Rechtssatz für 7Ob34/74 8Ob103/77 (8Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041269

Geschäftszahl

7Ob34/74; 8Ob103/77 (8Ob104/77); 3Ob148/78; 7Ob60/79; 8Ob159/79; 3Ob136/13s

Entscheidungsdatum

08.10.2013

Rechtssatz

Neben der Direktklage nach Paragraph 63, KFG kann der geschädigte Dritte weiterhin den Weg der Exekution auf den Deckungsanspruch und der Drittschuldnerklage gegen den Versicherer wählen. Die Bindungswirkung des Urteils im Haftpflichtprozeß für dieses Verfahren hat unter der in SZ 30/26 bezeichneten Voraussetzung durch Paragraph 63, KFG keine Änderung erfahren (mit ausführlicher Begründung).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 34/74
    Entscheidungstext OGH 28.03.1974 7 Ob 34/74
    Veröff: SZ 47/38 = EvBl 1974/251 S 548 = RZ 1974/98 S 175 = JBl 1974,579 = VersRdSch 1975,155 = VersR 1975,363 = ZVR 1975/140 S 204
  • 8 Ob 103/77
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 8 Ob 103/77
  • 3 Ob 148/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 3 Ob 148/78
    nur: Neben der Direktklage nach § 63 KFG kann der geschädigte Dritte weiterhin den Weg der Exekution auf den Deckungsanspruch und der Drittschuldnerklage gegen den Versicherer wählen. (T1)
    Beisatz: Beide Wege stehen dem Geschädigten jetzt sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in Österreich nebeneinander offen. (T2)
    Veröff: SZ 51/157
  • 7 Ob 60/79
    Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 60/79
    Beisatz: An dieser Rechtslage hat sich durch die Einräumung eines direkten Klagerechtes gegen den Versicherer durch § 63 Abs 1 KFG nichts geändert. (T3)
  • 8 Ob 159/79
    Entscheidungstext OGH 21.02.1980 8 Ob 159/79
    Zweiter Rechtsgang zu 8 Ob 103,104/77
    Veröff: VersR 1981,146
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2013/91

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0041269

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19740328_OGH0002_0070OB00034_7400000_001

Rechtssatz für 7Ob22/78 7Ob34/00a 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0080341

Geschäftszahl

7Ob22/78; 7Ob34/00a; 7Ob207/00t; 3Ob136/13s

Entscheidungsdatum

08.10.2013

Rechtssatz

Paragraph 11, VersVG hat nur reine Geldleistungen, also nicht Rechtsschutzleistungen, zum Gegenstand.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 22/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 22/78
  • 7 Ob 34/00a
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 34/00a
    Auch
  • 7 Ob 207/00t
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 207/00t
    nur: § 11 VersVG hat nur reine Geldleistungen zum Gegenstand. (T1)
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Auch; Veröff: SZ 2013/91

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0080341

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19780511_OGH0002_0070OB00022_7800000_007

Rechtssatz für 3Ob125/54 8Ob260/64 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0004201

Geschäftszahl

3Ob125/54; 8Ob260/64; 3Ob44/65; 3Ob120/67; 1Ob81/67; 3Ob84/70; 3Ob148/78; 3Ob91/80; 3Ob111/81; 3Ob58/82; 3Ob17/84; 3Ob23/84; 4Ob502/85; 7Ob679/85; 3Ob36/88; 3Ob6/88; 8Ob515/89; 10Ob1587/95; 3Ob2362/96s; 4Ob366/97w; 3Ob235/02h; 3Ob318/02i; 3Ob22/06s; 3Ob136/13s; 3Ob196/18x

Entscheidungsdatum

24.10.2018

Norm

EO §292 Abs2
EO §294 Abs4 M3
  1. EO § 292 heute
  2. EO § 292 gültig ab 02.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2016
  3. EO § 292 gültig von 01.09.2005 bis 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 292 gültig von 01.01.2004 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2003
  5. EO § 292 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  6. EO § 292 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 294 heute
  2. EO § 294 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 294 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 294 gültig von 01.03.1992 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Dem Drittschuldner steht Rekurslegitimation gegen die Exekutionsbewilligung zu, wenn ihn diese gesetzwidrig belastet, oder ihm ungerechtfertigte Aufträge erteilt werden oder die Bewilligung dem Gesetz nicht entspricht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 125/54
    Entscheidungstext OGH 10.03.1954 3 Ob 125/54
  • 8 Ob 260/64
    Entscheidungstext OGH 29.09.1964 8 Ob 260/64
    Beisatz: Auch bei Drittverboten nach § 382 Z 7 EO, Drittschuldner kann sich nur gegen jenen Ausspruch zur Wehr setzen, der in seine Interessensphäre eingreift (ZBl 1934/291). (T1)
    Veröff: SZ 37/131
  • 3 Ob 44/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 3 Ob 44/65
    nur: Dem Drittschuldner steht Rekurslegitimation gegen die Exekutionsbewilligung zu, wenn ihn diese gesetzwidrig belastet, oder ihm ungerechtfertigte Aufträge erteilt werden. (T2)
  • 3 Ob 120/67
    Entscheidungstext OGH 22.11.1967 3 Ob 120/67
    Veröff: SZ 40/149
  • 1 Ob 81/67
    Entscheidungstext OGH 03.05.1967 1 Ob 81/67
    Beisatz: Bank als Verwahrerin von Sparkassenbüchern und Wertpapieren. (T3)
    Veröff: RZ 1968,73
  • 3 Ob 84/70
    Entscheidungstext OGH 05.08.1970 3 Ob 84/70
  • 3 Ob 148/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 3 Ob 148/78
    Auch; nur T2; Beisatz: Der Drittschuldner kann mit dem Rekurs gegen das Zahlungsverbot auch geltend machen, dass die Pfändungsbewilligung nicht dem Gesetz entspricht, obgleich sie vom Verpflichteten nicht angefochten wird. (T4)
    Veröff: SZ 51/157
  • 3 Ob 91/80
    Entscheidungstext OGH 01.10.1980 3 Ob 91/80
    Beis wie T4
  • 3 Ob 111/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 3 Ob 111/81
    nur: Dem Drittschuldner steht Rekurslegitimation gegen die Exekutionsbewilligung zu. (T5)
    Vgl VwGH vom 12.11.1980, 3279/80
    Beis wie T1 nur: Drittschuldner kann sich nur gegen jenen Ausspruch zu Wehr setzen, der in seine Interessensphäre eingreift. (T6) Veröff: AnwBl 1981,467 (mit Anmerkung von Arnold)
  • 3 Ob 58/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1982 3 Ob 58/82
    Auch
  • 3 Ob 17/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 17/84
    Veröff: SZ 57/74
  • 3 Ob 23/84
    Entscheidungstext OGH 25.04.1984 3 Ob 23/84
  • 4 Ob 502/85
    Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 502/85
    Auch
  • 7 Ob 679/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 679/85
    Beisatz: Hiebei handelt es sich um ein selbständiges Anfechtungsrecht, das unabhängig davon besteht, ob der Verpflichtete selbst den Gerichtsbeschluss angefochten hat oder nicht. (T7)
  • 3 Ob 36/88
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 3 Ob 36/88
    Beisatz: Der Drittschuldner muss einen Beschwerdegrund geltend machen, der, läge er vor, eine gesetzwidrige Belastung für ihn bedeuten würde. (T8)
  • 3 Ob 6/88
    Entscheidungstext OGH 20.04.1988 3 Ob 6/88
    nur T5
  • 8 Ob 515/89
    Entscheidungstext OGH 29.06.1989 8 Ob 515/89
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 10 Ob 1587/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 10 Ob 1587/95
    nur T5; Beisatz: Ebensowenig wie ein Drittschuldner den Bestand der gepfändeten und überwiesenen Forderung kann auch eine "dritte Person" im Sinne des § 379 Abs 3 Z 3 EO den Bestand der für die Sicherung herangezogenen Forderung bestreiten. (T9)
  • 3 Ob 2362/96s
    Entscheidungstext OGH 30.10.1996 3 Ob 2362/96s
  • 4 Ob 366/97w
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 366/97w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 3 Ob 235/02h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2002 3 Ob 235/02h
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Wurde ein Drittverbot nicht erlassen, ist der Revisionsrekurs der Drittschuldnerin wegen ihrer fehlenden Beschwer zurückzuweisen. (T10)
  • 3 Ob 318/02i
    Entscheidungstext OGH 26.03.2003 3 Ob 318/02i
    Vgl; Beisatz: Hier: Beschluss gemäß § 292 Abs 2 EO auf Zusammenrechnung. (T11)
  • 3 Ob 22/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 22/06s
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Veröff: SZ 2013/91
  • 3 Ob 196/18x
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 196/18x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0004201

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2018

Dokumentnummer

JJR_19540310_OGH0002_0030OB00125_5400000_001

Rechtssatz für 7Ob219/73 2Ob28/74 7Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0081895

Geschäftszahl

7Ob219/73; 2Ob28/74; 7Ob45/89; 3Ob136/13s; 7Ob15/15d; 7Ob123/20v; 7Ob168/20m; 7Ob86/22f

Entscheidungsdatum

25.05.2022

Norm

ARB 1965 allg
ARB 1965 Art1
ARB 1965 Art3

Rechtssatz

Die Rechtsschutzversicherung soll den Versicherungsnehmer instandsetzen, sein rechtliches Interesse wahrzunehmen, indem sie für die Kosten des Rechtsschutzes eintritt und deren Risiko durch Beistellung des Rechtsanwaltes auf Rechnung des Versicherers abnimmt vergleiche Krieger VersR 1956, 301, 302 und Prölß in VR 1958,69 ff).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 219/73
    Entscheidungstext OGH 19.12.1973 7 Ob 219/73
    Veröff: SZ 46/125 = EvBl 1974/198 S 438 = VersRdSch 1974,364 = VersR 1975,170
  • 2 Ob 28/74
    Entscheidungstext OGH 21.02.1974 2 Ob 28/74
    Veröff: VersR 1975,195
  • 7 Ob 45/89
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 45/89
    Auch; Beisatz: Die Hauptleistungspflicht des Versicherers in der Rechtsschutzversicherung besteht in der Kostentragung. (T1)
    Veröff: VersR 1990,1040 = VersRdSch 1990,282
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/91
  • 7 Ob 15/15d
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 15/15d
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 123/20v
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 123/20v
    Beis wie T1
  • 7 Ob 168/20m
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 168/20m
    Auch; Beisatz: Begehrt der Kläger Rechtsschutzdeckung ausdrücklich auf Basis eines bestimmten Streitwerts, der keiner gesetzlichen, sondern der freien Bewertung unterliegt, so erfordert dies im Deckungsprozess eine schlüssige Darstellung der der Bewertung zugrunde gelegten Tatsachen. (T2)
  • 7 Ob 86/22f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 86/22f
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0081895

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2022

Dokumentnummer

JJR_19731219_OGH0002_0070OB00219_7300000_003

Rechtssatz für 7Ob215/11k; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127808

Geschäftszahl

7Ob215/11k; 7Ob212/11v; 7Ob201/12b; 3Ob136/13s; 7Ob190/14p; 7Ob15/15d; 7Ob62/15s; 7Ob84/16b; 7Ob242/18s; 7Ob143/20k; 7Ob220/20h; 7Ob146/21b; 7Ob41/22p; 7Ob86/22f; 7Ob50/22m; 7Ob122/22z; 7Ob208/22x; 7Ob50/23p

Entscheidungsdatum

24.05.2023

Rechtssatz

Die Rechtsschutzversicherung ist eine passive Schadensversicherung und keine Sachversicherung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 215/11k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 215/11k
    Veröff: SZ 2012/21
  • 7 Ob 212/11v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 212/11v
  • 7 Ob 201/12b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 201/12b
    Veröff: SZ 2013/5
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Veröff: SZ 2013/91
  • 7 Ob 190/14p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 190/14p
  • 7 Ob 15/15d
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 7 Ob 15/15d
  • 7 Ob 62/15s
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 62/15s
  • 7 Ob 84/16b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 84/16b
  • 7 Ob 242/18s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 242/18s
  • 7 Ob 143/20k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 143/20k
    Vgl; Beisatz: Freistellung von Anwaltskosten bedeutet, dass der Versicherer entweder diese nach Grund und Höhe anerkennt und zahlt oder für Ansprüche, die er für unberechtigt hält, die Kosten zu deren Abwehr übernimmt. In jedem Fall hat er dafür zu sorgen, dass der Versicherungsnehmer selbst keine Kosten zu tragen hat. (T1)
  • 7 Ob 220/20h
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 7 Ob 220/20h
    Beisatz: Hier: Klage einer Versicherten auf Deckung hinsichtlich einer anderen Mitversicherung. (T2)
  • 7 Ob 146/21b
    Entscheidungstext OGH 18.10.2021 7 Ob 146/21b
    Vgl
  • 7 Ob 41/22p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 7 Ob 41/22p
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Der Versicherer hat also ein Wahlrecht dahin, dass er alternativ zur Bezahlung der Rechnung – zunächst – Abwehrdeckung gewährt; dann muss er sich mit dem Anwalt als Kostengläubiger auseinandersetzen und den Versicherungsnehmer bei gerichtlicher Inanspruchnahme durch Kostenübernahme unterstützen. Lehnt somit der Versicherer den Ausgleich aller oder – wie hier – eines Teils der verzeichneten Kosten ab, so besteht der Freistellungsanspruch des Versicherungsnehmers darin, dass ihm der Versicherer Deckung für die Abwehr des von ihm als unberechtigt erachteten Anspruchs zu gewähren hat; ob und in welcher Höhe eine Kostenschuld des Versicherungsnehmers besteht, ist verbindlich nur in einem Verfahren zwischen dem Kostengläubiger und dem Versicherungsnehmer zu klären. Eine Umwandlung des Befreiungsanspruchs in einen Geldanspruch sieht der insoweit völlig klare Wortlaut des Art 6.7 ARB nicht vor. (T3)
  • 7 Ob 86/22f
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 7 Ob 86/22f
  • 7 Ob 50/22m
    Entscheidungstext OGH 29.06.2022 7 Ob 50/22m
    Beis wie T1
  • 7 Ob 122/22z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2022 7 Ob 122/22z
    Beisatz: Vor Fälligkeit des Leistungsanspruchs kann nur auf Feststellung geklagt dahin werden, dass der Versicherer verpflichtet ist, Rechtsschutzdeckung in bestimmten Angelegenheiten zu gewähren. Nach Eintritt der Fälligkeit ist die Frage der Deckungspflicht sodann Vorfrage für den Leistungsanspruch. (T4)
  • 7 Ob 208/22x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.04.2023 7 Ob 208/22x
    Beisatz: Der Befreiungsanspruch des Versicherungsnehmers verwandelt sich auch dann in einen Kostenerstattungsanspruch gegen seinen Rechtsschutzversicherer, wenn der Versicherungsnehmer seinen Kostengläubiger trotz Zusage der Abwehrdeckung durch den Versicherer befriedigt hat. (T5)
  • 7 Ob 50/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 7 Ob 50/23p
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127808

Im RIS seit

10.07.2012

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2023

Dokumentnummer

JJR_20120227_OGH0002_0070OB00215_11K0000_001

Rechtssatz für 3Ob136/13s; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0129063

Geschäftszahl

3Ob136/13s; 7Ob143/20k; 7Ob122/22z; 7Ob208/22x; 7Ob50/23p

Entscheidungsdatum

24.05.2023

Norm

EO §294 A
EO §294 K
  1. EO § 294 heute
  2. EO § 294 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 294 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 294 gültig von 01.03.1992 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 294 heute
  2. EO § 294 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 294 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 294 gültig von 01.03.1992 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Bei dem aus der Rechtsschutzversicherung resultierenden Anspruch handelt es sich um keinen nach Paragraph 294, EO pfändbaren Geldanspruch. Nur wenn der Versicherungsnehmer seinen Kostengläubiger bereits selbst befriedigt hat, verwandelt sich sein ursprünglicher Freistellungsanspruch in einen pfändbaren Kostenerstattungsanspruch gegen seinen Rechtsschutzversicherer.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Veröff: SZ 2013/91
  • 7 Ob 143/20k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 143/20k
    Vgl; Beisatz: Wenn der Versicherungsnehmer seinen Kostengläubiger bereits selbst befriedigt hat, verwandelt sich sein ursprünglicher Befreiungsanspruch in einen Kostenerstattungsanspruch gegen seinen Rechtsschutzversicherer. (T1)
  • 7 Ob 122/22z
    Entscheidungstext OGH 28.09.2022 7 Ob 122/22z
    Beisatz: Ein prätorischer Vergleich ist für sich keine Erfüllung des Kostenanspruchs. (T2)
  • 7 Ob 208/22x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.04.2023 7 Ob 208/22x
    vgl; Beisatz wie T1: Der Befreiungsanspruch des Versicherungsnehmers verwandelt sich auch dann in einen Kostenerstattungsanspruch gegen seinen Rechtsschutzversicherer, wenn der Versicherungsnehmer seinen Kostengläubiger trotz Zusage der Abwehrdeckung durch den Versicherer befriedigt hat. (T3)
  • 7 Ob 50/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 7 Ob 50/23p
    Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0129063

Im RIS seit

09.12.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2023

Dokumentnummer

JJR_20131008_OGH0002_0030OB00136_13S0000_001

Rechtssatz für 1Ob454/55; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0000085

Geschäftszahl

1Ob454/55; 7Ob18/57 (7Ob202/57); 3Ob180/55; 3Ob29/74; 3Ob120/80; 3Ob58/82; 3Ob23/84; 3Ob53/88; 3Ob74/92; 3Ob63/95; 3Ob2021/96v; 3Ob28/99k; 3Ob133/99a; 3Ob149/02m; 3Ob21/03i; 3Ob170/03a; 3Ob226/03m; 3Ob309/04v; 3Ob113/05x; 3Ob22/06s; 3Ob217/05s; 3Ob16/06h; 3Ob102/06f; 9Ob83/06f; 3Ob26/08g; 3Ob264/09h; 3Ob217/10y; 3Ob86/11k; 3Ob223/12h; 3Ob136/13s; 3Ob180/14p; 3Ob223/23z

Entscheidungsdatum

03.04.2024

Norm

EO §3 Abs2 IIIA
EO §3 Abs2 IIID
EO §54 Abs1 Z3
EO §294 M4
EO §331 A
  1. EO § 3 heute
  2. EO § 3 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 3 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 3 heute
  2. EO § 3 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 3 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. EO § 54 heute
  2. EO § 54 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 54 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 54 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  5. EO § 54 gültig von 01.01.2004 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2003
  6. EO § 54 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  7. EO § 54 gültig von 01.10.1995 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 519/1995
  8. EO § 54 gültig von 01.01.1995 bis 30.09.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  9. EO § 54 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 294 heute
  2. EO § 294 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 294 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 294 gültig von 01.03.1992 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 331 heute
  2. EO § 331 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 331 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

In die Prüfung der Frage, ob die behauptete Forderung, deren Pfändung begehrt wird, überhaupt besteht, hat sich das zur Bewilligung der Exekution berufene Gericht nicht einzulassen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 454/55
    Entscheidungstext OGH 06.07.1955 1 Ob 454/55
  • 7 Ob 18/57
    Entscheidungstext OGH 24.04.1957 7 Ob 18/57
  • 3 Ob 180/55
    Entscheidungstext OGH 28.04.1955 3 Ob 180/55
  • 3 Ob 29/74
    Entscheidungstext OGH 05.03.1974 3 Ob 29/74
    Veröff: GesRZ 1975,30 = Arb 9195 = SozM IAe 1039
  • 3 Ob 120/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 120/80
    Auch
  • 3 Ob 58/82
    Entscheidungstext OGH 23.06.1982 3 Ob 58/82
    Auch
  • 3 Ob 23/84
    Entscheidungstext OGH 25.04.1984 3 Ob 23/84
    Vgl auch; Beisatz: Im Streitfalle ist nur im sogenannten Drittschuldnerprozess festzustellen, ob die gepfändete Forderung besteht oder nicht. (T1)
  • 3 Ob 53/88
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 53/88
    Auch; Veröff: SZ 61/127
  • 3 Ob 74/92
    Entscheidungstext OGH 26.08.1992 3 Ob 74/92
    Beis wie T1; Beisatz: Es sei denn, dass schon aus den Akten oder aus dem Exekutionsantrag das Gegenteil hervorgeht. (T2)
    Veröff: RPflSlgE 1993/28 = RZ 1994/11 S 22
  • 3 Ob 63/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 3 Ob 63/95
    Beis wie T2; Veröff: SZ 68/158
  • 3 Ob 2021/96v
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 3 Ob 2021/96v
    Beis wie T2; Veröff: SZ 69/35
  • 3 Ob 28/99k
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 28/99k
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 72/108
  • 3 Ob 133/99a
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 133/99a
    Beis wie T2
  • 3 Ob 149/02m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 149/02m
    Vgl aber; Beisatz: Bei der Prüfung, ob die zu pfändende Forderung überhaupt besteht, ist die Aktenlage zu berücksichtigen. (T3)
  • 3 Ob 21/03i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 21/03i
    Beis wie T2; Beisatz: Das Bewilligungsgericht hat das Bestehen der Forderung auch nicht über Rekurs des Drittschuldners zu prüfen. (T4)
  • 3 Ob 170/03a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 170/03a
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein Antrag auf Exekutionsbewilligung gemäß § 331 EO ist nicht schon deshalb abzuweisen, weil nach dem Vorbringen des Betreibenden zwar nur eines der in Exekution gezogenen Vermögensrechte bestehen kann, jedoch im Zeitpunkt der Beschlussfassung über den Exekutionsantrag weder nach dessen Vorbringen noch nach dem sonstigen Inhalt der Akten des Bewilligungsgerichts beurteilbar ist, welches der betroffenen Rechte nicht besteht. (T5)
    Beisatz: Diese Rechtslage ist auch für die Bewilligung eines Exekutionsantrags nach § 331 EO maßgebend. (T6)
  • 3 Ob 226/03m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 226/03m
    Beis wie T2
  • 3 Ob 309/04v
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 309/04v
    Beis wie T2; Beisatz: Stellt sich später heraus, dass die gepfändete Forderung in Wahrheit nicht existiert, so ist die Exekution ins Leere gegangen. (T7)
  • 3 Ob 113/05x
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 113/05x
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 22/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 22/06s
  • 3 Ob 217/05s
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 217/05s
    Beis wie T2; Beis wie T6; Veröff: SZ 2006/66
  • 3 Ob 16/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 16/06h
    Beis wie T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 102/06f
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 102/06f
    Vgl auch; Beisatz: Im Exekutionsbewilligungsverfahren sind - ausgehend von einem unbestritten rechtskräftigen Titel - keine Überlegungen dahin anzustellen, ob die der Entscheidung in einem einen anderen Exekutionstitel betreffenden Oppositionsverfahren zugrunde liegenden Tatsachen auch die inhaltliche Richtigkeit des nunmehr zu vollstreckenden Titels berühren oder beseitigen. (T8)
  • 9 Ob 83/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 Ob 83/06f
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 26/08g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 26/08g
    Auch
  • 3 Ob 264/09h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 264/09h
  • 3 Ob 217/10y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 217/10y
    Auch
  • 3 Ob 86/11k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 86/11k
    Beisatz: Der Exekutionsantrag ist nur dann abzuweisen, wenn sich das Nichtbestehen der als Exekutionsobjekt behaupteten Forderung schon aus ihm selbst oder sonst aus den Akten des Bewilligungsgerichts ergibt; auf aktenkundige und deshalb gerichtskundige Umstände ist daher im Verfahren auf Exekutionsbewilligung und auf Verhängung einer Geldstrafe Bedacht zu nehmen. (T9)
    Beis wie T6
  • 3 Ob 223/12h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 223/12h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/91
  • 3 Ob 180/14p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 180/14p
    Auch
  • 3 Ob 223/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.04.2024 3 Ob 223/23z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0000085

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19550706_OGH0002_0010OB00454_5500000_001

Rechtssatz für 3Ob63/95; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0084555

Geschäftszahl

3Ob63/95; 3Ob98/95; 3Ob239/97m; 3Ob377/97f; 3Ob126/98w; 3Ob170/03a; 3Ob226/03m; 3Ob270/05k; 3Ob16/06h; 3Ob146/06a; 3Ob86/11k; 3Ob136/13s; 3Ob180/14p; 3Ob73/18h; 3Ob84/18a; 3Ob146/19w; 3Ob204/19z; 3Ob223/23z

Entscheidungsdatum

03.04.2024

Norm

EO §54 Abs1 Z3
EO §294 B
EO §354 IB1
EO §354 IIC
EO §354 IVA
EO §355 IIIb
  1. EO § 54 heute
  2. EO § 54 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 54 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 54 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  5. EO § 54 gültig von 01.01.2004 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2003
  6. EO § 54 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  7. EO § 54 gültig von 01.10.1995 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 519/1995
  8. EO § 54 gültig von 01.01.1995 bis 30.09.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  9. EO § 54 gültig von 01.03.1992 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 294 heute
  2. EO § 294 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 294 gültig von 01.09.2005 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005
  4. EO § 294 gültig von 01.03.1992 bis 31.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991
  1. EO § 354 heute
  2. EO § 354 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 354 gültig von 01.04.1980 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 120/1980
  1. EO § 354 heute
  2. EO § 354 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 354 gültig von 01.04.1980 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 120/1980
  1. EO § 354 heute
  2. EO § 354 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 354 gültig von 01.04.1980 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 120/1980
  1. EO § 355 heute
  2. EO § 355 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 355 gültig von 01.03.2008 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2008
  4. EO § 355 gültig von 01.10.2000 bis 29.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2000
  5. EO § 355 gültig von 01.04.1980 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 120/1980

Rechtssatz

Der Bewilligungsantrag ist aber abzuweisen, wenn schon aus dem Exekutionsantrag oder aus den Akten des Gerichtes das Nichtbestehen der Forderung hervorgeht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 63/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 3 Ob 63/95
    Veröff: SZ 68/158
  • 3 Ob 98/95
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 3 Ob 98/95
    Veröff: SZ 69/286
  • 3 Ob 239/97m
    Entscheidungstext OGH 17.09.1997 3 Ob 239/97m
  • 3 Ob 377/97f
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 377/97f
  • 3 Ob 126/98w
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 126/98w
    Auch; Beisatz: Ein auf Durchsetzung einer Rechnungslegung gerichteter Exekutionsantrag beziehungsweise Strafantrag ist abzuweisen, wenn es gerichtskundig ist, dass die verpflichtete Partei ihre Rechnungslegungspflicht bereits erfüllt hat. (T1)
  • 3 Ob 170/03a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 170/03a
    Beisatz: Ein Antrag auf Exekutionsbewilligung gemäß § 331 EO ist nicht schon deshalb abzuweisen, weil nach dem Vorbringen des Betreibenden zwar nur eines der in Exekution gezogenen Vermögensrechte bestehen kann, jedoch im Zeitpunkt der Beschlussfassung über den Exekutionsantrag weder nach dessen Vorbringen noch nach dem sonstigen Inhalt der Akten des Bewilligungsgerichts beurteilbar ist, welches der betroffenen Rechte nicht besteht. (T2)
  • 3 Ob 226/03m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 226/03m
    Auch
  • 3 Ob 270/05k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 270/05k
    Beisatz: Die Zwecklosigkeit eines Vollstreckungsverfahrens ist nämlich von Amts wegen aufzugreifen. (T3)
    Beisatz: Auf aktenkundige und deshalb gerichtskundige Umstände im Verfahren auf Exekutionsbewilligung und auf Verhängung einer Geldstrafe Bedacht zu nehmen ist. Infolgedessen ist es nachgerade selbstverständlich, dass im Verfahren auf Exekutionsbewilligung gemäß § 354 EO - wie im Verfahren nach § 355 EO - auf die vom Betreibenden im Exekutionsantrag angebotenen und Letzterem angeschlossenen Bescheinigungsmittel bei der Entscheidung über das Bewilligungsbegehren Bedacht zu nehmen ist. (T4)
  • 3 Ob 16/06h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 16/06h
  • 3 Ob 146/06a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 146/06a
    Beis wie T3
  • 3 Ob 86/11k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 86/11k
    Beis wie T3
  • 3 Ob 136/13s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 136/13s
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2013/91
  • 3 Ob 180/14p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 180/14p
    Auch
  • 3 Ob 73/18h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 73/18h
  • 3 Ob 84/18a
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 84/18a
    Vgl auch
  • 3 Ob 146/19w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 3 Ob 146/19w
    Vgl auch
  • 3 Ob 204/19z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2019 3 Ob 204/19z
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Nur eine gerichts-, also offenkundige oder unstrittige Erfüllung der titelmäßigen (Rechnungslegungs-)Verpflichtung müsste sogleich zur Abweisung des (Exekutions- oder) Strafantrags führen. (T5)
  • 3 Ob 223/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.04.2024 3 Ob 223/23z
    vgl

Schlagworte

Vollstreckungsinteresse

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0084555

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19950913_OGH0002_0030OB00063_9500000_002

Entscheidungstext 3Ob136/13s

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2013/778 S 422 - Zak 2013,422 = EvBl‑LS 2014/43 = ZIK 2014/55 S 39 - ZIK 2014,39 = RZ 2014,71 EÜ67 - RZ 2014 EÜ67 = ecolex 2014/21 S 39 - ecolex 2014,39 = Haslwanter, ÖJZ 2014/56 S 347 - Haslwanter, ÖJZ 2014,347 = ZFR 2014/112 S 178 - ZFR 2014,178 = ecolex 2014/126 S 327 - ecolex 2014,327 = SZ 2013/91 = MietSlg 65.813

Geschäftszahl

3Ob136/13s

Entscheidungsdatum

08.10.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Prückner als Vorsitzenden, den Hofrat Univ.-Prof. Dr. Neumayr, die Hofrätin Dr. Lovrek sowie die Hofräte Dr. Jensik und Dr. Roch als weitere Richter in der Exekutionssache der betreibenden Partei M*****, vertreten durch Dr. Susanne Pertl, Rechtsanwältin in Wien, gegen die verpflichteten Parteien 1. J*****, 2. M*****, beide vertreten durch Dr. Hans-Dieter Sereinig, Rechtsanwalt in Ferlach, wegen 70.000 EUR sA, über den Revisionsrekurs der betreibenden Partei gegen den Beschluss des Landesgerichts Klagenfurt als Rekursgericht vom 23. Mai 2013, GZ 1 R 132/13a-7, womit über Rekurs der verpflichteten Parteien und der Drittschuldnerin G***** AG, *****, vertreten durch Dr. Hans-Dieter Sereinig, Rechtsanwalt in Ferlach, der Beschluss des Bezirksgerichts Klagenfurt vom 10. April 2013, GZ 10 E 2052/13k-2, abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die betreibende Partei hat die Kosten ihres Revisionsrekurses selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die Betreibende beantragte zur Hereinbringung eines Teilbetrags von 70.000 EUR sA aufgrund mehrerer, näher bezeichneter (Kosten-)Titel des Landesgerichts Klagenfurt und des Bezirksgerichts Klagenfurt, womit die Verpflichteten insgesamt zur Zahlung von 125.895,77 EUR verpflichtet wurden, die Bewilligung der Forderungsexekution gemäß Paragraph 294, EO.

Die Verpflichteten seien bei der Drittschuldnerin rechtsschutzversichert. Die Pfändung beziehe sich auf aus Kostendeckungszusagen resultierende Geld- bzw Deckungsansprüche, die den Verpflichteten aus mit der Drittschuldnerin geschlossenen Rechtsschutzversicherungs-
verträgen zur Polizze Nr ***** oder zu anderen Polizzen zustünden. Aufgrund der bestehenden Rechtsschutzdeckung hätten die Verpflichteten aufgrund einer Deckungszusage Zahlung geleistet. Die Drittschuldnerin habe beiden Verpflichteten aufgrund der Versicherungsverträge Rechtsschutzdeckung in den genannten, beim Bezirksgericht Klagenfurt anhängigen Verfahren gewährt. Sie habe in mehreren Schadensfällen die Übernahme der Kosten bis zur Höhe der jeweiligen Versicherungssumme zugesagt.

Es werde daher die Pfändung aller noch unverbrauchten Versicherungssummen begehrt. Der Drittschuldnerin möge verboten werden, die unverbrauchten Versicherungssummen an wen auch immer außer an den Rechtsvertreter der Betreibenden abzuführen/auszuzahlen. Der Drittschuldnerin sei somit auch für den Fall einer Deckungszusage gegenüber einem Rechtsfreund der Verpflichteten verboten, an diesen Zahlungen oder Kostenvorschüsse, aus welchem Rechtsgrund auch immer, zu leisten.

In Feldgruppe 10 des Antrags bezeichnete die Betreibende unter Angabe der Aktenzahlen jene zwischen den Streitteilen noch anhängigen Streitverfahren, für die die Drittschuldnerin Kostendeckung zugesagt habe.

Die Betreibende erklärte, aus Kostengründen vorläufig bloß Teilexekution über 70.000 EUR zu beantragen. Eine Zuordnung des in Teilexekekution gezogenen Betrags zu den einzelnen Titeln nahm die Betreibende nicht vor.

Das Erstgericht bewilligte die Forderungsexekution und erließ gegenüber der Drittschuldnerin das beantragte Zahlungsverbot.

Das Rekursgericht gab dem Rekurs der Verpflichteten und der Drittschuldnerin Folge, wies den Exekutionsantrag ab und erklärte den ordentlichen Revisionsrekurs für zulässig.

Es vertrat rechtlich die Auffassung, dass der Oberste Gerichtshof bereits mehrfach ausgesprochen habe, dass auf den dem Schädiger (und Versicherungsnehmer) gegen den Haftpflichtversicherer zustehenden Befreiungsanspruch Forderungsexekution nach Paragraph 294, EO geführt werden könne und müsse, um die vom Versicherungsnehmer geschuldete Leistung zu erlangen. Die Pfändung bewirke die Umwandlung des Befreiungsanspruchs in einen Leistungsanspruch. Es sei kein Grund ersichtlich, die Pfändung von Befreiungsansprüchen des Versicherungsnehmers gegen den Haftpflichtversicherer anders zu behandeln als die Pfändung von Kostendeckungsansprüchen des Versicherungsnehmers gegen den Rechtsschutzversicherer.

Allerdings sei der Exekutionsantrag dennoch abzuweisen, weil es ihm an Schlüssigkeit mangle. Die Betreibende habe nämlich keine Behauptung dahin aufgestellt, dass die Drittschuldnerin in den den Exekutionstiteln zu Grunde liegenden Verfahren überhaupt Rechtsschutzdeckung gewährt habe. Ein Verbesserungsverfahren sei nach der Rechtsprechung dann nicht einzuleiten, wenn ein Exekutionsantrag zwar das gesetzlich vorgeschriebene Vorbringen enthalte, er aber unschlüssig sei.

Die Betreibende beantragt in ihrem gegen die Rekursentscheidung erhobenen Revisionsrekurs die Wiederherstellung der erstinstanzlichen Exekutionsbewilligung; hilfsweise stellt sie einen Aufhebungsantrag.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zulässig, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Pfändbarkeit von Kostendeckungsansprüchen des Verpflichteten aus der Rechtsschutzversicherung nach Paragraph 294, EO fehlt.

Im ordentlichen Revisionsrekurs macht die Betreibende geltend, dass die vom Rekursgericht angenommene Unschlüssigkeit nicht vorliege. Die dem Exekutionsantrag zu Grunde liegenden Titelverfahren seien gerade nicht mit jenen Verfahren ident, auf die sich die zu pfändenden Kostendeckungsansprüche bezögen. Der Betreibenden sei schon bei Antragstellung bekannt gewesen, dass die Deckungszusagen in den Titelverfahren nicht von der Drittschuldnerin, sondern von einer anderen Versicherungsgesellschaft erteilt worden seien.

Bei den Forderungen der Verpflichteten handle es sich um zur Schuldbefreiung führende Geldansprüche, sodass die von der Drittschuldnerin geschuldeten Leistungen einen Vermögensbestandteil der Verpflichteten bildeten und damit pfändbar seien. Die Pfändung bewirke die Umwandlung des Befreiungsanspruchs in einen Leistungsanspruch. Für jedermann sei erkennbar, dass Gegenstand der in Exekution gezogenen Forderungen die unverbrauchten Versicherungssummen der im Exekutionsantrag näher angeführten, beim Bezirksgericht Klagenfurt anhängigen Verfahren seien, wozu die Titelverfahren gerade nicht gehörten.

Der Revisionsrekurs ist im Ergebnis nicht berechtigt.

1. Dem Drittschuldner steht Rekurslegitimation gegen die Exekutionsbewilligung (nur) zu, wenn ihn diese gesetzwidrig belastet, oder ihm ungerechtfertigte Aufträge erteilt werden oder die Bewilligung nicht dem Gesetz entspricht (RIS-Justiz RS0004201).

Das gegen die Drittschuldnerin verhängte Zahlungsverbot greift - wie aufzuzeigen ist - insofern in ihre Rechtsstellung ein, als ihr verboten wird, allenfalls auch berechtigte Ansprüche des Verpflichten aus dem Rechtsschutzversicherungsvertrag auf Tragung bestimmter Verfahrenskosten, die aus den in Feldgruppe 10 bezeichneten Verfahren resultieren, zu erfüllen.

Die Drittschuldnerin war daher zur Erhebung eines Rekurses gegen die erstgerichtliche Exekutionsbewilligung legitimiert.

2. Die Betreibende stellt in ihrem Revisionsrekurs zweierlei klar:

Zum einen bringt sie - ihrem erstinstanzlichen Exekutionsantrag entsprechend - vor, dass die im Exekutionsverfahren betriebenen (Kosten-)Ansprüche in keinem Zusammenhang mit jenen Forderungen stehen, die Gegenstand ihres Pfändungsantrags sind.

Zum anderen verdeutlicht die Betreibende ihr Vorbringen im Exekutionsantrag dahin, dass sie nicht die Pfändung von unmittelbar den Verpflichteten gegenüber der Drittschuldnerin zustehenden Geldansprüchen beantragte, sondern aus Kostendeckungszusagen abgeleitete Kostendeckungsansprüche der Verpflichteten, bezogen auf weitere, zwischen den Streitteilen noch anhängige Verfahren.

3. Verfahrensentscheidend ist somit, ob Kostendeckungsansprüche der Verpflichteten gegen die Drittschuldnerin, gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen, nach Paragraph 294, EO pfändbar sind.

3.1 Bei der Rechtsschutzversicherung sorgt der Versicherer gemäß der Legaldefinition in Paragraph 158 j, Absatz eins, VersVG für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers in den im Vertrag umschriebenen Bereichen und trägt die dem Versicherungsnehmer dabei entstehenden Kosten. Die Rechtsschutzversicherung ist passive Schadensversicherung (RIS-Justiz RS0127808; 7 Ob 215/11k; Ettinger, Versicherungshandbuch [13. Lfg 2012] Rechtsschutzversicherung 1). Sie schützt den Versicherungsnehmer gegen das Entstehen von Verbindlichkeiten (7 Ob 215/11k).

3.2 Die Hauptleistungspflicht des Versicherers in der Rechtsschutzversicherung besteht in der Kostentragung (7 Ob 45/89; Schauer, Das österreichische Versicherungsvertragsrecht³ [1995] 448; T. Honsell in Wiener Kommentar zum Versicherungsvertragsgesetz [1999] Vorbem Paragraphen 158, l bis 158 o Rz 6; Hartmann, Rechtsschutzversicherung [2012] 29).

3.3 Bei dem aus der Rechtsschutzversicherung resultierenden Anspruch handelt es sich somit um keinen Geldanspruch (7 Ob 34/00a). Nur wenn der Versicherungsnehmer seinen Kostengläubiger bereits selbst befriedigt hat, verwandelt sich sein ursprünglicher Freistellungsanspruch in einen Kostenerstattungsanspruch gegen seinen Rechtsschutzversicherer (Bauer in Harbauer, Rechtsschutzversicherung8 [2010] Paragraph 17, ARB 2000 Rz 148 mwN; Geist in Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutz-Versicherung [ARB 2007] [2008] Artikel 11, ARB 119).

Dieser Fall liegt nicht vor, weil die Betreibende in ihrem Revisionsrekurs selbst klarstellt, dass die Verpflichteten allfällige Kostenforderungen, die aus den in Feldgruppe 10 bezeichneten, noch anhängigen Verfahren resultieren könnten, nicht befriedigt haben. Der Exekutionantrag bezieht sich somit nicht auf Rückerstattungs-(Geld-)ansprüche der Verpflichteten gegen die Drittschuldnerin.

3.4 Ausgehend von seiner - unrichtigen -
Annahme, dass sich der Exekutionsantrag auf die Befreiungsansprüche der Verpflichteten hinsichtlich jener Kostenforderungen der Betreibenden gründet, die ihr in den Titelverfahren zuerkannt wurden, nahm das Rekursgericht in sinngemäßer Anwendung der von der Rechtsprechung zur Haftpflichtversicherung vertretenen Grundsätze (RIS-Justiz RS0041269; 3 Ob 148/78 SZ 51/157) an, dass die Betreibende als Kostengläubigerin den Befreiungsanspruch (Kostendeckungsanspruch) der Verpflichteten gegen die Rechtsschutzversicherung im Weg des Paragraph 294, EO in Exekution ziehen könne.

3.5 Ob sich der Befreiungsanspruch des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung unter der Voraussetzung seiner Fälligkeit als Anspruch eigener Art in der Hand des Kostengläubigers in einen Zahlungsanspruch (Geldanspruch) verwandelt (so zur vergleichbaren deutschen Rechtslage Harbauer, Rechtsschutzversicherung8 Paragraph 17, ARB 2000 Rz 149; Geist in ARB 2007 118 f) und gemäß Paragraph 294, EO gepfändet werden kann, oder ob für den Kostengläubiger nur eine Pfändung nach Paragraph 331, EO in Betracht käme, kann jedoch hier dahinstehen, weil die Betreibende gerade nicht Befreiungsansprüche aus den Titelverfahren in Exekution ziehen will.

3.6 Die Betreibende will vielmehr Befriedigung für die von ihr betriebenen, mit den behaupteten Befreiungsansprüchen der Verpflichteten in anderen Verfahren in keinem Zusammenhang stehenden Ansprüche durch Pfändung dieser Befreiungsansprüche erreichen.

3.6.1 Allerdings ist der Befreiungsanspruch dadurch gekennzeichnet, dass er den Versicherten von jener Verbindlichkeit befreien soll, die aus dem konkreten Fall resultiert, für den Rechtsschutzdeckung gewährt wird.

Den Verpflichteten als Versicherungsnehmer stünde daher auch bei Unterstellung der Richtigkeit der Behauptungen der Betreibenden nur der Anspruch zu, dass die Drittschuldnerin sie von Kostenverbindlichkeiten befreit, die aus den in Feldgruppe 10 genannten Verfahren resultieren. Ein Anspruch der Verpflichteten darauf, dass die Drittschuldnerin die nun betriebenen Ansprüche befriedigt, besteht somit schon nach dem eigenen Vorbringen der Betreibenden nicht, die zugesteht, dass die Drittschuldnerin hinsichtlich der betriebenen Ansprüche gerade keine Rechtsschutzdeckung gewährte.

3.6.2 Damit fehlt aber die Grundvoraussetzung für die Annahme einer „Umwandlung“ des Befreiungsanspruchs in eine Geldforderung, weil die Betreibende mit ihren betriebenen Forderungen hier gerade nicht Titelgläubigerin jener Kostenansprüche ist, auf die sich die gepfändeten Befreiungsansprüche beziehen. Ihre Rechtsstellung ist nicht anders zu beurteilen als die eines beliebigen Dritten, der Befreiungsansprüche aus der Rechtsschutzversicherung pfänden will, die mit seiner Titelforderung in keinem Zusammenhang stehen.

3.6.3 Auch die Aussage in der Rechtsprechung zur Haftpflichtversicherung, in der Hand des geschädigten Dritten verwandle sich der Befreiungsanspruch des Versicherten gegen seine Versicherung in einen Geldleistungsanspruch, bezieht sich nur auf den Fall, dass der Titel des geschädigten Dritten sich gerade auf jenes Ereignis gründet, für das Versicherungsdeckung gewährt wird (7 Ob 34/74 SZ 47/38; 3 Ob 148/87 SZ 51/157).

3.6.4 Eine Pfändung des behaupteten Befreiungsanspruchs aus mit den Titelverfahren nicht im Zusammenhang stehenden weiteren Verfahren wäre auch nach Paragraph 331, EO zwecklos: Die Betreibende könnte nur ermächtigt werden, die Rechte der Verpflichteten aus dem Rechtsschutzversicherungsvertrag geltend zu machen. Diese Rechte könnten aber nur darin bestehen, dass die Drittschuldnerin die Verpflichteten von Kostenforderungen im Zusammenhang mit den in Feldgruppe 10 bezeichneten Verfahren befreit. Eine Befriedigung der damit in keinem Zusammenhang stehenden betriebenen Ansprüche würde dadurch gerade nicht erreicht (Bauer in Harbauer, Rechtsschutzversicherung8 Paragraph 17, ARB 2000 Rz 147 mwN).

4. Zwar ist im Exekutionsbewilligungsverfahren der Bestand der gepfändeten Forderung grundsätzlich nicht zu prüfen (RIS-Justiz RS0000085; Oberhammer in Angst, EO² Paragraph 294, Rz 37 mwN).

Der Bewilligungsantrag ist aber abzuweisen, wenn schon aus dem Exekutionsantrag oder aus dem Akteninhalt das Nichtbestehen der Forderung hervorgeht (RIS-Justiz RS0084555; Oberhammer in Angst, EO² Paragraph 294, Rz 37). Die Zwecklosigkeit eines Vollstreckungsverfahrens ist nämlich von Amts wegen aufzugreifen (3 Ob 270/05k; 3 Ob 86/11k).

Dieser Fall liegt aus den dargelegten Gründen vor, weil den Verpflichteten die behauptete Geldforderung gegen die Drittschuldnerin schon nach den Behauptungen der Betreibenden zum maßgeblichen Zeitpunkt der Pfändung nicht zustand.

Die Betreibende beharrt auch in ihrem Revisionsrekurs noch auf dem Standpunkt, durch die Pfändung des Befreiungsanspruchs habe sich dieser in einen fälligen und unbedingten Geldanspruch der Verpflichteten gegen die Drittschuldnerin umgewandelt. Ob im Anlassfall die Pfändung einer bedingten Geldforderung (3 Ob 223/12h; Oberhammer in Angst, EO² Paragraph 294, Rz 2 mwN) in Betracht gekommen wäre, bedarf daher keiner Prüfung: Die Betreibende hat - wie sich aus ihrem Vorbringen, insbesondere aber aus der Formulierung des von ihr beantragten Zahlungsverbots ergibt - erkennbar kein Interesse an der Pfändung einer Forderung, die nur unter der Bedingung entstehen könnte, dass die Verpflichteten ihrerseits ihre Kostengläubiger der in Feldgruppe 10 des Exekutionsantrags bezeichneten Verfahren befriedigen.

Schon aus diesem Grund ist dem Revisionsrekurs ein Erfolg zu versagen.

5. Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsrekurses gründet sich auf Paragraphen 40,, 50 ZPO in Verbindung mit Paragraph 78, EO.

Schlagworte

Exekutionsrecht

Textnummer

E105672

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0030OB00136.13S.1008.000

Im RIS seit

12.11.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2015

Dokumentnummer

JJT_20131008_OGH0002_0030OB00136_13S0000_000