Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob326/66 4Ob319/72 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080134

Geschäftszahl

4Ob326/66; 4Ob319/72; 4Ob332/72; 4Ob373/77; 4Ob405/78; 4Ob305/79; 4Ob418/79; 4Ob372/80; 4Ob377/80; 4Ob315/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob380/81; 4Ob383/81; 4Ob400/81; 4Ob404/82 (4Ob405/82, 4Ob406/82); 4Ob322/84; 4Ob345/85; 4Ob396/86; 4Ob397/87 (4Ob398/87); 4Ob49/89; Okt2/90 (Okt3/90); 4Ob32/92; 4Ob1103/95; 4Ob2109/96t; 9Ob9/08a; 4Ob113/13s

Entscheidungsdatum

07.06.1966

Norm

UWG §14 A2

Rechtssatz

Kein Ausschluss der Wiederholungsgefahr, wenn infolge zwiespältigen Verhaltens des Beklagten keine Gewähr für das Unterbleiben künftiger Wettbewerbsverstöße gegeben ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 326/66
    Entscheidungstext OGH 07.06.1966 4 Ob 326/66
    Veröff: ÖBl 1967,16
  • 4 Ob 319/72
    Entscheidungstext OGH 09.05.1972 4 Ob 319/72
    Veröff: ÖBl 1973,90
  • 4 Ob 332/72
    Entscheidungstext OGH 05.09.1972 4 Ob 332/72
    Veröff: ÖBl 1974,39
  • 4 Ob 373/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 373/77
  • 4 Ob 405/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 405/78
  • 4 Ob 305/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 305/79
    Veröff: ÖBl 1979,80
  • 4 Ob 418/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 418/79
    Veröff: ÖBl 1980,128
  • 4 Ob 372/80
    Entscheidungstext OGH 23.09.1980 4 Ob 372/80
  • 4 Ob 377/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 377/80
  • 4 Ob 315/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 315/81
  • 4 Ob 342/80
    Entscheidungstext OGH 05.05.1981 4 Ob 342/80
    Beisatz: B & P Eisenwaren (T1)
    Veröff: ÖBl 1981,122
  • 4 Ob 380/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 380/81
  • 4 Ob 383/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 4 Ob 383/81
  • 4 Ob 400/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 400/81
    Beisatz: Sleepy - Direktkauf (T2)
    Veröff: ÖBl 1982,102
  • 4 Ob 404/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 404/82
  • 4 Ob 322/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84
    Veröff: MR 1984 H4, Archiv 13 (Korn, Archiv 10) = ÖBl 1984,135 = GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372
  • 4 Ob 345/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1985 4 Ob 345/85
  • 4 Ob 396/86
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 396/86
  • 4 Ob 397/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 397/87
    Auch; Beisatz: Das Unterlassen der Beantwortung von Beanstandungsschreiben ist für sich allein kein zwiespältiges Verhalten, aus dem die mangelnde Ernstlichkeit seines Sinneswandels abgeleitet werden müsste. (T3)
    Veröff: MR 1987,220
  • 4 Ob 49/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 49/89
    Auch
  • Okt 2/90
    Entscheidungstext OGH 22.05.1990 Okt 2/90
    Beisatz: Hier: § 3a NahversG (T4)
  • 4 Ob 32/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 4 Ob 32/92
    Vgl auch; Beisatz: Ob aber die Art der Prozessführung in ausreichender Weise eine ernstliche Willensänderung der Beklagten erkennen lässt, hat keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung. (T5)
  • 4 Ob 1103/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 1103/95
    Beis wie T3
  • 4 Ob 2109/96t
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2109/96t
  • 9 Ob 9/08a
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 9/08a
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob das Prozessverhalten des Störers „zwiespältig" ist oder die ernste Absicht erkennen lässt, sicherzustellen, dass es in Hinkunft keine Störungen mehr gibt, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und hat in der Regel keine darüber hinausgehende Bedeutung. Eine allgemeingültige Aussage darüber, unter welchen Voraussetzungen während des Prozesses vom Störer gegen die Lärmemission getroffene Maßnahmen die Wiederholungsgefahr beseitigen, ist nicht möglich, weil es auch dabei jeweils auf die Umstände des Einzelfalls ankommt. (T6)
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0080134

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.01.2014

Dokumentnummer

JJR_19660607_OGH0002_0040OB00326_6600000_001

Rechtssatz für 3Ob116/72 9Ob50/01w 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016481

Geschäftszahl

3Ob116/72; 9Ob50/01w; 7Ob224/02w; 6Ob37/03i; 7Ob215/05a; 6Ob66/05g; 7Ob80/07a; 7Ob245/07s; 10Ob73/08w; 1Ob119/09w; 7Ob186/10v; 4Ob113/13s; 3Ob71/14h; 9ObA18/19s

Entscheidungsdatum

28.09.1972

Norm

ABGB §879 BI
ZPO §504 Abs2

Rechtssatz

Einwendung der Sittenwidrigkeit eines Vergleiches erst in der Revision ist eine unzulässige Neuerung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 116/72
    Entscheidungstext OGH 28.09.1972 3 Ob 116/72
  • 9 Ob 50/01w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 9 Ob 50/01w
    nur: Einwendung der Sittenwidrigkeit erst in der Revision ist eine unzulässige Neuerung. (T1)
    Beisatz: Hier: Sittenwidrigkeit einer Kündigung. (T2)
  • 7 Ob 224/02w
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 224/02w
  • 6 Ob 37/03i
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 37/03i
  • 7 Ob 215/05a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 215/05a
  • 6 Ob 66/05g
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 66/05g
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Einwendung der Sittenwidrigkeit eines Bestandvertrags. (T3)
  • 7 Ob 80/07a
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 80/07a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einwendung der laesio enormis. (T4)
    Beisatz: Die monierte Leistungsbeurteilung des Pauschalhonorars nach den Angemessenheitskriterien des § 1152 ABGB ist nicht deckungsgleich mit dem rechtsgestaltenden Anfechtungsrecht der Schadloshaltung wegen Verkürzung über die Hälfte. (T5)
  • 7 Ob 245/07s
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 7 Ob 245/07s
    Beisatz: Die erst im Rechtsmittelverfahren erhobene Einwendung der Sittenwidrigkeit stellt eine unzulässige Neuerung dar, auf die nicht weiter einzugehen ist. (T6)
  • 10 Ob 73/08w
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 10 Ob 73/08w
    nur T1
  • 1 Ob 119/09w
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 119/09w
    nur T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 186/10v
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 186/10v
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einwendung der Sittenwidrigkeit einer Konkurrenzklausel als Neuerung. (T7)
  • 3 Ob 71/14h
    Entscheidungstext OGH 30.04.2014 3 Ob 71/14h
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 18/19s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 ObA 18/19s
    nur T1; Beisatz: Hier: Sittenwidrigkeit einer Verfallsklausel im Arbeitsvertrag. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0016481

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19720928_OGH0002_0030OB00116_7200000_001

Rechtssatz für 4Ob596/73 4Ob330/76 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017902

Geschäftszahl

4Ob596/73; 4Ob330/76; 4Ob571/78; 8Ob588/78; 7Ob688/81; 8Ob505/82; 1Ob1/82; 7Ob610/82; 5Ob768/82; 7Ob817/82; 7Ob547/83; 8Ob64/83; 6Ob675/83; 7Ob535/85; 6Ob527/84; 8Ob609/86; 6Ob579/87; 7Ob692/86; 8Ob578/88; 2Ob628/87; 2Ob557/89; 1Ob537/91; 6Ob571/91; 4Ob296/97a; 9ObA319/98x; 4Ob293/01v; 7Ob113/05a; 17Ob5/08x; 4Ob113/13s; 3Ob26/17w

Entscheidungsdatum

05.02.1974

Norm

ABGB §914 I

Rechtssatz

Bei der Beurteilung, was der Übung des redlichen Verkehrs entspricht, kommt es entscheidend auf den Geschäftszweck des Vertrages an, wobei die einzelnen Bestimmungen des Vertrages im Zusammenhang mit dem übrigen Vertragsinhalt unter Berücksichtigung aller Umstände, aus denen Schlüsse auf die Absicht der Parteien gezogen werden können, zu beurteilen sind.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 596/73
    Entscheidungstext OGH 05.02.1974 4 Ob 596/73
    Veröff: HS 9681/2
  • 4 Ob 330/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 330/76
  • 4 Ob 571/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 571/78
  • 8 Ob 588/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 588/78
    Vgl
  • 7 Ob 688/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 688/81
    Vgl; nur: Bei der Beurteilung, was der Übung des redlichen Verkehrs entspricht, kommt es entscheidend auf den Geschäftszweck des Vertrages an. (T1)
  • 8 Ob 505/82
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 8 Ob 505/82
    nur T1
  • 1 Ob 1/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 1/82
    Beisatz: Insbesondere ist auch auf den Inhalt der Vorverhandlungen Bedacht zu nehmen. (T2)
  • 7 Ob 610/82
    Entscheidungstext OGH 27.05.1982 7 Ob 610/82
    nur T1
  • 5 Ob 768/82
    Entscheidungstext OGH 18.01.1983 5 Ob 768/82
  • 7 Ob 817/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 817/82
    nur T1
  • 7 Ob 547/83
    Entscheidungstext OGH 16.06.1983 7 Ob 547/83
    nur T1
  • 8 Ob 64/83
    Entscheidungstext OGH 06.10.1983 8 Ob 64/83
    nur T1
  • 6 Ob 675/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 675/83
    Auch
  • 7 Ob 535/85
    Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 535/85
    nur T1; Veröff: JBl 1985,547
  • 6 Ob 527/84
    Entscheidungstext OGH 30.10.1985 6 Ob 527/84
    Auch; nur: Berücksichtigung aller Umstände, aus denen Schlüsse auf die Absicht der Parteien gezogen werden können. (T3)
  • 8 Ob 609/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 609/86
    Auch
  • 6 Ob 579/87
    Entscheidungstext OGH 23.07.1987 6 Ob 579/87
    nur T1; Veröff: JBl 1988,38
  • 7 Ob 692/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 692/86
    nur T3
  • 8 Ob 578/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 8 Ob 578/88
    nur T1; Beisatz: Hier: "Ambulatoriumsvereinbarung" betreffend Zahnarzt - Behandlungsstühle (T4)
  • 2 Ob 628/87
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 628/87
    nur T1
  • 2 Ob 557/89
    Entscheidungstext OGH 17.10.1989 2 Ob 557/89
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 537/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 537/91
    nur T1
  • 6 Ob 571/91
    Entscheidungstext OGH 06.06.1991 6 Ob 571/91
  • 4 Ob 296/97a
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 296/97a
    Auch; Beisatz: Für die Beurteilung der Übung des redlichen Verkehrs sind die Umstände der Erklärung und die im Verkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche heranzuziehen. (T5)
  • 9 ObA 319/98x
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 ObA 319/98x
  • 4 Ob 293/01v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 293/01v
    nur T1; Veröff: SZ 2002/10
  • 7 Ob 113/05a
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 113/05a
  • 17 Ob 5/08x
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 5/08x
    nur T3
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 26/17w
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 26/17w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0017902

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19740205_OGH0002_0040OB00596_7300000_002

Rechtssatz für 5Ob754/78 (5Ob755/78) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012087

Geschäftszahl

5Ob754/78 (5Ob755/78); 4Ob307/79; 4Ob322/79; 4Ob377/80; 5Ob774/80; 4Ob315/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob374/81; 4Ob383/81; 4Ob426/81; 7Ob519/82; 7Ob593/81; 4Ob341/82; 4Ob387/83; 7Ob719/83; 4Ob362/84; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob310/87; 4Ob397/87 (4Ob398/87); 4Ob395/87; 4Ob155/90; 4Ob92/92; 4Ob3/94; 4Ob13/94; 4Ob2109/96t; 4Ob2260/96y; 1Ob296/98f; 4Ob192/99k; 6Ob51/01w; 1Ob278/01s; 4Ob38/02w; 6Ob62/02i; 4Ob106/03x; 4Ob57/03s; 4Ob126/03p; 1Ob28/06h; 7Ob78/06f; 4Ob154/06k; 4Ob6/07x; 17Ob18/07g; 10Ob85/07h; 17Ob1/08h; 4Ob27/08m; 17Ob12/08a; 4Ob171/08p; 4Ob5/09b; 9Ob9/08a; 9Ob66/08h; 6Ob27/09b; 4Ob36/09m; 4Ob156/09h; 2Ob1/09z; 4Ob164/10m; 4Ob74/11b; 4Ob139/11m; 4Ob104/11i; 2Ob215/10x; 10Ob33/13w; 7Ob118/13y; 4Ob113/13s; 10Ob28/14m; 5Ob149/14v; 1Ob150/14m; 4Ob139/16v; 1Ob196/16d; 4Ob36/17y; 6Ob228/16x; 4Ob175/17i; 1Ob211/17m; 4Ob234/17s; 4Ob96/18y; 5Ob33/18s; 4Ob179/18d; 9Ob29/19h

Entscheidungsdatum

09.01.1979

Norm

ABGB §523 A
ABGB §523 Cc
KSchG §28 Abs2
MSchG §10 Abs1
UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Bei Beurteilung des Bestehens der Wiederholungsgefahr ist stets maßgebend, ob dem Verhalten des Beklagten in seiner Gesamtheit gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 754/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 754/78
  • 4 Ob 307/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 4 Ob 307/79
  • 4 Ob 322/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1979 4 Ob 322/79
  • 4 Ob 377/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 377/80
  • 5 Ob 774/80
    Entscheidungstext OGH 24.02.1981 5 Ob 774/80
    Beisatz: Für die Ernstlichkeit der Unterlassungserklärung spricht, wenn der in Anspruch genommene die Prozessführung unter vorbehaltsloser Anerkennung des Rechtsstandpunktes des Gegners auf die Frage beschränkt, ob die Wiederholungsgefahr vorliege. (T1)
    Veröff: MietSlg 33630
  • 4 Ob 315/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 315/81
  • 4 Ob 342/80
    Entscheidungstext OGH 05.05.1981 4 Ob 342/80
    Veröff: ÖBl 1981,122
  • 4 Ob 374/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 374/81
  • 4 Ob 383/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 4 Ob 383/81
  • 4 Ob 426/81
    Entscheidungstext OGH 19.01.1982 4 Ob 426/81
  • 7 Ob 519/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 519/82
    Auch
  • 7 Ob 593/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 593/81
    Veröff: SZ 55/61
  • 4 Ob 341/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 4 Ob 341/82
  • 4 Ob 387/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 387/83
    Beisatz: "Flüssiggasflaschenabfüllung" (T2)
  • 7 Ob 719/83
    Entscheidungstext OGH 29.11.1983 7 Ob 719/83
    Auch
  • 4 Ob 362/84
    Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 362/84
    Veröff: ÖBl 1985,43
  • 4 Ob 331/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 4 Ob 331/86
  • 4 Ob 383/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 4 Ob 383/86
    Veröff: ÖBl 1988,79 (s.F. Prunbauer, S 63)
  • 4 Ob 310/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 310/87
    Beisatz: Die bloße Behauptung des Beklagten, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, reicht hiezu nicht aus. (T3)
  • 4 Ob 397/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 397/87
    Beisatz: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleiches oder durch Einhalten eines mit einem Dritten geschlossenen Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft daher nicht zu. (T4)
    Veröff: MR 1987,220
  • 4 Ob 395/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 395/87
    Veröff: MR 1988,59 = ÖBl 1989,52
  • 4 Ob 155/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 155/90
    Veröff: ÖBl 1991,138 = MR 1991,70 (M. Walter) = ÖBl 1991,134
  • 4 Ob 92/92
    Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 92/92
    Vgl auch; Beisatz: Die Beurteilung, ob dem Verhalten des Störers gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen gesetzwidrigen Handlungen Abstand zu nehmen, hängt immer von den Besonderheiten des einzelnen Falles ab. (T5)
  • 4 Ob 3/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 3/94
    Beis wie T3; Beisatz: Ob das Verhalten dem Kläger oder einem Dritten gegenüber gesetzt wurde, ist ohne Bedeutung. (T6)
  • 4 Ob 13/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 13/94
    Auch
  • 4 Ob 2109/96t
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2109/96t
  • 4 Ob 2260/96y
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2260/96y
  • 1 Ob 296/98f
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 296/98f
    Auch; Beisatz: Wenn das Verhalten des Beklagten auch nur unklar und zwiespältig ist, ist die Gewähr für das Unterbleiben künftiger Verstöße nicht gegeben. (T7)
    Veröff: SZ 72/49
  • 4 Ob 192/99k
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 192/99k
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 51/01w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 51/01w
    Auch; Beis wie T4 nur: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft nicht zu. (T8)
  • 1 Ob 278/01s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 278/01s
    Beis wie T5; Beis wie T7
  • 4 Ob 38/02w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 38/02w
    Beisatz: Das ist (unter anderem) dann der Fall, wenn der Verletzer einen den ganzen Unterlassungsanspruch umfassenden, an keinerlei Bedingungen geknüpften Vergleich anbietet und nach den Umständen keine Bedenken gegen die Ernstlichkeit seines Willens bestehen, von gleichartigen Handlungen künftig Abstand zu nehmen. (T9)
  • 6 Ob 62/02i
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 62/02i
  • 4 Ob 106/03x
    Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 106/03x
  • 4 Ob 57/03s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 57/03s
    Auch
  • 4 Ob 126/03p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2003 4 Ob 126/03p
    Beisatz: Dabei kommt es immer auf die Art des Eingriffs und die Willensrichtung des Störers an, für welche insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung und während des Rechtsstreits wichtige Anhaltspunkte bieten kann. (T10)
  • 1 Ob 28/06h
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 28/06h
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 78/06f
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 7 Ob 78/06f
    Auch; Beisatz: Wenn die Beklagte im Verfahren darauf beharrt, dass ein Teil der Klauseln gesetzmäßig Verwendung finde, ist mangels Anbots eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleichs weiter die Wiederholungsgefahr gegeben. (T11); Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß § 28 KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T12)
  • 4 Ob 154/06k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 154/06k
    Beis wie T7; Beisatz: Die bloße Zusage, von künftigen Störungen Abstand nehmen zu wollen, reicht nach der Rechtsprechung insbesondere dann nicht aus, wenn die Erklärung unter dem Druck eines drohenden Prozesses abgegeben wurde. (T13)
    Beisatz: Hier: Markenrechtsverletzung. (T14)
  • 4 Ob 6/07x
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 6/07x
    Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Das Angebot einer exekutionsfähigen Verpflichtung ist in Fällen, in denen der Störer seinen Wettbewerbsverstoß nicht bestreitet, keineswegs das einzige Verhalten, aus dem auf den Wegfall der Wiederholungsgefahr geschlossen werden kann. (T15)
    Beisatz: Auch die Beseitigung des durch die Störung herbeigeführten rechtswidrigen Zustands wird von der Rechtsprechung nicht als in allen Fällen notwendige Voraussetzung angesehen, um den Wegfall der Wiederholungsgefahr annehmen zu können. (T16)
  • 17 Ob 18/07g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 17 Ob 18/07g
  • 10 Ob 85/07h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 Ob 85/07h
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T9
  • 17 Ob 1/08h
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 1/08h
    Beis wie T13
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
  • 17 Ob 12/08a
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 12/08a
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Beisatz: Auch eine gegenüber Dritten übernommene Unterlassungsverpflichtung kann unter Umständen die Vermutung der Wiederholungsgefahr ganz allgemein entfallen lassen. Allerdings ist auch in diesem Fall zu prüfen, ob die Unterlassungserklärung tatsächlich ein Indiz für eine echte Sinnesänderung des Beklagten ist und dem Kläger eine entsprechende Sicherheit für das Unterbleiben weiterer Störungen bietet. (T17)
  • 4 Ob 5/09b
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 5/09b
  • 9 Ob 9/08a
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 9/08a
    Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T18)
  • 9 Ob 66/08h
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 66/08h
  • 6 Ob 27/09b
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 27/09b
    Beis wie T5; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB. (T19)
  • 4 Ob 36/09m
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 36/09m
    Beisatz: Hier: Anfertigung von Fotos durch den Beklagten ausschließlich über Anweisung des Dienstgebers und in dessen alleinigem Interesse; der Beklagte ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr beim gleichen Dienstgeber beschäftigt: Wegfall der Wiederholungsgefahr. (T20)
  • 4 Ob 156/09h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 156/09h
    Vgl
  • 2 Ob 1/09z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 1/09z
    Veröff: SZ 2010/41
  • 4 Ob 164/10m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 164/10m
    Beis wie T7
  • 4 Ob 74/11b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 74/11b
    Beis ähnlich wie T9
  • 4 Ob 139/11m
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 139/11m
    Beis wie T13
  • 4 Ob 104/11i
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 104/11i
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch
    Veröff: SZ 2012/20
  • 10 Ob 33/13w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 Ob 33/13w
  • 7 Ob 118/13y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 118/13y
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T9; Vgl auch Beis wie T11; Veröff: SZ 2013/81
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    Auch
  • 10 Ob 28/14m
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 Ob 28/14m
  • 5 Ob 149/14v
    Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 149/14v
    Auch
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T21)
  • 4 Ob 139/16v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 139/16v
  • 1 Ob 196/16d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 196/16d
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Akzessorität der vorprozessualen Anwaltskosten, da der zugrundeliegende Unterlassungsanspruch des Klägers infolge weiter bestehender Wiederholungsgefahr als aufrecht zu beurteilen ist. (T22)
  • 4 Ob 36/17y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 36/17y
    Auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 228/16x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 228/16x
  • 4 Ob 175/17i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 175/17i
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T10
  • 1 Ob 211/17m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 211/17m
  • 4 Ob 234/17s
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 234/17s
    Auch
  • 4 Ob 96/18y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 96/18y
    Beis wie T5
  • 5 Ob 33/18s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 33/18s
    Beis wie T9
  • 4 Ob 179/18d
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 179/18d
    Beis wie T10; Beisatz: Das Vorliegen eines Unterlassungstitels aus einem anderen Verbandsverfahren nach §§ 28, 29 KSchG beseitigt die Wiederholungsgefahr nicht. (T23)
  • 9 Ob 29/19h
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 29/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0012087

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19790109_OGH0002_0050OB00754_7800000_004

Rechtssatz für 1Ob666/88 7Ob586/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016450

Geschäftszahl

1Ob666/88; 7Ob586/89; 3Ob2004/96v; 1Ob273/02g; 6Ob55/02k; 6Ob56/04k; 6Ob129/08a; 10Ob73/08w; 6Ob104/09a; 4Ob113/13s; 24Os7/14f

Entscheidungsdatum

09.11.1988

Norm

ABGB §879 Abs3 AIb
ABGB §879 Abs3 E

Rechtssatz

Die Nichtigkeit einer Nebenbestimmung ist nur über Einwendung wahrzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 666/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 666/88
    Veröff: SZ 61/235 = WBl 1989,252
  • 7 Ob 586/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 586/89
    Veröff: ÖBA 1990,466 (Jabornegg)
  • 3 Ob 2004/96v
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 3 Ob 2004/96v
    Beisatz: Es genügt auch eine zumindest schlüssige Geltendmachung durch ein entsprechendes Sachvorbringen. (T1)
    Veröff: SZ 69/127
  • 1 Ob 273/02g
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 273/02g
    Auch; Beisatz: Die bloße Bestreitung einer Vertragspflicht ist höchstens dann auch als Einwendung deren Sittenwidrigkeit zu verstehen, wenn eine Nichtigkeit der insofern betroffenen Vertragsklausel gemäß § 879 Abs 3 ABGB geradezu auf der Hand liegt. (T2)
  • 6 Ob 55/02k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 55/02k
    Beis wie T1
  • 6 Ob 56/04k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 6 Ob 56/04k
  • 6 Ob 129/08a
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 129/08a
  • 10 Ob 73/08w
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 10 Ob 73/08w
    Beisatz: Sowohl die Sittenwidrigkeit einer Vertragsbestimmung als auch die Unwirksamkeit von Klauseln nach § 879 Abs 3 ABGB ist nur auf Einrede wahrzunehmen. (T3)
  • 6 Ob 104/09a
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 104/09a
    Beis wie T1; Bem: Hier: Behauptung, die diesbezügliche Vertragsbestimmung sei „unwirksam". (T4)
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    Auch
  • 24 Os 7/14f
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 24 Os 7/14f
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0016450

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.11.2015

Dokumentnummer

JJR_19881109_OGH0002_0010OB00666_8800000_001

Rechtssatz für 4Ob74/06w 4Ob121/07h 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120712

Geschäftszahl

4Ob74/06w; 4Ob121/07h; 4Ob114/07d; 4Ob171/07m; 4Ob225/07b; 4Ob113/13s; 4Ob59/14a; 4Ob130/17x

Entscheidungsdatum

23.05.2006

Norm

UWG §1 C2
UWG §1 Abs1 Z1 D5a
UWG §1 D5d

Rechtssatz

Der Grundsatz, wonach die Wettbewerbswidrigkeit nicht losgelöst davon beurteilt werden kann, in welchem Ausmaß sie den Wettbewerb beeinflusst (Prinzip der „Spürbarkeit"), muss auch in Fällen gelten, in denen der Rechtsbruch in der Verletzung bau- oder gewerbebehördlicher Gesetze oder Auflagen besteht. In diesen Fällen kann der sachlich nicht gerechtfertigte Vorsprung etwa darin bestehen, dass der Verletzer eine Geschäftstätigkeit ohne die gesetzlich geforderten Voraussetzungen nicht ausüben dürfte oder dass er sich durch das Unterbleiben der durch Gesetz oder Auflage geforderten Maßnahmen Aufwendungen erspart und so sein Angebot günstiger als ein gesetzestreuer Mitbewerber auf den Markt bringen kann. Ein solcher Vorsprung besteht nur, wenn das Verhalten geeignet ist, eine nicht unerhebliche Nachfrageverlagerung zu bewirken.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 74/06w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2006 4 Ob 74/06w
  • 4 Ob 121/07h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 121/07h
    Auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen MTD-Gesetz. (T1)
  • 4 Ob 114/07d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 114/07d
    Auch
  • 4 Ob 171/07m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 171/07m
  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Auch; Beisatz: Das Erfordernis der Spürbarkeit löste zuletzt das nicht mehr ausdrücklich genannte Kriterium der „Absicht", sich einen Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen, ab. Darin lag aber in der Sache keine Änderung der Rechtsprechung. Denn die Absicht des belangten Mitbewerbers wurde in aller Regel ohnehin nur aus objektiven Umständen erschlossen, und zwar insbesondere aus der diesbezüglichen Eignung seines Verhaltens. (T2)
    Beisatz: Mit der UWG-Novelle 2007 wurde die Spürbarkeit als ein bisher für den Rechtsbruchtatbestand konstitutives Element verallgemeinert. (T3)
    Veröff: SZ 2008/32
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    Vgl auch
  • 4 Ob 59/14a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 59/14a
    Auch; Beisatz: Hier: Die unterlassene Meldung bei der Datenschutzkommission betreffend die Verwendung und Verarbeitung nutzerseitig zur Verfügung gestellter Daten ist nicht geeignet, einen sachlich nicht gerechtfertigten Vorsprung vor gesetzestreuen Mitbewerbern zu verschaffen. (T4)
  • 4 Ob 130/17x
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 130/17x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120712

Im RIS seit

22.06.2006

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2017

Dokumentnummer

JJR_20060523_OGH0002_0040OB00074_06W0000_001

Rechtssatz für 4Ob225/07b 4Ob34/08s 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123243

Geschäftszahl

4Ob225/07b; 4Ob34/08s; 4Ob51/08s; 4Ob113/08h; 4Ob167/08z; 4Ob229/08t; 4Ob124/09b; 4Ob99/09a; 4Ob113/13s; 4Ob66/17k; 4Ob96/17x; 4Ob222/17a; 4Ob48/18i; 4Ob39/19t

Entscheidungsdatum

11.03.2008

Norm

ZPO §266 B
ZPO §502 Abs1 HII
ZPO §502 Abs1 HIII3
UWG §1 C2
UWG §1 D5a
UWG §1 Abs1 Z1 C9a

Rechtssatz

Die Eignung eines Rechtsbruchs zur spürbaren Beeinflussung des Wettbewerbs kann sich - ausgehend vom Regelungszweck der verletzten Norm und von den typischen Auswirkungen des Rechtsbruchs - schon aus dem (Wiederholungsgefahr indizierenden) Normverstoß als solchem ergeben. Ob es darüber hinaus - insbesondere bei der Verletzung wettbewerbsneutraler Normen - noch weiterer Sachverhaltselemente bedarf, aus denen die Eignung zur Beeinflussung des Wettbewerbs geschlossen werden kann, und die vom Kläger zu behaupten und zu beweisen wären, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab; eine allgemeine Regel lässt sich dafür nicht aufstellen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Veröff: SZ 2008/32
  • 4 Ob 34/08s
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 34/08s
    Auch
  • 4 Ob 51/08s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 51/08s
    Auch; Beisatz: Die Wettbewerbsrelevanz der verletzten Norm ist nicht an Hand ihres Zwecks oder ihres Regelungsgegenstands, sondern an Hand ihrer tatsächlichen Auswirkungen auf den Markt zu beurteilen. (T1)
  • 4 Ob 113/08h
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 113/08h
    nur: Die Eignung eines Rechtsbruchs zur spürbaren Beeinflussung des Wettbewerbs kann sich - ausgehend vom Regelungszweck der verletzten Norm und von den typischen Auswirkungen des Rechtsbruchs - schon aus dem (Wiederholungsgefahr indizierenden) Normverstoß als solchem ergeben. (T2)
    Beisatz: Dabei ist unerheblich, welche Wirkung das konkret beanstandete Verhalten in der Vergangenheit tatsächlich gehabt hat. Vielmehr ist zu fragen, ob eine Wiederholung nach der Art des Verhaltens eine Wettbewerbsverzerrung bewirken kann. (T3)
  • 4 Ob 167/08z
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 167/08z
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 229/08t
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 229/08t
    Auch; nur T2
    Veröff: SZ 2009/32
  • 4 Ob 124/09b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 124/09b
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Verstoß gegen die GewO. (T4)
  • 4 Ob 99/09a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 99/09a
    Auch; nur T2; Beisatz: Bei der Beurteilung der Auswirkungen von unlauteren Wettbewerbshandlungen auf das Marktgeschehen ist auch die Marktstärke eines Unternehmens zu berücksichtigen. (T5)
    Beisatz: Hier: Unzulässige Klausel in AGB eines Mobilfunkanbieters. (T6)
    Veröff: SZ 2010/14
  • 4 Ob 113/13s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
    nur T2
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
  • 4 Ob 96/17x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 96/17x
  • 4 Ob 222/17a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 222/17a
    Auch
  • 4 Ob 48/18i
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 48/18i
  • 4 Ob 39/19t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 39/19t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123243

Im RIS seit

10.04.2008

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2019

Dokumentnummer

JJR_20080311_OGH0002_0040OB00225_07B0000_005

Entscheidungstext 4Ob113/13s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ÖBl‑LS 2014/12 = RdW 2014/218 S 190 - RdW 2014,190 = ecolex 2014/174 S 445 (Schumacher) - ecolex 2014,445 (Schumacher) ‑ Pelletsanlagen

Geschäftszahl

4Ob113/13s

Entscheidungsdatum

19.11.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Vizepräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende und die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Z***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Breitwieser Rechtsanwalts-Kommanditpartnerschaft in Bad Schallerbach, gegen die beklagten Parteien 1. „N*****“ ***** GmbH in Liqu., *****, 2. A***** F*****, beide vertreten durch Dr. Josef Hofer und Dr. Thomas Humer, Rechtsanwälte in Wels, wegen Unterlassung (Streitwert 36.000 EUR) und Urteilsveröffentlichung (Streitwert 5.000 EUR), über die außerordentliche Revision der beklagten Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz vom 15. April 2013, GZ 4 R 38/13f-23, mit welchem das Urteil des Landesgerichts Wels vom 7. Jänner 2012, GZ 3 Cg 68/12b-18, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird teils bestätigt und teils dahin abgeändert, dass die Entscheidung insgesamt lautet:

„Die beklagten Parteien sind schuldig, es bis 1. Juli 2015 zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs

a.              im Internet den Anschein zu erwecken, sie böten weiterhin Produkte und Leistungen im Bereich von Pellets- und Brikettanlagen an;

b.              in einem Internet-Auftritt jene Lichtbilder und technischen Zeichnungen zu verwenden, die in Beilage ./E, die einen Bestandteil dieses Urteils bildet, ersichtlich sind.

Das Mehrbegehren, den beklagten Parteien bis 1. Juli 2015 jedes Anbieten von Produkten und Leistungen im Bereich von Pellets- und Brikettanlagen sowie die „Teilnahme“ auf diesem Markt zu untersagen, ihnen ohne zeitliche Beschränkung jegliche Verwendung der in Beilage ./E ersichtlichen Lichtbilder und technischen Zeichnungen zu untersagen und die klagende Partei zur Veröffentlichung des Urteils zu ermächtigen, wird abgewiesen.“

Die beklagten Parteien sind zur ungeteilten Hand schuldig, der klagenden Partei binnen 14 Tagen einen mit 727,10 EUR bestimmten Anteil an den Barauslagen des Verfahrens erster Instanz zu ersetzen.

Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien binnen 14 Tagen einen mit 2.366,25 EUR bestimmten Anteil an den Barauslagen des Rechtsmittelverfahrens zu ersetzen.

Im Übrigen werden die Kosten des Verfahrens gegeneinander aufgehoben.

Text

Entscheidungsgründe:

Die erstbeklagte Gesellschaft verkaufte der Klägerin mit Vertrag vom 21. Juni 2010 ihren Geschäftsbereich „Pelletier- und Briketttechnik“. In Punkt VI. des Vertrags verpflichteten sich die Erstbeklagte und der Zweitbeklagte, ihr geschäftsführender Alleingesellschafter, für fünf Jahre

„jede betriebliche Tätigkeit für die diesem Vertrag zugrundeliegende Sparte Pelletier- und Briketttechnik zu unterlassen, also weder direkt noch indirekt, mittelbar oder unmittelbar, selbst oder für ein die Käuferseite konkurrierendes Unternehmen, entgeltlich oder unentgeltlich am Wettbewerb teilzunehmen“.

Weiters verpflichteten sich die beide Beklagten,

„für sich und ihre sämtlichen Tochtergesellschaften zu unterlassen, jeweils auf die Dauer von fünf Jahren, direkt oder indirekt, mit irgendeinem Unternehmen Pelletier- und Briketttechnik, sei es als Eigentümer, Geschäftsführer oder Berater, zusammenzuarbeiten oder anderweitige Verbindungen welcher Art auch immer einzugehen“.

Die Klägerin sollte nach dem Vertrag jene Teile des Internetauftritts der Erstbeklagten übernehmen, die diesen Geschäftszweig betrafen (Texte, Bilder, AGB). Den Internetauftritt als solchen erfasste der Vertrag jedoch nicht.

Nach Vertragsschluss meldete die Erstbeklagte ihr Handelsgewerbe ruhend. Ein Mitarbeiter der Klägerin übernahm die vom Kaufvertrag erfassten Inhalte des Internetauftritts der Erstbeklagten durch Kopieren in die eigene Website. Der Zweitbeklagte wurde im Unternehmen der Klägerin als Geschäftsführer angestellt. Sein Dienstvertrag enthielt eine Konkurrenzklausel für die Dauer seiner Tätigkeit. Daran schloss folgender Satz:

„Die Konkurrenzklausel ist im Kaufvertrag zwischen [der Klägerin und der Erstbeklagten] festgelegt.“

Die Domain der Erstbeklagten war nicht auf diese, sondern auf ihren EDV-Dienstleister registriert. Deshalb wurden die laufenden Gebühren auch an ihn verrechnet, und er verrechnete sie in gleicher Höhe an die Erstbeklagte weiter. So verfuhr er auch mit der Jahresgebühr 2011. Daraufhin fragte der Zweitbeklagte bei der Klägerin an, ob sie den Internetauftritt übernehmen wolle. Deren Geschäftsführer verneinte, weil die relevanten Teile ohnehin schon durch Kopieren übernommen worden waren. Hierauf beauftragte der Zweitbeklagte den Dienstleister mit der Löschung. Dieser kündigte die Domain bei der Domainvergabestelle, was aber aus nicht feststellbaren Gründen nicht durchgeführt wurde. Zudem machte er die Startseite unzugänglich, sodass Nutzer bei deren Aufruf auf seinen eigenen Internetauftritt umgeleitet wurden. Die übrigen Seiten des Internetauftritts waren aber über Suchmaschinen - etwa über das Suchwort „Pelletstechnik“ oder die Firma der Erstbeklagten - weiterhin zugänglich.

Am 10. Mai 2012 wurde der Zweitbeklagte entlassen. Mit Schreiben vom 22. Mai 2012 warf die Klägerin ihm Verzug mit der Vertragserfüllung und Verstoß gegen das Konkurrenzverbot vor. Eine Aufforderung zur (vollständigen) Löschung des Internetauftritts enthielt dieses Schreiben noch nicht. Mit Schreiben vom 22. Juni 2012 forderte der Klagevertreter die Rechtsvertreterin der Beklagten zur Einstellung jeder „wettbewerbswidrigen Geschäftstätigkeit“ auf. Einem aktuellen Auszug aus der Website der Erstbeklagten sei zu entnehmen, dass die Beklagten weiterhin im Bereich der Pelletiertechnik tätig seien. Der Zweitbeklagte wurde als Geschäftsführer der Erstbeklagten aufgefordert, die Website mit dem vom Kaufvertrag erfassten „Knowhow“ sofort außer Funktion zu setzen.

Aufgrund dieses Schreibens fragte der Zweitbeklagte am 27. Juni 2012 beim EDV-Dienstleister an, ob er den gesamten technischen Bereich des Internetauftritts löschen könne. Der Dienstleister kündigte die Domain daraufhin nochmals auf. Endgültig unmöglich wurde der Zugang aber erst vier Monate später.

Nur der Inhaber (also der EDV-Dienstleister) konnte die Domain bei der Domainvergabestelle kündigen. Daneben hätte der Zugriff auf die strittigen Seiten technisch auch auf andere Weise verhindert werden können.

Die Klägerin begehrt, den Beklagten zu untersagen,

„im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs

a.              durch jedwedes Anbieten von Produkten und Leistungen im Bereich von Pellets- und Brikettanlagen und sohin durch geschäftliche Tätigkeit gegenüber denselben Verkehrsteil-nehmern am gemeinsamen Markt bis zumindest zum 1. Juli 2015 teilzunehmen,

b.              insbesondere durch Anbieten von Produkten und Leistungen im Bereich von Pellets- und Brikettanlagen auf der eigenen oder sonstigen Internet-Homepage bzw sonstigen geeigneten Internetplattformen bis 1. Juli 2015 aufzutreten und dadurch am gemeinsamen Markt teilzunehmen,

c.              die [durch Verweis auf eine Beilage konkretisierten] Lichtbilder und technischen Zeichnungen in irgendeiner Form - weder auf einer Homepage noch in sonstiger Werbe-formen - zu verwerten, vervielfältigen bzw sonst in einer Form zu verwenden bzw mit diesen gegenüber denselben Verkehrsteil-nehmern am gemeinsamen Markt teilzunehmen“.

Damit verband sie ein Veröffentlichungsbegehren. Die Beklagten hätten vertragswidrig den vom Kaufvertrag erfassten Geschäftsbereich nicht aufgelöst. Die Streitteile stünden daher insofern in einem Wettbewerbsverhältnis. Die Klägerin habe im Mai 2012 erfahren, dass die Beklagten insbesondere auf der Website der Erstbeklagten entgegen dem vertraglich vereinbarten Konkurrenzverbot nach wie vor Leistungen der Pelletier- und Briketttechnik anbiete. Auf der Website der Erstbeklagten seien nach wie vor insbesondere Fotos der Anlagen eingestellt, obwohl diese auch mitverkauft worden seien. Der Zweitbeklagte sei kurzzeitig als Geschäftsführer bei der Klägerin tätig und danach als ihr Dienstnehmer beschäftigt gewesen. Offenbar habe sich der Zweitbeklagte entschlossen, das entgegen den Vereinbarungen nicht liquidierte Unternehmen der Erstbeklagten fortzuführen. Deshalb habe die Klägerin Anfang Mai das Dienstverhältnis fristlos beendet. Die Beklagten hätten sowohl gegen den Kaufvertrag vom 21. Juni 2010 als auch gegen das UWG verstoßen. Zuletzt habe die Klägerin die Beklagten mit Schreiben vom 22. Juni 2012 zur Einstellung der Geschäftstätigkeit aufgefordert. Wiederholungsgefahr bestehe, weil die Beklagten keine Unterlassungserklärung abgegeben hätten. Für die Löschung der Daten auf der Website der Erstbeklagten seien die Beklagten verantwortlich, nicht die Klägerin. Die Klägerin könne die Löschung nicht veranlassen, weil sie nicht Domaininhaberin sei. Ein Vorbringen zu einer tatsächlichen Konkurrenztätigkeit des Zweitbeklagten ließ die Klägerin fallen.

Die Beklagten bestritten, nach Abschluss des Kaufvertrags weiter im strittigen Bereich tätig gewesen zu sein. Für die weitere Zugänglichkeit der Website seien sie nicht verantwortlich. Der Fehler liege bei der Klägerin. Nach der außergerichtlichen Aufforderung habe der Zweitbeklagte den EDV-Dienstleister der Erstbeklagten ersucht, ehestens den gesamten technischen Bereich des Internetauftritts zu löschen. Das sei jedoch nicht zu bewerkstelligen gewesen. Die Website der Erstbeklagten sei nicht aktiv, die Beklagten träten nicht mehr auf dem Markt auf. Dass man über Internet-Suchmaschinen auf die Website - mit Ausnahme der Startseite - gelange, hätten die Beklagten nicht zu vertreten. Die Erstbeklagte sei nicht verpflichtet gewesen, ihre Gesellschaft zur Gänze zu liquidieren. Der Zweitbeklagte brachte zudem vor, die Konkurrenzklausel des Kaufvertrags sei „einer differenzierten Betrachtung“ zu unterziehen. Gleichzeitig mit dem Kaufvertrag sei zwischen ihm und der Klägerin ein Angestelltenverhältnis begründet worden. Der Vertrag enthalte ein eigenes Konkurrenzverbot und habe zudem auf die im Kaufvertrag festgelegte Konkurrenzklausel verwiesen. Damit sei eine Verbindung zwischen Kaufvertrag und Arbeitsvertrag hergestellt. Mit Vereinbarung vom 20. Dezember 2011 sei der Zweitbeklagte „mit allen Rechten und Pflichten“ zu einem anderen Unternehmen der Unternehmensgruppe der Klägerin übergetreten. Von diesem sei er im Mai 2012 rechtswidrig entlassen worden. Da der Arbeitsvertrag „bis 30. Juni 2013 unkündbar“ sei und daher frühestens zum 30. September 2013 aufgekündigt werden könnte, „wirkt sich [die Konkurrenzklausel des Kaufvertrags] mit einer Laufzeit von fünf Jahren […] wie eine solche nach § 36 AngG aus“. Nach dem Übertritt des Zweitbeklagten zum anderen Unternehmen erhebe sich „die Frage“, inwieweit die Konkurrenzklausel des Kaufvertrags „noch anwendbar“ sei. Eine Klausel nach § 36 Z 2 AngG sei nur „insoweit wirksam, als sich die Beschränkung auf die Tätigkeit in dem Geschäftszweige des Dienstgebers“ beziehe, das sei zuletzt das andere Unternehmen gewesen. Daher sei „fraglich“, ob der Zweitbeklagte daran noch gebunden sei. Zudem übersteige der Zeitraum der Konkurrenzklausel die Dauer eines Jahres (§ 36 Abs 2 AngG). Weiters berufe sich der Zweitbeklagte auf § 37 Abs 1 und 2 AngG, weil sein letzter Dienstgeber das Arbeitsverhältnis durch unberechtigte Entlassung aufgelöst habe, ohne dass der Zweitbeklagte durch schuldhaftes Verhalten dafür Anlass gegeben habe.

Das Erstgericht gab dem Unterlassungsbegehren statt und ermächtigte die Klägerin zur Urteilsveröffentlichung in einer Fachzeitschrift und im Internet. Die Nichtverhinderung des Zugriffs sei spätestens seit der Aufforderung vom (richtig) 22. Juni 2012 rechtswidrig gewesen. Wegen des zwiespältigen Prozessverhaltens der Beklagten bestehe Wiederholungsgefahr.

Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung. Es sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 30.000 EUR übersteige und die ordentliche Revision mangels Vorliegens einer erheblichen Rechtsfrage nicht zulässig sei.

Die Erstbeklagte habe (gemeint: durch Aufrechtbleiben des Internetauftritts) im geschäftlichen Verkehr gehandelt. Ihr Verhalten falle unter den Begriff der „betrieblichen“ Tätigkeit in der Konkurrenzklausel des Kaufvertrags. Dabei habe es sich um eine wettbewerbsregelnde Vertragspflicht gehandelt, sodass schon deren Verletzung als solche Unlauterkeit begründe. Dass die beanstandeten Werbemaßnahmen objektiv geeignet seien, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Vertragspartnern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen, verstehe sich „von selbst“. Wiederholungsgefahr bestehe, weil das Prozessverhalten der Beklagten keine klare Distanzierung von der Rechtsverletzung erkennen lasse. Aus dem Verweis des Geschäftsführervertrags auf die Konkurrenzklausel des Kaufvertrags könne nicht abgeleitet werden, dass diese für den Zweitbeklagten nicht mehr verbindlich sei. Die Klausel bezwecke den Schutz des Interesses der Klägerin am Aufrechtbleiben der Äquivalenz zwischen Kaufgegenstand und Kaufpreis.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen diese Entscheidung gerichtete außergerichtliche Revision der Beklagten ist zulässig, weil das Berufungsgericht zu Unrecht das Vorliegen einer unlauteren Handlung angenommen hat. Sie ist teilweise berechtigt.

1. Die Auffassung der Vorinstanzen, dass die Beklagten gegen ihre Pflichten aus dem Kaufvertrag verstoßen haben, trifft zu.

1.1. Die Beklagten haben sich im Kaufvertrag verpflichtet, für fünf Jahre jede Tätigkeit auf dem Gebiet der Pellets- und Brikettanlagen zu unterlassen. Ein konkretes Vorbringen, dass diese Verpflichtung als solche sittenwidrig und daher nichtig gewesen sei, haben sie in erster Instanz nicht erstattet. Eine solche Nichtigkeit wäre jedoch nur über Einwendung wahrzunehmen gewesen (1 Ob 666/88 = SZ 61/235 mwN; 4 Ob 79/99t = SZ 72/78; RIS-Justiz RS0016450). Soweit (nur) der Zweitbeklagte in der Revision auf die Entscheidung 8 Ob 141/08f verweist und damit (wohl) auch unabhängig vom später geschlossenen Dienstvertrag die Nichtigkeit der Konkurrenzklausel im Kaufvertrag geltend macht, handelt es sich daher um eine unzulässige Neuerung (RIS-Justiz RS0016481).

1.2. Im Dienstvertrag des Zweitbeklagten wurde auf die Verpflichtung aus dem Kaufvertrag verwiesen und zusätzlich eine Konkurrenzklausel für die Zeit des aufrechten Dienstverhältnisses - also auch über die fünf Jahre hinaus - vereinbart. Aus dieser Regelung ergibt sich zwingend, dass die Konkurrenzklausel des Kaufvertrags auch für den Zweitbeklagten weiter gelten sollte. Praktisch bedeutsam war das nur für den Fall, dass die - zeitlich potentiell weiter reichende - Konkurrenzklausel des Dienstvertrags nicht mehr anwendbar wäre. Damit erfasste die Regelung gerade den hier zu beurteilenden Fall, dass der Dienstvertrag vor Ablauf der Fünfjahresfrist aufgelöst würde.

1.3. Ein Grund, weshalb der Abschluss des Dienstvertrags zur Ungültigkeit der Konkurrenzklausel des Kaufvertrags führen sollte, ist nicht erkennbar. Die letztgenannte Regelung stand im Austauschverhältnis mit dem Kaufpreis, der nicht nur der Erstbeklagten, sondern wirtschaftlich auch dem Zweitbeklagten als deren Alleingesellschafter zugute kam. Der Abschluss und die spätere Auflösung des Dienstvertrags änderte nichts daran, dass der Zweitbeklagte durch die Leistung aus dem Kaufvertrag weiterhin (mittelbar) begünstigt blieb. Der bloße Hinweis auf das Weiterbestehen der Konkurrenzklausel im Dienstvertrag führte nicht dazu, dass diese - wie die Revision formuliert - „gleichsam adoptiert“ und damit den Regeln des Angestelltengesetzes unterworfen worden wäre.

1.4. Aus der Konkurrenzklausel des Kaufvertrags folgt, dass die Beklagten nicht mehr auf dem Gebiet der Pellets- und Brikettanlagentechnik tätig sein durften. Darunter fällt zwar in erster Linie eine tatsächliche Tätigkeit durch Verkauf entsprechender Erzeugnisse oder Erbringen darauf bezogener Dienstleistungen. Aus dem Zweck der Klausel (RIS-Justiz RS0017902 [insb T1]), nämlich der Absicherung der Klägerin gegenüber Konkurrenztätigkeit im vom Kaufvertrag erfassten Geschäftsbereich, ergibt sich jedoch, dass redliche Parteien darunter auch das bloße Erwecken des Anscheins verstanden hätten, dass die Beklagten solche Tätigkeiten ausübten. Denn einerseits haben die Beklagten kein erkennbares Interesse an einem solchen Verhalten. Andererseits kann die Klägerin legitimerweise vom Erwecken des Anscheins auf eine tatsächliche Tätigkeit schließen. Es muss ihr daher zugestanden werden, dass sie aufgrund des Vertrags schon gegen ein solches im Vorfeld einer Konkurrenztätigkeit liegendes Verhalten vorgehen kann und nicht erst den Nachweis eines tatsächlichen Auftritts auf dem Markt erbringen muss. Die Klausel ist daher dahin auszulegen, dass die Beklagten schon jeden Anschein vermeiden mussten, weiterhin auf dem Gebiet der Pelletier- und Briketttechnik tätig zu sein. Insbesondere hatten sie dafür zu sorgen, dass ihr diesbezüglicher Internetauftritt nicht mehr zugänglich war. Diese Verpflichtung haben sie nicht erfüllt. Zwar haben sie ihrem EDV-Dienstleister entsprechende Weisungen erteilt. Sie haben aber, wie sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt, trotz des Hinweises der Klägerin die tatsächliche Umsetzung dieser Weisungen weder kontrolliert noch mit dem erforderlichen Nachdruck urgiert. Denn anders lässt sich nicht erklären, dass die Website auch noch nach der Aufforderung der Klägerin im Juni 2012 für weitere vier Monate zugänglich war.

2. Die Verletzung dieser Pflichten begründet einen vertraglichen Unterlassungsanspruch gegen beide Beklagten.

2.1. Bei der Beurteilung der für einen solchen Anspruch erforderlichen Wiederholungsgefahr ist maßgebend, ob dem Verhalten der Beklagten in seiner Gesamtheit gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass sie ernstlich gewillt sind, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen (RIS-Justiz RS0012087). Das ist bei einem zwiespältigen Verhalten im Prozess nicht anzunehmen (RIS-Justiz RS0080134). Ein solches liegt hier schon deshalb vor, weil die Beklagten im Verfahren bestritten, für die weitere Zugänglichkeit der Website verantwortlich zu sein, und der Zweitbeklagte zudem überhaupt die Auffassung vertrat, dass die Geltung der Konkurrenzklausel „zweifelhaft“ sei.

2.2. Nach den Feststellungen haben die Beklagten allerdings nur den Anschein erweckt, weiterhin im strittigen Gebiet tätig zu sein; tatsächlich haben sie aber kein solches Verhalten gesetzt. Die Klägerin ließ ein diesbezügliches Vorbringen ausdrücklich fallen. Daher besteht insofern keine Wiederholungsgefahr. Das Verbot ist daher auf den tatsächlichen Verstoß - also das Erwecken des Anscheins einer Konkurrenztätigkeit - zu beschränken.

2.3. Von der Konkurrenzklausel ist auch die Verwendung der im Internetauftritt der Erstbeklagten enthaltenen Lichtbilder und technischen Zeichnungen erfasst. Ein Grund, insofern - wie begehrt - eine zeitlich nicht begrenzte Unterlassungsverpflichtung anzunehmen, ist aber nicht erkennbar. Die Übertragung eines im Urheberrecht begründeten Verwertungsrechts hat die Klägerin nicht behauptet; sie ergibt sich auch nicht aus den Feststellungen zum Inhalt des Vertrags. Dass die Bilder danach von der Klägerin „übernommen“ werden sollten, kann auch als Bezugnahme auf ein bloß faktisches Übernehmen gedeutet werden; dies schließt nicht aus, dass auch die Beklagten die Bilder nach Ablauf der Konkurrenzklausel wieder nutzen könnten. Auch der diesbezügliche Anspruch ist daher entsprechend zu befristen.

3. Die Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen die Verletzung eines vertraglichen Konkurrenzverbots auch einen lauterkeitsrechtlichen Unterlassungsanspruch begründet, stellt sich hier nicht. Denn Voraussetzung dafür wäre nach § 1 Abs 1 Z 1 UWG, dass das beanstandete Verhalten geeignet wäre, den Wettbewerb zum Nachteil von Unternehmen nicht bloß unerheblich zu beeinflussen. Das beanstandete Verhalten muss daher eine nicht unerhebliche Nachfrageverlagerung bewirken können (RIS-Justiz RS0120712). Diese Eignung kann sich zwar im Einzelfall schon aus dem (Wiederholungsgefahr indizierenden) Verstoß als solchem ergeben (RIS-Justiz RS0123243). Im vorliegenden Fall ist aber nicht erkennbar, welchen Einfluss die bloße Zugänglichkeit der Website (bzw von Teilen davon) auf die Stellung der Klägerin im Wettbewerb haben könnte. Da die Beklagten tatsächlich keine Konkurrenztätigkeit entfaltet haben, wird dadurch keine Nachfrageverlagerung bewirkt. Unter diesen Umständen hätte die Klägerin darlegen müssen, weshalb ausnahmsweise schon das Erwecken des Anscheins einer solchen Tätigkeit den Wettbewerb zu ihrem Nachteil nicht bloß unerheblich beeinflussen konnte. Ein solches Vorbringen hat sie nicht erstattet. Ein lauterkeitsrechtlicher Unterlassungsanspruch besteht daher jedenfalls nicht. Damit entfällt aber auch die Grundlage für eine Ermächtigung zur Urteilsveröffentlichung iSv § 25 UWG.

4. Aus diesen Gründen hat die Revision der Beklagten teilweise Erfolg. Die angefochtene Entscheidung ist insofern zu bestätigen, als sie das Erwecken des Eindrucks einer Konkurrenztätigkeit und die Verwendung der entsprechenden Bilder und Zeichnungen aus dem Internetauftritt der Erstbeklagten untersagt, letzteres ebenfalls befristet auf die Dauer des Konkurrenzverbots. Dabei ist dem Verbot eine klarere Fassung zu geben. Das Mehrbegehren ist abzuweisen. Die im Urteilsantrag enthaltene Formulierung „im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs“ ist in das Verbot aufzunehmen, weil sie den auf vertraglicher Grundlage auch darüber hinaus bestehenden Unterlassungsanspruch einschränkt und daher nicht ohne Verstoß gegen § 405 ZPO entfallen könnte (17 Ob 28/08d = ÖBl 2009, 186 [Gamerith] - Mazda-Logo).

5. Die Kostenentscheidung gründet sich auf die §§ 43 Abs 1, 50 ZPO. Die Klägerin ist mit ihrem Begehren etwa zur Hälfte durchgedrungen, weshalb die Kosten des Verfahrens aller drei Instanzen gegeneinander aufzuheben sind. Die allein von der Klägerin getragene Pauschalgebühr des Verfahrens erster Instanz ist von den Beklagten zur Hälfte zu ersetzen; gleiches gilt umgekehrt für die allein von den Beklagten getragenen Barauslagen des Rechtsmittelverfahrens.

Schlagworte

Pelletsanlagen,Gewerblicher Rechtsschutz

Textnummer

E106226

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0040OB00113.13S.1119.000

Im RIS seit

16.01.2014

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2014

Dokumentnummer

JJT_20131119_OGH0002_0040OB00113_13S0000_000