Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob546/57 3Ob8/79 3Ob10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000994

Geschäftszahl

2Ob546/57; 3Ob8/79; 3Ob106/89; 3Ob174/97b; 3Ob7/99x; 4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

29.01.1958

Norm

EO §37 Ak
EO §353 Abs1 IA
EO §353 Abs1 VII
EO §357

Rechtssatz

Wird der Betreibende nach § 353 EO zur Vornahme einer dem Verpflichteten obliegenden Handlung ermächtigt, richtet sich diese Ermächtigung nur gegen den Verpflichteten und kann sich niemals auf eine Handlung beziehen, die der Verpflichtete selbst mangels eines Exekutionstitels gegen einen Dritten nicht vornehmen könnte. Der Dritte, dessen Rechtssphäre durch eine solche Ermächtigung, die die rechtliche Möglichkeit der Brechung eines allfälligen Widerstandes in sinngemässer Anwendung des § 357 EO in sich schließt (SZ 6/171), verletzt wird, kann gemäß § 37 Abs 1 EO gegen die Exekution Widerspruch erheben.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 546/57
    Entscheidungstext OGH 29.01.1958 2 Ob 546/57
    MietSlg 6859
  • 3 Ob 8/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 8/79
  • 3 Ob 106/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 3 Ob 106/89
    nur: Wird der Betreibende nach § 353 EO zur Vornahme einer dem Verpflichteten obliegenden Handlung ermächtigt, richtet sich diese Ermächtigung nur gegen den Verpflichteten und kann sich niemals auf eine Handlung beziehen, die der Verpflichtete selbst mangels eines Exekutionstitels gegen einen Dritten nicht vornehmen könnte. (T1)
  • 3 Ob 174/97b
    Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 174/97b
    Auch; nur: Der Dritte, dessen Rechtssphäre durch eine solche Ermächtigung verletzt wird, kann gemäß § 37 Abs 1 EO gegen die Exekution Widerspruch erheben. (T2)
  • 3 Ob 7/99x
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 7/99x
    Auch
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 2014/59

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0000994

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19580129_OGH0002_0020OB00546_5700000_001

Rechtssatz für 3Ob1/63 3Ob142/64 3Ob34...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001522

Geschäftszahl

3Ob1/63; 3Ob142/64; 3Ob34/64 (3Ob35/64); 3Ob78/65; 3Ob81/65; 3Ob118/65; 3Ob133/66; 3Ob29/67; 3Ob109/67; 3Ob9/69; 3Ob70/70; 3Ob60/70; 3Ob152/70; 3Ob15/71 (3Ob16/71 -3Ob18/71); 3Ob32/71; 3Ob34/71; 3Ob58/71; 3Ob9/72; 3Ob126/72; 3Ob146/72 (3Ob147/72); 3Ob119/73; 3Ob124/73 (3Ob125/73); 3Ob192/73; 3Ob166/75 (3Ob170/75); 3Ob232/75; 3Ob234/75; 3Ob16/76; 3Ob176/76; 3Ob71/77; 3Ob3/78; 3Ob103/78; 3Ob164/79; 3Ob110/79 (3Ob111/79); 3Ob149/81; 3Ob104/82; 3Ob142/82; 3Ob176/83; 3Ob64/88; 3Ob175/88; 3Ob56/89; 3Ob123/90; 3Ob120/92; 3Ob169/94; 3Ob176/94; 3Ob223/98k; 3Ob74/99z; 3Ob180/00t; 10Ob305/02d; 3Ob202/06m; 3Ob175/07t; 3Ob119/13s; 4Ob71/14s; 3Ob129/16s

Entscheidungsdatum

16.01.1963

Norm

EO §42 A

Rechtssatz

Die Aufschiebung ist unzulässig, wenn nach den eigenen Ausführungen in der Klage ihr Erfolg zweifelhaft ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 1/63
    Entscheidungstext OGH 16.01.1963 3 Ob 1/63
  • 3 Ob 142/64
    Entscheidungstext OGH 16.12.1964 3 Ob 142/64
  • 3 Ob 34/64
    Entscheidungstext OGH 03.04.1964 3 Ob 34/64
  • 3 Ob 78/65
    Entscheidungstext OGH 01.06.1965 3 Ob 78/65
    Beisatz: Bloß skeptische Beurteilung der Erfolgsaussichten genügt nicht für die Abweisung. (T1)
  • 3 Ob 81/65
    Entscheidungstext OGH 23.06.1965 3 Ob 81/65
    Beisatz: Erhebliche Zweifel. (T2)
  • 3 Ob 118/65
    Entscheidungstext OGH 11.08.1965 3 Ob 118/65
    Auch; Beisatz: Unschlüssige Oppositionsklage. (T3)
  • 3 Ob 133/66
    Entscheidungstext OGH 16.11.1966 3 Ob 133/66
    Veröff: EvBl 1967/121 S 131
  • 3 Ob 29/67
    Entscheidungstext OGH 08.03.1967 3 Ob 29/67
  • 3 Ob 109/67
    Entscheidungstext OGH 25.10.1967 3 Ob 109/67
    Auch; Beisatz: Hier: Wiederaufnahmsklage nach § 530 Z 2 ZPO. (T4)
  • 3 Ob 9/69
    Entscheidungstext OGH 26.02.1969 3 Ob 9/69
    Auch; JBl 1970,259
  • 3 Ob 70/70
    Entscheidungstext OGH 24.06.1970 3 Ob 70/70
    Beisatz: Die Klage braucht nicht "aussichtsreich" zu sein. (T5)
  • 3 Ob 60/70
    Entscheidungstext OGH 03.06.1970 3 Ob 60/70
    Veröff: MietSlg 22678
  • 3 Ob 152/70
    Entscheidungstext OGH 13.01.1971 3 Ob 152/70
    Beisatz: Unschlüssige Exszindierungsklage. (T6)
    Veröff: EvBl 1971/220 S 402
  • 3 Ob 15/71
    Entscheidungstext OGH 03.03.1971 3 Ob 15/71
    Beisatz: Beweiswürdigung ist aber nicht vorzunehmen. (T7)
  • 3 Ob 32/71
    Entscheidungstext OGH 31.03.1971 3 Ob 32/71
    Beis wie T7
  • 3 Ob 34/71
    Entscheidungstext OGH 04.05.1971 3 Ob 34/71
    Beis wie T5
  • 3 Ob 58/71
    Entscheidungstext OGH 09.06.1971 3 Ob 58/71
    Beisatz: Oppositionsklage gestützt auf bereits im Titelprozess erfolglos erhobene Einwendungen. (T8)
  • 3 Ob 9/72
    Entscheidungstext OGH 24.02.1972 3 Ob 9/72
  • 3 Ob 126/72
    Entscheidungstext OGH 09.11.1972 3 Ob 126/72
    Beisatz: Offenbar aussichtslos (T9)
  • 3 Ob 146/72
    Entscheidungstext OGH 07.12.1972 3 Ob 146/72
    Beis wie T5
  • 3 Ob 119/73
    Entscheidungstext OGH 10.07.1973 3 Ob 119/73
    Veröff: SZ 46/72
  • 3 Ob 124/73
    Entscheidungstext OGH 28.08.1973 3 Ob 124/73
    Beisatz: Offenbar aussichtslos (T10)
    Beis wie T7
  • 3 Ob 192/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 3 Ob 192/73
    Beis wie T9; Veröff: SZ 46/120 = EvBl 1974/108 S 238
  • 3 Ob 166/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 3 Ob 166/75
    Beis wie T7
  • 3 Ob 232/75
    Entscheidungstext OGH 28.10.1975 3 Ob 232/75
    Beisatz: Unschlüssige Wiederaufnahmsklage. (T11)
  • 3 Ob 234/75
    Entscheidungstext OGH 28.10.1975 3 Ob 234/75
    Beis wie T6
  • 3 Ob 16/76
    Entscheidungstext OGH 25.02.1976 3 Ob 16/76
    Beisatz: Erfolgsaussichten im Zeitpunkt erstgerichtlicher Entscheidung über Aufschiebungsantrag. (T12)
  • 3 Ob 176/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 3 Ob 176/76
    Beisatz: Unterhaltsherabsetzung (T13)
  • 3 Ob 71/77
    Entscheidungstext OGH 22.08.1977 3 Ob 71/77
  • 3 Ob 3/78
    Entscheidungstext OGH 24.01.1978 3 Ob 3/78
    Beis wie T12
  • 3 Ob 103/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1978 3 Ob 103/78
    Beisatz: Unschlüssige Exszindierungsklage. (T14)
  • 3 Ob 164/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 3 Ob 164/79
    Beisatz: Unzulässige Impugnationsklage. (T15)
  • 3 Ob 110/79
    Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 110/79
  • 3 Ob 149/81
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 3 Ob 149/81
    Beis wie T11; Beisatz: Durch die Entscheidung über einen Aufschiebungsantrag darf dem Prozessergebnis nicht vorgegriffen werden (Heller - Berger - Stix 550). (T16)
  • 3 Ob 104/82
    Entscheidungstext OGH 06.10.1982 3 Ob 104/82
    Beis wie T16
  • 3 Ob 142/82
    Entscheidungstext OGH 06.10.1982 3 Ob 142/82
  • 3 Ob 176/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 176/83
    Beis wie T3
  • 3 Ob 64/88
    Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 64/88
    Abweichend; Beisatz: Die Aufschiebung kann nicht schon dann verweigert werden, wenn der Erfolg zweifelhaft oder wenig wahrscheinlich ist. Wenn jedoch die Klageführung mit hoher Wahrscheinlichkeit als aussichtslos zu beurteilen ist, ist die Abweisung des Exekutionsaufschiebungsantrages jedenfalls gerechtfertigt. (T17)
  • 3 Ob 175/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 175/88
    Abweichend; Beis wie T17; Veröff: RdW 1989,160
  • 3 Ob 56/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 56/89
    Abweichend; Beis wie T17
  • 3 Ob 123/90
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 3 Ob 123/90
    Abweichend; Beis wie T17
  • 3 Ob 120/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 3 Ob 120/92
    Abweichend; Beis wie T16; Beisatz: Wenn der als Aufschiebungsgrund herangezogene Schritt des Aufschiebungswerbers mit hoher Wahrscheinlichkeit aussichtslos ist. (T18)
  • 3 Ob 169/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 169/94
  • 3 Ob 176/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 176/94
    Vgl auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Aufschiebungsantrag nach § 34a MRG. (T19)
  • 3 Ob 223/98k
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 3 Ob 223/98k
    Vgl aber; Beis wie T17; Veröff: SZ 71/171
  • 3 Ob 74/99z
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 74/99z
    Auch; Beisatz: Dass bei der Beurteilung eines Aufschiebungsantrages (neben weiteren Voraussetzungen) nicht nur die Einbringung eines der in § 42 Abs 1 EO genannten Rechtsmittel und Rechtsbehelfe, sondern auch dessen Erfolgsaussichten zu prüfen sind, ergibt seit der WGN 1983 ein zwingender Umkehrschluss aus § 44 Abs 3 EO. (T20)
    Beisatz: Hier: Wiederaufnahmsklage. (T21)
  • 3 Ob 180/00t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2001 3 Ob 180/00t
    Auch; Beisatz: Dennoch können weitere Verfahrensergebnisse berücksichtigt werden. Der Berücksichtigung weiterer Umstände steht nur das Neuerungsverbot entgegen. (T22)
  • 10 Ob 305/02d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 305/02d
    Vgl auch; Beisatz: Eine vorherige Rückleitung des Aktes an das zur Entscheidung über den Antrag auf Aufschiebung der Exekution zuständige Erstgericht kann unterbleiben, wenn bereits über das Rechtsmittel der Beklagten im Sinne einer Zurückweisung entschieden werden konnte (vergleiche 10 Ob 147/97h). (T23)
  • 3 Ob 202/06m
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 202/06m
    Vgl auch; Beis wie T18; Beis ähnlich wie T22
  • 3 Ob 175/07t
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 175/07t
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T16; Beis wie T18; Beisatz: Ob die der Aufschiebung zugrunde liegende Verfahrenshandlung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit aussichtslos ist, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden. (T24)
  • 3 Ob 119/13s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 119/13s
    Auch; Beis ähnlich wie T17
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 129/16s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 129/16s
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0001522

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19630116_OGH0002_0030OB00001_6300000_001

Rechtssatz für 3Ob142/64 3Ob60/70 3Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0001979

Geschäftszahl

3Ob142/64; 3Ob60/70; 3Ob70/70; 3Ob56/72; 3Ob64/72; 3Ob146/72 (3Ob147/72); 3Ob192/73; 3Ob198/74; 3Ob62/76; 3Ob88/76; 3Ob102/78; 3Ob103/78; 3Ob159/82; 3Ob92/83; 3Ob142/83; 3Ob89/85; 3Ob28/86; 3Ob13/86; 3Ob64/88; 3Ob93/88; 3Ob1047/88; 3Ob185/88; 3Ob135/89; 3Ob43/90; 3Ob7/91; 3Ob113/91; 3Ob112/92 (3Ob113/92); 3Ob1003/93; 3Ob169/94; 3Ob54/95; 3Ob4/97b; 3Ob223/98k; 3Ob74/99z; 3ob32/00b; 1Ob48/02v; 3Ob248/03x; 3Ob143/04g; 3Ob175/07t; 3Ob163/13m; 4Ob71/14s; 3Ob10/15i (3Ob12/15h); 3Ob129/16s

Entscheidungsdatum

16.12.1964

Norm

EO §42 A

Rechtssatz

Bei der Entscheidung über einen Aufschiebungsantrag kommt es nicht darauf an, ob die Klage "aussichtsreich" ist, sondern darauf, ob sie als "offenbar aussichtslos" angesehen werden muss.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 142/64
    Entscheidungstext OGH 16.12.1964 3 Ob 142/64
  • 3 Ob 60/70
    Entscheidungstext OGH 03.06.1970 3 Ob 60/70
    Veröff: MietSlg 22678
  • 3 Ob 70/70
    Entscheidungstext OGH 24.06.1970 3 Ob 70/70
    Beisatz: Die Klage braucht nicht "aussichtsreich" zu sein. (T1)
  • 3 Ob 56/72
    Entscheidungstext OGH 08.06.1972 3 Ob 56/72
    Veröff: JBl 1972,619
  • 3 Ob 64/72
    Entscheidungstext OGH 08.06.1972 3 Ob 64/72
    Beis wie T1
  • 3 Ob 146/72
    Entscheidungstext OGH 07.12.1972 3 Ob 146/72
    Beis wie T1
  • 3 Ob 192/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 3 Ob 192/73
    Beis wie T1; Veröff: SZ 46/120 = EvBl 1974/108 S 238
  • 3 Ob 198/74
    Entscheidungstext OGH 03.12.1974 3 Ob 198/74
    Beisatz: Dem endgültigen Erfolg darf nicht vorgegriffen werden; Prüfung auf Grund der Klagebehauptung in Verbindung mit den Ergebnissen des dem Exekutionstitel vorangegangenen Verfahren. (T2)
    Veröff: EvBl 1975/190 S 404
  • 3 Ob 62/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 3 Ob 62/76
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 88/76
    Entscheidungstext OGH 31.08.1976 3 Ob 88/76
    Beisatz: Wiederaufnahmsklage (T3)
  • 3 Ob 102/78
    Entscheidungstext OGH 27.07.1978 3 Ob 102/78
  • 3 Ob 103/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1978 3 Ob 103/78
  • 3 Ob 159/82
    Entscheidungstext OGH 17.11.1982 3 Ob 159/82
  • 3 Ob 92/83
    Entscheidungstext OGH 28.09.1983 3 Ob 92/83
    Vgl auch
  • 3 Ob 142/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 3 Ob 142/83
    Beisatz: Gestützt auf inhaltsleere und daher nichtssagende Widerspruchsklage. (T4)
  • 3 Ob 89/85
    Entscheidungstext OGH 30.10.1985 3 Ob 89/85
    Veröff: ZfRV 1986,141
  • 3 Ob 28/86
    Entscheidungstext OGH 09.04.1986 3 Ob 28/86
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei der Entscheidung über einen Aufschiebungsantrag ist im Ermessensraum eine sorgfältige Abwägung der aufeinander prallenden Interessen des Aufschiebungswerbers am Aufschub der Exekutionsführung und der betreibenden Partei an ihrer Fortsetzung geboten und daher auch zu verlangen, dass der zur Rechtfertigung der Exekutionsaufschiebung geltend gemachte Schritt begründet ist. (T5)
  • 3 Ob 13/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 13/86
    Vgl auch; Veröff: SZ 59/75
  • 3 Ob 64/88
    Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 64/88
    Beisatz: Die Aufschiebung kann nicht schon dann verweigert werden, wenn der Erfolg zweifelhaft oder wenig wahrscheinlich ist. Wenn jedoch die Klageführung mit hoher Wahrscheinlichkeit als aussichtslos zu beurteilen ist, ist die Abweisung des Exekutionsaufschiebungsantrages jedenfalls gerechtfertigt. (T6)
  • 3 Ob 93/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 93/88
    Beis wie T2; Beis wie T5
  • 3 Ob 1047/88
    Entscheidungstext OGH 18.01.1989 3 Ob 1047/88
    Vgl; Beis wie T6 nur: Wenn die Klageführung mit hoher Wahrscheinlichkeit als aussichtslos zu beurteilen ist, ist die Abweisung des Exekutionsaufschiebungsantrages gerechtfertigt. (T7)
  • 3 Ob 185/88
    Entscheidungstext OGH 22.02.1989 3 Ob 185/88
    Vgl; Beis wie T7
  • 3 Ob 135/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 3 Ob 135/89
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 43/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 3 Ob 43/90
    Beis wie T6
  • 3 Ob 7/91
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 7/91
    Auch
  • 3 Ob 113/91
    Entscheidungstext OGH 23.10.1991 3 Ob 113/91
    Beis wie T6
  • 3 Ob 112/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 3 Ob 112/92
    Auch; Beisatz: Aufschiebung ist zu verweigern, wenn der Erfolg unwahrscheinlich ist. (T8)
  • 3 Ob 1003/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1993 3 Ob 1003/93
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 169/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 169/94
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 54/95
    Entscheidungstext OGH 12.07.1995 3 Ob 54/95
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 4/97b
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 4/97b
    Beis wie T6; Veröff: SZ 70/77
  • 3 Ob 223/98k
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 3 Ob 223/98k
    Auch; Veröff: SZ 71/171
  • 3 Ob 74/99z
    Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 74/99z
    Auch; Beisatz: Dass bei der Beurteilung eines Aufschiebungsantrages (neben weiteren Voraussetzungen) nicht nur die Einbringung eines der in § 42 Abs 1 EO genannten Rechtsmittel und Rechtsbehelfe, sondern auch dessen Erfolgsaussichten zu prüfen sind, ergibt seit der WGN 1983 ein zwingender Umkehrschluss aus § 44 Abs 3 EO. (T9)
    Beis wie T3
  • 3 Ob 32/00b
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 3 Ob 32/00b
    Auch
  • 1 Ob 48/02v
    Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 48/02v
    Beisatz: Dem Aufschiebungsantrag ist immer dann stattzugeben, wenn die Klageführung nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit als aussichtslos zu beurteilen ist. (T10)
  • 3 Ob 248/03x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 248/03x
    Vgl auch;
  • 3 Ob 143/04g
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 143/04g
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 175/07t
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 175/07t
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Ob die der Aufschiebung zugrunde liegende Verfahrenshandlung zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit aussichtslos ist, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden. (T11)
  • 3 Ob 163/13m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 163/13m
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 10/15i
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 10/15i
  • 3 Ob 129/16s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 129/16s
    Auch; Beisatz: Bei der Prüfung der Erfolgsaussichten einer den Aufschiebungsgrund bildenden Klage kommt es nur auf Rechtsfragen und damit auf die Schlüssigkeit der Klage bzw des Antrags an; so schon 3 Ob 163/13m. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0001979

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19641216_OGH0002_0030OB00142_6400000_002

Rechtssatz für 6Ob55/65 1Ob54/65 5Ob25...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010526

Geschäftszahl

6Ob55/65; 1Ob54/65; 5Ob258/67; 7Ob215/68; 1Ob91/69; 1Ob209/69; 7Ob51/70; 8Ob254/70; 5Ob23/71; 4Ob580/74; 8Ob105/75; 3Ob576/76; 7Ob562/77; 6Ob673/77; 1Ob17/78; 6Ob772/79; 5Ob776/81; 1Ob556/82; 1Ob31/82; 1Ob658/82; 1Ob6/83; 1Ob702/83; 3Ob595/85 (3Ob596/85); 1Ob618/87; 3Ob634/86; 3Nd511/87; 1Ob1/88; 1Ob10/88; 2Ob656/87; 6Ob708/88; 5Ob49/89; 4Ob522/89; 5Ob615/89; 1Ob35/89; 1Ob652/90; 8Ob635/92; 7Ob636/94; 1Ob16/95; 6Ob1679/95; 1Ob512/96; 4Ob2347/96t; 1Ob2003/96g; 6Ob40/97v; 1Ob144/97a; 6Ob109/98t; 8Ob255/98b; 1Ob6/00i; 3Ob201/99a; 5Ob153/00m; 1Ob284/00x; 1Ob42/01k; 7Ob182/02v; 1Ob92/02i; 5Ob65/03z; 5Ob261/03y; 6Ob15/04f; 3Ob266/03v; 6Ob243/06b; 4Ob250/06b; 8Ob135/06w; 4Ob196/07p; 2Ob167/07h; 1Ob47/08f; 6Ob227/07m; 2Ob194/08f; 5Ob133/09h; 8Ob128/09w; 5Ob2/11x; 4Ob25/11x; 9Ob29/11x; 10Ob52/11m; 5Ob138/11x; 4Ob43/11v; 4Ob99/12f; 9Ob48/12t; 4Ob71/14s; 2Ob1/16k; 4Ob123/16s

Entscheidungsdatum

31.03.1965

Norm

ABGB §364 A Abs2
ABGB §364 Abs3 D
ABGB §523 Cb

Rechtssatz

Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. Soweit es auf sichernde Vorkehrungen gerichtet ist, darf keine bestimmte Einrichtung verlangt werden, vielmehr muss die Auswahl der Schutzmaßnahmen dem Beklagten überlassen bleiben.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 55/65
    Entscheidungstext OGH 31.03.1965 6 Ob 55/65
    Veröff: SZ 38/50 = JBl 1965,621
  • 1 Ob 54/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 1 Ob 54/65
    Veröff: RZ 1965,145
  • 5 Ob 258/67
    Entscheidungstext OGH 13.12.1967 5 Ob 258/67
  • 7 Ob 215/68
    Entscheidungstext OGH 13.11.1968 7 Ob 215/68
    Veröff: SZ 41/150 = EvBl 1969/116 S 179
  • 1 Ob 91/69
    Entscheidungstext OGH 08.05.1969 1 Ob 91/69
    Beisatz: Beweislastverteilung (T1)
    Veröff: EvBl 1970/18 S 36
  • 1 Ob 209/69
    Entscheidungstext OGH 13.11.1969 1 Ob 209/69
  • 7 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 15.04.1970 7 Ob 51/70
    nur: Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. (T2)
    Beisatz: In jenen Fällen, in welchen die Einwirkung an sich vom Willen des belangten Nachbarn unabhängig ist, aber eine unvermeidbare Folge seiner vermeidbaren Handelsweise darstellt, muss das Verbot dieser Handlungsweise als Quelle der Einwirkung zugelassen werden. (T3)
  • 8 Ob 254/70
    Entscheidungstext OGH 10.11.1970 8 Ob 254/70
  • 5 Ob 23/71
    Entscheidungstext OGH 24.02.1971 5 Ob 23/71
    Veröff: SZ 44/22
  • 4 Ob 580/74
    Entscheidungstext OGH 15.10.1974 4 Ob 580/74
  • 8 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 105/75
    Veröff: MietSlg 27047
  • 3 Ob 576/76
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 3 Ob 576/76
  • 7 Ob 562/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
    Veröff: SZ 50/99
  • 6 Ob 673/77
    Entscheidungstext OGH 20.10.1977 6 Ob 673/77
    nur T2
  • 1 Ob 17/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 17/78
    Veröff: SZ 52/55
  • 6 Ob 772/79
    Entscheidungstext OGH 05.12.1979 6 Ob 772/79
    nur: Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. (T4)
  • 5 Ob 776/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 776/81
    Auch
  • 1 Ob 556/82
    Entscheidungstext OGH 05.05.1982 1 Ob 556/82
    Auch; Veröff: SZ 55/69 = JBl 1983,96 = MietSlg 34034
  • 1 Ob 31/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 31/82
    nur T4; Veröff: MietSlg 34036
  • 1 Ob 658/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 1 Ob 658/82
    Beisatz: Ein Begehren auf Stilllegung des Immissionen verursachenden, nicht genehmigten Betriebes ist nicht möglich. (T5)
  • 1 Ob 6/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 6/83
    nur T4; Veröff: SZ 56/50 = EvBl 1983/98 S 393
  • 1 Ob 702/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 702/83
    Auch; nur: Soweit es auf sichernde Vorkehrungen gerichtet ist, darf keine bestimmte Einrichtung verlangt werden, vielmehr muss die Auswahl der Schutzmaßnahmen dem Beklagten überlassen bleiben. (T6)
    Veröff: SZ 56/155
  • 3 Ob 595/85
    Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 595/85
    Auch; nur T4; nur T2; Beisatz: Das Klagebegehren geht nicht auf Einwirkung bestimmter Schutzmaßnahmen. (T7)
  • 1 Ob 618/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 618/87
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 3 Ob 634/86
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 3 Ob 634/86
    Auch; nur T2
  • 3 Nd 511/87
    Entscheidungstext OGH 13.01.1988 3 Nd 511/87
    nur T4; Veröff: JBl 1988,323
  • 1 Ob 1/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 1/88
    nur T4; nur T2; Beisatz: Die Unterlassungsklage ist auf zumutbare Vorkehrungen zur Verhinderung von Einwirkungen auf das Nachbargrundstück zu richten. (T8)
    Veröff: SZ 61/61
  • 1 Ob 10/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 10/88
    nur T6; Veröff: JBl 1988,594
  • 2 Ob 656/87
    Entscheidungstext OGH 20.12.1987 2 Ob 656/87
    Beis wie T5; Veröff: SZ 61/278 = EvBl 1989/89 S 338 = JBl 1989,239 (zustimmend Wilhelm)
  • 6 Ob 708/88
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 6 Ob 708/88
    nur T4
  • 5 Ob 49/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 49/89
    nur T2; nur T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 4 Ob 522/89
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Unterlassung künftiger gleichartiger Störungen. (T9)
  • 5 Ob 615/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 5 Ob 615/89
    nur T4; nur T2
  • 1 Ob 35/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 35/89
    nur T4; Veröff: SZ 63/3
  • 1 Ob 652/90
    Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 652/90
    Auch; nur T4
  • 8 Ob 635/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 635/92
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Tennisplatz (T10)
    Beisatz: Der Störer kann zwischen der Einstellung des Betriebes und notwendigen Umbauten und Schutzmaß nahmen wählen. Abzulehnen sind auch zeitliche Betriebseinschränkungen, die nahezu auf ein Betriebsverbot hinauslaufen. (T11)
    Veröff: SZ 65/145
  • 7 Ob 636/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 636/94
    nur T2; nur T6; Beisatz: Es handelt sich hiebei um ein "Erfolgsverbot". (T12)
  • 1 Ob 16/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 16/95
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 1679/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 1679/95
    nur T6
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Veröff: SZ 69/187
  • 4 Ob 2347/96t
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2347/96t
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
    nur T4
  • 6 Ob 40/97v
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 6 Ob 40/97v
    nur T2; nur T6
  • 1 Ob 144/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 144/97a
    Beis wie T12; Veröff: SZ 70/199
  • 6 Ob 109/98t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 6 Ob 109/98t
    Beis wie T3; Beis wie T8
  • 8 Ob 255/98b
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 255/98b
    Beis wie T8; Beis wie T12
  • 1 Ob 6/00i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
    Vgl; Beisatz: Zweck der nicht auf bestimmte Schutzmaßnahmen beschränkbaren Klage ist die Abwehr von Emissionen. (T13)
  • 3 Ob 201/99a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 201/99a
    Beis wie T5
  • 5 Ob 153/00m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 5 Ob 153/00m
    Vgl auch; nur T2; nur T4; Beisatz: Gegen den nicht unmittelbar selbst störenden Miteigentümer kann die Eigentumsfreiheitsklage dann erhoben werden, wenn von ihm Abhilfe gegen den Eingriff zu erwarten ist. Eine Unterlassungsklage wird in diesem Zusammenhang insbesondere deswegen zugelassen, um den Belangten dazu zu bringen, dass er seiner Pflicht, das rechtsverletzende Tun des Störers zu hindern, entsprechend nachkomme. (T14)
  • 1 Ob 284/00x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 284/00x
    Beisatz: Ein dennoch auf bestimmte Vorkehrungen - und sei es auch in Form der Unterlassung der Betriebsfortführung - zielendes Begehren stellt gegenüber dem Begehren auf Unterlassung von Emissionen ein aliud dar, dessen Stattgebung die Bestimmung des § 405 ZPO entgegenstünde. (T15)
  • 1 Ob 42/01k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 42/01k
  • 7 Ob 182/02v
    Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 182/02v
    Auch; nur T6
  • 1 Ob 92/02i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 92/02i
    Vgl; nur T4; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Eine Anlage errichtet, aus der unter bestimmten Voraussetzungen Wasser auf das Nachbargrundstück strömt, kann sich nicht auf Ortsüblichkeit berufen (Ablehnung des von Kerschner [RdU 1996, 146] und Hofmann [RdU 2002,76] vertretenen Erfordernisses "finalen zielgesteuerten Verhaltens"). (T16)
  • 5 Ob 65/03z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 65/03z
    Auch; nur T4; Beis wie T10; Veröff: SZ 2003/36
  • 5 Ob 261/03y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 5 Ob 261/03y
    Auch; nur T6; Veröff: SZ 2003/153
  • 6 Ob 15/04f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 15/04f
    Auch; nur T6
  • 3 Ob 266/03v
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 266/03v
    Auch; nur: Die Klage nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein Anwendungsfall der negatorischen Eigentumsklage. Das Begehren geht auf Unterlassung des Eingriffes. (T17)
    Beisatz: Das Klagebegehren der Immissionsabwehrklage richtet sich jedenfalls auch gegen den Eigentümer des Grundstücks, von dem die Störung ausgeht, sowie jeden, der sonst das Grundstück für eigene Zwecke benutzt und geht in erster Linie auf - auch vorbeugende - Untersagung (Unterlassung) der Immission, allenfalls auch auf ihre Verhinderung durch geeignete Vorkehrungen. (T18)
  • 6 Ob 243/06b
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 243/06b
    Auch; nur T6; Beisatz: Die durch das Zivilrechts-Änderungsgesetz 2004 eingefügte Bestimmung des § 364 Abs 3 ABGB knüpft schon ihrem Wortlaut nach („ebenso") an die unmittelbar vorhergehende Regelung des § 364 Abs 2 ABGB an. Auch nach dieser Bestimmung kann der Eigentümer nur bestimmte - im Einzelnen näher angeführte - Einwirkungen untersagen. Demgemäß besteht insoweit hinsichtlich des Inhalts des Unterlassungsanspruches kein Unterschied zwischen § 364 Abs 2 und 3 ABGB. (T19)
  • 4 Ob 250/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 250/06b
    Beis wie T7; Beisatz: Die Abwehr unzulässiger Immissionen als nachbarrechtlicher Anspruch nach § 364 Abs 2 ABGB ist ein besonderer Anwendungsfall der Eigentumsfreiheitsklage, bei der der Abwehranspruch das mittelbare Eindringen unwägbarer Stoffe im Rahmen des Ortsüblichen nicht umfasst. (T20)
    Veröff: SZ 2007/23
  • 8 Ob 135/06w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 135/06w
    Beis wie T15; Beisatz: Das auf diese Gesetzesstelle gestützte Unterlassungsbegehren ist kein Handlungsverbot, sondern ein „Erfolgsverbot". (T21)
    Beisatz: Das Urteil richtet sich daher auf eine im materiellen Recht vorgezeichnete Verpflichtung zu dauerndem, künftigem, inhaltlich aber vom Verpflichteten zu bestimmenden Handeln. (T22)
    Beisatz: Hier: Das Klagebegehren, welches dessen ungeachtet auf Unterlassung der Zulassung von bescheidmäßig genehmigten Nachtflugbewegungen gerichtet ist, ist daher unzulässig. (T23)
    Veröff: SZ 2007/106
  • 4 Ob 196/07p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 196/07p
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T20; Beis wie T22; Veröff: SZ 2007/192
  • 2 Ob 167/07h
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 167/07h
    nur T4; Beis wie T20
  • 1 Ob 47/08f
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 47/08f
    nur T4
  • 6 Ob 227/07m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2008 6 Ob 227/07m
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 2 Ob 194/08f
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 194/08f
    nur T4
  • 5 Ob 133/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 133/09h
    Vgl auch; Beisatz: Die zu ergreifenden Maßnahmen liegen im Belieben der beklagten Partei. (T24)
  • 8 Ob 128/09w
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 128/09w
    Vgl auch; Beis wie T24; Veröff: SZ 2010/112
  • 5 Ob 2/11x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 2/11x
    Vgl aber; vgl auch Beis wie T14; Beisatz: Wenn offenkundig kein anderes Mittel geeignet ist, die Störung abzustellen, kann auch ein Begehren auf Beendigung des Mietvertrags zulässig sein. (T25)
  • 4 Ob 25/11x
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 25/11x
    Vgl; Beisatz: Die nachbarrechtlichen Ansprüche nach den §§ 364 Abs 2 und 364b ABGB sind besondere Fälle der negatorischen Eigentumsklage nach § 523 ABGB. (T26)
  • 9 Ob 29/11x
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 29/11x
    Vgl auch; nur T17; Beisatz: Dem Eigentümer eines Superädifikats steht ein Abwehranspruch nach § 364 Abs 2 ABGB zu. (T27)
    Bem: Siehe auch RS0127017. (T28)
    Veröff: SZ 2011/77
  • 10 Ob 52/11m
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 10 Ob 52/11m
    Auch; Veröff: SZ 2011/130
  • 5 Ob 138/11x
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 138/11x
    Auch; nur T17; Beisatz: Hier: Eindringen von Katzen. (T29)
    Veröff: SZ 2011/132
  • 4 Ob 43/11v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 43/11v
    Auch; Beisatz: Hier: Zum Beseitigungsanspruch bei gefährlichem Überhang. (T30)
    Bem: Siehe auch RS0127359. (T31)
  • 4 Ob 99/12f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 99/12f
    Auch; Beisatz: Entgegen der früheren Judikatur könnte bei Immissionen durch eine Tierhaltung deren Verbot höchstens dann begehrt werden, wenn offenkundig kein anderes Mittel zur Verfügung steht, um deren Immissionen hintanzuhalten. (T32)
  • 9 Ob 48/12t
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 Ob 48/12t
    nur T2; nur T4
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Unterlassung des Vermittelns des Zugangs zu einer bestimmten Website nach § 81 Abs 1a UrhG. (T33)
    Veröff: SZ 2014/59
  • 2 Ob 1/16k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 1/16k
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 123/16s
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 123/16s
    Auch; Beisatz: Auch bei Unterlassungsklagen kann dann ein bestimmtes Begehren gestellt werden, wenn offenkundig kein anderes Mittel zur Abhilfe geeignet ist. (T34)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0010526

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19650331_OGH0002_0060OB00055_6500000_001

Rechtssatz für 3Ob130/77 3Ob147/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000709

Geschäftszahl

3Ob130/77; 3Ob147/80; 3Ob162/83; 3Ob80/84; 3Ob22/87; 3Ob82/88; 3Ob51/89; 3Ob64/89; 4Ob125/89; 3Ob17/90; 3Ob3/90; 4Ob17/91; 3Ob64/90 (3Ob65/90 -3Ob67/90); 3Ob77/91; 3Ob65/93; 3Ob134/93; 3Ob178/93; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob2169/96h; 3Ob199/97d; 3Ob136/97i; 3Ob311/97z; 3Ob164/98h; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob85/99t; 16Ok3/00; 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob177/03f; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob72/05t (3Ob73/05i, 3Ob75/05m); 3Ob162/05b; 3Ob64/06t; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob257/08b; 3Ob226/10x; 3Ob125/11w; 3Ob8/12s; 3Ob98/12a; 3Ob152/13v; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob154/16t; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h

Entscheidungsdatum

21.02.1978

Norm

EO §36 Z1 Aa
EO §355 IIIa

Rechtssatz

Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird, und so in der Lage sein, allenfalls seine Einwendungen gegen die Exekutionsbewilligung nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben zu können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 3 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, dass der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T1)
    Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    Veröff: SZ 57/137 = RdW 1985,42 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 22/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 3 Ob 22/87
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. (T2)
    Beisatz: Ist der Exekutionsantrag datiert, muss daraus entnommen werden, dass die betreibende Partei den Antrag auf ein Zuwiderhandel stützt, das an oder vor diesem Tag geschah; es kommt nicht auf den Tag an, an dem der Exekutionsantrag bei Gericht einlangte. (T3)
    Veröff: SZ 60/131 = MR 1988,26 (Rechberger)
  • 3 Ob 82/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 82/88
  • 3 Ob 51/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 51/89
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 64/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 64/89
    Veröff: MR 1989,182
  • 4 Ob 125/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 125/89
    nur T2; Beisatz: Er braucht aber dafür keinen Nachweis (insbesondere auch keinen urkundlichen Nachweis im Sinne des § 7 Abs 2 Satz 2 EO) zu erbringen (§ 3 Abs 2 EO; SZ 57/137). (T4)
  • 3 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 17/90
    Veröff: RZ 1990/62 S 149
  • 3 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 3/90
    Beisatz: Angabe der Zeit und des Ortes. (T5)
  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    nur T2; Veröff: ÖBl 1991,105
  • 3 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 64/90
    nur T2; Beis wie T4 nur: Er braucht aber dafür keinen Nachweis zu erbringen. (T6)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T2; Beisatz: Bei einem Titel auf Unterlassung nicht gekennzeichneter entgeltlicher Veröffentlichungen in einer Zeitung ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot geschehen ist. (T7)
    Veröff: WBl 1991,364 = MR 1991,209 (Korn)
  • 3 Ob 65/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
    nur T2; Beisatz: Gilt auch für weitere Strafanträge. (T8).
  • 3 Ob 134/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
    nur T2; Beisatz: Zur Bewilligung der Exekution reicht es aus, dass zumindest ein erkennbarer Verstoß behauptet wird oder dass sich aus dem Gesamtzusammenhang der Veröffentlichung in der Druckschrift ein Zuwiderhandeln schlüssig und konkret erkennen lässt. (T9)
  • 3 Ob 178/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 178/93
    nur T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 90/95
    nur T2
  • 3 Ob 2169/96h
    Entscheidungstext OGH 12.06.1996 3 Ob 2169/96h
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    nur T2
  • 3 Ob 136/97i
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i
  • 3 Ob 311/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 311/97z
    Beis wie T4
  • 3 Ob 164/98h
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 164/98h
    nur T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    nur T2
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vertrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T10)
  • 16 Ok 3/00
    Entscheidungstext OGH 15.05.2000 16 Ok 3/00
    Vgl auch
  • 3 Ob 317/01s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2002/30
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T11)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 177/03f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 177/03f
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T2; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; nur T2; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T12)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird. (T13) Beis wie T6
  • 3 Ob 72/05t
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 72/05t
  • 3 Ob 162/05b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2005/115
  • 3 Ob 64/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine konkrete und schlüssige Behauptung erfordert in der Regel nähere Angaben über Zeit, Ort und Art (Beschaffenheit) des Zuwiderhandelns. (T14)
  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Auch; nur T2; Beis wie T12 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T15)
    Beis wie T14
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Ähnlich; Auch Beis wie T12
  • 3 Ob 98/12a
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 98/12a
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T11
  • 3 Ob 152/13v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 152/13v
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 154/16t
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 154/16t
    Auch
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
    Beis wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000709

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19780221_OGH0002_0030OB00130_7700000_001

Rechtssatz für 3Ob136/81 3Ob11/82 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004808

Geschäftszahl

3Ob136/81; 3Ob11/82; 3Ob101/81; 3Ob27/83; 3Ob162/83; 3Ob77/84; 3Ob1012/86; 3Ob110/87; 3Ob149/88; 3Ob186/88; 3Ob77/91; 4Ob109/91; 4Ob137/91; 3Ob85/99t; 3Ob298/99s; 3Ob161/00y; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob153/03a; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob270/05k; 3Ob13/06t; 3Ob257/08b; 3Ob223/10f; 3Ob226/10x; 3Ob8/11i; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob74/16b; 3Ob191/16h

Entscheidungsdatum

09.12.1981

Norm

EO §355 IIIa

Rechtssatz

Da ein Exekutionsantrag nach § 355 EO jetzt auch Elemente eines Strafvollzugsantrages enthält, hat die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 136/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 136/81
    Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zust. Mayr)
  • 3 Ob 11/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 11/82
    Veröff: ÖBl 1983,21 = SZ 55/6
  • 3 Ob 101/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 101/81
    Beisatz: Da anläßlich der Exekutionsbewilligung nur eine Geldstrafe verhängt werden darf, braucht das Zuwiderhandeln allerdings nicht bewiesen bzw glaubhaft gemacht werden. Ergibt sich jedoch auf Grund der angebotenen Bescheinigungsmittel die Unrichtigkeit der Behauptung, ist der Exekutionsantrag abzuweisen. (T1); Veröff: ÖBl 1983,20
  • 3 Ob 27/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 27/83
    Veröff: ÖBl 1983,171
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, daß der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T2); Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 77/84
    Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 77/84
  • 3 Ob 1012/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 1012/86
    Auch
  • 3 Ob 110/87
    Entscheidungstext OGH 27.01.1988 3 Ob 110/87
    nur: Die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt. (T3)
  • 3 Ob 149/88
    Entscheidungstext OGH 19.10.1988 3 Ob 149/88
  • 3 Ob 186/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 3 Ob 186/88
    Auch; Beisatz: Anders jedoch bei Exekution nach § 354 EO. (T4)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T3; Beisatz: Die Entscheidung über den Exekutionsantrag hat sich streng an den Titel zu halten. (T5); Veröff: MR 1991,209 (Korn) = WBl 1991,364
  • 4 Ob 109/91
    Entscheidungstext OGH 19.11.1991 4 Ob 109/91
    Vgl auch; Beisatz hier: Konkretisierung des Titels durch Angaben im Exekutionsantrag im Einzelfall ermöglicht. (T6)
  • 4 Ob 137/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 137/91
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 64/177
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vetrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T7)
  • 3 Ob 298/99s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 3 Ob 298/99s
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für den Strafantrag. (T8)
  • 3 Ob 161/00y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2001 3 Ob 161/00y
    Auch; Beisatz: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten. (T9)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T10); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 153/03a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 153/03a
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T3; Beis wie T9; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T11)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 3 Ob 270/05k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 270/05k
    nur: Die betreibende Partei hat schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen. (T12)
    Beis wie T1; Beis wie T9
  • 3 Ob 13/06t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 13/06t
    nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Ob ein Exekutionsantrag ausreichend schlüssig und konkret begründet wurde, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. (T13)
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 223/10f
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 223/10f
    Auch; Beis wie T9
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Beis wie T11 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T14)
  • 3 Ob 8/11i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 8/11i
    nur T12
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch
  • 3 Ob 74/16b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 74/16b
    Auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0004808

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19811209_OGH0002_0030OB00136_8100000_001

Rechtssatz für 8Ob635/92 2Ob558/93 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010566

Geschäftszahl

8Ob635/92; 2Ob558/93; 6Ob1679/95; 1Ob144/97a; 7Ob218/02p; 4Ob250/06b; 8Ob135/06w; 4Ob196/07p; 6Ob227/07m; 4Ob9/10t; 5Ob133/09h; 4Ob43/11v; 4Ob99/12f; 8Ob78/13y; 7Ob109/13z; 4Ob71/14s; 3Ob156/14h; 2Ob229/14m; 1Ob47/15s; 4Ob257/16x

Entscheidungsdatum

29.10.1992

Norm

ABGB §364 Abs2 A
ABGB §364 Abs2 C

Rechtssatz

Das besondere im Eigentumsschutz und Besitzschutz übliche Unterlassungsbegehren ist kein Handlungsverbot, sondern ein "Erfolgsverbot"; bei Erfolgseintritt wird aus ihm nach § 355 EO vollstreckt, um den Verpflichteten zu einem - der Art nach ihm zu überlassenden - Handeln zu zwingen, das bewirken soll, dass er das verbotene Eindringen hindert.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 635/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 635/92
    Veröff: SZ 65/145 = RdU 1994,24
  • 2 Ob 558/93
    Entscheidungstext OGH 12.01.1995 2 Ob 558/93
  • 6 Ob 1679/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 1679/95
  • 1 Ob 144/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 144/97a
    Auch; nur: Das besondere im Eigentumsschutz und Besitzschutz übliche Unterlassungsbegehren ist kein Handlungsverbot, sondern ein "Erfolgsverbot". (T1)
    Veröff: SZ 70/199
  • 7 Ob 218/02p
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 218/02p
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Verpflichtete hat dafür zu sorgen, dass sein Nachbar nicht durch Immissionen beeinträchtigt wird; die Art, wie dies zu geschehen hat, bleibt dem Verpflichteten überlassen. (T2)
  • 4 Ob 250/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 250/06b
    Auch, nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Eigentumsfreiheitsklage nach § 523 ABGB. (T3)
    Veröff: SZ 2007/23
  • 8 Ob 135/06w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 135/06w
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Das auf § 364 Abs 2 ABGB gestützte Unterlassungsbegehren ist kein Handlungsverbot, sondern ein „Erfolgsverbot". (T4)
    Beisatz: Das Urteil richtet sich daher auf eine im materiellen Recht vorgezeichnete Verpflichtung zu dauerndem, künftigem, inhaltlich aber vom Verpflichteten zu bestimmenden Handeln. (T5)
    Beisatz: Soweit das Begehren auf sichernde Vorkehrungen gerichtet ist, darf keine bestimmte Einrichtung verlangt werden; die Auswahl der Schutzmaßnahmen muss vielmehr dem Beklagten überlassen bleiben. (T6)
    Veröff: SZ 2007/106
  • 4 Ob 196/07p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 196/07p
    nur T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 2007/192
  • 6 Ob 227/07m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2008 6 Ob 227/07m
    nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 9/10t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 9/10t
  • 5 Ob 133/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 133/09h
    Vgl auch; Beisatz: Die zu ergreifenden Maßnahmen liegen im Belieben der beklagten Partei. (T7)
  • 4 Ob 43/11v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 43/11v
    Beisatz: Hier: Zum Beseitigungsanspruch bei gefährlichem Überhang. (T8)
    Bem: Siehe auch RS0127359. (T9)
  • 4 Ob 99/12f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 99/12f
    Vgl auch; Beisatz: Entgegen der früheren Judikatur könnte bei Immissionen durch eine Tierhaltung deren Verbot höchstens dann begehrt werden, wenn offenkundig kein anderes Mittel zur Verfügung steht, um deren Immissionen hintanzuhalten. (T10)
  • 8 Ob 78/13y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 78/13y
    Veröff: SZ 2013/79
  • 7 Ob 109/13z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z
    Auch Beis wie T2; Vgl auch Beis wie T5; Vgl auch Beis wie T6; Auch Beis wie T7
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Unterlassung des Vermittelns des Zugangs zu einer bestimmten Website nach § 81 Abs 1a UrhG. (T11); Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 156/14h
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 156/14h
    Auch
  • 2 Ob 229/14m
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 229/14m
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 47/15s
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 47/15s
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Lärmemission durch Straßenbahnanlage. (T12)
  • 4 Ob 257/16x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 257/16x
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0010566

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19921029_OGH0002_0080OB00635_9200000_002

Rechtssatz für 6Ob650/93 7Ob576/94 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012391

Geschäftszahl

6Ob650/93; 7Ob576/94; 4Ob541/94; 4Ob114/94; 4Ob21/95; 1Ob16/95; 6Ob1043/94; 6Ob556/95; 3Ob170/94; 6Ob588/95 (6Ob589/95); 6Ob35/95; 4Ob2/96 (4Ob3/96); 4Ob2007/96t; 10Ob2319/96v; 4Ob113/97i; 4Ob144/97y; 4Ob164/97i; 4Ob270/97b; 9Ob352/97y; 16Ok20/97; 4Ob182/98p; 3Ob236/98x; 1Ob235/98k; 7Ob313/98z; 4Ob15/99f; 1Ob86/99z; 4Ob243/99k; 4Ob18/00a; 4Ob19/00y; 4Ob35/01b; 3Ob256/01w; 1Ob244/01s; 3Ob2/02v; 8Ob282/01f; 4Ob15/02p; 4Ob10/02b; 1Ob243/02w; 4Ob209/02t; 8Ob223/02f; 1Ob201/02v; 6Ob311/02g; 5Ob153/03s; 7Ob92/04m; 5Ob129/05i; 4Ob114/06b; 9Ob116/06h; 8Ob160/06x; 17Ob8/07m; 8Ob114/07h; 4Ob225/07b; 9ObA45/08w; 2Ob82/08k; 3Ob191/08x; 4Ob56/10d; 4Ob201/10b; 4Ob47/11g; 7Ob201/11a; 4Ob62/12i; 1Ob39/14p; 4Ob71/14s; 7Ob104/15t; 4Ob39/15m; 7Ob150/15g; 10Ob68/15w; 9ObA121/15g; 4Ob207/16v; 3Ob32/17b

Entscheidungsdatum

02.12.1993

Norm

EO §390 VI
ZPO §526 C1

Rechtssatz

Auch im Sicherungsverfahren ist die Überprüfung der Beweiswürdigung des erkennenden Richters durch das Rekursgericht insoweit ausgeschlossen, als dieser den Sachverhalt auf Grund vor ihm abgelegter Zeugenaussagen oder Parteienaussagen als bescheinigt angenommen hat.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 650/93
    Entscheidungstext OGH 02.12.1993 6 Ob 650/93
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 66/164 = EvBl 1994/53 S 242
  • 7 Ob 576/94
    Entscheidungstext OGH 29.06.1994 7 Ob 576/94
  • 4 Ob 541/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 541/94
  • 4 Ob 114/94
    Entscheidungstext OGH 19.12.1994 4 Ob 114/94
  • 4 Ob 21/95
    Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 21/95
  • 1 Ob 16/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 16/95
    Auch
  • 6 Ob 1043/94
    Entscheidungstext OGH 04.05.1995 6 Ob 1043/94
  • 6 Ob 556/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 556/95
  • 3 Ob 170/94
    Entscheidungstext OGH 14.06.1995 3 Ob 170/94
    Auch; Beisatz: Exekutionsverfahren (T1)
  • 6 Ob 588/95
    Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 588/95
  • 6 Ob 35/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 35/95
  • 4 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 16.01.1996 4 Ob 2/96
  • 4 Ob 2007/96t
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2007/96t
  • 10 Ob 2319/96v
    Entscheidungstext OGH 08.10.1996 10 Ob 2319/96v
    Vgl auch
  • 4 Ob 113/97i
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 4 Ob 113/97i
  • 4 Ob 144/97y
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 144/97y
  • 4 Ob 164/97i
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 164/97i
  • 4 Ob 270/97b
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 270/97b
    Vgl
  • 9 Ob 352/97y
    Entscheidungstext OGH 05.11.1997 9 Ob 352/97y
    Auch
  • 16 Ok 20/97
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 16 Ok 20/97
    Beisatz: Kartellrechtliches Sicherungsverfahren (T2)
    Veröff: SZ 70/272
  • 4 Ob 182/98p
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 4 Ob 182/98p
    Vgl
  • 3 Ob 236/98x
    Entscheidungstext OGH 07.10.1998 3 Ob 236/98x
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 235/98k
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 235/98k
    Vgl auch
  • 7 Ob 313/98z
    Entscheidungstext OGH 01.12.1998 7 Ob 313/98z
  • 4 Ob 15/99f
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 15/99f
    Vgl; Beisatz: Die Überprüfung der Beweiswürdigung durch das Rekursgericht ist zulässig, wenn das Erstgericht seine Feststellungen nur aufgrund von Urkunden getroffen hat. (T3)
  • 1 Ob 86/99z
    Entscheidungstext OGH 08.06.1999 1 Ob 86/99z
  • 4 Ob 243/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 243/99k
    Beis wie T3
  • 4 Ob 18/00a
    Entscheidungstext OGH 01.02.2000 4 Ob 18/00a
    Beis wie T3
  • 4 Ob 19/00y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 19/00y
    Auch
  • 4 Ob 35/01b
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 35/01b
    Auch
  • 3 Ob 256/01w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 3 Ob 256/01w
    Vgl; Beis wie T3
  • 1 Ob 244/01s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 244/01s
  • 3 Ob 2/02v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2002 3 Ob 2/02v
    Auch
  • 8 Ob 282/01f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 282/01f
    Beisatz: Konkursverfahren. (T4)
    Veröff: SZ 2002/3
  • 4 Ob 15/02p
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 15/02p
    Auch
  • 4 Ob 10/02b
    Entscheidungstext OGH 09.04.2002 4 Ob 10/02b
  • 1 Ob 243/02w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 243/02w
  • 4 Ob 209/02t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 209/02t
    Auch
  • 8 Ob 223/02f
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 8 Ob 223/02f
  • 1 Ob 201/02v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 201/02v
  • 6 Ob 311/02g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 311/02g
  • 5 Ob 153/03s
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 153/03s
  • 7 Ob 92/04m
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 92/04m
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 129/05i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 5 Ob 129/05i
  • 4 Ob 114/06b
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 114/06b
  • 9 Ob 116/06h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2006 9 Ob 116/06h
    Auch
  • 8 Ob 160/06x
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 Ob 160/06x
  • 17 Ob 8/07m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2007 17 Ob 8/07m
  • 8 Ob 114/07h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 8 Ob 114/07h
    Beisatz: Dieser Rechtssatz gilt selbstverständlich auch dann, wenn nicht nur unmittelbar, sondern auch mittelbar aufgenommene Bescheinigungen verwertet werden. (T5)
    Bem: So schon 4 Ob 113/97i. (T6)
  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Beisatz: Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Erstgericht tatsächlich einen Sachverhalt als bescheinigt annahm und nicht in Wahrheit bloß eine rechtliche Beurteilung traf. (T7)
    Veröff: SZ 2008/32
  • 9 ObA 45/08w
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 ObA 45/08w
    Beisatz: Dass die Entscheidung SZ 66/164 die Geltendmachung von Mängeln des Bescheinigungsverfahrens nicht ausschließt, trifft zu. Mit der Mängelrüge der Revisionsrekurswerberin hat sich aber das Rekursgericht ohnedies auseinandergesetzt. (T8)
  • 2 Ob 82/08k
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 82/08k
  • 3 Ob 191/08x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 191/08x
    Auch
  • 4 Ob 56/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 56/10d
    Auch
  • 4 Ob 201/10b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 201/10b
    Vgl auch
  • 4 Ob 47/11g
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 47/11g
  • 7 Ob 201/11a
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 201/11a
    Veröff: SZ 2011/141
  • 4 Ob 62/12i
    Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 62/12i
    Beis wie T5
  • 1 Ob 39/14p
    Entscheidungstext OGH 27.03.2014 1 Ob 39/14p
    Auch
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2014/59
  • 7 Ob 104/15t
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 7 Ob 104/15t
    Beis wie T3
  • 4 Ob 39/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 39/15m
  • 7 Ob 150/15g
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 150/15g
    Beis wie T5
  • 10 Ob 68/15w
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 68/15w
    Beis wie T5
  • 9 ObA 121/15g
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 121/15g
    Beis wie T5
  • 4 Ob 207/16v
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 207/16v
    Auch
  • 3 Ob 32/17b
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 32/17b
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0012391

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.07.2017

Dokumentnummer

JJR_19931202_OGH0002_0060OB00650_9300000_001

Rechtssatz für 3Ob113/95 3Ob111/05b 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079250

Geschäftszahl

3Ob113/95; 3Ob111/05b; 3Ob288/08m; 3Ob29/09z; 3Ob48/11x; 4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

21.12.1995

Norm

EO §9 A
EO §355 VIIIa
EO §355 VIIIb

Rechtssatz

Wird gegen eine juristische Person Exekution nach § 355 EO geführt, so sind Geldstrafen gegen die verpflichtete juristische Person selbst und nicht gegen deren Organwalter zu verhängen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 113/95
    Entscheidungstext OGH 21.12.1995 3 Ob 113/95
  • 3 Ob 111/05b
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 111/05b
    Auch; Beisatz: Der erkennende Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass bei der Exekution nach § 355 EO die im Gesetz vorgesehenen Zwangsmittel und Beugemittel nur gegen die juristische Person - die von der titelmäßigen Verpflichtung unmittelbar getroffen wird- selbst und nicht gegen deren Organwalter zu verhängen sind. (T1)
  • 3 Ob 288/08m
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 288/08m
    Beis wie T1
  • 3 Ob 29/09z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 29/09z
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 48/11x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 48/11x
    Vgl; Beisatz: Hier: Exekution nach § 354 EO. (T2); Beisatz: Die Verhängung der Haft (§ 360 EO) über den Geschäftsführer einer GmbH zur Erzwingung einer unvertretbaren Handlung der Gesellschaft (hier Rechnungslegung) ist zulässig. (T3); Veröff: SZ 2011/62
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Veröff: SZ 2014/59

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079250

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19951221_OGH0002_0030OB00113_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob135/97t 7Ob150/97b 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107694

Geschäftszahl

3Ob135/97t; 7Ob150/97b; 3Ob91/98y; 3Ob92/98w; 3Ob254/03d; 3Ob261/03h; 3Ob54/04v; 7Ob261/04i; 10Ob119/05f; 3Ob159/06p; 3Ob107/07t; 3Ob129/08d; 3Ob272/09k; 3Ob120/10h; 3Ob133/10w; 3Ob151/10t; 3Ob190/11d; 3Ob220/11s; 3Ob19/12h; 3Ob11/12g; 3Ob115/13b; 4Ob71/14s; 3Ob12/14g; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob74/16b; 3Ob129/16s

Entscheidungsdatum

23.04.1997

Norm

EO §36 Ad
EO §355 VIb
EO §355 VIIa

Rechtssatz

Der Verpflichtete kann die Aufhebung eines Strafbeschlusses mit Impugnationsklage unter anderem dann erreichen, wenn er im Prozess dartut, ein Unterlassungsgebot ohne jedes Verschulden verletzt zu haben (so schon SZ 68/151).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 135/97t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 135/97t
  • 7 Ob 150/97b
    Entscheidungstext OGH 23.07.1997 7 Ob 150/97b
    Auch
  • 3 Ob 91/98y
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 91/98y
  • 3 Ob 92/98w
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 3 Ob 92/98w
    Auch
  • 3 Ob 254/03d
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 254/03d
    Auch; Beisatz: Oder wenn er geltend macht, er habe dem Exekutionstitel überhaupt nicht zuwider gehandelt. (T1)
  • 3 Ob 261/03h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 261/03h
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das Urteilsbegehren hat auf Unzulässigerklärung der Anlassexekution zu lauten. (T2)
  • 3 Ob 54/04v
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 54/04v
    Vgl; Beisatz: Bei jedem einzelnen vorgeworfenen Verstoß kann geltend gemacht werden, es liege wegen Änderung der Umstände kein Verstoß gegen den Exekutionstitel vor. (T3)
  • 7 Ob 261/04i
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 261/04i
  • 10 Ob 119/05f
    Entscheidungstext OGH 24.10.2006 10 Ob 119/05f
    Auch
  • 3 Ob 159/06p
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 159/06p
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 107/07t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 107/07t
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Geltendmachung nur im Impugnationsprozess. (T4)
  • 3 Ob 129/08d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 129/08d
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Behauptungen des Klägers. (T5)
  • 3 Ob 272/09k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 272/09k
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 120/10h
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 120/10h
  • 3 Ob 133/10w
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 133/10w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 151/10t
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 151/10t
  • 3 Ob 190/11d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 190/11d
    Vgl auch
  • 3 Ob 220/11s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 220/11s
    Vgl
  • 3 Ob 19/12h
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 19/12h
    Auch
  • 3 Ob 11/12g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 11/12g
    Auch
  • 3 Ob 115/13b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 115/13b
    Beisatz: Die Vertretbarkeit der Titelauslegung durch die verpflichtete Partei selbst bildet keinen Impugnationsgrund, denn sie vermag nicht das „Verschulden“ zu beseitigen. (T6)
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 12/14g
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 12/14g
    Beis wie T6
  • 3 Ob 89/14f
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 89/14f
  • 3 Ob 242/14f
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 242/14f
    Auch
  • 3 Ob 74/16b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 74/16b
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 129/16s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 129/16s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107694

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19970423_OGH0002_0030OB00135_97T0000_001

Rechtssatz für 3Ob342/99m 3Ob22/05i 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114378

Geschäftszahl

3Ob342/99m; 3Ob22/05i; 3Ob151/06m; 17Ob11/08d; 3Ob268/08w; 3Ob29/09z; 4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

25.10.2000

Norm

EO §43 Abs2
EO §44 A
EO §355 II

Rechtssatz

Voraussetzung für die Aufschiebung einer Unterlassungsexekution ist, dass die Weiterführung der Exekution trotz Möglichkeit der Rückzahlung der Strafen mit Nachteilen verbunden wäre, deren Ersatz die verpflichtete Partei von der betreibenden Partei nicht erlangen könnte, falls die Exekutionsführung zu Unrecht erfolgt. Solche Umstände können etwa darin gelegen sein, dass die verpflichtete Partei geschäftliche Nachteile erleiden würde, deren Ersatz sie von der betreibenden Partei nicht erlangen kann (RPflSlgE 1989/70).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 342/99m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 3 Ob 342/99m
  • 3 Ob 22/05i
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 22/05i
    Auch; nur: Voraussetzung für die Aufschiebung einer Unterlassungsexekution ist, dass die Weiterführung der Exekution trotz Möglichkeit der Rückzahlung der Strafen mit Nachteilen verbunden wäre, deren Ersatz die verpflichtete Partei von der betreibenden Partei nicht erlangen könnte. (T1); Beisatz: Unzureichende Tatsachenbehauptungen zum Aufschiebungsinteresse lassen sich auch nicht durch die Auferlegung einer Sicherheitsleistung ersetzen. (T2)
  • 3 Ob 151/06m
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 151/06m
  • 17 Ob 11/08d
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 17 Ob 11/08d
    Auch; Veröff: SZ 2008/68
  • 3 Ob 268/08w
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 268/08w
  • 3 Ob 29/09z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 29/09z
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Veröff: SZ 2014/59

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114378

Im RIS seit

24.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20001025_OGH0002_0030OB00342_99M0000_001

Rechtssatz für 3Ob12/06w 4Ob71/14s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120687

Geschäftszahl

3Ob12/06w; 4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

29.03.2006

Norm

EO §36 F
EO §42 F
EO §42 I5
GEG 1962 §6 Abs1
GEG 1962 §11 Abs1

Rechtssatz

Die wegen einer Impugnationsklage (§36 EO) gegen eine rechtskräftige Exekutionsbewilligung und den damit verbundenen Strafbeschluss erwirkte Aufschiebung der Exekution nach §355 EO bildet die Grundlage für einen Aufschiebungsantrag in jenem Exekutionsverfahren, das aufgrund eines Zahlungsauftrags nach §6 Abs 1 GEG 1962 zur Hereinbringung der Geldstrafe gemäß §11 Abs 1 GEG 1962 geführt wird (§42 Abs 1 Z 5 EO im Wege der Analogie).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 12/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 12/06w
    Veröff: SZ 2006/46
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2014/59

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120687

Im RIS seit

28.04.2006

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20060329_OGH0002_0030OB00012_06W0000_001

Rechtssatz für 3Ob205/07d 3Ob172/09d 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123123

Geschäftszahl

3Ob205/07d; 3Ob172/09d; 3Ob206/09d; 3Ob195/09m; 3Ob127/10p; 3Ob235/10w; 3Ob237/10i; 3Ob236/10t; 3Ob100/11v; 4Ob88/11m; 3Ob240/11g; 3Ob75/12v (3Ob87/12h); 3Ob201/12y; 3Ob115/13b; 4Ob71/14s; 3Ob12/14g; 3Ob89/14f; 3Ob242/14f; 3Ob262/15y; 3Ob263/15w; 4Ob30/17s

Entscheidungsdatum

19.12.2007

Norm

EO §36 Ad
EO §36 D
EO §36 E
EO §65 E
EO §355 II

Rechtssatz

Bestreitet der Verpflichtete, dass der behauptete Sachverhalt rechtlich ein Zuwiderhandeln gegen das titelmäßige Duldungs- oder Unterlassungsgebot darstellt, steht ihm dafür nur der Rekurs, nicht auch die Impugnationsklage zur Verfügung. Bestreitet er hingegen, den als Zuwiderhandlung behaupteten Sachverhalt verwirklicht zu haben, kann er sowohl gegen die Exekutionsbewilligung als auch gegen den Strafbeschluss Impugnationsklage nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
  • 3 Ob 172/09d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 172/09d
    nur: Bestreitet der Verpflichtete, dass der behauptete Sachverhalt rechtlich ein Zuwiderhandeln gegen das titelmäßige Duldungs- oder Unterlassungsgebot darstellt, steht ihm dafür nur der Rekurs, nicht auch die Impugnationsklage zur Verfügung. (T1)
  • 3 Ob 206/09d
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 206/09d
  • 3 Ob 195/09m
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 195/09m
    Auch
  • 3 Ob 127/10p
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 3 Ob 127/10p
  • 3 Ob 235/10w
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 235/10w
  • 3 Ob 237/10i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 237/10i
  • 3 Ob 236/10t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 236/10t
  • 3 Ob 100/11v
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 100/11v
    nur: Bestreitet er hingegen, den als Zuwiderhandlung behaupteten Sachverhalt verwirklicht zu haben, kann er sowohl gegen die Exekutionsbewilligung als auch gegen den Strafbeschluss Impugnationsklage nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben. (T2)
  • 4 Ob 88/11m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 88/11m
    Auch
  • 3 Ob 240/11g
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 240/11g
  • 3 Ob 75/12v
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 75/12v
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 201/12y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 201/12y
    nur T1
  • 3 Ob 115/13b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 115/13b
    Beisatz: Die Vertretbarkeit der Titelauslegung durch die verpflichtete Partei selbst bildet keinen Impugnationsgrund, denn sie vermag nicht das „Verschulden“ zu beseitigen. (T3)
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 12/14g
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 12/14g
    Beis wie T3
  • 3 Ob 89/14f
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 89/14f
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 242/14f
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 242/14f
    Auch
  • 3 Ob 262/15y
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 262/15y
    Auch
  • 3 Ob 263/15w
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 263/15w
    Auch
  • 4 Ob 30/17s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 30/17s
    Vgl; Beisatz: Ist nach Exekutionsbewilligung das Vorliegen eines Titelverstoßes strittig, ist das Rekursverfahren auf reine Rechtsfragen beschränkt, im Fall der Notwendigkeit, strittige Tatumstände zu klären (etwa die Anwendungsvoraussetzungen des Unionsrechts, dass der innerstaatlichen Verbotsnorm entgegenstehen könnte), ist infolge der Notwendigkeit, neues Tatsachenvorbringen zu erstatten, nur das Klageverfahren möglich. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123123

Im RIS seit

18.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

24.04.2017

Dokumentnummer

JJR_20071219_OGH0002_0030OB00205_07D0000_001

Rechtssatz für 4Ob6/12d 4Ob71/14s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128000

Geschäftszahl

4Ob6/12d; 4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

11.05.2012

Norm

EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art2
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art3
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art5 Abs1
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art5 Abs2
EG-RL 2001/29/EG - Info-Richtlinie 32001L0029 Art8 Abs3
UrhG §41a
UrhG §42 Abs4
UrhG §81 Abs1a

Rechtssatz

Dem Gerichtshof der Europäischen Union werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:

1. Ist Art 8 Abs 3 RL 2001/29/EG (Info‑RL) dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Internet zugänglich macht (Art 3 Abs 2 Info‑RL), die Dienste der Access-Provider jener Personen nutzt, die auf diese Schutzgegenstände zugreifen?

2. Wenn Frage 1 verneint wird:

Sind eine Vervielfältigung zum privaten Gebrauch (Art 5 Abs 2 lit b Info-RL) und eine flüchtige und begleitende Vervielfältigung (Art 5 Abs 1 Info-RL) nur dann zulässig, wenn die Vorlage der Vervielfältigung rechtmäßig vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich zugänglich gemacht wurde?

3. Wenn Frage 1 oder Frage 2 bejaht wird und daher gegen den Access-Provider des Nutzers gerichtliche Anordnungen nach Art 8 Abs 3 Info-RL zu erlassen sind:

Ist es mit dem Unionsrecht, insbesondere mit der danach erforderlichen Abwägung zwischen den Grundrechten der Beteiligten, vereinbar, einem Access-Provider ganz allgemein (also ohne Anordnung konkreter Maßnahmen) zu verbieten, seinen Kunden den Zugang zu einer bestimmten Website zu ermöglichen, solange dort ausschließlich oder doch weit überwiegend Inhalte ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht werden, wenn der Access‑Provider Beugestrafen wegen Verletzung dieses Verbots durch den Nachweis abwenden kann, dass er ohnehin alle zumutbaren Maßnahmen gesetzt hat?

4. Wenn Frage 3 verneint wird:

Ist es mit dem Unionsrecht, insbesondere mit der danach erforderlichen Abwägung zwischen den Grundrechten der Beteiligten, vereinbar, einem Access-Provider bestimmte Maßnahmen aufzutragen, um seinen Kunden den Zugang zu einer Website mit einem rechtswidrig zugänglich gemachten Inhalt zu erschweren, wenn diese Maßnahmen einen nicht unbeträchtlichen Aufwand erfordern, aber auch ohne besondere technische Kenntnisse leicht umgangen werden können?

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 6/12d
    Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 6/12d
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Beisatz: Der EuGH entschied mit Urteil vom 27.3.2014, C‑314/12 wie folgt:
    1. Art 8 Abs 3 Info-RL ist dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Sinne von Art 3 Abs 2 dieser Richtlinie auf einer Website öffentlich zugänglich macht, die Dienste des als Vermittler im Sinne von Art 8 Abs 3 der Richtlinie anzusehenden Anbieters von Internetzugangsdiensten der auf diese Schutzgegenstände zugreifenden Personen nutzt.
    2. Die durch das Unionsrecht anerkannten Grundrechte sind dahin auszulegen, dass sie einer gerichtlichen Anordnung nicht entgegenstehen, mit der einem Anbieter von Internetzugangsdiensten verboten wird, seinen Kunden den Zugang zu einer Website zu ermöglichen, auf der ohne Zustimmung der Rechteinhaber Schutzgegenstände online zugänglich gemacht werden, wenn die Anordnung keine Angaben dazu enthält, welche Maßnahmen dieser Anbieter ergreifen muss, und wenn er Beugestrafen wegen eines Verstoßes gegen die Anordnung durch den Nachweis abwenden kann, dass er alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat; dies setzt allerdings voraus, dass die ergriffenen Maßnahmen zum einen den Internetnutzern nicht unnötig die Möglichkeit vorenthalten, in rechtmäßiger Weise Zugang zu den verfügbaren Informationen zu erlangen, und zum anderen bewirken, dass unerlaubte Zugriffe auf die Schutzgegenstände verhindert oder zumindest erschwert werden und dass die Internetnutzer, die die Dienste des Adressaten der Anordnung in Anspruch nehmen, zuverlässig davon abgehalten werden, auf die ihnen unter Verletzung des Rechts des geistigen Eigentums zugänglich gemachten Schutzgegenstände zuzugreifen, was die nationalen Behörden und Gerichte zu prüfen haben.(T1)
    Bem: Siehe auch RS0129498 (T2); Veröff: SZ 2014/59

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128000

Im RIS seit

03.09.2012

Zuletzt aktualisiert am

04.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20120511_OGH0002_0040OB00006_12D0000_001

Rechtssatz für 4Ob71/14s 4Ob22/15m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0129498

Geschäftszahl

4Ob71/14s; 4Ob22/15m

Entscheidungsdatum

24.06.2014

Norm

UrhG §81 Abs1a

Rechtssatz

Werden auf einer Website Schutzgegenstände ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht, kann Access-Providern von Nutzern untersagt werden, ihren Kunden den Zugang zu dieser Website zu vermitteln. Das gilt nicht, wenn dadurch auch der rechtmäßige Zugang zu Informationen verhindert würde. Konkrete Maßnahmen zur Verhinderung des Zugangs können nicht angeordnet werden.

Im Fall einer Exekution nach § 355 EO kann der Provider mit Impugnationsklage geltend machen, dass er alle zumutbaren Maßnahmen zur Verhinderung des Zugang gesetzt habe. Wird eine solche Klage erhoben, ist das Exekutionsverfahren ohne Prüfung von deren Erfolgsaussichten und ohne Vorliegen einer Gefährdung iSv § 44 Abs 1 EO aufzuschieben.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Veröff: SZ 2014/59
  • 4 Ob 22/15m
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 4 Ob 22/15m
    Auch; Beisatz: Hier: Access-Provider. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129498

Im RIS seit

03.09.2014

Zuletzt aktualisiert am

08.11.2016

Dokumentnummer

JJR_20140624_OGH0002_0040OB00071_14S0000_001

Entscheidungstext 4Ob71/14s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Kraft, MR 2014,171 = MR 2014,201 (Walter) = jusIT 2014/80 S 169 (Beimrohr) - jusIT 2014,169 (Beimrohr) = GRUR Int 2014,1074 = ÖBl 2014/50 S 237 (Anzenberger) - ÖBl 2014,237 (Anzenberger) = ZIR 2014,423 = Jus-Extra OGH-Z 5637 = RdW 2014/715 S 650 - RdW 2014,650 = EvBl 2015/2 S 27 (Otenhajmer) - EvBl 2015,27 (Otenhajmer) = AnwBl 2015,134 = ecolex 2014/445 S 1060 - ecolex 2014,1060 = ecolex 2014/375 S 887 (Zemann) - ecolex 2014,887 (Zemann) = ZUM‑RD 2015,419 = MietSlg 66.017 = SZ 2014/59 ‑ UPC Telekabel II/kino.to

Geschäftszahl

4Ob71/14s

Entscheidungsdatum

24.06.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch die Vizepräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende sowie durch die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. C***** GmbH, *****, 2. W*****gesellschaft mbH, *****, beide vertreten durch Dr. Andreas Manak, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei U***** GmbH, *****, vertreten durch Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte OG in Wien, wegen Unterlassung (Streitwert je 31.000 EUR), über den Revisionsrekurs der beklagten Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 27. Oktober 2011, GZ 1 R 153/11v-25, mit welchem der Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 13. Mai 2011, GZ 22 Cg 120/10f-11, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagenden Parteien haben ihre Kosten des Revisionsrekursverfahrens, einschließlich jener des Vorabentscheidungsverfahrens, vorläufig selbst zu tragen.

Die beklagte Partei hat ihre Kosten des Revisionsrekursverfahrens, einschließlich jener des Vorabentscheidungsverfahrens, endgültig selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die Erstklägerin ist Inhaberin der Rechte an den Filmwerken „Wickie und die starken Männer“ und „Pandorum“, die Zweitklägerin ist Inhaberin der Rechte am Filmwerk „Das weiße Band“. Diese Filme wurden auf der unter der Domain kino.to betriebenen Website öffentlich zugänglich gemacht, ohne dass die Rechteinhaber zugestimmt hatten. Vielmehr war diese Website darauf angelegt, Nutzern in großem Umfang den Zugang zu geschützten Filmwerken zu ermöglichen. Die Nutzer konnten die Filme entweder im Weg des „Streaming“ betrachten, wofür auf ihren Endgeräten eine flüchtige Vervielfältigung erfolgte; sie konnten sie aber auch herunterladen und so - in der Regel zum privaten Gebrauch - eine dauerhafte Vervielfältigung vornehmen.

Die Beklagte ist ein großer österreichischer Access-Provider, der seinen Kunden den Zugang zum Internet ermöglicht. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass einzelne seiner Kunden auch auf das Angebot von kino.to zugegriffen haben.

Die Klägerinnen beantragen, der Beklagten mit einstweiliger Verfügung zu verbieten,

„ihren Kunden im Internet den Zugang zur Website kino.to zu vermitteln, wenn den Kunden der beklagten Partei auf dieser Website die Filmwerke 'Wickie und die starken Männer' und/oder 'Pandorum' (hinsichtlich der Erstklägerin) oder 'Das weiße Band' (hinsichtlich der Zweitklägerin) ganz oder in Ausschnitten online zur Verfügung gestellt werden.“

Weitere Anträge, die die Klägerinnen als „Eventualbegehren“ bezeichnen, richten sich darauf, den Hauptantrag durch Beispiele für bestimmte Sperrmaßnahmen zu konkretisieren (DNS-Sperre der Domain kino.to; Blockade der jeweils aktuellen IP-Adresse der Website, dies allenfalls erst nach deren Bekanntgabe durch die Klägerinnen [vgl zu diesen Methoden Heidinger, ÖBl 2011, 153]). Zur Begründung stützen sich die Klägerinnen auf § 81 Abs 1a UrhG. Die Beklagte vermittle Inhalte, die auf kino.to rechtswidrig zur Verfügung gestellt würden. Das begehrte Verbot sei allgemein zu formulieren; die Frage der Möglichkeit oder Zumutbarkeit konkreter Maßnahmen sei erst in einem allfälligen Exekutionsverfahren zu prüfen. Jedenfalls eine DNS-Sperre und die Blockade der jeweiligen IP-Adressen seien der Beklagten zuzumuten.

Die Beklagte wendet ein, mit den Betreibern von kino.to in keiner Beziehung zu stehen. Diese Betreiber „bedienten“ sich daher nicht der Beklagten, um die Filme öffentlich zugänglich zu machen. Vielmehr vermittle die Beklagte nur ihren eigenen Kunden den Zugang zum Internet. Diese handelten nicht rechtswidrig. Der Urheberrechtseingriff liege im Zurverfügungstellen der Filme durch die Betreiber von kino.to; dies werde von der Beklagten nicht unterstützt und erfolge unabhängig davon, ob die Beklagte ihren Kunden den Zugang zum Internet gewähre oder nicht. Abgesehen davon sei es der Beklagten weder möglich noch zumutbar, ihre Kunden ohne jede Einschränkung am Zugang zu kino.to zu hindern. Jede Sperre könne technisch umgangen werden; das von den Klägerinnen begehrte generelle Verbot ginge daher jedenfalls zu weit. Die konkret genannten Maßnahmen (DNS-Sperren und IP-Blockaden) seien ineffektiv, für die Beklagte aber mit hohen Kosten verbunden. Sie verstießen daher gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Weiters müsste die Beklagte regelmäßig prüfen, ob sich die rechtsverletzenden Inhalte (noch) auf der Website befänden. Auch das könne ihr nicht zugemutet werden. Schließlich würden mit IP-Sperren auch Betreiber anderer Seiten getroffen, da IP-Adressen regelmäßig mehreren Nutzern zugeordnet würden.

Das Erstgericht untersagte der Beklagten, ihren Kunden den Zugang zu kino.to zu vermitteln, wenn dort die drei von den Klägerinnen genannten Filme zur Verfügung gestellt würden, und zwar insbesondere durch DNS-Sperre der Domain kino.to und durch Blockieren der aktuellen sowie der in Zukunft von der Beklagten nachgewiesenen weiteren IP-Adressen von kino.to. Es nahm als erwiesen an, dass eine DNS-Sperre und eine IP-Blockade (im jeweiligen Einzelfall) ohne erheblichen Aufwand möglich seien, aber sehr leicht umgangen werden könnten. Dennoch handle es sich dabei um die effektivsten Methoden, um die Nutzer am Zugang zu kino.to zu hindern. Hingegen sei nicht erwiesen, dass sich die Domain kino.to die IP-Adressen mit anderen Servern teile, die allenfalls unbedenkliche Inhalte anböten.

Das Rekursgericht untersagte der Beklagten, ihren Kunden den Zugang zu kino.to zu vermitteln, wenn dort die drei von den Klägerinnen genannten Filme zur Verfügung gestellt würden; Beispiele für konkrete Maßnahmen nannte es nicht. Den Revisionsrekurs ließ es zu, weil Rechtsprechung zum Grund des geltend gemachten Anspruchs und zur konkreten Formulierung des Unterlassungsgebots fehle.

§ 81 Abs 1a UrhG setze Art 8 Abs 3 Info-RL um; er sei daher unionsrechtskonform auszulegen. Nach Erwägungsgrund 59 Info-RL sei Vermittler jeder, der Rechtsverletzungen eines Dritten im Internet übertrage. Das treffe auf die Beklagte zu, weil auf kino.to Filme ohne Zustimmung der Berechtigten, also rechtswidrig, zugänglich gemacht würden und die Beklagte - wie andere Access-Provider - ihren Kunden faktisch den Zugriff ermögliche. Ob die Kunden selbst rechtswidrig handelten oder sich auf die Ausnahme für Privatkopien berufen könnten, sei daher unerheblich. Die Einwände der Beklagten, die vom Erstgericht genannten Maßnahmen seien unverhältnismäßig teuer, trotzdem ineffektiv und daher nicht verhältnismäßig, seien unbeachtlich: Der Anspruch nach § 81 Abs 1a UrhG diene dem Schutz eines absoluten Rechts. Für andere absolute Rechte - insbesondere das Eigentum - sei es nach österreichischem Recht anerkannt, dass dem Beklagten nur der Eingriff (der Erfolg) verboten werden dürfe; die Wahl der - möglichen und zumutbaren - Mittel stehe ihm frei. Das sei auch auf den Schutz des Urheberrechts zu übertragen. Das Verbot habe daher auf Unterlassen des Eingriffs zu lauten. Behaupteten die Klägerinnen in weiterer Folge einen Verstoß und führten sie auf dieser Grundlage Exekution, könne die Beklagte ohnehin einwenden, dass sie alles ihr Mögliche und Zumutbare getan habe. Dies würde dann in einem gerichtlichen Verfahren geprüft; treffe der Einwand zu, würden keine Beugestrafen verhängt. Daher seien im Verfahren zur Erlassung der einstweiligen Verfügung Möglichkeit und Zumutbarkeit nicht zu prüfen; das Gericht habe keine konkreten Maßnahmen aufzutragen. Aus diesem Grund erübrigten sich weitere Feststellungen zu Kosten und Nutzen einzelner Maßnahmen.

Gegen diese Entscheidung richtet sich ein Revisionsrekurs der Beklagten, mit dem sie weiterhin die Abweisung aller Anträge der Klägerinnen anstrebt. Die Klägerinnen beantragen in der Revisionsrekursbeantwortung, dem Rechtsmittel nicht Folge zu geben.

Aufgrund des Revisionsrekurses legte der Oberste Gerichtshof dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vor:

1.   Ist Art 8 Abs 3 RL 2001/29/EG (Info-RL) dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Internet zugänglich macht (Art 3 Abs 2 Info-RL), die Dienste der Access-Provider jener Personen nutzt, die auf diese Schutzgegenstände zugreifen?

2.   Wenn Frage 1 verneint wird:

      Sind eine Vervielfältigung zum privaten Gebrauch (Art 5 Abs 2 lit b Info-RL) und eine flüchtige und begleitende Vervielfältigung (Art 5 Abs 1 Info-RL) nur dann zulässig, wenn die Vorlage der Vervielfältigung rechtmäßig vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich zugänglich gemacht wurde?

3.   Wenn Frage 1 oder Frage 2 bejaht wird und daher gegen den Access-Provider des Nutzers gerichtliche Anordnungen nach Art 8 Abs 3 Info-RL zu erlassen sind:

      Ist es mit dem Unionsrecht, insbesondere mit der danach erforderlichen Abwägung zwischen den Grundrechten der Beteiligten, vereinbar, einem Access-Provider ganz allgemein (also ohne Anordnung konkreter Maßnahmen) zu verbieten, seinen Kunden den Zugang zu einer bestimmten Website zu ermöglichen, solange dort ausschließlich oder doch weit überwiegend Inhalte ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht werden, wenn der Access-Provider Beugestrafen wegen Verletzung dieses Verbots durch den Nachweis abwenden kann, dass er ohnehin alle zumutbaren Maßnahmen gesetzt hat?

4.   Wenn Frage 3 verneint wird:

      Ist es mit dem Unionsrecht, insbesondere mit der danach erforderlichen Abwägung zwischen den Grundrechten der Beteiligten, vereinbar, einem Access-Provider bestimmte Maßnahmen aufzutragen, um seinen Kunden den Zugang zu einer Website mit einem rechtswidrig zugänglich gemachten Inhalt zu erschweren, wenn diese Maßnahmen einen nicht unbeträchtlichen Aufwand erfordern, aber auch ohne besondere technische Kenntnisse leicht umgangen werden können?

Der EuGH hat diese Fragen mit Urteil vom 27. März 2014, C-314/12, wie folgt beantwortet:

1.   Art 8 Abs 3 Info-RL ist dahin auszulegen, dass eine Person, die ohne Zustimmung des Rechteinhabers Schutzgegenstände im Sinne von Art 3 Abs 2 dieser Richtlinie auf einer Website öffentlich zugänglich macht, die Dienste des als Vermittler im Sinne von Art 8 Abs 3 der Richtlinie anzusehenden Anbieters von Internetzugangsdiensten der auf diese Schutzgegenstände zugreifenden Personen nutzt.

2.   Die durch das Unionsrecht anerkannten Grundrechte sind dahin auszulegen, dass sie einer gerichtlichen Anordnung nicht entgegenstehen, mit der einem Anbieter von Internetzugangsdiensten verboten wird, seinen Kunden den Zugang zu einer Website zu ermöglichen, auf der ohne Zustimmung der Rechteinhaber Schutzgegenstände online zugänglich gemacht werden, wenn die Anordnung keine Angaben dazu enthält, welche Maßnahmen dieser Anbieter ergreifen muss, und wenn er Beugestrafen wegen eines Verstoßes gegen die Anordnung durch den Nachweis abwenden kann, dass er alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat; dies setzt allerdings voraus, dass die ergriffenen Maßnahmen zum einen den Internetnutzern nicht unnötig die Möglichkeit vorenthalten, in rechtmäßiger Weise Zugang zu den verfügbaren Informationen zu erlangen, und zum anderen bewirken, dass unerlaubte Zugriffe auf die Schutzgegenstände verhindert oder zumindest erschwert werden und dass die Internetnutzer, die die Dienste des Adressaten der Anordnung in Anspruch nehmen, zuverlässig davon abgehalten werden, auf die ihnen unter Verletzung des Rechts des geistigen Eigentums zugänglich gemachten Schutzgegenstände zuzugreifen, was die nationalen Behörden und Gerichte zu prüfen haben.

In den Entscheidungsgründen führte der EuGH weiters aus, dass

a.   der Adressat eines Erfolgsverbots vor der „Entscheidung“ über die Auferlegung einer Sanktion die Möglichkeit haben müsse, vor Gericht geltend zu machen, dass er ohnehin alle Maßnahmen ergriffen habe, die von ihm erwartet werden konnten (Rz 54);

b.   auch Kunden des Access-Providers die Möglichkeit haben müssten, ihr Recht auf rechtmäßigen Zugang zu Informationen vor Gericht geltend zu machen, sobald die vom Provider aufgrund eines Erfolgsverbots getroffenen Maßnahmen bekannt seien (Rz 56 f).

Nach Einlangen der Vorabentscheidung stellte der Senat den Parteien frei, sich zu dieser Entscheidung und zu deren Folgen für die Erledigung des Rechtsmittels zu äußern.

Die Beklagte brachte vor, dass die Vorgaben des EuGH nach derzeitiger österreichischer Rechtslage ein Erfolgsverbot ausschlössen. Zum einen könne ein Provider, dessen Sperrmaßnahmen erfolglos geblieben seien, die Unzumutbarkeit weiterer Maßnahmen nicht vor Verhängung einer Beugestrafe (§ 355 EO), sondern erst danach - in einem Impugnationsprozess (§ 36 EO) - geltend machen. Zum anderen hätten Kunden des Providers keine (realistische) Möglichkeit, nach Bekanntwerden bestimmter Sperrmaßnahmen ihre Rechte gerichtlich geltend zu machen.

Die Klägerinnen hielten entgegen, dass die Impugnationsklage in Verbindung mit einem Aufschiebungsantrag ausreichenden Rechtsschutz gewähre. Sollte die Entscheidung des EuGH jedoch strengere Anforderungen stellen, könne der Provider analog § 358 Abs 2 EO schon im Exekutionsbewilligungsverfahren Gründe vorbringen, weshalb trotz des Verstoßes gegen das Erfolgsverbot keine Strafe zu verhängen sei. Kunden des Providers könnten ihre Rechte auf vertraglicher Grundlage gegen diesen durchsetzen.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist aus den vom Rekursgericht genannten Gründen zulässig, er ist aber nicht berechtigt.

1. Aufgrund der Vorabentscheidung steht fest, dass ein Anbieter, der Schutzgegenstände im Internet rechtswidrig zur Verfügung stellt, auch die Dienste der Access-Provider seiner Kunden iSv Art 8 Abs 3 Info-RL „nutzt“. Schon das führt zur Anwendbarkeit dieser Bestimmung. Auf die Frage, ob auch eine (dauerhafte oder flüchtige) Vervielfältigung der rechtswidrig zur Verfügung gestellten Inhalte durch die Kunden des Access-Providers rechtswidrig ist, kommt es daher nicht an (vgl dazu nun EuGH C-435/12, ACI Adam BV).

2. Es ist bescheinigt, dass die Website, auf die sich die beantragte Anordnung bezieht, darauf angelegt war, Nutzern ohne Zustimmung der Berechtigten in großem Umfang den Zugang zu geschützten Filmwerken zu ermöglichen; dass es dort auch rechtmäßig zur Verfügung gestellte Inhalte gegeben hätte, die von einer Sperre ebenfalls erfasst würden, ist nicht hervorgekommen. Eine Sperre greift daher nach derzeitiger Bescheinigungslage nicht in das vom EuGH betonte Recht der Nutzer auf rechtmäßigen Zugang zu Informationen ein. Damit besteht dem Grunde nach kein Zweifel, dass gegen den beklagten Access-Provider eine „gerichtliche Anordnung“ nach Art 8 Abs 3 Info-RL zu erlassen ist. Diese Bestimmung ist in § 81 Abs 1a UrhG umgesetzt. Auf dieser Grundlage können die Klägerinnen einen Unterlassungsanspruch gegen den beklagten Provider geltend machen.

3. Dieser Unterlassungsanspruch ist auf Unterlassung der Mitwirkung an einem Eingriff in ein absolut geschütztes Recht gerichtet. Ein weitergehender Anspruch auf konkrete Maßnahmen ergibt sich daraus nach geltendem Recht nicht.

3.1. Im Bereich nachbarrechtlicher Ansprüche ist unstrittig, dass der Kläger dem Beklagten nur die Einwirkung (den Eingriff) untersagen kann (7 Ob 562/77 = SZ 50/99; 1 Ob 658/82; 2 Ob 656/87 = SZ 61/278; 8 Ob 635/92 = SZ 65/145; RIS-Justiz RS0010526, RS0010566). Der Verpflichtete hat dafür zu sorgen, dass sein Nachbar nicht durch unzulässige Immissionen beeinträchtigt wird; die Auswahl der Mittel bleibt dabei ihm überlassen (8 Ob 635/92 = SZ 65/145; 8 Ob 135/06w = SZ 2007/106; RIS-Justiz RS0010566 [insb T2]; RS0010526; zuletzt etwa 4 Ob 99/12f = EvBl 2012/125 [Zoppel]). Dieser Auffassung liegt - neben dem Wortlaut des § 364 ABGB - zugrunde, dass der Kläger kein berechtigtes Interesse am Setzen bestimmter Maßnahmen hat, weil es für ihn gleichgültig ist, auf welche Weise der Beklagte die unzulässigen Immissionen verhindert. Folgerichtig gewährt ihm sein Eigentum nur einen Abwehranspruch gegen Einwirkungen, nicht einen weitergehenden Anspruch auf bestimmte Maßnahmen zu deren Vermeidung. Dies wiederum ermöglicht es dem Beklagten, die für ihn günstigste noch zielführende Maßnahme zu ergreifen. Dabei handelt er zwar auf eigenes Risiko, muss er doch bei einer Fehleinschätzung mit einer Beugestrafe nach § 355 EO rechnen. Dem steht jedoch gegenüber, dass er sein Verhalten an eine Änderung der Verhältnisse anpassen kann, ohne an bestimmte Anordnungen gebunden zu sein. Diese Flexibilität ist gerade bei Unterlassungsansprüchen von Bedeutung, die weder zeitlich befristet sind noch durch eine einmalige Erfüllungshandlung erlöschen.

3.2. Der hier strittige Anspruch, das Vermitteln des Zugangs zu einer bestimmten Website zu unterlassen, ist gleich zu beurteilen. Denn auch dabei geht es um die Abwehr eines Eingriffs in ein dinglich wirkendes Ausschließungsrecht. Der unmittelbare Täter hat diese Rechtsverletzung als solche zu unterlassen; der Access-Provider - als nach Art 8 Abs 3 Info-RL (§ 81 Abs 1a UrhG) in Anspruch genommener Vermittler - das Ermöglichen des Zugangs. Folgerichtig ordnet § 81 Abs 1a UrhG an, dass der Vermittler auf „Unterlassung“ geklagt werden kann. Ein Anspruch auf bestimmte Maßnahmen lässt sich weder aus diesem Wortlaut noch aus dem ihm zugrunde liegenden Ausschließungsrecht ableiten; vielmehr genügt auch zur Verwirklichung dieses Rechts ein Erfolgsverbot. Die Beschränkung darauf sichert, wie der EuGH in der Vorabentscheidung ausführt (Rz 51 f), die unternehmerische Freiheit des Access-Providers, weil dieser selbst entscheiden kann, welche Maßnahmen er zur Unterbindung des Zugangs ergreift. Zwar wäre rechtspolitisch auch eine andere Lösung denkbar; nach geltendem österreichischen Recht hat es aber auf dieser Grundlage bei der Beschränkung der in Art 8 Abs 3 Info-RL genannten „Anordnungen“ auf Erfolgsverbote zu bleiben. § 81 Abs 1a UrhG bietet daher keine Grundlage, dem Access-Provider konkrete Maßnahmen zur Verhinderung des Zugangs zu einer Website mit rechtsverletzenden Inhalten vorzuschreiben.

4. Ein solches Erfolgsverbot ist allerdings nach der Vorabentscheidung nur zulässig, wenn der Provider vor der „Entscheidung“ über das Auferlegen einer Sanktion einwenden kann, dass er alle ihm zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um einen Zugriff auf die Website zu verhindern.

4.1. Dieses Erfordernis scheint im österreichischen Recht derzeit nicht erfüllt.

(a) Nach einhelliger Rechtsprechung hat die betreibende Partei im Exekutions- oder Strafantrag nach § 355 EO zwar konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen (RIS-Justiz RS0004808). Sie muss dieses Zuwiderhandeln aber nicht beweisen oder bescheinigen; ihre Behauptung ist im Exekutionsverfahren nicht auf ihre inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen (RIS-Justiz RS0004808 [T11]; RS0000709 [T12]; zuletzt etwa 3 Ob 226/10x). Beim hier zu beurteilenden Erfolgsverbot müsste die betreibende Partei daher nur behaupten, dass ein Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt durch die Dienste des zur Unterlassung verpflichteten Access-Providers auf die vom Verbot erfasste Website zugegriffen hatte. Auf dieser Grundlage würde die Exekution bewilligt und eine Beugestrafe verhängt.

(b) In weiterer Folge könnte der Verpflichtete zwar mit einer Impugnationsklage nach § 36 EO geltend machen, dass das Vorbringen im Exekutions- oder Strafantrag nicht zutreffe, weil gar kein Zugriff erfolgt sei (3 Ob 205/07d = RdW 2008, 463; RIS-Justiz RS0123123; Klicka in Angst, EO2 § 355 Rz 22 mwN), oder dass ihn an einem solchen Zugriff kein Verschulden treffe (3 Ob 185/94 = SZ 68/151; RIS-Justiz RS0107694; zuletzt etwa 3 Ob 115/13b = ÖBl 2014, 38 [Anzenberger] - Ö3 Eurowuchteln). Unter dem letztgenannten Impugnationsgrund wäre auch der Einwand zu subsumieren, dass der Verpflichtete alle ihm zumutbaren Maßnahmen ergriffen habe, um seinen Kunden den Zugriff auf die vom Verbot erfasste Website zu verwehren. Dies würde allerdings erst nach Verhängung der Beugestrafe geprüft. Daraus könnte geschlossen werden, dass (auch) ein Erfolgsverbot nach derzeitiger Rechtslage unzulässig ist.

4.2. Diese unionsrechtlich begründete Auffassung wäre jedoch - ebenfalls aus unionsrechtlicher Sicht - höchst problematisch. Denn sie führte faktisch zur Unanwendbarkeit von § 81 Abs 1a UrhG, wodurch Österreich seine auf Art 8 Abs 3 InfoRL beruhende Pflicht verletzte, im nationalen Recht Regelungen vorzusehen, wonach Rechteinhaber gerichtliche Anordnungen gegen Vermittler erwirken können. Es ist daher zu prüfen, ob das österreichische Exekutionsrecht nicht doch eine unionsrechtskonforme Ausgestaltung von Sperranordnungen gegen Access-Provider ermöglicht.

4.3. Denkbar wäre zunächst eine Prüfung der Zumutbarkeit weiterer Maßnahmen schon im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag.

(a) Grundlage dafür könnte eine analoge Anwendung von § 358 Abs 2 EO und § 361 EO sein. Nach der erstgenannten Bestimmung hat das Gericht (außer bei Gefahr im Verzug) dem Verpflichteten vor Verhängung einer Geldstrafe Gelegenheit zu einer Äußerung zu den Strafzumessungsgründen zu geben; nach der zweitgenannten darf die (Beuge-)Haft nur verhängt werden, wenn der maßgebende Sachverhalt „bewiesen“ ist, was (schon) im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag zu prüfen ist. Beide Bestimmungen sind zwar im vorliegenden Zusammenhang nicht unmittelbar anwendbar, weil es hier einerseits nicht um die Höhe, sondern um den Grund der Strafe geht und weil andererseits regelmäßig nur eine Geldstrafe verhängt werden wird; Beugehaft gegen einen Organwalter der verpflichteten Partei ist bei der Exekution nach § 355 EO - anders als bei jener nach § 354 EO (3 Ob 48/11x = SZ 2011/62 - Canon IV) - von vornherein unzulässig (3 Ob 111/05b = JBl 2006, 120; RIS-Justiz RS0079250). Sie zeigen jedoch, dass der Exekutionsordnung eine Beteiligung des Verpflichteten und eine Prüfung des beanstandeten Verhaltens jeweils schon im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag nicht ganz fremd ist. Dies könnte im gegebenen Zusammenhang als Grundlage dafür herangezogen werden, schon in diesem Verfahren zu prüfen, ob tatsächlich ein Zugriff auf die zu sperrende Website erfolgte und ob die verpflichtete Partei in diesem Fall alle ihr zumutbaren Maßnahmen gesetzt hatte, um diesen Zugriff zu verhindern.

(b) Gegen diese Vorgangsweise sprechen aber verfahrensrechtliche Gründe. Zunächst würde durch eine auch bei Geldstrafen erfolgende Prüfung des Titelverstoßes im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag eine Ausnahme vom Regelverfahren geschaffen, deren Grenzen nur schwer absehbar wären. Denn es sind auch andere Fälle denkbar, in denen grundrechtliche Erwägungen der (sofortigen) Verhängung einer Geldstrafe entgegenstehen könnten; etwa beim Verbot bestimmter Äußerungen in der öffentlichen Debatte (Art 10 EMRK, Art 11 GRC) oder der Ausübung bestimmter Tätigkeiten in einem Gewerbebetrieb (Art 6 StGG, Art 16 GRC). Weiters wäre in Fragen, die potentiell über den Einzelfall hinausreichen, die Leitfunktion des Obersten Gerichtshofs beeinträchtigt, weil bestätigende Beschlüsse des Rekursgerichts nicht angefochten werden könnten (§ 528 Abs 2 Z 2 ZPO iVm § 78 EO), und die Beweiswürdigung des Erstgerichts wäre nach einer unmittelbaren Beweisaufnahme - etwa durch Einvernahme eines Sachverständigen - im Rekursverfahren nicht überprüfbar (6 Ob 650/93 = SZ 66/164 [verstärkter Senat]; speziell für das Exekutionsverfahren 3 Ob 170/94; RIS-Justiz RS0012391 [insb T1]). Es bestehen daher gewichtige Gründe, auch im hier erörterten Zusammenhang die Behauptung des Titelverstoßes im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag ausreichen zu lassen und das dem Antrag zugrunde liegende Verhalten erst im Impugnationsprozess zu prüfen.

4.4. Entscheidet man sich für diese Vorgangsweise, können die verfahrensrechtlichen Anforderungen des EuGH nach Ansicht des Senats durch eine unionsrechtskonforme Anwendung der Regelungen über die Aufschiebung der Exekution erfüllt werden.

(a) Auch eine Unterlassungsexekution kann nach § 42 Abs 1 Z 5 EO aufgrund einer Impugnationsklage aufgeschoben werden (3 Ob 12/06w = SZ 2006/46 mwN; RIS-Justiz RS0120687, RS0114378; zuletzt etwa 3 Ob 268/08w und 3 Ob 29/09z); diese Aufschiebung bildet dann auch die Grundlage für die allenfalls erforderliche Aufschiebung einer Exekution zur Hereinbringung der Geldstrafe (3 Ob 12/06w = SZ 2006/46 mwN; RIS-Justiz RS0120687). Allerdings setzt sie nach § 44 Abs 1 EO im Allgemeinen voraus, dass die Weiterführung der Exekution trotz der Möglichkeit einer Rückzahlung der Strafen mit Nachteilen verbunden wäre, deren Ersatz die verpflichtete Partei von der betreibenden Partei nicht erlangen könnte, falls die Exekutionsführung zu Unrecht erfolgt (3 Ob 342/99m; RIS-Justiz RS0114378; zuletzt etwa 3 Ob 268/08w und 3 Ob 29/09z); zudem ist sie ausgeschlossen, wenn die Klageführung mit hoher Wahrscheinlichkeit als aussichtslos zu beurteilen ist (RIS-Justiz RS0001979; vgl auch RS0001522; zuletzt ausführlich 3 Ob 163/13m = ecolex 2013, 994).

(b) Von diesen Erfordernissen könnte jedoch in unionsrechtskonformer Auslegung des österreichischen Rechts abgesehen werden, um das Erfordernis einer Prüfung des beanstandeten Verhaltens vor einer „Entscheidung“ über das Auferlegen einer Sanktion zu erfüllen. Denn bei wertender Betrachtung kann unter dieser Formulierung auch das (allenfalls exekutive) Einbringen der Geldstrafe verstanden werden; die Verhängung im Exekutionsverfahren wäre dann nur ein (weiterer) Zwischenschritt bei der gerichtlichen Durchsetzung der materiell-rechtlichen Sperrverpflichtung. Die zwingend mit einer Aufschiebung der Exekution verbundene Impugnationsklage wäre in diesem Fall die vom EuGH geforderte Möglichkeit des Providers, vor „Auferlegen“ der Sanktion gerichtlich geltend zu machen, dass er ohnehin alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen habe. Er stünde bei dieser Vorgangsweise nicht schlechter als bei einer Prüfung im Exekutionsverfahren. Denn in beiden Varianten kann er vor Wirksamwerden der Strafe eine inhaltliche Prüfung seines Verhaltens erzwingen. Dass die Strafe in der einen Variante erst nach dieser Prüfung verhängt, in der anderen hingegen zwar schon vorher verhängt, aber erst danach durch einen weiteren Hoheitsakt umgesetzt wird, begründet nur einen formalen, nicht aber einen inhaltlichen Unterschied. Denn tatsächlich eingewirkt wird auf den Verpflichteten erst durch die faktische Wirksamkeit der Strafe, die erst durch die - allenfalls exekutive - Eintreibung eintritt. Zwar muss der Provider in der zweiten Variante - durch Erheben einer Klage - aktiv werden, um die Strafe abzuwenden. Auch das zwingt aber nicht zu einer Prüfung des beanstandeten Verhaltens im Verfahren über den Exekutions- oder Strafantrag. Denn zum einen können auch dort nach § 56 Abs 2 EO Säumnisfolgen eintreten, was den Provider zu einem Tätigwerden zwingt, und zum anderen verlangt der EuGH ohnehin keine amtswegige Prüfung, sondern nur die Möglichkeit des Providers, seinen Standpunkt gerichtlich geltend zu machen.

(c) Die von keinen weiteren Bedingungen abhängige Aufschiebung des Exekutionsverfahrens bei Erheben einer Impugnationsklage erfüllt daher ebenfalls das vom EuGH genannte Erfordernis, wonach es möglich sein muss, das beanstandete Verhalten vor „Auferlegen“ einer Sanktion auf Antrag des Providers inhaltlich zu prüfen. Damit stehen - jeweils aufgrund unionsrechtskonformer Auslegung exekutionsrechtlicher Bestimmungen - zwei Lösungen zur Verfügung, um die Vorgaben des EuGH zu erfüllen. Nach Ansicht des Senats ist die Impugnationsklage mit zwingender Aufschiebung vorzuziehen. Denn sie lässt die vom Gesetz vorgegebene Trennung zwischen Exekutions- und Impugnationsverfahren unberührt und greift daher deutlich weniger in das System der Zwangsvollstreckung ein als eine Verschiebung der Prüfung in das Exekutionsverfahren. Zudem stellt sie sicher, dass über die Zumutbarkeit konkreter Maßnahmen - auch im Interesse der verpflichteten Partei - in einem Verfahren mit den Rechtsschutzgarantien des Zivilprozesses entschieden wird. Dass die Geldstrafe zunächst ohne weitere Prüfung verhängt wird, wiegt als bloße Formalität nicht schwer genug, um ein anderes Ergebnis zu erzwingen.

4.5. Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten, dass das Erfordernis einer Prüfung des beanstandeten Verhaltens vor Auferlegen einer Sanktion einem Erfolgsverbot nicht entgegensteht. Ein aufgrund eines solchen Verbots eingeleitetes Exekutionsverfahren ist jedoch auch ohne Vorliegen einer Gefährdung iSv § 44 Abs 1 EO und ohne Prüfung der Erfolgsaussichten aufzuschieben, wenn die verpflichtete Partei eine Impugnationsklage erhebt und darin vorbringt, dass der im Exekutionsverfahren behauptete Zugriff auf die zu sperrende Website tatsächlich nicht erfolgt sei oder dass sie alle ihr zumutbaren Maßnahmen gesetzt habe, um einen solchen Zugriff zu verhindern.

5. Eine weitere Bedingung für die Zulässigkeit eines Erfolgsverbots liegt nach Auffassung des EuGH darin, dass auch Kunden des Providers die Möglichkeit haben müssen, ihr Recht auf rechtmäßigen Zugang zu Informationen vor Gericht geltend zu machen, sobald die vom Provider aufgrund eines Erfolgsverbots getroffenen Maßnahmen bekannt sind (Rz 56 f).

5.1. Dieses Erfordernis ist im österreichischen Recht schon deswegen erfüllt, weil Kunden ihren Provider auf vertraglicher Grundlage in Anspruch nehmen können, wenn sie Sperrmaßnahmen für unzulässig oder überschießend halten. Denn der Vertrag zwischen dem Access-Provider und seinen Kunden wird im Regelfall dahin auszulegen sein, dass alle - aber auch nur solche - Website-Sperren zulässig sind, die den Vorgaben des EuGH entsprechen. Schon diese Möglichkeit genügt, um das vom EuGH betonte Recht der Nutzer auf rechtmäßigen Zugang zu Informationen zu wahren. Um der Gefahr einander widersprechender Entscheidungen entgegenzuwirken, wird der Provider in diesem Fall dem Rechteinhaber, der eine Sperre veranlasst hat, den Streit verkünden können.

5.2. Darüber hinaus kann erwogen werden, dass Nutzer ihr Recht auf rechtmäßigen Informationszugang auch unmittelbar gegen einen Rechteinhaber geltend machen können, der es - mittelbar - durch die Veranlassung unzulässiger oder überschießender Sperrmaßnahmen verletzt. Denn der EuGH geht offenkundig davon aus, dass dieses Recht allseitige Wirkung hat und daher auch von Dritten zu beachten ist. Trifft das zu, könnte ein Nutzer nach Einleitung eines Exekutionsverfahrens auch Exszindierungsklage gegen den betreibenden Rechteinhaber erheben. Denn diese Klage steht grundsätzlich auch bei der Exekution zur Erwirkung von Handlungen und Unterlassungen zur Verfügung (Jakusch in Angst2, § 37 Rz 3 mwN; RIS-Justiz RS0000994 [zu § 353 EO]). Es genügt, wenn der Betreibende ein Verhalten des Verpflichteten erzwingen will, das in ein absolut geschütztes Recht eines Dritten eingreift, der diesen Eingriff nicht aufgrund einer besonderen Rechtsbeziehung zum Betreibenden zu dulden hat (3 Ob 174/97b). Ein solcher Fall läge im gegebenen Zusammenhang vor, wenn aufgrund der Ausführungen des EuGH ein absolut geschütztes Recht auf rechtmäßigen Zugang zu Informationen anzunehmen ist.

5.3. Es mag zwar zutreffen, dass faktisch nur wenige Nutzer den Gerichtsweg beschreiten werden, um eine unzulässige oder überschießende Sperre durch ihren Provider zu bekämpfen. Die Vorgaben des EuGH sind allerdings schon durch die Möglichkeit einer solchen Rechtsdurchsetzung erfüllt. In eindeutigen Fällen - wie dem vorliegenden - wird ohnehin kaum ein Nutzer an einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit seinem Provider oder einem Rechteinhaber interessiert sein; dies schon deswegen, weil auch er beim Download - abgesehen möglicherweise von einer bloß flüchtigen Vervielfältigung (Streaming) - rechtswidrig handelt (EuGH C-435/12, ACI Adam BV). Ist der Sachverhalt demgegenüber zweifelhaft, so wird allein die Möglichkeit einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Nutzern sowohl Rechteinhaber als auch Provider zu einer bedachten Vorgangsweise im Streit über Sperranordnungen veranlassen.

6. Dem vom Rekursgericht mit einstweiliger Verfügung erlassenen Erfolgsverbot stehen daher keine unionsrechtlichen Gründe entgegen. Der angefochtene Beschluss ist zu bestätigen. Die dieser Entscheidung zugrunde liegenden Erwägungen können wie folgt zusammengefasst werden:

Werden auf einer Website Schutzgegenstände ohne Zustimmung der Rechteinhaber zugänglich gemacht, kann Access-Providern von Nutzern untersagt werden, ihren Kunden den Zugang zu dieser Website zu vermitteln. Das gilt nicht, wenn dadurch auch der rechtmäßige Zugang zu Informationen verhindert würde. Konkrete Maßnahmen zur Verhinderung des Zugangs können nicht angeordnet werden.

Im Fall einer Exekution nach § 355 EO kann der Provider mit Impugnationsklage geltend machen, dass er alle zumutbaren Maßnahmen zur Verhinderung des Zugangs gesetzt habe. Wird eine solche Klage erhoben, ist das Exekutionsverfahren ohne Prüfung von deren Erfolgsaussichten und ohne Vorliegen einer Gefährdung iSv § 44 Abs 1 EO aufzuschieben.

7. Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 393 Abs 1 EO iVm §§ 40, 50 ZPO.

Schlagworte

UPC Telekabel II/kino.to,Gewerblicher Rechtsschutz,Urheberrecht,Europarecht

Textnummer

E107940

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0040OB00071.14S.0624.000

Im RIS seit

23.07.2014

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2016

Dokumentnummer

JJT_20140624_OGH0002_0040OB00071_14S0000_000