Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob565/76 7Ob33/78 3Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037095

Geschäftszahl

4Ob565/76; 7Ob33/78; 3Ob665/80; 7Ob662/81 (7Ob663/81); 6Ob599/81; 2Ob213/83; 6Ob1505/85; 3Ob575/85; 8Ob1/86; 7Ob564/87 (7Ob565/87); 10ObS274/88; 7Ob643/89 (7Ob644/89); 7Ob721/89; 8Ob1637/92; 10ObS257/92; 10Ob223/00t; 1Ob83/04v; 1Ob215/05g; 6Ob105/07w; 2Ob189/07v; 1Ob204/07t; 1Ob160/07x; 6Ob292/07w; 5Ob282/07t; 10Ob35/08g; 6Ob42/08g; 4Ob29/08f; 5Ob143/08b; 6Ob156/08x; 7Ob262/08t; 2Ob95/08x; 1Ob186/08x; 1Ob240/08p; 2Ob203/08d; 3Ob147/09b; 6Ob18/10f; 5Ob265/09w; 6Ob119/10h; 8ObA26/10x; 1Ob134/10b; 10Ob62/09d; 1Ob140/10k; 1Ob18/09t; 2Ob9/10b; 6Ob237/10m; 6Ob7/11i; 3Ob19/11g (3Ob37/11d); 4Ob46/11k; 3Ob46/11b; 3Ob108/11w; 3Ob147/11f; 3Ob217/11z; 4Ob64/12h; 1Ob93/12a; 2Ob219/11m; 9ObA131/12y; 3Ob222/12m; 16Ok2/14; 2Ob71/14a; 10Ob31/14b; 4Ob182/14i; 4Ob66/15g; 10ObS52/15t; 4Ob91/15h; 1Ob156/15w; 10Ob96/15p; 4Ob91/16k; 1Ob101/16h; 8Ob90/16t; 1Ob128/16d; 3Ob119/16w; 3Ob204/16w; 1Ob173/17y; 4Ob179/17b; 2Ob221/17i; 4Ob246/17f; 1Ob8/18k; 1Ob18/18f; 5Ob54/18d; 3Ob76/18z; 1Ob88/18z; 3Ob175/18h; 1Ob155/18b; 4Ob251/18t; 8Ob26/19k; 4Ob42/19h; 2Ob174/19f; 6Ob199/20p; 3Ob160/20f

Entscheidungsdatum

28.06.1976

Norm

ZPO §182
ZPO §182a
ZPO §503 Z2 C5
AußStrG 2005 §10 Abs4
AußStrG 2005 §14
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIA3

Rechtssatz

Die Verletzung der richterlichen Anleitungspflicht durch das Erstgericht fällt nicht unter den Revisionsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung, sondern unter jenen der Mangelhaftigkeit des Verfahrens.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 565/76
    Entscheidungstext OGH 28.06.1976 4 Ob 565/76
  • 7 Ob 33/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 33/78
  • 3 Ob 665/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 665/80
    Auch
  • 7 Ob 662/81
    Entscheidungstext OGH 24.09.1981 7 Ob 662/81
    nur: Die Verletzung der richterlichen Anleitungspflicht durch das Erstgericht fällt unter jenen der Mangelhaftigkeit des Verfahrens. (T1)
  • 6 Ob 599/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 6 Ob 599/81
    Auch; nur T1; Beisatz: Unterlassene Erörterung führt zu Feststellungsmangel. (T2)
  • 2 Ob 213/83
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 2 Ob 213/83
  • 6 Ob 1505/85
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 6 Ob 1505/85
    Auch
  • 3 Ob 575/85
    Entscheidungstext OGH 11.09.1985 3 Ob 575/85
    Auch
  • 8 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 1/86
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 564/87
    Entscheidungstext OGH 16.04.1987 7 Ob 564/87
    nur T1
  • 10 ObS 274/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 10 ObS 274/88
  • 7 Ob 643/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 643/89
    Auch; Beis wie T2; Veröff: JBl 1990,803 (Buchegger)
  • 7 Ob 721/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 721/89
    nur T1; Veröff: ÖBA 1990,640
  • 8 Ob 1637/92
    Entscheidungstext OGH 08.10.1992 8 Ob 1637/92
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Eine Verletzung der Prozessleitungspflicht bildet nur dann den Rechtsmittelgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung, wenn der Richter bei Vernachlässigung der ihm nach § 182 ZPO obliegenden Pflichten von einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung des vorgetragenen Sachverhaltes ausgegangen ist, nicht auf die für die Entscheidung erheblichen Angaben und das erforderliche Beweisanbieten gedrungen hat und dem Urteil deshalb Feststellungsmängel anhaften. (T3)
  • 10 ObS 257/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 10 ObS 257/92
    nur T1
  • 10 Ob 223/00t
    Entscheidungstext OGH 20.02.2001 10 Ob 223/00t
    nur T1
  • 1 Ob 83/04v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 83/04v
  • 1 Ob 215/05g
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 215/05g
    Vgl; Beisatz: In einer Verfahrensrüge wegen Verletzung der Pflichten des § 182a ZPO hat der Rechtsmittelwerber darzulegen, welches zusätzliche oder andere Vorbringen er auf Grund der von ihm nicht beachteten neuen Rechtsansicht erstattet hätte. Solches Vorbringen verstößt nicht gegen das Neuerungsverbot, weil es noch nicht als Prozessvorbringen zu werten ist; der Rechtsmittelwerber muss aber dartun, dass der Verfahrensmangel erheblich ist, sich also auf das Ergebnis des Verfahrens auswirken kann; dies kann er nur durch Anführung jenes Vorbringens, das er, über die relevante Rechtsansicht informiert, erstattet hätte. (T4)
  • 6 Ob 105/07w
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 105/07w
    nur T1
  • 2 Ob 189/07v
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 189/07v
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: In einer Verfahrensrüge wegen Verletzung der Pflichten des § 182a ZPO hat der Rechtsmittelwerber darzulegen, welches zusätzliche oder andere Vorbringen er auf Grund der von ihm nicht beachteten neuen Rechtsansicht erstattet hätte. (T5)
  • 1 Ob 204/07t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 204/07t
    Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat in einer Verfahrensrüge wegen Verletzung des Verbots der Überraschungsentscheidung die Relevanz des behaupteten Verfahrensverstoßes darzutun, also darzulegen, welchen Verlauf das Verfahren genommen hätte, wenn der Fehler unterblieben wäre. Im Falle der mangelnden Schlüssigkeit wegen des Fehlens anspruchsbegründender Tatsachenbehauptungen hat der Rechtsmittelwerber somit darzulegen, welche konkreten Behauptungen er aufgestellt hätte, wenn ihm nach Erörterung Gelegenheit dazu geboten worden wäre. (T6)
  • 1 Ob 160/07x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 1 Ob 160/07x
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verfahrensrüge wegen Verletzung der Pflichten des § 182a ZPO durch das Berufungsgericht. (T7)
  • 6 Ob 292/07w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 292/07w
    Vgl; Beis wie T4
  • 5 Ob 282/07t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 282/07t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4
  • 10 Ob 35/08g
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 35/08g
  • 6 Ob 42/08g
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 42/08g
    Vgl
  • 4 Ob 29/08f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 29/08f
    Auch
  • 5 Ob 143/08b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 143/08b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Unterlässt das Gericht einen nach § 10 Abs 4 AußStrG gebotenen Verbesserungsauftrag, begründet dies die Mangelhaftigkeit des Verfahrens. (T8)
    Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren, Schlüssigstellung des Sachantrags. (T9)
  • 6 Ob 156/08x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 156/08x
    Auch; Beisatz: Eine vom Berufungsgericht aufgetragene zusätzliche Erörterung des Prozessstoffes kann niemals einen Verfahrensmangel im Rechtssinne darstellen, ist diese doch schon begrifflich nicht geeignet, die erschöpfende Erörterung und gründliche Beurteilung der Streitsache zu hindern (§ 496 Abs 3 ZPO). (T10)
    Veröff: SZ 2008/104
  • 7 Ob 262/08t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2008 7 Ob 262/08t
    Auch
  • 2 Ob 95/08x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 95/08x
    Auch; nur: Die Verletzung der richterlichen Anleitungspflicht fällt unter den Revisionsgrund der Mangelhaftigkeit des Verfahrens. (T11)
    Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T6
  • 1 Ob 186/08x
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 186/08x
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren. (T12)
  • 1 Ob 240/08p
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 240/08p
    Auch
  • 2 Ob 203/08d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 203/08d
    Vgl auch; Beis wie T5; Vgl Beis wie T6
  • 3 Ob 147/09b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 147/09b
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 18/10f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 18/10f
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 265/09w
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 265/09w
    nur T11; Beis wie T8; Bem: Hier: Grundbuchsverfahren. (T13)
  • 6 Ob 119/10h
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 119/10h
  • 8 ObA 26/10x
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 ObA 26/10x
  • 1 Ob 134/10b
    Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 134/10b
    Beis wie T3
  • 10 Ob 62/09d
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 10 Ob 62/09d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 1 Ob 140/10k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 140/10k
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 18/09t
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 18/09t
    nur T1; Beisatz: Eine Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens als Folge eines Verstoßes gegen die §§ 182, 182a ZPO (kein Auftrag zur Verbesserung) setzt voraus, dass der Revisionswerber die Relevanz des Mangels darlegt, indem er das unterlassene Vorbringen nachholt (hier eine allerdings unterlassene Nennung des Kündigungstermins in der Revision). (T14)
  • 2 Ob 9/10b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 9/10b
    nur T1; Auch Beis wie T7; Vgl Beis wie T14
  • 6 Ob 237/10m
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 237/10m
    Vgl; nur T11; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 7/11i
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 7/11i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6
  • 3 Ob 19/11g
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 19/11g
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k
    Vgl; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T6
  • 3 Ob 46/11b
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 46/11b
    Vgl; Beisatz: Sorgt das Gericht nicht von Amts wegen für eine vollständige Sachaufklärung, stellt dies einen wesentlichen Verfahrensmangel dar. (T15)
  • 3 Ob 108/11w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 108/11w
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 147/11f
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 147/11f
    Vgl
  • 3 Ob 217/11z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 217/11z
    Vgl; Auch Beis wie T6
  • 4 Ob 64/12h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 64/12h
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 93/12a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 93/12a
    nur T11; Beis wie T14 nur: Eine Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens als Folge eines Verstoßes gegen die §§ 182, 182a ZPO (kein Auftrag zur Verbesserung) setzt voraus, dass der Revisionswerber die Relevanz des Mangels darlegt und er das unterlassene Vorbringen nachholt. (T16)
  • 2 Ob 219/11m
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 219/11m
    Vgl; Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T6; Auch Beis wie T16
  • 9 ObA 131/12y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 131/12y
    Auch
  • 3 Ob 222/12m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 222/12m
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Diese Konkretisierungspflicht darf jedoch nicht überspannt werden (vgl 1 Ob 183/09g). (T17)
  • 16 Ok 2/14
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 16 Ok 2/14
    Vgl auch
  • 2 Ob 71/14a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 2 Ob 71/14a
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T14; Beis wie T16
  • 10 Ob 31/14b
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 Ob 31/14b
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 4 Ob 182/14i
    Entscheidungstext OGH 20.01.2015 4 Ob 182/14i
    Auch; Beis wie T4, Beis wie T6; Beis wie T14; Beis wie T16
  • 4 Ob 66/15g
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 66/15g
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T14
  • 10 ObS 52/15t
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 ObS 52/15t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T14
  • 4 Ob 91/15h
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 91/15h
    Beis wie T10; Beisatz: Ein Verfahrensmangel kann immer nur in einem „zu wenig“, niemals in einem „zu viel“ an Verfahrensergebnissen liegen. (T18)
  • 1 Ob 156/15w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 156/15w
    Beis wie T14
  • 10 Ob 96/15p
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 96/15p
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 4 Ob 91/16k
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 91/16k
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 101/16h
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 101/16h
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T18
  • 8 Ob 90/16t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 8 Ob 90/16t
    Beis wie T15
  • 1 Ob 128/16d
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 128/16d
    Auch; Beisatz: Eine erfolgreiche Geltendmachung der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens als Folge eines Verstoßes gegen die §§ 182, 182a ZPO setzt aber voraus, dass die Partei die Relevanz des Mangels darlegt und das Unterlassene nachholt. (T19)
  • 3 Ob 119/16w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 119/16w
    Auch
  • 3 Ob 204/16w
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 204/16w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T14; Beis wie T16
  • 1 Ob 173/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 1 Ob 173/17y
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 179/17b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 179/17b
    Auch
  • 2 Ob 221/17i
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 221/17i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 246/17f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 246/17f
    Beis wie T14
  • 1 Ob 8/18k
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 8/18k
    nur T16
  • 1 Ob 18/18f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 18/18f
    nur T16
  • 5 Ob 54/18d
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 54/18d
    nur T1
  • 3 Ob 76/18z
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 76/18z
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 88/18z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 88/18z
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 175/18h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 175/18h
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Nicht ausreichend, wenn sich Rechtsmittelwerber nur vage auf „weiteres Vorbringen und Beweise“ bzw „die einzuräumende Möglichkeit des Gegenbeweises“ beschränkt. (T20)
  • 1 Ob 155/18b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 155/18b
    Vgl auch
  • 4 Ob 251/18t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 251/18t
    Beis wie T5
  • 8 Ob 26/19k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 26/19k
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 42/19h
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 42/19h
    Vgl
  • 2 Ob 174/19f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2019 2 Ob 174/19f
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 6 Ob 199/20p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 6 Ob 199/20p
    Vgl; Beis wie T4
  • 3 Ob 160/20f
    Entscheidungstext OGH 02.11.2020 3 Ob 160/20f
    Vgl; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0037095

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.01.2021

Dokumentnummer

JJR_19760628_OGH0002_0040OB00565_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob548/77 1Ob530/78 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009701

Geschäftszahl

1Ob548/77; 1Ob530/78; 2Ob566/78; 3Ob181/78; 5Ob527/80; 3Ob575/82; 3Ob101/82; 2Ob202/83 (2Ob203/83); 3Ob48/86; 4Ob2019/96g; 1Ob108/01s; 6Ob311/05m; 1Ob212/10y; 2Ob71/14a; 1Ob155/20f

Entscheidungsdatum

16.03.1977

Norm

ABGB §94 Abs2

Rechtssatz

Auch beim Ehegatten, der den Haushalt führt(e), sind die eigenen Einkünfte angemessen zu berücksichtigen (§ 94 Abs 2 ABGB; 1 Ob 508,509/77). Nur mehr eine wesentlich verschiedene Höhe der Einkommen zweier berufstätiger Ehegatten führt dazu, daß der Ehegatte mit höherem Einkommen dem Ehegatten mit niedrigerem Einkommen die Mittel zuschießen muß, um diesem die Deckung der den Lebensverhältnissen beider Ehegatten angemessenen Bedürfnisse zu ermöglichen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 548/77
    Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 548/77
    Veröff: EvBl 1977/219 S 489 = JBl 1978,539
  • 1 Ob 530/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 1 Ob 530/78
  • 2 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 2 Ob 566/78
    Auch; Veröff: SZ 52/6 = EvBl 1979/156 S 435 = EFSlg 32717
  • 3 Ob 181/78
    Entscheidungstext OGH 02.05.1979 3 Ob 181/78
  • 5 Ob 527/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 5 Ob 527/80
    Veröff: EvBl 1981/17 S 72
  • 3 Ob 575/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1982 3 Ob 575/82
    nur: Auch beim Ehegatten, der den Haushalt führt(e), sind die eigenen Einkünfte angemessen zu berücksichtigen (§ 94 Abs 2 ABGB; 1 Ob 508,509/77). (T1) Beisatz: Nicht das Vermögen, wohl aber dessen Zinsenertrag. (T2)
  • 3 Ob 101/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 101/82
  • 2 Ob 202/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 202/83
  • 3 Ob 48/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 3 Ob 48/86
    nur: Der Ehegatte mit höherem Einkommen dem Ehegatten mit niedrigerem Einkommen die Mittel zuschießen muß, um diesem die Deckung der den Lebensverhältnissen beider Ehegatten angemessenen Bedürfnisse zu ermöglichen. (T3) Beisatz: Hier: Gesetzesänderung als Oppositionsgrund. (T4)
  • 4 Ob 2019/96g
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2019/96g
    Vgl; Beisatz: Ist die Frau, um nicht zugrundezugehen, dazu gezwungen, eine Beschäftigung anzunehmen, dann soll damit nicht der Unterhaltsschuldner entlastet werden. (T5) Veröff: SZ 69/129
  • 1 Ob 108/01s
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 108/01s
    Vgl aber; Beis wie T5
  • 6 Ob 311/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 311/05m
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Eigeneinkommen des nach §66 EheG unterhaltsberechtigten Ehegatten, das dieser nur aus Not wegen Unterhaltsverletzungen des anderen Ehegatten erzielen muss, mindert den Unterhaltsanspruch nicht. (T6)
  • 1 Ob 212/10y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 212/10y
    Vgl; nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 2 Ob 71/14a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 2 Ob 71/14a
    Auch
  • 1 Ob 155/20f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2021 1 Ob 155/20f
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0009701

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19770316_OGH0002_0010OB00548_7700000_003

Rechtssatz für 5Ob569/93 (5Ob570/93) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013491

Geschäftszahl

5Ob569/93 (5Ob570/93); 1Ob190/06g; 10Ob21/08y; 4Ob217/09d; 6Ob198/10a; 4Ob199/10h; 4Ob169/13a; 2Ob71/14a; 4Ob101/14b; 6Ob108/13w; 4Ob126/14d; 4Ob132/14m; 6Ob143/14v; 6Ob20/15g; 4Ob115/17s

Entscheidungsdatum

07.12.1993

Norm

ABGB §94 Abs2 Satz2
ZPO §503 Z4 E4c3
ZPO §266 B
ZPO §272 D

Rechtssatz

Die Nähe zum Beweis für die Zuteilung der Beweislast gibt den Ausschlag, wenn Tatfragen zu klären sind, die tief in die Sphäre einer Partei hineinführen; niemand kann aber gehalten sein, den Beweis zu erbringen, er habe für ein bestimmtes Verhalten seines Prozessgegners keinen Anlass gegeben. Die grundsätzliche Behauptungslast und Beweislast desjenigen, der sich auf einen Unterhaltsverwirkungstatbestand beruft, führt dazu, die nicht aufklärbare Kausalität eines an sich berücksichtigungswürdigen Umstandes für die Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft zu Lasten des Beklagten gehen zu lassen. (hier: verbleibt der mit einem Revolver bedrohte Ehegatte nach der Bedrohung noch durch ca eineinhalb Monate weiter in der Wohnung, so rechtfertigt es nicht im Zweifel zugunsten des anderen Ehegatten anzunehmen, dass die Bedrohung in Wahrheit ohnehin keine Rolle gespielt hat).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 569/93
    Entscheidungstext OGH 07.12.1993 5 Ob 569/93
  • 1 Ob 190/06g
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 1 Ob 190/06g
    Vgl auch; nur: Die Nähe zum Beweis für die Zuteilung der Beweislast gibt den Ausschlag, wenn Tatfragen zu klären sind, die tief in die Sphäre einer Partei hineinführen. (T1)
    Beisatz: Bei Geltendmachung eines Unterhaltsanspruchs gemäß § 69 Abs 3 EheG hat grundsätzlich der klagende geschiedene Ehegatte unzureichende Vermögens- und Einkommensverhältnisse seiner unterhaltspflichtigen Verwandten als Voraussetzung des Eingreifens der subsidiären Unterhaltspflicht des Prozessgegners zu behaupten und zu beweisen. Lediglich im Fall unverhältnismäßiger Schwierigkeiten für den Unterhaltskläger, solche Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, und einer nach den Umständen des Einzelfalls größeren Nähe des Prozessgegners zum Beweis trifft insofern diesen die Behauptungs- und Beweislast. (T2)
    Veröff: SZ 2006/154
  • 10 Ob 21/08y
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 Ob 21/08y
    Vgl auch; Beisatz: Eine Beweislastverschiebung ist nach ständiger Rechtsprechung auf Ausnahmefälle beschränkt, in denen die „Nähe zum Beweis" - im Einzelfall- den Ausschlag für die Zuteilung der Beweislast gibt; etwa dann, wenn Tatfragen zu klären sind, die „tief in die Sphäre einer Partei hineinführen". (T3)
    Veröff: SZ 2009/66
  • 4 Ob 217/09d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 217/09d
    Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung für die Beweislastumkehr bei „tief in die Sphäre einer Partei hineinführenden" Umständen ist, dass derjenige, den die Beweislast nach der allgemeinen Regel trifft, seiner Beweispflicht in dem ihm zumutbaren Ausmaß nachkommt. (T4)
  • 6 Ob 198/10a
    Entscheidungstext OGH 11.10.2010 6 Ob 198/10a
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 199/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 199/10h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
    Veröff: SZ 2010/157
  • 4 Ob 169/13a
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 169/13a
    Vgl auch; nur ähnlich T1; Beis wie T4
  • 2 Ob 71/14a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 2 Ob 71/14a
    Vgl; nur T1; Beis ähnlich wie T3
  • 4 Ob 101/14b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 101/14b
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 108/13w
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 108/13w
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 126/14d
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 126/14d
    Vgl auch
  • 4 Ob 132/14m
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 132/14m
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 143/14v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 143/14v
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 20/15g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 20/15g
    Auch; ähnlich nur T1; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Beweislastverteilung hinsichtlich der fiktiven Selbsterhaltungsfähigkeit eines Kindes im Unterhaltsverfahren. (T5)
  • 4 Ob 115/17s
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 115/17s
    Vgl; Beisatz: Ob diese Rechtsprechung aufrecht zu erhalten ist, wurde offen gelassen. (T6)
    Beisatz: Eine allgemeine Beweislastverschiebung wegen Beweisvereitelung ist abzulehnen. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013491

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.09.2017

Dokumentnummer

JJR_19931207_OGH0002_0050OB00569_9300000_002

Rechtssatz für 1Ob190/06g 10Ob21/08y 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121528

Geschäftszahl

1Ob190/06g; 10Ob21/08y; 4Ob217/09d; 6Ob198/10a; 4Ob199/10h; 4Ob169/13a; 2Ob71/14a; 4Ob101/14b; 4Ob115/17s

Entscheidungsdatum

17.10.2006

Norm

EheG §69 Abs3
EheG §71
ZPO §266 B
ZPO §272 C

Rechtssatz

Bei Geltendmachung eines Unterhaltsanspruchs gemäß § 69 Abs 3 EheG hat grundsätzlich der klagende geschiedene Ehegatte unzureichende Vermögens- und Einkommensverhältnisse seiner unterhaltspflichtigen Verwandten als Voraussetzung des Eingreifens der subsidiären Unterhaltspflicht des Prozessgegners zu behaupten und zu beweisen. Lediglich im Fall unverhältnismäßiger Schwierigkeiten für den Unterhaltskläger, solche Tatsachen zu behaupten und zu beweisen, und einer nach den Umständen des Einzelfalls größeren Nähe des Prozessgegners zum Beweis trifft insofern diesen die Behauptungs- und Beweislast.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 190/06g
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 1 Ob 190/06g
    Veröff: SZ 2006/154
  • 10 Ob 21/08y
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 Ob 21/08y
    Vgl; Beisatz: Eine Beweislastverschiebung ist nach ständiger Rechtsprechung auf Ausnahmefälle beschränkt, in denen die „Nähe zum Beweis" - im Einzelfall- den Ausschlag für die Zuteilung der Beweislast gibt; etwa dann, wenn Tatfragen zu klären sind, die „tief in die Sphäre einer Partei hineinführen". (T1)
    Veröff: SZ 2009/66
  • 4 Ob 217/09d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 217/09d
    Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung für die Beweislastumkehr bei „tief in die Sphäre einer Partei hineinführenden" Umständen ist, dass derjenige, den die Beweislast nach der allgemeinen Regel trifft, seiner Beweispflicht in dem ihm zumutbaren Ausmaß nachkommt. (T2)
  • 6 Ob 198/10a
    Entscheidungstext OGH 11.10.2010 6 Ob 198/10a
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 199/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 199/10h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
    Veröff: SZ 2010/157
  • 4 Ob 169/13a
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 169/13a
    Vgl auch
  • 2 Ob 71/14a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 2 Ob 71/14a
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 101/14b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 101/14b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 115/17s
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 115/17s
    Vgl; Beisatz: Ob diese Rechtsprechung aufrecht zu erhalten ist, wurde offen gelassen. (T3)
    Beisatz: Eine allgemeine Beweislastverschiebung wegen Beweisvereitelung ist abzulehnen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121528

Im RIS seit

16.11.2006

Zuletzt aktualisiert am

27.09.2017

Dokumentnummer

JJR_20061017_OGH0002_0010OB00190_06G0000_002

Entscheidungstext 2Ob71/14a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

EFSlg 143.969

Geschäftszahl

2Ob71/14a

Entscheidungsdatum

28.04.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Baumann als Vorsitzenden und durch die Hofräte Dr. Veith, Dr. E. Solé, Dr. Schwarzenbacher und Mag. Malesich als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei I***** W*****, vertreten durch Dr. Ekkehard Erlacher und Dr. Renate Erlacher-Philadelphy, Rechtsanwälte in Innsbruck, gegen die beklagte Partei Dr. G***** W*****, vertreten durch Dr. Markus Heis, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Unterhalt (Streitwert: 52.416 EUR), über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 8. November 2013, GZ 3 R 284/13f-32, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

1. Eigene Einkünfte des nach § 94 Abs 2 erster Satz ABGB unterhaltsberechtigten haushaltsführenden Ehegatten gelten als unterhaltsmindernd (10 Ob 93/07k; RIS-Justiz RS0009701). Nach den allgemeinen Beweislastregeln trifft daher den unterhaltspflichtigen Beklagten die Beweislast dafür, dass die Klägerin seine Unterhaltsverpflichtung mindernde Einkünfte bezieht.

Das Berufungsgericht hat die von ihm angenommene Beweislast der Klägerin allerdings auch auf eine unter dem Gesichtspunkt der „Nähe zum Beweis“ als Ausnahmefall anerkannte Beweislastumkehr gestützt (RIS-Justiz RS0013491, RS0121528). Voraussetzung der Anwendung dieses Grundsatzes ist, dass derjenige, den die Beweislast nach der allgemeinen Regel trifft, seiner Beweispflicht in dem ihm zumutbaren Ausmaß nachkommt (10 Ob 21/08y; 4 Ob 217/09d; 6 Ob 198/10a). Die Anwendung dieses Grundsatzes im vorliegenden Fall ist nicht von vornherein von der Hand zu weisen. Der Beklagte hat immerhin den Beweis erbracht, dass die Klägerin über erhebliches, veranlagtes Vermögen verfügt, das Erträge abwirft.

Die Klägerin beschränkt sich in ihrem Rechtsmittel auf die Widerlegung der zweitinstanzlichen Ausführungen zur allgemeinen Beweislast, geht aber auf die angenommene „Nähe zum Beweis“ und die Voraussetzungen für die Beweislastumkehr mit keinem Wort ein. Insoweit gelingt es ihr daher auch nicht, eine gravierende Fehlbeurteilung der Rechtsfrage, wer im konkreten Einzelfall die Höhe der eigenen Einkünfte der unterhaltsberechtigten Klägerin zu beweisen hat, aufzuzeigen.

2. Soweit die Klägerin den „fair trial“ verletzt sieht, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Vorinstanzen durch die Berücksichtigung von Vermögenserträgnissen des Beklagten ohnedies bereits zu einer deutlich höheren Unterhaltsbemessungsgrundlage (7.750 EUR) gelangten, als sie von der Klägerin selbst ihrem Klagebegehren zugrunde gelegt worden ist (7.373 EUR).

3. Die Rüge des in einer „Überraschungsentscheidung“ erblickten Verfahrensmangels ist nicht gesetzmäßig ausgeführt. Die Klägerin bemängelt zwar, dass ihr keine Gelegenheit zur Äußerung gegeben wurde, unterlässt es jedoch darzulegen, wie sie sich im Falle einer Erörterung geäußert hätte (vgl RIS-Justiz RS0037095 [T4, T5, T6, T14, T16]). Die Einkünfte der Klägerin waren im Übrigen das Hauptthema des Verfahrens.

Textnummer

E107567

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0020OB00071.14A.0428.000

Im RIS seit

10.06.2014

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2019

Dokumentnummer

JJT_20140428_OGH0002_0020OB00071_14A0000_000