Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob149/56 1Ob137/66 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034536

Geschäftszahl

2Ob149/56; 1Ob137/66; 1Ob63/71; 1Ob157/71; 7Ob69/74; 5Ob207/74; 4Ob57/78; 5Ob754/79; 5Ob623/80; 1Ob516/82; 3Ob502/85; 1Ob21/87; 4Ob543/87; 8Ob1632/91 (8Ob1633/91, 8Ob1634/91); 1Ob41/94 (1Ob42/94); 1Ob2/96; 1Ob94/03k; 10Ob84/04g; 1Ob11/07k; 10Ob72/07x; 8ObA66/09b; 8Ob81/10k; 3Ob55/11a; 4Ob144/11x; 4Ob46/12m; 3Ob227/12x; 1Ob56/13m; 1Ob130/13v; 1Ob50/13d; 5Ob230/14f; 1Ob211/14g; 1Ob123/15t; 6Ob232/15h; 5Ob206/16d; 9Ob39/17a; 6Ob174/17g; 5Ob68/18p; 6Ob132/19h

Entscheidungsdatum

11.07.1956

Norm

ABGB §1489 IIB
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Bei fortgesetzter Schädigung beginnt die Verjährung für den Ersatz des erstentstandenen Schaden mit der Kenntnis des Beschädigten von ihm zu laufen; für jede weitere Schädigung beginnt eine neue Verjährung in dem Zeitpunkt, in welchem sie dem Beschädigten zur Kenntnis gelangt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 149/56
    Entscheidungstext OGH 11.07.1956 2 Ob 149/56
    Veröff: ZVR 1957/125 S 130
  • 1 Ob 137/66
    Entscheidungstext OGH 26.05.1966 1 Ob 137/66
    Beisatz: Immissionen nach § 364a ABGB. (T1)
    Veröff: EvBl 1966/426 S 547 = JBl 1967,32
  • 1 Ob 63/71
    Entscheidungstext OGH 25.03.1971 1 Ob 63/71
    Veröff: ImmZ 1971,217 = MietSlg 23610
  • 1 Ob 157/71
    Entscheidungstext OGH 24.06.1971 1 Ob 157/71
    Beisatz: Monatlicher Mietzinsentgang (T2)
    Veröff: 23225
  • 7 Ob 69/74
    Entscheidungstext OGH 09.05.1974 7 Ob 69/74
    Veröff: SZ 47/61 = JBl 1974,482 = RZ 1974/118 S 212
  • 5 Ob 207/74
    Entscheidungstext OGH 02.10.1974 5 Ob 207/74
  • 4 Ob 57/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 57/78
    Beisatz: Nichtentrichtung vorgeschriebener Sozialversicherungsbeiträge. (T3)
    Veröff: Arb 9770 = DRdA 1980,27 (mit Anmerkung von Koziol)
  • 5 Ob 754/79
    Entscheidungstext OGH 11.03.1980 5 Ob 754/79
    Beisatz: Hier: Mehraufwand für Ersatzwohnung (T4)
  • 5 Ob 623/80
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 5 Ob 623/80
    Vgl
  • 1 Ob 516/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 516/82
    Vgl; Beisatz: Getrennte Beurteilung der Forderungen gegen den Ehestörer auf Ersatz der Überwachungskosten aus selbständigen, aufeinanderfolgenden Beobachtungsaufträgen an Detektivbüro. (T5)
  • 3 Ob 502/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 502/85
    Beisatz: Eine festgesetzte Schädigung liegt nicht vor, wenn es um einen bereits entstandenen, der Höhe aber noch nicht völlig bekannten, sich durch weitere Säumigkeit des Verkäufers mit der Mängelbeseitigung nur erhöhenden Schaden, vor allem aber, wenn es um einen sogar der Höhe nach vorhersehbaren Folgeschaden geht. (T6)
    Veröff: JBl 1986,304 (P Bydlinski)
  • 1 Ob 21/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 1 Ob 21/87
    Beis wie T6
  • 4 Ob 543/87
    Entscheidungstext OGH 03.11.1987 4 Ob 543/87
  • 8 Ob 1632/91
    Entscheidungstext OGH 18.10.1991 8 Ob 1632/91
    Auch; Beisatz: Hier: Monatlicher Mietzinsentgang wegen Schaden an der Wasserzuleitung. (T7)
  • 1 Ob 41/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 41/94
    Auch; Beisatz: Schäden infolge fortgesetzten oder wiederholten Verhaltens ist jede einzelne Handlung oder Unterlassung für sich selbst Schadensursache, weshalb mit jeder weiteren Zufügung eines Schadens eine neue Verjährung in dem Zeitpunkt in Gang gesetzt wird, in welchem sie dem Geschädigten zur Kenntnis gelangt. (T8)
  • 1 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2/96
    Auch
  • 1 Ob 94/03k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2003 1 Ob 94/03k
    Auch; Beisatz: Die Nichterfüllung der im Bewilligungsbescheid erteilten Auflagen (in casu: zum Schutz der Fischereirechte) ist als fortgesetztes Verhalten des Bescheidadressaten ein Dauerdelikt, so dass mit jeder Schadenszufügung eine gesonderte Verjährungsfrist in dem Zeitpunkt, in dem sie dem Geschädigten zur Kenntnis gelangt, in Gang gesetzt wird. (T9)
  • 10 Ob 84/04g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2005 10 Ob 84/04g
    Beisatz: Eine fortgesetzte Schädigung in diesem Sinn liegt vor, wenn durch eine schädigende Anlage, Nichtbeseitigen eines gefährlichen oder Aufrechterhalten eines rechtswidrigen Zustandes Schäden hervorgerufen werden, oder wenn wiederholte schädigende Handlungen vorliegen, von denen jede den Tatbestand einer neuen Rechtsverletzung verkörpert und jede für sich Schadensursache ist. Von einer fortgesetzten Schädigung kann allerdings nicht gesprochen werden, wenn ein Schaden eingetreten ist, der sich nur wegen Fortdauer des schädigenden Verhaltens vergrößert hat. (T10)
    Veröff: SZ 2005/6
  • 1 Ob 11/07k
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 11/07k
    Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10 nur: Eine fortgesetzte Schädigung in diesem Sinn liegt vor, wenn durch eine schädigende Anlage, Nichtbeseitigen eines gefährlichen oder Aufrechterhalten eines rechtswidrigen Zustandes Schäden hervorgerufen werden, oder wenn wiederholte schädigende Handlungen vorliegen, von denen jede den Tatbestand einer neuen Rechtsverletzung verkörpert und jede für sich Schadensursache ist. (T11)
    Beisatz: Wird einer Behörde vorgeworfen, rechtswidrig und schuldhaft einen negativen Bescheid erlassen und nach dessen Aufhebung weitere Schäden dadurch verschuldet zu haben, dass nicht unverzüglich ein positiver „Ersatzbescheid" erlassen wurde, ist für den Beginn der Verjährungsfrist zwischen den Schäden, die bei pflichtgemäßem Verhalten auch bei einer umgehenden neuen Entscheidung nicht mehr vermeidbar gewesen wären und jenen zu unterscheiden, die (auch) auf die schuldhafte Untätigkeit bzw die pflichtwidrige Verzögerung bei der Erlassung eines neuen Bescheids zurückgehen. Bei letzteren handelt es sich nicht um vorhersehbare Folgeschäden, sodass jeder weitere Schadenseintritt einen neuen Verjährungsbeginn auslöst. (T12)
  • 10 Ob 72/07x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 Ob 72/07x
    Beis wie T10 nur: Eine fortgesetzte Schädigung in diesem Sinn liegt vor, wenn durch eine schädigende Anlage, Nichtbeseitigen eines gefährlichen oder Aufrechterhalten eines rechtswidrigen Zustandes Schäden hervorgerufen werden. (T13)
    Beisatz: Hier: Die fortgesetzte Nichtzurverfügungstellung der dem Kläger vertragsmäßig zugesicherten Wohnung stellt einen vertragswidrigen Dauerzustand im Sinne einer fortgesetzten Schädigung dar, sodass der Kläger nicht verpflichtet war, innerhalb von drei Jahren nach dem Eintritt des Primärschadens eine Feststellungsklage zur Wahrung seines Anspruches für künftige Schäden einzubringen. (T14)
  • 8 ObA 66/09b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 ObA 66/09b
  • 8 Ob 81/10k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 81/10k
  • 3 Ob 55/11a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 55/11a
    Vgl
  • 4 Ob 144/11x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 144/11x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mehrere ärztliche Kunstfehler anlässlich einer Operation und Einschaltung der Patientenvertretung. (T15)
  • 4 Ob 46/12m
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 46/12m
    Auch; Beisatz: Hier: Schadenersatzansprüche wegen eines Kartellrechtsverstoßes. (T16)
    Veröff: SZ 2012/78
  • 3 Ob 227/12x
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 227/12x
    Auch; Beisatz: Solange ein Leistungsanspruch aufrecht ist, kann nicht die Verjährung des Schadenersatzanspruchs beginnen, der an dessen Stelle treten soll. (T17)
  • 1 Ob 56/13m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 56/13m
    Auch; Beisatz: Hier: Verjährungsfrist eines Staatshaftungsanspruchs. (T18)
    Veröff: SZ 2013/50
  • 1 Ob 130/13v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 130/13v
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl
  • 5 Ob 230/14f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 5 Ob 230/14f
    Auch; Beisatz: Fortgesetzte Schädigung durch Nichtbeseitigung eines gefährlichen Zustands. (T19)
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    Vgl auch
  • 1 Ob 123/15t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 123/15t
    Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12; Veröff: SZ 2015/85
  • 6 Ob 232/15h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 232/15h
    Beis wie T2; Beisatz: Der Geschädigte ist bei fortgesetzter Schädigung ausnahmsweise nicht genötigt, innerhalb von drei Jahren nach Eintritt und Bekanntwerden des Primärschadens eine Feststellungsklage zur Wahrung seines Anspruchs auf Ersatz künftiger Schäden einzubringen. Dies ist selbst dann nicht erforderlich, wenn diese Schäden schon vorhersehbar sind. (T20)
    Beisatz: Der verbesserungspflichtige Schuldner verletzt seine Pflichten täglich aufs neue, solange er die geschuldete Leistung nicht vornimmt. Bei der Nichteinhaltung mehrmaliger Zusagen, eine Mängelverbesserung vorzunehmen, fallen ihm wiederholte Pflichtverletzungen zur Last. (T21)
  • 5 Ob 206/16d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 206/16d
    Beisatz: „Fortgesetzte Schadenszufügung“ durch Reparatur an einer Zwischendecke des Mietjobjets, § 8 Abs 3 MRG. (T22); Veröff: SZ 2017/33
  • 9 Ob 39/17a
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 39/17a
    Beis wie T20; Beisatz: Hier: Umsatzrückgänge wegen Umbauarbeiten des Vermieters. (T23)
  • 6 Ob 174/17g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 174/17g
    Vgl; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T11
  • 5 Ob 68/18p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 68/18p
    Auch
  • 6 Ob 132/19h
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 132/19h
    Beis wie T20; Beisatz: Gerade der Fall wiederholter bzw fortdauernder Vertragsverletzung stellt einen Beispielsfall für fortgesetzte Schädigung dar. (T24)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0034536

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19560711_OGH0002_0020OB00149_5600000_001

Rechtssatz für 5Ob189/62 1Ob22/63 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022568

Geschäftszahl

5Ob189/62; 1Ob22/63; 8Ob266/64 (8Ob267/64); 8Ob360/64; 4Ob75/65; 2Ob263/66; 1Ob199/69; 6Ob205/72; 7Ob42/74; 7Ob510/76; 7Ob550/76; 2Ob50/77 (2Ob51/77); 3Ob588/78 (3Ob589/78); 2Ob511/80; 8Ob505/80; 1Ob636/80; 3Ob69/81; 5Ob35/81; 8Ob559/84; 8Ob72/84; 3Ob41/87; 1Ob40/87; 1Ob718/88; 1Ob516/89; 6Ob512/90; 2Ob505/90; 1Ob42/90; 1Ob596/91; 1Ob3/92; 3Ob501/94; 4Ob2017/96p; 3Ob34/97i; 6Ob201/98x; 1Ob91/99k; 7Ob274/01x; 10Ob63/02s; 9Ob142/02a; 2Ob8/02w; 3Ob304/02f; 7Ob259/03v; 6Ob315/03x; 9ObA28/04i; 6Ob191/04p; 3Ob12/05v; 5Ob148/07m; 4Ob7/08w; 2Ob210/07g; 5Ob38/05g; 2Ob9/09a; 2Ob266/08v; 3Ob55/11a; 4Ob208/12k; 1Ob184/12h; 1Ob50/13d; 3Ob196/13i; 3Ob206/13k; 5Ob157/14w; 1Ob121/17a; 4Ob222/18b

Entscheidungsdatum

30.08.1962

Norm

ABGB §1293

Rechtssatz

Schon die entstandene Verbindlichkeit bedeutet einen Nachteil am Vermögen (unter Umständen auch ein bestrittener oder prozessverfangener Anspruch).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 189/62
    Entscheidungstext OGH 30.08.1962 5 Ob 189/62
    Veröff: SZ 35/83
  • 1 Ob 22/63
    Entscheidungstext OGH 06.03.1963 1 Ob 22/63
    Beisatz: Noch nicht fällige Abgabenschuld. (T1)
  • 8 Ob 266/64
    Entscheidungstext OGH 24.11.1964 8 Ob 266/64
    Beisatz: Vereinbarungswidrige Wechselbegebung. (T2)
    Veröff: SZ 37/168
  • 8 Ob 360/64
    Entscheidungstext OGH 12.01.1965 8 Ob 360/64
  • 4 Ob 75/65
    Entscheidungstext OGH 05.10.1965 4 Ob 75/65
    Veröff: SozM IA/e,589 = RZ 1966,127 = JBl 1966,629
  • 2 Ob 263/66
    Entscheidungstext OGH 19.10.1966 2 Ob 263/66
  • 1 Ob 199/69
    Entscheidungstext OGH 30.10.1969 1 Ob 199/69
  • 6 Ob 205/72
    Entscheidungstext OGH 18.01.1973 6 Ob 205/72
  • 7 Ob 42/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 7 Ob 42/74
    Beis wie T2; Veröff: SZ 47/55 = EvBl 1974/287 S 632 = JBl 1974,475
  • 7 Ob 510/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 510/76
    Beisatz: Unter Umständen Schaden durch Vergrößerung der Überschuldung. (T3)
  • 7 Ob 550/76
    Entscheidungstext OGH 01.04.1976 7 Ob 550/76
    Veröff: ImmZ 1976,301
  • 2 Ob 50/77
    Entscheidungstext OGH 26.05.1977 2 Ob 50/77
    Veröff: SZ 50/77
  • 3 Ob 588/78
    Entscheidungstext OGH 10.10.1979 3 Ob 588/78
    Beisatz: Bauordnungswidriger Seitenabstand. (T4)
    Veröff: SZ 52/146
  • 2 Ob 511/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 2 Ob 511/80
    Auch; Beisatz: Nicht jedoch wenn noch gar nicht feststeht, ob die Kläger ihr Bauvorhaben je verwirklichen werden, sodass auch erhöhte Baukosten noch gar nicht feststehen. (T5)
  • 8 Ob 505/80
    Entscheidungstext OGH 08.05.1980 8 Ob 505/80
    Beis wie T3
  • 1 Ob 636/80
    Entscheidungstext OGH 27.08.1980 1 Ob 636/80
    Veröff: SZ 53/107 = NZ 1981,105 = JBl 1982,486; hiezu kritisch Berger JBl 1982,464
  • 3 Ob 69/81
    Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 69/81
  • 5 Ob 35/81
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 35/81
  • 8 Ob 559/84
    Entscheidungstext OGH 06.09.1984 8 Ob 559/84
    nur: Schon die entstandene Verbindlichkeit bedeutet einen Nachteil am Vermögen. (T6)
  • 8 Ob 72/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 72/84
    nur T6
  • 3 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 41/87
    nur T6
  • 1 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 40/87
    Vgl aber; nur T6; Beisatz: Ist die Forderung des Gläubigers aber verjährt und steht fest, dass der Schuldner nicht gewillt ist, die Forderung zu bezahlen, kann von einer Vermögensminderung nicht mehr gesprochen werden. (T7)
  • 1 Ob 718/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 718/88
    nur T6
  • 1 Ob 516/89
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 516/89
    nur T6; Veröff: RdW 1989,221
  • 6 Ob 512/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 512/90
  • 2 Ob 505/90
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 505/90
    nur T6
  • 1 Ob 42/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 42/90
    nur T6; Beis wie T1 nur: Noch nicht fällige Schuld. (T8)
    Veröff: SZ 64/23 = JBl 1991,647
  • 1 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 596/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein Schaden entsteht einer unterlegenen Streitpartei in Höhe ihrer Prozesskostenzahlungspflicht auch dann, wenn sie derzeit vermögenslos ist. (T9)
  • 1 Ob 3/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 3/92
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Schon mit der Vornahme einer Prozesshandlung entsteht einer Prozesspartei durch die sie treffenden Kosten ihres Vertreters ein Nachteil am Vermögen. (T10)
    Veröff: SZ 65/125
  • 3 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 501/94
    nur T6; Veröff: SZ 67/92
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    Auch; nur T6; Beisatz: Der Anspruch auf Rückersatz entsteht erst mit der tatsächlichen Leistung (oder allenfalls der Schaffung eines entsprechenden Exekutionstitels). (T11)
    Veröff: SZ 69/78
  • 3 Ob 34/97i
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 34/97i
    nur T6; Beisatz: Ein solcher Vermögensschaden tritt auch dann ein, wenn der Geschädigte vermögenslos ist (hier: überschuldete GmbH). (T12)
    Veröff: SZ 71/108
  • 6 Ob 201/98x
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 6 Ob 201/98x
    Auch; nur T6; Beisatz: Die Verursachung einer Verbindlichkeit oder eines Aufwands ist Schadenszufügung und macht grundsätzlich schadenersatzpflichtig. (T13)
    Veröff: SZ 72/55
  • 1 Ob 91/99k
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 91/99k
    Vgl auch; Beisatz: Die Belastung mit einer Verpflichtung ist positiver Schade (hier: Unterhaltsverpflichtung). (T14)
    Veröff: SZ 72/91
  • 7 Ob 274/01x
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 274/01x
    nur T6
  • 10 Ob 63/02s
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 Ob 63/02s
    Auch; Beisatz: Der Schaden ist schon durch das Entstehen der Verbindlichkeit auf Seite des Geschädigten und nicht erst durch die Erfüllung dieser Verbindlichkeit gegeben. (T15)
  • 9 Ob 142/02a
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 142/02a
    nur T6
  • 2 Ob 8/02w
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 2 Ob 8/02w
    Vgl auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 304/02f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 304/02f
    Auch; Beisatz: Auch das Entstehen einer Verbindlichkeit ist ein möglicher, nach dem ABGB zu ersetzender Schaden. (T16)
  • 7 Ob 259/03v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 259/03v
    Auch; Beis wie T16
  • 6 Ob 315/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
    Beis wie T14
  • 9 ObA 28/04i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2004 9 ObA 28/04i
    nur T6
  • 6 Ob 191/04p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 191/04p
    Veröff: SZ 2005/16
  • 3 Ob 12/05v
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 12/05v
    nur T6; Beis wie T15; Beisatz: Vermögensminderung ist nicht bloß die Einbuße an Aktiven, sondern auch jedes Anwachsen der Passiven. (T17)
  • 5 Ob 148/07m
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 148/07m
    Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Dass in diesem gemeinhin anerkannten Sinn des § 1293 ABGB auch der Unterhaltsaufwand für ein nicht gewolltes Kind einen Schaden darstellt, ist evident. (T18)
    Beisatz: Im Vergleich der (infolge des Unterbleibens eines Schwangerschaftsabbruchs) bestehenden Unterhaltsverpflichtung der Eltern mit der Situation nach einer abgebrochenen Schwangerschaft stellt sich der gesamte Unterhaltsaufwand für das behinderte Kind als Schaden dar. (T19)
  • 4 Ob 7/08w
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 7/08w
    Beis wie T17; Beisatz: Hier noch nicht rechtskräftige Abgabenschuld. (T20)
  • 2 Ob 210/07g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 210/07g
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 5 Ob 38/05g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
    Vgl; Beisatz: Der weite Schadensbegriff des ABGB umfasst auch das Anwachsen von Passiva. (T21)
  • 2 Ob 9/09a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 9/09a
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T20; Beisatz: Liegt noch kein Abgabenbescheid vor und erscheint ungewiss, ob die Abgabenbehörden ungeachtet gegenteiliger Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs Dienstleistungsrenten weiterhin als einkommensteuerpflichtig einstufen werden, so ist die Rechtsansicht vertretbar, dass wegen dieser Unsicherheit in Bezug auf die Einkommensteuer für die zuerkannten Dienstleistungsansprüche noch kein ersatzfähiger Schaden vorliegt. (T22)
  • 2 Ob 266/08v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
    Auch; Beis wie T17; Auch Beis wie T16; Auch Beis wie T21; Beis wie T8
  • 3 Ob 55/11a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 55/11a
    nur T6
  • 4 Ob 208/12k
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 208/12k
    Auch
  • 1 Ob 184/12h
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 184/12h
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch;nur T6; Beis wie T8; Beis wie T16
  • 3 Ob 196/13i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 196/13i
  • 3 Ob 206/13k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 206/13k
    Beis wie T15; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Begründung der Grunderwerbssteuerpflicht. (T23)
  • 5 Ob 157/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 157/14w
    Auch; Beis wie T20
  • 1 Ob 121/17a
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 121/17a
    Vgl; nur T6; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Nach herrschender Auffassung ist auch das Hinzukommen von Passiva ein positiver Vermögensschaden, weil das gegenwärtige Vermögen durch die Belastung eine Änderung erfährt. (T24)
    Beisatz: Hier: Zum schadenersatzrechtlichen Freistellungsanspruch; Befreiungsrente. (T25)
  • 4 Ob 222/18b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 222/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0022568

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19620830_OGH0002_0050OB00189_6200000_001

Rechtssatz für 5Ob264/63 1Ob173/73 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022802

Geschäftszahl

5Ob264/63; 1Ob173/73; 2Ob177/74; 2Ob37/77; 8Ob167/79; 8Ob43/83; 3Ob561/86; 1Ob40/87; 10Ob93/11s; 1Ob50/13d; 1Ob200/13p; 1Ob231/16a; 1Ob82/19v; 3Ob30/19m

Entscheidungsdatum

03.10.1963

Norm

ABGB §1295 Ia5
ABGB §1304 A1

Rechtssatz

Die zweckmäßig aufgewendeten Kosten des Rettungsaufwandes sind vom Schädiger zu ersetzen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 264/63
    Entscheidungstext OGH 03.10.1963 5 Ob 264/63
  • 1 Ob 173/73
    Entscheidungstext OGH 31.10.1973 1 Ob 173/73
    Beisatz: Auf den Fall der Abfassung und Einbringung eines Rechtsmittels angewendet, wird hier zu verlangen sein, dass dieses Rechtsmittel im Hinblick auf die diesbezüglichen Fragen herrschende Rechtsauffassung in Lehre und Rechtsprechung nicht als praktisch aussichtslos bezeichnet werden muss und mit der Einbringung für den Geschädigten nicht ein unverhältnismäßig hohes Kostenrisiko derart verbunden ist, dass diese Kosten den abzuwendenden Schaden sogar noch übersteigen. Hier Kosten eines Revisionsrekurses. (T1)
  • 2 Ob 177/74
    Entscheidungstext OGH 10.04.1975 2 Ob 177/74
    Beisatz: Zu ersetzen ist der zweckmäßig gemachte Aufwand an Heilungskosten, wobei es nicht darauf ankommt, ob der Verletzte diesen Aufwand für zweckmäßig halten konnte bzw seine Unzweckmäßigkeit zu erkennen vermochte. (T2)
  • 2 Ob 37/77
    Entscheidungstext OGH 14.04.1977 2 Ob 37/77
    Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 177/74
  • 8 Ob 167/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 8 Ob 167/79
  • 8 Ob 43/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 8 Ob 43/83
  • 3 Ob 561/86
    Entscheidungstext OGH 28.10.1987 3 Ob 561/86
    Beisatz: Die Zweckmäßigkeit muss schlüssig begründet werden (das einzige Beweisanbot auf Parteienvernehmung reicht nicht aus). Keine schlüssige Begründung eines Schadenersatzanspruches gegen einen Sachverständigen, wenn nicht dargetan wird, warum das Sachverständigergutachten nicht im Prozess bekämpft wurde. (T3)
  • 1 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 40/87
    Auch
  • 10 Ob 93/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl
  • 1 Ob 200/13p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 200/13p
    Auch
  • 1 Ob 231/16a
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 231/16a
    Auch; Beisatz: Es kann der Schädiger grundsätzlich verlangen, dass er Ersatz (nur) in angemessener Höhe leisten muss. (T4)
    Beisatz: Hier: Rettungsaufwand; Anwaltskosten nach Stundensatzvereinbarung übersteigen im konkreten Einzelfall den angemessenen Aufwand (nach den AHK) und sind daher im Rahmen der Schadensminderungspflicht zu kürzen. (T5)
  • 1 Ob 82/19v
    Entscheidungstext OGH 27.05.2019 1 Ob 82/19v
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 30/19m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 30/19m
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0022802

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19631003_OGH0002_0050OB00264_6300000_001

Rechtssatz für 1Ob137/63 1Ob161/63 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0050387

Geschäftszahl

1Ob137/63; 1Ob161/63; 1Ob51/70; 1Ob260/70; 1Ob46/72; 1Ob44/86; 1Ob17/93; 1Ob1006/96 (1Ob1007/96); 1Ob373/98d; 1Ob199/00x; 1Ob253/01i; 1Ob9/03k; 1Ob55/04a; 1Ob286/03w; 1Ob221/05i; 1Ob63/09k; 1Ob50/13d; 1Ob222/14z

Entscheidungsdatum

09.10.1963

Norm

AHG §6 Abs1 Satz1

Rechtssatz

Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. Der Wortlaut des Gesetzes "... Ansprüche verjähren in drei Jahren ... keinesfalls aber vor einem Jahre nach ..." bringt eindeutig zum Ausdruck, dass die Verjährung nicht vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung endet. Die von Leobenstein - Kaniak vertretene gegenteilige Auslegung ist abzulehnen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 137/63
    Entscheidungstext OGH 09.10.1963 1 Ob 137/63
    Veröff: EvBl 1964/125 S 184 = ÖVA 1964,130
  • 1 Ob 161/63
    Entscheidungstext OGH 23.10.1963 1 Ob 161/63
    Veröff: RZ 1964,79
  • 1 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 12.03.1970 1 Ob 51/70
  • 1 Ob 260/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 260/70
  • 1 Ob 46/72
    Entscheidungstext OGH 15.03.1972 1 Ob 46/72
    Beisatz: Hier im Zusammenhalt mit einer einem Rechtsmittel allenfalls gleichzuhaltenden Prozessführung gegen einen Dritten. (T1)
  • 1 Ob 44/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 44/86
    Veröff: SZ 60/27
  • 1 Ob 17/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 17/93
    Auch
  • 1 Ob 1006/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 1006/96
    Auch; Beisatz: § 6 Abs 1 AHG sieht ähnlich wie die Vorschrift des § 1494 ABGB eine Ablaufhemmung vor. (T2)
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    nur: Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. Die von Leobenstein - Kaniak vertretene gegenteilige Auslegung ist abzulehnen. (T3); Beis wie T2; Beisatz: Die Ablaufhemmung gemäß § 6 Abs 1 AHG tritt unabhängig davon ein, ob ein Schaden durch einen Rechtsbehelf noch abgewendet werden konnte. (T4); Veröff: SZ 72/51
  • 1 Ob 199/00x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 199/00x
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Verjährung von Ersatzansprüchen wegen Schäden, die durch die Ergreifung von Rechtsbehelfen nach § 2 Abs 2 AHG - also auch mittels einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof - nicht mehr abwendbar sind, beginnt mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens beziehungsweise mit dem Eintritt der ersten nicht mehr abwendbaren Schadensfolge zu laufen, sobald dem Geschädigten der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachte Schaden bekannt geworden ist. Die Ergreifung von Rechtsmitteln und die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof als außerordentliches Rechtsmittel bewirken, dass die Verjährungsfrist jedenfalls nicht vor dem Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft beziehungsweise Unabänderlichkeit der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung endet. Diese Ablaufhemmung gemäß § 6 Abs 1 AHG tritt unabhängig davon ein, ob ein Schaden durch einen derartigen Rechtsbehelf noch abgewendet werden konnte. (T5)
  • 1 Ob 253/01i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 253/01i
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die Ergreifung von Rechtsmitteln und die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof als außerordentliches Rechtsmittel bewirken, dass die Verjährungsfrist jedenfalls nicht vor Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft beziehungsweise Unabänderlichkeit der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung endet. (T6)
  • 1 Ob 9/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 9/03k
    Vgl; Beisatz: Das gilt für Schäden aus fehlerhaften Hoheitsakten, die durch Rettungsmaßnahmen nicht mehr abwendbar und daher unabänderlich sind. (T7); Veröff: SZ 2003/29
  • 1 Ob 55/04a
    Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 55/04a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T7; Veröff: SZ 2004/75
  • 1 Ob 286/03w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 286/03w
    nur: Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, dass die dreijährige Verjährung keinesfalls vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann. (T8); Beis wie T5
  • 1 Ob 221/05i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 221/05i
    Vgl auch; Beisatz: Eine ausreichende Kenntnis vom Schaden kann allerdings im Einzelfall auch gegeben sein, wenn bereits vor Abschluss eines behördlichen Verfahrens „gesicherte Verfahrensergebnisse" vorliegen oder der Geschädigte erdrückende Beweise ignoriert. (T9)
  • 1 Ob 63/09k
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 63/09k
    Auch; Beis wie 2
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl
  • 1 Ob 222/14z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 222/14z
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0050387

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2015

Dokumentnummer

JJR_19631009_OGH0002_0010OB00137_6300000_001

Rechtssatz für 3Ob532/79 5Ob683/81 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043421

Geschäftszahl

3Ob532/79; 5Ob683/81; 5Ob679/81; 7Ob572/82; 7Ob567/82; 2Ob169/82; 5Ob739/82; 5Ob516/85 (5Ob517/85); 7Ob554/87; 9ObS11/87; 7Ob523/89; 10ObS182/89; 10ObS87/90; 10ObS69/91; 10ObS100/92; 9ObA79/93; 8ObA208/95 (8ObA209/95); 1Ob564/95; 10ObS431/97y; 9ObA26/01s; 10Ob291/00t; 5Ob146/02k; 7Ob142/04i; 7Ob231/04b; 7Ob291/04a; 7Ob185/05i; 3Ob271/05g; 3Ob241/05w; 7Ob237/06p; 7Ob196/07k; 17Ob30/08y; 6Ob117/08m; 4Ob202/08x; 7Ob32/09w; 7Ob60/09p; 7Ob93/09s; 16Ok1/10; 7Ob84/10v; 7Ob133/10z; 7Ob123/10d; 7Ob112/11p; 7Ob200/11d; 7Ob23/12a; 1Ob4/12p; 1Ob50/13d; 4Ob112/14w; 7Ob166/14h; 9ObA78/15h; 8Ob93/15g; 9ObA33/16t; 4Ob193/17m; 4Ob158/18s; 8ObA75/18i

Entscheidungsdatum

13.06.1979

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine Aktenwidrigkeit liegt nur bei einem Widerspruch zwischen Prozessakten und tatsächlichen Urteilsvoraussetzungen vor, wobei aber dieser Widerspruch einerseits wesentlich, andererseits unmittelbar aus den Akten ersichtlich und behebbar sein muss. In der Gewinnung tatsächlicher Feststellungen durch Schlussfolgerungen kann somit eine Aktenwidrigkeit nicht gelegen sein.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 532/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 532/79
  • 5 Ob 683/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 683/81
    Auch
  • 5 Ob 679/81
    Entscheidungstext OGH 12.01.1982 5 Ob 679/81
    nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur bei einem Widerspruch zwischen Prozessakten und tatsächlichen Urteilsvoraussetzungen vor, wobei aber dieser Widerspruch wesentlich sein muss. (T1)
  • 7 Ob 572/82
    Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 572/82
    nur T1
  • 7 Ob 567/82
    Entscheidungstext OGH 08.07.1982 7 Ob 567/82
    nur T1
  • 2 Ob 169/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 169/82
  • 5 Ob 739/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 5 Ob 739/82
    Auch
  • 5 Ob 516/85
    Entscheidungstext OGH 16.04.1985 5 Ob 516/85
  • 7 Ob 554/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 554/87
    nur T1
  • 9 ObS 11/87
    Entscheidungstext OGH 16.09.1987 9 ObS 11/87
    nur T1
  • 7 Ob 523/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 7 Ob 523/89
    Ähnlich; nur T1; Beisatz: Hier: Aktenwidrigkeit liegt vor bei einem Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf berufenden wesentlich Tatsachenfeststellung im Urteil, der nicht das Ergebnis eines richterlichen Werturteils ist. (T2)
  • 10 ObS 182/89
    Entscheidungstext OGH 04.07.1989 10 ObS 182/89
  • 10 ObS 87/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1990 10 ObS 87/90
    nur T1
  • 10 ObS 69/91
    Entscheidungstext OGH 26.03.1991 10 ObS 69/91
    Veröff: SSV - NF 5/33
  • 10 ObS 100/92
    Entscheidungstext OGH 12.05.1992 10 ObS 100/92
    nur T1
  • 9 ObA 79/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 9 ObA 79/93
    nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur bei einem Widerspruch zwischen Prozessakten und tatsächlichen Urteilsvoraussetzungen vor, wobei aber dieser Widerspruch einerseits wesentlich, andererseits unmittelbar aus den Akten ersichtlich und behebbar sein muss. (T3)
  • 8 ObA 208/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 8 ObA 208/95
    nur: In der Gewinnung tatsächlicher Feststellungen durch Schlussfolgerungen kann somit eine Aktenwidrigkeit nicht gelegen sein. (T4)
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Auch; nur T3; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/105
  • 10 ObS 431/97y
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 10 ObS 431/97y
    nur T4
  • 9 ObA 26/01s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 ObA 26/01s
    Vgl auch; nur T1
  • 10 Ob 291/00t
    Entscheidungstext OGH 06.03.2001 10 Ob 291/00t
    nur T4
  • 5 Ob 146/02k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 146/02k
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 142/04i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2004 7 Ob 142/04i
    Auch
  • 7 Ob 231/04b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 231/04b
  • 7 Ob 291/04a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 7 Ob 291/04a
  • 7 Ob 185/05i
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 185/05i
  • 3 Ob 271/05g
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 271/05g
    Vgl auch; nur T3
  • 3 Ob 241/05w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 241/05w
    Vgl aber; Beisatz: Die in der Rechtsprechung überwiegend vertretene Auffassung, Aktenwidrigkeit liege nur dann vor, wenn der bei Darlegung der Beweisergebnisse unterlaufene Irrtum aus den Prozessakten selbst nicht nur erkennbar, sondern auch gleich behebbar sei, kann nicht aufrechterhalten werden (Zechner in Fasching/Konecny² IV/1 § 503 ZPO Rz 180). Allerdings kann der Oberste Gerichtshof nicht nur in dem Fall (den Zechner aaO Rz 181 darlegt) nicht in der Sache selbst entscheiden, wenn das Berufungsgericht nach einer Beweiswiederholung oder Beweisergänzung selbst Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage traf, sondern auch dann, wenn die aktenwidrige Grundlage jene Erwägungen trifft, die zur Übernahme von erstgerichtlichen Feststellungen führten. (T5)
  • 7 Ob 237/06p
    Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 237/06p
  • 7 Ob 196/07k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 196/07k
  • 17 Ob 30/08y
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 30/08y
    nur T1
  • 6 Ob 117/08m
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 117/08m
    nur: In der Gewinnung tatsächlicher Feststellungen durch Schlussfolgerungen, mögen diese auch unrichtig sein, liegt keine Aktenwidrigkeit im Sinn des § 502 Z 3 ZPO. (T6)
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    nur T3
  • 7 Ob 32/09w
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 32/09w
  • 7 Ob 60/09p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 60/09p
  • 7 Ob 93/09s
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 93/09s
  • 16 Ok 1/10
    Entscheidungstext OGH 09.06.2010 16 Ok 1/10
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 84/10v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 7 Ob 84/10v
  • 7 Ob 133/10z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2010 7 Ob 133/10z
    Auch
  • 7 Ob 123/10d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 123/10d
    Auch
  • 7 Ob 112/11p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 7 Ob 112/11p
    Auch
  • 7 Ob 200/11d
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 200/11d
  • 7 Ob 23/12a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 23/12a
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 4 Ob 112/14w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 112/14w
  • 7 Ob 166/14h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 7 Ob 166/14h
    Vgl auch
  • 9 ObA 78/15h
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 ObA 78/15h
    Vgl
  • 8 Ob 93/15g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2015 8 Ob 93/15g
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 4 Ob 193/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 193/17m
  • 4 Ob 158/18s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 158/18s
    Auch
  • 8 ObA 75/18i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 ObA 75/18i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0043421

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19790613_OGH0002_0030OB00532_7900000_002

Rechtssatz für 1Ob721/79 3Ob630/79 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043256

Geschäftszahl

1Ob721/79; 3Ob630/79; 5Ob667/79; 6Ob783/80; 2Ob238/80; 7Ob531/81; 1Ob608/81; 5Ob735/81; 5Ob683/81; 2Ob89/82; 5Ob589/82 (5Ob599/82); 3Ob638/82; 8Ob274/82; 7Ob648/82; 3Ob539/82; 2Ob85/83; 5Ob552/82; 5Ob592/83; 4Ob14/84; 3Ob514/84; 6Ob586/84; 3Ob558/84; 7Ob704/84; 4Ob144/85; 6Ob5/86; 3Ob542/86; 7Ob547/86; 2Ob640/86; 2Ob36/86; 7Ob62/87; 10ObS147/88; 8Ob600/88; 10ObS345/89; 8Ob710/89; 1Ob564/94; 9ObA248/94; 8ObA192/97m; 2Ob258/99a; 10ObS340/01z; 3Ob103/01w; 7Ob113/01w; 8Ob139/02b; 10ObS314/02b; 8Ob16/03s; 9Ob37/03m; 8Ob11/04g; 3Ob272/04b; 10Ob53/05z; 3Ob155/05y; 3Ob266/06y; 7Ob196/07k; 9ObA9/08a; 6Ob117/08m; 4Ob202/08x; 9ObA67/09g; 6Ob213/09f; 9ObA75/10k; 5Ob219/10g; 3Ob75/12v (3Ob87/12h); 1Ob4/12p; 1Ob50/13d; 4Ob220/13a; 10Ob11/14m; 9ObA132/14y; 4Ob51/15a; 9ObA57/15w; 4Ob63/15s; 4Ob18/16z; 9ObA33/16t; 6Ob206/16m; 4Ob152/17g; 4Ob177/18k

Entscheidungsdatum

12.11.1979

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine Schlussfolgerung kann nicht den Revisionsgrund der Aktenwidrigkeit bilden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 721/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 721/79
  • 3 Ob 630/79
    Entscheidungstext OGH 23.01.1980 3 Ob 630/79
    Beisatz: Gleich, ob tatsächlicher oder rechtlicher Natur. (T1)
  • 5 Ob 667/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 5 Ob 667/79
    Beisatz: Bekämpfung der Richtigkeit der rechtlichen Schlussforderungen. (T2)
  • 6 Ob 783/80
    Entscheidungstext OGH 17.12.1980 6 Ob 783/80
  • 2 Ob 238/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 2 Ob 238/80
  • 7 Ob 531/81
    Entscheidungstext OGH 05.03.1981 7 Ob 531/81
    Beisatz: Doch kann eine Aktenwidrigkeit auch eine Beweiswürdigungsfrage betreffen. (T3)
  • 1 Ob 608/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 608/81
    Auch
  • 5 Ob 735/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 735/81
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 683/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 683/81
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 89/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 89/82
    Beis wie T1
  • 5 Ob 589/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 589/82
    Beis wie T1
  • 3 Ob 638/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 3 Ob 638/82
  • 8 Ob 274/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 8 Ob 274/82
    Beis wie T2
  • 7 Ob 648/82
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 7 Ob 648/82
    Beisatz: Die Billigung einer Vermutung vermag eine Aktenwidrigkeit ebensowenig zu begründen, wie die Vermutung selbst. (T4)
  • 3 Ob 539/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 539/82
  • 2 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 85/83
    Beis wie T2
  • 5 Ob 552/82
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 5 Ob 552/82
    Auch; Beisatz: Auch wenn Beweisergebnisse andere tatsächliche Schlussfolgerungen zuließen. (T5)
  • 5 Ob 592/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 592/83
    Vgl auch
  • 4 Ob 14/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 14/84
    Beisatz: Sofern sie aus Feststellungen, die durch die Aktenlage gedeckt sind, abgeleitet wird. (T6) Veröff: RdA 1985,45 (Kohlmaier)
  • 3 Ob 514/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 514/84
    Beis wie T6
  • 6 Ob 586/84
    Entscheidungstext OGH 24.05.1984 6 Ob 586/84
  • 3 Ob 558/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 558/84
    Veröff: NZ 1985,176
  • 7 Ob 704/84
    Entscheidungstext OGH 17.01.1985 7 Ob 704/84
  • 4 Ob 144/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 144/85
  • 6 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 5/86
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 542/86
  • 7 Ob 547/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 547/86
  • 2 Ob 640/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 2 Ob 640/86
  • 2 Ob 36/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 2 Ob 36/86
    Beis wie T1
  • 7 Ob 62/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 62/87
  • 10 ObS 147/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 10 ObS 147/88
    Auch
  • 8 Ob 600/88
    Entscheidungstext OGH 07.07.1988 8 Ob 600/88
    Beis wie T1
  • 10 ObS 345/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 345/89
    Beisatz: § 48 ASGG (T7)
  • 8 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 8 Ob 710/89
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Auch; Beisatz: Wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden - wesentlichen - Tatsachenfeststellung im Urteil seine Ursache nicht im Übertragungsvorgang hat, sondern vom Ergebnis von Schlussfolgerungen des Richters ist, liegt keine Aktenwidrigkeit vor. (T8) Veröff: SZ 67/101
  • 9 ObA 248/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 ObA 248/94
  • 8 ObA 192/97m
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 192/97m
    Veröff: SZ 70/238
  • 2 Ob 258/99a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 258/99a
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen aus Urkunden gewonnen werden. (T9)
  • 10 ObS 340/01z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 340/01z
    Vgl auch; Beisatz: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen wird oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung und können daher eine Aktenwidrigkeit nicht begründen. (T10)
  • 3 Ob 103/01w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 103/01w
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen gewonnen werden. (T11)
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht. (T12); Beisatz: Dass eine angestrebte Feststellung nicht getroffen wurde, kann daher nicht aktenwidrig sein. (T13)
  • 8 Ob 139/02b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 139/02b
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn die bekämpfte Tatsachenfeststellung durch die Beurteilung eines Prozessvorbringens als schlüssiges Geständnis gewonnen wurde. (T14)
  • 8 Ob 16/03s
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 Ob 16/03s
  • 9 Ob 37/03m
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 Ob 37/03m
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bekämpfung einer Bewertung der konkret getroffenen Feststellungen. (T15)
  • 3 Ob 272/04b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 272/04b
  • 10 Ob 53/05z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2005 10 Ob 53/05z
    Auch
  • 3 Ob 155/05y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 155/05y
    Beisatz: Schlussfolgerungen auf aktenmäßiger Grundlage stellen den Revisionsgrund nicht her; somit kann im angeblichen Widerspruch einer Folgerung des Berufungsgerichts mit von ihm übernommenen erstgerichtlichen Feststellungen nicht aktenwidrig sein. (T16)
  • 3 Ob 266/06y
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 266/06y
    Beis ähnlich wie T10
  • 7 Ob 196/07k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 196/07k
    Auch
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 117/08m
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 117/08m
    Beis wie T1
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    Auch
  • 9 ObA 67/09g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 67/09g
    Beis wie T5
  • 6 Ob 213/09f
    Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 213/09f
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
  • 5 Ob 219/10g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 219/10g
  • 3 Ob 75/12v
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 75/12v
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Beis wie T1
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch
  • 9 ObA 132/14y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 132/14y
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 9 ObA 57/15w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 57/15w
    Auch
  • 4 Ob 63/15s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 63/15s
    Beis wie T11
  • 4 Ob 18/16z
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 18/16z
    Auch; Beis wie T11
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 6 Ob 206/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 6 Ob 206/16m
  • 4 Ob 152/17g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 152/17g
  • 4 Ob 177/18k
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 177/18k
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0043256

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19791112_OGH0002_0010OB00721_7900000_002

Rechtssatz für 6Ob775/82 2Ob85/83 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043277

Geschäftszahl

6Ob775/82; 2Ob85/83; 3Ob590/84; 7Ob639/88; 8Ob710/89; 8Ob1518/92; 1Ob564/94; 9ObA46/95; 9ObA250/97y; 9Ob289/00s; 2Ob258/99a; 10ObS340/01z; 7Ob113/01w; 8Ob139/02b; 10ObS314/02b; 9ObA225/02g; 9Ob37/03m; 9ObA60/03v; 7Ob245/03k; 7Ob142/04i; 3Ob272/04b; 9Ob15/06f; 9Ob146/06w; 16Ok7/07; 9ObA9/08a; 4Ob250/07d; 1Ob33/08x; 8Ob3/09p; 4Ob202/08x; 9ObA67/09g; 16Ok1/10; 9ObA86/10b; 9ObA75/10k; 4Ob190/10k; 6Ob136/11k; 10Ob61/11k; 1Ob4/12p; 1Ob226/12k; 1Ob50/13d; 1Ob127/13b; 4Ob220/13a; 10Ob11/14m; 4Ob112/14w; 4Ob51/15a; 9ObA33/16t; 6Ob22/17d; 6Ob56/17d; 5Ob69/18k; 4Ob170/18f; 8Ob41/19s

Entscheidungsdatum

16.12.1982

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine vom Berufungsgericht vorgenommene Wertung kann nie eine Aktenwidrigkeit im Sinne des Gesetzes darstellen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 775/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 6 Ob 775/82
  • 2 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 85/83
  • 3 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 3 Ob 590/84
    Auch
  • 7 Ob 639/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 639/88
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Argumentation des Berufungsgerichtes. (T1)
  • 8 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 8 Ob 710/89
  • 8 Ob 1518/92
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 1518/92
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit ist nur dann gegeben, wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden wesentlichen Tatsachenfeststellung im Urteil vorliegt, der nicht das Ergebnis eines richterlichen Werturteils ist. (T2)
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden - wesentlichen - Tatsachenfeststellung im Urteil seine Ursache nicht im Übertragungsvorgang hat, sondern vom Ergebnis von Schlussfolgerungen des Richters ist, liegt keine Aktenwidrigkeit vor. (T3) Veröff: SZ 67/101
  • 9 ObA 46/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 46/95
    Auch
  • 9 ObA 250/97y
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 250/97y
  • 9 Ob 289/00s
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 289/00s
  • 2 Ob 258/99a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 258/99a
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen aus Urkunden gewonnen werden. (T4)
  • 10 ObS 340/01z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 340/01z
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen wird oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung und können daher eine Aktenwidrigkeit nicht begründen. (T5)
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht. (T6) Beisatz: Dass eine angestrebte Feststellung nicht getroffen wurde, kann daher nicht aktenwidrig sein. (T7)
  • 8 Ob 139/02b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 139/02b
    Auch
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn die bekämpfte Tatsachenfeststellung durch die Beurteilung eines Prozessvorbringens als schlüssiges Geständnis gewonnen wurde. (T8)
  • 9 ObA 225/02g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 ObA 225/02g
  • 9 Ob 37/03m
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 Ob 37/03m
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 60/03v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 9 ObA 60/03v
  • 7 Ob 245/03k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 245/03k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 142/04i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2004 7 Ob 142/04i
    Auch
  • 3 Ob 272/04b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 272/04b
  • 9 Ob 15/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 15/06f
  • 9 Ob 146/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 Ob 146/06w
  • 16 Ok 7/07
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 16 Ok 7/07
    Beis wie T2
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
  • 4 Ob 250/07d
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 250/07d
    Beis wie T2
  • 1 Ob 33/08x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 33/08x
    Beis wie T4
  • 8 Ob 3/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 3/09p
    Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn das Berufungsgericht das Klagebegehren als schlüssig beurteilt hat. (T9)
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    Auch
  • 9 ObA 67/09g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 67/09g
  • 16 Ok 1/10
    Entscheidungstext OGH 09.06.2010 16 Ok 1/10
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 86/10b
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 86/10b
    Beis wie T1
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
    Auch
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Beis wie T6
  • 6 Ob 136/11k
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 136/11k
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
  • 1 Ob 226/12k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 226/12k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 127/13b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 127/13b
    Veröff: SZ 2013/78
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 112/14w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 112/14w
    Auch
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 6 Ob 22/17d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 6 Ob 22/17d
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 56/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 56/17d
  • 5 Ob 69/18k
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 69/18k
    Vgl auch
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0043277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19821216_OGH0002_0060OB00775_8200000_001

Rechtssatz für 1Ob30/86 1Ob18/87 1Ob2/...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023577

Geschäftszahl

1Ob30/86; 1Ob18/87; 1Ob2/89; 1Ob3/92; 1Ob3/95; 1Ob26/95; 1Ob18/95 (1Ob19/95); 1Ob33/95; 1Ob2355/96x; 1Ob315/99a; 1Ob88/00y; 1Ob105/01z; 1Ob248/04h; 1Ob87/08p; 8Ob6/09d; 1Ob50/13d; 1Ob200/13p; 4Ob197/13v

Entscheidungsdatum

03.09.1986

Norm

ABGB §1295 IIf2
AHG §1 Eb

Rechtssatz

Auch der Verfahrenskostenaufwand kann bei Zutreffen der sonstigen Voraussetzungen Gegenstand eines Amtshaftungsanspruches sein, selbst wenn die in Betracht kommende Verfahrensordnung keine Kostenersatzpflicht kennt, sofern ein solcher Aufwand zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes tatsächlich erforderlich ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 30/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 30/86
    Veröff: SZ 59/141 = JBl 1987,244
  • 1 Ob 18/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 18/87
  • 1 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1989 1 Ob 2/89
    Veröff: SZ 62/6 = JBl 1989,655
  • 1 Ob 3/92
    Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 3/92
    Veröff: SZ 65/125
  • 1 Ob 3/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 3/95
    Auch; Beisatz: Hier: Ersatz von Verfahrenskosten, die durch Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof (und gemäß Art 129 a B - VG idF BGBl 1988/685 an die unabhängigen Verwaltungssenate in den Ländern) gegen die Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehlsgewalt und Zwangsgewalt entstanden sind. (T1)
  • 1 Ob 26/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 26/95
    Auch
  • 1 Ob 18/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 18/95
    Veröff: SZ 68/133
  • 1 Ob 33/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 33/95
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 2355/96x
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2355/96x
    Beis wie T1
  • 1 Ob 315/99a
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 315/99a
    Vgl auch; Veröff: SZ 73/7
  • 1 Ob 88/00y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 88/00y
    Auch; Beisatz: Hier: Kosten, die aufzuwenden sind, um die Vorlage des Haftbeschlusses an das Rechtsmittelgericht und die Aufhebung der Untersuchungshaft zu erreichen, dienen der Verhinderung eines nach Art 5 EMRK zu ersetzenden Schadens und sind im Amtshaftungsverfahren geltend zu machen. (T2)
    Veröff: SZ 73/103
  • 1 Ob 105/01z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2001 1 Ob 105/01z
    Beisatz: Dazu können nur zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung dienende Schritte zählen. Ein aus welchen Gründen immer (wegen Unzulässigkeit, Verspätung oder auch nur aus den Gründen des § 144 Abs 2 B-VG) zurückgewiesenes Rechtsmittel erreicht diese Qualifikation nicht. Die Kosten von Rechtsmitteln oder Beschwerden an den VfGH oder VwGH, die zu keiner sachlichen Erledigung, sondern zur Zurückweisung - und, zur Überweisung an den VwGH - führten, sind somit nicht ersatzfähig. (T3)
  • 1 Ob 248/04h
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 1 Ob 248/04h
    Auch
  • 1 Ob 87/08p
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 87/08p
    Beisatz: Hier: Ersatz der Kosten eines Verfahrens nach § 27 Abs 9 Steiermärkisches Zusammenlegungsgesetz. (T4)
  • 8 Ob 6/09d
    Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 Ob 6/09d
    Vgl; Beisatz: Dazu können nur die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung dienenden Schritte zählen. (T5)
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 200/13p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 200/13p
    Vgl
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schadenersatz wegen Verfahrensaufwand in einem Schiedsverfahren nach Ablehnung des Vorsitzenden des Schiedsgerichts. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0023577

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2014

Dokumentnummer

JJR_19860903_OGH0002_0010OB00030_8600000_002

Rechtssatz für 1Ob44/86 1Ob16/88 1Ob17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0050342

Geschäftszahl

1Ob44/86; 1Ob16/88; 1Ob17/93; 1Ob1006/96 (1Ob1007/96); 1Ob373/98d; 1Ob286/03w; 1Ob221/05i; 1Ob103/07i; 1Ob50/13d; 1Ob222/14z; 1Ob267/15v

Entscheidungsdatum

18.02.1987

Norm

AHG §2 Abs2
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Ersatzansprüche für Schäden, die auch durch Rechtsmittel nicht mehr abgewendet werden können, beginnen mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens oder mit dem Eintritt der ersten Schadensfolge, die nicht mehr abgewendet werden kann, zu verjähren, die Verjährungsfrist endet aber erst ein Jahr nach Rechtskraft der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 44/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 44/86
    Veröff: SZ 60/27
  • 1 Ob 16/88
    Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 16/88
    Veröff: SZ 61/173 = JBl 1989,45
  • 1 Ob 17/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 17/93
    Auch
  • 1 Ob 1006/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 1006/96
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Auch; Veröff: SZ 72/51
  • 1 Ob 286/03w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 286/03w
    Auch
  • 1 Ob 221/05i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 221/05i
    Auch; Beisatz: Hier: Zusammenlegungsplan gemäß § 21 nö FLG wurde nicht als „schadensverursachend" angesehen. (T1)
  • 1 Ob 103/07i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 103/07i
    Veröff: SZ 2007/103
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 222/14z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 222/14z
    Auch
  • 1 Ob 267/15v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 267/15v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für ein nach § 528 Abs 2 ZPO jedenfalls unzulässiges Rechtsmittel. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0050342

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19870218_OGH0002_0010OB00044_8600000_002

Rechtssatz für 1Ob42/90 1Ob18/92 1Ob17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0050338

Geschäftszahl

1Ob42/90; 1Ob18/92; 1Ob17/93; 1Ob39/94; 1Ob41/94 (1Ob42/94); 2Ob2019/96t; 7Ob54/97k; 2Ob153/97g; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 7Ob253/97z; 4Ob24/98b; 1Ob155/97v; 1Ob373/98d; 1Ob127/99d; 1Ob151/00p; 1Ob199/00x; 1Ob134/00p; 1Ob68/01h; 1Ob95/01d; 1Ob147/01a; 1Ob55/04a; 1Ob226/05z; 1Ob103/07i; 8Ob96/07m; 7Ob67/10v; 8Ob26/10x; 1Ob96/11s; 1Ob183/11k; 1Ob85/11y; 1Ob171/12x; 1Ob129/12w; 1Ob56/13m; 1Ob130/13v; 1Ob50/13d; 1Ob148/13s; 3Ob206/13k; 1Ob17/14b; 5Ob230/14f; 1Ob211/14g; 3Ob40/15a; 1Ob51/15d; 1Ob123/15t; 7Ob206/17w; 1Ob109/18p

Entscheidungsdatum

06.03.1991

Norm

AHG §6
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt sind beziehungsweise diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. Der drohenden Verjährung muss der Geschädigte durch eine Feststellungsklage begegnen (JBl 1986,647).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 42/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 42/90
    Veröff: SZ 64/23 = JBl 1991,647
  • 1 Ob 18/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 18/92
  • 1 Ob 17/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 17/93
  • 1 Ob 39/94
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 39/94
    Auch
  • 1 Ob 41/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 41/94
  • 2 Ob 2019/96t
    Entscheidungstext OGH 29.02.1996 2 Ob 2019/96t
    Vgl auch; Beisatz: Der der Prozessökonomie dienende Zweck des Verjährungsrechts verbietet es jedoch, die Verjährung jedes folgenden Teilschadens erst mit dessen Entstehen beginnen zu lassen; ist ein wenn auch der Höhe nach noch nicht bezifferbarer Schaden einmal eingetreten, so sind damit alle Voraussetzungen für den Ersatzanspruch gegeben und ist dieser dem Grunde nach entstanden. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T1)
    Veröff: SZ 69/55
  • 7 Ob 54/97k
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 54/97k
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 153/97g
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 153/97g
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 2300/96t
    Entscheidungstext OGH 28.05.1997 9 ObA 2300/96t
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/104
  • 7 Ob 2403/96z
    Entscheidungstext OGH 23.07.1997 7 Ob 2403/96z
    nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. (T2)
  • 7 Ob 253/97z
    Entscheidungstext OGH 03.12.1997 7 Ob 253/97z
    Auch
  • 4 Ob 24/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 24/98b
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 155/97v
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 155/97v
    Vgl auch; Beisatz: Feststellungsklagen sind bei Zutreffen ihrer allgemeinen Voraussetzungen auch im Amtshaftungsrecht zulässig. (T3)
    Veröff: SZ 71/5
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Veröff: SZ 72/51
  • 1 Ob 127/99d
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 127/99d
    Auch; nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann. (T4)
  • 1 Ob 151/00p
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 151/00p
    Vgl; Beisatz: Der Geschädigte darf mit der Klageführung nicht so lange zuwarten, bis er im Rechtsstreit zu gewinnen glaubt. Jeder Kläger muss nämlich damit rechnen, dass sich seine scheinbare Kenntnis des Schadens und des Ersatzpflichtigen als irrig herausstellt, weil etwa Zeugen oder Sachverständige anderes bekunden könnten. Weiß der Geschädigte, dass er, ohne selbst tätig zu werden, seinen Wissensstand über ein allfälliges Organverschulden nicht mehr erhöhen kann, ist er auch verpflichtet, sachverständigen Rat einzuholen. Sobald dessen Kenntnisstand über den anspruchsbegründenden Sachverhalt eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt, beginnt der Lauf der Verjährungsfrist. (T5)
  • 1 Ob 199/00x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 199/00x
    nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt sind beziehungsweise diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. (T6)
    Beisatz: Die Verjährung von Ersatzansprüchen wegen Schäden, die durch die Ergreifung von Rechtsbehelfen nach § 2 Abs 2 AHG - also auch mittels einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof - nicht mehr abwendbar sind, beginnt mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens beziehungsweise mit dem Eintritt der ersten nicht mehr abwendbaren Schadensfolge zu laufen, sobald dem Geschädigten der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachte Schaden bekannt geworden ist. (T7)
  • 1 Ob 134/00p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 134/00p
  • 1 Ob 68/01h
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 68/01h
    nur T6; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt ab dem Zeitpunkt, in dem der Geschädigte aufgrund ihm bekannter Umstände - neben der Kenntnis des Eintritts (der Wirksamkeit) eines Schadens - ohne nennenswerte Mühe zumutbarerweise auch auf das Verschulden irgendeines Organs des später beklagten Rechtsträgers (hier: Bund) schließen konnte. (T8)
  • 1 Ob 95/01d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 95/01d
    Vgl; Beis wie T5 nur: Weiß der Geschädigte, dass er, ohne selbst tätig zu werden, seinen Wissensstand über ein allfälliges Organverschulden nicht mehr erhöhen kann, ist er auch verpflichtet, sachverständigen Rat einzuholen. Sobald dessen Kenntnisstand über den anspruchsbegründenden Sachverhalt eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt, beginnt der Lauf der Verjährungsfrist. (T9) Beis wie T8
  • 1 Ob 147/01a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 147/01a
    Beisatz: Durch die Einbringung einer Feststellungsklage wird die Verjährung aller in diesem Zeitpunkt noch nicht fälligen und daher zukünftigen Schadenersatzansprüche unterbrochen, weshalb eine Klagsausdehnung auf später fällig werdende Beträge entgegen der Meinung der Vorinstanzen nicht erforderlich ist. (T10)
  • 1 Ob 55/04a
    Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 55/04a
    Beis wie T7; Veröff: SZ 2004/75
  • 1 Ob 226/05z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 1 Ob 226/05z
    Auch; Beisatz: Ein Zuwarten wegen Unkenntnis der Person des Schädigers ist nur dann zulässig, wenn Unklarheit darüber besteht, ob im Sinne des Kausalitätsverlaufs die Schadenszufügung auf das Handeln einer bestimmten Person zurückgeführt werden kann. Die Unklarheit betreffend die Rechtsfrage, ob das rechtswidrig schuldhafte Verhalten des Schädigers dem beklagten Rechtsträger zurechenbar und diese für Schadenersatzansprüche passiv legitimiert ist, kann den Beginn der Verjährungsfrist nicht weiter hinausschieben. (T11)
  • 1 Ob 103/07i
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 103/07i
    nur T6; Beis wie T8; Beis wie T5 nur: Der Geschädigte darf mit der Klageführung nicht so lange zuwarten, bis er im Rechtsstreit zu gewinnen glaubt. Jeder Kläger muss nämlich damit rechnen, dass sich seine scheinbare Kenntnis des Schadens und des Ersatzpflichtigen als irrig herausstellt. (T12)
    Veröff: SZ 2007/103
  • 8 Ob 96/07m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 96/07m
    Auch; Beisatz: Wobei auch schon der Eintritt eines Teilschadens ausreicht. (T13)
  • 7 Ob 67/10v
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 67/10v
  • 8 Ob 26/10x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 26/10x
    nur T6; Beis wie T12
  • 1 Ob 96/11s
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 96/11s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 183/11k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 183/11k
    Beis wie T13
  • 1 Ob 85/11y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 85/11y
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 1 Ob 171/12x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 171/12x
    Auch
  • 1 Ob 129/12w
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 129/12w
    Auch
  • 1 Ob 56/13m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 56/13m
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/50
  • 1 Ob 130/13v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 130/13v
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 148/13s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 148/13s
    Auch
  • 3 Ob 206/13k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 206/13k
    Beisatz: Hier: Begründung der Grunderwerbssteuerpflicht. (T14)
  • 1 Ob 17/14b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 17/14b
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T12
  • 5 Ob 230/14f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 5 Ob 230/14f
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 40/15a
    Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 40/15a
    Auch
  • 1 Ob 51/15d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 51/15d
    nur T6
  • 1 Ob 123/15t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 123/15t
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 2015/85
  • 7 Ob 206/17w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 206/17w
    Auch
  • 1 Ob 109/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 109/18p
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt, sobald der Kenntnisstand des Geschädigten eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt. (T15)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050338

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19910306_OGH0002_0010OB00042_9000000_004

Rechtssatz für 1Ob41/94 (1Ob42/94) 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087613

Geschäftszahl

1Ob41/94 (1Ob42/94); 1Ob621/95; 7Ob54/97k; 4Ob2197/96h; 4Ob2356/96s; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 1Ob2201/96z; 1Ob155/97v; 2Ob263/98k; 2Ob254/98m; 1Ob151/98g; 1Ob372/98g; 1Ob373/98d; 5Ob333/98a; 9Ob43/00i; 1Ob82/00s; 1Ob199/00x; 3Ob323/98s; 2Ob242/99y; 1Ob246/01k; 2Ob78/03i; 6Ob141/03h; 1Ob55/04a; 4Ob76/05p; 1Ob66/08z; 9ObA122/07t; 1Ob4/09h; 4Ob190/09h; 9ObA118/10h; 8Ob81/10k; 1Ob183/11k; 8ObA83/11f; 3Ob200/11z; 1Ob171/12x; 3Ob227/12x; 1Ob56/13m; 1Ob130/13v; 1Ob50/13d; 1Ob148/13s; 3Ob23/14z; 8Ob26/14b; 5Ob230/14f; 1Ob211/14g; 1Ob81/15s; 1Ob51/15d; 6Ob153/15s; 6Ob232/15h; 1Ob214/15z; 1Ob13/16t; 3Ob153/16w; 9Ob39/17a; 6Ob174/17g; 5Ob68/18p; 2Ob216/18f

Entscheidungsdatum

22.11.1995

Norm

ABGB §1489 Satz1 IIA
ABGB §1489 Satz1 IIB
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 41/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 41/94
  • 1 Ob 621/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 621/95
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 68/238
  • 7 Ob 54/97k
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 54/97k
    Auch
  • 4 Ob 2197/96h
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2197/96h
    Vgl auch; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Geschädigte zu einer Leistungsklage genötigt ist, sind gleichzeitig auch alle voraussehbaren künftigen Schäden (mit Feststellungsklage) geltend zu machen. (T1)
  • 4 Ob 2356/96s
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 2356/96s
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 2300/96t
    Entscheidungstext OGH 28.05.1997 9 ObA 2300/96t
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/104
  • 7 Ob 2403/96z
    Entscheidungstext OGH 23.07.1997 7 Ob 2403/96z
    Auch
  • 1 Ob 2201/96z
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2201/96z
    Vgl; Veröff: SZ 70/84
  • 1 Ob 155/97v
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 155/97v
    Veröff: SZ 71/5
  • 2 Ob 263/98k
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 263/98k
    Auch; nur: Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. (T2)
  • 2 Ob 254/98m
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 254/98m
    Vgl auch; Beisatz: Ein Feststellungsurteil schließt die Verjährung von Folgeschäden für die Dauer von 30 Jahren ab seiner Rechtskraft aus. (T3)
  • 1 Ob 151/98g
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 151/98g
    Auch; nur: Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T4)
  • 1 Ob 372/98g
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 372/98g
    Beisatz: Die Voraussehbarkeit künftiger Schäden ist eine Frage, die nach den Gegebenheiten des Einzelfalls zu lösen ist. (T5)
  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Veröff: SZ 72/51
  • 5 Ob 333/98a
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 5 Ob 333/98a
    Vgl auch
  • 9 Ob 43/00i
    Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 Ob 43/00i
    Vgl auch; nur T4
  • 1 Ob 82/00s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 82/00s
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 199/00x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 199/00x
  • 3 Ob 323/98s
    Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 323/98s
  • 2 Ob 242/99y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2001 2 Ob 242/99y
  • 1 Ob 246/01k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 246/01k
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 78/03i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 78/03i
    nur: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. (T6)
    Beisatz: Es kommt auf die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten und nicht auf die ex-post-Betrachtung von Sachverständigen an. (T7)
  • 6 Ob 141/03h
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 141/03h
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 55/04a
    Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 55/04a
    Veröff: SZ 2004/75
  • 4 Ob 76/05p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 4 Ob 76/05p
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 66/08z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 66/08z
    Auch
  • 9 ObA 122/07t
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 ObA 122/07t
    Auch; Beisatz: Folgeschäden sind allerdings dann nicht vorhersehbar, wenn zum schädigenden Ereignis, das den Erstschaden herbeigeführt hat, weitere Voraussetzungen hinzukommen müssen und nicht abzusehen ist, ob es tatsächlich dazu kommen wird. In diesem Fall beginnt die Verjährungsfrist erst mit dem Eintritt des Folgeschadens zu laufen. (T8)
    Beisatz: Maßgebend ist dabei die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten und nicht eine ex-post-Betrachtung durch Sachverständige. (T9)
  • 1 Ob 4/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 4/09h
    Auch
  • 4 Ob 190/09h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 190/09h
    Auch; Beis wie T5
  • 9 ObA 118/10h
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 118/10h
    nur: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T10)
  • 8 Ob 81/10k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 81/10k
    Auch
  • 1 Ob 183/11k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 183/11k
  • 8 ObA 83/11f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 ObA 83/11f
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 200/11z
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 200/11z
  • 1 Ob 171/12x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 171/12x
    Auch
  • 3 Ob 227/12x
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 227/12x
  • 1 Ob 56/13m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 56/13m
    Vgl; Veröff: SZ 2013/50
  • 1 Ob 130/13v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 130/13v
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 148/13s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 148/13s
    Auch
  • 3 Ob 23/14z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 23/14z
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 8 Ob 26/14b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2014 8 Ob 26/14b
    Auch; Beisatz: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen (Teil‑(‑Folge‑)Schäden bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen oder ein außergerichtliches Anerkenntnis des Schädigers zu erwirken. (T11)
  • 5 Ob 230/14f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 5 Ob 230/14f
    Auch
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    nur: Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T12)
  • 1 Ob 81/15s
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 81/15s
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob bei einem Verdienstausfall durch einen Krankenstand wegen psychischer Beeinträchtigungen typischerweise auch (erheblich höhere) Einkommensverluste wegen einer künftigen Frühpensionierung wegen Dienstunfähigkeit voraussehbar sind. (T13); Veröff: SZ 2015/52
  • 1 Ob 51/15d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 51/15d
  • 6 Ob 153/15s
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 6 Ob 153/15s
    Beis wie T8; Beis wie T9 nur: Maßgebend ist dabei die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten. (T14)
    Beisatz: Für eine unvorhergesehene weitere Entwicklung reicht es jedoch nicht aus, dass der Mehraufwendungsschaden höher ist als ursprünglich angenommen. (T15)
  • 6 Ob 232/15h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 232/15h
    Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Letztlich ist es freilich stets eine Wertungsfrage, ab wann man verjährungsschädliche Untätigkeit des Geschädigten annimmt. (T16)
  • 1 Ob 214/15z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 214/15z
  • 1 Ob 13/16t
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 13/16t
    Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T14; Beisatz: Treten Schäden bei fortgesetzten schädigenden Handlungen auf, die nur oder auch auf ein späteres Verhalten des Schädigers zurückgehen, liegen keine verjährungsrechtlich mit einem Primärschaden einheitlich zu beurteilenden Folgeschäden vor, sodass jeder weitere Schadenseintritt einen neuen Verjährungsbeginn auslöst. (T17)
    Beisatz: Hier: Mobbing bzw Bossingsituation; Zur Frage der Vorhersehbarkeit der Verlängerung und/oder Verschlechterung der dadurch hervorgerufenen Beschwerden. (T18)
  • 3 Ob 153/16w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 153/16w
  • 9 Ob 39/17a
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 39/17a
    Auch; nur T10; Beis wie T11
  • 6 Ob 174/17g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 174/17g
    Auch
  • 5 Ob 68/18p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 68/18p
    Auch
  • 2 Ob 216/18f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 216/18f
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087613

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_001

Rechtssatz für 1Ob621/95 8Ob501/96 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083144

Geschäftszahl

1Ob621/95; 8Ob501/96; 2Ob2019/96t; 5Ob2101/96y; 2Ob503/96; 1Ob2/96; 2Ob516/96; 1Ob1004/96; 3Ob2181/96y; 6Ob516/96; 7Ob54/97k; 4Ob2197/96h; 2Ob153/97g; 6Ob2397/96k; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 1Ob2201/96z; 7Ob253/97z; 6Ob330/97s; 4Ob24/98b; 2Ob15/96; 1Ob155/97v; 2Ob2079/96s; 2Ob254/98m; 1Ob151/98g; 1Ob127/99d; 2Ob188/99g; 6Ob37/99f; 7Ob154/99v; 9Ob236/99t; 6Ob68/99i; 9Ob43/00i; 1Ob82/00s; 3Ob89/99f; 9Ob69/00p; 8Ob123/00x; 8Ob247/00g; 7Ob249/01w; 6Ob81/01g; 1Ob55/02y; 1Ob21/02y; 9Ob223/02p; 1Ob146/02f; 8Ob152/02i; 6Ob49/03d; 6Ob141/03h; 3Ob70/03w; 2Ob88/04m; 1Ob12/05d; 6Ob353/04m; 3Ob139/05w; 4Ob76/05p; 5Ob92/05y; 2Ob6/06f; 1Ob44/06m; 2Ob221/06y; 1Ob162/07s; 10Ob72/07x; 2Ob241/06i; 7Ob254/07i; 10Ob111/07g; 2Ob58/07d; 4Ob7/08w; 10Ob12/08z; 6Ob145/08d; 1Ob4/09h; 4Ob28/09k; 2Ob266/08v; 4Ob190/09h; 2Ob129/09y; 2Ob158/09p; 1Ob172/09i; 2Ob15/10k; 8ObA66/09b; 1Ob191/10k; 5Ob118/11f; 1Ob203/11a; 1Ob183/11k; 4Ob145/12w; 10Ob18/13i; 8ObA34/13b; 1Ob130/13v; 7Ob18/13t; 1Ob50/13d; 3Ob146/13m; 9Ob53/14f; 4Ob168/14f; 5Ob157/14w; 3Ob155/14m; 3Ob40/15a; 1Ob81/15s; 7Ob56/15h; 6Ob221/15s; 6Ob232/15h; 3Ob157/17k; 7Ob95/17x; 7Ob206/17w; 5Ob68/18p; 9Ob66/18y

Entscheidungsdatum

19.12.1995

Norm

ABGB §1489 Satz1 IIA
ABGB §1489 Satz1 IIB

Rechtssatz

Die kurze Verjährung von Ersatzansprüchen (§ 1489 erster Satz ABGB) beginnt nicht vor dem tatsächlichen Eintritt des Schadens zu laufen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 621/95
    Entscheidungstext OGH 19.12.1995 1 Ob 621/95
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 68/238
  • 8 Ob 501/96
    Entscheidungstext OGH 18.01.1996 8 Ob 501/96
    Beisatz: Der Eintritt des Schadens kann im konkreten Fall erst mit dem - durch die Zustellung der die außerordentliche Revision zurückweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofes gegebenen - Eintritt der Rechtskraft der Gerichtsentscheidung angenommen werden. (T1)
  • 2 Ob 2019/96t
    Entscheidungstext OGH 29.02.1996 2 Ob 2019/96t
    Vgl; Beisatz: Der der Prozessökonomie dienende Zweck des Verjährungsrechts verbietet es jedoch, die Verjährung jedes folgenden Teilschadens erst mit dessen Entstehen beginnen zu lassen; ist ein wenn auch der Höhe nach noch nicht bezifferbarer Schaden einmal eingetreten, so sind damit alle Voraussetzungen für den Ersatzanspruch gegeben und ist dieser dem Grunde nach entstanden. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T2)
    Veröff: SZ 69/55
  • 5 Ob 2101/96y
    Entscheidungstext OGH 21.05.1996 5 Ob 2101/96y
    Beisatz: Die (bloße) Vorhersehbarkeit eines Schadens setzt die Verjährungsfrist des § 1489 ABGB nicht in Lauf; bei der Stoffsammlung für eine Schadenersatzklage sind keine allzu strengen Anforderungen an Erkundigungspflichten des Geschädigten zu stellen. (T3)
    Beisatz: Hier: "Hauptschaden" ist eine ersessene Servitut, über deren Rechtsbestand der Kläger einen langjährigen Prozess mit dem Ersitzungsbesitzer führte. Für die nunmehrige Schadenersatzklage war daher die für die Klagsführung nötige Gewissheit beziehungsweise Feststellbarkeit des Schadenseintritts keinesfalls vor Zustellung des dem Klagebegehren stattgebenden Urteils erster Instanz im Servitutsprozess eingetreten. (T4)
  • 2 Ob 503/96
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 2 Ob 503/96
  • 1 Ob 2/96
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2/96
  • 2 Ob 516/96
    Entscheidungstext OGH 08.02.1996 2 Ob 516/96
  • 1 Ob 1004/96
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 1004/96
    Beis wie T2
  • 3 Ob 2181/96y
    Entscheidungstext OGH 18.06.1996 3 Ob 2181/96y
  • 6 Ob 516/96
    Entscheidungstext OGH 30.09.1996 6 Ob 516/96
  • 7 Ob 54/97k
    Entscheidungstext OGH 26.02.1997 7 Ob 54/97k
    Beis wie T2
  • 4 Ob 2197/96h
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2197/96h
    Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Geschädigte zu einer Leistungsklage genötigt ist, sind gleichzeitig auch alle voraussehbaren künftigen Schäden (mit Feststellungsklage) geltend zu machen. (T5)
  • 2 Ob 153/97g
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 153/97g
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 2397/96k
    Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 2397/96k
    Beis wie T2
  • 9 ObA 2300/96t
    Entscheidungstext OGH 28.05.1997 9 ObA 2300/96t
    Beis wie T1; Beis wie T5
    Veröff: SZ 70/104
  • 7 Ob 2403/96z
    Entscheidungstext OGH 23.07.1997 7 Ob 2403/96z
    Auch
  • 1 Ob 2201/96z
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2201/96z
    Vgl; Beis wie T2
    Veröff: SZ 70/84
  • 7 Ob 253/97z
    Entscheidungstext OGH 03.12.1997 7 Ob 253/97z
    Auch
  • 6 Ob 330/97s
    Entscheidungstext OGH 24.11.1997 6 Ob 330/97s
  • 4 Ob 24/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 24/98b
  • 2 Ob 15/96
    Entscheidungstext OGH 12.02.1998 2 Ob 15/96
    Beis wie T2; Beis wie T5
  • 1 Ob 155/97v
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 155/97v
    Beisatz: Im Falle der zeitlich gedehnten Entstehung mehrerer Teilschäden hat dies nur für den relevanten "Erst- oder Primärschaden" uneingeschränkt Gültigkeit. Bei Verfolgung eines aktuellen Schadenersatzanspruchs ist auch die Erhebung einer Feststellungsklage betreffend die bei Entstehung des "Erstschadens" vorhersehbaren Folgeschäden zumutbar, dies auch unter Berücksichtigung der in der Zukunftsprognose liegenden Unsicherheitsfaktoren. Für nicht vorhersehbare neue schädigende Wirkungen eines Schadensfalls beginnt die Verjährungsfrist vom Zeitpunkt der Kenntnisnahme an zu laufen. (T6)
    Veröff: SZ 71/5
  • 2 Ob 2079/96s
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 2079/96s
    Beis wie T5; Beis wie T6 nur: Für nicht vorhersehbare neue schädigende Wirkungen eines Schadensfalls beginnt die Verjährungsfrist vom Zeitpunkt der Kenntnisnahme an zu laufen. (T7)
  • 2 Ob 254/98m
    Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 254/98m
    Auch; Beisatz: Die kurze Verjährungsfrist des § 1489 ABGB beginnt nicht vor Eintritt des Primär- oder Erstschadens zu laufen, dann aber auch für vorhersehbare Folgeschäden, weshalb zum Zweck der Unterbrechung der Verjährungsfrist für die Folgeschäden die Erhebung einer Feststellungsklage geboten ist. (T8)
  • 1 Ob 151/98g
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 151/98g
    Beis wie T2 nur: Der der Prozessökonomie dienende Zweck des Verjährungsrechts verbietet es jedoch, die Verjährung jedes folgenden Teilschadens erst mit dessen Entstehen beginnen zu lassen. (T9)
    Beis wie T5
  • 1 Ob 127/99d
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 127/99d
    Beis wie T5
  • 2 Ob 188/99g
    Entscheidungstext OGH 01.07.1999 2 Ob 188/99g
  • 6 Ob 37/99f
    Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 37/99f
  • 7 Ob 154/99v
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 154/99v
  • 9 Ob 236/99t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 236/99t
    Beisatz: Hier: Regressklage. (T10)
  • 6 Ob 68/99i
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 68/99i
    Vgl auch; Beisatz: Feststellbarkeit des Schadenseintrittes keinesfalls vor Zustellung des stattgebenden Urteiles. (T11)
  • 9 Ob 43/00i
    Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 Ob 43/00i
    Beis wie T8
  • 1 Ob 82/00s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 82/00s
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Es wäre nicht sinnvoll, dem Geschädigten zur Wahrung seiner Interessen die Klagserhebung aufzuerlegen, obwohl weitere Schadensfolgen nicht vorhersehbar sind und daher die Überzeugung gerechtfertigt erscheint, dass die Geltendmachung weiterer Ansprüche nicht in Betracht komme. (T12)
  • 3 Ob 89/99f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 89/99f
  • 9 Ob 69/00p
    Entscheidungstext OGH 31.05.2000 9 Ob 69/00p
    Vgl auch; Beisatz: Die Einbringung der Feststellungsklage unterbricht die Verjährung aller zu diesem Zeitpunkt schon entstandener, aber noch nicht bezifferbarer Schadenersatzansprüche. (T13)
  • 8 Ob 123/00x
    Entscheidungstext OGH 29.06.2000 8 Ob 123/00x
    Vgl; Beis wie T2
  • 8 Ob 247/00g
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 8 Ob 247/00g
    Beis wie T2; Beis wie T8
  • 7 Ob 249/01w
    Entscheidungstext OGH 29.10.2001 7 Ob 249/01w
  • 6 Ob 81/01g
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 81/01g
    Vgl auch; Beisatz: Wenn Ungewissheit darüber besteht, ob überhaupt ein Schaden entstanden ist und hierüber ein Rechtsstreit anhängig ist, wird man dem Geschädigten in der Regel zubilligen müssen, den Ausgang dieses Verfahrens abzuwarten, weil er erst dann über ausreichend sichere Information für seine Schadenersatzklage verfügt. (T14)
  • 1 Ob 55/02y
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 55/02y
    Beis wie T8; Beisatz: Die kurze Verjährungsfrist des § 1489 ABGB beginnt zwar nicht vor dem tatsächlichen Eintritt des Primärschadens oder Erstschadens zu laufen, sie wird aber mit dessen Kenntnis in Gang gesetzt, auch wenn der Geschädigte die Höhe des Schadens noch nicht beziffern kann, ihm nicht alle Schadensfolgen bekannt oder diese noch nicht zur Gänze eingetreten sind. (T15)
  • 1 Ob 21/02y
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 21/02y
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T13; Beisatz: Für den Beginn der Verjährung von Folgeschäden ist deren Vorhersehbarkeit maßgebend. (T16)
  • 9 Ob 223/02p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 Ob 223/02p
    Auch; Beis wie T14 nur: Wenn hierüber ein Rechtsstreit behängt, wird man dem Geschädigten in der Regel zubilligen müssen, den Ausgang dieses Verfahrens abzuwarten. (T17)
  • 1 Ob 146/02f
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 146/02f
    Beis wie T15
  • 8 Ob 152/02i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 Ob 152/02i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8; Beisatz: Auch für voraussehbaren Verdienstentgang infolge einer Verletzung beginnt die (kurze) Verjährungsfrist mit Eintritt des Primärschadens (Körperverletzung). (T18)
  • 6 Ob 49/03d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 49/03d
    Beis wie T14
  • 6 Ob 141/03h
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 141/03h
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T17
  • 3 Ob 70/03w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 70/03w
    Beis wie T8 nur: Die kurze Verjährungsfrist des § 1489 ABGB beginnt nicht vor Eintritt des Primär- oder Erstschadens zu laufen. (T19)
    Beisatz: Für nicht vorhersehbare schädigende Wirkungen eines Ereignisses wird ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme oder sobald - nach einem "Primärschaden" - mit künftigen Schäden mit Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist, eine neue Verjährungsfrist in Gang gesetzt. (T20)
    Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Die in T1 und T14 genannte Regel ist auch auf Fälle anzuwenden, in denen der Schadenseintritt vom Ausgang eines Verwaltungsverfahrens abhängt. Das Verfahren an sich bewirkt noch keinen Schaden, der den Lauf der Verjährungsfrist auslöst. (T21)
    Veröff: SZ 2003/154
  • 2 Ob 88/04m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2004 2 Ob 88/04m
    Auch; Beis wie T21
  • 1 Ob 12/05d
    Entscheidungstext OGH 25.01.2005 1 Ob 12/05d
    Auch; Beis ähnlich wie T14; Beis ähnlich wie T17; Beisatz: Im Regelfall kann erst nach Abschluss eines behördlichen Verfahrens von einer solchen Kenntnis ausgegangen werden, sofern erst mit dessen Ergebnis feststeht, ob dem Geschädigten überhaupt ein Schaden entstanden ist. Dies gilt jedoch nur, wenn bis zum Vorliegen des endgültigen Verfahrensergebnisses Ungewissheit über die Entstehung eines Schadens besteht. Eine ausreichende Kenntnis vom Schaden kann allerdings im Einzelfall auch gegeben sein, wenn bereits vorher gesicherte Verfahrensergebnisse vorliegen oder der Geschädigte erdrückende Beweise ignoriert. (T22)
  • 6 Ob 353/04m
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 353/04m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T17
  • 3 Ob 139/05w
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 139/05w
    Beis wie T5; Beis wie T8; Beisatz: Die Auffassung, dass jeder Teilschaden mit seinem Entstehen einer eigenen Verjährungsfrist unterliege, wird von der Rechtsprechung weiterhin abgelehnt. (T23)
    Beisatz: Die Frage nach der Vorhersehbarkeit eines Schadens begründet im Allgemeinen wegen ihrer Einzelfallbezogenheit keine erhebliche Rechtsfrage. (T24)
  • 4 Ob 76/05p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2005 4 Ob 76/05p
    Beis wie T8; Beisatz: Auch bei Nichteinklagung des Primärschadens muss grundsätzlich zur Verhinderung der Verjährung von Ansprüchen auf Ersatz vorhersehbarer Folgeschäden Feststellungsklage erhoben werden. Folgeschäden sind nicht vorhersehbar, wenn zum schädigenden Ereignis, das den Erstschaden herbeigeführt hat, weitere Voraussetzungen hinzukommen müssen und nicht abzusehen ist, ob es tatsächlich dazu kommen wird. In diesem Fall beginnt die Verjährungsfrist erst mit dem Eintritt des Folgeschadens zu laufen. (T25)
    Beisatz: Löschung eines Höchstbetragspfandrechtes zur dinglichen Sicherung einer Kreditforderung. (T26)
  • 5 Ob 92/05y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 5 Ob 92/05y
    Vgl auch; Beis wie T13; Beisatz: Sobald sich dem Geschädigten die Möglichkeit bietet, ist ihm schon vor Kenntnis der genauen Höhe seines Schadens die Erhebung einer Feststellungsklage abzuverlangen, um die Unterbrechung der Verjährung zu bewirken. (T27)
  • 2 Ob 6/06f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2006 2 Ob 6/06f
    Auch; Beis wie T20
  • 1 Ob 44/06m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 44/06m
  • 2 Ob 221/06y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 221/06y
    Vgl auch; auch Beis wie T8; auch Beis wie T18; auch Beis wie T23
  • 1 Ob 162/07s
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 162/07s
    Vgl auch; Beisatz: Die Verjährungsfrist bei einem Regressanspruch mit Schadenersatzcharakter beginnt zwar regelmäßig erst dann, wenn die Zahlungspflicht des Regressberechtigten gegenüber dem Gläubiger „unverrückbar feststeht", doch kann auch in derartigen Fällen bis zu einer (rechtskräftigen) gerichtlichen Entscheidung nur dann zugewartet werden, wenn objektive Unklarheit über die Haftung des allenfalls - nämlich bei Bejahung seiner Haftung - Regressberechtigten besteht. Steht dessen eigene Haftung jedoch fest und lässt er sich aus anderen, gegebenenfalls ganz unsachlichen Gründen auf ein Verfahren ein, beginnt die Verjährungsfrist bereits mit Kenntnis von den zum Regress berechtigenden Umständen. Dies gilt auch für andere Schadenersatzforderungen als eigentliche Regressansprüche. (T28)
    Bem: Einschränkend zu den Beisätzen T1, T11, T14 und T17. (T29)
  • 10 Ob 72/07x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 Ob 72/07x
    Beis wie T2; Beis wie T20
  • 2 Ob 241/06i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 241/06i
    Beis wie T23; Beis wie T8; Beis wie T20
  • 7 Ob 254/07i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 254/07i
    Beisatz: Hier: Da die Tilgungswirkung bei einer Kompensationseinrede erst mit dem Zeitpunkt der Rechtskraft der darüber gefällten urteilsmäßigen Entscheidung feststeht, beginnt die Verjährungsfrist eines aufgrund der Tilgungswirkung entstandenen Anspruchs nicht vor diesem Zeitpunkt. (T30)
  • 10 Ob 111/07g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 Ob 111/07g
    Vgl auch; Beisatz: Der Geschädigte darf mit seiner Schadenersatzklage nicht solange zuwarten, bis er sich seines Prozesserfolges gewiss ist oder glaubt, es zu sein. Nur wenn Ungewissheit darüber besteht, ob überhaupt ein Schaden entstanden ist und hierüber ein Rechtsstreit anhängig ist, wird dem Geschädigten in der Regel zugebilligt, den Ausgang dieses Verfahrens abzuwarten, weil er erst dann über ausreichend sichere Informationen für seine Schadenersatzklage verfügt. (T31)
    Beisatz: Eine ausreichende Kenntnis vom Schaden kann allerdings im Einzelfall auch gegeben sein, wenn bereits vorher gesicherte Verfahrensergebnisse vorliegen oder der Geschädigte erdrückende Beweise ignoriert. (T32)
  • 2 Ob 58/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 58/07d
    Vgl; Beis wie T20
  • 4 Ob 7/08w
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 7/08w
    Vgl; Beis wie T14; Beisatz: Mit dem Entstehen der Abgabenschuld durch den (nicht rechtskräftigen) Steuerbescheid erster Instanz besteht jedoch keine Ungewissheit mehr über den Schadenseintritt (möglicher Beratungsfehler des Steuerberaters). (T33)
  • 10 Ob 12/08z
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 Ob 12/08z
    Auch; Beis wie T25
  • 6 Ob 145/08d
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 145/08d
    Beisatz: Der Anspruch nach § 921 ABGB setzt Rücktritt vom Vertrag voraus. Der Schaden bei Nichteinhaltung einer vertraglichen Verpflichtung liegt schon darin, dass der Geschädigte den vertraglichen Leistungsanspruch verliert (Verlust des Leistungsanspruchs ist Schadenseintritt). (T34)
  • 1 Ob 4/09h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 4/09h
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Veröff: SZ 2009/48
  • 2 Ob 266/08v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
  • 4 Ob 190/09h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 190/09h
    Beis wie T24
  • 2 Ob 129/09y
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 129/09y
    Vgl auch; Beis wie T13
    Veröff: SZ 2009/144
  • 2 Ob 158/09p
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 158/09p
    Vgl auch; Beis wie T31; Beis wie T32; Beisatz: Hier: Trotz des Vorliegens von auf einen der Klägerin vom Beklagten verursachten Schaden hindeutenden Beweisergebnissen in Form sukzessive erstatteter Sachverständigengutachten im Vorprozess noch kein Vorliegen von gesicherten Verfahrensergebnissen oder erdrückenden Beweisen in Gang, zumindest vor dem abschließenden Gutachten im Vorprozess. (T35)
  • 1 Ob 172/09i
    Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 172/09i
  • 2 Ob 15/10k
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 15/10k
    Vgl auch; Vgl Beis wie T14; Vgl Beis wie T22; Vgl Beis wie T31; Beisatz: Diese Rechtsprechung setzt Ungewissheit darüber, ob überhaupt ein Schaden entstanden ist, voraus. (T36)
  • 8 ObA 66/09b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 ObA 66/09b
    Beisatz: Haben sich aus einer einzelnen schädigenden Handlung fortlaufend gleichartige schädliche Folgen entwickelt, die im überschaubaren Zusammenhang stehen und schon ursprünglich voraussehbar waren, so handelt es sich um einen einheitlichen Schaden, der schon durch die erste schädliche Auswirkung entstanden ist. (T37)
  • 1 Ob 191/10k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 191/10k
    Beisatz: Hier: Beendigung des Fruchtgenussrechts. (T38)
  • 5 Ob 118/11f
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 118/11f
  • 1 Ob 203/11a
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 203/11a
    Beis wie T1; Beis wie T14
  • 1 Ob 183/11k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 183/11k
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T22; Beis wie T32; Beis wie T36; Beis wie T37
  • 4 Ob 145/12w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 145/12w
    Beis wie T14
  • 10 Ob 18/13i
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 Ob 18/13i
    Auch; Beis wie T2 nur: Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T39)
  • 8 ObA 34/13b
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 34/13b
    Auch Beis wie T2
  • 1 Ob 130/13v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 130/13v
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 18/13t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 18/13t
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T14; Beis wie T17
  • 3 Ob 146/13m
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 146/13m
    Auch; Beisatz: Hier: § 364a ABGB. (T40)
  • 9 Ob 53/14f
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 Ob 53/14f
    Beis ähnlich wie T14; Beis wie T22; Beisatz: Ist nach den gegebenen Umständen nicht offensichtlich, dass ausreichende Kenntnis vom Schaden erst nach Beendigung eines anhängigen behördlichen Verfahrens vorliegen kann, hat der Geschädigte im Falle eines Verjährungseinwands darzulegen, aus welchen Gründen er vorher über einen bereits erfolgten Schadenseintritt noch im Unklaren sein konnte. (T41)
  • 4 Ob 168/14f
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 168/14f
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 157/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 157/14w
  • 3 Ob 155/14m
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 155/14m
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 40/15a
    Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 40/15a
    Auch
  • 1 Ob 81/15s
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 81/15s
    Vgl; Beis wie T20; Beis wie T25; Beisatz: Hier: Zur Voraussehbarkeit der Frühpensionierung bzw des Eintritts einer dauerhaften Dienstunfähigkeit als weitere „Zwischenursache“. (T42); Veröff: SZ 2015/52
  • 7 Ob 56/15h
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 56/15h
  • 6 Ob 221/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 221/15s
    Beis wie T10; Beis ähnlich wie T14
  • 6 Ob 232/15h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 232/15h
  • 3 Ob 157/17k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 157/17k
    Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T17; Beis wie T19; Beis wie T22; Beis wie T28; Beis wie T31; Beis wie T32
  • 7 Ob 95/17x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 95/17x
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 206/17w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 206/17w
    Vgl auch; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 5 Ob 68/18p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 68/18p
  • 9 Ob 66/18y
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 Ob 66/18y
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T22; Beis wie T31

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083144

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19951219_OGH0002_0010OB00621_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob17/98a 1Ob310/01x 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110188

Geschäftszahl

1Ob17/98a; 1Ob310/01x; 1Ob197/10t; 1Ob50/13d; 1Ob222/13y; 1Ob77/14a; 1Ob242/14s; 1Ob123/15t; 1Ob106/15t; 1Ob68/16f; 1Ob197/18d

Entscheidungsdatum

09.06.1998

Norm

AHG §2 Abs2

Rechtssatz

Unter "Rechtsmitteln" im Sinne des § 2 Abs 2 AHG sind nur prozessuale Rechtsbehelfe zur Abhilfe gegen gerichtliche oder sonstige behördliche Entscheidungen zu verstehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 17/98a
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 17/98a
  • 1 Ob 310/01x
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 310/01x
    Beisatz: Die Unterlassung von Urgenzen ist kein Verstoß gegen die Rettungspflicht nach § 2 Abs 2 AHG. (T1)
    Veröff: SZ 2002/27
  • 1 Ob 197/10t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 197/10t
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 222/13y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 222/13y
    Auch; Veröff: SZ 2014/20
  • 1 Ob 77/14a
    Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 77/14a
    Vgl auch
  • 1 Ob 242/14s
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 242/14s
    Auch
  • 1 Ob 123/15t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 123/15t
    Beis wie T1; Beisatz: Die Unterlassung eines Antrags im Ermittlungsverfahren nach der StPO auf Vorlage eines (nicht bekannten) Berichts über verdeckte Ermittlungen, mit dem Ziel, eine Anklage abzuwenden, ist kein Verstoß gegen § 2 Abs 2 AHG. (T2);
    Veröff: SZ 2015/85
  • 1 Ob 106/15t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 106/15t
    Auch
  • 1 Ob 68/16f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
  • 1 Ob 197/18d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 197/18d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110188

Im RIS seit

09.07.1998

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19980609_OGH0002_0010OB00017_98A0000_002

Rechtssatz für 1Ob199/00x 1Ob63/09k 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114221

Geschäftszahl

1Ob199/00x; 1Ob63/09k; 1Ob23/12g; 1Ob50/13d; 1Ob32/15k; 1Ob267/15v

Entscheidungsdatum

29.08.2000

Norm

AHG §2 Abs2
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Aus dem Wesen der Rettungspflicht gemäß § 2 Abs 2 AHG folgt, dass der Geschädigte den Beginn der Anspruchsverjährung durch die Ergreifung von für die Schadensvermeidung ungeeigneten Abhilfemaßnahmen nicht hinausschieben kann, wenn der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt schon eingetretene und dem Geschädigten auch bekanntgewordene Schaden unabänderlich feststeht. § 6 Abs 1 AHG ist daher nicht so zu verstehen, dass die Verjährung erst ein Jahr nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann, sondern sieht ähnlich wie die Vorschrift des § 1494 ABGB bloß eine Ablaufhemmung vor.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 199/00x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 199/00x
  • 1 Ob 63/09k
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 63/09k
    nur: § 6 Abs 1 AHG ist daher nicht so zu verstehen, dass die Verjährung erst ein Jahr nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann, sondern sieht ähnlich wie die Vorschrift des § 1494 ABGB bloß eine Ablaufhemmung vor. (T1)
  • 1 Ob 23/12g
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 23/12g
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 32/15k
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 32/15k
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 267/15v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 267/15v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für ein nach § 528 Abs 2 ZPO jedenfalls unzulässiges Rechtsmittel. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114221

Im RIS seit

28.09.2000

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2016

Dokumentnummer

JJR_20000829_OGH0002_0010OB00199_00X0000_001

Rechtssatz für 1Ob9/03k 1Ob50/13d 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117586

Geschäftszahl

1Ob9/03k; 1Ob50/13d; 1Ob65/14m; 1Ob211/14g

Entscheidungsdatum

25.03.2003

Norm

ABGB §1304 A1
AHG §6 Abs1

Rechtssatz

Die Verjährung des Anspruchs auf Ersatz eines vom Kläger investierten Rettungsaufwands kann nicht schon in Gang gesetzt werden, ehe noch der Erfolg oder Misserfolg einer zweckmäßig ergriffenen Rettungsmaßname feststeht (hier: Beschwerde eines Fremden an den Verfassungsgerichtshof im Verfahren auf Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 9/03k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 9/03k
    Veröff: SZ 2003/29
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl aber; Beisatz: In Behördenverfahren, die keinen Kostenersatz kennen, stellt bereits die Verpflichtung zum Ersatz der Kosten des im Verfahren einschreitenden Rechtsanwalts einen positiven Schaden dar, der die kurze Verjährungsfrist des § 6 Abs 1 AHG in Gang setzt. Der Anspruch auf Ersatz der zur Abwehr der behauptetermaßen rechtswidrigen Behördenentscheidung oder -verfügung aufgewendeten Verfahrenskosten verjährt dann nicht vor Ablauf eines Jahres nach Kenntnis darüber, ob der aus der bekämpften Entscheidung oder Verfügung drohende Nachteil abgewendet werden konnte. (T1)
  • 1 Ob 65/14m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2014 1 Ob 65/14m
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117586

Im RIS seit

24.04.2003

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2015

Dokumentnummer

JJR_20030325_OGH0002_0010OB00009_03K0000_003

Rechtssatz für 1Ob41/10a 1Ob111/10w 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125957

Geschäftszahl

1Ob41/10a; 1Ob111/10w; 7Ob155/10k; 8Ob21/10m; 2Ob142/10m; 9ObA8/11h; 6Ob41/11i; 9Ob64/10t; 8Ob98/10k; 1Ob63/11p; 4Ob151/11a; 8ObA69/11x; 1Ob147/11s; 7Ob192/12d; 8Ob19/13x; 1Ob50/13d; 10ObS91/14a; 4Ob114/14i; 7Ob205/14v; 9ObA141/14x; 1Ob111/16d; 1Ob173/16x; 1Ob128/18g; 9ObA17/19v

Entscheidungsdatum

20.04.2010

Norm

ZPO idF Budgetbegleitgesetz 2009 §480 Abs1

Rechtssatz

Ist eine abschließende Sacherledigung ohne eine Berufungsverhandlung möglich, stellt es nach § 480 Abs 1 ZPO idF Budgetbegleitgesetz 2009 keinen Verfahrensmangel dar, die Berufung in nichtöffentlicher Sitzung zu erledigen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 41/10a
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 41/10a
  • 1 Ob 111/10w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 111/10w
  • 7 Ob 155/10k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 155/10k
  • 8 Ob 21/10m
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 21/10m
  • 2 Ob 142/10m
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 142/10m
  • 9 ObA 8/11h
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 ObA 8/11h
  • 6 Ob 41/11i
    Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 41/11i
  • 9 Ob 64/10t
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 64/10t
  • 8 Ob 98/10k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 98/10k
  • 1 Ob 63/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 63/11p
  • 4 Ob 151/11a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 151/11a
  • 8 ObA 69/11x
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 ObA 69/11x
  • 1 Ob 147/11s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 147/11s
  • 7 Ob 192/12d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 192/12d
    Auch; Veröff: SZ 2012/144
  • 8 Ob 19/13x
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 19/13x
    Auch
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 10 ObS 91/14a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 91/14a
  • 4 Ob 114/14i
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 114/14i
  • 7 Ob 205/14v
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 205/14v
  • 9 ObA 141/14x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 9 ObA 141/14x
  • 1 Ob 111/16d
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 111/16d
  • 1 Ob 173/16x
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 173/16x
  • 1 Ob 128/18g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 128/18g
  • 9 ObA 17/19v
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 ObA 17/19v
    Beisatz: Das Unterbleiben der beantragten mündlichen Berufungsverhandlung begründet keine Nichtigkeit. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125957

Im RIS seit

13.08.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_20100420_OGH0002_0010OB00041_10A0000_001

Entscheidungstext 1Ob50/13d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

JBl 2014,58 = EvBl 2014/22 S 165 - EvBl 2014,165 = NZ 2014/35 S 108 - NZ 2014,108 = ZVR 2014/58 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2014,75 (Danzl, tabellarische Übersicht)

Geschäftszahl

1Ob50/13d

Entscheidungsdatum

29.08.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Dr. Grohmann, Mag. Wurzer und Mag. Dr. Wurdinger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei F***** C*****, vertreten durch Dr. Herbert Pochieser, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei Republik Österreich, vertreten durch die Finanzprokuratur, Wien 1, Singerstraße 17-19, wegen 6.171,76 EUR sA und Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 22. Oktober 2012, GZ 14 R 65/12z-19, mit dem das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien vom 7. Februar 2012, GZ 32 Cg 11/11i-13, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 465,96 EUR bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin ist türkische Staatsangehörige. Ab 15. 11. 2001 war sie mit einem österreichischen Staatsbürger verheiratet und hielt sich von März 2002 an aufgrund von befristeten Niederlassungsbewilligungen in Österreich auf.

Ende 2004 beantragte sie einen Niederlassungsnachweis als begünstigte Drittstaatsangehörige. Da ihr wiederum nur eine befristete Niederlassungsbewilligung bis 14. 3. 2006 gemäß § 49 Abs 1 Fremdengesetz 1997 (FrG) erteilt wurde, erhob sie gegen den Bescheid Berufung. Mit Bescheid der Sicherheitsdirektion Wien vom 8. 6. 2005 wurde der erstinstanzliche Bescheid gemäß § 66 Abs 2 AVG aufgehoben und die Angelegenheit an die Behörde erster Instanz zurückverwiesen. Die Berufungsbehörde trug der ersten Instanz auf, ein Verfahren zur Aufenthaltsbeendigung gemäß § 34 Abs 1 Z 3 FrG einzuleiten, weil Hinweise gegeben seien, dass die Klägerin sich in der Vergangenheit auf eine Ehe berufen habe, obwohl sie ein gemeinsames Familienleben iSd Art 8 MRK nicht geführt habe. Eine gegen diesen Berufungsbescheid erhobene Beschwerde wies der Verwaltungsgerichtshof mit Beschluss vom 8. 9. 2005 zurück.

Am 7. 7. 2005 erließ die Bundespolizeidirektion Wien einen weiteren Bescheid, mit dem die Klägerin gemäß § 34 Abs 1 iVm § 48 Abs 1 und § 48 Abs 2 iVm § 10 Abs 2 Z 3 iVm § 8 Abs 4 FrG ausgewiesen wurde. Sie wurde aufgefordert, das Bundesgebiet nach Rechtskraft des Bescheids zu verlassen. Die Behörde ging unter anderem aufgrund von Aussagen des Ehemannes der Klägerin davon aus, dass sich diese in der Vergangenheit auf eine Ehe berufen habe, obwohl ein gemeinsames Eheleben iSd Art 8 EMRK nicht vorgelegen sei.

Nach Erhalt dieses Bescheids beauftragte die Klägerin den Klagevertreter. Dieser erhob am 28. 7. 2005 für die Klägerin eine Berufung, in der er vorbrachte, es liege keine Scheinehe vor. Die Behörde habe einseitig ermittelt und das Verfahren sei mangelhaft gewesen. Der Klägerin komme als türkische Staatsangehörige die Rechtsstellung als begünstigte Drittstaatsangehörige zu. Damit widerspreche das Verfahren den Rechtsschutzgarantien der Art 8 und 9 der Richtlinie 64/221 EWG.

Mit Bescheid vom 23. 11. 2006 gab die Sicherheitsdirektion Wien der Berufung Folge, hob den angefochtenen Bescheid gemäß § 66 Abs 2 AVG auf und verwies die Angelegenheit an die Behörde erster Instanz zurück. Das mit 1. 1. 2006 in Kraft getretene FPG finde auch auf bereits anhängige Verfahren Anwendung. Dieses Gesetz enthalte keine Bestimmung, wonach Fremde ausgewiesen werden könnten, wenn der Aufenthaltstitel deshalb erteilt worden sei, weil sich der Fremde auf eine Ehe berufen habe, obwohl ein gemeinsames Familienleben iSd Art 8 EMRK nicht geführt worden sei. Es könne gegen den Fremden aber ein Aufenthaltsverbot erlassen werden, wenn aufgrund bestimmter Tatsachen die Annahme gerechtfertigt sei, dass ein Aufenthalt die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährde oder anderen in Art 8 Abs 2 EMRK genannten öffentlichen Interessen zuwiderlaufe. Als eine solche bestimmte Tatsache gelte gemäß § 60 Abs 2 Z 9 FPG insbesondere, wenn ein Fremder eine Ehe geschlossen und sich für die Erteilung einer Aufenthaltsberechtigung oder eines Befreiungsscheins auf die Ehe berufen habe, aber mit dem Ehegatten ein gemeinsames Familienleben iSd Art 8 EMRK nie geführt habe. Die Erstbehörde werde daher zu prüfen haben, ob der Aufenthaltsverbotstatbestand des § 60 Abs 2 Z 9 FPG verwirklicht sei.

Gegen diesen Bescheid erhob die Klägerin Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof unter anderem mit der Begründung, sie sei durch den Bescheid in ihrem Recht auf eine Sachentscheidung im Sinne einer Nichterlassung einer Ausweisung, auf Nichterlassung eines Aufenthaltsverbots und in weiteren, sich aus dem Zusammenhang dieser Beschwerde ergebenden Rechten verletzt. Die belangte Behörde sei zur Entscheidung unzuständig gewesen, weil ein unabhängiges Tribunal über die Ausweisung zu entscheiden habe. Auch die Voraussetzungen für eine Vorgangsweise nach § 66 Abs 2 AVG lägen nicht vor.

Mit Beschluss vom 26. 3. 2007 gab der Verwaltungsgerichtshof dem Antrag der Klägerin, ihrer Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, nicht statt, weil eine Abschiebung als Folge des angefochtenen Aufhebungsbescheids nicht drohe.

In der Sache erkannte der Verwaltungsgerichtshof mit Erkenntnis vom 19. 6. 2008. Er gab der Beschwerde der Klägerin Folge und hob den angefochtenen Bescheid wegen Rechtswidrigkeit seines Inhalts auf. Entgegen der Ansicht der Berufungsbehörde könne das rechtsmissbräuchliche Eingehen einer Ehe einen Grund für die Ausweisung nach § 54 FPG darstellen. Obwohl die Behörde durch ihre Formalentscheidung konkludent die Zuständigkeit bejaht habe, enthalte der angefochtene Bescheid keine Ausführungen zu der für die Zuständigkeit wesentlichen Frage, ob die Eheschließung rechtsmissbräuchlich erfolgt sei. Damit sei der Bescheid mit einem Verfahrensmangel belastet. Nach Art 6 Abs 1 des Beschlusses Nr 1/80 ARB habe ein türkischer Arbeitnehmer das Recht, sich für den gleichen Beruf bei einem Arbeitgeber seiner Wahl zu bewerben. Diese Begünstigung komme einer Fremden, die den Zugang zum Arbeitsmarkt rechtsmissbräuchlich im Wege einer Scheinehe erlangt habe, nicht zu Gute. Habe die Beschwerdeführerin ihren Zugang zum Arbeitsmarkt in diesem Sinn rechtsmissbräuchlich erlangt, sei nach § 9 Abs 1 Z 2 FPG die belangte Behörde zur Entscheidung berufen. Liege dem gegenüber keine Scheinehe vor, sei für türkische Staatsangehörige, denen eine Rechtsposition nach Art 6 oder 7 ARB zukomme, geboten, den Instanzenzug zu einem Tribunal einzurichten und § 9 Abs 2 Z 1 FPG, wonach über Berufungen die unabhängigen Verwaltungssenate in den Ländern entschieden, anzuwenden. Die Ansicht der Berufungsbehörde, dass die Behörde erster Instanz eine andere als die fremdenpolizeiliche Maßnahme ergreifen hätte sollen, biete für sich allein auch keine Grundlage für ein Vorgehen nach § 66 Abs 2 AVG.

Dieses Erkenntnis wurde der Klägerin am 28. 7. 2008 zugestellt. In der Folge leitete die Sicherheitsdirektion die Angelegenheit an den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) Wien weiter. Dieser gab mit Bescheid vom 20. 12. 2008 der Berufung der Klägerin Folge und hob den angefochtenen Bescheid der Bundespolizeidirektion Wien vom 7. 7. 2005 ersatzlos auf. In seiner Begründung ging der UVS davon aus, dass eine Scheinehe nicht vorliege. Der Aufenthalt der Klägerin sei daher ab Beginn rechtmäßig gewesen.

Die Klägerin begehrt mit ihrer am 28. 6. 2011 eingebrachten Klage den Ersatz der Kosten für ihre Vertretung von 6.171,76 EUR und die Feststellung, dass die Beklagte ihr für sämtliche auch künftig entstehenden Folgen „aus dem Verkehrsunfall vom 15. 9. 2009 zur ungeteilten Hand“ hafte. Das Verfahren vor der Sicherheitsdirektion, das zum Bescheid vom 8. 6. 2005 geführt habe, sei schwer mangelhaft gewesen, weil nur ihr Ehegatte und dessen Schwester als Zeugen einvernommen worden seien. Sie sei vom Ergebnis des Ermittlungsverfahrens nicht verständigt worden. Insoweit liege eine Verletzung ihres Parteiengehörs vor. Dessen ungeachtet habe die Fremdenpolizei am 7. 7. 2005 unter Berufung auf dieses schwer mangelhafte Verfahren europarechtswidrig einen Ausweisungsbescheid erlassen. Der dagegen erhobenen Berufung habe die Sicherheitsdirektion mit Bescheid vom 23. 11. 2006 Folge gegeben und das Verfahren an die Behörde erster Instanz zurückverwiesen. Obwohl der Berufungsbescheid der Sicherheitsdirektion europarechtswidrig gewesen sei, und sie eine Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof erhoben habe, habe die Fremdenpolizei das Aufenthaltsverbotsverfahren in rechtswidriger Weise weitergeführt. Dadurch seien ihr insgesamt Kosten in der Höhe von 7.162,96 EUR entstanden, wobei ihr im Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof ein Kostenersatz in der Höhe von 991,20 EUR zuerkannt worden sei. Der Eintritt von Schäden sei auch in Zukunft nicht ausgeschlossen.

Der Ersatz von Rettungsaufwand könne nicht verjähren, ehe der Erfolg oder Misserfolg einer zweckmäßig ergriffenen Rettungsmaßnahme feststehe. Erst mit der Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats sei festgestanden, dass die einzelnen nachteiligen Entscheidungen der Verwaltungsbehörden rechtswidrig gewesen seien. Die Verjährung habe nicht vor Zustellung der Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats zu laufen beginnen können, weil erst durch diese Entscheidung die aufenthaltsbeendende Maßnahme abgewendet gewesen sei. Davor sei noch kein Schaden eingetreten, sodass die Verjährungsfrist auch nicht in Gang gesetzt werden habe können. Eine Verrechnung der einzelnen Leistungen ihres Vertreters sei erst mit Honorarnote vom 6. 2. 2009 erfolgt.

Die Beklagte wendete ein, dass die von der Klägerin erhobenen Forderungen verjährt seien. Soweit die Ansprüche aus der Ausweisungsentscheidung vom 7. 7. 2005 und der dazu ergangenen Rechtsmittelentscheidung abgeleitet würden, sei die dreijährige Verjährungsfrist mit November 2009 abgelaufen. Die letzte Vertretungshandlung datiere mit März 2007, weswegen auch hier die dreijährige Verjährungsfrist lange vor Klageeinbringung abgelaufen sei. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs sei der Klägerin am 28. 7. 2008 zugegangen, sodass auch die Einjahresfrist des § 6 AHG nicht gewahrt sei. Das Aufforderungsschreiben sei der Vertreterin der Beklagten erst am 2. 2. 2011 zugegangen. Die lange Verjährungsfrist des § 6 Abs 1 AHG setze eine qualifizierte Vorsatztat voraus, die nicht vorliege.

Im Übrigen seien die Entscheidungen rechtmäßig und vertretbar. Die Aufhebung des Ausweisungsbescheids mit Bescheid vom 23. 11. 2006 sei die Folge einer Gesetzesänderung. Vertretungshandlungen aus Juli und Oktober 2005 könnten nicht aus einer Rechtswidrigkeit des Bescheids vom 23. 11. 2006 resultieren. Die Stellungnahme vom 23. 3. 2007 stehe in keinem Kausalzusammenhang zur Rechtsmittelentscheidung.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es vertrat die Auffassung, dass die Ansprüche der Klägerin verjährt seien. Der Klägerin sei ein Schaden in Form von Vertretungskosten entstanden, wobei die letzte Vertretungshandlung am 15. 3. 2007 gesetzt worden sei. Ab diesem Zeitpunkt sei ein Schaden - überwiegend - unabwendbar gewesen, zumal ein Kostenersatzanspruch im Aufenthaltsverfahren nicht bestehe. Auch ein Erfolg der Verwaltungsgerichtshofsbeschwerde hätte die bereits zuvor aufgelaufenen Verfahrenskosten nicht beseitigen können. Die Dreijahresfrist des § 6 Abs 1 AHG sei daher mit der letzten Vertretungshandlung ausgelöst worden. Für die Anwendbarkeit der Zehnjahresfrist fehle es an den gesetzlich geforderten Voraussetzungen. Bei Einleitung des Aufforderungsverfahrens seien daher die behaupteten Ansprüche der Klägerin verjährt gewesen.

Das Berufungsgericht gab dem Rechtsmittel der Klägerin nicht Folge. Es verneinte die behauptete Mangelhaftigkeit und führte in rechtlicher Hinsicht aus, Voraussetzung für einen Amtshaftungsanspruch sei die Zufügung eines Schadens durch rechtswidriges und schuldhaftes Organverhalten. Dazu bedürfe es eines konkreten Vorbringens. Allgemeine Behauptungen, wonach ein Handeln „rechtswidrig“ „schwer mangelhaft“ oder „EU-widrig“ sei, reichten dazu nicht aus. Soweit die Klägerin ihre Ansprüche auf die Erlassung des Ausweisungsbescheids vom 7. 7. 2005 durch die Fremdenpolizei zurückführe, fehle es daher an einem ausreichend konkreten Vorbringen.

Zum Bescheid der Sicherheitsdirektion vom 23. 11. 2006 habe die Klägerin zwar ein ausreichend konkretes Vorbringen zur Rechtswidrigkeit erstattet. Soweit Kosten zur Beseitigung dieses Bescheids begehrt würden, sei der Ersatzanspruch jedoch verjährt.

Der Beginn der kurzen Verjährungsfrist des § 6 Abs 1 AHG setze voraus, dass der Geschädigte von dem durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachten Schaden Kenntnis erlange. Darüber hinaus beginne die dreijährige Verjährung zwar nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt, werde aber auch dann in Lauf gesetzt, wenn der Geschädigte die Höhe des ihm schon bekannten Schadens noch nicht beziffern könne oder ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt seien. Bereits eingetretene und aufgrund desselben Schadensereignisses vorhersehbare künftige Schäden bildeten verjährungsrechtlich eine Einheit. § 2 Abs 2 AHG verpflichte einen Amtshaftungswerber zur Wahrung seines Ersatzanspruchs alle ihm zur Verfügung stehenden Rettungsmaßnahmen zu ergreifen. Offenbar aussichtslose Abhilfemaßnahmen könnten den Beginn der Verjährung nicht hinausschieben, wenn durch einen fehlerhaften Hoheitsakt schon eingetretene und dem Geschädigten schon bekannt gewordene Schäden unveränderlich feststünden. Die Ergreifung von Rechtsmitteln und die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof als außerordentliches Rechtsmittel bewirke aber dessen ungeachtet, dass die Verjährungsfrist jedenfalls nicht vor dem Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft bzw Unabänderlichkeit der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung ende.

Die Klägerin mache einerseits Kosten eines Rettungsaufwandes geltend, nämlich die des Rechtsmittelverfahrens, begehre darüber hinaus aber auch Kosten, die nicht als Rettungsaufwand zu qualifizieren seien, weil sie nicht zur Beseitigung der behaupteten rechtsverletzenden Entscheidung (des Bescheids der Sicherheitsdirektion vom 23. 11. 2006) gedient hätten. Dabei handle es sich um die Kosten der Kommission bei der Einvernahme der Klägerin bei der Fremdenpolizei vom 17. 1. 2007 bzw die Kosten für die Stellungnahme vom 2. 3. 2007. Diese Kosten hätten auch durch den Erfolg gleichzeitig ergriffener Rettungsmaßnahmen nicht mehr abgewendet werden können. Der bereits Anfang 2007 angefallene Aufwand begründe einen unabwendbaren Schaden, der die dreijährige Verjährungsfrist in Gang gesetzt habe. Insoweit sei Verjährung bereits lange vor Einleitung des Aufforderungsverfahrens eingetreten. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die Verjährung bis zum Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung gehemmt sei. Auch wenn man auf die Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats abstelle, sei die Jahresfrist vor Einleitung des Aufforderungsverfahrens abgelaufen gewesen. Soweit die Klägerin ihre Ansprüche aus einer unvertretbaren rechtswidrigen Entscheidung der Sicherheitsdirektion vom 23. 11. 2006 ableite, seien diese daher, wie das Erstgericht richtig ausgeführt habe, verjährt.

Darüber hinaus bleibe unklar, warum ein Weiterführen des Verfahrens hinsichtlich des Aufenthaltsverbots durch die Fremdenpolizei rechtswidrig gewesen sein solle. Zwar habe die Klägerin eine Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof erhoben, dieser habe ihren Antrag auf Zuerkennung einer aufschiebenden Wirkung jedoch abgewiesen. Für das irrtümlich völlig verfehlt formulierte Feststellungsbegehren sei darüber hinaus ein rechtliches Interesse nicht ersichtlich.

Das Berufungsgericht ließ die Revision zu, weil, soweit überblickbar, zur Frage des Beginns der Verjährungsfrist für Rettungsmaßnahmen neben unabwendbaren sonstigen Schäden aus einer behauptetermaßen rechtswidrig schuldhaften Verwaltungshandlung keine Judikatur des Obersten Gerichtshofs bestehe. Dabei sei davon auszugehen, dass einer harmonisierenden Klarstellung der dargestellten Judikaturlinien zum Verjährungsbeginn über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukomme.

Dagegen richtet sich die Revision der Klägerin mit dem Antrag, die angefochtene Entscheidung dahin abzuändern, dass dem Klagebegehren stattgegeben werde; in eventu wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die beklagte Partei beantragt, die Revision als unzulässig zurückzuweisen, in eventu, ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zur Klarstellung der Rechtslage zulässig, sie ist aber nicht berechtigt.

1. Nach § 480 Abs 1 ZPO idF des Budgetbegleitgesetzes BGBl 2009 ist eine mündliche Berufungsverhandlung nur anzuberaumen, wenn es der Berufungssenat etwa aufgrund der Komplexität der zu entscheidenden Rechtssache für erforderlich hält. Ist - wie hier - eine abschließende Sacherledigung ohne Berufungsverhandlung möglich, begründet es auch keinen Verfahrensmangel, wenn das Berufungsgericht über die Berufung in nichtöffentlicher Sitzung entscheidet (RIS-Justiz RS0125957).

2. Der Rechtsmittelgrund der Aktenwidrigkeit wird nur bei Vorliegen eines Widerspruchs zwischen dem Akteninhalt und den die Entscheidung tragenden wesentlichen Tatsachen verwirklicht (Zechner in Fasching/Konecny2 IV/1 § 503 ZPO Rz 159 mwN; vgl RIS-Justiz RS0043421). Einen solchen Widerspruch macht die Klägerin nicht geltend, wenn sie auf Rechtsausführungen des Berufungsgerichts verweist und diese ihrem Berufungsvorbringen im Behördenverfahren gegenüberstellt. Die damit angesprochenen (rechtlichen) Wertungen des Berufungsgerichts begründen daher auch keine Aktenwidrigkeit (vgl RIS-Justiz RS0043277; RS0043256 [T1]).

3. Die Klägerin begehrt Schadenersatz nach dem Amtshaftungsgesetz. Dieses (nunmehr idF BGBl I 122/2013) trägt aufgrund des Verwaltungsgerichtsbarkeits-Ausführungsgesetzes 2013, BGBl I 33/2013, seit 1. 3. 2013 die Bezeichnung „Bundesgesetz über die Haftung der Gebietskörperschaften und der sonstigen Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts für in Vollziehung der Gesetze zugefügte Schäden (Amtshaftungsgesetz - AHG)“.

4.1 Gemäß § 6 Abs 1 Satz 1 AHG verjähren Ersatzansprüche nach § 1 Abs 1 leg cit in drei Jahren nach Ablauf des Tages, an dem der Schaden dem Geschädigten bekannt geworden ist, keinesfalls aber vor einem Jahr nach Rechtskraft einer rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung. Der zweite Halbsatz dieser Regelung ist dabei nicht so zu verstehen, dass die Verjährung erst ein Jahr nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung beginnen kann, sondern sieht ähnlich § 1494 ABGB eine Ablaufhemmung vor (RIS-Justiz RS0114221 [T1]). Durch diese Bestimmung soll die Position des Geschädigten verbessert werden, weil die Verjährung jedenfalls nicht vor einem Jahr nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung eintritt, auch wenn der Schaden bereits durch die Entscheidung erster Instanz entsteht und durch Rechtsmittel nicht mehr abgewendet werden kann (Schragel, AHG3 § 6 Rz 221).

4.2 Die kurze Verjährungsfrist nach § 6 Abs 1 AHG beginnt - wie jene des § 1489 ABGB -  nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt, wird aber auch dann in Lauf gesetzt, wenn der Geschädigte die Höhe des ihm schon bekannten Schadens noch nicht beziffern kann oder ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt oder diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. Schon eingetretene und aufgrund desselben Schadensereignisses vorhersehbare künftige Schäden (Teil-[Folge-]Schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit und lösen keinen gesonderten Fristenlauf aus (RIS-Justiz RS0050338; RS0087613; Schragel aaO § 6 Rz 222; zu § 1489 ABGB: 1 Ob 621/95 [verst Sen] = SZ 68/238; RIS-Justiz RS0083144 uva; M. Bydlinski in Rummel, ABGB³ § 1489 Rz 3 [„gemäßigte Einheitstheorie“]; R. Madl in Kletečka/Schauer, ABGB-ON 1.01 § 1489 Rz 9; Dehn in KBB³ § 1489 ABGB Rz 4 je mwN).

4.3 Nach § 2 Abs 2 AHG (der hier noch in der Fassung vor der Novelle BGBl I 33/2013 anzuwenden ist) besteht der Ersatzanspruch nicht, wenn der Geschädigte den Schaden durch Rechtsmittel oder Beschwerden an den Verwaltungsgerichtshof hätte abwenden können. Die Rettungspflicht erfasst die verfahrensrechtlichen Rechtsbehelfe zur Abhilfe gegen gerichtliche oder sonstige behördliche Entscheidungen in einem anhängigen Verfahren (RIS-Justiz RS0110188). Daraus ergibt sich, dass der Amtshaftungsanspruch insoweit subsidiär ist, als ein (potenziell) Geschädigter zunächst verpflichtet ist, die ihm vom Rechtsstaat zur Verfügung gestellten und eine Abwendung oder Minderung des Schadens noch ermöglichenden Rechtsbehelfe auszunützen. Amtshaftung für einen fehlerhaften Akt der hoheitlichen Vollziehung tritt daher ein, weil der Schaden nicht abgewendet werden konnte, obwohl der Rechtsmittelzug ausgeschöpft und - in Verwaltungsverfahren - die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ergriffen wurde (1 Ob 356/98d = SZ 72/28 mwN). Das bedeutet nicht, dass die rechtskräftige Beendigung eines Verwaltungsverfahrens immer eine notwendige Voraussetzung für die Geltendmachung eines Schadenersatzbegehrens im Wege der Amtshaftung wäre. Davon wird im Regelfall nur dann auszugehen sein, wenn tatsächlich erst mit dem Ergebnis des Verwaltungsverfahrens feststeht, ob dem Geschädigten überhaupt ein Schaden entstanden ist (1 Ob 221/05i mwN). Schadenersatzansprüche wegen rechtswidrigen und schuldhaften Verhaltens öffentlicher Organe sind aber auch schon vor dem rechtskräftigen Abschluss eines Verwaltungsverfahrens denkbar, wenn und insoweit feststeht, dass ein Schaden tatsächlich eingetreten ist und durch die Ergreifung von Rettungsmaßnahmen nach § 2 Abs 2 AHG nicht mehr abgewendet werden kann (1 Ob 373/98d = SZ 72/51 mwN). Ist der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachte Schaden eingetreten und dem Geschädigten bekanntgeworden, kann der Beginn des Fristenlaufs nicht mehr hinausgeschoben werden (RIS-Justiz RS0114221). Bei unabwendbar gewordenen Schäden beginnt die Verjährungsfrist daher losgelöst von der Rechtskraft der Entscheidung mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens oder mit dem Eintritt der ersten Schadensfolge zu laufen. Sie endet aber gemäß § 6 Abs 1 AHG nicht vor Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft der schadensverursachenden Entscheidung oder Verfügung (RIS-Justiz RS0050342).

5.1 Für den nach § 1 Abs 1 AHG zu ersetzenden Schaden gelten die allgemeinen Regeln des bürgerlichen Rechts (Schragel aaO § 1 Rz 167). Nach § 1293 Satz 1 ABGB ist jeder Nachteil an Vermögen, Rechten oder an der Person positiver Schaden. Dazu zählt auch der Rettungsaufwand zur Gefahrenabwehr oder Verhinderung einer Schadensvergrößerung (8 Ob 6/09d = ZVR 2010/43, 79; vgl RIS-Justiz RS0022802; Kodek in Kletečka/Schauer, ABGB-ON 1.00 § 1293 Rz 10 ff; Reischauer in Rummel, ABGB³ § 1293 Rz 10 mwN).

5.2 Der zweckmäßig aufgewendete Rettungsaufwand kann auch in Rechtsverfolgungskosten liegen (vgl 1 Ob 87/08p; 8 Ob 6/09d mit Verweis auf [richtig] 6 Ob 501/91; 1 Ob 38/11m uva). Auch der mit der gesetzlichen Verpflichtung des § 2 Abs 2 AHG zur Anspruchswahrung verbundene Kostenaufwand begründet daher einen nach § 1 Abs 1 AHG ersatzfähigen Schaden. Das gilt allgemein für Verfahrenskosten und damit zusammenhängende weitere Aufwendungen, die einer an einem behördlichen Verfahren beteiligten Person durch rechtlich nicht vertretbare Entscheidungen oder Verfahrensschritte(-verzögerungen) erwachsen sind (Schragel aaO § 1 Rz 173 mwN). Bei Zutreffen der sonstigen Voraussetzungen kann daher auch der Verfahrenskostenaufwand Gegenstand eines Amtshaftungsanspruchs sein, selbst wenn die in Betracht kommende Verfahrensordnung keine Kostenersatzpflicht kennt, sofern ein solcher Aufwand zur Herstellung des rechtmäßigen Zustands tatsächlich erforderlich ist (1 Ob 30/86 = SZ 59/141; RIS-Justiz RS0023577). Die Kosten des in einem Verfahren einschreitenden Rechtsanwalts sind daher als positiver Schaden bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen nach § 1 Abs 1 AHG ersatzfähig. Für die Frage der Verjährung ist dabei entgegen dem Berufungsgericht aber nicht zwischen den Verfahrenskosten zu unterscheiden, die unmittelbar auf Maßnahmen nach § 2 Abs 2 AHG zurückzuführen sind, und solchen, auf die das nicht zutrifft. Ersatzfähig ist grundsätzlich jeder Verfahrensaufwand, der ex ante zur Vermeidung des Schadens oder der Schadensvergrößerung zweckmäßig war.

Die Sicherheitsdirektion Wien als Berufungsbehörde hat dem Rechtsmittel der Klägerin gegen den Bescheid vom 7. 7. 2005 mit Entscheidung vom 23. 11. 2006 zwar Folge gegeben, diesen aber aufgehoben und der Erstbehörde die Fortsetzung des Verfahrens zur Prüfung eines Aufenthaltsverbots aufgetragen. Anders als bei fortgesetzter Schädigung, bei der für jeden weiteren Schaden eine neue Verjährungsfrist in jenem Zeitpunkt, in welchem der jeweilige Schaden dem Geschädigten zur Kenntnis gelangt, ausgelöst wird (vgl RIS-Justiz RS0034536), ist daher auch das Einschreiten des Klagevertreters vom 17. 1. 2007 (Kommission) bzw vom 2. 3. 2007 (Stellungnahme) und die Beschwerde der Klägerin an den Verwaltungsgerichtshof vom 15. 3. 2007 auf den Bescheid vom 7. 7. 2005 zurückzuführen. Der damit jeweils verbundene Kostenaufwand löste als Folgeschaden auch keine gesonderte Verjährungsfrist aus.

6. Die Klägerin hält dem Verjährungseinwand der Beklagten im Wesentlichen entgegen, die dreijährige Frist des § 6 Abs 1 AHG habe nicht in Gang gesetzt werden können, ehe nicht der Erfolg oder Misserfolg der ergriffenen Rettungsmaßnahme endgültig festgestanden sei, und knüpft damit den Beginn der Verjährungsfrist für den ihr durch die Beauftragung eines Rechtsanwalts entstanden Kostenaufwand an die Beendigung des Verwaltungsverfahrens. Dem kann nicht beigetreten werden.

6.1 Der Grundsatz, dass die kurze Verjährungsfrist des § 6 Abs 1 AHG nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt zu laufen beginnt, bezieht sich generell auf den Primär- oder Erstschaden. Damit ist jeder Nachteil im Vermögen des Geschädigten im Sinne einer Veränderung nach unten zu verstehen. Leistungen eines Rechtsanwalts als berufsmäßiger Parteienvertreter werden typischerweise entgeltlich erbracht. Mit der Beauftragung eines Rechtsanwalts geht daher regelmäßig die Verpflichtung zur Zahlung der mit dessen Einschreiten verbundenen Kosten einher. Eine solche Verpflichtung liegt letztlich auch dem Begehren der Klägerin zugrunde. Bereits das Entstehen einer Verbindlichkeit ist aber positiver Schaden (3 Ob 34/97i = SZ 71/108 uva; RIS-Justiz RS0022568 [T6, T16]), selbst wenn diese Verbindlichkeit noch nicht fällig sein sollte (1 Ob 3/92 = SZ 65/125 mwN; 1 Ob 42/90 = SZ 64/23; RIS-Justiz RS0022568 [T8]; Vollmaier in Fenyves/Kerschner/Vonkilch, Klang3 § 1489 Rz 40). Bereits das kostenverursachende Einschreiten des Rechtsvertreters im Verwaltungsverfahren hat daher zu einem positiven Schaden der Klägerin geführt.

6.2 Sehen - wie hier nach § 74 Abs 1 AVG - die Verfahrensvorschriften keinen Kostenersatz vor, ist der durch das Einschreiten eines Rechtsanwalts hervorgerufene Vermögensnachteil aus einer behauptetermaßen rechtswidrigen Behördenentscheidung oder -verfügung unabänderlich. Damit konnte für die Klägerin, die - wie ihr Vorbringen zeigt - stets von einem rechtswidrigen Behördenverhalten ausging, auch kein Zweifel darüber bestehen, ob sie überhaupt einen Schaden erleiden werde. Dadurch unterscheidet sich der vorliegende Fall von jenen Fällen,

in welchen Unklarheit besteht, ob die Partei überhaupt einen Schaden erleiden werde, und ein solcher erst mit Rechtskraft der Entscheidung in einem darüber anhängigen Verfahren angenommen werden kann (vgl

RIS-Justiz RS0083144 [T1, T14 und T17]). Auch ist es im Anwendungsbereich des § 6 Abs 1 AHG nicht erforderlich, etwa um sich nachträglich als frustriert erweisende Kosten eines Amtshaftungsprozesses zu vermeiden, die Verjährungsfrist für den hier zu beurteilenden Verfahrenskostenaufwand erst in Gang zu setzen, wenn Klarheit darüber besteht, ob der durch die behauptetermaßen fehlerhafte Behördenentscheidung drohende Nachteil abgewendet werden konnte. Wegen der Ablaufhemmung nach § 6 Abs 1 zweiter Halbsatz AHG tritt die Verjährung ohnedies nicht vor einem Jahr nach Rechtskraft der rechtsverletzenden Entscheidung oder Verfügung ein. Damit ist dem Geschädigten durch den Gesetzgeber ausreichend Zeit eingeräumt, den zur Bekämpfung des von ihm als rechtswidrig erkannten Behördenverhaltens getragenen Verfahrensaufwand anspruchswahrend geltend zu machen. Es fehlt daher an einer tragfähigen Grundlage, den durch den Verfahrenkostenaufwand bedingten positiven Schaden, der für die Partei unabänderlich ist, im Bezug auf den Beginn der Verjährungsfrist gegenüber jedem anderen Nachteil, der im Vermögen des Geschädigten durch einen fehlerhaften Akt der hoheitlichen Vollziehung vor endgültigem Abschluss des Verwaltungsverfahrens eintritt, zu privilegieren, indem der Beginn der Verjährungsfrist an die Kenntnis vom Ergebnis der Rettungsmaßnahme geknüpft wird. Die in der Entscheidung 1 Ob 9/03k ohne eingehende Begründung vertretene gegenteilige Ansicht wird daher nicht aufrecht erhalten.

6.3 Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass in Behördenverfahren, die keinen Kostenersatz kennen, bereits die Verpflichtung zum Ersatz der Kosten des im Verfahren einschreitenden Rechtsanwalts einen positiven Schaden darstellt, der die kurze Verjährungsfrist des § 6 Abs 1 AHG in Gang setzt. Der Anspruch auf Ersatz der zur Abwehr der behauptetermaßen rechtswidrigen Behördenentscheidung oder -verfügung aufgewendeten Verfahrenskosten verjährt dann nicht vor Ablauf eines Jahres nach Kenntnis darüber, ob der aus der bekämpften Entscheidung oder Verfügung drohende Nachteil abgewendet werden konnte.

6.4 Der UVS Wien hat der Berufung der Klägerin mit Bescheid vom 20. 12. 2008 Folge gegeben und den angefochtenen Bescheid der Bundespolizeidirektion Wien vom 7. 7. 2005 ersatzlos aufgehoben. Ab Kenntnis dieser Entscheidung stand der Klägerin zur Geltendmachung ihrer Ansprüche die Jahresfrist des § 6 Abs 1 zweiter Halbsatz AHG zur Verfügung. Die Verjährung des gesamten Kostenaufwands war damit bereits vor Einleitung des Aufforderungsverfahrens eingetreten, weswegen die Vorinstanzen das Begehren zu Recht abgewiesen haben.

6.5 Dafür, dass der Anspruch der Klägerin der zehnjährigen Frist des § 6 Abs 1 AHG unterläge, bestehen keine Anhaltspunkte. Auch kann der Revision der Klägerin nicht mit hinreichender Klarheit entnommen werden, ob sie ihre diesbezüglichen Behauptungen noch aufrecht erhält.

7. Der Revision ist damit ein Erfolg zu versagen.

8. Die Kostenentscheidung beruht § 41 Abs 1 iVm § 50 Abs 1 ZPO.

Schlagworte

Gruppe: Amtshaftungsrecht

Textnummer

E105455

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0010OB00050.13D.0829.000

Im RIS seit

17.10.2013

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2015

Dokumentnummer

JJT_20130829_OGH0002_0010OB00050_13D0000_000