Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob284/50 2Ob921/54 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069069

Geschäftszahl

2Ob284/50; 2Ob921/54; 7Ob3/55; 3Ob157/55; 6Ob76/74; 7Ob199/75; 1Ob664/78; 3Ob69/08f; 5Ob209/08h; 3Ob20/09a; 3Ob242/12b; 3Ob141/13a

Entscheidungsdatum

26.04.1950

Norm

MG §21 Abs1 A2b
MRG §33 Abs1

Rechtssatz

Die ziffernmäßige Bezeichnung des Kündigungsgrundes genügt lediglich dort, wo die betreffende Ziffer nicht eine Mehrheit von Tatbeständen aufweist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 284/50
    Entscheidungstext OGH 26.04.1950 2 Ob 284/50
    Veröff: SZ 23/116
  • 2 Ob 921/54
    Entscheidungstext OGH 22.12.1954 2 Ob 921/54
    Veröff: JBl 1955,148
  • 7 Ob 3/55
    Entscheidungstext OGH 19.01.1955 7 Ob 3/55
    Veröff: MietSlg 4750
  • 3 Ob 157/55
    Entscheidungstext OGH 30.03.1955 3 Ob 157/55
    Veröff: teilweise MietSlg 4755
  • 6 Ob 76/74
    Entscheidungstext OGH 16.05.1974 6 Ob 76/74
  • 7 Ob 199/75
    Entscheidungstext OGH 30.10.1975 7 Ob 199/75
    Veröff: ImmZ 1976,59 = MietSlg 27441
  • 1 Ob 664/78
    Entscheidungstext OGH 13.09.1978 1 Ob 664/78
  • 3 Ob 69/08f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 69/08f
    Auch
  • 5 Ob 209/08h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 209/08h
    Beisatz: Die durch § 33 Abs 1 MRG normierte Eventualmaxime für die gerichtliche Aufkündigung bedeutet, dass der geltend gemachte Kündigungsgrund bereits in der Kündigung individualisiert werden muss, wozu die Angabe einer bestimmten Gesetzesstelle nur dann genügt, wenn diese nur einen Tatbestand enthält. (T1); Beisatz: Unklare oder mangelhafte Ausführungen des Kündigungsgrunds gehen immer zu Lasten des Kündigenden. (T2)
  • 3 Ob 20/09a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 20/09a
    Beisatz: Dieser Anforderung genügt die von der Klägerin eingebrachten Kündigung, weil sie ausdrücklich auf den Kündigungsgrund des § 30 Abs2 Z3 erster Fall MRG Bezug nimmt. (T3); Veröff: SZ 2009/70
  • 3 Ob 242/12b
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 242/12b
    Beisatz: Hier: § 30 Abs 2 Z 14 MRG. (T4)
  • 3 Ob 141/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 141/13a
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0069069

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2013

Dokumentnummer

JJR_19500426_OGH0002_0020OB00284_5000000_003

Rechtssatz für 7Ob598/84 2Ob520/86 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042984

Geschäftszahl

7Ob598/84; 2Ob520/86; 3Ob596/89; 2Ob578/90; 4Ob1587/94; 9Ob1611/94; 9Ob510/94; 10Ob521/94; 10Ob1631/95 (10Ob1632/95); 6Ob662/95; 9Ob2013/96m; 10Ob1527/96; 2Ob393/97a; 9Ob56/98w; 9Ob148/98z; 8Ob84/99g; 9Ob97/99a; 9Ob238/00s; 10Ob295/00f; 9Ob147/01k; 3Ob254/01a; 3Ob51/02z; 1Ob102/02k; 7Ob270/02k; 7Ob10/03a; 1Ob64/03y; 9Ob92/03z; 6Ob129/04w; 7Ob200/04v; 3Ob245/04g; 3Ob317/05x; 5Ob221/06w; 10Ob39/07v; 9Ob67/07d; 8Ob133/07b; 5Ob235/07f; 5Ob65/08g; 5Ob242/08m; 5Ob227/09g; 8Ob73/10h; 7Ob113/10h; 8Ob137/10w; 8Ob17/11z; 8Ob47/10k; 8Ob23/11g; 2Ob245/07d; 6Ob167/11v; 8Ob94/11y; 5Ob128/12b; 8Ob23/13k; 6Ob87/13g; 3Ob141/13a; 3Ob40/14z; 6Ob108/14x; 2Ob212/14m; 8Ob123/14t; 3Ob13/15f; 10Ob4/15h; 1Ob58/15h; 1Ob19/15y; 5Ob76/15k; 10Ob83/15a; 6Ob250/15f; 3Ob182/16k; 6Ob192/16b; 3Ob120/17v; 7Ob191/17i; 3Ob214/17t; 7Ob35/18z; 3Ob112/18v; 1Ob134/18i; 4Ob63/19x; 1Ob39/19w; 8Ob47/19y

Entscheidungsdatum

20.06.1984

Norm

ZPO §502 Abs4 Z1 HIII4
MRG §30 Abs2 Z3 C
WEG 2002 §36

Rechtssatz

Der Frage, ob es sich bei einem konkreten Verhalten um ein unleidliches Verhalten nach § 30 Abs 2 Z 3 MRG handelt, kommt keine grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO zu.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 598/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 598/84
  • 2 Ob 520/86
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 520/86
  • 3 Ob 596/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 3 Ob 596/89
  • 2 Ob 578/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 2 Ob 578/90
    Beisatz: Hier: § 502 Abs 1 ZPO idF WGN 1989 (T1)
  • 4 Ob 1587/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 1587/94
  • 9 Ob 1611/94
    Entscheidungstext OGH 21.11.1994 9 Ob 1611/94
  • 9 Ob 510/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 Ob 510/94
    Vgl; Beisatz: Die Frage jedoch, ob eine wiederholte, wenn auch im Einzelfall unbedeutende Belästigung der Mitbewohner des Hauses durch vorsätzliche Verbreitung von Gerüchten unleidliches Verhalten ist, geht über den Einzelfall hinaus. (T2) Veröff: SZ 67/236
  • 10 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 10 Ob 521/94
  • 10 Ob 1631/95
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 1631/95
    Auch; Beisatz: Es handelt sich um eine Abwägung im Einzelfall. (T3)
  • 6 Ob 662/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1996 6 Ob 662/95
    Auch
  • 9 Ob 2013/96m
    Entscheidungstext OGH 15.05.1996 9 Ob 2013/96m
    Auch; Beisatz: Sofern nicht der Ermessensspielraum überschritten wurde. (T4)
  • 10 Ob 1527/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 10 Ob 1527/96
  • 2 Ob 393/97a
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 393/97a
    Auch
  • 9 Ob 56/98w
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 Ob 56/98w
  • 9 Ob 148/98z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 Ob 148/98z
  • 8 Ob 84/99g
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 Ob 84/99g
    Beis wie T4; Beisatz: Sofern keine krasse Fehlbeurteilung unterlaufen ist. (T5)
  • 9 Ob 97/99a
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 97/99a
    Beis wie T3
  • 9 Ob 238/00s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 Ob 238/00s
    Beis wie T5
  • 10 Ob 295/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 10 Ob 295/00f
    Beis ähnlich T3; Beis wie T4; Beisatz: Sofern keine auffallende und im Interesse der Rechtssicherheit zu korrigierende Fehlbeurteilung der Zumutbarkeit einer Fortsetzung des Bestandverhältnisses vorliegt. (T6)
  • 9 Ob 147/01k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 Ob 147/01k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Erregung störenden Lärms in den Nachtstunden und den frühen Morgenstunden. (T7)
  • 3 Ob 254/01a
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 3 Ob 254/01a
    Beis wie T5
  • 3 Ob 51/02z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 51/02z
  • 1 Ob 102/02k
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 102/02k
  • 7 Ob 270/02k
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 7 Ob 270/02k
    Beis wie T4
  • 7 Ob 10/03a
    Entscheidungstext OGH 12.02.2003 7 Ob 10/03a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6 nur: Sofern keine auffallende und im Interesse der Rechtssicherheit zu korrigierende Fehlbeurteilung vorliegt. (T8); Beis wie T7 nur: Erregung störenden Lärms in den Nachtstunden. (T9)
  • 1 Ob 64/03y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 64/03y
  • 9 Ob 92/03z
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 92/03z
    Beis wie T6
  • 6 Ob 129/04w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 6 Ob 129/04w
  • 7 Ob 200/04v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 200/04v
    Bei wie T8
  • 3 Ob 245/04g
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 245/04g
    Beis wie T3
  • 3 Ob 317/05x
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 317/05x
    Beis wie T8
  • 5 Ob 221/06w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2006 5 Ob 221/06w
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 10 Ob 39/07v
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 39/07v
  • 9 Ob 67/07d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 Ob 67/07d
    Beisatz: Hier: Beschimpfungen als unleidliches Verhalten. (T10)
  • 8 Ob 133/07b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 8 Ob 133/07b
    Beisatz: Der Frage, ob es sich bei einem bestimmten Verhalten um ein unleidliches Verhalten iSd § 30 Abs 2 Z 3 MRG handelt, kommt keine grundsätzliche Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO zu, weil regelmäßig eine Abwägung im Einzelfall vorzunehmen ist. (T11)
  • 5 Ob 235/07f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 5 Ob 235/07f
    Vgl; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Hier: § 1118 1. Fall ABGB. (T12)
  • 5 Ob 65/08g
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 65/08g
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, ob es sich bei einem konkreten Verhalten um ein unleidliches bzw strafbares mit dem Gewicht eines Ausschlussgrundes im Sinne des § 36 WEG handelt, ist eine solche des Einzelfalls, der keine grundsätzliche Bedeutung zukommt. (T13)
  • 5 Ob 242/08m
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 5 Ob 242/08m
    Beis wie T11; Bem: Hier: Ständiges, auch am Gang des Hauses erfolgendes und in seiner Lautstärke das Ausmaß eines Brüllens erreichendes Rülpsen. (T14)
  • 5 Ob 227/09g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 227/09g
    Beis wie T11
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
    Auch
  • 7 Ob 113/10h
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 113/10h
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
  • 8 Ob 17/11z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 17/11z
  • 8 Ob 47/10k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 47/10k
  • 8 Ob 23/11g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 23/11g
  • 2 Ob 245/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 245/07d
    Auch
  • 6 Ob 167/11v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 167/11v
  • 8 Ob 94/11y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 94/11y
    Beis wie T5
  • 5 Ob 128/12b
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 128/12b
    Auch; Beis auch wie T6; Beis auch wie T8
  • 8 Ob 23/13k
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 23/13k
    Auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 87/13g
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 87/13g
    Beis wie T5
  • 3 Ob 141/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 141/13a
  • 3 Ob 40/14z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 40/14z
  • 6 Ob 108/14x
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 108/14x
    Beis wie T6
  • 2 Ob 212/14m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 212/14m
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 123/14t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 123/14t
  • 3 Ob 13/15f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 13/15f
    Auch
  • 10 Ob 4/15h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 4/15h
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T11
  • 1 Ob 58/15h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 58/15h
    Vgl auch
  • 1 Ob 19/15y
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 19/15y
  • 5 Ob 76/15k
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 76/15k
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 10 Ob 83/15a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
    Beis wie T6
  • 6 Ob 250/15f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 250/15f
    Beis wie T6
  • 3 Ob 182/16k
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 182/16k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 192/16b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 192/16b
    Auch; Beisatz: Die baulich bedingte Hellhörigkeit eines Hauses ist kein Entschuldigungsgrund für nächtliche Ruhestörungen, sondern muss vielmehr jeden Mieter zur besonderen Rücksicht gegenüber den übrigen Bewohnern und zur Vermeidung unnötiger Geräuschentwicklungen veranlassen. (T15)
  • 3 Ob 120/17v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 120/17v
    Beis wie T5
  • 7 Ob 191/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 191/17i
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 3 Ob 214/17t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 3 Ob 214/17t
    Auch
  • 7 Ob 35/18z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
    Auch
  • 3 Ob 112/18v
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 112/18v
    Auch
  • 1 Ob 134/18i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 134/18i
    Beis wie T4; Beis wie T8
  • 4 Ob 63/19x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 63/19x
    Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T13
  • 1 Ob 39/19w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 39/19w
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Die Gefährdung von Personen durch Abschalten des Lichts im Keller, die subtile Androhung körperlicher Gewalt und das ungehörige und bedrohliche Verhalten gegenüber der Mieterin und deren Tochter wurde ohne aufzugreifende Fehlbeurteilung als ein das Zusammenwohnen verleidende und zur Aufkündigung berechtigendes Verhalten angesehen. (T16)
  • 8 Ob 47/19y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 47/19y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0042984

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19840620_OGH0002_0070OB00598_8400000_003

Rechtssatz für 2Ob571/85 1Ob674/85 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070303

Geschäftszahl

2Ob571/85; 1Ob674/85; 6Ob616/89; 3Ob593/89; 4Ob609/89; 7Ob624/91; 9Ob1611/94; 9Ob510/94; 4Ob2054/96d; 1Ob52/97x; 9Ob56/98w; 3Ob20/98g; 1Ob280/98b; 9Ob97/99a; 6Ob179/01v; 1Ob102/02k; 7Ob270/02k; 1Ob169/03i; 9Ob92/03z; 6Ob129/04w; 7Ob200/04v; 3Ob245/04g; 9Ob51/06z; 10Ob39/07v; 8Ob133/07b; 8Ob73/10h; 7Ob113/10h; 2Ob181/10x; 8Ob137/10w; 8Ob23/11g; 2Ob245/07d; 6Ob167/11v; 8Ob94/11y; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 4Ob28/13s; 6Ob87/13g; 3Ob141/13a; 6Ob108/14x; 2Ob212/14m; 8Ob123/14t; 10Ob26/15v; 8Ob11/15y; 5Ob76/15k; 10Ob83/15a; 7Ob144/15z; 1Ob33/16h; 5Ob236/16s; 9Ob17/17s; 8Ob33/17m; 7Ob191/17i; 7Ob35/18z; 1Ob134/18i; 10Ob102/18z; 4Ob63/19x; 1Ob39/19w; 8Ob47/19y

Entscheidungsdatum

29.10.1985

Norm

MRG §30 Abs2 Z3 C

Rechtssatz

Eine Kündigung wegen unleidlichen Verhaltens setzt eine Störung des friedlichen Zusammenlebens voraus, die durch längere Zeit fortgesetzt wird oder sich in häufigen Wiederholungen äußert und überdies nach ihrer Art das bei den besonderen Verhältnissen des einzelnen Falles erfahrungsgemäß geduldete Ausmaß übersteigt. Einmalige Vorfälle bilden den Kündigungsgrund nur, wenn sie schwerwiegend sind, jedoch können mehrere, an sich geringfügige Vorfälle den Kündigungstatbestand bilden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 571/85
    Entscheidungstext OGH 29.10.1985 2 Ob 571/85
  • 1 Ob 674/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 674/85
    Veröff: MietSlg 37406
  • 6 Ob 616/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 616/89
    Auch
  • 3 Ob 593/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 593/89
    nur: Eine Kündigung wegen unleidlichen Verhaltens setzt eine Störung des friedlichen Zusammenlebens voraus, die durch längere Zeit fortgesetzt wird oder sich in häufigen Wiederholungen äußert und überdies nach ihrer Art das bei den besonderen Verhältnissen des einzelnen Falles erfahrungsgemäß geduldete Ausmaß übersteigt. Einmalige Vorfälle bilden den Kündigungsgrund nur, wenn sie schwerwiegend sind. (T1)
  • 4 Ob 609/89
    Entscheidungstext OGH 13.03.1990 4 Ob 609/89
    nur T1; Beisatz: Schwerwiegend ist ein Vorfall, wenn er das Maß des Zumutbaren überschreitet und objektiv geeignet erscheint, auch nur einem Mitbewohner das Zusammenleben zu verleiden. Es kommt daher nicht schlechthin darauf an, ob Abhilfe auf andere Art als durch Kündigung möglich ist, sondern - selbst im Fall der Möglichkeit einer solchen Abhilfe - darauf, ob ein gedeihliches Zusammenleben der "Mitbewohner" weiterhin gewährleistet ist. (T2)
    Veröff: MietSlg XLII/13
  • 7 Ob 624/91
    Entscheidungstext OGH 14.11.1991 7 Ob 624/91
  • 9 Ob 1611/94
    Entscheidungstext OGH 21.11.1994 9 Ob 1611/94
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Schwerwiegend ist ein Vorfall, wenn er das Maß des Zumutbaren überschreitet. (T3)
  • 9 Ob 510/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 Ob 510/94
    nur: Eine Kündigung wegen unleidlichen Verhaltens setzt eine Störung des friedlichen Zusammenlebens voraus, die durch längere Zeit fortgesetzt wird oder sich in häufigen Wiederholungen äußert und überdies nach ihrer Art das bei den besonderen Verhältnissen des einzelnen Falles erfahrungsgemäß geduldete Ausmaß übersteigt. (T4)
    Beis wie T2
    Veröff: SZ 67/236
  • 4 Ob 2054/96d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2054/96d
    nur T4; Beis wie T2 nur: Schwerwiegend ist ein Vorfall, wenn er das Maß des Zumutbaren überschreitet und objektiv geeignet erscheint, auch nur einem Mitbewohner das Zusammenleben zu verleiden. (T5)
    Beisatz: Ob das beanstandete Verhalten objektiv geeignet erscheint, auch nur einem Mitbewohner das Zusammenleben zu verleiden, ist eine Rechtsfrage. (T6)
  • 1 Ob 52/97x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 52/97x
    Auch; nur T4; nur: Es kommt darauf an, ob ein gedeihliches Zusammenleben der "Mitbewohner" weiterhin gewährleistet ist. (T7)
    Beis wie T2
  • 9 Ob 56/98w
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 Ob 56/98w
    nur T4
  • 3 Ob 20/98g
    Entscheidungstext OGH 25.03.1998 3 Ob 20/98g
    nur T4
  • 1 Ob 280/98b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 280/98b
    nur T4; nur T7; Beis wie T5 nur: Und objektiv geeignet erscheint, auch nur einem Mitbewohner das Zusammenleben zu verleiden. (T8)
  • 9 Ob 97/99a
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 97/99a
    Auch; nur: Einmalige Vorfälle bilden den Kündigungsgrund nur, wenn sie schwerwiegend sind. (T9) Beis wie T5
  • 6 Ob 179/01v
    Entscheidungstext OGH 23.08.2001 6 Ob 179/01v
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 102/02k
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 102/02k
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Ansägen der Gasleitung rechtfertigt Kündigung. (T10)
    Beisatz: Der Frage, ob es sich bei einem konkreten Verhalten um ein unleidliches Verhalten nach § 30 Abs 2 Z 3 MRG handelt, kommt keine grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO zu, weil es sich regelmäßig um eine Abwägung im Einzelfall handelt. (T11)
  • 7 Ob 270/02k
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 7 Ob 270/02k
    Auch; nur T9; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 1 Ob 169/03i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2003 1 Ob 169/03i
    Auch
  • 9 Ob 92/03z
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 92/03z
    nur T4; Beis wie T11
  • 6 Ob 129/04w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 6 Ob 129/04w
    Vgl auch; Beisatz: Entscheidend ist stets sein Gesamtverhalten, zu dessen Würdigung auch auf länger zurückliegende Ereignisse zurückzugreifen ist. (T12)
  • 7 Ob 200/04v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 200/04v
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 245/04g
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 245/04g
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Kündigungsgrund kann auch vorliegen, wenn der eine gestörte Mitbewohner der unmittelbare Nachbar ist. (T13)
  • 9 Ob 51/06z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 51/06z
    Beis wie T2
  • 10 Ob 39/07v
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 39/07v
    Auch
  • 8 Ob 133/07b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 8 Ob 133/07b
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
    nur T4
  • 7 Ob 113/10h
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 113/10h
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 2 Ob 181/10x
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 2 Ob 181/10x
    nur T4; Beis wie T12 nur: Entscheidend ist stets das Gesamtverhalten. (T14)
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    nur T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 23/11g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 23/11g
    nur T4
  • 2 Ob 245/07d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 245/07d
    Beis wie T5
  • 6 Ob 167/11v
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 167/11v
    Auch; Beis wie T11
  • 8 Ob 94/11y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 94/11y
    nur T4
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    nur T1; nur T9; Beis wie T14; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Unleidliches Verhalten eines Mieters, der seine Sanierungspläne bezüglich des Mietobjekts auf besonders rücksichtslose Art und Weise gegenüber dem Vermieter und seinen sonstigen Mitbewohnern durchgesetzt hat. (T15)
  • 7 Ob 199/11g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 199/11g
    Beis wie T14
  • 4 Ob 28/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 28/13s
    nur T4
  • 6 Ob 87/13g
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 87/13g
  • 3 Ob 141/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 141/13a
    Auch; Beis wie T12
  • 6 Ob 108/14x
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 108/14x
    Auch
  • 2 Ob 212/14m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 212/14m
    Auch
  • 8 Ob 123/14t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 123/14t
    Auch; nur T4; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 10 Ob 26/15v
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 Ob 26/15v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 8 Ob 11/15y
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 11/15y
    Beis wie T11
  • 5 Ob 76/15k
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 76/15k
  • 10 Ob 83/15a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
  • 7 Ob 144/15z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 144/15z
    nur T7; Beis wie T8
  • 1 Ob 33/16h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 33/16h
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der im Gesetz verwendete Begriff „Mitbewohner“ wird in der Rechtsprechung weit verstanden und erstreckt sich unzweifelhaft auf den auf der Nachbarliegenschaft wohnenden (Mit‑)Vermieter. (T16)
    Beisatz: Hier: Tankstelle. (T17)
  • 5 Ob 236/16s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2017 5 Ob 236/16s
    Beisatz: Hier: Fotografieren der Mieterin eines Nachbarobjekts (einer im Eigentum der Klägerin stehenden Wohnanlage) jedenfalls mehr als 50-mal, der Familie eines Mieters im selben Haus – trotz deren Einwände – „laufend, wenn auch mit unterschiedlicher Häufigkeit“ und anderer Mieter beim Rasenmähen in Badebekleidung oder beim Sonnenbaden. (T18)
  • 9 Ob 17/17s
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 17/17s
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Herstellung von Suchtgift. (T19)
  • 8 Ob 33/17m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 33/17m
    Beisatz: Hier: Mehrfache Gewalttätigkeit gegenüber dem Nachbarskind. (T20)
  • 7 Ob 191/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 191/17i
  • 7 Ob 35/18z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5; nur T9; Beisatz: Hier: Einmaliger Vorfall: Bedrohen mit Pizzamesser. (T21)
  • 1 Ob 134/18i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 134/18i
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T14
  • 10 Ob 102/18z
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 10 Ob 102/18z
    Beis wie T5; Beisatz: Hier. Schwungvolles Werfen von Hausmüll und diversen Gegenständen, darunter mehrere Glas‑ und Keramikflaschen, aus dem Fenster einer im Hochparterre gelegen Wohnung in alkoholisiertem Zustand, wodurch die Fassade des gegenüberliegenden Gebäudes beschädigt wurde und ein Küchenfenster zerbarst. (T22)
  • 4 Ob 63/19x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 63/19x
  • 1 Ob 39/19w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 39/19w
    Beis wie T2; Beis wie T12; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Die Gefährdung von Personen durch Abschalten des Lichts im Keller, die subtile Androhung körperlicher Gewalt und das ungehörige und bedrohliche Verhalten gegenüber der Mieterin und deren Tochter wurde ohne aufzugreifende Fehlbeurteilung als ein das Zusammenwohnen verleidende und zur Aufkündigung berechtigendes Verhalten angesehen. (T23)
  • 8 Ob 47/19y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 47/19y
    nur T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0070303

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19851029_OGH0002_0020OB00571_8500000_001

Rechtssatz für 6Ob701/87 7Ob628/91 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070378

Geschäftszahl

6Ob701/87; 7Ob628/91; 4Ob1587/94; 9Ob510/94; 4Ob2135/96s; 1Ob70/97v; 1Ob52/97x; 1Ob410/97v; 9Ob420/97y; 1Ob280/98b; 10Ob295/00f; 9Ob16/02x; 9Ob129/02i; 1Ob86/03h; 3Ob29/06w; 8Ob86/08t; 3Ob20/09a; 8Ob73/10h; 8Ob137/10w; 5Ob144/11d; 4Ob147/11p; 8Ob83/12g; 3Ob141/13a; 6Ob189/13g; 3Ob34/15v; 1Ob58/15h; 10Ob83/15a; 9Ob65/15x; 6Ob250/15f; 3Ob21/16h; 6Ob86/16i; 7Ob99/17k; 3Ob16/18a; 7Ob35/18z; 1Ob82/18t; 2Ob152/18v; 10Ob19/19w; 4Ob63/19x; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

22.10.1987

Norm

MRG §30 Abs2 Z3 F

Rechtssatz

Nach der Rechtsprechung des OGH ist für die Berechtigung der Aufkündigung wesentlich, ob der Tatbestand zur Zeit der Aufkündigung erfüllt war. Allerdings kann eine Einstellung eines dem Mieter zum Vorwurf gemachten Verhaltens nach der Aufkündigung bei der Beurteilung, ob das Gesamtverhalten die Aufkündigung im Einzelfall rechtfertigte, mitberücksichtigt werden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 701/87
    Entscheidungstext OGH 22.10.1987 6 Ob 701/87
    Veröff: MietSlg 39424
  • 7 Ob 628/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 7 Ob 628/91
  • 4 Ob 1587/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 1587/94
  • 9 Ob 510/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 Ob 510/94
    nur: Nach der Rechtsprechung des OGH ist für die Berechtigung der Aufkündigung wesentlich, ob der Tatbestand zur Zeit der Aufkündigung erfüllt war. (T1) Veröff: SZ 67/236
  • 4 Ob 2135/96s
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2135/96s
    Vgl auch; Veröff: SZ 69/177
  • 1 Ob 70/97v
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 70/97v
    Auch
  • 1 Ob 52/97x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 52/97x
    Auch
  • 1 Ob 410/97v
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 410/97v
    Auch
  • 9 Ob 420/97y
    Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 Ob 420/97y
    nur T1
  • 1 Ob 280/98b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 280/98b
    nur T1
  • 10 Ob 295/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 10 Ob 295/00f
    nur T1; Beisatz: Verhaltensänderungen nach Einbringung der Aufkündigung haben nur dann Einfluss auf das Schicksal der Aufkündigung, wenn auf Grund dieser Umstände die Wiederholung der bisherigen Unzukömmlichkeiten auszuschließen ist. (T2)
  • 9 Ob 16/02x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 16/02x
    Auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 129/02i
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 129/02i
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 86/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 86/03h
  • 3 Ob 29/06w
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 29/06w
    Beis wie T2
  • 8 Ob 86/08t
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 86/08t
    Auch; Beisatz: Maßgeblich für die Beurteilung, ob ein geltend gemachter Kündigungsgrund verwirklicht wird, ist der Zeitpunkt der Zustellung der Aufkündigung. (T3)
  • 3 Ob 20/09a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 20/09a
    Vgl; Beis wie T3; Veröff: SZ 2009/70
  • 8 Ob 73/10h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 73/10h
    Vgl auch; Beisatz: Das Gesamtverhalten des Mieters kann durchaus mitberücksichtigt werden. (T4)
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 144/11d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 144/11d
    nur T1; Beis wie T2; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier: Es liegt keine positive Zukunftsprognose vor, wenn die Störungen nach Zustellung der Aufkündigung andauerten. (T5)
  • 4 Ob 147/11p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 147/11p
    Auch
  • 8 Ob 83/12g
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 Ob 83/12g
    Auch
  • 3 Ob 141/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 141/13a
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 189/13g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2013 6 Ob 189/13g
    Beis ähnlich wie T5
  • 3 Ob 34/15v
    Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 34/15v
    Auch
  • 1 Ob 58/15h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 58/15h
    Vgl
  • 10 Ob 83/15a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
    Beis wie T2
  • 9 Ob 65/15x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 Ob 65/15x
  • 6 Ob 250/15f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 250/15f
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 21/16h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 21/16h
    Auch
  • 6 Ob 86/16i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2016 6 Ob 86/16i
    Beis wie T2
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
  • 3 Ob 16/18a
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 16/18a
    Auch
  • 7 Ob 35/18z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
  • 1 Ob 82/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 82/18t
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 152/18v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2018 2 Ob 152/18v
  • 10 Ob 19/19w
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 19/19w
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 63/19x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 63/19x
    Vgl
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0070378

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19871022_OGH0002_0060OB00701_8700000_001

Rechtssatz für 5Ob1506/91 5Ob1552/91 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0070340

Geschäftszahl

5Ob1506/91; 5Ob1552/91; 7Ob628/91; 4Ob1587/94; 9Ob510/94; 10Ob521/94; 10Ob1540/95; 6Ob662/95; 1Ob70/97v; 1Ob52/97x; 1Ob410/97v; 9Ob420/97y; 1Ob280/98b; 7Ob250/98k; 10Ob295/00f; 9Ob147/01k; 9Ob16/02x; 9Ob129/02i; 1Ob86/03h; 9Ob11/04i; 4Ob255/05m; 3Ob29/06w; 8Ob86/08t; 3Ob220/09p; 8Ob17/11z; 8Ob23/11g; 5Ob76/11d; 5Ob144/11d; 8Ob83/12g; 4Ob28/13s; 3Ob141/13a; 6Ob189/13g; 8Ob67/14g; 8Ob123/14t; 3Ob13/15f; 3Ob34/15v; 1Ob30/15s; 5Ob76/15k; 10Ob83/15a; 7Ob144/15z; 9Ob65/15x; 3Ob21/16h; 3Ob16/18a; 7Ob35/18z; 1Ob82/18t; 2Ob152/18v; 4Ob63/19x; 5Ob84/19t

Entscheidungsdatum

12.02.1991

Norm

MRG §30 Abs2 Z3 F

Rechtssatz

Verhaltensänderung nach Einbringung der Aufkündigung hat nur dann Einfluss auf das Schicksal der Aufkündigung, wenn der Schluss zulässig ist, dass die Wiederholung der bisherigen Unzukömmlichkeit auszuschließen ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 1506/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 5 Ob 1506/91
  • 5 Ob 1552/91
    Entscheidungstext OGH 12.11.1991 5 Ob 1552/91
  • 7 Ob 628/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 7 Ob 628/91
    Beisatz: Hier: Gänzliche Verlegung des Parteienverkehrs mit psychischen Behinderten in die Wege geleitet, so dass diese wenige Tage nach Schluss der mündlichen Streitverhandlung erster Instanz abgeschlossen sein sollte. (T1)
  • 4 Ob 1587/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 1587/94
  • 9 Ob 510/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 Ob 510/94
    Veröff: SZ 67/236
  • 10 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1995 10 Ob 521/94
  • 10 Ob 1540/95
    Entscheidungstext OGH 12.09.1995 10 Ob 1540/95
  • 6 Ob 662/95
    Entscheidungstext OGH 22.02.1996 6 Ob 662/95
  • 1 Ob 70/97v
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 70/97v
    Auch
  • 1 Ob 52/97x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 52/97x
    Auch
  • 1 Ob 410/97v
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 410/97v
    Auch; Beisatz: Hier: Stabilisierung des Gesundheitszustandes bei Psychose mit Wahnverhalten; Prognose, dass das festgestellte (krankhafte) unleidliche Verhalten künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft unterlassen, werde, verneint. (T2)
  • 9 Ob 420/97y
    Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 Ob 420/97y
    Beisatz: Ob dies der Fall ist, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen. (T3)
  • 1 Ob 280/98b
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 280/98b
    Auch
  • 7 Ob 250/98k
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 7 Ob 250/98k
    Auch
  • 10 Ob 295/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 10 Ob 295/00f
  • 9 Ob 147/01k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 Ob 147/01k
    Beis wie T3
  • 9 Ob 16/02x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2002 9 Ob 16/02x
    Beis wie T3; Beisatz: Auch auf Entwicklungen, die zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlungen bereits in die Wege geleitet waren und deren Abschluss unmittelbar bevorstand, ist unter Umständen Bedacht zu nehmen. (T4)
  • 9 Ob 129/02i
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 129/02i
    Beis wie T3
  • 1 Ob 86/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 86/03h
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Durchführung der im gewerbebehördlichen Verfahren angeordneten Maßnahmen zur Ausschaltung nicht zumutbarer Belästigungen an Lärm und Vibrationen durch den Betrieb von Maschinen in einer Putzerei und Wäscherei. (T5)
  • 9 Ob 11/04i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 11/04i
  • 4 Ob 255/05m
    Entscheidungstext OGH 14.02.2006 4 Ob 255/05m
    Beisatz: Hier: Positive Zukunftsprognose bejaht; medikamentöse Behandlung einer geistig Behinderten; Spannungen teilweise von Nachbarn provoziert, die nunmehr ausgezogen sind. (T6)
  • 3 Ob 29/06w
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 29/06w
    Beis wie T4
  • 8 Ob 86/08t
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 86/08t
    Auch; Beisatz: Hier: Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauchs nach § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG (Gerümpel und Ungeziefer in der Wohnung); positive Zukunftsprognose verneint. (T7)
  • 3 Ob 220/09p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 220/09p
  • 8 Ob 17/11z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 17/11z
    Auch
  • 8 Ob 23/11g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 23/11g
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 5 Ob 76/11d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 76/11d
    Auch; Beisatz: hier: Wiederholungsgefahr beseitigt. (T8)
  • 5 Ob 144/11d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 144/11d
    Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Es liegt keine positive Zukunftsprognose vor, wenn die Störungen nach Zustellung der Aufkündigung andauerten. (T9)
  • 8 Ob 83/12g
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 Ob 83/12g
  • 4 Ob 28/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 28/13s
    Beis wie T3
  • 3 Ob 141/13a
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 141/13a
    Auch; Beis wie T9
  • 6 Ob 189/13g
    Entscheidungstext OGH 28.11.2013 6 Ob 189/13g
    Beis ähnlich wie T9
  • 8 Ob 67/14g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 67/14g
  • 8 Ob 123/14t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 Ob 123/14t
  • 3 Ob 13/15f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 13/15f
    Auch
  • 3 Ob 34/15v
    Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 34/15v
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 30/15s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 30/15s
    Auch
  • 5 Ob 76/15k
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 76/15k
    Beis wie T3; Beis wie T9
  • 10 Ob 83/15a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 144/15z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 144/15z
  • 9 Ob 65/15x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 Ob 65/15x
    Beis wie T3
  • 3 Ob 21/16h
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 21/16h
    Auch
  • 3 Ob 16/18a
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 16/18a
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 35/18z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
  • 1 Ob 82/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 82/18t
  • 2 Ob 152/18v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2018 2 Ob 152/18v
    Beis wie T3
  • 4 Ob 63/19x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 63/19x
    Beis wie T9
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0070340

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19910212_OGH0002_0050OB01506_9100000_002

Entscheidungstext 3Ob141/13a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

wobl 2013,264/95 - wobl 2013/95 = immolex‑LS 2013/70 = Zak 2013/659 S 359 - Zak 2013,359 = MietSlg 65.365 = MietSlg 65.379 = MietSlg 65.704

Geschäftszahl

3Ob141/13a

Entscheidungsdatum

21.08.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Prückner als Vorsitzenden, den Hofrat Univ.-Prof. Dr. Neumayr, die Hofrätin Dr. Lovrek sowie die Hofräte Dr. Jensik und Dr. Roch als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei G*****, vertreten durch Mag. Marina Breitenecker, Dr. Christine Kolbitsch, Dr. Heinrich Vana, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. C*****, 2. M*****, beide *****, beide vertreten durch Dr. Karl Heinz Götz, Dr. Rudolf Tobler jun, Rechtsanwälte in Neusiedl am See, wegen Aufkündigung, über die außerordentliche Revision der beklagten Parteien gegen das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 13. Mai 2013, GZ 39 R 366/12f-27, womit über Berufung der beklagten Parteien das Urteil des Bezirksgerichts Liesing vom 31. Juli 2012, GZ 7 C 477/11v-23, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

1. Die Klägerin hat in der Kündigung ausdrücklich den Kündigungsgrund des § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG ziffernmäßig angeführt und geltend gemacht, dass die Beklagten, die offenbar eine Abneigung gegen Hunde haben, Hundehalter in der Wohnhausanlage massiv belästigten, beschimpften und bedrohten. Es sei daher seit April 2011 zu 49 Einsätzen des Sicherheitsdienstes der Wohnhausanlage gekommen.

Der in der außerordentlichen Revision gerügte Verstoß gegen die Eventualmaxime (§ 33 Abs 1 Satz 3 MRG) liegt daher nicht vor (RIS-Justiz RS0069069; 3 Ob 20/09a).

2. Insbesondere der Zweitbeklagte beschimpfte andere Bewohner der Wohnhausanlage nach den Feststellungen massiv; diese Beschimpfungen, die teilweise mit einem äußerst aggressivem Verhalten verbunden waren („an der Schulter packen“), dauerten während des gesamten Jahres 2011 an und wurden auch nach Zustellung der Aufkündigung am 18. November 2011 fortgesetzt. Erst nach einer zweiten Aufklärung durch die Richterin bei einer Verhandlungstagsatzung am 26. März 2012 stellte der Beklagte sein Verhalten ein.

Damit ist aber weder der in der außerordentlichen Revision erhobene Vorwurf, zum maßgeblichen Zustellzeitpunkt (Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht Band I²² § 33 MRG Rz 27; RIS-Justiz RS0070378) sei der Kündigungsgrund nicht verwirklicht gewesen, noch der Vorwurf berechtigt, die Klägerin habe auf den geltend gemachten Kündigungsgrund „konkludent verzichtet“:

Bei Dauertatbeständen liegt im Zuwarten mit der Kündigung kein Verzicht auf die Geltendmachung des Kündigungsgrundes.

Bei Prüfung des Kündigungsgrundes des § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG darf das Verhalten des Mieters nicht in Teilfakten zerlegt werden; entscheidend ist stets sein Gesamtverhalten, zu dessen Würdigung auch auf länger zurückliegende Ereignisse zurückzugreifen ist (6 Ob 129/04w; 7 Ob 200/04v je mwN).

3. Im Hinblick auf das festgestellte Verhalten des Zweitbeklagten auch nach Zustellung der Aufkündigung kann keine Rede davon sein, dass die Gefahr einer Wiederholung der Unzukömmlichkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist (Würth/Zingher/Kovanyi, Miet- und Wohnrecht Band I²² § 30 MRG Rz 18; RIS-Justiz RS0070340).

4. Sachverhaltsfremd ist schließlich die Behauptung in der außerordentlichen Revision, die Beklagten seien berechtigt, die in der Hausordnung der Wohnhausanlage festgelegte Leinen- und Beißkorbpflicht für Hunde und die Einhaltung des Rauchverbots durchzusetzen, soweit festgestellt wurde, dass der Zweitbeklagte andere Bewohner der Wohnhausanlage selbst dann aggressiv beschimpfte, wenn die von diesen Bewohnern gehaltenen Hunde angeleint waren und einen Beißkorb trugen.

5. Ob aber das Gesamtverhalten eines Mieters iSd § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG unleidlich ist und daher den Kündigungsgrund verwirklicht, stellt eine Frage der Abwägung im Einzelfall dar, die nur im Fall einer - hier nicht vorliegenden - erheblichen Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz die Zulässigkeit der Revision rechtfertigt (RIS-Justiz RS0042984).

Textnummer

E105123

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0030OB00141.13A.0821.000

Im RIS seit

17.09.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2015

Dokumentnummer

JJT_20130821_OGH0002_0030OB00141_13A0000_000