Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob81/91 8Ob1567/92 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044088

Geschäftszahl

5Ob81/91; 8Ob1567/92; 8Ob1643/92 (8Ob1644/92); 7Ob1658/92; 1Ob504/93; 8Ob1617/93; 8Ob652/93; 3Ob157/93; 9Ob1534/94; 9Ob1535/94; 3Ob507/94; 7Ob555/94; 10Ob521/94; 4Ob1005/95; 4Ob1545/95; 2Ob280/91 (2Ob581/95); 1Ob574/95; 1Ob2094/96i; 1Ob2015/96x; 2Ob2107/96h; 4Ob2052/96k; 5Ob2147/96p; 7Ob2415/96i; 4Ob78/97t; 10Ob44/97m; 8ObA36/97w; 9Ob167/97t; 5Ob41/98k; 8Ob177/98g; 5Ob200/98t; 5Ob207/98x; 8ObA46/99v; 9Ob46/99a; 5Ob58/99m; 2Ob66/99s; 9ObA259/99z; 10Ob360/99k; 8ObS34/00h; 1Ob94/00f; 9Ob35/00p; 6Ob137/00s; 5Ob247/00k; 8Ob183/00w; 2Ob25/01t; 6Ob333/00i; 9Ob278/00y; 9ObA281/00i; 2Ob201/01z; 9Ob248/01p; 6Ob107/02g; 7Ob69/02a; 8Ob146/02g; 8ObA201/02w; 6Ob100/03d; 4Ob147/03a; 3Ob288/03d; 10ObS81/04s; 3Ob131/04t; 7Ob179/04f; 8ObA47/05b; 6Ob287/05g; 10Ob143/05k; 8Ob118/05v; 8ObA7/07y; 7Ob117/07t; 10Ob33/07m; 3Ob218/07s; 8Ob116/07b; 4Ob249/07g; 10Ob24/08i; 5Ob60/08x; 8Ob50/08y; 5Ob24/08b; 1Ob6/08a; 6Ob22/09t; 8ObS9/09w; 7Ob259/09b; 7Ob246/09s; 2Ob239/09z; 6Ob113/09z; 6Ob43/10g; 8ObA56/10h; 9ObA89/10v; 3Ob241/10b; 3Ob21/11a; 8Ob17/11z; 8ObA10/11w; 5Ob239/10y; 2Ob57/11p; 1Ob51/11y; 6Ob77/11h; 6Ob117/11s; 6Ob230/11h; 4Ob191/11h; 1Ob264/11x; 7Ob221/11t; 3Ob25/12s; 1Ob211/11b; 9Ob16/12m; 1Ob71/12s; 4Ob21/13m; 3Ob102/13s; 8ObA42/13d; 7Ob114/13k; 9ObA48/13v; 10Ob31/13a; 9ObA60/13h; 8ObA73/13p; 5Ob227/13p; 9ObA167/13v; 10ObS47/14f; 9ObA79/14d; 9ObA81/14y; 9ObA74/14v; 6Ob224/14f; 7Ob126/14a; 3Ob226/14b; 6Ob57/15y; 1Ob200/15s; 10Ob22/16g; 1Ob125/16p; 9ObA38/17d; 1Ob10/17b; 1Ob132/17v; 8ObA55/16w; 6Ob153/17v; 1Ob171/17d; 1Ob207/17y; 1Ob230/17f; 1Ob17/18h; 7Ob59/18d; 5Ob11/18f; 8ObA21/18y; 8Ob114/18z; 8Ob101/19i

Entscheidungsdatum

08.10.1991

Norm

AußStrG 2005 §62 Abs1
WEG §15
ZPO §502 HI2
ZPO §508a

Rechtssatz

Eine Einzelfallentscheidung ist für den OGH nur dann überprüfbar, wenn im Interesse der Rechtssicherheit ein grober Fehler bei der Auslegung der anzuwendenden Rechtsnorm, konkret bei der Auslegung des unbestimmten Gesetzesbegriffs der Unzumutbarkeit korrigiert werden müsste. Gebietet das Gesetz die Entscheidung nach billigem Ermessen, könnte letztlich nur eine eklatante Überschreitung dieses Ermessens aufgegriffen werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 81/91
    Entscheidungstext OGH 08.10.1991 5 Ob 81/91
  • 8 Ob 1567/92
    Entscheidungstext OGH 21.05.1992 8 Ob 1567/92
    Beisatz: Hier: Ausmessung der Ausgleichszahlung gemäß § 83 Abs 1 EheG. (T1)
  • 8 Ob 1643/92
    Entscheidungstext OGH 08.10.1992 8 Ob 1643/92
    Auch
  • 7 Ob 1658/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 7 Ob 1658/92
  • 1 Ob 504/93
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 504/93
    Auch; nur: Eine Einzelfallentscheidung ist für den OGH nur dann überprüfbar, wenn im Interesse der Rechtssicherheit ein grober Fehler bei der Auslegung der anzuwendenden Rechtsnorm, konkret bei der Auslegung des unbestimmten Gesetzesbegriffs der Unzumutbarkeit korrigiert werden müsste. (T2)
  • 8 Ob 1617/93
    Entscheidungstext OGH 30.09.1993 8 Ob 1617/93
    nur: Gebietet das Gesetz die Entscheidung nach billigem Ermessen, könnte letztlich nur eine eklatante Überschreitung dieses Ermessens aufgegriffen werden. (T3)
    Beis wie T1
  • 8 Ob 652/93
    Entscheidungstext OGH 16.12.1993 8 Ob 652/93
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 157/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1994 3 Ob 157/93
    Auch
  • 9 Ob 1534/94
    Entscheidungstext OGH 20.04.1994 9 Ob 1534/94
    Auch; nur T3
  • 9 Ob 1535/94
    Entscheidungstext OGH 04.05.1994 9 Ob 1535/94
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 83 Abs 1 EheG. (T4)
  • 3 Ob 507/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 507/94
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 555/94
    Entscheidungstext OGH 31.08.1994 7 Ob 555/94
    Vgl; Beisatz: Im Einzelfall verbleibender Ermessensspielraum, ob schikanöse Rechtsausübung vorliegt und ob Werkmängel unerheblich sind. (T5)
  • 10 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 10 Ob 521/94
    nur T2
  • 4 Ob 1005/95
    Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 1005/95
    Vgl; nur T2
  • 4 Ob 1545/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 1545/95
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Frage der stillschweigenden Bevollmächtigung. (T6)
  • 2 Ob 280/91
    Entscheidungstext OGH 23.11.1995 2 Ob 280/91
    nur T2, Beisatz: Hier: Zumutbarkeit von Sicherungsmaßnahmen bei der Gastwirtehaftung. (T7)
  • 1 Ob 574/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 574/95
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 2094/96i
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2094/96i
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 2015/96x
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 2015/96x
    Auch; nur T3
  • 2 Ob 2107/96h
    Entscheidungstext OGH 13.06.1996 2 Ob 2107/96h
    nur: Eine Einzelfallentscheidung ist für den OGH nur dann überprüfbar, wenn im Interesse der Rechtssicherheit ein grober Fehler bei der Auslegung der anzuwendenden Rechtsnorm korrigiert werden müsste. (T8)
    Beisatz: Bewegt sich das Berufungsgericht im Rahmen der Grundsätze einer ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes und trifft es seine Entscheidung ohne krasse Fehlbeurteilung aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalles, so liegt eine erhebliche Rechtsfrage nicht vor. (T9)
  • 4 Ob 2052/96k
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2052/96k
    Auch; Beisatz: Eine an den besonderen Umständen des Einzelfalls orientierte, letztlich dem billigen Ermessen des Gerichtes anheimgestellte Entscheidung ist, wenn sich keine eklatante Fehlbeurteilung erkennen lässt, nicht revisibel. (T10)
    Beisatz: Hier: Höhe des Entgelts (der "Leihgebühr" für Notenmaterial). (T11)
  • 5 Ob 2147/96p
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 5 Ob 2147/96p
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Die Ansicht des Rekursgerichts, aus dem gestellten Antrag ergebe sich mit hinreichender Deutlichkeit, dass die Antragsteller eine bestimmte Benützung eines Liegenschaftsteiles anstreben, stellt jedenfalls keine krasse Fehlbeurteilung dar. (T12)
  • 7 Ob 2415/96i
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2415/96i
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 78/97t
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 4 Ob 78/97t
    Auch; nur T3; Beis wie T4
  • 10 Ob 44/97m
    Entscheidungstext OGH 22.05.1997 10 Ob 44/97m
    Vgl auch
  • 8 ObA 36/97w
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 8 ObA 36/97w
    nur T2; Beisatz: Hier: Es ist eine Frage des Einzelfalles, ob eine Beraterin in einem Schlankheitsstudio eine Angestelltentätigkeit ausübt oder nicht. (T13)
  • 9 Ob 167/97t
    Entscheidungstext OGH 05.11.1997 9 Ob 167/97t
    Auch
  • 5 Ob 41/98k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 5 Ob 41/98k
    Vgl auch
  • 8 Ob 177/98g
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 Ob 177/98g
    Auch; nur T3; Beis wie T4
  • 5 Ob 200/98t
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 200/98t
    Vgl auch; nur T8; Beisatz: Hier: § 14 Abs 1 AußStrG. (T14)
  • 5 Ob 207/98x
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 207/98x
    Vgl auch; nur T8; Beisatz: Hier: Haftungsfragen wegen Verletzung der Verwahrungspflicht beziehungsweise Beaufsichtigungspflicht des Tierhalters sowie Überprüfung eines allfälligen Mitverschuldens des Geschädigten. (T15)
  • 8 ObA 46/99v
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 8 ObA 46/99v
    Auch; Beisatz: Die von den Umständen des Einzelfalles abhängige Ermessensentscheidung über die Schwere eines Verschuldens betrifft - solange der zweiten Instanz kein an die Grenzen des Missbrauches gehender Fehler unterlief oder der Ermessensspielraum eklatant überschritten wurde - keine erhebliche Rechtsfrage. (T16)
    Beisatz: Hier: An der Versäumung der Frist für den Einspruch gegen einen Zahlungsbefehl. (T17)
  • 9 Ob 46/99a
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 Ob 46/99a
    Auch; nur T8
  • 5 Ob 58/99m
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 5 Ob 58/99m
    Vgl; Beisatz: Die Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit einer dem § 13 Abs 2 WEG zu unterstellenden Änderung hängt stets von den Umständen des Einzelfalls ab, sodass nur eine grobe Verkennung der Rechtslage, etwa ein Abweichen von Leitlinien der einschlägigen Judikatur, die Anrufung des Obersten Gerichtshofes rechtfertigen könnte. (T18)
  • 2 Ob 66/99s
    Entscheidungstext OGH 11.03.1999 2 Ob 66/99s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schmerzengeld. (T19)
  • 9 ObA 259/99z
    Entscheidungstext OGH 12.01.2000 9 ObA 259/99z
    nur T2; Beis wie T13
  • 10 Ob 360/99k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 10 Ob 360/99k
    Auch; nur T2
  • 8 ObS 34/00h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 ObS 34/00h
    nur T8
  • 1 Ob 94/00f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 94/00f
    Auch; Beisatz: Eine erhebliche Rechtsfrage nur dann zu lösen, wenn das Berufungsgericht den vorgegebenen Ermessensrahmen grob missachtet hätte. (T20)
    Beisatz: Hier: Umfang des immateriellen Schadenersatzes für nicht dem Gesetz entsprechende Haft. (T21)
  • 9 Ob 35/00p
    Entscheidungstext OGH 31.05.2000 9 Ob 35/00p
    Beis wie T20
  • 6 Ob 137/00s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 137/00s
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Die nach dem Grundsatz der Billigkeit zu erfolgende Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse hängt jeweils von den Umständen des Einzelfalles ab. Eine erhebliche Rechtsfrage liegt nur dann vor, wenn dargetan wird, dass die zweite Instanz bei Beurteilung dieses Einzelfalles in Überschreitung ihres Ermessensbereiches von den allgemeinen Grundsätzen abgewichen ist. (T22)
  • 5 Ob 247/00k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 5 Ob 247/00k
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Beurteilungsspielraum gemäß § 19 Abs 3 WEG, ob das gesetzliche Modell der Kostenverteilung zugunsten eines gerechteren aufgegeben werden soll. (T23)
  • 8 Ob 183/00w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 8 Ob 183/00w
    nur T8; Beisatz: Hier: Verneinung eines Instruktionsfehlers im Sinne des § 5 PHG. (T24)
  • 2 Ob 25/01t
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 2 Ob 25/01t
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 6 Ob 333/00i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/00i
    Vgl auch; nur T3; Beis ähnlich wie T9
  • 9 Ob 278/00y
    Entscheidungstext OGH 11.04.2001 9 Ob 278/00y
    Auch; nur T8; Beis wie T9
  • 9 ObA 281/00i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 9 ObA 281/00i
    nur T2
  • 2 Ob 201/01z
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 201/01z
    Auch; nur T3; Beis wie T19
  • 9 Ob 248/01p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 9 Ob 248/01p
    Vgl auch; Beis wie T22
  • 6 Ob 107/02g
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 107/02g
    Auch; Beis wie T24
  • 7 Ob 69/02a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 69/02a
    Auch; Beis wie T14
  • 8 Ob 146/02g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 8 Ob 146/02g
    Vgl auch; nur T8
  • 8 ObA 201/02w
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 8 ObA 201/02w
    Auch; Beisatz: Hier: Frage der Unterbrechung eines Rechtsstreites gemäß § 191 ZPO. (T25)
  • 6 Ob 100/03d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 100/03d
    Auch; Beisatz: Hier: Die Beurteilung, ob bestimmte festgestellte Mängel gänzlich unerheblich sind. (T26)
  • 4 Ob 147/03a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 147/03a
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Auslegung von Willenserklärungen. (T27)
  • 3 Ob 288/03d
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 288/03d
    nur T8
  • 10 ObS 81/04s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 ObS 81/04s
    nur T8
  • 3 Ob 131/04t
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 131/04t
    Vgl auch; Beis wie T16 nur: Die von den Umständen des Einzelfalles abhängige Ermessensentscheidung stellt - solange der zweiten Instanz kein an die Grenzen des Missbrauches gehender Fehler unterlief - keine erhebliche Rechtsfrage. (T28)
  • 7 Ob 179/04f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 179/04f
    Auch
  • 8 ObA 47/05b
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 ObA 47/05b
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 287/05g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 287/05g
  • 10 Ob 143/05k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2006 10 Ob 143/05k
    Auch; Beisatz: Die Beurteilung der Billigkeit bzw Unbilligkeit hängt von den im Einzelfall gegebenen Umständen ab. (T29)
  • 8 Ob 118/05v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 Ob 118/05v
    Vgl auch; Beisatz: Ob den Kläger ein Mitverschulden am von ihm geltend gemachten Schaden trifft, ist eine Frage des Einzelfalls, die die Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO nicht verwirklicht. (T30)
  • 8 ObA 7/07y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 ObA 7/07y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob ein konkretes Verhalten einen Entlassungsgrund verwirklicht. (T31)
  • 7 Ob 117/07t
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 117/07t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Frage, „ob die Benutzung eines unzureichend gesicherten Wanderweges ein Mitverschulden im Sinn einer Sorglosigkeit gegenüber eigenen Gütern darstellt", ist eine Frage des Einzelfalls. (T32)
  • 10 Ob 33/07m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 33/07m
    Vgl auch; Beis wie T30
  • 3 Ob 218/07s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 218/07s
    Auch; Beis ähnlich wie T28; Beisatz: Hier: Auswahl des Sachverständigen. (T33)
  • 8 Ob 116/07b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 8 Ob 116/07b
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Unzumutbarkeit nach § 364 Abs 3 ABGB. (T34)
  • 4 Ob 249/07g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 249/07g
    Auch; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht bei Niveauunterschied im Gehsteig. (T35)
  • 10 Ob 24/08i
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 10 Ob 24/08i
    Auch; Beisatz: Die Auslegung von Willenserklärungen im Einzelfall und Auslegungsfragen über die Erklärungsabsicht im Einzelfall sind vom Obersten Gerichtshof - von groben Auslegungsfehlern und sonstigen krassen Fehlbeurteilungen abgesehen - nicht zu überprüfen. (T36)
  • 5 Ob 60/08x
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 60/08x
    Vgl; Beisatz: Die Auslegung eines außerstreitigen Antrags ist ebenso einzelfallbezogen (5 Ob 2147/96p) wie die Beurteilung, ob durch eine Neuformulierung des Spruchs das Begehren überschritten wird. (T37)
  • 8 Ob 50/08y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 50/08y
    Vgl; Beisatz: Die Anwendung von von der Rechtsprechung bereits entwickelten Grundsätzen im Einzelfall stellt nur dann eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 528 Abs 1 ZPO dar, wenn es sich um eine aus Gründen der Rechtssicherheit aufzugreifende Fehlbeurteilung handelt. (T38)
  • 5 Ob 24/08b
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 24/08b
    Vgl auch; Beisatz: Auch eine Ermessensentscheidung fordert vom Rechtsanwender eine nachvollziehbare Subsumtion des festgestellten Sachverhalts unter die gesetzlichen Vorgaben unter Heranziehung der von der Rechtsprechung vorgegebenen Wertungen. Erst die Beurteilung, ob eine erhebliche Rechtsfrage vorliegt, lässt die Umstände des Einzelfalls zurücktreten, nachdem diese allerdings vorher geprüft wurden. (T39)
    Beisatz: Wird die Untersuchung der konkret vorgetragenen, bei der Ermessensausübung zu berücksichtigenden Kriterien mit unzureichender Begründung unterlassen, liegt insofern eine erhebliche Rechtsfrage vor. (T40)
  • 1 Ob 6/08a
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 6/08a
    Auch; Beisatz: Hier: Frage, ob Klage pflegschaftsgerichtlich zu genehmigen ist. (T41)
  • 6 Ob 22/09t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 22/09t
    Vgl; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflichten und Verschuldensteilung. (T42)
  • 8 ObS 9/09w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 8 ObS 9/09w
    Auch; Beisatz: Hier: Beurteilung, ob ein beherrschender Einfluss im Sinne des § 1 Abs 6 Z 2 IESG besteht. (T43)
  • 7 Ob 259/09b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 7 Ob 259/09b
    Auch; Beis ähnlich wie T9
  • 7 Ob 246/09s
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 246/09s
    Auch; Beis wie T41
  • 2 Ob 239/09z
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 239/09z
    Beisatz: Hier: Frage, ob die verweigerte Zustimmung zur Adoption gemäß § 181 Abs 3 ABGB zu ersetzen ist. (T44)
  • 6 Ob 113/09z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 113/09z
    nur T2; Bem: Hier: Beurteilung, ob „Unzumutbarkeit" im Sinne des § 933a Abs 2 Satz 2 ABGB vorliegt. (T45)
  • 6 Ob 43/10g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 43/10g
    Vgl auch; Bem: Hier: Ausmaß eines Mitverschuldens des Geschädigten. (T46)
  • 8 ObA 56/10h
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 ObA 56/10h
    Auch; nur T2; Beis wie T31
  • 9 ObA 89/10v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 89/10v
    Auch; nur T8
  • 3 Ob 241/10b
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 241/10b
    Auch
  • 3 Ob 21/11a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 21/11a
    nur T8
  • 8 Ob 17/11z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 17/11z
    nur T8
  • 8 ObA 10/11w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 10/11w
    Auch; nur T8
  • 5 Ob 239/10y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 239/10y
    Vgl auch; nur ähnlich T8
  • 2 Ob 57/11p
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 57/11p
    Auch; Beis wie T26
  • 1 Ob 51/11y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 51/11y
    Auch; Beis ähnlich wie T35; Beis wie T42
  • 6 Ob 77/11h
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 77/11h
    Vgl auch
  • 6 Ob 117/11s
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 117/11s
    Auch; Beis wie T42
  • 6 Ob 230/11h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 230/11h
    Auch
  • 4 Ob 191/11h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 191/11h
    Vgl auch; Beis wie T30
  • 1 Ob 264/11x
    Entscheidungstext OGH 31.01.2012 1 Ob 264/11x
    Auch; nur T8
  • 7 Ob 221/11t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 7 Ob 221/11t
    Vgl auch
  • 3 Ob 25/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 25/12s
  • 1 Ob 211/11b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 1 Ob 211/11b
    Auch; nur T8
  • 9 Ob 16/12m
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 Ob 16/12m
    Vgl auch; Beis wie T46
  • 1 Ob 71/12s
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 71/12s
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Frage des Ausschlusses bzw der Einschränkung des Ersatzanspruchs im Fall des § 3 Abs 2 Satz 1 StEG 2005. (T47)
  • 4 Ob 21/13m
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 21/13m
    Auch; Beisatz: Hier: Verschuldensbemessung bei der Ehescheidung. (T48)
  • 3 Ob 102/13s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 102/13s
    Auch; nur T8
  • 8 ObA 42/13d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 42/13d
    Auch; Beis wie T31
  • 7 Ob 114/13k
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 114/13k
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung des Prozessvorbringens. (T49)
  • 9 ObA 48/13v
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 ObA 48/13v
    Vgl auch; Beis wie T31
  • 10 Ob 31/13a
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 31/13a
    Auch
  • 9 ObA 60/13h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 60/13h
    Auch
  • 8 ObA 73/13p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 ObA 73/13p
    Auch; Beisatz: Die Frage, ob ein bestimmtes festgestelltes Verhalten die Kriterien der sexuellen Belästigung nach § 6 Abs 2 GlBG erfüllt, ist einzelfallbezogen und begründet in der Regel, außer bei krasser Fehlbeurteilung, keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T50)
  • 5 Ob 227/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 227/13p
    nur T8; Beisatz: Hier: Frage ob nach § 180 Abs 1 Z 2 ABGB idF KindNamRÄG 2013 das Gericht ‑ sofern dies dem Wohl des Kindes entspricht ‑ eine Phase der vorläufigen elterlichen Verantwortung anzuordnen hat, wenn ein Elternteil gegen den Willen des anderen die Übertragung der alleinigen Obsorge an ihn oder seine Beteiligung an der Obsorge anstrebt. (T51)
  • 9 ObA 167/13v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 167/13v
    Beis wie T50
  • 10 ObS 47/14f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2014 10 ObS 47/14f
    Auch; Beisatz: Hier: § 258 Abs 4 lit d ASVG. (T52)
  • 9 ObA 79/14d
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 79/14d
    Beisatz: Hier: Entscheidung über Berechtigung zum Urlaubsantritt anlässlich einer Feststellungsklage gemäß § 4 Abs 4 UrlG. (T53)
  • 9 ObA 81/14y
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 81/14y
    Auch; Beisatz: Hier: Frage, ob eine Dienstnehmerin an einer Selbstbedienungstankstelle samt Waschanlage, Shop und Bistro (ohne organisatorische Trennung zwischen Tankstellenbereich und Shop) eine Angestelltentätigkeit ausübt oder nicht. (T54)
  • 9 ObA 74/14v
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 74/14v
    Beis ähnlich wie T13
  • 6 Ob 224/14f
    Entscheidungstext OGH 16.01.2015 6 Ob 224/14f
    Auch; Beis ähnlich wie T28
  • 7 Ob 126/14a
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 126/14a
    Vgl; nur T8
  • 3 Ob 226/14b
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 226/14b
    Auch
  • 6 Ob 57/15y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 57/15y
    Auch; Beis wie T25; Beisatz: Dieselben Maßstäbe sind für die Frage der Unterbrechung eines Firmenbuchverfahrens nach § 19 FBG und die in Abs 2 dieser Bestimmung genannten Kriterien anzuwenden. Danach hat das Gericht von einer Unterbrechung abzusehen oder sie aufzuheben und aufgrund der Aktenlage zu entscheiden, wenn das rechtliche oder wirtschaftliche Interesse an einer raschen Erledigung erheblich überwiegt. (T55)
  • 1 Ob 200/15s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 200/15s
  • 10 Ob 22/16g
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 10 Ob 22/16g
    Auch
  • 1 Ob 125/16p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 125/16p
    Auch; Beis wie T41
  • 9 ObA 38/17d
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 38/17d
    Auch; Beis wie T50
  • 1 Ob 10/17b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 10/17b
    Auch
  • 1 Ob 132/17v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 132/17v
    Vgl
  • 8 ObA 55/16w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 ObA 55/16w
    nur T3; Beisatz: Hier: Ausgleichsanspruch des Handelsvertreters nach § 24 Abs 1 HVertrG. (T56)
  • 6 Ob 153/17v
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 6 Ob 153/17v
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 171/17d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 171/17d
    Auch
  • 1 Ob 207/17y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 207/17y
    Vgl auch
  • 1 Ob 230/17f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 230/17f
    Vgl auch; nur T8
  • 1 Ob 17/18h
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 17/18h
  • 7 Ob 59/18d
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 59/18d
    Vgl
  • 5 Ob 11/18f
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 11/18f
  • 8 ObA 21/18y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 ObA 21/18y
    nur T8; Beis wie T9
  • 8 Ob 114/18z
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 8 Ob 114/18z
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung des Umfangs einer Dienstbarkeit. (T57)
  • 8 Ob 101/19i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2019 8 Ob 101/19i
    nur T8; Beis wie T9

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0044088

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19911008_OGH0002_0050OB00081_9100000_001

Rechtssatz für 8ObA8/09y 1Ob189/09i 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124663

Geschäftszahl

8ObA8/09y; 1Ob189/09i; 9ObA167/13v; 9ObA107/15y

Entscheidungsdatum

02.04.2009

Norm

BEinstG §7d
BEinstG §7i

Rechtssatz

Um den Zweck des Gesetzes, Diskriminierungen wegen der Behinderung hintanzuhalten, zu erreichen, darf das Erfordernis des „Zusammenhangs" nicht zu eng gesehen werden. Der Zusammenhang kann daher auch durch Eigenschaften, Handlungen, Verhaltensweisen oder Zustände hergestellt werden, die mit dem Merkmal (hier: Blindheit) in Verbindung gebracht werden können. Die Belästigung steht dann mit dem Merkmal „im Zusammenhang", wenn die konkrete belästigende Verhaltensweise der Tatsache, dass ein geschütztes Merkmal vorliegt, zugerechnet werden kann. Weiters genügt es, wenn das geschützte Merkmal (bzw damit in Verbindung stehende Eigenschaften, Handlungen, Verhaltensweisen oder Zustände) innerhalb eines „Motivbündels" eine Rolle spielt, also zumindest mitursächlich für die Belästigung ist.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 8/09y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 8/09y
    Veröff: SZ 2009/46
  • 1 Ob 189/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 189/09i
    Beisatz: Hier: Hermaphroditismus. (T1); Beisatz: Ob der von § 5 Abs 3 BGStG geforderte Zusammenhang besteht, unterliegt nicht der subjektiven Wahrnehmung der betroffenen Person, sondern ist als Tatbestandselement objektiv anhand der Umstände des Einzelfalls zu klären. (T2)
  • 9 ObA 167/13v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 167/13v
    Vgl
  • 9 ObA 107/15y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 107/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/134

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124663

Im RIS seit

02.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2018

Dokumentnummer

JJR_20090402_OGH0002_008OBA00008_09Y0000_002

Rechtssatz für 8ObA8/09y 1Ob189/09i 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124664

Geschäftszahl

8ObA8/09y; 1Ob189/09i; 9ObA21/12x; 8ObA65/13m; 9ObA167/13v; 9ObA107/15y

Entscheidungsdatum

02.04.2009

Norm

BEinstG §7d
BEinstG §7i
GlBG §21 Abs2

Rechtssatz

Die Belästigung steht dann mit dem geschützten Merkmal (hier: Blindheit) „im Zusammenhang", wenn die konkrete belästigende Verhaltensweise der Tatsache, dass ein geschütztes Merkmal vorliegt, zugerechnet werden kann. Ein derartiger Zusammenhang ist daher jedenfalls dort zu bejahen, wo unangebrachte, die Würde des Behinderten verletzende und ein demütigendes Umfeld schaffende Äußerungen des Belästigers einen Bezug zur Behinderung bzw den damit in Verbindung stehenden Eigenschaften haben. Das Erfordernis des „Zusammenhangs" darf dabei, um den Zweck des Gesetzes, Diskriminierungen wegen der Behinderung hintanzuhalten, zu erreichen, nicht zu eng gesehen werden.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 8/09y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 8/09y
    Veröff: SZ 2009/46
  • 1 Ob 189/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 189/09i
    Beisatz: Hier: Hermaphroditismus. (T1)
    Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob der Belästiger das unerwünschte, unangebrachte oder anstößige Verhalten nach § 5 Abs 3 BGStG nur versehentlich gesetzt hat. (T2)
  • 9 ObA 21/12x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 ObA 21/12x
    Bem: Hier: Ethnische Zugehörigkeit iSd § 17 Abs 1 GlBG. (T3)
    Veröff: SZ 2012/25
  • 8 ObA 65/13m
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 ObA 65/13m
    Vgl auch
  • 9 ObA 167/13v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 167/13v
    Vgl
  • 9 ObA 107/15y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 107/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/134

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124664

Im RIS seit

02.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2018

Dokumentnummer

JJR_20090402_OGH0002_008OBA00008_09Y0000_003

Entscheidungstext 9ObA167/13v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ARD 6393/12/2014 = DRdA 2014,442 = RdW 2014/452 S 416 - RdW 2014,416 = infas 2014,144/A53 - infas 2014 A53

Geschäftszahl

9ObA167/13v

Entscheidungsdatum

29.01.2014

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kuras, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Dehn sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Andreas Mörk und Mag. Johann Schneller als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei C***** M*****, vertreten durch Dr. Andrea Müller, Rechtsanwältin in Wien, gegen die beklagte Partei G***** P*****, wegen 2.880 EUR sA, über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 28. Oktober 2013, GZ 7 Ra 103/13p-66, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die Frage, ob ein bestimmtes Verhalten die Kriterien der Belästigung iSd § 7d BEinstG erfüllt, ist einzelfallbezogen und begründet, von Fällen krasser Fehlbeurteilung abgesehen, keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO (vgl RIS-Justiz RS0044088 [zu sexueller Belästigung: T 50]). Eine solche zeigt die Klägerin nicht auf:

1. Bei der Prüfung der Frage, inwieweit ein als Belästigung iSd § 7d BEinstG zu wertendes Verhalten der Klägerin glaubhaft gemacht wurde, kommt es darauf an, ob das Verhalten des Beklagten - hier des Teamleiters der Klägerin - als unerwünschte, unangebrachte oder anstößige Verhaltensweise qualifiziert werden kann und ob durch dieses Verhalten die Würde der Klägerin verletzt und ein einschüchterndes, feindseliges, entwürdigendes, beleidigendes oder demütigendes Umfeld geschaffen wurde (8 ObA 8/09y).

2. Mit dem Vorbringen der Klägerin, dass die Anweisung des Beklagten, sich bei längeren Abwesenheiten abzumelden, vornehmlich sie getroffen hätte, weil ihre Toilettengänge behinderungsbedingt längere Zeit benötigt hätten, entfernt sie sich vom festgestellten Sachverhalt. Nach diesem wurde sie einmal, als sie Telefondienst hatte und für das Servicecenter erreichbar sein musste, gesucht. Als sie zurückkam, fragte sie der Beklagte, wo sie gewesen sei und erklärte ihr, sich abmelden zu müssen, wenn sie längere Zeit von ihrem Arbeitsplatz weg sei. Er erklärte generell allen Mitarbeitern, sich abmelden zu müssen, wenn sie längere Zeit nicht an ihrem Arbeitsplatz seien, ohne dass nach dem Grund für das Verlassen des Zimmers unterschieden wurde. Wenn die Vorinstanzen in dieser Anweisung - selbst unter Berücksichtigung eines weit zu verstehenden Zusammenhangs zwischen einer belästigenden Verhaltensweise und dem geschützten Merkmal (s RIS-Justiz RS0124663; RS0124664) - bereits kein Fehlverhalten des Beklagten sehen konnten, so ist dies vertretbar und nicht weiter korrekturbedürftig, zumal ein Teamleiter auch für die Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Dienstbetriebs zu sorgen hat. In der allgemeinen Anweisung, längere Abwesenheiten vom Arbeitsplatz zu melden, ist auch keine Verletzung der Menschenwürde erkennbar. Es kam auch nicht hervor, dass eine derartige Verletzung bezweckt gewesen wäre (§ 7d Abs 2 Z 1 BEinstG).

3. Soweit die Klägerin meint, der Beklagte hätte auf einen von anderen Mitarbeitern verfassten Beschwerdebrief über die Klägerin reagieren und sie in Schutz nehmen müssen, so liegt eine Diskriminierung zwar auch dann vor, wenn es der Dienstgeber schuldhaft unterlässt, im Falle einer Belästigung durch Dritte angemessene Abhilfe zu schaffen (§ 7d Abs 1 Z 2 BEinstG). Damit ist für die Klägerin aber nichts gewonnen, weil sich ihre Klage nicht gegen den Dienstgeber, sondern gegen einen anderen Dienstnehmer richtet (s 9 ObA 65/13v mwN).

4. Mit ihrem Vorwurf, dass der Beklagte einen Mitarbeiter gerügt habe, weil er den Beschwerdebrief nicht unterzeichnet habe, weicht die Klägerin von den Feststellungen des Erstgerichts ab. Ihnen zufolge teilte der Beklagte jenem Mitarbeiter lediglich mit, dass die Kollegen Unverständnis für dessen Haltung gezeigt hätten.

5. Da die Revision damit insgesamt keine erhebliche Rechtsfrage von der Qualität des § 502 Abs 1 ZPO aufweist, ist sie zurückzuweisen.

Schlagworte

Arbeitsrecht

Textnummer

E106945

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:009OBA00167.13V.0129.000

Im RIS seit

28.03.2014

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2015

Dokumentnummer

JJT_20140129_OGH0002_009OBA00167_13V0000_000