Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob104/57 2Ob33/60 2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022590

Geschäftszahl

2Ob104/57; 2Ob33/60; 2Ob141/64; 2Ob182/64; 4Ob533/69; 1Ob92/72; 8Ob250/73; 3Ob57/74; 7Ob641/76; 6Ob818/77; 8Ob4/85 (8Ob5/85); 4Ob200/11g; 7Ob48/12b; 2Ob229/13k

Entscheidungsdatum

10.04.1957

Norm

ABGB §1295 Ia3c

Rechtssatz

Durch das Dazwischentreten eines Dritten wird die Beurteilung des ursprünglichen Schadensereignisses als adäquat nur dann unterbrochen, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht zu rechnen war (Entschluß der Eltern, ihrem durch den Unfall beinamputierten Sohn den Bauernhof nicht zu übergeben).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 104/57
    Entscheidungstext OGH 10.04.1957 2 Ob 104/57
    Veröff: EvBl 1957/219 S 323
  • 2 Ob 33/60
    Entscheidungstext OGH 19.02.1960 2 Ob 33/60
    Beisatz: Fahrlässiges Verhalten eines Beinverletzten, sodaß er stürzt und sich den Arm bricht. (T1)
  • 2 Ob 141/64
    Entscheidungstext OGH 29.06.1964 2 Ob 141/64
  • 2 Ob 182/64
    Entscheidungstext OGH 29.06.1964 2 Ob 182/64
  • 4 Ob 533/69
    Entscheidungstext OGH 09.05.1969 4 Ob 533/69
  • 1 Ob 92/72
    Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 92/72
  • 8 Ob 250/73
    Entscheidungstext OGH 18.12.1973 8 Ob 250/73
    Beisatz: Negativ formuliert. (T2)
  • 3 Ob 57/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 57/74
    Veröff: JBl 1974,372 = Arb 9224
  • 7 Ob 641/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 641/76
  • 6 Ob 818/77
    Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 818/77
  • 8 Ob 4/85
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 8 Ob 4/85
  • 4 Ob 200/11g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 200/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Adäquanzzusammenhang bejaht, auch wenn die psychische Beeinträchtigung der Unmündigen überwiegend auf die strafrechtliche Untersuchung nach dem Eingriff in die Intimsphäre zurückzuführen war. (T3)
  • 7 Ob 48/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 7 Ob 48/12b
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    nur: Durch das Dazwischentreten eines Dritten wird die Beurteilung des ursprünglichen Schadensereignisses als adäquat nur dann unterbrochen, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht zu rechnen war. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0022590

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19570410_OGH0002_0020OB00104_5700000_001

Rechtssatz für 2Ob33/60 2Ob130/68 4Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022575

Geschäftszahl

2Ob33/60; 2Ob130/68; 4Ob533/69; 7Ob40/72; 1Ob92/72; 1Ob82/72; 3Ob57/74; 6Ob137/75; 7Ob641/76; 6Ob818/77; 4Ob578/87; 2Ob564/91; 2Ob155/97a; 2Ob79/98a; 1Ob238/07t; 2Ob58/07d; 2Ob43/08z; 9Ob42/08d; 2Ob205/08y; 2Ob109/10h; 8Ob31/11h; 6Ob217/10w; 2Ob229/13k; 9Ob6/16x; 9Ob52/18i

Entscheidungsdatum

19.02.1960

Norm

ABGB §1295 Ia3c

Rechtssatz

Durch Dazwischentreten eines Dritten (der auch der Verletzte selbst sein kann) wird der juristische Kausalzusammenhang unterbrochen, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht gerechnet werden kann.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 33/60
    Entscheidungstext OGH 19.02.1960 2 Ob 33/60
    Veröff: ZVR 1960/200 S 136
  • 2 Ob 130/68
    Entscheidungstext OGH 25.06.1968 2 Ob 130/68
    Veröff: ZVR 1969/202 S 77
  • 4 Ob 533/69
    Entscheidungstext OGH 09.05.1969 4 Ob 533/69
  • 7 Ob 40/72
    Entscheidungstext OGH 16.02.1972 7 Ob 40/72
  • 1 Ob 92/72
    Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 92/72
  • 1 Ob 82/72
    Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 82/72
    Veröff: JBl 1973,151
  • 3 Ob 57/74
    Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 57/74
    Veröff: JBl 1974,372 = Arb 9224
  • 6 Ob 137/75
    Entscheidungstext OGH 22.01.1976 6 Ob 137/75
    Beisatz: Alkoholisierter wird ohne das unmittelbare Einschreiten herausforderndes rechtswidriges Verhalten vom Saalordner die Stiege hinunter gestoßen und verletzt anderen Gast. (T1)
    Veröff: RZ 1976/71 S 117= JBl 1976,650
  • 7 Ob 641/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 641/76
  • 6 Ob 818/77
    Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 818/77
  • 4 Ob 578/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 578/87
    Vgl auch; Veröff: WoBl 1988,34 = JBl 1988,248
  • 2 Ob 564/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 2 Ob 564/91
    Auch; Veröff: ecolex 1992,163
  • 2 Ob 155/97a
    Entscheidungstext OGH 14.01.1999 2 Ob 155/97a
  • 2 Ob 79/98a
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 79/98a
    Vgl auch; Beisatz: Es kommt allein darauf ankommt, ob dieses Verhalten des Dritten nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit lag. (T2)
  • 1 Ob 238/07t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 238/07t
    Auch
  • 2 Ob 58/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 58/07d
  • 2 Ob 43/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 43/08z
  • 9 Ob 42/08d
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 42/08d
    Auch; Veröff: SZ 2008/109
  • 2 Ob 205/08y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 205/08y
    Auch; Beisatz: Hier: Weitere Ursache in einer Handlung des Verletzten selbst. (T3)
  • 2 Ob 109/10h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 109/10h
  • 6 Ob 217/10w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 217/10w
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Auch
  • 9 Ob 6/16x
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 Ob 6/16x
    Auch
  • 9 Ob 52/18i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 Ob 52/18i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0022575

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2018

Dokumentnummer

JJR_19600219_OGH0002_0020OB00033_6000000_001

Rechtssatz für 8Ob86/68 2Ob349/69 2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027425

Geschäftszahl

8Ob86/68; 2Ob349/69; 2Ob1/71; 2Ob12/72; 2Ob56/72; 7Ob291/74; 6Ob619/77; 6Ob563/78; 8Ob139/79; 2Ob107/81; 1Ob633/81; 5Ob611/81; 5Ob550/82; 2Ob122/82; 7Ob819/81; 8Ob249/82; 2Ob186/83; 7Ob610/85; 8Ob12/87; 2Ob23/87; 7Ob720/87; 10Ob26/01y; 6Ob42/02y; 5Ob276/08m; 3Ob18/09g; 4Ob157/09f; 2Ob229/13k

Entscheidungsdatum

09.04.1968

Norm

ABGB §1311 IIa
ZPO §482 B2

Rechtssatz

Das Zuwiderhandeln gegen bestimmte Schutzvorschriften muss schon in I. Instanz behauptet und unter Beweis gestellt werden (vgl JBl 1930,478 ua).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 86/68
    Entscheidungstext OGH 09.04.1968 8 Ob 86/68
    Veröff: SZ 41/43
  • 2 Ob 349/69
    Entscheidungstext OGH 11.12.1969 2 Ob 349/69
  • 2 Ob 1/71
    Entscheidungstext OGH 21.01.1971 2 Ob 1/71
    Beisatz: Die Schutznorm muss aber nicht konkret bezeichnet werden. (T1)
  • 2 Ob 12/72
    Entscheidungstext OGH 24.02.1972 2 Ob 12/72
    Veröff: ZVR 1973/113 S 146
  • 2 Ob 56/72
    Entscheidungstext OGH 14.03.1973 2 Ob 56/72
    Beis wie T1
  • 7 Ob 291/74
    Entscheidungstext OGH 16.01.1975 7 Ob 291/74
  • 6 Ob 619/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 619/77
  • 6 Ob 563/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 6 Ob 563/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 139/79
    Entscheidungstext OGH 02.07.1979 8 Ob 139/79
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 107/81
    Entscheidungstext OGH 26.05.1981 2 Ob 107/81
  • 1 Ob 633/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 633/81
    Beis wie T1
  • 5 Ob 611/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 611/81
    Beis wie T1; Beisatz: Es genügt daher, dass ein Sachverhalt geltend gemacht wird, aus dem sich ein Zuwiderhandeln gegen eine Schutzvorschrift ergibt. (T2)
  • 5 Ob 550/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1982 5 Ob 550/82
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 122/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 2 Ob 122/82
    Veröff: ZVR 1983/53 S 80
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
  • 8 Ob 249/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 249/82
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 186/83
    Entscheidungstext OGH 25.10.1983 2 Ob 186/83
    Beis wie T1
  • 7 Ob 610/85
    Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 610/85
    Veröff: HS XVI/XVII/7
  • 8 Ob 12/87
    Entscheidungstext OGH 08.07.1987 8 Ob 12/87
    Beis wie T1; Beis wie T2
    Veröff: ZVR 1988/68 S 146
  • 2 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 2 Ob 23/87
    Beisatz: Ebenso müssen die einzelnen Haftungsgründe zum Beispiel auch eines Überwachungsverschuldens oder Organisationsverschuldens schon in erster Instanz behauptet und unter Beweis gestellt werden. (T3)
    Veröff: SZ 61/1 = ZVR 1988/111 S 237
  • 7 Ob 720/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 720/87
    Auch
  • 10 Ob 26/01y
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 Ob 26/01y
    Auch
  • 6 Ob 42/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 42/02y
    Auch; Beisatz: Hier: Aufklärungspflicht und Warnpflicht. (T4)
  • 5 Ob 276/08m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 276/08m
    Beisatz: Hier: Es fehlt ein Vorbringen des Klägers im erstinstanzlichen Verfahren, das die Geltung der angeblich verletzten Schutznorm annehmen ließe. (T5)
  • 3 Ob 18/09g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 18/09g
  • 4 Ob 157/09f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 157/09f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung einer Warnpflicht nach § 1168a ABGB. (T6)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Vgl; Beisatz: Hier umgekehrt Berufung auf abweichende Wartungsvorschriften als Vorbringen neuer Tatumstände (für den Standpunkt der Beklagten günstigere Fristen oder Betriebszeiträume). (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0027425

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19680409_OGH0002_0080OB00086_6800000_001

Rechtssatz für 8Ob281/70 5Ob88/72 4Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037785

Geschäftszahl

8Ob281/70; 5Ob88/72; 4Ob589/73; 8Ob119/75; 5Ob105/75; 5Ob258/75; 1Ob190/75; 5Ob536/76; 8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 1Ob761/76; 7Ob16/77 (7Ob17/77); 7Ob595/77; 6Ob572/78; 7Ob564/78; 8Ob539/78; 3Ob572/78; 4Ob554/78; 6Ob532/80; 4Ob596/79; 4Ob567/79; 3Ob570/79; 3Ob594/80; 1Ob587/81; 1Ob714/80; 6Ob693/81; 1Ob26/80; 4Ob540/81; 3Ob502/82; 4Ob504/82; 7Ob524/83; 1Ob582/84; 8Ob207/83; 1Ob661/85; 1Ob1/86 (1Ob2/86); 7Ob662/86; 1Ob502/87 (1Ob503/87); 3Ob513/87; 3Ob559/86; 1Ob15/88; 6Ob645/88 (6Ob646/88); 8Ob606/89; 8Ob516/90; 1Ob603/90; 1Ob664/90; 1Ob49/91; 6Ob611/91; 2Ob27/92; 2Ob50/92 (2Ob51/92); 4Ob2/93; 1Ob529/94; 8Ob614/93; 7Ob627/95; 1Ob603/95; 2Ob2363/96f; 1Ob2227/96y; 1Ob2317/96h; 7Ob2377/96a; 1Ob2377/96g; 2Ob335/97x; 1Ob66/98g; 1Ob231/98x; 4Ob325/98t; 2Ob390/97k; 1Ob330/98f; 4Ob203/00g; 2Ob136/99k; 10Ob81/00k; 7Ob151/00g; 7Ob271/00d; 6Ob250/01k; 6Ob296/01z; 7Ob316/01y; 7Ob24/02h; 2Ob95/01m; 1Ob33/02p; 8Ob287/01s; 7Ob245/02h; 7Ob165/03w; 3Ob265/02w; 9Ob128/03v; 6Ob155/04v; 7Ob281/04f; 4Ob229/04m; 6Ob21/04p; 7Ob211/05p; 6Ob70/06x; 2Ob271/05z; 2Ob226/05g; 7Ob218/06v; 4Ob104/07h; 9Ob79/06t; 1Ob153/07t; 2Ob47/07m; 7Ob30/07y; 7Ob165/08b; 2Ob128/09a; 8Ob155/09s; 1Ob18/10v; 9Ob83/09k; 9Ob76/10g; 7Ob20/11h; 7Ob26/11s; 3Ob95/11h; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 1Ob220/12b; 2Ob70/12a; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 2Ob229/13k; 1Ob150/13k; 2Ob50/14p; 8Ob53/14y; 2Ob13/14x; 3Ob102/14t; 1Ob103/14z; 7Ob96/16t; 7Ob38/17i; 2Ob209/17z; 5Ob82/19y

Entscheidungsdatum

22.12.1970

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1295 Ia2

Rechtssatz

Wenn einem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht dritten Personen gegenüber, die der Vertragsleistung nahestehen, obliegt, wird dritten Personen die Geltendmachung eines eigenen Schadens aus dem fremden Vertrag zuerkannt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 281/70
    Entscheidungstext OGH 22.12.1970 8 Ob 281/70
    Veröff: SZ 43/236
  • 5 Ob 88/72
    Entscheidungstext OGH 18.04.1972 5 Ob 88/72
  • 4 Ob 589/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 589/73
    Ähnlich; Veröff: SZ 46/121 = EvBl 1974/98 S 211
  • 8 Ob 119/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 119/75
    Beisatz: Hiebei handelt es sich um Fälle in denen die Verbindung mit Verträgen zugunsten Dritter naheliegt, in denen also ein Dritter, auch wenn er nicht Vertragspartner ist, erkennbar begünstigt erscheint. (T1)
    Veröff: JBl 1976,210
  • 5 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 01.07.1975 5 Ob 105/75
  • 5 Ob 258/75
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 258/75
    Auch; Beisatz: Die in einem Vertrag übernommene Nebenverpflichtung der Einhaltung einer Maßnahme zum Schutz eines Rechtsgutes (hier eines Fernkabels) eines am Vertrag nicht beteiligten Dritten ist eine Abart des Vertrages zugunsten Dritter. Aus der Verletzung der dadurch zu seinen Gunsten vertraglich begründeten Schutzpflicht kann der Dritte seinen Schadenersatzanspruch unmittelbar ableiten (Bydlinski JBl 1960,360). (T2)
  • 1 Ob 190/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 1 Ob 190/75
    Beisatz: Produzentenhaftung (T3)
    Veröff: SZ 49/14 = EvBl 1976/168 S 325 = JBl 1977,146 (mit Anmerkung von Rummel)
  • 5 Ob 536/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 536/76
    Beisatz: Werkleistungen (T4)
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    Beisatz: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder an denen er ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T5)
    Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 1 Ob 761/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 761/76
    Auch; Veröff: SZ 50/34
  • 7 Ob 16/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 16/77
    Beis wie T5; Veröff: VersR 1978,167
  • 7 Ob 595/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 595/77
    Beis wie T5; Veröff: SZ 50/102
  • 6 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 6 Ob 572/78
    Auch; Beisatz: Wohnungswerber beziehungsweise Miteigentümer - Verspätungsschaden wegen verspäteter Rohbauerstellung. (T6)
  • 7 Ob 564/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 564/78
    Beis wie T5; Beisatz: Eigentümer als begünstigter Dritter eines Untermietvertrages in Bezug auf die vertragliche Nebenverpflichtung, eine übermäßige oder missbräuchliche Abnützung der Bestandsache zu unterlassen. (T7)
    Veröff: JBl 1979,37
  • 8 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 8 Ob 539/78
    Vgl
  • 3 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 572/78
    Auch
  • 4 Ob 554/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 554/78
    Beis wie T5; Veröff: ÖBA 1980,370
  • 6 Ob 532/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 532/80
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
    Beis wie T5
  • 4 Ob 567/79
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 4 Ob 567/79
    Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Erdgasleistung - Explosionsschäden (T8)
  • 3 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 570/79
    Beis wie T5
  • 3 Ob 594/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 594/80
    Auch; Beisatz: Nahverhältnis zwischen Personenhandelsgesellschaft und persönlich haftendem Gesellschafter, der als Mitglied des ÖAMTC dessen Pannenhilfe in Anspruch nimmt. (T9)
    Veröff: SZ 54/41 = JBl 1982,95 = ZVR 1982/64 S 50
  • 1 Ob 587/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 587/81
    Beis wie T5
  • 1 Ob 714/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 714/80
    Veröff: SZ 54/65 = JBl 1982,601
  • 6 Ob 693/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 693/81
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Wohnungseigentümer bei Mangelhaftigkeit des Gesamtbauwerks. (T10)
  • 1 Ob 26/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 26/80
    Auch; Veröff: SZ 54/63
  • 4 Ob 540/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 540/81
    Beisatz: Haftung auch für Rechtsmängel. (T11)
    Veröff: SZ 54/152 = JBl 1983,253 (ablehnend Posch)
  • 3 Ob 502/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 502/82
    Beis wie T5
  • 4 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 504/82
    Beis wie T5; Beisatz: Schutzwirkung zugunsten künftiger Kunden des Vertragspartners des Produzenten: Vom Produzenten abgefüllte Sodawasserflasche explodiert in einem Selbstbedienungsladen und verletzt dort eine andere Ware einkaufende Person. (T12)
  • 7 Ob 524/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 524/83
  • 1 Ob 582/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 1 Ob 582/84
    Beis wie T5; Veröff: EvBl 1985/63 S 304 = JBl 1985,295
  • 8 Ob 207/83
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 207/83
  • 1 Ob 661/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 661/85
    Beis wie T5; Veröff: SZ 58/4 = EvBl 1986/110 S 400 = JBl 1986,452
  • 1 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 1 Ob 1/86
    Auch; Veröff: JBl 1986/782
  • 7 Ob 662/86
    Entscheidungstext OGH 26.11.1986 7 Ob 662/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: JBl 1987,250 = MietSlg XXXVIII/51
  • 1 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 08.04.1987 1 Ob 502/87
    Auch; Veröff: SZ 60/64
  • 3 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 513/87
    Beisatz: Da diese Schutzwirkungen aber eine Folge der zwischen den Vertragsparteien geschlossenen Vereinbarung sind, kommen sie nicht in Betracht, wenn das Verhalten des Schädigers der Vereinbarung entspricht. (T13)
  • 3 Ob 559/86
    Entscheidungstext OGH 08.03.1988 3 Ob 559/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 61/55 = EvBl 1989/1 S 13 = WBl 1988,240 = RZ 1988/51 S 221 = ÖBA 1988,1022 (Jabornegg)
  • 1 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 15/88
    Beis wie T5
  • 6 Ob 645/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 645/88
    Auch
  • 8 Ob 606/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 606/89
  • 8 Ob 516/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 8 Ob 516/90
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Versender und Zwischenspediteur. (T14)
    Veröff: SZ 63/123
  • 1 Ob 603/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 603/90
    Beis wie T5
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    Veröff: JBl 1991,453
  • 1 Ob 49/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 49/91
    Auch; Beis wie T5; Vgl Beis wie T2
  • 6 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 6 Ob 611/91
  • 2 Ob 27/92
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 27/92
    Beis wie T5
  • 2 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 2 Ob 50/92
    Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war. (T15)
  • 4 Ob 2/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 2/93
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Kreis der geschützten Dritten ist auf Grund umfassender Interessenabwägung zu umgrenzen. (T16)
  • 1 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 529/94
    Auch; Veröff: SZ 67/40
  • 8 Ob 614/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 614/93
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 627/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 627/95
    Beisatz: Hier: Hochspannungskabel. (T17)
  • 1 Ob 603/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 603/95
    Auch; Beisatz: Empfänger des Frachtgutes von den Schutzwirkungen des Vertrages zwischen Speditionsunternehmen und Unterfrachtführer umfasst. (T18)
  • 2 Ob 2363/96f
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2363/96f
    Auch
  • 1 Ob 2227/96y
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2227/96y
    Auch
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16; Beisatz: Der in den Schutzkreis des Vertrags aufgenommene Dritte kann direkt gegen den Schuldner ex contractu Schadenersatzansprüche geltend machen. (T19)
  • 7 Ob 2377/96a
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2377/96a
    Beis wie T15
  • 1 Ob 2377/96g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2377/96g
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 335/97x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 335/97x
  • 1 Ob 66/98g
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 66/98g
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 231/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 231/98x
    Auch
  • 4 Ob 325/98t
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 325/98t
    Vgl auch
  • 2 Ob 390/97k
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 2 Ob 390/97k
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Werden Sachen eines Dritten beschädigt, wird der Kreis der schutzwürdigen Personen dahin abgegrenzt, dass an den beschädigten Gegenständen entweder die Hauptleistung vorgenommen werden soll, ein offensichtliches Interesse des Vertragspartners besteht oder dieser selbst kraft eigener Sorgfaltspflicht die Sache zu bewahren verpflichtet ist. (T20)
  • 1 Ob 330/98f
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 330/98f
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T21)
    Veröff: SZ 72/89
  • 4 Ob 203/00g
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 203/00g
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T19; Veröff: SZ 73/126
  • 2 Ob 136/99k
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 136/99k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16
  • 10 Ob 81/00k
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 81/00k
    Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich T5; Beisatz: Man prüft, ob der Dritte erkennbar durch die Zuwendung der Hauptleistung begünstigt werden soll, ob der Gläubiger, dem gegenüber Erfüllungshandlungen gesetzt werden, ein (besonderes) eigenes Interesse (am Schutz) des geschädigten Dritten hat oder diesem zur Fürsorge verpflichtet ist. Man untersucht, ob bei Vertragsabschluss der Kontakt einer Person oder ihrer Sache mit der Leistung beziehungsweise mit der Hauptleistung oder der auf das Leistungsergebnis hinzielenden Handlung voraussehbar war und es wird die Erkennbarkeit des Gläubigerinteresses ins Treffen geführt. (T22)
  • 7 Ob 151/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 151/00g
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Bei Verträgen, die die Zurverfügungstellung einer Wohnmöglichkeit beinhalten und die Verpflichtung zur Freihaltung und dem Bestreuen der Zugangswege umfassen, ist davon auszugehen, dass davon auch jene Personen erfasst sind, die vorhersehbar diese Wege in einem den Bewohnern vergleichbaren Ausmaß in deren Interesse zu deren Pflege benützen (hier: Pflegehelfer des Wohnberechtigten). (T23)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Beis wie T5
  • 6 Ob 250/01k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
    Beis wie T4
  • 6 Ob 296/01z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 296/01z
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    Auch; Beis ähnlich T5; Beisatz: Der klagende Haftpflichtversicherer ist Ansehung des ihm entstandenen Vermögensschadens in den Schutzbereich des vom beklagten Rechtsanwalt mit dem Versicherungsnehmer abgeschlossenen Mandantsvertrages über die Vertretung im verfahrensgegenständlichen Vorprozess einbezogen. (T24)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 95/01m
    Entscheidungstext OGH 09.07.2002 2 Ob 95/01m
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 33/02p
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 33/02p
    Beis wie T1; Beis wie T19; Beisatz: Der begünstigte Personenkreis wird durch objektive Auslegung des Vertrags bestimmt. (T25)
  • 8 Ob 287/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 287/01s
    Beis wie T4; Beis ähnlich T5; Beis wie T25
  • 7 Ob 245/02h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 245/02h
    Vgl auch; Beis wie T19; Beisatz: Ein Vertrag mit Schutzwirkungen zu Gunsten Dritter ist dort nicht zu unterstellen, wo der Dritte gegen einen der beiden Kontrahenten Ansprüche aus eigenem Vertrag hat (vgl SZ 51/176; 7 Ob 672/89; 4 Ob 325/98t; 4 Ob 203/00g). (T26)
  • 7 Ob 165/03w
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 165/03w
    Auch; Beisatz: Hier: Unmittelbare Auswirkung eines Gesamtvertrages (§ 341 ASVG) auf den Vertragsarzt als Partei des Einzelvertrages. (T27)
    Beisatz: Die Schutzwirkung des Gesamtvertrages hinsichtlich der Vertragsärzte schlägt auch auf deren Rechtsnachfolger durch. (T28)
    Veröff: SZ 2003/90
  • 3 Ob 265/02w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 265/02w
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T25; Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T26
  • 9 Ob 128/03v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
    Vgl; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte. (T29)
    Beisatz: Beim Treuhandkonto soll die Leistung der Bank aber gerade an den Treuhänder und nicht an die Treugeber erfolgen. Es wäre widersprüchlich, wollte man zum Beispiel annehmen, die Bank sei zwar nur gegenüber dem Treuhänder zur Auszahlung eines Guthabens verpflichtet, doch bei schuldhaftem Verzug stehe der Schadenersatzanspruch den Treugebern zu. Dazu kommt, dass der Ersatz reiner Vermögensschäden beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter eher zurückhaltend beurteilt wird. (T30)
  • 6 Ob 155/04v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 155/04v
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 281/04f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 281/04f
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 4 Ob 229/04m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 229/04m
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Baustellenkoordinator als begünstigter Dritter des (Werkvertrages) Vertrages zwischen Bauherr/Bauunternehmer. (T31)
  • 6 Ob 21/04p
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
    Beis wie T5; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T32)
  • 7 Ob 211/05p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 211/05p
    Auch; Beis wie T30
  • 6 Ob 70/06x
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 70/06x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die allfällige Schutzwirkung eines Vertrages zugunsten Dritter erstreckt sich nicht auf bloße Besucher. (T33)
  • 2 Ob 271/05z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 271/05z
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 226/05g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 226/05g
    Auch; Beisatz: In diesem Fall erwirbt der Dritte unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner, der dann auch gemäß § 1313a ABGB für das Verschulden jener Personen haftet, deren er sich zur Erfüllung bediente. (T34)
  • 7 Ob 218/06v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 218/06v
    Vgl auch; Beisatz: Ein Kaskoversicherungsvertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten einer Kfz-Reparaturwerkstätte. (T35)
  • 4 Ob 104/07h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 104/07h
    Auch; Beis wie T26; Veröff: SZ 2007/110
  • 9 Ob 79/06t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 79/06t
    Auch; Beis wie T21
  • 1 Ob 153/07t
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 153/07t
    Beis wie T5; Beisatz: Haftung des Werkunternehmers auf Grund eines Vertrags mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter tritt bei Emissionen (§ 364a ABGB) oder Grundstückssetzungen (§ 364b ABGB) neben die Haftung des Grundeigentümers. (T36)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 7 Ob 30/07y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 30/07y
    Beis wie T32 nur: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. (T37)
  • 7 Ob 165/08b
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 165/08b
    Beisatz: Zum Kreis der in diesen Schutzbereich des Transportvertrags über die verladende Ware einzubeziehenden Personen gehört auch der, der diese Ware als Unterfrachtführer zu transportieren hatte. (T38)
  • 2 Ob 128/09a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 128/09a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T25; Beis wie T34; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten aus einem Vertragsverhältnis bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden. (T39)
  • 8 Ob 155/09s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
  • 1 Ob 18/10v
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 18/10v
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 9 Ob 83/09k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 83/09k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Im Falle eines ärztlichen Kunstfehlers mit der Folge des Todes des Patienten ist auch der in aufrechter Lebensgemeinschaft mit dem Patienten lebende Ehegatte aus dem Behandlungsvertrag derart geschützt, dass er für einen bei ihm eingetretenen Trauerschaden mit Krankheitswert vom Vertragspartner des Getöteten Ersatz wegen Verletzung vertraglicher Schutz- und Sorgfaltspflichten begehren kann. (T40)
    Veröff: SZ 2010/79
  • 9 Ob 76/10g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 76/10g
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind unter anderem Dritte, an denen der Vertragspartner ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T41)
    Beis wie T39
  • 7 Ob 20/11h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 20/11h
    Auch
  • 7 Ob 26/11s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2011 7 Ob 26/11s
    Auch
  • 3 Ob 95/11h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 95/11h
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    Vgl auch; Beis wie T34
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
    Vgl auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T34
  • 1 Ob 220/12b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 220/12b
    Vgl auch; Beis wie T19; Beis wie T34
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; Beis wie T34; Beis wie T5; Veröff: SZ 2012/134
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Vgl; nur T26; Auch Beis wie T41
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beisatz: Hier: Kauf- und Liefervertrag, verletzter Lagerleiter. (T42)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Auch; Beisatz: Hier: Bei Flugzeugabsturz verletzte Ehefrau des Piloten als dessen Passagier gegenüber dem Flugsportverein als Flugzeughalter. (T43)
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Auch
  • 2 Ob 50/14p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 50/14p
    Beisatz: Hier aber: Fesselballonstarts für Gewinner eines Gewinnspieles aufgrund Vertrag mit Verein durchgeführt; Berechtigung des Geschädigten zur Ballonfahrt (Gewinn) nicht festgestellt. (T44)
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Beis wie T5
  • 2 Ob 13/14x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 2 Ob 13/14x
    Vgl; Beis wie T26
  • 3 Ob 102/14t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
    Auch; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden und der Interessensphäre eines Vertragspartners angehören. Der Dritte erwirbt unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner. (T45); Veröff: SZ 2014/97
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Veröff: SZ 2015/3
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T46)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T22; Beis wie T34; Beis wie T45; Beisatz: erständige Vertragsparteien einer Vereinbarung über Reinigungsdienstleistungen würden alle mit der vertraglichen Hauptleistung der beklagten Partei geradezu typischerweise in Berührung geratenden Personen, wie etwa Kunden und Personal des Auftraggebers, in den Schutzbereich des Vertrags, mit dem eine gefahrlose Benutzung von dessen Flächen und Räumlichkeiten sichergestellt werden sollte, einbeziehen. (T47)
  • 5 Ob 82/19y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 82/19y
    Beis wie T5; Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T25; Beis wie T34; Beis wie T45

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0037785

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19701222_OGH0002_0080OB00281_7000000_006

Rechtssatz für 6Ob22/75 7Ob200/75 7Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041965

Geschäftszahl

6Ob22/75; 7Ob200/75; 7Ob9/77; 7Ob509/78; 6Ob820/83; 7Ob724/88; 8Ob614/88; 4Ob1508/91; 6Ob203/98s; 10ObS17/01z; 10ObS332/02z; 3Ob211/08p; 3Ob202/09s; 5Ob225/10i; 17Ob1/11p; 2Ob30/11t; 4Ob142/12d; 9ObA7/13i; 2Ob229/13k; 3Ob243/13a; 6Ob120/15p; 4Ob64/17s; 4Ob245/17h; 3Ob135/19b

Entscheidungsdatum

24.04.1975

Norm

ZPO §482 Abs2 B2

Rechtssatz

Diese Gesetzesstelle verfügt ein Verbot des Vorbringens neuer Tatsachen und Beweismittel zum Anspruch, also ein Neuerungsverbot in Ansehung des Stoffes für die Entscheidung der in erster Instanz gestellten Sachanträge.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 22/75
    Entscheidungstext OGH 24.04.1975 6 Ob 22/75
  • 7 Ob 200/75
    Entscheidungstext OGH 27.11.1975 7 Ob 200/75
  • 7 Ob 9/77
    Entscheidungstext OGH 03.02.1977 7 Ob 9/77
  • 7 Ob 509/78
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 509/78
  • 6 Ob 820/83
    Entscheidungstext OGH 22.12.1983 6 Ob 820/83
    Vgl auch; Beisatz: Das Neuerungsverbot betrifft nur den Tatsachenbereich. (T1)
  • 7 Ob 724/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 724/88
  • 8 Ob 614/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1989 8 Ob 614/88
    Veröff: VersRdSch 1990,29
  • 4 Ob 1508/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1508/91
    Vgl auch; Beisatz: Das Neuerungsverbot verwehrt es daher der Partei, ein Beweismittel, auf das sie in erster Instanz verzichtet hat, wieder aufzugreifen. (T2)
    Veröff: EvBl 1991/95 S 423 = RZ 1991/79 S 259
  • 6 Ob 203/98s
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 6 Ob 203/98s
    Auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen das Neuerungsverbot liegt nur dann vor, wenn anspruchsbegründende oder anspruchsvernichtende oder hemmende Tatsachen erstmalig im Berufungsverfahren vorgetragen und vom Berufungsgericht berücksichtigt werden. (T3)
  • 10 ObS 17/01z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 10 ObS 17/01z
    Vgl auch; Beisatz: Die Vorlage eines Privatgutachtens nach Schluss der Verhandlung erster Instanz verstößt gegen das Neuerungsverbot. (T4)
  • 10 ObS 332/02z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 332/02z
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 211/08p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 211/08p
    Vgl; Beis wie T4
  • 3 Ob 202/09s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 202/09s
    Auch; Beisatz: Das Neuerungsverbot gilt auch im Sicherungsverfahren. (T5)
  • 5 Ob 225/10i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 225/10i
    Auch; Beisatz: Neue Tatsachen, die entstanden sind, nachdem bereits das Neuerungsverbot galt (nova producta) und die den materiellen Anspruch aufheben oder hemmen, können allenfalls mit Oppositionsklage geltend gemacht werden. (T6)
  • 17 Ob 1/11p
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 17 Ob 1/11p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    Auch Beis wie T3
  • 4 Ob 142/12d
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 142/12d
  • 9 ObA 7/13i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 ObA 7/13i
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 243/13a
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 3 Ob 243/13a
  • 6 Ob 120/15p
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 120/15p
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das Neuerungsverbot bezieht sich nicht auf Rechtsfragen. (T7)
  • 4 Ob 64/17s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 64/17s
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 245/17h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 245/17h
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 135/19b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 135/19b
    Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0041965

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19750424_OGH0002_0060OB00022_7500000_001

Rechtssatz für 4Ob140/77 4Ob501/81 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018792

Geschäftszahl

4Ob140/77; 4Ob501/81; 4Ob552/82; 1Ob381/82; 1Ob650/84; 8Ob69/87; 1Ob603/90; 7Ob270/01h; 1Ob35/03h; 2Ob289/03v; 2Ob229/13k

Entscheidungsdatum

08.11.1977

Norm

ABGB §945
ABGB §971
ABGB §1295 IIf7f

Rechtssatz

Eine Aufklärungspflicht des Übergebers einer Sache ist insbesonders dann anzunehmen, wenn diese Eigenschaften fehlen, die nach der Verkehrsauffassung ohne weiteres vorausgesetzt werden, deren Fehlen aber den Gebrauch der Sache gefährlich oder sonst riskant machen (hier: Leihe eines Kraftfahrzeuges ohne Versicherungsschutz).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 140/77
    Entscheidungstext OGH 08.11.1977 4 Ob 140/77
    Veröff: SZ 50/137
  • 4 Ob 501/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 501/81
    Beisatz: Miete eines Reitpferdes (T1)
    Veröff: MietSlg 33159
  • 4 Ob 552/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 4 Ob 552/82
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 501/81
  • 1 Ob 381/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 381/82
    Auch; Veröff: SZ 56/12 = EvBl 1983/71 S 272
  • 1 Ob 650/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 650/84
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 831/82
  • 8 Ob 69/87
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 8 Ob 69/87
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Unentgeltliche Überlassung eines Firmenfahrzeugs an einen Betriebsfremden, der keinen Führerschein hatte. (T2)
  • 1 Ob 603/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 603/90
    Auch
  • 7 Ob 270/01h
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 270/01h
    nur: Eine Aufklärungspflicht des Übergebers einer Sache ist insbesonders dann anzunehmen, wenn Eigenschaften fehlen, deren Fehlen den Gebrauch der Sache gefährlich oder sonst riskant machen. (T3)
    Beisatz: Hier: Leihe eines Kraftfahrzeuges ohne Kaskoversicherung, jedoch mit aufrechter gesetzlicher Haftpflichtversicherung, daher verneint. (T4)
  • 1 Ob 35/03h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 35/03h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Überlassung eines Vorführwagens zur Probefahrt im Rahmen von Vertragsverhandlungen über den Kauf eines PKWs. (T5)
    Veröff: SZ 2003/30
  • 2 Ob 289/03v
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 2 Ob 289/03v
    Vgl auch; Beisatz: Anders aber darf der Kunde, der sein Fahrzeug zur Reparatur gibt und vom Reparateur für die Reparaturdauer unentgeltlich einen neuwertigen Vorführwagen zur Benützung erhält, nach der Verkehrsauffassung mangels gegenteiliger Aufklärung erwarten, dass der Vorführwagen vollkaskoversichert ist; ist er das nicht und wurde der Kunde darüber nicht aufgeklärt, dann ist ein schlüssiger Haftungsverzicht für leicht fahrlässig herbeigeführte Beschädigungen des Leihfahrzeuges anzunehmen, ohne dass der vereinbarte Ausschluss der Haftung auf die Verwirklichung einer für die Benützung des Fahrzeuges typischen Gefahr eingeschränkt ist. (T6)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    nur: Eine Aufklärungspflicht des Übergebers einer Sache ist insbesonders dann anzunehmen, wenn diese Eigenschaften fehlen, die nach der Verkehrsauffassung ohne weiteres vorausgesetzt werden, deren Fehlen aber den Gebrauch der Sache gefährlich oder sonst riskant machen. (T7)
    Beisatz: Auch bei unentgeltlicher Überlassung von Kraftfahrzeugen; hier: Flugzeug. (T8)

Schlagworte

Auto, Kfz, PKW

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0018792

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19771108_OGH0002_0040OB00140_7700000_001

Rechtssatz für 1Ob690/84 2Ob536/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013961

Geschäftszahl

1Ob690/84; 2Ob536/91; 1Ob529/94; 1Ob580/94; 2Ob528/95; 1Ob2317/96h; 2Ob101/99p; 7Ob271/00d; 4Ob77/06m; 7Ob218/06v; 9ObA87/07w; 4Ob223/10p; 7Ob113/13p; 2Ob229/13k; 2Ob36/14d; 9Ob74/14v; 8Ob46/17y; 7Ob211/17f

Entscheidungsdatum

16.01.1985

Norm

ABGB §861
ABGB §881 IA
ABGB §882 Abs2
ABGB §1295 Ia2

Rechtssatz

Beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter erwächst dem geschützten Dritten aus der Verletzung der dem Schuldner obliegenden Schutz und Sorgfaltspflichten ein eigener Schadenersatzanspruch auf Grund vertraglicher Haftung des Schuldners, doch reicht dieser Anspruch nie weiter als der vertragliche Ersatzanspruch des Gläubigers. Deshalb kann der Schuldner dem geschützten Dritten auch alle Einwendungen aus dem Vertrag mit seinem Gläubiger entgegenhalten. Der Vertrag des Wohnungseigentumsorganisators mit dem Professionisten ist ein Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten der Wohnungseigentümer: der Werkunternehmer kann diesen ein allfälliges Mitverschulden des Bestellers einwenden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 690/84
    Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 690/84
    Veröff: SZ 58/7 = JBl 1985,622
  • 2 Ob 536/91
    Entscheidungstext OGH 26.04.1991 2 Ob 536/91
    nur: Beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter erwächst dem geschützten Dritten aus der Verletzung der dem Schuldner obliegenden Schutz und Sorgfaltspflichten ein eigener Schadenersatzanspruch auf Grund vertraglicher Haftung des Schuldners, doch reicht dieser Anspruch nie weiter als der vertragliche Ersatzanspruch des Gläubigers. Deshalb kann der Schuldner dem geschützten Dritten auch alle Einwendungen aus dem Vertrag mit seinem Gläubiger entgegenhalten. (T1)
  • 1 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 529/94
    Auch; nur: Beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter erwächst dem geschützten Dritten aus der Verletzung der dem Schuldner obliegenden Schutz und Sorgfaltspflichten ein eigener Schadenersatzanspruch auf Grund vertraglicher Haftung des Schuldners. (T2)
    Veröff: SZ 67/40 = ImmZ 1994,490
  • 1 Ob 580/94
    Entscheidungstext OGH 25.10.1994 1 Ob 580/94
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Schuldner kann selbst das Verschulden (Mitverschulden) seines Vertragspartners auch dem geschützten Dritten entgegenhalten. (T3)
  • 2 Ob 528/95
    Entscheidungstext OGH 11.05.1995 2 Ob 528/95
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 101/99p
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 2 Ob 101/99p
    Vgl; nur T2
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    auch; nur T2
  • 4 Ob 77/06m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 77/06m
    nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Frachtvertrag. (T4)
    Veröff: SZ 2006/90
  • 7 Ob 218/06v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 218/06v
    Auch; nur: Beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter erwächst dem geschützten Dritten aus der Verletzung der dem Schuldner obliegenden Schutz und Sorgfaltspflichten ein eigener Schadenersatzanspruch auf Grund vertraglicher Haftung des Schuldners, doch reicht dieser Anspruch nie weiter als der vertragliche Ersatzanspruch des Gläubigers. (T5)
    Beisatz: Hier: Ein Kaskoversicherungsvertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten einer Kfz-Reparaturwerkstätte. (T6)
  • 9 ObA 87/07w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 ObA 87/07w
    Vgl auch
  • 4 Ob 223/10p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 223/10p
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 113/13p
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 113/13p
    nur: Der Anspruch zugunsten Dritter reicht nie weiter als der vertragliche Ersatzanspruch des Gläubigers. (T7)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    nur T1
  • 2 Ob 36/14d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 2 Ob 36/14d
    Auch
  • 9 Ob 74/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 Ob 74/14v
    Auch; nur T5
  • 8 Ob 46/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 46/17y
    Auch; nur T1; Beisatz: Unter solche Einwendungen fällt auch eine mit dem Vertragspartner vereinbarte Beschränkung der Haftungssumme für leicht fahrlässig verursachte Schäden. (T8)
    Beisatz: Umgekehrt kann der Dritte Einwendungen, die in seiner Person begründet sind, dem Schuldner nicht entgegenhalten, zu dem er in keinem unmittelbaren Vertragsverhältnis steht. (T9)
  • 7 Ob 211/17f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 211/17f
    Auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0013961

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19850116_OGH0002_0010OB00690_8400000_001

Entscheidungstext 2Ob229/13k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZVR 2014/184 S 318 (Janezic, Rechtsprechungsübersicht) - ZVR 2014,318 (Janezic, Rechtsprechungsübersicht)

Geschäftszahl

2Ob229/13k

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Baumann als Vorsitzenden sowie die Hofräte Dr. Veith, Dr. E. Solé, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Inge W*****, vertreten durch Vogl Rechtsanwalt GmbH in Feldkirch, gegen die beklagte Partei U***** Motorseglerclub, *****, vertreten durch Mag. Klaus P. Pichler, Rechtsanwalt in Dornbirn, wegen 60.690,90 EUR sA und Feststellung (Streitwert 10.000 EUR), über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 18. September 2013, GZ 4 R 157/13i-71, womit das Zwischenurteil des Landesgerichts Feldkirch vom 11. Juni 2013, GZ 7 Cg 155/10d-63, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Die Vorinstanzen gaben der Schadenersatzklage der bei einem Flugzeugabsturz schwer verletzten Ehefrau des Piloten gegen den Flugzeughalter, einen Flugsportverein, dessen Mitglied der Pilot war, dem Grunde nach statt. Der Flugsportverein schulde seinen Mitgliedern die Bereitstellung eines ordentlich gewarteten, verkehrstauglichen Flugzeugs. Verletze der Verein seine Schutz- und Sorgfaltspflichten, hafte er nach den Regeln vertraglichen Schadenersatzes. Diese Schutz- und Sorgfaltspflichten bestünden auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die ohne Abschluss eines eigenen Beförderungsvertrags als Passagier mitgenommen worden seien. Ein allfälliges Mitverschulden des Ehemanns der Klägerin sei nicht relevant, der Beklagte habe keine Maßnahmen zur Überprüfung der Berechtigung des Piloten gesetzt. Der Beklagte hätte das mangelnde Verschulden an der fehlerhaften oder unterlassenen Wartung, die den Unfall verursacht habe, beweisen müssen.

Rechtliche Beurteilung

Der beklagte Flugsportverein vermag in seinem außerordentlichen Rechtsmittel keine erheblichen Rechtsfragen im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO aufzuzeigen.

Beim Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter erwächst dem geschützten Dritten aus der Verletzung der dem Schuldner obliegenden Schutz- und Sorgfaltspflichten ein eigener Schadenersatzanspruch aufgrund vertraglicher Haftung des Schuldners, doch reicht dieser Anspruch nie weiter als der vertragliche Ersatzanspruch des Gläubigers. Der Schuldner kann dem geschützten Dritten daher alle Einwendungen aus dem Vertrag mit seinem Gläubiger entgegenhalten (RIS-Justiz RS0013961, RS0037785). Ob diese Grundsätze der Annahme des Berufungsgerichts entgegenstehen, ein allfälliges Verschulden ihres Ehemanns, des Piloten, sei ihr nicht anzulasten, muss in diesem Fall aber nicht geprüft werden. Die von der Beklagten gegen den Piloten erhobenen Vorwürfe, seine Fluglizenz sei nicht ordnungsgemäß verlängert worden und er habe die erforderliche Zahl von Starts und Landungen in einem bestimmten Zeitraum nicht eingehalten, um einen Passagier mitbefördern zu dürfen, gehen insoweit ins Leere, als ein Pilotenfehler als Absturzursache ausscheidet. Normzweck der vom Beklagten ins Treffen geführten luftfahrtrechtlichen Bestimmungen ist die Sicherung ausreichender Kenntnisse und Fertigkeiten des Piloten, um die Gefahren des Luftverkehrs, die auf einem Fehlverhalten des Piloten beruhen, zu verringern. Die Vermeidung von Material- oder Wartungsfehlern liegt hingegen außerhalb des Normzwecks.

Die Berufung des Revisionswerbers auf eine „Unterbrechung des Kausalzusammenhangs“ infolge Inbetriebnahme des Flugzeugs ohne ausreichende Berechtigung widerspricht der Rechtsprechung. Durch das Dazwischentreten eines Dritten wird die Beurteilung des ursprünglichen Schadensereignisses als adäquat nur dann unterbrochen, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht zu rechnen war (RIS-Justiz RS0022590, RS0022575). Der nach den getroffenen Feststellungen bloß fahrlässige Gesetzesverstoß des Piloten steht aber im Hinblick auf die Gebrauchsüberlassung des Flugzeugs durch die Beklagte ohne jede Kontrolle der Flugberechtigung des Piloten nach der Lebenserfahrung keinesfalls außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit.

Dass das erstmalige Vorbringen abweichender individueller Wartungsvorschriften für das Flugzeug in der Berufung einen Verstoß gegen das Neuerungsverbot des § 482 Abs 2 ZPO bedeutet, steht im Einklang mit der Rechtsprechung. Das Neuerungsverbot betrifft nur den Tatsachenbereich (RIS-Justiz RS0041965, RS0042011, vgl RS0027425). Die Berufung auf abweichende Wartungsvorschriften enthält das Vorbringen neuer Tatumstände (für den Standpunkt der Beklagten günstigere Fristen oder Betriebszeiträume) und bildet nicht bloß eine vom Vorbringen in erster Instanz abweichende rechtliche Beurteilung des Sachverhalts.

Schließlich verfängt auch die Argumentation des Beklagten, er habe das Flugzeug lediglich gegen (teilweisen) Ersatz der Betriebskosten verliehen und es treffe ihn daher nur eine eingeschränkte Haftung für Wartungsmängel, nicht. Die Entgeltlichkeit der Gebrauchsüberlassung (Miete oder Leihe) brauchte nicht näher untersucht zu werden, nimmt die Rechtsprechung eine Aufklärungspflicht des Übergebers einer Sache doch generell dann an, wenn dieser Eigenschaften fehlen, die nach der Verkehrsauffassung ohne weiteres vorausgesetzt werden, deren Fehlen aber den Gebrauch der Sache gefährlich oder sonst riskant machen (RIS-Justiz RS0018792). Diese zur Gefährlichkeit von - auch unentgeltlich - überlassenen Kraftfahrzeugen entwickelte Rechtsprechung auch auf Flugzeuge zu übertragen, liegt nahe und wirft gleichfalls keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO auf.

Textnummer

E106574

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0020OB00229.13K.1219.000

Im RIS seit

21.02.2014

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2014

Dokumentnummer

JJT_20131219_OGH0002_0020OB00229_13K0000_000