.2013

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_20130418_OGH0002_0050OB00255_12D0000_001

Entscheidungstext 5Ob139/14y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

immolex‑LS 2014/82 = ecolex 2015/180 S 466 - ecolex 2015,466 = MietSlg 66.355 = MietSlg 66.518 = MietSlg 66.523

Geschäftszahl

5Ob139/14y

Entscheidungsdatum

04.09.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen und Hofräte Dr. Lovrek, Dr. Höllwerth, Dr. Grohmann und Mag. Wurzer als weitere Richter in der wohnrechtlichen Außerstreitsache der Antragsteller 1. Ing. Mag. Andreas B*****, 2. Ulrike B*****, 3. Prof. Dr. Gerhard G*****, 4. Mag. Alice G*****, 5. Dr. Josef F*****, 6. Dr. Corinna E*****, Fünftantragsteller vertreten durch Burghofer Rechtsanwalts GmbH in Wien, die übrigen Antragsteller vertreten durch Mag. Arno Pajek, Rechtsanwalt in Wien, gegen die Antragsgegner 1. Werner Z*****, 2. Mag. Andreas Z*****, 3. Hubert W*****, alle vertreten durch Mag. Claudia Vitek, Rechtsanwältin in Wien, wegen § 52 Abs 1 Z 16 WEG, über den Revisionsrekurs der Erst-, Zweit-, Dritt-, Viert- und Sechstantragsteller gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 22. April 2014, GZ 40 R 296/13w-40, mit dem infolge Rekurses der Antragsgegner der Sachbeschluss des Bezirksgerichts Hernals vom 2. September 2013, GZ 6 Msch 7/12k-33, aufgehoben wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die Kosten des Revisionsrekursverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Die Antragsteller und die Antragsgegner sind mit Ausnahme des Erstantragsgegners Miteigentümer einer Liegenschaft in W*****. Im Grundbuch ist die Zusage der Einräumung des Wohnungseigentums nach § 24a WEG 1975 bzw das Recht der Übertragung des Rechts auf Wohnungseigentumseinräumung nach § 40 Abs 2 WEG 2002 angemerkt. Wohnungseigentum wurde im Grundbuch noch nicht eingetragen. Der Erstantragsgegner verwaltete die Liegenschaft von 1. 1. 2008 bis 31. 12. 2011. Zu seinen Gunsten ist auf dem Miteigentumsanteil des Zweitantragsgegners ein Fruchtgenussrecht eingetragen.

Die Erst- bis Viertantragsteller (im Folgenden zur Vereinfachung auch als Antragsteller bezeichnet) begehrten mit dem am 28. 6. 2012 beim Erstgericht eingebrachten Antrag, dem Erstantragsgegner als ehemaligem Hausverwalter die Legung einer ordentlichen Abrechnung iSd § 34 WEG für die Jahre 2008 bis 2011 aufzutragen. Sie beriefen sich auf die Unrichtigkeit der vorgelegten Abrechnungen. Für die Verrechnung der laufenden Kosten (Betriebskosten und öffentliche Abgaben) werde zwar richtigerweise der Nutzflächenschlüssel herangezogen. In die Berechnung der Nutzfläche seien aber einige Flächen, nämlich die Kellerfläche eines Geschäftslokals, die Fläche eines als Lager für ein Geschäftslokal genutzten Hofgebäudes sowie einzelnen Bestandobjekten zugewiesene Gang-WCs nicht berücksichtigt worden.

Die Antragsgegner wendeten insbesondere ein, dass für die Abrechnung nach Nutzflächen § 17 MRG gelte. Die strittigen, objektiv nicht für Wohn- und Geschäftszwecke geeigneten Räumlichkeiten seien iSd § 17 Abs 2 MRG nicht nutzflächenrelevant.

Das Erstgericht trug dem Erstantragsgegner für die Jahre 2008 bis 2011 die Legung einer ordentlichen Abrechnung auf, in der - jeweils konkret bezeichnete - WCs und Kellerflächen als Teil der Nutzfläche zu berücksichtigen seien. Es traf ausführliche Feststellungen (ua) zu Benützungsvereinbarungen, Vermietungen, Ausstattung, Nutzungsmöglichkeit und tatsächlichen Nutzung der betroffenen Flächen. Es stellte insbesondere fest, dass das Geschäftslokal top 2 und Kellerräume mit Mietvertrag vom 3. 5. 2004 an den Betreiber eines Blumenhandels vermietet worden waren und auch andere Objekte (ab welchem Zeitpunkt, wurde nicht festgestellt) vermietet waren. Die Mieter durften jeweils ein bestimmtes Gang-WC ausschließlich nutzen. In der rechtlichen Beurteilung verwies es zur Nutzflächenrelevanz der Räumlichkeiten (ua) auf die objektiv zu beurteilende Eignung für Wohn- und Geschäftszwecke.

Das Rekursgericht hob über Rekurs der Antragsgegner den Sachbeschluss des Erstgerichts zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung auf. In der rechtlichen Beurteilung führte es zusammengefasst aus, dass aufgrund des bestehenden schlichten Miteigentums in Verbindung mit der Anmerkung der Zusage der Einräumung des Wohnungseigentums nach § 37 Abs 5 WEG für die Verwaltung der Liegenschaft und die Rechte der Miteigentümer die §§ 16 bis 34, 36 und 52 WEG gälten, demnach auch für die Durchsetzung der Rechnungslegungspflicht des Verwalters. Seit der WRN 2006 dürfe das Gericht bei inhaltlicher Unrichtigkeit der Abrechnung keinen Auftrag zur Richtigstellung der Jahresabrechnung erteilen und müsse sich auf die Feststellung der Unrichtigkeit sowie des sich aus der Richtigstellung ergebenden Überschuss- oder Fehlbetrags beschränken. Bei bestehenden Althauptmietverträgen über wohnungseigentumstaugliche Objekte seien mangels wirksamer Vereinbarung eines besonderen Verteilungsschlüssels nur die Beiträge zur Rücklage und die Kosten für die Erhaltung und Verbesserung nach dem wohnungseigentumsrechtlichen Verteilungsschlüssel, die sonstigen Aufwendungen jedoch zwingend nach dem Nutzflächenschlüssel des § 17 MRG zu verteilen. Jeder Wohnungseigentümer und jeder Mieter könne die Überprüfung des Aufteilungsschlüssels gemäß § 37 Abs 2a MRG (in Wien zunächst vor der Schlichtungsstelle) beantragen. Mangels Vorlage der Abrechnungen sei hier aber unklar geblieben, welche inhaltliche Unrichtigkeit die von Nutzflächen unabhängigen Abrechnungen enthielten. Der Antrag müsse schlüssig gestellt werden, zumal auch der vom Erstgericht erteilte Auftrag zur Rechnungslegung im Fall einer inhaltlichen Unrichtigkeit nicht zu erfolgen habe. Sollten „wider Erwarten“ die Nutzflächen dennoch relevant werden, sei eine offenbar strittige Zuordnung von Zubehör (Kellerflächen, Gang-WCs) zu einem wohnungseigentumstauglichen Objekt ausschließlich nach der Widmung vorzunehmen. Fehle diese, handle es sich um allgemeine Teile der Liegenschaft. Selbständige wohnungseigentumstaugliche Objekte wie das Hofgebäude könnten nur bei entsprechender Widmung allgemeine Teile oder Zubehör sein. Das bereits vorgelegte Gutachten zur Ermittlung der selbständigen Räumlichkeiten sei im weiteren Verfahren in die Erörterung miteinzubeziehen.

Rechtliche Beurteilung

Der von den Antragsgegnern beantwortete Revisionsrekurs der Erst- Zweit-, Dritt-, Viert- und Sechstantragsteller ist zur Klarstellung der Rechtslage zulässig, aber nicht berechtigt.

1. Zufolge § 37 Abs 5 WEG 2002 ist der gesetzliche Verteilungsschlüssel des § 32 Abs 1 WEG 2002 anzuwenden, sobald die Zusage der Einräumung des Wohnungseigentums angemerkt ist und zumindest ein Wohnungseigentumsbewerber bücherliches Miteigentum erworben hat. Diese Voraussetzungen lagen im hier relevanten Zeitraum der Abrechnung für die Jahre 2008 bis 2011 vor, was die Parteien auch nicht anzweifeln.

2. Die Aufwendungen der Liegenschaft einschließlich der Beiträge zur Rücklage sind nach § 32 Abs 1 Satz 1 WEG 2002 von den Miteigentümern nach dem Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile zu tragen. Besteht aber ein vor Wohnungseigentumsbegründung über ein wohnungseigentumstaugliches Objekt geschlossener Hauptmietvertrag nach diesem Zeitpunkt weiter, so sind nach Satz 2 leg cit - soweit nichts anderes rechtswirksam vereinbart wurde - nur die Beiträge zur Rücklage sowie die Kosten für die Erhaltung und Verbesserung nach der Regelung des ersten Satzes zu tragen, die übrigen Aufwendungen jedoch nach dem Aufteilungsschlüssel der für das vor Wohnungseigentumsbegründung eingegangene Hauptmiet-verhältnis maßgeblich ist.

3. Mit dieser Regelung wird die Verteilung eines Teils der Aufwendungen im „Altmiethaus“ dem mietrechtlichen Verteilungsschlüssel unterstellt, der mangels anderslautender wirksamer Vereinbarungen ex lege den wohnungseigentumsrechtlichen Schlüssel hinsichtlich bestimmter Aufwendungen verdrängt. Erst durch die Beendigung des letzten Altmietverhältnisses weicht der „partielle“ Nutzflächenschlüssel des § 32 Abs 1 zweiter Satz WEG 2002 dem wohnungseigentumsrechtlichen des ersten Satzes. Der mietrechtliche Verteilungsschlüssel gilt bereits ab dem Zeitpunkt der Anwendbarkeit des § 32 WEG 2002 bei Weiterbestehen zumindest eines Altmietverhältnisses iSd § 4 Abs 1 WEG und § 2 Abs 1 dritter Satz MRG, um der vom Gesetzgeber gewünschten Harmonisierung unterschiedlicher Verrechnungssysteme im „Altmiethaus“ Rechnung zu tragen (5 Ob 255/12d mwN = immolex 2014/4, 20 [Limberg]; RIS-Justiz RS0128963).

4. Nach Ansicht der Revisonsrekurswerber soll es sich im vorliegenden Fall deshalb nicht um ein „Altmiethaus“ handeln, weil der Mietvertrag über das Geschäftslokal top 2 erst nach jenem Zeitpunkt geschlossen wurde, ab dem zufolge § 37 Abs 5 WEG 2002 die Verteilung bereits nach den Grundsätzen des § 32 Abs 1 WEG 2002 zu erfolgen hatte. Dieser Zeitpunkt des Abschlusses nimmt dem Bestandverhältnis aber nicht die Qualifikation als „Altmietvertrag“ iSd § 4 Abs 1 WEG 2002 iVm § 2 Abs 1 Satz 3 MRG. Nach diesen Bestimmungen geht erst mit der Begründung von Wohnungseigentum die Rechtsstellung des Vermieters (bei Miteigentum der Vermieter) ex lege auf den Wohnungseigentümer über (A. Fenyves in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht³, § 2 MRG Rz 18 mwN; A. Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht³ § 4 WEG Rz 6 je mwN; zu § 4 WEG: RIS-Justiz RS0124154; zu § 2 MRG: RS0115577). Ein vor Wohnungseigentumsbegründung am Mietobjekt mit dem Wohnungseigentumsbewerber geschlossener Mietvertrag begründet nach § 2 Abs 1 Satz 3 erster Halbsatz MRG das Hauptmietverhältnis zunächst mit dem Alleineigentümer oder allen Miteigentümern der Liegenschaft und eben nicht nur mit dem Wohnungseigentumsbewerber.

5. Es kommt daher für das Bestehen eines, die partielle Anwendung des mietrechtlichen Nutzflächenschlüssels auslösenden „Altmietverhältnisses“ nur darauf an, dass es noch vor der Wohnungseigentumsbegründung, also der Einverleibung des Wohnungseigentums im Grundbuch zustande gekommen ist.

6. Jeder Wohnungs- und Miteigentümer ist berechtigt, die Verteilung der mietrechtlich überwälzbaren Aufwendungen gemäß § 37 Abs 2a MRG im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren überprüfen zu lassen. „Überprüfung der Aufteilung“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Überprüfung der Richtigkeit des für die betreffenden Aufwendungen geltenden Verteilungsschlüssels, während die richtige Zuordnung nicht in diesem Verfahren, sondern allenfalls nach § 52 Abs 1 Z 6 WEG 2002 überprüfbar ist (EMHausmann in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht³, § 32 WEG Rz 33).

7. Die Antragsteller bemängelten nach dem Antragsvorbringen die für die Jahre 2008 bis 2011 vom ehemaligen Hausverwalter gelegten Abrechnungen hinsichtlich der Verrechnung von Betriebskosten nach dem ihrer Ansicht unrichtigen, weil bestimmte Flächen nicht einbeziehenden Nutzflächenschlüssel. Es geht ihnen also offenbar nicht um Fragen des wohnungseigentumsrechtlichen Verteilungsschlüssels für Beiträge zur Rücklage oder zur Erhaltung und Verbesserung, sondern des mietrechtlichen Nutzflächenschlüssels iSd § 17 MRG. Sämtliche wohnungseigentumsrechtlichen Überlegungen des Rekursgerichts zur Widmung der (auch wohnungseigentumstauglicher) Räumlichkeiten, deren Einbeziehung in die Gesamtnutzfläche des Hauses umstritten ist, als Zubehör zum Wohnungseigentum oder allgemeine Teile der Liegenschaft iSd § 2 Abs 4 WEG 2002 sowie zur Bedeutung eines vorliegenden Nutzwertgutachtens wären daher nicht relevant. Ob die Räumlichkeiten nach maßgeblichen mietrechtlichen Kriterien in die Nutzfläche einzubeziehen sind, richtet sich - wie schon vom Erstgericht zutreffend erkannt - zunächst nach ihrer objektiv nach dem Ausstattungszustand zu beurteilenden Eignung für Wohn- und Geschäftszwecke (RIS-Justiz RS0070105). Auch sogenannte nutzungsneutrale Objekte, wie zu gewerblicher Lagerung geeignete Kellerräume, sind nach ihrer Widmung zu Geschäftszwecken in die Nutzfläche einzubeziehen (RIS-Justiz RS0069889). Die Flächen mitgemieteter oder ausschließlich dem Mieter zur Alleinbenützung zugewiesene Räume (wie hier Gang-WCs) können in die Nutzfläche der gemieteten Wohnung oder Geschäftsräumlichkeit einbezogen werden (RIS-Justiz RS0114994).

8. Ungeachtet dieser Erwägungen ist die Ansicht des Rekursgerichts zur Unschlüssigkeit und nötigen (erstmaligen) Erörterung des Begehrens der Antragsteller dennoch berechtigt. Ihr ausdrücklich nach § 52 Abs 1 Z 6 WEG 2002 gestellter Antrag auf Legung einer Abrechnung durch den ehemaligen Hausverwalter steht mit ihrem Sachvorbringen zur angeblichen Unrichtigkeit eines mietrechtlichen Nutzflächenschlüssels nicht in Einklang. Seit der Neufassung des § 34 Abs 3 WEG durch die WRN 2006 BGBl I 2006/124 hat das Gericht bei Überprüfung der Richtigkeit einer Abrechnung auch nicht den in diesem Fall begehrten Auftrag an den Verwalter zur Richtigstellung der Abrechnung zu erlassen, sondern die Unrichtigkeit der einzelnen Positionen konkret festzustellen (RIS-Justiz RS0126486). Die bemängelten Abrechnungen wurden nicht vorgelegt, sodass noch nicht eindeutig geklärt ist, welche Positionen nach welchem Schlüssel abgerechnet wurden und inwieweit die Abrechnung konkreter Positionen die Antragsteller belastet. Erst nach Klarstellung des von den Antragstellern angestrebten Rechtsschutzziels kann beurteilt werden, ob sie ihr Begehren in einem Verfahren nach § 37 Abs 2a MRG mit Beiziehung aller Mieter der Liegenschaft (5 Ob 255/12d) oder in einem Verfahren nach § 52 Abs 1 WEG 2002 geltend zu machen haben. Dabei wird abhängig von der jeweiligen Verfahrensart auf die Parteistellung der Antragsgegner und die Vorschaltung der Schlichtungsstelle (vgl zu § 37 Abs 2a MRG Stabentheiner/Wais, Die Wohnrechtsnovelle 1997, ÖJZ 1997, 199; vgl ErlRV 555 BlgNR 20. GP, 20) Bedacht zu nehmen sein.

9. Die Antragsgegner bekämpften in ihrem Rekurs den Auftrag zur Erstellung einer Abrechnung hinsichtlich der angeordneten Einbeziehung eines Kellerraums in die Nutzfläche, nicht aber der übrigen Räumlichkeiten. Die Aufhebung des erstinstanzlichen Sachbeschlusses zur Gänze verstößt aber nicht gegen den Grundsatz der Teilrechtskraft, wie die Revisonsrekurswerber meinen. Nachdem noch völlig offen ist, welches Begehren die Antragsteller überhaupt verfolgen und welches wohnrechtliche Verfahren dafür zur Verfügung steht, kann von einer selbständigen, teilrechtskraftfähigen Beurteilung einzelner strittiger Positionen einer Abrechnung nicht die Rede sein. In diesem Fall liegt ein untrennbarer Zusammenhang vor, der nach der Rechtsprechung auch im Außerstreitverfahren den Eintritt einer Teilrechtskraft verhindert (RIS-Justiz RS0013296, RS0007209; RS0007269).

10. Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 Abs 2 WEG iVm § 37 Abs 3 Z 17 MRG und § 78 Abs 1 Satz 2 AußStrG.

Schlagworte

Außerstreitiges Wohnrecht

Textnummer

E108897

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0050OB00139.14Y.0904.000

Im RIS seit

06.11.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2016

Dokumentnummer

JJT_20140904_OGH0002_0050OB00139_14Y0000_000