Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob725/50 Rkv144/53 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035756

Geschäftszahl

1Ob725/50; Rkv144/53; 2Ob486/57; 1Ob84/71; 8Ob30/73; 8Ob502/76 (8Ob503/76); 5Ob545/76; 2Ob504/80; 1Ob510/81 (1Ob511/81); 2Ob12/97x; 6Ob345/97x; 1Ob131/14t; 7Ob101/16b

Entscheidungsdatum

14.02.1951

Norm

RAO §28 lith
RAO §34 Abs4
ZPO §30
ZPO §64 Abs1 Z3

Rechtssatz

Die Bestellung zum Vertreter durch die Rechtsanwaltskammer gemäß § 28 lit h RAO begründet noch kein Vollmachtsverhältnis zwischen dem Vertreter und dem Klienten des Vertretenen Anwaltes.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 725/50
    Entscheidungstext OGH 14.02.1951 1 Ob 725/50
    Veröff: SZ 24/39 = EvBl 1951/123 S 174
  • Rkv 144/53
    Entscheidungstext OGH 12.12.1953 Rkv 144/53
  • 2 Ob 486/57
    Entscheidungstext OGH 04.12.1957 2 Ob 486/57
    Beisatz: Vgl auch das im Akt 9 Os 6/65 erliegende Schreiben an einen Ausschuss der Rechtsanwaltskammer, wonach der zum Gerichtstag ohne Vollmacht erschienene Vertreter des Armenvertreters, mit seinem Einverständnis selbst zum Armenvertreter bestellt wurde; dies wurde der Rechtsanwaltskammer selbst Kenntnisnahme und Festhaltung im Vormerk über die Bestellung von Armenvertretern mitgeteilt. (T1)
  • 1 Ob 84/71
    Entscheidungstext OGH 14.05.1971 1 Ob 84/71
    Veröff: SZ 44/43 = EvBl 1972/44 S 73 = RZ 1971,175
  • 8 Ob 30/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1973 8 Ob 30/73
  • 8 Ob 502/76
    Entscheidungstext OGH 18.02.1976 8 Ob 502/76
    Veröff: SZ 49/25; hiezu kritisch Stölzle AnwBl 1979,300f)
  • 5 Ob 545/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 545/76
  • 2 Ob 504/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 504/80
    Beisatz: Verfahrenshilfevertreter nach § 64 Abs 1 Z 3 ZPO. (T2)
  • 1 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 510/81
    Auch
  • 2 Ob 12/97x
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 2 Ob 12/97x
  • 6 Ob 345/97x
    Entscheidungstext OGH 19.03.1998 6 Ob 345/97x
    Veröff: SZ 71/54
  • 1 Ob 131/14t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 131/14t
    Auch; Beisatz: Der in § 34 Abs 4 letzter Satz RAO geregelte Ausnahmefall, in dem dem mittlerweiligen Stellvertreter auch die Stellung eines Substituten zukommt, liegt bei endgültiger Beendigung der Rechtsanwaltschaft des ursprünglichen Prozessvertreters nicht vor. (T3)
  • 7 Ob 101/16b
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 101/16b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0035756

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19510214_OGH0002_0010OB00725_5000000_001

Rechtssatz für 6Ob209/70 6Ob304/70 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037023

Geschäftszahl

6Ob209/70; 6Ob304/70; 1Ob84/71; 4Ob2/72; 8Ob30/73; 5Ob128/74; 3Ob78/75 (3Ob79/75 -3Ob82/75); 5Ob303/78; 5Ob165/78; 7Ob618/78 (7Ob619/78 -7Ob629/78); 2Ob504/80; 1Ob715/81; 7Ob678/82; 1Ob518/84; 1Ob663/84; 4Ob12/85; 10ObS341/88; 6Ob702/90; 10ObS261/91; 8Ob607/92; 5Ob1533/95; 2Ob2007/96b; 10ObS2047/96v; 2Ob12/97x; 10ObS56/97a; 1Ob2377/96g; 10ObS384/97m; 10ObS90/98b; 9Ob376/97b; 9Ob321/98s; 8ObS42/99y; 6Ob106/01h; 3Ob9/02y; 8Fsc1/03v; 9Ob86/03t; 9Ob40/03b; 5Ob90/05d; 10Ob80/05w; 3Ob85/06f; 9ObA70/06v; 4Ob109/07v; 5Ob249/07i; 3Ob171/08f; 1Ob205/09t; 7Ob85/10s; 1Ob176/11f; 10Ob99/11y; 10ObS126/12w; 3Ob238/12i; 1Ob131/14t; 9ObA9/15m; 9ObA52/15k; 9Ob33/15s; 4Ob3/18x; 2Ob46/18f (2Ob100/18x); 6Ob59/19y

Entscheidungsdatum

16.09.1970

Norm

AußStrG 2005 §25
AußStrG 2005 §26
ZPO §163

Rechtssatz

Das Gericht kann über ein nach Eintritt der Unterbrechung des Verfahrens eingebrachtes Rechtsmittel, solange das Verfahren nicht wieder aufgenommen ist, nicht meritorisch entscheiden, sondern kann nur mit der Zurückweisung dieses Rechtsmittels beziehungsweise der erstatteten Rechtsmittelschriften vorgehen. Dieser Grundsatz erleidet allerdings dort eine Durchbrechung, wo sich eine Partei durch eine trotz bereits erfolgter Verfahrensunterbrechung erfolgte gerichtliche Entscheidung beschwert erachtet. Ihr kann nicht verwehrt werden, die ihr zugestellte Entscheidung anzufechten.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 209/70
    Entscheidungstext OGH 16.09.1970 6 Ob 209/70
    Veröff: SZ 43/158 = EvBl 1971/59 S 99
  • 6 Ob 304/70
    Entscheidungstext OGH 08.01.1971 6 Ob 304/70
    nur: Das Gericht kann über ein nach Eintritt der Unterbrechung des Verfahrens eingebrachtes Rechtsmittel, solange das Verfahren nicht wieder aufgenommen ist, nicht meritorisch entscheiden, sondern kann nur mit der Zurückweisung dieses Rechtsmittels beziehungsweise der erstatteten Rechtsmittelschriften vorgehen. (T1)
  • 1 Ob 84/71
    Entscheidungstext OGH 15.04.1971 1 Ob 84/71
    nur T1; Veröff: SZ 44/43 = RZ 1971,175
  • 4 Ob 2/72
    Entscheidungstext OGH 29.02.1972 4 Ob 2/72
    Veröff: SZ 45/19 = JBl 1973,46
  • 8 Ob 30/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1973 8 Ob 30/73
    nur T1
  • 5 Ob 128/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 128/74
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 78/75
    Entscheidungstext OGH 22.04.1975 3 Ob 78/75
    Beisatz: Hier §§ 168, 442 in Verbindung mit § 396 ZPO (T2)
    Veröff: SZ 48/46 = EvBl 1976/26 S 48
  • 5 Ob 303/78
    Entscheidungstext OGH 19.09.1978 5 Ob 303/78
    nur T1; Beisatz: Und das anschließende Verfahren für nichtig erklären (T3)
  • 5 Ob 165/78
    Entscheidungstext OGH 08.11.1978 5 Ob 165/78
    Veröff: SZ 51/150
  • 7 Ob 618/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 7 Ob 618/78
    nur T1
  • 2 Ob 504/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 504/80
    Beisatz: Darin liegt nicht eine Weiterführung des unterbrochenen Verfahrens "in Ansehung der anhängigen Streitsache" im Sinne des § 163 Abs 2 ZPO. (T4)
  • 1 Ob 715/81
    Entscheidungstext OGH 17.09.1981 1 Ob 715/81
    nur T1; Veröff: SZ 54/123
  • 7 Ob 678/82
    Entscheidungstext OGH 09.09.1982 7 Ob 678/82
    nur T1; Veröff: EvBl 1982/86 S 299
  • 1 Ob 518/84
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 518/84
    nur T1
  • 1 Ob 663/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 663/84
    Beis wie T4
  • 4 Ob 12/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 4 Ob 12/85
    Vgl auch; nur T1
  • 10 ObS 341/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 10 ObS 341/88
    nur T1
  • 6 Ob 702/90
    Entscheidungstext OGH 10.01.1991 6 Ob 702/90
  • 10 ObS 261/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 10 ObS 261/91
    Veröff: SSV - NF 5/105
  • 8 Ob 607/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 607/92
  • 5 Ob 1533/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 5 Ob 1533/95
    Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch im Falle der Erhebung einer außerordentlichen Revision, weil durch die infolge Konkurseröffnung eingetretene Unterbrechung des Verfahrens dem Revisionsgegner die diesem - auch ohne vorausgehende Freistellung einer Revisionsbeantwortung (§ 508a Abs 2 letzter Satz ZPO) - eingeräumte Möglichkeit zur Erstattung einer Gegenschrift genommen ist und weil der Oberste Gerichtshof selbst eine ihm möglicherweise notwendige Freistellung einer Revisionsbeantwortung nicht verfügen dürfte. (T5)
  • 2 Ob 2007/96b
    Entscheidungstext OGH 14.03.1996 2 Ob 2007/96b
    nur T1
  • 10 ObS 2047/96v
    Entscheidungstext OGH 09.04.1996 10 ObS 2047/96v
    nur: Das Gericht kann über ein nach Eintritt der Unterbrechung des Verfahrens eingebrachtes Rechtsmittel, solange das Verfahren nicht wieder aufgenommen ist, nicht meritorisch entscheiden. (T6)
  • 2 Ob 12/97x
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 2 Ob 12/97x
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 56/97a
    Entscheidungstext OGH 07.03.1997 10 ObS 56/97a
    nur T6
  • 1 Ob 2377/96g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2377/96g
    nur T6
  • 10 ObS 384/97m
    Entscheidungstext OGH 04.11.1997 10 ObS 384/97m
    nur T6
  • 10 ObS 90/98b
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 90/98b
    nur T6
  • 9 Ob 376/97b
    Entscheidungstext OGH 14.01.1998 9 Ob 376/97b
    Auch; nur: Dieser Grundsatz erleidet allerdings dort eine Durchbrechung, wo sich eine Partei durch eine trotz bereits erfolgter Verfahrensunterbrechung erfolgte gerichtliche Entscheidung beschwert erachtet. Ihr kann nicht verwehrt werden, die ihr zugestellte Entscheidung anzufechten. (T7)
    Beisatz: Wenn sie damit einen Verstoß gegen § 7 KO geltend machen will. (T8)
  • 9 Ob 321/98s
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 Ob 321/98s
    Auch; Beis wie T8
  • 8 ObS 42/99y
    Entscheidungstext OGH 09.09.1999 8 ObS 42/99y
    Auch; nur T6
  • 6 Ob 106/01h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 106/01h
    Beis wie T4
  • 3 Ob 9/02y
    Entscheidungstext OGH 24.04.2002 3 Ob 9/02y
    nur T1
  • 8 Fsc 1/03v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 8 Fsc 1/03v
    Auch
  • 9 Ob 86/03t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 86/03t
    Beisatz: Rechtsmittel zur Klärung der Frage, ob eine Unterbrechung überhaupt vorliegt oder nicht, bleiben zulässig. (T9)
  • 9 Ob 40/03b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 40/03b
    Auch; nur T1; Beisatz: Dies gilt aber nur dann, wenn sie nicht der Sicherung der Unterbrechungswirkung beziehungsweise der Klärung der Frage dienen, ob eine Unterbrechung überhaupt vorliegt. (T10)
  • 5 Ob 90/05d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2005 5 Ob 90/05d
    nur T1; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 80/05w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 10 Ob 80/05w
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 85/06f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 85/06f
    Vgl; nur T1; Beisatz: Rechtsmittel, die nach Eintritt der Unterbrechung des Verfahrens und während deren Wirkung eingebracht wurden, sind zurückzuweisen, wenn sie nicht der Sicherung der Unterbrechungswirkung oder der Klärung der Frage dienen, ob eine Unterbrechung überhaupt eingetreten ist. (T11)
    Beisatz: Hier: Unterbrechung nach § 25 f AußStrG 2005. (T12)
  • 9 ObA 70/06v
    Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 ObA 70/06v
    nur T1
  • 4 Ob 109/07v
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 109/07v
    nur T1
  • 5 Ob 249/07i
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 5 Ob 249/07i
    Vgl auch; Beisatz: Wenn der Erhebung des Rechtsmittels die Unterbrechung des Verfahrens entgegensteht und es daher zurückzuweisen ist, dann liegt kein zulässiges Rechtsmittel vor. (T13)
    Veröff: SZ 2008/2
  • 3 Ob 171/08f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 171/08f
    Auch
  • 1 Ob 205/09t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 1 Ob 205/09t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 7 Ob 85/10s
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 85/10s
    Vgl; nur T6
  • 1 Ob 176/11f
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 176/11f
    Auch; Beis wie T11
  • 10 Ob 99/11y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 99/11y
    Auch
  • 10 ObS 126/12w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 126/12w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 3 Ob 238/12i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 238/12i
    Auch; nur T6
  • 1 Ob 131/14t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 131/14t
    Auch
  • 9 ObA 9/15m
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 9/15m
    Auch
  • 9 ObA 52/15k
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 52/15k
    Auch
  • 9 Ob 33/15s
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 9 Ob 33/15s
    Auch
  • 4 Ob 3/18x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 3/18x
    Auch; Veröff: SZ 2018/3
  • 2 Ob 46/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 46/18f
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 6 Ob 59/19y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 59/19y
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0037023

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19700916_OGH0002_0060OB00209_7000000_001

Rechtssatz für 5Ob545/76 2Ob504/80 Bkd...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035720

Geschäftszahl

5Ob545/76; 2Ob504/80; Bkd72/85; 2Ob12/97x; 3Ob321/97w; 3Ob308/97h; 9Ob86/03t; 1Ob211/03s; 4Ob109/07v; 4Ob229/07s; 10ObS126/12w; 1Ob131/14t

Entscheidungsdatum

11.05.1976

Norm

RAO §28 lith
ZPO §30
ZPO §160

Rechtssatz

Mit der Einstellung der Ausübung der Rechtsanwaltschaft (hier durch Emeritierung) wird der Gerichtshofprozess auch dann unterbrochen, wenn ein mittlerweiliger Stellvertreter bestellt wird.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 545/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 545/76
  • 2 Ob 504/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 504/80
    Beisatz: Auch bei Bestellung eines Substituten, weil dieser nur berechtigt ist, für einen anderen Rechtsanwalt einzuschreiten, solange der Substituent selbst noch den Anwaltsberuf auszuüben fähig und berechtigt ist (hier: Unterbrechung des Revisionsverfahrens). (T1)
  • Bkd 72/85
    Entscheidungstext OGH 14.10.1985 Bkd 72/85
    Vgl
  • 2 Ob 12/97x
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 2 Ob 12/97x
  • 3 Ob 321/97w
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 321/97w
  • 3 Ob 308/97h
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 308/97h
    Ähnlich; Beisatz: Wird über das Vermögen des Rechtsanwaltes rechtskräftig der Konkurs eröffnet, reicht die Bestellung eines mittlerweiligen Stellvertreters durch die Rechtsanwaltskammer nicht aus; auch in einem solchen Fall wird der Prozess bei Anwaltspflicht unterbrochen. (T2)
  • 9 Ob 86/03t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 86/03t
    Auch; Beisatz: Diese Bestellung kann weder die Vollmachtserteilung noch die Bestellung zum Verfahrenshelfer ersetzen. (T3)
  • 1 Ob 211/03s
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 211/03s
    Auch; Beis wie T1 nur: Hier: Unterbrechung des Revisionsverfahrens. (T4); Beisatz: Verzicht auf Ausübung der Rechtsanwaltschaft nach § 34 Abs 1 lit d RAO. (T5)
  • 4 Ob 109/07v
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 109/07v
  • 4 Ob 229/07s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 229/07s
    Auch; Beis wie T2 nur: Wird über das Vermögen des Rechtsanwaltes rechtskräftig der Konkurs eröffnet, wird der Prozess bei Anwaltspflicht unterbrochen. (T6); Veröff: SZ 2008/65
  • 10 ObS 126/12w
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 10 ObS 126/12w
    Auch
  • 1 Ob 131/14t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 131/14t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0035720

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2014

Dokumentnummer

JJR_19760511_OGH0002_0050OB00545_7600000_001

Entscheidungstext 1Ob131/14t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

NZ 2015/92 S 279 - NZ 2015,279 = MietSlg 66.665

Geschäftszahl

1Ob131/14t

Entscheidungsdatum

24.07.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Mag. Wurzer, Mag. Dr. Wurdinger und die Hofrätin Dr. Hofer-Zeni-Rennhofer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. P***** W*****, vormals vertreten durch Dr. Walter Riedl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei Republik Österreich, vertreten durch die Finanzprokuratur in Wien, wegen 6.750 EUR sA und Feststellung (Streitwert 25.000 EUR), über die im Namen der klagenden Partei erhobene außerordentliche Revision des Einschreiters Dr. Martin Riedl, Rechtsanwalt, Wien 1, Franz-Josefs-Kai 5 (mittlerweiliger Stellvertreter des emeritierten Rechtsanwalts Dr. Walter Riedl), gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 28. Mai 2014, GZ 14 R 24/14y-11, mit dem das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien vom 15. Jänner 2014, GZ 31 Cg 31/13a-6, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Nachdem der ursprüngliche Prozessvertreter des Klägers Berufung gegen das Ersturteil erhoben hatte, verzichtete er mit Ablauf des 30. 4. 2014 auf die Ausübung der Rechtsanwaltschaft. Das Urteil des Berufungsgerichts wurde seinem (nunmehr einschreitenden) mittlerweiligen Stellvertreter am 18. 6. 2014 zugestellt. Dieser erhob dagegen am 4. 7. 2014 außerordentliche Revision, die das Erstgericht dem Obersten Gerichtshof vorlegte.

Rechtliche Beurteilung

Das Rechtsmittel ist in diesem Verfahrensstadium unzulässig.

Gemäß § 160 Abs 1 ZPO tritt die Unterbrechung des Verfahrens ein, wenn der Rechtsanwalt einer Partei unfähig wird, die Vertretung der Partei fortzuführen (vgl dazu nur Gitschthaler in Rechberger4 § 160 ZPO Rz 3), sofern in diesem Verfahren - wie hier - die Vertretung durch Rechtsanwälte gesetzlich geboten ist. Die Unterbrechung dauert so lange an, bis die Partei einen anderen Rechtsanwalt bestellt und von diesem Rechtsanwalt seine Bestellung unter gleichzeitiger Aufnahme des Verfahrens dem Gegner angezeigt wird. Derartiges ist in diesem Verfahren nicht geschehen. Der einschreitende Rechtsanwalt hat vielmehr über Aufforderung des Revisionsgerichts klargestellt, dass der Kläger ihm selbst keine Vollmacht erteilt hat und er lediglich in seiner Funktion als mittlerweiliger Stellvertreter des ursprünglichen Klagevertreters einschreitet.

Mit der Einstellung der Ausübung der Rechtsanwaltschaft wird ein Anwaltsprozess aber auch dann unterbrochen, wenn ein mittlerweiliger Stellvertreter bestellt wird (RIS-Justiz RS0035720). Die Bestellung zum Vertreter durch die Rechtsanwaltskammer gemäß § 28 lit h RAO begründet kein Vollmachtsverhältnis zwischen dem Vertreter und dem Klienten des vertretenen Anwalts (RIS-Justiz RS0035756). Der in § 34 Abs 4 letzter Satz RAO geregelte Ausnahmefall, in dem dem mittlerweiligen Stellvertreter auch die Stellung eines Substituten zukommt, liegt bei endgültiger Beendigung der Rechtsanwaltschaft des ursprünglichen Prozessvertreters nicht vor.

So lange das Verfahren nicht wieder aufgenommen ist, kann über ein nach Eintritt der Unterbrechung eingebrachtes Rechtsmittel nicht meritorisch entschieden werden; vielmehr ist mit Zurückweisung des Rechtsmittels vorzugehen (RIS-Justiz RS0037023). Das Erstgericht wird den Kläger aufzufordern haben, einen anderen Rechtsanwalt zu bestellen. Nachdem dies erfolgt ist, ist unter gleichzeitiger Aufnahme des Verfahrens das Urteil des Berufungsgerichts dem neuen Prozessvertreter zuzustellen.

Textnummer

E108327

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0010OB00131.14T.0724.000

Im RIS seit

03.09.2014

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2015

Dokumentnummer

JJT_20140724_OGH0002_0010OB00131_14T0000_000