Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 8Ob53/74 6Ob140/74 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041490

Geschäftszahl

8Ob53/74; 6Ob140/74; 1Ob599/80; 8Ob138/82; 6Ob880/82; 6Ob529/85; 6Ob697/84; 6Ob617/87 (6Ob618/87); 1Ob1/99z; 7Ob134/06s; 4Ob130/09k; 9Ob71/09w; 4Ob195/09v; 10Ob25/09p; 10ObS165/10b; 6Ob104/11d; 1Ob85/11y; 7Ob179/11s; 7Ob101/12x; 5Ob118/12g; 4Ob93/13z; 7Ob235/12b; 4Ob18/14x; 9Ob36/14f; 8ObA66/14k; 10ObS116/16f; 1Ob141/17t; 8Ob76/19p

Entscheidungsdatum

26.03.1974

Norm

ZPO §423 Abs1
ZPO §496 Abs1 Z1

Rechtssatz

Wurde gegen die Nichterledigung eines Sachantrages (hier der einredeweisen Geltendmachung einer Gegenforderung) weder durch Ergänzungsantrag nach § 423 ZPO noch durch Berufung nach § 496 Abs 1 Z 1 ZPO Abhilfe gesucht, scheidet dieser Anspruch aus dem Verfahren aus (wie SZ 28/4).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 53/74
    Entscheidungstext OGH 26.03.1974 8 Ob 53/74
  • 6 Ob 140/74
    Entscheidungstext OGH 07.08.1974 6 Ob 140/74
  • 1 Ob 599/80
    Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 599/80
    Auch
  • 8 Ob 138/82
    Entscheidungstext OGH 08.07.1982 8 Ob 138/82
  • 6 Ob 880/82
    Entscheidungstext OGH 07.04.1983 6 Ob 880/82
  • 6 Ob 529/85
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 6 Ob 529/85
    Auch; Beisatz: Hier: Auf § 49 EheG gestütztes Scheidungsbegehren. (T1)
  • 6 Ob 697/84
    Entscheidungstext OGH 04.09.1986 6 Ob 697/84
    Auch; Beisatz: Hier: Nichterledigung eines Eventualbegehrens. (T2)
  • 6 Ob 617/87
    Entscheidungstext OGH 25.06.1987 6 Ob 617/87
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 1/99z
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 1/99z
    Auch
  • 7 Ob 134/06s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 134/06s
    Beisatz: Bei Einschränkung auf Zinsen und Kosten kann das irrtümliche Unterbleiben der Entscheidung über das Zinsenbegehren im (nur über die Kosten absprechenden) Urteil nicht mit Berufung angefochten werden. Es steht nur ein Urteilsergänzungsantrag zu. (T3)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Auch; Veröff: SZ 2009/127
  • 9 Ob 71/09w
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 71/09w
    nur: Wurde gegen die Nichterledigung eines Sachantrages weder durch Ergänzungsantrag nach § 423 ZPO noch durch Berufung nach § 496 Abs 1 Z 1 ZPO Abhilfe gesucht, scheidet dieser Anspruch aus dem Verfahren aus. (T4)
    Beisatz: Hier: Einschränkung des Verfahrens auf rückständigen Unterhalt mangels Bekämpfung der Nichterledigung des Begehrens auf laufenden Unterhalt. (T5)
  • 4 Ob 195/09v
    Entscheidungstext OGH 11.03.2010 4 Ob 195/09v
    Veröff: SZ 2010/23
  • 10 Ob 25/09p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 Ob 25/09p
    Auch
  • 10 ObS 165/10b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 ObS 165/10b
    Auch
  • 6 Ob 104/11d
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 104/11d
    Vgl auch; Beisatz: In Fällen, in denen der Oberste Gerichtshof – abweichend von der Auffassung des Berufungsgerichts – ein Hauptbegehren für nicht berechtigt erachtet, wird hingegen nicht gefordert, dass die klagende Partei in der Revisionsbeantwortung das Eventualbegehren ausdrücklich aufrecht erhalten müsste, um dessen Ausscheiden aus dem Verfahren zu verhindern. (T6)
    Veröff: SZ 2011/114
  • 1 Ob 85/11y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 85/11y
    Vgl auch; nur T4; Beis wie T2
  • 7 Ob 179/11s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 179/11s
  • 7 Ob 101/12x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 101/12x
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 118/12g
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 118/12g
    Auch
  • 4 Ob 93/13z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 93/13z
    Auch
  • 7 Ob 235/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/12b
    Beisatz: Es ist diesfalls nicht mehr möglich, diese Entscheidung nachzutragen. (T7)
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
    Vgl auch; Beisatz: Das Unterbleiben einer an sich folgerichtigen Teilabweisung wurde nicht gerügt, wodurch dieser Teil des Begehrens aus dem Verfahren ausgeschieden ist. (T8)
  • 9 Ob 36/14f
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 Ob 36/14f
    Auch; nur T4
  • 8 ObA 66/14k
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 ObA 66/14k
    Auch; Beisatz: Hier: In der Revision ungerügte Nichterledigung eines Eventualbegehrens durch das Berufungsgericht. (T9)
  • 10 ObS 116/16f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2016 10 ObS 116/16f
    Auch
  • 1 Ob 141/17t
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 141/17t
  • 8 Ob 76/19p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 76/19p
    Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0041490

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19740326_OGH0002_0080OB00053_7400000_001

Rechtssatz für 10ObS61/91 10ObS246/91...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039606

Geschäftszahl

10ObS61/91; 10ObS246/91; 10ObS150/89; 10ObS397/90; 10ObS13/93; 10ObS1/96; 10ObS222/98i; 9ObA255/99m; 3Ob57/01f; 4Ob130/09k; 10Ob25/09p; 1Ob85/11y; 3Ob147/12g; 4Ob93/13z; 4Ob18/14x; 8ObA66/14k; 1Ob181/16y

Entscheidungsdatum

12.03.1991

Norm

ZPO §235 E
ZPO §405 DIIIa3
ZPO §423

Rechtssatz

Wird die nicht gänzliche Erledigung des Klagebegehrens durch das Ersturteil vom Kläger weder in der Berufung noch in der Revision gerügt, ist davon auszugehen, dass der nicht erledigte Teil aus dem Verfahren ausgeschieden ist.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 61/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 10 ObS 61/91
    Veröff: SSV - NF 5/26
  • 10 ObS 246/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 10 ObS 246/91
    Veröff: SSV - NF 5/93
  • 10 ObS 150/89
    Entscheidungstext OGH 23.01.1990 10 ObS 150/89
    Vgl; Veröff: SSV - NF 4/4
  • 10 ObS 397/90
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 10 ObS 397/90
    Vgl
  • 10 ObS 13/93
    Entscheidungstext OGH 18.02.1993 10 ObS 13/93
    Veröff: SSV - NF 7/14
  • 10 ObS 1/96
    Entscheidungstext OGH 09.01.1996 10 ObS 1/96
  • 10 ObS 222/98i
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 10 ObS 222/98i
    Vgl auch
  • 9 ObA 255/99m
    Entscheidungstext OGH 17.11.1999 9 ObA 255/99m
  • 3 Ob 57/01f
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 3 Ob 57/01f
    Auch; Veröff: SZ 74/128
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Auch; Veröff: SZ 2009/127
  • 10 Ob 25/09p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 10 Ob 25/09p
    Auch
  • 1 Ob 85/11y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 85/11y
    Auch
  • 3 Ob 147/12g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 147/12g
  • 4 Ob 93/13z
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 93/13z
    Auch
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
    Auch
  • 8 ObA 66/14k
    Entscheidungstext OGH 29.10.2015 8 ObA 66/14k
    Auch; Beisatz: Hier: In der Revision ungerügte Nichterledigung eines Eventualbegehrens durch das Berufungsgericht. (T1)
  • 1 Ob 181/16y
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 1 Ob 181/16y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Außerstreitverfahren. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0039606

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19910312_OGH0002_010OBS00061_9100000_001

Rechtssatz für 4Ob185/97b 4Ob336/97h 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107771

Geschäftszahl

4Ob185/97b; 4Ob336/97h; 4Ob6/98f; 4Ob53/99v; 4Ob317/99t; 4Ob31/00p; 4Ob262/00h; 4Ob54/03z; 4Ob39/03v; 4Ob38/03x; 4Ob148/04z; 17Ob21/07y; 4Ob209/08a; 4Ob153/08s; 4Ob92/10y; 4Ob162/10t; 4Ob220/10x; 4Ob56/11f; 4Ob81/11g; 4Ob118/11y; 4Ob138/11i; 4Ob39/12g; 4Ob152/12z; 4Ob14/13g; 4Ob6/13f; 4Ob171/13w; 4Ob18/14x; 4Ob221/13y; 4Ob134/15g; 4Ob127/15b; 4Ob135/15d; 4Ob175/15m; 4Ob184/15k; 4Ob200/15p; 4Ob203/15d; 4Ob172/16x; 4Ob231/16y; 4Ob228/16g; 4Ob250/16t; 4Ob181/17x; 4Ob195/17f; 4Ob206/17y; 4Ob56/19t; 4Ob120/19d; 4Ob149/19v

Entscheidungsdatum

26.06.1997

Norm

ZPO §502 Abs1 HIII3
ZPO §502 Abs1 HI2
MSchG §4 Abs1 Z4
UWG §2 A2
UWG §2 C2a

Rechtssatz

Die Frage, wie die angesprochenen Verkehrskreise eine Werbeaussage verstehen und ob sie demnach zur Irreführung geeignet ist, hat keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung und ist daher nicht erheblich im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO (JBl 1986, 192; MR 1995, 233 - Inseraten-Preisliste uva), soweit nicht eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt, die im Interesse der Rechtssicherheit wahrgenommen werden muss.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 185/97b
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 185/97b
  • 4 Ob 336/97h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 336/97h
    nur: Die Frage, wie die angesprochenen Verkehrskreise eine Werbeaussage verstehen und ob sie demnach zur Irreführung geeignet ist, hat keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung. (T1)
  • 4 Ob 6/98f
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 6/98f
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 53/99v
    Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 53/99v
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 317/99t
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 317/99t
    nur: Die Frage, wie die angesprochenen Verkehrskreise eine Werbeaussage verstehen und ob sie demnach zur Irreführung geeignet ist, hat keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung und ist daher nicht erheblich im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO. (T2)
  • 4 Ob 31/00p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 31/00p
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 262/00h
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 262/00h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 54/03z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 4 Ob 54/03z
  • 4 Ob 39/03v
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 4 Ob 39/03v
  • 4 Ob 38/03x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 38/03x
    Vgl auch; Beisatz: Ob ein Zeichen rein beschreibend ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, denen - vom Fall grober Fehlbeurteilung abgesehen - keine über diesen hinausgehende Bedeutung zukommt. (T3)
  • 4 Ob 148/04z
    Entscheidungstext OGH 18.08.2004 4 Ob 148/04z
    nur T1
  • 17 Ob 21/07y
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 17 Ob 21/07y
    Ähnlich; Beis wie T3
  • 4 Ob 209/08a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 209/08a
    Auch; Beisatz: „Zentrum für Implantologie". (T4)
  • 4 Ob 153/08s
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 153/08s
    Vgl
  • 4 Ob 92/10y
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 92/10y
    Auch
  • 4 Ob 162/10t
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 162/10t
    Auch; Beisatz: Hier: Nr 1 Salonmarke. (T5)
  • 4 Ob 220/10x
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 220/10x
    Auch
  • 4 Ob 56/11f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 56/11f
    Auch
  • 4 Ob 81/11g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 81/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Balkendiagramm als Werbegrafik. (T6)
  • 4 Ob 118/11y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 118/11y
    Auch; Beisatz: Hier: Werbung mit Druckauflagezahlen. (T7)
  • 4 Ob 138/11i
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 138/11i
    Auch; Beisatz: Hier: „Echte One‑Shot‑Impfung“ (T8)
  • 4 Ob 39/12g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 39/12g
  • 4 Ob 152/12z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 152/12z
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Werbung mit Kauf‑ und Gratisauflage. (T9)
  • 4 Ob 14/13g
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 14/13g
  • 4 Ob 6/13f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 6/13f
    Vgl auch; nur T2
  • 4 Ob 171/13w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 171/13w
    Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier: "Kompetenzzentrum". (T10)
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Irreführende Verwendung eines Doktortitels im Zusammenhang mit der Bezeichnung Optometrist. (T11)
  • 4 Ob 221/13y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 221/13y
    Beisatz: Hier: Keine Irreführung der Ausdrücke „Unabhängige Opferschutzanwaltschaft“ - „Unabhängige Opferschutzkommission“. (T12)
  • 4 Ob 134/15g
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 134/15g
    Beisatz: Hier: Irreführende Verwendung der Bezeichnung „Klinik“ bzw „Augenklinik“ für eine augenärztliche Praxis. (T13)
  • 4 Ob 127/15b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 127/15b
    Beisatz: Hier: Irreführende Gleichsetzung der versandten, zugestellten oder sonst verbreiteten Exemplare der beworbenen Gratiszeitung mit dem Begriff der Reichweite dieser Zeitung und unrichtige Behauptung einer Spitzenstellung. (T14)
  • 4 Ob 135/15d
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 135/15d
    Beisatz: Hier: Irreführung über den Werbecharakter durch die Zusendung von Losnummern mit der Aufforderung, sich über einen möglichen Gewinn telefonisch zu erkundigen, verbunden mit der beim anschließenden Telefonat erfolgten Werbung für die Teilnahme an einer Lotteriespielgemeinschaft. (T15)
  • 4 Ob 175/15m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 175/15m
    Beisatz: Hier: Werbung unter Bezugnahme auf geplante Druckauflage. (T16)
  • 4 Ob 184/15k
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 184/15k
    nur T1; Beisatz: Hier: Arzneimittelwerbung. (T17)
  • 4 Ob 200/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 200/15p
    Beisatz: Hier: Optiker des Jahres. (T18)
  • 4 Ob 203/15d
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 203/15d
  • 4 Ob 172/16x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 172/16x
  • 4 Ob 231/16y
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 231/16y
  • 4 Ob 228/16g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 228/16g
    Auch; Beisatz: Verleitung zum Vertragsbruch, irreführende vergleichende Werbung. (T19)
  • 4 Ob 250/16t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 250/16t
  • 4 Ob 181/17x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 181/17x
    Auch
  • 4 Ob 195/17f
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 195/17f
    Auch; Beisatz: „Exklusivbericht“. (T20)
  • 4 Ob 206/17y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 206/17y
    Auch
  • 4 Ob 56/19t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 56/19t
  • 4 Ob 120/19d
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 120/19d
  • 4 Ob 149/19v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 4 Ob 149/19v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107771

Im RIS seit

26.07.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19970626_OGH0002_0040OB00185_97B0000_001

Rechtssatz für 4Ob212/01g 4Ob236/03i 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121669

Geschäftszahl

4Ob212/01g; 4Ob236/03i; 4Ob247/02f; 4Ob43/02f; 4Ob233/06b; 4Ob12/07d; 4Ob78/07k; 4Ob177/07v; 4Ob106/08d; 4Ob207/08g; 4Ob7/10y; 4Ob132/10f; 4Ob20/11m; 4Ob165/11k; 4Ob97/12m; 4Ob152/12z; 4Ob161/12y; 4Ob171/12v; 4Ob18/14x; 4Ob87/14v; 4Ob94/14y; 4Ob61/14w; 4Ob80/15s; 4Ob228/16g; 4Ob198/17x; 4Ob38/19w

Entscheidungsdatum

13.11.2001

Norm

UWG §2 C2a
UWG §2 C2d
UWG §2 D4

Rechtssatz

Unvollständige Angaben verstoßen gegen § 2 UWG, wenn durch das Verschweigen wesentlicher Umstände ein falscher Gesamteindruck hervorgerufen wird, so dass die Unvollständigkeit geeignet ist, das Publikum in für den Kaufentschluss erheblicher Weise irrezuführen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 212/01g
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 212/01g
    Beisatz: Hier: Vergleich von Telefontarifen ohne Hinweis auf gewährte Freiminuten irreführend - „Freiminuten". (T1)
  • 4 Ob 236/03i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 236/03i
    Beisatz: Hier: Teilnahmebedingungen eines Gewinnspiels. (T2)
  • 4 Ob 247/02f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 247/02f
    Beisatz: „Aktion! 3 Monate gratis surfen" wegen des Hinweises „1 GB Daten jeden Monat inklusive" nicht irreführend, auch wenn Kosten bei Überschreitung von 1 GB Transfervolumen pro Monat entstehen. (T3)
  • 4 Ob 43/02f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2002 4 Ob 43/02f
    Beisatz: Hier: Preisvergleich zwischen Druckereien ohne Einbeziehung wichtiger kostenrelevanter technischer Angaben (betreffend Druckvorstufe, Andrucke, Qualität des Umschlagkartons, buchbinderische Verarbeitung, Verpackung uä) irreführend - „BESTsale". (T4)
  • 4 Ob 233/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 233/06b
    Beisatz: Auch in einem solchen Fall ist bei Beurteilung des Gesamteindrucks die Unklarheitenregel anzuwenden. (T5)
  • 4 Ob 12/07d
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 12/07d
    Beisatz: Hier: Preisvergleich zwischen Telekommunikationsdienstleistungen. (T6)
  • 4 Ob 78/07k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 78/07k
  • 4 Ob 177/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 177/07v
    Beisatz: Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der UWG-Novelle 2007 nichts geändert. (T7)
    Veröff: SZ 2008/7
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
    Beis wie T7
  • 4 Ob 207/08g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 207/08g
  • 4 Ob 7/10y
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 7/10y
    Auch
  • 4 Ob 132/10f
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 132/10f
    Auch; Beisatz: Unvollständige Angaben verstoßen gegen das Verbot irreführender Geschäftspraktiken, wenn durch das Verschweigen wesentlicher Umstände ein falscher Gesamteindruck hervorgerufen wird, der geeignet ist, die Adressaten der Werbung zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die sie sonst nicht getroffen hätten. (T8)
    Beisatz: Das gilt auch dann, wenn die beanstandete Aussage bei isolierter Betrachtung wahr ist. (T9)
    Beisatz: Hier: Wird die Druckauflage einer Zeitung als allein maßgebendes Kriterium für die Spitzenstellung dargestellt, liegt darin eine irreführende Geschäftspraktik. (T10)
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 165/11k
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 165/11k
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vergleiche von Versicherungsleistungen ohne ausreichenden Hinweis auf die Unterschiede der Modelle. (T11)
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Beisatz: Hier: Fehlender Hinweis auf Unterschiede zwischen dem Selbstbild und dem Fremdbild bei der Werbung mit Ergebnissen der Studie „Image der Tageszeitungen“. (T12)
  • 4 Ob 152/12z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 152/12z
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T10; Beisatz: Hier: Nennung von Druckauflage und verkaufter Auflage bzw Werbung mit Kauf‑ und Gratisauflage ‑ Verneinung der Irreführung vertretbar. (T13)
  • 4 Ob 161/12y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 161/12y
    Beis wie T12
  • 4 Ob 171/12v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 171/12v
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Irreführende Verwendung eines Doktortitels im Zusammenhang mit der Bezeichnung Optometrist. (T14)
  • 4 Ob 87/14v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 87/14v
    Auch; Beisatz: Hier: Irreführende Preisvergleichstabellen eines Gashandelsunternehmers mangels Berücksichtigung des Neukundenrabatts eines Mitbewerbers. (T15)
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
  • 4 Ob 80/15s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 80/15s
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 4 Ob 228/16g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 228/16g
    Vgl auch
  • 4 Ob 198/17x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 198/17x
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 38/19w
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 38/19w
    Beis ähnlich wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0121669

Im RIS seit

13.12.2001

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2019

Dokumentnummer

JJR_20011113_OGH0002_0040OB00212_01G0000_001

Rechtssatz für 4Ob42/08t 4Ob99/08z 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123292

Geschäftszahl

4Ob42/08t; 4Ob99/08z; 4Ob109/08w; 17Ob20/08b; 4Ob122/08g; 4Ob158/08a; 4Ob156/08g; 4Ob163/08m; 4Ob178/08t; 4Ob188/08p; 4Ob199/08f; 4Ob189/09m; 4Ob174/09f; 4Ob159/09z; 4Ob106/10g; 4Ob118/10x; 4Ob111/10t; 4Ob233/10h; 4Ob112/11s; 4Ob76/12y; 4Ob127/12y; 4Ob97/12m; 4Ob116/12f; 4Ob202/12b; 4Ob29/13p; 4Ob68/13y; 4Ob149/13k; 4Ob18/14x; 4Ob67/14b; 4Ob94/14y; 4Ob129/14w; 4Ob137/14x; 4Ob107/15m; 4Ob122/15t; 4Ob200/15p; 4Ob108/16k; 4Ob96/17x; 4Ob198/17x; 4Ob136/17d; 4Ob169/17g; 4Ob130/18y

Entscheidungsdatum

08.04.2008

Norm

UWG §2 A4
UWG §2 A4
UWG §2 E

Rechtssatz

Sowohl nach der Rechtslage vor als auch nach der UWG-Novelle 2007 ist beim Irreführungstatbestand zu prüfen, (a) wie ein durchschnittlich informierter und verständiger Interessent für das Produkt, der eine dem Erwerb solcher Produkte angemessene Aufmerksamkeit aufwendet, die strittige Ankündigung versteht, (b) ob dieses Verständnis den Tatsachen entspricht, und ob (c) eine nach diesem Kriterium unrichtige Angabe geeignet ist, den Kaufinteressenten zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 42/08t
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 42/08t
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
  • 17 Ob 20/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 20/08b
    Veröff: SZ 2008/136
  • 4 Ob 122/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 122/08g
  • 4 Ob 158/08a
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 158/08a
    Vgl auch; Beisatz: Vgl RS0124259. (T1)
  • 4 Ob 156/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 156/08g
  • 4 Ob 163/08m
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 163/08m
    Veröff: SZ 2008/166
  • 4 Ob 178/08t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 178/08t
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Auch; Beisatz: Hier: Erwerb von Wertpapieren. (T2); Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 199/08f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
  • 4 Ob 189/09m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 189/09m
    Vgl auch; Beisatz: Irreführung über den Umfang der angebotenen Leistungen (T3)
  • 4 Ob 174/09f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 174/09f
  • 4 Ob 159/09z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 159/09z
    Vgl
  • 4 Ob 106/10g
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 106/10g
    Vgl auch
  • 4 Ob 118/10x
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 118/10x
  • 4 Ob 111/10t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 111/10t
  • 4 Ob 233/10h
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 233/10h
  • 4 Ob 112/11s
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 112/11s
  • 4 Ob 76/12y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 76/12y
    Beisatz: Hier: Erhebungsergebnisse der Media-Analyse. (T4)
  • 4 Ob 127/12y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 127/12y
    Beisatz: Einem Unternehmen kann im Regelfall nicht unterstellt werden, eine von vornherein unwirksame Werbung zu betreiben, also letztlich unsinnige Ankündigungen zu machen. (T5)
    Beisatz: Hier: Reisen exklusiv für Klubmitglieder ‑ Kundenbindung. (T6)
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Vgl; Beis wie T5
  • 4 Ob 116/12f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 116/12f
  • 4 Ob 202/12b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 202/12b
  • 4 Ob 29/13p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 29/13p
    Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/51
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
  • 4 Ob 149/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 149/13k
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
  • 4 Ob 67/14b
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 67/14b
    Vgl auch
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
  • 4 Ob 129/14w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 129/14w
    Beisatz: Hier: Berechnung von Kennzahlen für den Werbewert aus nicht übereinstimmenden Erhebungszeiträumen. (T7)
  • 4 Ob 137/14x
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 137/14x
    Beisatz: Hier: Werbung für Tarife für mobiles Internet. (T8)
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Beisatz: Hier: Suggerierte angebliche Exklusivität von Vorzugspreisen. (T9)
  • 4 Ob 122/15t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 122/15t
    Beisatz: Hier: Werbung mit Druckauflage. (T10)
  • 4 Ob 200/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 200/15p
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Optiker des Jahres. (T11)
  • 4 Ob 108/16k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 108/16k
    Beisatz: Hier: Werbung für Preisnachlässe. (T12)
  • 4 Ob 96/17x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 96/17x
  • 4 Ob 198/17x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 198/17x
  • 4 Ob 136/17d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
  • 4 Ob 169/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 169/17g
    Auch
  • 4 Ob 130/18y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 130/18y
    Vgl; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123292

Im RIS seit

08.05.2008

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20080408_OGH0002_0040OB00042_08T0000_003

Entscheidungstext 4Ob18/14x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

RdM 2014/99 S 104 (Mayer) - RdM 2014,104 (Mayer) = wbl 2014,295/101 ‑ wbl 2014/101 = ÖBl‑LS 2014/33 = ÖBl‑LS 2014/34 = ecolex 2014/294 S 724 (Tonninger) - ecolex 2014,724 (Tonninger) ‑ Optometrist

Geschäftszahl

4Ob18/14x

Entscheidungsdatum

17.02.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch die Vizepräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende und die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ärztekammer *****, vertreten durch MMag. Dr. Susanne Binder-Novak, Rechtsanwältin in St. Pölten, gegen die beklagten Parteien 1. G***** GmbH, *****, und 2. Dr. W***** G*****, MSc., *****, beide vertreten durch Rechtsanwälte Gruber Kunze Partnerschafts KG in Wien, wegen Unterlassung (Streitwert 36.000 EUR), über den Revisionsrekurs der beklagten Parteien gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien vom 11. Dezember 2013, GZ 30 R 37/13a-9, mit welchem der Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 23. Oktober 2013, GZ 30 Cg 68/13x-4, abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Die klagende Partei hat die Kosten der Revisionsrekursbeantwortung endgültig selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die klagende Ärztekammer nimmt die Beklagten wegen irreführenden Führens eines Doktortitels in Anspruch. Die erstbeklagte Gesellschaft betreibt ein Optikerunternehmen mit zwei Filialen in Wien; der Zweitbeklagte ist ihr Geschäftsführer und Alleingesellschafter. Er hatte an einer britischen Universität den akademischen Grad „Doctor of Philosophy (PhD) Optometry“ erworben und tritt im geschäftlichen Verkehr als „Dr. Walter Gutstein“ auf. Die Erstbeklagte verwendet auf ihrer Website folgendes Logo:

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung hatte dem Zweitbeklagten auf Anfrage mitgeteilt, dass er berechtigt sei, den britischen Doktorgrad in der Form „Dr.“ seinem Namen voranzustellen.

Das Rekursgericht untersagte den Beklagten „zu Zwecken des Wettbewerbs“ den Doktortitel zu führen, wenn es sich dabei nicht um ein Doktorat der Medizin handle und in diesem Fall nicht ein dies aufklärender Zusatz beigefügt werde. Den Revisionsrekurs ließ es wegen des Fehlens von Rechtsprechung zu dieser Frage zu. Das Geschäftsfeld der Beklagten sei dem medizinischen Bereich zuzuordnen. Werde in diesem Umfeld ein Doktortitel geführt, nehme der Durchschnittsverbraucher an, dass es sich um ein medizinisches Doktorat handle. Zur Vermeidung einer Irreführung müsse der Zweitbeklagte daher klarstellen, dass dies nicht zutreffe. Wie er das tue, bleibe ihm überlassen; der Doktortitel dürfe jedenfalls nicht in einer Art und Weise geführt werden, die - zumal im titelgläubigen Österreich - den Eindruck einer ärztlichen Qualifikation erwecke.

Rechtliche Beurteilung

Der gegen diese Entscheidung gerichtete Revisionsrekurs der Beklagten ist nicht zulässig.

1. Beim Irreführungstatbestand ist nach ständiger Rechtsprechung zu prüfen, (a) wie ein durchschnittlich informierter und verständiger Interessent für das Produkt oder die Dienstleistung, der eine dem Anlass angemessene Aufmerksamkeit aufwendet, die strittige Ankündigung versteht, (b) ob dieses Verständnis den Tatsachen entspricht, und ob (c) eine nach diesem Kriterium unrichtige Angabe geeignet ist, den Kaufinteressenten zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte (4 Ob 42/08t = MR 2008, 257 [Korn] = ÖBl 2008/56 S 276 [Gamerith] - W.-Klaviere; RIS-Justiz RS0123292; zuletzt etwa 4 Ob 202/12b = ÖBl 2013, 175 - klimaneutral, und 4 Ob 29/13p = MR 2013, 293 [Heidinger] - Vfg Versandapotheke für Österreich). Maßgebend ist dabei der Gesamteindruck, wobei eine Angabe im konkreten Kontext - insbesondere wegen Unvollständigkeit - auch dann irreführend sein kann, wenn sie bei isolierter Betrachtung wahr ist (4 Ob 132/10f = wbl 2011, 16 - Österreich ist schon Nr 2; RIS-Justiz RS0121669 [insb T9]). Ob das zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher im Allgemeinen keine Rechtsfrage erheblicher Bedeutung (RIS-Justiz RS0107771).

2. Im konkreten Fall ist die Beurteilung des Rekursgerichts jedenfalls vertretbar. Schon wegen der teilweisen Überschneidung der Tätigkeitsbereiche - etwa bei der Sehschärfemessung oder der Anpassung von Kontaktlinsen - wird ein Augenoptiker im medizinischen Umfeld tätig. Hier wird der Durchschnittsverbraucher einen vom Unternehmer ohne weitere Konkretisierung geführten Doktorgrad als Hinweis auf eine medizinische Ausbildung verstehen (Anderl/Appl in Wiebe/G. Kodek, UWG2 § 2 Rz 490 FN 730; vgl auch Sosnitza in Piper/Ohly/Sosnitza, UWG5 [2010] § 5 Rz 580; Weidert in Harte-Bavendamm/Henning-Bodewig, UWG3 [2013] § 5 Rz 63; OLG Frankfurt 6 U 28/12 =

NJOZ 2013, 1050 = WRP 2013, 825 [Heilpraktikerschule]). Im konkreten Fall wird dieser Eindruck durch die für den Durchschnittsverbraucher zwar nicht unmittelbar verständliche, aber durchaus medizinisch anmutende Bezeichnung „Optometrist“ - die der Beklagte als solche natürlich führen darf - verstärkt.

3. Die Formulierung „zu Zwecken des Wettbewerbs“ geht auf das Sicherungsbegehren zurück, das insofern die UWG-Novelle 2007 übersieht (vgl zuletzt etwa 4 Ob 12/11k = ÖBl 2012, 183 - Rohrprodukte). Dadurch ist aber im konkreten Fall sichergestellt, dass das Verbot nur im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit der Beklagten greift. Außerhalb davon steht es dem Zweitbeklagten selbstverständlich frei, seinen Doktortitel in jeder verwaltungsrechtlich zulässigen Form zu führen.

4. Richtig ist, dass die Klägerin beantragt hatte, den Beklagten das Führen des Doktortitels ganz allgemein zu untersagen. Das vom Rekursgericht erlassene Verbot ist demgegenüber ein Minus, weil es nur für den Fall des Fehlens eines aufklärenden Hinweises erlassen wurde. Das Unterbleiben einer an sich folgerichtigen Teilabweisung wurde nicht gerügt, wodurch dieser Teil des Begehrens aus dem Verfahren ausgeschieden ist (RIS-Justiz RS0041490, RS0039606). Ein Verstoß gegen § 405 ZPO liegt nicht vor, weil der Zuspruch im Antragsvorbringen Deckung findet, mit dem sich die Klägerin (auch) gegen die Irreführung durch das Führen eines nicht weiter spezifizierten Doktortitels gewendet hatte.

5. Aus diesen Gründen ist der Revisionsrekurs mangels Vorliegens einer erheblichen Rechtsfrage zurückzuweisen. Da die Klägerin nicht auf die Unzulässigkeit des Rechtsmittels hingewiesen hat, hat sie die Kosten der Revisionsrekursbeantwortung endgültig selbst zu tragen.

Schlagworte

Optometrist,Gewerblicher Rechtsschutz

Textnummer

E106750

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:0040OB00018.14X.0217.000

Im RIS seit

12.03.2014

Zuletzt aktualisiert am

20.04.2015

Dokumentnummer

JJT_20140217_OGH0002_0040OB00018_14X0000_000