Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob443/53 2Ob186/62 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016230

Geschäftszahl

3Ob443/53; 2Ob186/62; 5Ob297/64; 5Ob331/65; 8Ob122/66; 7Ob138/67; 7Ob55/74; 7Ob131/75; 6Ob601/80; 7Ob587/80; 5Ob695/82; 1Ob653/83; 6Ob878/82; 3Ob612/83; 7Ob526/85; 7Ob596/88; 7Ob568/95; 8Ob2361/96f; 1Ob34/98a; 6Ob334/00m; 5Ob19/02h; 1Ob23/04w; 8Ob57/14m; 4Ob29/17v

Entscheidungsdatum

01.07.1953

Norm

ABGB §871 BIV
ABGB §1385 A

Rechtssatz

Gemeinsamer Irrtum.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 443/53
    Entscheidungstext OGH 01.07.1953 3 Ob 443/53
    Veröff: 1953/388 S 492
  • 2 Ob 186/62
    Entscheidungstext OGH 22.06.1962 2 Ob 186/62
  • 5 Ob 297/64
    Entscheidungstext OGH 17.12.1964 5 Ob 297/64
  • 5 Ob 331/65
    Entscheidungstext OGH 20.01.1966 5 Ob 331/65
  • 8 Ob 122/66
    Entscheidungstext OGH 26.04.1966 8 Ob 122/66
    Beisatz: Voraussetzungen des § 871 ABGB zur Vertragsaufhebung nicht erforderlich. (Irrtum über Urheberschaft eine Gemäldes). (T1)
    Veröff: EvBl 1966/352 S 461
  • 7 Ob 138/67
    Entscheidungstext OGH 19.09.1967 7 Ob 138/67
  • 7 Ob 55/74
    Entscheidungstext OGH 18.04.1974 7 Ob 55/74
    Beis wie T1 nur: Voraussetzungen des § 871 ABGB zur Vertragsaufhebung nicht erforderlich. (T2)
    Veröff: VerRdSch 1975,193 (Baumann)
  • 7 Ob 131/75
    Entscheidungstext OGH 04.09.1975 7 Ob 131/75
    Beisatz: Gemeinsamer wesentlicher Geschäftsirrtum bewirkt Unverbindlichkeit des Vertrages unabhängig von Voraussetzungen des § 871 ABGB. (T3)
  • 6 Ob 601/80
    Entscheidungstext OGH 18.06.1980 6 Ob 601/80
    Beis wie T3
  • 7 Ob 587/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 7 Ob 587/80
    Beis wie T2
  • 5 Ob 695/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
    Beis wie T2; Beisatz: Dies gilt auch bei der Vergleichsanfechtung wegen Irrtums. (T4)
  • 1 Ob 653/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 1 Ob 653/83
    Beis wie T2; Beisatz: Einer gerichtlichen Anfechtung wegen (gemeinsamen) Irrtums bedarf es nicht, wenn die Parteien den Vertrag einvernehmlich aufheben. (T5)
    Veröff: SZ 56/96
  • 6 Ob 878/82
    Entscheidungstext OGH 22.12.1983 6 Ob 878/82
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 612/83
    Entscheidungstext OGH 13.06.1984 3 Ob 612/83
    Beis wie T5; Veröff: SZ 57/108 = JBl 1985,677
  • 7 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 526/85
    Beis wie T3
  • 7 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 596/88
    Beis wie T3
  • 7 Ob 568/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 7 Ob 568/95
    Beis wie T2
  • 8 Ob 2361/96f
    Entscheidungstext OGH 12.12.1996 8 Ob 2361/96f
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 34/98a
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 34/98a
  • 6 Ob 334/00m
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 334/00m
    Beisatz: Irrtumsanfechtung ist auch möglich, wenn der Anfechtungsgegner den Irrtum nicht veranlasst hat. (T6)
  • 5 Ob 19/02h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 19/02h
  • 1 Ob 23/04w
    Entscheidungstext OGH 22.03.2004 1 Ob 23/04w
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Beisatz: Auch ein gemeinsamer Geschäftsirrtum der Vertragspartner kann die Anfechtung oder Anpassung des Vertrags rechtfertigen. (T7)
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0016230

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19530701_OGH0002_0030OB00443_5300000_001

Rechtssatz für 7Ob330/62 5Ob8/63 6Ob27...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014810

Geschäftszahl

7Ob330/62; 5Ob8/63; 6Ob271/71; 5Ob128/73; 7Ob148/74; 1Ob188/75; 1Ob708/77; 1Ob599/78; 7Ob579/81 (7Ob580/81); 4Ob524/85; 1Ob698/87; 6Ob735/88; 4Ob606/88; 6Ob614/89; 1Ob617/95; 5Ob144/98g; 9Ob213/02t; 5Ob4/03d; 1Ob119/04p; 3Ob111/09h; 8Ob57/14m

Entscheidungsdatum

28.11.1962

Norm

ABGB §870 A
ABGB §871 A

Rechtssatz

Die Geltendmachung von Arglist enthält die Anfechtung wegen Irrtums.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 330/62
    Entscheidungstext OGH 28.11.1962 7 Ob 330/62
  • 5 Ob 8/63
    Entscheidungstext OGH 07.02.1963 5 Ob 8/63
    Beisatz: Wenn ein Vertrag wegen Irreführung angefochten wurde, kann nach dem Klagebegehren auf Grund der Feststellung, dass eine gemeinschaftlicher Irrtum vorlag, entschieden werden. (T1) Veröff: SZ 36/22
  • 6 Ob 271/71
    Entscheidungstext OGH 10.11.1971 6 Ob 271/71
  • 5 Ob 128/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 5 Ob 128/73
    Veröff: SZ 46/84 = EvBl 1974/182 S 398
  • 7 Ob 148/74
    Entscheidungstext OGH 10.10.1974 7 Ob 148/74
    Beisatz: Weil List ein Sonderfall des Irrtums ist. (T2)
  • 1 Ob 188/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 188/75
  • 1 Ob 708/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 708/77
    Beisatz: Wenn das Tatsachenvorbringen auch die Voraussetzungen für die Irrtumsanfechtung enthält. (T3)
  • 1 Ob 599/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 599/78
  • 7 Ob 579/81
    Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 579/81
    Beisatz: Die gilt jedoch nicht umgekehrt, weil die List zusätzliche Tatbestandmerkmale erfordert, die beim Irrtum nicht vorhanden sein müssen (so schon 1 Ob 188/75). (T4)
  • 4 Ob 524/85
    Entscheidungstext OGH 15.10.1985 4 Ob 524/85
    Vgl auch; Beisatz: In der Behauptung der Irreführung ist auch der Einwand der List enthalten. (T5) Veröff: SZ 58/153 = RdW 1986,40
  • 1 Ob 698/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 1 Ob 698/87
    Beisatz: Das gilt jedoch nur, wenn das Tatsachenvorbringen des Anfechtenden auch die Voraussetzungen der Irrtumsanfechtung trägt. Das mag in der Regel bei dem vom anderen Teil veranlassten Irrtum gelten, nicht aber auch dann, wenn List behauptet, aber nur gemeinschaftlicher Irrtum festgestellt ist. (T6) Veröff: SZ 60/2884 = JBl 1988,57
  • 6 Ob 735/88
    Entscheidungstext OGH 12.01.1989 6 Ob 735/88
  • 4 Ob 606/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 606/88
    Beis wie T4
  • 6 Ob 614/89
    Entscheidungstext OGH 13.07.1989 6 Ob 614/89
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Beis wie T3; Beis wie T6
  • 5 Ob 144/98g
    Entscheidungstext OGH 26.05.1998 5 Ob 144/98g
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Die Anfechtung eines Vertrages wegen listiger Irreführung schließt zwar eine solche wegen veranlassten Irrtums ein, nicht jedoch wegen gemeinsamen Irrtums. Eine Anfechtung wegen gemeinsamen Irrtums ist nämlich mit der Behauptung, getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar (SZ 60/288), sodass sie besonders geltend gemacht werden muss. (T7)
  • 9 Ob 213/02t
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 Ob 213/02t
  • 5 Ob 4/03d
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 4/03d
    Auch; Beis ähnlich wie T7 nur: Die Anfechtung eines Vertrages wegen listiger Irreführung schließt zwar eine solche wegen veranlassten Irrtums ein. (T8)
  • 1 Ob 119/04p
    Entscheidungstext OGH 25.01.2005 1 Ob 119/04p
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 111/09h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 111/09h
    Auch
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Vgl; Beis ähnlich wie T7; nur: Eine Anfechtung bzw Anpassung wegen gemeinsamen Irrtums ist mit der Behauptung, (arglistig) getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0014810

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2014

Dokumentnummer

JJR_19621128_OGH0002_0070OB00330_6200000_001

Rechtssatz für 7Ob40/78 8Ob57/14m 4Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016226

Geschäftszahl

7Ob40/78; 8Ob57/14m; 4Ob29/17v

Entscheidungsdatum

07.09.1978

Norm

ABGB §871 BIV

Rechtssatz

Ein "gemeinsamer Irrtum" setzt voraus, dass beide Parteien demselben Irrtum unterliegen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 40/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 40/78
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0016226

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19780907_OGH0002_0070OB00040_7800000_001

Rechtssatz für 5Ob524/79 3Ob613/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014811

Geschäftszahl

5Ob524/79; 3Ob613/81; 1Ob778/81; 7Ob792/81; 3Ob651/82; 2Ob1501/83; 8Ob23/84; 3Ob553/87; 7Ob553/88; 2Ob113/89; 8Ob597/90; 7Ob529/91; 7Ob625/91; 1Ob529/92 (1Ob530/92); 1Ob548/92; 1Ob1574/92; 4Ob510/93; 7Ob575/93; 1Ob564/95; 1Ob1538/95; 1Ob617/95; 6Ob635/95; 2Ob2140/96m; 10Ob2066/96p; 9Ob312/97s; 4Ob301/97m; 2Ob382/97h; 10Ob70/98m; 2Ob509/96; 4Ob183/98k; 5Ob28/99z; 4Ob265/99w; 7Ob169/99z; 2Ob17/00i; 10Ob88/00i; 7Ob154/00y; 1Ob183/00v; 10Ob297/00z; 8Ob284/01z; 2Ob151/02y (2Ob152/02w); 7Ob140/02t; 3Ob25/03b; 2Ob254/04y; 6Ob27/05x; 7Ob129/06f; 6Ob132/06i; 8Ob36/07p; 4Ob130/09k; 3Ob111/09h; 6Ob268/09v; 9Ob50/10h; 10Ob30/11a; 2Ob176/10m; 8Ob19/12w; 4Ob11/13s; 7Ob23/13b; 3Ob23/13y; 8Ob57/14m; 1Ob191/15t; 9ObA10/16k; 1Ob56/17t; 6Ob52/18t; 9ObA67/18w; 8Ob1/19h

Entscheidungsdatum

20.02.1979

Norm

ABGB §870 CII
ABGB §879 BI
ABGB §933a
ABGB §1299 G
HGB §377 Abs5 B

Rechtssatz

Es besteht zwar keine allgemeine Rechtspflicht, den Geschäftspartner über alle Umstände aufzuklären, die auf seine Entschließung einen Einfluss haben können, doch ist sie dann zu bejahen, wenn der andere Teil nach den Grundsätzen des redlichen Geschäftsverkehrs eine Aufklärung erwarten durfte.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 524/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 524/79
    Veröff: SZ 52/22 = JBl 1980,424 (krit Bydlinski)
  • 3 Ob 613/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 3 Ob 613/81
    Ähnlich; Beisatz: Wenn ansonsten der Vertragszweck des Partners gefährdet würde oder diesem ein Schaden droht. Der Verkäufer verschweigt, dass mit der Erteilung einer Baugenehmigung nicht gerechnet werden kann, obwohl ihn aus wiederholten Äußerung des Käufers sein Bauabsicht bekannt war. (T1)
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Veröff: SZ 55/51
  • 7 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 792/81
    Auch
  • 3 Ob 651/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 651/82
    Auch; Beisatz: Keine Belehrungspflicht des Verkäufers, wenn Käufer keinen bestimmten Verwendungszweck genannt hat. (T2) Veröff: JBl 1984,41
  • 2 Ob 1501/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1983 2 Ob 1501/83
  • 8 Ob 23/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 8 Ob 23/84
  • 3 Ob 553/87
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 553/87
    Auch
  • 7 Ob 553/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 553/88
    Beisatz: Beim Kauf eines Unternehmens genügt zur Erfüllung der Offenlegungspflicht im allgemeinen die Überlassung derjenigen Unterlagen, aus denen sich die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wesentlichen Umstände ergeben. (T3) Veröff: WBl 1988,341
  • 2 Ob 113/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 113/89
    Beisatz: Diese Schutzpflicht endet an der Grenze objektiver Vorhersehbarkeit einer Gefährdung der Interessen des Gegners. (T4)
  • 8 Ob 597/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1991 8 Ob 597/90
  • 7 Ob 529/91
    Entscheidungstext OGH 04.04.1991 7 Ob 529/91
    Auch
  • 7 Ob 625/91
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 7 Ob 625/91
    Auch; Beis wie T1 nur: Wenn ansonsten der Vertragszweck des Partners gefährdet würde oder diesem ein Schaden droht. (T5) Veröff: JBl 1992,450
  • 1 Ob 529/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 529/92
    Auch
  • 1 Ob 548/92
    Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 548/92
    Auch; Beisatz: Jeder Teil muss somit grundsätzlich die eigenen Interessen selbst wahrnehmen. (T6) Veröff: ÖBA 1993,408 (Koch) = JBl 1992,711 = ecolex 1993,157
  • 1 Ob 1574/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 1574/92
    Auch; Beisatz: Generelle Aussagen, wann eine Aufklärungspflicht besteht, sind kaum möglich, vielmehr kommt es auf die Übung des redlichen Verkehrs an. (T7) Veröff: RZ 1993/95 S 280
  • 4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Absichtliches Verschweigen eines erheblichen Umstandes bedeutet List, wenn der andere nach den im redlichen Verkehr geltenden Gewohnheiten (§ 863 ABGB) oder aus besonderen Gründen verpflichtet ist, den Irrenden aufzuklären. (T8)
  • 7 Ob 575/93
    Entscheidungstext OGH 15.07.1993 7 Ob 575/93
    Auch; Beis wie T4; Veröff: ÖBA 1994,156
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Beis wie T7; Veröff: SZ 68/105
  • 1 Ob 1538/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 635/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 635/95
  • 2 Ob 2140/96m
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 2 Ob 2140/96m
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
    Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 9 Ob 312/97s
    Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 Ob 312/97s
  • 4 Ob 301/97m
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 301/97m
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 382/97h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 382/97h
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Aufklärungspflicht weiters dann zu bejahen, wenn der andere aus besonderen Gründen verpflichtet ist, den Irrenden aufzuklären. (T9)
  • 10 Ob 70/98m
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 70/98m
    Auch
  • 2 Ob 509/96
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 2 Ob 509/96
    nur: Es besteht keine allgemeine Rechtspflicht, den Geschäftspartner über alle Umstände aufzuklären, die auf seine Entschließung einen Einfluss haben können. (T10); Beis wie T3
  • 4 Ob 183/98k
    Entscheidungstext OGH 14.07.1998 4 Ob 183/98k
    Vgl; Veröff: SZ 71/125
  • 5 Ob 28/99z
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 5 Ob 28/99z
    Vgl; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 265/99w
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 265/99w
  • 7 Ob 169/99z
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 7 Ob 169/99z
  • 2 Ob 17/00i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 17/00i
    Vgl auch
  • 10 Ob 88/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 88/00i
    nur T10; Beis wie T3; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 154/00y
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 154/00y
  • 1 Ob 183/00v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 183/00v
    Veröff: SZ 73/160
  • 10 Ob 297/00z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 Ob 297/00z
    Vgl; Beis wie T7 nur: Generelle Aussagen, wann eine Aufklärungspflicht besteht, sind kaum möglich. (T11)
  • 8 Ob 284/01z
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 284/01z
  • 2 Ob 151/02y
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 2 Ob 151/02y
    Vgl auch; Beisatz: Ob und in welchem Umfang eine Aufklärungspflicht besteht, ist eine Frage des Einzelfalles. (T12)
  • 7 Ob 140/02t
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 140/02t
  • 3 Ob 25/03b
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 25/03b
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 254/04y
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 2 Ob 254/04y
    Beis wie T6
  • 6 Ob 27/05x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
    Auch; nur T2; Beisatz: Es besteht keine allgemeine Aufklärungspflicht des Verkäufers, den Geschäftspartner über alle abstrakten Gefährdungsmöglichkeiten aufzuklären. (T13)
  • 7 Ob 129/06f
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 129/06f
  • 6 Ob 132/06i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 132/06i
    Beis ähnlich wie T12
  • 8 Ob 36/07p
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 36/07p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Haftung des Veräußerers einer Liegenschaft für Altlasten (Bodenkontamination). (T14); Beisatz: Mit Darstellung der Rechtsprechung und Lehre zur Frage, wann bei Liegenschaftskontaminierungen eine Aufklärungspflicht besteht. (Da sich hier aber aus den Feststellungen gerade kein Hinweis für eine konkrete Verdachtslage im Hinblick auf die Möglichkeit einer Bodenkontamination ableiten ließ, lagen die Voraussetzungen einer Haftung selbst unter Zugrundelegung jener Auffassungen, die eine Haftung des Veräußerers für Altlasten bereits bei Bestehen einer entsprechenden Verdachtslage bejahen, nicht vor.) (T15)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Auch; Beisatz: Hier: Die beklagte Reiseveranstalterin musste darauf hinweisen, dass die angebotene Reise in die Hurrikansaison fiel. (T16)
  • 3 Ob 111/09h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 111/09h
    Auch
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Bem: Hier: Verschweigen des Umstands, dass der Nachbar der Kaufliegenschaft äußerst streitsüchtig sei, ca 40 bis 50 Gerichtsverfahren anhängig gemacht habe und es Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Zufahrt zur Garage und mit der Schneeräumung gebe stellt Arglist dar. (T17)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Auch; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Bei Unterlassung einer nach Treu und Glauben berechtigt erwarteten Aufklärung - wie hier über die Bodenbeschaffenheit - darf nicht ohne weiteres eine schlüssige Zusage angenommen werden, wenn der Erwerber keine Auskünfte oder Belehrungen verlangt. (T18); Veröff: SZ 2010/91
  • 10 Ob 30/11a
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 30/11a
    Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2011/68
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Auch
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 7 Ob 23/13b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 23/13b
  • 3 Ob 23/13y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 23/13y
    Beis wie T14; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Aufklärung über Bodenkontaminationen beim Liegenschaftsverkauf geboten. (T19)
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    nur T18
  • 1 Ob 191/15t
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 191/15t
    Auch; Beisatz: Hier: Vertragshändler. Aufklärungspflicht über die beabsichtigte Platzierung eines eigenen Konkurrenzprodukts bejaht. (T20)
  • 9 ObA 10/16k
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 ObA 10/16k
    Auch; Beis wie T12
  • 1 Ob 56/17t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 56/17t
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: In der Regel ist ein umso strengerer Maßstab anzulegen, je größer die potenziellen Schadensfolgen aus einem bestimmten Risiko sind (so schon 1 Ob 141/10g). (T21)
    Beisatz: Hier: Werkvertrag. Aufklärungspflicht zur Hintanhaltung von Schäden an der Bausubstanz. (T22)
  • 6 Ob 52/18t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 52/18t
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassene Aufklärung darüber, dass es sich bei dem verkauften PKW um einen „aufgebauten Unfallwagen“ handelte, bei dem eine Umkarosserierung stattgefunden hatte und der deshalb für die Herstellergarantie gesperrt war. (T23)
  • 9 ObA 67/18w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 67/18w
    Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T18; Beisatz: Verweigert der Gefragte die Informationserteilung, kann hierin eine Einschränkung der berechtigten Erwartung des Fragenden, vom anderen informiert zu werden, liegen. Antwortet der Gefragte, kann der andere hingegen grundsätzlich von der Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Information ausgehen. (T24)
    Beisatz: Besondere Umstände“ liegen auch in einer Situation vor, in der sich der andere zwar grundsätzlich selbst informieren könnte und müsste, seinem Gegenüber aber der Umstand, dessen Relevanz für die Entscheidungsfindung des anderen und dessen aktuelles Nichtwissen vom Umstand bekannt ist. Hier wäre es unbillig, dürfte der Wissende den anderen in Unkenntnis lassen. In einem solchen Fall liegt eine subsidiäre Informationspflicht des Wissenden vor, mag die Verletzung der Obliegenheit zur Selbstinformation dem anderen auch zum Mitverschulden gereichen. (T25)
  • 8 Ob 1/19h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 1/19h
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0014811

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19790220_OGH0002_0050OB00524_7900000_003

Rechtssatz für 6Ob669/86 1Ob564/95 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018569

Geschäftszahl

6Ob669/86; 1Ob564/95; 6Ob27/05x; 8Ob57/14m; 2Ob234/14x

Entscheidungsdatum

13.11.1986

Norm

ABGB §922
ABGB §923

Rechtssatz

Hat sich der Käufer frei entschieden, haftet der Verkäufer grundsätzlich für eine besondere Beschaffenheit nicht. Der Käufer kann durch die bloß allgemein gehaltene Mitteilung des Verwendungszweckes das an die freie Auswahl der gewünschten Ware gebundene Eigenrisiko grundsätzlich nicht auf den Verkäufer überwälzen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 669/86
    Entscheidungstext OGH 13.11.1986 6 Ob 669/86
    Veröff: JBl 1987,315
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    nur: Hat sich der Käufer frei entschieden, haftet der Verkäufer grundsätzlich für eine besondere Beschaffenheit nicht. (T1)
    Veröff: SZ 68/105
  • 6 Ob 27/05x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Käufer nannte keinen Verwendungszweck. (T2)
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Auch; nur: Durch die allgemein gehaltene Mitteilung des Verwendungszwecks kann der Käufer das an die freie Auswahl des Kaufgegenstands geknüpfte Eigenrisiko grundsätzlich nicht auf den Verkäufer überwälzen. (T3)
  • 2 Ob 234/14x
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 234/14x
    Beisatz: Hier: Keine Lieferung von Steinen mit besonderer Qualität, also „Wasserbausteinen“, vereinbart. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0018569

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.12.2015

Dokumentnummer

JJR_19861113_OGH0002_0060OB00669_8600000_003

Rechtssatz für 1Ob698/87 10Ob2066/96p...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014766

Geschäftszahl

1Ob698/87; 10Ob2066/96p; 1Ob377/97s; 5Ob144/98g; 8Ob57/14m; 4Ob29/17v

Entscheidungsdatum

21.12.1987

Norm

ABGB §870 A
ABGB §870 CI
ABGB §871 A

Rechtssatz

Die Behauptung, der Gegner habe den Vertragsabschluss durch List veranlasst, beinhaltet die Anfechtung wegen Irrtums nur unter der für jeder Klagsvorbringen unabdingbaren Voraussetzung, dass das tatsächliche Vorbringen des Anfechtenden auch die Voraussetzungen der Irrtumsanfechtung trägt. Das mag in der Regel bei vom anderen Teil veranlassten Irrtum gelten, nicht aber auch dann, wenn List behauptet, aber nur gemeinschaftlicher Irrtum festgestellt ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 698/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 1 Ob 698/87
    Veröff: SZ 60/288 = JBl 1988,374
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
  • 1 Ob 377/97s
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 377/97s
    Vgl auch
  • 5 Ob 144/98g
    Entscheidungstext OGH 26.05.1998 5 Ob 144/98g
    Vgl auch; Beisatz: Eine Anfechtung wegen gemeinsamen Irrtums ist nämlich mit der Behauptung, getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar (SZ 60/288), sodass sie besonders geltend gemacht werden muss. (T1)
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Das tatsächliche Vorbringen zu einer arglistigen Irreführung oder einem veranlassten Irrtum schließt grundsätzlich nicht auch die rechtserzeugenden Tatsachen in Bezug auf einen gemeinsamen Irrtum mit ein. (T2)
  • 4 Ob 29/17v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 29/17v
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0014766

Im RIS seit

08.05.2017

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19871221_OGH0002_0010OB00698_8700000_001

Rechtssatz für 7Ob23/90 2Ob593/93 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018468

Geschäftszahl

7Ob23/90; 2Ob593/93; 1Ob564/95; 1Ob414/97g; 9Ob50/10h; 2Ob135/10g; 7Ob23/13b; 8Ob57/14m; 2Ob234/14x; 10Ob72/16k

Entscheidungsdatum

20.09.1990

Norm

ABGB §922
ABGB §923
HGB §347

Rechtssatz

Kennt aus der Sicht des Erwerbers der Veräußerer die gewünschte Eigenschaft oder muss er sie erkennen, so ist bei Nichtaufklärung über die Untauglichkeit die Eignung als stillschweigend zugesagt anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 23/90
    Entscheidungstext OGH 20.09.1990 7 Ob 23/90
    Veröff: SZ 63/160 = VerRdSch 1991,175 = ZVR 1992/58 S 121
  • 2 Ob 593/93
    Entscheidungstext OGH 17.02.1994 2 Ob 593/93
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Auch; Veröff: SZ 68/105
  • 1 Ob 414/97g
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 414/97g
    Auch; Veröff: SZ 71/88
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Veröff: SZ 2010/91
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Veröff: SZ 2011/45
  • 7 Ob 23/13b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 23/13b
    Auch; Beisatz: Hier: Traktor, der nicht die altersentsprechend zu erwartende Motorleistung hatte. (T1)
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Vgl auch; Beisatz: Wenn der Verkäufer die Wichtigkeit der tatsächlich fehlenden Eigenschaft für den Käufer kennt oder diese zumindest erkennen muss, ist er bei Nichtaufklärung über das Fehlen der berechtigt erwarteten Eigenschaft grundsätzlich gewährleistungspflichtig. (T2)
  • 2 Ob 234/14x
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 234/14x
    Beisatz: Hier wurde beim telefonischen Vertragsabschluss über die Frost‑Tau‑Beständigkeit und Salzkristallisationsbeständigkeit bzw den der klagenden Partei bekannten Unterschied zwischen Wurf‑ und Wasserbausteinen nicht gesprochen. (T3)
  • 10 Ob 72/16k
    Entscheidungstext OGH 11.11.2016 10 Ob 72/16k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0018468

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19900920_OGH0002_0070OB00023_9000000_001

Rechtssatz für 2Ob535/90 1Ob564/95 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018547

Geschäftszahl

2Ob535/90; 1Ob564/95; 1Ob140/00w; 3Ob127/04d; 6Ob27/05x; 1Ob14/05y; 3Ob24/05h; 4Ob227/06w; 8Ob46/07h; 1Ob262/07x; 9Ob50/10h; 1Ob42/11z; 4Ob191/10g; 9Ob61/11b; 3Ob143/12v; 1Ob14/13k; 2Ob196/13g; 3Ob191/13d; 4Ob44/14w; 8Ob57/14m; 7Ob4/16p; 9Ob64/16a; 1Ob239/16b; 7Ob45/17v; 9Ob45/17h; 2Ob206/16g; 6Ob90/18f; 4Ob168/18m; 5Ob7/19v; 6Ob106/19k

Entscheidungsdatum

10.10.1990

Norm

ABGB §922

Rechtssatz

Eine Leistung ist nur dann mangelhaft im Sinne des § 922 ABGB, wenn sie qualitativ oder quantitativ hinter dem Geschuldeten, das heißt dem Vertragsinhalt, zurückbleibt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 535/90
    Entscheidungstext OGH 10.10.1990 2 Ob 535/90
    Veröff: SZ 63/171 = JBl 1991,383
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Veröff: SZ 68/105
  • 1 Ob 140/00w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 140/00w
    Veröff: SZ 73/159
  • 3 Ob 127/04d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 127/04d
    Vgl auch; Beisatz: Was nicht Vertragsbestandteil im Sinn des § 922 ABGB wurde, kann keine Gewährleistungsfolgen auslösen. (T1)
  • 6 Ob 27/05x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
    Vgl auch
  • 1 Ob 14/05y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 14/05y
    Veröff: SZ 2005/82
  • 3 Ob 24/05h
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 24/05h
  • 4 Ob 227/06w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 227/06w
    Auch; Beisatz: Gewährleistungsansprüche bestehen erst dann, wenn das Geleistete vom konkret Geschuldeten abweicht. (T2)
    Veröff: SZ 2007/38
  • 8 Ob 46/07h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 46/07h
  • 1 Ob 262/07x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 262/07x
    Auch
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Veröff: SZ 2010/91
  • 1 Ob 42/11z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 42/11z
  • 4 Ob 191/10g
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 1096 ABGB. (T3)
    Veröff: SZ 2011/35
  • 9 Ob 61/11b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 61/11b
  • 3 Ob 143/12v
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 143/12v
  • 1 Ob 14/13k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 14/13k
  • 2 Ob 196/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 196/13g
    Beisatz: Hier: Lieferung eines fahrbereiten, verkehrstauglichen Traktors, allerdings in einem der Anzahl der Betriebsstunden entsprechenden Zustand und mit ‑ bei Kälte erst nach einigen Kilometern ‑ funktionierender Lastschaltung. (T4)
  • 3 Ob 191/13d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
  • 4 Ob 44/14w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Auch; Beisatz: Eine Mangelhaftigkeit im Sinne einer Vertragswidrigkeit besteht in einer qualitativen oder quantitativen Abweichung der Leistung vom vertraglich Geschuldeten. Der geschuldete Vertragsgegenstand wird durch die gewöhnlich vorausgesetzten oder die ausdrücklich oder stillschweigend zugesicherten Eigenschaften bestimmt. (T5)
    Beisatz: Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T6)
    Beisatz: Die Vertragswidrigkeit eines Leistungsgegenstands ist nicht abstrakt, sondern immer aufgrund des konkreten Veräußerungsvertrags zu beurteilen. (T7)
  • 7 Ob 4/16p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 4/16p
    Beisatz: Beim Kauf eines „Wohnungseigentums“ wird erwartet, dass der Käufer das Miteigentum an einer Liegenschaft erwirbt, im Grundbuch als Wohnungseigentümer einverleibt wird und ihm die alleinige Befugnis zur Nutzung bestimmter Wohnungen zusteht. Ob ausgehend von der Leistungsbeschreibung in Verbindung mit der vereinbarten Übertragung der Rechtsstellung überhaupt ein Rechtsmangel vorliegt, kann hier dahingestellt bleiben, weil der von den Parteien vereinbarte Gewährleistungsverzicht greift. (T8)
  • 9 Ob 64/16a
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 64/16a
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 1 Ob 239/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 239/16b
  • 7 Ob 45/17v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 45/17v
  • 9 Ob 45/17h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 45/17h
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 206/16g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 206/16g
  • 6 Ob 90/18f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 6 Ob 90/18f
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 4 Ob 168/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 168/18m
  • 5 Ob 7/19v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 7/19v
  • 6 Ob 106/19k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 106/19k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0018547

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19901010_OGH0002_0020OB00535_9000000_001

Rechtssatz für 8Ob2/95 8Ob24/95 1Ob610...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048272

Geschäftszahl

8Ob2/95; 8Ob24/95; 1Ob610/95; 4Ob604/95; 6Ob2341/96z; 6Ob41/98t; 1Ob127/98b; 9ObA101/99i; 9ObA112/99g; 9ObA331/99p; 8Ob37/00z; 3Ob159/01f; 5Ob127/01i; 1Ob59/02m; 6Ob82/02f; 1Ob71/02a; 3Ob212/03b; 6Ob271/03a; 10ObS185/03h; 8ObA90/04z; 1Ob85/03m; 10Ob21/04t; 10Ob74/05p; 10Ob43/05d; 8Ob79/06k; 8Ob145/06s; 6Ob271/06f; 8Ob125/06z; 8Ob149/06d; 6Ob226/06p; 9Ob43/07z; 2Ob82/06g; 8Ob62/07m; 8Ob57/08b; 10Ob103/07f; 10Ob10/08f; 4Ob140/08d; 6Ob122/07w; 10ObS20/09b; 8Ob62/09i; 5Ob91/09g; 6Ob238/09g; 6Ob113/09z; 9Ob7/10k; 10ObS37/10d; 8Ob41/10b; 3Ob21/10z; 9ObA82/10i; 4Ob97/10h; 1Ob162/10w; 5Ob9/11a; 1Ob51/11y; 5Ob103/11z; 6Ob109/11i; 9Ob55/10v; 9ObA132/10t; 10Ob61/11k; 10Ob63/12f; 3Ob90/13a; 8ObA29/13t; 10Ob11/13k; 9Ob54/13a; 2Ob235/13t; 4Ob197/13v; 8Ob91/13k; 5Ob40/14i; 8Ob57/14m; 9ObA61/14g; 1Ob135/14f; 1Ob172/14x; 7Ob21/15m; 8ObA20/15x; 9ObA81/15z; 9ObA133/15x; 10Ob36/16s; 1Ob204/17g; 3Ob131/18p; 5Ob123/18a; 3Ob184/19h

Entscheidungsdatum

11.05.1995

Norm

ZPO §508a Abs1
ZPO §519 Abs2 F
ZPO §519 Abs2 H
ZPO §526 Abs2 E

Rechtssatz

Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht (JBl 1992,794). Nur dann muss die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung überprüft und die in der Rekursbeantwortung vorgebrachten rechtlichen Argumente beachtet (SZ 58/210) werden.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 2/95
    Entscheidungstext OGH 11.05.1995 8 Ob 2/95
  • 8 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 8 Ob 24/95
  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
  • 4 Ob 604/95
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 604/95
    Auch; Beisatz: Hat das Gericht zweiter Instanz zu Recht ausgesprochen, dass der Revisionsrekurs zulässig sei, macht der Rechtsmittelwerber dann aber nur solche Gründe geltend, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist der Rekurs trotz des Ausspruchs der Zulässigkeit durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen. (T1)
  • 6 Ob 2341/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2341/96z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 41/98t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 6 Ob 41/98t
    Beis wie T1
  • 1 Ob 127/98b
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 127/98b
    Beis wie T1; Beisatz: Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Revision (des Rekurses) ist der Oberste Gerichtshof an den Ausspruch des Berufungsgerichts nicht gebunden (§ 508a ZPO) und auch nicht auf jene Rechtsfragen beschränkt, die die zweite Instanz zur Begründung ihres Ausspruchs angeführt hat. (T2)
  • 9 ObA 101/99i
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 101/99i
    nur: Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht. (T3)
    Beis wie T2 nur: Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Revision (des Rekurses) ist der Oberste Gerichtshof an den Ausspruch des Berufungsgerichts nicht gebunden (§ 508a ZPO). (T4)
    Beisatz: Hier: § 46 Abs 1 ASGG. (T5)
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 331/99p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 331/99p
    nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 37/00z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 Ob 37/00z
    Auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 159/01f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 159/01f
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 127/01i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 127/01i
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 MRG. (T6)
  • 1 Ob 59/02m
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 59/02m
    Auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 6 Ob 82/02f
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 82/02f
    auch; nur T3
  • 1 Ob 71/02a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 71/02a
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 212/03b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 212/03b
    Auch
  • 6 Ob 271/03a
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 271/03a
    Vgl
  • 10 ObS 185/03h
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 ObS 185/03h
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 90/04z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 8 ObA 90/04z
    nur T3; Beis wie T1
  • 1 Ob 85/03m
    Entscheidungstext OGH 27.05.2003 1 Ob 85/03m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 10 Ob 21/04t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 10 Ob 21/04t
    nur: Die Anfechtung der berufungsgerichtlichen Entscheidung ist nur möglich, wenn das Rechtsmittel die unrichtige Lösung einer im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage geltend macht (JBl 1992,794). Nur dann muss die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung überprüft werden. (T7)
  • 10 Ob 74/05p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 74/05p
    nur T7
  • 10 Ob 43/05d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 10 Ob 43/05d
    Auch
  • 8 Ob 79/06k
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 79/06k
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 145/06s
    Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 145/06s
    Be4is wie T1
  • 6 Ob 271/06f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 271/06f
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 125/06z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 125/06z
    Auch; Beisatz: Gemäß § 526 Abs 2 ZPO ist der Oberste Gerichtshof bei Prüfung der Zulässigkeit des Rekurses an die Beurteilung der zweiten Instanz über das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage nicht gebunden. Ist eine erhebliche Rechtsfrage nicht zu lösen, so ist der Rekurs zurückzuweisen. Das betrifft auch Fälle, in denen das Berufungsgericht die Zulässigkeit des Rekurses an sich zu Recht aussprach, der Rekurswerber jedoch nur Gründe geltend machte, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. Der Rekurswerber muss daher zumindest eine erhebliche Rechtsfrage aufgeworfen haben, andernfalls verfällt der Rekurs der Zurückweisung. (T8)
  • 8 Ob 149/06d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 Ob 149/06d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Revision. (T9)
  • 6 Ob 226/06p
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 226/06p
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9
  • 9 Ob 43/07z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 43/07z
    Auch; Beisatz: Dies rechtfertigt die Zulässigkeit der Revision nur dann, wenn darin Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auch konkret releviert werden. (T10)
  • 2 Ob 82/06g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 2 Ob 82/06g
    Beis wie T1
  • 8 Ob 62/07m
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 Ob 62/07m
    nur T3; Beis wie T1
  • 8 Ob 57/08b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 57/08b
    Auch; Beis wie T10
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Vgl auch
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 140/08d
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 140/08d
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 122/07w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 122/07w
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 20/09b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 20/09b
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 62/09i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 62/09i
    Auch; Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 91/09g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 91/09g
    Auch; Beisatz: Ein Rekurs gegen einen Beschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO ist zurückzuweisen, wenn der Rechtsmittelwerber nur Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. (T11)
  • 6 Ob 238/09g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 238/09g
    Vgl
  • 6 Ob 113/09z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 113/09z
    Vgl auch
  • 9 Ob 7/10k
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 7/10k
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 10 ObS 37/10d
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 ObS 37/10d
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 41/10b
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 41/10b
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 21/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 21/10z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 9 ObA 82/10i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 82/10i
    Auch; nur T3; Beis wie T11
  • 4 Ob 97/10h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 97/10h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 162/10w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 162/10w
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 5 Ob 9/11a
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 9/11a
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 1 Ob 51/11y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 51/11y
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9
  • 5 Ob 103/11z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 5 Ob 103/11z
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 109/11i
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 109/11i
    Vgl auch
  • 9 Ob 55/10v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 55/10v
    nur T3
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
    Auch; nur T3; Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 10 Ob 63/12f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 63/12f
    Beis wie T1
  • 3 Ob 90/13a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
    Auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 29/13t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 29/13t
    Auch
  • 10 Ob 11/13k
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 11/13k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 9 Ob 54/13a
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 Ob 54/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 235/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 235/13t
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Auch
  • 8 Ob 91/13k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 91/13k
    Auch
  • 5 Ob 40/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 40/14i
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T11
  • 9 ObA 61/14g
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 ObA 61/14g
    Auch; Beis wie T11
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 172/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 172/14x
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 21/15m
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 21/15m
    Beis wie T8
  • 8 ObA 20/15x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 20/15x
    Auch; Beis wie T8
  • 9 ObA 81/15z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 81/15z
  • 9 ObA 133/15x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 133/15x
    Auch; Im Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss muss eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO geltend gemacht werden, mag dies auch nicht die von der zweiten Instanz als erheblich qualifizierte Rechtsfrage, sondern eine andere Rechtsfrage sein, deren Lösung erhebliche Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T12)
  • 10 Ob 36/16s
    Entscheidungstext OGH 07.06.2016 10 Ob 36/16s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11
  • 1 Ob 204/17g
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 204/17g
    Beis wie T11
  • 3 Ob 131/18p
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 131/18p
    Beis wie T1; nur T3
  • 5 Ob 123/18a
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 123/18a
    Auch
  • 3 Ob 184/19h
    Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 184/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0048272

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19950511_OGH0002_0080OB00002_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob140/00w 1Ob14/05y 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114333

Geschäftszahl

1Ob140/00w; 1Ob14/05y; 8Ob63/05f; 9Ob50/10h; 2Ob7/10h; 2Ob135/10g; 2Ob176/10m; 9Ob61/11b; 8Ob60/12z; 2Ob196/13g; 8Ob57/14m; 1Ob71/15w; 4Ob198/15v; 8Ob126/15k; 7Ob156/16s; 10Ob72/16k; 1Ob239/16b; 9Ob45/17h; 7Ob40/18k; 4Ob168/18m

Entscheidungsdatum

24.10.2000

Norm

ABGB §922

Rechtssatz

Ob eine Eigenschaft im Sinne des Gesetzes als gewöhnlich vorausgesetzt anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern davon, was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung erschließen durfte und ist daher an der Verkehrsauffassung zu messen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 140/00w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 140/00w
    Veröff: SZ 73/159
  • 1 Ob 14/05y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 14/05y
    nur: Ob eine Eigenschaft im Sinne des Gesetzes als gewöhnlich vorausgesetzt anzusehen ist, ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T1)
    Veröff: SZ 2005/82
  • 8 Ob 63/05f
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 63/05f
    nur T1; Beisatz: Weist ein Fahrzeug mit Klimaanlage nur eine Heizleistung von „höchstens" 20Grad auf, fehlt ihm eine gewöhnlich vorausgesetzte Eigenschaft. (T2)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Beisatz: Der Kaufgegenstand muss auch der Natur des Geschäfts oder der geschlossenen Verabredung entsprechend benützt und verwendet werden können. (T3)
    Veröff: SZ 2010/91
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
    Auch; Beisatz: Für die Konkretisierung des Leistungsinhalts im Einzelnen sind die Verkehrsauffassung und die Natur des Geschäfts von Bedeutung. (T4)
  • 2 Ob 135/10g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 135/10g
    Auch; Auch Beis wie T3; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2011/45
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 9 Ob 61/11b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 61/11b
    Auch
  • 8 Ob 60/12z
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 60/12z
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 2 Ob 196/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 196/13g
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. (T5)
  • 1 Ob 71/15w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 71/15w
    Vgl; Veröff: SZ 2015/36
  • 4 Ob 198/15v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 198/15v
    Beisatz: Dass es sich beim konkreten Mangel um einen Serienfehler handelt, ändert am grundsätzlichen Bestehen des Gewährleistungsanspruchs nichts. (T6)
  • 8 Ob 126/15k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 8 Ob 126/15k
    Auch; nur T1; Beis wie T3
  • 7 Ob 156/16s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 156/16s
    Beis wie T4; Beisatz: Diese Grundsätze sind auch auf den Kauf einer Jahrzehnte alten Wohnung anzuwenden, sodass Mängel und Alterserscheinungen, die nach Bauart und Alter einer Wohnung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, vom Käufer hingenommen werden müssen. (T7)
    Beisatz: Beim Kauf einer als „unsaniert“ bezeichneten Wohnung in einem im Jahr 1945 erbauten Haus kann nicht ohne weiteres erwartet werden, dass die Elektroinstallationen dem Stand der Technik im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entsprechen. (T8)
  • 10 Ob 72/16k
    Entscheidungstext OGH 11.11.2016 10 Ob 72/16k
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 239/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 239/16b
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 45/17h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 Ob 45/17h
    Vgl; Beis wie T5
  • 7 Ob 40/18k
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 40/18k
    Auch
  • 4 Ob 168/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 4 Ob 168/18m
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114333

Im RIS seit

23.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2019

Dokumentnummer

JJR_20001024_OGH0002_0010OB00140_00W0000_003

Entscheidungstext 8Ob57/14m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2014/597 S 315 - Zak 2014,315 = ZVB 2014/134 S 456 (Wagner) - ZVB 2014,456 (Wagner) = bbl 2014,266/227 - bbl 2014/227 = MietSlg 66.129

Geschäftszahl

8Ob57/14m

Entscheidungsdatum

26.06.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Rekursgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Spenling als Vorsitzenden sowie den Hofrat Hon.-Prof. Dr. Kuras, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner und die Hofräte Mag. Ziegelbauer und Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei B***** Baugesellschaft mbH, *****, vertreten durch Mag. Christian Posch, Rechtsanwalt in Salzburg, gegen die beklagte Partei H***** P*****, vertreten durch Dr. Roland Reichl, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen 200.000 EUR sA und Feststellung (Gesamtstreitwert 210.000 EUR), über den Rekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 13. März 2014, GZ 3 R 35/14h-12, mit dem das Urteil des Landesgerichts Wels vom 17. Dezember 2013, GZ 36 Cg 53/14t-9, aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Rekurs wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 2.430,54 EUR (darin enthalten 405,09 EUR USt) bestimmten Kosten der Rekursbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Mit Kaufvertrag vom 22. 7. 2010 erwarb die Klägerin vom Beklagten ein Baugrundstück mit einer Fläche von 3.074 m² zum Kaufpreis von 260.000 EUR. Am 2. 5. 2011 wurde der Klägerin von der zuständigen Gemeinde die Bauplatz- und Baubewilligung zur Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern mit je sechs Wohnungen erteilt. Im Zuge der Baumaßnahmen stellte sich heraus, dass das Grundstück im Einflussbereich der Gleitflächen witterungsbedingter Hangbewegungen (Kriechhang) liegt.

Das Grundstück weist eine Neigung auf, die offenkundig war. Nach dem Flächenwidmungsplan ist das Grundstück als Bauland gewidmet. Unmittelbar angrenzend an dieses befinden sich zahlreiche Einfamilienhäuser. Im Kaufvertrag wurde der Klägerin das Recht eingeräumt, die zur Prüfung der Bebaubarkeit der Liegenschaft erforderlichen Maßnahmen zu treffen. In einer von der Klägerin eingeholten (vor-)gutachterlichen Stellungnahme wurde festgehalten, dass das Grundstück aus geotechnischer Sicht als bebaubar angesehen werden könne. Im Rahmen des Bauverfahrens verlangte die Baubehörde von der Klägerin die Vorlage eines geotechnischen Bodengutachtens. In diesem Gutachten wurde ausgeführt, dass der Untergrund grundsätzlich als standsicher bezeichnet werden könne. Aufgrund der doch großen Aushubtiefen seien entsprechende Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

Die Klägerin begehrte Preisminderung aus dem Titel der Gewährleistung, in eventu Vertragsanpassung wegen listiger Irreführung bzw wegen Irrtums; zudem erhob sie ein Feststellungsbegehren. In den vergangenen Jahrzehnten hätten sich im Bereich des fraglichen Grundstücks wiederholt Kriechbewegungen und Rutschvorgänge in unterschiedlicher Intensität ereignet. Der Beklagte habe seine Aufklärungspflichten verletzt, zumal er von der geologischen Problematik des Kaufgegenstands gewusst habe. Die durch die Hangrutschungen erforderlichen Sanierungskosten würden rund 1 Million EUR betragen.

Der Beklagte entgegnete, dass ihm die Kriechbewegungen bzw Hangrutschungen nicht bekannt gewesen seien. Die vereinbarte Baulandwidmung sei gegeben. Alle Vertragspflichten seien von ihm ordnungsgemäß erfüllt worden. Der Umstand, dass die Kosten für eine Bebauung des Grundstücks wahrscheinlich höher als vorgesehen seien, begründe eine Fehlkalkulation der Klägerin, für die er nicht einzustehen habe. Der Klägerin sei sogar die Vollmacht erteilt worden, die für die Prüfung der Bebaubarkeit der Liegenschaft erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren zur Gänze ab. Die Gewährleistungsverpflichtungen des Beklagten seien im Kaufvertrag taxativ aufgezählt worden. Ein Gewährleistungsfall liege nicht vor. Zudem könne dem Beklagten auch keine Verletzung der Aufklärungspflicht angelastet werden.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin Folge, hob das angefochtene Urteil des Erstgerichts auf und verwies die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück. Der Ansicht des Erstgerichts, dass der Beklagte nur für die im Kaufvertrag ausdrücklich angeführten Fallgestaltungen gewährleistungsrechtlich einzustehen habe, sei nicht zu folgen. Ein Gewährleistungsverzicht sei im Kaufvertrag nicht vereinbart worden. Grundsätzlich habe die Klägerin als Käuferin des als Bauland gewidmeten Grundstücks das Baugrundrisiko und damit die im Rahmen der Bauführung aus einer unerwarteten Bodenbeschaffenheit resultierenden Mehrkosten zu tragen. Dies gelte nur dann nicht, wenn die Bauführung bei objektiver Betrachtung mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln, also wirtschaftlich vernünftig, nicht möglich sei. Dagegen spreche allerdings, dass die Klägerin von der Weiterverfolgung des Projekts nicht Abstand genommen habe. Aus diesem Grund komme ein auf Gewährleistung gegründeter Preisminderungsanspruch nicht in Betracht, es sei denn, der Beklagte hätte im Übergabezeitpunkt von einer allenfalls gegebenen „Rutschhangeigenschaft“ (Kriechhang) Kenntnis gehabt. Da es das Erstgericht unterlassen habe, zu dieser Frage die als Zeugen angebotenen Anrainer einzuvernehmen, liege ein relevanter Verfahrensmangel vor. Aus diesem Grund sei das angefochtene Urteil des Erstgerichts aufzuheben. Eine Irrtumsanfechtung infolge gemeinsamen Irrtums sei von der Klägerin im erstinstanzlichen Verfahren nicht geltend gemacht worden. Die entsprechenden Berufungsausführungen verstießen gegen das Neuerungsverbot. Die geltend gemachte Schadenersatzforderung sei mit der Klägerin zu erörtern. Für den Fall, dass sie ihren Preisminderungsanspruch aufrechterhalte, seien jene Beträge aus dem Schadenersatzbegehren auszuscheiden, die auf die Hangsicherungskosten zur Herbeiführung der Bebaubarkeit des Grundstücks zurückzuführen seien. Der Rekurs an den Obersten Gerichtshof sei zulässig, weil zur Reichweite der gewährleistungsrechtlichen Einstandspflicht eines Verkäufers eines als Bauland gewidmeten Grundstücks bei im Rahmen der Bauführung auftretenden Mehrkosten, die aus einer unerwarteten Bodenbeschaffenheit resultierten, höchstgerichtliche Rechtsprechung fehle.

Gegen den Aufhebungsbeschluss richtet sich der Rekurs der Klägerin, die auf eine Bejahung ihres Preisminderungsanspruchs, in eventu ihres Vertragsanpassungsanspruchs, abzielt.

Mit seiner Rekursbeantwortung beantragt der Beklagte, den Rekurs zurückzuweisen, in eventu, diesem den Erfolg zu versagen.

Rechtliche Beurteilung

Der Rekurs erweist sich als unzulässig.

1. Aufgrund eines Zulässigkeitsausspruchs des Berufungsgerichts im Sinn des § 519 Abs 1 Z 2 ZPO wird ein Aufhebungsbeschluss grundsätzlich anfechtbar. Der Zweck des Rekurses besteht allerdings in der Überprüfung der Rechtsansicht des Berufungsgerichts durch den Obersten Gerichtshof. Dementsprechend muss im Rekurs eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO geltend gemacht werden. Ist dies nicht der Fall, so muss der Rekurs zurückgewiesen werden (8 Ob 101/11b mwN).

Die Grundsätze zur Beurteilung der vom Berufungsgericht als erheblich qualifizierten Rechtsfrage sind in der Rechtsprechung längst geklärt. Auch sonst zeigt die Klägerin in ihrem Rekurs keine erhebliche Rechtsfrage auf.

2.1 Die Klägerin stützt sich in ihrem Rekurs in erster Linie auf einen Preisminderungsanspruch aus dem Titel der Gewährleistung und in eventu auf eine Vertragsanpassung nach § 872 ABGB zufolge eines gemeinsamen Irrtums.

Eine Mangelhaftigkeit im Sinne einer Vertragswidrigkeit besteht in einer qualitativen oder quantitativen Abweichung der Leistung vom vertraglich Geschuldeten. Der geschuldete Vertragsgegenstand wird durch die gewöhnlich vorausgesetzten oder die ausdrücklich oder stillschweigend zugesicherten Eigenschaften bestimmt. Ob eine Eigenschaft als zugesichert anzusehen ist, hängt nicht davon ab, was der Erklärende wollte, sondern was der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben aus der Erklärung des Vertragspartners erschließen durfte. Seine berechtigte Erwartung ist an der Verkehrsauffassung zu messen. Der Kaufgegenstand muss auch der Natur des Geschäfts oder der geschlossenen Verabredung entsprechend benützt und verwendet werden können. Die Vertragswidrigkeit eines Leistungsgegenstands ist allerdings nicht abstrakt, sondern immer aufgrund des konkreten Veräußerungsvertrags zu beurteilen (9 Ob 50/10h).

Aus diesen Grundsätzen folgt, dass beim Erwerb eines Baugrundstücks ohne Hinweis auf eine besondere Bodenbeschaffenheit im Allgemeinen ein natürlich gewachsener Untergrund erwartet werden kann (vgl 9 Ob 50/10h). Geschuldet wird die objektive Bebaubarkeit. Durch die allgemein gehaltene Mitteilung des Verwendungszwecks kann der Käufer das an die freie Auswahl des Kaufgegenstands geknüpfte Eigenrisiko grundsätzlich aber nicht auf den Verkäufer überwälzen (RIS-Justiz RS0018569). Den Vorinstanzen ist daher darin beizupflichten, dass für die Möglichkeit des Bauens nach einem bestimmten Plan oder zu einer bestimmten Zeit grundsätzlich nicht Gewähr zu leisten ist. Das Risiko erhöhter Baukosten trägt mangels gegenteiliger Vereinbarung grundsätzlich der Käufer.

2.2 Die objektive Bebaubarkeit des Grundstücks war im Anlassfall zweifellos gegeben. Dafür spricht schon die Baulandwidmung des hier fraglichen Grundstücks sowie der Umstand, dass der Klägerin für die Verwirklichung ihres Bauprojekts eine Baubewilligung erteilt wurde. Im Anlassfall kommt entscheidend hinzu, dass die Klägerin zunächst - entsprechend der Vertragslage - eine (vor-)gutachterliche Stellungnahme eingeholt hat. Danach wurde das Grundstück aus geotechnischer Sicht als bebaubar angesehen; größere Aushubtiefen sollten vermieden werden, um ein Nachrutschen der benachbarten Böschung auszuschließen. Im Rahmen des Bauverfahrens wurde von der Klägerin die Vorlage eines geotechnischen Bodengutachtens verlangt. Darin wurde der Untergrund grundsätzlich als standsicher bezeichnet. Aufgrund der großen Aushubtiefen wurde auf das Erfordernis entsprechender Sicherungsmaßnahmen hingewiesen.

2.3 Aus der zugrunde liegenden Vertragslage ergibt sich keine andere Risikoverteilung. Vielmehr wurde im Kaufvertrag ausdrücklich die Prüfung der Bebaubarkeit durch die Klägerin vorgesehen. Nach den Feststellungen machte der Beklagte auch keinerlei Äußerungen und Zusagen zur Bebaubarkeit des Grundstücks.

2.4 Die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass - für den Fall, dass der Beklagte keine Kenntnis von der Rutschhangeigenschaft (Kriechhang) des Grundstücks hatte - ein Gewährleistungsanspruch (Preisminderungsanspruch) nicht in Betracht kommt, erweist sich damit als nicht korrekturbedürftig.

3.1 Bei Unterlassung einer nach Treu und Glauben berechtigt erwarteten Aufklärung - hier über die allenfalls bekannte Bodenbeschaffenheit - darf nicht ohne weiteres eine schlüssige Zusage angenommen werden, wenn der Erwerber keine Auskünfte oder Belehrungen verlangt. Wenn aber der Verkäufer die Wichtigkeit der tatsächlich fehlenden Eigenschaft für den Käufer kennt oder diese zumindest erkennen muss, ist er bei Nichtaufklärung über das Fehlen der berechtigt erwarteten Eigenschaft grundsätzlich gewährleistungspflichtig (vgl RIS-Justiz RS0018468; 9 Ob 50/10h).

3.2 Das Erstgericht hat dazu festgestellt, dass der Beklagte zu keiner Zeit in Kenntnis von allfälligen Hangrutschungen oder Kriechbewegungen gewesen sei; er sei auch nicht von den Grundnachbarn auf solche Umstände angesprochen oder gar mit Ansprüchen konfrontiert worden. Zudem wurde festgestellt, dass sich unmittelbar angrenzend an das fragliche Grundstück zahlreiche Einfamilienhäuser befinden, die zum Teil mehrgeschossig ausgeführt sind.

Das Berufungsgericht bejahte in diesem Zusammenhang das Vorliegen eines relevanten Verfahrensmangels, den es darin begründet sah, dass es das Erstgericht unterlassen habe, einer Reihe von Anrainern zur Frage der Kenntnis des Beklagten über die Bodenbeschaffenheit bzw die Kriechbewegungen im Bereich des Grundstücks einzuvernehmen. Aus diesem Grund erachtete es das erstinstanzliche Verfahren als ergänzungsbedürftig.

Ist die dem Aufhebungsbeschluss zugrunde liegende Rechtsansicht des Berufungsgerichts - wie hier - nicht zu beanstanden, so kann der Oberste Gerichtshof, der nicht Tatsacheninstanz ist, nicht überprüfen, ob sich die vom Berufungsgericht angeordnete Ergänzung des Verfahrens oder der Feststellungen tatsächlich als notwendig erweist (RIS-Justiz RS0042179; RS0043414). Der zugrunde liegenden Beurteilung des Berufungsgerichts kann somit nicht entgegengetreten werden.

4.1 Zu dem im Rekurs der Klägerin thematisierten gemeinsamen Irrtum ist in der Rechtsprechung - trotz Kritik in der Lehre (vgl Rummel in Rummel³ § 871 ABGB Rz 18; Apathy/Riedler in Schwimann³ § 871 ABGB Rz 28; Bollenberger in KBB³ § 871 ABGB Rz 17; Pletzer in Kletečka/Schauer, ABGB-ON 1.01 § 871 Rz 57) - anerkannt, dass auch ein gemeinsamer Geschäftsirrtum der Vertragspartner die Anfechtung oder Anpassung des Vertrags rechtfertigen kann (RIS-Justiz RS0016230; 1 Ob 23/04w). Ein gemeinsamer Irrtum setzt voraus, dass beide Parteien demselben Irrtum unterliegen (RIS-Justiz RS0016226). Eine Anfechtung bzw Anpassung wegen gemeinsamen Irrtums ist daher mit der Behauptung, (arglistig) getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar (5 Ob 144/98g). Das tatsächliche Vorbringen zu einer arglistigen Irreführung oder einem veranlassten Irrtum schließt daher grundsätzlich nicht auch die rechtserzeugenden Tatsachen in Bezug auf einen gemeinsamen Irrtum mit ein (vgl RIS-Justiz RS0014766; 5 Ob 144/98g).

4.2 Im Anlassfall hat sich die Klägerin im erstinstanzlichen Verfahren auf eine arglistige Irreführung durch den Beklagten sowie auf Irrtum berufen und dazu vorgetragen, dass den Bewohnern in der Umgebung die Bewegungen des Hanges in den letzten Jahrzehnten ebenso wie dem Beklagten bekannt gewesen seien und der Beklagte diesen Umstand gegenüber der Klägerin anlässlich der Verkaufsgespräche arglistig verschwiegen habe.

Die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass eine Irrtumsanfechtung wegen gemeinsamen Irrtums von der Klägerin im erstinstanzlichen Verfahren nicht geltend gemacht wurde und ihre diesbezüglichen Ausführungen in der Berufung gegen das Neuerungsverbot verstoßen, erweist sich jedenfalls als nicht korrekturbedürftig.

5. Insgesamt ist der Rekurs der Klägerin trotz Zulässigkeitsausspruchs des Berufungsgerichts mangels Geltendmachung einer erheblichen Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zurückzuweisen. Die Entscheidung über die Kosten des Rekursverfahrens gründet sich auf §§ 41, 50 ZPO. Der Beklagte hat auf die Unzulässigkeit des Rekurses hingewiesen (vgl RIS-Justiz RS0123222).

Textnummer

E108176

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0080OB00057.14M.0626.000

Im RIS seit

21.08.2014

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2016

Dokumentnummer

JJT_20140626_OGH0002_0080OB00057_14M0000_000