Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob660/53 7Ob228/71 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016343

Geschäftszahl

3Ob660/53; 7Ob228/71; 4Ob658/75; 7Ob580/77; 3Ob509/81; 3Ob550/81; 1Ob716/81; 5Ob520/82; 1Ob641/90; 1Ob127/98b; 1Ob288/01m; 3Ob93/10p; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

04.11.1953

Norm

ABGB §877
ABGB §891

Rechtssatz

Die Pflicht zur Herausgabe des auf Grund eines nichtigen Vertrages Erlangten beschränkt sich selbst bei Gesamtschuldnern auf das, worum jeder einzelne Schuldner bereichert worden ist. Die Meinung, daß als Gesamtschuld zurückgewährt werden müsse, was als Gesamtschuld empfangen wurde, ist abzulehnen. Sind auf einer Seite mehrere bereichert worden, so haften sie nicht als Gesamtschuldner, sondern anteilig. Jeder haftet nur in Höhe der ihm zugeflossenen Bereicherung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 660/53
    Entscheidungstext OGH 04.11.1953 3 Ob 660/53
    Veröff: ÖBA 1954,146 = SZ 26/265
  • 7 Ob 228/71
    Entscheidungstext OGH 12.01.1972 7 Ob 228/71
    Beisatz: Hier: Rückzahlung des Kaufpreises , da Kaufvertrag wegen Versagung der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung ungültig . (T1)
  • 4 Ob 658/75
    Entscheidungstext OGH 17.02.1976 4 Ob 658/75
    Vgl auch
  • 7 Ob 580/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 7 Ob 580/77
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Titellose Mitbenützung einer Brücke (T2)
  • 3 Ob 509/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 509/81
    Auch
  • 3 Ob 550/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 3 Ob 550/81
    Auch; Veröff: SZ 54/155
  • 1 Ob 716/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 716/81
    Vgl; Beisatz: Miteigentümer haften im Zweifel im Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile . (T3)
  • 5 Ob 520/82
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 520/82
    Auch; Beisatz: Mangels devisenbehördlicher Genehmigung nichtiges Darlehen, das zwei Personen gewährt wurde . (T4)
  • 1 Ob 641/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 641/90
    Beis wie T4; Veröff: WBl 1991,70 = ecolex 1991,85
  • 1 Ob 127/98b
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 127/98b
    nur: Sind auf einer Seite mehrere bereichert worden, so haften sie nicht als Gesamtschuldner, sondern anteilig. Jeder haftet nur in Höhe der ihm zugeflossenen Bereicherung. (T5); Beis wie T3
  • 1 Ob 288/01m
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 288/01m
    Auch; Beisatz: Mehrere Bereicherte, die bei Vertragsgültigkeit Solidarschuldner wären, haften anteilig nach Höhe ihrer Bereicherung haften, weil der Anspruch auf Erstattung dessen, was ein Vertragspartner aus einem aufgehobenen Vertrag zu seinem Vorteil erhalten hat, gemäß den §§877, 1435 ABGB grundsätzlich immer nur dem Leistenden gegen den Empfänger der Leistung zusteht. Solidarhaftung gegenüber Bereicherungsansprüchen kann ohne besondere Vereinbarung oder ohne gesetzliche Anordnung nur dann angenommen werden, wenn eine solche Haftung nach der Parteienabsicht oder nach der Verkehrssitte begründet ist. (T6)
  • 3 Ob 93/10p
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 3 Ob 93/10p
    Auch
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl aber; Beisatz: Eine systematische Einordnung des Anfechtungsanspruchs als Kondiktionsanspruch ist in der österreichischen Lehre und Rechtsprechung nicht herrschend. (T7)
    Beisatz: Hier bestand eine Gläubigermehrheit iSd § 890 Satz 2 ABGB. (T8); Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0016343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19531104_OGH0002_0030OB00660_5300000_001

Rechtssatz für 7Ob600/56 6Ob32/11s 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0015784

Geschäftszahl

7Ob600/56; 6Ob32/11s; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

12.12.1956

Norm

ABGB §837 B

Rechtssatz

Wird von einem Miteigentümer die Liegenschaftsverwaltung geführt, dann ist ihm der Mietzins abzuführen. Er handelt bei Einforderung des Mietzinses als Machthaber der Teilgenossen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 600/56
    Entscheidungstext OGH 12.12.1956 7 Ob 600/56
  • 6 Ob 32/11s
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 32/11s
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0015784

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19561212_OGH0002_0070OB00600_5600000_001

Rechtssatz für 5Ob221/71 3Ob37/14h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026733

Geschäftszahl

5Ob221/71; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

20.10.1971

Norm

ABGB §1302 A
AnfO §13 Abs2
KO §39 Abs2

Rechtssatz

Mehrere unredliche Anfechtungsgegner haften nach den Grundsätzen des § 1302 ABGB.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 221/71
    Entscheidungstext OGH 20.10.1971 5 Ob 221/71
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Auch; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0026733

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19711020_OGH0002_0050OB00221_7100000_001

Rechtssatz für 7Ob191/74 7Ob579/76 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014696

Geschäftszahl

7Ob191/74; 7Ob579/76 (7Ob580/76); 6Ob658/77; 1Ob607/78; 5Ob614/78; 8Ob105/79; 8Ob207/80; 8Ob518/81; 1Ob617/91; 9ObA96/92 (9OBA97/92); 3Ob2/98k; 10ObS211/99y; 4Ob21/03x; 2Ob83/06d; 2Ob150/06g; 2Ob262/08f; 1Ob224/09m; 4Ob2/11i; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 3Ob37/14h; 3Ob17/15v; 9ObA22/15y; 2Ob71/16d; 1Ob198/17z; 2Ob164/17g; 2Ob24/19x

Entscheidungsdatum

07.11.1974

Norm

ABGB §869
ABGB §914 IIIf
ABGB §1380 A
ABGB §1389

Rechtssatz

Vergleiche sind als Verkehrsgeschäfte nach der Vertrauenstheorie auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 191/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 191/74
  • 7 Ob 579/76
    Entscheidungstext OGH 28.04.1976 7 Ob 579/76
    Veröff: RZ 1977/14 S 36
  • 6 Ob 658/77
    Entscheidungstext OGH 22.09.1977 6 Ob 658/77
    Beisatz: Sie sind im Sinne des § 914 ABGB so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht. (T1)
  • 1 Ob 607/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 607/78
    Beis wie T1
  • 5 Ob 614/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 5 Ob 614/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 105/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 105/79
    Beisatz: Bei Meinungsverschiedenheiten sind Erklärungen so zu verstehen, wie sie der Empfänger verstehen musste. (T2)
  • 8 Ob 207/80
    Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 207/80
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 518/81
    Entscheidungstext OGH 15.10.1981 8 Ob 518/81
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 617/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 617/91
    Auch; Beisatz: Auch bei der Auslegung von Vergleichen gelten die allgemeinen Regeln. Es entscheidet somit der objektive Erklärungswert. (T3)
    Veröff: SZ 64/160 = EvBl 1992/45 S 195 = JBl 1992,444 (Ostheim)
  • 9 ObA 96/92
    Entscheidungstext OGH 17.06.1992 9 ObA 96/92
    Beis wie T2; Veröff: DRdA 1993,243 (Klein) = Arb 11040 = RdW 1993,46
  • 3 Ob 2/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 2/98k
  • 10 ObS 211/99y
    Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 211/99y
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 21/03x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 21/03x
    Beis wie T3; Beisatz: Generalvergleiche erstrecken sich, mangels entgegenstehender Parteienabsicht, zwar auf Fälle, an welche die Parteien nicht gedacht haben, nicht aber auf solche, an die sie trotz Anwendung der pflichtgemäßen Sorgfalt nicht denken konnten. (T4)
  • 2 Ob 83/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 2 Ob 83/06d
  • 2 Ob 150/06g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 150/06g
    Beis wie T3
  • 2 Ob 262/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 262/08f
    Beis wie T4; Beis wie T3
  • 1 Ob 224/09m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 224/09m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 2/11i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 2/11i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: § 915 zweiter Satz ABGB kommt zur Anwendung, jedoch nicht Satz 1. (T5)
    Beisatz: Hier: Unterlassungs‑ und Verpflichtungserklärung mit Vertragsstrafe. (T6)
  • 2 Ob 70/11z
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 70/11z
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 45/12z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 45/12z
    Beis wie T3
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/62
  • 3 Ob 17/15v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 17/15v
    Auch; Beis wie T3
  • 9 ObA 22/15y
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 22/15y
    Auch
  • 2 Ob 71/16d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 71/16d
    Veröff: SZ 2017/38
  • 1 Ob 198/17z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 198/17z
    Beis wie T3
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
  • 2 Ob 24/19x
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 24/19x
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0014696

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19741107_OGH0002_0070OB00191_7400000_001

Rechtssatz für 7Ob701/77 3Ob634/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017321

Geschäftszahl

7Ob701/77; 3Ob634/78; 4Ob571/79; 4Ob52/80; 1Ob578/81 (1Ob579/81); 5Ob702/81; 8Ob527/90; 8Ob538/93; 1Ob1585/95; 10Ob2445/96y; 7Ob252/99f; 3Ob283/00i; 6Ob32/11s; 6Ob217/13z; 3Ob37/14h; 2Ob12/14z; 7Ob48/18m

Entscheidungsdatum

17.11.1977

Norm

ABGB §890
ABGB §1175 A1
ABGB §1203
ABGB §1425 I

Rechtssatz

Bei Gesamthandforderungen kann, falls keine gegenteilige Vereinbarung besteht, die Leistung nur an alle erfolgen; und zwar bei Übereinkunft aller an einen Gläubiger, der bevollmächtigt ist, dem die Forderung zugewiesen wurde und dergleichen, mangels einer solchen Übereinkunft etwa durch gerichtliche Hinterlegung. Durch andere Leistungsarten wird der Schuldner nur frei, wenn die Leistung tatsächlich allen Gläubigern zugute gekommen ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 701/77
    Entscheidungstext OGH 17.11.1977 7 Ob 701/77
    Veröff: SZ 50/151 = QuHGZ 1978 4/165
  • 3 Ob 634/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 634/78
    nur: Bei Gesamthandforderungen kann, falls keine gegenteilige Vereinbarung besteht, die Leistung nur an alle erfolgen; und zwar bei Übereinkunft aller an einen Gläubiger, der bevollmächtigt ist, dem die Forderung zugewiesen wurde und dergleichen, mangels einer solchen Übereinkunft etwa durch gerichtliche Hinterlegung. (T1)
    Beisatz: Weiteres Verfahren. (T2)
  • 4 Ob 571/79
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 571/79
    nur T1
  • 4 Ob 52/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 52/80
    nur T1; Veröff: SZ 53/101 = ZAS 1983,18 (Selb)
  • 1 Ob 578/81
    Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 578/81
    Vgl; nur T1; Veröff: RZ 1982/17 S 58
  • 5 Ob 702/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 702/81
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 527/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 8 Ob 527/90
  • 8 Ob 538/93
    Entscheidungstext OGH 29.04.1993 8 Ob 538/93
  • 1 Ob 1585/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 1585/95
    Vgl; nur T1
  • 10 Ob 2445/96y
    Entscheidungstext OGH 07.01.1997 10 Ob 2445/96y
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 252/99f
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 252/99f
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/191
  • 3 Ob 283/00i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 283/00i
    Beisatz: Die gänzliche oder teilweise Umwandlung einer Gesamthandforderung der Gesellschaft in Forderungen der einzelnen Gesellschafter bedarf nur einer Vereinbarung der Gesellschafter. (T3)
    Beisatz: Hier: Die Gesellschafter einer ARGE trafen im Gesellschaftsvertrag für den Fall des (auch) durch eine Konkurseröffnung bewirkten Ausscheidens des zweiten Gesellschafters eine eindeutige Regelung über das rechtliche Schicksal der Gesamthandforderungen aus der Erfüllung von Werkverträgen. (T4)
  • 6 Ob 32/11s
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 32/11s
    nur T1; Beisatz: Wenn der einzelne Miteigentümer die Zustimmung der übrigen Miteigentümer nachweist, kann die Mietzinsforderung auch von einem einzelnen Miteigentümer an sich selbst begehrt werden. (T5)
  • 6 Ob 217/13z
    Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 217/13z
    Vgl auch; Beisatz: Da beide Vertragsparteien Hinterleger der Vertragsurkunde waren, sind sie Gesamthandgläubiger des Rückstellungsanspruchs. Wenn eine Vertragspartei die Zustimmung der anderen zur Rückgabe an sie nicht erlangte, kann sich nur die Leistung an beide Vertragsparteien oder die gerichtliche Hinterlegung zugunsten beider verlangen. (T6)
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Auch; nur T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/62
  • 2 Ob 12/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 12/14z
    Vgl; Beisatz: Hier aber: Fehlen einer Gläubigermehrheit. (T7); Veröff: SZ 2015/4
  • 7 Ob 48/18m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 48/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0017321

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19771117_OGH0002_0070OB00701_7700000_001

Rechtssatz für 7Ob795/81 8Ob593/86 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0050372

Geschäftszahl

7Ob795/81; 8Ob593/86; 1Ob590/89; 1Ob684/89; 8Ob558/91; 3Ob59/92; 8Ob140/99t; 2Ob198/98a; 8Ob279/00p; 7Ob153/04g; 3Ob188/12m; 7Ob96/13p; 3Ob37/14h; 3Ob150/15b; 3Ob233/15h; 3Ob251/16g; 3Ob204/16w; 3Ob24/18b

Entscheidungsdatum

10.12.1981

Norm

AnfO §13
KO §30
KO §31
KO §39

Rechtssatz

Der Anfechtungsanspruch ist ein Forderungsanspruch eigener Natur, sein Ziel ist daher nicht bloß Wiederherstellung des Zustandes der Masse vor der Rechtshandlung, sondern Herstellung des Zustandes in dem sich die Masse befände, wenn die anfechtbare Rechtshandlung nicht vorgenommen worden wäre.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 795/81
    Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 795/81
  • 8 Ob 593/86
    Entscheidungstext OGH 18.12.1986 8 Ob 593/86
    Veröff: SZ 59/228
  • 1 Ob 590/89
    Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 590/89
    Veröff: SZ 62/163 = JBl 1990,454
  • 1 Ob 684/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 684/89
    Veröff: SZ 63/26 = ÖBA 1990,564
  • 8 Ob 558/91
    Entscheidungstext OGH 30.04.1992 8 Ob 558/91
    Veröff: SZ 65/71 = JBl 1992,798 = ÖBA 1992,1113 (Koziol)
  • 3 Ob 59/92
    Entscheidungstext OGH 26.08.1992 3 Ob 59/92
  • 8 Ob 140/99t
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 8 Ob 140/99t
    Auch; Veröff: SZ 72/177
  • 2 Ob 198/98a
    Entscheidungstext OGH 13.01.2000 2 Ob 198/98a
    Auch; Veröff: SZ 73/3
  • 8 Ob 279/00p
    Entscheidungstext OGH 11.06.2001 8 Ob 279/00p
  • 7 Ob 153/04g
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 153/04g
    Veröff: SZ 2004/134
  • 3 Ob 188/12m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 188/12m
    Auch; Beisatz: Das Anfechtungsrecht dient aber nicht dazu, den Konkursgläubigern Vorteile zu verschaffen, die sie ohne Vornahme der anfechtbaren Rechtshandlung nicht erzielt hätten. Durch eine Anfechtung soll der Masse nur dasjenige wieder zugeführt werden, was ihr ohne die anfechtbare Rechtshandlung verblieben wäre (so schon 3 Ob 181/11f). (T1)
  • 7 Ob 96/13p
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 96/13p
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/62
  • 3 Ob 150/15b
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 150/15b
    Auch; Veröff: SZ 2016/3
  • 3 Ob 233/15h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 233/15h
    Auch; Beisatz: Ziel des Anfechtungsanspruchs ist es, den Zustand wiederherzustellen, in dem sich das Schuldnervermögen befände, wenn die anfechtbare Rechtshandlung nicht vorgenommen worden wäre. (T2)
  • 3 Ob 251/16g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 251/16g
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 204/16w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 204/16w
    Auch
  • 3 Ob 24/18b
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 24/18b
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Anfechtungsanspruch wegen einer dem Anfechtungsgegner vom Schuldner unentgeltlich eingeräumten, widerruflichen Bezugsberechtigung aus einer Lebensversicherung richtet sich der Höhe nach auf die gesamte (allenfalls bereits ausbezahlte) Versicherungssumme. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0050372

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19811210_OGH0002_0070OB00795_8100000_001

Rechtssatz für 6Ob617/81 3Ob37/14h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017334

Geschäftszahl

6Ob617/81; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

19.05.1982

Norm

ABGB §892
WEG §9 Abs1

Rechtssatz

Das Wort "ausdrücklich" bedeutet "deutlich erkennbar" und schließt in diesem Sinne auch bloß schlüssige Erklärungen ein.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 617/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1982 6 Ob 617/81
    Veröff: RZ 1983/2 S 42 = MietSlg 34139(19)
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0017334

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19820519_OGH0002_0060OB00617_8100000_003

Rechtssatz für 1Ob589/83 (1Ob590/83) 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017954

Geschäftszahl

1Ob589/83 (1Ob590/83); 3Ob583/86; 2Ob94/88; 8Ob609/88; 1Ob617/91; 1Ob568/92; 10Ob507/93; 3Ob343/97f; 7Ob99/98d; 7Ob67/99z; 6Ob287/01a; 7Ob155/04a; 2Ob83/06d; 2Ob237/06a; 2Ob150/06g; 2Ob262/08f; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 3Ob37/14h; 2Ob36/15f; 2Ob71/16d; 2Ob218/17y; 2Ob164/17g; 2Ob24/19x

Entscheidungsdatum

13.04.1983

Norm

ABGB §914 IIIf
ABGB §1380 D
ABGB §1389

Rechtssatz

Der übereinstimmend erklärte Parteiwille entscheidet, was die Streitteile als Gegenstand der Streitbereinigung angenommen haben.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 589/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 589/83
  • 3 Ob 583/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 3 Ob 583/86
    Auch
  • 2 Ob 94/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 94/88
  • 8 Ob 609/88
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 609/88
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Scheidungsvergleich nach § 55a Abs 2 EheG. (T1)
  • 1 Ob 617/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 617/91
    Beisatz: Dem konkreten Vergleichszweck kommt bei der Auslegung großes Gewicht bei. (T2)
    Veröff: SZ 64/160 = EvBl 1992/45 S 195 = JBl 1992,444 (Ostheim)
  • 1 Ob 568/92
    Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 568/92
    Veröff: SZ 65/65
  • 10 Ob 507/93
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 10 Ob 507/93
  • 3 Ob 343/97f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 343/97f
  • 7 Ob 99/98d
    Entscheidungstext OGH 10.08.1998 7 Ob 99/98d
  • 7 Ob 67/99z
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 7 Ob 67/99z
  • 6 Ob 287/01a
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 287/01a
  • 7 Ob 155/04a
    Entscheidungstext OGH 29.09.2004 7 Ob 155/04a
  • 2 Ob 83/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 2 Ob 83/06d
    Beis wie T2
  • 2 Ob 237/06a
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 237/06a
  • 2 Ob 150/06g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 150/06g
  • 2 Ob 262/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 262/08f
    Beis wie T2
  • 2 Ob 70/11z
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 70/11z
    Auch
  • 2 Ob 45/12z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 45/12z
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Veröff: SZ 2014/62
  • 2 Ob 36/15f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 2 Ob 36/15f
  • 2 Ob 71/16d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 71/16d
    Veröff: SZ 2017/38
  • 2 Ob 218/17y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 218/17y
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
  • 2 Ob 24/19x
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 24/19x
    Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0017954

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19830413_OGH0002_0010OB00589_8300000_001

Rechtssatz für 3Ob620/86 3Ob37/14h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017306

Geschäftszahl

3Ob620/86; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

11.11.1987

Norm

ABGB §890
AGBKr Pkt3 Abs2

Rechtssatz

Wurde bei einem Gemeinschaftskonto Kollektivzeichungsberechtigung vereinbart, so liegt ein Fall der Gesamthandforderung vor. Die Kreditunternehmung darf daher nur gemeinsame Auszahlungsverfügungen aller Kontoinhaber ausführen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 620/86
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 620/86
    Veröff: WBl 1988,62 = ÖBA 1988,160 = RdW 1988,129
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0017306

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19871111_OGH0002_0030OB00620_8600000_001

Rechtssatz für 3Ob610/90 1Ob543/95 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017339

Geschäftszahl

3Ob610/90; 1Ob543/95; 9Ob26/98h; 7Ob335/99m; 3Ob49/02f; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

19.12.1990

Norm

ABGB §892
AGBKr Pkt3 Abs2

Rechtssatz

Bei mehreren Kontoinhabern liegt nach Punkt 3 Abs 2 AGBKr ein Fall der vertraglich vereinbarten Gesamtgläubigerschaft vor: Jeder der mehreren Inhaber eines Gemeinschaftskonto ("Oder - Konto") muß so lange mit Verfügungen eines anderen Kontomitinhabers über das Guthaben rechnen, bis er der Befugnis zur Einzelverfügung widerspricht; danach können nur alle Kontoinhaber zusammen über das Konto verfügen ("Und - Konto"). Die Einzelverfügungsberechtigung erstreckt sich aber nur auf die jeweiligen Forderungen gegen die Bank und nicht auf das Kontovertragsverhältnis. Auch die Aufnahme oder Ausnutzung eines Kredites kann nicht ohne weiters durch einen Kontomitinhaber allein erfolgen. Die gewählte Gestaltung als Gesamtforderung darf nämlich nicht in unbilliger und gegen die guten Sitten verstoßender Weise dazu benützt werden, daß jeder Verfügungberechtigte zu Lasten des anderen auch eine in keiner jeder Weise betragsbeschränkte Belastung des anderen herbeizuführen berechtigt sei. Die Kontomitinhaber haften zwar kraft Vereinbarung für Verbindlichkeiten aus dem Konto als Solidarschuldner (Pkt 3 Abs 1 AGBKr anstelle von Art 8 Nr 1 EVHGB) und haben daher für die Forderungen der Bank aus dem Konto (zB Spesen, Zinsen, Kreditprovision) als Gesamtschuldner einzustehen, nicht aber für Schulden eines der übrigen Kontomitinhaber.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 610/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 610/90
    Veröff: ecolex 1991,152 = JBl 1991,314 = SZ 63/226 = EFSlg 27/3 = ÖBA 1991,458 (Iro)
  • 1 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 543/95
    Vgl; nur: Auch die Aufnahme oder Ausnutzung eines Kredites kann nicht ohne weiters durch einen Kontomitinhaber allein erfolgen. Die gewählte Gestaltung als Gesamtforderung darf nämlich nicht in unbilliger und gegen die guten Sitten verstoßender Weise dazu benützt werden, daß jeder Verfügungberechtigte zu Lasten des anderen auch eine in keiner jeder Weise betragsbeschränkte Belastung des anderen herbeizuführen berechtigt sei. Die Kontomitinhaber haften zwar kraft Vereinbarung für Verbindlichkeiten aus dem Konto als Solidarschuldner (Pkt 3 Abs 1 AGBKr anstelle von Art 8 Nr 1 EVHGB) und haben daher für die Forderungen der Bank aus dem Konto (zB Spesen, Zinsen, Kreditprovision) als Gesamtschuldner einzustehen, nicht aber für Schulden eines der übrigen Kontomitinhaber. (T1) Beisatz: Der einzelne Kontoinhaber kann nicht mit Wirksamkeit für die übrigen einen - auf dem Gemeinschaftskonto bereitzustellenden - Kredit mit der Bank vereinbaren. Für die Rückzahlung einer solchen Kreditsumme haftet nur der handelnde Kontoinhaber. Die Vertragserklärung der Kontomitinhaber ist darauf einzuschränken, daß sie einer Kontobelastung mit den gewöhnlich vorkommenden Verfügungen etwa auch im Rahmen einer auch mit ihnen vereinbarten oder verkehrsüblichen Kontoüberziehung oder eines für das Konto zur Verfügung gestellten Kreditrahmens zustimmen und für solche Verbindlichkeiten solidarisch haften. (T2)
  • 9 Ob 26/98h
    Entscheidungstext OGH 01.04.1998 9 Ob 26/98h
    Auch; nur: Bei mehreren Kontoinhabern liegt nach Punkt 3 Abs 2 AGBKr ein Fall der vertraglich vereinbarten Gesamtgläubigerschaft vor: Jeder der mehreren Inhaber eines Gemeinschaftskonto ("Oder - Konto") muß so lange mit Verfügungen eines anderen Kontomitinhabers über das Guthaben rechnen, bis er der Befugnis zur Einzelverfügung widerspricht. (T3); Beisatz: Jeder Kontoinhaber kann demnach im eigenen Namen über das gesamte Guthaben aus dem Konto verfügen, wobei das Zuvorkommen ("Angehen" im Sinne § 892 ABGB) entscheidet, wobei darunter jede (auch außergerichtliche) Art der Geltendmachung der Forderung zu verstehen ist. (T4) Veröff: SZ 71/62
  • 7 Ob 335/99m
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 335/99m
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Der einzelne Kontoinhaber kann nicht mit Wirksamkeit für die übrigen einen - auf dem Gemeinschaftskonto bereitzustellenden - Kredit mit der Bank vereinbaren. Für die Rückzahlung einer solchen Kreditsumme haftet nur der handelnde Kontoinhaber. (T5)
  • 3 Ob 49/02f
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 49/02f
    nur: Bei mehreren Kontoinhabern liegt nach Punkt 3 Abs 2 AGBKr ein Fall der vertraglich vereinbarten Gesamtgläubigerschaft vor: Jeder der mehreren Inhaber eines Gemeinschaftskonto ("Oder - Konto") muß so lange mit Verfügungen eines anderen Kontomitinhabers über das Guthaben rechnen, bis er der Befugnis zur Einzelverfügung widerspricht; danach können nur alle Kontoinhaber zusammen über das Konto verfügen ("Und - Konto"). (T6)
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0017339

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19901219_OGH0002_0030OB00610_9000000_001

Rechtssatz für 9Ob24/04a 9Ob10/07x 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006361

Geschäftszahl

9Ob24/04a; 9Ob10/07x; 3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

17.11.2004

Norm

ABGB §1302 A
KO §31 Abs1 Z2
KO §38

Rechtssatz

Grundsätzlich haften mehrere Geschäftsgegner nur auf das jeweils aus der anfechtbaren Handlung Erlangte. Im vorliegenden Fall haben aber die Banken nicht die jeweiligen Eingänge des angefochtenen Zeitraumes zurückzustellen, sondern es geht um den Ausgleich der Quotenverschlechterung. Jedenfalls ist die Interessenlage mit jener des § 1302 ABGB durchaus vergleichbar: So, wie es für die Solidarhaftung bei fährlässiger Schädigung als angemessen angesehen wird, dass ein Einzelner aus den Unvorsichtigen statt des schuldlos Geschädigten den Schaden tragen soll, entspricht es diesem Grundsatz, dass die einzelnen "unvorsichtigen" Banken statt der schutzwürdigeren Gläubiger diese Verschlechterung solidarisch annehmen sollen. Einerseits lassen sich ihre Anteile an der Quotenverschlechterung nicht bestimmen - gemeinsam haben sie dem Gemeinschuldner den notwendigen Kredit für das "Weiterwursteln" (6 Ob 110/00w) gegeben -, andererseits sind sie gemeinsam für die Verschlechterung mitursächlich. Diese Nähe zum Schadenersatzrecht wird auch von der Judikatur zur mittelbaren Nachteiligkeit gesehen (4 Ob 306/98y).

Entscheidungstexte

  • 9 Ob 24/04a
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 24/04a
  • 9 Ob 10/07x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 Ob 10/07x
    Auch; Beisatz: Mehrere Gläubiger, die zu einer nachteiligen Quotenverschlechterung iSd § 31 Abs 1 Z 2 zweiter Fall KO beigetragen haben, können aus diesem Grunde nur im Rahmen des Gesamtnachteils zur Haftung herangezogen werden, da die Masse sonst bereichert wäre. (T1)
  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0006361

Im RIS seit

17.12.2004

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20041117_OGH0002_0090OB00024_04A0000_001

Rechtssatz für 3Ob37/14h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0129545

Geschäftszahl

3Ob37/14h

Entscheidungsdatum

25.06.2014

Norm

ABGB §890 Satz2
ABGB §891
IO §38

Rechtssatz

Besteht die anfechtbare Rechtshandlung in einer Zahlung, die einer Gläubigermehrheit iSd § 890 Satz 2 ABGB geleistet wurde, haften die Gläubiger als Anfechtungsgegner solidarisch für die Rückzahlung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 37/14h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
    Veröff: SZ 2014/62

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129545

Im RIS seit

16.09.2014

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20140625_OGH0002_0030OB00037_14H0000_001